[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Karde zum Füllen einer Rundkanne
mit Faserband, z. B. Baumwolle, Chemiefasern o. dgl., bei der das Faserband von einem
drehbaren Ablagekopf abgebbar und in Ringen in der Rundkanne ablegbar ist, wobei während
des Füllvorganges der Ablagekopf oberhalb der Rundkanne angeordnet ist und die Rundkanne
ortsfest auf einem drehbaren Kannenteller um eine senkrechte Achse rotiert, und bei
der nach Füllung einer Vollkanne und vor Füllung einer Leerkanne die örtliche Zuordnung
zwischen dem Ablagekopf einerseits und der Vollkanne und der Leerkanne andererseits
wechselt (Kannenwechsel), und eine Vollkanne abförderbar und eine Leerkanne zuführbar
ist (Kannenaustausch).
[0002] Zum Wechsel von Rundkannen an einer Karde sind Rotationskannenwechsler (
US 4208768) und Linearkannenwechsler (
EP 967169 B) bekannt. Diese Kannenwechsler sind grundsätzlich so aufgebaut, dass mindestens drei
mögliche Kannenpositionen vorgehalten werden:
- 1. Leer- oder Reserve-Position
- 2. Füllposition
- 3. Vollkannenposition
[0003] Beim Kannenwechsel werden die Rundkannen bewegt und wechseln die Positionen. Dazu
muss in der Regel die Ablagegeschwindigkeit reduziert werden, da ansonsten Fasermaterial
zwischen die Rundkannen gefördert wird. Wünschenswert aus Kundensicht ist jedoch ein
schneller Wechsel der Rundkannen, damit die Produktion der Karde nicht nennenswert
reduziert werden muss. Desweiteren treten bei großen Veränderungen der Liefergeschwindigkeit
Schwankungen des Bandgewichtes auf, welche das technologische Ergebnis bis hin zum
Endprodukt negativ beeinflussen können. Ein schneller Wechsel der Rundkannen ist jedoch
mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden. Die Rundkannen haben keine durchgehend
stabile Struktur und können daher durch hohe Kräfte beschädigt werden. Zum anderen
unterscheiden sich die Rundkannen von Kunde zu Kunde, was die Anpassung von Aufnahmen
schwierig macht. Weiterhin haben im gefüllten Zustand die Rundkannen ein hohes Gewicht,
was bei kurzen Wechselzeiten während der Beschleunigung hohe Kräfte hervorruft.
[0004] Bei den bekannten Vorrichtungen bleibt der Drehteller (Ablagekopf) permanent ortsfest.
Die Rundkannen werden unterhalb des Drehtellers verschoben, beim Rotationskannenwechsler
auf einer Halbkreisbahn und beim Linearkannenwechsler auf einer Geraden. Mit Hilfe
der Kannenwechsler sind eine in einer Reserveposition bereitgestellte leere Rundkanne
zum Füllen mit Faserband in eine Füllposition unterhalb des Drehtellers und nach dem
Füllen eine mit Faserband gefüllte Rundkanne in eine Abförderposition aus der Füllposition
unterhalb des Drehtellers bringbar.
[0005] Bei den bekannten Vorrichtungen steht der Ablagekopf ortsfest über der zu füllenden,
rotierenden Rundkanne und legt das Faserband in Zykloidenform ab. Ein Nachteil dieser
Ablage besteht darin, dass die sogenannten Kreuzungspunkte der Zykloiden aller Schichten
in vertikaler Richtung in der Kanne übereinander liegen. An jedem dieser Kreuzungspunkte
liegen innerhalb einer Schicht zwei Bandabschnitte übereinander, was zu einer lokalen
Dickenzunahme an diesen Stellen führt. Dies hat zur Folge, dass im Bereich der Kreuzungspunkte
die Füllhöhe schneller zunimmt als in den anderen Bereichen der Ablage, was dazu führt,
dass das zur Verfügung stehende Füllvolumen der Kanne nicht optimal ausgenutzt wird.
Bei konstanten Rotationsgeschwindigkeiten des Ablagekopfes und der Rundkanne ist die
Ablagedichte des Faserbandes in der Rundkanne nicht gleichmäßig. In der Nähe der Rotationsachse
der Rundkanne und in der Nähe der Innenmantelfläche der Rundkanne wird durch die vorgenannten
Überlagerungen mehr Faserband angehäuft als in dem zwischen den beiden Bereichen befindlichen
konzentrischen Mittelbereich (Senke). Die Kreuzungspunkte liegen sowohl innen als
auch außen - in Draufsicht gesehen - jeweils auf einem Kreis. Das abgelegte Faserband
wird durch den Drehteller ungleichmäßig zusammengedrückt und die Kapazität der Rundkanne
wird nicht voll ausgenutzt.
[0006] Die
US 2571880 A offenbart eine Vorrichtung, deren Ablagekopf zwischen den Füllpositionen zweier Kannen
hin- und hergeschwenkt werden kann.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere beim Kannenwechsel,
d. h. beim Wechsel der örtlichen Zuordnung zwischen dem Ablagekopf einerseits und
einer Vollkanne und einer Leerkanne andererseits, eine Bewegung der Rundkannen vermeidet,
eine zeitliche Verkürzung des Kannenwechsels ermöglicht und auf einfache Art eine
Vergleichmäßigung der Ablagedichte des Faserbandes in der Rundkanne erlaubt.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1.
[0009] Dadurch, dass zum Kannenwechsel der Ablagekopf von einer Vollkanne zu einer Leerkanne
örtlich verschiebbar ist, sowie zum Kannenaustausch bereits während der Füllung einer
Leerkanne die Vollkanne abförderbar und eine neue Leerkanne zuführbar ist, sind die
möglichen Kannenpositionen von drei Positionen auf zwei Positionen reduziert. Erfindungsgemäß
werden nicht mehr - wie bei den bekannten Vorrichtungen - die Rundkannen unter dem
Ablagekopf verschoben, sondern es wird der Ablagekopf über den Rundkannen verschoben.
Im Gegensatz zu der bekannten Verlagerung der Rundkannen werden durch die Verlagerung
des Ablagekopfes hohe Beschleunigungen des Ablagekopfes und damit geringe Wechselzeiten
erreicht. Namentlich die Vollkannen können bei den bekannten Vorrichtungen aufgrund
ihres hohen Gewichts nur mit hohen Kräften und nicht in kurzer Zeit bewegt werden.
Der Bediener entnimmt die Vollkannen und ersetzt sie durch eine Leerkanne, so dass
nur noch zwei Kannenpositionen vorgehalten werden müssen. Der Platzbedarf der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist deutlich geringer als derjenige der bekannten Vorrichtungen. Insbesondere
im Hinblick auf stetig steigende Kardenproduktionen ist mit einer Vergrößerung des
Kannendurchmessers zu rechnen, was dann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich
ist, ohne den Kardenabstand vergrößern zu müssen. Dadurch, dass der Ablagekopf örtlich
während der Füllung verlagert wird, liegt ein weiterer Vorteil darin, dass die Lage
der Kreuzungspunkte variiert wird, d. h. die Kreuzpunkte frei verteilt werden. Vorzugsweise
liegen die Kreuzungspunkte so selten wie möglich deckungsgleich in vertikaler Richtung
übereinander, idealerweise gar nicht. Dadurch wird eine Vergleichmäßigung der Ablagedichte
des Faserbandes in der Rundkanne erreicht. Ein weiterer besonderer Vorteil besteht
darin, dass durch eine Verlagerungseinrichtung auf konstruktiv einfache Weise die
Verlagerung des Ablagekopfes sowohl während des Füllvorganges zur Vergleichmäßigung
der Faserbandablage als auch zum Kannenwechsel von einer Vollkanne zu einer Leerkanne
verwirklicht ist.
[0010] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0011] Der Kannenwechsel erfolgt erfindungsgemäß vorzugsweise dann, wenn eine Rundkanne
mit Faserband gefüllt ist.
[0012] Alternativ oder zusätzlich kann der Ablagekopf linear verschiebbar sein. Dabei kann
der Ablagekopf linear verschiebbar, z. B. Linearführung, gelagert sein. Er kann auch
auf einer Kreisbahn, z. B. um einen Drehpunkt, verlagerbar sein. Zudem ist es möglich,
dass der Ablagekopf hin- und her verlagerbar gelagert ist.
[0013] Die Verlagerung des Ablagekopfes erfolgt vorzugsweise pneumatisch, z. B. Druckzylinder.
Auch ist eine mechanische Verlagerung, z. B. Zahngetriebe o. dgl., möglich. Der Ablagekopf
kann motorisch angetrieben, z. B. Elektromotor, verlagert werden. Die Drehrichtung
des Elektromotors kann dabei umsteuerbar sein. Der Ablagekopf kann zur Verlagerung
beschleunigbar und abbremsbar sein.
[0014] Der Ablagekopf ist an einem zu oszillierenden Bewegungen antreibbaren Träger drehbar
gelagert sein.
[0015] Alternativ oder zusätzlich kann der Ablagekopf an einem geradegeführten, oszillierend
angetriebenen Hilfsrahmen angeordnet sein. Der Hilfsrahmen kann ein Schlitten o. dgl.
sein.
[0016] Vorzugsweise erfolgen die oszillierenden Bewegungen des Trägers durch ein angetriebenes
Getriebe, wie ein Kurbelgetriebe oder eine Schubkurbel. Das Getriebe kann auch ein
Kurbelumlaufgetriebe und/oder eine Zahnstange aufweisen, die mit einem angetriebenen
Zahnrad kämmt.
[0017] Der Ablagekopf kann in Richtung der Ebene durch die Rotationsachsen der runden Kannen
verstellbar angeordnet sein.
[0018] Vorzugsweise ist der Ablagekopf auf einem Hilfsrahmen gelagert, der auf den am Grundrahmen
befestigten Führungsmitteln in der Richtung der Ebene durch die Rotationsmaschine
verstellbar und mit einer Verstelleinrichtung des Hilfsrahmens gekoppelt ist. Die
Verstelleinrichtung des Hilfsrahmens besteht vorzugsweise aus zwei doppeltwirkenden
pneumatischen Zylindern.
[0019] Vorzugsweise erfolgt zum Kannenwechsel die Verlagerung des Ablagekopfes in horizontaler
Richtung.
[0020] Beim Kannenwechsel sind die Vollkanne und die Leerkanne vorzugsweise ortsfest. Weiter
vorzugsweise ist die Rundkanne beim Füllvorgang unterhalb des Ablagekopfes ortsfest.
Mit der Verlagerung des Ablagekopfes wechselt beim Kannenwechsel vorzugsweise die
Füllposition. Mittels des verlagerbaren Ablagekopfes sind nacheinander zwei Leerkannen
mit Faserband füllbar.
[0021] Zum Kannenwechsel erfolgt die Verlagerung des Ablagekopfes im wesentlichen in senkrechter
Richtung zur Arbeitsrichtung der Karde.
[0022] Vorzugsweise ist zwischen Ablagekopf und Ausgang der Karde eine Bandspeichereinrichtung
(Abzugswalzen, Bandumlenkrolle) vorhanden.
[0023] Die Position des Ablagekopfes vor der Verlagerung und die Position des Ablagekopfes
sind nach der Verlagerung unmittelbar nebeneinander angeordnet sind, wobei die jeweiligen
Drehachsen einen verkürzten Abstand zueinander aufweisen.
[0024] Vorzugsweise sind der Antrieb für die Verlagerung des Ablagekopfes und eine Messeinrichtung
für die Füllung der Rundkanne mit Faserband an eine gemeinsame elektrische Steuer-
und Regeleinrichtung angeschlossen.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0026] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Karde mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 1a
- eine Ausbildung, bei der dem Ablagekopf zwei Abzugswalzen, ein Bandtrichter und ein
Kardenstreckwerk vorgelagert sind,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem verschiebbaren Ablagekopf
und zwei Rundkannen,
- Fig. 2a
- (verkleinert) zwei Kannenstellplätze mit jeweils einem Kannendrehteller,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf zwei Karden, denen jeweils eine erfindungsgemäße Vorrichtung nachgeordnet
ist, sowie auf jeweils eine Leerkanne und eine Vollkanne,
- Fig. 4
- das Faserband zwischen dem Ausgang der Karde und einem Kannenstock sowie eine Bandspeichereinrichtung
(Bandschlaufe) und
- Fig. 5a bis 5e
- schematisch verschiedene Phasen eines Kannenwechsels und eines Kannenaustausches mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 6
- eine Vorderansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 7
- schematisch eine elektronische Steuer- und Regelvorrichtung, an die ein Sensor für
die Kannenfüllung, eine Steuereinrichtung für die Verlagerungseinrichtung des Ablagekopfes,
eine Motorsteuerung für den Antriebsmotor des Ablagekopfes und eine Motorsteuerung
für den Antrieb der Kannenteller angeschlossen sind.
[0027] Fig. 1 zeigt eine Karde K, z. B. Trützschler Karde TC, mit Speisewalze 1, Speisetisch
2, Vorreißern 3a, 3b, 3c, Trommel 4, Abnehmer 5, Abstreichwalze 6, Quetschwalzen 7,
8, Vliesleitelement 9, Flortrichter 10, Abzugswalzen 11, 12, Wanderdeckel 13 mit Deckelumlenkrollen
und Deckelstäben, Kannen 15', 15" und Kannenstock 16. Die Drehrichtungen der Walzen
3a - c, 4, 5 sind mit gebogenen Pfeilen gezeigt. Mit M
T ist der Mittelpunkt (Achse) der Trommel 4 bezeichnet. 4a gibt die Garnitur und 4b
gibt die Drehrichtung der Trommel 4 an. Der Pfeil A bezeichnet die Arbeitsrichtung
der Karde K. Der Karde K ist eine Flockenspeiservorrichtung 17 vorgelagert. In der
Ablagetellerplatte 18 ist der Ablagekopf 19 drehbar gelagert. Der Ablagekopf 19 umfasst
einen Bandkanal 20 mit einem Einlauf und einem Auslauf für Faserband und einen Drehteller
21, an dessen Unterseite eine Abdeckung vorhanden ist. Bei gleichzeitiger Drehung
der Kanne 15' wird das Faserband 14 zykloidenförmig in der Kanne 15' abgelegt, wodurch
eine gleichmäßige Füllung der Kanne 15' mit Faserband 14 möglich ist.
[0028] Nach Fig. 1 wird eine Leerkanne 15' mit Faserband gefüllt, während eine Vollkanne
15" mit Faserband 14 abgefördert wird (vgl. Fig. 5c).
[0029] Der Ablagekopf 19 ist einem verschiebbaren Gehäuse 22 (sh. Fig. 4) angeordnet. Vor
dem Ablagekopf 19 sind zwei vorgelagerte Abzugswalzen 23a, 23b mit Bandtrichter 24
angeordnet, die in dem gemeinsamen Gehäuse 22 angeordnet sind.
[0030] Zwischen der Bandumlenkrolle 32 und dem Bandtrichter 24 kann ein Kardenstreckwerk
35 vorhanden sein, das entsprechend Fig. 1a in dem Gehäuse 22 angeordnet ist. Das
Kardenstreckwerk 35 kann auch (nicht dargestellt) ortsfest dem verschiebbaren Gehäuse
22 vorgelagert sein.
[0031] Die Vorrichtung zum Füllen von Rundkannen 15
2, 15
3 mit Faserband 14 weist nach Fig. 2 einen aus einer Trägerkonstruktion bestehenden
Grundrahmen 25 auf. Die Höhe der oberen Tragstangen ist größer als die Höhe der Rundkannen
15
2, 15
3 die auf jeweils einem Kannenstellplatz 26a bzw. 26b angeordnet sind. Jeder Kannenstellplatz
26a bzw. 26b weist einen in Fig. 2a dargestellten in Richtung der Pfeile E, F rotierbaren
Kannendrehteller 27a, 27b (an sich bekannt) auf, auf denen die Kannen 15
2 bzw. 15
3 langsam in einer Richtung drehbar angeordnet sind. Zwischen den oberen Tragstangen
25a, 25b sind parallel zur Ebene durch Mittelpunkte der Kannen 15
2 und 15
3 zwei Führungsmittel 28a und 28b eines Hilfsrahmens 29 gelagert, auf denen im dargestellten
Ausführungsbeispiel der Hilfsrahmen 29 verschiebbar gelagert ist. Das Gehäuse 22 (sh.
Fig. 4) enthält den mit dem Bandkanal 20 versehenen Drehteller 21 des Ablagekopfes
19. Der gebogene, nicht bezeichnete Pfeil zeigt die Drehrichtung des Drehtellers 21
an. Durch den Bandkanal 20 verläuft das Faserband 14, das von der Karde K (sh. Fig.
1) zugeführt wird. Der Drehteller 21 ist in bekannter Weise, z. B. durch einen (nicht
dargestellten) Antriebsriemen mit einem (nicht dargestellten) Antriebsmechanismus
verbunden.
[0032] Dem Hilfsrahmen 29 ist eine Verstelleinrichtung zugeordnet, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel aus zwei doppeltwirkenden, am Grundrahmen 25 parallel zu den Führungsmitteln
28a, 28b gelagerten pneumatischen Zylindern 30a, 30b besteht. Die pneumatischen Zylinder
30a, 30b sind auf den gegenüberliegenden Seiten des Hilfsrahmens 29 angeordnet, und
ihre Kolben sind mit diesem Hilfsrahmen 29 verbunden. Der Innenraum der pneumatischen
Zylinder 30a, 30b ist auf bekannte Weise über eine nicht dargestellte Betätigungseinrichtung
mit einer nicht dargestellten Quelle eines Druckmittels verbunden.
[0033] Das Faserband 14 wird aus einer das Faserband 14 produzierenden Maschine, z. B. aus
einer Karde K, in bekannter Weise der Kannenablage zugeführt und dort in den Bandkanal
20 des sich drehenden Drehtellers 21 eingeführt. Gleichzeitig mit dem Drehen des Drehtellers
21 führt die Rundkanne 15
3 auf dem sich drehenden Kannenteller 27a eine Drehbewegung um ihre Rotationsachse
aus, so dass das Faserband 14 in Zykloidenform abgelegt wird.
[0034] Sobald die unter dem Ablagekopf 19 gelagerte runde Kanne 15
3 voll ist, setzt sich die Verstelleinrichtung 30a, 30b des Hilfsrahmens 29 in Gang
und verstellt sehr schnell den Hilfsrahmen 29 über die nächste leere runde Kanne 15
2, so dass der Ablagekopf 19 ohne Stillsetzen des Drehtellers 21 und ohne Senkung seiner
Drehgeschwindigkeit über die leere runde Kanne 15
2 zu liegen kommt, worauf das Faserband 14 unterbrochen wird, das ohne Senkung der
Geschwindigkeit seiner Zufuhr durch den Bandkanal 20 des Drehtellers 21 mit unveränderter
Geschwindigkeit hindurchgeht und in die leere runde Kanne 15
2 abgelegt wird. Nach Füllung der Rundkanne 15
2 verschiebt die Verstelleinrichtung (Pneumatikzylinder 30a, 30b) den Hilfsrahmen 29
in Richtung eines der Pfeile B, C, so dass der Drehteller 21 über eine neue Leerkanne
zu liegen kommt.
[0035] In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf zwei Karden K
1, K
2 dargestellt, denen jeweils eine erfindungsgemäße Vorrichtung KW
1, KW
2 nachgeordnet ist. In den Vorrichtungen KW
1 und KW
2 sind jeweils eine Leerkanne 15'
1, 15"
1 bzw. eine Vollkanne 15'
2, 15"
2 dargestellt. Der Abstand zwischen den Karden K
1 und K
2 ist mit a bezeichnet und kann z. B. ca. 1300 bis 1400 mm betragen.
[0036] Die gefüllten Pfeile H
1, H
2, J
1, J
2, zeigen die Richtung der Abförderung einer Vollkanne 15'
2, 15"
2 und die leeren Pfeile G
1, G
2, I
1, I
2, die Richtung der Zuführung einer Leerkanne 15'
1, 15"
1 von den bzw. zu den Vorrichtungen KW
1 und KW
2 an.
[0037] Entsprechend Fig. 4 weist das Faserband 14 zwischen dem Ausgang der Karde K (Abzugswalzen
11, 12, sh. Fig. 1) und einer ersten drehbaren Bandumlenkrolle 31 einen Bandabschnitt
14', zwischen der Bandumlenkrolle 31 und einer zweiten Bandumlenkrolle 32 einen Bandabschnitt
14" und zwischen der Bandumlenkrolle 32 und der Durchtrittsöffnung in den Innenraum
des Gehäuses 22 einen Bandabschnitt 14"' auf. Der Bandabschnitt 14' weist die Form
einer bogenförmig nach unten durchhängenden Bandschlaufe auf und bildet einen Bandspeicher.
Zugleich erfolgt bei Verschiebung des Gehäuses 22 mit dem Ablagekopf 19 in Richtung
der Pfeile B, C durch die Bandschlaufe 14', d. h. die Bandspeichereinrichtung, ein
Längenausgleich des Faserbandes 14, ohne dass das Faserband 14 eine unerwünschte Verzugsänderung
erfährt.
[0038] In den Fig. 5a bis 5e sind schematisch verschiedene Phasen des Kannenwechsels (örtlicher
Wechsel des Ablagekopfes 19 von einer Vollkanne zu einer Leerkanne) und des Kannenaustausches
(Zuführung einer Leerkanne und Abförderung einer Vollkanne) dargestellt.
[0039] Fig. 5a zeigt die Ausgangsposition, bei der unterhalb des Drehtellers 21 des Ablagekopfes
19 auf dem Kannenstellplatz 26a eine Leerkanne 15
1 angeordnet ist, während eine weitere Leerkanne 15
2 auf den Kannenstellplatz 26b in Richtung G zugeführt wird. Nach Fig. 5b ist die Kanne
15
3 (Vollkanne) auf dem Kannenstellplatz 26a mit Faserband 14 gefüllt, während auf dem
Kannenstellplatz 26b die Leerkanne 15
2 vorhanden ist. Entsprechend Fig. 5c wird der Drehteller 21 in Richtung B horizontal
über die Leerkanne 15
2 auf den Kannenstellplatz 26b verschoben, worauf die Vollkanne 15
3 vom Kannenstellplatz 26a in Richtung des Pfeils H abgefördert wird. Nach Fig. 5d
ist die Kanne 15
4 (Vollkanne) auf dem Kannenstellplatz 26b gefüllt, während dem Kannenstellplatz 26a
eine Leerkanne 15
5 in Richtung I zugeführt wird. Gemäß Fig. 5e wird der Drehteller 21 in Richtung C
über die Leerkanne 15
5 verschoben, worauf die Vollkanne 15
4 in Richtung H abgefördert wird.
[0040] Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass während der Füllung (sh. Fig. 5b, 5d)
einer Vollkanne 15
3, 15
4 auf einem Kannenstellplatz 26a, 26b unterhalb des Drehtellers 21, die eine gewisse
Zeit in Anspruch nimmt, auf dem jeweils anderen Kannenstellplatz 26a, 26b ohne Zeitdruck
sowohl eine Vollkanne abgefördert als auch eine Leerkanne 15
2, 15
5 zugeführt werden kann (sh. Fig. 5c und 5d).
[0041] Ein besonderer weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin,
auf das Bewegen der Rundkannen während des Wechsels der Füllposition zu verzichten
und gleichzeitig die möglichen Kannenpositionen von drei auf zwei zu reduzieren. Erreicht
wird dies durch den verschiebbaren Ablagekopf 19. Das heißt, dass nicht mehr die Rundkannen
unter dem Ablagekopf 19 sondern dieser über den Rundkannen verschoben wird. Hierzu
wird der Kopf 19 auf einer Linearführung gelagert und beim Wechsel durch einen Antrieb
verschoben. Die Ausführung des Ablagekopfes 19 kann so gewählt werden, dass hohe Beschleunigungen
und damit geringe Wechselzeiten erreicht werden.
[0042] Die Rundkannen rotieren beim Füllvorgang, um das typische Ablagebild (Zykloiden)
zu erzeugen. Da nun zwei Füllpositionen vorhanden sind, müssen auch zwei Kannenteller
27a, 27b für diese Rotationsbewegung vorgesehen werden. Der Antrieb der beiden Kannenteller
27a, 27b kann jedoch mit einem Motor 43 erfolgen, da dies unschädlich ist beim Austausch
der vollen gegen eine leere Kanne. D. h. beide Kannenteller rotieren permanent.
[0043] Der Bediener entnimmt bei dieser Anordnung die volle Rundkanne und ersetzt sie durch
eine leere, was dazu führt, dass nur noch zwei Kannenpositionen vorgehalten werden
müssen. Der Platzbedarf eines solchen Wechslers ist deutlicher geringer, als der herkömmliche
Wechsler.
[0044] Insbesondere im Hinblick auf stetig steigende Kardenproduktionen ist mit einer Vergrößerung
des Kannendurchmessers zu rechnen, was dann möglich ist, ohne den Kardenabstand a
(sh. Fig. 3) vergrößern zu müssen.
[0045] Fig. 6 zeigt in Vorderansicht die erfindungsgemäße Vorrichtung entsprechend Fig.
1. Der Ablagekopf 19 ist in Richtung der Pfeile B, C hin- und herverschiebbar angeordnet.
In der Darstellung gemäß Fig. 6 befindet sich der Ablagekopf 19 oberhalb der Rundkanne
15
2, die mit ringförmig übereinander abgelegtem Faserband 14
IV gefüllt wird. Mit 15
1 ist eine leere Rundkanne bezeichnet. Die Rundkannen 15
1 und 15
2 sind jeweils auf einem drehbaren Kannenteller 27a bzw. 27b angeordnet. Die Kannenteller
27a, 27b werden durch einen steuerbaren Antriebsmotor 43 angetrieben, dessen Drehrichtung
in Richtung der Pfeile L, M umdrehbar ist. Mit 44a, 44b sind Riemenscheiben bezeichnet,
die über Riemen 45a bzw. 45b mit einer Welle des Antriebsmotors 43 verbunden sind.
[0046] Nach Fig. 7 ist eine elektronische Steuer- und Regeleinrichtung 36, z. B. Mikrocomputer,
vorhanden, an die angeschlossen sind: eine Steuereinrichtung 37 für die Verlagerungseinrichtung
38 (z. B. Pneumatikzylinder 30a, 30b), ein Sensor 39 für die Füllung einer Vollkanne
mit Faserband 14
1V, eine Motorsteuereinrichtung 40 für den Antriebsmotor 41, z. B. Elektromotor, für
den Ablagekopf 19 und eine Motorsteuereinrichtung 42 für den Antriebsmotor 43 für
die Kannenteller 27a, 27b.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Speisewalze
- 2
- Speisetisch
- 3a - 3c
- Vorreißer
- 4
- Trommel
- 4a
- Garnitur
- 4b
- Trommel-Drehrichtung
- 5
- Abnehmer
- 6
- Abstreichwalze
- 7, 8
- Quetschwalze
- 9
- Vliesleitelement
- 10
- Flortrichter
- 11, 12
- Abzugswalze
- 13
- Wanderdeckel
- 14, 14IV
- Faserband
- 14', 14", 14"'
- Bandabschnitt
- 15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155
- Leerkanne
- 15", 15'2, 15"2, 153, 154
- Vollkanne
- 16
- Kannenstock
- 17
- Flockenspeiservorrichtung
- 18
- Ablagetellerplatte
- 19
- Ablagekopf
- 20
- Bandkanal
- 21
- Drehteller
- 22
- Gehäuse
- 23a, 23b
- Abzugswalze
- 24
- Bandtrichter
- 25
- Grundrahmen
- 25a, 25b
- obere Tragstange
- 26a, 26b
- Kannenstellplatz
- 27a, 27b
- Kannendrehteller
- 28a, 28b
- Führungsmittel
- 29
- Hilfsrahmen
- 30a, 30b
- pneumatischer Zylinder
- 31, 32
- Bandumlenkrolle
- 35
- Kardenstreckwerk
- 36
- elektronische Steuer- und Regeleinrichtung
- 37
- Steuereinrichtung
- 38
- Verlagerungseinrichtung
- 39
- Sensor
- 40
- Motorsteuereinrichtung
- 41
- Antriebsmotor
- 42
- Motorsteuereinrichtung
- 43
- Antriebsmotor
- 44a, 44b
- Riemenscheibe
- 45a, 45b
- Riemen
- a
- Kardenabstand
- A
- Karden-Arbeitsrichtung
- G, G1, G2
- Leerkannen-Zuförderrichtung
- H, H1, H2
- Vollkannen-Abförderrichtung
- I, I1, I2
- Leerkannen-Zuförderrichtung
- J1, J2
- Vollkannen-Abförderrichtung
- K, K1, K2
- Karde
- KW1, KW2
- erfindungsgemäße Vorrichtung
- M
- Motordrehrichtung
- MT
- Trommel-Mittelpunkt
- L
- Motordrehrichtung
1. Vorrichtung (KW
1, KW
2) an einer Karde (K, K
1, K
2) zum Füllen einer Rundkanne (15', 15'
1, 15'
2, 15"
2, 15
1 bis 15
5) mit Faserband (14, 14
IV),
• umfassend einen drehbaren Ablagekopf (19), gestaltet,
- das Faserband (14, 14IV) abzugeben und in Ringen in der Rundkanne (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 bis 155) abzulegen, sowie
- während des Füllvorganges oberhalb der Rundkanne (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 bis 155) angeordnet zu sein, und
• eingerichtet, dass
- während des Füllvorganges die Rundkanne (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 bis 155) ortsfest auf einem drehbaren Kannenteller (27a, 27b) um eine senkrechte Achse rotiert,
- nach Füllung einer Vollkanne (15", 15'2, 15"2, 153, 154) und vor Füllung einer Leerkanne (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) die örtliche Zuordnung zwischen dem Ablagekopf (19) einerseits und der Vollkanne
(15", 15'2, 15"2, 153, 154) und der Leerkanne (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) andererseits wechselt,
- die Vollkanne (15", 15'2, 15"2, 153, 154) abförderbar angeordnet ist und
- die Leerkanne (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) zuführbar angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
• die Vorrichtung (KW1, KW2) eine Verlagerungseinrichtung (38; 30a, 30b) umfasst, eingerichtet,
- den Ablagekopf (19) während des Füllvorganges derart zu verlagern, dass eine Ablagedichte
des Faserbandes (14, 14IV) in der Rundkanne (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 bis 155) vergleichmäßigt wird, und
- zum Wechsel der örtlichen Zuordnung ein Verlagern des Ablagekopfes (19) von der
mit Faserband (14, 14IV) gefüllten Vollkanne (15", 15'2, 15"2, 153, 154) zur Leerkanne (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) zu bewirken, und
• der Ablagekopf (19) angeordnet ist, mittels der Verlagerungseinrichtung (38; 30a,
30b) verschoben zu werden.
2. Vorrichtung (KW1, KW2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (KW1, KW2) ferner gestaltet ist, dass der Kannenwechsel dann erfolgt, wenn eine Rundkanne (15',
15'1, 15'2, 15"2, 151 bis 155) mit Faserband (14, 14IV) gefüllt ist.
3. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ablagekopf (19)
• linear verschiebbar gelagert ist oder auf einer Kreisbahn verlagerbar angeordnet
ist und/oder
• hin- und her verlagerbar gelagert ist.
4. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerung des Ablagekopfes (19)
• pneumatisch erfolgt,
• mechanisch erfolgt, und/oder
• motorisch angetrieben erfolgt.
5. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen mittels der Verlagerungseinrichtung (38; 30a, 30b) zu oszillierenden Bewegungen
angetriebenen Träger (29), an dem der Ablagekopf (19) drehbar gelagert ist.
6. Vorrichtung (KW1, KW2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierenden Bewegungen des Trägers (29) durch ein angetriebenes Getriebe erfolgen.
7. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe
• ein Kurbelgetriebe ist,
• mittels einer Schubkurbel gebildet ist,
• ein Kurbelumlaufgetriebe aufweist und/oder
• eine Zahnstange aufweist, die mit einem angetriebenen Zahnrad kämmt.
8. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (29) mittels eines geradegeführten Hilfsrahmens (29) gebildet ist.
9. Vorrichtung (KW1, KW2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsrahmen (29) ein Schlitten ist.
10. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablagekopf (19) in Richtung der Ebene durch die Rotationsachsen der Rundkannen
(15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 bis 155) verstellbar angeordnet ist.
11. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Hilfsrahmen (29),
• auf dem der Ablagekopf (19) gelagert ist und,
• der
- auf an einem Grundrahmen (25) der Vorrichtung (KW1, KW2) befestigten Führungsmitteln (28a, 28b) in Richtung der Ebene durch die Rotationsmaschine
verstellbar angeordnet ist und
- mit einer Verstelleinrichtung (30a, 30b) des Hilfsrahmens (29) gekoppelt ist.
12. Vorrichtung (KW1, KW2) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (38; 30a, 30b) des Hilfsrahmens (29) aus zwei doppeltwirkenden
pneumatischen Zylindern (30a, 30b) besteht.
13. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
• beim Kannenwechsel die Vollkanne (15", 15'2, 15"2, 153, 154) und die Leerkanne (15'; 151, 152, 155) ortsfest angeordnet sind und/oder
• die Rundkanne (15; 5', 15"; 151 bis 155) beim Füllvorgang unterhalb des Ablagekopfes (19) ortsfest angeordnet ist.
14. Karde (K, K
1, K
2),
dadurch gekennzeichnet, dass
• eine Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist und
• zwischen dem Ablagekopf (19) und einem Ausgang der Karde (K, K1, K2) eine Bandspeichereinrichtung (11, 12; 31, 32) vorhanden ist.
15. Karde (K, K1, K2) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das örtliche Verlagern des Ablagekopfes (19) in horizontaler Richtung und/oder im
wesentlichen in senkrechter Richtung zu einer Arbeitsrichtung (A) der Karde (K, K1, K2) erfolgt.
1. A device (KW
1, KW
2) at a card (K, K
1, K
2) for filling a round can (15', 15'
1 15'
2, 15"
2, 15
1 to 15
5) with sliver (14, 14
IV),
• comprising a rotatable sliver coiling head (19), configured
- to deliver the sliver (14, 14IV) and to deposit it in rings into the round can (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 to 155), as well as
- to be disposed above the round can (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 to 155) during the filling procedure, and
• adapted in that
- during the filling procedure, the round can (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 to 155) stationarily rotates on a rotatable rotary can plate (27a, 27b) about a vertical
axis,
- after filling a full can (15", 15'2, 15"2, 153, 154) and prior to filling an empty can (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) the local association changes between the sliver coiling head (19) on the one hand
and the full can (15", 15'2, 15"2, 153, 154) and the empty can (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) on the other hand,
- the full can (15", 15'2, 15"2, 153, 154) is disposed to be dischargeable, and
- the empty can (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) is disposed to be deliverable,
characterized in that
• the device (KW1, KW2) comprises a translocation apparatus (38; 30a, 30b), adapted
- to translocate the sliver coiling head (19) during the filling procedure in such
a manner that a coiling density of the sliver (14, 14IV) in the round can (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 to 155) is being harmonized, and
- to effect a translocation of the sliver coiling head (19) from the full can (15",
15'2, 15"2, 153, 154) filled with sliver (14, 14IV) to the empty can (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) for changing the local association, and
• the sliver coiling head (19) is disposed to be displaced by means of the translocation
apparatus (38; 30a, 30b).
2. The device (KW1, KW2) according to claim 1, characterized in that furthermore the device (KW1, KW2) is configured for the can change to occur when a round can (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 to 155) is filled with sliver (14, 14IV).
3. The device (KW
1, KW
2) according to any of the preceding claims,
characterized in that the sliver coiling head (19)
• is supported to be linearly displaceable or to be displaceable on a circular path
and/or
• is supported to be displaceable back and forth.
4. The device (KW
1, KW
2) according to any of the preceding claims,
characterized in that the translocation of the sliver coiling head (19)
• is realized pneumatically,
• is realized mechanically, and/or
• is realized driven by motor.
5. The device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, characterized by a support (29), which is driven for oscillating movements by means of the translocation
apparatus (38; 30a, 30b) and at which the sliver coiling head (19) is rotatably supported.
6. The device (KW1, KW2) according to claim 5, characterized in that the oscillating movements of the support (29) are realized by means of a driven gearing
mechanism.
7. The device (KW
1, KW
2) according to claim 6,
characterized in that the gearing mechanism
• is a crank mechanism,
• is formed by means of a slider crank,
• includes a planetary crank gearing mechanism and/or
• includes a toothed rod, which meshes with a driven toothed wheel.
8. The device (KW1, KW2) according to any of the claims 5 to 7, characterized in that the support (29) is formed by means of a linearly guided auxiliary frame (29).
9. The device (KW1, KW2) according to claim 8, characterized in that the auxiliary frame (29) is a carriage.
10. The device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, characterized in that the sliver coiling head (19) is disposed to be adjustable in the direction of the
plane through the axes of rotation of the round cans (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 to 155).
11. The device (KW
1, KW
2) according to any of the preceding claims,
characterized by an auxiliary frame (29),
• on which the sliver coiling head (19) is supported, and
• which
- is disposed on guiding means (28a, 28b), which are attached at a basic frame (25)
of the device (KW1, KW2), to be adjustable in the direction of the plane by means of the rotating machine,
and
- is coupled to an adjusting device (30a, 30b) of the auxiliary frame (29).
12. The device (KW1, KW2) according to claim 11, characterized in that the adjusting device (38; 30a, 30b) of the auxiliary frame (29) consists of two double-acting
pneumatic cylinders (30a, 30b).
13. The device (KW
1, KW
2) according to any of the preceding claims,
characterized in that
• during the can change, the full can (15", 15'2, 15"2, 153, 154) and the empty can (15'; 151, 152, 155) are stationarily disposed, and/or
• during the filling procedure, the round can (15; 15', 15"; 151 to 155) is stationarily disposed underneath the sliver coiling head (19).
14. A card (K, K1, K2),
characterized in that
• a device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims is provided, and
• a sliver storage device (11, 12; 31, 32) is provided between the sliver coiling
head (19) and an exit of the card (K, K1, K2).
15. The card (K, K1, K2) according to claim 14, characterized in that the local translocation of the sliver coiling head (19) is realized in horizontal
direction and/or essentially in vertical direction to a working direction (A) of the
card (K, K1, K2).
1. Dispositif (KW
1, KW
2) sur une carde (K, K
1, K
2) pour remplir un pot rond (15', 15'
1, 15'
2, 15"
2, 15
1 à 15
5) avec du ruban de fibres (14, 14
IV),
• comportant une tête de mise en pot du ruban (19) rotative, aménagée
- à délivrer le ruban de fibres (14, 14IV) et à le déposer en ronds dans le pot rond (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 à 155), de même que
- pendant le procédé de remplissage, à être agencée au-dessus du pot rond (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 à 155), et
• adapté en ce que
- pendant le procédé de remplissage, le pot rond (15', 15'1, 15"2, 151 à 155) tourne de façon stationnaire sur un plateau tourne-pots (27a, 27b) rotative autour
d'un axe vertical,
- après le remplissage d'un pot rempli (15", 15'2, 15"2, 153, 154) et avant le remplissage d'un pot vide (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) l'association locale change entre la tête de mise en pot du ruban (19) d'une part
et le pot rempli (15", 15'2, 15"2, 153, 154) et le pot vide (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155) d'autre part,
- le pot rempli (15', 15'2, 15"2, 153, 154) est agencé de façon à être déchargeable, et
- le pot vide (15', 15'1,15"1, 151, 152, 155) est agencé de façon à pouvoir être amenée,
caractérisé en ce que
• le dispositif (KW1, KW2) comporte un appareil de transfert (38; 30a, 30b), adapté à
- transférer la tête de mise en pot du ruban (19) pendant le procédé de remplissage
de telle façon que la densité de dépôt du ruban de fibres (14, 14IV) dans le pot rond (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 à 155) est égalisée, et
- pour le changement de l'association locale, faire effectuer un transfert de la tête
de mise en pot du ruban (19) du pot plein (15", 15'2, 15"2, 153, 154) rempli avec du ruban de fibres (14, 14IV) vers le pot vide (15', 15'1, 15"1, 151, 152, 155), et
• la tête de mise en pot du ruban (19) est agencée à être déplacée au moyen de l'appareil
de transfert (38; 30a, 30b).
2. Dispositif (KW1, KW2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif (KW1, KW2) est aménagé par ailleurs en ce qu'un changement de pots se fait lorsqu'un pot rond (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 à 155) est rempli avec du ruban de fibres (14, 14IV).
3. Dispositif (KW
1, KW
2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la tête de mise en pot du ruban (19)
• est supportée de façon linéairement déplaçable ou est agencée sur une voie circulaire,
et/ou
• est supportée de façon à pouvoir être déplacée en va-et-vient.
4. Dispositif (KW
1, KW
2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le transfert de la tête de mise en pot du ruban (19)
• se fait pneumatiquement,
• se fait mécaniquement, et/ou
• se fait par entraînement à moteur.
5. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un support (29), qui est entraîné en mouvements oscillants au moyen de l'appareil
de transfert (38; 30a, 30b) et sur lequel la tête de mise en pot du ruban (19) est
supportée de façon rotative.
6. Dispositif (KW1, KW2) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les mouvements oscillants du support (29) sont réalisés par un engrenage entraîné.
7. Dispositif (KW
1, KW
2) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que l'engrenage
• est un engrenage à manivelle,
• aménagé au moyen d'une manivelle de poussée,
• comprend un engrenage à manivelle planétaire, et/ou
• comprend une crémaillère, qui est engrenée avec une roue dentée entraînée.
8. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le support (29) est aménagé au moyen d'un cadre auxiliaire (29) guidé de façon droite.
9. Dispositif (KW1, KW2) selon la revendication 8, caractérisé en ce que le cadre auxiliaire (29) est un chariot.
10. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de mise en pot du ruban (19) est agencée de façon réglable en direction du
plan à travers les axes de rotation des pots ronds (15', 15'1, 15'2, 15"2, 151 à 155).
11. Dispositif (KW
1, KW
2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par un cadre auxiliaire (29),
• sur lequel est supportée la tête de mise en pot du ruban (19), et
• lequel
- est agencé sur des moyens de guidage (28a, 28b) qui sont attachés sur un cadre de
base (25) du dispositif (KW1, KW2) et de façon réglable en direction du plan par la machine de rotation, et
- est accouplée à un dispositif d'ajustage (30a, 30b) du cadre auxiliaire (29).
12. Dispositif (KW1, KW2) selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif d'ajustage (38; 30a, 30b) du cadre auxiliaire (29) consiste en deux
cylindres pneumatiques (30a, 30b) à double-action.
13. Dispositif (KW
1, KW
2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
• pendant le changement de pots, le pot rempli (15", 15'2, 15"2, 153, 154) et le pot vide (15'; 151, 152, 155) sont agencés de façon stationnaire, et/ou
• pendant le processus de remplissage, le pot rond (15; 15', 15"; 151 bis 155) est agencé de façon stationnaire en-dessous de la tête de mise en pot du ruban (19).
14. Carde (K, K
1, K
2),
caractérisée en ce que
• un dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes est prévu, et
• un dispositif de stockage de ruban (11, 12; 31, 32) est prévu entre la tête de mise
en pot du ruban (19) et une sortie de la carde (K, K1, K2).
15. Carde (K, K1, K2) selon la revendication 14, caractérisée en ce que le transfert local de la tête de mise en pot du ruban (19) se fait en direction horizontale
et/ou essentiellement en direction verticale à une direction de travail (A) de la
carde (K, K1, K2).