[0001] Die Erfindung betrifft eine Fräsmaschine, insbesondere eine Straßenfräsmaschine,
einen Stabilisierer, einen Recycler, einen Surface Miner oder dergleichen, mit einer
auswechselbaren Fräswalze, wobei der Fräsmaschine unterschiedliche Typen von Fräswalzen
zuordenbar sind, und mit einer Steuereinheit zur Steuerung der Fräsmaschine, wobei
über die Steuereinheit Maschinenparameter der Fräsmaschine einstellbar sind.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Fräswalze für eine solche Fräsmaschine sowie
ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Fräsmaschine.
[0003] Bodenfräsmaschinen werden für viele unterschiedliche Aufgaben, beispielsweise im
Straßen- und Wegebau oder in der Rohstoffgewinnung im Tagebergbau eingesetzt.
[0004] Bei Straßenfräsen ist es beispielsweise in einer möglichen Anwendung bekannt, durch
sogenanntes Feinfräsen die Oberflächenstruktur von Verkehrswegen zu bearbeiten, um
beispielsweise die Griffigkeit eines Straßenbelages zu verbessern oder die Ebenheit
des Verkehrswegs wiederherzustellen. Die Straßenfräsen werden auch dazu eingesetzt,
komplette Schichten des Straßenaufbaus durch Fräsen auszubauen. Das gewonnene Fräsgut
wird üblicherweise im Anschluss verladen und einem Recyclingsprozess zur Herstellung
von neuem Straßenbaumaterial zugeführt.
[0005] Beim sogenannten Kaltrecycling werden Straßenfräsmaschinen dazu eingesetzt, das Straßenmaterial
aufzufräsen und vor Ort aufzubereiten. Dazu wird das Fräsmaterial mit Bindemitteln,
beispielsweise mit Schaumbitumen, vermischt, um so direkt vor Ort wiedereinbaufähiges
Mischgut zu erzeugen. Das Mischgut wird nachfolgend zum Wiederaufbau des Verkehrsweges
genutzt.
[0006] Eine weitere mit Bodenfräsmaschinen durchführbare Aufgabe ist die Stabilisierung
von nicht ausreichend tragfähigen Untergründen. Hierbei wird das vorhandene Bodenmaterial
bei Bedarf zu einem gewissen Grad zerkleinert bzw. homogenisiert und mit einem Bindemittel
durchmischt. Als Bindemittel können Wasser, Kalk, Zement, Suspension und dergleichen
eingesetzt werden. Durch den Zusatz der Bindemittel wird eine ausreichende Tragfähigkeit
des Untergrunds erreicht.
[0007] Eine Bodenfräsmaschine kann dazu ausgelegt sein, verschiedene der beschriebenen Aufgaben
auszuführen. Durch die unterschiedlichen Anforderungen, die bei den einzelnen Prozessen
an die Bodenfräsmaschine gestellt werden, ist es erforderlich, unterschiedliche Fräswalzen
für die verschiedenen Aufgaben einzusetzen. So weisen beispielsweise Fräswalzen, die
zum Feinfräsen eingesetzt werden, eine deutlich höhere Anzahl an Fräswerkzeugen auf
als Fräswalzen, die zum Ausbau kompletter Schichten benutzt werden. Bei Fräswalzen,
die zur Stabilisierung des Untergrundes eingesetzt werden, sind die Fräswerkzeuge
auf Stegen angeordnet, die der Durchmischung des Fräsgutes mit dem Bindemittel dienen.
Auch für gleiche oder ähnliche Aufgabenstellungen können unterschiedliche Fräswalzentypen
eingesetzt werden, die jeweils für gewisse Anwendungsbereiche optimiert wurden. Weiterhin
bieten viele Fräsmaschinen die Option, Fräswalzen verschiedener Arbeitsbreiten zu
verwenden, um die Fräsmaschine an unterschiedliche Aufgabenstellungen anzupassen.
Überdies ist es bekannt, dass Fräswalzen mit unterschiedlichen Fräswerkzeugen, insbesondere
unterschiedlichen Meißeln, ausgerüstet werden können, die ebenfalls für spezielle
Anwendungen optimiert wurden.
[0008] Zusätzlich zu den für die verschiedenen Aufgabenstellungen verwendeten unterschiedlichen
Fräswalzen und Fräswerkzeugen müssen auch die Maschinenparameter, mit denen die Fräsmaschine
betrieben wird, an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst werden. Die zu berücksichtigenden
Maschinenparameter sind dabei insbesondere die Vorschubgeschwindigkeit der Fräsmaschine,
die Frästiefe und die Drehzahl der Fräswalze. Weiterhin kann es erforderlich sein,
die Drehzahl eines Antriebsmotors sowie die auf die Fräswalze übertragene Leistung
bzw. das auf die Fräswalze übertragene Drehmoment an die jeweilige Aufgabenstellung
anzupassen. Dabei kann es erforderlich sein, Maschinenparameter so einzustellen, dass
sie in einem vorgegebenen Verhältnis zueinanderstehen. Ein Beispiel hierfür ist das
Verhältnis der Vorschubgeschwindigkeit zur Fräswalzendrehzahl beim Feinfräsen, welches
einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreiten darf, da sich sonst unerwünschte
Strukturen auf der Oberfläche ergeben.
[0009] Zusätzliche Parameter zum Betrieb der Straßenfräse können speziell von der verwendeten
Fräswalze abhängen z.B.:
- Zu verwendende Wassermenge
- Verwendete Breite der Wasserleiste (bei Fräswalzen mit geringerer Breite)
- Zulässige Kurvenradien
- Betrieb der Fräse im Gleichlauf- / Gegenlauffräsen
[0010] Aus der
DE 10 2014 001 885 A1 ist ein Verfahren zur Optimierung einer Betriebsfunktion einer Bodenfräsmaschine
bekannt. Dabei wird ein variabler Betriebsparameter der Bodenfräsmaschine derart variiert,
bis eine zu optimierende Betriebsfunktion ihren optimalen Wert einnimmt. Ein variabler
Betriebsparameter kann dabei eine Drehzahl der Fräswalze sein, die so lange verändert
wird, bis beispielsweise eine Vorschubgeschwindigkeit der Fräsmaschine als Betriebsfunktion
ihren optimalen Wert erreicht. Die Optimierung geht dabei von einem vorzugebenden
Ausgangswert der variablen Betriebsparameter aus. Nachteilig hierbei kann es vorkommen,
dass der Ausgangswert des variablen Betriebsparameters in einem Bereich vorgegeben
wird, der für die ausstehende Fräsaufgabe nicht geeignet ist. Weiterhin kann es insbesondere
bei einem selbsttätig durchlaufenden Optimierungsprozess vorkommen, dass der variable
Betriebsparameter zur Optimierung der Betriebsfunktion in einen Bereich verstellt
wird, der für die Fräsaufgabe nicht geeignet ist. Darüber hinaus ist es nachteilig,
dass durch dieses Verfahren die optimalen Parameter für den Betrieb der Fräsmaschine
erst während des Fräsprozesses ermittelt und eingestellt werden können.
[0011] Aus der
US 2015/0300165 A1 ist eine Fräswalze bekannt, deren lösbar befestigten Fräswerkzeuge mit einem Transponder
(RFID) bestückt sind. Eine Fräsmaschine kann so jederzeit die Anzahl der vorliegenden
Fräswerkzeuge bestimmen.
[0012] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Fräsmaschine bereitzustellen, welche eine einfache
Einstellung von für die durchzuführende Fräsaufgabe geeigneten Maschinenparametern
ermöglicht. Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, eine dazu geeignete Fräswalze
und ein entsprechendes Verfahren bereitzustellen.
[0013] Die die Fräsmaschine betreffende Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass
der Fräsmaschine zumindest ein Mittel zugeordnet ist, welches dazu ausgelegt ist,
zumindest ein charakteristisches Merkmal der Fräswalze zu erfassen, dass das zumindest
eine Mittel mit der Steuereinheit verbunden ist und dass die Steuereinheit dazu ausgelegt
ist, mittelbar oder unmittelbar aus dem charakteristischen Merkmal für zumindest einen
Maschinenparameter einen einzustellenden Wert und/oder einen Einstellbereich vorzugeben.
[0014] Die das Verfahren betreffende Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass zumindest
ein charakteristisches Merkmal der Fräswalze mit dazu an der Fräsmaschine angeordneten
Mitteln erfasst wird und dass ein einzustellender Wert und/oder ein Einstellbereich
zumindest eines Maschinenparameters in Abhängigkeit von dem zumindest einen charakteristischen
Merkmal der Fräswalze mittelbar oder unmittelbar ermittelt und angezeigt und/oder
automatisch eingestellt wird.
[0015] Das erfasste charakteristische Merkmal ist so gewählt, dass daraus auf die durchzuführende
Fräsaufgabe und damit auf einen geeigneten einzustellenden Wert bzw. geeigneten Einstellbereich
für den zumindest einen Maschinenparameter geschlossen werden kann. Dabei kann der
einzustellende Wert bzw. der Einstellbereich unmittelbar aus dem Merkmal abgeleitet
werden oder aus dem charakteristischen Merkmal kann auf eine weitere Kenngröße geschlossen
werden, aus der sich die Fräsaufgabe und der einzustellende Wert bzw. der Einstellbereich
ergeben.
[0016] Durch den vorgegebenen einzustellenden Wert oder den vorgegebenen Einstellbereich
wird einer Bedienperson der Fräsmaschine die Auswahl geeigneter Maschinenparameter
erleichtert. Fehleinstellungen können vermieden werden. Dies wirkt sich positiv auf
die Qualität des erhaltenen Arbeitsergebnisses, auf die Fräsleistung, auf den Energieverbrauch
der Fräsmaschine sowie auf den Verschleiß der Fräswerkzeuge aus.
[0017] Entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass das Mittel oder die Steuereinheit dazu ausgelegt ist, aus dem charakteristischen
Merkmal den Typ der Fräswalze zu bestimmen und dass die Steuereinheit dazu ausgelegt
ist, für zumindest einen Maschinenparameter einen einzustellenden Wert und/oder einen
Einstellbereich in Abhängigkeit von dem bestimmten Typ der Fräswalze vorzugeben. Bei
bekanntem Typ der eingebauten Fräswalze, beispielsweise eines bestimmten Typs einer
Standardfräswalze, einer Feinfräswalze oder einer Microfeinfräswalze, ist die Art
der durchzuführenden Fräsaufgabe hinreichend bekannt, um geeignete Einstellungen der
Maschinenparameter zum Betrieb der Fräsmaschine vorgeben zu können.
[0018] Eine sichere Erkennung des Typs der vorliegenden Fräswalze kann dadurch erreicht
werden, dass das zumindest eine Mittel dazu ausgelegt ist, äußere Merkmale der Fräswalze
als charakteristisches Merkmal der eingebauten Fräswalze zu erfassen. Äußere Merkmale
können dabei Abmessungen der Fräswalze sowie die Anzahl und die Anordnung der angebrachten
Fräswerkzeuge sein. Vorteilhaft bei der Auswertung solcher äußeren Merkmale ist, dass
diese sich auch nach langer Betriebsdauer der Fräswalze und damit hohe Abnutzung der
Fräswerkzeuge nicht oder nicht wesentlich verändern.
[0019] Ein weiterer Ansatz besteht darin das Trägheitsmoment der Fräswalze zu bestimmen
und daraus auf den Typ der Fräswalze zu schließen.
[0020] Entsprechend einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass das zumindest eine Mittel dazu ausgelegt ist, eine Kennzeichnung der Fräswalze
als charakteristisches Merkmal der eingebauten Fräswalze zu erfassen. Die Kennzeichnung
beschreibt eindeutig den Typ der vorliegenden Fräswalze.
[0021] Für verschiedene Fräsaufgaben werden an die Aufgabe angepasste Fräswerkzeuge als
Teile der Fräswalze verwendet. Durch die jeweils vorliegenden Fräswerkzeuge einer
vorliegenden Fräswalze ist somit die Fräsaufgabe, für welche die Fräswalze geeignet
ist, bekannt. Daher kann es vorteilhaft vorgesehen sein, dass das zumindest eine Mittel
dazu ausgelegt ist, den Typ zumindest eines Fräswerkzeuges der Fräswalze als charakteristisches
Merkmal der eingebauten Fräswalze zu erfassen. Bei dem Fräswerkzeug kann es sich dabei
insbesondere um einen Meißel handeln. Zur Erfassung des Typs des zumindest einen Fräswerkzeuges
kann vorteilhaft ein charakteristisches Merkmal des Fräswerkzeuges selbst bestimmt
werden. Der einzustellende Wert und/oder der Einstellbereich des zumindest einen Maschinenparameters
kann vorteilhaft mittelbar oder unmittelbar aus dem ermittelten Typ des zumindest
einen Fräswerkzeuges als charakteristischem Merkmal der eingebauten Fräswalze abgeleitet
werden. Die Ermittlung des Typs eines der an der Fräswalze vorgesehenen Fräswerkzeuges
ist ausreichend, solange keine Mischbestückung der Fräswalze mit unterschiedlichen
Fräswerkzeugen vorgesehen ist. Zur Erhöhung der Sicherheit bei der Bestimmung des
Typs der Fräswerkzeuge können in einem solchen Fall jedoch auch mehrere oder alle
Fräswerkzeuge erfasst werden. Ist die Fräswalze mit unterschiedlichen Fräswerkzeugen
bestückt, so kann es vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Typ mehrerer oder aller
Fräswerkzeuge erfasst wird.
[0022] Um den Typ der eingebauten Fräswalze zu erkennen kann es vorgesehen sein, dass der
Fräsmaschine eine Kamera und/oder ein Scanner und/oder ein Barcodeleser und/oder eine
Eingabeeinrichtung als Mittel zur Erfassung des charakteristischen Merkmals der eingebauten
Fräswalze mittelbar oder unmittelbar zugeordnet ist. Mit Hilfe der Kamera oder des
Scanners kann der Typ der Fräswalze anhand von äußeren Merkmalen, beispielsweise der
Anzahl und der Anordnung von an der Fräswalze angebrachten Fräswerkzeugen oder den
äußeren Abmessungen der Fräswalze, sicher bestimmt werden. Die genaue Bestimmung des
Typs der Fräswalze kann dabei durch eine mit der Kamera oder dem Scanner verbundenen
Steuereinheit und einer darin hinterlegten Auswertesoftware erfolgen. Mit einem Barcodeleser
kann ein an der Fräswalze angebrachter, den Typ der Fräswalze kennzeichnender Barcode
ausgelesen werden. Über die Eingabeeinrichtung kann beispielsweise eine Serienbezeichnung
der Fräswalze direkt eingegeben und daraus der Typ der Fräswalze bestimmt werden.
[0023] Vorzugsweise kann es dazu vorgesehen sein, dass in oder an der Fräswalze eine Kennzeichnung,
insbesondere eine Buchstabenfolge und/oder Zahlenfolge, und/oder ein Barcode, als
charakteristisches Merkmal angeordnet ist. Durch die Kennzeichnung ist die Fräswalze
eindeutig beschrieben. Sie kann durch jeweils geeignete Mittel erfasst werden. So
kann ein Barcode durch einen entsprechenden und an der Fräsmaschine vorgesehenen Barcodeleser
ausgelesen werden. Eine als Kennzeichnung verwendete Buchstaben- oder Zahlenfolge
kann eine Seriennummer der Fräswalze darstellen. Diese kann von einer Bedienperson
der Fräsmaschine abgelesen und über die Eingabeeinrichtung eingegeben werden. Ebenfalls
möglich ist es, dass die Buchstaben- oder Zahlenfolge mit Hilfe geeigneter Sensor
oder der Kamera erfasst wird. Alle die beschriebenen Varianten ermöglichen eine schnelle
und eindeutige Erkennung des Typs der in die Fräsmaschine eingebauten Fräswalze, sodass
die Vorgabe eines einzustellenden Wertes oder Einstellbereichs für den zumindest einen
Maschinenparameter erfolgen kann.
[0024] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass zusätzlich zu dem Fräswalzentyp auch die
Orientierung der Fräswalze erkannt wird. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn Fräsmaschinen
sowohl zum Gleichlauf- als auch zum Gegenlauffräsen eingesetzt werden können. Hierbei
können identische Fräswalzen für beide Verfahren eingesetzt werden. Die Orientierung
der Fräswalze kann beispielsweise dadurch erkannt werden, dass die Mittel zur Erkennung
äußerer Merkmale der Fräswalze auch die Orientierung der Werkzeuge auf der Fräswalze
erfassen. Alternativ können auf der Fräswalze unterschiedliche Kennzeichnungen so
angebracht werden, dass je nach Orientierung der Fräswalze jeweils nur die Kennzeichnung
erfasst wird, die die aktuelle Orientierung der Fräswalze beinhaltet. Wenn zum Beispiel
an einer Stirnseite der Fräswalze eine Kennzeichnung erfasst wird, können auf den
beiden Stirnseiten unterschiedliche Kennzeichnungen angebracht sein.
[0025] Entsprechend einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung kann es
vorgesehen sein, dass der Fräsmaschine ein Lesegerät für aktive oder für passive Transponder
als Mittel zur Erfassung des charakteristischen Merkmals der eingebauten Fräswalze
mittelbar oder unmittelbar zugeordnet ist.
[0026] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass in oder an der Fräswalze ein aktiver oder
passiver Transponder angeordnet ist und dass in dem Transponder die Kennzeichnung
gespeichert ist.
[0027] In einem solchen Transponder kann eine Kennzeichnung als charakteristisches Merkmal
der Fräswalze, welches den Typ der Fräswalze eindeutig festlegt, dauerhaft gespeichert
sein. Das Auslesen eines solchen Transponders ist auch unter rauen Umgebungsbedingungen
schnell und fehlerfrei möglich.
[0028] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass die Kennzeichnung und/oder der aktive oder passive Transponder in oder
an einem Fräswalzenrohr oder in oder an einem Werkzeughalter oder in oder an einem
Fräswerkzeug der Fräswalze angeordnet ist. Bei dem Werkzeughalter kann es sich dabei
insbesondere um einen Meißelhalter und bei dem Fräswerkzeug um einen Meißel handeln.
Die Kennzeichnung bzw. der passive Transponder können dadurch so angeordnet werden,
dass sie sicher innerhalb des Erfassungsbereichs des Mittels zur Bestimmung des charakteristischen
Merkmals der Fräswalze angeordnet sind bzw. während einer Umdrehung der Fräswalze
in den Erfassungsbereich gelangen. Dabei können die Kennzeichnung bzw. der Transponder
an einem der Bauteile vorgesehen sein oder es können Kennzeichnungen bzw. Transponder
an mehreren der Bauteile, beispielsweise an dem Fräswalzenrohr und den Fräswerkzeugen,
angeordnet sein. Im letzten Fall können die Kennzeichnungen bzw. Transponder die gleichen
oder ergänzende Informationen enthalten.
[0029] Vorteilhaft kann bei rotierender Fräswalze die Kennzeichnung, beispielsweise ein
Barcode, ein Transponder oder ähnliches, dazu genutzt werden, um die Drehzahl der
Fräswalze zu bestimmen. Dazu kann die Periodendauer bestimmt werden, in welcher das
Kennzeichen erfasst wird.
[0030] Ein geeigneter Betrieb der Fräsmaschine kann insbesondere dadurch sichergestellt
werden, dass die Steuereinheit dazu ausgelegt ist, in Abhängigkeit von dem charakteristischen
Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen Merkmal bestimmten Typ der Fräswalze
den einzustellenden Wert oder den Einstellbereich für eine Frästiefe und/oder eine
Fräswalzendrehzahl und/oder eine Vorschubgeschwindigkeit der Fräsmaschine und/oder
eine auf die Fräswalze übertragene Antriebsleistung und/oder ein auf die Fräswalze
übertragenes Drehmoment und/oder eine Drehzahl eines die Fräswalze antreibenden Motors
als Maschinenparameter der Fräsmaschine vorzugeben. Durch die Einstellung dieser oder
eines Teils dieser Maschinenparameter kann der Betrieb der Fräsmaschine optimal an
die jeweilige Fräsaufgabe und die verwendete Fräswalze angepasst werden. Dabei kann
es auch vorgesehen sein, dass die Steuereinheit dazu ausgelegt ist, in Abhängigkeit
von dem charakteristischen Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen Merkmal
bestimmten Typ der Fräswalze eine maximale Frästiefe und/oder eine minimale Vorschubgeschwindigkeit
und/oder eine maximale Vorschubgeschwindigkeit vorzugeben. Dadurch kann der Einstellbereich
für die Frästiefe und die Vorschubgeschwindigkeit der Fräsmaschine eindeutig eingegrenzt
und vorgegeben werden.
[0031] Zur optimierten Durchführung bestimmter Fräsaufgabe kann es erforderlich sein, dass
bestimmte Maschinenparameter in Abhängigkeit von der Einstellung weiterer Maschinenparameter
einzustellen sind. Um dies zu berücksichtigen kann es vorgesehen sein, dass die Steuereinheit
dazu ausgelegt ist, einzustellende Werte und/oder Einstellbereiche für zumindest zwei
Maschinenparameter in Abhängigkeit von dem charakteristischen Merkmal und/oder von
dem aus dem charakteristischen Merkmal bestimmten Typ der Fräswalze derart vorzugeben,
dass ein Verhältnis der zwei Maschinenparameter einen vorgegebenen Wert einnimmt oder
dass das Verhältnis innerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegt. Beispielsweise ist
es erforderlich, dass beim Feinfräsen die Vorschubgeschwindigkeit der Fräsmaschine
und die Fräswalzendrehzahl in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, um unerwünschte
Strukturen auf der Straßenoberfläche zu vermeiden.
[0032] Die in Abhängigkeit von dem erfassten Typ der Fräswalze erforderliche Einstellung
des oder der Maschinenparameter kann dadurch erfolgen, dass die Steuereinheit dazu
ausgelegt ist, die Fräsmaschine mit dem in Abhängigkeit von dem charakteristischen
Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen Merkmal bestimmten Typ der Fräswalze
vorgegebenen Wert des zumindest einen Maschinenparameters zu betreiben und/oder dass
die Steuereinheit mit einer Ausgabeeinrichtung verbunden ist und dass die Steuereinheit
dazu ausgelegt ist, den in Abhängigkeit von dem charakteristischen Merkmal und/oder
von dem aus dem charakteristischen Merkmal bestimmten Typ der Fräswalze vorgegebenen
einzustellenden Wert oder den vorgegebenen Einstellbereich des zumindest einen Maschinenparameters
einer Bedienperson der Fräsmaschine über die Ausgabeeinrichtung anzuzeigen. Durch
die selbsttätige Einstellung des Maschinenparameters durch die Steuereinheit können
Fehleinstellungen sicher vermieden werden. Die Anzeige eines geeigneten Wertes oder
Einstellbereichs zumindest eines Maschinenparameters für eine Bedienperson der Fräsmaschine
erleichtert der Bedienperson die korrekte Einstellung der Maschinenparameter. Die
Anzeige kann dabei über ein Display oder über optische oder akustische Anzeigemittel
erfolgen, welche beispielsweise signalisieren, wenn der vorgegebene Einstellbereich
über- oder unterschritten wird oder wenn die gewählte Einstellung innerhalb des Einstellbereichs
liegt oder dem einzustellenden Wert entspricht. Weiterhin kann die Steuereinheit dazu
eingerichtet sein, den durch den Maschinebediener einstellbaren wenigstens einen Maschinenparameter
in Abhängigkeit von dem charakteristischen Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen
Merkmal bestimmten Typ der Fräswalze auf einen vorteilhaften Einstellbereich zu begrenzen.
Der Maschinenbediener kann somit den wenigstens einen Maschinenparameter nicht mehr
im gesamten, grundsätzlich mit der Maschine erreichbaren Wertebereich einstellen,
sondern ist auf einen Bereich beschränkt, in dem ein optimierter Betrieb in Abhängigkeit
von dem charakteristischen Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen Merkmal
bestimmten Typ der Fräswalze möglich ist.
[0033] Entsprechend einer möglichen Ausführungsvariante der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass der Steuereinheit zumindest ein Eingabemittel zugeordnet ist, dass über
das Eingabemittel zumindest eine Materialeigenschaft des zu fräsenden Untergrunds
und/oder zumindest ein dem Fräsprozess zugeführter Zusatzstoff erfassbar und der Steuereinheit
zuführbar ist und dass die Steuereinheit dazu ausgelegt ist, die zumindest eine Materialeigenschaft
und/oder den zumindest einen Zusatzstoff bei der Vorgabe des einzustellenden Wertes
oder des Einstellbereichs für den zumindest einen Maschinenparameter zu berücksichtigen.
Neben der Art der durchzuführenden Fräsaufgabe und der dazu verwendeten Fräswalze
bestimmen die Materialeigenschaften des zu bearbeitenden Untergrundes wesentlich die
Auswahl geeigneter Maschinenparameter. Durch Berücksichtigung dieser Materialeigenschaften
kann so der einzustellenden Wert des zumindest einen Maschinenparameters besser an
die Fräsaufgabe angepasst werden oder der Einstellbereich kann enger vorgegeben werden.
Als Materialeigenschaften können beispielsweise eine Abrasivität und/oder eine Härte
und/oder ein Materialtyp und/oder eine Materialzusammensetzung und/oder ein Schichtaufbau
bei der Vorgabe des oder der Maschinenparameter berücksichtigt werden. Weiterhin können
die abzutragenden Materialtypen durch Angaben wie Asphalt oder Beton mit ihren bekannten
Materialeigenschaften angegeben und entsprechend berücksichtigt werden. Auch eine
erforderliche Zugabe von Zusatzstoffen, beispielsweise von Bindemitteln, wie Wasser,
Kalk, Zement oder entsprechende Suspensionen, kann einen Einfluss auf die optimalen
Werte oder Einstellbereiche eines oder mehrerer Maschinenparameter haben und daher
entsprechend berücksichtigt werden. Bei dem vorgesehenen Eingabemittel kann es sich
beispielsweise um die Eingabeeinrichtung, die auch zur Eingabe des Typs der Fräswalze
verwendet wird, handeln, beispielsweise in Form einer Tastatur. Alternativ dazu können
die Materialeigenschaften auch über geeignete Sensoren, welche an der Fräsmaschine
angeordnet sind, erfasst werden. Ebenso können die Verwendung findenden Zusatzstoffe
bereits in der Steuerung hinterlegt sein und bei der Optimierung der Maschinenparameter
berücksichtigt werden.
[0034] Ein optimaler Betrieb der Fräsmaschine kann dadurch erreicht werden, dass der einzustellende
Wert und/oder der vorgegebene Einstellbereich des zumindest einen Maschinenparameters
von einer Bedienperson übersteuerbar ist und/oder dass die Steuereinheit dazu ausgelegt
ist, bei einer erfolgten Übersteuerung des einzustellenden Wertes und/oder des vorgegebenen
Einstellbereichs einen Warnhinweis auszugeben. Die Fräsmaschine kann somit von dem
einzustellenden Wert oder Einstellbereich abweichenden Einstellungen des oder der
Maschinenparameter betrieben werden. Damit können Erfahrungswerte der Bedienperson
oder Besonderheiten der vorliegenden Fräsaufgabe bei der Auswahl der Maschinenparameter
mit berücksichtigt werden.
[0035] Zusätzlich kann es vorgesehen sein, dass die Steuereinheit dazu ausgelegt ist, in
Abhängigkeit von dem charakteristischen Merkmal einzelne Fräswalzen zu identifizieren
und die Betriebsdauer der Fräswalze und/oder Wechselintervalle für Fräswerkzeuge der
Fräswalze zu erfassen. Die somit gewonnen Daten können genutzt werden, um die Belastung
der Fräswalze sowie Wechselintervalle für die Fräswerkzeuge, insbesondere Meißel,
zu optimieren und somit Beschädigungen an der Fräswalze vorzubeugen. Hierzu kann vorgesehen
sein, zusätzliche Informationen zum Betrieb der Fräswalze (beispielsweise Zeitpunkte
von Meißelwechseln, Anzahl ausgewechselter Meißel, o. ä.) von der Steuereinheit erfasst
werden. Diese zusätzlichen Informationen können beispielsweise durch den Bediener
über vorhandene Eingabemittel der Steuereinheit eingegeben werden.
[0036] Die die Fräswalze betreffende Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass in
oder an der Fräswalze ein aktiver oder passiver Transponder angeordnet ist und dass
in dem Transponder eine auslesbare Kennzeichnung der Fräswalze gespeichert ist. Die
Fräswalze ist so über ihre komplette Einsatzzeit eindeutig gekennzeichnet. Geschützt
angeordnet ist der Transponder wartungsfrei. Neben der Kennzeichnung der Fräswalze
können weitere die Fräswalze betreffende Daten in dem Transponder hinterlegt werden,
beispielsweise eine Betriebsdauer oder ein Verschleißgrad der angebrachten Fräswerkzeuge.
[0037] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0038] Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung und Seitenansicht eine erste Fräsmaschine in Form einer
Straßenfräsmaschine,
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung und Seitenansicht eine zweite Fräsmaschine in Form eines
Stabilisierers,
- Fig. 3
- einen ersten Typ einer Fräswalze mit einer Kamera,
- Fig. 4
- einen zweiten Typ einer Fräswalze mit einem Transponder,
- Fig. 5
- in einer vereinfachten schematischen Darstellung einen typischen Aufbau einer Straße,
- Fig. 6
- schematisch ein Fräsbild, wie es beim Abtragen einer Deckschicht und einer Tragschicht
einer Straße von einer Standardfräse erzeugt werden kann,
- Fig. 7
- schematisch ein Fräsbild einer mit einer Feinfräswalze zum Teil abgetragenen Deckschicht
einer Straße,
- Fig. 8
- in einer seitlichen Schnittdarstellung einen an einem Basisteil befestigten Meißelhalter
mit einem Meißel,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung zur Bestimmung von Maschinenparametern einer Fräsmaschine
und
- Fig. 10
- ein Ablaufdiagramm zur Bestimmung von Maschinenparametern einer Fräsmaschine.
[0039] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung und Seitenansicht eine erste Fräsmaschine
10 in Form einer Straßenfräsmaschine. Ein Maschinenrahmen 12 ist über vier Hubsäulen
16.1, 16.2 höhenverstellbar von Fahrwerken 11.1, 11.2, beispielsweise Kettenlaufwerken,
getragen. Die erste Fräsmaschine 10 kann, ausgehend von einem Leitstand 13, über eine
in dem Leitstand 13 angeordnete Steuerung 17 bedient werden. In einem verdeckt angeordneten
Fräswalzenkasten ist eine ebenfalls verdeckt angeordnete und in der Darstellung gestrichelt
gezeichnete Fräswalze 15 drehbar gelagert. Eine Fördereinrichtung 14 dient dem Abtransport
des Fräsgutes.
[0040] Im Einsatz wird der Maschinenrahmen 12 mit einer über die Steuerung 17 eingegebenen
Vorschubgeschwindigkeit über den zu bearbeitenden Untergrund bewegt. Dabei tragen
auf der sich drehenden Fräswalze 15 angeordnete und in den Figuren 3 und 4 gezeigte
Meißel 20 den Untergrund ab. Die Höhenposition sowie die Drehzahl der Fräswalze 15
können von der Steuerung 17 aus eingestellt werden. Über die Höhenposition der Fräswalze
15 wird die Frästiefe eingestellt. Die Höhenposition der Fräswalze kann dabei je nach
Maschinentyp über die höhenverstellbaren Hubsäulen 16.1, 16.2 erfolgen. Alternativ
kann die Fräswalze 15, wie zum Beispiel bei der in Figur 2 gezeigten zweiten Fräsmaschine
50, relativ zum Maschinenrahmen 12 in der Höhe verstellbar sein.
[0041] Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung und Seitenansicht eine zweite Fräsmaschine
50 in Form eines Stabilisierers. Die zweite Fräsmaschine 50 wird mittels Vorder- und
Hinterrädern 51.1, 51.2 bewegt. Die Vorder- und Hinterräder 51.1, 51.2 sind über vordere
und hintere Hubsäulen 57.1, 57.2 an dem Chassis 52 befestigt, so dass die Arbeitshöhe
des Chassis 52 und damit des Walzengehäuses 56 verstellt werden kann. An dem Chassis
52 ist ein Maschinenleitstand 53 angebracht. Der innerhalb des Chassis 52 angeordnete
Motor 54 treibt über eine Antriebseinheit 54.1 die Fräswalze 15 an. Die Fräswalze
15 selbst ist in einem Walzengehäuse 56, dem eine vordere und eine hintere Walzenklappe
56.1, 56.2 zugeordnet ist, gelagert. Die Walzenklappe 56.1, 56.2 sind jeweils über
eine angebrachte Hydraulik einstellbar ausgeführt. Die Fräswalze 15 ist über eine
hydraulische Höhenverstellung 55 entlang eines durch einen Doppelpfeil gezeigten Verstellwegs
55.4 in ihrer Höhe einstellbar. Dazu wird die Bewegung eines Hydraulikzylinders 55.1
über einen drehbar gelagerten Umlenkhebel 55.2 und eine daran angeordnete Stellstange
55.3 auf die Fräswalze 15 übertragen. Mit Hilfe der Höhenverstellung kann die Frästiefe
eingestellt werden.
[0042] In der Figur 3 ist ein erster Typ einer Fräswalze 15 mit einer Kamera 31 und einer
Lichtquelle 30 deutlicher gezeigt. Dabei ist in axialer Erstreckung nur ein endseitiger
Abschnitt der Fräswalze 15 dargestellt. Auf der Oberfläche eines Fräswalzenrohrs 15.1
der Fräswalze 15 sind eine Vielzahl von Meißelhaltern 22 (Werkzeughalter) befestigt.
In jedem Meißelhalter 22 ist ein Meißel 20 als Fräswerkzeug gehalten. Der Meißel 20
weist eine Meißelspitze 21 aus einem Hartwerkstoff, insbesondere aus Hartmetall, auf.
Im vorliegenden Beispiel sind die Meißelhalter 22 unmittelbar auf die Fräswalze 15
aufgeschweißt. Es ist jedoch auch der Einsatz von Wechselhaltersystemen denkbar, wie
diese näher zu Figur 4 beschrieben sind. Im Innenbereich des in Figur 3 dargestellten
Fräswalzenrohrs 15.1 sind eine Seriennummer 35 und ein Barcode 34 angebracht. Der
Barcode 34 stellt die Seriennummer 35 verschlüsselt dar.
[0043] Die Meißel 20 sind in vergleichsweise großen Abständen auf dem Fräswalzenrohr 15.1
angeordnet. Eine solche Fräswalze 15 ist als Standardfräswalze beispielsweise zum
Ausbau ganzer Straßenschichten vorgesehen.
[0044] Figur 4 zeigt einen zweiten Typ einer Fräswalze 15 mit einem Transponder 32. Dabei
ist auch hier in axialer Erstreckung nur ein endseitiger Abschnitt der Fräswalze 15
dargestellt. Der Transponder 32 ist geschützt im Innenbereich des Fräswalzenrohres
15.1 angeordnet. Ein Lesegerät 33 zum Auslesen des Transponders 32 ist schematisch
dargestellt. Das Lesegerät 33 ist vorteilhaft derart an der Fräsmaschine 10, 50 angeordnet,
dass es zumindest zeitweise während einer Umdrehung der Fräswalze 15 in Funkkontakt
zu dem Transponder 32 steht. In dem Transponder 32 ist eine eindeutige Kennzeichnung,
beispielsweise eine Seriennummer, gespeichert, welche den Typ der Fräswalze 15 eindeutig
definiert. Besteht zwischen dem Lesegerät und dem Transponder nur in gewissen Positionen
der Fräswalze ein Funkkontakt, kann die Vorrichtung zusätzlich dazu genutzt werden,
die Fräswalzendrehzahl genau zu bestimmen.
[0045] Zur Befestigung der Meißel 20 an dem Fräswalzenrohr 15.1 ist ein Basisteil 23 auf
das Fräswalzenrohr 15.1 aufgeschweißt. In dem Basisteil 23 ist der Meißelhalter 22
zur Aufnahme eines auswechselbaren Meißels 20 lösbar befestigt.
[0046] In der gezeigten Darstellung ist die Oberfläche des Fräswalzenrohres 15.1 zur besseren
Übersicht nur abschnittsweise mit Basisteilen 23, Meißelhaltern 22 und zugeordneten
Meißeln 20 belegt. Tatsächlich ist die gesamte Oberfläche des Fräswalzenrohres 15.1
mit Basisteilen 23, Meißelhaltern 22 und Meißeln 20 bestückt.
[0047] Gegenüber der in Figur 3 gezeigten Fräswalze 15 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel
die Meißel 20 nur gering beabstandet. Bei der Fräswalze 15 handelt sich um eine Feinfräswalze
zur gezielten Strukturierung sowie zur Wiederherstellung der Ebenheit einer Straßenoberfläche.
[0048] Figur 5 zeigt in einer vereinfachten schematischen Darstellung einen beispielhaften
Aufbau einer Straße 40. Diese besteht aus einem Unterbau 41 sowie einer Asphaltschicht,
bestehend aus einer Tragschicht 42 und einer abschließenden Deckschicht 43.
[0049] Figur 6 zeigt schematisch ein Fräsbild, wie es beim Abtragen der Deckschicht 43 und
Tragschicht 42 einer Straße 40 von einer Standardfräse erzeugt werden kann. In dem
Unterbau 41 zeichnen sich durch den Fräsprozess verursachte grobe Fräsrillen 44 deutlich
ab.
[0050] In Figur 7 ist schematisch ein Fräsbild einer mit einer Feinfräswalze zum Teil abgetragenen
Deckschicht 43 der Straße 40 darstellt. Im Bereich der Frässpur weist die Deckschicht
43 eine Strukturierung in Form feiner Fräsrillen 44 auf.
[0051] Die in Figur 1 gezeigte erste Fräsmaschine 10 kann für verschiedene Aufgabenstellungen
verwendet werden. So kann die dargestellte Straßenfräsmaschine zum Feinfräsen von
Straßenoberflächen eingesetzt werden, bei dem lediglich die Oberfläche oder Teile
der Oberfläche der Deckschicht 43 der Straße 40 abgetragen wird, wie dies in Figur
7 gezeigt ist. Dadurch kann die Oberflächenstruktur der Straße 40 verändert oder die
Ebenheit wiederhergestellt werden. Zum Feinfräsen wird die erste Fräsmaschine 10 mit
einer Feinfräse, wie beispielhaft in Figur 4 gezeigt, bestückt.
[0052] In einer weiteren Anwendung kann die erste Fräsmaschine 10 zum Abtrag der Deckschicht
43 und/oder der Tragschicht 42 der Straße 40 verwendet werden. Das abgetragene Material
der Deckschicht 43 und der Tragschicht 42 kann getrennt oder gemeinsam abgefräst und
in einer gesonderten Recyclingsanlage recycelt und anschließend zum Straßenbau wiederverwendet
werden. Zum Abtrag der Straßenschichten wird eine Standardfräswalze, wie sie beispielhaft
in Figur 3 gezeigt ist, in die erste Fräsmaschine 10 eingebaut.
[0053] Alternativ können die Fräsmaschinen 10, 50 dazu ausgelegt sein, dass erhaltene Fräsgut
im Rahmen eines Kaltrecycling-Prozesses vor Ort wieder aufzubereiten und als erneuerten
Straßenbelag auf den Unterbau 41 aufzutragen. Dabei werden dem Fräsgut entsprechende
Bindemittel, zum Beispiel bituminöse Bindemittel, zugeführt, welche während des Fräsprozesses
mit dem Fräsgut vermischt werden. Das so aufbereitete Fräsgut kann dann bei der ersten
Fräsmaschine 10 mit der Fördereinrichtung 14 beispielsweise an einen Straßenfertiger
übertragen und zum Aufbau eines neuen Straßenbelages genutzt werden. Alternativ kann
das Fräsgut bei beiden Fräsmaschinen 10, 50 direkt hinter der Fräswalze 15 in der
Frässpur verbleiben und ggf. mit entsprechenden Vorrichtungen an der jeweiligen Fräsmaschine
10, 50 vorverdichtet werden. Die abschließende Verdichtung des erneuerten Straßenbelags
erfolgt durch nachfolgende Walzenzüge.
[0054] In einer weiteren Anwendung kann ein Stabilisierer entsprechend der zweiten Fräsmaschine
50 zur Stabilisierung, beispielsweise des Unterbaus 41 der in Figur 5 stark vereinfacht
dargestellten Straße 40 vor Aufbringung der Trag- und Deckschicht 42, 43 eingesetzt
werden. Hierzu wird der Untergrund von der Fräswalze 15 aufgefräst und mit Bindemitteln,
beispielsweise Wasser, Kalk, Zement oder entsprechende Suspensionen, vermischt. Ggf.
erfolgt hierbei auch die Zerkleinerung und Homogenisierung des vorhandenen, aufgefrästen
Bodenmaterials. Das so erhaltene Gemisch verbleibt üblicherweise in der Frässpur und
wird anschließend ggf. mit Walzenzügen verdichtet, um beispielsweise einen tragfähigen
Unterbau 41 für die Tragschicht 42 und die Deckschicht 43 der Straße 40 zu bilden.
[0055] Für die verschiedenen durchführbaren Fräsaufgaben werden die Fräsmaschinen 10, 50
mit unterschiedlichen Fräswalzen 15 ausgerüstet. Für den Abbau ganzer Straßenschichten,
wie beispielsweise dem gemeinsamen Abtrag der Tragschicht 42 und der Deckschicht 43,
werden Fräswalzen 15 entsprechend oder ähnlich der in Figur 3 gezeigten Standardfräswalze
eingesetzt. Zum Feinfräsen werden Feinfräswalzen entsprechend oder ähnlich Figur 4
eingesetzt, die im Vergleich zu der in Figur 3 dargestellten Standardfräswalze eine
deutlich höhere Anzahl an Fräswerkzeugen aufweisen. Bei Fräswalzen 15 zur Stabilisierung
des Unterbaus 41 sind hingegen die Fräswerkzeuge auf Stegen angeordnet, die für eine
gute Durchmischung des Fräsgutes sorgen. Auch für gleiche oder ähnliche Aufgabenstellungen
können unterschiedliche Fräswalzen 15 in die Fräsmaschine 10, 50 eingebaut werden,
die jeweils für gewisse Anwendungsbereiche optimiert sind. Weiterhin kann die Fräsmaschine
10, 50 mit Fräswalzen 15 unterschiedlicher Arbeitsbreite ausgerüstet werden, wodurch
die Fräsmaschine 10, 50 an unterschiedliche Aufgabenstellungen angepasst werden kann.
[0056] In Abhängigkeit von der durchzuführenden Fräsaufgabe muss die Fräsmaschine 10, 50
mit unterschiedlichen Maschinenparametern betrieben werden. Insbesondere sind die
Vorschubgeschwindigkeit, die Fräswalzendrehzahl und die Frästiefe an die jeweilige
Aufgabenstellung anzupassen. Weitere anzupassende Maschinenparameter sind die Drehzahl
eines die Fräswalze 15 antreibenden Motors, die auf die Fräswalze 15 übertragene Leistung
bzw. das auf die Fräswalze 15 übertragene Drehmoment.
[0057] Entsprechend der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die Fräsmaschine
10, 50 über Mittel zur Erfassung von charakteristischen Merkmalen der in der Fräsmaschine
10, 50 verwendeten Fräswalze 15 verfügt. Mit Hilfe dieser charakteristischen Merkmale
kann dann beispielsweise der Typ der vorliegenden Fräswalze 15 eindeutig bestimmt
werden. In Abhängigkeit von dem so ermittelten Typ der Fräswalze 15 oder direkt aus
den charakteristischen Merkmalen werden geeignete Maschinenparameter zum Betrieb der
Fräsmaschine 10, 50 vorgegeben. So kann beispielsweise bei einer großen Anzahl an
dicht beieinander liegenden Meißeln 20 als einem möglichen äußeren charakteristischen
Merkmal der Fräswalze 15 darauf geschlossen werden, dass die vorliegende Fräswalze
15 für feine Fräsarbeiten eingesetzt wird, während bei vergleichsweise wenigen Meißeln
20 von einer gröberen Fräsaufgabe ausgegangen werden kann. Auch bei bekanntem Typ
der Fräswalze 15 ist die Fräsaufgabe, für welche die Fräsmaschine 10, 50 eingesetzt
werden soll, hinreichend bekannt. Die Maschinenparameter können so an die jeweilige
Fräsaufgabe und die vorliegende Fräswalze 15 angepasst werden. Dazu können von einer
Steuereinheit 60, wie sie in Figur 9 gezeigt ist, ein oder mehrere Maschinenparameter
eingestellt oder einer Betriebsperson der Fräsmaschine 10, 50 angezeigt werden. Ebenso
können der Betriebsperson Einstellbereiche für einen oder mehrere Maschinenparameter
vorgegeben werden, innerhalb derer ein optimaler Betrieb der Fräsmaschine 10, 50 für
die vorliegende Fräsaufgabe möglich ist. Die Betriebsperson kann dann den oder die
Maschinenparameter innerhalb der vorgegebenen Einstellbereiche einstellen. Dabei ist
es vorzugsweise vorgesehen sein, dass die vorgegebenen Einstellbereiche lediglich
eine Empfehlung darstellen, so dass in der Entscheidung der Betriebsperson auch Einstellungen
außerhalb der vorgegebenen Einstellbereiche vorgenommen werden können. Hierzu kann
es vorgesehen sein, dass in der Steuereinheit 60 Daten hinterlegt sind, die bestimmten
charakteristischen Merkmalen der Fräswalze oder bestimmten Typen von Fräswalzen bevorzugte
Maschinenparameter, bevorzugte Einstellbereiche für Maschinenparameter oder bevorzugte
Verhältnisse von Maschinenparametern einander zuordnen.
[0058] Bei der Vorgabe des oder der Maschinenparameter werden vorzugsweise Eigenschaften
der Fräsmaschine 10, 50 selbst mit berücksichtigt. So können z.B. durch die jeweils
vorliegende Fräsmaschine 10, 50 bedingte Begrenzungen der vorzugebenden Maschinenparameter,
beispielsweise eine maximal mögliche Frästiefe, eine maximale Vorschubgeschwindigkeit
oder eine maximale Antriebsleistung, bei der Vorgabe der Maschinenparameter mit berücksichtigt
werden. Für gleiche Fräswalzen 15 können so für unterschiedliche Fräsmaschinen 10,
50 unterschiedliche einzustellende Werte oder Einstellbereiche für den oder die Maschinenparameter
vorgegeben werden. Dadurch können unterschiedliche Fräsmaschinen 10, 50 optimal an
die Fräsaufgabe und die vorliegende Fräswalze 15 angepasst werden.
[0059] Wird in einem möglichen Anwendungsfall erkannt, dass eine Fräswalze 15 zum Feinfräsen
in der Fräsmaschine 10 eingebaut ist, so kann ein begrenzter Einstellbereich für die
Frästiefe als Maschinenparameter durch Vorgabe einer maximalen Frästiefe vorgegeben
werden. Dadurch kann vermieden werden, dass Feinfräswalzen für tiefere Fräsarbeiten
verwendet werden, da dies keine zufriedenstellenden Arbeitsleistungen ermöglicht,
zu einem erhöhten Verschleiß der Fräswalze 15 führt und die Gefahr einer Beschädigung
der Fräswalze 15 und der Fräsmaschine 10, 50 birgt. Weiterhin kann bei erkannter Feinfräswalze
für die Fräswalzendrehzahl als Maschinenparameter ein vergleichsweise hoher einzustellender
Wert oder Einstellbereich vorgegeben werden, um so eine einheitliche Oberflächenstruktur
zu erzeugen. Die maximal vorgegebene Drehzahl der Fräswalze 15 kann dabei als der
für Feinfräsen mit der vorliegenden Fräswalze 15 geeignet erscheinende obere Grenzwert
des Drehzahlbereichs festgelegt werden. Sie kann aber auch durch die maximal bei der
vorliegenden Fräsmaschine 10, 50 einstellbare Drehzahl der Fräswalze 15 begrenzt sein.
Zusätzlich zur Drehzahl der Fräswalze 15 kann ein einzustellender Wert oder Einstellbereich
für die Vorschubgeschwindigkeit der Fräsmaschine 10, 50 als weiterem Maschinenparameter
derart vorgegeben werden, dass das Verhältnis zwischen der Vorschubgeschwindigkeit
und der Fräswalzendrehzahl einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreitet. Dadurch
kann vermieden werden, dass sich unerwünschte Strukturen auf der zu bearbeitenden
Oberfläche ergeben.
[0060] Wird eine Fräswalze 15 zum Ausbau ganzer Schichten des Straßenaufbaus erkannt, so
kann eine hohe auf die Fräswalze 15 übertragene Leistung als Maschinenparameter vorgegeben
werden. Auch dies kann als einzelner einzustellender Wert oder als bevorzugter Einstellbereich
erfolgen. Weiterhin wird für eine solche Fräswalze 15 und damit Aufgabenstellung ein
einzustellender Wert oder ein Einstellbereich mit einer vergleichsweise niedrigen
Fräswalzendrehzahl vorgegeben. Dadurch kann beispielsweise der Verschleiß an den Meißeln
20 und den Meißelhaltern 22 gering gehalten werden.
[0061] Entsprechend einer möglichen Ausführungsvariante der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass zusätzlich zu dem Typ der verwendeten Fräswalze 15 zumindest eine Materialeigenschaft
des zu fräsenden Untergrunds und/oder ein dem Fräsprozess zugeführter Zusatzstoff
bei der Vorgabe des einzustellenden Wertes oder des Einstellbereich des zumindest
einen Maschinenparameters berücksichtigt wird. Die zumindest eine Materialeigenschaft
des zu fräsenden Untergrundes kann beispielsweise durch eine Bedienperson der Fräsmaschine
10, 50 eingegeben werden. Alternativ dazu kann die Fräsmaschine 10 geeignete Sensoren
aufweisen, mit denen die relevanten Materialeigenschaften erfasst werden können. Bei
den Zusatzstoffen kann es sich um Materialien zur Aufbereitung des abgetragenen Straßenbelags
oder zur Stabilisierung des Untergrunds handeln. Diese können beispielsweise durch
die Bedienperson der Fräsmaschine 10, 50 vorgegeben werden.
[0062] Die Erkennung des eingebauten Fräswalzentyps kann auf verschiedene Arten erfolgen.
Eine Möglichkeit besteht in einer visuellen Erkennung an Hand von äußeren charakteristischen
Merkmalen der Fräswalze 15 durch eine Kamera 31, wie diese in Figur 3 symbolisch gezeigt
ist. Vorteilhaft ist der Kamera 31 eine Lichtquelle 30 zugeordnet, sodass auch in
dem Walzengehäuse 56 eine ausreichende Helligkeit zur Aufnahme der Fräswalze 15 durch
die Kamera 31 vorliegt. Die Erkennung des Typs der verwendeten Fräswalze 15 anhand
der Kameraaufnahmen kann beispielsweise durch eine geeignete Auswertesoftware erfolgen,
die vorteilhaft in einer mit der Kamera 31 verbundenen Steuereinheit 60 hinterlegt
ist. Dabei kann die Auswertesoftware charakteristische Merkmale der Fräswalze 15,
wie beispielsweise die Anzahl und/oder die Anordnung der Meißel 20 oder der äußeren
Abmessungen der Fräswalze 15, auswerten. Alternativ oder zusätzlich dazu kann auch
ein Scanner im Bereich der Fräswalze 15 angeordnet sein, welcher beispielsweise die
Anzahl, die Anordnung und/oder die Kontur der Meißel 20 erfasst und daraus in Zusammenwirken
mit einer geeigneten Auswertesoftware den Typ der Fräswalze 15 erkennt.
[0063] Vorzugsweise können an den Fräswalzen 15 aktive oder passive Transponder 32, beispielsweise
RFID-Transponder, angebracht sein, wie dies in Figur 4 gezeigt ist. In den Transpondern
32 ist jeweils eine geeignete Kennzeichnung der Fräswalze 15 abgespeichert. Die Kennzeichnung
stellt ein charakteristisches Merkmal der Fräswalze 15 dar, an Hand dessen der Typ
der Fräswalze 15 eindeutig bestimmt werden kann. An den Fräsmaschinen 10, 50 sind
dann geeignete Lesegeräte 33 angeordnet, mit denen die Transponder 32 ausgelesen werden
können. Die so erhaltenen Daten werden an eine Steuereinheit 60 weitergeleitet, welche
in Abhängigkeit von den Daten den Typ der Fräswalze 15 erkennt und die zugehörigen
Maschinenparameter als einzustellenden Wert oder Einstellbereich vorgibt.
[0064] Entsprechend einer weiteren Ausführungsvariante kann es vorgesehen sein, dass an
den Fräswalzen 15 Barcodes 34 angebracht sind, wie dies in Figur 3 gezeigt ist. Die
Barcodes 34 stellen ein charakteristisches Merkmal zur eindeutigen Kennzeichnung der
jeweiligen Fräswalze 15 dar. An der Fräsmaschine 10, 50 ist dann zumindest ein geeigneter
Barcodeleser angebracht und mit der Steuereinheit 60 verbunden. Diese bestimmt in
Abhängigkeit von der über den Barcodeleser ermittelten Kennzeichnung den Typ der Fräswalze
15 und gibt daraufhin den einzustellenden Wert oder den Einstellbereich des oder der
relevanten Maschinenparameter vor. An den Fräswalzen 15 können auch weitere Formen
einer Kennzeichnung, beispielsweise Ziffern- oder Buchstabenfolgen, angebracht sein,
die den Typ der Fräswalze 15 eindeutig angeben. Eine solche Kennung kann von einer
Bedienperson der Fräsmaschine 10, 50 abgelesen und über eine Eingabeeinheit, beispielsweise
in Form einer Tastatur, der Steuereinheit 60 zugeführt werden. Alternativ dazu kann
die Kennung auch über die in Figur 3 gezeigte Kamera 31 oder ein sonstiges Sensorsystem
erfasst und an die Steuereinheit 60 weitergeleitet werden. Bei der Kennung kann es
sich beispielsweise um eine Seriennummer 35 der Fräswalze 15 handeln, wie diese in
Figur 3 gezeigt ist.
[0065] Vorteilhaft kann die Kennzeichnung der Fräswalze 15 derart erfolgen, dass sie bei
der Rotation der Fräswalze 15 ausgelesen werden kann. Beispielsweise kann ein Barcode
34 durch die Rotation der Fräswalze 15 an einem Barcodescanner vorbeigeführt und dabei
ausgelesen werden. Ebenfalls ist es denkbar, dass der Fräsmaschine ein Näherungsschalter
zugeordnet ist, dessen Erfassungsbereich auf beispielsweise die Stirnseite des Fräswalzenrohres
15.1 oder einen weiteren, durch die Rotation der Fräswalze 15 an dem Näherungsschalter
vorbeigeführten Bereich des Fräswalzenrohres 15.1 gerichtet ist. Auf dem Fräswalzenrohr
15.1 können dann Erhebungen und Vertiefungen angebracht sein, so dass der Näherungsschalter
je nach Stellung der Fräswalze 15 schaltet bzw. nicht schaltet. Somit kann die Kennzeichnung
auf der Fräswalze kodiert und über die Schaltimpulse des Näherungsschalters ausgelesen
werden. Die Erkennung kann dann beispielsweise bei einer bekannten Drehzahl der Fräswalze
erfolgen, oder die Kennzeichnung verfügt über "Start/Stopp" Kennungen, wobei die Start-Kennung
den Beginn und die Stopp-Kennung das Ende der Kennzeichnung, beispielsweise einer
Seriennummer der Fräswalze 15, markiert. Beispielsweise durch die Detektion wiederholter
Start und/oder Stoppsignale und die Ermittlung der Zeit zwischen diesen Signalen kann
darüber hinaus auch die Drehzahl der Walze ermittelt werden.
[0066] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass Vorgaben
zur Einstellung bestimmter Maschinenparameter an oder in der Fräswalze 15 hinterlegt
sind und durch geeignete Auslesemittel ausgelesen und der Steuereinheit 60 zugeführt
werden. Einzustellende Werte oder Einstellbereiche der jeweiligen Maschinenparameter
können dabei beispielsweise in aktiven oder passiven Transponder 32 oder in Form von
Barcodes 34 hinterlegt sein.
[0067] Figur 8 zeigt in einer seitlichen Schnittdarstellung einen an einem Basisteil 23
befestigten Meißelhalter 22 mit einem Meißel 20 als Fräswerkzeug.
[0068] Die Meißelspitze 21 ist an einem Meißelkopf 20.1 des Meißels 20 vorzugsweis stoffschlüssig
befestigt. Gegenüberliegend zur Meißelspitze 21 geht der Meißelkopf 20.1 in einen
Meißelschaft 20.2 über. Der zylindrisch ausgeführte Meißelschaft 20.2 ist über eine
Spannhülse 20.3 um seine Längsachse drehbar und axial blockiert in einer Meißelaufnahme
22.1 des Meißelhalters 22 gehalten. Zwischen dem Meißelkopf 20.1 und dem Meißelhalter
22 ist eine Verschleißscheibe 24 angeordnet. Der Meißelhalter 22 weist einen Steckansatz
22.2 auf, der in eine Schaftaufnahme 23.1 des Basisteils 23 eingeführt und dort mittels
einer Klemmschraube 23.2 festgeklemmt ist. Das Basisteil 23 selbst ist auf einem nicht
dargestellten Fräswalzenrohr 15.1 befestigt, vorzugsweise angeschweißt.
[0069] Im Bereich des Meißelschaftes 20.2 ist ein Transponder 32 angeordnet. Der Transponder
32 kann als aktiver oder passiver Transponder 32 ausgeführt sein. In ihm ist eine
Kennzeichnung gespeichert, welche den Typ des Meißels 20 als eingesetztem Fräswerkzeug
angibt. Für unterschiedliche Fräsaufgaben werden unterschiedliche Meißel 20 vorgesehen.
Ist der Typ des Meißels 20 bekannt, kann somit auf die durchzuführende Fräsaufgabe
geschlossen und der bzw. die Maschinenparameter zum Betrieb der Fräsmaschine 10, 50
entsprechend vorgegeben werden.
[0070] Zusätzlich oder alternativ zu dem Meißel 20 kann auch eine Kennzeichnung des Meißelhalters
22 und/oder des Basisteils 23 erfolgen. Weiterhin kann eine zusätzliche Kennzeichnung
des Fräswalzenrohres 15.1 vorgesehen sein. Die Einstellung des zumindest einen Maschinenparameters
kann in Abhängigkeit einer kombinierten Bewertung der Kennzeichnungen erfolgen. So
kann beispielsweise anhand der Kennzeichnung des Fräswerkzeuges, vorliegend des Meißels
20, die Art der Fräsaufgabe, beispielsweise Feinfräsen, bestimmt werden. Die Kennzeichnung
des Fräswalzenrohres 15.1 kann unter anderem die axiale Länge des Fräswalzenrohres
15.1 angeben. Für die an Hand des Typs des Fräswerkzeuges bestimmte Fräsaufgabe (Feinfräsen)
können jetzt für unterschiedlich lange Fräswalzenrohre 15.1 unterschiedliche Werte
oder Wertebereiche für den zumindest einen Maschinenparameter vorgegeben werden.
[0071] Figur 9 zeigt eine schematische Darstellung zur Bestimmung von Maschinenparametern
der Fräsmaschine 10, 50. Als charakteristische Merkmale der Fräswalze 15 sind deren
äußere Kontur sowie Kennzeichnungen in Form eines Barcodes 34 und eines Transponders
32 vorgesehen. Die äußere Kontur wird mit Hilfe einer Kamera 31 erfasst. Der Transponder
32 wird mit Hilfe eines Lesegerätes 33 ausgelesen und der Barcode 34 mittels eines
Barcodelesers 36 erfasst und dekodiert. Vorliegend sind diese drei Möglichkeiten zur
Erfassung charakteristischer Merkmale der Fräswalze 15 vorgesehen, es ist jedoch denkbar,
weitere Merkmale zusätzlich oder alternativ bzw. nur ein Teil der aufgeführten Merkmale
zu erfassen.
[0072] Das Lesegerät 33, die Kamera 31 und der Barcodeleser 36 sind mit einem Block 65 zur
Bildung des charakteristischen Merkmals verbunden. Das charakteristische Merkmal wird
an die Steuereinheit 60 weitergeleitet. Die Steuereinheit 60 ist weiterhin mit einer
Datenbank 62 und einer Eingabeeinheit 61 verbunden. Die Steuereinheit 60 bildet aus
dem oder den charakteristischen Merkmalen einen Maschinenparametersatz 63 für die
Fräsmaschine 10, 50. Vorliegend umfasst der Maschinenparametersatz 63 eine maximale
Frästiefe 63.1, eine Mindestfrästiefe 63.2, einen maximalen Vorschub 63.3 und einen
minimalen Vorschub 63.4, innerhalb derer die Fräsmaschine 10, 50 mit der erfassten
Fräswalze zu betreiben ist. Der Maschinenparametersatz 63 wird mittels einer Ausgabeeinrichtung,
vorliegend in Form einer Anzeige, an einen Maschinenführer ausgegeben.
[0073] Die beschriebene Steuereinheit 60 ist somit als Computersystem ausgeführt. Dieses
umfasst nicht dargestellt zumindest einen Prozessor, ein computeriesbares Speichermedium,
die Datenbank 62, die Eingabeeinheit 61 und die Ausgabeeinheit 64. Die Eingabeeinheit
61 kann als Tastatur oder als eine andere Benutzerschnittstelle ausgeführt sein und
ermöglicht es einer Bedienperson, Anweisungen einzugeben. Die Ausgabeeinheit 64 kann
als Display oder in Form einer sonstigen optischen oder akustischen Anzeige ausgeführt
sein. Der Prozessor kann als einzelner Controller, welcher die gesamte beschriebene
Funktionalität umfasst, ausgeführt sein oder es können mehrere Controller vorgesehen
sein, auf welche die beschriebene Funktionalität aufgeteilt ist.
[0074] Als computerlesbares Speichermedium ist im vorliegenden Sinne jede Form eines nichtflüchtigen
Speichermediums zu verstehen, welches ein Computer Programmprodukt in Form einer von
dem Prozessor ausführbaren Software, von Computeranweisungen oder von Programmmodulen
enthält. Diese können bei ihrer Ausführung Daten zur Verfügung stellen oder das Computersystem
auf andere Weise veranlassen, eine Anweisung umzusetzen oder wie vorliegend definiert
auf spezifische Weise zu arbeiten. Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass mehr als
eine Art von Speichermedien kombiniert verwendet werden, um von dem Prozessor ausführbare
Software, Computeranweisungen oder Programmmodule von einem ersten Speichermedium,
in welchem die Software, die Computeranweisungen oder die Programmmodule anfänglich
gespeichert sind, zur Ausführung zu dem Mikroprozessor zu leiten.
[0075] Bei den Speichermedien, wie sie hier verwendet sind, kann es sich nicht einschränkend
um Übertragungsmedien oder um Datenspeicher handeln. Bei den Datenspeichern kann es
sich gleichwertig um flüchtige und nicht-flüchtige, entfernbare und nicht entfernbare
Medien handeln. Diese können in Form eines dynamischen Speichers, ASICs (Application
Specific Integrated Circuits), Speicherchips, optischen oder magnetischen Speichers
(CD), Flash-Speichers, oder jedes andere Mediums, welches geeignet ist, Daten in einer
für Prozessoren geeigneten Form zu speichern, ausgeführt sein. Sie können, solange
es nicht anders angegeben ist, auf einer einzelnen Computerplattform angeordnet oder
auf mehreren solcher Plattformen verteilt angeordnet sein.
[0076] Übertragungsmedien können alle konkreten Medien enthalten, welche geeignet sind,
dass von dem Prozessor ausführbare Software, Computeranweisungen oder Programmmodule
darüber von einem Prozessor ausgelesen und ausgeführt werden können. Dafür können
ohne Beschränkung Kabel, Leitungen, Faseroptiken oder bekannte kabellose Medien verwendet
sein.
[0077] In einer weiteren Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass der Prozessor kein
Computersystem darstellt oder benötigt. Er kann separat ausgeführt sein oder anderweitig
unabhängig innerhalb einer Maschine konfiguriert sein, wie in einem Allzweck-Prozessor
(General Purpose Prozessor), einem digitalen Signal-Prozessor (DSP), einem ASIC (Application
Specific Integrated Circuit), einem FPGA (Field Programmable Gate Array) oder in anderen
programmierbaren Logigbausteinen, einem Logiggatter (discrete gate) oder einer logischen
Transistorschaltung, diskreten Hardwarekomponenten, oder jeder Kombination davon,
welche dazu ausgelegt oder dazu programmiert ist, die beschriebenen Funktionen auszuführen
oder herbeizuführen. Der Allzweck-Prozessor kann ein Mikroprozessor oder alternativ
ein Mikrocontroller, eine Zustandsmaschine (state machine) oder ein Kombination daraus
sein.
[0078] Der Prozessor kann auch als eine Kombination von Rechengeräten implementiert sein,
beispielsweise als eine Kombination eines DSP mit einem Mikroprozessor, einer Vielzahl
von Mikroprozessoren, einem oder mehrerer Mikroprozessoren in Verbindung mit einem
DSP Kern, oder jede andere solche Kombination
[0079] Abhängig von der Ausgestaltung können bestimmte Handlungen, Abläufe oder Funktionen
von jedem der in Bezug auf den Controller beschriebenen Algorithmen in einer anderen
Reihenfolge ablaufen, sie können hinzugefügt oder verbunden oder ausgelassen werden
(zum Beispiel wenn nicht alle beschriebenen Funktionen für die Ausführung des Algorithmus
erforderlich sind). Außerdem können in bestimmten Ausführungen Handlungen, Abläufe
oder Funktionen gleichzeitig ausgeführt werden, beispielsweise durch multi-threated
processing, interrupted processing, oder durch mehrere Prozessoren oder Prozessorkernen
oder jede anderen Parallelarchitektur.
[0080] Gemäß der in Figur 9 gezeigten Darstellung werden der Steuereinheit 60 charakteristische
Merkmale der Fräswalze 15 zugeführt. Bei diesen kann es sich um eine Kennung, welche
mittels des Barcodelesers 36 oder des Lesegerätes 33 des Transponders 32 ausgelesen
wurde, oder um äußere Merkmale der Fräswälze 15, wie sie von der Kamera 31 aufgenommen
wurden, handeln. Die Steuereinheit 60 ist dazu ausgelegt, an Hand der zugeführten
charakteristischen Merkmale den Typ der eingebauten Fräswalze 15 zu erkennen. Dazu
vergleicht sie die charakteristischen Merkmale mit in der Datenbank 62 hinterlegten
Daten. Alternativ dazu kann der Typ der Fräswalze 15 auch über die Eingabeeinheit
61 eingegeben werden. Ist der Typ der Fräswalze 15 bekannt, ermittelt die Steuereinheit
60 geeignete Maschinenparameter bzw. Bereiche geeigneter Maschinenparameter, innerhalb
der die Fräsmaschine 10, 50 mit der vorliegenden Fräswalze 15 optimal betrieben werden
kann. Diese werden in dem gezeigten Ausführungsbeispiel mittels der Ausgabeeinrichtung
64 einem Maschinenführer angezeigt. Vorliegend erhält der Maschinenführer Vorgaben
über geeignete Bereiche für den Vorschub und die Frästiefe. Er kann so die entsprechenden
Maschinenparameter einstellen. Denkbar ist es auch, dass die Maschinenparameter direkt
an eine Maschinensteuerung weitergeleitet und von dieser zum Betrieb der Fräsmaschine
10, 50 automatisch eingestellt werden.
[0081] Figur 10 zeigt ein Ablaufdiagramm 70 zur Bestimmung von Maschinenparametern einer
Fräsmaschine 10, 50. Das Ablaufdiagramm weist fünf Blöcke 71, 72, 73, 74, 75 sowie
die Datenbank 62 auf. In dem ersten Block 71 erfolgt das Auslesen der Sensorwerte,
beispielsweise der in Figur 9 gezeigten Kamera 31, dem Barcodeleser 36 oder dem Lesegerät
33 für den Transponder 32. In dem zweiten Block 72 wird daraus das charakteristische
Merkmal der Fräswalze 15 bestimmt. In einem optionalen Schritt kann in einem dritten
Block 73 der Fräswalzentyp aus dem zuvor erfassten, charakteristischen Merkmal ermittelt
werden. In dem vierten Block werden dann direkt aus dem charakteristischen Merkmal
oder aus dem Fräswalzentyp der oder die zum Betrieb der Fräsmaschine 10, 50 geeigneten
Maschinenparameter bestimmt. Dabei kann es sich um konkrete Werte oder um Wertebereiche
handeln. Zur Bestimmung der Maschinenparameter aus dem charakteristischen Merkmal
oder dem Fräswalzentyp können Daten aus der Datenbank 62 verwendet werden. In einem
fünften Block 75 erfolgt dann die Ausgabe der Maschinenparameter oder der Maschinenparameter-Bereiche.
1. Fräsmaschine (10, 50), insbesondere eine Straßenfräsmaschine, ein Stabilisierer, ein
Recycler, ein Surface Miner oder dergleichen, mit einer auswechselbaren Fräswalze
(15), wobei der Fräsmaschine (10, 50) unterschiedliche Typen von Fräswalzen (15) zuordenbar
sind, und mit einer Steuereinheit (60) zur Steuerung der Fräsmaschine (10, 50), wobei
über die Steuereinheit (60) Maschinenparameter der Fräsmaschine (10, 50) einstellbar
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fräsmaschine (10, 50) zumindest ein Mittel zugeordnet ist, welches dazu ausgelegt
ist, zumindest ein charakteristisches Merkmal der Fräswalze (15) zu erfassen, dass
das zumindest eine Mittel mit der Steuereinheit (60) verbunden ist und dass die Steuereinheit
(60) dazu ausgelegt ist, mittelbar oder unmittelbar abhängig von dem charakteristischen
Merkmal für zumindest einen Maschinenparameter einen einzustellenden Wert und/oder
einen Einstellbereich vorzugeben.
2. Fräsmaschine (10, 50) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Mittel oder die Steuereinheit (60) dazu ausgelegt ist, aus dem charakteristischen
Merkmal den Typ der Fräswalze (15) zu bestimmen und dass die Steuereinheit (60) dazu
ausgelegt ist, für zumindest einen Maschinenparameter einen einzustellenden Wert und/oder
einen Einstellbereich in Abhängigkeit von dem bestimmten Typ der Fräswalze (15) vorzugeben.
3. Fräsmaschine (10, 50) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Mittel dazu ausgelegt ist, äußere Merkmale der Fräswalze (15)
als charakteristisches Merkmal der eingebauten Fräswalze (15) zu erfassen.
4. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Mittel dazu ausgelegt ist, eine Kennzeichnung der Fräswalze (15)
als charakteristisches Merkmal der eingebauten Fräswalze (15) zu erfassen.
5. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zumindest eine Mittel dazu ausgelegt ist, den Typ zumindest eines Fräswerkzeuges
der Fräswalze (15) als charakteristisches Merkmal der eingebauten Fräswalze (15) zu
erfassen.
6. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fräsmaschine (10, 50) eine Kamera (31) und/oder ein Scanner und/oder ein Barcodeleser
und/oder eine Eingabeeinrichtung als Mittel zur Erfassung des charakteristischen Merkmals
der eingebauten Fräswalze (15) mittelbar oder unmittelbar zugeordnet ist.
7. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass in oder an der Fräswalze (15) eine Kennzeichnung, insbesondere eine Buchstabenfolge
und/oder Zahlenfolge, und/oder ein Barcode, als charakteristisches Merkmal angeordnet
ist.
8. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fräsmaschine (10, 50) ein Lesegerät für aktive oder für passive Transponder als
Mittel zur Erfassung des charakteristischen Merkmals der eingebauten Fräswalze (15)
mittelbar oder unmittelbar zugeordnet ist.
9. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in oder an der Fräswalze (15) ein aktiver oder passiver Transponder angeordnet ist
und dass in dem Transponder die Kennzeichnung gespeichert ist.
10. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kennzeichnung und/oder der aktive oder passive Transponder in oder an einem Fräswalzenrohr
(15.1) oder in oder an einem Werkzeughalter oder in oder an einem Fräswerkzeug der
Fräswalze (15) angeordnet ist.
11. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinheit (60) dazu ausgelegt ist, in Abhängigkeit von dem charakteristischen
Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen Merkmal bestimmten Typ der Fräswalze
(15) den einzustellenden Wert oder den Einstellbereich für eine Frästiefe und/oder
eine Fräswalzendrehzahl und/oder eine Vorschubgeschwindigkeit der Fräsmaschine (10,
50) und/oder eine auf die Fräswalze (15) übertragene Antriebsleistung und/oder ein
auf die Fräswalze (15) übertragenes Drehmoment und/oder eine Drehzahl eines die Fräswalze
(15) antreibenden Motors als Maschinenparameter der Fräsmaschine (10, 50) vorzugeben.
12. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinheit (60) dazu ausgelegt ist, die Fräsmaschine (10, 50) mit dem in Abhängigkeit
von dem charakteristischen Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen Merkmal
bestimmten Typ der Fräswalze (15) vorgegebenen Wert des zumindest einen Maschinenparameters
zu betreiben und/oder dass die Steuereinheit (60) mit einer Ausgabeeinrichtung verbunden
ist und dass die Steuereinheit (60) dazu ausgelegt ist, den in Abhängigkeit von dem
charakteristischen Merkmal und/oder von dem aus dem charakteristischen Merkmal bestimmten
Typ der Fräswalze (15) vorgegebenen einzustellenden Wert oder den vorgegebenen Einstellbereich
des zumindest einen Maschinenparameters einer Bedienperson der Fräsmaschine (10, 50)
über die Ausgabeeinrichtung anzuzeigen.
13. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuereinheit (60) zumindest ein Eingabemittel zugeordnet ist, dass über das
Eingabemittel zumindest eine Materialeigenschaft des zu fräsenden Untergrunds und/oder
zumindest ein dem Fräsprozess zugeführter Zusatzstoff erfassbar und der Steuereinheit
(60) zuführbar ist und dass die Steuereinheit (60) dazu ausgelegt ist, die zumindest
eine Materialeigenschaft und/oder den zumindest einen Zusatzstoff bei der Vorgabe
des einzustellenden Wertes oder des Einstellbereichs für den zumindest einen Maschinenparameter
zu berücksichtigen.
14. Fräsmaschine (10, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinheit (60) dazu ausgelegt ist, in Abhängigkeit von dem charakteristischen
Merkmal einzelne Fräswalzen (15) zu erkennen und die Betriebsdauer und/oder Wechselintervalle
für Fräswerkzeuge der Fräswalze (15) zu erfassen.
15. Fräswalze (15) einer Fräsmaschine (10, 50), insbesondere einer Straßenfräsmaschine,
eines Stabilisierers, eines Recyclers, eines Surface Miners oder dergleichen, mit
einem Fräswalzenrohr (15.1) und daran angebrachten Fräswerkzeugen, insbesondere Meißeln
(20),
dadurch gekennzeichnet,
dass in oder an der Fräswalze (15) ein aktiver oder passiver Transponder angeordnet ist
und dass in dem Transponder eine auslesbare Kennzeichnung der Fräswalze (15) gespeichert
ist.
16. Verfahren zum Betrieb einer Fräsmaschine (10, 50), insbesondere einer Straßenfräsmaschine,
eines Stabilisierers, eines Recyclers, eines Surface Miners oder dergleichen, wobei
die Fräsmaschine (10, 50) in Abhängigkeit von der durchzuführenden Fräsaufgabe mit
unterschiedlich eingestellten Maschinenparametern und mit unterschiedlichen Fräswalzen
(15) betrieben wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein charakteristisches Merkmal der Fräswalze (15) mit dazu an der Fräsmaschine
(10, 50) angeordneten Mitteln erfasst wird und dass ein einzustellender Wert und/oder
ein Einstellbereich zumindest eines Maschinenparameters in Abhängigkeit von dem zumindest
einen charakteristischen Merkmal der Fräswalze (15) mittelbar oder unmittelbar ermittelt
und angezeigt und/oder automatisch eingestellt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass an Hand des charakteristischen Merkmals der Typ der verwendeten Fräswalze (15) erfasst
wird und dass der einzustellende Wert und/oder der Einstellbereich des zumindest einen
Maschinenparameters in Abhängigkeit von zumindest dem Typ der verwendeten Fräswalze
(15) ermittelt und angezeigt und/oder automatisch eingestellt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein äußeres Merkmal der Fräswalze (15), insbesondere eine äußere Form und/oder zumindest
eine äußere Abmessung und/oder eine Anzahl und/oder Anordnung von Fräswerkzeugen,
als charakteristisches Merkmal der eingebauten Fräswalze (15) erfasst wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Kennzeichnung der Fräswalze (15) als charakteristisches Merkmal der eingebauten
Fräswalze (15) erfasst wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Abhängigkeit von dem charakteristischen Merkmal und/oder von dem Typ der Fräswalze
(15) der einzustellende Wert oder der Einstellbereich für eine Frästiefe und/oder
für eine Fräswalzendrehzahl und/oder für eine Vorschubgeschwindigkeit und/oder für
eine auf die Fräswalze (15) übertragene Antriebsleistung und/oder für ein auf die
Fräswalze (15) übertragenes Drehmoment und/oder für eine Drehzahl eines die Fräswalze
antreibenden Motors als Maschinenparameter der Fräsmaschine (10, 50) ermittelt wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Vorgabe des einzustellenden Wertes und/oder des Einstellbereichs des zumindest
einen Maschinenparameters zumindest eine Materialeigenschaft des zu fräsenden Untergrunds
und/oder zumindest ein dem Fräsprozess zugeführter Zusatzstoff berücksichtigt wird.