[0001] Die Erfindung betrifft eine Heizeinrichtung zum Erhitzen von Wasser sowie ein Verfahren
zum Betrieb einer solchen Heizeinrichtung zum Erhitzen von Wasser.
[0002] Es ist aus der
DE 102012213385 A1 bekannt, dass bei Heizeinrichtungen zum Erhitzen von Wasser, insbesondere mit metallischem
Träger und darauf angeordnetem Heizelement in Dickschichttechnik, aufgrund der hohen
Flächenleistungen und der sehr dynamischen Vorgänge eine schnelle Regelung notwendig
ist, da eine geringe thermische Trägheit gegeben ist. Insbesondere bei lokalen oder
großflächigen Verkalkungen an einer Mediumseite des Trägers nimmt die Wärmeabnahme
durch das zu erhitzende Wasser stark ab, wodurch sehr schnell vor allem eine lokale
oder auch eine großflächige Erhitzung auftreten kann, welche sehr schädlich wäre.
Unter Umständen kann dies sogar zur Zerstörung der Heizeinrichtung führen.
[0003] Aus der
DE 102013200277 A1 ist eine Heizeinrichtung bekannt, bei der sozusagen mittels einer Dielektrikumschicht
zwischen zwei elektrisch leitfähigen Anschlussflächen eine großflächige Überwachung
der Heizeinrichtung bzw. eines Heizelements und eine Erkennung auch von lokal begrenzten
bzw. kleinflächigen Überhitzungen bzw. Verkalkungen möglich ist.
Aufgabe und Lösung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Heizeinrichtung
sowie ein Verfahren zu ihrem Betrieb zu schaffen, mit denen Probleme des Standes der
Technik gelöst werden können und es insbesondere möglich ist, Verkalkungen an einer
Mediumseite des Trägers und somit eine potenzielle Gefahrenquelle zu erkennen bzw.
eine Beschädigung der Heizeinrichtung zu verhindern.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Heizeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 7. Vorteilhafte sowie bevorzugte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im
Folgenden näher erläutert. Dabei werden manche der Merkmale nur für die Heizeinrichtung
oder nur für das Verfahren genannt. Sie sollen jedoch unabhängig davon sowohl für
die Heizeinrichtung als auch für das Verfahren selbständig und unabhängig voneinander
gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum
Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0006] Es ist vorgesehen, dass die Heizeinrichtung zum Erhitzen von Wasser, welches insbesondere
durch einen Träger hindurchfließen soll bzw. an ihm vorbeifließen soll, vor allem
an einer sogenannten Mediumseite des Trägers, einen solchen Träger aufweist. Auf diesem
Träger ist mindestens ein Heizelement aufgebracht, welches einen einzigen Heizleiter
aufweist oder mehrere hintereinander geschaltete Heizleiter aufweist. Vorteilhaft
ist dies ein DickschichtHeizelement mit zwei elektrischen Anschlüssen, zwischen denen
sich der einzige oder dessen einzelne hintereinander geschaltete bzw. aneinander anschließende
Heizleiter erstrecken. So können die Heizleiter beispielsweise jeweils gerade Abschnitte
des Heizelements sein, das insgesamt insbesondere einen mäanderförmigen Verlauf aufweisen
kann. Es können auch mehrere solchermaßen ausgebildete Heizelemente vorgesehen sein,
vorteilhaft mindestens zwei.
[0007] Die Heizeinrichtung weist mindestens eine flächige Dielektrikumschicht auf, die im
Wesentlichen die Heizleiter bzw. das Heizelement überdeckt. Die Dielektrikumschicht
muss nicht zwingend direkt auf dem oder einem Heizelement aufliegen. Sie weist eigentlich
elektrisch isolierende Eigenschaften auf, bei Temperaturen ab 200°C oder erst ab 300°C
jedoch nimmt ihr elektrischer Widerstand ab. Derartige Dielektrikumschichten bestehen
beispielsweise aus Glas oder Glaskeramik und sind in der vorgenannten
DE 102013200277 A1 näher beschrieben.
[0008] Eine Dielektrikumschicht ist auf beiden Seiten mit jeweils einer elektrisch leitfähigen
Anschlussfläche versehen. Diese Anschlussflächen liegen also direkt an der Dielektrikumschicht
an und können insbesondere einen durch die Dielektrikumschicht fließenden Strom bzw.
sogenannten Leckstrom erfassen. Dabei können die elektrisch leitfähigen Anschlussflächen
dieselbe Überdeckung haben, zumindest was eine äußere Kontur bzw. maximale Aufspannung
der Fläche betrifft, abhängig davon, wie viele Dielektrikumschichten nebeneinander
auf oder über den Heizelementen vorgesehen sind. Eine der elektrisch leitfähigen Anschlussflächen
kann vorteilhaft auch vollflächig bzw. geschlossen ausgebildet sein.
[0009] Mindestens eine der Anschlussflächen ist an eine Steuerung oder Messeinrichtung einer
Steuerung zur Auswertung eines Leckstroms als Stromfluss durch die Dielektrikumschicht
hindurch angeschlossen. So kann eben der Leckstrom überwacht werden hinsichtlich seines
zeitlichen Verlaufs bzw. eines möglichen schnellen Anstiegs. Des Weiteren ist das
Heizelement mit Messmitteln zur Überwachung eines Heizleiterstroms durch dieses Heizelement
und somit durch seine sämtlichen Heizleiter verbunden. So kann eben auch der Heizleiterstrom
überwacht bzw. ausgewertet werden, insbesondere hinsichtlich eines Abfalls aufgrund
zunehmenden Widerstandes des Heizelements bei steigender bzw. wegen zu hoher Temperatur,
wenn das Heizelement bei einer Ausgestaltung der Erfindung einen positiven Temperaturkoeffizienten
seines Widerstands aufweist. Wenn das Heizelement bei einer anderen Ausgestaltung
der Erfindung einen negativen Temperaturkoeffizienten seines Widerstands aufweist
kann ein Anstieg des Heizleiterstroms aufgrund abnehmenden Widerstandes des Heizelements
bei steigender bzw. wegen zu hoher Temperatur erkannt werden. Da die Steuerung bzw.
Messeinrichtung den Heizleiterstrom überwacht und dazu auch die Spannung gemessen
werden kann, lässt sich auch der Wärmetransfer in Form eines Wärmewiderstandes bewerten.
[0010] Somit ist es möglich, sowohl mittels des Leckstroms an der Dielektrikumschicht als
auch mittels Überwachung des Heizleiterstroms die Temperaturverhältnisse am Heizelement
bzw. an der Heizeinrichtung zu überwachen. Während eine Änderung des Heizleiterstroms
zwar eher relativ langsam ist und sich auch insgesamt bei lokal begrenzter bzw. kleinflächiger
Verkalkung nicht sehr stark ändert, da davon ja nur ein sehr kleiner Bereich des Heizelements
betroffen ist, kann damit aber sozusagen eine über die Fläche gemittelte Temperatur
und somit auch eine gemittelte Überhitzung an der Heizeinrichtung festgestellt werden.
Das Feststellen einer lokal begrenzten bzw. kleinflächigen Überhitzung über Auswertung
des Leckstroms an der Dielektrikumschicht ist zum Einen erheblich schneller und zum
Anderen reicht hier sozusagen ein nur wenige Millimeter großer Bereich mit sehr hoher
Temperatur, um hier den Leckstrom, der über die gesamte Fläche erfasst werden kann,
schnell stark ansteigen zu lassen. Derartige Überhitzungen kommen in der Regel durch
Verkalkungen zustande, wie nachfolgend noch näher erläutert wird, oder auch durch
ein Leerkochen einer wassergefüllten Heizeinrichtung oder ein Trockengehen bei Einsatz
in einer Pumpe. Es gibt auch sogenannte hot spots, die durch eine punktuelle oder
kleinflächige, nicht vollständige Ablösung einer Verkalkung entstehen, wobei durch
einen Zwischenraum zwischen der Mediumseite des Trägers und der Kalkschicht dann der
Wärmetransfer zusätzlich behindert wird. Hier können gefährliche Überhitzungen auftreten,
die zwar kleinflächig bzw. lokal sehr begrenzt sind, aber auch hier eine Beschädigung
oder Zerstörung der Heizeinrichtung bewirken könnten.
[0011] Der Träger besteht vorteilhaft aus Metall. Auf ihm ist für einen Schichtaufbau eine
Isolationsschicht aufgebracht, auf der wiederum das Heizelement oder die Heizelemente
aufgebracht sind. Wie eingangs genannt werden Dickschichtheizelemente bevorzugt, beispielsweise
mit genau einem oder mit mehreren Heizleitern in insgesamt erzeugter Mäanderform.
Über bzw. auf das Heizelement oder die Heizelemente wiederum werden flächige Dielektrikumschichten
aufgebracht, vorteilhaft als geschlossene Fläche. Eine flächige Dielektrikumschicht
kann im Wesentlichen ein Rechteck bedecken. Eine Dielektrikumschicht wirkt auch als
elektrische Isolation, zumindest im Bereich üblicher Betriebs-Temperaturen. Auf die
Dielektrikumschicht wiederum kann mit im Wesentlichen derselben Fläche eine elektrisch
leitfähige Anschlussfläche aufgebracht sein. Hier kann ein beliebiges elektrisch leitfähiges
Material verwendet werden. Die andere elektrisch leitfähige Anschlussfläche an die
Dielektrikumschicht wird dann von dem Heizelement bzw. den Heizelementen oder dessen
Heizleitern gebildet. Im Betrieb der Heizeinrichtung werden diese an eine Betriebsspannung
angeschlossen und von dem Heizleiterstrom durchflossen. Bei geringer werdender Isolationseigenschaften
einer Dielektrikumschicht kann dann ein üblicherweise geringer Strom als Leckstrom
durch die Dielektrikumschicht hindurch an die andere elektrisch leitfähige Anschlussfläche
fließen. Durch den vorgenannten Anschluss an eine Steuerung kann dies erkannt werden.
[0012] Die Steuerung weist vorteilhaft einen Speicher auf, um Referenzwerte für die Heizelementtemperatur,
Dielektrikumschicht-Signale oder einen Heizleiterstrom im normalen Betrieb abzuspeichern.
Auch für abnormale Betriebszustände können Werte abgespeichert sein, insbesondere
für lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkungen hinsichtlich der dann zu erwartenden
Dielektrikumschicht-Signale oder eines Heizleiterstroms sowie Werte für vorgenannte
hot spots und für flächige bzw. großflächige Verkalkung. Dies kann beispielsweise
ein Grenzwert für den Dielektrikumstrom bzw. Leckstrom sein, der nicht überschritten
werden darf bzw. bei dessen Erreichen die Heizeinrichtung abgeschaltet werden muss.
[0013] Eine Leistungsdichte des Heizelements kann vorteilhaft mindestens 30 W/cm
2 oder mindestens 100 W/cm
2 betragen. Besonders vorteilhaft kann die Leistungsdichte maximal 150 W/cm
2 oder sogar 200 W/cm
2 betragen. So ist eine schnell ansprechende und sehr leistungsfähige Heizeinrichtung
bei kleinem Platzbedarf gegeben.
[0014] In Ausgestaltung der Erfindung greifen die Heizelemente ineinander bzw. sind verschränkt
angeordnet, vorzugsweise mit Heizleitern als Abschnitte der Heizelemente, die gerade
und parallel zueinander verlaufen. Somit können die Heizelemente vorteilhaft bifilar
verlaufen, insbesondere in Mäanderform. Zwischen zwei parallelen Heizleitern eines
Heizelements kann mindestens ein Heizleiter eines anderen Heizelements verlaufen,
insbesondere parallel dazu.
[0015] In alternativer Ausgestaltung der Erfindung verlaufen die Heizelemente zwar nahe
beieinander, sind aber flächenmäßig getrennt bzw. greifen eben nicht ineinander. Jedes
Heizelement nimmt sozusagen eine Fläche mit geschlossener Außenkontur ein, insbesondere
eine Rechteckfläche oder eine Viereckfläche, in die kein Teil eines anderen Heizelements
hineinragt.
[0016] Vorteilhaft weist die Heizeinrichtung genau zwei oder drei Heizelemente auf. Zwei
Heizelemente können gemäß der ersten vorgenannten Ausgestaltung der Erfindung ineinander
greifen bzw. verschränkt angeordnet sein. Es kann ein zusätzliches drittes Heizelement
vorgesehen sein, das dann aber flächenmäßig getrennt ist. Sind genau drei Heizelemente
vorgesehen, so können sie vorteilhaft gemäß der zweiten vorgenannten Ausgestaltung
der Erfindung alle drei nahe beieinander verlaufen und flächenmäßig getrennt sein.
[0017] Gemäß einer ersten Ausbildung der Erfindung kann eine einzige flächige Dielektrikumschicht
auf einer Seite der Heizelemente vorgesehen sein zum Anschluss an die Steuerung oder
Messeinrichtung zur Erfassung eines Leckstroms, wobei die Dielektrikumschicht alle
Heizelemente im Wesentlichen überdeckt. Die eine Anschlussfläche wird dann jeweils
von den Heizelementen gebildet. Dadurch wird die flächenmäßige Unterscheidung der
Heizelemente erreicht. Die andere Anschlussfläche, beispielsweise als Elektrode, kann
die Dielektrikumschicht entweder vollflächig bedecken oder aber aufgeteilt in mehrere
Anschlussflächen bzw. Teil-Elektroden sein, deren Aufteilung wiederum den Heizelementen
entspricht bzw. diese im Wesentlichen mit ihrem Verlauf genau überdeckt. Dies weist
den Vorteil auf, dass auch komplizierte Verläufe für die Heizelemente, insbesondere
ineinander greifende Verläufe, mit den Anschlussflächen genauso nachgebildet werden
können.
[0018] Gemäß einer zweiten Ausbildung der Erfindung kann für jedes der Heizelemente eine
eigene flächige Dielektrikumschicht mit jeweils einer eigenen elektrisch leitfähigen
Anschlussfläche darauf vorgesehen sein, wobei jede Dielektrikumschicht das zugehörige
Heizelement im Wesentlichen überdeckt und keines der anderen Heizelemente. Dabei können
die Dielektrikumschichten auf einer Seite der Heizelemente in derselben Ebene und
elektrisch getrennt voneinander verlaufen, wobei alle Dielektrikumschichten an die
Steuerung oder Messeinrichtung zur Erfassung eines Leckstroms angeschlossen sind.
Bei mehreren Dielektrikumschichten können diese sämtlich identisch sein bzw. identische
Eigenschaften und Werte hinsichtlich Isoliereigenschaften, Temperaturabhängigkeit
odgl. haben, beispielsweise auch dieselbe Dicke.
[0019] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden im Betrieb der Heizeinrichtung zum Erhitzen
von Wasser sowohl der Heizleiterstrom durch das Heizelement bzw. durch die Heizleiter
als auch ein Leckstrom durch die Dielektrikumschicht hindurch überwacht, wozu deren
zeitliche Verläufe überwacht werden und unter Umständen auch abgespeichert werden
als Betriebsprotokollierung. Dabei sind drei Fälle zu unterscheiden.
[0020] In einem ersten Fall eines Heizleiters mit einem positiven Temperaturkoeffizienten,
also eines PTC-Heizleiters, kann bei einem langsamen bzw. sozusagen zu langsamen Abfall
des Heizleiterstroms eine großflächige Verkalkung an einer Mediumseite des Trägers
erkannt werden bzw. kann ein solcher langsamer Abfall des Heizleiterstroms als eine
solche großflächige Verkalkung definiert werden. Eine großflächige Verkalkung wächst
langsam über die Betriebszeit auf, die Heizleitertemperatur steigt langsam mit der
Betriebszeit wegen der geringer werdenden Wärmeabnahmefähigkeit und der Heizleiterstrom
fällt ab. Daraus können verschiedene Maßnahmen folgen, wie beispielsweise eine Anzeige
an einen Benutzer, dass eine Entkalkung bzw. Reinigung der Heizeinrichtung notwendig
ist, oder eine vorübergehende temporäre Leistungsreduzierung mit gleichzeitiger Anzeige.
Ein solcher langsamer Abfall des Heizleiterstroms kann dann vorliegen, wenn er um
mindestens 2% in weniger als 100 Stunden abfällt. Unter Umständen kann er auch um
mindestens 3% bis 5% in weniger als 100 Stunden abfallen, um als eine solche großflächige
Verkalkung erkannt zu werden. Der Abfall des Heizleiterstroms wird bei annähernd gleicher
Wassertemperatur bewertet, da der Heizleiterstrom beim Aufheizen des Wassers wegen
der dabei ansteigenden Heizleitertemperatur ebenfalls fällt. Dies wird auch später
anhand der Fig. 5 konkret erläutert.
[0021] Es kann ein Temperatursensor an der Heizeinrichtung vorgesehen sein, vorteilhaft
mit Abstand zu dem Heizelement bzw. dessen Heizleitern. Das kann ein kleiner Sensor
sein, beispielsweise ein NTC. Der Abstand sollte so groß sein, dass der Temperatursensor
nur die Temperatur am Träger und somit die des Wassers erfasst.
[0022] In einem zweiten Fall eines Heizleiters mit einem negativen Temperaturkoeffizienten,
also eines NTC-Heizleiters, kann bei einem langsamen bzw. sozusagen zu langsamen Anstieg
des Heizleiterstroms eine großflächige Verkalkung an einer Mediumseite des Trägers
erkannt werden bzw. kann ein solcher langsamer Anstieg des Heizleiterstroms als eine
solche großflächige Verkalkung definiert werden. Es können aber ansonsten die gleichen
Werte wie zuvor zum ersten Fall erläutert gelten, dass nämlich ein solcher langsamer
Anstieg des Heizleiterstroms dann vorliegen kann, wenn er um mindestens 2% in weniger
als 100 Stunden ansteigt. Unter Umständen kann er auch um mindestens 3% bis 5% in
weniger als 100 Stunden ansteigen.
[0023] In einem dritten Fall kann ein zu schneller Anstieg des Leckstroms als eine lokal
begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung bzw. ein vorgenannter hot spot an der Mediumseite
des Trägers erkannt werden. Dies sollte der Steuerung auffallen, muss aber noch nicht
zwingend zur Reduzierung der Heizleistung bzw. Abschalten der Heizeinrichtung führen.
Ein solcher zu schneller Anstieg des Leckstroms kann dann vorliegen, wenn der Leckstrom
um mindestens 30% in weniger als 20 Stunden ansteigt, unter Umständen auch um mindestens
30% in weniger als 5 Stunden oder um mindestens 50% in weniger als 10 Stunden. Als
weitere Bedingung kann vorgesehen sein, dass ein absoluter Maximalwert bzw. Grenzwert
für den Leckstrom überschritten wird, nicht nur damit eine solche lokal begrenzte
bzw. kleinflächige Verkalkung oder ein hot spot an der Mediumseite des Trägers erkannt
wird, sondern damit die Heizleistung zumindest reduziert oder sogar die Heizeinrichtung
abgeschaltet wird. Dieser absolute Grenzwert kann insbesondere mindestens 200% des
Leckstroms betragen, der zu Beginn des Betriebs der Heizeinrichtung im sauberen Zustand
bzw. ohne Verkalkung der Mediumseite des Trägers vorliegt. Es kann auch ein absoluter
Grenzwert für den Leckstrom vorgesehen werden. So kann vorgesehen sein, dass der Leckstrom
maximal 20 mA oder 30mA betragen darf, ansonsten erfolgt eine Abschaltung wegen eines
hot spot.
[0024] Hier können mehrere Heizelemente nacheinander einzeln betrieben werden, wobei in
jedem einzelnen Betriebsfall der Leckstrom an der mindestens einen Dielektrikumschicht
über dem jeweils gerade betriebenen Heizelement erfasst wird und unter Umständen auch
abgespeichert wird als Betriebsprotokollierung. Dabei sind zwei Möglichkeiten zu unterscheiden.
Bei einer ersten Möglichkeit, dass der Leckstrom bei dem einzelnen Betrieb der Heizelemente
jeweils gleich ist, insbesondere um maximal 10% bis 20% unterschiedlich ist, wird
eine großflächige Verkalkung an der Mediumseite des Trägers erkannt bzw. dies wird
als großflächige Verkalkung gewertet. Bei einer zweiten Möglichkeit, dass der Leckstrom
bei dem einzelnen Betrieb der Heizelemente unterschiedlich ist bzw. um mindestens
10% unterschiedlich ist, insbesondere um mindestens 30% unterschiedlich ist, wird
eine lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung an der Mediumseite des Trägers
im Bereich des Heizelements mit dem höheren Leckstrom erkannt bzw. es wird ein vorgenannter
hot spot erkannt.
[0025] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass für den Fall,
dass eine großflächige Verkalkung an der Mediumseite des Trägers erkannt worden ist,
eine optische und/oder akustische Signalisierung an eine Bedienperson erfolgt. Damit
sollte mitgeteilt werden, dass eine Reinigung bzw. Entkalkung der Heizeinrichtung
bzw. des mit der Heizeinrichtung versehenen Geräts erfolgen sollte. In diesem Fall
kann der Betrieb der Heizeinrichtung noch problemlos weitergehen, entweder mit voller
Heizleistung oder aber zumindest mit reduzierter Heizleistung. Es kann auch vorgesehen
sein, dass bei Erreichen eines ersten Grenzwerts für eine großflächige Verkalkung
die Heizleistung um 20% bis 50% reduziert werden muss, aber zumindest die Heizeinrichtung
noch weiter betrieben werden kann. Bei Erreichen eines zweiten Grenzwerts kann dann
entweder der Betrieb nur noch mit geringer Heizleistung weitergeführt werden, beispielsweise
maximal 20% bis 30%, oder aber die Heizeinrichtung wird ganz abgeschaltet. Eine Reduzierung
der Leistung der Heizeinrichtung kann hier gleichmäßig auf die einzelnen Heizelemente
verteilt werden wenn mehrere davon vorgesehen sind.
[0026] Für den Fall, dass eine lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung oder ein hot
spot erkannt worden ist durch zu schnellen starken Anstieg des Leckstroms wie zuvor
erläutert, kann die Heizleistung des davon betroffenen Heizelements stark reduziert
werden. Insbesondere kann dieses Heizelement oder, alternativ die gesamte Heizeinrichtung,
auch sofort abgeschaltet werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn, wie zuvor erläutert,
auch ein absoluter Maximalwert bzw. Grenzwert für den Leckstrom überschritten worden
ist. Ansonsten besteht nämlich die Gefahr einer nachhaltigen Beschädigung oder sogar
Zerstörung der Heizeinrichtung nicht nur im Bereich dieses Heizelements, sondern sogar
der gesamten Heizeinrichtung. Dann ist es möglich, dass nach einer Wartezeit von 2
Sekunden bis 20 Sekunden die Heizeinrichtung bzw. das betroffene Heizelement wieder
eingeschaltet wird, vorteilhaft mit derselben Heizleistung wie zuvor bzw. sofort mit
voller Heizleistung, also sehr schnell. Durch eine schnelle Temperaturänderung kann
ein Abplatzen einer lokal begrenzten bzw. kleinflächigen Verkalkung bewirkt werden,
evtl. auch beim hot spot. Dieser Vorgang kann unter Umständen auch mehrfach wiederholt
werden, beispielsweise zweimal bis fünfmal oder sogar zehnmal. Erst wenn dann bei
der Überwachung des Leckstroms und dessen erneutem sehr schnellen starken Anstieg
sowie evtl. eines Unterschieds zwischen den einzelnen Heizelementen erkannt wird,
dass immer noch eine lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung oder der hot spot
an der Heizeinrichtung bzw. dem betroffenen Heizelement vorliegt, welche dann offensichtlich
nicht zum Abplatzen gebracht worden ist bzw. entfernt werden kann, sollte die Heizleistung
an diesem Heizelement wie vorbeschrieben reduziert werden und dieses Heizelement oder
unter Umständen sogar die gesamte Heizeinrichtung abgeschaltet werden zusammen mit
einer entsprechenden Fehleranzeige an eine Bedienperson. Das Abplatzen bzw. Entfernen
einer solchen lokal begrenzten bzw. kleinflächigen Verkalkung oder eines hot spot
kann nämlich dadurch erkannt werden, dass bei erneutem Einschalten der Heizeinrichtung,
insbesondere mit zuvor eingestellter bzw. voller Heizleistung, nicht sofort wieder
ein schneller starker Anstieg des Leckstroms erfolgt.
[0027] Bei mehreren Heizelementen kann in einem Fall nach Erkennen einer lokal begrenzten
bzw. kleinflächigen Verkalkung an der Mediumseite des Trägers im Bereich eines Heizelements
die Leistung dieses Heizelements reduziert werden oder es kann ganz abgeschaltet werden.
Mindestens ein weiteres Heizelement wird dann mit unveränderter Leistung weiter betrieben,
da es bei diesem ja gefahrlos geht. In dem anderen Fall, dass eine großflächige Verkalkung
an der Mediumseite des Trägers erkannt wird, kann das dort befindliche Heizelement
oder allgemein ein Heizelement mit mindestens einem weiteren Heizelement in Serie
geschaltet werden um die Heizeinrichtung mit insgesamt reduzierter Leistung weiter
zu betreiben. Dies können allgemein zwei unterschiedliche Fälle eines Notfallbetriebs
sein.
[0028] Zur Einstellung unterschiedlicher Leistungen an der Heizeinrichtung können die einzelnen
Heizelemente unterschiedlich zusammengeschaltet werden, vorzugsweise können sie seriell
oder parallel oder einzeln betrieben werden. Vorteilhaft weisen die Heizelemente unterschiedliche
Leistungswerte auf. Sie können dann nach Leistungsabstufung seriell, einzeln oder
für maximale Leistung parallel geschaltet werden.
[0029] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass für den Fall,
dass weder die Überwachung des Heizleiterstroms einen langsamen Abfall oder Anstieg
noch die Überwachung des Leckstroms durch die Dielektrikumschicht einen schnellen
starken Anstieg innerhalb Sekunden oder innerhalb 1 Minute zeigen, aber zu einem bestimmten
Zeitpunkt sowohl ein starker Anstieg des Leckstroms als auch ein relativ schneller
Abfall oder entsprechender Anstieg des Heizleiterstroms zur gleichen Zeit auftreten,
der Fall eines Leerkochens eines mit der Heizeinrichtung versehenen Behälters oder
ein Trockengehen bei Einsatz der Heizeinrichtung in einer Pumpe erkannt wird. Ein
solches Leerkochen bzw. die daraus resultierende Überhitzung betrifft üblicherweise
die gesamte Heizeinrichtung bzw. den gesamten Träger. Deswegen kann hier auch kein
unterschiedliches Verhalten von mehreren Heizelementen festgestellt werden zusammen
mit dem vorgenannten schnellen und in etwa gleichen Anstieg des Leckstroms. In diesem
Fall fällt bei einem PTC-Heizleiter nämlich aufgrund der relativ schnellen Temperaturerhöhung
der gesamten Heizeinrichtung der Heizleiterstrom deutlich schneller ab bzw. er steigt
bei einem NTC-Heizleiter deutlich schneller an als bei einer großflächigen Verkalkung.
Es wird ja keine Wärme mehr abgenommen. Des Weiteren steigt auch der Leckstrom an,
allerdings mit quasi gleicher Geschwindigkeit wie der Heizleiterstrom abfällt bzw.
ansteigt, da es ja keine lokale Überhitzung ist, sondern eine großflächige bzw. vollflächige.
In diesem Fall sollte die gesamte Heizeinrichtung sofort abgeschaltet werden, da im
Übrigen ein weiterer Betrieb auch keinen Sinn macht und vor allem die Gefahr einer
Beschädigung zu groß ist. Zusätzlich sollte ein entsprechendes Signal an eine Bedienperson
ausgegeben werden.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird das Verfahren zum
Betrieb einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung einer Geschirrspülmaschine eingesetzt,
wobei vorteilhaft die Geschirrspülmaschine eine Steuerung für den Betrieb einer Wasserenthärtung
in der Geschirrspülmaschine aufweist. Es kann vorgesehen sein, dass zu Beginn des
Betriebs der Geschirrspülmaschine, also nach der ersten Inbetriebnahme, die Wasserenthärtung
in der Geschirrspülmaschine abgesenkt wird für eine niedrigere Wasserenthärtung. Diese
kann solange abgesenkt werden oder im abgesenkten Zustand betrieben werden, bis über
einen entsprechenden langsamen Abfall oder Anstieg des Heizleiterstroms auf zuvor
erläuterte Art und Weise eine großflächige Verkalkung an einer Mediumseite des Trägers
erkannt wird. Als Reaktion darauf kann eine Signalisierung an eine Bedienperson erfolgen,
dass der Träger bzw. die Heizeinrichtung manuell zu entkalken ist. Die Steuerung der
Geschirrspülmaschine kann die Wasserenthärtung automatisch wieder erhöhen, insbesondere
kurzzeitig stark erhöhen und dann wieder etwas absenken, um dann mit verringerter
Wasserenthärtung weiterzuarbeiten. Für den Einsatz in einer Geschirrspülmaschine kann
eine solche erfindungsgemäße Heizeinrichtung beispielsweise in eine Pumpe zum Erhitzen
und zum Fördern des Wassers in der Geschirrspülmaschine eingebaut werden, wie dies
beispielsweise die
DE 102010043727 A1 zeigt.
[0031] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0032] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführung einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung mit einem einzigen Heizelement
mit Schichtaufbau in Explosionsdarstellung,
- Fig. 2
- eine zweite Ausführung einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung mit zwei Heizelementen
in seitlicher Darstellung,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Heizeinrichtung aus Fig. 2,
- Fig. 4 bis 6
- verschiedene Diagramme mit Verläufen des Leckstroms und des Heizleiterstroms und
- Fig. 7
- ein Diagramm für einen Verlauf des Heizleiterstroms und der Leistung beim langsamen
großflächigen Verkalken.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0033] In Fig. 1 ist eine erste Ausführung einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung 11 in
Explosionsdarstellung mit Schrägansicht dargestellt, die deren Schichtaufbau zeigt.
Sie entspricht derjenigen aus der vorgenannten
DE 102013200277 A1. Die Heizeinrichtung 11 weist einen Träger 13 auf, der hier aus Metall bzw. Edelstahl
besteht. Er kann flach bzw. plan sein, alternativ auch rohrförmig, wie es aus der
vorgenannten
DE 102010043727 A1 bekannt ist. An seiner Unterseite bzw. Mediumseite befindet sich zu erhitzendes Wasser
bzw. fließt zu erhitzendes Waser vorbei. Auf dem Träger 13 ist eine dielektrische
Isolationsschicht 15 vorgesehen als Basis-Isolation des Trägers 13, die aus Glas oder
Glaskeramik bestehen kann. Sie muss elektrisch isolieren, auch bei hohen Temperaturen.
Ein solches Material ist dem Fachmann grundsätzlich für Isolationsschichten bekannt.
[0034] Auf der ersten Isolationsschicht 15 ist ein einziges Heizelement 17 mit mäanderförmigem
Verlauf aufgebracht, das aus einzelnen hintereinander bzw. seriell geschalteten Heizleitern
17' besteht. Diese sind weitgehend gerade und durch gebogene Abschnitte verbunden.
Es könnte aber auch ein einziger Heizleiter vorgesehen sein, der auch erheblich breiter
ist als die hier dargestellten schmalen Heizleiter 17', siehe hierzu auch die Fig.
2. Das Heizelement 17 ist als Dickschichtheizelement aus üblichem Material ausgebildet
und mit üblichen Verfahren aufgebracht. An seinen beiden Enden befinden sich vergrößerte
Felder als Heizleiterkontakte 18, die möglicherweise auch aus anderem Material bestehen,
beispielsweise einem für Dickschicht-Heizleiter üblichen Kontaktmaterial mit erheblich
besserer elektrischer Leitfähigkeit und vor allem besseren Kontaktierungseigenschaften.
[0035] Über dem Heizelement 17 ist großflächig eine Dielektrikumschicht 20 aufgebracht,
die glasartig bzw. eine Glasschicht sein kann. Die Dielektrikumschicht 20 verschließt
sozusagen die Heizeinrichtung 11 bzw. isoliert das Heizelement 17 und verschließt
dieses sowie den Schichtaufbau, insbesondere gegen schädliche oder aggressive Umwelteinflüsse.
Zur elektrischen Kontaktierung an das Heizelement 17 bzw. dessen Heizleiterkontakte
18 weist die Dielektrikumschicht 20 Fenster 21 genau über den Heizleiterkontakten
18 auf für ein an sich bekanntes Durchkontaktieren.
[0036] Auf der Dielektrikumschicht 20 ist eine Elektrode 24 als elektrisch leitfähige Anschlussfläche
aufgebracht, und zwar in Form einer großflächigen Schicht. Diese ist hier genau so
groß wie der Träger 13 und die Isolationsschicht 15. Die Elektrode 24 sollte nicht
direkt auf den Träger 13 oder das Heizelement 17 überlappen, da sie von Träger 13
und Heizelement 17 isoliert sein muss. Auf der Elektrode 24 kann sich eine weitere
Abdeckung bzw. Isolationsschicht befinden, muss aber nicht. Sie weist an den Ecken
zwei Ausschnitte 25 auf, die zusammen mit den darunterliegenden Fenstern 21 in der
Dielektrikumschicht 20 eine zuvor beschriebene Kontaktierung an die Heizleiterkontakte
18 ermöglichen. Das Heizelement 17 bzw. dessen Heizleiter 17' bilden die andere bzw.
erste Anschlussfläche.
[0037] Dargestellt ist auch eine Steuerung 29 mit Leistungsversorgung für das Heizelement
17. Die Steuerung 29 weist einen Speicher 29' auf. Dies ist aus dem Stand der Technik
bekannt und braucht nicht näher erläutert zu werden. Des Weiteren ist eine Messeinrichtung
30 dargestellt, die einerseits mit der Elektrode 24 über einen Elektrodenkontakt 26
und andererseits mit dem Heizelement 17 verbunden ist. Wie zuvor erläutert worden
ist, ändern sich die dielektrischen bzw. resistiven Eigenschaften der zweiten Dielektrikumschicht
20 mit der Temperatur, und der von der Messeinrichtung 30 erfasste Strom bzw. Ableitstrom
ändert sich entsprechend bzw. steigt an mit ansteigender Temperatur. Die Messeinrichtung
erfasst dann diese Änderung der Eigenschaften der Dielektrikumschicht 20 zwischen
Heizelement 17 und Elektrode 24.
[0038] In Fig. 2 ist eine zweite Ausführung einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung 111
mit Schichtaufbau in sehr vereinfachter seitlicher Darstellung zu sehen. Ein Träger
112, der einen Behälter wie beispielsweise ein Rohr bilden kann, weist unten eine
Mediumseite 113 auf als Unterseite, an der Wasser 5 entlang strömt oder vorhanden
ist. Dieses Wasser 5 soll mit der Heizeinrichtung 111 aufgeheizt werden. Auf der Oberseite
des Trägers 112 ist eine Basisisolierung 115 als Isolierschicht vorgesehen. Darauf
ist wiederum ein Heizelement 117 aufgebracht, hier als flächiges Heizelement bzw.
in Dickschichttechnik. Auf das Heizelement 117 ist eine Dielektrikumschicht 119 aufgebracht,
und zwar in unterschiedlicher flächiger Ausgestaltung, wie zuvor erläutert worden
ist und wie anhand der Fig. 3 gezeigt wird. Auf die Dielektrikumschicht 119 wiederum
ist eine Elektrodenfläche 121 als obere Anschlussfläche an die Dielektrikumschicht
119 aufgebracht aus elektrisch leitfähigem Material. Deren flächige Ausgestaltung
kann auch variabel sein. Das Heizelement 117 dient hier auch als untere Anschlussfläche
an die Dielektrikumschicht 119, wie zuvor erläutert worden ist.
[0039] An der Mediumseite 113 besteht die Gefahr einer Verkalkung der Heizeinrichtung 111
mit den genannten Risiken einer Überhöhung der Temperatur und Beschädigung oder sogar
Zerstörung einzelner Heizelemente 117 oder der Heizeinrichtung 111. Deswegen ist gerade
bei den hier genannten hohen Leistungsdichten darauf zu achten, dass dies nicht passiert.
[0040] An die Heizeinrichtung 111 sind entsprechend der Fig. 1 oder der
DE 102013200277 A1 eine Steuerung, ein Speicher und eine Messeinrichtung angeschlossen, was hier nicht
dargestellt ist, aber leicht vorstellbar ist.
[0041] In der Fig. 3 ist in der Draufsicht die Heizeinrichtung 111 dargestellt, die entweder
flach sein kann oder ein Rohr, so dass die Fig. 3 in diesem Fall den abgewickelten
Träger zeigt. Auf den Träger 112 sind zwei Heizelemente aufgebracht, nämlich ein erstes
Heizelement 117a und ein zweites Heizelement 117b. Das Heizelement 117a bildet einen
Teil-Heizkreis und das Heizelement 117b bildet einen Teil-Heizkreis. Beide Heizelemente
117a und 117b sind ineinander verschränkt bzw. verlaufen mäanderförmig ineinander,
so dass sie letztlich dieselbe Fläche des Trägers 112 beheizen, wenn sie einzeln betrieben
werden, im gemeinsamen Betrieb ohnehin. Damit ist sozusagen eine unterschiedliche
Aufteilung der Heizleistung der Heizeinrichtung 111 in sich möglich. Bei maximaler
gewünschter Heizleistung werden beide Heizelemente 117a und 117b parallel betrieben.
Bei minimaler gewünschter Heizleistung werden die beiden Heizelemente 117a und 117b
seriell geschaltet betrieben, evtl. auch in einer Art Notfallbetrieb wie zuvor erläutert.
Bei einer dazwischen liegenden gewünschten Heizleistung wird eines der Heizelemente
117a und 117b betrieben. Weisen sie unterschiedliche Leistungswerte auf, so kann durch
jeweiligen einzelnen Betrieb die entsprechende Leistung erzeugt werden.
[0042] Beide Heizelemente 117a und 117b weisen die gleiche Länge und jeweils vier Längsabschnitte
auf. Beide Heizelemente 117a und 117b weisen auch an zwei nebeneinanderliegenden Längsabschnitten
auf bekannte Art und Weise Unterbrechungen durch Kontaktbrücken auf. Damit kann lokal
die Heizleistung etwas gesenkt werden. Eine elektrische Kontaktierung der Heizelemente
117a und 117b erfolgt über die einzelnen Kontaktfelder 118a und 118b sowie ein gemeinsames
Kontaktfeld 118'. Schematisch zu erkennen ist auch ein Steckanschluss 122, der auf
den Kontaktfeldern 118 bzw. auf den Träger 112 aufgebracht ist, vorteilhaft gemäß
der
EP 1152639 A2.
[0043] Es ist leicht vorstellbar, wie auch noch ein drittes Heizelement beispielsweise separat
neben den beiden Heizelemente 117a und 117b verlaufen könnte, oder aber in den mittigen
Zwischenraum zwischen den inneren Heizleitern des Heizelements 117a eingreifen könnte.
Unter Umständen könnte es auch an beiden äußeren Heizleitern des Heizelements 117a
entlang laufen und wäre somit auch quasi verschränkt.
[0044] Auf die Heizelemente 117a und 117b ist eine einzige flächige Dielektrikumschicht
119 aus einem geeigneten Material aufgebracht, hier dargestellt durch die Kreuzschraffierung.
Sie überdeckt beide Heizelemente 117a und 117b vollständig und reicht bis an den Rand
des Trägers 112 oder kurz davor.
[0045] Auf die Dielektrikumschicht 119 wiederum ist eine Elektrodenfläche 121 aufgebracht,
und zwar hier als vollflächige Elektrode. Somit ist zwar keine separate Temperaturerfassung
bzw. Erfassung einer Verkalkung möglich mit Unterscheidung in verschiedene Flächen,
aber ein einfacher Aufbau gewährleistet. Die flächenmäßige Unterscheidung erfolgt
ja durch den vorbeschriebenen getrennten einzelnen Betrieb der Heizelemente 117a und
117b. Die Elektrodenfläche 121 ist auf hier nicht dargestellte Art und Weise elektrisch
kontaktiert, vorteilhaft mittels des Steckanschlusses 122.
[0046] Anhand der Fig. 3 ist leicht vorstellbar, wie eine flächenmäßige Unterscheidung möglich
ist, indem in einer ersten Ausgestaltung zwar weiterhin eine großflächige Dielektrikumschicht
119 auf beiden bzw. allen Heizelementen 117 aufgebracht ist. Die Elektrodenfläche
ist dann aber in zwei Teil-Elektrodenflächen aufgeteilt. Dabei verläuft jede Teil-Elektrodenfläche
entsprechend dem darunterliegenden Heizelement, unter Umständen sogar mit genauer
Überdeckung. So sind auch die Teil-Elektrodenflächen voneinander getrennt. An jeder
Teil-Elektrodenfläche kann dann eine Temperaturüberwachung genau und nur des darunterliegenden
Heizelements erfolgen. Es stellt hierbei also kein Problem dar, dass es nur eine einzige
vollflächige Dielektrikumschicht 119 gibt.
[0047] In einer zweiten Ausgestaltung könnte auch die Dielektrikumschicht in zwei bzw. entsprechend
viele Teil-Dielektrikumschichten aufgeteilt sein mit einem Verlauf entsprechend dem
darunterliegenden Heizelement. Dann ist auch pro Teil-Dielektrikumschicht eine korrespondierend
ausgebildete Teil-Elektrodenfläche aufgebracht. Hierbei wäre aber der Fertigungsaufwand
erkennbar erheblich höher.
[0048] In der Fig. 4 ist schematisch dargestellt, wie sich das Signal bzw. ein Leckstrom
entsprechend der y-Achse im zeitlichen Verlauf ändert. Der zeitliche Verlauf ist hier
über viele Stunden dargestellt, beispielsweise über 160 Stunden als Betriebsdauer.
Der durchgezogen dargestellte Verlauf A ist ein normaler Betrieb, das leichte Ansteigen
des Verlaufs A kommt durch eine langsame, flächige Verkalkung an der Heizeinrichtung
11 oder 111 bzw. am Träger 13 oder 113 auf dessen Mediumseite.
[0049] Der gestrichelt dargestellte Verlauf B stellt das Auftreten einer lokal begrenzten
bzw. kleinflächigen Verkalkung bzw. eines vorgenannten hot spot dar. Das Ansteigen
im Verlauf einiger Stunden, beispielsweise 1 Stunde bis 5 Stunden bis zum Maximum,
bewirkt mehr als eine Verdopplung des Signals bzw. Leckstroms am Maximum. Dann ist
beim Verlauf B die kleinflächige Verkalkung abgeplatzt bzw. hat sich abgelöst, weswegen
bei diesem Verlauf B der Leckstrom bzw. das Signal eben wieder abfällt und dann wieder
dem normalen Verlauf A entspricht. Ob die Verkalkung hier vollständig oder unvollständig
abgelöst worden ist kann aufgrund des Abfalls alleine nicht unterschieden werden.
Sollte der Verlauf B dann parallel zum Verlauf A weiterlaufen, aber mit erhöhtem Wert,
so ist davon auszugehen, dass die Ablösung nicht vollständig war. Dies kann zwar erkannt
werden, Gegenmaßnahmen sind jedoch nicht unbedingt notwendig.
[0050] Der strichpunktiert dargestellte Verlauf C bedeutet, ähnlich wie beim Verlauf B,
das Bilden einer erneuten lokal begrenzten bzw. kleinflächigen Verkalkung. Deswegen
sollte sie im Anstiegsbereich ähnlich verlaufen wie beim Verlauf B. Allerdings löst
sich hier die Verkalkung nicht ab, ein hot spot besteht weiter, weswegen der Leckstrom
bzw. das Signal weiter ansteigt. Wenn es einen Grenzwert für den Leckstrom erreicht,
hier den Grenzwert G
L, der beispielsweise etwas höher liegt als das Vierfache des normalen Leckstroms entsprechend
dem Verlauf A, so wird dies als gefährliche lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung
erkannt mit einer zu hohen Temperatur. Dann wird die Heizleistung am einzigen Heizelement
17 oder an einem der Heizelemente 117a oder 117b entsprechend stark reduziert oder
dieses sogar abgeschaltet, um eine Beschädigung zu vermeiden. Über eine nicht dargestellte
Signalisierung kann die Steuerung 29 eine Bedienperson zur Wartung bzw. zur Entkalkung
aufrufen.
[0051] In Fig. 5 sind Verläufe D und E für den Heizleiterstrom I über der Zeit t dargestellt,
und zwar wieder über eine Zeitachse von mehreren Stunden. Der durchgezogen dargestellte
Verlauf D entspricht einem normalen Betrieb, das leichte Abfallen des Heizleiterstroms
stellt eine langsame großflächige bzw. vollständige Verkalkung an der Mediumseite
des Trägers 13 oder 113 dar. Des Weiteren ist strichliert ein Grenzwert G
H für den Heizleiterstrom dargestellt, der beispielsweise 90% oder 80% des Heizleiterstroms
zu Beginn betragen kann, hier sind es 90%. Wird dieser Grenzwert G
H unterschritten, so ist die großflächige Verkalkung an der Mediumseite des Trägers
13 oder 113 zu stark, demzufolge eine Wärmeabnahme durch das Wasser zu gering und
die Gefahr einer Überhitzung der Heizeinrichtung zu groß. Dies kann also auch als
Signal ausgewertet werden, damit die Steuerung 29 die Heizleistung reduziert oder
die Heizeinrichtung 11 oder 111 abschaltet samt entsprechender Signalisierung an eine
Bedienperson. Im dargestellten Beispiel kann dies nach etwa 10 bis 20 Stunden sein.
[0052] Der strichpunktiert dargestellte Verlauf E soll schematisch zeigen, wie ab einem
bestimmten Zeitpunkt der Heizleiterstrom deutlich stärker bzw. schneller abfällt,
wenn an der Mediumseite des Trägers 13 oder 113 kein Wasser zum Erhitzen und zur Abnahme
der Wärme vorhanden ist. Dies ist der vorbeschriebene Fall des Leerkochens bzw. des
Trockengehens bei einem PTC-Heizleiter. Dann wird der Grenzwert G
H rasch unterschritten, was von der Steuerung 29 wieder erkannt werden kann. Da der
Abfall des Heizleiterstroms dann aber noch erheblich schneller erfolgt als beim Verlauf
D, kann eben dieser spezielle Fall des verringerten Heizleiterstroms festgestellt
werden. Falls gleichzeitig auch der Leckstrom ansteigt, beispielsweise ähnlich wie
beim Verlauf C entsprechend Fig. 4, kann die Steuerung 29 dies nicht als Fall einer
plötzlich auftretenden lokal begrenzten bzw. kleinflächigen Verkalkung auswerten,
ebenfalls nicht als Fall einer großflächigen Verkalkung, sondern eben als Ereignis
des Leerkochens bzw. des Trockengehens. Dies kann dann in einer speziellen Signalisierung
an eine Bedienperson angezeigt werden. Des Weiteren schaltet die Steuerung 29 dann
die Heizeinrichtung 11 oder 111 auf alle Fälle ganz ab, da zum Einen ansonsten die
Gefahr einer Beschädigung besteht und zum Anderen ein Heizen ohnehin keinerlei Sinn
mehr macht.
[0053] Im Fall eines solchen Leerkochens bzw. Trockengehens fällt der Heizleiterstrom beispielsweise
innerhalb weniger als einer Minute, beispielsweise innerhalb von 10 Sekunden bis 30
Sekunden, so stark ab, dass er den Grenzwert G
H unterschreitet. Entsprechend schnell steigt dann auch das Signal entsprechend Fig.
4.
[0054] In der Fig. 6 ist dargestellt, wie sich bei einer Wassertemperatur von 50°C der Leckstrom,
hier dargestellt durch eine entsprechende Spannung der Messeinrichtung 30, im Sekundenbereich
verhält beim Einschalten der Heizeinrichtung 11 oder 111 bzw. des einzigen Heizelements
17 oder der zwei Heizelemente 117a und 117b. Der durchgezogene Verlauf ist ein Normalbetrieb,
so dass zu ersehen ist, dass nach ein bis zwei Sekunden der Leckstrom einen an sich
konstant scheinenden Wert erreicht mit einem Verlauf, wie er im Wesentlichen dem Verlauf
A der Fig. 4 entspricht. Ist ein hot spot bzw. eine lokal begrenzte oder kleinflächige
Verkalkung gegeben bereits bei Einschalten der Heizeinrichtung 11 oder 111, so steigt
der Leckstrom entsprechend dem gestrichelten Verlauf auf das Dreifache an. Wird diese
Verkalkung bzw. dieser hot spot aber nicht größer bzw. schlimmer, so wird ebenfalls
ein relativ stabiler Zustand erreicht, was sich in dem im Wesentlichen konstanten
Verlauf darstellt. Hier braucht der Leckstrom für den Anstieg etwa 10 Sekunden, es
ist also auch ein sehr schneller Vorgang.
[0055] In Fig. 7 ist dargestellt, wie sich der Heizleiterstrom I über der Zeit t (in Minuten)
bei Aufwachsen einer großflächigen Verkalkung verhält. Der Heizleiterstrom I ist auf
der linken y-Achse aufgezeichnet, auf der rechten y-Achse ist die Leistung P aufgezeichnet.
Außerdem sind die Spannung U und die Temperatur T aufgezeichnet, diese beiden zwar
ohne Skalierung, jedoch mit korrektem relativen Verlauf. Die prinzipiellen Verläufe
von Heizleiterstrom I und Leistung P über 100 Betriebsstunden veranschaulichen beispielhaft
das Aufwachsen einer großflächigen Verkalkung bei den Betriebsbedingungen von U=230V
und einer Temperatur von T=65°C. Diese kann sich auch über eine Vielzahl von Betriebszyklen
aufaddieren. Die Zeitachse ist im Bereich links der gedoppelt gestrichelten Linie
nicht wie im rechten skaliert, innerhalb der beiden Bereiche jeweils aber schon linear.
[0056] Nach dem Einschalten bei t=0 steigt der Heizleiterstrom I mit der ansteigenden Spannung
auf einen Maximalwert an, die Leistung P auch, beispielsweise innerhalb weniger Sekunden,
dann fallen beide ab. Die Temperatur T steigt eher langsam an, bis sie 65°C erreicht
hat. Dies ist hier nach etwa 18 Minuten. Da die Erwärmung des Heizelements aufgrund
der Erwärmung des Wassers nun bei konstanter Wassertemperatur wegfällt und somit der
dadurch entstehende Anteil der Veränderung des Widerstands des Heizelements und somit
des Heizleiterstroms I auch wegfällt, wird dessen Abfall schwächer bzw. geringer.
Hier beginnt die großflächige Verkalkung. Diese startet also auch bereits bei einer
Temperatur, die mit 65°C deutlich unter der von kochendem Wasser liegt. Durch diese
entstehende großflächige Verkalkung fällt der Heizleiterstrom I weiter ab, im Beispiel
etwa 6% in 100 Stunden bzw. 6000 Minuten. Die Heizleistung fällt entsprechend ab,
da die Spannung U ja erkennbar gleich bleibt.
1. Heizeinrichtung zum Erhitzen von Wasser, insbesondere von Wasser im Durchfluss bzw.
im Vorbeifluss an einem Träger, wobei
- die Heizeinrichtung einen Träger aufweist,
- auf dem Träger mindestens ein Heizelement aufgebracht ist,
- das Heizelement genau einen Heizleiter oder mehrere hintereinander geschaltete Heizleiter
aufweist,
- die Heizeinrichtung mindestens eine flächige Dielektrikumschicht aufweist, die im
Wesentlichen das mindestens eine Heizelement überdeckt,
- auf beiden Seiten der Dielektrikumschicht, insbesondere mit derselben Überdeckung,
jeweils eine elektrisch leitfähige Anschlussfläche vorgesehen ist,
- mindestens eine der Anschlussflächen an eine Steuerung oder Messeinrichtung zur
Erfassung eines Leckstroms als Stromfluss durch die Dielektrikumschicht hindurch angeschlossen
ist,
- das mindestens eine Heizelement mit Messmitteln zur Überwachung eines Heizleiterstroms
durch das Heizelement verbunden ist.
2. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger eine Isolationsschicht aufgebracht ist, auf der ein Heizelement aufgebracht
ist, wobei über das Heizelement die flächige Dielektrikumschicht aufgebracht ist,
die insbesondere eine geschlossene Fläche wie im Wesentlichen ein Rechteck bedeckt,
wobei auf die Dielektrikumschicht wiederum mit im Wesentlichen derselben Fläche eine
elektrisch leitfähige Anschlussfläche aufgebracht ist, wobei die andere elektrisch
leitfähige Anschlussfläche von dem Heizelement gebildet ist.
3. Heizeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsdichte des Heizelements mindestens 30 W/cm2 beträgt, vorzugsweise mindestens 100 W/cm2.
4. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger mindestens zwei elektrisch getrennte bzw. unabhängig voneinander betreibbare
Heizelemente aufgebracht sind, wobei die Heizelemente ineinander greifen bzw. verschränkt
angeordnet sind, vorzugsweise mit Heizleitern als Abschnitte der Heizelemente, die
gerade und parallel zueinander verlaufen, wobei zwischen zwei parallelen Heizleitern
eines Heizelements mindestens ein Heizleiter eines anderen Heizelements verläuft,
insbesondere parallel dazu.
5. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger mindestens zwei elektrisch getrennte bzw. unabhängig voneinander betreibbare
Heizelemente aufgebracht sind, wobei eine einzige flächige Dielektrikumschicht auf
einer Seite der Heizelemente vorgesehen ist zum Anschluss an die Steuerung oder Messeinrichtung
zur Erfassung eines Leckstroms, wobei die Dielektrikumschicht die Heizelemente im
Wesentlichen überdeckt.
6. Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger mindestens zwei elektrisch getrennte bzw. unabhängig voneinander betreibbare
Heizelemente aufgebracht sind, wobei für jedes der Heizelemente eine eigene flächige
Dielektrikumschicht mit jeweils einer eigenen elektrisch leitfähigen Anschlussfläche
darauf vorgesehen ist, wobei jede Dielektrikumschicht das zugehörige Heizelement im
Wesentlichen überdeckt und keines der anderen Heizelemente, wobei vorzugsweise die
Dielektrikumschichten auf einer Seite der Heizelemente in derselben Ebene und elektrisch
getrennt voneinander verlaufen und alle Dielektrikumschichten an die Steuerung oder
Messeinrichtung zur Erfassung eines Leckstroms angeschlossen sind.
7. Verfahren zum Betrieb einer Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zum Erhitzen von Wasser,
dadurch gekennzeichnet, dass im Betrieb der Heizeinrichtung sowohl ein Heizleiterstrom durch das Heizelement bzw.
die Heizleiter als auch ein Leckstrom durch die Dielektrikumschicht hindurch überwacht
werden im zeitlichen Verlauf, wobei
- im Fall eines PTC-Heizleiters bei zu langsamem Abfall des Heizleiterstroms, insbesondere
mindestens 2% in 100 Stunden, eine großflächige Verkalkung an einer Mediumseite des
Trägers erkannt wird,
- im Fall eines NTC-Heizleiters bei zu langsamem Anstieg des Heizleiterstroms, insbesondere
mindestens 2% in 100 Stunden, eine großflächige Verkalkung an einer Mediumseite des
Trägers erkannt wird,
- bei zu schnellem Anstieg des Leckstroms, insbesondere um mindestens 30% in weniger
als 20 Stunden, eine lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung bzw. ein hot spot
an einer Mediumseite des Trägers erkannt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der absolute Maximalwert 200% des Leckstroms zu Beginn des Betriebs der Heizeinrichtung
ohne jegliche Verkalkung an einer Mediumseite des Trägers ist, vorzugsweise höchstens
300%.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erkennen einer großflächigen Verkalkung an einer Mediumseite des Trägers eine
Signalisierung an eine Bedienperson erfolgt, dass eine Reinigung bzw. Entkalkung vorgenommen
werden sollte.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, dass eine lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung an der Mediumseite
des Trägers erkannt wird, die Heizleistung desjenigen Heizelements reduziert wird,
in dessen Bereich die lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung auftritt, wobei
insbesondere dieses Heizelement oder die Heizeinrichtung sofort abgeschaltet wird
und nach einer Wartezeit von 2 Sekunden bis 20 Sekunden dieses Heizelement oder die
Heizeinrichtung wieder eingeschaltet wird, wobei vorzugsweise das Abschalten und Einschalten
dieses Heizelements oder der Heizeinrichtung mehrfach wiederholt wird, um durch schnelle
Temperaturänderung ein Abplatzen der lokal begrenzten bzw. kleinflächigen Verkalkung
zu bewirken.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass weder die Überwachung des Heizleiterstroms einen langsamen Abfall
bzw. Anstieg noch die Überwachung des Leckstroms durch die Dielektrikumschicht einen
schnellen starken Anstieg zeigen, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt sowohl ein schneller
Abfall bzw. Anstieg des Heizleiterstroms als auch ein schneller starker Anstieg des
Leckstroms zur gleichen Zeit auftreten, dies als Leerkochen eines mit der Heizeinrichtung
versehenen Behälters ausgewertet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger mindestens zwei elektrisch getrennte bzw. unabhängig voneinander betreibbare
Heizelemente aufgebracht sind und bei einem Überschreiten eines Grenzwerts für den
Leckstrom und/oder bei einem zu starken Anstieg des Leckstroms eine Fehlersuche gestartet
wird und dazu die Heizelemente nacheinander einzeln betrieben werden, und in jedem
Fall der Leckstrom an der mindestens einen Dielektrikumschicht über dem betriebenen
Heizelement erfasst wird, wobei
- in dem Fall, dass der Leckstrom bei dem einzelnen Betrieb der Heizelemente jeweils
gleich ist, insbesondere um maximal 10% unterschiedlich ist, eine großflächige Verkalkung
an der Mediumseite des Trägers erkannt wird,
- in dem Fall, dass der Leckstrom bei dem einzelnen Betrieb der Heizelemente um mindestens
10% unterschiedlich ist, insbesondere um mindestens 30% unterschiedlich ist, eine
lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung an der Mediumseite des Trägers im Bereich
des Heizelements mit dem höheren Leckstrom erkannt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Fall, dass der Leckstrom bei dem einzelnen Betrieb der Heizelemente jeweils
gleich ist und jeweils einen schnellen starken und in etwa gleichen Anstieg zeigt,
insbesondere um mindestens 20% in weniger als 1 Minute, dies als Leerkochen eines
mit der Heizeinrichtung versehenen Behälters erkannt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Fall, dass eine lokal begrenzte bzw. kleinflächige Verkalkung an der Mediumseite
des Trägers im Bereich eines Heizelements erkannt wird, dieses Heizelement in der
Leistung reduziert wird oder abgeschaltet wird und mindestens ein weiteres Heizelement
mit unveränderter Leistung weiter betrieben wird, wobei in einem weiteren Fall, dass
eine großflächige Verkalkung an der Mediumseite des Trägers erkannt wird, dieses Heizelement
mit mindestens einem weiteren Heizelement in Serie geschaltet wird um mit reduzierter
Leistung weiter betrieben zu werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 14 in einer Geschirrspülmaschine, wobei eine
Steuerung der Geschirrspülmaschine eine Einstellung für den Betrieb einer Wasserenthärtung
in der Geschirrspülmaschine absenkt für eine niedrigere Wasserenthärtung solange,
bis vorzugsweise über einen langsamen Abfall oder einen langsamen Anstieg des Heizleiterstroms
eine großflächige Verkalkung an einer Mediumseite des Trägers erkannt wird, wobei
in Reaktion darauf die Steuerung automatisch die Wasserenthärtung wieder erhöht bzw.
verstärkt.