[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung mit einer Anordnung zur Verschlussüberwachung.
[0002] Derartige Anordnungen sind bereits bekannt. Die
DE 9011016 U1 schlägt die Anordnung eines mit einem Permanentmagneten versehenen Riegelelementes
und einem diesem zugeordneten Riegeleingriff mit einem Magnetfeldsensor in Form eines
Reed- oder Hallsensors vor. Das Einnehmen der Verriegelungsstellung führt zu einer
Annäherung des Permanentmagneten an den Sensor, so dass dessen Signal ausgewertet
werden kann. Hierzu ist eine Steuerschaltung vorgesehen, welche eine Vielzahl von
Sensoren adressieren und auswerten kann. Die verdeckte Anordnung des Sensors in dem
Riegeleingriff und die Anordnung des Permanentmagneten in dem Riegelelement machen
eine Nachrüstung unmöglich.
[0003] Bei der aus der
EP 0600795 B1 bekannten Anordnung sind Codeträger vorgesehen, dessen Übereinstimmung mit einem
in einer Auswerteinheit referenzierten Code zur Sicherstellung einer definierten Schaltstellung
verglichen wird.
[0004] Die
WO 2014/154381 A1 offenbart eine Sensoranordnung, mittels der eine Manipulation einer Schließanlage
detektiert werden kann. Dazu sieht die Sensoranordnung einen Beschleunigungssensor
vor, um Bewegungen des Flügels der Tür zu erkennen und einen Magnetfeldsensor, der
das heranführen von speziellen Werkzeugen an die Schließanlage erkennt. Um Fehlinterpretationen
der Sensoren zu vermeiden ist vorgesehen, dass aus dem Signalen der beiden unterschiedlichen
Sensortypen ein Gesamtbild erstellt wird, welches mit Signalbildern von normalen und
abnormalen Betätigungen verglichen wird und im Falle einer abnormalen Betätigung ein
Alarm ausgelöst wird. Die eigentliche Erfassung des Verriegelungszustandes ist dabei
nicht mit der Sensoranordnung ermittelbar, da die spezifische Erfassung der Stellung
der Riegelelemente nur mittels zusätzlicher Sensoren gelingen kann.
[0005] Die
US 2014/0001779A1 zeigt eine Einrichtung zur Veränderung eines Verriegelungszustandes und nutzt dabei
einen Handhebel dazu. Um die Stellung des Hebel zu erfassen ist ein erster Sensor
vorgesehen, der die Stellung des durch den Hebel verschwenkten Mehrkantstifts anhand
eines zusammen mit dem Mehrkantstift verschwenkte ersten Sensoranordnung und einem
zweiten Sensor, der die eigene Position im Raum bestimmt. Damit wird die Stellung
des Handhebels und damit die Lage des Flügels bestimmt.
[0006] Des Weiteren offenbart die
DE 202010010852 U1 eine Anordnung, bei der mittels eines Magnetfeldsensors die Lage eines Flügels relativ
zum Rahmen ermittelt werden kann. Einen Aufschluss über die Lage und Wirksamkeit von
Riegelelementen ist auch hier nicht vorgesehen.
[0007] Die
DE 29519486 U1 schlägt eine Anordnung vor, bei der eine Vorrichtung am Flügel befestigt wird, die
ein Geberelement lagert. Das Geberelement ist mit einem Verriegelungselement einer
Verriegelungsvorrichtung koppelbar und wird bei Verlagerung des Verriegelungselementes
mitgeführt. Die Kopplung erfolgt über einen Taststift, der in Richtung des Verriegelungselementes
mittels einer Feder kraftbeaufschlagt ist. In einer zu detektierenden Schaltstellung
liegen sich der Taststift und ein Detektorelement gegenüber. Die Anordnung ist zum
Zwecke der einfachen Nachrüstung ausgelegt, setzt aber eine kabelgestützte Anbindung
des Detektors voraus.
[0008] Eine Ausgestaltung nach der
EP 0743410 A2 sieht eine Anordnung entsprechend der
DE 9011016 U1 vor, bei dem eine Auswerteinheit eine Initialisierungsphase vorsieht, in der Referenzgrößen
der Schaltstellungen ermittelt werden und fortan ein manipulationssicherer Betrieb
durch Vergleich dieser Werte mit den Ist-Werten erreicht werden soll. Hierzu ist ein
im Verriegelungselement angebrachter Dauermagnet und mehrere im Riegeleingriff aufgenommene
Sensoren erforderlich. Die Anordnung ist daher aufwendig und nicht nachrüstbar.
[0009] Die
US 5912619 A schlägt optische Mittel vor, so dass auf magnetische Elemente verzichtet werden kann.
Hiermit kann allerdings nur der Schließzustand des Flügels detektiert werden.
[0010] Die
DE 10059582 A1 offenbart eine Anordnung, bei der an einer Treibstange einer Verriegelungseinrichtung
ein Meldegeber angebracht ist, eine Auswerteinheit am Flügel und eine Basisstation
am Rahmen. Der Meldegeber ist als Permanentmagnet und der Sensor als Reedkontakt oder
Hallsensor offenbart. Die Auswerteinheit umfasst einen nichtflüchtigen Speicher, der
einen Identifizierungscode aufnimmt. Dies ermöglicht über einen Transponder eine Identifizierung
gegenüber der Basisstation. Über den Transponder werden Signale und Daten ausgetauscht.
Dieser Austausch kann zyklisch erfolgen. Auch hier ist ein Nachrüsten, insbesondere
aufgrund der notwendigen Energiebereitstellung, für die Basisstation nicht möglich.
Auch das Anbringen des Meldegebers ist mit umfangreichen Montagearbeiten verbunden.
[0011] Aus der
EP 1043461 A1 ist eine Anordnung bekannt, bei der an einem flügelseitigen Verriegelungselement
eine Adapterschiene gekoppelt wird, welche eine elektronische Schaltung als Codeträger
und eine Ferrit-Sendeantenne beinhaltet. Dieser Schaltung ist am feststehenden Rahmen
eine Ferrit-Empfangsantenne zugeordnet, so dass bei gegenüberstehenden Sende- und
Empfangsantennen eine induktive Energie- und Signalübertragung möglich ist. Ein Lernmodus
ermöglicht einen Abgleich des Senders und einer rahmenseitigen Auswerteinheit. Die
Anordnung kann prinzipiell an bestehenden Verriegelungseinrichtungen nachträglich
angebracht werden.
[0012] Nachteilig dabei ist es, dass es eine Vielzahl von Verriegelungselementen gibt, die
jeweils angepasste Adapterschienen notwendig machen und zudem das Konzept des Codeträgers
mit zwei Ferritantennen aufwendig ist. Die notwendige Energie für den Betrieb ist
beachtlich. Die Einrichtung muss daher mit einer Gebäudeenergieversorgung gekoppelt
werden.
[0013] Nachteilig bei den genannten Ausgestaltungen ist es, dass eine Nachrüstung nur unter
Schwierigkeiten möglich ist und dass die Verriegelungselemente entweder gekoppelt
oder an Adapter angepasst werden müssen, deren Montage jeweils mit den rahmenseitigen
Komponenten abgestimmt sein müssen.
[0014] Der Erfindung liegt daher die Beseitigung dieser Nachteile zugrunde.
[0015] Zur Lösung sieht die Erfindung die Merkmale des Anspruchs 1 vor.
[0016] Die Anordnung einen Sensors, der die Änderung des Erdmagnetfeldes durch das Treibstangenelement
detektiert und dem eine Auswerteinheit zugeordnet ist, welche die Änderung einer Schaltstellung
zuordnet, setzt lediglich das Vorhandensein eines, das Erdmagnetfeld beeinflussenden
Metallgegenstandes voraus. Hierzu reicht eine Treibstange eines Treibstangenelementes
aus, Gleichwohl kann im Sinne der Erfindung ein Verriegelungselement genutzt werden,
welches der Mehrzahl der Verriegelungselemente entspricht, die zur Verriegelung des
Flügels vorgesehen sind und als Wirckomponente mit dem Sensor wirken. Ein Koppeln
oder Befestigen von Permanentmagneten ist daher entbehrlich. Damit eine Differenzierung
bezüglich der unterschiedlichen Schaltstellungen des Verriegelungselementes erfolgen
kann, findet eine Auswertung des Sensorsignals in der Auswerteinheit statt, so dass
auch ggfs. schwache Differenzierungen im Sensorsignal ausgewertet und Schaltstellungen
zugeordnet werden können. Erfindungsgemäß ist weiterhin die Auswerteinheit zusammen
mit dem Sensor neben den Riegelement auf die Stulpschiene befestigt.
[0017] Mit Vorteil zur Montage und Signalerzeugung hat das Treibstangenelement einen Kupplungsschuh
zur Kopplung mit benachbarten Treibstangenelementen. Dieser Bauraum bleibt aufgrund
der hier vorzusehenden Längenanpassungen der Beschlagbauteile frei von ergänzenden
Funktionsteilen des Treibstangenbeschlages.
[0018] Um die Verfügbarkeit des Systems jederzeit sicherzustellen, ist vorgesehen, dass
die Auswerteinheit Referenzwerte in Bezug auf die Schaltstellungen des Treibstangenelementes
relativ zum Sensor speichert.
[0019] Eine energiesparende Ausgestaltung sieht vor, dass die Auswerteeinheit Ist-Werte
des Sensors in zyklischen Abständen mit den Referenzwerten vergleicht.
[0020] Dabei kann weiter vorteilhaft vorgesehen werden, dass Auswerteinheit eine Einrichtung
zur drahtlosen Übertragung eines Zustandssignals enthält.
[0021] Ein Verfahren zur Inbetriebnahme einer Anordnung enthält zumindest einen Referenzierungslauf
für die Auswerteinheit, in dem sich das Riegelelement in Öffnungsstellung befindet
und der Messwert des Sensors ermittelt wird.
[0022] Um weitere Schaltstellungen sicher detektieren zu können, ist eine weitergehende
Referenzierungen für jede über die Anordnung einstellbare Schaltstellung vorgesehen.
[0023] Manipulationen an dem System können erkannt werden, indem bei einem von den ermittelten
Referenzwerten abweichenden Signalen ein Alarm ausgelöst wird.
[0024] Schließlich bietet die Verwendung eines Magnetfeldsensors zur Erfassung von Magnetfeldänderungen
an einem Verriegelungselement einer Verriegelungsvorrichtung eines Fensters oder einer
Tür, bei der dass der Magnetfeldsensor einem Standard-Riegelelement zugeordnet ist,
eine kostengünstige und einfache Ausgestaltung.
[0025] Weitere Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Teilbereich eines Treibstangenbeschlages bestehend aus zwei Treibstangenelementen,
- Fig. 2
- einen Eckbereich eines Flügels mit einem daran befestigten Treibstangenelement,
- Fig. 3
- einen Eckbereich eines auf Flügel und Rahmen bestehenden Fensters mit einer Verschlussüberwachung,
- Fig. 4
- ein Diagramm, welches die gemessene magnetische Flussdichte bei verschiedenen Schaltstellungen
in Abhängigkeit von der Zeit darstellt und
- Fig. 5
- ein Blockschaltbild der Verschlussüberwachung.
[0026] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Teilbereich eines Treibstangenbeschlages 1 ist eine
Eckumlenkung 2 und eine Ausstellvorrichtung 3 vorgesehen. Die Eckumlenkung 2 weist
eine Treibstange 4 auf, welche über ein Umlenkglied 5 mit einer Treibstange 6 gekoppelt
ist. Die Treibstangen 4, 6 weisen Kupplungsschuhe 7, 8 auf, welche zur Kopplung benachbarter
Treibstangen, hier dargestellt, Treibstange 9 der Ausstellvorrichtung 3 dienen. Die
Treibstange 9 greift dazu in bekannter Weise mit einer Außenverzahnung 10 in eine
Innenverzahnung des Kupplungsschuhs 8 ein.
[0027] Die Treibstangen 4, 6 und 9 sind unterhalb eines Deckwinkels 11 bzw. einer Stulpschiene
12 geführt. Die Stulpschiene 12 und der Deckwinkel 11 sind dem Flügel des Fensters
oder der Tür ortsfest zugeordnet und decken eine Beschlagaufnahmenut des Flügels ab.
[0028] Auf der Stulpschiene 12 ist eine Verschlussüberwachung 13 angeordnet, mit der der
jeweilige Schaltzustand des Treibstangenbeschlages detektiert werden soll. Der Treibstangenbeschlag
1 soll im Ausführungsbeispiel drei Schaltstellungen aufweisen. In einer Verschlussstellung
14 sind Riegelelemente 15 jeweils rahmenseitig ortsfest angebrachten Riegeleingriffen
zugeordnet und hintergreifen diese an Riegelstegen. In einer Drehöffnungsstellung
16 sind die Riegelelemente 15 aus dem Eingriff mit den Riegeleingriffen herausbewegt
und ein Ausstellarm 17 der Ausstellvorrichtung 3 ist über einen Riegel 18 gegen eine
Bewegung relativ zur Stulpschiene 12 gesperrt. Der Flügel kann um eine seitliche lotrechte
Achse verschwenkt werden. Schließlich ist eine Kippöffnungsstellung 19 vorgesehen,
in der der Riegel 18 den Ausstellarm 17 freigibt und dieser relativ zur Spulschiene
12 verschwenkt werden kann. Dabei wird gleichzeitig in bekannter Weise eine Kippverriegelung
wirksam, die den Flügel am untern horizontalen Rand festlegt und eine Relativneigung
des Flügels zum Rahmen ermöglicht.
[0029] Die angedeuteten Schaltstellungen 14, 16, 19 symbolisieren schematisiert die verschiedenen
Lagen des Riegelelements 15, welches nur eines einer Vielzahl von Riegelelementen
darstellt.
[0030] Die Verschlussüberwachung 13 soll nun in Abhängigkeit vom Schaltzustand der Treibstangen
4, 6, 9 ein Signal bereitstellen, welches für die jeweilige Schaltstellung signifikant
ist. Dazu sieht die Anordnung einen Sensor vor, der die Änderung des Erdmagnetfeldes
durch das Treibstangenelement detektiert und dem eine Auswerteinheit zugeordnet ist,
welche die Änderung einer Schaltstellung zuordnet. Eine messbare Störung und damit
Änderung des Erdmagnetfeldes kann bereits durch die Treibstange 6 selbst erfolgen,
welche durch Bohrungen, Kröpfungen und daran befestigte Bauteile eine deutliche Magnetfeldänderung
bewirkt, wenn sie verschoben wird. Daher benötigt die Verschlussüberwachung 13 keinen
speziellen Melder, der zur Signalerzeugung beiträgt. Der verwendete Sensor ist beispielsweise
ein Xtrinsic MAG3110 Three-Axis, Digital Magnetometer der Firma freescale xtrinsic.
Dieser Sensor liefert je nach Relativlage der Treibstange 6, 9 ein charakteristisches
Signal, welches beispielhaft in der Fig. 4 dargestellt ist. Jeder der drei Raumachsen
wird mit einem eigenen Signal ausgegeben. Dadurch ergibt sich für jede Stellung der
Treibstangen 6, 9 ein signifikantes Signalbild aus einer x- ,y- und z-Größe. Die jeweiligen
Werte für die magnetische Fußdichte sind als x-Wert 20, y-Wert 21 und z-Wert 22 angegeben.
[0031] In der Kippöffnungsstellung 19 ist der vom Sensor bereitgestellte x-Wert 20 deutlich
höher als der z-Wert 22, der über dem Y-Wert 21 liegt. Das Einstellen der Drehöffnungsstellung
16 bewirkt neben einer Absenkung des X-Wertes 20 auch einen stark abfallenden z-Wert
22 und einen geringfügig ansteigenden y-Wert 21. In der Verschlussstellung 14 sinkt
der x-Wert 20 weiter ab und der z-Wert 22 maximiert sich bei einer Steigerung des
Y-Wertes 21.
[0032] Jede der Schaltstellung weist daher nicht nur einen signifikanten x-, y- und z-Wert
20, 21, 22 auf, sondern auch ein bestimmtes Muster dieser Werte, was eine Manipulation
unmöglich macht, da alle drei Werte in einer bestimmten Größe beeinflusst werden müssen.
[0033] Die Verarbeitung der vom Sensor 23 ausgegeben Signale erfolgt in der, im Schaubild
nach Fig. 5 skizierten Weise. Das vom Sensor 23 bereit gestellte Signal in Form der
x-, y- und z-Werte 20, 21, 22 wird einer Auswerteeinheit 24 zugeführt. Die Auswerteeinheit
24 vergleicht die x-, y- und z-Werte 20, 21, 22 mit zuvor in Bezug auf die Schaltstellungen
14, 16,19 des Treibstangenelementes 6,9 relativ zum Sensor 23 gespeicherten Referenzwerte
und ordnet eine Schaltstellung zu. Diese wird an ein Kommunikationsmodul 25 übergeben,
welches die ermittelte Schaltstellung an eine nicht dargestellte Anzeigeeinheit oder
Alarmanlage überträgt. Dies erfolgt bevorzugt drahtlos, um einen Verkabelungsaufwand
gering zu halten. Die Auswerteeinheit 24 ist dabei vorzugsweise Mikroprozessor gesteuert
und weist einen nichtflüchtigen Speicher auf. Der nichtflüchtige Speicher kann neben
der Speicherung der Referenzwerte auch Betätigungszeitpunkte und -Anzahl speichern.
[0034] Um Energie zu sparen ist vorgesehen, dass der Sensor 23 Ist-Werte 20, 21, 22 in zyklischen
Abständen mit den hinterlegten Referenzwerten vergleicht.
Das Verfahren zur Inbetriebnahme der Anordnung sieht dabei einen Referenzierungslauf
für die Auswerteinheit 24 vor, in dem sich das Treibstangenelement 6, 9 in Öffnungsstellung
befindet und der Messwert des Sensors 23 ermittelt wird. Dieser Vorgang wird für jede
über den Treibstangenbeschlag einstellbare Schaltstellung wiederholt.
[0035] Um eine missbräuchliche Beeinflussung des Sensors 23 zu vermeiden ist vorgesehen,
dass bei, von den ermittelten Referenzwerten abweichenden Signalen, ein Alarm ausgelöst
wird.
[0036] Die Anordnung kann auch den in Fig. 2 dargestellten Aufbau haben, bei dem die Verschlussüberwachung
13 an einem Deckwinkel 11 eines am Flügel 28 befestigten Treibstangenbeschlagbauteils
1 angeordnet ist und der Sensor 23 innerhalb des Gehäuses 26 in Richtung des Riegelelementes
15 weist. Da die Verschlussüberwachung 13 das Signal aus der Gesamtbeeinflussung aller
das Magnetfeld-beeinflussenden Bauteile generiert, wirken hier Treibstangen und Riegelelemente
gleichermaßen und es ist unerheblich, ob die Verschlussüberwachung horizontal oder
vertikal angeordnet ist.
[0037] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Verschlussüberwachung
am Rahmen 27 angebracht, während der Flügel 28 das Treibstangenbeschlagbauteil 1 trägt.
[0038] Die Verwendung eines Magnetfeldsensors zur Erfassung von Magnetfeldänderungen an
einem Verriegelungselement einer Verriegelungsvorrichtung des Fensters, bei dem der
Magnetfeldsensor einem Treibstangenelement 1 zugeordnet ist erlaubt es die Schaltstellungen
zuverlässig zu detektieren.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Treibstangenbeschlag
- 2
- Eckumlenkung
- 3
- Ausstellvorrichtung
- 4
- Treibstange
- 5
- Umlenkglied
- 6
- Treibstange
- 7
- Kupplungsschuh
- 8
- Kupplungsschuh
- 9
- Treibstange
- 10
- Außenverzahnung
- 11
- Deckwinkel
- 12
- Stulpschiene
- 13
- Verschlussüberwachung
- 14
- Verschlussstellung
- 15
- Riegelelement
- 16
- Drehöffnungsstellung
- 17
- Ausstellarm
- 18
- Riegel
- 19
- Kippöffnungsstellung
- 20
- x-Wert
- 21
- y-Wert
- 22
- z-Wert
- 23
- Sensor
- 24
- Auswerteeinheit
- 25
- Kommunikationsmodul
- 26
- Gehäuse
- 27
- Rahmen
- 28
- Flügel
1. Verriegelungsvorrichtung mit einer Stulpschiene (11, 12) und einer Anordnung zur Verschlussüberwachung
(1) der Verriegelungsvorrichtung, für Türen und Fenster, wobei die Verriegelungsvorrichtung
ein Treibstangenelement (2, 3) aufweist, welches Treibstangen (4, 6, 9) und ein Riegelelement
(15) aufweist, welches in seiner Verriegelungsstellung mit einem ortsfesten Riegeleingriff
zusammenwirkt, wobei die Anordnung einen Sensor (23) vorsieht, der die Änderung des
Erdmagnetfeldes durch die Treibstangen (4, 6, 9) des Treibstangenelements (2, 3) detektiert
und dem eine Auswerteinheit (24) zugeordnet ist, welche die Relativlage einer Schaltstellung
(14, 16, 19) zuordnet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinheit (24) zusammen mit dem Sensor (23) neben dem Riegelelement (15)
auf der Stulpschiene (11, 12) befestigt ist.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Treibstangenelement (2) einen Kupplungsschuh (7, 8) zur Kopplung mit benachbarten
Treibstangenelementen (3) hat.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerteinheit Referenzwerte in Bezug auf die Schaltstellungen des Riegelelementes
(15) relativ zum Sensor 23 speichert.
4. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerteeinheit (24) Ist-Werte des Sensors (23) in zyklischen Abständen mit den
Referenzwerten vergleicht.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerteinheit (24) eine Einrichtung zur drahtlosen Übertragung eines Zustandssignals
enthält.
6. Verfahren zur Inbetriebnahme einer Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 5,
enthaltend einen Referenzierungslauf für die Auswerteinheit (24), in dem sich der
Treibstangenbeschlag (1) in Öffnungsstellung befindet und der Messwert des Sensors
(23) ermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
enthaltend weitergehende Referenzierungen für jede über die Anordnung einstellbare
Schaltstellung.
8. Verfahren nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem von den ermittelten Referenzwerten abweichenden Signal ein Alarm ausgelöst
wird.
9. Verwendung eines Magnetfeldsensors zur Erfassung von Magnetfeldänderungen an einem
Verriegelungselement einer Verriegelungsvorrichtung eines Fensters oder einer Tür
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnetfeldsensor dem Treibstangenelement zugeordnet ist.
1. A locking device with a faceplate (11, 12) and a lock monitoring arrangement (1) of
the locking device for doors and windows, wherein the locking device has a drive rod
element (2, 3) having drive rods (4, 6, 9) and a latch element (15), which in its
locking position interacts with a fixed point of engagement, wherein the arrangement
provides a sensor (23), which detects a change in the earth's magnetic field by the
drive rods (4, 6, 9) of the drive rod element (2, 3) and to which an evaluation unit
(24) is allocated, which allocates the relative position to a switching position (14,
16, 19), characterized in that the evaluation unit (24), together with the sensor (23), is attached on the faceplate
(11, 12) next to the latch element (15).
2. The locking device according to claim 1, characterized in that the drive rod element (2) has a coupling shoe (7, 8) for coupling with adjacent drive
rod elements (3).
3. The locking device according to claim 1, characterized in that the evaluation unit stores reference values with regard to the switching positions
of the latch element (15) relative to the sensor 23.
4. The locking device according to claim 3, characterized in that the evaluation unit (24) compares actual values of the sensor (23) with the reference
values at cyclical intervals.
5. The locking device according to claim 1, characterized in that the evaluation unit (24) comprises a device for wireless transmission of a status
signal.
6. A method for commissioning a locking device according to any one of claims 1 to 5,
comprising a referencing run for the evaluation unit (24), in which the drive rod
fitting (1) is in the opening position and the measured value of the sensor (23) is
determined.
7. The method according to claim 6, comprising further referencing runs for each switching
position selectable via the arrangement.
8. The method according to claim 7, characterized in that an alarm is triggered in case of a signal deviating from the reference values determined.
9. Use of a magnetic field sensor for detecting changes in the magnetic field at a locking
element of a locking device of a window or a door according to claim 1, characterized in that the magnetic field sensor is allocated to the drive rod element.
1. Dispositif de verrouillage comportant un rail de recouvrement (11, 12) et un dispositif
de surveillance de la fermeture (1) du dispositif de verrouillage, pour portes et
fenêtres, ce dispositif de verrouillage comprenant un élément de crémone (2, 3) qui
comporte des crémones (4, 6, 9) et un organe de verrouillage (15) qui, dans sa position
de verrouillage, est en interaction avec un organe de verrouillage fixe, de sorte
que ce dispositif prévoit un capteur (23) qui détecte la modification du champ magnétique
par les crémones (4, 6, 9) de l'élément de crémone (2, 3) et qui est attribué à une
unité d'évaluation (24) qui affecte la position relative à une position de commutation
(14, 16, 19), caractérisé en ce que l'unité d'évaluation (24) est fixée conjointement avec le capteur (23) à côté de
l'organe de verrouillage (15) sur le rail de recouvrement (11, 12).
2. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de crémone (2) comporte un sabot de couplage (7, 8) pour l'accouplement
avec des éléments de crémone adjacents (3).
3. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation sauvegarde des valeurs de référence à propos des positions de
commutation de l'organe de verrouillage (15) par rapport au capteur 23.
4. Dispositif de verrouillage selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation (24) compare à des intervalles cycliques les valeurs effectives
du capteur (23) aux valeurs de référence.
5. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation (24) comporte un dispositif de transmission sans fil d'un signal
d'état.
6. Procédé de mise en service d'un dispositif de verrouillage selon l'une des revendications
1 à 5, comprenant un trajet de référencement pour l'unité d'évaluation (24) dans lequel
la crémone (1) est en position d'ouverture et la valeur mesurée est déterminée par
le capteur (23).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'il inclut des référencements plus poussés pour chacune des positions de commutation
pouvant être réglées par le dispositif.
8. Procédé selon la revendication 7 caractérisé en ce qu'une alarme est déclenchée en cas de signaux qui divergent de valeurs de référence
ainsi déterminées.
9. Utilisation d'un capteur de champ magnétique pour la détection de modifications du
champ magnétique sur un élément de verrouillage d'un dispositif de verrouillage d'une
fenêtre ou d'une porte selon la revendication 1, caractérisée en ce que le capteur de champ magnétique est affecté à l'élément de crémone.