[0001] Die vorliegenden Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Flächenprodukten,
insbesondere aus Tissue und/oder Tissue-ähnlichen Materialien, sowie ein Verfahren
zur Herstellung derartiger Flächenprodukte unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0002] Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Flächenprodukten, insbesondere aus
Tissue und/oder Tissue-ähnlichen Materialien, sind vielfältig aus dem Stand der Technik
bekannt. So offenbart beispielsweise
DE 699 31 631 T2 eine Vorrichtung, mit welcher ein dreilagiges saugfähiges Papierprodukt hergestellt
werden kann. Dort werden zwei Walzenpaare, bestehend jeweils aus einer Prägewalze
und einer Glatt- bzw. Gummigegenwalze eingesetzt, wobei die Prägewalzen Prägeerhebungen
aufweisen, auf welche ein Leim mittels eines Leimwerkes aufbringbar ist. Die Prägeerhebungen
beider Walzen sind im Wesentlichen gleich hoch. Das mittels der Vorrichtung hergestellte
Papierprodukt weist eine Verbindung "TIP-to-TIP", also über Kopfflächen von zumindest
teilweise gegenüberliegend angeordneten Prägepunkten, erzeugt durch entsprechende
Prägeerhebungen auf den Prägewalzen, auf, wobei eine Synchronisation der Prägewalzen
erfolgt. Dabei ist eine Mittellage ohne jede Prägung vorgesehen. Mittels der dort
offenbarten Vorrichtung wird ein Papierprodukt erzeugt, welches gleichzeitig eine
notwendige Weichheit und Dicke zur Verfügung stellen soll.
[0003] Die
EP 1 619015 B1 offenbart ein mehrlagiges Flächenprodukt, mit welchem die Aufgabe gelöst werden soll,
ein auf diesem vorhandenes farbiges Prägemuster stärker kontrastmäßig abzusetzen.
Diese Aufgabe wird gelöst dadurch, dass zumindest eine Lage an der Rückseite bzw.
Vorderseite des Flächenproduktes zur Kontrastverstärkung des farbigen Prägemusters
gegenüber der die Vorderseite bzw. Rückseite des Flächenproduktes bildenden Lage ähnlich
oder gleich eingefärbt ist wie der die Lagenhaftung vornehmende Klebstoff. Dabei kann
auch eine Lagenverbindung zwischen einzelnen Lagen nach der Methode "TIP-to-TIP" erfolgen.
[0004] Eine Vorrichtung zur Herstellung von Fläschenprodukten gemäss des Preämbels des Anspruchs
1 ist aus dem Dokument
WO2008069085 bekannt.
[0005] Es ist wünschenswert, ein Flächenprodukt, insbesondere aus einem Tissue und/oder
Tissue-ähnlichem Material, zur Verfügung gestellt zu erhalten, welches eine gute optische
Wirkung aufweist.
[0006] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter Tissue ein Erzeugnis verstanden, welches
der DIN 6730 entspricht. Demnach ist Tissue ein Erzeugnis, welches und eine flächenbezogene
Masse von etwa 10g/m
2 bis etwa 50 g/m
2 aufweist, bezogen auf ein einlagiges Material.
[0007] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter Tissue-ähnlichem Material Material
verstanden, welches im Unterschied zu Tissue-Material durch Veränderungen im Trockenvorgang
hergestellt wird. Als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Tissue und/oder Tissue-ähnlichem
Material kann z.B. Zellstoff, Holz, Altpapier, Bambus und/oder Stroh eingesetzt werden.
[0008] Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist das Flächenprodukt ein- oder mehrlagig ausgebildet,
und kann aus Tissue, Tissue-ähnlichem Material, Baumwollfasern und/oder Non-woven
Materialien und deren Kombinationen hergestellt sein. Unter Non-woven Materialien
werden im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere solche verstanden, die aus
natürlichen Fasern, dabei vorzugsweise aus Papierfasern, und/oder synthetischen Fasern
hergestellt werden. Als synthetische Fasern werden vorzugsweise polymere Fasern und/oder
Kombinationen aus naturähnlichen oder synthetischen Fasern eingesetzt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung als auch ein Verfahren
zur Herstellung von Flächenprodukten zur Verfügung zu stellen, welche qualitativ und
optisch eine gute Wirkung aufweisen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zur Herstellung
von Flächenprodukten umfassend eine erste Prägewalze, umfassend mindestens eine erste
Prägeerhebung und eine zweite Prägeerhebung, wobei die erste Prägeerhebung eine Höhe
h
1 und die zweite Prägeerhebung eine Höhe h
2 aufweist, wobei h
1 größer als h
2 ist, weiterhin umfassend eine zweite Prägewalze, umfassend mindestens eine dritte
und eine vierte Prägeerhebung, wobei die dritte Prägeerhebung eine Höhe h
3 und eine vierte Prägeerhebung eine Höhe h
4 aufweist, wobei h
3 größer als h
4 ist, und wobei die erste und zweite Prägewalze derart einander zugeordnet sind, dass
zumindest in Teilbereichen derselben eine Kopffläche der ersten Prägeerhebung einer
Kopffläche der vierten Prägeerhebung und eine Kopffläche der zweiten Prägeerhebung
einer Kopffläche der dritten Prägeerhebung zugeordnet ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
ist insbesondere geeignet, zwei-, drei-, vier-, fünf-, sechs- oder mehrlagige Flächenprodukte
aus Tissue und/oder Tissue-ähnlichen Materialien, wie eingangs definiert, herzustellen.
Diese können beispielsweise Verwendung finden als Toilettenpapier, Küchenpapier, Taschentuch
und Papierhandtuch, aber auch als Reinigungstuch, Kosmetiktuch, Einlage, Unterlage
oder Serviette. Aber auch andere mögliche Verwendungen sind nicht ausgeschlossen.
Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch weitere Prägewalzen, diesen
zugeordnete Glattwalzen, auch Gummigegenwalzen genannt, Leimwerke, Verbindungswalzen,
etc. aufweisen, und insbesondere auch eine Vorprägeeinheit, mit welcher Bahnen von
Flächenprodukten vor Zuführung zu einem zwischen der ersten Prägewalze und der zweiten
Prägewalze gebildeten Spalt bearbeitbar sind. Die der ersten Prägewalze und zweiten
Prägewalze zuzuführenden Flächenprodukte sind vorzugsweise bahnförmig ausgebildet
und können ein oder mehrlagig ausgebildet sind, und insbesondere auch vorgeprägt,
aber auch ungeprägt sein. Beispielsweise können in einer Vorprägeeinheit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung einlagige Bahnen mit einer Mikroprägung versehen und dann den einander
zugeordneten ersten und zweiten Prägewalzen zugeführt werden. Es ist auch möglich,
dass in einer Vorprägeeinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beispielsweise ein
zweilagiges Flächenprodukt in Bahnform gebildet wird, wobei die beiden Lagen "TIP-to-TIP"
oder aber in der sogenannten "Nested"-Verbindung, auch jeweils unsynchronisiert, erzeugt
werden. Unsynchronisiert bedeutet, dass beispielsweise im "TIP-to-TIP"-Verfahren nicht
jede Kopffläche einer Prägeerhebung einer Prägewalze exakt einer Kopffläche einer
Prägeerhebung der zugeordneten Prägewalze zugeordnet ist, sondern dass hier in Maschinenrichtung
ein Versatz erfolgen kann, somit noch eine der Kopffläche einer Prägeerhebung der
einer ersten Prägewalze einem Teil einer Kopffläche einer Prägeerhebung eine zweite
Prägewalze zugewandt ist, über welche eine Verbindung der Bahnen zumindest in Teilen
erfolgt.
[0011] Das Flächengewicht einer einzelnen Lage liegt vorzugsweise in einem Bereich von etwa
6g/m
2 bis 100g/m
2, bevorzugt in einem Bereich von etwa 9g/m
2 bis etwa 35g/m
2, und das Flächengewicht des mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellten
Flächenproduktes liegt vorteilhafterweise in einem Bereich von etwa 15g/m
2 bis 400g/m
2, weiter bevorzugt in einem Bereich von etwa 30g/m
2 bis etwa 200g/m
2.
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass aufgrund
der Zuordnung der ersten Prägewalze zur zweiten Prägewalze unter Bildung insbesondere
eines Spaltes zwischen diesen letztendlich eine "TIP-to-TIP"-Verbindung erfolgt, wobei
die sich gegenüberliegenden Prägeerhebungen eine unterschiedliche Höhe h
1 bis h
4, gemessen ausgehend von einem Grund der ersten bzw. zweiten Prägewalze, aufweisen,
wobei Paare der Prägeerhebungen gebildet sind, nämlich einmal ein Paar durch die erste
Prägeerhebung und vierte Prägeerhebung, einmal ein Paar durch die zweite Prägeerhebung
und die dritte Prägeerhebung. Ist beispielsweise die Höhe h
1 größer als die Höhe h
2, so ist die der Höhe h
1 der ersten Prägeerhebung zugeordnete Höhe h
4 der vierten Prägeerhebung kleiner als die Höhe h
1. Umgekehrt ist die Höhe h
3 der dritten Prägeerhebung größer als die Höhe h
4 und damit auch größer als die Höhe h
2 der zweiten Prägeerhebung. Letztendlich werden hierdurch zumindest in Teilbereichen
der Oberflächen der ersten Prägewalze und zweiten Prägewalze komplementäre Prägeerhebungen
mit unterschiedlichen Höhen zur Verfügung gestellt. Hierdurch ist es vorteilhafterweise
möglich, auf die jeweils eine größere Höhe aufweisenden Prägeerhebungen der ersten
Prägewalze und diejenigen der zweiten Prägewalze beispielsweise jeweils einen gefärbten
Leim zumindest teilflächig auf deren Kopfflächen anzuordnen, so dass ein zweifarbiges
Flächenprodukt mit einem sauber strukturierten bzw. klaren Muster zur Verfügung gestellt
wird.
[0013] Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen werden, dass ein weiteres Paar von Prägeerhebungen
mit Höhen vorhanden ist, die sich von denjenigen der beiden anderen Paare unterscheiden,
ansonsten aber bevorzugt eine Gesamthöhe beider Prägeerhebungen aufweisen, die der
Gesamthöhe der beiden anderen Paare von Prägeerhebungen entspricht. Hierdurch können
weitere optische Effekte erzeugt werden, beispielsweise bei einer Anordnung solcher
dritten Paare von Prägeerhebungen um ein Paar von Prägeerhebungen, welches ein Dekormuster
prägt, beispielsweise ein Tier- oder Blumenmotiv. Dann kann durch die dritten Paare
insbesondere eine Kontrastverstärkung um das Dekormuster erzeugt werden, wobei dann
Höhen der das dritte Paar bildenden Prägeerhebungen zwischen denjenigen der ersten
und zweiten bzw. dritten und vierten Prägeerhebungen liegen.
[0014] Bevorzugt bilden die Teilbereiche der Prägewalzen mit den ersten und vierten Prägeerhebungen
und den zweiten und dritten Prägeerhebungen eine gesamte Prägefläche der Prägewalzen
aus. Zusätzlich können dritte Paare von Prägeerhebungen, wie oben beschrieben, oder
aber Auslassungen, oder aber nicht-prägende Prägeerhebungen, d. h. solche, die nicht
eine gleiche Gesamthöhe wie diejenigen Prägeerhebungspaare aufweisen und insbesondere
beabstandet voneinander in Bezug auf ihre Kopfflächen angeordnet sind, vorgesehen
sein. Die Prägewalzen weisen bevorzugt über ihre gesamte Prägefläche verteilt die
genannten Teilbereiche auf. Insbesondere sind die diese bildenden ersten bis vierten
Prägeerhebungen, die bevorzugt Mikro- und/oder Dekorprägemuster bilden, über die gesamte
Breite der Prägefläche der Prägewalzen verteilt. Bevorzugt überwiegen dabei Teilbereiche
mit Prägeerhebungen, die eine Mikroprägung erzeugen, in ihrer Gesamtfläche diejenigen
Teilbereiche mit Prägeerhebungen, die eine Makroprägung bilden. Besonders bevorzugt
sind die Teilbereiche derart ausgebildet, dass der durch das eine Paar der Prägeerhebungen
gebildete Teilbereich über die gesamte Breite der Prägefläche der Prägewalzen angeordnet
ein Hintergrundelement in Form einer Mikroprägung erzeugt, in welches durch zweite
Teilbereiche mit dem weiteren Paar der Prägeerhebungen mindestens eine Makroprägung
in Form eines Dekormusters eingebracht wird.
[0015] Die erste Prägewalze und die zweite Prägewalze können dabei in weiteren Teilbereichen
der Oberflächen derselben auch Auslassungen zwischen Prägeerhebungen aufweisen, in
welchen keine Prägeerhebungen angeordnet sind. Auch ist es möglich, dass noch weitere
Prägeerhebungen vorgesehen sind, welche in weiteren Teilbereichen der ersten Prägewalze
und zweiten Prägewalze eine identische Höhe, ausgehend gemessen vom Grund der jeweiligen
Prägewalze, aufweisen. Dabei können die Prägeerhebungen auch derart ausgestaltet sein,
dass die sich gegenüberstehenden Kopfflächen nicht in Kontakt kommen und insbesondere
nicht mit Leim versehen werden.
[0016] Besonders bevorzugt sind die ersten Prägeerhebungen und vierten Prägeerhebungen als
auch die zweiten Prägeerhebungen und dritten Prägeerhebungen mit den Höhen h
1 bis h
4 derart zugeordnet, dass zwischen diesen ein gleichmäßiger Spalt gebildet ist. Der
Spaltabstand liegt dabei vorzugsweise in einem Bereich von etwa 0,5/100 mm bis etwa
40/100 mm, weiter bevorzugt in einem Bereich von etwa 1/100 mm bis etwa 15/100mm,
noch weiter bevorzugt in einem Bereich von etwa 1/100 mm bis etwa 5/100 mm.
[0017] Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die
ersten Prägeerhebungen eine Höhe h
1 von 1300 µm, gemessen ausgehend von einem Grund der ersten Prägewalze, aufweisen,
und die diesen zugeordneten vierten Prägeerhebungen eine Höhe h
4 von etwa 700 µm. Dann kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die zweiten Prägeerhebungen
der ersten Prägewalze eine Höhe h
2 von etwa 700 µm aufweisen, und die dritten Prägeerhebungen eine Höhe h
3 von etwa 1300 µm, jeweils ebenfalls gemessen vom Grund, nun aber der zweiten Prägewalze.
Die jeweiligen Prägeerhebungs-Paare können jedoch auch unterschiedliche Höhen aufweisen.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung weist die erste Prägeerhebung und die dritte Prägeerhebung
eine Höhe h
1 und h
3 in einem Bereich von etwa 600 µm bis etwa 2000 µm auf, gemessen ausgehend von einem
Grund der ersten Prägewalze bzw. Grund der zweiten Prägewalze, wobei der genannte
Bereich vorzugsweise in einem Bereich von etwa 800 µ bis etwa 1800 µm, noch weiter
bevorzugt in einem Bereich von etwa 1000 µm bis etwa 1600 µm liegt. Im Sinne der vorliegenden
Erfindung weist die zweite Prägeerhebung und die vierte Prägeerhebung eine Höhe h
2 und h
4 in einem Bereich von etwa 400 µm bis etwa 1600 µm, gemessen ausgehend von einem Grund
der ersten Prägewalze bzw. Grund der zweiten Prägewalze, auf, wobei der genannte Bereich
bevorzugt zwischen etwa 600 µm bis etwa 1400 µm, noch weiter bevorzugt in einem Bereich
von etwa 700 µm bis etwa 1200 µm liegt.
[0018] So kann im Sinne der vorliegenden Erfindung beispielsweise die erste Prägeerhebung
eine Höhe h
1 von etwa 1400 µm und die vierte Prägeerhebung eine Höhe h
4 von etwa 600 µm aufweisen, und die zweite Prägeerhebung eine Höhe h
2 von etwa 800 µm und die dritte Prägeerhebung eine Höhe h
3 von etwa 1200 µm. Aber auch jede andere Kombination der Höhen ist möglich, soweit
Prägeerhebungs-Paare im Sinne des Vorstehenden gebildet werden, wobei die Höhen h
1 und h
2 bzw. h
3 und h
4 der ersten und zweiten Prägeerhebung bzw. dritten und vierten Prägeerhebung eben
unterschiedlich sind, und bevorzugt die ersten und vierten Prägeerhebungen zusammen
eine Gesamthöhe aufweisen, die identisch zu der Gesamthöhe der zweiten und dritten
Prägeerhebungen ist, im vorstehenden Beispiel also 2000 µm.
[0019] Statt einem Tissue oder Tissue-ähnlichem Material kann auch ein vliesartiges Material,
auch bezeichnet als non-woven-Material, eingesetzt werden, welches auf jede erdenkliche
Art und Weise hergestellt sein kann, beispielsweise im airlaid-Verfahren oder mit
wet-laid-Techniken. Das Vliesmaterial kann dabei aus Naturfasern bestehen, beispielsweise
Zellulose- oder Baumwollfasern, jedoch auch aus Kunststofffasern wie beispielsweise
Polyethylen- oder Polypropylen-Fasern. Im Hinblick auf die einsetzbaren Materialien
sei insbesondere auf die
EP 1 619015 B1, 8. Absatz verwiesen, der hiermit vollständig zum Gegenstand der vorliegenden Anmeldung
gemacht wird.
[0020] Die der ersten Prägewalze und zweiten Prägewalze zugeführten Bahnen können dabei
nicht nur ungeprägt und mikrogeprägt, sondern auch in sonstiger Weise vorgeprägt oder
aber auch gerändelt, genadelt oder sonstig strukturell vorbehandelt sein. Sie können
zudem auch mit oberflächenverändernden Mitteln versehen sein, oder aber mit Lotionen
oder Balsam.
[0021] Bevorzugt sind die Kopfflächen der ersten und vierten Prägeerhebung und der zweiten
und dritten Prägeerhebung im Wesentlichen gegenüberliegend angeordnet. Soweit die
Kopfflächen gleichdimensioniert sind, sind diese weiter bevorzugt im Wesentlichen
exakt einander zugeordnet. Der Begriff "im Wesentlichen" und "in etwa" ist im Sinne
der vorliegenden Erfindung dahingehend zu verstehen, dass die auf diese bezogenen
Werte bzw. Dimensionierungen um nicht mehr als + /-20 %, bevorzugt nicht mehr als
+/- 10 %, weiter bevorzugt nicht mehr als +/-5 %, von einander abweichen. Die Kopfflächen
der ersten und vierten Prägeerhebung bzw. der zweiten und dritten Prägeerhebung müssen
dabei in ihren Dimensionen sich nicht vollständig entsprechen. So kann beispielsweise
die Dimensionierung der Kopffläche der ersten und der zweiten Prägeerhebung anders
sein, beispielsweise diese einen geringeren Durchmesser aufweisen, als diejenigen
der dritten und vierten Prägeerhebung. Bevorzugt ist in einem solchen Fall vorgesehen,
dass die Kopfflächen der ersten und der zweiten Prägeerhebung derart den dritten und
vierten Prägeerhebungen zugeordnet sind, dass deren Kopfflächen innerhalb der Kopfflächen
der dritten und der vierten Prägeerhebung angeordnet sind, oder umgekehrt. Es kann
im Sinne der vorliegenden Erfindung jedoch auch vorgesehen sein, dass die Zuordnung
der Kopfflächen der ersten und der vierten Prägeerhebung einerseits und der zweiten
und dritten Prägeerhebung andererseits derart erfolgt, dass diese nicht exakt oder
im Wesentlichen gegenüberliegend angeordnet sind, sondern es kann auch ein Versatz
von mehr als 10 %, bevorzugt mehr als 20 %, weiter bevorzugt mehr als 30 %, noch weiter
bevorzugt mehr als 40 % oder 50 %, vorliegen, soweit nur sichergestellt ist, dass
zumindest Teilfläche der jeweiligen Kopfflächen gegenüberliegend angeordnet sind,
so dass hier insbesondere nach erfolgter Beleimung dann auch eine Verbindung erfolgen
kann.
[0022] Vorteilhafterweise umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung eine der ersten Prägewalze
zugeordnete erste Glattwalze, die auch als Gegenwalze, insbesondere als Gummigegenwalze
angesprochen werden kann. Weiter bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung
eine zweite Glattwalze, die der zweiten Prägewalze zugeordnet ist, wobei die zweite
Glattwalze auch als Gegenwalze, insbesondere als Gummigegenwalze angesprochen werden
kann.
[0023] Weiter vorteilhaft umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung ein erstes Leimwerk,
welches der ersten Prägewalze zugeordnet ist. Weiter bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße
Vorrichtung ein zweites Leimwerk, welches der zweiten Prägewalze zugeordnet ist. Das
erste Leimwerk und das zweite Leimwerk weisen jeweils eine erste Leimauftragswalze
bzw. eine zweite Leimauftragswalze auf, mit welcher Leim auf die Prägeerhebungen der
ersten Prägewalze und der zweiten Prägewalze übertragbar ist. Dabei sind die beiden
Auftragswalzen derart erfindungsgemäß eingestellt, dass ein Leimauftrag bevorzugt
ausschließlich auf diejenigen Prägeerhebungen erfolgt, welche eine größere Höhe aufweisen.
Dies kann in dem weiter vorstehend bereits gegebenen Beispiel beispielsweise die erste
Prägeerhebung mit einer Höhe h
1 und die dritte Prägeerhebung der zweiten Prägewalze mit einer Höhe h
3 sein. Der Leim kann dabei farblos oder farbig sein. Besonders bevorzugt im Sinne
der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das erste Leimwerk und das zweite
Leimwerk mit Leim unterschiedlicher Farbe beschickt sind. Dann lassen sich erfindungsgemäß
zweifarbige Flächenprodukte zur Verfügung stellen mit klar konturierten Prägemustern,
hervorgerufen durch die jeweiligen Prägeerhebungs-Paare, gebildet durch die erste
Prägewalze und die zweite Prägewalze. Alternativ oder kumulativ kann statt einem Leim
über ein Leimwerk oder eine alternative Vorrichtung, beispielsweise eine Druckvorrichtung,
Farbe aufgebracht werden. Beispielsweise ist der ersten Prägewalze ein erstes Leimwerk
zur Aufbringung eines durchsichtigen Leims und der zweiten Prägewalze eine Vorrichtung,
die zum Beispiel ein Leimwerk sein kann, zur Aufbringung von Farbe zugeordnet.
[0024] Erfindungsgemäß umfasst die erste Prägewalze und/oder zweite Prägewalze Auslassungen
ohne Prägeerhebungen. Diese Auslassungen sind vorzugsweise in Teilbereichen auf der
ersten Prägewalze und/oder zweiten Prägewalze angeordnet. Zur Hervorhebung von Prägemustern
sind Auslassungen insbesondere in einem Bereich um Makroprägemuster herum vorgesehen,
so dass die Makroprägemuster stärker hervortreten. Das Makroprägemuster kann beispielsweise
ein solches sein, welches linien- oder kreisförmig ausgebildet oder eine sonstige
figürliche Form aufweist, bzw. Kombination von Makroprägemustern. Beispielsweise können
Makroprägemuster die Form einer Wolke oder eines Schafes, einer Blume oder ein sonstiges
Motiv aufweisen. Die Makroprägemuster werden beispielsweise durch linienförmig ausgebildete
Prägeerhebungen erzeugt. Beispielsweise kann das Prägeerhebungs-Paar aus der ersten
und vierten Prägeerhebung jeweils linienförmig zur Bildung des Makroprägemusters ausgebildet
sein.
[0025] Soweit Auslassungen vorgesehen werden, sind diese bevorzugt um das Paar derjenigen
Prägeerhebungen angeordnet, welches ein Makromotiv, insbesondere ein Dekormuster,
erzeugt. Die Auslassungen haben eine Breite von ein bis fünf, bevorzugt bis drei,
Prägeerhebungsreihen gebildet durch das weitere Paar von Prägeerhebungen, die ein
Mikroprägemuster bilden. Hierdurch wird das Makromotiv stärker hervorgehoben. Auch
wird der Bereich des Makromotivs weniger steif bzw. brettig ausgebildet. Die Auslassungen
können dabei definiert werden durch entfernte oder durch Prägeerhebungen mit einer
geringeren Höhe als die der ersten bis vierten Prägeerhebungen, die dann kein komplementäres
Paar mit insbesondere einer gleichen Gesamthöhe der Prägeerhebungen bilden. Ein ähnlicher
optischer Effekt kann erreicht werden, wenn um das Paar von Prägeerhebungen, die mindestens
ein Makromotiv bilden, ein weiteres drittes Paar von Prägeerhebungen angeordnet wird,
die, wie weiter oben bereits beschrieben, eine Kontrastverstärkung, insbesondere bei
Vorsehung farbigen Leims nur im Bereich der das Makromotiv bildenden Prägeerhebungen,
erzeugen.
[0026] Die Prägeerhebungen, die auf der ersten Prägewalze oder zweiten Prägewalze vorgesehen
sind, können sämtliche geometrische Formen aufweisen. Diese können beispielsweise
pyramidenstumpfförmig oder aber kegelstumpfförmig ausgebildet sein, und können beispielsweise
auch linienförmig zur Bildung von Makroprägungen ausgebildet sein. Aber auch sonstige
großflächigen Formen sind je nach gewünschtem Makromotiv möglich. Die Kopffläche der
jeweiligen Prägeerhebung beträgt mindestens 0,05 mm
2. Insbesondere eine Teilfläche der Kopffläche einander zugeordneter erster und vierter
Prägeerhebung bzw. zweiter und dritter Prägeerhebungen beträgt mindestens 0,05 mm
2, und liegt vorteilhafterweise in einem Bereich von etwa 0,06 mm
2 bis etwa 5 mm
2 bevorzugt etwa 0,1 mm
2 bis etwa 0,3 mm
2, letzterer Bereich bevorzugt bei einer Mikroprägung. Eine Mikroprägung im Sinne dieser
Erfindung ist eine aus kleinen Punkten bestehende Hintergrundprägung im gebildeten
Flächenprodukt, die insbesondere durch Prägeerhebungen mit kleiner Kopffläche, wie
vorstehend beschrieben, erzeugt werden. Ausgehend vom jeweiligen Grund der ersten
Prägewalze bzw. der zweiten Prägewalze können die Prägeerhebungen in einem Öffnungswinkel
von etwa 5 Grad bis etwa 85 Grad ausgebildet sein, vorteilhafterweise mit einem Winkel
in einem Bereich von etwa 30 Grad bis etwa 80 Grad. Die Seitenflächen der Prägeerhebungen
müssen nicht identisch ausgebildet sein, und auch nicht einen identischen Öffnungs-
oder Flankenwinkel aufweisen, sondern können auch unterschiedlich, insbesondere asymmetrisch
ausgebildet sein. Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind sämtliche
Prägeerhebungen, die auf der Oberfläche der ersten und/oder zweiten Prägewalze angeordnet
sind, kegel- oder pyramidenstumpfförmig ausgebildet im Hinblick auf die Seitenflächen,
und zwar bevorzugt symmetrisch kegel- bzw. pyramidenstumpfförmig, d.h. auch mit identischen
Flankenwinkeln. Werden in Aufsicht linienförmige Prägeerhebungen zur Erzeugung von
Mustern verwendet, so sind diese im Querschnitt gesehen bevorzugt pyramidenstumpfförmig
oder kegelstumpfförmig ausgebildet. Auch in dieser Ausführungsform können die Flankenwinkel
gleich oder unterschiedlich sein. Linienförmige Prägeerhebungen weisen bevorzugt eine
im Vergleich zu den Kopfflächen von pyramiden- und/oder kegelstumpfförmig ausgebildeten
Prägeerhebungen verbreiterte Kopffläche auf. Diese verbreiterte Kopffläche ist bevorzugt
etwa 2 mal oder 5 mal breiter ausgebildet als bei kegel- und/oder pyramidenstumpfförmigen
Prägeerhebungen, bezogen auf einen Querschnitt durch diese.
[0027] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Flächenprodukten
wie vorstehend beschrieben unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit
einer ersten Prägewalze, umfassend mindestens eine erste und eine zweite Prägeerhebung,
wobei die erste Prägeerhebung eine Höhe h
1 und die zweite Prägeerhebung eine Höhe h
2 aufweist, wobei h
1 größer als h
2 ist, und mit einer zweiten Prägewalze, umfassend mindestens eine dritte und eine
vierte Prägeerhebung, wobei die dritte Prägeerhebung eine Höhe h
3 und die vierte Prägeerhebung eine Höhe h
4 aufweist, wobei h
3 größer als h
4 ist, wobei die erste und die zweite Prägewalze derart einander zugeordnet sind, dass
eine Kopffläche der ersten Prägeerhebung einer Kopffläche der vierten Prägeerhebung
und eine Kopffläche der zweiten Prägeerhebung einer Kopffläche der dritten Prägeerhebung
zugeordnet sind, so dass bei Führung von mindestens einer ersten Bahn durch einen
zwischen der ersten und der zweiten Prägewalze gebildeten Spalt zumindest teilweise
die erste Bahn im Bereich der Kopfflächen der ersten bis vierten Prägeerhebungen geprägt
wird. Im Bereich der Prägung erfolgt dabei vorteilhafterweise eine Verbindung, wobei
die Verbindung noch weiter vorteilhafterweise durch Leim erfolgt, welcher zumindest
in Teilbereichen der Kopfflächen insbesondere derjenigen Prägeerhebungen, die ein
größere Höhe aufweisen, aufgetragen wird. Betreffend die Ausgestaltung der Prägeerhebungen
und Beispielen, wie die Vorrichtung ausgestaltet werden kann, mit der das erfindungsgemäße
Verfahren durchgeführt wird, sind vorstehend im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gegeben.
[0028] Vorteilhafterweise wird über ein erstes Leimwerk ein erster Leim auf die erste Prägeerhebung
mit der Höhe h
1 aufgegeben. Weiter vorteilhafterweise wird über ein zweites Leimwerk ein zweiter
Leim auf die dritte Prägeerhebung mit der Höhe h
3 aufgetragen. Bevorzugt werden der erste Leim und der zweite Leim unterschiedlich
gefärbt eingesetzt. Es ist jedoch auch möglich, dass der Leim farblos eingesetzt wird,
bzw., dass nur der erste oder der zweite Leim gefärbt eingesetzt wird.
[0029] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird mindestens
eine erste Bahn über die erste Prägewalze und mindestens eine zweite Bahn über die
zweite Prägewalze geführt. Bevorzugt wird der ersten Prägewalze und der zweiten Prägewalze
und dem zwischen diesen gebildeten Spalt eine weitere, dritte Bahn, zugeführt, welche
wiederum einlagig, zweilagig, dreilagig oder sonstwie mehrlagig ausgebildet sein kann.
Sämtliche Bahnen bzw. einzelne Lagen der jeweiligen Bahnen werden ungeprägt, mikrogeprägt,
vorgeprägt, genadelt, gerändelt oder sonstwie strukturell vorbereitet eingesetzt.
Es kann vorgesehen werden, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung mehr als drei
Bahnen der ersten Prägewalze und der zweiten Prägewalze im Spalt zwischen dieser,
zugeführt wird.
[0030] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird zwischen
der ersten und der zweiten Bahn mindestens eine dritte Bahn eingeführt, wobei diese
dritte Bahn, wie vorstehend beschrieben, ein-, zwei- oder sonstwie mehrlagig ausgebildet
werden kann. Die dritte Bahn wird mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten
Flächenproduktes bevorzugt zwischen der ersten Bahn und der zweiten Bahn angeordnet.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung gibt es dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten,
wie die mindestens eine dritte Bahn, oder aber auch jede weitere Bahn in der Vorrichtung
des erfindungsgemäßen Verfahrens geführt und insbesondere dem Spalt zwischen der ersten
Prägewalze und der zweiten Prägewalze zugeführt wird. Die hier möglichen Zuführungen
sind für den angesprochenen Fachmann je nach Bedarf zu wählen und liegen in der üblichen
Griffweite seines eingesetzten Fachwissens.
[0031] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
der ersten Prägewalze und/oder zweiten Prägewalze eine Verbindungswalze, auch Bahnverbindungswalze
genannt, zugeordnet. Diese kann im erfindungsgemäßen Verfahren auch abgestellt von
der ersten Prägewalze und/oder zweiten Prägewalze angeordnet sein, je nach gewünschter
Konfektion des mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen
Vorrichtung herzustellenden Flächenproduktes.
[0032] Offenbart ist weiterhin ein Flächenprodukt, hergestellt mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wie vorstehend beschrieben bzw. dem erfindungsgemäßen Verfahren wie vorstehend
beschrieben. Das Flächenprodukt ist vorteilhafterweise aus Tissue und/oder einem Tissue-ähnlichem
Material hergestellt. Es kann jedoch auch aus einem vliesartigen Material hergestellt
sein. Das Flächenprodukt weist vorteilhafterweise zumindest in Teilbereichen ein Mikroprägemuster
auf, und weiter bevorzugt in weiteren Teilbereichen ein Makroprägemuster. Es kann
jedoch auch vorgesehen sein, dass das Flächenprodukt zwei oder mehr unterschiedliche
Makroprägemuster oder zwei oder mehr unterschiedliche Mikroprägemuster aufweist. Vorteilhafterweise
sind die jeweiligen Prägemuster, seien es Mikroprägemuster oder Makroprägemuster,
farbig hervorgehoben durch Einsatz farbigen Leims oder durch Farbe. Bevorzugt im Sinne
der vorliegenden Erfindung weist das Flächenprodukt mindestens zweifarbig hervorgehobene
Prägemuster auf, wobei vorzugsweise ein Prägemuster, das farblich hervorgehoben ist,
ein Mikroprägemuster ist, und das andere Prägemuster ein Makroprägemuster. In einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das mindestens eine Makro(Dekor-)prägemuster
farblich hervorgehoben, das mindestens eine Mikroprägemuster hingegen nicht.
[0033] Das mindestens einlagige, bevorzugt zweilagige, weiter bevorzugt drei-, vier-, fünf-,
sechs- oder sonstwie mehrlagige Flächenprodukt wie vorstehend beschrieben wird bevorzugt
als Toilettenpapier, Küchenpapier, Taschentuch, Papierhandtuch aber auch Reinigungstuch,
Kosmetiktuch oder als Serviette verwendet. Diese und weitere Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2:
- einen Ausschnitt der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 mit erster Prägewalze 12
und zweiter Prägewalze 16 mit ersten bis vierten Prägeerhebungen;
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung der Zuordnung der ersten Prägewalze 12 und der zweiten
Prägewalze 16 mit einem Spalt 38;
- Fig. 4:
- eine schematische Darstellung der ersten Prägewalze 12 und der zweiten Prägewalze
16 im Spalt 38 bei einer Bahnführung mit einer Vorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 5:
- eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 6:
- eine schematische Darstellung der Verhältnisse im Spalt 38 bei einer Bahnführung mit
einer Vorrichtung gemäß Fig. 5;
- Fig. 7:
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer dritten Ausführungsform mit einer Vorprägeeinheit
90;
- Fig. 8:
- eine schematische Darstellung der Verhältnisse im Spalt 38 zwischen erster Prägewalze
12 und zweiten Prägewalze 16 bei einer Bahnführung mit einer Vorrichtung gemäß Fig.
7;
- Fig. 9:
- eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit einer Vorprägeeinheit 90;
- Fig. 10:
- eine schematische Darstellung der Verhältnisse im Spalt 38 zwischen erster Prägewalze
12 und zweiten Prägewalze 16 bei einer Bahnführung gemäß der Vorrichtung nach Fig.
9;
- Fig. 11:
- eine Draufsicht auf ein zweilagiges, mittels dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Flächenproduktes 80; sowie
- Fig.12:
- eine Schnittansicht A-A gemäß Fig. 11 durch das zweilagige Flächenprodukt 80.
[0034] Zunächst sei vorausgeschickt, dass die in den Abbildungen dargestellten Ausführungsformen
lediglich beispielhaft und nicht einschränkend auszulegen sind. Insbesondere können
die dort beschriebenen Merkmale untereinander mit den weiter oben in der Beschreibung
der vorliegenden Erfindung beschriebenen weiteren Merkmalen zur weiteren Ausgestaltungen
kombiniert werden. Des Weiteren sei auch darauf hingewiesen, das die in den Figurenbeschreibungen
und den in den Ansprüchen angegebenen Bezugszeichen den Schutzbereich der vorliegenden
Erfindung nicht beschränken, sondern lediglich auf die in den Figuren bezeichneten
Ausführungsbeispiele verweisen. Insbesondere ist die Anordnung der ersten bis vierten
Prägeerhebungen, wie in den Figuren gezeigt, nur eine oder mehrere der möglichen Ausgestaltungen
und Anordnungen derselben auf der ersten Prägewalze 12 und der zweiten Prägewalze
16. Dies gilt auch für das Flächenprodukt 80 gemäß Fig. 11, was auch in jeder anderen
Art und Weise ausgestaltet sein und insbesondere andere Makro- oder Mikroprägemuster
aufweisen kann. Dies gilt auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Zuführungen der
verschiedenen Bahnen, insbesondere der ersten, zweiten und dritten Bahnen 30, 32 und
34 zu und in der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10. Im Sinne der vorliegenden Erfindung
ist insbesondere nicht ausgeschlossen, dass auch noch weitere Bahnen über die drei
Bahnen 30, 32 und 34 hinaus vorgesehen werden und dass die jeweiligen Bahnen nicht
nur ein- oder zweilagig, sondern sonst wie mehrlagig ausgebildet sind. Auch ist die
Zuordnung der Leimwerke nur eine beispielhafte Zuordnung, diese können insbesondere
auch in anderer Weise den Prägewalzen 12 und 16 zugeordnet sein. Und schließlich können
auch die (Gummi-) Gegenwalzen 14 und 18 bzw. Verbindungswalzen 20 abgestellt von der
ersten Prägewalze 12 und der zweiten Prägewalze 16 sein, je nachdem, was für ein Flächenprodukt
erhalten werden soll, insbesondere welche Eigenschaften dieses aufweisen soll.
[0035] Fig. 1 zeigt nun eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnete erfindungsgemäße
Vorrichtung, bei welcher zwei Materialbahnen 30 und 32, die jeweils einlagig ausgebildet
sind, zu einem Flächenprodukt 80, welches dann zwei Lagen aufweist, verbunden werden.
Die erste Bahn 30 wird dabei über eine Gummigegenwalze bzw. Glattwalze 14 eines ersten
Walzenpaares einer ersten Prägewalze 12 zugeführt, wobei eine Beleimung über eine
erste Auftragswalze 24 eines ersten Leimwerks 22 mit beispielsweise einem farbigem
Leim erfolgt. Diese Beleimung wird, wie beispielsweise aus Fig. 2 ersichtlich ist,
nur vorgenommen in Bereichen von ersten Prägeerhebungen 40 mit einer Höhe h
1, die größer ist als eine Höhe h
2 zweiter Prägeerhebungen 42, die auf einer Oberfläche der Prägewalze 12 ausgehend
von einem Grund 48 derselben zumindest in Teilbereichen angeordnet sind. Ebenso erfolgt
eine Zuführung der einlagigen Materialbahn 32 über eine Gummigegenwalze bzw. Glattwalze
18 zu einer zweiten Prägewalze 16, wobei über eine zweite Leimauftragswalze 28 eines
zweiten Leimwerkes 26 eine Beleimung mit einem farbigen oder nichtfarbigen Leim oder
aber eine Aufbringung einer Farbe erfolgt. Fig. 2 kann dabei entnommen werden, dass
die Beleimung im Bereich von Kopfflächen dritter Prägeerhebungen 44 mit einer Höhe
h
3 erfolgt, die größer ist als eine Höhe h
4 vierter Prägeerhebungen 46, jeweils gemessen ausgehend von einem Grund 50 der zweiten
Prägewalze 16. In einen Spalt 38, gebildet durch Zuordnung der ersten Prägewalze 12
und der zweiten Prägewalze 16, werden die beiden Materialbahnen 30 und 32 geführt
und dabei verbunden, insbesondere durch den aufgetragenen Leim durch das erste Leimwerk
22 und das zweite Leimwerk 26. Anschließend wird die Bahn noch über eine Bahnverbindungswalze
20 geführt und in Maschinenrichtung 36, symbolisiert durch den Pfeil, das fertige
Flächenprodukt 80, welches zweilagig ausgebildet ist, aus der Vorrichtung 10 herausgeführt.
[0036] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der Fig. 1 betreffend die erste Prägewalze 12 und die
zweite Prägewalze 16 mit einer gezeigten beispielhaften Anordnung der ersten bis vierten
Prägeerhebung 40, 42, 44 und 46. Dabei ist symbolisch kenntlich gemacht die Versehung
von Kopfflächen der ersten Prägeerhebung 40 und der dritten Prägeerhebung 44 mit erstem
Leim 23 und zweitem Leim 27, wobei der erste und der zweite Leim 23 und 27 vorzugsweise
unterschiedlich gefärbt sind. Der erste Leim 23 und der zweite Leim 27 können jedoch
auch ungefärbt sein, oder nur einer der beiden Leime kann gefärbt sein.
[0037] Fig. 3 zeigt schematisch die Situation in dem Spalt 38, gebildet zwischen der ersten
Prägewalze 12 und der zweiten Prägewalze 16, wobei zur besseren Darstellung die Rundung
der Prägewalzen 12 und 16 nicht berücksichtigt ist. Fig. 3 zeigt dabei den Zustand
ohne im Spalt 38 eingeführte Materialbahnen. Auf der ersten Prägewalze 12 sind erste
Prägeerhebungen 40 mit einer Höhe h
1 zu erkennen, die größer ist als eine Höhe h
2 zweiter Prägeerhebungen 42. Die Höhen h
1 und h
2 werden ausgehend von einem Grund 48 der ersten Prägewalze 12 bis zu einer Kopffläche
52 der ersten Prägeerhebung 40 bzw. einer Kopffläche 54 der zweiten Prägeerhebung
42 bestimmt. Die erste Prägeerhebung 40 und die zweite Prägeerhebung 42 sind dabei
in diesem Beispiel pyramidenstumpfförmig gebildet, wobei die erste Prägeerhebung 40
erste und zweite Seitenflächen 60 bzw. 61 und die zweite Prägeerhebung 42 erste und
zweite Seitenflächen 62 und 63 aufweist. Die Seitenflächen 60 und 61 bzw. 62 und 63
sind symmetrisch zueinander ausgebildet und weisen einen Öffnungswinkel von etwa 60
Grad bei der ersten Prägeerhebung 40 und etwa 65 Grad bei der zweiten Prägeerhebung
42 auf. Die dritten Prägeerhebungen 44 der zweiten Prägewalze 16 weisen eine Höhe
h
3 auf, die größer ist als eine Höhe h
4 vierter Prägeerhebungen 46. Hierbei werden die Höhen h
3 und h
4 gemessen ausgehend von einem Grund 50 der zweiten Prägewalze 16 bis zu einer Kopffläche
56 der dritten Prägeerhebung 44 bzw. einer Kopffläche 58 der vierten Prägeerhebung
46. Die dritte und die vierte Prägeerhebung 44, 46 sind dabei ebenfalls pyramidenstumpfförmig
ausgebildet, wobei die dritte Prägeerhebung 44 Seitenflächen 64 und 65 aufweist und
die vierte Prägeerhebung 46 Seitenflächen 66 und 67. Die Seitenflächen 64 und 65 bzw.
66 und 67 sind symmetrisch zueinander ausgebildet insbesondere mit gleichen Öffnungswinkeln,
wobei der Winkel, bestimmt zwischen dem Grund 50 und der Seitenfläche 64 bzw. 65 der
dritten Prägeerhebung 44, etwa 80 Grad beträgt und der Winkel der vierten Prägeerhebung
46, bestimmt ausgehend von dem Grund 50 und den Seitenflächen 66 bzw. 67, etwa 74
Grad beträgt.
[0038] Zur beispielhaften Verdeutlichung ist in Fig. 3 der erste Leim 23 auf der ersten
Prägeerhebung 40 und der zweite Leim 27 auf der dritten Prägeerhebung 44 gezeigt,
wobei der erste Leim 23 und der zweite Leim 27 über das erste und zweite Leimwerk
22, 26 auftragbar ist. Darüber hinaus ist mit dem Bezugszeichnen 70 eine Normallinie
bezeichnet, welche durch die Kopfflächen 56 der dritten Prägeerhebung und Kopfflächen
52 der ersten Prägeerhebung 40 definiert ist. Der Spaltabstand zwischen den Kopfflächen
52 der ersten Prägeerhebung 40 und Kopfflächen 58 der vierten Prägeerhebung 46 bzw.
der Kopfflächen 54 der zweiten Prägeerhebung 42 und der Kopfflächen 56 der dritten
Prägeerhebung 44 beträgt etwa 3/100 mm.
[0039] Fig. 4 zeigt die Situation im Spalt 38 zwischen der ersten Prägewalze 12 und der
zweiten Prägewalze 16 bei Zuführung von Materialbahnen 30 und 32, die jeweils einlagig
ausgebildet sind, unter Einsatz einer Vorrichtung 10 gemäß der Fig. 1. Deutlich ist
die Verbindung über den ersten Leim 23 bzw. den zweiten Leim 27 im Bereich der Prägewalz-Paare
erste Prägeerhebung 40/zweite Prägeerhebung 46 bzw. zweite Prägeerhebung 42/dritte
Prägeerhebung 44 zu erkennen.
[0040] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10, wobei im Folgenden lediglich Abweichungen zu der ersten Ausführungsform
gemäß Fig. 1 erläutert sind. Im Übrigen sind in Fig. 5 gleiche Bezugszeichen für gleiche
Teile verwendet wie in Fig. 1. In der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 gemäß Fig. 5 wird eine Materialbahn 30 gebildet durch eine erste Lage
29 und eine zweite Lage 31 und eine Materialbahn 32 gebildet durch eine dritte Lage
33 und einer vierten Lage 35. Hierdurch wird letztendlich ein insgesamt vierlagiges
Flächenprodukt 80 gebildet. Ansonsten erfolgt die Zuführung der zweilagigen Bahn 30
und 32 und die Beleimung in gleicher Weise wie zu der ersten Ausführungsform gemäß
in Fig. 1 beschrieben.
[0041] Fig. 6 zeigt die Situation im Spalt 38 zwischen der ersten Prägewalze 12 und der
zweiten Prägewalze 16 bei Zuführung der Bahnen 30 und 32 mit der Vorrichtung 10, wie
in Fig. 5 dargestellt. Auch hier ist gut die Verbindung der einzelnen Lagen 29, 31,
33 und 35 der zweilagigen Bahn 30 und 32 im Bereich der Prägeerhebungs-Paare 40/46
und 42/44 unter Einsatz eines ersten Leims 23 und eines zweiten Leims 27 zu erkennen.
[0042] Fig. 7 zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 in
einer schematischen Darstellung, wobei im Folgenden lediglich Abweichungen zu der
ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 erläutert sind. Anders als bei der ersten und
zweiten Ausführungsform ist zusätzlich eine Vorprägeeinheit 90 vorgesehen, über welche
eine zweilagige dritte Materialbahn 34 zwischen einer einlagigen Materialbahn 30 und
eines einlagigen Materialbahn 32 in den Spalt 38 zwischen der ersten Prägewalze 12
und der zweiten Prägewalze 16 geführt ist. Die Vorprägeeinheit 90 umfasst ein erstes
Walzenpaar mit einer Glattwalze oder Gummigegenwalze 94 und einer dieser zugeordneten
ersten Prägewalze 92 als auch ein zweites Walzenpaar mit einer zweiten Glatt- bzw.
Gummigegenwalze 98 und einer diesen zugeordneten zweiten Prägewalze 96. Ein Leimwerk
100 ist der ersten Prägewalze 92 zugeordnet, wobei über eine Leimauftragswalze 102
Prägeerhebungen auf der Prägewalze 92 im Bereich derer Kopfflächen mit Leim versehen
werden. Wie schematisch an der Ausgestaltung der zweilagigen Bahn 34 zu erkennen ist,
sind auf den Prägewalzen 92 und 96 Prägeerhebungen mit identischen Höhen vorgesehen,
und die Walzen sind derart synchronisiert, dass eine "TIP-to-TIP"-Verbindung erfolgt.
Demnach wird jeder einzelne Prägeerhebung der ersten Prägewalze 92 auf ihrer Kopffläche
mit Leim versehen und verbindet sich mit einer entsprechenden Kopffläche einer Prägeerhebung
der zweiten Prägewalze 96. Die dritte Materialbahn 34 wird wie vorstehend beschrieben
dem Spalt 38 zugeführt. Ansonsten erfolgt die Zuführung der einlagigen Materialbahn
30 und 32 wie in Fig. 1 schematisch dargestellt, so dass letztendlich das vierlagige
Produkt 80 gebildet und in Maschinenrichtung 36, verdeutlicht durch den Pfeil, aus
der Vorrichtung 10 herausgeführt wird.
[0043] Fig. 8 zeigt in einer schematischen Darstellung die Verhältnisse im Spalt 38 zwischen
der ersten Prägewalze und der zweiten Prägewalze 16 bei Einsatz einer Vorrichtung
gemäß Fig. 7. Die Materialbahn 30, 32 und die zwischen diesen mittig eingeführtem
zweilagige Materialbahn 34 mit den Lagen 104 und 106 ist deutlich zu erkennen. Das
hierdurch erzeugte vierlagige Produkt weist ein größeres Volumen bei gleichzeitiger
Zurverfügungstellung einer hinreichenden Weichheit auf, sowie bei Vorsehung unterschiedlich
gefärbten ersten und zweiten Leims 23 und 27 ein zweifarbiges Muster.
[0044] Fig. 9 zeigt eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 in
einer schematischen Darstellung, wobei im Folgenden nunmehr Unterschiede erklärt sind
in Hinblick auf die dritte Ausführungsform gemäß Fig. 7, wobei im Übrigen gleiche
Bezugszeichen für gleiche Teile verwendet werden. Auch die vierte Ausführungsform
der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 9 weist eine Vorprägeeinheit 90 auf, welche identisch
ausgebildet ist zu derjenigen der dritten Ausführungsform gemäß Fig. 7. Allerdings
wird hier die im "TIP-to-TIP"-Verfahren hergestellte Materialbahn aus den einzelnen
Lagen 104 und 106 als zweite Bahn 32 um die Gummigegenwalze 18 herum, die abgestellt
ist von der zweiten Prägewalze 16, dem Spalt 38 zwischen erster Prägewalze 12 und
zweiter Prägewalze 16 zugeführt zur Bildung letztendlich eines dreilagigen Flächenproduktes
80, welches in Maschinenrichtung 36, gekennzeichnet durch den Pfeil, der Vorrichtung
10 entnommen wird.
[0045] Fig. 10 zeigt die Verhältnisse im Spalt 38 zwischen der ersten Prägewalze 12 und
der zweiten Prägewalze 16 in einer schematischen Darstellung, wobei die Verbindung
der ersten Materialbahn 30 mit der zweiten Materialbahn 32, die zweilagig ausgebildet
durch "TIP-to-TIP" verbundene Lagen 104 und 106 gebildet ist, erkenntlich ist.
[0046] Fig. 11 zeigt ein zweilagiges Flächenprodukt 80, wie dieses beispielsweise mit der
schematisch in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung 10 hergestellt werden kann. Das Flächenprodukt
80 weist dabei Mikroprägepunkte 82, auf die ein Mikroprägemuster bilden, wobei des
Weiteren Makroprägemuster in Form der Designprägebereiche 84.1, 84.2 und 84.3 zugegen
sind. Die Designprägebereiche 84.1 bilden wolkenähnliche Makroprägemuster, die Designprägebereiche
84.2 ein schafskopfähnliches Makroprägemuster, und die Designprägebereiche 84.3 geschwungene
linienförmige Elemente als weitere Makroprägemuster. Sämtliche Designprägebereiche
84.1, 84.2 und 84.3 weisen um die Makroprägung herum ungeprägte Bereiche 86 auf, welche
die Designmakroprägemuster hervorheben.
[0047] Fig. 12 zeigt die Situation entlang eines Schnittes A-A durch das zweilagige Flächenprodukt
80 gemäß Fig. 11. Deutlich ist dabei das Designmakroprägemuster 84.3 zu erkennen,
welches durch Prägeerhebungen auf Prägewalzen mit einer breiten, insbesondere 2,4
mal so breiten Kopffläche, verglichen mit den Prägeerhebungen 82, erzeugt wird, wohingegen
Mikroprägepunkte 82 durch Prägeerhebungen auf den Prägewalzen mit kleineren, d. h
weniger breiten Kopfflächen gebildet sind. Die Mikroprägemuster 82 und Makroprägemuster
84.2 werden durch entsprechend auf den ersten und den zweiten Prägewalzen 12 bzw.
16 beispielsweise der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1 angeordneten Prägeerhebungen erzeugt,
nämlich durch die Prägeerhebungs-Paare 40/46 und 42/44. Die Kopfflächen der Mikroprägepunkte
82 und der linienförmigen Makroprägemuster 84.3 sind durch ersten farbigen Leim 23
und zweiten farbigen Leim 27 miteinander verbunden. Beispielsweise kann der erste
farbige Leim 23 braungefärbt sein und der zweite farbige Leim 27 grün, so dass ein
grüngepunktetes Mikroprägemuster mit Mikroprägepunkten 82 das Flächenprodukt 80 kennzeichnet
mit in brauner Farbe hervorgehobenem Designmakroprägemuster 84.2 und dann entsprechend
gefärbten Makroprägemustern 84.1 bzw. 84.3. Auf beiden Seiten der Makroprägemuster
84.3 gemäß Fig. 12 sind ungeprägte Bereiche 86, auch Auslassung genannt, etwa in Breite
einer Prägeerhebungsreihe, zu erkennen. In diesen Bereichen können jedoch beispielsweise
auch, wie in Fig. 12 durch gepunktete Linien angedeutet, Prägeerhebungen 88.1 bzw.
88.2 angeordnet sein, erzeugt durch entsprechende Prägeerhebungen auf der ersten Prägewalze
12 und der zweiten Prägewalze 16 beispielsweise einer Vorrichtung 10 gemäß der Fig.
1, wobei diese jedoch, insbesondere aufgrund der nicht komplementären Ausbildung derselben
bzw. geringeren Höhen im Vergleich zu den Mikroprägeerhebungen 82 und den Designmakroprägeerhebungen
84.1, 84.2 und 84.3, keine Verbindung mittels Leim aufweisen, und daher in diesen
Bereichen auch kein Muster im Flächenprodukt 80 gemäß Fig. 11 erkennbar ist.
[0048] Durch die vorliegende Erfindung ist somit eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Herstellung eines Flächenproduktes zur Verfügung gestellt, wobei das Flächenprodukt
hohen ästhetischen Anforderungen gerecht wird und dabei gleichzeitig über eine ausreichende
Festigkeit, auch Bauschigkeit und Weichheit verfügt. Die Weichheit kann dabei insbesondere
bei einer mehr als zweilagigen Ausgestaltung des Flächenproduktes positiv beeinflusst
werden.
1. Vorrichtung (10) zur Herstellung von Flächenprodukten (80) umfassend eine erste Prägewalze
(12), umfassend mindestens eine erste und eine zweite Prägeerhebung (40, 42), wobei
die erste Prägeerhebung (40) eine Höhe h1 und die zweite Prägeerhebung (42) eine Höhe h2 aufweist, wobei h1 größer als h2 ist, weiterhin umfassend eine zweite Prägewalze (16), umfassend mindestens eine dritte
und eine vierte Prägeerhebung (44, 46), wobei die dritte Prägeerhebung (44) eine Höhe
h3 und die vierte Prägeerhebung (46) eine Höhe h4 aufweist, wobei h3 größer als h4 ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Prägewalze (12, 16) derart einander zugeordnet sind, dass zumindest
in Teilbereichen derselben eine Kopffläche (52) der ersten Prägeerhebung (40) einer
Kopffläche (58) der vierten Prägeerhebung (46) und eine Kopffläche (54) der zweiten
Prägeerhebung (42) einer Kopffläche (56) der dritten Prägeerhebung (44) zugeordnet
ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfflächen (52, 54, 56, 58) der ersten und vierten Prägeerhebung (40, 46) und
der zweiten und dritten Prägeerhebung (42, 44) im Wesentlichen gegenüberliegend angeordnet
sind.
3. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Prägewalze (12) eine erste Glattwalze (14) zugeordnet ist.
4. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiten Prägewalze (16) eine zweite Glattwalze (18) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Prägewalze (12) ein erstes Leimwerk (22) zugeordnet ist.
6. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiten Prägewalze (16) ein zweites Leimwerk (26) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Leimwerk (22, 26) mit Leim (23, 27) unterschiedlicher Farbe
beschickt sind.
8. Vorrichtung gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Prägeerhebung (40) und dritte Prägeerhebung (44) eine Höhe h1 und h3 in einem Bereich von etwa 600 µm bis etwa 2000 µm aufweist, gemessen ausgehend von
einem Grund (48) der ersten Prägewalze (12) bzw. einem Grund (50) der zweiten Prägewalze
(16).
9. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Prägeerhebung (42) und die vierte Prägeerhebung (46) eine Höhe h2 und h4 in einem Bereich von etwa 400 µm bis etwa 1800 µm aufweist, gemessen ausgehend vom
Grund (48) der ersten Prägewalze (12) bzw. einem Grund (50) der zweiten Prägewalze
(16).
10. Vorrichtung einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Prägewalze (12, 16) Auslassungen ohne Prägeerhebungen (40,
42, 44, 46) umfassen.
11. Verfahren zur Herstellung von Flächenprodukten unter Verwendung einer Vorrichtung
(10) mit einer ersten Prägewalze (12), umfassend mindestens eine erste und eine zweite
Prägeerhebung (40, 42), wobei die erste Prägeerhebung (40) eine Höhe h1 und die zweite Prägeerhebung (42) eine Höhe h2 aufweist, wobei h1 größer als h2 ist, und mit einer zweiten Prägewalze (16), umfassend mindestens eine dritte und
eine vierte Prägeerhebung (44, 46), wobei die dritte Prägeerhebung (44) eine Höhe
h3 und die vierte Prägeerhebung (46) eine Höhe h4 aufweist, wobei h3 größer als h4 ist, wobei die erste und die zweite Prägewalze (12, 16) derart einander zugeordnet
sind, dass eine Kopffläche (52) der ersten Prägeerhebung (40) einer Kopffläche (58)
der vierten Prägeerhebung (46) und eine Kopffläche (54) der zweiten Prägeerhebung
(42) einer Kopffläche (56) der dritten Prägeerhebung (44) zugeordnet sind, so dass
bei Führung von mindestens einer ersten Bahn (30, 32, 34) durch einen zwischen der
ersten und zweiten Prägewalze (12, 16) gebildeten Spalt (38) zumindest teilweise die
erste Bahn (30, 32, 34) im Bereich der Kopfflächen (52, 54, 56, 58) der ersten bis
vierten Prägeerhebungen (40, 42, 44, 46) geprägt wird.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass über ein erstes Leimwerk (22) ein erster Leim (23) auf die erste Prägeerhebung (40)
mit der Höhe h1 aufgetragen wird.
13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass über ein zweites Leimwerk (26) ein zweiter Leim (27) auf die dritte Prägeerhebung
(44) mit der Höhe h3 aufgetragen wird.
14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Leim (23, 27) unterschiedlich gefärbt eingesetzt werden.
15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine erste Bahn (30) über die erste Prägewalze (12) und mindestens
eine zweite Bahn (32) über die zweite Prägewalze (16) geführt werden.
16. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten und der zweiten Bahn (30, 32) mindestens eine dritte Bahn (34)
eingeführt wird.
17. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die erste, zweite oder dritte Bahn (30, 32, 34) geprägt oder ungeprägt sind.
18. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten oder zweiten Prägewalze (12, 16) eine Verbindungswalze (20) zugeordnet
wird.
1. Device (10) for producing flat products (80) comprising a first embossing roll (12),
comprising at least one first and one second embossing projection (40, 42), wherein
the first embossing projection (40) has a height h1 and the second embossing projection (42) has a height h2, wherein h1 is larger than h2, further comprising a second embossing roll (16), comprising at least a third and
a fourth embossing projection (44, 46), wherein the third embossing projection (44)
has a height h3 and the fourth embossing projection (46) has a height h4, wherein h3 is larger than h4, characterized in that the first and the second embossing roll (12, 16) are assigned to each other in a
way that at least in sections of them, a head face (52) of the first embossing projection
(40) is assigned to a head face (58) of the fourth embossing projection (46) and a
head face (54) of the second embossing projection (42) is assigned to a head face
(56) of the third embossing projection (44).
2. Device according to claim 1, characterized in that head faces (52, 54, 56, 58) of the first and fourth embossing projections (40, 46)
and of the second and third embossing projections (42, 44) are arranged substantially
opposite each other.
3. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a first smooth roller (14) is assigned to the first embossing roll (12).
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a second smooth roller (18) is assigned to the second embossing roll (16).
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a first gluing unit (22) is assigned to the first embossing roll (12).
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a second gluing unit (26) is assigned to the second embossing roll (16).
7. Device according to one of the claims 5 or 6, characterized in that the first and the second gluing unit (22, 26) are charged with glue (23, 27) in different
colors.
8. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the first embossing projection (40) and the third embossing projection (44) have
a height h1 and h3 in a range of about 600 µm to about 2000 µm, measured starting from a bottom (48)
of the first embossing roll (12) respectively a bottom (50) of the second embossing
roll (16).
9. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the second embossing projection (42) and the fourth embossing projection (46) have
a height h2 and h4 in a range of about 400 µm to about 1800 µm, measured starting from a bottom (48)
of the first embossing roll (12) respectively a bottom (50) of the second embossing
roll (16).
10. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the first and/or second embossing roll (12, 16) comprise omissions without embossing
projections (40, 42, 44, 46).
11. Method for producing flat products using a device (10) with a first embossing roll
(12), comprising at least a first and a second embossing projection (40, 42), wherein
the first embossing projection (40) has a height h1 and the second embossing projection (42) has a height h2, wherein h1 is larger than h2, and with a second embossing roll (16), comprising at least a third and a fourth
embossing projection (44, 46), wherein the third embossing projection (44) has a height
h3 and the fourth embossing projection (46) has a height h4, wherein h3 is larger than h4, wherein the first and the second embossing roll (12, 16) are assigned to each other
in a way that a head face (52) of the first embossing projection (40) is assigned
to a head face (58) of the fourth embossing projection (46) and a head face (54) of
the second embossing projection (42) is assigned to a head face (56) of the third
embossing projection (44), in a way that upon guiding at least one first web (30,
32, 34) through a gap (38) formed between the first and the second embossing roll
(12, 16), the first web (30, 32, 34) is at least partially embossed in the area of
the head faces (52, 54, 56, 58) of the first to fourth embossing projections (40,
42, 44, 46).
12. Method according to claim 11, characterized in that via a first gluing unit (22) a first glue (23) is applied on the first embossing
projection (40) having the height h1.
13. Method according to one of the claims 11 or 12, characterized in that via a second gluing unit (26) a second glue (27) is applied on the third embossing
projection (44) having the height h3.
14. Method according to one of the claims 12 or 13, characterized in that the first and the second glue (23, 27) are used in different colors.
15. Method according to one of the claims 11 to 14, characterized in that the at least one first web (30) is guided over the first embossing roll (12) and
at least one second web (32) is guided over the second embossing roll (16).
16. Method according to one of the claims 11 to 15, characterized in that at least a third web (34) is inserted between the first and the second web (30, 32).
17. Method according to one of the claims 11 to 16, characterized in that the first, second or third web (30, 32, 34) are embossed or unembossed.
18. Method according to one of the claims 11 to 17, characterized in that a joining roll (20) is assigned to the first or second embossing roll (12, 16).
1. Dispositif (10) pour la production de produits plats (80) comprenant un premier rouleau
de gaufrage (12) comprenant au moins une première et une seconde protubérances de
gaufrage (40, 42), ladite première protubérance de gaufrage (40) ayant une hauteur
h1 et ladite seconde protubérance de gaufrage (42) ayant une hauteur h2, où h1 est supérieure à h2, comprenant en outre un deuxième rouleau de gaufrage (16) comprenant au moins une
troisième et une quatrième protubérance de gaufrage (44, 46), ladite troisième protubérance
de gaufrage (44) ayant une hauteur h3 et ladite quatrième protubérance de gaufrage (46) ayant une hauteur h4, où h3 est supérieur à h4, caractérisé en ce que lesdits premier et second rouleaux de gaufrage (12, 16) sont ainsi associés l'un
à l'autre, en ce qu'une surface supérieure (52) de ladite première protubérance de gaufrage (40) est associée
à une surface supérieure (58) de ladite quatrième protubérance de gaufrage (46) et
une surface supérieure (54) de ladite deuxième protubérance de gaufrage (42) est associée
à une surface supérieure (56) de ladite troisième protubérance de gaufrage (44), au
moins sur des zones partielles.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que lesdites surfaces supérieures (52, 54, 56, 58) desdites première et quatrième protubérances
de gaufrage (40, 46) et desdites deuxième et troisième protubérances de gaufrage (42,
44) sont disposées sensiblement en face à face.
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un premier rouleau lisse (14) est associé audit premier rouleau de gaufrage (12).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un deuxième rouleau lisse (18) est associé audit deuxième rouleau de gaufrage (16).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une première unité de collage (22) est associée audit premier rouleau de gaufrage
(12).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une deuxième unité de collage (26) est associée audit deuxième rouleau de gaufrage
(16).
7. Dispositif selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que lesdites première et seconde unités de collage (22, 26) sont chargées en colle (23,
27) de couleurs différentes.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ladite première protubérance de gaufrage (40) et ladite troisième protubérance de
gaufrage (44) ont une hauteur h1 et h3 entre environ 600 µm et environ 2000 µm, mesurée respectivement à partir d'une base
(48) dudit premier rouleau (12) et d'une base (50) dudit second rouleau (16).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ladite deuxième protubérance de gaufrage (42) et ladite quatrième protubérance de
gaufrage (46) ont une hauteur h2 et h4 entre environ 400 µm et environ 1800 µm mesurée respectivement à partir d'une base
(48) dudit premier rouleau de gaufrage (12) et d'une base (50) dudit deuxième rouleau
de gaufrage (16).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lesdits premier et/ou deuxième rouleaux de gaufrage (12, 16) comportent des omissions
sans protubérance de gaufrage (40, 42, 44, 46).
11. Procédé de fabrication de produits plats à l'aide d'un dispositif (10) avec un premier
rouleau de gaufrage (12) comprenant au moins une première et une deuxième protubérance
de gaufrage (40, 42), ladite première protubérance de gaufrage (40) ayant une hauteur
h1 et ladite deuxième protubérance de gaufrage (42) ayant une hauteur h2, où h1 est supérieur à h2, et un deuxième rouleau de gaufrage (16) comprenant au moins une troisième et une
quatrième protubérance de gaufrage (44, 46), ladite troisième protubérance de gaufrage
(44) ayant une hauteur h3 et ladite quatrième protubérance de gaufrage (46) ayant une hauteur h4, où h3 est supérieure à h4, dans lequel les premier et deuxième rouleaux de gaufrage (12, 16) sont associés
l'un à l'autre de telle sorte qu'une surface supérieure (52) de ladite première protubérance
de gaufrage (40) est associée à une surface supérieure (58) de ladite quatrième protubérance
de gaufrage (46) et une surface supérieure (54) de ladite deuxième protubérance de
gaufrage (42) est affectée à une surface supérieure (56) de ladite troisième protubérance
de gaufrage (44), de sorte que lors du guidage d'au moins une première bande (30,
32, 34) à travers un espace (38) formé entre lesdits premier et second rouleaux de
gaufrage (12, 16), au moins une partie de ladite première bande (30, 32, 34) est gaufrée
dans lesdites surfaces supérieures (52, 54, 56, 58) des première à quatrième protubérances
de gaufrage (40, 42, 44, 46).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'une première colle (23) est appliquée sur ladite première protubérance de gaufrage
(40) avec la hauteur h1 par l'intermédiaire d'une première unité de collage (22).
13. Procédé selon l'une des revendications 11 ou 12, caractérisé en ce qu'une deuxième colle (27) est appliquée sur ladite troisième protubérance de gaufrage
(44) avec la hauteur h3 par une deuxième unité de collage (26).
14. Procédé selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisé en ce que les première et deuxième colles (23, 27) sont utilisées de couleurs différentes.
15. Procédé selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que ladite au moins une première bande (30) est guidée sur ledit premier rouleau de gaufrage
(12) et au moins une seconde bande (32) est guidée sur ledit second rouleau de gaufrage
(16).
16. Procédé selon l'une des revendications 11 à 15, caractérisé en ce qu'au moins une troisième bande (34) est insérée entre ladite première et ladite deuxième
bande (30, 32).
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 16, caractérisé en ce que lesdites première, deuxième ou troisième bandes (30, 32, 34) sont gaufrées ou non
gaufrées.
18. Procédé selon l'une des revendications 11 à 17, caractérisé en ce qu'un rouleau de liaison (20) est associé audit premier ou audit second rouleau de gaufrage
(12, 16).