BEREICH DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein mobiles Alarmsystem, das mit verschiedenartigen
Sensoren und einem integrierten Funk- und Kameramodul für Überwachungsvideos arbeitet,
die in Alltagsgegenständen getarnt sind.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG - PROBLEMSITUATION
[0002] Einbrüche in Fahrzeuge zur Entwendung von Gegenständen und in Computerräume um physischen
Zugang in EDV-Systeme zur Industriespionage zu erhalten, häufen sich.
[0003] Schutz durch Überwachung ist zudem erschwert, wenn damit gerechnet werden muss, dass
mögliche Eindringlinge über Insider-Informationen über Sicherheitseinrichtungen verfügen
und sie so umgehen könnten.
STAND DER TECHNIK
[0004] Es sind bereits einige mobile Alarmanlagen bekannt, wie z.B.
[0005] DE 10 2009 045 977 A1 - Mobiles Gerät als Sicherheitsanlage mit Mobilfunk und vielen denkbaren Sensoren
die entweder integriert der angekoppelt sind.
Diese sehr globale Patentanmeldung weist diverse Sensoren und Ausgabegeräte, Navigationsgeräte,
Musikanlagen oder Mobilfunk auf, löst aber die vorgenannten Probleme ebensowenig,
wie die Folgenden.
[0006] DE 195 28 818 A1, ein Verfahren zum Sichern von Gegenständen beim Entfernen von einem Bezugspunkt
mittels Funkalarmierung an einen nicht näher bezeichneten, einer Person zugeordneten
Empfänger (also auch ein Mobiltelefon). Auch hier gibt es nur eine ziemlich globale
Anmeldung und keine Erteilung eines Patents
[0007] DE 200 17 217 U1 bezeichnet eine multifunktionale Fernüberwachungseinrichtung, mit Mobilfunk, Sensoren,
Fernbedienung und Tastatur.
Diese Gebrauchsmusteranmeldung von 1999, stützt sich i.W. auf einen Bewegungsmelder
und muss mit dem Telefonnetz verbunden sein..
[0008] DE 202 01 443 U1 bezeichnet eine Überwachungsvorrichtung in einem "mobilen Träger" (Koffer) mit mindestens
einem Bewegungssensor, offenbar aus der Frühzeit des Mobilfunks und auch nur als Gebrauchsmuster
angemeldet.
[0009] US 8.957.774 B2 ist das modernste Patent dieser Art, das alle denkbaren technischen Features enthält
und so getarnt ist, dass es als Alarmanalge nicht unmittelbar erkennbar ist.
Allerdings ist hier eine manuelle Auslösung des Alarms vorgesehen. Ähnlich sind auch
in
US 5.476192 und
US 5.420.570 Alarmanlagen in Funk-Armbanduhren mit manueller Auslösung integriert.
[0010] US 8.369.967, ein ebenfalls noch junges, aber schon erteiltes Patent, bezieht sich insbesondere
auf die Übertragung des Alarmsignals in einem paketbasierten IT-System, schließt aber
auch alle möglichen Sensoren, so auch medizinische, Umweltanalytische, Video-und Bildanalytische
Erkennungsverfahren für Überwachung und Alarmauslösung ein. Das System ist jedoch
an eine Internet-Verbindung gebunden, die ja leicht zu unterbrechen ist. Näheres dazu
ist nicht angegeben, das Schutzrecht bezieht sich auch im Wesentlichen auf die EDV-spezifischen
Sprachen und Kommunikationsmodi.
[0011] An asiatischen Patenten wurde nur das Weltpatent
WO 10 2001 0055 741 A1 (noch nicht erteilt) - ex
KR10 2003 0022 577 gefunden, das sich aber nur auf Telefonanlagen bezieht.
Dies erscheint merkwürdig, weil alle gängigem mobilen Alarmanlagen offenbar in China
und umliegenden Ländern gefertigt werden. Hierzu zählt z.B. das in Tschechien entwickete
Flajzar EMA1 GSM (s. http://www.flajzar.cz/en/electronic-micro-alarm. htm ) und Ähnliche.
[0012] Jedoch ist aus Testberichten der US-Motorpresse bekannt, dass geschickte Einbrecher
derartige Geräte schnell abziehen und in eine Blechdose packen oder mit einer Mu-Metallfolie
abdecken und damit deaktivieren können, bevor es eine GSM-Verbindung aufgebaut hat,
bzw. ein errechnetes Positions-Signal übertragen kann. Benanntes Gerät hat allerdings
ohnehin kein GPS-System, Ähnliche in USA offenbar jedoch schon. Die Geschwindigkeit
des Kommunikations-Aufbaus ist naturgemäß auch von den Mobilfunknetzen und deren lokaler
Empfangsqualität abhängig.
[0013] Ferner sind all diese Geräte bislang jedoch offenbar zum Einstecken in die Zigarrettenanzünder-Buchse
vorgesehen und daher für Einbrecher schnell auffindbar, sofern sich der Besitzer nicht
die Mühe macht, dafür extra Kabel und Anschlüsse zu verlegen, was die Tester vorschlagen.
Damit wäre andererseits aber die Aktivierung und Deaktivierung des Systems erschwert.
AUFGABENSTELLUNG
[0014] Um vorgenannten Probleme zu bewältigen, ist es Aufgabe vorliegender Patentanmeldung
ein Alarm-System zu schaffen, das nicht leicht zu entdecken und als solches identifizierbar
ist und das seinen Alarm auch dann ausgeben kann, wenn die Kommunikationsverbindung
unautorisiert unterbrochen wird.
[0015] Darüber hinaus ist es Gegenstand der Erfindung, nicht nur ein Lichtbild möglicher
Täter aufzunehmen und zu speichern bzw. zu übertragen, sondern eine möglichst hoch
aufgelöste Videosequenz, wie bei modernen Überwachungssystemen - die allerdings im
Gegensatz zu Alarmanlagen meist im "always on"-Modus operieren, d.h. immer aufnehmen
und ältere Sequenzen einfach überschreiben.
LÖSUNG
[0016] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Alarmanlage klein und mobil
ausgeführt ist, so dass sie leicht mit veränderter Positionierung ingesetzt werden
kann.
Weiter ermöglicht eine kleine und in Modulen ausgeführte Technik, dass das System
in unterschiedliche und an sich unauffällige Gegenstände des täglichen Bedarfs integriert
werden kann, wie z.B. halbvolle Getränkeflaschen oder-Gläser, Blumenvasen, Schreibtisch-Bilderhalter,
-Uhren und Souvenirs etc., die auch von Reinigungskräften unangetastet bleiben.
[0017] Diese Tarnung wird durch den modularen Aufbau erleichtert, bei dem ein Grundgerät
in unterschiedliche Hüllelemente eingebracht werden kann.
[0018] Um eine sichere Übertragung des Alarms zugewährleisten und die Unterdrückung oder
Störung eines auslösenden bzw. übertragenden Signals zu verhindern, emittiert das
zugehörige Funkmodul in kurzen Abständen charakteristische, perioden-codierte Signalbursts,
deren Unterbrechung oder Verfälschung den eigentlichen Alarm auslösen.
[0019] Zur schnellen und schwer überwindbar gesicherten Deaktivierung ist ein selbstlernendes
Fingarabdruck-Identifikationssystem vorgesehen, wie es bei modernen Mobilfunkgeräten
mittlerweile Standard ist.
NÄHERE BESCHREIBUNG ANHAND DER ZEICHNUNG.
[0020] Fig. 1 stellt das System in einem Diagramm der Funktionszusammenhänge dar:
Die Sensoren (1) (ein Bewegungssensor), (2) (ein Infrarot-Bewegungssensor) und (3)
(ein Strahlungsfeld-Sensor) - neben möglichen Anderen - werden in der AnalyseEinheit
des Systems (4) übertragen.
Diese kann z.B. durch die in einer Mobilfunk-App eines Smartphones (5) installierte
Parametrierung gesteuert, oder manuell durch Drehregler eingestellt sein.
Die Analyseeinheit wertet die Signale aus und identifiziert sie gegebenenfalls. als
Einbruchs- oder Störversuch (6).
Dies unterbricht eine zeit-spezifizierte Folge charakteristischer Burst-Signale (7,
8, 9), die als Alarmsignal von einem darauf eingestellten Funk-Signalempfänger (10)
ausgewertet werden können - der außerhalb des Einflussbereichs eines Einbrechers liegt.
Gleichzeitig kann eine Bildfolge bzw. Video-Sequenz (11) einer in einem Ansatz-Modul
integrierten Kamera (12) oder das schrille Tonsignal (13) eines integrierten Piezo-Squiekers
ausgelöst werden,
1. Mobile Alarmanlage, dadurch gekennzeichnet, dass Sensorik, Auswertung und Signal-Übertragung in getarnten Modulen angeordnet sind.
2. Mobile Alarmanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik aus optischen Bewegungsmeldern mit Licht- und Infrarot-Detektion, Erschütterungssensoren
und Bildanalyse besteht.
3. Mobile Alarmanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesicherte Funkübertragung durch regelmäßige spezifische Funk-Bursts erfolgt,
deren Unterbrechung oder Verfälschung den Alarm auslöst.
4. Mobile Alarmanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung durch den Einbau der Module in Gegenstände des täglichen Bedarfs realisiert
ist.
5. Mobile Alarmanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Aktivierung und Deaktivierung durch ein selbstlernendes Fingerabdruck-System kontrolliert
sind.
6. Mobile Alarmanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Parametrierung der Sensoren mittels einer App (Anwendungssoftware im Bereich mobiler
Betriebssysteme) fernbedient werden kann.