[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät und eine Kühlgutschale
für ein solches Haushaltskältegerät.
[0002] Ein Haushaltskältegerät umfasst üblicherweise einen Kühlgutbehälter, der auch als
Innenbehälter bezeichnet wird. Der Kühlgutbehälter umfasst Wandungen, die einen Aufnahmeraum
für Lebensmittel begrenzen. In oder an den Seitenwänden eines solchen Kühlgutbehälters
sind üblicherweise Vorsprünge, Rippen, Nuten oder dergleichen vorgesehen, durch welche
Auflagen, beispielsweise für Fachböden oder andere Zubehörteile des Haushaltskältegeräts,
bereitgestellt sind. Es gibt verschiedene Ausstattungsklassen bei Haushaltskältegeräten,
die sich insbesondere im Komfort für einen Benutzer unterscheiden. Zum Beispiel sind
Fachböden oder Kühlgutschalen bei einer niedrigen Ausstattungsklasse lediglich auf
Rippen oder Nuten im Kühlgutbehälter gelagert, während bei einer höheren Ausstattungsklasse
Fachböden oder Kühlgutschalen auf Teleskopauszügen montiert sind.
[0003] WO 2010/100909 A1 offenbart einen Kühlschrank mit Trageinheiten an den Innenwänden eines Ablagefachs,
die eine Ablageplatte und einen Behälter stützen.
[0004] Üblicherweise müssen die Kühlgutbehälter für die jeweilige Ausstattungsklasse individuell
angepasst werden. Dies erfordert beispielsweise, dass spezifische Durchbrechungen
oder spezifische Nuten für die jeweilige Ausstattungsklasse vorgesehen werden. Für
die Herstellung sind wiederum spezifische Werkzeuge erforderlich. Auch die Innenausstattung,
wie Kühlgutschalen oder Fachböden müssen an die jeweilige Ausstattungsklasse angepasst
werden. Entsprechend kann eine Kühlgutschale oder ein Fachboden für eine niedrige
Ausstattungsklasse üblicherweise nicht für eine höhere Ausstattungsklasse verwendet
werden.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Haushaltskältegerät
sowie eine Kühlgutschale bereitzustellen, die ohne großen Aufwand an verschiedene
Ausstattungsklassen angepasst werden können.
[0006] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Ein erster Aspekt betrifft ein Haushaltskältegerät umfassend einen Kühlgutbehälter
mit einer Innenseite, die einen Aufnahmeraum für Lebensmittel begrenzt, und zwei Einsetzteilen
wobei die Einsetzteile an der Innenseite der Seitenflächen des Kühlgutbehälters befestigt
sind, und wobei jedes Einsetzteil ein Verrastungselement aufweist, das durch eine
Durchbrechung im Kühlgutbehälter hindurchgreift und mit einer (komplementären) Verrastungsaufnahme
eines Hinterlegteils verrastet ist.
[0008] Das Hinterlegteil ist an der Außenseite des Kühlgutbehälters angeordnet. Vorteilhafterweise
sind die Durchbrechung und das Hinterlegteil, die für das Verrastungselement vorgesehen
ist, identisch mit der Durchbrechung und dem Hinterlegtteil, die für eine Halterung
für eine Teleskopschiene verwendet wird. Somit kann die Teilevielfalt reduziert werden.
Weiterhin können die identischen Arbeitsschritte im Hinblick auf die Durchbrechung
und das Hinterlegteil vorgenommen werden, unabhängig davon, ob ein Haushaltskältegerät
mit Einsetzteilen oder Teleskopschienen ausgestattet wird. Der Kühlgutbehälter umfasst
einen Boden, zwei Seitenwände, eine Rückwand und eine obere Wand. Das Haushaltskältegerät
umfasst eine Tür, um den Kühlgutbehälter zu verschließen.
[0009] Vorteilhafterweise kann der Kühlgutbehälter gleichermaßen für ein Haushaltsgerät
niedrigerer Ausstattungsklasse verwendet werden wie für ein Haushaltsgerät einer höheren
Ausstattungsklasse. Um den Kühlgutbehälter für eine niedrigere Ausstattungsklasse
zu verwenden, müssen lediglich die Einsetzteile montiert werden, während für die höhere
Ausstattungsklasse Teleskopschienen anstelle der Einsetzteile montiert werden. Somit
ist der Kühlgutbehälter zur alternativen Aufnahme von Einsetzteilen oder Teleskopschienen
ausgestattet.
[0010] Vorzugsweise sind die Einsetzteile in einem vorderen Drittel der Seitenwand des Kühlgutbehälters
angeordnet.
[0011] Vorzugsweise sind die Einsetzteile zum Führen und Begrenzen des Auszugs einer Kühlgutschale,
wobei jedes Einsetzteil eine Führungsrippe mit einem Anschlag für eine Auszugsbegrenzung
einer Kühlgutschale aufweist.
[0012] Vorzugsweise ist das Verrastungselement in der Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts
über der Führungsrippe angeordnet.
[0013] Vorzugsweise weist die Führungsrippe einen vorderen Endbereich auf, der ein der Tür
eines Haushaltskältegeräts zugewandter Endbereich ist, und ein hinterer Endbereich
auf, das ein der Rückwand eines Kühlgutbehälters zugewandter Endbereich ist. Vorzugsweise
weist die Führungsrippe eine Oberseite auf, an der der Anschlag angeordnet ist und
einer oberen Wand des Kühlgutbehälters zugewandt ist. Vorzugsweise sind eine geneigte
Freigabefläche und eine Anlagefläche an einer Unterseite der Führungsrippe angeordnet,
die dem Boden des Kühlgutbehälters zugewandt ist. Vorzugsweise erstreckt sich die
geneigte Freigabefläche ausgehend von dem vorderen Endbereich der Führungsrippe, wobei
sich die Anlagefläche an die geneigte Freigabefläche anschließt und bis zum hinteren
Endbereich der Führungsrippe.
[0014] Vorzugsweise ist die geneigte Freigabefläche bezogen auf eine Horizontale in Richtung
der Rückwand des Kühlgutbehälters um mindestens 2°, weiter bevorzugt um mindestens
5° nach unten geneigt. Vorzugsweise alternativ oder zusätzlich ist die geneigte Freigabefläche
um nicht mehr als 10° bezogen auf eine Horizontale geneigt.
[0015] Vorteilhafterweise ermöglicht die Freigabefläche, dass eine korrespondierende Kühlgutschale
verkippt werden kann, so dass die Vorderseite der Kühlgutschale in die Höhenrichtung
des Haushaltskältegeräts geneigt ist und in dieser Stellung Auszugsbegrenzungen der
Kühlgutschale an den Anschlägen der Einsetzteile vorbeigleiten. Vorteilhafterweise
ermöglicht die Anlagefläche bei einer vollausgezogenen Kühlgutschale, dass die Traglast
der Kühlgutschale von der Führungsrippe aufgenommen wird, wobei die Traglast auf die
gesamte Anlagefläche verteilt ist.
[0016] Vorzugsweise weist das Einsetzteil eine Befestigungsrippe auf, die in eine Aufnahmenut
an der Innenseite der Seitenwand des Kühlgutbehälters eingesetzt ist. Vorzugsweise
weist das Einsetzteil zwei von einander beabstandete Befestigungsrippen auf, die in
eine Aufnahmenut eingesetzt sind. Vorzugsweise ist die Führungsrippe in eine Höhenrichtung
des Haushaltskältegeräts über der/n Befestigungsrippe(n) angeordnet.
[0017] Vorteilhafterweise erhöhen die Befestigungsrippen die Stabilität der Befestigung
der Einsetzteile an den Seitenflächen. Insbesondere können die Befestigungsrippen
auftretende Drehmomente aufnehmen, die durch eine ausgezogene Kühlgutschale verursacht
wird. Vorteilhafterweise ist die Aufnahmenut im Kühlgutbehälter durch Formen des Kühlbehälters
erzeugt, so dass die gleichen Herstellungsschritte, d.h. der identische Kühlgutbehälter
verwendet werden kann, unabhängig davon, ob der Kühlgutbehälter mit Einsetzteilen
oder mit Teleskopschienen ausgestattet wird.
[0018] Vorzugsweise weist das Einsetzteil ein Fixierelement auf, das in einen komplementären
Rücksprung an der Innenseite des Kühlgutbehälters eingesetzt ist. Vorzugsweise ist
die Befestigungsrippe oder sind die Befestigungsrippen in der Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts
über dem Fixierelement angeordnet. Vorzugsweise ist das Fixierelement ein halbmondförmiger
Vorsprung und der Rücksprung als halbmondförmige Einbuchtung ausgebildet. Vorzugsweise
ist das Verrastungselement vertikal über dem Fixierelement angeordnet.
[0019] Vorzugsweise ist der Anschlag als Vorsprung an der Oberseite der Führungsrippe ausgebildet.
Vorzugsweise ist der Anschlag der einzige Vorsprung an der Oberseite. Vorzugsweise
ist das Verrastungselement vertikal über dem Anschlag der Führungsrippe angeordnet.
[0020] Vorzugsweise erstreckt sich die Anlagefläche der Führungsrippe parallel zu einer
Horizontalen oder der Tiefenrichtung des Kühlgutbehälters. Vorzugsweise weist in diesem
Fall eine korrespondierende Kühlgutschale eine Schalenführungsfläche auf, deren Endabschnitt
zur Bodenfläche der Kühlgutschale geneigt ist.
[0021] Vorzugsweise umfasst das Einsetzteil eine Auflage für einen Fachboden. Vorzugsweise
ist ein Freiraum zwischen der Auflage und der Führungsrippe ausgebildet, wobei der
Freiraum zur Aufnahme einer langestreckten Rippe der korrespondierenden Kühlgutschale
dient.
[0022] Vorzugsweise ist der Fachboden in Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts über dem
Fixierelement angeordnet. Vorzugsweise ist die Befestigungsrippe oder sind die Befestigungsrippen
in einer Höhenrichtung über der Auflage angeordnet.
[0023] Vorzugsweise weist das Einsetzteil eine Fachbodenbegrenzung auf, die ein Herausziehen
des Fachbodens verhindert. Vorzugsweise weist das Einsetzteil eine Fachbodenfixierung
auf, die den Fachboden auf der Auflage fixiert. Vorzugsweise ist die Fachbodenfixierung
eine Federnase oder ein Federarm.
[0024] Vorzugsweise weist das Einsetzteil eine Basis auf, an der die Führungsrippe, die
Auflage, die Befestigungsrippe, das Verrastungselement, das Fixierelement und die
Einschubbegrenzung als Vorsprünge ausgeformt sind. Vorzugsweise ist das Einsetzteil
integral, d.h. einstückig geformt.
[0025] Vorzugsweise umfasst das Haushaltskältegerät eine (korrespondierende) Kühlgutschale
gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen, die nachstehend beschrieben werden.
[0026] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Kühlgutschale für ein Haushaltskältegerät
umfassend eine Bodenfläche und zwei Seitenflächen, wobei jede Seitenfläche einen Aufnahmebereich
zur alternativen Aufnahme einer an einer Kühlgutbehälterseitenwand angeordneten, insbesondere
befestigten, Führungsrippe oder einer an einer Kühlgutbehälterseitenwand befestigten
Teleskopschiene aufweist, der Aufnahmebereich durch eine Schalenführungsfläche in
Richtung der Bodenfläche begrenzt ist, eine Auszugsbegrenzung an der Seitenfläche
angeordnet ist, und ein (erster) Teilabschnitt des Aufnahmebereichs zwischen der Schalenführungsfläche
und der Auszugsbegrenzung angeordnet ist.
[0027] Vorzugsweise liegen sich Schalenführungsfläche und die Auszugsbegrenzung in einer
Höhenrichtung gegenüber.
[0028] Vorzugsweise umfasst die Kühlgutschale eine Bodenfläche, zwei Seitenflächen, die
einander gegenüberstehen, eine Vorderfläche und eine rückseitige Fläche. Ist die Kühlgutschale
in einem Haushaltskältegerät eingesetzt, ist die Vorderfläche einer Tür des Haushaltskältegeräts
zugewandt, während die rückseitige Fläche einer Rückwand des Kühlgutbehälters zugewandt
ist. Die Flächen der Kühlgutschale können durch Wände gebildet sein. Vorteilhafterweise
kann die Kühlgutschale gleichermaßen in ein Haushaltskältegerät einer höheren Ausstattungsklasse
verwendet werden, wobei die Kühlgutschale durch Teleskopschienen geführt wird. Somit
ist es prinzipiell möglich, die Kühlgutschale aus einem Haushaltskältegerät einer
niedrigen Ausstattungsklasse herauszunehmen und in ein Haushaltskältegeräte einer
höheren Ausstattungsklasse einzusetzen und umgekehrt. Die Kühlgutschale kann daher
als universelle Kühlgutschale verwendet werden.
[0029] Vorzugsweise ist der Aufnahmebereich eine langgestreckte Aufnahmevertiefung. Die
Aufnahmevertiefung kann als Rücksprung in der Seitenfläche der Kühlgutschale gebildet
sein.
[0030] Die Schalenführungsfläche unterstützt die Führung der Kühlgutschale beim Ein- und
Auszug ebenso wie bei einer Herausnahme der Kühlgutschale aus dem Haushaltskältegerät
mit Führungsrippen. Die Auszugsbegrenzung ist derart an der Seitenfläche der Kühlgutschale
angeordnet, dass die Kühlgutschale ohne prinzipielle Veränderungen an eine Teleskopschiene
eines Haushaltskältegeräts mit Teleskopschienen montierbar ist. Vorzugsweise ist an
jeder Seitenfläche der Kühlgutschale eine Auflagefläche angeordnet, die zur Auflage
einer Teleskopschiene dient. Vorzugsweise ist ein weiterer, zweiter Teilabschnitt
des Aufnahmebereichs zwischen der Schalenführungsfläche und der gegenüberliegenden
Auflagefläche angeordnet. Vorzugsweise begrenzt die Auflagefläche den Aufnahmebereich
nach oben. Vorzugsweise weist ein durch die Form der Seitenfläche gebildeter Vorsprung
der Kühlgutschale die Auflagefläche auf. Die Auszugsbegrenzung kann durch Formen der
Seitenfläche gebildet sein.
[0031] Vorzugsweise ist zwischen einer Kontaktfläche und der rückseitigen Fläche der Kühlgutschale
eine Stabilisierungsfläche angeordnet. Die Stabilisierungsfläche ist bezogen auf eine
Horizontale und/oder im Vergleich zur Kontaktfläche der Auszugsbegrenzung in eine
Tiefenrichtung der Kühlgutschale um mindestens 2°, weiter bevorzugt um mindestens
5°, oder weiter bevorzugt um mindestens 10° nach oben geneigt.
[0032] Vorzugsweise ist die Auszugsbegrenzung als Haltenase ausgebildet, die durch die Stabilisierungsfläche
und die Kontaktfläche gebildet ist.
[0033] Der Freigabebereich kann in einem Bereich des ersten Teilabschnitts des Aufnahmebereichs
angeordnet. Vorzugsweise erstreckt sich der erste Teilabschnitt des Aufnahmebereichs
von der Kontaktfläche in Richtung der rückseitigen Fläche der Kühlgutschale.
[0034] Vorzugsweise weist die Bodenfläche an einem Endabschnitt eine Kippfläche auf. Insbesondere
ist die Kippfläche bezogen auf eine Horizontale um einen Winkel von mindestens 2°,
weiter bevorzugt von mindestens 5°, oder weiter bevorzugt von mindestens 10° nach
oben geneigt. Alternativ oder zusätzlich ist die Kippfläche um einen Winkel von weniger
als 20° geneigt.
[0035] Vorzugsweise weist die Schalenführungsfläche einen zur Bodenfläche oder zu einer
Horizontalen nach unten geneigten Endabschnitt auf, der um einen Winkel von mindestens
2°, weiter bevorzugt von mindestens 5° bezogen auf geneigt ist. Alternativ oder zusätzlich
ist der Endabschnitt um nicht mehr als einen Winkel von 10° bezogen auf die Schalenführungsfläche
oder die Horizontale geneigt.
[0036] Vorzugsweise ist die Kontaktfläche der Auszugsbegrenzung in einer Tiefenrichtung
vor dem geneigten Endabschnitt der Schalenführungsfläche angeordnet. Vorzugsweise
ist der geneigte Endabschnitt im Bereich des ersten Teilabschnitts und nicht im Bereich
des zweiten Teilabschnitts angeordnet. Vorzugsweise definiert die Kontaktfläche der
Auszugsbegrenzung die Grenze zwischen dem ersten Teilabschnitt und dem zweiten Teilabschnitt.
Vorzugsweise ist an der Seitenfläche eine langgestreckte Rippe angeordnet ist, welche
die Schalenführungsfläche aufweist.
[0037] An der Seitenfläche der Kühlgutschale kann eine Einschubbegrenzung angeordnet sein,
die den Aufnahmebereich zu einer Vorderfläche der Kühlgutschale hin begrenzt. In einem
vorderen Bereich der Kühlgutschale kann eine Teleskopfixieraufnahme angeordnet sein,
in die ein Fixierelement einsetzbar ist, um die Teleskopschiene an der Kühlgutschale
fixieren zu können.
[0038] Unter den Angaben "rückseitige Fläche", "oben", "unten", "Tiefenrichtung", "Höhenrichtung",
"Breitenrichtung" und dergleichen sind die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Kühlgutschale
sowie des Haushaltskältegeräts und bei einem dann vor dem Haushaltskältegerät stehenden
und in Richtung des Haushaltskältegeräts blickenden Beobachter gegebenen Positionen
und Orientierungen zu verstehen. Insbesondere ist die Kühlgutschale ausgelegt, um
eine Traglast von etwa 20 kg bis 30 kg Kühlgut aufzunehmen. Entsprechend sind die
Einsetzteile ausgelegt eine Kühlgutschale mit einer solchen Traglast sicher zu führen
und deren Auszug zu begrenzen.
[0039] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnungen,
in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen
sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1a
- schematische Darstellung eines Haushaltskältegeräts mit geöffneter Tür in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 1b
- schematische Darstellung eines Ausschnitts des Haushaltskältegeräts aus Fig. 1a mit
Einsetzteilen gemäß einer Ausführungsform und Blick auf eine linke Seitenwand in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 1c
- schematische Explosionszeichnung eines Ausschnitts des Haushaltskältegeräts aus Fig.
1a mit Einsetzteilen gemäß einer Ausführungsform und mit Blick auf eine rechte Seitenwand
in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 2a, b
- Perspektivansicht der zwei Einsetzteile, wie in Figuren 1b und 1c gezeigt;
- Fig. 2c
- das Einsetzteil gemäß der Fig. 2b in einer Seitenansicht;
- Fig. 3a
- eine Perspektivansicht einer Kühlgutschale gemäß einer Ausführungsform;
- Fig. 3b
- schematische Darstellung eines Ausschnitts der Kühlgutschale gemäß der Fig. 3a;
- Fig. 4a-e
- schematische Schnittansichten des Haushaltskühlgeräts mit den Einsetzteilen und der
Kühlgutschale in verschiedenen Positionen;
- Fig. 5
- schematische Darstellung eines Ausschnitts des Haushaltskältegeräts aus Fig. 1a mit
Teleskopschienen in perspektivischer Ansicht; und
- Fig. 6
- eine Perspektivansicht der Kühlgutschale gemäß Fig. 3a mit Teleskopschienen.
[0040] Fig. 1a zeigt eine schematische Darstellung eines Haushaltskältegeräts 100. Das Haushaltskältegerät
100 umfasst einen Korpus 101, der eine linke Seitenwand 102, eine rechte Seitenwand
104 und einen Boden 103 aufweist. Das Haushaltskältegerät 100 umfasst weiterhin eine
Tür 105. Das Haushaltskältegerät umfasst zudem einen Kühlgutbehälter 106, der zwei
Seitenwänden 107, 108, eine Rückwand 109, eine obere Wand 110 und einen Boden 111
umfasst. Die Innenseite des Kühlgutbehälters 106 bildet einen Aufnahmeraum 112 für
Lebensmittel, in dem ein Fachboden 113 und ein Fachboden 114 sowie eine Kühlgutschale
300 und eine weitere Kühlgutschale 116 angeordnet sind.
[0041] Fig. 1b zeigt eine detailliertere schematische Darstellung eines Ausschnitts des Haushaltskältegeräts
100, wobei das Haushaltskältegerät 100 hierbei mit Einsetzteilen 200a, 200b, wie in
Figuren 2a-2c gezeigt, ausgestattet ist. Wie aus Figur 1b ersichtlich, weist die Innenseite
der (linken) Seitenwand 108 des Kühlgutbehälters eine Aufnahmenut 118 auf. Ein Einsetzteil
200a ist an der Seitenwand 108 der Innenseite des Kühlgutbehälters 106 fixiert. Es
ist mindestens eine Befestigungsrippe 228, 230, wie in Figuren 2a, 2b gezeigt, des
Einsetzteils 200a in die Aufnahmenut 118 eingesetzt.
[0042] Das Einsetzteil 200a umfasst eine Führungsrippe 202 für die Kühlgutschale 300. Das
Einsetzteil 200a umfasst eine Auflage, auf der der Fachboden 114 aufgelegt ist. Auf
dem Fachboden 114 kann die Kühlgutschale 300 abgestellt werden. Das Einsetzteil 200a
umfasst zudem eine Einschubbegrenzung 224 für eine Kühlgutschale 116, die unterhalb
des Fachbodens 114 angeordnet ist. An der der Seitenwand 108 gegenüberliegenden Seitenwand
107 ist ein zweites Einsetzteil 200b angeordnet, wie in Figuren 2b, 2c gezeigt. Die
Einsetzteile 200a, 200b führen und begrenzen den Auszug der Kühlgutschale 300, wie
in Figur 3 gezeigt.
[0043] Das Haushaltskältegerät 100 erstreckt sich vom Boden 103 ausgehend in eine Höhenrichtung
HR, von der Seitenwand 102 zur Seitenwand 104 in eine Breitenrichtung BR und von einer
Türseite zu der Rückwand 109 in eine Tiefenrichtung TR.
[0044] Fig. 1c zeigt eine detailliertere schematische Darstellung eines Ausschnitts des Haushaltskältegeräts
100, wobei das Haushaltskältegerät 100 hierbei mit Einsetzteilen ausgestattet ist.
Fig. 1c zeigt eine Ansicht auf die (rechte) Seitenwand 107. Wie aus Figur 1c ersichtlich,
weist die Innenseite der (linken) Seitenwand 107 des Kühlgutbehälters 106 eine Aufnahmenut
119 auf. Ein Einsetzteil 200b ist an der Seitenwand 107 der Innenseite des Kühlgutbehälters
106 fixiert. Vorzugsweise ist mindestens eine Befestigungsrippe 228, 230 des Einsetzteils
200b in die Aufnahmenut 119 eingesetzt. An der Seitenwand 107 ist eine Durchbrechung
120 vorgesehen, an der ein Hinterlegteil 122 von der Außenseite der Seitenwand 107
angeordnet ist. Das Einsetzteil 200b greift mit einem Verrastungselement 232, wie
in Figur 2b gezeigt, in eine Verrastungsaufnahme 124 des Hinterlegteils 122. An der
Seitenwand 107 ist zudem ein Rücksprung 126 vorgesehen, in den ein Fixierelement 234,
wie in Figur 2b gezeigt, eingesetzt ist. Ein analoger Aufbau liegt für das Einsetzteil
200a und die Seitenwand 108 vor.
[0045] Fig. 2a und 2b zeigen je ein Einsetzteil 200a und 200b in einer Perspektivansicht.
Fig. 2c zeigt das Einsetzteil 200b in einer Seitenansicht. Das Einsetzteil 200a würde an
der linken Seitenfläche 108 und das Einsetzteil 200b an der rechten Seitenfläche 107
der Innenseite des Kühlgutbehälters 106 befestigt.
[0046] Jedes der Einsetzteile 200a und 200b weist eine Führungsrippe 202 mit einem Anschlag
204 für eine Auszugsbegrenzung 314 einer Kühlgutschale 300 auf. Die Führungsrippe
202 weist einen vorderen Endbereich 206 auf. Der vordere Endbereich 206 ist der Tür
105 eines Haushaltskältegeräts 100 zugewandt, wenn das Einsetzteil 200a, 200b in das
Haushaltskältegerät 100 eingesetzt ist. Die Führungsrippe 202 weist einen hinteren
Endbereich 208 auf, der der Rückwand 109 eines Kühlgutbehälters 106 zugewandt, wenn
das Einsetzteil 200a, 200b in das Haushaltskältegerät 100 eingesetzt ist.
[0047] Die Führungsrippe 202 weist weiterhin eine Oberseite 210 und eine Unterseite 212
auf. An der Oberseite 210 ist der Anschlag 204 angeordnet. Der Anschlag 204 ist als
einziger Vorsprung an der Oberseite 210 ausgebildet. Die Unterseite 212 weist eine
geneigte Freigabefläche 214 und eine Anlagefläche 216 auf. Die geneigte Freigabefläche
214 erstreckt sich ausgehend von dem vorderen Endbereich 206 bis zur Anlagefläche
216. Die Anlagefläche 216 erstreckt sich ausgehend von der geneigten Freigabefläche
214 bis zu dem hinteren Endbereich 208. Die geneigte Freigabefläche 214 ist ausgehend
von dem vorderen Endbereich 206 in die Tiefenrichtung TR eines Haushaltskühlgeräts
zum Boden des Haushaltskältegeräts geneigt. Die geneigte Freigabefläche 214 ist um
den Winkel ε geneigt. In anderen Worten ist die geneigte Freigabefläche 214 in die
Tiefenrichtung TR bezogen auf eine Horizontale um den Winkel ε nach unten geneigt.
Im vorliegenden Beispiel ist die geneigte Freigabefläche 214 um den Winkel ε von 5°
geneigt.
[0048] Wie in Figur 2a gezeigt, kann sich die Anlagefläche 216 parallel zur Tiefenrichtung
TR des Kühlgutbehälters 106, d.h. horizontal, erstrecken. In einer alternativen Ausführungsform
kann die Anlagefläche 216 geneigt sein, und zwar kann die Anlagefläche 216 beginnend
von der geneigten Freigabefläche 214 in die Tiefenrichtung TR eines Kühlgutbehälters
106 vom Boden 111 des Kühlgutbehälters 106 weggeneigt sein.
[0049] Jedes der Einsetzteile 200a, 200b umfasst eine Auflage 218 für einen Fachboden 114.
Es ist ein Freiraum zwischen der Auflage 218 und der Führungsrippe 202 ausgebildet,
so dass eine langestreckte Rippe 318 einer Kühlgutschale 300, wie in Figur 3a gezeigt,
in dem Freiraum aufgenommen werden kann. Schließlich weist jedes Einsetzteil 200a,
200b eine Einschubbegrenzung 224 für eine weitere Kühlgutschale 116 auf. Jedes der
Einsetzteile 200a, 200b weist eine Basis 226 auf, die als Anlagefläche an einer Innenseite
eines Kühlgutbehälters 106 dient. Vorzugsweise ist die Basis 226 eine Basisplatte.
[0050] Wie zum Einsetzteil 200b dargestellt, weisen die Einsetzteile 200a, 200b mindestens
eine Befestigungsrippe 230 auf. Zusätzlich weisen die Einsetzteile 200a, 200b eine
Befestigungsrippe 228 auf. Alternativ können die Befestigungsrippen 230, 228 als eine
langgestreckte Befestigungsrippe ausgebildet sein. Die Befestigungsrippen werden bei
der Montage in einem Haushaltskältegerät 100 direkt in eine korrespondierende Aufnahmenut
118, 119 eingesteckt. Die Einsetzteile 200a, 200b weisen jeweils mindestens ein Verrastungselement
232 auf, welches bei der Montage in einem Haushaltskältegerät 100 mit einer komplementären
Verrastungsaufnahme 124 verrastet wird. In der Ausführungsform gemäß Fig. 2a, 2b ist
das Verrastungselement 232 als Rasthaken ausgebildet. Das Verrastungselement 232 ist
in der Höhenrichtung HR des Haushaltskältegeräts über der Führungsrippe 202 und vertikal
versetzt zu der Führungsrippe 202 angeordnet. Jedes Einsetzteil 200a, 200b weist,
wie zu Einsetzteil 200b dargestellt, ein Fixierelement 234 auf, das in einen komplementären
Rücksprung 126 an der Innenseite im Kühlgutbehälter 196 einsetzbar ist. Das Fixierelement
234 ist halbmondförmig ausgestaltet.
[0051] Wie in Figuren 2a bis 2c gezeigt, können die Einsetzteile 200a, 200b einstückig geformt
sein, wobei die Führungsrippe 202, die Auflage 218, die Befestigungsrippe 228, 230,
das Verrastungselement 232, das Fixierelement 234 und die Einschubbegrenzung 224 als
von der Basis 226 ausgeformte Vorsprünge gebildet sind.
[0052] Fig. 3a zeigt eine detaillierte Perspektivansicht einer Kühlgutschale 300. Die Kühlgutschale
300 umfasst eine Bodenfläche 302, zwei Seitenflächen 304 und 306, eine rückseitige
Fläche 308 und eine Vorderfläche 326. Jede Seitenfläche 304, 306 umfasst einen Aufnahmebereich
312. Der Aufnahmebereich 312 dient zur alternativen Aufnahme einer an einer Seitenfläche
107, 108 eines Kühlgutbehälters 106 befestigten Führungsrippe 202 oder einer an einer
Seitenfläche 107, 108 eines Kühlgutbehälters 106 befestigten Teleskopschiene 400,
wie Figuren 5 und 6 gezeigt.
[0053] Die Kühlgutschale 300 weist an beiden Seitenflächen 304, 306 je eine Schalenführungsfläche
310 auf. Die Schalenführungsfläche 310 begrenzt einen Aufnahmebereich 312 in Richtung
der Bodenfläche 302. In anderen Worten begrenzt eine Schalenführungsfläche 310 einen
Aufnahmebereich 312 nach unten. An jeder Seitenfläche 304, 306 ist eine Auszugsbegrenzung
314 angeordnet. Ein (erster) Teilabschnitt TA1 des Aufnahmebereichs 312 ist zwischen
der Schalenführungsfläche 310 und der Auszugsbegrenzung 314 angeordnet. In Die Auszugsbegrenzung
314 ist somit in der Höhenrichtung HR über dem Aufnahmebereich 312 angeordnet. Weiterhin
ist an jeder Seitenfläche 304, 306 eine Auflagefläche 316 angeordnet. Weiterhin sind
die Auflagefläche 316 und die Auszugsbegrenzung 314 durch Formen der Seitenflächen
304, 306 gebildet. Insbesondere ist die Auflagefläche 316 durch einen Vorsprung gebildet.
Ein weiterer (zweiter) Teilabschnitt TA2 des Aufnahmebereichs 312 ist zwischen der
Schalenführungsfläche 310 und der Auflagefläche 316 angeordnet. Wie aus der Figur
3a ersichtlich, ist der Aufnahmebereich 312 in dieser Ausführungsform einer Kühlgutschale
300 als Aufnahmevertiefung ausgebildet. Gemäß der in Figur 3a gezeigten Ausführungsform
einer Kühlgutschale 300 sind die Seitenflächen 304, 306 als Seitenwände ausgebildet
und an diesen jeweils eine langgestreckte Rippe 318 angeordnet, welche die Schalenführungsfläche
310 aufweist.
[0054] Eine Einschubbegrenzung 322 begrenzt den Aufnahmebereich 312 zu einer Vorderfläche
hin. Die Einschubbegrenzung 322 ist auf der langgestreckten Rippe 318 angeordnet.
Zudem weist die Kühlgutschale 300 eine Teleskopfixieraufnahme 324 auf, in der ein
Fixierelement (nicht gezeigt) eingesetzt werden kann, um eine Befestigung einer Teleskopschiene
400, wie in Figur 6 gezeigt, an der Kühlgutschale 300 zu ermöglichen.
[0055] Die Kühlgutschale 300 erstreckt sich von der Bodenfläche 302 ausgehend in eine Höhenrichtung
HR, von der Seitenwand 304 zur Seitenwand 306 in eine Breitenrichtung BR und von der
Vorderfläche (nicht gezeigt) zur rückseitigen Fläche 308 in eine Tiefenrichtung TR.
[0056] Fig. 3b zeigt die Kühlgutschale 300 der Fig. 3a in einer Seitenansicht mit Blick auf die
(rechte) Seitenfläche 306.
[0057] Die Auszugsbegrenzung 314 umfasst eine Kontaktfläche 314K. Beispielsweise tritt die
Kontaktfläche 314K bei einem Ausziehen der Kühlgutschale 300 aus dem Haushaltskühlgerät
100 mit einem Anschlag 204 der Führungsrippe 202 in Kontakt. Der erste Teilabschnitt
TA1 erstreckt sich von der Kontaktfläche 314K bis zur rückseitigen Fläche 308.
[0058] Die Kühlgutschale 300 umfasst einen Freigabebereich 320 für eine Führungsrippe, der
zwischen der Kontaktfläche 314K und einer rückseitigen Fläche 308 der Kühlgutschale
300 angeordnet ist. In anderen Worten ist der Freigabebereich 320 in einer Tiefenrichtung
TR hinter der Kontaktfläche 314K angeordnet. Der Freigabebereich 320 ist im Bereich
des (ersten) Teilabschnitts TA1 angeordnet.
[0059] Die Auszugsbegrenzung 314 ist als Haltenase ausgebildet, die in den Aufnahmebereich
312 im Vergleich zur Auflagefläche 316 in Richtung der Bodenfläche 302 vorspringt.
Durch eine Stabilisierungsfläche 320S ist die Kontaktfläche 314K stabilisiert. Die
Stabilisierungsfläche 320S definiert den Freigabebereich 320. Die Stabilisierungsfläche
320S ist bezogen auf eine Horizontale geneigt. Die Stabilisierungsfläche 320S bezogen
auf eine Horizontale um den Winkel γ geneigt. Im vorliegenden Beispiel beträgt der
Winkel γ 10°.
[0060] Die Bodenfläche 302 weist an dem hinteren Endabschnitt eine Kippfläche 302K auf,
die zu der rückseitigen Fläche 308 hin nach oben geneigt ist. In anderen Worten ist
die Kippfläche 302K in Tiefenrichtung TR um den Winkel α bezogen auf eine Horizontale
nach oben geneigt. Die Kippfläche 302K ist gemäß der Ausführungsform nach Fig. 3a,
3b im Bereich des ersten Teilabschnitts TA1 des Aufnahmebereichs 312 angeordnet. Im
vorliegenden Beispiel ist die Kippfläche 302K um den Winkel α von 5° geneigt.
[0061] Die Schalenführungsfläche 310 weist einen Endabschnitt 310E auf, der zur Bodenfläche
302 geneigt ist. Der Endabschnitt 310E ist bezogen auf die Schalenführungsfläche 310
um den Winkel β geneigt. In anderen Worten ist der Endabschnitt 310E bezogen auf eine
Horizontale um den Winkel β nach unten geneigt. Im vorliegenden Beispiel ist der Endabschnitt
310E um den Winkel α von 5° geneigt. Der Endabschnitt 310E ist im Bereich des Teilabschnitts
TA1 angeordnet. Ein weiterer Teilabschnitt TA2 des Aufnahmebereichs 312 ist zwischen
der Schalenführungsfläche 310 und der Auflagefläche 316 angeordnet ist. Der weitere
Teilabschnitt TA2 kann auch als zweiter Teilabschnitt bezeichnet werden.
[0062] Die Kühlgutschale 300 umfasst eine aufsteckbare Vorderfront 326. Gemäß der Ausführungsform
der Fig. 3a, 3b erstreckt sich die Schalenführungsfläche 310 durchgängig über den
gesamten Bereich zwischen Einschubbegrenzung 322 und Endabschnitt 310E.
[0063] Fig. 4a bis 4e zeigen schematische Schnittansichten entlang einer Schnittlinie A-A in Tiefenrichtung
TR durch einen Ausschnitt des Haushaltskühlgeräts 100, wie in Figur 1b gezeigt, mit
Einsetzteilen 200a, 200b und einer in das Haushaltskühlgerät 100 eingesetzten und
verschiedenen Positionen befindlichen Kühlgutschale 300. In den Schnittansichten ist
lediglich das Einsetzteil 200a zu sehen. Gemäß dieser Ausführungsform liegt die Kühlgutschale
300 mit der Bodenfläche 302 auf dem Fachboden 114 auf.
[0064] Figuren 4a bis 4c zeigen Positionen, die eine Kühlgutschale 300 einnimmt, wenn sie in ein Haushaltskühlgerät
100 mit Einsetzteilen 200a, 200b von einem vollständig eingeschobenen Zustand in einem
vollständig ausgezogenen Zustand gebracht wird. Figur 4a zeigt die Kühlgutschale 300
in einem vollständig eingeschobenen Zustand. Hierbei sind die Einschubbegrenzung 322
der Kühlgutschale 300 und der vordere Endbereich 206 einer Führungsrippe 202 in Kontakt.
Figur 4b zeigt die Kühlgutschale 300 in einem vollständig ausgezogenen Zustand, wobei
der Endabschnitt 310E der Schalenführungsfläche 310 noch nicht mit einer Anlagefläche
216 der Führungsrippe in Kontakt ist. Hierbei sind eine Auszugsbegrenzung 314 der
Kühlgutschale 300 und ein Anschlag 204 der Führungsrippe 202 in Kontakt. Ein weiterer
Auszug der Kühlgutschale 300 ist nicht möglich. Figur 4c zeigt die Kühlgutschale 300
in einem vollständig ausgezogenen Zustand, wobei der Endabschnitt 310E der Schalenführungsfläche
310 mit der Anlagefläche 216 der Führungsrippe in Kontakt ist. Die Auszugsbegrenzung
314 der Kühlgutschale 300 und der Anschlag 204 der Führungsrippe 202 sind in Kontakt.
Ein weiterer Auszug der Kühlgutschale 300 ist nicht möglich. Die Kühlgutschale 300
ist zu ihrer Vorderfläche hin abgekippt.
[0065] Figuren 4d und 4e zeigen Positionen, die eine Kühlgutschale 300 einnimmt, wenn sie aus einem Haushaltskühlgerät
100 mit Einsetzteilen 200a, 200b herausgenommen wird. Figur 4d zeigt die Kühlgutschale
300 in einem vollständig ausgezogenen Zustand, wobei die Kühlgutschale 300 nach oben
verkippt ist und somit die Kippfläche 302K mit dem Fachboden 114 in Kontakt ist. Zudem
sind die geneigte Freigabefläche 214 und die Schalenführungsfläche 310 in Kontakt.
Ein Benutzer kann nun die Kühlgutschale 300 aus dem Haushaltskältegerät 100 herausnehmen,
da die Auszugsbegrenzung 314 den Auszug nicht mehr begrenzt. Figur 4e zeigt die Situation,
wenn die Auszugsbegrenzung 314 gerade an dem Anschlag 204 der Führungsrippe 202 vorbeigleitet.
[0066] Figuren 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausschnitts des Haushaltskältegeräts 100
aus Fig. 1a mit Teleskopschienen mit Blick auf die rechte Seitenwand 107. An der Innenseite
der Seitenwand 107 ist eine Durchbrechung 120 vorgesehen, in die ein Hinterlegteil
122 eingesetzt ist. Weiterhin ist an der Seitenwand 107 eine hintere Halterung 128
vorgesehen. Eine Teleskopschiene 400 weist einen Verrastvorsprung 402 auf, wie den
in Figur 6 gezeigt, und ist durch die hintere Halterung 128 und das Hinterlegteil
122 an der Seitenwand 107 fixiert. Das Hinterlegteil 122 ist geeignet, um die Verrastungselemente
232 der Einsetzteile 200a, 200b oder alternativ den Verrastvorsprung 402 der Teleskopschiene
400 aufzunehmen. Die hintere Halterung 128 ist vorzugsweise analog zur Durchbrechung
120 und dem Hinterlegteil 122 ausgestattet. Somit ergibt sich als einziger Unterschied
zwischen einem Haushaltskältegerät 100 mit Einsetzteilen 200a, 200b und einem Haushaltskältegerät
100 mit Teleskopschienen 400, dass eine hintere Halterung 128 vorgesehen hat.
[0067] Figur 6 zeigt eine Perspektivansicht einer Kühlgutschale 300 gemäß Fig. 3a, 3b mit Teleskopschienen
400. Die Teleskopschienen 400 umfassen Verrastvorsprünge 402 und 404. Die Teleskopschiene
400 ist mit einem Fixierelement (nicht gezeigt) an der Kühlgutschale 300 fixiert.
Das Fixierelement kann einfach in die Teleskopfixieraufnahme 324, wie in Figur 3a,
eingesetzt werden. Ein Herausfallen des Fixierelements aus der Teleskopfixieraufnahme
324 wird beispielsweise durch eine aufsteckbare Vorderfront 326 der Kühlgutschale
300 verhindert.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 100
- Haushaltskältegerät
- 101
- Korpus
- 102, 104
- Seitenwand des Korpus
- 103
- Boden
- 105
- Tür
- 106
- Kühlgutbehälters
- 107, 108
- Seitenwand des Kühlgutbehälters
- 109
- Rückwand des Kühlgutbehälters
- 110
- obere Wand des Kühlgutbehälters
- 111
- Boden des Kühlgutbehälters
- 112
- Aufnahmeraum für Lebensmittel
- 113,114
- Fachboden
- 116
- weitere Kühlgutschale
- 118, 119
- Aufnahmenut
- 120
- Durchbrechung
- 122
- Hinterlegteil
- 124
- Verrastungsaufnahme
- 126
- Rücksprung
- 128
- hintere Halterung
- 200a, 200b
- Einsetzteil
- 202
- Führungsrippe
- 204
- Anschlag
- 206, 208
- Endbereich der Führungsrippe
- 210
- Oberseite
- 212
- Unterseite
- 214
- geneigte Freigabefläche
- 216
- Anlagefläche
- 218
- Auflage für Fachboden
- 220
- Fachbodenfixierung
- 222
- Fachbodenbegrenzung
- 224
- Einschubbegrenzung für weitere Kühlgutschale
- 226
- Basis
- 228,230
- Befestigungsrippe
- 232
- Verrastungselement
- 234
- Fixierelement
- ε
- (Neigungs-)Winkel der geneigten Freigabefläche
- 300
- Kühlgutschale
- 302
- Bodenfläche
- 302K
- Kippfläche
- 304, 306
- Seitenwand der Kühlgutschale
- 308
- rückseitige Fläche
- 310
- Schalenführungsfläche
- 310E
- Endabschnitt der Schalenführungsfläche
- 312
- Aufnahmebereich
- 314
- Auszugsbegrenzung
- 314K
- Kontaktfläche der Auszugsbegrenzung
- 316
- Auflagefläche
- 318
- langestreckte Rippe
- 320
- Freigabebereich
- 320S
- Stabilisierungsfläche
- 322
- Einschubbegrenzung
- 324
- Teleskopfixieraufnahme
- 326
- aufsteckbare Vorderfront
- 400
- Teleskopschiene
- 402,404
- Verrastvorsprung
- TA1, TA2
- Teilabschnitt des Aufnahmebereichs
- α
- (Neigungs-)Winkel der Kippfläche
- β
- (Neigungs-)Winkel des Endabschnitts der Schalenführungsfläche
- γ
- (Neigungs-)Winkel der Stabilisierungsfläche
- TR
- Tiefenrichtung
- HR
- Höhenrichtung
- BR
- Breitenrichtung
1. Haushaltskältegerät (100) umfassend
einen Kühlgutbehälter (106) mit einer Innenseite, die einen Aufnahmeraum (112) für
Lebensmittel begrenzt, und
zwei Einsetzteile (200a, 200b), die an den Seitenwänden (107, 108) der Innenseite
des Kühlgutbehälters (106) befestigt sind dadurch gekennzeichnet, dass jedes Einsetzteil (200a, 200b) ein Verrastungselement (232) aufweist, das durch eine
Durchbrechung (120) im Kühlgutbehälter (106) greift und mit einer Verrastungsaufnahme
(124) eines Hinterlegteils (122) verrastet ist.
2. Haushaltskältegerät (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Einsetzteile (200a, 200b) eine Kühlgutschale (300) führen und deren Auszug
begrenzen, wobei jedes Einsetzteil (200a, 200b) eine Führungsrippe (202) mit einem
Anschlag (204) für eine Auszugsbegrenzung (314) einer Kühlgutschale (300) aufweist.
3. Haushaltskältegerät (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrippe (202)
ein vorderer Endbereich (206),
ein hinterer Endbereich (208),
eine Oberseite (210), an der der Anschlag (216) angeordnet ist, und eine Unterseite
(212), die eine geneigte Freigabefläche (214) und eine Anlagefläche (216) aufweist,
wobei sich die geneigte Freigabefläche (214) ausgehend von dem vorderen Endbereich
(206) bis zur Anlagefläche (216) erstreckt, wobei sich die Anlagefläche (216) an die
geneigte Freigabefläche (214) anschließt und bis zum hinteren Endbereich (208) erstreckt,
und wobei die geneigte Freigabefläche (214) ausgehend von dem vorderen Endbereich
(206) in eine Tiefenrichtung (TR) des Haushaltskühlgeräts (100) zum Boden des Haushaltskühlgeräts
(100) geneigt ist.
4. Haushaltskältegerät (100) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsetzteil (200a, 200b) eine Befestigungsrippe (228, 230) aufweist, die in eine
Aufnahmenut (118) der Innenseite des Kühlgutbehälters (106) eingesetzt ist.
5. Haushaltskältegerät (100) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsetzteil (200a, 200b) ein Fixierelement (234) aufweist, das in einen komplementären
Rücksprung (126) im Kühlgutbehälter (106) eingesetzt ist.
6. Haushaltskältegerät (100) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (204) als Vorsprung an der Oberseite (210) der Führungsrippe (202) ausgebildet
ist; und/oder das Einsetzteil (200a, 200b) eine Einschubbegrenzung (224) für eine
weitere Kühlgutschale (116) umfasst, die unterhalb der Führungsrippe (202) angeordnet
ist.
7. Haushaltskältegerät (100) nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anlagefläche (216) parallel zur Tiefenrichtung (TR) des Kühlgutbehälters
(106) erstreckt oder ausgehend von der geneigten Freigabefläche (214) in eine Tiefenrichtung
(TR) des Kühlgutbehälters (106) vom Boden (111) des Kühlgutbehälters (106) weggeneigt
ist.
8. Haushaltskältegerät (100) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsetzteil (200a, 200b) eine Auflage (218) für einen Fachboden (114) umfasst,
und ein Freiraum zwischen der Auflage (114) und der Führungsrippe (202) ausgebildet
ist, wobei der Freiraum zur Aufnahme einer langestreckten Rippe (318) einer Kühlgutschale
(300) dient.
9. Kühlgutschale (300) für ein Haushaltskältegerät (100) umfassend eine Bodenfläche (302)
und zwei Seitenflächen (304, 306), dadurch gekennzeichnet, dass
jede Seitenfläche (304, 306) einen Aufnahmebereich (312) zur alternativen Aufnahme
einer an einer Kühlgutbehälterseitenwand (107, 108) angeordneten Führungsrippe (202)
oder einer an einer Kühlgutbehälterseitenwand (107, 108) befestigten Teleskopschiene
(400) aufweist,
der Aufnahmebereich (312) durch eine Schalenführungsfläche (310, 310E) in Richtung
der Bodenfläche (302) begrenzt ist,
eine Auszugsbegrenzung (314) an der Seitenfläche (304, 306) angeordnet ist, und
ein Teilabschnitt des Aufnahmebereichs (TA1) zwischen der Schalenführungsfläche (310,
310E) und der Auszugsbegrenzung (314) angeordnet ist.
10. Kühlgutschale (300) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auflagefläche (316) an der Seitenfläche (304, 306) angeordnet ist, ein weiterer
Teilabschnitt (TA2) des Aufnahmebereichs (312) zwischen der Schalenführungsfläche
(310) und der Auflagefläche (316) angeordnet ist, und die Auflagefläche (316) den
Aufnahmebereich (312) nach oben begrenzt.
11. Kühlgutschale (300) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch die Form der Seitenfläche (304, 306) gebildeter Vorsprung die Auflagefläche
(316) und die Auszugsbegrenzung (314) aufweist.
12. Kühlgutschale (300) nach oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auszugsbegrenzung (314) eine Kontaktfläche (314K) umfasst, um mit einem Anschlag
(204) der Führungsrippe (202) in Kontakt treten zu können, wobei zwischen der Kontaktfläche
(314K) und einer rückseitigen Fläche (308) der Kühlgutschale (300) eine Stabilisierungsfläche
(320S) angeordnet ist, die einen Freigabebereich (320) definiert.
13. Kühlgutschale (300) nach oder mehreren der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfläche (302) an einem Endabschnitt eine Kippfläche (302K) aufweist, die
zu einer rückseitigen Fläche (308) nach oben geneigt ist.
14. Kühlgutschale (300) nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endabschnitt (310E) der Schalenführungsfläche (310) zur Bodenfläche (302) geneigt
ist, wobei der Endabschnitt (310E) vorzugsweise um mindestens 2° bezogen auf die Schalenführungsfläche
(310) geneigt ist.
15. Kühlgutschale (300) nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seitenfläche (304, 306) eine langgestreckte Rippe (318) angeordnet ist, welche
die Schalenführungsfläche (310, 310E) aufweist.