| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 144 448 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
06.10.2021 Patentblatt 2021/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.06.2014 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
MONTAGEPLATTE ZUR BEFESTIGUNG EINES BAUTEILS AN EINER WAND
MOUNTING PLATE FOR ATTACHING AN ELEMENT TO A WALL
PLAQUE DE MONTAGE DESTINÉE À FIXER UN COMPOSANT SUR UN MUR
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.06.2013 DE 102013106428
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
22.03.2017 Patentblatt 2017/12 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
|
14401069.1 / 2816171 |
| (73) |
Patentinhaber: fischerwerke GmbH & Co. KG |
|
72178 Waldachtal (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Heiß, Daniel
71083 Herrenberg (DE)
- Flügge, Alexander
91207 Lauf a.d. Pegnitz (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Suchy, Ulrich Johannes |
|
fischerwerke GmbH & Co. KG
Gewerbliche Schutzrechte
Klaus-Fischer-Strasse 1 72178 Waldachtal 72178 Waldachtal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 242 335 DE-A1-102009 022 161 DE-U1-202006 002 015
|
DE-A1-102004 033 472 DE-U1- 29 610 381 GB-A- 1 111 587
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung zur Befestigung eines Bauteils
an einer Wand mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Aus der Offenlegungsschrift
DE 10 2004 033 472 A1 ist eine gattungsgemäße Befestigungsanordnung mit einer Montageplatte bekannt. Die
Montageplatte ist als ebener, flacher Quader mit gerundeten Seitenflächen ausgebildet,
so dass die Grund- und die Deckfläche des Quaders im Verhältnis zu den Seitenflächen
groß sind. Mit der Montageplatte kann eine Konsole einer Markise an einer Wand eines
Gebäudes befestigt werden, an der eine Dämmung, beispielsweise ein Wärmedämmverbundsystem,
angeordnet ist. Die Montageplatte liegt mit ihrer Grundfläche auf der Putzschicht
des Wärmedämmverbundsystems auf. Die Befestigung der Montageplatte am tragfähigen
Verankerungsgrund der Wand erfolgt mit Befestigungselementen, die die Dämmschicht
überbrücken, welche aufgrund des relativ weichen Dämmmaterials nicht zur Lastabtragung
herangezogen werden kann. Die Befestigungselemente sind beispielsweise Verbundanker
aus Stahl, die mittels einer Mörtelmasse in Bohrungen im Verankerungsgrund verankert
sind. Die Verbundanker weisen an ihren dem Verankerungsgrund abgewandten Enden Außengewinde
auf, die in Durchgangsbohrungen mit Innengewinde eingreifen, die die Grund- und Deckfläche
der Montageplatte durchdringen. Die Befestigungselemente sind somit mit der Montageplatte
zug- und druckfest verbunden, so dass die Montageplatte eine stabile Auflagefläche
für die Konsole bildet, die mittels metrischer Schrauben an Gewindebohrungen der Konsole
befestigt werden kann. Die Durchgangsbohrungen sind gegeneinander geneigt, was bedeutet,
dass die Achsen der in die Durchgangsbohrungen eingebrachten Befestigungselemente
nicht parallel verlaufen: Die Befestigungselemente werden dadurch nicht rein auf Biegung
beansprucht, sondern ein Teil der auf die Montageplatte wirkenden Last wird von den
Befestigungselementen als Zug- oder Druckkraft aufgenommen.
[0003] Aus der Patentanmeldung
DE 10 2009 022 161 A1 ist eine Befestigungsanordnung mit einer Montageplatte bekannt, mit der eine Solaranlage
mittels Befestigungselementen befestigt werden kann. Die Montageplatte weist mehrere
Durchgangsbohrungen mit Anschlägen zur Anlage eines Kopfs eines Befestigungselements
auf. Durch die Anlage des Kopfs des Befestigungselements können Kräfte zwischen Kopf
und Anschlag übertragen werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist, eine Montageplatte vorzuschlagen, die hinsichtlich der
Lastabtragung verbessert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Befestigungsanordnung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung weist eine Montageplatte
zur Befestigung eines Bauteils an einer Wand mit Durchgangsbohrungen zur Aufnahme
von Befestigungselementen zum Befestigen der Montageplatte an der Wand und eine Einrichtung
zur Befestigung des Bauteils an der Montageplatte auf. Die Montageplatte kann insbesondere
zur Befestigung einer Markise an einer mit einer Dämmung oder einem Wärmedämmverbundsystem
versehenen Wand Verwendung finden. Die Montageplatte liegt an einer Außenseite der
Wand an, so dass die Dämmung zwischen der Montageplatte und dem tragfähigen Verankerungsgrund
angeordnet ist. Die einwirkende Last wird über die mit der Montageplatte verbundenen
Befestigungselemente auf den Verankerungsgrund übertragen, in welchem die Befestigungselemente
verankert sind. Der Verankerungsgrund kann beispielsweise aus Beton oder Mauerwerk
bestehen, wobei die erfindungsgemäße Montageplatte zur Befestigung eines Anbauteils
an einer Wand mit einem Verankerungsgrund aus Holz besonders geeignet ist.
[0006] Erfindungsgemäß weist die Montageplatte mehrere Durchgangsbohrungen auf, wobei mindestens
zwei Durchgangsbohrungen gegenüber der Montageplatte geneigt und mindestens zwei Durchgangsbohrungen
orthogonal zur Montageplatte sind. Die Ausdrücke "geneigt" und "orthogonal" beziehen
sich auf eine Mittelebene der Montageplatte, die bei einer ebenen, flachen Montageplatte,
wie sie aus der Offenlegungsschrift
DE 10 2004 033 472 A1 bekannt ist, zur Grund- und Deckfläche der Montageplatte parallel ist. Allgemein
und unabhängig von der geometrischen Ausbildung der Grund- und Deckfläche verläuft
die Mittelebene parallel zu einer senkrechten ebenen Wand, an der die Montageplatte
angeordnet ist, innerhalb der Montageplatte. Demnach sind die Achsen der Befestigungselemente,
die in die geneigten Durchgangsbohrungen eingeführt werden, gegenüber der Wand geneigt,
während Befestigungselemente, die in die orthogonalen Durchgangsbohrungen eingeführt
sind, rechtwinklig zu einer ebenen Wand sind. Dies hat den Vorteil, dass Lasten, die
horizontal, und damit normal zur Plattenebene wirken, von den Befestigungselementen,
die in den orthogonalen Durchgangsbohrungen einliegen, als Zug- und/oder Druckkräfte
aufgenommen werden, während lotrecht wirkende Lasten, wie das Gewicht einer Markise,
von den Befestigungselementen, die in den geneigten Durchgangsbohrungen angeordnet
sind, als Zug- oder Druckkräfte aufgenommen werden. Biegemomente werden somit auf
ein Fachwerk aus zur Mittelebene der Montageplatte geneigten und orthogonal verlaufenden
Befestigungselementen aufgenommen, die im Wesentlichen auf Zug und Druck und nicht
auf Biegung belastet werden. Die Befestigungselemente können somit bei der erfindungsgemäßen
Montageplatte bei gleicher Belastung einen geringeren Querschnitt aufweisen als bei
der aus der Offenlegungsschrift
DE 10 2004 033 472 A1 bekannten Montageplatte, oder bei gleichem Querschnitt eine höhere Last übertragen.
Insbesondere bei einem tragfähigen Verankerungsgrund aus Holz hat dies den Vorteil,
dass Spanplatten- oder Holzbauschrauben statt Gewindestangen oder Spezialschrauben
mit großem Querschnitt zur Befestigung der Montageplatte verwendet werden können,
was bevorzugt ist. Bei den Spanplatten- oder Holzbauschrauben handelt es sich insbesondere
um handelsübliche Schrauben mit Durchmessern von 6 bis 12 Millimetern. Es können sowohl
Schrauben mit Voll- als auch mit Teilgewinde verwendet werden. Durch den relativ geringen
Querschnitt der Schrauben ist ein Vorbohren nicht notwendig, was die Montage der Montageplatte
vereinfacht. Zudem sind derartige Schrauben kostengünstig. Insbesondere können auch
Schrauben aus Edelstahl eingesetzt werden, die den Wärmedurchgang gegenüber Schrauben
aus verzinktem Normalstahl verringern und den Korrosionsschutz verbessern, was beim
Einsatz der Montageplatte zur Befestigung von Anbauteilen auf einer gedämmten Außenwand
von Vorteil ist.
[0007] Damit ein Befestigungselement Zug- und/oder Druckkräfte von der Montageplatte auf
den Verankerungsgrund übertragen kann, muss das Befestigungselement zug- und/oder
druckfest mit der Montageplatte verbindbar sein. Hierfür weist zumindest eine Durchgangsbohrung
der erfindungsgemäßen Montageplatte einen Anschlag zur Anlage eines Kopfs eines Befestigungselements
auf, so dass Kräfte zwischen Kopf und Anschlag durch Formschluss übertragen werden
können. Insbesondere weist mindestens die Hälfte der Durchgangsbohrungen einen Anschlag
zur Anlage eines Kopfs eines Befestigungselements auf. Insbesondere handelt es sich
bei dem Kopf um einen Schraubenkopf mit einer kegelförmigen Abschrägung, zu der der
Anschlag korrespondiert. Zudem ist die Durchgangsbohrung derart gestaltet, dass der
am Anschlag anliegende Kopf des Befestigungselements bündig mit der Montageplatte
ist. Bei einer an einer Wand angeordneten Montageplatte bedeutet dies, dass der Kopf
bündig mit der der Wand abgewandten Seite der Montageplatte ist. Die Montageplatte
und das zu befestigende Bauteil sind derart gestaltet, dass das zu befestigende Bauteil,
wenn es an der Montageplatte befestigt ist, am hinteren, der Wand abgewandten Ende
des Befestigungselements, insbesondere am Kopf des Befestigungselements, anliegt.
Somit können sowohl Zug- als auch Druckkräfte in einfacher Weise von der Montageplatte
auf ein Befestigungselement übertragen werden, da der Schraubenkopf formschlüssig
und ortsfest zwischen Anschlag und Bauteil angeordnet ist.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montageplatte sind die
geneigten Durchgangsbohrungen gegeneinander geneigt. Das bedeutet, dass die Befestigungselemente,
die in den geneigten Durchgangsbohrungen einer an einer senkrechten Wand angeordneten
Montageplatte einliegen, gegenüber einer horizontalen Ebene in entgegengesetzte Richtungen
zeigen. Werden beispielsweise zwei Holzbauschrauben als Befestigungselemente verwendet,
so zeigt eine Schraube nach oben und eine nach unten, so dass die beiden Schrauben
eine kreuzförmige Verstrebung des Fachwerks bilden, was zur Ableitung der auf die
Montageplatte wirkenden Last vorteilhaft ist.
[0009] Weiterhin ist bevorzugt, dass der größte Abstand zwischen den geneigten Durchgangsbohrungen
kleiner ist, als der größte Abstand zwischen den Durchgangsbohrungen, die zur Montageplatte
orthogonal sind. Diese Anordnung gewährleistet eine gute Ableitung von Momenten, die
auf die Montageplatte einwirken, da diese dann im Wesentlichen als reine Druck- und
Zugkräfte von den Befestigungselementen in den orthogonalen Durchgangsbohrungen in
den Verankerungsgrund abgetragen werden.
[0010] Vorzugsweise sind die geneigten Durchgangsbohrungen zwischen den orthogonalen Durchgangsbohrungen
auf der Montageplatte angeordnet. "Zwischen" ist hier auf die Plattenmittelebene bezogen
und meint, dass bei einer an einer senkrechten Wand angeordneten Montageplatte die
in vertikaler Richtung obere orthogonale Durchgangsbohrung näher am oberen Rand der
Montageplatte angeordnet ist, als die obere geneigte Durchgangsbohrung, und die untere
orthogonale Durchgangsbohrung näher am unteren Rand der Montageplatte angeordnet ist,
als die untere geneigte Durchgangsbohrung, so dass die Zug- und Druckkräfte, die aufgrund
eines auf die Montageplatte wirkenden Moments als Kräftepaar auf die Befestigungselemente
wirken, die in den orthogonalen Durchgangsbohrungen einliegen, möglichst gering sind.
[0011] Weiterhin ist bevorzugt, dass die Durchgangsbohrungen der Montageplatte ohne Gewinde
ausgeführt sind, also dass sie insbesondere kein Innengewinde aufweisen. Die Herstellung
der Montageplatte wird hierdurch wesentlich vereinfacht.
[0012] Als Einrichtung zur Befestigung des Bauteils an der Montageplatte ist eine Gewindebohrung,
insbesondere mit einem metrischen Innengewinde, an der Montageplatte angeordnet, so
dass das Bauteil fest gegen die Montageplatte verschraubt werden kann.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Befestigungsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Montageplatte in einer Schnittdarstellung;
- Figur 2
- ein vergrößertes Detail II der Figur 1; und
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die Montageplatte in Richtung des Pfeils III.
[0015] In Figur 1 ist eine Befestigungsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Montageplatte
1 dargestellt. Mit der Montageplatte 1 ist ein Bauteil 2, im Ausführungsbeispiel eine
Konsole einer Markise, an einer senkrechten Wand 3 angeordnet, die aus einem Wärmedämmverbundsystem
4 und einem tragfähigen Verankerungsgrund 5 aus Holz besteht. Die Montageplatte 1
ist mit fünf Befestigungselementen 6 in Form von Holzbauschrauben am Verankerungsgrund
5 befestigt, die das Wärmedämmverbundsystem 4 überbrücken, so dass die Montageplatte
1 vom Verankerungsgrund 5 beabstandet ist und an der ebenen Sichtfläche 7 der Wand
3 anliegt. Die Montageplatte 1 ist als flacher Quader ausgeführt, mit einer Mittelebene
E, die parallel zur Sichtfläche 7 der Wand 3 ist.
[0016] Die fünf Befestigungselemente 6 sind an der Montageplatte 1 in fünf Durchgangsbohrungen
8, 9, 10, 11 angeordnet: einer oberen Durchgangsbohrung 8, die orthogonal zur Mittelebene
E der Montageplatte 1 und somit orthogonal zur Sichtfläche 7 der Wand 3 verläuft,
zwei unteren Durchgangsbohrungen 9, die sich ebenfalls orthogonal zur Mittelebene
E erstrecken, und einer oberen Durchgangsbohrung 10, die gegenüber der Montageplatte
1 geneigt ist, derart, dass das Befestigungselement 6, das in der oberen Durchgangsbohrung
10 einliegt, nach unten geneigt ist, und eine untere Durchgangsbohrung 11, die entgegen,
also in entgegengesetzter Richtung zur oberen Durchgangsbohrung 10 geneigt ist, so
dass ein Befestigungselement 6, das in der unteren Durchgangsbohrung 11 einliegt,
nach oben geneigt ist. Die Durchgangsbohrungen 8, 9, 10, 11 sind derart auf der Montageplatte
1 angeordnet, dass der größte Abstand zwischen den geneigten Durchgangsbohrungen 10,
11 kleiner ist, als der größte Abstand zwischen den Durchgangsbohrungen 8, 9, die
zur Mittelebene E der Montageplatte 1 orthogonal sind. Die geneigten Durchgangsbohrungen
10, 11 liegen zwischen den orthogonalen Durchgangsbohrungen 8, 9, die nahe dem oberen
bzw. dem unteren Rand der Montageplatte 1 angeordnet sind. Zudem sind die beiden geneigten
Durchgangsbohrungen 10, 11 zueinander in der Mittelebene E, bezogen auf den in Figur
1 dargestellten Zustand, in horizontaler Richtung zueinander versetzt, so dass die
Befestigungselemente 6, die in den geneigten Durchgangsbohrungen 10, 11 einliegen
und gegeneinander geneigt sind, sich bei der Montage nicht behindern. Um das Bauteil
2 an der Montageplatte 1 zu befestigen, weist die Montageplatte 1 eine Einrichtung
12 zur Befestigung des Bauteils 2 auf, die aus zwei Gewindebohrungen 13 und zwei metrischen
Schrauben 14 besteht, mit denen das Bauteil 2 gegen die Montageplatte 1 verspannt
werden kann.
[0017] Die Befestigungselemente 6 müssen in der Montageplatte 1 so einliegen, dass sie Lasten,
die vom Bauteil 2 auf die Montageplatte 1 wirken, aufnehmen und in den Verankerungsgrund
5 einleiten können. Die Durchgangsbohrungen 8, 9, 10, 11 sind zur einfachen, kostengünstigen
Herstellung der Montageplatte 1 ohne Gewinde ausgeführt. Die Durchgangsbohrungen 8,
9, 10, 11 sind Stufenbohrungen, jeweils mit einer kegelförmigen Durchmesserverjüngung,
die Anschläge 15 bilden, deren Form zur in Einbringrichtung vorderen Seite 16 des
Kopfs 17 des jeweiligen Befestigungselements 6 korrespondiert. Zudem sind die Durchgangsbohrungen
8, 9, 10, 11 derart ausgeführt, dass die Rückseite 18 des am jeweiligen Anschlag 15
anliegenden Kopfs 17 bündig mit der der Wand 3 abgewandten Deckfläche 19 der Montageplatte
1 ist, derart, dass der
[0018] Kopf 17 am Bauteil 2 anliegt. Der Kopf 17 eines Befestigungselements 6 ist somit
zwischen dem Anschlag 15 und dem Bauteil 2 formschlüssig ortsfest gehalten, so dass
Zug- und Druckkräfte von der Montageplatte 1 in die Befestigungselemente 6 eingeleitet
werden können.
[0019] Senkrecht nach unten wirkende Kräfte, wie die Gewichtskraft, werden durch die geneigten
Befestigungselemente 6 aufgenommen. Das aus Gewichtskraft resultierende Moment nehmen
die orthogonal zur Mittelebene E verlaufenden oberen und unteren Befestigungselemente
6 als Zug- und Druckkräfte als Kräftepaar auf. Da die orthogonalen Durchgangsbohrungen
8, 9 in einem möglichst großen Abstand voneinander angeordnet sind, ist der zwischen
der Zug- und der Druckkraft des Kräftepaars vorhandene Hebelarm maximiert, wodurch
die aus dem Moment resultierenden Zug- und Druckkräfte minimiert sind.
[0020] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Montageplatte 1 wirken ausschließlich
Zug- und Druckkräfte in den Befestigungselementen 6, die als Fachwerk wirken und im
Wesentlichen nicht auf Biegung belastet werden. Zur Befestigung der Montageplatte
1 an der Wand 3 können daher Befestigungselemente 6 mit einem relativ kleinen Querschnitt
verwendet werden. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei den Befestigungselementen
6 um handelsübliche Holzbauschrauben mit Teilgewinde aus Edelstahl A2 mit einem bezogen
auf die Länge kleinen Querschnitt von 8 Millimetern.
Bezuqszeichenliste
[0021] Montageplatte zur Befestigung eines Bauteils an einer Wand
- 1
- Montageplatte
- 2
- Bauteil
- 3
- Wand
- 4
- Wärmedämmverbundsystem
- 5
- tragfähiger Verankerungsgrund
- 6
- Befestigungselement
- 7
- Sichtfläche der Wand 3
- 8
- obere orthogonale Durchgangsbohrung
- 9
- untere orthogonale Durchgangsbohrung
- 10
- obere geneigte Durchgangsbohrung
- 11
- untere geneigte Durchgangsbohrung
- 12
- Einrichtung zur Befestigung des Bauteils 2
- 13
- Gewindebohrung
- 14
- metrische Schraube
- 15
- Anschlag
- 16
- vordere Seite des Kopfs 17
- 17
- Kopf des Befestigungselements 6
- 18
- Rückseite des Kopfs 17
- 19
- Deckfläche der Montageplatte 1
- E
- Mittelebene
1. Befestigungsanordnung mit einem an einer Wand (3) zu befestigenden Bauteil (2), mit
Befestigungselementen (6) und mit einer Montageplatte (1) zur Befestigung des Bauteils
(2), insbesondere einer Markise, an der Wand (3), wobei die Montageplatte (1) Durchgangsbohrungen
(8, 9, 10, 11) zur Aufnahme der Befestigungselemente (6) zum Befestigen der Montageplatte
(1) an der Wand (3) und eine Einrichtung (12) zur Befestigung des Bauteils (2) an
der Montageplatte (1) aufweist,
wobei mindestens zwei Durchgangsbohrungen (10, 11) gegenüber der Montageplatte geneigt
und mindestens zwei Durchgangsbohrungen (8, 9) orthogonal zur Montageplatte sind,
wobei zumindest eine der Durchgangsbohrungen (8, 9, 10, 11) einen Anschlag (15) zur
Anlage eines Kopfs (17) eines Befestigungselements (6) aufweist, und wobei durch die
Anlage des Kopfs (17) des Befestigungselements (6) Kräfte zwischen Kopf (17) und Anschlag
(15) durch Formschluss übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass der am Anschlag (15) liegende Kopf (17) bündig mit der der Wand (3) abgewandten Seite
der an der Wand (3) angeordneten Montageplatte (1) ist, und dass das an der Montageplatte
(1) befestigte Bauteil (2) an dem der Wand (3) abgewandten Ende des Befestigungselements
(6) anliegt, so dass der Kopf (17) des Befestigungselements (6) zwischen dem Anschlag
(15) und dem Bauteil (2) formschlüssig ortsfest gehalten ist, derart, dass Zug- und
Druckkräfte von der Montageplatte (1) in das Befestigungselement (6) eingeleitet werden
können.
2. Befestigungsanordnung nach Anspurch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Hälfte der Durchgangsbohrungen (8, 9, 10, 11) einen Anschlag (15)
zur Anlage eines Kopfs (17) eines Befestigungselements (6) aufweist.
3. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (17) ein Schraubenkopf mit einer kegelförmignen Abschrägung ist, zu der
der Anschlag (15) korrespondiert.
4. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (2) am hinteren, der Wand (3) abgewandten Ende des Befestigungselements
(6) anliegt.
5. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geneigten Durchgangsbohrungen (10, 11) gegeneinander geneigt sind.
6. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der größte Abstand zwischen den geneigten Durchgangsbohrungen (10, 11) kleiner ist,
als der größte Abstand zwischen den Durchgangsbohrungen (8, 9), die zur Montageplatte
(1) orthogonal sind.
7. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geneigten Durchgangsbohrungen (10, 11) zwischen den orthogonalen Durchgangsbohrungen
(8, 9) auf der Montageplatte (1) angeordnet sind.
8. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsbohrungen (8, 9, 10, 11) ohne Gewinde ausgeführt sind.
9. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Montageplatte (1) eine Gewindebohrung (13) als Einrichtung (12) zur Befestigung
eines Bauteils (2) an der Montageplatte (1) angeordnet ist.
10. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Befestigungselemente (6) Spanplatten- oder Holzbauschrauben verwendbar sind.
11. Befestigungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (2) mit der Montageplatte (1) an einer senkrechten Wand (3) angeordnet
ist, die aus einem Wärmedämmverbundsystem (4) und einem tragenden Verankerungsgrund
(5) aus Holz besteht.
12. Befestigungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatte (1) mit Holzbauschrauben am Verankerungsgrund (5) befestigt ist,
die das Wärmedämmverbundsystem (4) überbrücken, so dass die Montageplatte (1) vom
Verankerungsgrund (5) beabstandet ist und an der ebenen Sichtfläche (7) der Wand (3)
anliegt.
1. Fixing arrangement having a component (2) to be fixed to a wall (3), having fixing
elements (6) and having a mounting plate (1) for fixing the component (2), especially
an awning, to the wall (3), wherein the mounting plate (1) has through-bores (8, 9,
10, 11) for receiving the fixing elements (6) for fixing the mounting plate (1) to
the wall (3) and a device (12) for fixing the component (2) to the mounting plate
(1),
wherein at least two through-bores (10, 11) are inclined with respect to the mounting
plate and at least two through-bores (8, 9) are orthogonal to the mounting plate,
wherein at least one of the through-bores (8, 9, 10, 11) has a stop (15) for contact
with a head (17) of a fixing element (6), and
wherein, as a result of the contact of the head (17) of the fixing element (6), forces
are transmitted between the head (17) and the stop (15) by interlocking engagement,
characterised in that
when the mounting plate (1) is arranged on the wall (3) the head (17) in contact with
the stop (15) is flush with the side of the mounting plate (1) remote from the wall
(3); and
the component (2) fixed to the wall (3) is in contact with the end of the fixing element
(6) remote from the wall (3) so that the head (17) of the fixing element (6) is held
in interlocking engagement in fixed position between the stop (15) and the component
(2) in such a way that tensile and compressive forces can be introduced from the mounting
plate (1) into the fixing element (6).
2. Fixing arrangement according to claim 1, characterised in that at least half of the through-bores (8, 9, 10, 11) have a stop (15) for contact with
a head (17) of a fixing element (6).
3. Fixing arrangement according to either one of the preceding claims, characterised in that the head (17) is a screw head having a conical chamfer to which the stop (15) is
complementary.
4. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that the component (2) is in contact with the rear end of the fixing element (6) remote
from the wall (3).
5. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that the inclined through-bores (10, 11) are inclined with respect to one another.
6. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that the largest distance between the inclined through-bores (10, 11) is smaller than
the largest distance between the through-bores (8, 9) that are orthogonal to the mounting
plate (1).
7. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that the inclined through-bores (10, 11) are arranged between the orthogonal through-bores
(8, 9) on the mounting plate (1).
8. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that the through-bores (8, 9, 10, 11) are configured without a thread.
9. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that on the mounting plate (1) there is arranged a threaded bore (13) as device (12) for
fixing a component (2) to the mounting plate (1).
10. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that as fixing elements (6) there can be used chipboard screws or timber construction
screws.
11. Fixing arrangement according to any one of the preceding claims, characterised in that the component (2) with the mounting plate (1) is arranged on a vertical wall (3)
which consists of a thermal insulation composite system (4) and a load-bearing anchoring
substrate (5) made from wood.
12. Fixing arrangement according to claim 11, characterised in that the mounting plate (1) is fixed to the anchoring substrate (5) with timber construction
screws which bridge the thermal insulation composite system (4), so that the mounting
plate (1) is spaced apart from the anchoring substrate (5) and is in contact with
the planar visible surface (7) of the wall (3).
1. Ensemble de fixation comprenant une pièce structurelle (2) devant être fixée à une
paroi (3), des éléments de fixation (6) et une platine de montage (1) dévolue à la
fixation, à ladite paroi (3), de ladite pièce structurelle (2) se présentant notamment
comme une banne, la platine de montage (1) comportant des alésages traversants (8,
9, 10, 11) conçus pour recevoir les éléments de fixation (6) destinés à fixer la platine
de montage (1) à la paroi (3), et un dispositif (12) affecté à la fixation de la pièce
structurelle (2) à ladite platine de montage (1),
au moins deux alésages traversants (10, 11) étant inclinés par rapport à la platine
de montage, et au moins deux alésages traversants (8, 9) étant perpendiculaires à
ladite platine de montage,
sachant qu'au moins l'un desdits alésages traversants (8, 9, 10, 11) est muni d'une
butée (15) assignée à la venue en contact d'une tête (17) d'un élément de fixation
(6), et sachant que, sous l'effet de la venue en contact de la tête (17) dudit élément
de fixation (6), des forces sont transmises par complémentarité de formes entre ladite
tête (17) et la butée (15),
caractérisé par le fait
que la tête (17), en applique contre la butée (15), est située dans l'affleurement du
côté de la platine de montage (1), disposée sur la paroi (3), qui est tourné à l'opposé
de ladite paroi (3) ; et
par le fait que la pièce structurelle (2), fixée à la platine de montage (1), est
en applique contre l'extrémité de l'élément de fixation (6) qui est tournée à l'opposé
de la paroi (3), si bien que la tête (17) dudit élément de fixation (6) est bloquée
à demeure entre la butée (15) et la pièce structurelle (2), par complémentarité de
formes, de façon telle que des forces de traction et de pression puissent être induites,
par la platine de montage (1), dans ledit élément de fixation (6).
2. Ensemble de fixation selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'au moins la moitié des alésages traversants (8, 9, 10, 11) est pourvue d'une butée
(15) assignée à la venue en contact d'une tête (17) d'un élément de fixation (6).
3. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la tête (17) est une tête de vis dotée d'un biseau tronconique avec lequel la butée
(15) est en concordance.
4. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la pièce structurelle (2) est en applique contre l'extrémité postérieure de l'élément
de fixation (6), qui est tournée à l'opposé de la paroi (3).
5. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les alésages traversants (10, 11) inclinés présentent une obliquité en opposition
mutuelle.
6. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la distance maximale, entre les alésages traversants (10, 11) inclinés, est plus
petite que la distance maximale entre les alésages traversants (8, 9) perpendiculaires
à la platine de montage (1).
7. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les alésages traversants (10, 11) inclinés sont interposés, sur la platine de montage
(1), entre les alésages traversants (8, 9) perpendiculaires.
8. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les alésages traversants (8, 9, 10, 11) sont réalisés sans filetage.
9. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un perçage taraudé (13) est pratiqué, dans la platine de montage (1), en tant que
dispositif (12) affecté à la fixation d'une pièce structurelle (2) à ladite platine
de montage (1).
10. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que des vis pour panneaux de particules, ou des vis pour constructions en bois, peuvent
être utilisées en tant qu'éléments de fixation (6).
11. Ensemble de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la pièce structurelle (2) est implantée, avec la platine de montage (1), sur une
paroi verticale (3) constituée d'un système composite (4) d'isolation thermique et
d'une base d'ancrage porteuse (5) en bois.
12. Ensemble de fixation selon la revendication 11, caractérisé par le fait que la platine de montage (1) est fixée, à la base d'ancrage (5), par des vis pour constructions
en bois qui couvrent l'étendue du système composite (4) d'isolation thermique, de
façon telle que ladite platine de montage (1) soit espacée de ladite base d'ancrage
(5) et soit en applique contre la face visible plane (7) de la paroi (3).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente