[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine zur Bedruckung von hülsenförmigen Werkstücken
gemäss Anspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Bedruckung von
hülsenförmigen Werkstücken gemäss Anspruch 9.
[0002] Aus der
EP 2 860 036 A1 ist eine Druckeinrichtung zur Bedruckung einer Umfangsoberfläche eines Gegenstands
mit wenigstens zwei Druckköpfen bekannt, wobei die Druckköpfe jeweils eine Reihenanordnung
von Farbdosierelementen, insbesondere Farbdüsen, aufweisen, die jeweils für eine individuell
vorgebbare Abgabe von Farbe auf den Gegenstand ausgebildet sind und wobei wenigstens
einer der Druckköpfe beweglich längs einer Erstreckungsachse der Farbdosierelemente
an einem Drucckopfträger angeordnet ist, wobei der beweglich gelagerte Druckkopf eine
elektrisch ansteuerbare Einstelleinrichtung für eine Einstellung einer Relativposition
gegenüber dem wenigstens einen weiteren Druckkopf zugeordnet ist.
[0003] Die
DE 10 2013 217 681 A1 offenbart eine Behandlungsmaschine für Behälter, insbesondere zum Bedrucken der Behälter,
mit einem Transportmittel zum Transport der Behälter entlang einer Transportbahn und
ein Verfahren zur Überwachung der Behandlungsmaschine, wobei wenigstens eine stationäre
Abtasteinrichtung zum Abtasten eines Profillinienabschnitts einer Hüllkurve vorgesehen
ist, die von einem ordnungsgemäß transportierten Behältertyp und/oder von ordnungsgemäß
montierten Rüstelementen vorgegeben wird und wobei die Abtasteinrichtung derart eingerichtet
ist, dass sie beim seitlichen Überschreiten des Profillinienabschnitts in Richtung
eines Behandlungsaggregats ein Steuersignal ausgibt.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Druckmaschine und ein Verfahren bereitzustellen,
die eine verbesserte Prozesssicherheit für den Druckvorgang gewährleisten.
[0005] Diese Aufgabe wird für eine Druckmaschine der eingangs genannten Art mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass die Sensoreinrichtung an einem
Sensorhalter aufgenommen ist, der als Bewegungsanschlag für die Schwenkbewegung der
Prüfleiste ausgebildet ist und der verstellbar am Maschinengestell angeordnet ist.
Die Einstellung der Relativposition für den Druckkopf gegenüber dem Werkstück erfolgt
in Abhängigkeit von einem Sensorsignal der Sensoreinrichtung.
[0006] Dabei dienen die Prüfleiste und die zugeordnete Sensoreinrichtung dazu, geometrische
Abweichungen, die auf Auswölbungen oder Schmutzpartikel am Werkstück zurückgehen können,
an den zu bedruckenden Werkstücken gegenüber einer vorgegebenen Hüllgeometrie zu ermitteln.
Bei Vorliegen derartiger geometrischen Abweichungen soll ein Fehlersignal ausgegeben
werden, das dazu eingesetzt wird, die Druckmaschine in einer Weise zu beeinflussen,
dass eine Beschädigung des wenigstens einen Druckkopfs vermieden werden kann. Eine
derartige Beschädigung könnte beispielsweise auftreten, wenn ein am Werkstück anhaftender
Schmutzpartikel aus einem vorausgegangenen Herstellungsschritt für das Werkstück und/oder
eine nicht vorgesehenen Deformation, insbesondere eine Auswölbung in radialer Richtung
nach außen vorliegt, die während des Druckvorgangs in mechanischen Kontakt mit dem
Druckkopf und damit zu einer Beschädigung des Druckkopfs führen könnten. Dies ist
insbesondere bei Verwendung eines Tintenstrahl-Druckkopfs von Bedeutung, der während
der Durchführung des Druckvorgangs in einem geringen Abstand, vorzugsweise mit einem
Abstand von weniger als einem 2 Millimetern, gegenüber der Oberfläche des Werkstücks
geführt wird. Mit Hilfe der Prüfleiste und der Sensoreinrichtung wird eine elektromechanische
Erfassung von Abweichungen der Hüllgeometrie des Werkstücks durchgeführt, wobei die
Sensoreinrichtung kein Fehlersignal ausgibt, sofern eventuell vorliegende geometrische
Abweichungen am Werkstück eine Ausdehnung eines Prüfspalts nicht überschreiten, den
die Prüfleiste gegenüber einer Soll-Außenoberfläche des Werkstücks einnimmt. Hierdurch
kann auf eine aufwendige Nachverarbeitung von Sensordaten verzichtet werden, wie sie
beispielsweise bei einer optischen Abtastung der Hüllgeometrie des Werkstücks erforderlich
wäre.
[0007] Vielmehr ist es ausreichend, wenn die Sensoreinrichtung ein Fehlersignal ausgibt,
sobald die Prüfleiste eine vorgegebene Position gegenüber dem rotierenden Werkstück
verlässt. In praktischer Hinsicht kann vorgesehen sein, dass die Prüfleiste derart
gegenüber dem Werkstück angeordnet wird, dass der vorgebbare Prüfspalt zwischen der
Prüfleiste und dem Werkstück einer maximalen Toleranz für Erhebungen beziehungsweise
geometrische Abweichungen am Werkstück entspricht, sodass nur dann ein Fehlersignal
ausgegeben wird, wenn diese Erhebungen oder geometrischen Abweichungen die vorgegebene
Toleranzgrenze überschreiten.
[0008] Gemäss der vorliegenden Erfindung weist der Sensorhalter eine Doppelfunktion auf,
da er einerseits eine Schwenkbewegung der Prüfleiste, insbesondere hinsichtlich der
Abtaststellung, begrenzt und andererseits für die Positionierung der Sensoreinrichtung
gegenüber der Prüfleiste vorgesehen ist. Für eine Anpassung des Arbeitsspalts zwischen
der Prüfleiste und der Außengeometrie des Werkstücks ist eine Verstellmöglichkeit
für den Sensorhalter vorgesehen, hierbei kann es sich beispielsweise um eine Schraube,
insbesondere um eine Mikrometerschraube handeln, mit deren Hilfe eine exakte Justierung
des Arbeitsspalts zwischen der Prüfleiste und der Außengeometrie des Werkstücks vorgenommen
werden kann.
[0009] Zweckmäßig ist es, wenn die Prüfleiste schwenkbeweglich zwischen einer Abtaststellung
und einer Auslösestellung am Maschinengestell gelagert ist. Mit einer schwenkbeweglichen
Lagerung der Prüfleiste kann in konstruktiv einfacher Weise ein vorteilhaftes Ausweichverhalten
für die Prüfleiste vorgegebenen werden, sofern während der Durchführung des Prüfvorgangs
eventuelle Erhebungen oder Auswölbungen oder Verschmutzungen am Werkstück in mechanischen
Kontakt mit der Prüfleiste kommen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Schwenkbewegung
für eine Ausweichbewegung der Prüfleiste gegensinnig zu einer Rotationsrichtung der
Werkstückaufnahmen und der daran aufgenommenen Werkstücke ausgebildet ist, da in diesem
Fall die Ausweichbewegung der Prüfleiste gleichbedeutend mit einer Vergrößerung des
Arbeitsspalts zwischen Prüfleiste und Werkstück ist und unerwünschte Kollisionen zwischen
Prüfleiste und Werkstück vermieden werden können. Eine schwenkbewegliche Lagerung
der Prüfleiste am Maschinengestell kann insbesondere durch Gleitlager oder Wälzlager
oder fluiddynamische Lager, insbesondere Druckluftlager, realisiert werden.
[0010] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Schwenkachse
der Prüfleiste parallel zu einer Drehachse der Werkstückaufnahme ausgerichtet ist.
Hierdurch wird, insbesondere unter der Voraussetzung einer zylindrischen Außengeometrie
des Werkstücks, eine einfache Einstellbarkeit für den Arbeitsspalt zwischen Prüfleiste
und der Hüllgeometrie des Werkstücks gewährleistet.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Prüfleiste eine
Prüfkante mit einer, insbesondere geradlinigen Profilierung aufweist, die auf eine
Außengeometrie der Werkstücke angepasst ist. Durch die Anpassung der Prüfkante an
die Außengeometrie der Werkstücke, die insbesondere als rotationssymmetrische Körper
ausgebildet sind, wird eine vollflächige Abtastung der zu prüfenden Oberflächenbereiche
des Werkstücks begünstigt. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Werkstück eine kreiszylindrische
Hüllgeometrie oder Außengeometrie aufweist. In diesem Fall kann die Prüfkante eine
geradlinige Profilierung aufweisen. Bei bereichsweise verjüngten oder ausgewölbten
Hüllgeometrien/Außengeometrien der Werkstücke wird eine entsprechende Anpassung der
Profilierung der Prüfkante vorgesehen. Somit kann gewährleistet werden, dass der Arbeitsspalt
längs der Schwenkachse der Prüfleiste oder längs der Drehachse der Werkstückaufnahme
möglichst konstant über die gesamte zu prüfende Hüllgeometrie oder Außengeometrie
des Werkstücks ist.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Sensoreinrichtung
für eine Einstellung der Auslösestellung verstellbar am Sensorhalter aufgenommen ist.
Bei der Sensoreinrichtung kann es sich exemplarisch um einen induktiven Näherungsschalter
oder einen Reed-Schalter oder einen Hall-Sensor oder einen elektromechanischen Mikroschalter
oder eine Lichtschrankenanordnung handeln. Die Sensoreinrichtung weist typischerweise
eine Schaltschwelle auf, bei deren Überschreitung, insbesondere aufgrund einer Relativbewegung
der Prüfleiste gegenüber der Sensoreinrichtung, ein Schaltvorgang ausgelöst wird.
Um eine exakte Einstellung für den dadurch bestimmten Schaltpunkt der Sensoreinrichtung
zu ermöglichen, ist die Sensoreinrichtung verstellbar am Sensorhalter aufgenommen.
Beispielsweise kann hierzu eine Schraubenverstellung, insbesondere mit Hilfe einer
Mikrometerschraube, vorgesehen werden.
[0013] Bevorzugt ist vorgesehen, dass zwischen dem Maschinengestell und der Prüfleiste eine
Federeinrichtung angeordnet ist, die für eine Bereitstellung von Federkräften auf
die Prüfleiste ausgebildet ist, um die Abtaststellung als Vorzugsstellung zu bestimmen.
Die Aufgabe der Federeinrichtung besteht somit darin, eine Vorzugsstellung für die
Prüfleiste durch Einleitung geeigneter Federkräfte vorzugeben. Bei dieser Vorzugsstellung
handelt es sich um die Abtaststellung, in der die Prüfleiste während des Prüfvorgangs
gehalten wird und aus der die Prüfleiste bei einem Vorliegen von Auswölbungen oder
Verschmutzungen an der Außenoberfläche des Werkstücks, die den Arbeitsspalt zwischen
Außengeometrie des Werkstücks und Prüfleiste überwinden, ausgelenkt werden soll. Vorzugsweise
sind die Federkräfte der Federeinrichtung derart bemessen, dass eine Auslenkung der
Prüfleiste aus der Abtaststellung auch dann erfolgt, wenn eine Erhebung oder eine
Verschmutzung an der Außengeometrie des Werkstücks den Arbeitsspalt nur geringfügig
überschreitet.
[0014] Vorteilhaft ist es, wenn die Sensoreinrichtung elektrisch mit einer Steuereinrichtung
verbunden ist und wenn die Steuereinrichtung für eine elektrische Ansteuerung der
Einstelleinrichtung zur Vergrößerung eines Abstands des Druckkopfs gegenüber dem Werkstück
bei Eintreffen eines vorgebbaren Sensorsignals von der Sensoreinrichtung eingerichtet
ist. Dementsprechend besteht die Aufgabe der Steuereinrichtung darin, bei Ermittlung
einer Erhebung oder Verschmutzung an der Außengeometrie des Werkstücks durch die Prüfleiste
den Drucckopf in eine Sicherheitsstellung zu bringen, in der eine Beschädigung durch
die am Werkstück vorliegenden Erhebungen oder Verschmutzungen ausgeschlossen werden
kann.
[0015] Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Prüfleiste und der Druckkopf an
der gleichen Arbeitsstation angeordnet sind und Erhebungen am Werkstück als unmittelbare
Gefahr für den Druckkopf angesehen werden müssen.
[0016] Typischerweise sind Prüfleiste und Druckkopf unterschiedlichen Arbeitsstationen längs
des Bewegungswegs für die Werkstücke angeordnet, sodass eine Bewegung der Prüfleiste
nicht als unmittelbare Gefahr für den Druckkopf anzusehen ist. Da jedoch eine Weiterbearbeitung
der zu diesem Zeitpunkt in der Druckmaschine aufgenommenen Werkstücke die Gefahr beinhalten
würde, dass der Druckkopf während der Durchführung des Druckvorgangs beschädigt wird,
kann vorzugsweise vorgesehen werden, sämtliche zu diesem Zeitpunkt in der Druckmaschine
befindliche Werkstücke aus der Druckmaschine abzuführen, ohne sie fertig zu bearbeiten.
[0017] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Fördereinrichtung
als drehbeweglich am Maschinengestell gelagerter Werkstückrundtisch ausgebildet ist,
an dem die drehbeweglich gelagerten Werkstückaufnahmen angeordnet sind und dem eine
Antriebseinrichtung für eine Drehbewegung gegenüber dem Maschinengestell zugeordnet
ist, wobei den Werkstückaufnahmen jeweils Antriebsmittel für die Einleitung von Drehbewegungen
zugeordnet sind und wobei der Bewegungsweg als Kreisbahnabschnitt ausgebildet ist.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Werkstückaufnahmen radial von einer kreiszylindrischen
Außenoberfläche des Werkstückrundtischs abragen und als Dorne ausgebildet sind, auf
die die endseitig offenen, insbesondere hülsenförmig ausgebildeten Werkstücke an der
Werkstückaufnahmeposition aufgeschoben und an der Werkstückabgabeposition abgezogen
werden können. Dementsprechend bewegen sich die Werkstückaufnahmen und die daran aufgenommenen
Werkstücke zwischen der Werkstückaufnahmeposition und der Werkstückabgabeposition
auf einen Kreisbahnabschnitt und die Prüfleiste sowie der Druckkopf sind an unterschiedlichen
Position des als Kreisbahnabschnitt ausgebildeten Bewegungswegs angeordnet.
[0018] Das mit der Druckmaschine durchführbare Verfahren zur Bedruckung von hülsenförmigen
Werkstücken umfasst rein exemplarisch die folgenden Schritte: Aufnehmen von Werkstücken
auf die Druckmaschine mit einer Fördereinrichtung, die mehrere drehbeweglich gelagerte
Werkstückaufnahmen umfasst, an einer Aufnahmeposition und Fördern der Werkstücke längs
eines Bewegungswegs in Richtung einer Abgabeposition, Bereitstellen der Werkstücke
an eine Druckeinrichtung, die längs des Bewegungswegs angeordnet ist und Bedrucken
der Werkstücke mit einem Druckkopf, der eine Reihenanordnung von Farbdosierelementen
umfasst, die jeweils für eine individuell vorgebbare Abgabe von Farbe auf das Werkstück
ausgebildet sind, wobei während des Druckvorgangs eine Einstellung einer Relativposition,
insbesondere eines Abstands, zwischen dem Werkstück und dem Druckkopf mit einer elektrisch
ansteuerbaren Einstelleinrichtung vorgenommen wird, wobei die Werkstücke vor der Durchführung
des Druckvorgangs an eine Abtasteinrichtung bereitgestellt werden, die längs des Bewegungswegs
zwischen der Aufnahmeposition und der Druckeinrichtung angeordnet ist und die eine
Oberfläche der Werkstücke mit einer beweglich am Maschinengestell gelagerten Prüfleiste
abtastet, wobei während des Prüfvorgangs eine Position und/oder eine Relativbewegung
der Prüfleiste gegenüber dem Maschinengestell mit einer Sensoreinrichtung ermittelt
wird und eine Ausgabe eines Fehlersignals erfolgt, sofern die Prüfleiste eine Bewegung
durchführt, die größer als eine vorgebbare Maximalbewegung ist.
[0019] Die Aufgabe der Erfindung wird für ein Verfahren zur Bedruckung von hülsenförmigen
Werkstücken mit den folgenden Schritten gelöst: Durchführen wenigstens eines Druckvorgangs
für die Werkstücke mit wenigstens einer Druckeinrichtung, die längs eines Bewegungswegs
für die Werkstücke angeordnet ist und die wenigstens einen Druckkopf mit einer Reihenanordnung
von Farbdosierelementen umfasst, die jeweils für eine individuell vorgebbare Abgabe
von Farbe auf das Werkstück ausgebildet sind, Einstellen einer Relativposition, insbesondere
eines Abstands, für den Druckkopf gegenüber dem Werkstück mit einer dem Druckkopf
zugeordneten elektrisch ansteuerbaren Einstelleinrichtung, Durchführen einer Oberflächenabtastung
der Werkstücke vor der Durchführung des Druckvorgangs mit wenigstens einer, insbesondere
längs des Bewegungswegs vor der Druckeinrichtung angeordneten, Abtasteinrichtung,
die eine beweglich an einem Maschinengestell gelagerte Prüfleiste und eine Sensoreinrichtung
zur Erfassung einer Position und/oder Relativbewegung der Prüfleiste gegenüber dem
Maschinengestell umfasst, wobei die Einstellung der Relativposition für den Druckkopf
gegenüber dem Werkstück in Abhängigkeit von einem Sensorsignal der Sensoreinrichtung
erfolgt und wobei mehrere drehbeweglich an einer Fördereinrichtung aufgenommene Werkstückaufnahmen
während der Durchführung des Abtastvorgangs und des Druckvorgangs eine Drehbewegung
mit jeweils zugeordneten Antriebsmitteln durchführen, so dass eine zylindrisch ausgebildete
Außenoberfläche der Werkstücke vollständig von der Abtasteinrichtung abgetastet und
von dem wenigstens einen Druckkopf bedruckt wird.
[0020] Erfindungsgemäss ist damit vorgesehen, dass die Werkstückaufnahmen zumindest während
der Durchführung des wenigstens einen Abtastvorgangs und des wenigstens einen Druckvorgangs
eine Drehbewegung, insbesondere um eine Dornlängsachse, durchführen, so dass eine
vorzugsweise zylindrisch ausgebildete Außenoberfläche des Werkstücks vorzugsweise
vollständig von der Abtasteinrichtung abgetastet und von dem wenigstens einen Druckkopf
bedruckt werden kann. Hierzu sind den Werkstückaufnahmen jeweils Antriebsmittel, insbesondere
elektrische Servomotoren zugeordnet.
[0021] Bei einer Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die hülsenförmigen Werkstücke
längs des Bewegungswegs zwischen einer Werkstückaufnahmeposition und einer Werkstückabgabeposition
mittels der Fördereinrichtung gefördert werden, wobei Drehbewegungen für die Fördereinrichtung
mit jeweils zugeordneten Antriebsmitteln durchgeführt werden.
[0022] Bei der Durchführung des Verfahrens erfolgt die Förderung der Werkstücke längs des,
insbesondere kreisabschnittsförmig ausgebildeten, Bewegungswegs zwischen einer Werkstückaufnahmeposition
und einer Werkstückabgabeposition mittels einer Fördereinrichtung, die mehrere Werkstückaufnahmen
umfasst. Die Werkstückaufnahmen, bei denen es sich beispielsweise um Dorne handeln
kann, auf denen hohlzylindrische Werkstücke vorzugsweise drehfest aufgenommen werden
können, sind drehbeweglich, insbesondere um eine Dornlängsachse drehbeweglich, an
der Fördereinrichtung aufgenommen.
[0023] Die Fördereinrichtung ist vorzugsweise für eine Durchführung einer Drehschrittbewegung
ausgebildet, so dass die an den Werkstückaufnahmen aufgenommenen Werkstücke durch
Schwenkbewegungen der Fördereinrichtung um eine, insbesondere in vertikaler Richtung
ausgerichtete, Mittelachse zwischen unterschiedlichen Arbeitsstationen befördert werden
können und an den jeweiligen Arbeitsstationen, die auch die wenigstens eine Abtasteinrichtung
und den wenigstens einen Druckkopf umfassen, jeweils verweilen können, um dort abgetastet
bzw. bedruckt zu werden. Für die Durchführung des Druckvorgangs ist eine Einstellung
einer Relativposition, insbesondere eines Abstands, für den Druckkopf gegenüber dem
Werkstück mit einer dem Druckkopf zugeordneten elektrisch ansteuerbaren Einstelleinrichtung
vorgesehen. Beispielhaft ist ein Abstand zwischen Druckkopf und Werkstück in einem
Bereich kleiner 5mm, vorzugsweise kleiner 2mm, besonders bevorzugt kleiner 1mm vorgesehen.
[0024] Um eine Beschädigung des Druckkopfs durch Partikel, die an der Oberfläche des Werkstücks
anhaften können, zu vermeiden, wird mit Hilfe der Abtasteinrichtung vor der Durchführung
des Druckvorgangs die Oberflächenabtastung der Werkstücke vorgenommen. Hierzu umfasst
die Abtasteinrichtung eine beweglich an einem Maschinengestell gelagerte Prüfleiste
und eine Sensoreinrichtung zur Erfassung einer Position und/oder Relativbewegung der
Prüfleiste gegenüber dem Maschinengestell. Bei Auftreffen der mit geringem Abstand,
vorzugsweise mit einem Abstand kleiner 2mm, insbesondere kleiner 1mm, gegenüber dem
Werkstück angeordneten Prüfleiste auf einen am Werkstück anhaftenden Partikel erfolgt
eine Auslenkung der Prüfleiste, die zu einer Veränderung eines Sensorsignals der Sensoreinrichtung
führt.
[0025] Das Sensorsignal wird beispielhaft an eine Steuereinrichtung bereitgestellt, die
das Sensorsignal auswertet und bei Auftreten von Abweichungen gegenüber einem vorgebbaren
Schwellwert eine Ansteuerung des wenigstens einen der Abtasteinrichtung nachgelagerten
Druckkopfs derart vornimmt, dass dieser nicht mit dem am Werkstück anhaftenden Partikel
kollidiert. Vorzugsweise ist vorgesehen, das jeweilige Werkstück unbedruckt zu belassen
und beispielsweise an der Werkstückabgabeposition auszusortieren, so dass es nicht
einer nachfolgenden Weiterbearbeitung zugeführt wird.
[0026] Eine vorteilhafte Ausführungsform ist in der Zeichnung dargestellt. Hierbei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht auf eine Druckmaschine mit einem drehbeweglich gelagerten
Werkstückrundtisch und mehreren Arbeitsstationen zur Bedruckung und Inspektion von
zylindrischen Hohlkörpern,
- Figur 2
- eine schematische Draufsicht auf eine als Druckeinrichtung ausgebildete Arbeitsstation
der Druckmaschine,
- Figur 3
- eine teilweise geschnittene Draufsicht auf den Werkstückrundtisch,
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung einer Abtasteinrichtung, und
- Figur 5
- eine schematische Vorderansicht der Abtasteinrichtung gemäß der Figur 4.
[0027] Eine in der Figur 1 rein schematisch dargestellte Druckmaschine 1 umfasst einen drehbar
um eine senkrecht zur Darstellungsebene der Figur 1 ausgerichtete Drehachse 2 gelagerten
Werkstückrundtisch 3 und mehrere, exemplarisch jeweils paarweise parallel ausgerichtete,
am Werkstückrundtisch angebrachte Werkstückaufnahmen 4. Die Werkstückaufnahmen 4 sind
mit nicht dargestellten Antriebsmitteln um exemplarisch parallel zur Darstellungsebene
der Figur 1 ausgerichtete Rotationsachsen 5 individuell drehbar gelagert und zur Aufnahme
von hülsenförmig, vorzugsweise als Aerosoldosenrohlinge oder Tubenrohlinge, insbesondere
als zumindest im Wesentlichen zylindrische Hohlkörper 6, ausgebildeten Werkstücken
vorgesehen.
[0028] Vorzugsweise sind die Werkstückaufnahmen 4 als Dorne ausgeführt, auf die die als
Hohlkörper, insbesondere als zumindest einseitig offene Hohlzylinder, ausgebildeten,
Werkstücke 6 aufgesteckt werden können. In einem von den Werkstückaufnahmen 4 bei
einer Drehbewegung des Werkstückrundtischs 3 um die Drehachse 2 überstrichenen ringförmigen
Bereich 7, der sich in radialer Richtung um den Werkstückrundtisch 3 erstreckt, sind
mehrere Arbeitsstationen 8 bis 18 angeordnet, die zu einer Bearbeitung und/oder Prüfung
der transportierten Hohlkörper 6 ausgebildet sind. Da es sich bei der Ansicht gemäß
der Figur 1 um eine Draufsicht handelt und die Arbeitsstationen 9 bis 17 exemplarisch
in vertikaler Richtung oberhalb der Werkstückaufnahmen 4 angeordnet sind, werden die
Arbeitsstationen 9 bis 17 nur in gestrichelter Darstellung angedeutet.
[0029] Die Arbeitsstation 8 ist eine Beladestation, an der die zylindrischen Hohlkörper
6 exemplarisch paarweise auf die Werkstückaufnahmen 4 durch eine geeignete Transporteinrichtung
19, die mit einem nicht näher dargestellten Fördersystem für die zylindrischen Hohlkörper
6 gekoppelt ist, aufgeschoben werden.
[0030] Exemplarisch wird an der Arbeitsstation 9 vor der Durchführung des Druckvorgangs,
die exemplarisch an der Arbeitsstation 10 erfolgt, eine Abtastung der Außenoberfläche
der zylindrischen Hohlkörper 6 mit einer in den Figuren 4 und 5 näher dargestellten
Abtasteinrichtung 40 vorgenommen, um gewährleisten zu können, dass die Hohlkörper
6 keine Auswölbungen oder Verschmutzungen aufweisen, die bei der Bedruckung zu einer
Beschädigung des Druckkopfs führen könnten.
[0031] Die Arbeitsstation 10 umfasst exemplarisch eine in der Figur 3 schematisch dargestellte
Druckeinrichtung 20, an der die zylindrischen Hohlkörper 6 während einer Rotationsbewegung
um jeweilige Rotationsachsen 5 unter Verwendung eines Druckkopfs 21, der insbesondere
als Tintenstrahldruckkopf ausgebildet sein kann, in einem vorgegebenen Bereich bedruckt
werden. Dabei wird der Druckkopf 20 derart gegenüber der Außengeometrie des Werkstücks
6 angeordnet, dass ein Arbeitsspalt 22 ausgebildet wird. Der Arbeitsspalt 22 kann
mit Hilfe der Einstelleinrichtung 35, bei der es sich exemplarisch um einen elektromechanischen
Linearstellantrieb handeln kann, eingestellt werden. Mit Hilfe der Einstelleinrichtung
35 kann der Drucckopf 21 in nicht näher dargestellter Weise vom Werkstück 6 entfernt
werden, wenn angenommen werden muss, dass am Werkstück 6 Auswölbungen oder Erhebungen
vorliegen, die größer als der Arbeitsspalt 22 sind und die somit zu einer Beschädigung
des Druckkopfs 21 führen könnten. Eine Ansteuerung des Druckkopfs 21 und der Einstelleinrichtung
35 ist über eine Steuereinrichtung 32 vorgesehen.
[0032] Die Arbeitsstation 14 ist exemplarisch als Inspektionseinrichtung ausgebildet und
ermöglicht eine Ermittlung einer Druckqualität des von der Druckeinrichtung 21 auf
die Umfangsoberfläche des Werkstücks 6 aufgebrachten Druckbilds.
[0033] Die weiteren Arbeitsstationen 11 bis 13 und 15 bis 17 dienen zur weiteren Bearbeitung
der zylindrischen Hohlkörper 6, beispielsweise zur Aufbringung eines Schutzlacks auf
die Bedruckung oder zur Montage von Komponenten an die Hohlkörper 6.
[0034] An der Arbeitsstation 18 findet ein Entladevorgang statt, bei dem die zylindrischen
Hohlkörper 6 mit Hilfe einer Transporteinrichtung 24 von den dornartig ausgebildeten
Werkstückaufnahmen 4 abgezogen werden und einem nicht näher dargestellten weiterführenden
Transportsystem zugeführt werden.
[0035] Der von den Werkstücken 6 während des Transports zwischen der Arbeitsstation 8 und
der Arbeitsstation 18 zurückgelegte Weg wird auch als Bewegungsweg 23 bezeichnet.
Dabei bestimmt die Arbeitsstation 8 die Werkstückaufnahmeposition und die Arbeitsstation
18 bestimmt die Werkstückabgabeposition.
[0036] Der Werkstückrundtisch 4 ist exemplarisch als elektrische Asynchronmaschine in Form
eines Außenläufers ausgebebildet und umfasst gemäß der Darstellung der Figur 2 einen
radial innenliegend angeordneten, auch zumindest als Bestandteil eines Maschinengestells
anzusehenden Stator 25, an dem mehrere schematisch dargestellte, zirkular angeordnete
Magnetmittel 26, 27 angebracht sind. Die Magnetmittel 26, 27 sind zur Bereitstellung
von jeweils in radialer Richtung ausgerichteten Magnetfeldern ausgebildet und können
exemplarisch als stromdurchflossene Spulen oder Permanentmagnete ausgebildet sein.
Der Stator 25 ist von einem Rotor 28 zirkular umgeben, der mittels einer nicht näher
dargestellten Lagereinrichtung drehbeweglich am Stator 25 gelagert ist und der mit
dem Stator 25 einen Luftspalt 29 ausbildet. Gegenüberliegend zu den Magnetmitteln
26, 27 sind am Rotor 28 jeweils Spulen 30 angeordnet, die bei Strombeaufschlagung
ein überwiegend in radialer Richtung orientiertes Magnetfeld bereitstellen können.
Die Spulen 30 sind jeweils in segmentartigen Raumabschnitten mit kreisringabschnittsförmigem
Querschnitt angeordnet und mit Frequenzumrichtern 31 elektrisch verbunden. Die Frequenzumrichter
31 dienen zur koordinierten Bereitstellung der Spulenströme an die jeweils angeschlossenen
Spulen 30. Exemplarisch ist vorgesehen, dass jeder der Frequenzumrichter 31 mit jeweils
zwei Spulen verbunden ist. Die Frequenzumrichter 31 sind elektrisch mit einer Steuereinrichtung
32 verbunden, die ihrerseits über eine nicht dargestellte Drehverbindung elektrisch
mit einem Versorgungsspannungsanschluss sowie mit einer nicht dargestellten, übergeordneten
Maschinensteuerung, insbesondere einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) verbunden
ist. Die speicherprogrammierbare Steuerung dient zur Koordination aller Arbeitsprozesse
für die Druckmaschine 1 und stellt insbesondere Bewegungsbefehle für die aus Stator
25, Rotor 28, Frequenzumrichtern 31 und Steuereinrichtung 32 gebildete Antriebseinheit
33 zur Verfügung.
[0037] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Steuereinheit 32 auch zur Ansteuerung der Arbeitsstationen
8 bis 18 ausgebildet ist, insbesondere auch für die Ansteuerung der Druckeinrichtung
20 und der Abtasteinrichtung 40.
[0038] Zur Ermittlung einer rotatorischen Lage des Rotors 28 ist der Steuereinrichtung 32
ein Drehpositionssensor 34 zugeordnet, dessen Sensorsignal in der Steuereinrichtung
32 verarbeitet und ausgewertet wird. Anhand des zur Verfügung gestellten Sensorsignals
kann die Stellung des Rotors 28 gegenüber dem Stator 25 ermittelt werden, um in Abhängigkeit
von einem auszuführenden Bewegungsbefehl, der insbesondere von der speicherprogrammierbaren
Steuerung zur Verfügung gestellt wird, eine angepasste Bestromung der Spulen 30 vorzunehmen.
[0039] Der Werkstückrundtisch 3 ist dazu ausgebildet, zur Durchführung eines Druckvorgangs
eine Abfolge von Drehschrittbewegungen mit einer jeweiligen ersten Winkelschrittweite
(Winkel W) durchzuführen, bei der die jeweils paarweise angeordneten Werkstückaufnahmen
4 aus einer der jeweiligen Arbeitsstation 8 bis 18 gegenüberliegenden Position in
eine der jeweils nachfolgenden Arbeitsstation 8 bis 18 gegenüberliegenden Position
transportiert werden. Die Drehschrittbewegungen sind jeweils eine als Abfolge einer
Beschleunigung aus dem Stillstand, einer Abbremsung aus der erreichten Zielgeschwindigkeit
und einer nachfolgenden Stillstandszeit, wobei zumindest die Abbremsung in einem geregelten
Betrieb der Antriebseinheit 33 durchgeführt wird.
[0040] Ferner kann die Antriebseinheit 33 für den Werkstückrundtisch 3 derart angesteuert
werden, dass die Werkstückaufnahmen 4 einen Zwischenschritt mit einer zweiten Winkelschrittweite,
exemplarisch mit dem Winkel W/2, also dem halben Winkel W ausführt. Durch die Drehschrittbewegungen
werden die an den Werkstückaufnahmen aufgenommenen Hohlkörper 6 längs des Bewegungswegs
23 jeweils zunächst der Abtasteinrichtung 40 zugeführt und dort in nachstehend näher
beschriebener Weise abgetastet. Unter der Voraussetzung einer korrekten Außengeometrie
werden die Hohlkörper 6 dann der Druckeinrichtung 20 zugeführt, um dort die gewünschte
Bedruckung vornehmen zu können.
[0041] Die in den Figuren 4 und 5 näher dargestellte Abtasteinrichtung 40 ist zur Abtastung
einer Außenoberfläche oder Außengeometrie oder Hüllgeometrie des Werkstücks 6 vorgesehen.
Sie dient somit dazu, eventuell an der Außenoberfläche des Werkstücks 6 vorliegende
Erhebungen, Auswölbungen oder Verschmutzungen zu erfassen, die eine solche Ausdehnung
haben, dass sie den Arbeitsspalt 22, den der Druckkopf 21 der Druckeinrichtung 20
gemäß der Figur 3 gegenüber dem Werkstück 6 einnimmt, überwinden können und somit
zu einer Beschädigung des Druckkopfs 21 führen können.
[0042] Die in den Figuren 4 und 5 dargestellte Abtasteinrichtung 40 ist grundsätzlich für
eine kontaktlose Abtastung der Außenoberfläche des Werkstücks 6 vorgesehen. Aufgrund
des rein elektromechanischen Abtastprinzips liegt ein mechanischer Kontakt zwischen
Werkstück 6 und einer Prüfleiste 41 jedoch dann vor, wenn an der Außengeometrie des
Werkstücks 6 eine Erhebung oder Verschmutzung auftritt, die größer als ein Prüfspalt
42 zwischen einem ideal (insbesondere kreiszylindrisch) geformten Werkstück 6 und
der Prüfleiste 41 ist. In den Figuren 4 und 5 ist die Abtasteinrichtung 40 jeweils
in Zusammenhang mit einer Werkstückaufnahme 4 und einem daran aufgenommenen Hohlkörper
6 dargestellt, während aus Gründen der Übersichtlichkeit auf eine Darstellung des
Werkstückrundtischs verzichtet wird.
[0043] Für die nachfolgende Beschreibung der Funktion der Abtasteinrichtung 40 wird davon
ausgegangen, dass die Werkstückaufnahme 4 und der daran aufgenommene Hohlkörper 6
eine Rotation um die Rotationsachse 5 vornehmen, die gemäß der Darstellung der Figur
4 im Uhrzeigersinn ausgerichtet ist. Ferner wird rein exemplarisch davon ausgegangen,
dass die Abtasteinrichtung 40 in vertikaler Richtung oberhalb der Werkstückaufnahme
4 und des daran aufgenommenen Hohlkörpers 6 angeordnet ist.
[0044] Die Abtasteinrichtung 40 umfasst einen exemplarisch U-förmig ausgebildeten Tragrahmen
43, der aus einer Grundplatte 44 und zwei jeweils senkrecht zur Grundplatte ausgerichteten
Tragstreben 45, 46 gebildet ist. Beispielhaft ist vorgesehen, dass die Grundplatte
44 und die Tragstreben 45, 46 jeweils quaderförmig ausgebildet sind und dass die Tragstreben
45, 46 endseitig und benachbart zu Schmalseiten der Grundplatte 44 angebracht sind.
Die Tragstreben 45, 46 sind jeweils mit einer Ausnehmung 47 versehen, in die eine
Achse 48 aufgenommen ist. Die Achse 48 ist beispielhaft mittels einer nicht näher
dargestellten Gleitlagerung schwenkbeweglich in den Tragstreben 45, 46 aufgenommen
und trägt ihrerseits die Prüfleiste 41, die sich zwischen einander zugewandten Innenflächen
der beiden Tragstreben 45, 46 erstreckt. Aufgrund der drehbeweglichen Lagerung der
Achse 48 ist die Prüfleiste 41 somit schwenkbeweglich um eine Schwenkachse 49 gegenüber
dem Tragrahmen 43 gelagert. Beispielhaft ist die Prüfleiste 41 in den Figuren 4 und
5 in einer Abtaststellung dargestellt, in der die Prüfleiste 41 einen minimalen Abstand
zum Werkstück 6 einnimmt und somit eine Überprüfung der Außenoberfläche des Werkstücks
6 auf eventuelle Auswölbungen oder Verschmutzungen ermöglicht. Ausgehend von dieser
Abtaststellung kann die Prüfleiste 41 um die Schwenkachse 49 in Richtung des eingezeichneten
Schwenkpfeils in eine nicht dargestellte Auslösestellung gebracht werden.
[0045] Die Prüfleiste 41 weist in quer zur Schwenkachse 49 ausgerichteten Querschnittsebenen
unterschiedliche Querschnitte auf, wobei ein größter prismatischer Querschnitt in
der Figur 5 sichtbar ist. Exemplarisch ist vorgesehen, dass die Prüfleiste 41 benachbart
zu den Tragstreben 45, 46 einen flächenmäßig kleinsten Querschnitt aufweist, um zwischen
der Prüfleiste 41 und den Tragstreben 45, 46 jeweils endseitig einen Raum für eine
Federanordnung 50 zu schaffen. Die Federanordnung 50 umfasst neben einer Wendelfeder
51 einen ersten Lagerzapfen 52, der beispielhaft als Schraube ausgeführt sein kann
und stirnseitig in die Prüfleiste 41 eingeschraubt ist, sowie einen zweiten Lagerzapfen
53, der beispielhaft als Schraube ausgebildet ist und der mittels einer Schraubverbindung
in einem Langloch 54 festgesetzt ist, das in der jeweiligen Tragstrebe 45 bzw. 46
ausgebildet ist. Durch die Aufnahme des zweiten Lagerzapfens 53 im Langloch 54 ist
eine Einstellung einer Vorspannung für die Wendelfeder 51 möglich, so dass eine von
der Federanordnung 50 auf die Prüfleiste 41 einwirkende Vorspannkraft eingestellt
werden kann.
[0046] In einem Querschnittsbereich der Prüfleiste 41, der flächenmäßig den größten Querschnitt
aufweist, bildet die Prüfleiste bezogen auf die Schwenkachse 49 einen Ausleger 55,
der mit einer exemplarisch eben ausgebildeten Endfläche 56 versehen ist. Die Endfläche
56 dient in einer Doppelfunktion zum einen in Wechselwirkung mit einem Sensorhalter
57 als Anschlag für eine Schwenkwinkelbegrenzung der Prüfleiste 41 und zum anderen
als Abtastfläche für eine Sensoreinrichtung 58, die dem Sensorhalter 57 zugeordnet
ist. Rein exemplarisch kann die Sensoreinrichtung 58 als induktiver Näherungsschalter
oder als optisches Abtastmittel vorgesehen sein. Vorzugsweise ist die Sensoreinrichtung
58 zur Ermittlung eines Abstands gegenüber der Abtastfläche 56 vorgesehen und ist
zur Bereitstellung eines Sensorsignals ausgebildet, wenn eine Abstandsänderung gegenüber
der Abtastfläche 56 einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
[0047] An einer dem Hohlkörper 6 und der Werkstückaufnahme 4 zugewandten Prüffläche 60 der
Prüfleiste 41, die rein exemplarisch eben ausgebildet ist, ist eine Prüfkante 61 ausgebildet,
die sich längs der Schwenkachse 49 erstreckt und die beispielhaft geradlinig ausgebildet
ist. Die Geometrien der Prüffläche 60 und der Prüfkante 61 sind an die Außengeometrie
des Werkstücks 6 angepasst, das rein exemplarisch gemäß der Darstellung der Figuren
4 und 5 mit einer kreiszylindrischen Geometrie ausgebildet ist. Die Prüfkante 61 bildet
mit der Außenoberfläche des Hohlkörpers 6 den Prüfspalt 42 aus, wobei der Prüfspalt
42 vorzugsweise längs der Schwenkachse 49 stets die gleiche Ausdehnung aufweist. Die
Prüfleiste 41 führt bei Vorliegen einer Erhebung oder Verschmutzung auf der Außengeometrie
des Werkstücks 6, die größer als der Prüfspalt 42 ist, eine Schwenkbewegung um die
Schwenkachse 49 aus. Im Zuge dieser Schwenkbewegung wird ein Abstand zwischen der
Abtastfläche 56 und der Sensoreinrichtung 58 vergrößert, was bei Überschreiten eines
vorgebbaren Schwellwerts für die Abstandsänderung zu einer Bereitstellung eines Sensorsignals
oder Fehlersignals durch die Sensoreinrichtung 58 an die Steuereinrichtung 32 führt.
[0048] Bei Vorliegen eines derartigen Fehlersignals kann die Steuereinrichtung 32 insbesondere
dazu ausgebildet sein, die Drehschrittbewegungen des Werkstückrundtischs 3 auszusetzen
und ein optisches und/oder akustisches Signal auszugeben, um einen fehlerhaften Betrieb
der Druckmaschine 1 für einen Maschinenbediener kenntlich zu machen. Alternativ kann
vorgesehen sein, dass zunächst eine Zufuhr weiterer Werkstücke 6 auf die Druckmaschine
1 unterbunden wird und die bereits in der Druckmaschine 1 befindlichen Werkstücke
bis zur Arbeitsstation 18 gefördert werden, um dort in spezieller Weise abgezogen
zu werden, um eine Untersuchung durch einen Bediener zu ermöglichen.
[0049] Exemplarisch ist vorgesehen, dass die Prüfkante 41 derart gegenüber der Rotationsachse
5 und der Schwenkachse 49 angeordnet ist, dass bezogen auf die Drehbewegung des Hohlkörpers
6 ein Nachlauf vorliegt. Hierdurch wird bewirkt, dass Auswölbungen, Erhebungen oder
Verschmutzungen an der Außengeomtrie des Hohlkörpers 6, die den Prüfspalt 42 überwinden,
zu einer Ausweich-Schwenkbewegung der Prüfleiste 41 in einer Schwenkrichtung, die
gegensinnig zur Drehrichtung des Werkstücks 6 ist, so dass keine unerwünschte Verklemmung
zwischen Prüfleiste 41 und Hohlkörper 6 auftritt.
[0050] Für eine Einstellung des Prüfspalts 42 zwischen Prüfleiste 41 und der Außenoberfläche
des Hohlkörpers 6 ist der Sensorhalter 57 linearbeweglich in einer Richtung quer zur
größten Oberfläche der Grundplatte 44 gelagert. Rein exemplarisch wird dies durch
eine nicht näher dargestellte Anordnung von zwei Passstiften ermöglicht, die ortsfest
in der Grundplatte 44 aufgenommen sind und die in entsprechende Ausnehmungen in dem
Sensorhalter 57 eingreifen, wodurch eine Geradführung für den Sensorhalter 57 gebildet
wird. Für die Festlegung der relativen Stellung des Sensorhalters 57 gegenüber der
Grundplatte 44 ist eine Einstellschraube 62 vorgesehen, die den Sensorhalter 57 durchsetzt
und die endseitig in nicht näher dargestellter Weise auf der größten Oberfläche der
Grundplatte 44 aufliegt. Die Einstellschraube 62 kann mit einer Kontermutter 63 am
Sensorhalter 57 festgelegt werden.
[0051] Ferner ist vorgesehen, dass die Sensoreinrichtung 58 mit einem nicht näher dargestellten
Außengewinde versehen ist und eine ebenfalls nicht näher dargestellte Ausnehmung an
einem Ausleger 64 des Sensorhalters 57 durchsetzt. Mit Hilfe von Kontermuttern 65
kann ein Abstand zwischen der Sensoreinrichtung 58 und der Endfläche 56 eingestellt
und festgelegt werden, wobei mit dieser Abstandseinstellung die Justierung der Schaltschwelle
für die Sensoreinrichtung 58 erfolgt.
1. Druckmaschine zur Bedruckung von hülsenförmigen Werkstücken (6), mit einem Maschinengestell,
an dem eine Fördereinrichtung (3) mit mehreren Werkstückaufnahmen (4) angeordnet ist,
die für eine Förderung von Werkstücken (6) längs eines Bewegungswegs (23) zwischen
einer Werkstückaufnahmeposition (8) und einer Werkstückabgabeposition (18) ausgebildet
ist, wobei die Werkstückaufnahmen (4) drehbeweglich an der Fördereinrichtung (3) aufgenommen
sind, mit Antriebsmitteln für die Fördereinrichtung (3) und die Werkstückaufnahmen
(4) und mit wenigstens einer Druckeinrichtung (20), die längs des Bewegungswegs (23)
angeordnet ist und die wenigstens einen Drucckopf (21) mit einer Reihenanordnung von
Farbdosierelementen umfasst, die jeweils für eine individuell vorgebbare Abgabe von
Farbe auf das Werkstück (6) ausgebildet sind, wobei dem Druckkopf (21) eine elektrisch
ansteuerbare Einstelleinrichtung (35) für eine Einstellung einer Relativposition,
insbesondere eines Abstands (22), gegenüber dem Werkstück (6) zugeordnet ist, wobei
längs des Bewegungswegs (23) zwischen der Werkstückaufnahmeposition (8) und der Druckeinrichtung
(20) eine Abtasteinrichtung (40) für eine Oberflächenabtastung der Werkstücke (6)
angeordnet ist, die eine beweglich am Maschinengestell gelagerte Prüfleiste (41) und
eine Sensoreinrichtung (58) zur Erfassung einer Position und/oder Relativbewegung
der Prüfleiste (41) gegenüber dem Maschinengestell umfasst, wobei die Einstellung
der Relativposition für den Druckkopf (21) gegenüber dem Werkstück (6) in Abhängigkeit
von einem Sensorsignal der Sensoreinrichtung (58) erfolgt, und wobei die Sensoreinrichtung
(58) an einem Sensorhalter (57) aufgenommen ist, der als Bewegungsanschlag für die
Schwenkbewegung der Prüfleiste (41) ausgebildet ist und der verstellbar am Maschinengestell
angeordnet ist.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfleiste (41) schwenkbeweglich zwischen einer Abtaststellung und einer Auslösestellung
am Maschinengestell gelagert ist.
3. Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkachse (49) der Prüfleiste (41) parallel zu einer Drehachse (5) der Werkstückaufnahme
(4) ausgerichtet ist.
4. Druckmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfleiste (41) eine Prüfkante (61) mit einer, insbesondere geradlinigen, Profilierung
aufweist, die auf eine Außengeometrie der Werkstücke (6) angepasst ist.
5. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (58) für eine Einstellung der Auslösestellung verstellbar am
Sensorhalter (57) aufgenommen ist.
6. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Maschinengestell und der Prüfleiste (41) eine Federeinrichtung (50)
angeordnet ist, die für eine Bereitstellung von Federkräften auf die Prüfleiste (41)
ausgebildet ist, um die Abtaststellung als Vorzugsstellung zu bestimmen.
7. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (58) elektrisch mit einer Steuereinrichtung (32) verbunden
ist und dass die Steuereinrichtung (32) für eine elektrische Ansteuerung der Einstelleinrichtung
zur Vergrößerung eines Abstands des Druckkopfs (21) gegenüber dem Werkstück (6) bei
Eintreffen eines vorgebbaren Sensorsignals von der Sensoreinrichtung (58) eingerichtet
ist.
8. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (3) als drehbeweglich am Maschinengestell gelagerter Werkstückrundtisch
ausgebildet ist, an dem die drehbeweglich gelagerten Werkstückaufnahmen (4) angeordnet
sind und dem eine Antriebseinrichtung (25, 28) für eine Drehbewegung gegenüber dem
Maschinengestell zugeordnet ist, wobei den Werkstückaufnahmen (4) jeweils Antriebsmittel
für die Einleitung von Drehbewegungen zugeordnet sind, und wobei der Bewegungsweg
(23) als Kreisbahnabschnitt ausgebildet ist.
9. Verfahren zur Bedruckung von hülsenförmigen Werkstücken (6) unter Verwendung einer
Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, mit den Schritten:
Durchführen wenigstens eines Druckvorgangs für die Werkstücke (6) mit wenigstens einer
Druckeinrichtung (20), die längs eines Bewegungswegs (23) für die Werkstücke (6) angeordnet
ist und die wenigstens einen Drucckopf (21) mit einer Reihenanordnung von Farbdosierelementen
umfasst, die jeweils für eine individuell vorgebbare Abgabe von Farbe auf das Werkstück
(6) ausgebildet sind, Einstellen einer Relativposition, insbesondere eines Abstands
(22), für den Druckkopf (21) gegenüber dem Werkstück (6) mit einer dem Druckkopf (21)
zugeordneten elektrisch ansteuerbaren Einstelleinrichtung (35), Durchführen einer
Oberflächenabtastung der Werkstücke (6) vor der Durchführung des Druckvorgangs mit
wenigstens einer, insbesondere längs des Bewegungswegs (23) vor der Druckeinrichtung
(20) angeordneten, Abtasteinrichtung (40), die eine beweglich an einem Maschinengestell
gelagerte Prüfleiste (41) und eine Sensoreinrichtung (58) zur Erfassung einer Position
und/oder Relativbewegung der Prüfleiste (41) gegenüber dem Maschinengestell umfasst,
wobei die Einstellung der Relativposition für den Druckkopf (21) gegenüber dem Werkstück
(6) in Abhängigkeit von einem Sensorsignal der Sensoreinrichtung (58) erfolgt, wobei
mehrere drehbeweglich an einer Fördereinrichtung (3) aufgenommene Werkstückaufnahmen
(4) während der Durchführung des Abtastvorgangs und des Druckvorgangs eine Drehbewegung
mit jeweils zugeordneten Antriebsmitteln durchführen, so dass eine zylindrisch ausgebildete
Außenoberfläche der Werkstücke (6) vollständig von der Abtasteinrichtung (40) abgetastet
und von dem wenigstens einen Druckkopf (21) bedruckt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die hülsenförmigen Werkstücke (6) längs des Bewegungswegs (23) zwischen einer Werkstückaufnahmeposition
(8) und einer Werkstückabgabeposition (18) mittels der Fördereinrichtung (3) gefördert
werden, wobei Drehbewegungen für die Fördereinrichtung (3) mit jeweils zugeordneten
Antriebsmitteln durchgeführt werden.
1. Printing machine for printing sleeve-shaped workpieces (6), having a machine frame
on which a conveyor device (3) with a plurality of workpiece holders (4) is arranged,
which is designed for conveying workpieces (6) along a path of movement (23) between
a workpiece loading position (8) and a workpiece unloading position (18), the workpiece
holders (4) being rotatably held on the conveyor device (3), with drive means for
the conveying device (3) and for the workpiece holders (4) and with at least one printing
device (20) which is arranged along the path of movement (23) and which comprises
at least one print head (21) with a series arrangement of ink metering elements which
are each designed for an individually predeterminable discharge of ink onto the workpiece
(6), wherein the print head (21) is provided with an electrically controllable setting
device (35) for setting a relative position, in particular of a distance (22), with
respect to the workpiece (6), wherein a scanning device (40) for a surface scanning
of the workpieces (6) is arranged along the movement path (23) between the workpiece
loading position (8) and the printing device (20), which scanning device (40) comprises
a control bar (41) mounted movably on the machine frame and a sensor device (58) for
detecting a position and/or relative movement of the control bar (41) with respect
to the machine frame, wherein the adjustment of the relative position for the print
head (21) with respect to the workpiece (6) is effected in dependence on a sensor
signal of the sensor device (58) and wherein the sensor device (58) is received on
a sensor holder (57) which is constructed as a movement stop for the pivotal movement
of the control bar (41) and which is arranged adjustably on the machine frame.
2. Printing machine according to claim 1, characterised in that the control bar (41) is mounted on the machine frame so as to be pivotable between
a scanning position and a release position.
3. Printing machine according to claim 2, characterised in that a pivot axis (49) of the control bar (41) is aligned parallel to an axis of rotation
(5) of the workpiece holder (4).
4. Printing machine according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the control bar (41) has a control edge (61) with a, in particular rectilinear, profiling
which is adapted to an external geometry of the workpieces (6).
5. Printing machine according to claim 1, characterised in that the sensor device (58) for setting the release position is adjustably received on
the sensor holder (57).
6. Printing machine according to any one of claims 2 to 5, characterized in that a spring device (50) is arranged between the machine frame and the control bar (41),
which spring device (50) is designed to provide spring forces on the control bar (41)
in order to determine the scanning position as a preferred position.
7. Printing machine according to one of the preceding claims, characterized in that the sensor device (58) is electrically connected to a control device (32) and in that the control device (32) is set up for electrical activation of the setting device
to increase a distance of the print head (21) relative to the workpiece (6) when a
predeterminable sensor signal arrives from the sensor device (58).
8. Printing machine according to one of the preceding claims, characterised in that the conveyor device (3) is constructed as a workpiece rotary table which is rotatably
mounted on the machine frame, on which the rotatably mounted workpiece holders (4)
are arranged and with which a drive device (25, 28) for a rotary movement relative
to the machine frame is associated, wherein drive means for initiating rotary movements
are associated with the workpiece holders (4) in each case, and wherein the movement
path (23) is constructed as a circular path section.
9. Method for printing sleeve-shaped workpieces (6) using a printing machine according
to one of the preceding claims 1 to 8, comprising the steps: carrying out at least
one printing process for the workpieces (6) with at least one printing device (20)
which is arranged along a movement path (23) for the workpieces (6) and which comprises
at least one print head (21) with a series arrangement of ink metering elements which
are each designed for an individually predeterminable discharge of ink onto the workpiece
(6), setting a relative position, in particular a distance (22), for the print head
(21) relative to the workpiece (6) with an electrically controllable setting device
(35) associated with the print head (21), carrying out a surface scanning of the workpieces
(6) before the printing operation is carried out with at least one scanning device
(40) arranged in particular along the path of movement (23) in front of the printing
device (20), which comprises a control bar (41) mounted movably on a machine frame
and a sensor device (58) for detecting a position and/or relative movement of the
control bar (41) with respect to the machine frame, the adjustment of the relative
position for the print head (21) with respect to the workpiece (6) being carried out
as a function of a sensor signal of the sensor device (58), wherein a plurality of
workpiece holders (4) rotatably received on a conveyor device (3) perform a rotational
movement with respectively associated drive means during the scanning and printing
process, so that a cylindrically formed outer surface of the workpieces (6) is completely
scanned by the scanning device (40) and printed by the at least one print head (21).
10. Method according to claim 9, characterised in that the sleeve-shaped workpieces (6) are conveyed along the path of movement (23) between
a workpiece loading position (8) and a workpiece unloading position (18) by means
of the conveying device (3), which comprises a plurality of workpiece receptacles
(4), wherein rotary movements for the conveying device (3) are carried out with respectively
associated drive means.
1. Presse servant à imprimer des pièces (6) en forme de manchon, avec un bâti de machine,
au niveau duquel est disposé un dispositif de convoyage (3) avec plusieurs logements
de pièce (4), qui est réalisé pour convoyer des pièces (6) le long d'un trajet de
déplacement (23) entre une position de réception de pièces (8) et une position de
distribution de pièces (18), dans laquelle les logements de pièce (4) sont logés de
manière mobile par rotation au niveau du dispositif de convoyage (3), avec des moyens
d'entraînement pour le dispositif de convoyage (3) et les logements de pièce (4) et
avec au moins un dispositif d'impression (20), qui est disposé le long du trajet de
déplacement (23) et qui comprend au moins une tête d'impression (21) avec un ensemble
formant rangée d'éléments de dosage d'encre, qui sont réalisés respectivement pour
distribuer de manière prédéfinie individuellement de l'encre sur la pièce (6), dans
laquelle un dispositif de réglage (35) pouvant être piloté de manière électrique pour
un réglage d'une position relative, en particulier d'un espacement (22), par rapport
à la pièce (6) est associé à la tête d'impression (21), dans lequel un dispositif
de balayage (40) pour un balayage de surfaces des pièces (6) est disposé le long du
trajet de déplacement (23) entre la position de logement de pièces (8) et le dispositif
d'impression (20), qui comprend un listeau de contrôle (41) monté de manière mobile
au niveau du bâti de machine et un dispositif de capteur (58) servant à détecter une
position et/ou un déplacement relatif du listeau de contrôle (41) par rapport au bâti
de machine, dans laquelle le réglage de la position relative pour la tête d'impression
(21) par rapport à la pièce (6) est effectué en fonction d'un signal de capteur du
dispositif de capteur (58),
et dans laquelle le dispositif de capteur (58) est logé au niveau d'un porte-capteur
(57), qui est réalisé en tant que butée de déplacement pour le déplacement par pivotement
du listeau de contrôle (41) et qui est disposé de manière ajustable au niveau du bâti
de machine.
2. Presse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le listeau de contrôle (41) est monté de manière mobile par pivotement entre une
position de balayage et une position de détachement au niveau du bâti de machine.
3. Presse selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'un axe de pivotement (49) du listeau de contrôle (41) est orienté de manière parallèle
par rapport à un axe de rotation (5) du logement de pièce (4).
4. Presse selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que le listeau de contrôle (41) présente une arête de contrôle (61) avec un profilage
en particulier rectiligne, qui est adapté à une géométrie extérieure des pièces (6).
5. Presse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de capteur (58) est logé de manière ajustable au niveau du porte-capteur
(57) pour un réglage de la position de détachement.
6. Presse selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisée en ce qu'est disposé entre le bâti de machine et le listeau de contrôle (41), un dispositif
de ressort (50), qui est réalisé pour fournir des forces de ressort sur le listeau
de contrôle (41) pour définir la position de balayage en tant que position de prédilection.
7. Presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de capteur (58) est relié de manière électrique à un dispositif de
commande (32) et que le dispositif de commande (32) est mis au point pour piloter
de manière électrique le dispositif de réglage pour augmenter un espacement entre
la tête d'impression (21) et la pièce (6) à réception d'un signal de capteur pouvant
être prédéfini du dispositif de capteur (58).
8. Presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de convoyage (3) est réalisé en tant qu'un plateau rond de pièces monté
de manière mobile par rotation au niveau du bâti de machine, au niveau duquel les
logements de pièce (4) montés de manière mobile par rotation sont disposés et auquel
un dispositif d'entraînement (25, 28) est associé pour un déplacement par rotation
par rapport au bâti de machine, dans laquelle respectivement des moyens d'entraînement
pour l'application de mouvements par rotation sont associés aux logements de pièce
(4), et dans laquelle le trajet de déplacement (23) est réalisé en tant qu'une section
de trajectoire circulaire.
9. Procédé d'impression de pièces (6) en forme de manchon en utilisant une presse selon
l'une quelconque des revendications 1 à 8,
avec les étapes de : mise en œuvre d'au moins une opération d'impression pour les
pièces (6) avec au moins un dispositif d'impression (20), qui est disposé le long
d'un trajet de déplacement (23) pour les pièces (6) et qui comprend au moins une tête
d'impression (21) avec un ensemble formant rangée d'éléments de dosage d'encre, qui
sont réalisés respectivement pour distribuer de manière pouvant être prédéfinie individuellement
de l'encre sur la pièce (6), réglage d'une position relative, en particulier d'un
espacement (22), pour la tête d'impression (21) par rapport à la pièce (6) avec un
dispositif de réglage (35) pouvant être piloté de manière électrique, associé à la
tête d'impression (21), mise en œuvre d'un balayage de surfaces des pièces (6) avant
la mise en œuvre de l'opération d'impression avec au moins un dispositif de balayage
(40) disposé en particulier le long du trajet de déplacement (23) devant le dispositif
d'impression (20), qui comprend un listeau de contrôle (41) monté de manière mobile
au niveau du bâti de machine et un dispositif de capteur (58) servant à détecter une
position et/ou un déplacement relatif du listeau de contrôle (41) par rapport au bâti
de machine, dans lequel le réglage de la position relative pour la tête d'impression
(21) par rapport à la pièce (6) est effectué en fonction d'un signal de capteur du
dispositif de capteur (58), dans lequel plusieurs logements de pièce (4) logés de
manière mobile par rotation au niveau d'un dispositif de convoyage (3) mettent en
œuvre pendant la mise en œuvre de l'opération de balayage et de l'opération d'impression
un déplacement par rotation avec des moyens d'entraînement respectivement associés,
de sorte qu'une surface extérieure réalisée de manière cylindrique des pièces (6)
est balayée en totalité par le dispositif de balayage (40) et est imprimée par l'au
moins une tête d'impression (21).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les pièces (6) en forme de manchon sont convoyées le long du trajet de déplacement
(23) entre une position de logement de pièces (8) et une position de distribution
de pièces (18) au moyen du dispositif de convoyage (3),
dans lequel des déplacements par rotation sont mis en œuvre pour le dispositif de
convoyage (3) avec des moyens d'entraînement respectivement associés.