[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer
Brennkraftmaschine.
[0002] Ein derartiger Schalldämpfer umfasst im Allgemeinen ein Gehäuse mit einer Umfangswandung.
In dem von der Umfangswandung umschlossenen Innenraum des Gehäuses ist zur Verbesserung
der Schalldämpfungseigenschaften eine durch zwei Bodenwandungen begrenzte Resonatorkammer
vorgesehen. Die beiden Bodenwandungen können in ihrem Außenumfangsbereich vorzugsweise
unterbrechungsfrei an die Umfangswandung angebunden sein. Die Resonatorkammer ist
zu anderen Volumenbereichen des Gehäuseinnenraums nur über ein eine der Bodenwandungen
durchsetzendes bzw. an eine Öffnung in dieser Bodenwandung anschließendes Resonatorrohr
offen. Insbesondere durch die Einstellung der Länge eines derartigen allgemein auch
als Helmholtz-Resonatorrohr bezeichneten Resonatorrohrs wird es möglich, das Schalldämpfungsverhalten
eines so aufgebauten Schalldämpfers auf eine definierte Frequenz bzw. auf einen definierten
Frequenzbereich abzustimmen.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine vorzusehen, welcher bei einfachem und stabilem Aufbau ein
gutes und auf definierte Frequenzen bzw. Frequenzbereiche leicht abstimmbares Schalldämpfungsverhalten
aufweist.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine, umfassend ein Gehäuse mit einer Umfangswandung, wobei in
dem Gehäuse wenigstens eine durch die Umfangswandung und zwei Bodenwandungen begrenzte
Resonatorkammer vorgesehen ist, ferner umfassend wenigstens ein Resonatorrohr mit
einem ersten Rohrende und einem zweiten Rohrende, wobei das Resonatorrohr im Bereich
einer ersten Öffnung in einer der Bodenwandungen an die eine Bodenwandung anschließt
oder/und die eine Bodenwandung derart durchsetzt, dass das erste Rohrende außerhalb
der Resonatorkammer liegt, und wobei das zweite Rohrende an der anderen Bodenwandung
festgelegt ist.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Aufbau ist das Resonatorrohr mit seinem in der Resonatorkammer
liegenden zweiten Rohrende an einer diese Resonatorkammer begrenzenden Bodenwandung
festgelegt. Somit wird es möglich, auch ein vergleichsweise weit in die Resonatorkammer
ragendes, also bedingt durch die Abstimmung auf eine bestimmte Frequenz entsprechend
lang ausgebildetes Resonatorrohr auch stabil und gegen Schwingungsanregungen zu haltern.
[0006] Vorzugsweise liegt das zweite Rohrende an der anderen Bodenwandung stumpf an, oder/und
eine an der anderen Bodenwandung ausgebildete Ausformung greift am zweiten Rohrende
in des Resonatorrohr ein. Das Resonatorrohr kann an der anderen Bodenwandung materialschlüssig,
beispielsweise durch Verschweißung, festgelegt sein.
[0007] Um einerseits das definierte Schalldämpfungsverhalten unter Einbeziehung der Funktionalität
eines Helmholtz-Resonators zu erreichen, andererseits die vorangehend angesprochene
stabile Halterung gewährleisten zu können, wird vorgeschlagen, dass das Resonatorrohr
ausgehend vom ersten Rohrende einen ersten Resonatorrohrabschnitt mit einer Rohrwandung
ohne Öffnungen umfasst und ausgehend vom zweiten Rohrende einen an den ersten Resonatorrohrabschnitt
anschließenden zweiten Resonatorrohrabschnitt umfasst, wobei das Resonatorrohr im
Bereich des zweiten Resonatorrohrabschnitts zur Resonatorkammer offen ist. Der erste
Rohrabschnitt, in welchem die Rohrwandung des Resonatorrohrs keine Öffnungen aufweist,
definiert im Wesentlichen die für das Dämpfungsverhalten relevante Wirkungslänge des
Resonatorrohrs, während der zur Resonatorkammer offene zweite Resonatorrohrabschnitt
das akustische Verhalten im Wesentlichen nicht beeinflusst und primär der stabilen
Halterung des Resonatorrohrs an der anderen Bodenwandung dient. Somit ist gewährleistet,
dass das Resonatorrohr an der einen Bodenwandung einerseits, nämlich im Bereich der
ersten Öffnung derselben, fest getragen ist, und an der anderen Wandung andererseits,
nämlich mit seinem zweiten Resonatorrohrabschnitt, fest getragen ist.
[0008] Im zweiten Resonatorrohrabschnitt kann das Resonatorrohr wenigstens eine, vorzugsweise
eine Mehrzahl von Öffnungen aufweisen. Diese Öffnungen können in verschiedenster Form
gestaltet sein. Beispielsweise kann das Resonatorrohr in seinem zweiten Resonatorrohrabschnitt
eine Mehrzahl von beispielsweise mit kreisrundem Querschnitt ausgebildeten Löchern
aufweisen, so dass der zweite Resonatorrohrabschnitt ein im Wesentlichen perforierter
Rohrabschnitt ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass im zweiten
Resonatorrohrabschnitt wenigstens eine, vorzugsweise eine Mehrzahl von langgestreckten
Öffnungen vorgesehen ist. Wenigstens eine langgestreckte Öffnung kann beispielsweise
im Wesentlichen in einer Resonatorrohrlängsrichtung langgestreckt sein und kann ggf.
zum zweiten Rohrende offen sein. Somit kann der zweite Resonatorrohrabschnitt beispielweise
mit einer Mehrzahl von die Anbindung an die andere Bodenwandung bereitstellenden und
durch schlitzartige Öffnungen unterbrochenen, stegartigen Wandungsabschnitten gebildet
sein. Bei einer alternativen Ausgestaltung kann der zweite Resonatorrohrabschnitt
beispielsweise mit einem Umfangsbereich der Rohrwandung ausgebildet sein, während
im verbleibenden Umfangsbereich keine Rohrwandung vorhanden ist und somit über diesen
verbleibenden Umfangsbereich bzw. den Endbereich des ersten Resonatorrohrabschnitts
das Resonatorrohr zur Resonatorkammer offen ist.
[0009] Um Abgase aus dem Gehäuseinnenraum ableiten zu können, wird vorgeschlagen, dass wenigstens
ein Abgasaustrittsrohr im Bereich einer zweiten Öffnung in der einen Bodenwandung
an die eine Bodenwandung anschließt und im Bereich einer dritten Öffnung in der anderen
Bodenwandung an die andere Bodenwandung anschließt.
[0010] Die eine Bodenwandung, also diejenige Bodenwandung, an welcher das Resonatorrohr
vorzugsweise im Bereich seines ersten Resonatorrohrabschnitts die erste Öffnung durchsetzend
oder daran anschließend fest getragen ist, kann beispielsweise eine die Resonatorkammer
von einer Abgasführungskammer trennende Innenbodenwandung sein. Die andere Bodenwandung
kann eine das Gehäuse nach außen abschließende Außenbodenwandung sein, über welche
die den Schalldämpfer verlassenden Abgase beispielsweise durch das Abgasaustrittsrohr
abgeführt werden.
[0011] Zum Einleiten der Abgase in den Schalldämpfer kann ein in die Abgasführungskammer
führendes Abgaseintrittsrohr vorgesehen sein. Ferner kann das erste Rohrende des Resonatorrohrs
in der Abgasführungskammer liegen, so dass über das Resonatorrohr eine akustische
Verbindung zwischen der Abgasführungskammer und der Resonatorkammer hergestellt ist.
[0012] Die Erfindung betrifft ferner eine Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine mit einem
erfindungsgemäßen Schalldämpfer.
[0013] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Abgasführungssystem einer Brennkraftmaschine mit einem Schalldämpfer;
- Fig. 2
- den internen Aufbau des Schalldämpfers der Fig. 1 bei weggelassener Umfangswandung
eines Gehäuses des Schalldämpfers;
- Fig. 3
- eine Längsschnittdarstellung des Schalldämpfers der Fig. 1;
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Längsschnittdarstellung, betrachtet von einer anderen
Seite her;
- Fig. 5
- eine der Fig. 3 entsprechende Schnittdarstellung einer alternativen Ausgestaltungsart
des Schalldämpfers;
- Fig. 6
- eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung einer weiteren alternativen Ausgestaltungsart
des Schalldämpfers.
[0014] In Fig. 1 ist eine Abgasanlage für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs allgemein
mit 10 bezeichnet. Die Abgasanlage 10 umfasst ein die Abgase einer Brennkraftmaschine
zu einem allgemein mit 12 bezeichneten Schalldämpfer führendes Abgasführungsrohr 13.
Die in den Schalldämpfer 12 eingeleiteten Abgase treten aus diesem im Bereich eines
Endrohrs 14 aus und werden über das Endrohr 14 zur Umgebung hin abgegeben. Der Schalldämpfer
12 umfasst ein Gehäuse 16 mit einer näherungsweise zylindrischen und vorzugsweise
aus Blechmaterial aufgebauten Umfangswandung 18. An den beiden Endbereichen der Umfangswandung
18 ist diese mit in Fig. 2 dargestellten Außenbodenwandungen 20, 22, beispielsweise
durch Verschweißung, fest und gasdicht verbunden, so dass ein allgemein mit 24 bezeichneter
Innenraum des Schalldämpfers 16 durch die Umfangswandung 18 und die beiden Außenbodenwandungen
20, 22 grundsätzlich gasdicht abgeschlossen ist.
[0015] Zwischen den beiden Außenbodenwandungen 20, 22 sind im Innenraum 24 zwei in Abstand
zueinander und auch in Abstand zu den Außenbodenwandungen 20, 22 angeordnete und vorzugsweise
ebenfalls über ihren gesamten Umfang, beispielsweise durch Verschweißung, an die Umfangswandung
fest angebundene Innenbodenwandungen 26, 28 vorgesehen. Ein Abgaseintrittsrohr 30
ist im Bereich einer in der Außenbodenwandung 20 vorgesehenen Eintrittsöffnung 32
an die Außenbodenwandung 20, beispielsweise durch Verschweißung, fest angebunden und
kann zur Integration des Schalldämpfers 12 in die Abgasanlage 10 mit dem Abgasführungsrohr
13, beispielsweise durch Verschweißung oder durch gasdichte Einsteckverbindung, fest
verbunden sein. Das Abgaseintrittsrohr 30 durchsetzt eine Öffnung 34 in der Innenbodenwandung
26 und erstreckt sich bis an die Innenbodenwandung 28 heran. An der Innenbodenwandung
28 kann eine Ausformung 36 vorgesehen sein, welche sich in den Endbereich des Abgaseintrittsrohrs
30 hinein erstrecken kann, um eine definierte Positionierung und eine feste Halterung
für das Abgaseintrittsrohr 30 vorzusehen. Dieses kann in diesem Bereich an die Innenbodenwandung
28 materialschlüssig, beispielsweise durch Verschweißung, angebunden sein.
[0016] Zwischen der Außenbodenwandung 20 und der Innenbodenwandung 28 ist eine allgemein
mit 38 bezeichnete Abgasführungskammer gebildet, in welche die über das Abgaseintrittsrohr
30 zugeführten Abgase durch eine Vielzahl von im Abgaseintrittsrohr 30 insbesondere
im Bereich zwischen den beiden Innenbodenwandungen 26, 28 vorgesehenen Löchern 40
eintreten können.
[0017] Ein Abgasaustrittsrohr 42 ist im Bereich einer Öffnung 44 an die Innenbodenwandung
28, beispielsweise durch Verschweißung, gasdicht angebunden und ist im Bereich einer
Öffnung 46 in der Außenbodenwandung 22 an diese gasdicht, beispielsweise durch Verschweißung,
angebunden. Das Abgasaustrittsrohr 42 kann sich geringfügig über die Außenbodenwandung
22 hinaus erstrecken und in diesem Bereich, beispielsweise durch Verschweißung oder/und
Einsteckverbindung, mit dem Endrohr 14 gasdicht verbunden sein oder werden. Das Abgasaustrittsrohr
42 durchsetzt eine zwischen der Innenbodenwandung 28 und der Außenbodenwandung 22
gebildete Resonatorkammer 48 gasdicht und stellt eine Verbindung zwischen der Abgasführungskammer
38 und dem Endrohr 14 und somit der Außenumgebung her.
[0018] Ein allgemein als Helmholtz-Resonatorrohr bezeichnetes Resonatorrohr 50 ist im Bereich
einer Öffnung 52 an die Innenbodenwandung 28, beispielsweise durch Verschweißung,
fest und gasdicht angebunden. Wie dies in den Fig. 3 und 4 deutlich erkennbar ist,
durchsetzt das Resonatorrohr 50 die in der Innenbodenwandung 28 vorgesehene Öffnung
52 und liegt mit einem ersten Rohrende 54 in der Abgasführungskammer 38. Insbesondere
kann die Öffnung 52 im Bereich der für die definierte Positionierung des Abgaseintrittsrohrs
30 vorgesehenen Ausformung 36 vorgesehen sein, so dass das Resonatorrohr 50 mit seinem
ersten Rohrende 54, beispielsweise im Wesentlichen zentral, im Abgaseintrittsrohr
30 positioniert ist.
[0019] Das Resonatorrohr 50 erstreckt sich durch die Resonatorkammer 48 hindurch und liegt
mit einem zweiten Rohrende 56 stumpf an der Innenseite der Außenbodenwandung 22 an.
Auch hier kann, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, in der Außenbodenwandung 22 eine nach
innen, also zum Innenraum 24 gerichtete Ausformung 58 vorgesehen sein, die beispielsweise
in dem Bereich des zweiten Rohrendes 56 in das Innere des Resonatorrohrs 50 eingreift,
um dieses zentriert zu haltern, oder am zweiten Rohrende 56 anliegt. Eine stabile
Anbindung des Resonatorrohrs 50 sowohl an die Innenbodenwandung 28, als auch an die
Außenbodenwandung 22 kann beispielsweise durch Materialschluss, insbesondere durch
Verschweißung, erreicht werden.
[0020] Das Resonatorrohr 50 weist ausgehend vom ersten Rohrende 54 einen ersten Resonatorrohrabschnitt
60 auf, in welchem eine Rohrwandung 62 des Resonatorrohrs 50 keine Öffnungen aufweist.
Der erste Rohrabschnitt 60 ist derjenige Abschnitt des Resonatorrohrs, der dessen
akustische Wirkung definiert. Ausgehend vom zweiten Rohrende 56 weist das Resonatorrohr
50 einen zweiten Resonatorrohrabschnitt 64 auf, der sich bis zum ersten Resonatorrohrabschnitt
60 erstreckt, an diesen also anschließt, und in welchem im dargestellten Beispiel
eine Vielzahl von Öffnungen 66 gebildet ist. Diese Öffnungen 66 sind in dem in den
Fig. 2 bis 4 dargestellten Beispiel als Löcher 68 mit beispielsweise im Wesentlichen
kreisrundem Querschnitt ausgebildet. Die Löcher 68 können in einem regelmäßigen Muster
angeordnet sein und bilden eine Perforation, über welche das Resonatorrohr 50 in seinem
zweiten Resonatorrohrabschnitt 64 zur Resonatorkammer 48 hin offen ist.
[0021] Der zweite Resonatorrohrabschnitt 64 dient im Wesentlichen bzw. primär der Anbindung
und Abstützung des Resonatorrohrs 50 an das Gehäuse 16, insbesondere die Außenbodenwandung
22, und ist, bedingt durch die Vielzahl an Öffnungen 66 bzw. Löchern 68, akustisch
im Wesentlichen nicht wirksam. Das Vorsehen des zweiten Resonatorrohrabschnitts 64
ermöglicht es jedoch, das Resonatorrohr 50 mit einem vergleichsweise langen sich im
Bereich der Resonatorkammer 48 erstreckenden bzw. aus der Abgasführungskammer 38 in
die Resonatorkammer 48 sich erstreckenden ersten Resonatorrohrabschnitt 60 auszubilden,
gleichwohl das Auftreten von durch Vibrationen hervorgerufenen Schwingungen des Resonatorrohrs
50 zu vermeiden. Diese stabile Anbindung des Resonatorrohrs 50 wird in baulich einfacher
Weise erreicht und vermeidet die Notwendigkeit, eine seitliche Abstützung, beispielsweise
zum Austrittsrohr 42, vorsehen zu müssen.
[0022] Eine Abwandlung des Schalldämpfers 12 ist in Fig. 5 gezeigt. Man erkennt, dass bei
dieser Abwandlung das Resonatorrohr 50 in seinem zweiten Resonatorrohrabschnitt 64
mit einer Mehrzahl von in der Längsrichtung des Resonatorrohrs 50 langgestreckten
und im dargestellten Beispiel zum zweiten Rohrende 56 offenen Öffnungen 70 gebildet
ist, welche in diesem Ausgestaltungsbeispiel die Öffnungen 66 im zweiten Resonatorrohrabschnitt
64 bereitstellen. Die langgestreckten Öffnungen 70 bilden im Wesentlichen Unterbrechungen
in der Rohrwandung 62, über welche das Resonatorrohr 50 zur Resonatorkammer 48 offen
ist. Die zwischen den Öffnungen 70 gebildeten stegartigen Abschnitte 72 der Rohrwandung
62 sind im Bereich des zweiten Rohrendes 56 vorzugsweise durch Verschweißung an der
Außenbodenwandung 22 festgelegt.
[0023] Eine weitere Abwandlung ist in Fig. 6 gezeigt. Man erkennt hier, dass im zweiten
Resonatorrohrabschnitt 64 ein Teil der Rohrwandung 62 fehlt, so dass der zweite Resonatorrohrabschnitt
64 im Wesentlichen durch einen Umfangsabschnitt 74 der Rohrwandung 62 bereitgestellt
ist. Der fehlende Bereich 76 der Rohrwandung bildet in diesem Ausgestaltungsbeispiel
eine Öffnung 66, über welche das Resonatorrohr 50, anschließend an den ersten Resonatorrohrabschnitt
60, zur Resonatorkammer 48 offen ist. Der Rohrwandungsabschnitt 74 kann im Bereich
des zweiten Rohrendes 56 wiederum durch Verschweißung an der Außenbodenwandung 22
festgelegt sein.
[0024] Auch bei den in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausgestaltungsbeispielen ist die Länge
des akustisch wirksamen Bereichs des Resonatorrohrs 50 im Wesentlichen bestimmt durch
die Länge des ersten Resonatorrohrabschnitts 60, während der an den ersten Resonatorrohrabschnitt
60 anschließende zweite Resonatorrohrabschnitt 64 akustisch im Wesentlichen keine
Wirkung zeigt, sondern eine stabile Anbindung des Resonatorrohrs 50 an seinem zweiten
Rohrende ermöglicht.
[0025] Es ist darauf hinzuweisen, dass im Umfang der vorliegenden Erfindung verschiedenste
bauliche Variationen des vorangehend beschriebenen und in den Figuren gezeigten Schalldämpfers
vorgesehen sein können. So muss nicht notwendigerweise das erste Rohrende 51 des Resonatorrohrs
50 im Inneren des Abgaseintrittsrohrs 30 positioniert sein. Eine Positionierung seitlich
neben dem Abgaseintrittsrohr, insbesondere also in einem Bereich außerhalb der Ausformung
36, ist möglich. Des Weiteren kann die im Wesentlichen nur über das Resonatorrohr
50 zur Abgasführungskammer 38 offene Resonatorkammer 48 auch zwischen zwei Innenbodenwandungen
gebildet sein, durch welche hindurch das Austrittsrohr 42 die Abgase aus dem Innenraum
24 des Gehäuses 16 abführen kann. Ferner können zwei nebeneinander liegende, aus dem
Innenraum 24 Abgase abführende Abgasaustrittsrohre 42 vorgesehen sein. Alternativ
könnte auch vorgesehen sein, dass ein Abgasführungsrohr oder ein zusätzliches Abgasführungsrohr
aus dem zwischen der Innenbodenwandung 26 und der Außenbodenwandung 20 gebildeten
Volumenbereich des Innenraums 24 herausführt, so dass beispielsweise jeweils im Bereich
beider Außenbodenwandungen 20, 22 jeweils ein Abgasaustrittsrohr Abgase aus dem Innenraum
24 abführt.
1. Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine, umfassend ein Gehäuse
(16) mit einer Umfangswandung (18), wobei in dem Gehäuse (16) wenigstens eine durch
die Umfangswandung (18) und zwei Bodenwandungen (28, 22) begrenzte Resonatorkammer
(48) vorgesehen ist, ferner umfassend wenigstens ein Resonatorrohr (50) mit einem
ersten Rohrende (51) und einem zweiten Rohrende (56), wobei das Resonatorrohr (50)
im Bereich einer ersten Öffnung (52) in einer der Bodenwandungen (28) an die eine
Bodenwandung (28) anschließt oder/und die eine Bodenwandung (28) derart durchsetzt,
dass das erste Rohrende (51) außerhalb der Resonatorkammer (48) liegt, und wobei das
zweite Rohrende (56) an der anderen Bodenwandung (22) festgelegt ist.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rohrende (56) an der anderen Bodenwandung (22) stumpf anliegt, oder/und
dass eine an der anderen Bodenwandung (22) ausgebildete Ausformung am zweiten Rohrende
(56) in das Resonatorrohr (50) eingreift.
3. Schalldämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rohrende (56) an der anderen Bodenwandung (22) materialschlüssig, vorzugsweise
durch Verschweißung, festgelegt ist.
4. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Resonatorrohr (50) ausgehend vom ersten Rohrende (51) einen ersten Resonatorrohrabschnitt
(60) mit einer Rohrwandung (62) ohne Öffnungen umfasst und ausgehend vom zweiten Rohrende
(56) einen an den ersten Resonatorrohrabschnitt (60) anschließenden zweiten Resonatorrohrabschnitt
(64) umfasst, wobei das Resonatorrohr (50) im Bereich des zweiten Resonatorrohrabschnitts
(64) zur Resonatorkammer (48) offen ist.
5. Schalldämpfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Resonatorrohr (50) im zweiten Resonatorrohrabschnitt (64) wenigstens eine, vorzugsweise
eine Mehrzahl von Öffnungen (66) aufweist.
6. Schalldämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Resonatorrohr (50) im zweiten Resonatorrohrabschnitt (64) eine Mehrzahl von Löchern
(68) aufweist.
7. Schalldämpfer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Resonatorrohr (50) im zweiten Resonatorrohrabschnitt (64) wenigstens eine, vorzugsweise
eine Mehrzahl von langgestreckten Öffnungen (70, 76) aufweist.
8. Schalldämpfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine langgestreckte Öffnung (70, 76) im Wesentlichen in einer Resonatorrohr-Längsrichtung
langgestreckt ist, oder/und dass wenigstens eine langgestreckte Öffnung (70, 76) zum
zweiten Rohrende (56) offen ist
9. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Abgasaustrittsrohr (42) im Bereich einer zweiten Öffnung (44) in der
einen Bodenwandung (28) an die eine Bodenwandung (28) anschließt und im Bereich einer
dritten Öffnung (46) in der anderen Bodenwandung (22) an die andere Bodenwandung (22)
anschließt.
10. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Bodenwandung (28) eine die Resonatorkammer (48) von einer Abgasführungskammer
(38) trennende Innenbodenwandung (28) ist, oder/und dass die andere Bodenwandung (22)
eine das Gehäuse (16) nach außen abschließende Außenbodenwandung (22) ist.
11. Schalldämpfer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abgas in die Abgasführungskammer (38) einleitendes Abgaseintrittsrohr (30) vorgesehen
ist, oder/und dass das erste Rohrende (51) des Resonatorrohrs (50) in der Abgasführungskammer
(38) liegt.
12. Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine, umfassend einen Schalldämpfer (12) nach einem
der vorangehenden Ansprüche.