[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sonnenschirm für ein Fahrzeug, gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Fahrzeug mit einem Sonnenschirm gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 11.
[0002] Solche Sonnenschirme für ein Fahrzeug, weisen ein Schirmdach auf, um einer Person
beispielsweise auf dem Fahrzeug Schatten zu spenden. Bei dem Fahrzeug kann es sich
insbesondere um einen Kinderwagen handeln.
[0003] Ein Nachteil solcher vorbekannter Sonnenschirme besteht darin, dass diese häufig
bei Wind ihre Position nicht halten können und daher immer nachjustiert werden müssen.
[0004] Um diesen Nachteil zu beheben, wird in der
DE 20 2008 009 743 U1 ein Sonnenschirm für einen Kinderwagen mit einem Schirmdach offenbart, der eine zusätzliche
Spanneinrichtung aufweist, welche die Position des Schirmdachs selbst bei Wind hält.
Wenn der Kinderwagen seine Fahrtrichtung ändert, kann die Position des Schirmdachs
jedoch nicht mehr günstig sein.
[0005] Ein Nachteil dieses Sonnenschirms besteht darin, dass die Neuausrichtung des Sonnenschirms
aufgrund der zusätzlichen Spanneinrichtung besonders aufwendig ist.
[0006] Die
US 2012/0097202 A1 offenbart den nächstliegenden Stand der Technik, nämlich einen Sonnenschirm für ein
Fahrzeug, mit einem Schirmdach, wobei eine Photodetektoreinrichtung vorgesehen ist,
die eingerichtet ist, die Ausrichtung des Schirmdachs relativ zu der Sonne zu erfassen
und mindestens ein Detektorsignal mit Information zur Ausrichtung des Schirmdachs
relativ zu der Sonne zu erzeugen und auszugeben, wobei eine Ausrichtungseinrichtung
vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das Schirmdach auszurichten, und wobei eine
Steuerung vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das mindestens eine Detektorsignal
zu empfangen und abhängig von der Ausrichtung des Schirmdachs zu der Sonne die Ausrichtungseinrichtung
zu steuern, wobei die Ausrichtungseinrichtung eine Schirmhalterung und einen Antrieb
umfasst. Dabei ist das Schirmdach ein zusätzliches Schirmdach, das zu einem Hauptschirmdach
verfahrbar ist.
[0007] Ein Nachteil dieses Sonnenschirms besteht darin, dass er nicht zusammengefaltet werden
kann, dass er eine aufwändige Führung zum Verfahren des zusätzlichen Schirmdachs erfordert,
und dass er recht schwer ist.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sonnenschirm für ein
Fahrzeug und ein Fahrzeug mit einem Sonnenschirm zu schaffen, wobei der Sonnenschirm
abhängig vom Sonnenstand automatisch ausgerichtet wird und wobei der Sonnenschirm
keine besonders aufwändige Konstruktion hat.
[0009] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch einen Sonnenschirm für ein
Fahrzeug mit einem Schirmdach gelöst, wobei eine Photodetektoreinrichtung vorgesehen
ist, die eingerichtet ist, die Ausrichtung des Schirmdachs relativ zu der Sonne zu
erfassen und mindestens ein Detektorsignal mit Information zur Ausrichtung des Schirmdachs
relativ zu der Sonne zu erzeugen und auszugeben, wobei eine Ausrichtungseinrichtung
vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das Schirmdach auszurichten, wobei eine Steuerung
vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das mindestens eine Detektorsignal zu empfangen
und abhängig von der Ausrichtung des Schirmdachs zu der Sonne die Ausrichtungseinrichtung
zu steuern, wobei die Ausrichtungseinrichtung eine Schirmhalterung und einen Antrieb
umfasst, wobei die Schirmhalterung einen ersten Schirmhalterungsabschnitt und einen
zweiten Schirmhalterungsabschnitt umfasst, wobei der erste Schirmhalterungsabschnitt
und der zweite Schirmhalterungsabschnitt durch ein Drehgelenk miteinander verbunden
sind, wobei der Antrieb eingerichtet ist, den ersten Schirmhalterungsabschnitt relativ
zu dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt um das Drehgelenk zu drehen, und wobei der
zweite Schirmhalterungsabschnitt horizontal verläuft, um das Drehgelenk in einem mittleren
Bereich des Fahrzeugs zu positionieren (und die Schirmhalterung gleichzeitig an einem
Rahmen des Fahrzeugs zu befestigen). Der mittlere Bereich liegt vorzugsweise zwischen
zwei Ebenen, die parallel auf den gegenüberliegenden Seiten von einer mittleren Ebene
in einem Abstand von höchstens 15 Zentimetern, vorzugsweise 10 Zentimetern oder 5
Zentimetern von der mittleren Ebene verlaufen, wobei die mittlere Ebene in einer Vertikalen
liegt und vorzugsweise von den gegenüberliegenden Rädern eines Paars (vorzugsweise
vorderer oder hinterer) Räder des Fahrzeugs gleich weit beabstandet ist. Die mittlere
Positionierung des Gelenks ermöglicht eine ideale Beschattung des Fahrzeuginsassens.
Vorzugsweise verläuft der zweite Schirmhalterungsabschnitt zwischen zwei Drehgelenken
(Vorzugsweise sind an zwei Enden des zweiten Schirmhalterungsabschnitts zwei Drehgelenkteile
vorgesehen, die mit zugehörigen Drehgelenkteilen verbunden sind, um jeweils ein Drehgelenk
zu bilden). Bei dem Fahrzeug kann es sich beispielsweise um einen Kinderwagen, einen
Rollstuhl oder einen Golfwagen handeln. Vorzugsweise wird das Schirmdach so ausgerichtet,
dass eine Mittelachse des Schirmdachs zur Sonne hingerichtet ist, d.h. die Mittelachse
parallel zu den Sonnenstrahlen ist. Alternativ kann das Schirmdach so ausgerichtet
werden, dass die Mittelachse des Schirmdachs im Wesentlichen zur Sonne hingerichtet
ist, d.h. nur eine kleine Winkelabweichung, vorzugsweise von weniger als 10 Grad,
zwischen der Mittelachse und den Sonnenstrahlen besteht. Vorzugsweise verläuft die
Mittelachse des Schirmdachs durch den ersten Schirmhalterungsabschnitt. Außerdem liegt
die Drehachse des Drehgelenks vorzugsweise in einer vertikalen Ebene, die vorzugsweise
in Längsrichtung des Fahrzeugs verläuft (von vorne nach hinten) ohne Winkelabweichung
von der vertikalen Ebene oder mit einer Winkelabweichung von höchstens 10 Grad. Vorzugsweise
kann die horizontale Ausrichtung der Drehachse durch die Ausrichtungseinrichtung verstellt
werden, wobei sich die Winkelabweichung der Drehachse zu der vertikalen Ebene vorzugsweise
nicht ändert. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bedeutet "der zweite
Schirmhalterungsabschnitt verläuft horizontal, dass auf dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt
zwei Punkte liegen, die wenn der zweite Schirmhalterungsabschnitt sich in einer für
seine Verwendung vorgesehenen Position befindet, in horizontaler Richtung um eine
Strecke auseinander liegen. Die zwei Punkte müssen dabei nicht in derselben horizontalen
Ebene liegen. Die Länge der Strecke wird jedoch entlang einer Geraden in der horizontalen
Ebene gemessen. Vorzugsweise verläuft der zweite Schirmhalterungsabschnitt über eine
Strecke von mindestens 10 Zentimeter, noch bevorzugter mindestens 15 oder 20 Zentimeter,
in horizontaler Richtung. Der zweite horizontale Schirmhalterungsabschnitt kann gleichzeitig
auch vertikal verlaufen. Der zweite, horizontale Schirmhalterungsabschnitt ermöglicht
es, die Schirmhalterung an einer Seite des Fahrzeugs oder hinten an dem Fahrzeug zu
befestigen und gleichzeitig das Schirmdach über einem mittleren Bereich des Fahrzeugs
zu positionieren, so dass für das vorgesehenen Verfahren der Ausrichtung des Schirmdachs
eine optimale Beschattung des Fahrzeugs erfolgt. Vorzugsweise kann das Schirmdach
zusammengefaltet werden.
[0010] In einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform weist der erste Schirmhalterungsabschnitt
zwei Schenkel auf, die in einem Winkel, vorzugsweise einem rechter Winkel, zueinander
angeordnet sind. Vorzugsweise verläuft die Mittelachse des Schirmdachs durch den ersten
Schenkel, während die Drehachse des Drehgelenks durch den zweiten Schenkel verläuft.
Dies ermöglicht es, durch eine Drehung um die Drehachse des Drehgelenks eine Schwenkung
des Schirmdachs nach rechts oder nach links relativ zu dem Fahrzeug zu bewirken. Vorzugsweise
liegt der zweite Schenkel auf einer Linie mit einem Teil des zweiten Schirmhalterungsabschnitts,
wobei der zweite Schenkel mit dem Teil des zweiten Schirmhalterungsabschnitts durch
das Drehgelenk verbunden ist.
[0011] In noch einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform ist der Antrieb in dem
zweiten Schirmhalterungsabschnitt aufgenommen und treibt ein Antriebselement an, das
in ein Aufnahmeelement in dem ersten Schirmhalterungsabschnitt eingreift. Vorzugsweise
ist der Antrieb drehfest mit dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt verbunden, und
ist das Aufnahmeelement drehfest mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt verbunden.
Vorzugsweise ist das Antriebselement formschlüssig in dem Aufnahmeelement aufgenommen,
so dass eine Drehung des Antriebselements auf das Aufnahmeelement übertragen wird.
Alternativ kann der Antrieb in dem ersten Schirmhalterungsabschnitt aufgenommen sein
und ein Antriebselement antreiben, das in ein Aufnahmeelement in dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt
eingreift. Vorzugsweise sind der erste und der zweite Schirmhalterungsabschnitt als
hohle Stangen, insbesondere als Hohlrohre aus Metall ausgebildet. In Verbindung damit,
dass der zweite Schenkel auf einer Linie mit einem Teil des zweiten Schirmhalterungsabschnitts
liegt, und dass der zweite Schenkel mit dem Teil des zweiten Schirmalterungsabschnitt
durch das Drehgelenk verbunden ist, ermöglicht dies die Verwendung eines Antriebs
mit einer länglichen Bauform der sich besonders gut in einer hohlen Stange integrieren
lässt.
[0012] In noch einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform umfasst die Schirmhalterung
einen dritten Schirmhalterungsabschnitt, ist das Drehgelenk ein erstes Drehgelenk,
ist der dritte Schirmhalterungsabschnitt mit dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt
durch ein zweites Drehgelenk verbunden, ist der Antrieb ein erster Antrieb, und ist
ein zweiter Antrieb vorgesehen, der eingerichtet ist, den zweiten Schirmhalterungsabschnitt
relativ zu dem dritten Schirmhalterungsabschnitt um das zweite Drehgelenk zu drehen.
Vorzugsweise verläuft die Drehachse des zweiten Drehgelenks horizontal durch den zweiten
und den dritten Schirmhalterungsabschnitt. Außerdem verläuft die Drehachse des zweiten
Drehgelenks vorzugsweise horizontal in Querrichtung des Fahrzeugs (von links nach
rechts) vorzugsweise ohne Winkelabweichung oder mit einer Winkelabweichung von höchstens
10 Grad. Dies ermöglicht es, in Verbindung mit den zwei Schenkeln des ersten Schirmhalterungsabschnitts
durch eine Drehung um die Drehachse des Drehgelenks eine Schwenkung des Schirmdachs
nach hinten oder nach vorne relativ zu dem Fahrzeug zu bewirken. Vorzugsweise kann
durch eine Drehung um das zweite Drehgelenk die horizontale Ausrichtung der Drehachse
des ersten Drehgelenks verstellt werden. Vorzugsweise liegt ein Teil des dritten Schirmhalterungsabschnitts
auf einer Linie mit einem Teil des zweiten Schirmhalterungsabschnitts, wobei die beiden
Teile durch das zweite Drehgelenk miteinander verbunden sind. Vorzugsweise ist die
Drehachse des ersten Drehgelenks senkrecht zu der Drehachse des zweiten Drehgelenks
ausgerichtet.
[0013] In noch einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform ist der zweite Antrieb
in dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt aufgenommen und treibt ein Antriebselement
an, das in ein Aufnahmeelement in dem dritten Schirmhalterungsabschnitt eingreift.
Vorzugsweise ist der zweite Antrieb drehfest mit dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt
verbunden, und ist das Aufnahmeelement drehfest mit dem dritten Schirmhalterungsabschnitt
verbunden. Vorzugsweise ist das Antriebselement formschlüssig in dem Aufnahmeelement
aufgenommen, so dass eine Drehung des Antriebselements auf das Aufnahmeelement übertragen
wird. Vorzugsweise ist die Steuerung ebenfalls an dem zweiten Schirmhalterungselement
vorgesehen. Vorzugsweise ist eine Stromversorgung ebenfalls an dem zweiten Schirmhalterungselemente
vorgesehen. Vorzugsweise ist zur Aufnahme der Steuerung und der Stromversorgung ein
Gehäuse an dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt ausgebildet. Vorzugsweise weist der
zweite Schirmhalterungsabschnitt zwei Schenkel auf, die in einem Winkel, vorzugsweise
einem rechter Winkel, zueinander angeordnet sind. Vorzugsweise ist der erste Antrieb
in einem der zwei Schenkel vorgesehen. Vorzugsweise ist der zweite Antrieb in dem
anderen der zwei Schenkel vorgesehen. Vorzugsweise ist der dritte Schirmhalterungsabschnitt
an einem Rahmen des Fahrzeugs befestigt. Alternativ kann der zweite Antrieb in dem
dritten Schirmhalterungsabschnitt aufgenommen sein und ein Antriebselement antreiben,
das in ein Aufnahmeelement in dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt eingreift. Vorzugsweise
sind der zweite und der dritte Schirmhalterungsabschnitt als hohle Stangen, insbesondere
als Hohlrohre aus Metall ausgebildet. In Verbindung damit, dass ein Teil des dritten
Schirmhalterungsabschnitt auf einer Linie mit einem Teil des zweiten Schirmhalterungsabschnitts
liegt, wobei die beiden Teile durch das zweite Drehgelenk miteinander verbunden ist,
ermöglicht dies die Verwendung eines Antriebs mit einer länglichen Bauform der sich
besonders gut in einer hohlen Stange integrieren lässt. Vorzugsweise verläuft der
dritte Schirmhalterungsabschnitt vertikal. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
bedeutet "der dritte Schirmhalterungsabschnitt verläuft vertikal, dass auf dem dritten
Schirmhalterungsabschnitt zwei Punkte liegen, die wenn der dritte Schirmhalterungsabschnitt
sich in einer für seine Verwendung vorgesehenen Position befindet, in vertikaler Richtung
um eine Strecke auseinander liegen. Die zwei Punkte müssen dabei nicht in derselben
vertikalen Ebene liegen. Die Länge der Strecke wird jedoch entlang einer Linie in
der vertikalen Ebene gemessen. Vorzugsweise verläuft der dritte Schirmhalterungsabschnitt
über eine Strecke von mindestens 60 Zentimeter, noch bevorzugter mindestens 80 oder
100 Zentimeter, in vertikaler Richtung. Der dritte horizontale Schirmhalterungsabschnitt
kann gleichzeitig auch horizontal verlaufen. Der dritte, vertikale Schirmhalterungsabschnitt
ermöglicht es, das Schirmdach ausreichend hoch über dem Fahrzeug zu positionieren,
so dass der Insasse des Fahrzeugs durch das Schirmdach nicht behindert wird.
[0014] In noch einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform sind die Drehachse des
ersten Drehgelenks und die Drehachse des zweiten Drehgelenks in einem Winkel, vorzugsweise
einem rechten Winkel, zueinander angeordnet. Dies ermöglicht es, die Ausrichtung des
Schirmdachs in zwei unabhängigen Richtungen unabhängig voneinander zu bewirken.
[0015] In noch einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform umfasst die Photodetektoreinrichtung
mindestens zwei Photodetektoren, die unabhängig von der Position des Schirmdachs auf
einer Linie liegen, die senkrecht zu der Drehachse des ersten Drehgelenks und parallel
zu der Drehachse des zweiten Drehgelenks verläuft, wobei jeder der mindestens zwei
Photodetektoren eingerichtet ist, ein Signal zu erzeugen, das (für eine Drehung um
das erste Drehgelenk) anders als ein anderes der mindestens zwei Signale von der Ausrichtung
des Schirmdachs relativ zu der Sonne abhängt, und umfasst die Photodetektoreinrichtung
mindestens zwei weitere Photodetektoren, die unabhängig von der Position des Schirmdachs
auf einer Linie liegen, die parallel zu der Drehachse des ersten Drehgelenks und senkrecht
zu der Drehachse des zweiten Drehgelenks verläuft, wobei jeder der mindestens zwei
weiteren Photodetektoren eingerichtet ist, ein Signal zu erzeugen, das (für eine Drehung
um das zweite Drehgelenk) anders als ein anderes der mindestens zwei Signale von der
Ausrichtung des Schirmdachs relativ zu der Sonne abhängt. Vorzugsweise sind die Photodetektorsignale
der mindestens zwei Photodetektoren gleich groß, wenn das Schirmdach zur Sonne hin
ausgerichtet ist. Vorzugsweise nimmt das Photodetektorsignal eines der mindestens
zwei Photodetektoren für eine Drehung um das erste Drehgelenk in einem Winkelbereich
zu, während das Photodetektorsignal des anderen der mindestens zwei Photodetektoren
für diese Drehung um das erste Drehgelenk in dem Winkelbereich abnimmt. Vorzugsweise
sind die Photodetektorsignale der mindestens zwei weiteren Photodetektoren gleich
groß, wenn das Schirmdach zur Sonne hin ausgerichtet ist. Vorzugsweise nimmt das Photodetektorsignal
eines der mindestens zwei weiteren Photodetektoren für eine Drehung um das zweite
Drehgelenk in einem Winkelbereich zu, während das Photodetektorsignal des anderen
der mindestens zwei Photodetektoren für diese Drehung um das zweite Drehgelenk in
dem Winkelbereich abnimmt. Der oder die Photodetektoren, die unabhängig von der Position
des Schirmdachs auf einer Linie liegen, die parallel zu der Drehachse des Drehgelenks
verläuft, können mit dem oder den weiteren Photodetektoren identisch sein, die unabhängig
von der Position des Schirmdachs auf einer Linie liegen, die senkrecht zu der Drehachse
des Drehgelenks verläuft. Vorzugsweise ist die Anzahl der Photodetektoren in der jeweiligen
Anordnung beliebig.
[0016] In noch einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Sonnenschirm eine Schirmspitze
mit vier seitlichen Vorsprüngen, die jeweils unterschiedlich ausgerichtet sind, umfasst
die Photodetektoreinrichtung vier Photodetektoren, und ist einer der vier Photodetektoren
jeweils zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen vorgesehen. Die Photodetektoren befinden
sich in Vertiefungen zwischen den Vorsprüngen, so dass die Vorsprünge abhängig von
der Ausrichtung des Schirmdachs relativ zu der Sonne die Photodetektoren beschatten
oder nicht. Die seitlichen Vorsprünge sind vorzugsweise in der Mitte der Schirmspitze
miteinander verbunden. Vorzugsweise sind die Photodetektoren in einem Winkelabstand
von 90° relativ zueinander ausgerichtet und in einer Ebene angeordnet. Vorzugsweise
sind die Photodetektoren identisch ausgebildet. Vorzugsweise sind die seitlichen Vorsprünge
in einem Winkelabstand von 90° relativ zueinander ausgerichtet. Vorzugsweise weist
die Schirmspitze einen kreuzförmigen Querschnitt auf. Vorzugsweise sind die seitlichen
Vorsprünge identisch ausgebildet und verjüngen sich nach oben. Vorzugsweise verläuft
die Mittelachse des Schirmdachs entlang der Verbindung der seitlichen Vorsprünge.
[0017] Die vorliegende Erfindung betrifft ferne ein Fahrzeug mit einem Sonnenschirm, wobei
der Sonnenschirm ein Schirmdach aufweist, wobei eine Photodetektoreinrichtung vorgesehen
ist, die eingerichtet ist, die Ausrichtung des Schirmdachs relativ zu der Sonne zu
erfassen und mindestens ein Detektorsignal mit Information zur Ausrichtung des Schirmdachs
relativ zu der Sonne zu erzeugen, wobei eine Ausrichtungseinrichtung vorgesehen ist,
die eingerichtet ist, das Schirmdach auszurichten, und wobei eine Steuerung vorgesehen
ist, die eingerichtet ist, das mindestens eine Detektorsignal zu empfangen und abhängig
von der Ausrichtung des Schirmdachs zu der Sonne die Ausrichtungseinrichtung zu steuern.
Das Fahrzeug kann sämtliche Merkmale und Merkmalskombinationen des erfindungsgemäßen
Sonnenschirms aufweisen.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Ausrichtungseinrichtung eine Schirmhalterung
und einen Antrieb, wobei die Schirmhalterung einen ersten Schirmhalterungsabschnitt
und einen zweiten Schirmhalterungsabschnitt umfasst, wobei der erste Schirmhalterungsabschnitt
und der zweite Schirmhalterungsabschnitt durch ein Drehgelenk miteinander verbunden
sind, wobei der Antrieb eingerichtet ist, den ersten Schirmhalterungsabschnitt relativ
zu dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt um das Drehgelenk zu drehen, und wobei der
zweite Schirmhalterungsabschnitt horizontal verläuft, um das Drehgelenk in einem mittleren
Bereich des Fahrzeugs zu positionieren.
[0019] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner einen Sonnenschirm, insbesondere für ein
Fahrzeug, mit einem Schirmdach gelöst, wobei eine Photodetektoreinrichtung vorgesehen
ist, die eingerichtet ist, die Ausrichtung des Schirmdachs relativ zu der Sonne zu
erfassen und mindestens ein Detektorsignal mit Information zur Ausrichtung des Schirmdachs
relativ zu der Sonne zu erzeugen und auszugeben, wobei eine Ausrichtungseinrichtung
vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das Schirmdach auszurichten, und wobei eine
Steuerung vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das mindestens eine Detektorsignal
zu empfangen und abhängig von der Ausrichtung des Schirmdachs zu der Sonne die Ausrichtungseinrichtung
zu steuern. Bei dem Fahrzeug kann es sich beispielsweise um einen Kinderwagen, einen
Rollstuhl oder einen Golfwagen handeln. Vorzugsweise wird das Schirmdach so ausgerichtet,
dass eine Mittelachse des Schirmdachs zur Sonne hingerichtet ist, d.h. die Mittelachse
parallel zu den Sonnenstrahlen ist. Alternativ kann das Schirmdach so ausgerichtet
werden, dass die Mittelachse des Schirmdachs im Wesentlichen zur Sonne hingerichtet
ist, d.h. nur eine kleine Winkelabweichung, vorzugsweise von weniger als 10 Grad,
zwischen der Mittelachse und den Sonnenstrahlen besteht. Dieser Sonnenschirm kann
die Merkmale sämtlicher oben offenbarter Ausführungsformen eines Sonnenschirms umfassen.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigen:
FIG. 1A eine Seitenansicht eines Kinderwagens mit einem Drehgelenk in einer mittleren
Position;
FIG. 1B eine Seitenansicht des Kinderwagens mit dem Drehgelenk in einer vorderen Position;
FIG. 1C eine Seitenansicht des Kinderwagens mit dem Drehgelenk in einer hinteren Position;
FIG. 2A eine Vorderansicht des Kinderwagens mit einem weiteren Drehgelenk in einer
mittleren Position;
FIG. 2B eine Vorderansicht des Kinderwagens mit dem weiteren Drehgelenk in einer linken
Position;
FIG. 2C eine Vorderansicht des Kinderwagens mit dem weiteren Drehgelenk in einer rechten
Position;
FIG. 3 eine Draufsicht einer Schirmspitze; und
FIG. 4 einen Ausschnitt der Schirmhalterung.
[0021] In den folgenden Figuren sind die Umrisslinien von wesentlichen verdeckten Elementen
gestrichelt dargestellt.
[0022] FIG. 1A zeigt eine Seitenansicht eines Kinderwagens mit einem Drehgelenk 11 in einer
mittleren Position. Der Kinderwagen umfasst einen Rahmen 1, an dem unten Rollen 2
angebracht sind, und auf dem ein Kindersitz 4 angebracht ist. Außerdem sind an dem
Rahmen 1 Griffe 3 angebracht, um den Kinderwagen zu schieben. Eine Schirmhalterung
5, die einen Sonnenschirm mit einem Schirmdach 6 trägt, ist an dem Rahmen 1 mithilfe
einer Befestigungseinrichtung 15 befestigt. Bei der Befestigungseinrichtung kann es
sich beispielsweise um ein Hohlrohr mit einer Justierschraube handeln, in welcher
die Schirmhalterung eingeführt und justiert ist. Die Schirmhalterung 5 ist Bestandteil
einer Ausrichtungseinrichtung 25 und umfasst einen ersten Schirmhalterungsabschnitt
7, einen zweiten Schirmhalterungsabschnitt 8 und einen dritten Schirmhalterungsabschnitt
9. Die Schirmhalterungsabschnitte 7,8,9 umfassen jeweils ein Hohlrohr aus Aluminium
bzw. mehrere miteinander verbundene Hohlrohre aus Aluminium. Der zweite Schirmhalterungsabschnitt
8 ist mit dem dritten Schirmhalterungsabschnitt 9 durch ein Drehgelenk 11 verbunden.
Der erste Schirmhalterungsabschnitt 7 ist mit dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt
8 durch ein weiteres Drehgelenk 10 verbunden. Der erste Schirmhalterungsabschnitt
7 weist zwei Schenkel auf, die in einem rechter Winkel zueinander angeordnet und als
Hohlrohre ausgebildet sind. Oben in der Mitte des Schirmdachs 6 ist eine Schirmspitze
12 vorgesehen, die mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt 7 verbunden ist. An der
Schirmspitze 12 sind Kiele befestigt, die mit Tuch bespannt sind. Das Schirmdach 6
kann zusammengefaltet werden.
[0023] Eine Mittelachse des Schirmdachs 6 verläuft durch die Schirmspitze 12 und einen Schenkel
des ersten Schirmhalterungsabschnitts 7, während die Drehachse des Drehgelenks 11
durch den zweiten Schenkel des ersten Schirmhalterungsabschnitts 7 verläuft. Die Drehachse
des weiteren Drehgelenks 10 liegt in einer vertikalen Ebene, die in Längsrichtung
des Fahrzeugs verläuft (von vorne nach hinten). Dies ermöglicht es, durch eine Drehung
um die Drehachse des weiteren Drehgelenks 10 eine Schwenkung des Schirmdachs 6 nach
rechts oder nach links relativ zu dem Kinderwagen zu bewirken.
[0024] Die Drehachse des Drehgelenks 11 verläuft horizontal in Querrichtung des Fahrzeugs
(von links nach rechts) durch den zweiten und den dritten Schirmhalterungsabschnitt
8, 9. Dies ermöglicht es, in Verbindung mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt 7
durch eine Drehung um die Drehachse des Drehgelenks 11 eine Schwenkung des Schirmdachs
6 nach hinten oder nach vorne relativ zu dem Kinderwagen zu bewirken.
[0025] Elektrische Motoren können die Schirmhalterungsabschnitte 7, 8, 9 relativ zueinander
um die Drehgelenke 10, 11 drehen. In der FIG. 1A ist lediglich der erste Motor 13
zu erkennen. Eine Steuerung (nicht gezeigt) steuert die elektrischen Motoren in Abhängigkeit
von Photodetektorsignalen. Die Photodetektorsignale werden von einer Photodetektoreinrichtung
erzeugt, die in einer Schirmspitze 12 integriert ist, und über ein mehradriges Kabel
18 von der Photodetektoreinrichtung zu der Steuerung gesendet. Die Steuerung sorgt
dafür dass, das Sonnendach 6 direkt zu der Sonne 26 hin gerichtet ist, d.h. die Mittelachse
parallel zu den Sonnenstrahlen ist.
[0026] FIG. 1B zeigt eine Seitenansicht des Kinderwagens mit dem Drehgelenk 11 in einer
vorderen Position. Das Schirmdach 6 ist zusammen mit dem ersten und zweiten Schirmhalterungsabschnitt
7,8 um das Drehgelenk 11 nach vorne geschwenkt. Das Sonnendach 6 ist direkt zu der
Sonne 26 hin gerichtet.
[0027] FIG. 1C zeigt eine Seitenansicht des Kinderwagens mit dem Drehgelenk 11 in einer
hinteren Position. Das Schirmdach 6 ist zusammen mit dem ersten und zweiten Schirmhalterungsabschnitt
7,8 um das Drehgelenk 11 nach hinten geschwenkt. Das Sonnendach 6 ist direkt zu der
Sonne 26 hin gerichtet.
[0028] FIG. 2A zeigt eine Vorderansicht des Kinderwagens mit dem weiteren Drehgelenk 10
in einer mittleren Position.
[0029] FIG. 2B zeigt eine Vorderansicht des Kinderwagens mit dem weiteren Drehgelenk 10
in einer linken Position. Das Schirmdach 6 ist zusammen mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt
7 um das Drehgelenk 10 nach links geschwenkt. Das Sonnendach 6 ist direkt zu der Sonne
26 hin gerichtet.
[0030] FIG. 2C zeigt eine Vorderansicht des Kinderwagens mit dem weiteren Drehgelenk 10
in einer rechten Position. Das Schirmdach 6 ist zusammen mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt
7 um das Drehgelenk 10 nach rechts geschwenkt. Das Sonnendach 6 ist direkt zu der
Sonne 26 hin gerichtet.
[0031] FIG. 3 zeigt eine Draufsicht einer Schirmspitze 12. Die Schirmspitze 12 weist vier
seitliche Vorsprünge 14 auf, die jeweils in einem Winkelabstand von 90° in einer Ebene
angeordnet sind. Vier Photodetektoren vr, vl, hr und hl sind jeweils in einem Winkelabstand
von 90° zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen 14 angeordnet. Die Photodetektoren
vr, vl, hr und hl und die seitlichen Vorsprünge 14 sind identisch ausgebildet. Jeder
der vier Photodetektoren vr, vl, hr und hl sendet über eine separate Leitung des mehradrigen
Kabels 18 ein Photodetektorsignal an die Steuerung, welches mit der von ihm gemessenen
Lichtintensität oder in einem Spektralbereich empfangenen Leistung, vorzugsweise linear,
zunimmt.
[0032] Die beiden vorderen Photodetektoren vr, vl liegen auf einer Linie, welche parallel
zur Drehachse des Drehgelenks 11 und senkrecht zur Drehachse des Drehgelenks 10 verläuft.
Die beiden hinteren Photodetektoren hr, hl liegen ebenfalls auf einer Linie, welche
parallel zur Drehachse des Drehgelenks 11 und senkrecht zur Drehachse des Drehgelenks
10 verläuft. Die beiden linken Photodetektoren vl, hl liegen auf einer Linie, welche
parallel zur Drehachse des Drehgelenks 10 und senkrecht zur Drehachse des Drehgelenks
11 verläuft. Die beiden rechten Photodetektoren vr, hr liegen ebenfalls auf einer
Linie, welche parallel zur Drehachse des Drehgelenks 10 und senkrecht zur Drehachse
des Drehgelenks 10 verläuft. Die Photodetektoren werden durch die Vorsprünge 14 abhängig
von der Ausrichtung des Schirmdachs zu der Sonne unterschiedlich beschattet.
[0033] Wenn die Vorsprünge 14 die beiden vorderen Photodetektoren vr, vl beschatten, so
dass die Summe der Photodetektorsignal der beiden vorderen Photodetektoren vr, vl
kleiner ist als die Summe der Photodetektorsignal der beiden hinteren Photodetektoren
hr, hl, steuert die Steuerung den elektrischen Motor 16, so dass das Schirmdach 6
zusammen mit dem ersten und dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt 7, 8 um das Drehgelenk
11 nach hinten geschwenkt wird. Wenn umgekehrt die Vorsprünge 14 die beiden hinteren
Photodetektoren hr, hl beschatten, so dass die Summe der Photodetektorsignal der beiden
vorderen Photodetektoren vr, vl größer ist als die Summe der Photodetektorsignal der
beiden hinteren Photodetektoren hr, hl, steuert die Steuerung den elektrischen Motor
16, so dass das Schirmdach 6 zusammen mit dem ersten und dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt
7, 8 um das Drehgelenk 11 nach vorne geschwenkt wird.
[0034] Wenn die Vorsprünge 14 die beiden linken Photodetektoren vl, hl beschatten, so dass
die Summe der Photodetektorsignal der beiden linken Photodetektoren vl, hl kleiner
ist als die Summe der Photodetektorsignal der beiden rechten Photodetektoren vr, hr,
steuert die Steuerung den elektrischen Motor 13, so dass das Schirmdach 6 zusammen
mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt 7 um das Drehgelenk 11 nach rechts geschwenkt
wird. Wenn die Vorsprünge 14 die beiden rechten Photodetektoren vr, hr beschatten,
so dass die Summe der Photodetektorsignal der beiden linken Photodetektoren vl, hl
größer ist als die Summe der Photodetektorsignal der beiden rechten Photodetektoren
vr, hr, steuert die Steuerung den elektrischen Motor 13, so dass das Schirmdach 6
zusammen mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt 7 um das Drehgelenk 11 nach links
geschwenkt wird.
[0035] Die Schwenkungen um die Drehachsen 10, 11 können gleichzeitig durchgeführt werden.
Eine Schwenkung kann erst dann durchgeführt werden, wenn die die Differenz der beiden
verglichenen Summen einen bestimmten Wert überschreitet. Eine Schwenkung kann bereits
dann beendet werden, wenn die Differenz der beiden verglichenen Summen einen bestimmten
Wert unterschreitet. Für die Steuerung können Durchschnittswerte der Photodetektorsignale
während einer bestimmten Zeitdauer verwendet werden. Eine Schwenkung kann nur dann
ausgeführt werden, wenn ein oder mehrere Photodetektorsignale einen bestimmten Wert
überschreiten.
[0036] In einer alternativen Ausführungsform ist die Schirmspitze um 45 Grad gedreht angeordnet.
Es liegt dann genau ein Photodetektor vorne, ein Photodetektor hinten, ein Photodetektor
links und ein Photodetektor rechts. Die Steuerung der Schwenkung basiert dann jeweils
auf den Photodetektorsignalen von zwei Photodetektoren.
[0037] FIG. 4 zeigt einen Ausschnitt der Schirmhalterung. Der zweite Schirmhalterungsabschnitt
8 weist zwei Schenkel auf, die in einem rechter Winkel zueinander angeordnet und als
Hohlrohre ausgebildet sind. Der elektrische Motor 13 weist ein zylindrisches Gehäuse
auf, das drehfest in einem als Hohlrohr ausgebildeten Schenkel des zweiten Schirmhalterungsabschnitt
8 angebracht ist und weist ein Antriebselement 23 auf, das in ein Aufnahmeelement
24 eingreift, das in dem ersten Schirmhalterungsabschnitt 7 aufgenommen ist. Das Aufnahmeelement
24 ist drehfest mit dem ersten Schirmhalterungsabschnitt 7 verbunden. Das Antriebselement
23 hat einen viereckigen Querschnitt und ist formschlüssig in eine Aussparung des
Aufnahmeelements 24 aufgenommen, so dass eine Drehung des Antriebselements 23 auf
das Aufnahmeelement 24 übertragen wird. Der elektrische Motor 16 weist ein zylindrisches
Gehäuse auf, das drehfest in dem anderen als Hohlrohr ausgebildeten Schenkel des zweiten
Schirmhalterungsabschnitt 8 angebracht ist und weist ein Antriebselement 21 auf, das
in ein Aufnahmeelement 22 eingreift, das in dem dritten Schirmhalterungsabschnitt
9 aufgenommen ist. Das Aufnahmeelement 22 ist drehfest mit dem dritten Schirmhalterungsabschnitt
9 verbunden. Das Antriebselement 21 hat einen viereckigen Querschnitt und ist formschlüssig
in eine Aussparung des Aufnahmeelements 22 aufgenommen, so dass eine Drehung des Antriebselements
21 auf das Aufnahmeelement 22 übertragen wird. Die Steuerung 19 und die zugehörige
Stromversorgung 20 ist in einem Gehäuse 17 aufgenommen, das an dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt
8 vorgesehen ist. Die Steuerung 19 steuert die Stromzufuhr zu den elektrischen Motoren
13, 16. Die elektrischen Motoren 13, 16 haben eine sehr hohe Übersetzung und sorgen
dafür, dass ein großes, äußeres Drehmoment erforderlich ist, um eine Drehung der Drehgelenke
10, 11 zu bewirken.
1. Sonnenschirm, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem Schirmdach (6), wobei eine
Photodetektoreinrichtung (vr, vl, hr, hl) vorgesehen ist, die eingerichtet ist, die
Ausrichtung des Schirmdachs (6) relativ zu der Sonne (26) zu erfassen und mindestens
ein Detektorsignal mit Information zur Ausrichtung des Schirmdachs (6) relativ zu
der Sonne (26)zu erzeugen und auszugeben, wobei eine Ausrichtungseinrichtung (25)
vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das Schirmdach (6) auszurichten, und wobei eine
Steuerung (19) vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das mindestens eine Detektorsignal
zu empfangen und abhängig von der Ausrichtung des Schirmdachs (6) zu der Sonne (26)
die Ausrichtungseinrichtung (25) zu steuern, wobei die Ausrichtungseinrichtung (25)
eine Schirmhalterung (5) und einen Antrieb (13) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmhalterung (5) einen ersten Schirmhalterungsabschnitt (7) und einen zweiten
Schirmhalterungsabschnitt (8) umfasst, dass der erste Schirmhalterungsabschnitt (7)
und der zweite Schirmhalterungsabschnitt (8) durch ein Drehgelenk (10) miteinander
verbunden sind, dass der Antrieb (13) eingerichtet ist, den ersten Schirmhalterungsabschnitt
(7) relativ zu dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt (8) um das Drehgelenk (10) zu
drehen, und dass der zweite Schirmhalterungsabschnitt (8) horizontal verläuft, um
das Drehgelenk in einem mittleren Bereich des Fahrzeugs zu positionieren.
2. Sonnenschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schirmhalterungsabschnitt über eine Strecke von mindestens 10 Zentimeter,
noch bevorzugter mindestens 15 oder 20 Zentimeter, in horizontaler Richtung verläuft.
3. Sonnenschirm nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des Drehgelenks (10) in einer vertikalen Ebene liegt, die vorzugsweise
in Längsrichtung des Fahrzeugs verläuft.
4. Sonnenschirm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schirmhalterungsabschnitt (7) zwei Schenkel aufweist, die in einem Winkel,
vorzugsweise einem rechter Winkel, zueinander angeordnet sind.
5. Sonnenschirm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (13) in dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt (8) aufgenommen ist und
ein Antriebselement (23) antreibt, das in ein Aufnahmeelement (24) in dem ersten Schirmhalterungsabschnitt
(7) eingreift.
6. Sonnenschirm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmhalterung (5) einen dritten Schirmhalterungsabschnitt umfasst, dass das
Drehgelenk (10) ein erstes Drehgelenk (10) ist, dass der dritte Schirmhalterungsabschnitt
mit dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt (8) durch ein zweites Drehgelenk (11) verbunden
ist, dass der Antrieb (13) ein erster Antrieb (13) ist, und dass ein zweiter Antrieb
vorgesehen ist, der eingerichtet ist, den zweiten Schirmhalterungsabschnitt (8) relativ
zu dem dritten Schirmhalterungsabschnitt um das zweite Drehgelenk (11) zu drehen.
7. Sonnenschirm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Antrieb (16) in dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt (8) aufgenommen
ist und ein Antriebselement (21) antreibt, das in ein Aufnahmeelement (22) in dem
dritten Schirmhalterungsabschnitt (9) eingreift.
8. Sonnenschirm nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des ersten Drehgelenks (10) und die Drehachse des zweiten Drehgelenks
(11) in einem Winkel, vorzugsweise einem rechten Winkel, zueinander angeordnet sind.
9. Sonnenschirm nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Photodetektoreinrichtung (vr, vl, hr, hl) mindestens zwei Photodetektoren (vr,
vl, hr, hl) umfasst, die unabhängig von der Position des Schirmdachs (6) auf einer
Linie liegen, die senkrecht zu der Drehachse des ersten Drehgelenks (10) und parallel
zu der Drehachse des zweiten Drehgelenks (11) verläuft, wobei jeder der mindestens
zwei Photodetektoren (vr, vl, hr, hl) eingerichtet ist, ein Signal zu erzeugen, das
anders als ein anderes der mindestens zwei Signale von der Ausrichtung des Schirmdachs
(6) relativ zu der Sonne (26) abhängt, und dass die Photodetektoreinrichtung (vr,
vl, hr, hl) mindestens zwei weitere Photodetektoren (vr, vl, hr, hl) umfasst, die
unabhängig von der Position des Schirmdachs (6) auf einer Linie liegen, die parallel
zu der Drehachse des ersten Drehgelenks (10) und senkrecht zu der Drehachse des zweiten
Drehgelenks (11) verläuft, wobei jeder der mindestens zwei weiteren Photodetektoren
(vr, vl, hr, hl) eingerichtet ist, ein Signal zu erzeugen, das anders als ein anderes
der mindestens zwei Signale von der Ausrichtung des Schirmdachs (6) relativ zu der
Sonne (26) abhängt.
10. Sonnenschirm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sonnenschirm eine Schirmspitze mit vier seitlichen Vorsprüngen umfasst, die jeweils
unterschiedlich ausgerichtet sind, dass die Photodetektoreinrichtung (vr, vl, hr,
hl) vier Photodetektoren (vr, vl, hr, hl) umfasst, und dass einer der vier Photodetektoren
(vr, vl, hr, hl) jeweils zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen (14) vorgesehen ist.
11. Fahrzeug mit einem Sonnenschirm, wobei der Sonnenschirm ein Schirmdach (6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Photodetektoreinrichtung (vr, vl, hr, hl) vorgesehen ist, die eingerichtet ist,
die Ausrichtung des Schirmdachs (6) relativ zu der Sonne (26) zu erfassen und mindestens
ein Detektorsignal mit Information zur Ausrichtung des Schirmdachs (6) relativ zu
der Sonne (26)zu erzeugen, dass eine Ausrichtungseinrichtung (25) vorgesehen ist,
die eingerichtet ist, das Schirmdach (6) auszurichten, und dass eine Steuerung (19)
vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das mindestens eine Detektorsignal zu empfangen
und abhängig von der Ausrichtung des Schirmdachs (6) zu der Sonne (26) die Ausrichtungseinrichtung
(25) zu steuern.
12. Fahrzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmhalterung (5) einen ersten Schirmhalterungsabschnitt (7) und einen zweiten
Schirmhalterungsabschnitt (8) umfasst, dass der erste Schirmhalterungsabschnitt (7)
und der zweite Schirmhalterungsabschnitt (8) durch ein Drehgelenk (10) miteinander
verbunden sind, dass der Antrieb (13) eingerichtet ist, den ersten Schirmhalterungsabschnitt
(7) relativ zu dem zweiten Schirmhalterungsabschnitt (8) um das Drehgelenk (10) zu
drehen, und dass der zweite Schirmhalterungsabschnitt (8) horizontal verläuft, um
das Drehgelenk in einem mittleren Bereich des Fahrzeugs zu positionieren.
13. Fahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgelenk in einem mittleren Bereich des Fahrzeugs liegt.
14. Sonnenschirm, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem Schirmdach (6), dadurch gekennzeichnet, dass eine Photodetektoreinrichtung (vr, vl, hr, hl) vorgesehen ist, die eingerichtet ist,
die Ausrichtung des Schirmdachs (6) relativ zu der Sonne (26) zu erfassen und mindestens
ein Detektorsignal mit Information zur Ausrichtung des Schirmdachs (6) relativ zu
der Sonne (26)zu erzeugen und auszugeben, dass eine Ausrichtungseinrichtung (25) vorgesehen
ist, die eingerichtet ist, das Schirmdach (6) auszurichten, und dass eine Steuerung
(19) vorgesehen ist, die eingerichtet ist, das mindestens eine Detektorsignal zu empfangen
und abhängig von der Ausrichtung des Schirmdachs (6) zu der Sonne (26) die Ausrichtungseinrichtung
(25) zu steuern.