(19)
(11) EP 3 151 704 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.05.2018  Patentblatt  2018/18

(21) Anmeldenummer: 15728002.5

(22) Anmeldetag:  11.06.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47C 3/023(2006.01)
A47C 7/02(2006.01)
A47C 3/12(2006.01)
A47C 7/46(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2015/063065
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/055170 (14.04.2016 Gazette  2016/15)

(54)

STUHL

CHAIR

CHAISE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 08.10.2014 DE 202014104828 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.04.2017  Patentblatt  2017/15

(73) Patentinhaber: aeris GmbH
85540 Haar (DE)

(72) Erfinder:
  • GLÖCKL, Josef
    85540 Haar b. München (DE)

(74) Vertreter: Peter, Julian 
Staeger & Sperling Partnerschaftsgesellschaft mbB Sonnenstrasse 19
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 932 451
WO-A1-2016/053321
US-A- 3 863 978
WO-A1-2005/023055
DE-A1-102011 076 196
US-A1- 2013 113 264
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Stuhl mit einem sattelförmigen Sitz (Sattelsitz).

    [0002] Im Stand der Technik sind Stühle mit einem sattelförmigen Sitz bekannt. Diese haben in der Regel jedoch eine Mittelsäule, auf der der sattelförmige Sitz angeordnet ist, wobei die Mittelsäule im Zentrum eines Fußsterns angeordnet ist. Bei einem derartigen Sattelsitz kann vorgesehen sein, dass die Fußsäule eine Auf- und Abfederung des Sitzes ermöglicht. Auch sind verschiedene solcher Sattelsitze mit einer Rückenlehne ausgestattet, die in der Regel auf einem Bügel befestigt ist, der unter der Sitzfläche festgelegt ist. Solche bekannten Sattelsitze sind jedoch nicht geeignet, einem Benutzer ein hinreichendes Gefühl der Entspannung zu vermitteln. Aus der DE 10 20011 076 196 A1 ist eine sattelförmige Sitzschale für einen Freischwingerstuhl bekannt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stuhl mit einem sattelförmigen Sitz und einer Rückenlehne zu schaffen, bei dem ein ausgeglichenes entspanntes Sitzen gestattet ist.

    [0003] Die Aufgabe wird durch einen Stuhl gelöst, der einen sattelförmigen Sitz (Sattelsitz) aufweist, und an dem eine schalenförmige Rückenlehne, an der eine Lordose-Stütze mit seitlichen Lehnenwangen ausgebildet sind, wobei der Sattelsitz mit der Rückenlehne im Wesentlichen einstückig als Sitzschale ausgebildet ist. Dabei kann die Rückenlehne ggf. aus mehreren zusammengesetzten Teilen bestehen, wobei die Sitzschale auf einem mit zwei gebogenen Kufen versehenen beinförmigen Gestell angeordnet ist. Der Sattelsitz ist mit der Rückenlehne im Wesentlichen einstückig als Sitzschale ausgebildet.

    [0004] Dadurch, dass die Sitzschale auf einem mit zwei gebogenen Kufen versehenen beinförmigen Gestell angeordnet ist, ist eine Schaukelbewegung, nachempfunden dem Wiegeschritt eines Pferdes, gegeben, so dass eine größtmögliche Entspannung verliehen werden kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Gestell ein Gebilde aus räumlich gebogenem Rohr ist, das gebildet ist aus: einem liegenden V-förmigen Rohrbogen mit Blickrichtung nach vorne gerichteter Spitze und einem schrägstehenden weiteren V-förmigen Rohrbogen, der eine nach vorne oben gerichtete Spitze aufweist, dessen nach unten hin geöffnete Schenkel mit den Schenkeln des liegenden Vs verbunden sind, wobei der stehende Rohrbogen mit dem liegenden Rohrbogen einen Winkel von < 90° einschließt und der Sattelsitz an der nach oben gerichteten Spitze des stehenden Rohrbogens befestigt ist.

    [0005] Der V-förmig nach vorne spitz zulaufende Rohrbogen, dessen Schenkel die zwei gebogenen Kufen bilden, bietet den Vorteil, dass während der Schaukelbewegung eine seitlich gerichtete Wanderbewegung des Stuhls vermieden wird. Der verkehrt stehende V-förmige Rohrbogen mit nach oben gerichteter Spitze bietet den Vorteil, dass die Schwingungsbewegungen, die dem Rohrgestell durch Wippen verliehen werden, in einer relativ kurzen Zeit abgedämpft werden, so dass ein stetiger Neuimpuls erforderlich ist, um eine Wippbewegung zu erwirken. Durch die Einstellung einer vorbestimmten Federkraft kann verhindert werden, dass während einer Schaukelbewegung die Freischwingerbewegung sich überlagern und unerwünschte Schwebungen entstehen.

    [0006] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung dieses Stuhls ist es auch möglich, die V-Anordnungen genau in umgekehrter Richtung auszubilden, d. h. die Spitze des liegenden Vs weist nach hinten, wohingegen die Spitze des stehenden Vs an dem rückwärtigen Stuhlsitzbereich festgelegt wird und nicht wie bei der genannten Ausführungsform im vorderen Bereich des Sattelsitzes.

    [0007] Vorteilhafterweise ist es vorgesehen, die beiden V-förmigen Rohrbögen an ihren Verbindungsstellen mittels Bogenteilen miteinander zu verbinden. Hierdurch wird an den besonders kritischen Stellen der scharfen Biegung des Rohrs sichergestellt, dass eine erhöhte Widerstandskraft bereitgestellt wird. Es ist vorgesehen, dass an der Sitzschale eine Verbindungseinrichtung angeformt ist, die mit einem Traggestell aus Rohr zusammenwirkt, das zum einen auf dem V-förmigen Rohrbogen im Abstand von dessen Spitze auf die Schenkel aufgesetzt ist, vorzugsweise angeschweißt, und welches zum anderen an die Verbindungseinrichtung der Sitzschale aufgeschraubt, angeklebt oder in ähnlicher Weise lösbar befestigt ist. Zum bequemeren Sitzen weist der Sattelsitz eine vertiefte mittlere Sitzregion auf, die mit einer Ausrundung in die Rückenlehne übergeht, wobei im Bereich des Übergangs eine Lordose-Stütze in der Rückenlehne ausgebildet ist. Die Lehnenwangen der Rückenlehne sind in der Seitenansicht im Wesentlichen V-förmig ausgebildet, wobei der jeweilige untere Schenkel des Vs jeweils in der Höhe der Lordose-Stütze beginnt, sich mit dem seitlichen Rand der Rückenlehne kontinuierlich schräg nach vorne oben mit nach vorne gerichteter Spitze des Vs bis über die Sitzregion hinaus erstreckt und nach Erreichen des vorderen Rands der Sitzregion die Ausbildung der Spitze des Vs mit dem oberen Schenkel des Vs in den oberen Rand der Lehne zurückläuft.

    [0008] Günstigerweise ist der Rand der Sitzschale in Form eines nach außen offenen Us ausgebildet. Die U-förmige Randausbildung ist als abgeknickte Fase ausgebildet, wobei in den freien Raum zwischen den U-förmigen Schenkeln ein Keder eines Sitzbezugs eingesetzt werden kann.

    [0009] Von besonderem Vorteil ist es, dass die Rückenlehne der Sitzschale in Ansicht von hinten/vorne mit einer Taille ausgebildet ist. Die Taille der Rückenlehne weist unterhalb der Lordose-Stütze ihre engste Einschnürung auf. Die Taille hat den besonderen Vorteil, dass durch ihre Ausbildung der Rückenlehne eine zusätzliche Elastizität verliehen wird, wodurch sich die Rückenlehne beim Besetzen des Stuhls leicht verformen kann und so zu den Schaukelbewegungen dem Rücken eine gewisse Beweglichkeit ermöglicht.

    [0010] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

    [0011] Es zeigen:
    Fig.1
    einen erfindungsgemäßen Stuhl in perspektivischer Ansicht von der Seite hinten;
    Fig.2
    den erfindungsgemäßen Stuhl aus Fig.1 in Explosionsdarstellung in Ansicht von der Seite vorne;
    Fig.3
    den erfindungsgemäßen Stuhl aus Fig.1 in Explosionsdarstellung in Ansicht von der linken Seite;
    Fig.4 a) - d)
    die Sitzschale des erfindungsgemäßen Stuhl aus Fig.1 mit Rückenlehne, in verschiedenen Ansichten;
    Fig.5 a) - d)
    das Kufen-Gestell des erfindungsgemäßen Stuhl aus Fig. 1 mit Traggestell für die Sitzschale in verschiedenen Ansichten.


    [0012] Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sitzes wird nachfolgend im Detail näher beschrieben.

    [0013] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Stuhl 1 in perspektivischer Ansicht von der Seite hinten wiedergegeben. Der Stuhl 1 weist einen sattelförmigen Sitz 2 auf, an den eine schalenförmige Rückenlehne 3 einstückig angeformt ist. Der sattelförmige Sitz 2 und die angeformte Rückenlehne 3 bilden gemeinsam eine Sitzschale 6. In der Sitzschale 6 ist eine Lordosestütze 4 ausgebildet. Die Rückenlehne und der Sattelsitz sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Guss hergestellt, sie können jedoch auch einzeln hergestellt und anschließend in geeigneter Weise zusammengefügt werden, z.B. durch Verkleben oder Verschweißen.

    [0014] Die Sitzschale 6 ist auf einem mit Kufen 7 versehenen beinförmigen Gestell 8 befestigt. Wobei das Gestell 8 ein Gebilde aus räumlich gebogenem Rohr ist, das aus einem liegenden V-förmigen Rohrbogen (VL) mit in Blickrichtung nach vorne gerichteter Spitze 9 und einem schrägstehenden, weiteren V-förmigen Rohrbogen (VS) mit nach vorne oben weisender Spitze 10, besteht, dessen nach unten hinten geöffnete Schenkel 11 mit den Schenkeln 12 des liegenden V verbundenen sind. Hierbei schließt der stehende Rohrbogen (VS) mit dem liegenden Rohrbogen (VL) einen Winkel < 90° ein. Der Sattelsitz 2 ist an der nach oben gerichteten Spitze 10 des stehenden Rohrbogens (VS) befestigt.

    [0015] Bei einer alternativen Ausführungsform, die nicht dargestellt ist, kann das Gestell eine in der Sitzrichtung kinematisch umgekehrte Form aufweisen. Dann ist der liegende V-förmigen Rohrbogen (VL) mit in Blickrichtung nach hinten gerichteter Spitze angeordnet und der schrägstehende, weitere V-förmigen Rohrbogen (VS) mit nach hinten oben weisender Spitze ausgebildet, dessen nach unten vorne geöffnete Schenkel mit den Schenkeln des liegenden V verbundenen sind. Hierbei schließt dann der stehende Rohrbogen (VS) mit dem liegenden Rohrbogen (VL) einen Winkel < 90° und der Sattelsitz (2) ist deshalb an der nach oben gerichteten Spitze (10') des stehenden Rohrbogens (VS) befestigt.

    [0016] Bei beiden Ausführungsformen sind die beiden Schenkel 12 des liegenden V-förmigen Rohrbogens (VL) als die beiden gebogenen Kufen 7 ausgebildet, die eine Schaukelbewegung des Stuhls ermöglichen.

    [0017] Die beiden V-förmigen Rohrbögen sind an ihren Verbindungsstellen mittels Bogenteilen 13 miteinander verbunden.

    [0018] An der Sitzschale 6 ist eine Verbindungseinrichtung 14 angeformt, die mit einem Traggestell aus Rohr zusammenwirkt. Diese ist zum Einen auf dem V-förmigen Rohrbogen (VS) im Abstand von dessen Spitze auf die Schenkel aufgesetzt, wobei die Verbindungseinrichtung der Sitzschale an das Traggestell aufgeschraubt, geclipst oder in ähnlicher Weise lösbar befestigt ist.

    [0019] Der Sattelsitz weist eine vertiefte mittlere Sitzregion 16 auf, die mit einer Ausrundung 17 in die Rückenlehne übergeht.

    [0020] Die Lehnen-Wangen sind im wesentlichen V-förmig ausgebildet. Der jeweilige untere Schenkel der V-Wange erstreckt sich, jeweils in der Höhe der Lordose -Stütze beginnend, aus dem seitlichen Rand der Rückenlehne heraus kontinuierlich schräg nach vorne oben mit nach vorne gerichteter Spitze bis über, in Seitenansicht betrachtet, die Sitzregion hinaus und läuft nach Erreichen des vorderen Rands der Sitzregion nach Ausbildung der Spitze des V mit seinem oberen Schenkel in den oberen Rand der Lehne ein.

    [0021] Der umlaufende Rand der Sitzschale 18 weist eine Randausbildung in Form eines nach außen offenen U auf, wobei die U-förmige Randausbildung als abgeknickte Fase 19 ausgebildet ist. In die U-förmige Randausbildung ist ein Keder 20 eines Sitzbezugs 21 eingesetzt.

    [0022] Die Rückenlehne 3 der Sitzschale 6 in Ansicht von hinten/vorne mit einer Taille 22 ausgebildet. Die Taille der Rückenlehne weist unterhalb der Lordose-Stütze ihre engste Einschnürung auf.

    [0023] Das Gestell aus räumlich gebogenem Rohr ist federnd ausgebildet und verleiht dem Stuhl sowohl die Eigenschaften eines Freischwingers als auch die eines Schaukelstuhls.

    [0024] Auf dem Sattelsitz und in der Sitzmulde im Übergang zur Rückenlehne bis zum Scheitel der Lordose-Stütze ist eine Polsterlage 24 angeordnet. Auf der Boden-Kontaktfläche der Kufen 7 ist ein Kufenbelag 25 angeordnet.

    [0025] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.

    Bezugszeichenliste



    [0026] 
    1.
    Stuhl (1)
    2.
    sattelförmigen Sitz (Sattelsitz) (2)
    3.
    schalenförmigen Rücklehne (3
    4.
    Lordose-Stütze (4)
    5.
    seitliche Lehnen-Wangen (5)
    6.
    Sitzschale (6)
    7.
    gebogenen Kufen (7)
    8.
    Gestell (8)
    9.
    nach vorne gerichteter Spitze (9)
    10.
    nach vorne oben weisender Spitze (10)
    11.
    nach unten hinten geöffnete Schenkel (11) des stehenden V
    12.
    Schenkeln (12) des liegenden V
    13.
    Bogenteil (13)
    14.
    Verbindungseinrichtung (14)
    15.
    Traggestell (15)
    16.
    vertiefte mittlere Sitzregion (16)
    17.
    Ausrundung (17)
    18.
    Rand der Sitzschale (18)
    19.
    abgeknickte Fase (19)
    20.
    Keder (20)
    21.
    Sitzbezug (21)
    22.
    Taille (22)
    23.
    Engste Einschnürung (23)
    24.
    Polsterlage (24)
    25.
    Kufenbelag



    Ansprüche

    1. Stuhl (1) mit einem sattelförmigen Sitz (2) (Sattelsitz) und einer schalenförmigen Rücklehne (3), an der eine Lordose-Stütze (4) und seitliche Lehnen-Wangen (5) ausgebildet sind, wobei der Sattelsitz (2) mit der Rückenlehne (3) im Wesentlichen einstückig als eine Sitzschale (6) ausgebildet ist und dabei gegebenenfalls aus mehreren zusammengesetzten Teilen besteht, und wobei die Sitzschale (6) auf einem mit zwei gebogenen Kufen (7) versehenen Gestell (8) angeordnet ist.
     
    2. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (8) ein Gebilde aus räumlich gebogenem Rohr ist, das gebildet ist aus:

    • einem liegenden V-förmigen Rohrbogen (VL) mit in Blickrichtung nach vorne gerichteter Spitze (9) und

    • einem schrägstehenden, weiteren V-förmigen Rohrbogen (VS) mit nach vorne oben weisender Spitze (10), dessen nach unten hinten geöffnete Schenkel (11) mit den Schenkeln (12) des liegenden V verbundenen sind,

    • wobei der stehende Rohrbogen (VS) mit dem liegenden Rohrbogen (VL) einen Winkel < 90° einschließt und

    • der Sattelsitz (2) an der nach oben gerichteten Spitze (10) des stehenden Rohrbogens (VS) befestigt ist.


     
    3. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (8) ein Gebilde aus räumlich gebogenem Rohr ist, das gebildet ist aus:

    • einem liegenden V-förmigen Rohrbogen (VL) mit in Blickrichtung nach hinten gerichteter Spitze (9') und

    • einem schrägstehenden, weiteren V-förmigen Rohrbogen (VS) mit nach hinten oben weisender Spitze (10'), dessen nach unten vorne geöffnete Schenkel (11') mit den Schenkeln (12') des liegenden V verbundenen sind,

    • wobei der stehende Rohrbogen (VS) mit dem liegenden Rohrbogen (VL) einen Winkel < 90° einschließt und

    • der Sattelsitz (2) an der nach oben gerichteten Spitze (10') des stehenden Rohrbogens (VS) befestigt ist.


     
    4. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schenkel (12, 12') des liegenden V-förmigen Rohrbogens (VL) als die beiden gebogenen Kufen (7) ausgebildet sind und eine Schaukelbewegung ermöglichen.
     
    5. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden V-förmigen Rohrbögen an ihren Verbindungsstellen mittels Bogenteilen (13) miteinander verbunden sind.
     
    6. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Sitzschale (6) eine Verbindungseinrichtung (14) angeformt ist.
     
    7. Stuhl nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung mit einem Traggestell aus Rohr zusammenwirkt, das zum einen auf dem V-förmigen Rohrbogen (VS) im Abstand von dessen Spitze auf die Schenkel aufgesetzt ist und an das die Verbindungseinrichtung der Sitzschale aufgeschraubt, geclipst oder in ähnlicher Weise lösbar befestigt ist.
     
    8. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sattelsitz eine vertiefte mittlere Sitzregion aufweist, die mit einer Ausrundung in die Rückenlehne übergeht.
     
    9. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehnen-Wangen im wesentlichen V-förmig ausgebildet sind und der jeweilige untere Schenkel des V jeweils in der Höhe der Lordose -Stütze beginnend sich aus dem seitlichen Rand der Rückenlehne kontinuierlich schräg nach vorne oben mit nach vorne gerichteter Spitze bis über, in Seitenansicht betrachtet, die Sitzregion hinaus erstreckt und nach erreichendes vorderen Rands der Sitzregion nach Ausbildung der Spitze des V mit dem oberen Schenkel des V in den oberen Rand der Lehne einläuft.
     
    10. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der umlaufende Rand der Sitzschale eine Randausbildung in Form eines nach außen offenen U aufweist.
     
    11. Stuhl nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Randausbildung als abgeknickte Fase ausgebildet ist.
     
    12. Stuhl nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in die U-förmige Randausbildung ein Keder eines Sitzbezugs eingesetzt ist.
     
    13. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell aus räumlich gebogenem Rohr federnd ausgebildet ist und dem Stuhl sowohl die Eigenschaften eines Freischwingers als auch die eines Schaukelstuhls verleiht.
     
    14. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf dem Sattelsitz und die Sitzmulde im Übergang zur Rückenlehne bis zum Scheitel der Lordose-Stütze eine Polster-Lage angeordnet ist.
     
    15. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Boden-Kontaktfläche der Kufen (7) ein Kufenbelag (25) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Chair (1) having a saddle-shaped seat (2) (saddle seat) and a shell-shaped backrest (3) at which a lordosis support (4) and lateral backrest cheeks (5) are formed, wherein the saddle seat (2) with the backrest is substantially formed integrally as a seat pan (6) and if applicable thereby consists of several composed parts and wherein the seat pan (6) is disposed on a rack (8) having two bent skids (7).
     
    2. Chair according to claim 1, characterized in that the rack (8) is a structure from spatial bent tube formed from:

    - a horizontal V-shaped tube arc (VL) having a tip (9) directed forwards in line of sight and

    - another transversal V-shaped tube arc (VS) having a forwards upwards pointing tip (10) having backwards downwards opened limbs (11) being connected to the limbs (12) of the lying V,

    - wherein the standing tube arc (VS) includes an angle < 90° with the lying tube arc (VL) and

    - the saddle seat (2) is attached to the upwards directed tip (10) of the standing tube arc (VS).


     
    3. Chair according to claim 1, characterized in that the rack (8) is a structure from spatial bent tube formed from:

    - a horizontal V-shaped tube arc (VL) having a tip (9') directed backwards in line of sight and

    - another transversal V-shaped tube arc (VS) having a backwards upwards pointing tip (10') having downwards forwards opened limbs (11') being connected to the limbs (12) of the lying V,

    - wherein the standing tube arc (VS) includes an angle < 90° with the lying tube arc (VL) and

    - the saddle seat (2) is attached to the upwards directed tip (10') of the standing tube arc (VS).


     
    4. Chair according to any preceding claim, characterized in that both the limbs (12, 12') of the lying V-shaped tube arc (VL) are formed as both the bent skids (7) and enable a rocking movement.
     
    5. Chair according to any preceding claim, characterized in that both the V-shaped tube arcs are connected to each other at their joints by arc parts (13).
     
    6. Chair according to any of the preceding claims, characterized in that a connecting device (14) is formed at the seat pan (6).
     
    7. Chair according to claim 6, characterized in that the connecting device cooperates with a supporting rack out of tube placed on the one hand on the V-shaped tube arc (VS) in distance of its tip on the limbs and screwed or clipped or detachable fixed similarly to the connecting device of the seat pan.
     
    8. Chair according to any of the preceding claims, characterized in that the saddle seat has a deepened middle seat region merging into the backrest with a fillet.
     
    9. Chair according to any of the preceding claims, characterized in that the backrest cheeks are essentially formed V-shaped and the respective lower limb of the V respectively extending in the height of the lordosis support starting from the lateral edge of the backrest continuously to transversal forwards upwards having a forward directed tip until beyond, as seen in side view, the seat region and after reaching the front edge of the seat region after forming the tip of the V with the upper limb of the V entering the upper edge of the backrest.
     
    10. Chair according to any of the preceding claims, characterized in that the circumferential edge of the seat pan has an edge formation in form of an outwards opened U.
     
    11. Chair according to claim 10, characterized in that the U-shaped edge formation is formed as a bent chamfer.
     
    12. Chair according claim 10 or 11, characterized in that a beading of a seat cover is established into the U-shaped edge formation.
     
    13. Chair according to any of the preceding claims, characterized in that the rack is formed springy from spatial bent tube and grants the chair the characteristics of a cantilever as well as these of a rocker.
     
    14. Chair according to any of the preceding claims, characterized in that a cushioning-sheet is disposed at least on the saddle seat and the seat pan in the transition to the backrest until the vertex of the lordosis support.
     
    15. Chair according to any of the preceding claims, characterized in that a skid-coating (25) is disposed on the ground-contact area of the skids (7).
     


    Revendications

    1. Chaise (1) avec une assise en forme de selle (2) (assise selle) et un dossier en forme de coque (3), au niveau duquel un appui lombaire (4) et des joues latérales (5) sont réalisés, dans laquelle l'assise selle (2) est réalisée avec le dossier (3) sensiblement d'un seul tenant en tant que coque de siège (6) et se compose ce faisant le cas échéant de plusieurs pièces assemblées, et dans laquelle la coque de siège (6) est agencée sur un cadre (8) doté de deux patins courbes (7).
     
    2. Chaise selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cadre (8) est une structure en tube spatialement courbe, qui est formée par ;

    - un coude de tube en forme de V horizontal (VL) avec une pointe dirigée vers l'avant (9) dans le sens du regard et

    - un autre coude de tube en forme de V incliné (VS) avec une pointe dirigée vers l'avant en haut (10), dont les branches ouvertes vers le bas en arrière (11) sont reliées aux branches (12) du V horizontal,

    - dans laquelle le coude de tube montant (VS) forme un angle < 90° avec le coude de tube horizontal (VL) et

    - l'assise selle (2) est fixée sur la pointe dirigée vers le haut (10) du coude de tube montant (VS).


     
    3. Chaise selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cadre (8) est une structure en tube spatialement courbe, qui est formée par :

    - un coude de tube en forme de V horizontal (VL) avec une pointe dirigée vers l'arrière (9') dans le sens du regard et

    - un autre coude de tube en forme de V incliné (VS) avec une pointe dirigée vers l'arrière en haut (10'), dont les branches ouvertes vers le bas en avant (11') sont reliées aux branches (12') du V horizontal,

    - dans laquelle le coude de tube montant (VS) forme un angle < 90° avec le coude de tube horizontal (VL) et

    - l'assise selle (2) est fixée sur la pointe dirigée vers le haut (10') du coude de tube montant (VS).


     
    4. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les deux branches (12, 12') du coude de tube en forme de V horizontal (VL) sont réalisées en tant que deux patins courbes (7) et permettent un mouvement de balancement.
     
    5. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les deux coudes de tube en forme de V sont reliés l'un à l'autre au niveau de leurs points de raccordement au moyen de pièces courbes (13).
     
    6. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un dispositif de raccordement (14) est moulé sur la coque de siège (6).
     
    7. Chaise selon la revendication 6, caractérisée en ce que le dispositif de raccordement coopère avec un cadre support en tube, qui est posé d'une part sur le coude de tube en forme de V (Vs) à distance de sa pointe sur les branches et sur lequel le dispositif de raccordement de la coque de siège est vissé, clipsé ou fixé de façon similaire de manière amovible.
     
    8. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'assise selle présente une région d'assise médiane évidée, qui se transforme en dossier avec un arrondi.
     
    9. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les joues sont réalisées sensiblement en forme de V et la branche inférieure respective du V commençant respectivement à la hauteur de l'appui lombaire s'étend depuis le bord latéral du dossier en continu de manière inclinée vers l'avant en haut avec une pointe dirigée vers l'avant jusqu'au-delà de la région d'assise, vue dans une vue latérale, et entre dans le bord supérieur du dossier après avoir atteint le bord avant de la région d'assise après formation de la pointe du V avec la branche supérieure du V.
     
    10. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le bord périphérique de la coque de siège présente une formation de bord en forme de U ouvert vers l'extérieur.
     
    11. Chaise selon la revendication 10, caractérisée en ce que la formation de bord en forme de U est réalisée en tant que chanfrein plié.
     
    12. Chaise selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce qu'un passepoil d'un revêtement de siège est utilisé dans la formation de bord en forme de U.
     
    13. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le cadre est réalisé de manière élastique en tube spatialement courbe et confère à la chaise aussi bien les propriétés d'une chaise cantilever que celles d'une chaise à bascule.
     
    14. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une couche de rembourrage est agencée au moins sur l'assise selle et le creux d'assise dans la transition au dossier jusqu'au sommet de l'appui lombaire.
     
    15. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un revêtement de patin (25) est agencé sur les surfaces de contact avec le sol des patins (7).
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente