| (19) |
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(11) |
EP 3 149 302 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.10.2018 Patentblatt 2018/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.04.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/000761 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/180809 (03.12.2015 Gazette 2015/48) |
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| (54) |
ABGASNACHBEHANDLUNGSVORRICHTUNG
EXHAUST-GAS AFTER-TREATMENT DEVICE
DISPOSITIF DE POST-TRAITEMENT DES GAZ D'ÉCHAPPEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
24.05.2014 DE 102014007858
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.04.2017 Patentblatt 2017/14 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Diesel & Turbo SE |
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86153 Augsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- DÖRING, Andreas
82008 München/Unterhaching (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 262 643 DE-A1- 2 417 435 DE-A1-102011 015 512
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EP-A1- 1 503 055 DE-A1-102010 009 946
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abgasnachbehandlungsvorrichtung.
[0002] Aus der Praxis ist es bekannt, dass einer Brennkraftmaschine als Abgasnachbehandlungsbaugruppen
sowohl Katalysatoren als auch Schalldämpfer nachgeordnet sein können (siehe
DE102011015512A1). Die Katalysatoren dienen insbesondere der Entstickung und/oder Entschwefelung des
Abgases und damit der Reduktion von Stickoxidemissionen sowie Schwefeloxidemissionen.
Die Schalldämpfer dienen der Geräuschreduzierung und damit der Verminderung von Schallemissionen.
Bei aus der Praxis bekannten Brennkraftmaschinen sind die Katalysatoren sowie Schalldämpfer
stets als separate Baugruppen ausgeführt, wodurch sich ein hoher Bauraumbedarf ergibt.
[0003] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine neuartige
Abgasnachbehandlungsvorrichtung zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Abgasnachbehandlungsvorrichtung weist ein von Abgas durchströmten
Gehäuse auf, wobei in dem Gehäuse Abgasreinigungskammern ausgebildet sind, die zur
Abgasreinigung Katalysatoren und/oder Partikelfilter aufnehmen; wobei in dem Gehäuse
Schalldämpferkammern ausgebildet sind, die zur Schalldämpfung in Durchströmungsrichtung
eine definierte Tiefe aufweisen, und wobei die Abgasreinigungskammern und die Schalldämpferkammern
räumlich seriell und strömungsseitig parallel zueinander angeordnet sind.
[0005] Mit der Erfindung wird vorgeschlagen, auf der einen Seite Abgasreinigungskomponenten
wie Katalysatoren und/oder Partikelfilter und auf der anderen Seite Schalldämpfer
in eine Abgasnachbehandlungsvorrichtung zu integrieren, wodurch der Bauraumbedarf
gegenüber dem Stand der Technik reduziert werden kann.
[0006] Erfindungsgemäß weisen zumindest einige Schalldämpferkammern unterschiedliche Tiefen
auf. Dann, wenn zumindest einige Schalldämpferkammern unterschiedliche Tiefen aufweisen,
können in den Schalldämpferkammern unterschiedliche Frequenzen gedämpft werden, sodass
dann eine breitbandige Geräuschdämpfung möglich ist.
[0007] Zudem sind die Abgasreinigungskammern und die Schalldämpferkammern derart strömungsseitig
parallel zueinander angeordnet, dass ein Abgasstrom, welcher das Gehäuse durchströmt,
in eine Anzahl N Abgasteilströme aufteilbar ist, die jeweils mindestens eine für jeden
der Abgasteilströme individuelle Abgasreinigungskammer und vorzugsweise mindestens
eine für jeden der Abgasteilströme individuelle Schalldämpferkammer durchströmen,
wobei die Abgasteilströme nach Durchströmung der Abgasreinigungskammern und Schalldämpferkammern
zum Abgasstrom vereinigbar sind. Hiermit ist einerseits eine besonders effektive Abgasreinigung
in den Katalysatoren und/oder Partikelfiltern und andererseits eine besonders effektive
Geräuschreduzierung in den Schalldämpferkammern bei geringem Bauraumbedarf möglich.
[0008] Vorzugsweise sind die Abgasreinigungskammern und die Schalldämpferkammern derart
strömungsseitig parallel zueinander angeordnet, dass die oder jede individuelle Abgasreinigungskammer
und Schalldämpferkammer eines i-ten Abgasteilstroms strömungstechnisch parallel zu
der oder jeder individuellen Abgasreinigungskammer und Schalldämpferkammer eines (i+1)-ten
Abgasteilstroms geschaltet ist, wobei i=1 bis (N-1) ist. Hierdurch ist eine effektive
Abgasreinigung und eine effektive Geräuschdämpfung bei gleichzeitiger Reduzierung
des Bauraumbedarfs möglich.
[0009] Vorzugsweise sind die Abgasreinigungskammern und die Schalldämpferkammern derart
räumlich seriell zueinander angeordnet, dass die oder jede individuelle Abgasreinigungskammer
und Schalldämpferkammer eines i-ten Abgasteilstroms räumlich vor der oder jeder individuellen
Abgasreinigungskammer und Schalldämpferkammer eines (i+1)-ten Abgasteilstroms angeordnet
ist, wobei i=1 bis (N-1) ist. Auch dies ermöglicht eine effektive Abgasreinigung und
eine effektive Geräuschdämpfung bei gleichzeitiger Reduzierung des Bauraumbedarfs.
[0010] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- eine schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Abgasnachbehandlungsvorrichtung.
[0011] Die Erfindung betrifft eine Abgasnachbehandlungsvorrichtung für eine Brennkraftmaschine,
insbesondere für eine mit Schweröl betriebene Schiffsdieselbrennkraftmaschine.
[0012] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abgasnachbehandlungsvorrichtung
10, wobei die Abgasnachbehandlungsvorrichtung 10 ein von Abgas durchströmtes Gehäuse
11 aufweist.
[0013] Das Gehäuse 11 verfügt über einen Einlass 12 sowie einen Auslass 26 für das das Gehäuse
11 der Abgasnachbehandlungsvorrichtung 10 durchströmende Abgas 25.
[0014] In dem Gehäuse 10 sind Abgasreinigungskammern 13, 14, 15 ausgebildet, die zur Abgasreinigung
des das Gehäuse 11 der Abgasnachbehandlungsvorrichtung 10 durchströmenden Abgases
25 Katalysatoren 16, 17, 18 und/oder Partikelfilter aufnehmen. Weiterhin sind in dem
Gehäuse 11 der Abgasnachbehandlungsvorrichtung 10 Schalldämpferkammern 19, 20, 21,
22, 23, 24 ausgebildet, die zur Schalldämpfung in Durchströmungsrichtung eine definierte
Tiefe t19, t20, t21, t22, t23, t24 aufweisen.
[0015] Die in das gemeinsame Gehäuse 11 der Abgasnachbehandlungsvorrichtung 10 gemeinsam
integrierten bzw. in dem gemeinsamen Gehäuse 11 ausgebildeten Abgasreinigungskammern
13, 14, 15 und Schalldämpferkammern 19, 20, 21, 22, 23, 24 sind einerseits räumlich
seriell und andererseits strömungsseitig parallel zueinander angeordnet.
[0016] Die Abgasreinigungskammern 13, 14, 15 und die Schalldämpferkammern 19 bis 24 sind
dabei derart strömungsseitig parallel zueinander angeordnet, dass ein Abgasstrom 25,
der in das Gehäuse 11 der Abgasnachbehandlungsvorrichtung 10 eintritt, in eine Anzahl
N Abgasteilströme 25a, 25b und 25c aufteilbar ist, die gemäß Fig. 1 jeweils mindestens
eine für jeden der Abgasteilströme 25a, 25b und 25c individuelle Abgasreinigungskammer
13, 14 bzw. 15 durchströmen. So durchströmt der Abgasteilstrom 25a die Abgasreinigungskammer
13, der Abgasteilstrom 25b die Abgasreinigungskammer 14 und der Abgasteilstrom 25c
die Abgasreinigungskammer 15.
[0017] Ferner durchströmt vorzugsweise jeder der Abgasteilströme 25a, 25b und 25c mindestens
eine für den jeweiligen Abgasteilstrom 25a, 25b und 25c individuelle Schalldämpferkammer,
wobei der Abgasteilstrom 25a die individuelle Schalldämpferkammer 20, der Abgasteilstrom
25b die individuelle Schalldämpferkammer 22, der Abgasteilstrom 25c die individuelle
Schalldämpferkammer 23 durchströmt.
[0018] Demnach sind alle Abgasreinigungskammern 13, 14 und 15 für die Abgasteilströme 25a,
25b und 25c als für die jeweiligen Abgasteilströme 25a, 25b und 25c individuelle Abgasreinigungskammern
13, 14, 15 immer nur von ausschließlich einem der Abgasteilströme 25a, 25b und 25c
durchströmt ist.
[0019] Einige der Schalldämpferkammern 19 bis 24, nämlich die Schalldämpferkammern 20, 22
und 23 sind ebenfalls als für die Abgasteilströme 25a, 25b und 25c individuelle Schalldämpferkammern
ausgebildet, sodass die Schalldämpferkammern 20, 22 und 23 immer nur ausschließlich
von einem der Abgasteilströme 25a, 25b und 25c durchströmt sind. Andere Schalldämpferkammern
19, 21, 24 sind hingegen als gemeinsame Schalldämpferkammern ausgebildet, die von
mehreren der Abgasteilströme 25a, 25b und 25c gemeinsam durchströmt sind. So ist die
Schalldämpferkammer 19 vom gesamten Abgasstrom 25 und demnach von allen drei Abgasteilströmen
25a, 25b und 25c durchströmt. Die Schalldämpferkammer 21 ist von den beiden Abgasteilströmen
25b und 25c durchströmt. Die Schalldämpferkammer 24 ist wiederum vom gesamten Abgasstrom
25 durchströmt.
[0020] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist N=3, der Abgasstrom 25 wird demnach in drei
Abgasteilströme 25a, 25b und 25c aufgeteilt. Es ist jedoch selbstverständlich, dass
der Abgasstrom 25 auch lediglich in zwei oder in mehr als drei Abgasteilströme aufgeteilt
werden kann.
[0021] Bei einer Anzahl N von Abgasteilströmen, in die der Abgasstrom 25 der Abgasnachbehandlungsvorrichtung
10 aufteilbar ist, sind die Abgasreinigungskammern 13 bis 15 und die Schalldämpferkammern
19 bis 24 derart strömungsseitig parallel zueinander angeordnet, dass die oder jede
individuelle Abgasreinigungskammer 13, 14, 15 sowie die oder jede individuelle Schalldämpferkammer
20, 22, 23 eines i-ten Abgasstroms (i = 1 bis N-1) strömungstechnisch parallel zu
der oder jeder individuellen Abgasreinigungskammer und individuellen Schalldämpferkammer
eines (i+1)-ten Abgasteilstroms geschaltet ist.
[0022] Die Abgasreinigungskammern 13 bis 15 und die Schalldämpferkammern 19 bis 24 sind
darüber hinaus derart räumlich seriell zueinander angeordnet, dass die oder jede individuelle
Abgasreinigungskammer 13, 14, 15 und die oder jede individuelle Schalldämpferkammer
20, 22, 23 eines i-ten Abgasteilstroms räumlich vor der oder jeder individuellen Abgasreinigungskammer
und individuellen Schalldämpferkammer eines (i+1)-ten Abgasteilstroms angeordnet ist.
[0023] Fig. 1 kann entnommen werden, dass sämtliche Abgasreinigungskammern 13 bis 15 sowie
sämtliche Schalldämpferkammern 19 bis 24 in Durchströmungsrichtung des Gehäuses 10
gesehen räumlich seriell hintereinander angeordnet sind.
[0024] Auf die obige Art und Weise können mehrere Katalysatoren 16 bis 18 und/oder Partikelfilter
in die mehreren Abgasreinigungskammern 13 bis 15 integriert werden, wobei in ein und
dasselbe Gehäuse 11 ebenfalls mehrere Schalldämpferkammern 19 bis 24 integriert sind.
Hierdurch kann in ein und derselben Abgasnachbehandlungsvorrichtung 10 sowohl eine
effektive Abgasreinigung in den Abgasreinigungskammern 13 bis 15 als auch eine effektive
Schalldämpfung in den Schalldämpferkammern 19 bis 24 gewährleistet werden, und zwar
bei minimalem Bauraumbedarf der erfindungsgemäßen Abgasnachbehandlungsvorrichtung
10.
[0025] Besonders bevorzugt ist eine Ausprägung der erfindungsgemäßen Abgasnachbehandlungsvorrichtung
10, in der zumindest einige der Schalldämpferkammern 19 bis 24 in Durchströmungsrichtung
derselben gesehen unterschiedliche Tiefen t19 bis t24 aufweisen. Hiermit können dann
in den einzelnen Schalldämpferkammern 19 bis 24, die unterschiedliche Tiefen aufweisen,
unterschiedliche Frequenzen des Abgasgeräuschs gedämpft werden, sodass eine breitbandige
Dämpfung der Abgasgeräusche möglich ist.
[0026] Die unterschiedlichen Tiefen t19 bis t24 werden vorteilhaft so ausgeführt, dass sie
ein Viertel der zu dämpfenden Wellenlänge (λ/4) entsprechen. Durch die Ausbildung
unterschiedlicher Tiefenkönnen somit unterschiedliche Wellenlängen gedämpft werden,
wodurch ein breitbandige Dämpfung möglich wird. Für die Ausbildung der λ/4-Schalldämpferwirkung
sind die Seitenwände und die Stirnfläche des Abgasnachbehandlungselements parallel
angeordnet, so dass sich eine stehende Welle ausbilden kann.
[0027] In einer Ausprägung der Erfindung weisen alle Schalldämpferkammern 19 bis 24 jeweils
unterschiedliche Tiefen t19 bis t24 auf.
[0028] Zur weiteren Optimierung der Geräuschdämpfung können Wände der Schalldämpferkammern
19 bis 24 und/oder Wände des Gehäuses 11 und/oder nicht durchströmte Wände der Abgasreinigungskammern
13 bis 15 mit einem Schallabsorptionsmaterial versehen sein.
[0029] Bei den in die Abgasreinigungskammern 13, 14 und 15 integrierten Abgasreinigungsbaugruppen
kann es sich um SCR-Katalysatoren, um NOx-Speicherkatalysatoren, um CH
4-Oxidationskatalysatoren, um CO-Oxidationskatalysatoren, um HCHO-Oxidationskatalysatoren
und/oder um Partikelfilter handeln.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Abgasnachbehandlungsvorrichtung
- 11
- Gehäuse
- 12
- Einlass
- 13
- Abgasreinigungskammer
- 14
- Abgasreinigungskammer
- 15
- Abgasreinigungskammer
- 16
- Katalysator
- 17
- Katalysator
- 18
- Katalysator
- 19
- Schalldämpferkammer
- 20
- Schalldämpferkammer
- 21
- Schalldämpferkammer
- 22
- Schalldämpferkammer
- 23
- Schalldämpferkammer
- 24
- Schalldämpferkammer
- 25
- Abgas
- 25a
- Abgasteilstrom
- 25b
- Abgasteilstrom
- 25c
- Abgasteilstrom
- 26
- Auslass
1. Abgasnachbehandlungsvorrichtung (10) für eine Brennkraftmaschine, insbesondere für
eine mit Schweröl betriebene Schiffsdieselbrennkraftmaschine,
mit einem von Abgas durchströmten Gehäuse (11);
mit in dem Gehäuse (11) ausgebildeten Abgasreinigungskammern (13, 14, 15), die zur
Abgasreinigung Katalysatoren (16, 17, 18) und/oder Partikelfilter aufnehmen;
mit in dem Gehäuse (11) ausgebildeten Schalldämpferkammern (19, 20, 21, 22, 23, 24),
die zur Schalldämpfung in Durchströmungsrichtung eine definierte Tiefe aufweisen;
wobei die Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) und die Schalldämpferkammern (19, 20,
21, 22, 23, 24) räumlich seriell und strömungsseitig parallel zueinander angeordnet
sind, so dass ein Abgasstrom (25), welcher das Gehäuse (11) durchströmt, in eine Anzahl
N Abgasteilströme (25a, 25b, 25c) aufteilbar ist, die jeweils mindestens eine für
jeden der Abgasteilströme (25a, 25b, 25c) individuelle Abgasreinigungskammer (13,
14, 15) und mindestens eine für jeden der Abgasteilströme (25a, 25b, 25c) individuelle
Schalldämpferkammer (19, 20, 21, 22, 23, 24) durchströmen, wobei die Abgasteilströme
(25a, 25b, 25c) nach Durchströmung der Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) und Schalldämpferkammern
(19, 20, 21, 22, 23, 24) zum Abgasstrom (25) vereinigbar sind;
wobei zumindest einige der Schalldämpferkammern (19, 20, 21, 22, 23, 24) unterschiedliche
Tiefen aufweisen und diese unterschiedlichen Tiefen so ausgeführt sind, dass sie einem
Vierteil der jeweils zu dämpfenden Wellenlänge (λ/4) entsprechen, und für die Ausbildung
der λ/4-Schalldämpferwirkung die Seitenwände und die Stirnfläche der Schalldämpferkammer
(19, 20, 21, 22, 23, 24) parallel angeordnet sind, so dass sich eine stehende Welle
ausbilden kann, dadurch gekennzeichnet das sämtliche Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) sowie sämtliche Schalldämpferkammern
(19, 20, 21, 22, 23, 24) in Durchströmungsrichtung des Gehäuses gesehen räumlich seriell
hintereinander angeordnet sind.
2. Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) als für die Abgasteilströme (25a, 25b, 25c)
individuelle Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) ausgebildet sind, derart, dass jede
der Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) immer nur von ausschließlich einem der Abgasteilströme
(25a, 25b, 25c) durchströmt ist.
3. Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass einige der Schalldämpferkammern (20, 22, 23) als für die Abgasteilströme (25a, 25b,
25c) individuelle Schalldämpferkammern ausgebildet sind, derart, dass die jeweilige
Schalldämpferkammer immer nur von ausschließlich einem der Abgasteilströme (25a, 25b,
25c) durchströmt ist.
4. Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass andere Schalldämpferkammern (19, 21, 24) als für die Abgasteilströme (25a, 25b, 25c)
gemeinsame Schalldämpferkammern ausgebildet sind, derart, dass die jeweilige Schalldämpferkammer
von mehreren der Abgasteilströme (25a, 25b, 25c) gemeinsam durchströmt ist.
5. Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) und die Schalldämpferkammern (19, 20, 21,
22, 23, 24) derart strömungsseitig parallel zueinander angeordnet sind, dass die oder
jede individuelle Abgasreinigungskammer und Schalldämpferkammer eines i-ten Abgasteilstroms
strömungstechnisch parallel zu der oder jeder individuellen Abgasreinigungskammer
und Schalldämpferkammer eines (i+1)-ten Abgasteilstroms geschaltet ist, wobei i=1
bis (N-1) ist.
6. Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) und die Schalldämpferkammern (19, 20, 21,
22, 23, 24) derart räumlich seriell zueinander angeordnet sind, dass die oder jede
individuelle Abgasreinigungskammer und Schalldämpferkammer eines i-ten Abgasteilstroms
räumlich vor der oder jeder individuellen Abgasreinigungskammer und Schalldämpferkammer
eines (i+1)-ten Abgasteilstroms angeordnet ist, wobei i=1 bis (N-1) ist.
7. Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schalldämpferkammern (19, 20, 21, 22, 23, 24) unterschiedliche Tiefen aufweisen.
8. Abgasnachbehandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass alle Abgasreinigungskammern (13, 14, 15) und alle Schalldämpferkammern (19, 20, 21,
22, 23, 24) gemeinsam in dem Gehäuse (11) ausgebildet bzw. in dasselbe integriert
sind.
1. An exhaust gas aftertreatment device (10) for an internal combustion engine, in particular
for a diesel internal combustion engine of a ship operated with heavy fuel oil,
with a housing (11) through which exhaust gas flows (11) ;
with exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) formed in the housing (11), which
for the exhaust gas cleaning accommodate catalytic converters (16, 17, 18) and/or
particle filters;
with silencer chambers (19, 20, 21, 22, 23, 24) formed in the housing (11), which
for sound damping have a defined depth in the through-flow direction;
wherein the exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) and the silencer chambers (19,
20, 21, 22, 23, 24) are spatially arranged in series and on the flow side in parallel
with one another, so that an exhaust gas flow (25), which flows through the housing
(11), is divisible into a number N of exhaust gas part flows (25a, 25b, 25c), which
in each case flow through an exhaust gas cleaning chamber (13, 14, 15) that is individual
for each of the exhaust gas part flows (25a, 25b, 25c) and at least one silencer chamber
(19, 20, 21, 22, 23, 24) that is individual for each of the exhaust gas part flows
(25a, 25b, 25c), wherein the exhaust gas part flows (25a, 25b, 25c) having flowed
through the exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) and silencer chambers (19,
20, 21, 22, 23, 24) are unitable to form the exhaust gas flow (25);
wherein at least some of the silencer chambers (19, 20, 21, 22, 23, 24) have different
depths and these different depths are embodied so that they correspond to a quarter
of the respective wavelength (γ/4) to be dampened, and for forming the γ/4 silencer
effect, the sidewalls and the end face of the silencer chamber (19, 20, 21, 22, 23,
24) are arranged in parallel, so that a standing wave can form, characterized in that all exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) as well as all silencer chambers (19,
20, 21, 22, 23, 24) seen in the through-flow direction of the housing are spatially
arranged in series one behind the other.
2. The exhaust gas aftertreatment device according to Claim 1, characterized in that all exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) are formed as exhaust gas cleaning
chambers (13, 14, 15) that are individual for the exhaust gas part flows (25a, 25b,
25c) in such a manner that each of the exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15)
is always flowed through only by exclusively one of the exhaust gas part flows (25a,
25b, 25c).
3. The exhaust gas aftertreatment device according to Claim 1 or 2, characterized in that some of the silencer chambers (20, 22, 23) are formed as silencer chambers that are
individual for the exhaust gas part flows (25a, 25b, 25c) in such a manner that the
respective silencer chamber is always flowed through only by exclusively one of the
exhaust gas part flows (25a, 25b, 25c).
4. The exhaust gas aftertreatment device according to Claim 3, characterized in that other silencer chambers (19, 21, 24) are formed as silencer chambers that are common
for the exhaust gas part flows (25a, 25b, 25c) in such a manner that the respective
silencer chamber is jointly flowed through by multiple of the exhaust gas part flows
(25a, 25b, 25c).
5. The exhaust gas aftertreatment device according to any one of the Claims 1 to 4, characterized in that the exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) and the silencer chambers (19, 20,
21, 22, 23, 24) are arranged parallel to one another on the flow side in such a manner
that the or each individual exhaust gas cleaning chamber and silencer chamber of an
i-th exhaust gas part flow in terms of flow is connected parallel to the or each individual
exhaust gas cleaning chamber and silencer chamber of an (i+1)-th exhaust gas part
flow, wherein i = 1 to (N - 1) applies.
6. The exhaust gas aftertreatment device according to any one of the Claims 1 to 5, characterized in that the exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) and the silencer chambers (19, 20,
21, 22, 23, 24) are spatially arranged in series relative to one another in such a
manner that the or each individual exhaust gas cleaning chamber and silencer chamber
of an i-th exhaust gas part flow is spatially arranged in front of the or each individual
exhaust gas cleaning chamber and silencer chamber of an (i + 1)-th exhaust gas flow,
wherein i = 1 to (N - 1) applies.
7. The exhaust gas aftertreatment device according to any one of the Claims 1 to 6, characterized in that all silencer chambers (19, 20, 21, 22, 23, 24) have different depths.
8. The exhaust gas aftertreatment device according to any one of the Claims 1 to 7, characterized in that all exhaust gas cleaning chambers (13, 14, 15) and all silencer chambers (19, 20,
21, 22, 23, 24) are jointly formed in the housing (11) of integrated in the same.
1. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement (10) pour un moteur à combustion
interne, notamment pour un moteur diesel de navire fonctionnant au pétrole lourd,
comportant un carter traversé par des gaz d'échappement (11) ;
comportant des chambres de purification de gaz d'échappement (13, 14, 15) réalisées
dans le carter (11), qui renferment des catalyseurs (16, 17, 18) et/ou des filtres
de particules à des fins de purification des gaz d'échappement ;
comportant des chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23, 24) réalisées dans le carter
(11), qui présentent une profondeur définie dans la direction d'écoulement traversant
à des fins d'atténuation sonore ;
dans lequel les chambres de purification de gaz d'échappement (13, 14, 15) et les
chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23, 24) sont disposées spatialement en série
du côté d'écoulement parallèlement les unes aux autres, de sorte qu'un flux de gaz
d'échappement (25), qui traverse le carter (11), puissent être divisé en une pluralité
de N flux partiels de gaz d'échappement (25a, 25b, 25c), qui traverse respectivement
au moins une chambre de purification de gaz d'échappement individuelle (13, 14, 15)
pour chacun des flux partiels de gaz d'échappement (25a, 25b, 25c) et au moins une
chambre de silencieux individuelle (19, 20, 21, 22, 23, 24) pour chacun des flux partiels
des gaz d'échappement (25a, 25b, 25c), dans lequel les flux partiels de gaz d'échappement
(25a, 25b, 25c) peuvent être purifiés après la traversée des chambres de purification
de gaz d'échappement (13, 14, 15) et des chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23,
24) en courant de gaz d'échappement (25) ;
dans lequel au moins quelques-unes des chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23,
24) présentent des profondeurs différentes et les profondeurs différentes sont conçues
de telle sorte qu'elles correspondent à un quart de la longueur d'onde respective
à atténuer (λ/4) et afin d'obtenir l'effet d'atténuation sonore de λ/4 les parois
latérales et les parois frontales des chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23,
24)sont disposées parallèlement, de sorte qu'un arbre vertical puisse être formé,
caractérisée en ce que la totalité des chambres de purification de gaz d'échappement (13, 14, 15) ainsi
que la totalité des chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23, 24) vues dans la direction
du carter soient disposées spatialement en série les unes derrière les autres.
2. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement selon la revendication 1, caractérisé en ce que toutes les chambres de purification des gaz d'échappement (13, 14, 15) sont conçues
comme des chambres de purification de gaz d'échappement individuelles (13, 14, 15)
pour les courants partiels de gaz d'échappement (25a, 25b, 25c), de telle sorte que
chacune des chambres de purification de gaz d'échappement (13, 141, 15) soit toujours
traversée exclusivement par un des flux partiels des gaz d'échappement (25a, 25b,
25c).
3. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que quelques-unes des chambres de silencieux (20, 22, 23) sont conçues comme des chambres
de silencieux individuelles pour les courants partiels de gaz d'échappement (25a,
25b, 25c), de telle sorte que les chambres de silencieux respectives soient toujours
traversées exclusivement par un des flux partiels des gaz d'échappement (25a, 25b,
25c).
4. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement selon la revendication 3, caractérisé en ce que d'autres chambres de silencieux (19, 21, 24) que les chambres de silencieux communes
pour les courants partiels des gaz d'échappement (25a, 25b, 25c) sont conçues, de
sorte que la chambre de silencieux respective soit traversée par plusieurs des courants
partiels de gaz d'échappement réunis (25a, 25b, 25c).
5. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement selon une des revendications 1
à 4, caractérisé en ce que les chambres de purification de gaz d'échappement (13, 14, 15) et les chambres de
silencieux (19, 20, 21, 22, 23, 24) sont disposées parallèlement les unes aux autres
du côté d'écoulement de telle sorte que la ou chaque chambre de purification de gaz
d'échappement et les chambres de silencieux individuelles d'un i-ème flux partiel
de gaz d'échappement soit raccordée du point de vue de la technique des fluides parallèlement
à la ou à chaque chambre de purification de gaz d'échappement et chambre de silencieux
d'un (i+1) ème flux partiel des gaz d'échappement, dans lequel i=1 à (N-1).
6. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement selon une des revendications 1
à 5, caractérisé en ce que les chambres de purification des gaz d'échappement (13, 14, 15) et les chambres de
silencieux (19, 20, 21, 22, 23, 24) sont disposées spatialement en série les unes
par rapport aux autres de telle sorte que la ou chaque chambre de purification de
gaz d'échappement et chambre de silencieux individuelle d'un i-ème flux partiel de
gaz d'échappement soit disposée axialement avant la ou chaque chambre de purification
et chambre de silencieux individuelle d'un (i+1) ème flux partiel des gaz d'échappement,
dans lequel i=1 à (N-1).
7. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement selon une des revendications 1
à 6, caractérisé en ce que les chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23, 24) présentent des profondeurs différentes.
8. Dispositif de post-traitement des gaz d'échappement selon une des revendications 1
à 7, caractérisé en ce que toutes les chambres de purification de gaz d'échappement (13, 14, 15) et toutes les
chambres de silencieux (19, 20, 21, 22, 23, 24) sont réalisés conjointement dans le
carter (11) ou sont intégrées dans celui-ci.

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