[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
eines Eudialyt-Konzentrats aus einem Ägirin aufweisenden Eudialyt-haltigen Material.
[0002] Die Prozesskette von Seltenerd-haltigen Mineralien bis zu den einzelnen Seltenerd-Produkten
gilt als sehr komplex und ressourcenaufwendig. Sie umfasst das Brechen des Erzes,
die Feinmahlung bis zur Aufschlusskorngröße, die Konzentratbildung, das Laugen sowie
die Trennung der jeweiligen Elemente. Aufgrund einer Reihe von ökologischen und ökonomischen
Problemen, die der Herstellungsprozess von Seltenen Erden mit sich bringt, werden
heutzutage viele Lagerstätten nicht abgebaut. Dazu zählen beispielsweise die bei der
Aufbereitung mit freigesetzen, radioaktiven Begleitstoffen wie Thorium und Uran oder
ebenso der hohe Bedarf an Säuren und Laugen während der aufwendigen Separation der
stets miteinander vergesellschafteten Seltenen Erden. Infolge der Entwicklung neuer
effizienter Technologien könnten allerdings zukünftig Lagerstätten als wirtschaftlich
rentabel gelten, deren Abbau beim heutigen Stand der Technik unökonomisch wäre.
[0003] Ein hohes Potential weist in diesem Zusammenhang die Gewinnung von Seltenen Erden
aus Eudialyt-haltigen Erzen auf.
[0004] Eudialyt ist ein Ringsilikat, das häufig mit Seltenen Erden angereichert ist, wobei
der Gehalt an Thorium und Uran sehr gering ist. Infolge der geringen Konzentration
der radioaktiven Substanzen würden die Risiken für die Umwelt während des Abbaus und
der Verarbeitung wirksam reduziert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Anteil
der wirtschaftlich interessanten schweren Seltenen Erden wie Dysprosium, Terbium oder
Europium in Eudialyt-haltigen Erzen häufig sehr hoch ist. So kann dieser bis zu 50%
des Gesamt-Seltenerdengehalts ausmachen. Hinzu kommt, dass es große Eudialyt-Vorkommen
außerhalb Chinas, dem derzeit größten Produzenten an Seltenen Erden, gibt. Der Abbau
von nutzbaren Eudialyt-Lagerstätten würde zu einer größeren Unabhängigkeit der westlichen
Industrieländer von Rohrstofflieferanten, wie es China ist, führen und damit die Möglichkeit
eröffnen, den Marktpreis für Seltene Erden mit zu regulieren. Aktuell werden weltweit
140 Eudialyt-Vorkommen gezählt, wovon 37 mit Seltenen Erden angereichert sind. Sieben
davon zählen zu den nutzbaren Lagerstätten, wobei sich vier in Europa, zwei in Kanada
und eine in Malawi befinden. Derzeit wird Eudialyt lediglich als Nebenprodukt während
der Loparit-Produktion in Lovozero auf der Kola Halbinsel mitgewonnen. Andere nutzbare
Eudialyt-Lagerstätten, wie es beispielsweise Songwe, Kipawa, Ilimaussaq oder Norra
Kärr sind, befinden sich noch in der Explorationsphase. Aus diesem Grund existiert
bisher wenig Knowhow zur Verarbeitung von Eudialyt-haltigen Erzen und es fehlt an
effizienten Methoden, diese wirtschaftlich aufzubereiten. Um zukünftig Seltene Erden
ökologisch und ökonomisch aus diesem Erztyp gewinnen zu können, ist die Entwicklung
eines effizienten Aufbereitungs- und Separationsverfahren unabdingbar.
[0005] Derzeit stammen mehr als 95 % der weltweit produzierten Seltenen Erden aus den chinesischen
Lagerstätten Bayan Obo, Sichuan und Südchina. In Bayan Obo werden die Seltenen Erden
im Gegensatz zu den anderen Lagerstätten als Beiprodukt während einer Eisenerz- und
Nioberzgewinnung mitgewonnen. Sie sind im Erz überwiegend als Bastnäsit (Fluorkarbonat)
und Monazit (Phosphat) enthalten, und der Gesamtgehalt beträgt ca. 6%. Die produzierte
Menge entspricht in etwa 44% des weltweiten Produktionsvolumens. In den Minen Sichuan
und in Südchina werden die Seltenen Erden als Primärprodukt in Form eines Bastnäsit-Konzentrats
bzw. mittels Laugen von Ionenadsorptionstonen produziert. Neben China zählen Brasilien,
Indien, Malaysia und Russland zu den nennenswerten Produzenten der Seltenen Erden.
Dem Abbau der genannten Lagerstätten ist gemein, dass er eine sehr hohe Belastung
für die Umwelt aufgrund freigesetzter radioaktiver Substanzen und des hohen Bedarfs
an Säuren und Laugen darstellt.
[0006] Nachdem in Eudialyt-haltigen Erzen trotz des hohen Gehalts an schweren Seltenen Erden
die Konzentration an radioaktiven Substanzen gering ist, stellt deren Gewinnung eine
interessante Alternative zum derzeitigen Seltenen Erdproduktionsverfahren dar.
[0007] Aegirin, auch Ägirin oder Akmit genannt, ist ein eher selten vorkommendes Mineral
aus der Mineralklasse der "Silikate und Germanate". Es kristallisiert im monoklinen
Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung NaFe
3+[Si
2O
6] und entwickelt meist lange, prismatische, nadelige Kristalle oder radialstrahlige
Aggregate in den Farben grün bis schwarz. Aegirin gehört neben vielen anderen Mineralen
zur Pyroxengruppe. Mit Augit bildet es eine Mischreihe. Deren Zwischenglieder werden
als Aegirinaugit bezeichnet.
[0008] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein im Vergleich zum Stand der Technik
effizienteres Aufbereitungsverfahren zur Erzeugung eines im Vergleich zum Stand der
Technik höher angereichertem Eudialyt-Konzentrats bereitzustellen. Es soll insbesondere
ein Säurebedarf wirksam verringert und damit die Ökologie und Wirtschaftlichkeit eines
Gesamtprozesses wirksam verbessert werden.
[0009] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß dem Hauptanspruch und eine Vorrichtung
gemäß dem Nebenanspruch gelöst.
[0010] Gemäß einem ersten Aspekt wird ein Verfahren zur Herstellung eines Eudialyt-Konzentrats
aus einem Ägirin aufweisenden Eudialyt-haltigen Material vorgeschlagen, wobei in einem
Schritt in lediglich einer Flotationsstufe eine direkte Flotation von Eudialyt zusammen
mit Ägirin ausgeführt wird, wobei ein Sammlerreagenz Phosphor ausweist und ein Drückerreagenz
ein Komplexbildner ist.
[0011] Gemäß einem zweiten Aspekt wird eine Vorrichtung zur Herstellung eines Eudialyt-Konzentrats
aus einem Ägirin aufweisenden Eudialyt-haltigen Material vorgeschlagen, wobei eine
Mühle zur Ausführung eines Mahlens; ein Magnetscheider zur Ausführung eines Magnetscheidens;
eine Klassierungseinrichtung, insbesondere ein Hydrozyklon, zur Ausführung eines Klassierens
und eine angepasste Flotationseinrichtung zur Ausführung einer erfindungsgemäßen Flotation
geschaffen sind.
[0012] Flotation (aus dem Englischen: to float - schwimmen) ist ein physikalisch-chemisches
Trennverfahren für feinkörnige Feststoffe aufgrund der unterschiedlichen Oberflächenbenetzbarkeit
der Partikel. Dabei macht man sich zunutze, dass Gasblasen sich leicht an hydrophobe,
d. h. durch Wasser schwer benetzbare Oberflächen anlagern und den Partikeln Auftrieb
verleihen, so dass diese schwimmen. Voraussetzung ist, dass das verwendete Gas sich
selbst schwer in Wasser löst. Unter diesen Bedingungen sammeln sich an den hydrophoben
Partikeloberflächen die ebenfalls hydrophoben Gasblasen. Das Verfahren wird beispielsweise
im Bergbau als Aufbereitungsverfahren eingesetzt, um Erze und Gangart in einer wässrigen
Aufschlämmung (Suspension) zu trennen. Es hat in den meisten Anwendungsbereichen das
traditionelle Abschlämmen abgelöst. Flotation gehört nicht, wie häufig irrtümlich
angenommen, zu den Trennverfahren aufgrund der Dichte. Laut Definition gemäß VDMA-Einheitsblatt
24430 handelt es sich um ein Trennverfahren, bei dem in Wasser dispergierte oder suspendierte
Stoffe durch anhaftende Gasblasen an die Wasseroberfläche transportiert und dort mit
einer Räumeinrichtung entfernt werden.
[0013] Direkte Flotation bedeutet hier insbesondere, dass Eudialyt in Anwesenheit von Ägirin
in lediglich einer Stufe mittels Flotation zu einem Eudialyt-Konzentrat hochangereichert
wird.
[0014] In dem vorgeschlagenen Verfahren und der Vorrichtung wird Ägirin mittels des Drückerreagenz
in Suspension gehalten.
[0015] Es ist erkannt worden, dass es eine Möglichkeit wäre beispielsweise, den Eudialyt
nach der Magnetscheidung mittels Flotation aus dem Vorkonzentrat abzutrennen. Allerdings
haben bisherige Ergebnisse bestätigt, dass Eudialyt nicht selektiv in Anwesenheit
von Ägirin flotiert werden kann. Lediglich Ägirin konnte direkt flotiert werden, indem
Eudialyt erfolgreich gedrückt wurde. Um schließlich ein hoch angereichertes Eudialyt-Konzentrat
zu erhalten, wäre ebenso in diesem Fall eine weitere Flotationsstufe nötig, wodurch
sich der apparative Aufwand sowie der Bedarf an Chemikalien, Wasser und Energie erhöhen
würde.
[0016] Insbesondere der beschriebene Stand der Technik zeigt, dass eine Gewinnung von Seltenen
Erden aus Eudialyt-haltigen Erzen aufgrund fehlender effizienter Aufbereitungsverfahren
derzeit nicht wirtschaftlich ist. Daher werden neue Verfahren vorgeschlagen, um mit
der derzeitigen Seltenerdproduktion in China konkurrieren zu können.
[0017] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur direkten Flotation von
Eudialyt in Anwesenheit von Ägirin.
[0018] Mittels der vorgeschlagenen Methode bzw. des vorgeschlagenen Verfahrens ist es erstmalig
möglich, ein hoch angereichertes Eudialyt-Konzentrat mittels direkter Flotation in
nur einer Stufe herzustellen.
[0019] Erfindungsgemäß wird eine direkt Flotation von Eudialyt in Anwesenheit von Ägirin
ermöglicht. Mit dem vorgeschlagenen Verfahren ist es erstmalig möglich, ein hoch angereichertes
Eudialyt-Konzentrat in lediglich einer Flotationsstufe zu erzeugen. Mittels der Erfindung
können sowohl der apparative Aufwand als auch der Chemikalienverbrauch sowie der Wasserbedarf
und Energiebedarf wirksam reduziert werden. Mittels des geringen apparativen Aufwands
verringern sich der Raumbedarf der Aufbereitungsanlage und damit die in Anspruch genommene
Fläche. Der geringere Wasserverbrauch und Reagenzverbrauch wirkt sich in besonderem
Maße positiv aus. Zum einen werden dadurch die zu klärende Wassermenge und die Menge
abzuscheidender Schadstoffe geringer. Dies verringert deutlich die Kosten der Schmutzwasserbehandlung.
Zum anderen ist der Wasserverbrauch für Aufbereitungsprozesse oft ein kritischer Faktor.
Da in der Flotation die im Wasser enthaltenen Reagenzien essentiell wichtig für den
Sortiererfolg sind, kann Wasser aus der Flotation lediglich in geringem Maß rezykliert
werden. Aus diesem Grund senkt ein geringer Wasserbedarf in der Flotation den Frischwasserbedarf
einer Aufbereitungsanlage signifikant.
[0020] Ein effizienter Prozess ist die Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit und damit
die Durchführung von Bergbauprojekten. Die Aufbereitung erweist sich dabei oft als
kritischer Teil des Gesamtprozesses, wodurch ihr ein hoher Stellenwert zugeschrieben
wird.
[0021] Zusätzlich zu den direkten Vorteilen einer Effizienzsteigerung ist ebenso mit einer
höheren Akzeptanz bei der Bevölkerung zu rechnen. Dies spielt gerade in Europa bei
der Umsetzung von Bergbauprojekten eine wichtige Rolle. Je geringer die Eingriffe
in die Umwelt und je geringer der Ressourcenverbrauch, desto höher ist die Akzeptanz
und die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung von Bergbauprojekten.
[0022] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden in Verbindung mit den Unteransprüchen
beansprucht.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann das Sammlerreagenz Alkylphosphat oder
ein Phosphorsäureester sein.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Drückerreagenz EDTA, Polyphosphat
oder eine Carbonsäure mit mehreren Hydroxyd-Gruppen sein.
[0025] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Flotation (S5) bei pH-Werten
von kleiner 7, insbesondere mittels Zugabe von Schwefelsäure, insbesondere bei pH
4,5, ausgeführt werd.
[0026] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann ein Gesamtionengehalt in einer
Flotations-Suspension auf minimal eingestellt werden.
[0027] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Drückerreagenz für Ägirin
Oxalsäue und Natriummetaphosphat sein.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann in dem Schritt der ausgeführten
Flotation das Eudialyt-haltige Material ein unmagnetisches Vorkonzentrat sein, von
dem ein an Eudialyt abgereicherter Flotationsrückstand abgetrennt und das Eudialyt-Konzentrat
in Form einer Eudialyt-reichen Schaumfraktion erhalten wird.
[0029] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vor einem fünften Schritt der
Flotation Folgendes ausgeführt werden:
- In einem ersten Schritt ausgeführtes Bereitstellen von Eudialyt-haltigem Roherz;
- In einem zweiten Schritt ausgeführtes Mahlen des Eudialyt-haltigen Roherzes;
- In einem dritten Schritt ausgeführtes Magnetscheiden des gemahlenen Eudialyt-haltigen
Erzes, wobei davon eine an Eudialyt abgereicherte magnetische Fraktion abgetrennt
wird;
- In einem vierten Schritt ausgeführte Klassieren einer verbliebenen an Eudialyt angereicherten
unmagnetischen Fraktion, wobei davon Feinstkorn abgetrennt und das Eudialyt-haltige
Material erhalten wird.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann nach dem zweiten Schritt der
dritte Schritt übersprungen werden und ein weiterhin magnetisches Ägirin enthaltenes
gemahlenes Eudialyt-haltiges Erz dem vierten Schritt des Klassierens zugeführt werden.
[0031] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann nach dem vierten Schritt des
Klassierens das abgetrennte Feinstkorn aufbereitet und danach zusätzlich zu dem unmagnetischen
Vorkonzentrat dem fünften Schritt der Flotation zugeführt werden.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann in dem fünften Schritt nach
einer getrennten Sortierung an dem aufbereiteten Feinstkorn eine von der Flotation
des unmangnetischen Vorkonzentrats getrennte Flotation ausgeführt werden.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Konzentration des Eudialyt-Konzentrats
größer 70% sein.
[0034] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können dem Schritt der Flotation
folgende Schritte nachfolgen:
- In einem sechsten Schritt ausgeführtes Laugen des Eudialyt-Konzentrats, wobei davon
eine beladene Lauge mit ausgelaugtem Feststoff abgetrennt wird;
- In einem siebten Schritt ausgeführtes Festes-von Flüssiges-Trennen einer verbliebenen
mit Seltenen Erden beladenen Lauge, wobei davon Tailing abgetrennt wird;
- In einem achten Schritt ausgeführtes Reinigen von verbliebenen Seltenerdmaterialien,
insbesondere Seltenerd-Karbonaten, wobei davon Bergmaterial abgetrennt wird.
[0035] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Bergmaterial Zirkoniumbikarbonat
sein.
[0036] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann für erfindungsgemäße Verfahren
eine Laugungseinrichtung zur Ausführung einer Laugung; eine Fest/Flüssig-Trenneinrichtung
zum Trennen von Festem von Flüssigem; eine Reinigungseinrichtung zum Reinigen von
Seltenerdmaterialien, insbesondere Seltenerd-Karbonaten, geschaffen sein.
[0037] Klassieren ist in der Verfahrenstechnik ein Trennverfahren. Die getrennten Komponenten
heißen Fraktion. In der mechanischen Verfahrenstechnik bezeichnet Klassieren das Trennen
eines dispersen Feststoffgemisches in Fraktionen, vorzugsweise nach den Kriterien
Partikelgröße oder Partikeldichte. Falls die geometrische Partikelgröße das Trennkriterium
ist, erfolgt das Klassieren mittels Sieben; falls Dichte bzw. andere Äquivalentdurchmesser
maßgeblich sind, wendet man Sichten als Klassierverfahren an. Das Ergebnis sind mindestens
zwei Fraktionen, die sich dadurch unterscheiden, dass die Mindestgrenze der einen
Fraktion zugleich die Höchstgrenze der anderen Fraktion ist. Feststoffpartikel, die
genau dazwischen liegen, nennt man Grenzkorn. Dies ist allerdings eine idealisierte
Betrachtung des Trennvorgangs, in der Praxis existieren mehr oder weniger große Übergangsbereiche
zwischen den Klassen. Ziel des Klassierens ist: Die Herstellung von mindestens zwei
Teilmengen des ursprünglichen Feststoffgemischs, wobei jede Teilmenge möglichst vollständig
den vorgegeben Größenkriterien entspricht. In der industriellen Praxis ist eine solche
ideale Trennschärfe allerdings nicht erreichbar. Abweichende Partikel werden Fehlkorn
genannt. Die Abtrennung von Ober- bzw. Unterkorn, um Störungen oder Überlastungen
bei nachfolgenden Prozessen zu vermeiden. Man unterscheidet folgende Klassierverfahren:
Siebklassieren mittels Sieben. Stromklassieren mit dem Trennmedium Luft oder andere
Gase, z. B. mittels Windsichten. Stromklassieren mit dem Trennmedium Wasser oder andere
Flüssigkeiten, z. B. mittels Schwimm-/Sink-Verfahren. Zerkleinerungs-, Klassier- und
Sortiertechnik werden im Bergbau, im Steinbruch, im Kieswerk und in der Recyclingindustrie
zusammen als Aufbereitungstechnik bezeichnet.
[0038] Hydrozyklone sind Fliehkraftabscheider für Flüssiggemische. Mit Hydrozyklonen werden
in Suspensionen enthaltene Feststoffpartikel abgetrennt oder klassiert.
[0039] Als Tailing bezeichnet man im Bergbau feinkörnige Rückstände aus der Aufbereitung
von Erzen, die in Form von Schlämmen vorliegen. Sie werden an den Entstehungsorten,
d. h. an den Minen bzw. Weiterverarbeitungsstätten, in großen, meist mit Dämmen abgetrennten
Becken oder Schlammteichen gelagert, was je nach Inhaltsstoffen bei unsachgemäßer
Lagerung einen hohen Gefährdungsgrad für die Umwelt aufweisen kann.
[0040] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Figuren
näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines herkömmlichen Verfahrens;
- Figur 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines herkömmlichen Verfahrens;
- Figur 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Figur 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0041] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines herkömmlichen Verfahrens. Figur
1 zeigt ein vereinfachtes Aufbereitungsschema zur Erzeugung eines Loparit-Konzentrats
aus dem Eudialyt-haltigen Erz von Lovozero auf der Halbinsel Kola. Eudialyt wird aktuell
lediglich in Lovozero auf der Halbinsel Kola als Nebenprodukt bei der Loparit-Gewinnung
mitgewonnen. Das gewonnene Mineral dient dabei nicht zur Produktion von Seltenen Erden,
sondern wird direkt für dekorative Glaserzeugnisse, Metallo-Keramiken, Keramik-Glasuren
und dergleichen verwendet. Figur 1 zeigt ein vereinfachtes Aufbereitungsschema des
Loparit-Gewinnungsprozesses. Das Untertage in einem Schritt S1 abgebaute Erz wird
zunächst in einem Schritt S2 in ein GEE zerkleinert und durchläuft anschließend zwei
Sortierstufen, und zwar eine Wendelscheidung S3a und eine Magnetscheidung S3b. Mittels
Elektrosortierung S3c wird die nichtmagnetische Fraktion aufkonzentriert und damit
das Loparit-Konzentrat LK erzeugt. Die magnetische Fraktion wird in einem Schritt
S4 klassiert, um das Feinstkorn in Form von Schlamm S abzutrennen. Dies bezeichnet
man als Entschlämmung. Die magnetische Fraktion durchläuft im Anschluss die erste
Flotationsstufe. Nachdem Eudialyt in Anwesenheit von Ägirin bisher nicht selektiv
flotiert werden kann, wird in diesem Prozessschritt S5.1 zunächst Ägirin flotiert
und Eudialyt gedrückt. Als Sammler fungiert Tallöl, als Drücker Natriumkarbonat und
der pH-Wert liegt zwischen 8 und 10. Es wird Ägirin-Konzentrat ÄK gewonnen. In der
nachgeschalteten Flotationsstufe S5.2 wird schließlich Eudialyt mittels Alkylphosphat
bei pH 4 bis 6 hydrophobiert und in die Schaumzone ausgetragen. Neben dem Eudialyt-Konzentrat
EK entsteht ein Nephelin-Feldspat-Konzentrat NFK.
[0042] Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines herkömmlichen Verfahrens. Figur
2 zeigt ein aus einer Vormachbarkeitsstudie der Firma Tasman Metals Ltd. abgeleitetes,
vereinfachtes Aufbereitungs- und Separationsschema des Eudialyt-haltigen Erzes aus
Norra Kärr in Schweden. In derzeit aktuellen Pressemitteilungen der Firma Tasman Metals
Ltd. wurden die Ergebnisse einer Vormachbarkeitsstudie für die in Schritten S1 bis
S8 ausgeführte Gewinnung von Seltenen Erden aus dem Eudialyt-haltigen Roherz ERE der
nutzbaren Lagerstätte Norra Kärr in Schweden vorgestellt. Das Erz besteht aus ca.
7% Eudialyt, 22% Ägirin, 17% Kalifeldspat, 30% Zeolith, 19% Albit und 2,5% Catapleiit.
Der Gesamtseltenerdgehalt beträgt 0,6%, wobei diese 0,6% nahezu komplett im Eudialyt
enthalten sind. Der Gehalt an Thorium und Uran ist mi 7 ppm bzw. 14 ppm sehr gering.
Im Vergleich dazu enthält das Erz in Bayan Obo 5 bis 20 ppm Uran und 320 bis 400 ppm
Thorium. In den Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass nach Aufmahlung in einem
Schritt S2 des gemahlenen Eudialyt-haltigen Erzes GEE auf Korngrößen von etwa 60 µm
ein Eudialyt-Konzentrat durch eine einphasige Magnetscheidung in einem dritten Schritt
S3 mit einer Ausbeute von 86% in weniger als 35% der ursprünglichen Masse hergestellt
werden konnte. Ein vereinfachtes Fließschema ist hierzu in Figur 2 dargestellt. Das
aus Schritt S3 erzeugte paramagnetische Konzentrat K besteht aus 15% Eudialyt, 56,9%
Ägirin, 11,1% Feldspat, 6% Nephelin und 4,9% Zeolith.
[0043] Zur hydrometallurgischen Gewinnung der Seltenen Erden wird das Konzentrat K anschließend
in einem Schritt S6 mit Schwefelsäure versetzt und damit der Eudialyt in Lösung gebracht.
Nachdem Nephelin und Zeolith ebenfalls in Schwefelsäure löslich sind, wird mittels
dieser Begleitstoffe der Säurebedarf erheblich erhöht und damit die Ökologie und Wirtschaftlichkeit
des Gesamtprozesses negativ beeinträchtigt. Schritt S4 bezeichnet eine Klassierung
insbesondere mittels eines Hydrozyklons, wobei ein Tailing T abtrennt wird. Ebenso
bezeichnet S3- einen weiteren Magnetscheidungsschritt, bei dem Tailing T abgetrennt
und weiteres Material dem Schritt S6 der Laugung zugeführt wird. Der Schritt S7 einer
Fest/Flüssig-Trennung scheidet weiter Tailing T aus, das von im Schritt S8 zu reinigendem
Seltenerdkarbonat SK getrennt wird. Diesem wird insbesondere Zirkoniumbikarbonat ZrBK
entzogen.
[0044] Figur 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Figur 3 zeigt ein vorgeschlagenes Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung von Seltenen
Erden SK aus Eudialyt-haltigen Erzen oder Roherzen ERE. Die integrierte direkte Flotation
von Eudialyt nach einer Magnetscheidung S3 ist wesentlicher Bestandteil der vorliegenden
Erfindung. Das entwickelte Aufbereitungsverfahren ist schematisch in Figur 3 dargestellt.
Das in einem ersten Schritt S1 abgebaute Eudialyt-haltige Roherz ERE wird in einem
zweiten Schritt S2 zu einem gemahlenen Eudialyt-haltigen Erz GEE gemahlen und anschließend
mittels einer einstufigen Magnetscheidung in einem dritten Schritt S3 vorkonzentriert,
wobei Tailing T abgetrennt wird. Nach der Magnetscheidung S3 wird das vorangereicherte
Eudialyt-Konzentrat in einem vierten Schritt S4 klassiert, um Feinkorn F, das < 20
µm ist, abzutrennen, da die Schaumbildung bei der anschließenden Flotation in einem
fünften Schritt S5 infolge Feinkorns F negativ beeinflusst werden würde. Als Sammlerreagenz
fungiert für die Flotation von Eudialyt eine phosphorhaltige Substanz, wie es beispielsweise
ein Alkylphosphat oder ein Phosphorsäureester ist. Nachdem der Sammler neben Eudialyt
ebenso Ägirin hydrophobiert, wird Ägirin mit Hilfe eines Drückers in Suspension gehalten.
Hierzu konnten in experimentellen Untersuchungen Komplexbildner, wie beispielsweise
EDTA, Polyphosphat oder Poly-Carbonsäuren, dies ist Carbonsäure mit mehreren Hydroxyd-Gruppen,
bei einem sauren pH-Wert erfolgreich eingesetzt werden, wobei sich gezeigt hat, dass
der Gesamtionengehalt in der Suspension so gering wie möglich gehalten werden sollte.
[0045] Im Rahmen von Untersuchungen wurde ein Eudialyterz aus Schweden mit einem kommerziell
erhältlichen phosphorhaltigen Sammler, der Clariant SM15 genannten wird, selektiv
flotiert. Dabei wurden Oxalsäure und Natriummetaphosphat als Drücker für Ägirin eingesetzt.
Der pH-Wert wurde mit Schwefelsäure auf 4,5 eingestellt. Mit dem entwickelten Verfahren
war es erstmalig möglich, ein hoch angereichertes Eudialyt-Konzentrat in Anwesenheit
von Ägirin mit einer Ausbeute von etwa 80% in nur einer Flotationsstufe herstellten.
[0046] Es wird davon ausgegangen, dass derartige Drückerkombinationen ebenso für die Aufbereitung
anderer Eudialyt-haltiger Erze eingesetzt werden können. Es sollte in Voruntersuchungen
für jeden Eudialyt-haltigen Erztyp eine Reagenzkombination und eine Reagenzdosierung
exakt angepasst werden.
[0047] Das gemäß der vorliegenden Erfindung erhaltene Eudialyt-Konzentrat EK kann analog
zu den Schritten S6, S7 und S8 zur Gewinnung eines Seltenerd-Konzentrats SK gemäß
Figur 2 weiterverarbeitet werden.
[0048] Figur 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Figur 4 zeigt ein vorgeschlagenes Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung von Seltenen
Erden in Form eines Seltenerd-Konzentrats SK aus Eudialyt-haltigen Erzen insbesondere
Roherzen ERE. Die integrierte in einem Schritt S5 ausgeführte direkte Flotation von
Eudialyt nach einer in einem dritten Schritt S3 ausgeführten, insbesondere einstufigen,
Magnetscheidung ist wesentlicher Bestandteil eines erfindungsgemäßen Verfahrens. In
einem ersten Schritt S1 erfolgt ein Aufnehmen eines Eudialyt-haltigen Roherzes ERE,
das im Englischen als "Run of Mine" bezeichnet wird. Mit einem zweiten Schritt S2
wird das aufgenommene Eudialyt-haltige Roherz ERE gemahlen. Der zweite Schritt S2
bewirkt die Ausgabe von gemahlenem Eudialyt-haltigen Erz GEE. Mit einem dritten Schritt
S3 erfolgt die im dritten Schritt S3 ausgeführte Magnetscheidung, wobei eine an Eudialyt-abgereicherte
magnetische Fraktion, die als Bergematerial B bezeichnet werden kann, abgeschieden
und von einer an Eudialyt angereicherten unmagnetischen Fraktion, die als unmagnetisches
Vorkonzentrat UV bezeichnet werden kann, getrennt wird. Das unmagnetische Vorkonzentrat
UV wird mit einem vierten Schritt S4 klassiert. Dabei werden Abgänge von Feinstkorn
F mit Größen < 20 µm ausgeschieden. Es verbleibt unmagnetisches Vorkonzentrat UVg
mit Größen > 20 µm. An diesem unmagnetischem Vorkonzentrat UVg > 20 µm erfolgt mit
einem fünften Schritt S5 eine direkte Eudialyt-Flotation. Dabei wird ein an Eudialyt-abgereicherter
Flotationsrückstand ausgeschieden, der ebenso als Bergematerial in Trübe BT bezeichnet
werden kann. Ein ebenso aus der direkten Eudialyt-Flotation im fünften Schritt S5
erhaltenes Eudialyt-Konzentrat EK, das insbesondere in Form einer Eudialyt-reichen
Schaumfraktion vorliegt, wird in einem sechsten Schritt S6 einer Laugung zugeführt,
wobei eine beladene Lauge mit ausgelaugtem Feststoff FL ausgeschieden wird, und eine
ebenso entstehende mit Seltenen Erden beladene Lauge SL erhalten und in einem siebten
Schritt S7 einer Fest/Flüssig-Trennung zugeführt wird, wobei eine als Tailing T bezeichnete
Komponente ausgeschieden wird. Verbleibende Seltene Erden-Karbonate SK werden in einem
achten Schritt S8 einer Reinigung zugeführt, wobei als Bergematerial Zirkoniumbikarbonat
ZrBK von Seltenerd-Karbonaten als Seltenerd-Konzentrat SK getrennt wird.
[0049] Eine mögliche Abwandlung des beschriebenen Prozesses wäre die direkte Flotation des
gemahlenen Erzes GEE ohne vorherige Magnetscheidung des dritten Schritts S3. Dies
hätte eine Vereinfachung des Prozesses zur Folge. Gleichzeitig würde dadurch aber
der Chemikalienverbrauch steigen, da eine größere Menge Erz mit Reagenzien behandelt
werden müsste. Außerdem würde in dieser Variante das Feinstkorn F < 20 µm nicht behandelt
und dadurch das Ausbringen verschlechtert. Deshalb ist diese Abwandlung lediglich
sinnvoll, wenn ein Prozess mit möglichst wenig Prozessstufen geschaffen werden muss.
[0050] Eine weitere Abwandlungsmöglichkeit besteht darin, die abgetrennte Feinstfraktion
F < 20 µm aufzubereiten, anstatt sie zu verwerfen. Diese Feinstfraktion F stört zwar
die Flotation gröberer Partikel > 20 µm, also die Flotation des groben unmagnetischen
Vorkonzentrates UVg während des fünften Schrittes S5 der direkten Eudialyt-Flotation,
eine gesonderte Sortierung dieser Fraktion F ist aber ausführbar. Dazu ist es notwendig,
geeignetes Equipment einzusetzen und das Reagenzregime anzupassen. Diese Anpassung
ist notwendig aufgrund der größeren spezifischen Oberfläche feineren Materials.
[0051] Grundsätzlich ist die Verwendung anderer Sammler, als die vorstehend genannten, möglich.
Dabei ist es aber wichtig, Reagenzien mit der gleichen Funktionalität zu wählen. So
muss es sich beim Drückerreagenz um einen Komplexbildner handeln. Das Sammlerreagenz
muss zum Erreichen der Selektivität Phosphor enthalten.
1. Verfahren zur Herstellung eines Eudialyt-Konzentrats (EK) aus einem Ägirin aufweisenden
Eudialyt-haltigen Material,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem Schritt (S5) in lediglich einer Flotationsstufe eine direkte Flotation von
Eudialyt zusammen mit Ägirin ausgeführt wird, wobei ein Sammlerreagenz Phosphor ausweist
und ein Drückerreagenz ein Komplexbildner ist.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sammlerreagenz Alkylphosphat oder ein Phosphorsäureester ist.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Drückerreagenz EDTA, Polyphosphat oder eine Carbonsäure mit mehreren Hydroxyd-Gruppen
ist.
4. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flotation (S5) bei pH-Werten von kleiner 7, insbesondere mittels Zugabe von Schwefelsäure,
insbesondere bei pH 4,5, ausgeführt wird.
5. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Gesamtionengehalt in einer Flotations-Suspension auf minimal eingestellt wird.
6. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Drückerreagenz für Ägirin Oxalsäue und Natriummetaphosphat ist.
7. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Schritt (S5) der ausgeführten Flotation das Eudialyt-haltige Material ein unmagnetisches
Vorkonzentrat (UVg) ist, von dem ein an Eudialyt abgereicherter Flotationsrückstand
(BT) abgetrennt und das Eudialyt-Konzentrat (EK) in Form einer Eudialyt-reichen Schaumfraktion
(EK) erhalten wird.
8. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor einem fünften Schritt der Flotation (S5) folgendes ausgeführt wird:
- in einem ersten Schritt (S1) ausgeführtes Bereitstellen von Eudialyt-haltigem Roherz
(ERE);
- in einem zweiten Schritt (S2) ausgeführtes Mahlen des Eudialyt-haltigen Roherzes
(ERE);
- in einem dritten Schritt (S3; S3b) ausgeführtes Magnetscheiden des gemahlenen Eudialyt-haltigen
Erzes (GEE), wobei davon eine an Eudialyt abgereicherte magnetische Fraktion (B) abgetrennt
wird;
- in einem vierten Schritt (S4) ausgeführte Klassieren einer verbliebenen an Eudialyt
angereicherten unmagnetischen Fraktion (UV), wobei davon Feinstkorn (F) abgetrennt
und das Eudialyt-haltige Material erhalten wird.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem zweiten Schritt (S2) der dritte Schritt (S3; S3b) übersprungen wird und ein
weiterhin magnetisches Ägirin enthaltenes gemahlenes Eudialyt-haltiges Erz (GEE) dem
vierten Schritt (S4) des Klassierens zugeführt wird.
10. Verfahren gemäß Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem vierten Schritt (S4) des Klassierens das abgetrennte Feinstkorn (F) aufbereitet
und danach zusätzlich zu dem unmagnetischen Vorkonzentrat (UVg) dem fünften Schritt
(S5) der Flotation zugeführt wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem fünften Schritt (S5) nach einer getrennten Sortierung an dem aufbereiteten
Feinstkorn (F) eine von der Flotation des unmangnetischen Vorkonzentrats (UVg) getrennte
Flotation (S5F) ausgeführt wird.
12. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Konzentration des Eudialyt-Konzentrats (EK) größer 70% ist.
13. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch dem Schritt der Flotation (S5) nachfolgende Schritte
- in einem sechsten Schritt (S6) ausgeführte Laugung des Eudialyt-Konzentrats (EK),
wobei davon eine beladene Lauge mit ausgelaugtem Feststoff (FL) abgetrennt wird;
- in einem siebten Schritt (S7) ausgeführtes Festes-von Flüssiges-Trennen einer verbliebenen
mit Seltenen Erden beladenen Lauge (SL), wobei davon Tailing (T) abgetrennt wird;
- in einem achten Schritt (S8) ausgeführtes Reinigen von verbliebenen Seltenerdmaterialien,
insbesondere Seltenerd-Karbonaten (SK), wobei davon Bergmaterial abgetrennt wird.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bergmaterial Zirkoniumbikarbonat (ZrBK) ist.
15. Vorrichtung zur Herstellung eines Eudialyt-Konzentrats (EK) aus einem Ägirin aufweisenden
Eudialyt-haltigen Material gemäß einem Verfahren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
12, gekennzeichnet durch
eine Mühle zur Ausführung eines Mahlens;
ein Magnetscheider zur Ausführung eines Magnetscheidens;
eine Klassierungseinrichtung, insbesondere ein Hydrozyklon, zur Ausführung eines Klassierens;
eine Flotationseinrichtung zur Ausführung einer Flotation.
16. Vorrichtung zur Herstellung von Seltenerdmaterial(ien) aus einem Verfahren gemäß 13
und 14,
gekennzeichnet durch
einer Laugungseinrichtung zur Ausführung einer Laugung;
eine Fest/Flüssig-Trenneinrichtung zum Trennen von Festem von Flüssigem;
eine Reinigungseinrichtung zum Reinigen von Seltenerdmaterialien, insbesondere Seltenerd-Karbonaten.