[0001] Die Erfindung betrifft ein Beschlagteil eines Beschlags für einen Flügel eines Fensters
oder einer Tür, zum Einsetzen in eine C-förmige Nut im Falz eines Rahmenprofils des
Flügels, mit einem eine Vorderseite und eine Rückseite aufweisenden Grundkörper, wobei
der Grundkörper an gegenüberliegenden Längsseiten einen ersten Randbereich zum Hintergreifen
eines ersten Nutschenkels der C-förmigen Nut und einen zweiten Randbereich zum Hintergreifen
eines zweiten Nutschenkels der C-förmigen Nut aufweist. Des weiteren betrifft die
vorliegende Erfindung ein weiteres Beschlagteil eines Beschlages für einen Flügel
eines Fensters oder einer Tür, das zur Verbindung mit dem vorgenannten Beschlagteil
geeignet ist. Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Beschlagteil-Anordnung
eines Beschlages mit wenigstens einem Beschlagteil der vorgenannten Art und wenigstens
einem weiteren Beschlagteil der vorgenannten Art, wobei die beiden Beschlagteile miteinander
verbindbar, insbesondere lösbar verbindbar sind. Darüber hinaus betrifft die Erfindung
eine Flügelanordnung mit einem Flügel eines Fensters oder einer Tür, mit einem eine
C-förmige Nut mit einem ersten Nutabschnitt und einem zweiten Nutabschnitt im Falz
aufweisenden Rahmenprofil des Flügels und mit wenigstens einer Beschlagteil-Anordnung
der vorgenannten Art. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Frontalmontage
eines Beschlagteils der vorgenannten Art in einer C-förmigen Nut im Falz eines Rahmenprofils
eines Flügels eines Fensters oder einer Tür sowie ein Verfahren zur Frontalmontage
eines weiteren Beschlagteils der vorgenannten Art an einem bereits in der C-förmigen
Nut im Falz des Rahmenprofils montierten Beschlagteil.
[0002] Zur Betätigung eines Fenster- oder eines Türflügels werden Beschläge eingesetzt.
Ein Beschlag bezeichnet dabei die Gesamtheit der Beschlagteile, die im Falz des Flügels
montiert und mit dem Beschlaggetriebe gekoppelt sind. Das Beschlaggetriebe ist mit
einem außenseitig am Flügel vorgesehenen Drehgriff verbunden, über den die einzelnen
Beschlagteile betätigt werden. Bei den Beschlagteilen handelt es sich beispielsweise
um Schließer, Treibstangen, Kippriegel, Eckumlenkungen oder Führungen entsprechender
(Dreh-Kipp-)Scheeen. Dabei werden die jeweiligen Beschlagteile im Falz des Rahmens
des jeweiligen Flügels angeordnet. Hierzu weist das Rahmenprofil des Flügels im Falz
eine C-förmige Nut auf, in der die einzelnen Beschlagteile verschieblich angeordnet
und letztlich mit dem Beschlaggetriebe verbunden sind.
[0003] Bei der Montage der Beschlagteile gibt es zwei unterschiedliche Montagemöglichkeiten.
Eine Möglichkeit sieht vor, dass die einzelnen Beschlagteile endseitig in die am Ende
offene C-förmige Nut des Rahmenprofils eingeschoben werden. Nach Beendigung der Montage
werden die Eckstellen über entsprechende Abdeckungen verschlossen. Von Nachteil bei
der endseitigen Montage ist insbesondere, dass es im Falle eines notwendigen Austausches
eines Beschlagteils häufig schwierig ist, bei montiertem Flügel einen Austausch vorzunehmen.
[0004] Ein anderes Montageprinzip ist die Frontalmontage. Hierbei ist es möglich, die einzelnen
Beschlagteile frontal in die Nutöffnung der C-förmigen Nut im Falz des Rahmenprofils
des Flügels einzusetzen. Bei aus der Praxis bekannten Systemen, die vom Prinzip der
Frontalmontage Gebrauch machen, werden jedoch vergleichsweise viele Bauteile benötigt.
Darüber hinaus bereitet die werkseitige Vormontage aber auch eine Montage von Beschlagteilen
vor Ort einige Probleme, da die in die Nut frontal eingesetzten Beschlagteile bei
der Montage leicht aus der Nut herausfallen können, was die Montage erschwert.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, die vorgenannten Probleme im Zusammenhang
mit der Frontalmontage zu lösen.
[0006] Die Erfindung schlägt zur Lösung der vorgenannten Aufgabe ein Gesamtsystem und seine
zugehörigen Komponenten, nämlich ein Beschlagteil gemäß Anspruch 1, ein weiteres Beschlagteil
gemäß Anspruch 4, eine Beschlagteil-Anordnung gemäß Anspruch 9, eine Flügelanordnung
gemäß Anspruch 11 und Montageverfahren zur Frontalmontage gemäß den Ansprüchen 15
und 16 vor.
[0007] Im einzelnen wird bei der Erfindung ein erstes Beschlagteil vorgeschlagen, bei dem
es sich beispielsweise um eine Treibstange handeln kann, das aber auch den Unterbau
oder ein Basis für ein weiteres Beschlagteil darstellen kann, wobei das Beschlagteil
aufgrund seiner konkreten Ausgestaltung in die C-förmige Nut im Falz des Flügels einschwenkbar
und im eingeschwenkten Zustand insbesondere unter Schwerkrafteinfluss absenkbar ist.
Im abgesenkten Zustand hintergreift das Beschlagteil mit seinen beiden Randbereichen
die jeweiligen Nutschenkel der Nutabschnitte der C-förmigen Nut, so dass das in die
Nut eingeschwenkte Beschlagteil nicht mehr aus der Nut herausfallen kann. Dies erleichtert
erheblich sowohl die werkseitige Montage als auch die Montage bei eingebautem Flügel.
[0008] Dass das Beschlagteil im eingeschwenkten und nach dem Einschwenken abgesenkten Zustand
in der Nut gefangen und lediglich im Längsrichtung der Nut verschieblich ist, liegt
daran, dass am Grundkörper des Beschlagteils im Anschluss an den zweiten Randbereich
ein Schenkel vorgesehen ist, der letztlich auf dem freien Ende des Nutschenkels der
C-förmigen Nut aufliegt. Auf diese Weise wird verhindert, dass nach dem Einschwenken
und Absenken des ersten Beschlagteils in die C-förmige Nut das weitere Beschlagteil
in den zweiten Nutabschnitt der C-förmigen Nut komplett eintaucht und hierdurch grundsätzlich
mit seinem oberen Ende wieder ausschwenken könnte.
[0009] Die Erfindung hat aber nicht nur wesentliche Montagevorteile. Aufgrund der besonderen
Ausgestaltung des Beschlagteils ist es auch möglich, dieses bei bekannten Rahmenprofilen
zu verwenden oder auch nachträglich zu realisieren. Letztlich spielt die Nuttiefe
der einzelnen Nutabschnitte der C-förmigen Nut bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
keine Rolle mehr, da es nur auf die Breite der Nutöffnung, das heißt den Abstand der
freien Enden der Nutschenkel, und die dazu korrespondierenden Abmaße der Höhe des
erfindungsgemäßen Beschlagteils sowie des Abstandes des freien Endes des oberen Randbereichs
zur Unterkante des Schenkels am Grundkörper ankommt. Der letztgenannte Abstand muss
letztlich größer sein als die Breite der Nutöffnung der O-förmigen Nut.
[0010] Zum erfindungsgemäßen System gehört neben dem (ersten) Beschlagteil aber auch ein
weiteres Beschlagteil, das auf den ersten Beschlagteil aufbaut. Auch das weitere Beschlagteil
wird frontal montiert. Hierzu ist der zuvor bereits erwähnte Schenkel, der vorderseitig
am Grundkörper im Anschluss an den zweiten Randbereich vorgesehen ist, derart ausgebildet,
dass er zum An- bzw. Einsetzen des weiteren Beschlagteils dient. Der Schenkel ist
insbesondere abgewinkelt, wobei grundsätzlich aber auch ein schräger Verlauf unter
Bildung einer V-förmigen Nut möglich ist. Letztlich hat der Schenkel damit eine Doppelfunktion.
Zum einen dient die Unterseite des Schenkels als Anschlag am zweiten Nutabschnitt
der C-förmigen Nut und verhindert ein zu weites Eintauchen des Beschlagteils in den
zweiten Nutabschnitt. Zum anderen bildet der Schenkel zusammen mit dem Grundkörper
eine Nut, in die das weitere Beschlagteil zu Montagezwecken eingesetzt werden kann,
um anschließend in die Montagestellung geschwenkt zu werden, so dass sich eine randseitige
Halterung des Beschlagteils ergibt.
[0011] Während die durch den Schenkel und den Grundkörper gebildete Nut im wesentlichen
Montage- und Halterungszwecken für das weitere Beschlagteil dient, ist darüberhinaus
eine Formschlussverbindung zwischen dem Beschlagteil und dem weiteren Beschlagteil
vorgesehen, um die bei der Betätigung des Beschlages auftretenden Kräfte übertragen
zu können. Hierzu ist im oder am Grundkörper vorderseitig wenigstens ein Verbindungsmittel,
insbesondere eine Eingriffsöffnung, zur Kopplung mit dem weiteren Beschlagteil vorgesehen.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung sind im Grundkörper zwei Eingriffsöffnungen vorgesehen,
während rückseitig am weiteren Beschlagteil zwei korrespondierende Vorsprünge vorgesehen
sind, die in die Eingriffsöffnungen eingreifen.
[0012] Um eine möglichst gute Kraftübertragung zu erhalten, ohne dass es zu Beschädigungen
im Bereich der Verbindungs- bzw. Kopplungsmitteln kommt, bietet es sich dabei an,
dass der Bereich des Grundkörpers, in oder an dem das Verbindungsmittel vorgesehen
ist, gegenüber dem ersten Randbereich verdickt ist. Außerdem ist auch der zweite Randbereich
gegenüber dem ersten Randbereich verdickt. Im Hinblick auf die auftretenden Kräfte
sollte der Grundkörper dabei im übrigen aus Metall, bevorzugt aus Aluminium bestehen.
[0013] Um am zweiten Randbereich eine möglichst große Anschlagfläche im montierten Zustand
des Beschlagteils sicherzustellen, ist der zweite Randbereich des Grundkörpers an
seinem äußeren Ende abgeschrägt. Die Abschrägung ist dabei an die Schwenkbewegung
beim Einschwenken des Beschlagteils in die C-förmige Nut angepasst.
[0014] Zur Frontalmontage des weiteren Beschlagteils weist dieses einen Lagerkörper auf,
an dem randseitig ein Eingriffsschenkel vorgesehen ist, der zum Eingriff in die Nut
am Grundkörper des Beschlagteils, die durch den Schenkel am Grundkörper gebildet wird,
vorgesehen ist. Über den in die Nut am Grundkörper eingelegten Eingriffsschenkel ist
es möglich, das weitere Beschlagteil an den Grundkörper des Beschlagteils anzusetzen
und in die Montagestellung zu schwenken, wobei dann die rückseitig am Lagerkörper
vorgesehenen weiteren Verbindungsmittel und die am Grundkörper vorgesehenen Verbindungsmittel
zusammenwirken und ineinandergreifen.
[0015] Um auch im Falle des Einschwenkens des weiteren Beschlagteils in die Montagestellung
einen möglichst guten Formschluss zu erzielen, weist der Vorsprung auf der dem Eingriffsschenkel
gegenüberliegenden Seite eine Schräge auf. Der Umfang der Schräge berücksichtigt letztlich
den Einschwenkwinkel des weiteren Beschlagteils relativ zum Beschlagteil.
[0016] Zur Endmontage des weiteren Beschlagteils am Beschlagteil ist am Lagerkörper auf
der dem Eingriffsschenkel gegenüberliegenden Seite eine einen Sperrkörper aufweisende
Sperreinrichtung vorgesehen. Der Sperrkörper weist einen Sperrschenkel zum Hintergreifen
des Nutschenkels des ersten Nutabschnitt der C-förmigen Nut auf. Bei dem Sperrkörper
handelt es sich um ein relativ zum Lagerkörper bewegbares Bauteil. Bevorzugt ist der
Sperrkörper in Richtung des freien Endes des Sperrschenkels federbelastet. Durch die
Federbelastung wird der Sperrschenkel in die Sperrstellung gedrückt.
[0017] Grundsätzlich ist es möglich, dass der Sperrkörper in Form einer Klick- oder Rastverbindung
ausgebildet ist, die beim Ein- oder Anschwenken des weiteren Beschlagteils an das
Beschlagteil den Nutschenkel des ersten Nutabschnitts der C-förmigen Nut hintergreift.
[0018] Zu Austausch- oder Reparaturzwecken bietet es sich an, einen an der Vorderseite des
Lagerkörpers vorgesehenen Betätigungsabschnitt zu realisieren, dessen Betätigung zur
Entsperrung des Sperrhebels dient. Hierdurch ist es in einfacher Weise möglich, den
Sperrhebel auch nach einer Montage wieder in die Entsperrstellung zu bewegen und hierdurch
das weitere Beschlagteil aus der Montagestellung vom Beschlagteil wegzuschwenken.
[0019] Herstellungstechnisch bietet es sich an, den Sperrschenkel und den Betätigungsabschnitt
einstückig mit dem Sperrkörper abzubilden. Dabei ist es sogar auch möglich, das Federelement
einstückig mit dem Sperrkörper auszubilden. Es versteht sich, dass das Federelement
allerdings auch als separates Bauteil ausgebildet sein kann und in der zuvor beschriebenen
Art und Weise auf den Sperrkörper wirkt.
[0020] Darüber hinaus bietet es sich an, am Lagerkörper auf der dem Eingriffsschenkel gegenüberliegenden
Seite einen Übergriffsschenkel zum außenseitigen Übergreifen des ersten Nutschenkels
der C-förmigen Nut vorzusehen. Dabei ist es dann bevorzugt so, dass zwischen dem Übergriffsschenkel
und dem Sperrschenkel eine Aufnahmenut für den ersten Nutschenkel der C-förmigen Nut
ausgebildet ist. Im montierten Zustand verlaufen dann die Rückwand der C-förmigen
Nut, der obere Randbereich des Grundkörpers des Beschlagteils, der Sperrschenkel,
der Nutschenkel des ersten Nutabschnitts und der Übergriffsschenkel parallel zueinander.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorderseitig am Lagerkörper
ein Schließzapfen vorgesehen. Dieser kann exzentrisch gelagert sein, um einen unterschiedlichen
Andruck einstellen zu können. Statt eines Schließzapfens können am Lagerkörper auch
andere Beschlagbauteile vorgesehen sein, um weitere Beschlagfunktionen zu realisieren.
Letztlich steht der vorgenannte Schließzapfen nur als Beispiel entsprechender weiterer
Beschlagbauteile.
[0022] Wie eingangs bereit erwähnt, betrifft die Erfindung auch eine Kombination wenigstens
eines Beschlagteils mit wenigstens einem weiteren Beschlagteil. Diese Kombination
wird vorliegend als Beschlagteil-Anoddnung bezeichnet, die sich dadurch auszeichnet,
dass das weitere Beschlagteil nach Einsetzen des Eingriffsschenkels in die Nut am
Grundkörper des Beschlagteils an den Grundkörper anschwenkbar und mit diesem insbesondere
lösbar verbindbar ist.
[0023] Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch wenigstens eine Beschlagteilanordnung
im in einem Flügel eingebauten Zustand in Form einer Flügelanordnung. Im eingebauten
Zustand weist die Flügelanordnung in der Nut des Rahmenprofils des Flügels das erste
Beschlagteil auf, mit dem das zweite Beschlagteil insbesondere lösbar verbunden ist.
[0024] Im Zusammenhang mit der Flügelanordnung ist von Bedeutung, dass der Abstand des Nutgrundes
des ersten Nutabschnitts zum freien Ende des Nutschenkels des zweiten Nutabschnitts
größer ist als die Höhe des ersten Beschlagteils, das heißt dem Abstand der jeweiligen
Enden der Randabschnitte des Grundkörpers. Hierdurch ist gewährleistet, dass das erste
Beschlagteil mit seinem in den ersten Nutabschnitt eingesetzten ersten Randbereich
in die C-förmige Nut einschwenkbar ist.
[0025] Im übrigen ist es im montierten Zustand des Beschlagteils und des weiteren Beschlagteils
so, dass der am Grundkörper vorgesehene Schenkel mit seiner Unterseite auf dem freien
Ende des Nutschenkels des zweiten Nutabschnitts aufliegt. Durch diesen Anschlag wird
ein weiteres Hineinfallen des ersten Beschlagteils in den zweiten Nutbereich bei der
Montage verhindert. In dieser Anschlagstellung hintergreift der erste Randbereich
des Grundkörpers den ersten Nutschenkel des ersten Nutabschnitts der C-förmigen Nut,
während der zweite Randbereich den zweiten Nutschenkel des zweiten Nutabschnitts hintergreift.
Hierdurch wird, wie zuvor bereits erwähnt, sichergestellt, dass das erste Beschlagteil
in der C-förmigen Nut gefangen ist, während eine Bewegung des ersten Beschlagteils
in Längsrichtung der C-förmigen Nut möglich ist.
[0026] Im übrigen ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass bei endmontiertem Beschlagteil und
weiterem Beschlagteil der Eingriffsschenkel des weiteren Beschlagteils in die Nut
am Grundkörper des Beschlagteils eingreift, während gleichzeitig die vorgenannte Formschlussverbindung
realisiert ist und der Sperrschenkel den Nutschenkel des ersten Nutabschnitts hintergreift.
[0027] Verfahrensgemäß sieht die Erfindung zum einen ein Montageverfahren zur Frontalmontage
des Beschlagteils und zum anderen ein Montageverfahren zur Frontalmontage des weiteren
Beschlagteils vor. Bei der Montage des Beschlagteils ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass das Beschlagteil mit seinem ersten Randbereich schräg in den ersten Nutabschnitt
eingesetzt wird, dann in die C-förmige Nut eingeschwenkt und anschließend in der Nut
abgesenkt wird. Dies erfolgt insbesondere unter Schwerkrafteinfluss. Die Absenkung
erfolgt solange, bis der Schenkel des Grundkörpers auf dem freien Ende des zweiten
Nutschenkels des zweiten Nutabschnitts aufliegt.
[0028] Die Montage des weiteren Beschlagteils am bereits in die Nut eingebrachten Beschlagteils
erfolgt derart, dass das weitere Beschlagteil mit seinem Eingriffsschenkel schräg
in die Nut am Grundkörper eingesetzt wird, dann an den Grundkörper herangeschwenkt
wird und anschließend der Sperrschenkel hinter den Nutschenkel des ersten Nutabschnitts
bewegt wird. Dies kann insbesondere dadurch unterstützt werden, dass der Sperrschenkel
entgegen der Federkraft über den zuvor erwähnten Betätigungsabschnitt zurückgezogen
und nach Erreichen der Endlage beim Einschwenken unter Federkrafteinfluss in die Sperrstellung
bewegt wird.
[0029] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung und der Zeichnung selbst. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
[0030] Es zeigt
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Fensters, teilweise geschnitten,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Teils eines Rahmenprofils mit einem Beschlagteil
und einem weiteren Beschlagteil,
- Fig. 3
- eine perspektivische Explosionsdarstellung des Beschlagteils und des weiteren Beschlagteils
an einem Rahmenprofil,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der eingebauten Beschlagteile,
- Fig. 5 bis 7
- Querschnittsansichten des Beschlagteils und eines Rahmenprofils bei der Montage des
Beschlagteils,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf ein weiteres Beschlagteil,
- Fig. 9
- eine Rückansicht des weiteren Beschlagteils aus Fig. 8,
- Fig. 10 bis 12
- Ansichten zu Einbauzuständen einer Sperreinrichtung bei dem weiteren Beschlagteil,
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf ein weiteres Beschlagteil bei der Montage,
- Fig. 14
- eine Querschnittsansicht der Montagestellung aus Fig. 13 entlang der Schnittlinie
A-A aus Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Querschnittsansicht der Montagestellung aus Fig. 13 entlang der Schnittlinie
B-B aus Fig. 13,
- Fig. 16
- eine Querschnittsansicht einer Montagestellung des weiteren Beschlagteils kurz vor
der Endmontage,
- Fig. 17
- eine Detailansicht eines Details aus Fig. 16,
- Fig. 18
- einer Querschnittsansicht des endmontierten weiteren Beschlagteils und
- Fig. 19
- eine Detailansicht eines Details aus Fig. 18.
[0031] In Fig. 1 ist eine Flügelanordnung 1 mit einem Flügel 2 eines Fensters dargestellt.
Der Flügel 2 ist schwenkbar an einem Rahmen 3 gelagert. Zum Öffnen und Schließen des
Flügels 2 dient ein Griff 4, der aus der dargestellten vertikal ausgerichteten Stellung
um 90° oder 180° drehbar ist. Der Griff 4 wirkt mit einem nicht dargestellten Beschlaggetriebe
zusammen, das wiederum mit einem Beschlag 5 zusammenwirkt. Der Flügel 2 weist ein
umlaufendes Rahmenprofil 6 auf, das eine zum Rahmen 3 hin offene C-förmige Nut 7 aufweist.
Die Nut 7 ist damit im Falz des Rahmenprofils 6 des Flügels 2 angeordnet.
[0032] Der Beschlag 5, der sich an einer oder auch ah mehreren Seiten im Falz des Rahmenprofils
6 des Flügels 1 befinden kann, weist im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Beschlagteil
8 in Form einer Treibstange und ein weiteres Beschlagteil 9 in Form eines Schließers
auf.
[0033] Ausdrücklich hinzuweisen ist darauf, dass die nachstehenden Ausführungen, soweit
Sie sich auf die Treibstange und/oder den Schließer beziehen, sich auch auf andere
mögliche Beschlagteile, die üblicherweise in der Nut 7 im Falz des Rahmenprofils 6
angeordnet werden, beziehen, auch wenn diese Beschlagteile nachfolgend im einzelnen
nicht angegeben sind.
[0034] Die Treibstange als Beschlagteil 8 weist einen langgestreckten, flachen Grundkörper
10 auf, der eine Vorderseite 11 und eine Rückseite 12 aufweist. Im eingebauten Zustand
ist die Rückseite 12 dem Boden 13 der Nut 7 zugewandt. Die Vorderseite 11 des Grundkörpers
10 ist in dem Falz hinein gerichtet. Der Grundkörper 10 weist an seinen gegenüberliegenden
Randseiten in Längs- bzw. Verschieberichtung des Beschlagteils 8 sich erstreckende
Rändbereiche 14, 15 auf. Hierbei handelt es sich um einen ersten Randbereich 14, der
sich im montierten Zustand des Beschlagteils 8 im ersten Nutabschnitt 16 der C-förmigen
Nut befindet, sowie um einen zweiten Randbereich 15, der sich im montierten Zustand
im zweiten Nutabschnitt 17 der Nut 7 befindet. Im montierten Zustand hintergreift
der erste Randbereich 14 den Nutschenkel 18 des ersten Nutabschnitts 16, während der
zweite Randbereich 15 den Nutschenkel 19 des zweiten Nutabschnitts 17 hintergreift.
[0035] Wesentlich im Zusammenhang mit dem Beschlagteil 8 ist nun, dass vorderseitig am Grundkörper
10 im Anschluss an den zweiten Randbereich 15 ein abgewinkelter Schenkel 20 vorgesehen
ist. Der Schenkel 20 bildet zusammen mit der Vorderseite 11 des Grundkörpers 10 eine
Nut 21, die zum Einsetzen des weiteren Beschlagteils 9 und zu dessen randseitiger
Halterung vorgesehen ist.
[0036] Darüber hinaus weist der Grundkörper 10 vorliegend zwei Eingriffsöffnungen 22 auf,
die zur Kopplung mit dem weiteren Beschlagteil 9 vorgesehen sind. Im übrigen ist der
Bereich des Grundkörpers 10, in dem sich die Eingriffsöffnungen 22 befinden, gegenüber
dem ersten Randbereich 14 verdickt. Es handelt sich hierbei um den mittleren Bereich
des Grundkörpers 10. Im übrigen weist der zweite Randbereich 15 auch eine größere
Dicke als der erste Randbereich 14 auf. Die Dicke des zweiten Randbereichs 15 ist
im dargestellten Ausführungsbeispiel etwas geringer als die Nutbreite des zweiten
Nutabschnitts 15.
[0037] Wie insbesondere aus den Fig. 5 bis 7 ersichtlich ist, weist der zweite Randbereich
14 an seinem äußeren Ende eine Schräge 23 auf, deren Funktion später noch näher erläutert
wird.
[0038] Der Grundkörper 10 als solcher besteht aus Aluminium. Gleiches gilt vorliegend für
das Rahmenprofil 6, bei dem es sich im übrigen um ein Standardprofil handelt.
[0039] Der Schließer als weiteres Beschlagteil 9 des Beschlages 5 weist einen Lagerkörper
24 auf. An seinem Längsrand weist der Lagerkörper 24 einen Eingriffsschenkel 25 zum
Eingriff in die Nut 21 am Grundkörper 10 des Beschlagteils 8 auf. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Eingriffsschenkel 25 über die gesamte Länge
des Lagerkörpers 24, während sich der abgewinkelte Schenkel 20 und die Nut 21 über
die gesamte Länge des Beschlagteils 8 erstrecken. Von daher wäre es grundsätzlich
möglich, das weitere Beschlagteil 9 an beliebiger Stelle am Beschlagteil 8 anzuordnen.
Zur Erzielung eines Formschlusses zwischen dem Beschlagteil 8 und dem weiteren Beschlagteil
9 dienen aber die Eingriffsöffnungen 22 am Beschlagteil 8 und dazu korrespondierende
Vorsprünge 26 an der Rückseite des Lagerkörpers 24. Die Vorsprünge 26 weisen auf der
dem Eingriffsschenkel 25 gegenüberliegenden Seite jeweils eine Schräge 27 auf.
[0040] Im übrigen befindet sich am Lagerkörper eine Sperreinrichtung 28, die am Lagerkörper
24 auf der dem Eingriffsschenkel 25 gegenüberliegenden Seite gelagert ist. Die Sperreinrichtung
28 weist einen Sperrkörper 29 mit einem Sperrschenkel 30 auf. Der Sperrschenkel 30
ist zum Hintergreifen des Nutschenkels 18 des ersten Nutabschnitts 16 der C-förmigen
Nut 7 vorgesehen und ausgebildet. Im übrigen ist der Sperrkörper 29 federbelastet.
Hierzu ist dem Sperrkörper 29 ein Federelement zugeordnet. Das Federelement kann mehrstückig
ausgebildet sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind am Sperrkörper 29 zwei
Federschenkel 31 vorgesehen, die den Sperrkörper 29 in die Sperrstellung drängen.
Des weiteren weist die Sperreinrichtung 28 einen von der Vorderseite des Lagerkörpers
24 zugänglichen Betätigungsabschnitt 32 auf, dessen Betätigung - in Fig. 12 durch
Herabdrücken entgegen der Federkraft der Federschenkel 31 - zur Entsperrung des Sperrschenkels
30 führt.
[0041] Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Sperreinrichtung 28 vollständig
aus Kunststoff, wobei der Sperrschenkel 30, der Betätigungsabschnitt 32 und auch die
Federschenkel 31 einstückig mit dem Sperrkörper 29 ausgebildet sind. Es versteht sich,
dass es grundsätzlich auch möglich ist, die Federschenkel 31 beispielsweise aus Federstahl
herzustellen und ein derartiges Federelement dann am Sperrkörper 29 zu lagern.
[0042] Auf der dem Eingriffsschenkel 25 gegenüberliegenden Seite des Lagerkörpers 24 ist
ein Übergriffsschenkel 33 vorgesehen. Im montierten Zustand des weiteren Beschlagteils
9 übergreift der Übergriffsschenkel 33 außenseitig den Nutschenkel 18 des ersten Nutabschnitts
16 der C-förmigen Nut 7. Wie sich insbesondere aus Fig. 12 ergibt, ist zwischen dem
Übergriffsschenkel 33 und dem Sperrschenkel 31 eine Aufnahmenut 34 für den Nutschenkel
18 des ersten Nutabschnitts 16 vorgesehen.
[0043] Im übrigen ist am Lagerkörper 24 ein Schließzapfen 35 befestigt. Der Schließzapfen
35 ist exzentrisch am Lagerkörper 24 gelagert, um bedarfsweise den Andruck beim Schließen
des Flügels 2 einstellen zu können.
[0044] Wie sich aus den Zeichnungen ergibt, wirken die Beschlagzeile 8, 9 miteinander zusammen
und stellen eine Baugruppe oder eine Beschlagteil-Anordnung dar.
[0045] Aufgrund ihrer zuvor beschriebenen Ausbildung mit der am Beschlagteil 8 ausgebildeten
Nut 21 und dem Eingriffsschenkel 25 am weiteren Beschlagteil 9 ist es möglich, das
weitere Beschlagteil 9 zur Montage einzuschwenken bzw. an das Beschlagteil 8 heranzuschwenken.
Durch Eingriff der am weiteren Beschlagteil vorgesehenen rückseitigen Vorsprünge in
die Eingriffsöffnungen 22 ergibt sich ein Formschluss der beiden Beschlagteile 8,
9 im montierten Zustand. Durch die Sperreinrichtung 28 wird ein Lösen des weiteren
Beschlagteils 9 vom Beschlagteil 8 verhindert, wobei die dargestellte Ausführungsform
mit dem Betätigungsabschnitt 32 ein problemloses Entsperren ermöglicht, so dass das
weitere Beschlagteil 9 ohne weiteres vom Beschlagteil 8 abgenommen werden kann.
[0046] Wie sich insbesondere aus den Fig. 5 bis 7 ergibt, ist der Abstand des Nutgrundes
des ersten Nutabschnitts 16 zum freien Ende des Nutschenkels 19 des zweiten Nutabschnitts
17 größer als die Höhe bzw. Breite des Beschlagteils. Aufgrund der vorgenannten Abmaße
ist es möglich, das Beschlagteil 8 mit seinem in den ersten Nutabschnitt 16 eingesetzten
ersten Randberelich 14 in die Nut 7 einzuschwenken. Im übrigen ist aber die Höhe des
Beschlagteils 8 größer als die Öffnungsbreite der Nut 7. Im montierten Zustand, der
in Fig. 7 dargestellt ist, liegt der am Grundkörper 10 vorgesehene Schenkel 20 auf
dem freien Ende des Nutschenkels 19 des zweiten Nutabschnitts 17 auf. In diesem Zustand
hintergreift der erste Randbereich 14 des Grundkörpers 10 den Nutschenkel 18 des ersten
Nutabschnitts 16 der Nut 7, während der zweite Randbereich 15 den Nutschenkel 19 des
zweiten Nutabschnitts 17 hintergreift.
[0047] Nachfolgend wird das Verfahren zur Montage des Beschlagteils 8 anhand der Fig. 5
bis 7 beschrieben. Zunächst wird das Beschlagteil 8 mit seinem ersten Randbereich
14 schräg in den ersten Nutabschnitt 16 eingesetzt, wie dies in Fig. 5 dargestellt
ist. Dabei befindet sich dann das Ende des ersten Randbereichs 14 im hinteren Eckbereich
des ersten Nutabschnitts 16. Dieser Zustand ist in Fig. 5 dargestellt. Anschließend
wird das Beschlagteil 8 in die Nut 7 eingeschwenkt, bis die Rückseite 12 am Boden
13 der Nut 7 anschlägt. Beim Einschwenken wird das untere Ende des zweiten Randbereichs
15 aufgrund der dort vorgesehenen Schräge 23 am Nutschenkel 19 vorbeigeführt. Nach
dem Einschwenken des Beschlagteils 8 ist der in Fig. 6 dargestellte Zustand erreicht
Anschließend wird das Beschlagteil 8 abgesenkt. Dies kann einfach durch Loslassen
des Beschlagteils 8 erfolgen. Unter Schwerkrafteinfluss fällt das Beschlagteil 8 dann
in die in Fig. 7 dargestellte Stellung, bei der der Schenkel 20 des Grundkörpers 10
auf dem freien Ende des Nutschenkels 19 des zweiten Nutabschnitts 17 aufliegt. Hierbei
hintergreift der obere Randbereich 14 den Nutschenkel 18, während der zweite Randbereich
15 den Nutschenkel 19 hintergreift. In diesem Zustand ist das Beschlagteil 8 in der
Nut 7 gefangen, aber in Längsrichtung der Nut verschieblich.
[0048] Nach der Montage des Beschlagteils 8 wird das weitere Beschlagteil 9 montiert. Die
Montage kann werkseitig nach der Montage des ersten Beschlagteils erfolgen, oder aber
auch bedarfsweise zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der Flügel 2 bereits montiert
ist. Dies bedeutet, dass, wenn am Beschlagteil 8 eine hinreichende Anzahl an Eingriffsöffnungen
22 vorgesehen sind, auch ergänzende weitere Beschlagteile montiert werden können,
um beispielsweise den Sicherheitsstandard des Flügels 2 zu erhöhen.
[0049] Zur Montage des weiteren Beschlagteils 9 wird dieses mit seinem Eingriffsschenkel
25 schräg in die Nut 21 am Grundkörper 10 eingesetzt. Dieser Zustand ist in den Fig.
14 und 15 dargestellt. Anschließend wird das weitere Beschlagteil an das Beschlagteil
8 herangeschwenkt, wobei die Vorsprünge 26 in die Eingriffsöffnungen 22 eintauchen.
Die an den Vorsprüngen 26 vorgesehene Schräge 27 ermöglicht dabei das Einschwenken.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird beim Einschwenken der Sperrkörper 29 manuell
herabgedrückt, wie dies in den Fig. 16 und 17 dargestellt ist. Der Sperrschenkel 30
befindet sich dann in der Entsperrstellung und kann an dem Nutschenkel 18 vorbeigeschwenkt
werden. Wird der Betätigungsabschnitt 32 losgelassen, wie dies in den Fig. 18 und
19 dargestellt ist, wird der Sperrkörper 29 aufgrund der wirkenden Federkräfte in
die Sperrstellung gedrückt, wobei der Sperrschenkel 30 den Nutschenkel 18 hintergreift.
Im montierten Zustand verlaufen dann der Boden 13 der Nut 7, der erste Randbereich
14 des Grundkörpers 10, der Sperrschenkel 30, der Nutschenkel 18 und der Übergriffsschenkel
33 sowie der im vorliegenden Fall vorgesehene Betätigungsabschnitt 32 parallel zueinander.
[0050] Das Lösen des weiteren Beschlagteils 9 vom Beschlagteil 8 erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge der zuvor beschriebenen Montageschritte durch Herabdrücken des Sperrkörpers
29 über den Betätigungsabschnitt 32, wobei der Sperrschenkel 30 außer Eingriff mit
dem Nutschenkel 18 kommt, so dass das weitere Beschlagteil 9 ausgeschwenkt und aus
der Nut 21 genommen werden kann.
[0051] Soll anschließend auch das Beschlagteil 8 aus der Nut 7 entnommen werden, wird dieses
aus der in Fig. 7 dargestellten Stellung manuell nach oben bewegt, wie dies in Fig.
6 dargestellt ist und anschließend ausgeschwenkt, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Flügelanordnung |
18 |
Nutschenkel |
| 2 |
Flügel |
19 |
Nutschenkel |
| 3 |
Rahmen |
20 |
Schenkel |
| 4 |
Griff |
21 |
Nut |
| 5 |
Beschlag |
22 |
Eingriffsöffnung |
| 6 |
Rahmenprofil |
23 |
Schräge |
| 7 |
C-förmige Nut |
24 |
Lagerkörper |
| 8 |
Beschlagteil |
25 |
Eingriffsschenkel |
| 9 |
weiteres Beschlagteil |
26 |
Vorsprung |
| 10 |
Grundkörper |
27 |
Schräge |
| 11 |
Vorderseite |
28 |
Sperreinrichtung |
| 12 |
Rückseite |
29 |
Sperrkörper |
| 13 |
Boden |
30 |
Sperrschenkel |
| 14 |
erster Randbereich |
31 |
Federschenkel |
| 15 |
zweiter Randbereich |
32 |
Betätigungsabschnitt |
| 16 |
erster Nutabschnitt |
33 |
Übergriffsschenkel |
| 17 |
zweiter Nutabschnitt |
34 |
Aufnahmenut |
1. Beschlagteil (8) eines Beschlages (5) für einen Flügel (2) eines Fensters oder einer
Tür, zum Einsetzen in eine C-förmige Nut (7) im Falz eines Rahmenprofils (6) des Flügels
(2), mit einem eine Vorderseite (11) und eine Rückseite (12) aufweisenden Grundkörper
(10), wobei der Grundkörper (10) an gegenüberliegenden Seiten einen ersten Randbereich
(14) zum Hintergreifen eines Nutschenkels (18) der C-förmigen Nut (7) und einen zweiten
Randbereich (15) zum Hintergreifen eines anderen Nutschenkels (19) der C-förmigen
Nut (7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass vorderseitig am Grundkörper (10) im Anschluss an den zweiten Randbereich (15) ein
insbesondere abgewinkelter Schenkel (20) zur Bildung einer Nut (21) zum Einsetzen
eines weiteren Beschlagteils (9) vorgesehen ist.
2. Beschlagteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Grundkörper (10) vorderseitig wenigstens ein Verbindungsmittel, insbesondere
eine Eingriffsöffnung (22), zur Kopplung mit dem weiteren Beschlagteil (9) vorgesehen
ist und dass, vorzugsweise, der Bereich des Grundkörpers (10), in oder an dem das
Verbindungsmittel vorgesehen ist, gegenüber dem ersten Randbereich (14) verdickt ist.
3. Beschlagteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Randbereich (15) des Grundkörpers (10) an seinem äußeren Ende eine Schräge
(23) aufweist und/oder dass der zweite Randbereich (15) eine größere Dicke als der
erste Randbereich (14) aufweist.
4. Weiteres Beschlagteil (9) eines Beschlags (5) für einen Flügel (2) eines Fensters
oder einer Tür, geeignet zur Verbindung mit einem Beschlagteil (8) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Lagerkörper (24) mit einem randseitig ausgebildeten Eingriffsschenkel (25) zum
Eingriff in die Nut (21) am Grundkörper (10) des Beschlagteils (8) vorgesehen ist.
5. Weiteres Beschlagteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Lagerkörper (24) wenigstens ein zum Verbindungsmittel korrespondierendes weiteres
Verbindungsmittel, insbesondere ein Vorsprung (26), vorgesehen ist und dass, vorzugsweise,
der Vorsprung (26) auf der dem Eingriffsschenkel (25) gegenüberliegenden Seite eine
Schräge (27) aufweist.
6. Weiteres Beschlagteil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Lagerkörper (24) auf der dem Eingriffschenkel (25) gegenüberliegenden Seite eine
einen insbesondere federbelasteten Sperrkörper (29) aufweisende Sperreinrichtung (28)
mit einem Sperrschenkel (30) zum Hintergreifen des Nutschenkels (18) der C-förmigen
Nut (7) angeordnet ist.
7. Weiteres Beschlagteil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (28) einen an der Vorderseite des Lagerkörpers (24) vorgesehenen
Betätigungsabschnitt (32) aufweist, dessen Betätigung zur Entsperrung des Sperrschenkels
(30) vorgesehen ist und dass, vorzugsweise, der Sperrschenkel (30) und der Betätigungsabschnitt
(32) einstückig mit dem Sperrkörper (29) ausgebildet sind.
8. Weiteres Beschlagteil nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Lagerkörper (24) auf der dem Eingriffsschenkel (25) gegenüberliegenden Seite ein
Übergriffsschenkel (33) zum außenseitigen Übergreifen des Nutschenkels (18) der C-förmigen
Nut (7) vorgesehen ist und dass, vorzugsweise, zwischen dem Übergriffsschenkel (35)
und dem Sperrschenkel (31) eine Aufnahmenut (34) für den Nutschenkel (18) der C-förmigen
Nut (7) ausgebildet ist.
9. Beschlagteil-Anordnung eines Beschlages (5) für einen Flügel (2) eines Fensters oder
einer Tür, mit wenigstens einem Besdhlagteil (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 3
und mit wenigstens einem weiteren Beschlagteil (9) nach einem der Ansprüche 4 bis
8, wobei das Beschlagteil (8) und das weitere Beschlagteil (9) miteinander verbindbar,
insbesondere lösbar verbindbar sind.
10. Beschlagteil-Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Beschlagteil (9) nach Einsetzen des Eingriffsschenkels (25) in die Nut
(21) am Grundkörper (10) in das Beschlagteil (8) eintschwenkbar ausgebildet ist.
11. Flügelanordnung (1) mit einem Flügel (2) eines Fensters oder einer Tür, mit einem
eine C-förmige Nut (7) mit einem ersten Nutabschnitt (16) und einem zweiten Nutabschnitt
(17) im Falz aufweisenden Rahmenprofil (6) des Flügels (2) und mit wenigstens einer
Beschlagteil-Anordnung nach Anspruch 9 oder 10.
12. Flügelanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des Nutgrundes des ersten Nutabschnitts (16) zum freien Ende des Nutschenkels
(19) des zweiten Nutabschnitts (17) größer ist als die Breite des Beschlagteils (8),
so dass das Beschlagteil (8) mit seinem in den ersten Nutabschnitt (16) eingesetzten
ersten Randbereich (14) in die C-förmige Nut einschwenkbar ist und/oder dass die Breite
des ersten Beschlagiteils (8) größer ist als die Breite der Nutöffnung der C-förmigen
Nut (7).
13. Flügelanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der am Grundkörper (10) vorgesehene Schenkel (20) bei in die C-förmige Nut (7) eingesetztem
Beschlagteil (8) auf dem freien Ende des Nutschenkels (19) des zweiten Nutabschnitts
(17) aufliegt, während der erste Randbereich (14) des Grundkörpers (10) den Nutschenkel
(18) des ersten Nutabschnitts (16) der C-förmigen Nut (7) und der zweite Randbereich
(16) den Nutschenkel (19) des zweiten Nutabschnitts (17) hintergreift.
14. Flügelanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei montiertem Beschlagteil (8) und montiertem weiteren Beschlagteil (9) der Eingriffsschenkel
(25) des weiteren Beschlagteils (9) in die Nut (21) am Grundkörper (10) des Beschlagteils
(8) eingreift, während das Verbindungsmittel und das weitere Verbindungsmittel formschlüssig
miteinander gekoppelt sind und der Sperrschenkel (30) den Nutschenkel (18) des ersten
Nutabschnitts (16) hintergreift.
15. Verfahren zur Frontalmontage eines Beschlagteils (8) nach einem der Ansprüche 1 bis
3 eines Beschlages (5) in einer C-förmigen Nut (7) im Falz eines Rahmenprofils (6)
eines Flügels (2) eines Fensters oder einer Tür, wobei das Beschlagteil (8) mit seinem
ersten Randbereich (14) schräg in den ersten Nutabschnitt (16) frontal eingesetzt,
dann in die C-förmige Nut (7) eingeschwenkt und anschließend, insbesondere unter Schwerkrafteinfluss,
in der Nut (7) abgesenkt wird, bis der Schenkel (20) des Grundkörpers (10) auf dem
freien Ende des Nutschenkels (19) des zweiten Nutabschnitts (17) aufliegt.
16. Verfahren zur Frontalmontage eines weiteren Beschlagteils (9) nach einem der Ansprüche
4 bis 8 an einem in einer C-förmigen Nut (7) im Falz eines Rahmenprofils (6) eines
Flügels (2) eines Fensters oder einer Tür angeordneten Beschlagteil (8) nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, wobei das weitere Beschlagteil (9) mit seinem Eingriffsschenkel
(25) schräg in die Nut (21) am Grundkörper (10) frontal eingesetzt wird, dann an den
Grundkörper herangeschwenkt wird und anschließend der Sperrschenkel (30), insbesondere
nach Vorherigem Zurückziehen, hinter den Nutschenkel (18) des ersten Nutabschnitts
(16) bewegt wird.