| (19) |
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(11) |
EP 3 164 375 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2019 Patentblatt 2019/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.06.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/064729 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/001161 (07.01.2016 Gazette 2016/01) |
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| (54) |
PYROTECHNISCHES ANZÜNDMITTEL
PYROTECHNIC IGNITING AGENT
MOYEN D'ALLUMAGE PYROTECHNIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
03.07.2014 DE 102014009807
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.05.2017 Patentblatt 2017/19 |
| (73) |
Patentinhaber: RUAG Ammotec GmbH |
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90765 Fürth (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BLEY, Ulrich
90766 Fürth (DE)
- HOSCHENKO, Aleksej
90765 Fürth (DE)
- LAWRENTZ, Ulf
90765 Fürth (DE)
- LECHNER, Peter, Simon
90522 Oberasbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmid, Nils T.F. et al |
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Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 377 840 DE-A1-102010 036 950 US-A- 4 566 921
|
WO-A1-2015/067228 GB-A- 195 344
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- DATABASE CA [Online] CHEMICAL ABSTRACTS SERVICE, COLUMBUS, OHIO, US; 30. Januar 2014
(2014-01-30), ZHU, SHUNGUAN ET AL: "A new green primary explosive: zinc 5,5'-azotetrazole",
XP002745802, gefunden im STN Database accession no. 160:169727 & ZHU, SHUNGUAN ET
AL: "A new green primary explosive: zinc 5,5'-azotetrazole", PROCEEDINGS OF THE INTERNATIONAL
PYROTECHNICS SEMINAR , 38TH, 696-704 CODEN: PPYSD7; ISSN: 0270-1898, 2012,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein pyrotechnisches Anzündmittel.
[0002] Pyrotechnische Anzündmittel im Sinne der Erfindung sind Stoffe oder Stoffgemische,
die eine pyrotechnische Wirkung entfalten können.
[0003] Insbesondere Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein pyrotechnisches Anzündmittel,
das in mechanischen, elektrischen oder opto-elektrischen Anzündsystemen eingesetzt
werden kann.
[0004] Aus dem Dokument
DE 102010025104 A1 ist ein 5,5'-Azotetrazolat-Sprengstoff bekannt, der ein Eisen-, Kobalt-, Nickel-,
Kupfer-, Cadmium- oder Guanylharnstoffsalz eines 5,5'-Azotetrazols oder ein Gemisch
aus mindestens einem 5,5'-Azotetrazolat und mindestens einem Bistetrazolyltriazenat
oder mindestens einem weiteren Metallsalz oder Guanylharnstoffsalz eines 5,5'-Azotetrazols
umfasst. Die dort beschriebenen Salze sind neutral, d.h. weder sauer noch basisch.
Zink- und Chromsalze des 5,5'-Azotetrazols sind gemäß dem Dokument
DE 102010025104 A1 nicht lagerbeständig. Weiterhin besteht das Problem, dass Tetrazen enthaltende pyrotechnische
Gemische thermisch nicht hinreichend stabil sind, da sich Tetrazen bereits bei 120
°C zersetzt.
[0005] DE 10 2010 036 950 A1 offenbart die Verwendung von basischen 5,5'-Azotetrazolatsalzen mit allgemeiner Summenformel
([ML
mX
n]
p +)
q(C
1N
4R
1-)
r, wobei M ein Element der dritten-zwölften Gruppe des Periodensystems mit einer Ordnungszahl
im Bereich von 21-80 ist, als Initialsprengstoff.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Bereitstellung eines weiteren pyrotechnischen
Anzündmittels. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Bereitstellung
eines pyrotechnischen Anzündmittels, das in mechanischen, elektrischen oder opto-elektrischen
Anzündsystemen eingesetzt werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe überraschenderweise durch die Merkmale des Hauptanspruchs
gelöst.
[0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargelegt.
[0009] Überraschenderweise wurde ein pyrotechnisches Anzündmittel gefunden, wobei es
Zn
2+2(C
2N
102-)(CO
32-), Zn
2+3(C
2N
102-)
2(CO
32-), Zn
2+4(C
2N
102-)
2(CO
32-)(OH
-)
2, Zn
2+2(C
2N
102-)(OH
-)
2 oder Zn
2+3(C
2N
102-)
2(OH
-)
2.
enthält, wobei gilt:
(C
2N
102-) Azotetrazolatdianion mit der Struktur

wobei der Anteil der basischen Azotetrazolatkomponente 30 bis 100 Gew.-% beträgt und
0 bis 70 Gew.-% eines Zusatzstoffes oder Mischungen mehrerer Zusatzstoffe enthalten
sind. Die erfindungsgemäßen neuen basischen Azotetrazolatverbindungen besitzen Verpuffungstemperaturen
im Bereich von 180 °C bis 240 °C, Reibempfindlichkeiten von 0,1 N bis 1,0 N und Schlagempfindlichkeit
von 0,1 J bis 0,5 J. Die thermische Stabilität der erfindungsgemäßen basischen Azotetrazolatverbindungen
ist gegeben. Lagerungen bei 71 °C zeigen nach 28 Tagen keine Zersetzung der erfindungsgemäßen
basischen Azotetrazolatverbindung.
Vorzugsweise ist das pyrotechnische Anzündmittel eines, welches als Zusatzstoff 10
bis 60 Gew.-% eines Oxidationsmittels enthält, ausgewählt aus einem oder mehreren
der Nitrate der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und/oder des Ammoniums, der Perchlorate
der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und/oder des Ammoniums, der Peroxide der Alkali-
und/oder Erdalkalimetalle und/oder des Zinks.
[0010] Besonders bevorzugt enthält das pyrotechnische Anzündmittel als Zusatzstoff 0 bis
10 Gew.-% eines Sensibilisators, vorzugsweise Tetrazen.
[0011] Das erfindungsgemäße pyrotechnische Anzündmittel enthält vorzugsweise als Zusatzstoff
0 bis 20 Gew.-% eines Reduktionsmittels, ausgewählt aus einem oder mehreren von Aluminium,
Antimonsulfid, Calciumsilicid, Titan, Titanhydrid, Bor, Borhydrid, Zirkon, Zirkonhydrid,
Silicium, Graphit, Aktivkohle, Ruß oder Friktionsmittel vorzugsweise Glasbruch.
[0012] Besonders bevorzugt enthält das pyrotechnische Anzündmittel als Zusatzstoff 0,1 bis
5 Gew.-% eines Bindemittels, ausgewählt aus einem oder mehreren von Cellulose und
deren Derivaten, Polyvinylbutyrale, Polynitropolyphenylen, Polynitrophenylether, Plexigum,
Polyvinylacetat und Copolymeren.
[0013] Die erfindungsgemäßen pyrotechnischen Anzündmittel finden Verwendung in mechanischen,
elektrischen oder opto-elektrischen Anzündsystemen.
[0014] Als Zusatzstoffe können verwendet werden:
- 1. Oxidationsmittel (einzeln oder in Mischungen) ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus:
Nitrate der Alkali- oder Erdalkalimetalle oder des Ammoniums wie Natrium-, Kalium-
oder Ammoniumnitrat, Perchlorate der Alkali- oder Erdalkalimetalle oder des Ammoniums,
Peroxide der Alkali- oder Erdalkalimetalle oder des Zinks.
- 2. Energiereiche Zuschläge (einzeln oder in Mischungen) von Hexogen, Oktogen , Nitrocellulose.
- 3. Reduktionsmittel (einzeln oder in Mischungen) ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus:
Aluminium, Titan, Titanhydrid, Bor, Borhydrid, Zirkon, Zirkonhydrid, Silicium, Gra-phit,
Aktivkohle, Ruß.
- 4. Bindemittel (einzeln oder in Mischungen) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
Cellulose sowie deren Derivate, Polyvinylbutyrale, Polynitropolyphenylen, Polynitrophenylether,
Plexigum, Polyvinylacetat, Copolymere.
- 5. Abbrandmoderatoren, Stabilisatoren und Verarbeitungshilfen (einzeln oder in Mischungen)
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
Zinkoxid, Zinkcarbonat, Silikate, Kieselgele, Kieselsäuren, beispielsweise Aerosil
(Fa. Degussa), Bornitrid.
[0015] Die Substanzen zeichnen sich durch Blei- und Bariumfreiheit aus, einer hohen Anzündleistung,
kurzen Reaktionszeiten und entsprechenden Empfindlichkeiten. Diese Eigenschaften ermöglichen
eine Reduzierung der zur sicheren Anzündung benötigten Masse an Explosivstoffen.
[0016] In Tabelle 1 sind Zersetzungstemperaturen, Reib- und Schlagempfindlichkeiten ausgewählter
Beispiele dargestellt. Die Messung der Reib- und Schlagempfindlichkeiten erfolgte
nach Methoden der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) angeben im BAM-Bericht
142 (1987), während die Messung der Zersetzungstemperaturen mit der Dynamischen Differenzkalorimetrie
(DSC) (Fa. Mettler) bei einer Aufheizrate von 10 K pro Minute erfolgte.
[0017] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist im Einzelnen:
- ein pyrotechnisches Anzündmittel, wobei es
Zn2+2(C2N102-)(CO32-), Zn2+3(C2N102-)2(CO32-), Zn2+4(C2N102-)2(CO32-)(OH-)2, Zn2+2(C2N102-)(OH-)2 oder Zn2+3(C2N102-)2(OH-)2.
enthält, wobei gilt:
(C2N102-) Azotetrazolatdianion mit der Struktur

wobei der Anteil der basischen Azotetrazolatkomponente 30 bis 100 Gew.-% beträgt und
0 bis 70 Gew.-% eines Zusatzstoffes oder Mischungen mehrerer Zusätzstoffe enthalten
sind.
- ein pyrotechnisches Anzündmittel, welches als Zusatzstoff 10 bis 60 Gew.-% eines Oxidationsmittels
enthält, ausgewählt aus einem oder mehreren der Nitrate der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle
und/oder des Ammoniums, der Perchlorate der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und/oder
des Ammoniums, der Peroxide der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und/oder des Zinks;
- ein pyrotechnisches Anzündmittel, welches als Zusatzstoff 0 bis 10 Gew.-% eines Sensibilisators,
vorzugsweise Tetrazen enthält;
- ein pyrotechnisches Anzündmittel, welches als Zusatzstoff 0 bis 20 Gew.-% eines Reduktionsmittels
enthält, ausgewählt aus einem oder mehreren von Aluminium, Antimonsulfid, Calciumsilicid,
Titan, Titanhydrid, Bor, Borhydrid, Zirkon, Zirkonhydrid, Silicium, Graphit, Aktivkohle,
Ruß oder Friktionsmittel vorzugsweise Glasbruch;
- ein pyrotechnisches Anzündmittel, welches als Zusatzstoff 0,1 bis 5 Gew.-% eines Bindemittels
enthält, ausgewählt aus einem oder mehreren von Cellulose und deren Derivaten, Polyvinylbutyrale,
Polynitropolyphenylen, Polynitrophenylether, Plexigum, Polyvinylacetat und Copolymeren;
- die Verwendung eines pyrotechnischen Anzündmittels in mechanischen, elektrischen oder
opto-elektrischen Anzündsystemen.
[0018] Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, ohne sie darauf
einzuschränken:
In Tabelle 1 sind die Zusammensetzungen von 5 verschiedenen basischen Salze des 5,5'-Azotetrazols
aufgeführt.
Tabelle 1 Zusammensetzungen, Verpuffungstemperaturen und Reib- und Schlagempfindlichkeiten
ausgewählter basischer Salze des 5,5'-Azotetrazols.
| Nr. |
Summenformel |
TVerp.[a] in °C |
FReib[b] in N |
ESchlag[c] in J |
| 1 |
Zn2+2(C2N102-)(CO32-) |
227 |
0,7 |
0,3 |
| 2 |
Zn2+3(C2N102-)2(CO32-) |
223 |
0,5 |
0,1 |
| 3 |
Zn2+4(C2N102-)2(CO32-) |
215 |
0,7 |
0,3 |
| 4 |
Zn2+2(C2N102-)(OH-)2 |
210 |
0,5 |
0,2 |
| 5 |
Zn2+3(C2N102-)2(OH-)2 |
207 |
0,3 |
0,1 |
| [a]: Verpuffungstemperatur; [b]: Reibempfindlichkeit; [c]: Schlagempfindlichkeit. |
1. Pyrotechnisches Anzündmittel,
dadurch gekennzeichnet, dass es
Zn
2+2(C
2N
102-)(CO
32-), Zn
2+3(C
2N
102-)
2(CO
32-), Zn
2+4(C
2N
102-)
2(CO
32-)(OH
-)
2,Zn
2+2(C
2N
102-)(OH
-)
2 oder Zn
2+3(C
2N
102-)
2(OH
-)
2.
enthält, wobei gilt:
(C
2N
102-) Azotetrazolatdianion mit der Struktur

wobei der Anteil der basischen Azotetrazolatkomponente 30 bis 100 Gew.-% beträgt und
o bis 70 Gew.-% eines Zusatzstoffes oder Mischungen mehrerer Zusatzstoffe enthalten
sind.
2. Pyrotechnisches Anzündmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Zusatzstoff 10 bis 60 Gew.-% eines Oxidationsmittels enthält, ausgewählt aus
einem oder mehreren der Nitrate der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und/oder des
Ammoniums, der Perchlorate der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und/oder des Ammoniums,
der Peroxide der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und/oder des Zinks.
3. Pyrotechnisches Anzündmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Zusatzstoff o bis 10 Gew.-% eines Sensibilitsators, vorzugsweise Tetrazen
enthält.
4. Pyrotechnisches Anzündmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Zusatzstoff o bis 20 Gew.-% eines Reduktionsmittels enthält, ausgewählt aus
einem oder mehreren von Aluminium, Antimonsulfid, Calciumsilicid, Titan, Titanhydrid,
Bor, Borhydrid, Zirkon, Zirkonhydrid, Silicium, Graphit, Aktivkohle, Ruß oder Friktionsmittel
vorzugsweise Glasbruch.
5. Pyrotechnisches Anzündmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Zusatzstoff 0,1 bis 5 Gew.-% eines Bindemittels enthält, ausgewählt aus einem
oder mehreren von Cellulose und der Derivaten, Polyvinylbutyrale, Polynitropolyphenylen,
Polynitrophenylether, Plexigum, Polyvinylacetat und Copolymeren.
6. Verwendung eines pyrotechnischen Anzündmittels nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5 in mechanischen, elektrischen oder opto-elektrischen Anzündsystemen.
1. A pyrotechnic igniting agent,
characterized in that it contains
Zn
2+2(C
2N
102-)(CO
32-), Zn
2+3(C
2N
102-)
2(CO
32-),Zn
2+4(C
2N
102-)
2(CO
32-)(OH
-)
2, Zn
2+2(C
2N
102-)(OH
-)
2 or Zn
2+3(C
2N
102-)
2(OH
-)
2,
wherein:
(C
2N
10) is azotetrazolate dianion having the structure

wherein the proportion of the basic azotetrazolate component is 30 to 100 wt%, and
0 to 70 wt% of an additive or mixtures of a plurality of additives is contained.
2. A pyrotechnic igniting agent according to claim 1, characterized in that it contains, as additive, 10 to 60 wt% of an oxidizing agent selected from one or
more of the nitrates of the alkali and/or alkaline earth metals and/or of ammonium,
the perchlorates of the alkali and/or alkaline earth metals and/or of ammonium, the
peroxides of the alkali and/or alkaline earth metals and/or of zinc.
3. A pyrotechnic igniting agent according to claim 1, characterized in that it contains, as additive, 0 to 10 wt% of a sensitizer, preferably tetrazene.
4. A pyrotechnic igniting agent according to claim 1, characterized in that it contains, as additive, 0 to 20 wt% of a reducing agent selected from one or more
of aluminum, antimony sulfide, calcium silicide, titanium, titanium hydride, boron,
boron hydride, zirconium, zirconium hydride, silicon, graphite, activated carbon,
carbon black or friction modifiers, preferably cullet.
5. A pyrotechnic igniting agent according to claim 1, characterized in that it contains, as additive, 0.1 to 5 wt% of a binder selected from one or more of cellulose
and derivatives thereof, polyvinyl butyrals, polynitropolyphenylene, polynitrophenyl
ether, plexigum, polyvinyl acetate and copolymers.
6. The use of a pyrotechnic igniting agent according to one or more of claims 1 to 5
in mechanical, electrical or optoelectrical ignition systems.
1. Moyen d'allumage pyrotechnique,
caractérisé en ce qu'il contient
Zn
2+a(C
2N
102-)(CO
32-), Zn
2+3(C
2N
102-)
2(CO
32-), Zn
2+4(C
aN
102-)
2(CO
32-)(OH
-)
2,Zn
2+2(CaN
102-)(OH
-)
2 oder Zn
2+3(C
2N
102-)
2(OH
-)
2.
sachant qu'on applique :
(C
2N
102-) azotétrazolate dianion, de structure

la part du composant basique d'azotétrazolate étant de 30 à 100 % en poids et de o
à 70 % en poids d'un additif ou des mélanges de plusieurs additifs étant contenus.
2. Moyen d'allumage pyrotechnique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient en tant qu'additif de 10 à 60 % en poids d'un agent oxydant, sélectionné
parmi un ou plusieurs des nitrates des métaux alcalins et/ou des métaux alcalino-terreux
et/ou de l'ammonium, des perchlorates des métaux alcalins et/ou des métaux alcalino-terreux
et/ou de l'ammonium, des peroxydes des métaux alcalins et/ou des métaux alcalino-terreux
et/ou du zinc.
3. Moyen d'allumage pyrotechnique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient en tant qu'additif de o à 10 % en poids d'un sensibilisateur, de préférence
de tétrazène.
4. Moyen d'allumage pyrotechnique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient en tant qu'additif de o à 20 % en poids d'un agent réducteur, sélectionné
parmi un ou plusieurs des suivants : l'aluminium, le sulfure d'antimoine, le siliciure
de calcium, le titane, l'hydrure de titane, le bore, l'hydrure de bore, le zircon,
l'hydrure de zircon, le silicium, le graphite, le charbon actif, le noir de carbone
ou des agents de friction, de préférence du bris de verre.
5. Moyen d'allumage pyrotechnique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient en tant qu'additif de 0,1 à 5 % en poids d'un agent liant, sélectionné
parmi un ou plusieurs des suivants : la cellulose et ses dérivés, le poly(butyral
de vinyle), les polynitro-polyphénylènes, les polynitro-phényl-éthers, les plexigums,
le poly(acétate de vinyle), et les copolymères.
6. Utilisation d'un moyen d'allumage pyrotechnique selon l'une quelconque ou plusieurs
des revendications 1 à 5 dans des moyens d'allumage mécaniques, électriques ou opto-électriques.
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