[0001] Die Erfindung betrifft ein Beschlagbauteil für ein Haushaltsgerät. Das Beschlagbauteil
weist eine Befestigungsplatte zum Befestigen eines ersten Haushaltsgerätebauteils
an dem Beschlagbauteil auf. Das Beschlagbauteil weist darüber hinaus zumindest eine
Befestigungslasche zum Befestigen des Beschlagbauteils an einem zweiten Haushaltsgerätebauteil
auf, wobei diese Befestigungslasche an einem Rand der Befestigungsplatte gewinkelt
dazu angeordnet ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Haushaltsgerät mit
einem derartigen Beschlagbauteil sowie ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen
Beschlagbauteils.
[0002] Bei Haushaltkältegeräten ist es bekannt, dass einer an einem Korpus bzw. einem Gehäuse
schwenkbar angeordneten Tür zusätzlich ein Beschlagbauteil angebracht ist. An diesem
Beschlagbauteil wird türaußenseitig eine Möbelfrontplatte angebracht, welche die Türfrontseite
abdeckt. Dies ist insbesondere bei Haushaltskältegeräten der Fall, die als Einbaugeräte
in eine Möbelnische ausgebildet und angeordnet sind. Über dieses Beschlagbauteil wird
somit eine mechanische Verbindung zwischen der Tür und der Möbelfrontplatte als Haushaltsgerätebauteile
hergestellt.
[0003] In der
DE 10 2012 208 258 A1 ist ein derartiges Haushaltsgerät bekannt. Dort ist auch ein entsprechendes Befestigungselement
als Beschlagbauteil vorgesehen. Über die Befestigungslaschen wird eine Schraubverbindung
des Befestigungselements mit der Tür erzeugt.
[0004] Durch die Ausgestaltung der Platte und der Befestigungslasche ist die mechanische
Stabilität zur Aufnahme der Kräfte, die beim Befestigen an der Tür auftreten, und
andererseits zusätzliche Gewichtskräfte, die dann auf diese Verbindungsstelle wirken,
wenn die Möbelfrontplatte auch noch an dem Beschlagteil angeordnet ist, eingeschränkt.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Beschlagbauteil für ein Haushaltsgerät, ein Haushaltsgerät
sowie ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen Beschlagbauteils zu schaffen,
welches bezüglich der Verformungsstabilität verbessert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Beschlagbauteil, ein Haushaltsgerät oder ein Verfahren
gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Beschlagbauteil für ein Haushaltsgerät umfasst eine Befestigungsplatte.
Die Befestigungsplatte ist zum Befestigen eines ersten Haushaltsgerätebauteils an
dem Beschlagbauteil ausgebildet. Das Beschlagbauteil umfasst darüber hinaus zumindest
eine Befestigungslasche. Die Befestigungslasche ist zum Befestigen des Beschlagbauteils
an einem zweiten Haushaltsgerätebauteil vorgesehen.
[0008] Die Befestigungslasche ist an einem Rand der Befestigungsplatte angeordnet und gewinkelt
zu der Befestigungsplatte orientiert. Dies bedeutet, dass sich die Befestigungslasche
nicht in der Ebene erstreckt, in der sich die Befestigungsplatte aufspannt.
[0009] Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Befestigungslasche
zumindest bereichsweise zumindest zweilagig ausgebildet ist. Für eine derartige Ausgestaltung
wird das Beschlagbauteil an ganz spezifischer Stelle verstärkt und stabilisiert, so
dass dort auch Kräfte, die durch ein Anbinden an das zweite Haushaltsgerätebauteil
entstehen, verbessert aufgenommen werden können und keine unerwünschten Verformungen
des Beschlagbauteils auftreten. Darüber hinaus ist es gerade durch diese örtliche
Spezifikation zumindest durch die Doppellagigkeit auch erreicht, dass die Gewichtskräfte,
die durch das erste Haushaltsgerätebauteil auf das Beschlagbauteil und insbesondere
dann auch auf diese Verbindungsstelle zwischen der Befestigungslasche und dem zweiten
Haushaltsgerätebauteil im montierten Zustand wirken, uneingeschränkt aufgenommen werden
können. Durch eine derartige erfindungsgemäße Ausgestaltung ist ein hochstabiles Beschlagbauteil
im Bereich der Befestigungslasche gebildet.
[0010] Die Haushaltsgerätebauteile sind separate unterschiedliche Haushaltsgerätebauteile.
[0011] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungslasche eine einstückig mit dem
Rand der Befestigungsplatte verbundene erste Lage aufweist. Dadurch wir die Bauteilzahl
reduziert und der Montageaufwand des Beschlagbauteils minimiert. Denn es müssen dann
keine separaten Teile zusammengefügt werden. Darüber hinaus ist durch diese einstückige
Ausgestaltung an dieser spezifischen Stelle auch vermieden, dass fehleranfällige verschleißträchtige
separate Verbindungen ausgebildet sind. Die Einstückigkeit ermöglicht daher auch gerade
an dieser kritischen Stelle und somit an diesem Übergang eine hochbelastbare Ausgestaltung
des Beschlagbauteils.
[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungslasche eine zweite Lage aufweist,
die ein Winkelbauteil ist. Durch diese spezifische Geometrie der zweiten Lage wird
nicht nur eine ebene zweite Lage bereitgestellt, sondern durch das Winkelbauteil eine
deutliche Verstärkung und Versteifung bewirkt. Die zweite Lage in sich ist somit bereits
hoch formstabil und belastbar und stützt darüber hinaus durch ihre Formgebung auch
die gesamte Befestigungslasche mit der oberen ersten Lage. Dadurch wird durch die
zweite Lage gerade auch der einstückige Übergangsbereich zwischen der oberen ersten
Lage der Befestigungslasche und der Befestigungsplatte stabilisiert und gestützt.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungslasche eine zweite Lage aufweist,
die an einer der Befestigungsplatte zugewandten Unterseite einer ersten Lage der Befestigungslasche
anliegend angeordnet ist. Damit werden die oben genannten Vorteile nochmals verbessert.
Insbesondere dann, wenn die zweite Lage ein Winkelbauteil ist, dient dieses dann auch
quasi als Stützteil für die erste obere Lage von unten. Durch die Ausgestaltung der
zweiten Lage als Winkelbauteil liegt nämlich in dem Zusammenhang dann eine Teilfläche
des Winkelbauteils an einer Unterseite der ersten Lage an und die dazu gewinkelte
andere Fläche des Winkelbauteils liegt an der Befestigungsplatte an, so dass hier
quasi auch eine Art Stützpodest geschaffen ist. Ein unerwünschtes Verbiegen der ersten
Lage und somit auch der gesamten Befestigungslasche gegenüber der Befestigungsplatte
ist dadurch verhindert.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungslasche eine zweite Lage aufweist,
die einstückig mit einer ersten Lage der Befestigungslasche über eine Biegekante verbunden
ist, wobei die zweite Lage durch Umbiegung an die erste Lage als Biegelage angebogen
ist. Auch dadurch wird die Bauteilzahl des Beschlagbauteils reduziert und auch eine
besonders einfache Herstellung der mehrlagigen Befestigungslasche erzeugt. Darüber
hinaus wird durch diese Ausgestaltung die Lagegenauigkeit zwischen den beiden Lagen
der Befestigungslasche verbessert.
[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungslasche eine Dicke von >1,5mm, insbesondere
eine Dicke von 1,6mm, aufweist.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungslasche eine erste Lage und eine
zweite Lage aufweist, und die beiden Lagen an Anlageflächen aneinander anliegen und
verbunden sind. Dadurch kann eine Relativbewegung zwischen den beiden Lagen vermieden
werden und die Stabilität der gesamten Befestigungslasche ist erhöht.
[0017] In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass diese Verbindung durch ein miteinander
Verprägen der Lagen ausgebildet ist. Die Verbindung ist dabei hochstabil ausgebildet
und kann durch ein einfaches Prägewerkzeug ohne den laufenden Herstellungsprozess
des Beschlagbauteils erfolgen, insbesondere dann, wenn das Beschlagbauteil ein einstückiger
Zuschnitt ist, aus welchem die Befestigungslasche gebogen wird.
[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Verbindung als Schweißverbindung oder Nietverbindung
oder Schraubverbindung oder Klebeverbindung ausgebildet ist.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung ist vorgesehen, dass die Befestigungsplatte
trapezförmig ausgebildet ist. Dies wird den Anforderungen bezüglich der Befestigung
einer als Möbelfrontplatte ausgebildeten Ausgestaltung eines Haushaltsgerätebauteils
an einer Tür eines Haushaltsgeräts besonders vorteilhaft gerecht.
[0020] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungslasche eine Durchführung für eine
Schraube aufweist. An der Befestigungslasche ist daher auch konkret die Verbindung
mit dem zweiten Haushaltsgerätebauteil, insbesondere einer Tür, vorgesehen.
[0021] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Beschlagbauteil eine Justierschiene zum Justieren
eines als Möbelfrontplatte ausgebildeten ersten Haushaltsgerätebauteils an einem als
Tür ausgebildeten zweiten Haushaltsgerätebauteils eines Haushaltsgeräts ist. Dadurch
kann eine Spezifikation des Beschlagbauteils erreicht werden, durch welche die lagegenaue
Anordnung zwischen der Tür und der Möbelfrontplatte einfach eingestellt und dauerhaft
gehalten werden kann und somit auch, gerade bei Schlepptüren, eine beim Bewegen der
Tür geführte und erfolgende Relativbewegung zwischen einer Türplatte und der Möbelfrontplatte
genau erreicht werden.
[0022] Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Haushaltsgerät mit einem erfindungsgemäßen
Beschlagbauteil oder einer vorteilhaften Ausgestaltung davon. Insbesondere ist das
Haushaltsgerät ein Haushaltskältegerät zur Aufnahme von Lebensmitteln, und kann beispielsweise
ein Gefriergerät oder ein Kühlgerät oder ein Gefrier-Kühl-Kombigerät sein.
[0023] Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Herstellen eines Beschlagbauteils
für ein Haushaltsgerät, bei welchem das Beschlagbauteil mit einer Befestigungsplatte
zum Befestigen eines ersten Haushaltsgerätebauteils an dem Beschlagbauteil, und mit
zumindest einer Befestigungslasche zum Befestigen des Beschlagbauteils an einem zweiten
Haushaltsgerätebauteil ausgebildet wird. Die Befestigungslasche wird an einem Rand
der Befestigungsplatte gewinkelt dazu ausgebildet. Ein wesentlicher Herstellungsschritt
der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Befestigungslasche zumindest bereichsweise
zumindest zweilagig ausgebildet wird. Die dadurch erreichbaren Vorteile wurden bereits
oben bei der Erläuterung des Beschlagbauteils genannt.
[0024] Vorteilhafte Ausführungen des erfindungsgemäßen Beschlagbauteils sind als vorteilhafte
Ausführungen des Verfahrens anzusehen, wobei dazu die jeweiligen gegenständlichen
Merkmale durch spezifische Herstellungsschritte des Verfahrens erzeugt werden.
[0025] Mit den Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung",
"Breitenrichtung", "Höhenrichtung" sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und bestimmungsgemäßem
Anordnen des Geräts und bei einem dann vor dem Gerät stehenden und in Richtung des
Geräts blickenden Beobachter gegebenen Positionen und Orientierungen angegeben.
[0026] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen
und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines
ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine vereinfachte perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Haushaltsgeräts;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Beschlagbauteils;
- Fig. 3
- eine perspektivische vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs der Ansicht in Fig.
2; und
- Fig. 4
- eine Teildarstellung des Beschlagbauteils gemäß Fig. 4 in einem noch nicht fertig
gestellten Endzustand.
[0028] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0029] In Fig. 1 ist in einer vereinfachten Darstellung ein Haushaltsgerät 1 gezeigt, welches
ein Haushaltskältegerät ist. Das Haushaltsgerät 1 umfasst ein Gehäuse 2, in dem ein
Aufnahmeraum 3 zum Lagern und Konservieren von Lebensmitteln ausgebildet ist. Darüber
hinaus umfasst das Haushaltsgerät 1 eine Tür 4, die an dem Gehäuse 2 schwenkbar angeordnet
ist und den Aufnahmeraum 3 frontseitig verschließt. Das Haushaltsgerät 1 ist in Fig.
1 in nicht eingebautem Zustand in einer Einbaunische dargestellt. Insbesondere ist
dieses Haushaltsgerät 1 ein Einbaugerät, welches in eine derartige Einbaunische angeordnet
ist. In dem Zusammenhang ist es üblicherweise auch vorgesehen, dass der die Einbaunische
umgebende Bereich einer Möbelwand entsprechend gestaltet ist. Um auch hier insbesondere
ein einheitliches Erscheinungsbild darzustellen, ist das Haushaltsgerät 1 zusätzlich
mit einer Möbelfrontplatte 5 ausgebildet. Diese ist an einer Außenseite und somit
einer dem Aufnahmeraum 3 abgewandten Seite einer Türplatte 6 der Tür 4 angeordnet
und deckt die Tür 4 ab.
[0030] Die Möbelfrontplatte 5 ist mit einem Beschlagbauteil 7, wie sie in Fig. 2 gezeigt
ist, an der Tür 4 angeordnet. Das Beschlagbauteil 7 ist ein einstückiges Metallteil,
welches aus einem einzigen zusammenhängenden Zuschnitt gefertigt ist. Wie dazu in
Fig. 2 zu erkennen ist, weist das Beschlagbauteil 7 eine Befestigungsplatte 8 auf,
die beispielhaft trapezförmig ausgebildet ist. Die Befestigungsplatte 8 weist in örtlicher
Anordnung und Anzahl lediglich beispielhaft zu verstehen mehrere Löcher bzw. Durchführungen
9 auf, von denen lediglich einige mit einem Bezugszeichen versehen sind, über welche
Schraubverbindungen zu der Möbelfrontplatte 5 bzw. einer Führungsschiene der Möbelfrontplatte
5, mit welcher im monierten Zustand eine Relativbewegung zwischen der Möbelfrontplatte
5 und der Türplatte 6 Bei Bewegung der Tür 4 geführt ist, herstellbar sind.
[0031] An einem oberen Rand 10 der Befestigungsplatte 8 sind im Ausführungsbeispiel zwei
Befestigungslaschen 11 und 12 angeordnet. Diese sind durch Umbiegungen erzeugt und
sind in einem Winkel zwischen 80° und 100°, insbesondere zwischen 85° und 95°, zur
Ebene, in der sich die Befestigungsplatte 8 erstreckt, orientiert. Über die Befestigungslaschen
11 und 12 ist das Beschlagbauteil 7 an der Türplatte 6 befestigt, insbesondere durch
Schraubverbindungen. Dazu ist in den Befestigungslaschen 11 und 12 jeweils eine Durchführung
13 und 14 vorgesehen, durch welche Schrauben hindurchgeführt werden können und das
Beschlagbauteil 7 an der Tür, insbesondere der oberen Schmalseite bzw. einem oberen
Rand der Türplatte 6, verschraubt werden kann.
[0032] In dem Zusammenhang stellt die Tür 4 ein zweites Haushaltsgerätebauteil und die Möbelfrontplatte
5 ein erstes Haushaltsgerätebauteil dar.
[0033] In Fig. 3 ist eine vergrößerte Darstellung eines Teilausschnitts des Beschlagbauteils
7 gezeigt. Es ist dabei zu erkennen, dass die Befestigungslasche 12 zumindest zweilagig
ausgebildet ist. Dabei ist eine obere erste Lage 15 vorgesehen, die über eine Biegekante
12a einstückig mit der Befestigungsplatte 8 verbunden ist. Darüber hinaus weist die
Befestigungslasche 12 eine zweite Lage 16 auf. Diese zweite Lage 16 ist ein Winkelbauteil.
Die zweite Lage 16 ist über eine Biegekante 17 mit der ersten Lage 15 einstückig verbunden.
Wie zu erkennen ist, sind die Biegekanten 12a und 17 unterschiedlich orientiert bzw.
nicht parallel zueinander, wobei insbesondere die Biegekante 17 auch keine Verbindung
oder Anmündung an die Befestigungsplatte 8 aufweist und in dem Zusammenhang auch keine
direkte Anmündung an den oberen Rand 10 aufweist.
[0034] Die zweite Lage 16 weist ein erstes Plattenteil 18 auf, welches in dem in Fig. 3
gezeigten montierten bzw. gefertigten Endzustand parallel zur ersten Lage 12 angeordnet
ist. Dieses erste Plattenteil 18 liegt an einer der Befestigungsplatte 8 zugewandten
Unterseite 19 der ersten Lage 12 an, insbesondere großflächig an.
[0035] Ein zweites Plattenteil 20 der zweiten Lage 16 ist gewinkelt zum ersten Plattenteil
18 angeordnet, insbesondere in einem Winkel zwischen 85° und 95°. Wie zu erkennen
ist, liegt die zweite Lage 16 sowohl an der Unterseite 19 der ersten Lage 12 als auch
an der Befestigungsplatte 8 an. In dem Zusammenhang liegt der Streifen bzw. das Plattenteil
20 der zweiten Lage 16 an der Befestigungsplatte 8 an. Darüber hinaus mündet die zweite
Lage 16 auch an den Übergang zwischen der ersten Lage 12 und der Befestigungsplatte
8, so dass auch gerade dieser gewinkelte Übergangsbereich, auch an der Biegekante
12a, durch die zweite Lage 16 gestützt ist.
[0036] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die erste Lage 12 mit der zweiten Lage 16 mechanisch
verbunden ist, beispielsweise verprägt ist. Es kann jedoch auch eine andere Verbindung
vorgesehen sein.
[0037] In Fig. 4 ist in einer Teildarstellung ein Zustand des Beschlagbauteils 7 gezeigt,
bei welchem der in Fig. 3 gezeigte Endzustand noch nicht erreicht ist. Bei dem in
Fig. 4 gezeigten Zwischenfertigungszustand ist sowohl die erste Lage 12 noch in der
Ebene der Befestigungsplatte 8 orientiert, als auch die zweite Lage 16 in dieser Ebene
orientiert und noch nicht als Winkelbauteil enthalten.
[0038] Es kann nun vorgesehen sein, dass die weitere Fertigung dahingehend erfolgt, dass
zunächst die zweite Lage 16 um die Biegekante 17 umgebogen wird und an die erste Lage
12 angelegt wird. Es kann dann vorgesehen sein, dass in weiteren die beiden Lagen
12 und 16 miteinander verbunden werden, insbesondere verprägt werden. Im Nachgang
kann dann vorgesehen sein, dass diese Befestigungslasche 12 um die Biegekante 12a
umgebogen wird, wobei dazu dann auch gleichzeitig die Winkelung der ersten Lage 12
miterzeugt wird.
[0039] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das Umbiegen der so vorgefalteten Biegelasche
bzw. Befestigungslasche 12 zuerst erfolgt und dann das miteinander Verprägen der ersten
Lage 15 und dem Plattenteil 18 der zweiten Lage 16 erfolgt.
[0040] In einer weiteren Fertigungsmöglichkeit kann vorgesehen sein, dass ausgehend von
der Darstellung in Fig. 4 zunächst die Herstellung der ersten Lage 12 als Winkelbauteil
erfolgt und dazu die Plattenteile 18 und 20 relativ zueinander verbogen werden. Nachfolgend
kann dann ein Umbiegen dieser fertig erzeugten zweiten Lage 16 um die Biegekante 17
erfolgen und im Nachgang dann wiederum ein Umbiegen dieser gesamten Lagen um die Biegekante
12a erfolgen und dann ein Verprägen erfolgen. Das Verprägen kann bei dieser Ausgestaltung
auch dann wiederum vor dem Umbiegen um die Biegekante 12a durchgeführt werden.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Aufnahmeraum
- 4
- Tür
- 5
- Möbelfrontplatte
- 6
- Türplatte
- 7
- Beschlagbauteil
- 8
- Befestigungsplatte
- 9
- Durchführung
- 10
- oberer Rand
- 11
- Befestigungslasche
- 12
- Befestigungslasche
- 12a
- Biegekante
- 13
- Durchführung
- 14
- Durchführung
- 15
- erste Lage
- 16
- zweite Lage
- 17
- Biegekante
- 18
- Plattenteil
- 19
- Unterseite
- 20
- Platte
1. Beschlagbauteil (7) für ein Haushaltsgerät (1), mit einer Befestigungsplatte (8) zum
Befestigen eines ersten Haushaltsgerätebauteils (5) an dem Beschlagbauteil (7), und
mit zumindest einer Befestigungslasche (11, 12) zum Befestigen des Beschlagbauteils
(7) an einem zweiten Haushaltsgerätebauteil (4), welche an einem Rand (10) der Befestigungsplatte
(8) gewinkelt dazu angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) zumindest bereichsweise zumindest zweilagig ausgebildet
ist.
2. Beschlagbauteil (7) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) eine einstückig mit dem Rand (10) der Befestigungsplatte
(8) verbundene erste Lage (15) aufweist.
3. Beschlagbauteil (7) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lage eine obere Lage (15) ist.
4. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) eine zweite Lage (16) aufweist, die ein Winkelbauteil
ist.
5. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) eine zweite Lage (16) aufweist, die an einer der
Befestigungsplatte (8) zugewandten Unterseite (19) einer ersten Lage (15) der Befestigungslasche
(7) anliegend angeordnet ist.
6. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) eine zweite Lage (16) aufweist, die einstückig mit
einer ersten Lage (15) der Befestigungslasche (7) über eine Biegekante (17) verbunden
ist, wobei die zweite Lage (16) durch Umbiegung an die erste Lage (15) als Biegelage
angebogen ist.
7. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) eine Dicke (d) von größer 1,5mm, insbesondere eine
Dicke (d) von 1,6mm, aufweist.
8. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) eine erste Lage (15) und eine zweite Lage (16) aufweist,
und die beiden Lage (15, 16) an Anlageflächen verbunden sind.
9. Beschlagbauteil (7) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung durch miteinander Verprägen der Lagen (15, 16) als Prägeverbindung
ausgebildet ist.
10. Beschlagbauteil (7) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung als Schweißverbindung oder Nietverbindung oder Schraubverbindung oder
Klebeverbindung ausgebildet ist.
11. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsplatte (8) trapezförmig ausgebildet ist.
12. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) eine Durchführung (13, 14) für eine Schraube aufweist.
13. Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Justierschiene zum Justieren eines als Möbelfrontplatte (5) ausgebildeten
ersten Haushaltsgerätsbauteils an einem als Tür (4) ausgebildeten zweiten Haushaltsgerätebauteil
eines Haushaltsgeräts (1) ist.
14. Haushaltsgerät (1) mit einem Beschlagbauteil (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Verfahren zum Herstellen eines Beschlagbauteils (7) für ein Haushaltsgerät (1), bei
welchem das Beschlagbauteil (7) mit einer Befestigungsplatte (8) zum Befestigen eines
ersten Haushaltsgerätebauteils (5) an dem Beschlagbauteil (7), und mit zumindest einer
Befestigungslasche (11, 12) zum Befestigen des Beschlagbauteils (7) an einem zweiten
Haushaltsgerätebauteil (4) ausgebildet wird, wobei die Befestigungslasche (11, 12)
an einem Rand (10) der Befestigungsplatte (8) gewinkelt dazu ausgebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11, 12) zumindest bereichsweise zumindest zweilagig ausgebildet
wird.