[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halte- und Abrollvorrichtung für auf Rollen
gewickeltes Flach- und/oder Folienmaterial mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
1. Zudem betrifft die Erfindung eine Behälterverpackungsanlage gemäß Anspruch 11.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Wechseln einer Rolle mit darauf
gewickeltem Flach- und/oder Folienmaterial innerhalb einer Halte- und Abrollvorrichtung
mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruchs 12.
[0002] Beim Verpacken von Gegenständen in einer Verpackungsmaschine ist das Zuführen eines
Verbrauchsmaterials bzw. eines Flach- oder Folienmaterial von einer sog. Speichereinheit
notwendig. Die Speichereinheit umfasst bspw. eine Rolle, die das aufgewickelte Flach-
bzw. Folienmaterial enthält. Die Rolle wird drehbar von einer Halteeinrichtung bereitgestellt,
die in der Verpackungsmaschine angeordnet ist, so dass während des Verpackens der
Gegenstände das Flach- bzw. Folienmaterial kontinuierlich von der Rolle gezogen werden
kann. Diese Folienrolle wird üblicherweise auf einen drehbaren Foliendorn, so dass
die Folienrolle in Bezug zur Maschinenmitte parallel ausgerichtet ist. Bei dem kontinuierlichen
Verpacken von Gegenständen wird die Folie von der drehbar gelagerten Folienrolle abgezogen
und der Maschine zum Verpacken zugeführt. Eine solche Halte- und Abrollvorrichtung
für auf Rollen gewickeltes Flach- oder Folienmaterial ist z.B. aus der
DE 20 2011 001 929 U1 bekannt.
[0003] Die
DE 691 09 992 T2 beschreibt eine Verpackungsmaschine mit einer Folienstützeinrichtung. Eine Folienrolle
wird mittels der Folienstützeinrichtung in der Verpackungsmaschine gestützt. Hierzu
wird die Folienrolle auf einen Dorn bzw. auf eine Folienstützwelle geschoben, bis
die Folienrolle an einen Flansch anstößt.
[0004] Aus der
DE 698 08 690 T2 ist ein Verfahren zum Betreiben einer Folienzuführvorrichtung und zum Zuführen von
Folien zu einer Verpackungsmaschine, bekannt. Die Vorrichtung weist eine Walzenstützvorrichtung
mit einer Stützwelle zum drehbaren Stützen einer Folienwalze auf, welche sich in einer
Axialrichtung erstreckt. Die Walzenstützvorrichtung umfasst einen Walzenanschlag,
der an der Stützwelle fest angebracht ist, um eine hintere Endfläche der um die Folienwalze
herumgewickelten Folie zu kontaktieren, wenn die Folienwalze an der Stützwelle montiert
wird.
[0005] Normalerweise wird eine Rolle mit darauf aufgewickeltem Flach- oder Folienmaterial
beim Wechseln bis zum Anschlag auf den Foliendorn geschoben. Der Anschlag wird vorher
so positioniert, dass die Folienrolle bei angenommener optimaler Wicklung in Maschinenmittel
liegt. Anschließend wird die Folienrolle auf dem Dorn geklemmt und hat somit eine
fixe Position in der Maschine. Der Foliendorn kann die Wickelgüte der Folienrollen
nicht erkennen. Außerdem muss die Folienrolle mit der Hand vom Foliendorn geschoben
werden.
[0006] Als nachteilig erweist es sich hier, dass der Folienrollenanschlag während der Produktion
nicht mehr verschoben werden kann. Die Folienbahn kann jedoch im Betrieb aus der Maschinenmitte
geraten, wenn die Folie z.B. sehr schief oder unregelmäßig gewickelt ist. Die Tätigkeit
des Einlegens der Folienrolle in die Maschine ist sehr unergonomisch, da der Foliendorn
unterhalb des Folieneinschlagmoduls sitzt und sich deshalb der Bediener unter die
Maschine bücken muss.
[0007] Eine Einrichtung zur Foliendickenerkennung ist z.B. aus der
WO 2007/114691 A1 bekannt. Als nächstliegender Stand der Technik wird die Vorrichtung bzw. das Verfahren
nach dem Dokument
EP 2 163 499 A1 angesehen.
[0008] Ein vorrangiges Ziel der Erfindung wird daher darin gesehen, eine Folien- oder Materialbahnführung
zur Verfügung zu stellen, die gegenüber ungleichmäßig oder außermittig gewickeltem
Wickelmaterial tolerant ist bzw. diese Fluchtungsfehler des Wickelmaterials ausgleichen
kann. Außerdem soll mit der Erfindung ein Wechseln von solchen Rollen erleichtert
und bedienerfreundlicher gestaltet werden.
[0009] Dieses Ziel der Erfindung wird mit dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 erreicht.
Merkmale vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0010] Mit der vorliegenden Erfindung soll ein verstellbarer Anschlag am Foliendorn geliefert
werden, der motorisch verschiebbar ist. Dieser Anschlag liegt auf der Serviceseite
der Maschine, so dass der Foliendorn für einen Rollenwechsel zugänglich bleibt, so
dass eine neue Folienrolle nach Verbrauch einer Folienrolle auf den Dorn geschoben
werden kann. Ein zweiter Anschlag klappt auf der Bedienseite an den Foliendorn und
positioniert sich am Ende der Folienrolle, damit die Folienrolle von den beiden Anschlägen
eingeschlossen ist. Diese Anschläge können bspw. über einen optischen Sensor wie bspw.
eine Lichtschranke gesteuert werden, welche die Wickelgüte der Folie erkennt, und
dann die Folienrolle dementsprechend auf dem Dorn ausmittelt und verschiebt. Außerdem
soll dieser Anschlag die Folienrolle komplett vom Dorn schieben können, was den Wechsel
von verbrauchten Folienrollen erleichtert. Der Foliendorn soll aus der Maschine fahren
können, um ein ergonomisches Einlegen der Folienrolle in die Maschine zu ermöglichen.
[0011] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das Einlegen der Folienrolle
für den Bediener ergonomischer gestaltet ist. Außerdem kann durch eine automatische
Positionierung der Folienrolle eine schlechte oder ungleichmäße Wicklung der Folie
auf der Rolle ausgeglichen werden, so dass die Folienzuführung in eine Verpackungsmaschine
optimiert ist.
[0012] Zur Erreichung des oben genannten Ziels schlägt die Erfindung eine Halte- und Abrollvorrichtung
für auf Rollen gewickeltes Flach- und/oder Folienmaterial vor, die mit einem zumindest
einseitig gelagerten drehbaren Dorn zur weitgehend spielfreien Aufnahme eines hohlen
oder hohlzylindrischen Kerns einer abzuwickelnden Rolle ausgestattet ist. Dem drehbaren
Dorn ist außerdem eine Axialführungseinrichtung für eine jeweils auf dem Dorn befindliche
und dort drehbar gelagerte Rolle zugeordnet, die in Längserstreckungsrichtung bzw.
in Achsrichtung des Dorns verstellbar ist. Diese Verstellbarkeit der Axialführungseinrichtung
ist wahlweise vom Dorn entkoppelt oder mit diesem gekoppelt. Ein motorischer Antrieb
dient einer Verstellung der Axialführungseinrichtung und/oder einer Rollenhalterung,
die zumindest den Dorn und die Axialführungseinrichtung trägt bzw. umfasst. Die Verstellung
erfolgt dabei parallel zur Längserstreckungsrichtung des drehbaren Dorns.
[0013] Optional umfasst die Vorrichtung eine geeignete Sensoreinrichtung, insbesondere eine
optischen Sensoreinrichtung, die einer Erfassung einer Wickelgüte und/oder einer Lagenparallelität
des auf der Rolle aufgewickelten Flach- und/oder Folienmaterials dienen kann. Der
motorische Antrieb, der der Verstellung der Axialführungseinrichtung parallel zur
Längserstreckungsrichtung des drehbaren Dorns dient, ist bei dieser Ausführungsvariante
signal- und/oder regelungstechnisch mit der Sensoreinrichtung gekoppelt, so dass die
mittels der Sensoreinrichtung erkannte Ungenauigkeit oder fehlende Fluchtung der abzuwickelnden
Materialbahn oder Folie erkannt werden und in Abhängigkeit von dem Sensorsignal die
Justierung der Axialführungseinrichtung ständig während des Betriebs angepasst werden
kann.
[0014] Die oben erwähnte Rollenhalterung kann insbesondere den Dorn, die Axialführungseinrichtung,
ggf. Anschläge, ein komplettes Gestell der Halterung inkl. den Dorn und die Anschläge
umfassen.
[0015] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Rolle bzw. die Rollenhalterung relativ
zu einem Gestell einer Behälterverpackungsanlage in einer zur Folientransportrichtung
senkrecht stehenden und insbesondere auch horizontalen Richtung mittels eines motorischen
Antriebs verfahrbar ist. Ein solcher Antrieb kann bspw. einen oder zwei Anschläge
in ihren Positionen verstellen, zwischen denen die Rolle in axialer Richtung des Dorns
eingespannt bzw. gehaltert wird. Hier kann es vorgesehen sein, dass die Rolle durch
den Antrieb relativ zum Dorn bewegt wird, wobei in dieser Variante eine am Dorn angeordnete
Einspannung der Folie oder des Flachmaterials, welche die Rolle in radialer Richtung
auf den Dorn spannt, für die Verstellung gelöst wird.
[0016] Alternativ oder zusätzlich kann ein Antrieb vorgesehen sein, welcher den Dorn mitsamt
der darauf befindlichen Rolle und insbesondere mitsamt der seitlichen Anschläge für
die Rolle in axialer Richtung des Dorns verstellt, wobei der Dorn und die Anschläge
jeweils auf einer oder auf mehreren Axialführungen gelagert sind. Bei dieser Variante
muss die Einspannung der Rolle in radialer Richtung nicht für die Verstellung gelöst
werden.
[0017] Alternativ oder zusätzlich kann ein Antrieb vorgesehen sein, der eine Halterung,
auf der der Dorn und insbesondere die seitlichen Anschläge für die Rolle gehaltert
sind, in axialer Richtung des Dorns verstellen kann. Die Halterung wiederum befindet
sich dann auf einer Axialführung, welche mit einem Maschinengestell verbunden ist.
Bei dieser Variante muss die Einspannung der Rolle in radialer Richtung nicht für
die Verstellung gelöst werden.
[0018] Für die drei beschriebenen alternativen Varianten kann der Antrieb einmal zur Feinjustierung
der Rolle während des Betriebs eingesetzt werden, insbesondere mit einem Hub, der
weniger als 30% der Folienbreite beträgt, und/oder andererseits zum Heraus- und Hineinfahren
der Rolle aus der Maschine für einen Folien- oder Materialbahnwechsel (insbesondere
Hübe von größer als 50%, bevorzugt über 100% der Folienbreite) außerhalb des Betriebs
der Maschine bzw. außerhalb des Abrollens der zu wechselnden Rolle.
[0019] Die erwähnte motorisch verstellbare Axialführungseinrichtung für die Rolle mit dem
darauf befindlichen Flach- und/oder Folienmaterial kann insbesondere durch wenigstens
zwei beidseitig der Rolle mit Flach- und/oder Folienmaterial angeordnete Anschlag-
bzw. Anlageelemente gebildet sein, zwischen denen die Rolle rotiert. Je nach gelieferten
Sensorwerten können die beiden Anschlag- oder Anlageelemente parallel zur Achsrichtung
des Dorns in die eine oder andere Richtung verschoben werden. Hierbei kann insbesondere
vorgesehen sein, dass die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente gemeinsam
in Längserstreckungsrichtung des drehbaren Dorns verstellbar sind. Wahlweise jedoch
können auch geringfügige Abweichungen von einem exakt parallelen Verstellvorgang zugelassen
werden, wenn sich bspw. die Rollenbreite während des Abwickelns des Materials geringfügig
ändert. Dies kann dann der Fall sein, wenn der innere Bereich des Flach- oder Folienmaterials
gleichmäßiger gewickelt ist, so dass sich während des Abwickelns des Materials die
Gesamtbreite der Rolle geringfügig reduziert. Um für solche Fälle möglichst kein seitliches
Spiel zwischen den Anschlag- oder Anlageelementen und der rotierenden Rolle zuzulassen,
kann einer der beiden seitlichen Elemente geringfügig zur Rolle zugestellt werden.
[0020] Die Axialführungseinrichtung bzw. die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente
können insbesondere jeweils auf separaten Schlitten oder auch auf einem gemeinsamen
Schlitten angeordnet sein. Diese Schlitten bzw. der gemeinsame Schlitten sind/ist
unterhalb des Dorns parallel zu dessen Längserstreckungsrichtung motorisch verstellbar
angeordnet. Diese Führungsschlitten sind vorzugsweise auf einer Laufschiene o. dgl.
verankert, so dass sie gleichmäßig und weitgehend spielfrei in Achsrichtung des Dorns
verstellt werden können; gleiches gilt für einen gemeinsamen Verstellschlitten.
[0021] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Rolle mit Flach- und/oder Folienmaterial in einem
auf dem drehbaren Dorn fixierten und/oder geklemmten Zustand durch die Axialführungseinrichtung
bzw. die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente zentriert ist. Der drehbare
Dorn, die Axialführungseinrichtung bzw. die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente
sowie die auf dem Dorn fixierte und/oder geklemmte Rolle mit Flach- und/oder Folienmaterial
können vorzugsweise gemeinsam im Betrieb in Längserstreckungsrichtung des Dorns verstellbar
und/oder zentrierbar sein. In diesem Fall ist die die Dornführung mit der Axialführungseinrichtung
gekoppelt, d.h., der Dorn bewegt sich in seiner Axialrichtung mitsamt der Axialführungseinrichtung.
Alternativ hierzu kann vorgesehen sein, dass der Dorn seine Position während des Betriebs
beibehält, während nur die Axialführungseinrichtung über die Schlittenverstellung
parallel zur Achsrichtung des Dorns bewegbar ist.
[0022] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die Axialführungseinrichtung bzw. die wenigstens
zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente sowie die auf dem Dorn fixierte und/oder geklemmte
Rolle mit Flach- und/oder Folienmaterial gemeinsam vor Inbetriebnahme und/oder einem
Abwickeln des auf der Rolle befindlichen Flach- und/oder Folienmaterials gemeinsam
vorzentrierbar sind.
[0023] Weiterhin kann bei einer Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen sein,
dass ein dem freien Ende des Dorns zugeordnetes äußeres Anschlag- bzw. Anlageelement
zum Aufschieben einer neuen Rolle auf den Dorn bzw. zur Entnahme einer verbrauchten
Rolle schwenkbar am Schlitten angeordnet ist. Dadurch wird der Dorn für die Entnahme
einer verbrauchten oder für die Bestückung mit einer neuen Rolle mit darauf befindlichem
Flach- oder Folienmaterial zugänglich.
[0024] Zum erleichterten Aufschieben einer neuen Rolle auf den Dorn bzw. zur Entnahme einer
verbrauchten Rolle kann der Dorn wahlweise in Richtung seines freien Endes verschiebbar
und/oder verlängerbar bzw. aus seiner Position bewegt werden. Wenn somit der Foliendorn
zur Aufnahme der Folienrolle nach außen gefahren werden kann, erleichtert dies eine
ergonomische Beschickung mit einer weiteren Rolle.
[0025] Außerdem kann bspw. auch eine Schweißeinheit zur automatischen und/oder teilautomatischen
Verbindung eines Folien- oder Flachmaterialendes mit einem Materialanfang einer neu
eingelegten Rolle gemeinsam oder zeitlich versetzt mit dem Dorn nach außen in Richtung
zu dessen freiem Ende fahrbar oder verschiebbar sein, was ebenfalls der ergonomischeren
Beschickung dient.
[0026] Weiterhin kann bei einer Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen sein,
dass die Sensoreinrichtung einen optischen Sensor wie bspw. eine Lichtschranke, eine
Kamera mit nachgeschalteter Bildauswertung o.ä. umfasst, der signal- und/oder regelungstechnisch
zumindest mit dem motorischen Antrieb für den in Längserstreckungsrichtung des Dorns
verschiebbaren Schlitten gekoppelt ist.
[0027] Die vorliegende Erfindung umfasst weiterhin eine Behälterverpackungsanlage mit einer
Halte- und Abrollvorrichtung für auf Rollen gewickeltes Flach- und/oder Folienmaterial,
einem in Transportrichtung des Flach- und/oder Folienmaterials stromabwärts angeordneten
Folieneinschlagmodul zum Umhüllen von Behältern mit dem Flach- und/oder Folienmaterial
und einer in Behältertransportrichtung stromabwärts des Folieneinschlagmoduls angeordneten
Schrumpfvorrichtung zum Aufschrumpfen der Folie bzw. des Flachmaterials auf die Behälter.
Die Halte- und Abrollvorrichtung, die Teil dieser Behälterverpackungsanlage ist, kann
insbesondere gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsvarianten ausgebildet
sein.
[0028] Das erwähnte Folien- oder Flachmaterial, das auf der Rolle aufgewickelt ist, dient
normalerweise als Verpackungsmaterial, das innerhalb einer solchen Verpackungsmaschine
bzw. Behälterverpackungsanlage verarbeitet wird, insbesondere zur Verpackung von Gebinden
mit Stückgütern wie Getränkebehältern oder auch zur Verpackung von größeren Einheiten
wie kompletten palettierfähigen Lagen solcher Stückgutzusammenstellungen oder auch
von Paletten mit gestapelten Stückgut- oder Gebindelagen. Die erfindungsgemäße Halte-
und Abrollvorrichtung für auf Rollen gewickeltes Flach- und/oder Folienmaterial ist
insbesondere Teil einer solchen Verpackungsmaschine. Da die Rollen im laufenden Betrieb
in regelmäßigen Abständen gewechselt werden müssen, sich jedoch in einem relativ schwer
zugänglichen Bereich der Verpackungsmaschine befinden, ist es wichtig, sowohl die
Rollenführung als auch die Zugänglichkeit zu optimieren, was mittels der vorliegenden
Erfindung geschaffen wird.
[0029] Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Wechselverfahren
für Rollen mit darauf aufgewickelten Folien- oder Materialbahnen zur Verfügung zu
stellen, mit dem das Wechseln von solchen Rollen erleichtert und bedienerfreundlicher
gestaltet werden kann.
[0030] Zur Erreichung des weiteren Ziels umfasst die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Wechseln einer Rolle mit darauf gewickeltem Flach- und/oder Folienmaterial innerhalb
einer Halte- und Abrollvorrichtung gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsvarianten.
Die Rolle ist mit ihrem hohlen oder hohlzylindrischen Kern auf einem zumindest einseitig
gelagerten drehbaren Dorn aufschiebbar. Dem Dorn ist eine Axialführungseinrichtung
zugeordnet, welche in Längserstreckungsrichtung des Dorns verstellbar ist und die
Rolle während eines Abwickelvorganges axial führt. Zumindest ein dem freien Ende des
Dorns zugeordnetes äußeres Anschlag- bzw. Anlageelement der Axialführungseinrichtung
ist zum Zwecke des Aufschiebens einer neuen Rolle auf den Dorn bzw. zur Entnahme einer
verbrauchten Rolle schwenkbar an einem parallel zur Längsachse des Dorns motorisch
verstellbaren Schlitten angeordnet und wird bei dem Wechselverfahren zur Freigabe
der Rolle verschwenkt bzw. nach dem Wechseln wieder an seinem Platz fixiert. Wahlweise
kann der Dorn zum Aufschieben einer neuen Rolle auf den Dorn bzw. zur Entnahme einer
verbrauchten Rolle in Richtung seines freien Endes verschoben und/oder verlängert
werden. Außerdem kann es bei einer Variante des Verfahrens von Vorteil sein, wenn
eine Schweißeinheit zur automatischen und/oder teilautomatischen Verbindung eines
Folien- oder Flachmaterialendes mit einem Materialanfang einer neu eingelegten Rolle
gemeinsam oder zeitlich versetzt mit dem Dorn nach außen in Richtung zu dessen freiem
Ende gefahren oder verschoben wird.
[0031] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsvariante einer Halte-
und Abrollvorrichtung für Flach- oder Folienmaterial, das auf einer Rolle aufgewickelt
ist.
Fig. 2 zeigt eine weitere Perspektivansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1, jedoch ohne
die Rolle mit Flach- oder Folienmaterial.
Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1 und Fig.
2, bei der ein Teil einer Axialführungseinrichtung zum Zwecke des Rollenwechsels verschwenkt
ist.
[0032] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung oder das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein können und stellen
keine abschließende Begrenzung dar.
[0033] Die schematischen Darstellungen der Figuren 1 bis 3 zeigen eine Ausführungsvariante
einer erfindungsgemäßen Halte- und Abrollvorrichtung 10 für auf Rollen 12 gewickeltes
Flach- oder Folienmaterial 14 (Fig. 1). Die erfindungsgemäße Halte- und Abrollvorrichtung
10 weist einen einseitig gelagerten drehbaren Dorn 16 zur weitgehend spielfreien Aufnahme
eines hohlen oder hohlzylindrischen Kerns der Rolle 12 mit dem abzuwickelnden Flach-
oder Folienmaterial 14 auf. Der Dorn 16 weist eine langgestreckte zylindrische Form
auf und kann um eine annähernd horizontale Achse rotieren. Die einseitige Lagerung
umfasst einen Lagerbock 18 sowie einen elektrischen Antriebsmotor 17, der optional
auch als Bremse fungieren kann, um das Abrollen des Flachmaterials 14 wahlweise zu
unterstützen, zu erleichtern und/oder in einer gewünschten Weise zu beeinflussen.
Die Rolle 12 mit Flachmaterial 14 bzw. Folie kann über ein freies Ende 20 des Dorns
16 in axialer Richtung aufgeschoben und, nachdem sie abgerollt und verbraucht ist,
wieder in Richtung des freien Endes 20 des Dorns 16 abgezogen werden.
[0034] Wie die Figuren 1 bis 3 außerdem erkennen lassen, ist dem drehbaren Dorn 16 eine
mehrteilige Axialführungseinrichtung 22 für die jeweils auf dem Dorn 16 befindliche
Rolle 12 zugeordnet, die in Längserstreckungsrichtung bzw. in Achsrichtung des Dorns
16 verstellbar ist. Die beidseitig der Rolle 12 angeordnete und diese seitlich führende
Axialführungseinrichtung 22 ist motorisch verstellbar, insbesondere elektromotorisch,
und ist im gezeigten Ausführungsbeispiel durch zwei beidseitig der Rolle 12 angeordnete
Anschlag- bzw. Anlageelemente 24 und 26 gebildet, zwischen denen die Rolle 12 rotiert.
Die beiden Anlageelemente 24 und 26 sind jeweils durch Lagerschilde aus Blech gebildet
und sind parallel zur Längserstreckungsrichtung des Dorns 16 verschiebbar. Zu diesem
Zweck sind die beiden Anlageelemente 24 und 26 an ihren Unterseiten jeweils als mit
Schlittenführungen 28 versehen, die eine flache Laufschiene 30 an deren beiden Längsseiten
umgreifen und dort verschiebbar geführt sind. Die Laufschiene 30 dient gleichzeitig
als Verankerung für den Lagerbock 18, der den Antriebsmotor 17 sowie die Lagerung
des Dorns 16 trägt. Die Längserstreckungsrichtungen des Dorns 16 und der Laufschiene
30 verlaufen parallel, so dass sich der Dorn 16 über der Laufschiene 30 befindet,
die gleichzeitig als Sockel fungiert und über mehrere Schraubverbindungen 32 an einem
hier nicht dargestellten Maschinenrahmen verankert werden kann.
[0035] Die Vorrichtung 10 ist weiterhin mit einer lediglich angedeuteten Sensoreinrichtung
34 zur Erfassung einer Wickelgüte und/oder einer Lagenparallelität des auf der Rolle
12 aufgewickelten Flach- und/oder Folienmaterials 14 ausgestattet, die mit einem motorischen
Antrieb für die Verstellung der Axialführungseinrichtung 22 entlang der Laufschiene
30 signal- und/oder regelungstechnisch gekoppelt ist. Die signal- bzw. regelungstechnische
Koppelung ist dergestalt, dass bspw. eine mittels der Sensoreinrichtung 34 erkannte
Ungenauigkeit bei der Folien- oder Flachmaterialwicklung oder eine fehlende exakte
Fluchtung der abzuwickelnden Materialbahn 14 oder Folie erkannt werden und in Abhängigkeit
von den Sensorsignalen die Justierung der Axialführungseinrichtung 22 durch motorisches
Verschieben der beiden Anlageelemente 24 und 26 auf und entlang der Laufschiene 30
ständig während des Betriebs angepasst werden kann.
[0036] Die Sensoreinrichtung 34 kann insbesondere einen optischen Sensor wie bspw. eine
Lichtschranke, eine Kamera mit nachgeschalteter Bildauswertung o. dgl. umfassen, der/die
signal- und/oder regelungstechnisch mit dem motorischen Antrieb für die Axialführungseinrichtung
22 gekoppelt ist welche wiederum für eine angepasste Positionierung der Rolle 12 auf
dem Dorn 16 sorgt.
[0037] Je nach gelieferten Sensorwerten können die beiden Anschlag- oder Anlageelemente
24 und 26 parallel zur Achsrichtung des Dorns 16 in die eine oder andere Richtung
verschoben werden. Wahlweise können hierbei geringfügige Abweichungen von einem exakt
parallelen Verstellvorgang zugelassen werden, wenn sich bspw. die Rollenbreite während
des Abwickelns des Materials 14 geringfügig ändert. Dies kann dann der Fall sein,
wenn der innere Bereich des Flach- oder Folienmaterials 14 gleichmäßiger gewickelt
ist, so dass sich während des Abwickelns des Materials 14 die Gesamtbreite der Rolle
12 geringfügig reduziert. Um für solche Fälle möglichst kein seitliches Spiel zwischen
den Anschlag- oder Anlageelementen 24, 26 und der rotierenden Rolle 12 zuzulassen,
kann einer der beiden seitlichen Elemente 24 oder 26 je nach Bedarf geringfügig zur
Rolle 12 zugestellt werden.
[0038] Die beiden Anlageelemente 24 und 26 weisen jeweils zueinander weisende parallele
Anlageflächen auf, an denen die Stirnseiten der Rolle 12 geführt sind. Der Dorn 16
durchdringt diese Anlageflächen der Anlagenelemente 24, 26 jeweils berührungsfrei;
die entsprechenden Aussparungen 36 für den Dorn 16 sind entsprechend dimensioniert.
[0039] An der dem Lagerbock 18 mit dem Antriebsmotor 17 zugewandten ersten Anlageelement
24 ist ein Lagerschild 38 angeordnet, der Gleitelemente wie bspw. Kugeln 40 aufweist,
an denen die anliegende Stirnseite der Rolle 12 abwälzen kann, so dass sie weitgehend
widerstands- und reibungsarm geführt ist. Ein entsprechendes Element fehlt am zweiten
Anlageelement 26 bzw. ist dort nicht erkennbar/abgebildet, kann jedoch ebenso vorhanden
sein. Sofern sich dort kein Lagerschild in Nähe des freien Endes 20 des Dorns 16 befinden
sollte, kann die Rolle 12 dort ggf. unter leichter Berührung gleiten.
[0040] Auch wenn dies in den Figuren 1 bis 3 nicht erkennbar ist, ist typischerweise auch
an dem verschwenkbaren zweiten Anlageelement 26 ein entsprechendes Lagerschild angeordnet,
das vorzugsweise gleichartig aufgebaut und gestaltet ist wie das am ersten Anlageelement
24 angeordnete und in den Figuren 2 und 3 deutlich erkennbare Lagerschild 38. Auf
diese Weise kann gewährleistet werden, dass eine abgewickelte Rolle 12 beidseitig
reibungsarm geführt ist und sich problemlos drehen lässt.
[0041] Wie es die schematische Seitenansicht der Fig. 3 veranschaulicht, ist dieses zweite
Anlageelement 26 klappbar gestaltet, damit eine neue Rolle 12 auf den Dorn 16 aufgeschoben
bzw. eine verbrauchte Rolle 12 von diesem abgezogen werden kann. Auf diese Weise ist
der Dorn 16 für die Entnahme einer verbrauchten oder für die Bestückung mit einer
neuen Rolle 12 mit darauf befindlichem Flach- oder Folienmaterial 14 zugänglich. Das
zweite Anlageelement 26 weist jeweils Gelenke 42 an seinen Verbindungsstellen zur
jeweiligen seitlichen Schlittenführung 28 auf, so dass in der in Fig. 3 gezeigten
Weise in vom freien Ende 20 des Dorns 16 wegweisender Richtung nach unten geschwenkt
werden kann.
[0042] Zum erleichterten Aufschieben einer neuen Rolle 12 auf den Dorn 16 bzw. zur Entnahme
einer verbrauchten Rolle 12 kann der Dorn16 wahlweise aus einer Maschinenumgebung
heraus in Richtung seines freien Endes 20 verschiebbar und/oder verlängerbar bzw.
aus seiner Position bewegt werden (nicht gezeigt); dies kann eine ergonomische Beschickung
mit einer weiteren Rolle 12 erleichtern. Außerdem kann bspw. auch eine (hier nicht
dargestellte) Schweißeinheit zur automatischen und/oder teilautomatischen Verbindung
eines Folien- oder Flachmaterialendes mit einem Materialanfang einer neu eingelegten
Rolle 12 gemeinsam oder zeitlich versetzt mit dem Dorn 16 nach außen in Richtung zu
dessen freiem Ende 20 fahrbar oder verschiebbar sein, was ebenfalls der ergonomischeren
Beschickung dient.
[0043] Das erwähnte Folien- oder Flachmaterial 14, das auf der Rolle 12 aufgewickelt ist,
dient normalerweise als Verpackungsmaterial, das innerhalb einer hier nicht gezeigten
Verpackungsmaschine verarbeitet wird, bspw. zur Verpackung von Gebinden mit Stückgütern
wie Getränkebehältern oder auch zur Verpackung von größeren Einheiten wie kompletten
palettierfähigen Lagen solcher Stückgutzusammenstellungen oder auch von Paletten mit
gestapelten Stückgut- oder Gebindelagen. Die erfindungsgemäße Halte- und Abrollvorrichtung
10 für auf Rollen 12 gewickeltes Flach- und/oder Folienmaterial 14 ist insbesondere
Teil einer solchen Verpackungsmaschine. Da die Rollen 12 im laufenden Betrieb in regelmäßigen
Abständen gewechselt werden müssen, sich jedoch in einem relativ schwer zugänglichen
Bereich der Verpackungsmaschine befinden, ist es wichtig, sowohl die Rollenführung
als auch die Zugänglichkeit zu optimieren, was mittels der beschriebenen Vorrichtung
10 ermöglicht ist.
[0044] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform Die Erfindung
wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben. Es ist jedoch
für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der Erfindung gemacht
werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 10
- Halte- und Abrollvorrichtung, Vorrichtung
- 12
- Rolle
- 14
- Flach- und/oder Folienmaterial, Materialbahn
- 16
- Dorn
- 17
- Antriebsmotor
- 18
- Lagerbock
- 20
- freies Ende
- 22
- Axialführungseinrichtung
- 24
- erstes Anlageelement
- 26
- zweites Anlageelement
- 28
- Schlitten, Führungsschlitten, Schlittenführung
- 30
- Laufschiene
- 32
- Schraubverbindung
- 34
- Sensoreinrichtung
- 36
- Aussparung
- 38
- Lagerschild
- 40
- Kugel, Wälzkörper
- 42
- Gelenk
1. Halte- und Abrollvorrichtung (10) für auf Rollen (12) gewickeltes Flach- und/oder
Folienmaterial (14), mit einem zumindest einseitig gelagerten drehbaren Dorn (16)
zur weitgehend spielfreien Aufnahme eines hohlen oder hohlzylindrischen Kerns einer
abzuwickelnden Rolle (12), mit einer in Längserstreckungsrichtung des Dorns (16) verstellbaren
Axialführungseinrichtung (22) für eine auf dem Dorn (16) befindliche und dort drehbar
gelagerte Rolle (12), wobei ein motorischer Antrieb zur Verstellung der Axialführungseinrichtung
und/oder einer Rollenhalterung, umfassend zumindest den Dorn (16) und die Axialführungseinrichtung,
parallel zur Längserstreckungsrichtung des drehbaren Dorns (16) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Axialführungseinrichtung (22) durch wenigstens zwei beidseitig der Rolle (12)
mit Flach- und/oder Folienmaterial (14) angeordnete Anschlag- bzw. Anlageelemente
(24, 26) gebildet ist, zwischen denen die Rolle (12) rotiert und dass
- die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente (24, 26) jeweils auf Schlitten
(28) oder auf einem gemeinsamen Schlitten (28) angeordnet sind, die/der unterhalb
des Dorns (16) parallel zu dessen Längserstreckungsrichtung motorisch verstellbar
sind/ist und dass
- ein dem freien Ende (20) des Dorns (16) zugeordnetes äußeres Anschlag- bzw. Anlageelement
(26) zum Aufschieben einer neuen Rolle (12) auf den Dorn (16) bzw. zur Entnahme einer
verbrauchten Rolle (12) schwenkbar am Schlitten (28) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einer Sensoreinrichtung (36) zur Erfassung einer
Wickelgüte und/oder einer Lagenparallelität des auf der Rolle (12) aufgewickelten
Flach- und/oder Folienmaterials (14), wobei der motorische Antrieb zur Verstellung
der Axialführungseinrichtung parallel zur Längserstreckungsrichtung des drehbaren
Dorns (16) signal- und/oder regelungstechnisch mit der Sensoreinrichtung (36) gekoppelt
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Rollenhalterung den Dorn (16), die
Axialführungseinrichtung, Anschläge, ein komplettes Gestell der Halterung inkl. den
Dorn (16) und die Anschläge umfasst.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente
(24, 26) gemeinsam in Längserstreckungsrichtung des drehbaren Dorns (16) verstellbar
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Rolle (12) mit Flach- und/oder
Folienmaterial (14) in einem auf dem drehbaren Dorn (16) fixierten und/oder geklemmten
Zustand durch die Axialführungseinrichtung (22) bzw. die wenigstens zwei Anschlag-
bzw. Anlageelemente (24, 26) zentriert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der der drehbare Dorn (16), die Axialführungseinrichtung
(22) bzw. die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente (24, 26) sowie die auf
dem Dorn (16) fixierte und/oder geklemmte Rolle (12) mit Flach- und/oder Folienmaterial
(14) gemeinsam im Betrieb in Längserstreckungsrichtung des Dorns (16) verstellbar
und/oder zentrierbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der der drehbare Dorn (16), die Axialführungseinrichtung
(22) bzw. die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente (24, 26) sowie die auf
dem Dorn (16) fixierte und/oder geklemmte Rolle (12) mit Flach- und/oder Folienmaterial
(14) gemeinsam vor Inbetriebnahme und/oder einem Abwickeln des auf der Rolle (12)
befindlichen Flach- und/oder Folienmaterials (14) gemeinsam vorzentrierbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Dorn (16) zum Aufschieben einer neuen Rolle
(12) auf den Dorn (16) bzw. zur Entnahme einer verbrauchten Rolle (12) in Richtung
seines freien Endes (20) verschiebbar und/oder verlängerbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, bei der eine Schweißeinheit zur automatischen
und/oder teilautomatischen Verbindung eines Folien- oder Flachmaterialendes (14) mit
einem Materialanfang einer neu eingelegten Rolle (12) gemeinsam oder zeitlich versetzt
mit dem Dorn (16) nach außen in Richtung zu dessen freiem Ende (20) fahrbar oder verschiebbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Sensoreinrichtung (36) einen
optischen Sensor umfasst, der signal- und/oder regelungstechnisch zumindest mit dem
motorischen Antrieb für den/die in Längserstreckungsrichtung des Dorns (16) verschiebbaren
Schlitten (28) gekoppelt ist.
11. Behälterverpackungsanlage mit einer Halte- und Abrollvorrichtung (10) für auf Rollen
(12) gewickeltes Flach- und/oder Folienmaterial (14), einem in Transportrichtung des
Flach- und/oder Folienmaterials (14) stromabwärts angeordneten Folieneinschlagmodul
zum Umhüllen von Behältern mit dem Flach- und/oder Folienmaterial (14) und einer in
Behältertransportrichtung stromabwärts des Folieneinschlagmoduls angeordneten Schrumpfvorrichtung
zum Aufschrumpfen der Folie bzw. des Flachmaterials auf die Behälter, welche Halte-
und Abrollvorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet ist.
12. Verfahren zum Wechseln einer Rolle (12) mit darauf gewickeltem Flach- und/oder Folienmaterial
(14) innerhalb einer Halte- und Abrollvorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1
bis 8, welche Rolle (12) mit ihrem hohlen oder hohlzylindrischen Kern auf einem zumindest
einseitig gelagerten drehbaren Dorn (16) aufschiebbar ist, wobei dem Dorn (16) eine
Axialführungseinrichtung (22) zugeordnet ist, welche in Längserstreckungsrichtung
des Dorns (16) verstellbar ist und die Rolle (12) während eines Abwickelvorganges
axial führt, und wobei zumindest ein dem freien Ende (20) des Dorns (16) zugeordnetes
äußeres Anschlag- bzw. Anlageelement (26) der Axialführungseinrichtung (22) zum Aufschieben
einer neuen Rolle (12) auf den Dorn (16) bzw. zur Entnahme einer verbrauchten Rolle
(12) schwenkbar an einem parallel zur Längsachse des Dorns (16) motorisch verstellbaren
Schlitten (28) angeordnet ist und zur Freigabe der Rolle (12) verschwenkt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Axialführungseinrichtung (22) durch wenigstens zwei beidseitig der Rolle (12)
mit Flach- und/oder Folienmaterial (14) angeordnete Anschlag- bzw. Anlageelemente
(24, 26) gebildet ist, zwischen denen die Rolle (12) rotiert und dass
- die wenigstens zwei Anschlag- bzw. Anlageelemente (24, 26) jeweils auf Schlitten
(28) oder auf einem gemeinsamen Schlitten (28) angeordnet sind die/der unterhalb des
Dorns (16) parallel zu dessen Längserstreckung motorisch verstellt wird/werden und
dass
- ein dem freien Ende (20) des Dorns (16) zugeordnetes äußeres Anschlag- bzw. Anlageelement
(26) zum Aufschieben einer neuen Rolle (12) auf den Dorn (16) bzw. zur Entnahme einer
verbrauchten Rolle (12) am Schlitten (28) geschwenkt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem der Dorn (16) zum Aufschieben einer neuen Rolle
(12) auf den Dorn (16) bzw. zur Entnahme einer verbrauchten Rolle (12) in Richtung
seines freien Endes (20) verschoben und/oder verlängert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, bei dem eine Schweißeinheit zur automatischen
und/oder teilautomatischen Verbindung eines Folien- oder Flachmaterialendes (14) mit
einem Materialanfang einer neu eingelegten Rolle (12) gemeinsam oder zeitlich versetzt
mit dem Dorn (16) nach außen in Richtung zu dessen freiem Ende (20) gefahren oder
verschoben wird.
1. A holding and unwinding apparatus (10) for flat material and/or film material (14)
wound onto rolls (12), with a rotatable mandrel (16) mounted at least on one side
for receiving largely free of play a hollow or a hollow cylindrical core of a roll
(12) to be unwound, with an axial guidance device (22) for a role (12) located on
the mandrel (16) and rotatably mounted thereon, the axial guidance device (22) being
adjustable in longitudinal extension direction of the mandrel (16), wherein a motor
drive is provided for the adjustment of the axial guidance device and/or of a roll
holder - comprising at least the mandrel (16) and the axial guidance device - parallel
to the longitudinal extension direction of the rotatable mandrel (16),
characterised in that
- the axial guidance device (22) is formed by at least two stop elements or, as applicable,
abutment elements (24, 26), which are disposed on both sides of the roll (12) with
flat material and/or film material (14), and between which the roll (12) rotates,
and in that
- the at least two stop elements or, as applicable, abutment elements (24, 26) are
in each instance disposed on carriages (28) or on a common carriage (28), which carriage/carriages
(28) is/are motor-adjustable below the mandrel (16) parallel to the longitudinal extension
direction thereof, and in that
- an outer stop element or, as applicable, abutment element (26) assigned to the free
end (20) of the mandrel (16) is swivellably disposed on the carriage (28) for a new
roll (12) to be slid onto the mandrel (16) or, as applicable, for a used-up roll (12)
to be removed.
2. The apparatus according to claim 1, with a sensor device (36) for the detection of
a winding quality and/or of a parallelism of layers of the flat material and/or film
material (14) wound onto the roll (12), wherein the motor drive for the adjustment
of the axial guidance device parallel to the longitudinal extension direction of the
rotatable mandrel (16) is signal-technically and/or regulation-technically coupled
with the sensor device (36).
3. The apparatus according to claim 1 or 2, in which the roll holder comprises the mandrel
(16), the axial guidance device, stops, a complete frame of the holder including the
mandrel (16) and the stops.
4. The apparatus according to claim 1, in which the at least two stop elements or, as
applicable, abutment elements (24, 26) are adjustable together in longitudinal extension
direction of the rotatable mandrel (16).
5. The apparatus according to one of the claims 1 to 4, in which the roll (12) with flat
material and/or film material (14) is centred in a fixed and/or clamped condition
on the rotatable mandrel (16) by the axial guidance device (22) or, as applicable,
by the at least two stop elements or, as applicable, abutment elements (24, 26).
6. The apparatus according to claim 5, in which the rotatable mandrel (16), the axial
guidance device (22) or, as applicable, the at least two stop elements or, as applicable,
abutment elements (24, 26), as well as the roll (12) with flat material and/or film
material (14) fixed and/or clamped on the mandrel (16) are adjustable and/or centrable
together in longitudinal extension direction of the mandrel (16) during operation.
7. The apparatus according to claim 5, in which the rotatable mandrel (16), the axial
guidance device (22) or, as applicable, the at least two stop elements or, as applicable,
abutment elements (24, 26), as well as the roll (12) with flat material and/or film
material (14) fixed and/or clamped on the mandrel (16) are pre-centrable together
prior to operation start-up and/or prior to an unwinding of the flat material and/or
film material (14) located on the roll (12).
8. The apparatus according to claim 1, in which the mandrel (16) is shiftable and/or
extendable toward its free end (20) for a new roll (12) to be slid onto the mandrel
(16) or, as applicable, for a used-up roll (12) to be removed.
9. The apparatus according to claim 1 or 7, in which a welding unit for the automatic
and/or partly automatic connection of an end of film material or flat material (14)
to a material start of a newly inserted roll (12) is movable or shiftable outward,
together with the mandrel (16) or in a temporally staggered manner, toward the free
end (20) of the mandrel (16).
10. The apparatus according to one of the claims 1 to 9, in which the sensor device (36)
comprises an optical sensor, which is signal-technically and/or regulation-technically
coupled at least with the motor drive for the carriage/carriages (28) that is/are
shiftable in longitudinal extension direction of the mandrel (16).
11. A container packaging facility with a holding and unwinding apparatus (10) for flat
material and/or film material (14) wound onto rolls (12), a film wrapping module for
the wrapping of containers into the flat material and/or film material (14), the film
wrapping module being disposed downstream in transport direction of the flat material
and/or film material (14), and a shrinking apparatus for heat shrinking the film or,
as applicable, the flat material onto the containers, the shrinking apparatus being
disposed downstream in container transport direction from the film wrapping module,
which holding and unwinding apparatus (10) is designed according to one of the claims
1 to 10.
12. A method for changing a roll (12) with flat material and/or film material (14) wound
thereonto inside a holding and unwinding apparatus (10) according to one of the claims
1 to 8, which roll (12) is slidable with its hollow or its hollow cylindrical core
onto a rotatable mandrel (16) that is mounted at least on one side, wherein an axial
guidance device (22) is assigned to the mandrel (16), which axial guidance device
(22) is adjustable in longitudinal extension direction of the mandrel (16), and which
axial guidance device (22) axially guides the roll (12) during an unwinding process,
and wherein at least one outer stop element or, as applicable, abutment element (26)
of the axial guidance device (22) - the stop element or, as applicable, abutment element
(26) being assigned to the free end (20) of the mandrel (16) - is swivellably disposed
on a carriage (28) that is motor-adjustable parallel to the longitudinal axis of the
mandrel (16) for a new roll (12) to be slid onto the mandrel (16) or, as applicable,
for a used-up roll (12) to be removed, and is swivelled to release the roll (12),
characterised in that
- the axial guidance device (22) is formed by at least two stop elements or, as applicable,
abutment elements (24, 26), which are disposed on both sides of the roll (12) with
flat material and/or film material (14), and between which the roll (12) rotates,
and in that
- the at least two stop elements or, as applicable, abutment elements (24, 26) are
in each instance disposed on carriages (28) or on a common carriage (28), which carriage/carriages
(28) is/are motor-adjusted below the mandrel (16) parallel to the longitudinal extension
thereof, and in that
- an outer stop element or, as applicable, abutment element (26) assigned to the free
end (20) of the mandrel (16) is swivelled on the carriage (28) for a new roll (12)
to be slid onto the mandrel (16) or, as applicable, for a used-up roll (12) to be
removed.
13. The method according to claim 12, in which the mandrel (16) is shifted and/or extended
toward its free end (20) for a new roll (12) to be slid onto the mandrel (16) or,
as applicable, for a used-up roll (12) to be removed.
14. The method according to claim 12 or 13, in which a welding unit for the automatic
and/or partly automatic connection of an end of film material or flat material (14)
to a material start of a newly inserted roll (12) is moved or shifted outward, together
with the mandrel (16) or in a temporally staggered manner, toward the free end (20)
of the mandrel (16).
1. Dispositif de maintien et de déroulement (10) pour du matériau plat et/ou en film
(14) enroulé sur des rouleaux (12), avec un mandrin (16) rotatif supporté au moins
sur un côté et destiné à recevoir dans une large mesure sans jeu un noyau creux ou
cylindrique creux d'un rouleau (12) à dérouler, avec un dispositif de guidage axial
(22) réglable dans la direction d'extension longitudinale du mandrin (16) et destiné
à un rouleau (12) situé sur le mandrin (16) et y supporté en rotation, dans lequel
un mécanisme d'entraînement par moteur destiné à régler ledit dispositif de guidage
axial et/ou un support de rouleau, comprenant au moins le mandrin (16) et le dispositif
de guidage axial, est prévu parallèlement à la direction d'extension longitudinale
du mandrin (16) rotatif,
caractérisé par le fait que
- ledit dispositif de guidage axial (22) est formé par au moins deux éléments de butée
ou bien d'appui (24, 26) qui sont disposés de part et d'autre du rouleau (12) comprenant
du matériau plat et/ou en film (14) et entre lesquels tourne le rouleau (12), et que
- lesdits au moins deux éléments de butée ou bien d'appui (24, 26) sont disposés chacun
sur des chariots (28) ou sur un chariot (28) commun qui sont/est réglable(s) par moteur
au-dessous du mandrin (16) parallèlement à sa direction d'extension longitudinale,
et qu'
- un élément extérieur de butée ou bien d'appui (26) qui est associé à l'extrémité
libre (20) du mandrin (16) est disposé à pivotement sur ledit chariot (28) pour enfiler
un nouveau rouleau (12) sur le mandrin (16) ou bien pour retirer un rouleau (12) usé.
2. Dispositif selon la revendication 1, comprenant un dispositif de capteur (36) destiné
à détecter une qualité d'enroulement et/ou un parallélisme de position du matériau
plat et/ou en film (14) enroulé sur le rouleau (12), dans lequel le mécanisme d'entraînement
par moteur destiné à régler le dispositif de guidage axial parallèlement à la direction
d'extension longitudinale du mandrin (16) rotatif est couplé en technique de signal
et/ou en régulation au dispositif de capteur (36).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, dans lequel ledit support de rouleau comprend
le mandrin (16), le dispositif de guidage axial, des butées, un bâti complet du support
y compris le mandrin (16) et les butées.
4. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel lesdits au moins deux éléments de
butée ou bien d'appui (24, 26) sont réglables en commun dans la direction d'extension
longitudinale du mandrin (16) rotatif.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel le rouleau
(12) comprenant du matériau plat et/ou en film (14) est centré par le dispositif de
guidage axial (22) ou bien lesdits au moins deux éléments de butée ou bien d'appui
(24, 26) dans un état où il est fixé et/ou serré sur le mandrin (16) rotatif.
6. Dispositif selon la revendication 5, dans lequel le mandrin (16) rotatif, le dispositif
de guidage axial (22) ou bien lesdits au moins deux éléments de butée ou bien d'appui
(24, 26) ainsi que rouleau (12) comprenant du matériau plat et/ou en film (14) et
fixé et/ou serré sur le mandrin (16) peuvent être réglés et/ou centrés en commun en
fonctionnement dans la direction d'extension longitudinale du mandrin (16).
7. Dispositif selon la revendication 5, dans lequel le mandrin (16) rotatif, le dispositif
de guidage axial (22) ou bien lesdits au moins deux éléments de butée ou bien d'appui
(24, 26) ainsi que rouleau (12) comprenant du matériau plat et/ou en film (14) et
fixé et/ou serré sur le mandrin (16) peuvent être pré-centrés en commun avant la mise
en service et/ou un déroulement du matériau plat et/ou en film (14) se trouvant sur
le rouleau (12).
8. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel le mandrin (16) peut être déplacé
et/ou rallongé en direction de son extrémité libre (20) pour enfiler un nouveau rouleau
(12) sur le mandrin (16) ou bien pour retirer un rouleau (12) usé.
9. Dispositif selon la revendication 1 ou 7, dans lequel une unité de soudage destinée
à relier de manière automatique et/ou partiellement automatique une extrémité de matériau
plat ou en film (14) à un début de matériau d'un rouleau (12) nouvellement inséré
peut être mue ou déplacée en commun ou en décalé avec le mandrin (16) vers l'extérieur
en direction de l'extrémité libre (20) de celui-ci.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel le dispositif
de capteur (36) comprend un capteur optique qui est couplé en technique de signal
et/ou en régulation au moins au mécanisme d'entraînement par moteur pour le(s) chariot(s)
(28) déplaçable(s) dans la direction d'extension longitudinale du mandrin (16).
11. Installation d'emballage de récipients, comprenant un dispositif de maintien et de
déroulement (10) pour du matériau plat et/ou en film (14) enroulé sur des rouleaux
(12), un module d'enveloppement de film qui est disposé en aval dans la direction
de transport du matériau plat et/ou en film (14) et destiné à envelopper des récipients
du matériau plat et/ou en film (14), ainsi qu'un dispositif de rétraction qui est
disposé dans la direction de transport de récipients en aval dudit module d'enveloppement
de film et destiné à poser par rétraction le film ou bien le matériau plat sur les
récipients, lequel dispositif de maintien et de déroulement (10) est conçu selon l'une
quelconque des revendications 1 à 10.
12. Procédé de changement d'un rouleau (12) comprenant du matériau plat et/ou en film
(14) enroulé sur celui-ci, à l'intérieur d'un dispositif de maintien et de déroulement
(10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, lequel rouleau (12) peut être
enfilé par son noyau creux ou cylindrique creux sur un mandrin (16) rotatif supporté
au moins sur un côté, audit mandrin (16) étant associé un dispositif de guidage axial
(22) qui est réglable dans la direction d'extension longitudinale du mandrin (16)
et qui guide axialement le rouleau (12) pendant une opération de déroulement, et dans
lequel au moins un élément extérieur de butée ou bien d'appui (26) du dispositif de
guidage axial (22), qui est associé à l'extrémité libre (20) du mandrin (16), est
disposé à pivotement sur un chariot (28) réglable par moteur parallèlement à l'axe
longitudinal du mandrin (16), pour enfiler un nouveau rouleau (12) sur le mandrin
(16) ou bien pour retirer un rouleau (12) usé, et est pivoté pour libérer le rouleau
(12),
caractérisé par le fait que
- ledit dispositif de guidage axial (22) est formé par au moins deux éléments de butée
ou bien d'appui (24, 26) qui sont disposés de part et d'autre du rouleau (12) comprenant
du matériau plat et/ou en film (14) et entre lesquels tourne le rouleau (12), et que
- lesdits au moins deux éléments de butée ou bien d'appui (24, 26) sont disposés chacun
sur des chariots (28) ou sur un chariot (28) commun qui est/sont réglé(s) par moteur
au-dessous du mandrin (16) parallèlement à son extension longitudinale, et qu'
- un élément extérieur de butée ou bien d'appui (26) qui est associé à l'extrémité
libre (20) du mandrin (16) est pivoté sur ledit chariot (28) pour enfiler un nouveau
rouleau (12) sur le mandrin (16) ou bien pour retirer un rouleau (12) usé.
13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel le mandrin (16) est déplacé et/ou rallongé
en direction de son extrémité libre (20) pour enfiler un nouveau rouleau (12) sur
le mandrin (16) ou bien pour retirer un rouleau (12) usé.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, dans lequel une unité de soudage destinée
à relier de manière automatique et/ou partiellement automatique une extrémité de matériau
plat ou en film (14) à un début de matériau d'un rouleau (12) nouvellement inséré
est mue ou déplacée en commun ou en décalé avec le mandrin (16) vers l'extérieur en
direction de l'extrémité libre (20) de celui-ci.