Stand der Technik
[0001] Aus dem Stand der Technik sind Gas- und/oder Ölbrenner bekannt, welche eine Heizeinheit
und eine Steuereinheit umfassen, die dazu vorgesehen ist, bei einem Zündbetrieb verschiedene
Zündkenngrößen, wie beispielsweise eine Luftzahl, eine Brennstoffmenge und/oder eine
Luftmenge, zu berücksichtigen.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Es wird eine Heizgerätevorrichtung, insbesondere eine Gas- und/oder Ölbrennervorrichtung,
vorgeschlagen, insbesondere zur Verbrennung eines Gemischs, insbesondere aus einer
Verbrennungsluft und einem Brennstoff, mit einer Steuereinheit, welche dazu vorgesehen
ist, bei wenigstens einem Zündbetrieb einer Heizeinheit, insbesondere zeitlich vor
einer Zündung der Heizeinheit, zumindest eine bei einem vorherigen Heizbetrieb der
Heizeinheit ermittelte Betriebskenngröße zu berücksichtigen. Unter "vorgesehen" soll
insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden.
Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere
verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs-
und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0003] Unter einer "Heizgerätevorrichtung" soll in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest
ein Teil, insbesondere eine Unterbaugruppe, eines Heizgeräts, insbesondere eines Gas-
und/oder Ölbrenners, verstanden werden. Insbesondere kann die Heizgerätevorrichtung
auch das gesamte Heizgerät, insbesondere den gesamten Gas- und/oder Ölbrenner, umfassen.
Insbesondere kann die Heizgerätevorrichtung zumindest eine Heizeinheit, insbesondere
die bereits zuvor genannte Heizeinheit, zumindest eine Zufuhreinheit, zumindest einen
Dosierer für Verbrennungsluft, zumindest einen Dosierer für Brennstoff und/oder zumindest
einen Sensor aufweisen.
[0004] In diesem Zusammenhang soll unter einer "Heizeinheit" insbesondere eine Einheit verstanden
werden, welche insbesondere dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebszustand
das Gemisch, insbesondere aus der Verbrennungsluft und dem Brennstoff, zu verbrennen
und dabei insbesondere zumindest eine Heizflamme zu erzeugen. Unter einer "Zufuhreinheit"
soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, zumindest
ein Fluid und/oder zumindest einen Fluidstrom, insbesondere einen Verbrennungsluftstrom,
einen Brennstoffstrom und/oder einen Gemischstrom, insbesondere aus der Verbrennungsluft
und dem Brennstoff, der Heizeinheit zuzuführen. Ferner soll unter einem "Dosierer"
insbesondere eine, insbesondere elektrische und/oder elektronische, Einheit, insbesondere
Aktoreinheit, vorteilhaft Stelleinheit, verstanden werden, welche insbesondere dazu
vorgesehen ist, das Fluid und/oder den Fluidstrom, insbesondere den Verbrennungsluftstrom,
den Brennstoffstrom und/oder den Gemischstrom, insbesondere aus der Verbrennungsluft
und dem Brennstoff, zu beeinflussen und vorteilhaft einzustellen, zu regulieren und/oder
zu fördern. Insbesondere sind der Dosierer für Verbrennungsluft und/oder der Dosierer
für Brennstoff dazu vorgesehen, eine Heizleistung der Heizgerätevorrichtung zu modulieren.
Darunter, dass ein Objekt ein weiteres Objekt "beeinflusst", soll in diesem Zusammenhang
insbesondere verstanden werden, dass das weitere Objekt bei einer Abwesenheit des
Objekts einen anderen Zustand, einen anderen Verlauf, und/oder eine andere Quantität
aufweist und/oder annimmt als bei einer Anwesenheit des Objekts. Der Dosierer für
Verbrennungsluft kann dabei vorteilhaft als, insbesondere drehzahlvariabler, Ventilator
und/oder vorzugsweise als, insbesondere drehzahlvariables, Gebläse ausgebildet sein.
Der Dosierer für Brennstoff kann vorteilhaft als, insbesondere durchsatzvariable,
Brennstoffpumpe und/oder vorzugsweise als, insbesondere durchsatzvariables, Brennstoffventil
ausgebildet sein.
[0005] Unter einem "Sensor" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche dazu
vorgesehen ist, wenigstens eine mit der Verbrennung des Gemischs, insbesondere aus
der Verbrennungsluft und dem Brennstoff, korrelierte Messgröße, insbesondere indirekt
und/oder vorteilhaft direkt, zu erfassen und/oder, insbesondere der Steuereinheit,
bereitzustellen. Der Sensor kann dabei als beliebige, insbesondere elektrische, optische
und/oder chemische, Detektions- und/oder Messeinheit, ausgebildet sein, wie beispielsweise
als Temperatursensor, thermoelektrischer Sensor, Lambdasonde, Gassensor, insbesondere
Kohlenmonoxidsensor und/oder Kohlendioxidsensor, Strahlungssensor, insbesondere Infrarotstrahlungssensor
und/oder Ultraviolettstrahlungssensor, und/oder vorzugsweise als Ionisationssensor,
insbesondere Ionisationselektrode und vorteilhaft Flammenionisationselektrode.
[0006] Unter einer "Steuereinheit" soll ferner insbesondere eine elektrische und/oder elektronische
Einheit mit zumindest einer Steuerelektronik verstanden werden. Unter einer "Steuerelektronik"
soll insbesondere eine Einheit mit einer Recheneinheit und/oder mit einer Speichereinheit
sowie vorteilhaft mit einem in der Speichereinheit gespeicherten Betriebs-, Steuer-
und/oder Regelprogramm, welches insbesondere dazu vorgesehen ist, von der Recheneinheit
ausgeführt zu werden, verstanden werden. Insbesondere ist die Steuereinheit dazu vorgesehen,
zumindest ein Steuersignal und/oder Ansteuersignal zu einer Einstellung und/oder Verstellung
zumindest eines Dosierers, insbesondere des Dosierers für Verbrennungsluft und/oder
des Dosierers für Brennstoff, bereitzustellen. Ferner ist die Steuereinheit vorzugsweise
dazu vorgesehen, durch Einstellen und/oder Verstellen zumindest eines der Dosierer
die Heizleistung, insbesondere eine angeforderte Heizleistung und/oder eine Soll-Heizleistung,
bereitzustellen. Vorteilhaft ist die Steuereinheit dazu vorgesehen, in zumindest einem
Betriebszustand, insbesondere einem Startbetriebszustand und/oder einem Steuerbetriebszustand,
vorteilhaft zeitlich unmittelbar nach der Zündung der Heizeinheit, die Heizleistung
der Heizeinheit nach Art einer Steuerung einzustellen, insbesondere mittels Ansteuerung
zumindest eines Dosierers, insbesondere des Dosierers für Verbrennungsluft und/oder
des Dosierers für Brennstoff. Zudem ist die Steuereinheit bevorzugt dazu vorgesehen,
in zumindest einem weiteren Betriebszustand, insbesondere einem Dauerbetriebszustand
und/oder einem Regelbetriebszustand, vorteilhaft zeitlich unmittelbar nach dem Betriebszustand,
insbesondere dem Startbetriebszustand und/oder dem Steuerbetriebszustand, die Heizleistung
der Heizeinheit nach Art einer Regelung und insbesondere unter Verwendung der Messgröße
des Sensors, welche insbesondere einer Regelgröße entspricht, einzustellen, insbesondere
einzuregeln, insbesondere mittels Ansteuerung zumindest eines Dosierers, insbesondere
des Dosierers für Verbrennungsluft und/oder des Dosierers für Brennstoff. Darüber
hinaus ist die Steuereinheit vorteilhaft dazu vorgesehen, die Betriebskenngröße zu
ermitteln und vorzugsweise mittelbar und/oder unmittelbar in der Speichereinheit zu
hinterlegen.
[0007] Ferner soll unter einem "Zündbetrieb" insbesondere ein Betrieb und/oder ein Vorgang,
insbesondere Zündvorgang, zwischen einem Betriebsstart und einer Zündung der Heizeinheit
verstanden werden. Vorteilhaft startet der Zündbetrieb mit dem Betriebsstart und endet
mit der Zündung der Heizeinheit. Unter einem "Heizbetrieb" soll ein, insbesondere
von dem Zündbetrieb verschiedener, Betrieb und/oder Vorgang, insbesondere Heizvorgang,
verstanden werden, in welchem die Heizeinheit insbesondere dazu vorgesehen ist, das
Gemisch, insbesondere aus der Verbrennungsluft und dem Brennstoff, vorteilhaft zumindest
im Wesentlichen gleichmäßig, zu verbrennen und welcher insbesondere zeitlich nach
dem Zündbetrieb erfolgt. Vorteilhaft erfolgt der Heizbetrieb kurzzeitig nach dem Zündbetrieb
und/oder schließt zeitlich, vorteilhaft unmittelbar, an den Zündbetrieb an. Insbesondere
endet der Heizbetrieb mit einem Erlöschen der Heizflamme der Heizeinheit. Insbesondere
ist der Heizbetrieb von einem Installationsbetrieb, wie beispielsweise zur Einrichtung
und/oder Kalibrierung der Heizeinheit, verschieden. Unter dem Ausdruck "kurzzeitig"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Zeitdauer von maximal 10 s, vorteilhaft
von maximal 5 s, vorzugsweise von maximal 1 s und besonders bevorzugt von maximal
0,5 s verstanden werden.
[0008] Unter einer "Betriebskenngröße" soll insbesondere eine Kenngröße verstanden werden,
welche insbesondere mit einem Betrieb des Heizgeräts, vorteilhaft dem Heizbetrieb,
korreliert ist. Vorteilhaft kann die Steuereinheit wenigstens anhand der Betriebskenngröße
auf eine Art, auf ein Vorhandensein und/oder eine Güte der Verbrennung und/oder des
Zündbetriebs schließen und/oder die Art, das Vorhandensein und/oder die Güte der Verbrennung
und/oder des Zündbetriebs ermitteln. Besonders bevorzugt entspricht die Betriebskenngröße
dabei einer Brennstoff-Verbrennungsluft-Verhältniskenngröße. Durch eine entsprechende
Ausgestaltung der Heizgerätevorrichtung kann insbesondere eine Betriebssicherheit,
insbesondere bei einem Zündbetrieb, erhöht werden. Zudem kann vorteilhaft ein, insbesondere
autonom arbeitendes, Heizgerät bereitgestellt werden, welches vorteilhaft dazu in
der Lage ist selbsttätig, und insbesondere ohne ein Eingreifen durch einen Benutzer,
sich ändernde Bedingungen, wie beispielsweise aufgrund von Alterungserscheinungen
einer Heizeinheit und/oder sich ändernde Umgebungsbedingungen, zu erkennen und einen
Betrieb entsprechend anzupassen, wodurch insbesondere Kosten minimiert, eine Funktionsdauer
erhöht, eine Robustheit verbessert und/oder eine Wartung erleichtert werden kann.
Darüber hinaus kann vorteilhaft eine Effizienz, insbesondere eine Heizleistungseffizienz,
eine Zeiteffizienz, eine Umwelteffizienz und/oder eine Kosteneffizienz, gesteigert
werden. Dabei kann insbesondere eine Zündzeit optimiert werden, wodurch eine Verschwendung
von Brennstoff minimiert und/oder eine Sicherheit für einen Benutzer maximiert werden
kann.
[0009] Vorzugsweise ist die Steuereinheit dazu vorgesehen, die Betriebskenngröße in einem
zumindest im Wesentlichen eingeregelten und/oder stabilisierten Dauerbetriebszustand
der Heizeinheit zu ermitteln. In diesem Zusammenhang soll unter einem "zumindest im
Wesentlichen eingeregelten und/oder stabilisierten Dauerbetriebszustand" insbesondere
ein Betriebszustand, insbesondere Regelbetriebszustand, insbesondere des Heizbetriebs,
verstanden werden, in welchem die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die Heizleistung
der Heizeinheit nach Art einer Regelung einzustellen und vorzugsweise ein stabiler
Betrieb des Heizgeräts, insbesondere der Heizeinheit, erfolgt. Vorteilhaft ist in
dem zumindest im Wesentlichen eingeregelten und/oder stabilisierten Dauerbetriebszustand
die Heizleistung der Heizeinheit zumindest im Wesentlichen konstant. In diesem Zusammenhang
soll unter der Wendung "zumindest im Wesentlichen konstant" insbesondere verstanden
werden, dass die Heizleistung von einer über den Heizbetrieb gemittelten Heizleistung
um höchstens 10 %, vorzugsweise um höchstens 5 % und besonders bevorzugt um höchstens
2 % abweicht. Hierdurch kann insbesondere eine besonders zuverlässige Betriebskenngröße
bestimmt werden, welche vorteilhaft einen normalen Betrieb des Heizgeräts repräsentiert,
wodurch vorteilhaft etwaige Schwankungen im Zündbetrieb und/oder beim Zündvorgang
ausgeschlossen werden können.
[0010] Ist die Steuereinheit dazu vorgesehen, die Betriebskenngröße in regelmäßigen zeitlichen
Abständen zu ermitteln und/oder zu bestimmen, kann vorteilhaft auf etwaige Schwankungen
aufgrund von Alterungserscheinungen reagiert werden und insbesondere ein Betrieb vorteilhaft
an aktuelle Bedingungen angepasst werden. Die Steuereinheit kann dabei beispielsweise
dazu vorgesehen sein, die Betriebskenngröße jährlich, monatlich, täglich und/oder
stündlich zu bestimmen. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass die Steuereinheit
dazu vorgesehen ist, die Betriebskenngröße nach einem, insbesondere festgelegten und/oder
festlegbaren, Auslöseereignis zu ermitteln. Das Auslöseereignis kann dabei beispielsweise
einem bestimmten Fehler, wie beispielsweise einer Fehlzündung und/oder einem unerwartet
hohen Brennstoffverbrauch, und/oder einem bestimmten zeitlichen Abstand, beispielsweise
einem unerwartet langen und/oder kurzen zeitlichen Abstand, zwischen einem Betriebsstart
und einer Zündung der Heizeinheit entsprechen.
[0011] In einer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu
vorgesehen ist, die Betriebskenngröße bei jedem Heizbetrieb der Heizeinheit zumindest
einmal, vorteilhaft genau einmal, zu ermitteln, insbesondere zeitlich nach dem jeweiligen
Zündbetrieb und vorteilhaft in einem zumindest im Wesentlichen eingeregelten und/oder
stabilisierten Dauerbetriebszustand der Heizeinheit. Hierdurch kann eine besonders
hohe Betriebssicherheit erreicht werden.
[0012] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, bei
wenigstens einem Zündbetrieb zur Einstellung eines Brennstoff-Verbrennungsluft-Verhältnisses
ein Ansteuersignal eines Dosierers für Brennstoff, insbesondere des bereits zuvor
genannten Dosierers für Brennstoff, und/oder eines Dosierers für Verbrennungsluft,
insbesondere des bereits zuvor genannten Dosierers für Verbrennungsluft, und damit
insbesondere einen Brennstoffstrom und/oder einen Verbrennungsluftstrom, insbesondere
eine Brennstoffmenge und/oder eine Verbrennungsluftmenge, ausgehend von wenigstens
einem Startwert, insbesondere über einen festgelegten und/oder festlegbaren Zeitraum,
zu variieren, insbesondere zumindest im Wesentlichen kontinuierlich, vorzugsweise
monoton, vorteilhaft streng monoton und besonders vorteilhaft linear. Hierdurch kann
insbesondere ein besonders sicherer und/oder reibungsloser Zündbetrieb erreicht werden.
[0013] Vorzugsweise ist die Steuereinheit dazu vorgesehen, anhand der Betriebskenngröße
wenigstens einen Startwert, insbesondere den bereits zuvor genannten Startwert, eines
Ansteuersignals eines Dosierers für Brennstoff, insbesondere des bereits zuvor genannten
Dosierers für Brennstoff, und/oder eines Dosierers für Verbrennungsluft, insbesondere
des bereits zuvor genannten Dosierers für Verbrennungsluft, zu ermitteln. Hierdurch
kann insbesondere eine vorteilhafte Anpassung des Startwerts erreicht werden.
[0014] Die Steuereinheit könnte beispielsweise dazu vorgesehen sein, den ermittelten Startwert
als Startwert für einen folgenden, insbesondere unmittelbar folgenden, Zündbetrieb
zu verwenden und einen aktuellen Startwert insbesondere zu löschen. Vorteilhaft wird
jedoch vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, den ermittelten
Startwert mit einem aktuellen Startwert zu vergleichen und bei einer Abweichung des
ermittelten Startwerts von dem aktuellen Startwert, die größer ist als eine Grenzabweichung,
den aktuellen Startwert anzupassen. Unter einer "Grenzabweichung" soll insbesondere
eine relative Abweichung des ermittelten Startwerts von dem aktuellen Startwert von
höchstens 40 %, vorteilhaft von höchstens 20 %, vorzugsweise von höchstens 10 % und
besonders bevorzugt von höchstens 5 % verstanden werden. Hierdurch kann insbesondere
ein vorteilhafter Betrieb erreicht werden, wobei vorteilhaft geringfügige Schwankungen
ausgemittelt werden können.
[0015] Die Betriebskenngröße könnte beispielsweise einem Ansteuersignal des Dosierers für
Verbrennungsluft oder einem Ansteuersignal des Dosierers für Brennstoff und des Dosierers
für Verbrennungsluft entsprechen. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
wird jedoch vorgeschlagen, dass die Betriebskenngröße ein Ansteuersignal eines Dosierers
für Brennstoff, insbesondere des zuvor genannten Dosierers für Brennstoff, ist. Vorteilhaft
ist das Ansteuersignal des Dosierers für Brennstoff dabei mit einer Ventilstellung,
insbesondere einer Ventilöffnungsstellung, des Dosierers für Brennstoff korreliert.
Hierdurch kann insbesondere ein besonders einfacher Steueralgorithmus bereitgestellt
werden.
[0016] Gemäß eines weiteren Aspekts der Erfindung, welcher insbesondere für sich allein
oder vorteilhaft zusätzlich zu den zuvor genannten Aspekten der Erfindung realisiert
werden kann, und bevorzugt mit zumindest einigen und vorteilhaft wenigstens einem
Großteil der zuvor genannten Aspekte kombiniert werden kann, wird eine Heizgerätevorrichtung,
insbesondere eine Gas- und/oder Ölbrennervorrichtung, vorgeschlagen, insbesondere
zur Verbrennung eines Gemischs, insbesondere aus einer Verbrennungsluft und einem
Brennstoff, mit einer Steuereinheit, welche dazu vorgesehen ist, bei wenigstens einem
Zündbetrieb einer Heizeinheit, insbesondere zeitlich vor einer Zündung der Heizeinheit,
zumindest eine bei einem vorherigen, insbesondere den Zündbetrieb und einen Heizbetrieb
der Heizeinheit umfassenden, Betrieb der Heizeinheit ermittelte Betriebskenngröße
zu berücksichtigen, wobei die Betriebskenngröße ein zeitlicher Abstand, vorteilhaft
zwischen einem Betriebsstart und einem Zündzeitpunkt der Heizeinheit, ist. Hierdurch
können insbesondere die bereits zuvor genannten Vorteile erreicht werden. Insbesondere
kann durch eine entsprechende Ausgestaltung der Heizgerätevorrichtung eine Betriebssicherheit,
insbesondere bei einem Zündbetrieb, erhöht werden. Zudem kann vorteilhaft ein, insbesondere
autonom arbeitendes, Heizgerät bereitgestellt werden, welches vorteilhaft dazu in
der Lage ist selbsttätig, und insbesondere ohne ein Eingreifen durch einen Benutzer,
sich ändernde Bedingungen, wie beispielsweise aufgrund von Alterungserscheinungen
einer Heizeinheit und/oder sich ändernde Umgebungsbedingungen, zu erkennen und einen
Betrieb entsprechend anzupassen, wodurch insbesondere Kosten minimiert, eine Funktionsdauer
erhöht, eine Robustheit verbessert und/oder eine Wartung erleichtert werden kann.
Darüber hinaus kann vorteilhaft eine Effizienz, insbesondere eine Heizleistungseffizienz,
eine Zeiteffizienz, eine Umwelteffizienz und/oder eine Kosteneffizienz, gesteigert
werden. Dabei kann insbesondere eine Zündzeit optimiert werden, wodurch eine Verschwendung
von Brennstoff minimiert und/oder eine Sicherheit für einen Benutzer maximiert werden
kann. Zusätzlich kann vorteilhaft eine von einem Messsignal des Sensors unabhängige
Betriebskenngröße erreicht werden.
[0017] Zudem geht die Erfindung aus von einem Verfahren zum Betrieb einer Heizgerätevorrichtung,
insbesondere einer Gas- und/oder Ölbrennervorrichtung, wobei bei wenigstens einem
Zündbetrieb einer Heizeinheit, insbesondere zeitlich vor einer Zündung der Heizeinheit,
zumindest eine bei einem vorherigen Heizbetrieb ermittelte Betriebskenngröße berücksichtigt
wird. Hierdurch kann insbesondere eine Betriebssicherheit, insbesondere bei einem
Zündbetrieb, erhöht werden. Zudem kann vorteilhaft ein, insbesondere autonom arbeitendes,
Heizgerät bereitgestellt werden, welches vorteilhaft dazu in der Lage ist selbsttätig,
und insbesondere ohne ein Eingreifen durch einen Benutzer, sich ändernde Bedingungen
zu erkennen und einen Betrieb entsprechend anzupassen, wodurch insbesondere Kosten
minimiert, eine Funktionsdauer erhöht, eine Robustheit verbessert und/oder eine Wartung
erleichtert werden kann.
[0018] Die Heizgerätevorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung
und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die Heizgerätevorrichtung zu
einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten
Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.
Zeichnung
[0019] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
Es zeigen:
[0020]
- Fig. 1
- ein als Gasheizgerät ausgebildetes Heizgerät mit einer Heizgerätevorrichtung in einer
schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- ein erstes Schaubild eines Signals der Heizgerätevorrichtung mit einem ersten Startwert
zur Ermittlung der Betriebskenngröße,
- Fig. 3
- ein zweites Schaubild eines Signals der Heizgerätevorrichtung mit einem im Vergleich
zum ersten Schaubild aus Figur 2 angepassten zweiten Startwert,
- Fig. 4
- ein beispielhaftes Ablaufdiagramm für einen Betrieb der Heizgerätevorrichtung und
- Fig. 5
- ein Schaubild eines Signals einer weiteren Heizgerätevorrichtung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0021] Figur 1 zeigt ein beispielhaft als Gasheizgerät ausgebildetes Heizgerät 34a in einer
schematischen Darstellung. Im vorliegenden Fall ist das Heizgerät 34a als Gasbrenner
ausgebildet. Alternativ ist auch denkbar, ein Heizgerät als einen Ölbrenner und/oder
ein beliebiges anderes Heizgerät auszubilden.
[0022] Das Heizgerät 34a weist eine Heizgerätevorrichtung auf. Die Heizgerätevorrichtung
umfasst einen ersten Dosierer 22a für Verbrennungsluft. Der erste Dosierer 22a ist
als drehzahlvariables Gebläse ausgebildet. Der erste Dosierer 22a ist dazu vorgesehen,
einen ersten Fluidstrom 36a, insbesondere zumindest einen Verbrennungsluftstrom, zu
fördern und zu regulieren. Dazu ist der erste Dosierer 22a mit einer ersten Zuleitung
für Verbrennungsluft verbunden. Des Weiteren umfasst die Heizgerätevorrichtung einen
zweiten Dosierer 20a für Brennstoff. Der zweite Dosierer 20a ist als durchsatzvariables
und elektronisches Brennstoffventil ausgebildet. Der zweite Dosierer 20a ist als Regelventil
ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist der zweite Dosierer 20a als elektrisch gesteuertes
Magnetventil ausgebildet. Alternativ ist denkbar, einen zweiten Dosierer 20a als elektrisch
gesteuertes Motorventil, insbesondere Schrittmotor-Expansionsventil, und/oder als
beliebiges anderes Stellventil und/oder Regelventil auszubilden. Der zweite Dosierer
20a ist dazu vorgesehen, einen zweiten Fluidstrom 38a, insbesondere einen Brennstoffstrom,
zu fördern und zu regulieren. Im vorliegenden Fall ist der zweite Dosierer 20a dazu
vorgesehen, einen Gasstrom zu fördern und zu regulieren. Dazu ist der zweite Dosierer
20a mit einer zweiten Zuleitung für Brennstoff verbunden. Zusätzlich ist denkbar,
dass ein Dosierer für Brennstoff eine Brennstoffmesseinheit umfasst und insbesondere
dazu vorgesehen ist, eine Brennstoffmenge präzise zu messen.
[0023] Die Heizgerätevorrichtung weist eine Zufuhreinheit 40a auf. Die Zufuhreinheit 40a
umfasst mehrere Fluidwege. Die Zufuhreinheit 40a umfasst einen Verbrennungsluftweg.
Der Verbrennungsluftweg ist dazu vorgesehen, den ersten Fluidstrom 36a zu führen.
Die Zufuhreinheit 40a umfasst ferner einen Brennstoffweg. Der Brennstoffweg ist dazu
vorgesehen, den zweiten Fluidstrom 38a zu führen. Darüber hinaus umfasst die Zufuhreinheit
40a einen Gemischstromweg. Der Gemischstromweg ist dazu vorgesehen, einen Gemischstrom
42a zu führen. Der Gemischstromweg ist dazu vorgesehen, den ersten Fluidstrom 36a
mit dem zweiten Fluidstrom 38a zu mischen.
[0024] Darüber hinaus umfasst die Heizgerätevorrichtung eine Heizeinheit 14a. Die Heizeinheit
14a ist dazu vorgesehen, in zumindest einem Betriebszustand ein Gemisch aus der Verbrennungsluft
und dem Brennstoff zu verbrennen, insbesondere unter Erzeugung einer Heizflamme 44a.
Dazu ist die Heizeinheit 14a mit der Zufuhreinheit 40a, insbesondere dem Gemischstromweg,
verbunden. Im vorliegenden Fall ist die Heizeinheit 14a dazu vorgesehen, die Heizflamme
44a in einem Brennraum der Heizgerätevorrichtung zu erzeugen. Zusätzlich umfasst die
Heizgerätevorrichtung eine Zündeinheit (nicht dargestellt), welche insbesondere dazu
vorgesehen ist, eine Zündflamme für die Heizeinheit 14a bereitzustellen.
[0025] Die Heizgerätevorrichtung weist ferner einen Sensor 46a auf. Der Sensor 46a ist in
dem Brennraum der Heizgerätevorrichtung angeordnet. Im vorliegenden Fall ist der Sensor
46a in einem Nahbereich der Heizflamme 44a der Heizeinheit 14a angeordnet. Der Sensor
46a ist als Flammenionisationselektrode ausgebildet. Der Sensor 46a ist dazu vorgesehen,
eine Verbrennung, insbesondere des Gemischstroms 42a, zu detektieren und insbesondere
eine mit der Verbrennung korrelierte Messgröße, im vorliegenden Fall insbesondere
ein Verbrennungssignal, bereitzustellen. Der Sensor 46a macht sich dabei den Umstand
zu Nutze, dass Flammen bei Anlegen einer elektrischen Spannung Strom leiten. Alternativ
ist denkbar, einen Sensor mit mehreren Messeinheiten und/oder Detektionseinheiten
zu verwenden. Ferner ist denkbar, einen von einer Flammenionisationselektrode verschieden
ausgebildeten Sensor zu verwenden und/oder einen Sensor in einem anderen Bereich einer
Heizgerätevorrichtung anzuordnen.
[0026] Des Weiteren weist die Heizgerätevorrichtung eine Steuereinheit 10a auf. Die Steuereinheit
10a ist dazu vorgesehen, einen Betrieb der Heizgerätevorrichtung zu steuern. Dazu
weist die Steuereinheit 10a eine Recheneinheit, eine Speichereinheit und ein in der
Speichereinheit hinterlegtes Betriebsprogramm auf, das dazu vorgesehen ist, von der
Recheneinheit ausgeführt zu werden. Die Steuereinheit 10a ist dazu vorgesehen, eine
angeforderte Heizleistung einzustellen und/oder bereitzustellen. Dazu weist die Steuereinheit
10a eine elektrische Verbindung mit dem ersten Dosierer 22a und dem zweiten Dosierer
20a auf. Im vorliegenden Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, den ersten
Fluidstrom 36a und den zweiten Fluidstrom 38a mittels des ersten Dosierers 22a und
des zweiten Dosierers 20a unabhängig voneinander einzustellen. Ferner weist die Steuereinheit
10a eine elektrische Verbindung mit dem Sensor 46a auf. Die Steuereinheit 10a ist
dazu vorgesehen, Ansteuersignale 54a zu einer Einstellung des ersten Dosierers 22a
und des zweiten Dosierers 20a bereitzustellen. Zudem ist die Steuereinheit 10a in
zumindest einem Betriebszustand dazu vorgesehen, die Heizleistung der Heizeinheit
14a nach Art einer Regelung und unter Verwendung der Messgröße des Sensors 46a einzustellen,
insbesondere mittels einer Ansteuerung des ersten Dosierers 22a und des zweiten Dosierers
20a.
[0027] Eine detaillierte Beschreibung einer Funktionsweise der Steuereinheit 10a erfolgt
nun unter Verweis auf die Figuren 2 und 3. Die Figuren 2 und 3 zeigen zeitlich hintereinanderliegende
Schaubilder verschiedener Betriebe und/oder Betriebszustände zur Ermittlung und Berücksichtigung
einer Betriebskenngröße bei einem Zündbetrieb 12a, 13a. Die Betriebskenngröße entspricht
im vorliegenden Fall einem Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a für Brennstoff.
Das Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a entspricht einem Steuerstrom. Alternativ
könnte eine Betriebskenngröße jedoch auch einem Ansteuersignal eines ersten Dosierers
für Verbrennungsluft oder einem Ansteuersignal eines zweiten Dosierers für Brennstoff
und eines ersten Dosierers für Verbrennungsluft entsprechen. Zudem ist denkbar, dass
ein Ansteuersignal einer Steuerspannung und/oder einem beliebigen, anderen Ansteuersignal
entspricht. Auf einer Abszissenachse 48a ist eine Zeit dargestellt. Eine Ordinatenachse
50a ist als Größenachse ausgebildet. Eine Kurve 52a zeigt beispielhaft eine zeitliche
Änderung des Ansteuersignals 54a des zweiten Dosierers 20a für Brennstoff. Das Ansteuersignal
54a des zweiten Dosierers 20a ist dabei mit einer Ventilstellung, insbesondere einer
Ventilöffnungsstellung, des zweiten Dosierers 20a korreliert und entspricht damit
insbesondere dem zweiten Fluidstrom 38a, insbesondere einem Brennstoffstrom und im
vorliegenden Fall insbesondere einer Brennstoffmenge.
[0028] Im vorliegenden Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, bei einem Zündbetrieb
12a, 13a und/oder einem Zündvorgang ein Ansteuersignal des ersten Dosierers 22a für
Verbrennungsluft konstant zu halten. Zudem ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen,
bei dem Zündbetrieb 12a, 13a und/oder Zündvorgang zur Einstellung eines Brennstoff-Verbrennungsluft-Verhältnisses
das Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a ausgehend von einem Startwert 24a,
26a zu variieren. Der Startwert 24a, 26a liegt zwischen einem minimalen Betriebswert
56a und einem maximalen Betriebswert 58a. Der minimale Betriebswert 56a und der maximale
Betriebswert 58a sind in der Speichereinheit der Steuereinheit 10a hinterlegt und
entsprechen in einem Installationsbetrieb mit Hilfe von Prüfbrennstoffen ermittelten
Extremwerten. Unterhalb des minimalen Betriebswerts 56a und oberhalb des maximalen
Betriebswerts 58a ist ein Betrieb des Heizgeräts 34a, insbesondere ein Zünden der
Heizeinheit 14a, dabei nicht möglich. Der Startwert 24a, 26a liegt ferner unterhalb
eines, insbesondere für eine Zündung benötigten, Zündwerts 60a der Heizeinheit 14a.
Der Zündwert 60a entspricht einem für eine Zündung benötigten Brennstoff-Verbrennungsluft-Verhältnis.
[0029] Im vorliegenden Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, unmittelbar nach
einem Betriebsstart 30a, 31a das Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a kontinuierlich,
im vorliegenden Fall insbesondere linear und insbesondere mit einer festgelegten und/oder
festlegbaren Steigung, über einen festgelegten Zeitraum 62a zu erhöhen und somit insbesondere
eine Brennstoffmenge zu erhöhen. Der Zeitraum 62a entspricht einem Sicherheitsintervall.
Der Zeitraum 62a ist dabei kleiner als ein Zeitraum, welcher benötigt wird, um das
Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a ausgehend von dem minimalen Betriebswert
56a bis zu dem maximalen Betriebswert 58a, insbesondere linear mit der Steigung, zu
variieren. Erfolgt dabei innerhalb des Zeitraums 62a keine Zündung, so stoppt eine
Brennstoffzufuhr automatisch. Anschließend wird abhängig von einem erreichten Endwert
des Ansteuersignals 54a des zweiten Dosierers 20a das Heizgerät 34a gesperrt oder
der Startwert 24a, 26a des Ansteuersignals 54a des zweiten Dosierers 20a variiert.
Erreicht ein Wert des Ansteuersignals 54a des zweiten Dosierers 20a den Zündwert 60a,
erfolgt zu einem Zündzeitpunkt 32a, 33a eine Zündung. Der Zündbetrieb 12a, 13a startet
somit mit einem Betriebsstart 30a, 31a und endet mit dem Zündzeitpunkt 32a, 33a. Alternativ
ist denkbar, dass eine Steuereinheit dazu vorgesehen sein kann, ein Ansteuersignal
exponentiell und/oder quadratisch zu erhöhen und/oder zu erniedrigen.
[0030] Bei erfolgreicher Zündung schließt zeitlich an den Zündbetrieb 12a, 13a ein Heizbetrieb
16a, 17a an. Der Heizbetrieb 16a, 17a umfasst einen Steuerbetriebszustand 64a, 65a
und einen Dauerbetriebszustand 18a, 19a. Im Steuerbetriebszustand 64a, 65a ist die
Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, das Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a
kurzzeitig konstant zu halten und somit insbesondere die Heizleistung der Heizeinheit
14a nach Art einer Steuerung einzustellen. An den Steuerbetriebszustand 64a, 65a schließt
zeitlich unmittelbar der Dauerbetriebszustand 18a, 19a an. Der Dauerbetriebszustand
18a, 19a entspricht einem Regelbetriebszustand. Im Dauerbetriebszustand 18a, 19a ist
die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, die Heizleistung der Heizeinheit 14a nach Art
einer Regelung und insbesondere unter Verwendung der Messgröße des Sensors 46a zu
regeln. Die Messgröße des Sensors 46a entspricht dabei einer Regelgröße. Im vorliegenden
Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, im Dauerbetriebszustand 18a, 19a eine
Luftzahl der Verbrennung auf eine Soll-Luftzahl einzuregeln. Das Ansteuersignal 54a
des zweiten Dosierers 20a entspricht dabei einer Stellgröße. Die Steuereinheit 10a
ist demnach dazu vorgesehen, das Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a derart
anzupassen, dass die Luftzahl der Verbrennung in einem zumindest im Wesentlichen eingeregelten
Dauerbetriebszustand 18a, 19a der Soll-Luftzahl entspricht. Im zumindest im Wesentlichen
eingeregelten Dauerbetriebszustand 18a, 19a ist das Ansteuersignal 54a des zweiten
Dosierers 20a dann zumindest im Wesentlichen konstant.
[0031] Figur 2 zeigt einen ersten Betrieb und/oder ersten Betriebszustand der Heizeinheit
14a, während Figur 3 einen zweiten Betrieb und/oder zweiten Betriebszustand der Heizeinheit
14a darstellt. Der erste Betrieb und/oder erste Betriebszustand der Heizeinheit 14a
entspricht, bezogen auf den zweiten Betrieb und/oder zweiten Betriebszustand der Heizeinheit
14a, einem vorherigen Betrieb und/oder Betriebszustand. Der Übersichtlichkeit halber
werden im Folgenden nun Objekte, welche sich auf den ersten Betrieb und/oder ersten
Betriebszustand beziehen, mit "erstem Objekt" bezeichnet, während Objekte, welche
sich auf den zweiten Betrieb und/oder Betriebszustand beziehen, mit "zweitem Objekt"
bezeichnet werden.
[0032] Die Steuereinheit 10a ist nun dazu vorgesehen, bei wenigstens einem zweiten Zündbetrieb
13a eine bei einem vorherigen ersten Heizbetrieb 16a der Heizeinheit 14a ermittelte
erste Betriebskenngröße zu berücksichtigen, wobei die erste Betriebskenngröße im vorliegenden
Fall insbesondere dem Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a für Brennstoff
entspricht. Dabei ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, die erste Betriebskenngröße
im zumindest im Wesentlichen eingeregelten ersten Dauerbetriebszustand 18a der Heizeinheit
14a zu ermitteln. Im vorliegenden Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen,
die erste Betriebskenngröße zu einem ersten Zeitpunkt 66a zu ermitteln. Der erste
Zeitpunkt 66a liegt einige Sekunden, im vorliegenden Fall insbesondere 10 s, nach
Beginn des ersten Dauerbetriebszustands 18a. Die Steuereinheit 10a ist dazu vorgesehen,
eine Betriebskenngröße und/oder die Betriebskenngröße in regelmäßigen zeitlichen Abständen
zu ermitteln. Im vorliegenden Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, bei
jedem Heizbetrieb 16a, 17a der Heizeinheit 14a genau einmal eine Betriebskenngröße
zu ermitteln. Alternativ ist denkbar, dass eine Steuereinheit dazu vorgesehen ist,
eine Betriebskenngröße in regelmäßigen zeitlichen Abständen, wie beispielswiese jährlich,
monatlich, täglich und/oder stündlich, und/oder in Abhängigkeit von einem Auslöseereignis,
wie beispielsweise einem bestimmten Fehler, zu ermitteln.
[0033] Darüber hinaus ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, anhand der ermittelten
ersten Betriebskenngröße einen Startwert des Ansteuersignals 54a des zweiten Dosierers
20a zu ermitteln. Der ermittelte Startwert entspricht im vorliegenden Fall der ermittelten
ersten Betriebskenngröße abzüglich einer Sicherheitsmarge, insbesondere um etwaige
Schwankungen beim Zündbetrieb und/oder Temperaturschwankungen zu berücksichtigen.
Anschließend ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, den ermittelten Startwert
mit dem aktuellen ersten Startwert 24a zu vergleichen und bei einer Abweichung des
ermittelten Startwerts von dem aktuellen ersten Startwert 24a, die größer ist als
eine Grenzabweichung, den aktuellen ersten Startwert 24a anzupassen. Die Steuereinheit
10a ist dabei dazu vorgesehen, den aktuellen ersten Startwert 24a derart anzupassen,
dass bei einem folgenden zweiten Zündbetrieb 13a der ermittelte Startwert, im vorliegenden
Fall insbesondere ein zweiter Startwert 26a, verwendet wird. Im vorliegenden Fall
ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, den ersten Startwert 24a derart anzupassen,
dass eine Zeitdauer bis zur Zündung optimiert, im vorliegenden Fall insbesondere minimiert,
wird. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass eine Steuereinheit dazu vorgesehen
sein kann, eine Steigung einer linearen Variation eines Ansteuersignals eines zweiten
Dosierers zu verändern, wodurch ein vorteilhaft geschmeidiger Zündbetrieb und/oder
Zündvorgang erreicht werden kann. Zudem ist denkbar, dass eine Steuereinheit dazu
vorgesehen sein kann, anhand einer Betriebskenngröße einen Startwert eines Ansteuersignals
eines Dosierers für Verbrennungsluft oder eines Dosierers für Brennstoff und eines
Dosierers für Verbrennungsluft zu ermitteln.
[0034] Figur 4 zeigt ein beispielhaftes Ablaufdiagramm für einen Betrieb der Heizgerätevorrichtung.
[0035] In einem Schritt 70a wird das Heizgerät 34a gestartet. Der Schritt 70a entspricht
dabei einem ersten Betrieb des Heizgeräts 34a nach einem Installationsbetrieb und/oder
einem ersten Betrieb des Heizgeräts 34a nach einem Reset. In einem auf den Schritt
70a folgenden Schritt 72a ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, einen Startwert
auf den minimalen Betriebswert 56a einzustellen. Anschließend ist die Steuereinheit
10a dazu vorgesehen, das Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a kontinuierlich,
im vorliegenden Fall insbesondere linear, über den Zeitraum 62a zu variieren, insbesondere
ausgehend von dem minimalen Betriebswert 56a. In einem Schritt 74a prüft die Steuereinheit
10a, insbesondere mittels des Sensors 46a, ob eine Zündung der Heizeinheit 14a erfolgte.
[0036] Bei erfolgreicher Zündung folgt Schritt 76a. In Schritt 76a ist die Steuereinheit
10a dazu vorgesehen, eine Betriebskenngröße zu ermitteln und in Schritt 78a mittels
der Betriebskenngröße einen Startwert zu ermitteln und abhängig von dem ermittelten
Startwert eventuell, insbesondere falls eine Abweichung des ermittelten Startwerts
von dem aktuellen Startwert größer als eine Grenzabweichung ist, den aktuellen Startwert,
im vorliegenden Fall insbesondere den minimalen Betriebswert 56a, anzupassen. Schritt
80a entspricht einem, insbesondere kontinuierlichen, Heizbetreib des Heizgeräts 34a.
[0037] Detektiert die Steuereinheit 10a in Schritt 74a hingegen eine fehlgeschlagene Zündung,
folgt Schritt 82a. In Schritt 82a ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, den aktuellen
Startwert anzupassen, insbesondere zu erhöhen. Es gilt:

[0038] Dabei entspricht S
N einem aktualisierten Startwert, S
A dem aktuellen Startwert, m einer Steigung einer linearen Variation des Ansteuersignals
54a des zweiten Dosierers 20a, T
S dem Zeitraum 62a und x einer Sicherheitsmarge, insbesondere um etwaige Schwankungen
bei einem Zündbetrieb und/oder Temperaturschwankungen zu berücksichtigen. Anschließend
prüft die Steuereinheit 10a in Schritt 84a, ob das Ansteuersignal 54a des zweiten
Dosierers 20a bei einer kontinuierlichen, im vorliegenden Fall insbesondere linearen,
Variation des Ansteuersignals 54a des zweiten Dosierers 20a über den Zeitraum 62a
ausgehend von dem aktualisierten Startwert unterhalb des maximalen Betriebswerts 58a
liegt. Es gilt:

[0039] Dabei entspricht B
Max dem maximalen Betriebswert 58a. Ist dies nicht der Fall so wird in Schritt 90a das
Heizgerät 34a gesperrt. Andernfalls folgt Schritt 86a. In Schritt 86a ist die Steuereinheit
10a dazu vorgesehen, das Ansteuersignal 54a des zweiten Dosierers 20a kontinuierlich,
im vorliegenden Fall insbesondere linear, über den Zeitraum 62a zu variieren, insbesondere
ausgehend von dem aktualisierten Startwert. In einem Schritt 88a prüft die Steuereinheit
10a, insbesondere mittels des Sensors 46a, ob eine Zündung der Heizeinheit 14a erfolgte.
Bei erfolgreicher Zündung folgt Schritt 76a. Bei einer fehlgeschlagenen Zündung folgt
Schritt 82a. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass eine Steuereinheit dazu
vorgesehen ist, eine Steigung einer linearen Variation eines Ansteuersignals eines
zweiten Dosierers zu variieren. Zudem könnte eine Steuereinheit in einem Schritt 84a
dazu vorgesehen sein, insbesondere lediglich, zu prüfen, ob ein aktualisierter Startwert
unterhalb eines maximalen Betriebswerts liegt und/oder kleiner gleich einem maximalen
Betriebswert ist.
[0040] Das beispielhafte Ablaufdiagramm in Figur 4 soll dabei insbesondere lediglich beispielhaft
ein Betrieb der Heizgerätevorrichtung beschreiben. Insbesondere können einzelne Schritte
und/oder eine Abfolge der Schritte variieren. Dabei ist insbesondere auch denkbar,
auf einen Schritt 82a zu verzichten, sodass bei einer fehlgeschlagenen Zündung auf
Schritt 74a unmittelbar Schritt 90a folgt. Zudem ist denkbar, in einem Schritt 82a
andere Parameter des Heizgeräts 34a anzupassen, wie beispielsweise einen, insbesondere
verwendeten, Brennstofftyp und/oder eine Brennstoffzusammensetzung.
[0041] Darüber hinaus kann die Steuereinheit 10a im vorliegenden Fall dazu vorgesehen sein,
insbesondere zusätzlich, bei wenigstens einem weiteren Zündbetrieb der Heizeinheit
14a zumindest eine bei einem vorherigen, insbesondere den weiteren Zündbetrieb und
einen weiteren Heizbetrieb umfassenden, Betrieb der Heizeinheit 14a ermittelte weitere
Betriebskenngröße zu berücksichtigen, wobei die weitere Betriebskenngröße insbesondere
ein zeitlicher Abstand zwischen einem weiteren Betriebsstart und einem weiteren Zündzeitpunkt
der Heizeinheit 14a ist. Die Steuereinheit 10a kann dabei insbesondere dazu vorgesehen
sein, die weitere Betriebskenngröße anstatt der Betriebskenngröße zu ermitteln oder
zusätzlich zu der Betriebskenngröße, insbesondere in demselben Betrieb der Heizeinheit
14a. Alternativ ist jedoch auch denkbar, dass die weitere Betriebskenngröße ein zeitlicher
Abstand zwischen einem Betriebsstart und einem Steuerbetriebszustand, einem Dauerbetriebszustand
und/oder einem zumindest im Wesentlichen eingeregelten Dauerbetriebszustand und/oder
einem beliebigen anderen Zeitraum ist. Die Steuereinheit 10a kann in diesem Fall dazu
vorgesehen sein, anhand der weiteren Betriebskenngröße einen weiteren Startwert des
Ansteuersignals 54a des zweiten Dosierers 20b und/oder des Ansteuersignals des ersten
Dosierers 22a zu ermitteln und den ermittelten weiteren Startwert mit einem, vorteilhaft
in der Speichereinheit der Steuereinheit 10a hinterlegten, Referenzstartwert zu vergleichen
und insbesondere bei einer Abweichung des ermittelten weiteren Startwerts von dem
Referenzstartwert, die größer ist als eine Grenzabweichung, einen aktuellen Startwert
24a, 26a anzupassen. Dabei kann die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen sein, den aktuellen
Startwert 24a, 26a derart anzupassen, dass eine Zeitdauer bis zur Zündung verkürzt
wird, beispielsweise um eine Zünddauer und/oder eine Verschwendung von Brennstoff
zu verringern, und/oder den weiteren Startwert derart anzupassen, dass eine Zeitdauer
bis zur Zündung verlängert wird, beispielsweise um Sicherheitsbestimmungen einzuhalten.
Dieser letzte Aspekt der Erfindung könnte, wie insbesondere im folgenden Ausführungsbeispiel
ausgeführt, auch für sich allein realisiert werden und bevorzugt mit zumindest einigen
und vorteilhaft wenigstens einem Großteil der zuvor genannten Aspekte kombiniert werden.
[0042] In Figur 5 ist das Ausführungsbeispiel des zuvor genannten Aspekts gezeigt. Die nachfolgenden
Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile,
insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch
auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung des anderen Ausführungsbeispiels, insbesondere
der Figuren 1 bis 4, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis
4 nachgestellt. Im Ausführungsbeispiel der Figur 5 ist der Buchstabe a durch den Buchstaben
b ersetzt.
[0043] Figur 5 zeigt ein zu den Figuren 2 und 3 analoges Schaubild, wobei ein erster Betrieb
und/oder ein erster Betriebszustand und ein zweiter Betrieb und/oder en zweiter Betriebszustand
in demselben Schaubild dargestellt sind.
[0044] Im vorliegenden Fall ist eine Steuereinheit 10b dazu vorgesehen, bei wenigstens einem
Zündbetrieb 12b, 13b einer Heizeinheit 14b zumindest eine bei einem vorherigen, insbesondere
den Zündbetrieb 12b, 13b und einen Heizbetrieb 16b, 17b der Heizeinheit umfassenden,
Betrieb der Heizeinheit 14b ermittelte Betriebskenngröße zu berücksichtigen, wobei
die Betriebskenngröße ein zeitlicher Abstand 28b, 29b zwischen einem Betriebsstart
30b, 31 b und einem Zündzeitpunkt 32b, 33b der Heizeinheit 14b ist. Alternativ ist
jedoch auch denkbar, dass die weitere Betriebskenngröße ein zeitlicher Abstand zwischen
einem Betriebsstart und einem Steuerbetriebszustand, einem Dauerbetriebszustand und/oder
einem zumindest im Wesentlichen eingeregelten Dauerbetriebszustand und/oder einem
beliebigen anderen Zeitraum ist. Die Betriebskenngröße entspricht dabei einer Zeitdauer
des Zündbetriebs 12b, 13b.
[0045] Dabei ist die Steuereinheit 10b dazu vorgesehen, eine Betriebskenngröße und/oder
die Betriebskenngröße in regelmäßigen zeitlichen Abständen zu ermitteln. Im vorliegenden
Fall ist die Steuereinheit 10b dazu vorgesehen, bei jedem Betrieb der Heizeinheit
14b genau einmal eine Betriebskenngröße zu ermitteln. Alternativ ist denkbar, dass
eine Steuereinheit dazu vorgesehen ist, eine Betriebskenngröße in regelmäßigen zeitlichen
Abständen, wie beispielswiese jährlich, monatlich, täglich und/oder stündlich, und/oder
in Abhängigkeit von einem Auslöseereignis, wie beispielsweise einem bestimmten Fehler,
zu ermitteln.
[0046] Zudem ist die Steuereinheit 10b dazu vorgesehen, bei wenigstens einem Zündbetrieb
12b, 13b zur Einstellung eines Brennstoff-Verbrennungsluft-Verhältnisses ein Ansteuersignal
54b eines zweiten Dosierers 20a für Brennstoff ausgehend von wenigstens einem Startwert
24b, 26b zu variieren. Alternativ ist denkbar, dass eine Steuereinheit dazu vorgesehen
ist, bei wenigstens einem Zündbetrieb zur Einstellung eines Brennstoff-Verbrennungsluft-Verhältnisses
ein Ansteuersignal eines ersten Dosierers für Verbrennungsluft oder ein Ansteuersignal
eines zweiten Dosierers für Brennstoff und eines ersten Dosierers für Verbrennungsluft
ausgehend von wenigstens einem Startwert zu variieren.
[0047] Die Steuereinheit 10b ist in diesem Fall dazu vorgesehen, anhand der Betriebskenngröße
einen Startwert des Ansteuersignals 54b eines zweiten Dosierers 20b für Brennstoff
zu ermitteln und den ermittelten Startwert mit einem, vorteilhaft in einer Speichereinheit
der Steuereinheit 10b hinterlegten, Referenzstartwert zu vergleichen und bei einer
Abweichung des ermittelten Startwerts von dem Referenzstartwert, die größer ist als
eine Grenzabweichung, einen aktuellen Startwert 24b, 26b anzupassen. Im vorliegenden
Fall ist die Steuereinheit 10b dazu vorgesehen einen ersten Startwert 24b des ersten
Betriebszustands durch einen zweiten Startwert 26b des zweiten Betriebszustands zu
ersetzen. Dabei ist die Steuereinheit 10b dazu vorgesehen, den ersten Startwert 24b
derart anzupassen, dass eine Zeitdauer bis zur Zündung verkürzt wird. Alternativ ist
jedoch auch denkbar, dass eine Steuereinheit dazu vorgesehen ist, einen ersten Startwert
derart anzupassen, dass eine Zeitdauer bis zur Zündung verlängert wird, beispielsweise
um Sicherheitsbestimmungen einzuhalten.
[0048] Im vorliegenden Fall ist insbesondere auch denkbar, eine in einem ersten Ausführungsbeispiel
offenbarte Methode zur Ermittlung und Berücksichtigung einer Betriebskenngröße mit
einer in einem zweiten Ausführungsbeispiel offenbarte Methode in Kombination zu verwenden,
wodurch insbesondere eine besonders hohe Betriebssicherheit erreicht werden kann.
1. Heizgerätevorrichtung, insbesondere Gas- und/oder Ölbrennervorrichtung, mit einer
Steuereinheit (10a; 10b), welche dazu vorgesehen ist, bei wenigstens einem Zündbetrieb
(12a, 13a; 12b, 13b) einer Heizeinheit (14a; 14b) zumindest eine bei einem vorherigen
Heizbetrieb (16a, 17a; 16b, 17b) der Heizeinheit (14a; 14b) ermittelte Betriebskenngröße
zu berücksichtigen.
2. Heizgerätevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a) dazu vorgesehen ist, die Betriebskenngröße in einem zumindest
im Wesentlichen eingeregelten Dauerbetriebszustand (18a) der Heizeinheit (14a) zu
ermitteln.
3. Heizgerätevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, die Betriebskenngröße in regelmäßigen
zeitlichen Abständen zu ermitteln.
4. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, die Betriebskenngröße bei jedem
Heizbetrieb (16a, 17a; 16b, 17b) der Heizeinheit (14a; 14b) zumindest einmal zu ermitteln.
5. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, bei wenigstens einem Zündbetrieb
(12a, 13a; 12b, 13b) zur Einstellung eines Brennstoff-Verbrennungsluft-Verhältnisses
ein Ansteuersignal (54a; 54b) eines Dosierers (20a; 20b) für Brennstoff und/oder eines
Dosierers (22a) für Verbrennungsluft ausgehend von wenigstens einem Startwert (24a,
26a; 24b, 26b) zu variieren.
6. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, anhand der Betriebskenngröße wenigstens
einen Startwert eines Ansteuersignals (54a; 54b) eines Dosierers (20a; 20b) für Brennstoff
und/oder eines Dosierers (22a) für Verbrennungsluft zu ermitteln.
7. Heizgerätevorrichtung Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, den ermittelten Startwert mit einem
aktuellen Startwert (24a, 26a; 24b, 26b) zu vergleichen und bei einer Abweichung des
ermittelten Startwerts von dem aktuellen Startwert (24a, 26a; 24b, 26b), die größer
ist als eine Grenzabweichung, den aktuellen Startwert (24a, 26a; 24b, 26b) anzupassen.
8. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebskenngröße ein Ansteuersignal (54a; 54b) eines Dosierers (20a; 20b) für
Brennstoff ist.
9. Heizgerät (34a), insbesondere Gas- und/oder Ölbrenner, mit zumindest einer Heizgerätevorrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
10. Verfahren zum Betrieb einer Heizgerätevorrichtung, insbesondere einer Gas- und/oder
Ölbrennervorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei bei wenigstens
einem Zündbetrieb (12a, 13a; 12b, 13b) einer Heizeinheit (14a; 14b) zumindest eine
bei einem vorherigen Heizbetrieb (16a, 17a; 16b, 17b) ermittelte Betriebskenngröße
berücksichtigt wird.