[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spinnmaschine, insbesondere eine Ringspinnmaschine,
mit einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Einheiten, wobei jede Einheit ein Streckwerk
zum Verziehen eines Faserbandes und eine Spinneinrichtung zum Verdrehen des verzogenen
Faserbandes zu einem Faden sowie eine zwischen dem Streckwerk und der Spinneinrichtung
angeordnete Falschdralleinrichtung mit zumindest einem mit zumindest einer Antriebseinrichtung
angetriebenen Riemen aufweist, der im Wesentlichen quer zum Faden verläuft und der
Faden zwei gegenläufige Trums des bzw. der Riemen/s insbesondere z- oder s-förmig
umschlingt und sich der zumindest eine Riemen zwischen der Antriebseinrichtung und
einer Umlenkeinrichtung entlang mehrerer der Einheiten der Spinnmaschine erstreckt,
sowie eine entsprechende Falschdralleinrichtung, welche an eine Spinnmaschine angebaut
werden kann, um eine erfindungsgemäße Spinnmaschine zu schaffen.
[0002] Aus der
WO 2010/015185 A1 ist eine Spinnmaschine bekannt, bei welcher zwischen einem Streckwerk, auf welchem
das Faserband verzogen wird und einer Spule, auf welcher das Faserband aufgewickelt
wird, eine Falschdralleinrichtung angeordnet ist. Die Falschdralleinrichtung besteht
gemäß einer Ausführung der dortigen Offenbarung aus einem einzigen Riemen, der von
einer Antriebseinrichtung angetrieben wird. Ober- und Untertrum des einen Riemens
sind zueinander entgegengerichtet angetrieben. Das Garn kontaktiert dabei die beiden
Riementrums entweder punktförmig (Figur 4), wenn die Riemen unmittelbar nebeneinander
angeordnet sind. In einer anderen Ausführung (Figur 3) sind die Riemen voneinander
beabstandet und verlaufen im Wesentlichen vertikal übereinander in entgegengesetzter
Richtung. Der Faden umschlingt bei dieser Ausführung die Riemen mit einem Winkel von
etwa 90°. In den Ausführungen gemäß den Figuren 1 - 7 wird die Falschdralleinrichtung
aus einem einzigen Riemen gebildet. Die beiden Riementrums haben dabei denselben Betrag
der Geschwindigkeit, allerdings bewegen sie sich in entgegengesetzter Richtung. Während
bei diesen Ausführungsbeispielen die Beeinflussung der Falschdralleinrichtung durch
unterschiedliche Formen, Geschwindigkeiten oder Anordnungen der beiden Riementrums
des einzigen Riemens sehr eingeschränkt ist, ist bei der weiteren Ausführungsform
gemäß Figur 8 oder auch bei der Ausführungsform gemäß Figur 9 eine Falschdralleinrichtung
mit zwei Riemen vorgesehen. Hierbei sind die Riemen allerdings kreisförmig angeordnet,
wobei sich der Faden zwischen den beiden Riemen befindet.
[0003] Die Riemen werden über die ganze oder einen Teil der Länge der Maschine geführt.
Am Maschinenanfang befindet sich die Riemenantriebsstation. Am Maschinenende bzw.
am Ende des Riemenfeldes wird der Riemen in einer Umlenkstation umgelenkt. Der Riemen
ist zwischen den beiden Stationen gespannt und erstreckt sich entlang mehrerer Einheiten.
Im Ruhezustand ist die Spannung über die Länge des Riemens, - im Zug- und Lostrum
-, gleichmäßig verteilt. Während des Betriebes verändert sich die Spannungsverteilung.
Im Zugtrum stellt sich eine höhere Spannung als im Lostrum ein. Direkt nach dem Riemenantrieb
ist der Riemen am stärksten und direkt vor dem Riemenantrieb am schwächsten gespannt.
Bei ausreichender Riemenvorspannung übt die ungleiche Spannungsverteilung entlang
des Riemens keinen negativen Einfluss auf die Falschdrahterteilung auf das Garn aus.
Wird allerdings die Spinnmaschine und somit auch der Riemenantrieb - z.B. zum Doffen
- gestoppt, gleichen sich die Spannungen entlang des Riemens aus. Der Riemen bewegt
sich zur höchsten Spannung und damit zum Riemenantrieb hin. Der Spannungsausgleich
findet auch noch während des Stillstandes des Riemens statt. Je länger der Ruhezustand
des Riemens andauert, umso mehr gleicht sich die Riemenspannung aus. Durch den Dehnungsausgleich
und die einhergehende Bewegung des Riemens im Stillstand werden die einzelnen Fäden
aus deren Spinnebene wegbewegt und dadurch mehr oder weniger beansprucht.
[0004] Beim Maschinenwiederanlauf sollen möglichst wenige Fadenbrüche auftreten. Hat sich
jedoch im Ruhezustand die Riemenspannung ausgeglichen, muss sich beim Maschinenwiederanlauf,
die Riemenspannung wieder aufbauen. Mit diesem Riemenspannungsaufbau geht ein zur
Umlenkstation hin zeitlich verzögerter Riemenanlauf einher. Während Streckwerk und
Spindeln gleichmäßig über die Maschine anlaufen, wird der gesponnene Faden ohne zusätzlichen
Falschdraht und der daraus resultierenden geringen Drehung während einer kurzen Zeit
über einen ruhenden Riemen gezogen. Dieser Effekt ist umso größer je länger der Riemen
ist. Er führt zu vermehrten Anlauffadenbrüchen, die nicht akzeptiert werden können.
Die Anlauffadenbrüche häufen sich am Maschinenende zur Umlenkstation hin wo die höchsten
Ausgleichsbewegungen des Riemens zu verzeichnen sind.
[0005] In dem Riemen herrscht, insbesondere während des Betriebs der Maschine, entlang der
Maschine ebenfalls ein Spannungsgefälle. Bei sehr langen Maschinen wird dieses Spannungsgefälle
unzulässig hoch und dies selbst, wenn für den Riementrieb sowohl am Maschinenanfang
als auch am Maschinenende jeweils ein Antrieb vorgesehen ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Spinnmaschine und eine Falschdralleinrichtung
zu schaffen, mit welchen ein Spannungsgefälle entlang einer Maschine im Riemen vermindert
wird.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst mit einer Spinnmaschine gemäß Anspruch 1 sowie mit einer
Falschdralleinrichtung, welche an einer derartigen Spinnmaschine angeordnet werden
kann mit den Merkmalen des entsprechenden unabhängigen Anspruchs.
[0008] Eine erfindungsgemäße Spinnmaschine weist eine Vielzahl nebeneinander angeordneter
Spinneinheiten auf. Eine geeignete Spinnmaschine ist beispielsweise eine Ringspinnmaschine.
Jede Spinneinheit beinhaltet ein Streckwerk zum Verziehen eines Faserbandes und eine
Spinneinrichtung zum Verdrehen des verzogenen Faserbandes zu einem Faden. Zwischen
dem Streckwerk und der Spinneinrichtung ist eine Falschdralleinrichtung angeordnet.
Die Falschdralleinrichtung weist Reibflächen auf, welche im Wesentlichen quer zum
Faden verlaufen und diesen kontaktieren. Die Geschwindigkeitsvektoren der Reibflächen
sind im Wesentlichen einander entgegen gerichtet und verlaufen in etwa quer zur Längsachse
und Laufrichtung des Fadens. Die Falschdralleinrichtung weist zumindest einen mit
einer Antriebseinrichtung angetriebenen Riemen auf, der im Wesentlichen quer zum Faden
verläuft. Der Faden umschlingt zwei gegenläufige Trums des bzw. der Riemen/s insbesondere
z-oder s-förmig. Die Reibflächen der Falschdralleinrichtung bestehen beispielsweise
aus der Oberfläche eines Kunststoffriemens. Bei richtig eingelegtem Faden wird der
Riemen bzw. dessen Trums insbesondere z- oder s-förmig von dem Faden umschlungen,
so dass die beiden einander entgegen gerichteten Bewegungskomponenten der Riementrums
den Faden berühren. Dadurch, dass die beiden Reibflächen auf beiden Seiten des Fadens
angreifen, wird eine Verdrehung des Fadens bzw. seiner außenliegenden Fasern bewirkt.
Der zumindest eine Riemen erstreckt sich zwischen der Antriebseinrichtung und einer
Umlenkeinrichtung entlang mehrerer der Einheiten der Spinnmaschine.
[0009] Erfindungsgemäß ist zwischen der zumindest einen Antriebseinrichtung und der Umlenkeinrichtung
zumindest eine Unterstützungseinrichtung angeordnet, welche den zumindest einen Riemen
unterstützend antreibt. Durch die Unterstützungseinrichtung kann das Riemenspannungsgefälle
über dessen Länge abgemildert werden. Ist die Länge der Maschine besonders hoch, kann
es auch vorteilhaft sein, dass mehrere Unterstützungseinrichtungen zwischen der Antriebseinrichtung
und der Umlenkeinrichtung angeordnet sind. Damit wird ein Spannungsgefälle im Riemen
noch besser abgemildert.
[0010] Die Unterstützungseinrichtung, und auch die Antriebseinrichtung und die Umlenkreinrichtung,
sorgen dafür, dass das Spannungsgefälle im Riemen während des Betriebes nicht zu groß
wird und der Riemen an jeder Spinnstelle ausreichend gespannt ist. Bei ausreichender
Spannung können die beiden Riemen vom Fadenzug nicht zu stark ausgelenkt werden. Ein
Berühren der beiden Riemen - auch beim Ausspinnen von grober Garnnummer und entsprechend
hoher Fadenspannung - wird dadurch verhindert.
[0011] Bei geringem Spannungsgefälle andererseits ist die Entspannungsbewegung des Riemens
beim Abstoppen geringer. Es besteht keine Gefahr, dass der Faden bei der rückwärts
gerichteten Entspannungsbewegung bei stehendem Streckwerk und nicht mehr drehender
Spindel abreißt.
[0012] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist es, dass die zumindest eine Antriebseinrichtung
an einem Maschinen-, Sektions- oder Teilstreck-, bspw. Riemenfeldende, angeordnet
ist. Eine zugehörige Umlenkeinrichtung des zumindest einen Riemens ist dann an dem
anderen Maschinen-, Sektions- oder Teilstrecken-, bspw. Riemenfeldende, angeordnet.
Dadurch wird der Riemen über die komplette Länge der Maschine gespannt.
[0013] Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn die Unterstützungseinrichtung zumindest eine
Treibscheibe umfasst, mit der der zumindest eine Riemen angetrieben und/oder geführt
werden kann. Mit der angetriebenen Treibscheibe kann ein Spannungsgefälle abgemildert
werden. Zusätzlich oder alternativ kann die Unterstützungseinrichtung zumindest eine
Umlenkrolle umfassen, mit der die Richtung des zumindest einen Riemens umgelenkt werden
kann. Mittels der Umlenkrolle steigt beispielsweise ein Widerstand, der die Umlenkrolle
dem Riemen entgegensetzt. Dadurch wird das Spannungsgefälle weiter vermindert.
[0014] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die zumindest eine Treibscheibe und/oder die zumindest
eine Umlenkrolle verschiebbar sind, so dass der zumindest eine Riemen mehr oder weniger
gespannt werden kann. Da beispielsweise die meisten Riemen eine alterungsbedingte
Streckung aufweisen, kann mit steigendem Alter des Riemen die Treibscheibe und/oder
die Umlenkrollen derart verschoben werden, dass der Riemen wieder mehr gespannt wird.
Dadurch wird eine gleichmäßige Spannung über die Zeit in dem Riemen gewährleistet.
Die Spannung kann jedoch auch zur Anpassung der Verdrallung des Fadens erhöht bzw.
vermindert werden.
[0015] Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Unterstützungseinrichtung, insbesondere die
Treibscheibe und/oder die zumindest eine Umlenkrolle, derart angeordnet ist, dass
der zumindest eine Riemen um ein Hindernis herumgeführt ist. Dadurch kann der zumindest
eine Riemen um beispielsweise Getriebeblöcke oder andere zur Spinnmaschine gehörende
Komponenten herumgeführt werden. Beispielsweise wird durch eine Anordnung der Treibscheibe
über dem Hindernis und der Anordnung jeweils einer Umlenkrolle vor und einer Umlenkrolle
nach dem Hindernis der zumindest eine Riemen über das Hindernis hinweg geführt.
[0016] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist wenigstens einer der Riemen,
vorzugsweise mehrere Riemen entlang einer oder mehrerer Sektion/en der Spinnmaschine
mit mehreren Spinnstellen, oder entlang einer oder beider Seiten der Spinnmaschine
angeordnet. Bei einem sektionsweisen Aufbau ist somit eine von Sektion zu Sektion
unterschiedliche Einstellung der Riemen möglich. Die einzelne Sektion oder die mehreren
Sektionen oder die eine oder die beiden Seiten der Spinnmaschine bilden somit eine
der genannten Teilstrecken bzw. Riemenfelder.
[0017] Ist die Antriebseinrichtung, die Umlenkeinrichtung und/oder die Unterstützungseinrichtung
separaten Riemen zweier Maschinenseiten zugeordnet, so kann mit einem einzigen Motor,
einer einzigen Umlenkeinrichtung und/oder einer einzigen Unterstützungseinrichtung
eine Falschdralleinrichtung für beide Seiten einer doppelseitigen Längsteilspinnmaschine
erhalten werden. Die Antriebseinrichtung kann dabei entweder zentral zwischen den
beiden Maschinen angeordnet sein und über Antriebswellen und Antriebsscheiben die
Riemen antreiben. Es ist auch möglich die Antriebseinrichtung, die Umlenkeinrichtung
und/oder die Unterstützungseinrichtung auf einer Seite der Spinnmaschine anzuordnen
und den oder die Riemen der gegenüberliegenden Maschinenseite mittels seines Übertriebs
anzutreiben. Dies erleichtert üblicherweise die Wartung der Antriebseinrichtung, der
Umlenkeinrichtung und/oder der Unterstützungseinrichtung, da diese von einer Seite
der Maschine aus leichter zugänglich ist.
[0018] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist es, wenn die beiden gegenläufigen
Trums des bzw. der Riemen/s derart um die zumindest eine Treibscheibe geführt sind,
dass einer der beiden gegenläufigen Trums des bzw. der Riemen/s im Uhrzeigersinn um
die zumindest eine Treibscheibe geführt ist und der andere der beiden gegenläufigen
Trums des bzw. der Riemen/s gegen den Uhrzeigersinn um die zumindest eine Treibscheibe
geführt ist. Damit können beispielsweise mit einer einzigen Treibscheibe beide gegenläufige
Trums angetrieben werden. Da die beiden gegenläufigen Trums auch jeweils in entgegengesetzter
Richtung, nämlich einer im Uhrzeigersinn und der andere gegen den Uhrzeigersinn, um
die Treibscheibe geführt sind, können mit einer einzigen Treibscheibe beide Trums
angetrieben werden. Die Treibscheibe dreht sich dabei in eine Richtung und die entgegengesetzte
Führung der beiden Trums führt dazu, dass beide Trums entgegengesetzt angetrieben
werden. So kann die eine Treibscheibe beispielsweise mittels einer einzigen Welle
und/oder einem einzigen Motor angetrieben werden.
[0019] Auf einer einzigen Welle können aber auch beispielsweise zwei (oder mehr) Treibscheiben
angeordnet sein. Wenn hier einer der beiden Trums im Uhrzeigersinn um die eine Treibscheibe
geführt ist und der andere der beiden Trums gegen den Uhrzeigersinn um die andere
Treibscheibe geführt ist, können auch hier mit einer einzigen Welle und/oder einem
einzigen Motor beide gegenläufige Trums angetrieben werden.
[0020] Mit einer derartigen Führung ist es möglich, mit einer Welle die sich in eine Richtung
dreht, zwei gegenläufige Trums anzutreiben.
[0021] Ferner ist es von Vorteil, wenn auf beiden Seiten der Spinnmaschine jeweils eine
Unterstützungseinrichtung angeordnet ist, wobei die beiden Unterstützungseinrichtungen
mit einer Welle und einem Motor angetrieben sind. Dabei können auch die beiden Treibscheiben
der beiden Unterstützungseinrichtungen von der Welle und dem Motor angetrieben sein.
Die Welle erstreckt sich dabei beispielsweise unter der Spinnmaschine hindurch, so
dass die Welle beide Treibscheiben bzw. die beiden Unterstützungseinrichtungen antreiben
kann. Der Motor treibt, vorteilhafterweise über ein Getriebe, die Welle an.
[0022] Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Umlenkeinrichtung und/oder die zumindest eine
Unterstützungseinrichtung von zumindest einem Zusatzantrieb angetrieben sind. Dadurch
kann der Riemen über die Länge der Maschine gleichmäßiger angetrieben werden. Ein
Spannungsgefälle des Riemens wird dadurch abgemildert bzw. wird die Spannung im Riemen
über dessen Länge gleichmäßig gehalten.
[0023] Sind in einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung die Antriebseinrichtung und
der Zusatzantrieb zu deren synchronem Antrieb über eine Steuereinrichtung miteinander
verbunden, so kann eine unterschiedliche Spannung des Riemens beim Lauf, beim Stopp
und beim Anlauf des Riemens verhindert werden. Die Steuereinrichtung bewirkt durch
eine entsprechende Abstimmung der Drehzahlen beider Antriebe ein konstantes Beschleunigen
oder Abbremsen des Riemens. Auch im normalen Betrieb bewirkt die Steuerung, dass die
beiden Antriebe gleichmäßig und mit vergleichbaren Drehzahlen laufen, um die Riemenspannung
in vorbestimmter Weise zu halten.
[0024] Weisen die Antriebseinrichtung und der Zusatzantrieb Drehstrommotoren auf, so ist
ein gleichmäßiges Beschleunigen oder Abbremsen des Riemens besonders vorteilhaft zu
erreichen.
[0025] Ist in einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung die Antriebseinrichtung zum Antreiben
zweier Riemen ein einziger Motor und/oder weisen die beiden Riemen eine einzige Umlenkeinrichtung,
beispielsweise einen Übertrieb auf, so kann entweder mit einer Welle, welche einen
Riemen auf der anderen Maschinenseite antreibt bzw. umlenkt oder mit einem Getriebe
zum Antrieb des zweiten, auf derselben Maschinenseite angeordneten Riemen ein entsprechender
Antrieb erfolgen.
[0026] Weist vorteilhafterweise die Antriebseinrichtung zum Antreiben der beiden Riemen
zumindest zwei Motoren auf, so dass jeder der Riemen von einem separaten Motor angetrieben
ist und/oder jeweils eine separate Umlenkeinrichtung auf, so können die Riemen unabhängig
voneinander betrieben und gestoppt werden, ohne dass die Riemenspannung im Stillstand
nachlässt. Dazu sind auch zwei Unterstützungseinrichtungen angeordnet, so dass eine
Unterstützungseinrichtung für einen Riemen und die andere für den anderen Riemen angeordnet
ist. Insbesondere sind damit auch unterschiedliche Geschwindigkeiten der beiden Riemen
zum Falschdrallen möglich, was besondere Vorteile bei der Erzeugung des Falschdralles
bewirken kann.
[0027] Für eine einfache Ausführung der Falschdralleinrichtung ist es vorgesehen, dass die
Antriebseinrichtung zum Antreiben der beiden Riemen ein einziger Motor, insbesondere
mit einem Getriebe ist und/oder die beiden Riemen eine einzige Umlenkeinrichtung aufweisen.
Durch das Getriebe kann eine Richtungsumkehr des Antriebs der Riemen erfolgen. Somit
kann der erste Riemen in einer ersten Richtung und der zweite Riemen in einer zweiten,
entgegengesetzten Richtung angetrieben werden.
[0028] Die Antriebseinrichtung, die Umlenkreinrichtung und/oder die Unterstützungseinrichtung
eine Rücklaufsperre aufweist, so dass der Riemen, insbesondere bei dessen Stopp, an
einem Zurücklaufen gehindert wird. Die ist vorteilhaft, da der Riemen beim Stillstand
keine Entspannung erfährt.
[0029] Um die beiden Riemen besonders individuell antreiben zu können, ist es vorteilhaft,
wenn die Antriebseinrichtung zumindest zwei Motoren aufweist, so dass jeder der Riemen
von einem separaten Motor angetrieben ist. Die Geschwindigkeit der beiden Riemen ist
somit individuell steuerbar und die Falschdralleinrichtung ist optimal auf die gewünschte
Drehungseinleitung in das Garn einstellbar.
[0030] Vorteilhafterweise ist es möglich, dass die Antriebseinrichtung, sowohl bei Verwendung
eines einzigen Motors mit einem Getriebe, als auch bei zwei separaten Motoren, die
Riemen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten antreibt.
[0031] Damit ein gleichmäßiger Riemenanlauf gewährleistet werden kann, wird nicht nur in
der Antriebsstation, sondern zusätzlich auch in der Umlenkstation und/oder in der
Unterstützungseinrichtung ein Motor vorgesehen. Der Riemen wird damit mit zwei oder
drei Motoren (oder bei mehreren Unterstützungseinrichtungen mit noch mehr Motoren)
angetrieben, die natürlich synchron zueinander mit einer Steuereinheit angesteuert
werden. Sinnvollerweise werden Drehstrommotoren eingesetzt, die über ihren Schlupf
mögliche Antriebsgeschwindigkeitstoleranzen, hervorgerufen durch Reibung, Durchmesserabweichungen
bei Treibscheiben etc., ausgleichen.
[0032] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Falschdralleinrichtung mit Riemen und einer
Antriebseinrichtung mit den zuvor genannten Merkmalen, die dafür geeignet sind an
eine Spinnmaschine angebaut zu werden, um eine Spinnmaschine nach einem oder mehreren
Merkmalen der vorherigen Beschreibung zu schaffen.
[0033] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfinderischen Falschdralleinrichtung an einer
Spinneinheit,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Falschdralleinrichtung
mit einem einzigen Riemen pro Maschinenseite oder Sektion,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht einer Spinnmaschine mit zwei Unterstützungseinrichtungen,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht einer Spinnmaschine mit einer Unterstützungseinrichtung,
- Figur 5
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht einer Unterstützungseinrichtung,
- Figur 6
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht einer Unterstützungseinrichtung
und ein Hindernis und
- Figur 7
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf zwei Unterstützungseinrichtungen.
[0034] In Figur 1 ist eine Spinneinheit 1 einer Spinnmaschine 10 schematisch teilweise dargestellt.
Ein Ausgangswalzenpaar 2 eines nicht dargestellten Streckwerks liefert einen Faden
3 und bildet einen Streckwerksausgang SA. Der Faden 3 wird um einen ersten Kunststoffriemen
4 und sodann um einen zweiten Kunststoffriemen 5 umgelenkt. Anschließend durchläuft
der Faden 3 einen Drallstop 6 sowie einen Ringläufer 7 und wird schließlich auf eine
Spule 8 aufgewickelt. Der erste Kunststoffriemen 4 und der zweite Kunststoffriemen
5 bilden eine Falschdralleinrichtung 9. Bei den beiden Kunststoffriemen 4 und 5 kann
es sich um zwei separate Riemen 4 und 5 handeln oder um das ziehende und das schiebende
Trum eines einzigen Riemens.
[0035] Der erste Kunststoffriemen 4 und der zweite Kunststoffriemen 5 bzw. die beiden Trums
haben eine gegenläufige Bewegungsrichtung. Dadurch, dass der Faden 3 auf den zwei
in entgegengesetzter Richtung sich bewegenden Riemen 4 und 5 aufliegt, wird er von
dem einen Trum in die eine und von dem anderen Trum in die andere Richtung gezogen.
Der Faden 3 wird soweit zu der Laufrichtung ausgelenkt, bis die beiden Reibkräfte
in Balance sind. Die Fadenspannungen F
11 und F
12 sowie F
21 und F
22 sind verschieden. Damit ist der Auflagedruck des Fadens 3 auf dem einen Riementrum
unterschiedlich zum anderen Riementrum. Der Faden 3 wird so mehr von dem Riementrum
mitgenommen auf dem er stärker aufliegt, vorausgesetzt es handelt sich um gleichartige
Riemen 4 und 5. Beim Ringspinnen ist der Auflagedruck auf dem zum Fadenballon zwischen
Drallstop 6 und Ringläufer 7 näherliegenden Trum am Höchsten. Der Riemen 5 bzw. dieses
Trum bewegt sich so, dass die echte Drehung durch den von dem Riemen 4 erzeugten Falschdrall
verstärkt wird. Zwischen Riemen 4 und Streckwerksausgangswalzenpaar 2 werden in der
Regel mehr Drehungen eingeführt, wie dann später im fertigen Faden 3 auf dem Kops
bzw. der Spule 8 vorhanden sind.
[0036] Durch die in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene angeordneten Riemen 4 und 5
in Verbindung mit der Anordnung des Ausgangswalzenpaars 2 bzw. des Streckwerksausgangs
SA und dem Drallstop 6 wird eine Umschlingung der Riemen 4 und 5 bzw. der Trums durch
den Faden 3 erzeugt, welche mehr als 90° ist. Hierdurch wird eine besonders hohe Reibkraft
auf den Faden 3 und damit Drall in den Faden 3 eingebracht. Die Falschdralleinrichtung
9 kann hierdurch sehr effektiv arbeiten. Dennoch wird der Faden 3 soweit geschont,
dass ein Fadenbruch während des normalen Laufs in akzeptabler Weise zu vermeiden ist.
Die Anordnung der Riemen 4 und 5 kann auch anders als hier dargestellt nicht in einer
horizontalen Ebene, sondern schräg zueinander versetzt oder vertikal übereinander
sein.
[0037] Figur 2 zeigt schematisch die Anordnung eines Riemenantriebs in Seitenansicht. Der
Riemen 11 ist zwischen einer Riemenantriebsscheibe 12 und einer Riemenspannscheibe
13 aufgespannt. Die Riemenantriebsscheibe 12 ist an einem Maschinen- bzw. Sektionsanfang
14 angeordnet, während die Riemenspannscheibe 13 an einem Maschinen- bzw. Sektionsende
15 befestigt ist. Die Riemenantriebsscheibe 12 ist mit einem Antriebsmotor 18, der
hier nicht sichtbar ist, verbunden und treibt die Riemenantriebsscheibe 12 an. Die
Riemenantriebsscheibe 12 ist vorzugsweise fest an dem Maschinenanfang 14 angeordnet.
Im Gegensatz hierzu ist die Riemenspannscheibe 13 beweglich am Maschinen- oder Sektionsende
15 angeordnet. Durch eine vertikale Bewegung der Riemenspannscheibe 13 in Doppelpfeilrichtung
kann der Riemen 11 mehr oder weniger gespannt werden.
[0038] Der Riemen 11 läuft über Eckrollen 16 und Stützrollen 17. Die Eckrollen 16 lenken
den Riemen 11 und das Riementrum 4 bzw. 5 in die gewünschte Position auf Höhe der
Spinneinheiten 1 um. Zwischen den Eckrollen 16 verläuft der Riemen 11 vorzugsweise
geradlinig oder zickzack-förmig entlang einer Vielzahl nebeneinander angeordneter
Spinneinheiten 1. Die Führung der Riementrums 4 und 5 im Bereich der Spinneinheiten
1 erfolgt mittels der Stützrollen 17.
[0039] Die Stützrollen 17 sind zwischen den Spinneinheiten 1 angeordnet. Sie können an jeder
Spinneinheit 1 vorhanden sein oder auch mit einem Abstand mehrerer Spinneinheit 1
vorgesehen sein. Jede Stützrolle 17 weist Flächen oder Nuten auf, auf oder in denen
das Riementrum 4 bzw. 5 liegt und in seiner Position gehalten wird. Hierdurch ist
sowohl ein stabiler Lauf des Riemens 11 in Bezug auf den Faden 3 gewährleistet, als
auch damit in Zusammenhang ein gleichmäßiges Verdrallen des Fadens 3. Die Eckrollen
16 und/oder die Stützrollen 17 können unterschiedliche Durchmesser für das Riementrum
4 und das Riementrum 5 aufweisen. Hierdurch wird bei einer horizontalen Ausrichtung
der Achse der Stützrollen 17 ein vertikaler Abstand der Riementrums 4 und 5 erzielt.
Weisen die Eckrollen 16 und die Stützrollen 17 jedoch einen gleichen Durchmesser ihrer
Stützflächen auf, so befindet sich bei einer horizontalen Anordnung der Achsen der
Stützrollen 17 der Verlauf von Riementrum 4 und Riementrum 5 in derselben horizontalen
Ebene.
[0040] Riementrum 4 und Riementrum 5 bewegen sich gegenläufig mit den Geschwindigkeiten
v1 und v2. Die Stützflächen der Stützrollen 17 drehen sich daher ebenfalls gegenläufig.
Die Stützrollen 17 weisen daher vorteilhafterweise Teilrollen auf, die unabhängig
voneinander drehbar gelagert sind.
[0041] An der Riemenantriebsscheibe 12 und der Riemenspannscheibe 13 ist schematisch jeweils
eine Rücklaufsperre 20 dargestellt, was Vorteile mit sich bringt. Die Rücklaufsperre
20 kann ein Freilauf sein, der in Antriebsrichtung des Riemens 4, 5 frei läuft und
in Gegenrichtung verriegelt. Damit wird bewirkt, dass im Stillstand des Antriebs der
Riemen 4, 5 bzw. der Trums der Riemen 4, 5 die Spannung, welche er im normalen Lauf
aufgebaut hat, nicht verliert. Beim Wiederanlauf des Riemens 4, 5 entsteht somit kein
Spannungsaufbau, welcher sich über die Länge des Riemens 4, 5 erst allmählich zu seiner
Betriebsspannung erhöhen würde und dabei zu Fadenbrüchen führen könnte.
[0042] Die Rücklaufsperre 20 kann neben dem genannten Freilauf unter anderem zum Beispiel
auch ein selbsthemmendes Schneckengetriebe des Antriebsmotors oder eine Klemmeinrichtung
zum Klemmen der Rollen oder der Riemen sein.
[0043] Anstelle der Anordnung der Rücklaufsperren 20 an Riemenantriebsscheibe 12 und Riemenspannscheibe
13 kann eine oder jede der Rücklaufsperren 20 auch an einer oder beiden Umlenkrollen
16 angeordnet sein. Dabei wird der Riemen 4, 5 unmittelbar vor den Spinnstellen 1
im Stillstand gespannt gehalten.
[0044] Figur 3 zeigt eine Draufsicht in schematischer Darstellung auf eine Spinnmaschine
10 mit zwei Unterstützungseinrichtungen 30, 30'. Die Spinnmaschine 10 weist eine Vielzahl
von Spinneinheiten 1 auf, welche nebeneinander angeordnet sind. Der Übersichtlichkeit
halber sind nur einzelne der Spinneinheiten 1 bezeichnet. Auf jeder Maschinenseite
ist vor den Spinneinheiten 1 ein erstes Riementrum 4 und ein zweites Riementrum 5
in entgegengesetzter Richtung angetrieben. Die beiden Riemen 11 und 11' sind von einem
einzigen Motor 18 angetrieben. Der Motor 18 treibt seinerseits mittels eines Übertriebs
19 zwei Riemenantriebsscheiben 12 bzw. 12' an. Der Riemen 11 bzw. 11' ist zwischen
der Riemenantriebsscheibe 12 bzw. 12' und der Riemenspannscheibe 13 bzw. 13' angeordnet.
Mittels der Eckrollen 16 bzw. 16' wird der Riemen 11 bzw. 11' auf die gewünschte Höhe
umgelenkt.
[0045] Zwischen dem Motor 18 und der Riemenantriebsscheibe 12, 12' ist jeweils eine Rücklaufsperre
20 angeordnet. Durch die beiden Rücklaufsperren 20 können die beiden Seiten der Spinnmaschine
10 unabhängig voneinander betrieben werden, insbesondere, wenn der Motor beispielsweise
mit Kupplungen nach beiden Seiten hin ausgestattet ist. Es kann aber auch ausreichen,
dass nur eine Rücklaufsperre 20 vorgesehen ist, wenn beide Seiten der Spinnmaschine
10 durch eine starre Kopplung des Übertriebs 19 mit dem Motor 18 verbunden sind.
[0046] An den Riemenspannscheiben 13 bzw. 13' sind ebenfalls Rücklaufsperren 20 angeordnet.
Durch die Rücklaufsperren 20 an den Riemenantriebsscheiben 12 bzw. 12' und den Riemenspannscheiben
13 bzw. 13' werden die Riementrums 4, 4', 5 und 5' auch im Stillstand des Motors 18
gespannt gehalten.
[0047] Zusätzlich ist auf jeder Maschinenseite eine Unterstützungseinrichtung 30, 30' angeordnet.
Diese befinden sich zwischen den jeweiligen Riemenantriebsscheiben 12, 12' und den
jeweiligen Riemenspannscheiben 13, 13'.Die Unterstützungseinrichtung 30 treibt die
beiden Riementrums 4, 5 und die Unterstützungseinrichtung 30' die beiden Riementrums
4', 5' unterstützend an. Dadurch wird gerade bei längeren Spinnmaschinen ein Spannungsgefälle
in den Riementrums 4, 5, 4', 5' vermindert. So können die beiden Unterstützungseinrichtungen
30, 30' von einem einzigen Zusatzantrieb 26, der eine einzige Welle 34 und einen einzigen
Motor 35 aufweist, angetrieben sein.
[0048] Die genaue Funktionsweise und die Merkmale der Unterstützungseinrichtungen 30, 30'
werden später noch, beispielweise in der Figur 7, erklärt, so dass darauf verwiesen
sein soll.
[0049] Ein nicht dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung weist Riemen bzw. Riementrums
auf, die nicht geradlinig entlang der Spinneinheiten 1 verlaufen, sondern verläuft
in Draufsicht wellenförmig entlang der Spinneinheiten 1. Der Abstand der Riemen von
den Spinnstellen ändert sich dabei vorzugsweise regelmäßig. Das Einfädeln der Fäden
3 kann hierdurch erleichtert sein.
[0050] In Figur 4 ist die Draufsicht auf eine Spinnmaschine 10 dargestellt, in welcher eine
Vielzahl von Spinneinheiten 1 angeordnet sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind
nicht alle Spinneinheiten mit dem Bezugszeichen 1 versehen. Die Riemen 4 und 5 sind
unterbrochen dargestellt, um anzudeuten, dass die Spinnmaschine 10 deutlich länger
sein kann. Die beiden Kunststoffriemen 4 und 5 umgeben die Spinnmaschine 10 derart,
dass alle Spinneinheiten 1 von den beiden Riemen 4 und 5 umschlossen sind. Jeder der
Riemen 4 und 5 ist mit einem separaten Motor 21 und 22 und jeweils mit einer Antriebsrolle
25 angetrieben. An den Umlenkstellen der Riemen 4 und 5 sind Umlenkrollen 23 angeordnet.
Die Umlenkrollen 23 oder auch andere, hier nicht dargestellte Einrichtungen können
zum Spannen und/oder Positionieren der Riemen 4 und 5 vorgesehen sein.
[0051] An den Antriebsrollen 25 sowie den Umlenkrollen 23 sind Rücklaufsperren 20 angeordnet.
Die Rücklaufsperren 20 bewirken, wie zuvor beschrieben, dass der Riemen 4, 5 gespannt
bleibt, auch wenn der Motor 21 bzw. 22 still steht. Beim erneuten Anlauf des Motors
21 bzw. 22 ergibt sich keine wesentliche Spannungsänderung im Riemen 4 bzw. 5, so
dass die Gefahr von Fadenbrüchen deutlich reduziert ist.
[0052] Dadurch, dass die Motoren 21 und 22 unabhängig voneinander die Riemen 4 und 5 antreiben,
ist die Einstellung der Geschwindigkeiten individuell wählbar. Damit lässt sich eine
optimale Drehungseinleitung in den Faden 3 realisieren. Verschiedene Auflagedrücke
des Fadens 3 auf die Riemen 4 und Riemen 5 können hierdurch kompensiert oder realisiert
werden. Außerdem sind unterschiedliche Riemen 4 und 5 einsetzbar. Sie können sich
in ihrem Querschnitt, ihren Reibungskoeffizienten oder Abriebverhalten unterscheiden.
Auch können sie unterschiedlich gespannt werden, um auch so die Einwirkung auf den
Faden 3 zu variieren. Die Riemengeschwindigkeiten v1 und v2, welche entgegengesetzt
zueinander sind, können ebenfalls variiert werden.
[0053] An einer Maschinenseite der Spinnmaschine 10 ist außerdem schematisch eine Unterstützungseinrichtung
30 dargestellt, die die Riemen 4, 5 unterstützend antreibt. Durch die Unterstützungseinrichtung
30 wird ein Spannungsgefälle in den Riemen 4, 5 abgemildert. Zusätzlich könnte auch
auf der anderen Maschinenseite eine Unterstützungseinrichtung 30 angeordnet sein,
um ein Spannungsgefälle der Riemen 4, 5 weiter abzumildern. Eine zusätzliche Unterstützungseinrichtung
30 auf der anderen Maschinenseite kann auch dann vorteilhaft sein, wenn, wie beispielsweise
in Figur 3, die beiden Riemen 4, 5 nicht um die Spinnmaschine 10 herum laufen, sondern
wenn sich auf jeder Maschinenseite zwei Riemen 4, 5 erstrecken.
[0054] In Figur 5 ist eine schematische Darstellung einer Seitenansicht einer Unterstützungseinrichtung
30 gezeigt. Die Unterstützungseinrichtung 30 weist eine Treibscheibe 32 und in diesem
Ausführungsbeispiel mehrere Umlenkrollen 31 a - f auf. Die Treibscheibe 32 dreht sich
hier im Uhrzeigersinn in der Drehrichtung DR.
[0055] Der Riementrum 4 wird, in dieser Figur 5 von links mit der Geschwindigkeit v2 kommend,
durch die Umlenkrolle 31 a nach oben in Richtung der Treibscheibe 32 umgelenkt. Der
Riementrum 4 läuft oberhalb der Treibscheibe 32 entlang und wird von dieser wieder
nach unten in Richtung der Umlenkrolle 31 d umgelenkt. Von der Umlenkrolle 31 d wird
der Riementrum 4 wieder umgelenkt, so dass dieser wieder entlang einer Maschinenseite
läuft.
[0056] Der Riementrum 5 wird, in dieser Figur 5 von rechts mit der Geschwindigkeit v1 kommend,
zuerst an der Umlenkrolle 31 e nach oben zur Umlenkrolle 31 c umgelenkt. Dort wird
der Riementrum 5 nach unten zur Treibscheibe 32 umgelenkt. Der Riementrum 5 läuft
unterhalb der Treibscheibe 32 entlang und wird von dieser wieder nach oben zur Umlenkrolle
31 b umgelenkt, welche den Riementrum 5 wieder nach unten zur Umlenkrolle 31f umgelenkt.
Die Umlenkrolle 31 f lenkt den Riementrum 5 ebenfalls um, so dass dieser wieder entlang
der Maschinenseite läuft.
[0057] Da der Riementrum 4 oberhalb und der Riementrum 5 unterhalb der Treibscheibe 32 verlaufen,
können die beiden Riementrums 4, 5 durch eine Treibscheibe 32, die sich in Drehrichtung
DR dreht, entgegengesetzt angetrieben und/oder geführt werden. Eine derartige Führung
der beiden Riementrums 4, 5 ist vorteilhaft, da dadurch die beiden Riementrums 4,
5 durch zumindest eine Treibscheibe 32 angetrieben werden können, die auf einer einzigen
Welle sitzt/sitzen und/oder mit einem einzigen Motor angetrieben ist/sind.
[0058] Die beiden Riementrums 4, 5 laufen über die Umlenkrollen 31 a, 31 f, 31 d, 31 e über
verschiedene Radien. Dadurch können beispielsweise die beiden Riementrums 4, 5 vertikal
beabstandet werden.
[0059] Durch eine derartige Unterstützungseinrichtung 30 erfahren die Riementrums 4, 5 eine
zusätzliche Spannung. Gerade wenn die Riementrums 4, 5 längere Strecken entlang der
Maschine überbrücken, kann ein Spannungsgefälle in den Riementrums 4, 5 negative Auswirkungen
auf die Fadenqualität haben. Mittels der Unterstützungseinrichtung 30 kann die Spannung
in den Riementrums 4, 5 konstant gehalten bzw. ein Spannungsgefälle vermindert werden.
[0060] Um die Treibscheibe 32 anzutreiben, kann diese beispielsweise mit einem Zusatzantrieb
verbunden sein. Dadurch kann ein Spannungsgefälle noch besser vermindert werden. Außerdem
könnten die Treibscheibe 32 und/oder zumindest eine Umlenkrolle 31 a - f auch jeweils
eine hier nicht gezeigte Rücklaufsperre 20 (vgl. Figur 2) aufweisen, so dass bei einem
Stillstand der Spinnmaschine 10, die Riementrums 4, 5 nicht zurücklaufen, wenn diese
sich entspannen.
[0061] Zusätzlich könnte die Treibscheibe 32 und/oder die Umlenkrollen 31 b, 31 c verschiebbar
sein, so dass beispielsweise bei einer vertikalen Verschiebung der Treibscheibe 32
der Riementrum 4 und/oder bei einer vertikalen Verschiebung der Umlenkrollen 31 b,
31 c der Riementrum 5 stärker oder schwächer gespannt werden kann.
[0062] Die Unterstützungseinrichtung 30 ist dabei vorzugsweise mittig zwischen dem Maschinen-
bzw. Sektionsanfang 14 und dem Maschinen- bzw. Sektionsende 15 (vgl. Figur 2) angeordnet.
Allerdings kann die Position auch außermittig sein, wenn damit das Spannungsgefälle
ausreichend vermindert werden kann.
[0063] Vorteilhaft an einer derartigen Ausführung der Unterstützungseinrichtung 30 der Figur
5 ist es, dass diese besonders schmal ausgebildet werden kann. Insbesondere kann die
Unterstützungseinrichtung in einem Stanzenfeld angeordnet sein.
[0064] Außerdem ist es bei besonders langen Spinnmaschinen 10 vorteilhaft, dass mehr als
nur eine Unterstützungseinrichtung 30 über die Länge der Maschine verteilt sind. Dadurch
kann ein Spannungsgefälle in den Riementrums 4, 5 noch besser abgemildert werden.
[0065] Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer Seitenansicht einer Unterstützungseinrichtung
30 und eines Hindernisses 33. Die Unterstützungseinrichtung 30 weist eine Treibscheibe
32 und mehrere Umlenkrollen 31 a - j auf, die derart angeordnet sind, dass die Unterstützungseinrichtung
30 die beiden Riementrums 4, 5 um das Hindernis 33 herumführt. Das Hindernis 33 kann
beispielsweise ein Getriebeblock oder eine andere Komponenten der Spinnmaschine 10
sein. Zusätzlich kann die Unterstützungseinrichtung 30 die beiden Riementrums 4, 5,
wie bereits beschrieben, auch antreiben. Dazu kann die Unterstützungseinrichtung 30
einen hier nicht gezeigten Zusatzantrieb aufweisen, der beispielsweise die Treibscheibe
32 und/oder eine oder mehrere der Umlenkrollen 31 a - j antreibt.
[0066] Der Riementrum 4, der in dieser Figur 6 von links mit der Geschwindigkeit v2 kommt,
wird zuerst an der Umlenkrolle 31 a nach oben in Richtung der Umlenkrolle 31 d abgelenkt.
Von dort wird der Riementrum 4 nach unten in Richtung der Treibscheibe 32 umgelenkt.
Der Riementrum 4 verläuft unterhalb der Treibscheibe 32 entlang und wird nach oben
in Richtung der Umlenkrolle 31 e abgelenkt. Von dort verläuft der Riementrum 4 wieder
nach unten, wo dieser von der Umlenkrolle 31 h derart umgelenkt wird, dass dieser
wieder entlang einer Maschinenseite der Spinnmaschine 10 läuft.
[0067] Der Riementrum 5, der in dieser Figur 6 von rechts mit der Geschwindigkeit v1 kommt,
wird zuerst an der Umlenkrolle 31 i nach oben abgelenkt. Dort wird dieser von der
Umlenkrolle 31g zur Umlenkrolle 31f umgelenkt, wo der Riementrum 5 nach oben zur Treibscheibe
32 abgelenkt wird. Dort läuft dieser oberhalb der Treibscheibe 32 entlang, um zur
Umlenkrolle 31 c geleitet zu werden. Dort wird der Riementrum 5 zur Umlenkrolle 31
b und schließlich zur Umlenkrolle 31j geleitet und derart umgeleitet, dass dieser
wieder entlang einer Maschinenseite der Spinnmaschine 10 läuft.
[0068] Mit einer derartigen Anordnung der Treibscheibe 32 und der Umlenkrollen 31 a - j
können somit die Riementrums 4, 5 um das Hindernis 33 herumgeleitet werden. Mit einer
angetriebenen Treibscheibe 32 kann außerdem ein Spannungsgefälle in den beiden Riementrums
4, 5 weiter vermindert werden.
[0069] Zusätzlich oder alternativ könnten die Treibscheibe 32 und/oder zumindest eine der
Umlenkrollen 31 a - j jeweils eine Rücklaufsperre 20 (vgl. Figur 2) aufweisen, so
dass die Riementrums 4, 5 bei einem Stillstand der Spinnmaschine 10 nicht zurücklaufen.
[0070] Da der Riementrum 4 unterhalb und der Riementrum 5 oberhalb der Treibscheibe 32 verlaufen,
können die beiden Riementrums 4, 5 durch eine Treibscheibe 32, die sich in Drehrichtung
DR dreht, entgegengesetzt angetrieben und/oder geführt werden. Eine derartige Führung
der beiden Riementrums 4, 5 ist vorteilhaft, da dadurch die beiden Riementrums 4,
5 durch zumindest eine Treibscheibe 32 angetrieben werden können, die auf einer einzigen
Welle sitzt/sitzen und/oder mit einem einzigen Motor angetrieben ist/sind.
[0071] Die beiden Riementrums 4, 5 laufen über die Umlenkrollen 31 a, 31j, 31 h, 31 i wieder
über verschiedene Radien. Dadurch können die beiden Riementrums 4, 5 beispielsweise
wieder vertikal beabstandet werden.
[0072] Außerdem können die Treibscheibe 32 und/oder die Umlenkrollen 31 b - g verschiebbar
sein, so dass die beiden Riementrums 4, 5 mehr oder weniger gespannt werden können.
[0073] In Figur 7 ist eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf zwei Unterstützungseinrichtungen
30, 30'. Hier soll nicht nochmal auf die Wirkweise der Umlenkrollen 31 a - h, 31a'
- h' und den Verläufen der Riementrums 4, 5, 4', 5' eingegangen werden, da diese denen
aus der Figur 6 entspricht. Anzumerken sei noch, dass in dieser Draufsicht die Umlenkrolle
31j durch die Umlenkrolle 31 b und die Umlenkrolle 31 i durch die Umlenkrolle 31 g
verdeckt sind (selbiges gilt natürlich für die Umlenkrollen mit den gestrichenen Bezugszeichen).
[0074] Dieses Ausführungsbeispiel weist jedoch zwei Unterstützungseinrichtungen 30, 30'
auf, die von einem Zusatzantrieb 26 angetrieben sind. Der Zusatzantrieb 26 umfasst
im Wesentlichen einen Motor 35, der über eine Welle 34 die vier Treibscheiben 32a,
32b, 32a', 32b' antreibt. Die Treibscheibe 32b treibt dabei den Riementrum 4 an, welcher
eine Geschwindigkeit v2 aufweist. Die Treibscheibe 32a treibt den Riementrum 5 an,
welcher die Geschwindigkeit v1 aufweist, welche der Geschwindigkeit v2 entgegengerichtet
ist. Die Treibscheibe 32a' treibt dabei den Riementrum 4' an, welcher eine Geschwindigkeit
v2' aufweist. Die Treibscheibe 32b' treibt den Riementrum 5' an, welcher die Geschwindigkeit
v1' aufweist, welche der Geschwindigkeit v2' entgegengerichtet ist.
[0075] Jeweils eine der beiden Unterstützungseinrichtungen 30, 30' ist ferner auf jeweils
einer Maschinenseite der Spinnmaschine 10 angeordnet, so dass, ähnlich zur Figur 3,
die Spinnstellen 1 zwischen den Riementrums 4, 5 und den Riementrums 4', 5' angeordnet
sind. Dabei ist der Riementrum 4 und der Riementrum 4' jeweils ein Riemen, so dass
sich der Riementrum 4 nur entlang der einen und der andere Riementrum 4' sich nur
entlang der anderen Maschinenseite der Spinnmaschine 10 erstreckt. Zusätzlich gehört
der Riementrum 5 und der Riementrum 5' auch verschiedenen Riemen an, so dass sich
der Riementrum 5 nur entlang der einen und der andere Riementrum 5' sich nur entlang
der anderen Maschinenseite der Spinnmaschine 10 erstreckt. Damit könnten auch die
Geschwindigkeiten v1, v1 v2, v2' untereinander unterschiedliche Werte aufweisen.
[0076] Alternativ könnten sich die Riementrums 4, 5, 4', 5', ähnlich zur Figur 4, beispielsweise
um die komplette Spinnmaschine 10 erstrecken, so dass der Riementrum 4 und der Riementrum
4' Ausschnitte eines einzigen Riemens sind. Selbiges gilt dann für die Riementrums
5, 5'. Damit wären auch die Geschwindigkeiten v1 und v1' gleich, ebenso wie die Geschwindigkeiten
v2 und v2'.
[0077] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine
Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dargestellt und beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 1
- Spinneinheit einer Spinnmaschine
- 2
- Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks
- 3
- Faden
- 4
- Riemen bzw. erstes Riementrum
- 5
- Riemen bzw. zweites Riementrum
- 6
- Drallstop
- 7
- Ringläufer
- 8
- Spule
- 9
- Falschdralleinrichtung
- 10
- Spinnmaschine
- 11
- Riemen
- 12
- Riemenantriebsscheibe
- 13
- Riemenspannscheibe
- 14
- Maschinenanfang
- 15
- Maschinenende
- 16
- Eckrolle
- 17
- Stützrolle
- 18
- Motor
- 19
- Übertrieb
- 20
- Rücklaufsperre
- 21
- Motor
- 22
- Motor
- 23
- Umlenkrolle
- 24
- Motor
- 25
- Antriebsrolle
- 26
- Zusatzantrieb
- 27
- Sektion
- 28
- Steuerung
- 30
- Unterstützungseinrichtung
- 31
- Umlenkrolle
- 32
- Treibscheibe
- 33
- Hindernis
- 34
- Welle
- 35
- Motor
- F11, F12, F21, F22
- Fadenspannungen
- v1, v1', v2, v2'
- Riemengeschwindigkeit
- SA
- Streckwerksausgang
- DR
- Drehrichtung
1. Spinnmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine,
mit einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Einheiten (1),
wobei jede Einheit (1) ein Streckwerk zum Verziehen eines Faserbandes und
eine Spinneinrichtung zum Verdrehen des verzogenen Faserbandes zu einem Faden (3)
sowie
eine zwischen dem Streckwerk und der Spinneinrichtung angeordnete Falschdralleinrichtung
(9) aufweist,
die Falschdralleinrichtung (9) zumindest einen mit zumindest einer Antriebseinrichtung
angetriebenen Riemen (11) aufweist, der im Wesentlichen quer zum Faden (3) verläuft
und der Faden (3) zwei gegenläufige Trums (4, 5) des bzw. der Riemen/s (11) insbesondere
z- oder s-förmig umschlingt und
sich der zumindest eine Riemen (11) zwischen der zumindest einen Antriebseinrichtung
und einer Umlenkeinrichtung entlang mehrerer der Einheiten (1) der Spinnmaschine (10)
erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der zumindest einen Antriebseinrichtung und der Umlenkeinrichtung zumindest
eine Unterstützungseinrichtung (30) angeordnet ist, welche den zumindest einen Riemen
(11) unterstützend antreibt.
2. Spinnmaschine nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung an einem Maschinen- oder Sektions- oder Teilstreckenende
(14) und die zugehörige Umlenkeinrichtung des zumindest einen Riemens (11) an dem
anderen Maschinen- oder Sektions- oder Teilstreckenende (15) angeordnet ist.
3. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterstützungseinrichtung (30) zumindest eine Treibscheibe (32), mit welcher
der zumindest eine Riemen (11) antreibbar ist, und/oder zumindest eine Umlenkrolle
(31 a -j), mit der die Richtung des zumindest einen Riemens (11) umgelenkt wird, umfasst
und/oder dass die zumindest eine Treibscheibe (32) und/oder die zumindest eine Umlenkrolle
(31 a - j) verschiebbar sind, so dass der zumindest eine Riemen (11) mehr oder weniger
gespannt werden kann.
4. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterstützungseinrichtung (30), insbesondere die Treibscheibe (32) und/oder die
zumindest eine Umlenkrolle (31a - j), derart angeordnet ist, dass der zumindest eine
Riemen (11) um ein Hindernis (33) herumgeführt ist.
5. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Riemen (11) entlang einer oder mehrerer Sektionen der Spinnmaschine
(10) oder entlang einer oder beider Seiten der Spinnmaschine (10) verläuft.
6. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Antriebseinrichtung, die Umlenkeinrichtung und/oder die zumindest
eine Unterstützungseinrichtung (30) separaten Riemen (11) zweier Maschinenseiten zugeordnet
ist.
7. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden gegenläufigen Trums (4, 5) des bzw. der Riemen/s derart um die zumindest
eine Treibscheibe (32) geführt sind, dass einer der beiden gegenläufigen Trums (4,
5) des bzw. der Riemen/s im Uhrzeigersinn um eine der zumindest einen Treibscheibe
(32) geführt ist und der andere der beiden gegenläufigen Trums (4, 5) des bzw. der
Riemen/s gegen den Uhrzeigersinn um eine der zumindest einen Treibscheibe (32) geführt
ist, so dass die zumindest eine Treibscheibe (32) die gegenläufigen Trums (4, 5) des
bzw. der Riemen/s anzutreiben vermag und von einer Welle und/oder einem Motor angetrieben
werden kann.
8. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten der Spinnmaschine jeweils eine Unterstützungseinrichtung (30) angeordnet
ist, wobei die beiden Unterstützungseinrichtungen (30), insbesondere die beiden Treibscheiben
(32) der beiden Unterstützungseinrichtungen (30), mit einer Welle (34) und einem Motor
(35) angetrieben sind.
9. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinrichtung und/oder die zumindest eine Unterstützungseinrichtung (30)
von zumindest einem Zusatzantrieb (26) angetrieben sind und/oder dass die zumindest
eine Antriebseinrichtung und/oder der Zusatzantrieb (26) Drehstrommotoren aufweisen.
10. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung und der Zusatzantrieb (26) zu deren synchronem Antrieb über
eine Steuereinrichtung miteinander verbunden sind.
11. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Antriebseinrichtung zum Antreiben zweier Riemen (11) ein einziger
Motor ist und/oder die beiden Riemen (11) eine einzige Umlenkeinrichtung aufweisen.
12. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Antriebseinrichtung zum Antreiben der beiden Riemen (11) zumindest
zwei Motoren aufweist, so dass jeder der Riemen (11) von einem separaten Motor angetrieben
ist und/oder jeweils eine separate Umlenkeinrichtung aufweisen.
13. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Antriebseinrichtung die Riemen (11) mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
antreibt.
14. Spinnmaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung, die Umlenkeinrichtung und/oder die Unterstützungseinrichtung
(30) eine Rücklaufsperre (20) aufweist, so dass der Riemen (11), insbesondere bei
dessen Stopp, an einem Zurücklaufen gehindert wird.
15. Falschdralleinrichtung mit Riemen und einer Antriebseinrichtung mit den in den vorherigen
Ansprüchen genannten Merkmalen für eine Spinnmaschine (10) nach einem oder mehreren
der vorherigen Ansprüche.