[0001] Die Erfindung betrifft eine Hydraulikeinheit für ein mobiles Hydraulikwerkzeug, mit
- einem hydraulisch zwischen einer Ausgangsposition und einer Endposition verstellbaren
Hydraulikkolben und
- einer mit dem Hydraulikkolben verbundenen Kolbenstange mit einer Werkzeugauf nahme
für einen Werkzeugeinsatz.
[0002] Hydraulikwerkzeuge der eingangs genannten Art werden bspw. im Werkstattbetrieb dazu
verwendet, um bei Reparaturarbeiten an Fahrzeugen Stanzvorgänge durchzuführen oder
Nieten zu setzen. Die Werkzeugeinsätze werden dabei entsprechend der durchzuführenden
Arbeiten ausgewählt, wobei es sich bspw. um Stanzeinsätze oder Werkzeugdöpper, die
die Form der Nietköpfe vorgeben, handelt. Bei einer Betätigung des Hydraulikwerkzeugs
wird aufgrund des Drucks in der Hydraulikeinheit der Hydraulikkolben aus seiner Ausgangsposition
in Richtung auf seine Endposition verstellt. Die Bewegung des Hydraulikkolbens wird
dabei über die mit dem Hydraulikkolben verbundene Kolbenstange auf den in der Werkzeugaufnahme
der Kolbenstange angeordneten Werkzeugeinsatz übertragen.
[0003] Durch die zunehmende Verwendung hochfester Werkstoffe im Bereich des Kraftfahrzeugbaus
besteht in Kraftfahrzeugwerkstätten zunehmend der Bedarf nach Hydraulikwerkzeugen
deren Hydraulikeinheiten höhere Drücke aufbringen. Dabei besteht jedoch das Problem,
dass in den Werkstätten bereits vorhandene Werkzeugeinsätze nicht für die Verwendung
höherer Drücke ausgelegt sind, was es erforderlich macht, für die neuen Hydraulikwerkzeuge
auch vollständig neue Werkzeugeinsätze anzuschaffen. Zudem besteht die Gefahr, dass
die vorhandenen Werkzeugeinsätze, welche nur geringeren Drücken standhalten, versehentlich
verwendet werden und dann im Betrieb brechen, was zur Gefährdung von umstehenden Personen
führt.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Hydraulikeinheit
für ein mobiles Hydraulikwerkzeug bereitzustellen, welches die Verwendung von Werkzeugeinsätzen
mit unterschiedlicher Belastbarkeit ermöglicht.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Hydraulikeinheit mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0006] Kennzeichnend für die erfindungsgemäße Hydraulikeinheit ist, dass an dem Hydraulikkolben
ein den druckraumseitig auf den Hydraulikkolben wirkenden Druck begrenzendes, den
Druckraum mit einen Zylinderraum verbindendes Druckregelventil angeordnet ist, das
derart mit der Kolbenstange verbunden ist, das ein Ansprechdruck des Druckregelventils
über die Kolbenstange einstellbar ist.
[0007] Gemäß der Erfindung ist an dem Hydraulikkolben ein Druckregelventil angeordnet, welches
den Druckraum, in welchem der zur Verlagerung des Hydraulikkolbens aus der Ausgangsposition
in Richtung auf die Endposition erforderliche Druck aufgebracht wird, mit dem Zylinderraum,
welcher an der dem Druckraum gegenüberliegende Seite an den Hydraulikkolben angrenzt,
verbindet. In Abhängigkeit von der Einstellung des Druckregelventils bewirkt dieses
somit bei Überschreiten eines Ansprechdrucks, dass sich dieses druckbegrenzend öffnet
und die Hydraulikflüssigkeit aus dem Druckraum in den Zylinderraum geleitet wird.
Über das Druckregelventil kann somit der maximal auf den Hydraulikkolben und damit
auf die Kolbenstange und den dort angeordneten Werkzeugeinsatz wirkenden Hydraulikdruck
begrenzt werden. Eine Einstellung des Druckregelventils ist erfindungsgemäß über die
Kolbenstange möglich, so dass dieser komfortabel über ein bereits bestehendes Bauteil
eingestellt werden kann. Über den Hydraulikkolben lässt sich somit in komfortabler
Weise der max. Arbeitsdruck an dem Werkzeugeinsatz festlegen.
[0008] Die Ausgestaltung der Verbindung der zur Aufnahme der Werkzeugeinsätze ausgebildeten
Kolbenstange mit dem Hydraulikkolben derart, dass über die Kolbenstange das Druckregelventil
einstellbar ist, ist grundsätzlich frei wählbar. Denkbar ist bspw. eine Ausgestaltung,
wonach über eine Verdrehung der Kolbenstange eine Einstellung des Druckregelventils
bewirkt wird. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch
vorgesehen, dass die Kolbenstange eine einenends in der Werkzeugaufnahme angeordnete
und mit einem Werkzeugeinsatz in Eingriff bringbare Steuerstange aufweist, die anderenends
derart mit dem Druckregelventil verbunden ist, dass eine Verstellung der Steuerstange
eine Veränderung des Ansprechdrucks des Druckregelventils bewirkt.
[0009] Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung dient eine separate, sich an der Kolbenstange
von dem Druckregelventil bis in die Werkzeugaufnahme erstreckende Steuerstange dazu,
eine Einstellung des Druckventils vorzunehmen. Die Steuerstange kann somit als separates
Bauteil in besonderer Weise an das Druckregelventil angepasst werden, ohne dass hierzu
wesentliche Anpassungen an der Kolbenstange erforderlich wären. Über eine Verstellung
der Steuerstange, die durch die einenends bestehende Anordnung in der Werkzeugaufnahme
eine gute Zugänglichkeit bietet, kann somit der Ansprechdruck des Druckregelventils
in einfacher Weise festgelegt werden.
[0010] Denkbar ist bspw. über eine Verdrehung der Steuerstange eine Einstellung des Ansprechdrucks
zu bewirken. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch
vorgesehen, dass eine Verschiebung der Steuerstange in Längsachsenrichtung eine Veränderung
des Ansprechdrucks des Druckregelventils bewirkt. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung
bestimmt sich der Ansprechdruck in Abhängigkeit von der Verschiebung der Steuerstange
in Längsachsenrichtung in Richtung auf das Druckregelventil bzw. von diesem weg. Diese
Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht es, über den in der Werkzeugaufnahme anzuordnenden
Werkzeugeinsatz die Steuerstange zu verstellen, so dass durch eine entsprechende Ausgestaltung
des Werkzeugeinsatzes dieser in der in der Werkzeugauf nahme montierten, mit der Steuerstange
in Eingriff befindlichen Position selbsttätig die maximale Belastung begrenzt. Eine
separate Einstellung des Ansprechdrucks vor der Anordnung eines Werkzeugeinsatzes
in der Werkzeugaufnahme kann somit entfallen, da automatisch durch die Anordnung des
Werkzeugeinsatzes das Druckregelventil in der für den jeweiligen Werkzeugeinsatz bestimmten
Position angeordnet ist. Durch diese Ausgestaltung der Erfindung wird eine Abwärtskompatibilität
erreicht, d. h. auch Werkzeugeinsätze mit geringer Belastungsgrenze können in einem
für höhere Drücke ausgelegten Hydraulikwerkzeug verwendet werden.
[0011] Die Ausgestaltung des Druckregelventils derart, dass durch eine Verlagerung der Steuerstange
eine Veränderung des Ansprechdrucks bewirkt wird, kann grundsätzlich in beliebiger
Weise erfolgen. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
jedoch vorgesehen, dass das Druckregelventil ein in Längsachsenrichtung der Steuerstange
verstellbares Anschlagelement aufweist, an dem einerseits die Steuerstange und andererseits
ein Federelement anliegt, das an einem dem Anschlagelement gegenüberliegenden Ende
an einem einen Eintrittskanal des Druckregelventils verschließenden Ventilelement
anliegt, wobei die einstellbare Länge des Federelements die Vorspannung des Ansprechdrucks
bestimmt. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung ist das Ventilelement durch ein
Federelement vorgespannt, wobei über die Vorspannung der Ansprechdruck des Druckregelventils
festgelegt wird. Die Höhe der Vorspannung bestimmt sich dabei nach der Position des
Anschlagelements, an dem das Federelement mit seinem dem Ventilkörper gegenüberliegenden
Ende anliegt. Eine Verstellung des Anschlagelements in Richtung auf das Ventilelement
bewirkt somit eine Erhöhung der Vorspannung und erhöht somit den Ansprechdruck des
Druckregelventils. Eine Verlagerung des Anschlagelements in die entgegengesetzte Richtung
hingegen verringert den Ansprechdruck des Druckregelventils. Somit kann in einfacher
Weise über eine axiale Verlagerung des Anschlagelements der Ansprechdruck des Druckregelventils
festgelegt werden, wobei hierzu die Steuerstange über ihre Position in Längsachsenrichtung
die Position des Anschlagelements bestimmt.
[0012] Als Federelemente können dabei grundsätzlich beliebige Elemente verwendet werden,
die eine von der Länge abhängige Vorspannung erzeugen. Nach einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung ist das Federelement durch eine einenends an dem Anschlagelement
und anderenends an dem Ventilelement abgestützte Schraubendruckfeder gebildet. Eine
Schraubendruckfeder lässt sich in besonders einfacher und kostengünstiger Weise zur
Einstellung des Ansprechdrucks verwenden.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass an der dem
Federelement gegenüberliegenden Seite des Anschlagelements eine in Längsachsenrichtung
verlagerbare Stellschraube angeordnet ist. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung
beschränkt die Stellschraube die Verlagerbarkeit des Anschlagelements aufgrund der
Federvorspannung und legt somit in unbelastetem Zustand des Anschlagelements den Ansprechdruck
des Druckregelventils fest. Die Möglichkeit, die Stellschraube in Richtung auf das
Federelement bzw. von diesem weg zu verstellen, erlaubt es dabei, den in unbelastetem
Zustand des Anschlagelements vorliegenden Ansprechdruck bei Bedarf zu verändern. Die
Stellschraube ist dabei derart ausgestaltet, dass die Steuerstange blockadefrei durch
sie hindurchgeführt werden kann, so dass das Anschlagelement durch die Steuerstange
in Richtung auf das Federelement verschoben und dadurch der Ansprechdruck erhöht werden
kann. Die Verlagerung der Stellschraube kann dabei bereits einmalig, vor einer Montage
der Hydraulikeinheit erfolgen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, über ein geeignetes
Werkzeug die Position der Stellschraube im montierten Zustand zu verändern.
[0014] Ein Strömungskanal für die im Falle einer Öffnung des Druckregelventils aus dem Druckraum
in den Zylinderraum gelangende Hydraulikflüssigkeit kann grundsätzlich in beliebiger
Weise ausgestaltet sein. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist jedoch vorgesehen, dass der Hydraulikkolben und die Steuerstange derart ausgebildet
sind, dass nach Erreichen des Ansprechdrucks die Hydraulikflüssigkeit koaxial zur
Steuerstange zu einem zum Zylinderraum offenen Überdruckkanal an dem Hydraulikkolben
gelangt. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht einen besonders kompakten und
einfachen Aufbau des Hydraulikkolbens, nachdem eine bereits für die Steuerstange vorhandene
Bohrung dazu benutzt werden kann, die überströmende Hydraulikflüssigkeit zu einem
Überdruckkanal zu leiten, welcher in den Zylinderraum mündet.
[0015] Eine Festlegung der Position der Steuerstange und damit die Einstellung des Druckregelventils
kann grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen. So besteht bspw. die Möglichkeit,
die Werkzeugeinsätze entsprechend ihrer Belastbarkeit unterschiedlich lang auszugestalten,
so dass diese in ihrer in der Werkzeugaufnahme angeordneten Position mit einer Stirnseite
an der Steuerstange anliegen und diese in die dem entsprechenden Ansprechdruck des
Druckregelventils zugeordnete Lage verstellen. Auch besteht die Möglichkeit, den Werkzeugeinsatz
in seiner Länge so auszugestalten, dass er in der montierten Lage nicht an der Steuerstange
anliegt, so dass der Ansprechdruck des Druckregelventils dann dem unbelasteten Zustand
der Steuerstange entspricht.
[0016] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden hierzu jedoch
die Werkzeugeinsätze genutzt und weisen an den Werkzeugeinsatzabschnitt der Steuerstange
angepasste Ausnehmungen auf, über deren Erstreckung in Längsachsenrichtung der Ansprechdruck
einstellbar ist. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung können die einzelnen Werkzeuge
Ausnehmungen aufweisen, deren Länge so bemessen ist, dass sie die Steuerstange in
einer Position anordnen, in der der Ansprechdruck der maximalen Belastung des Werkzeugeinsatzes
entspricht. Der jeweilige Werkzeugeinsatz legt somit selbsttätig die Position der
Steuerstange und damit den Ansprechdruck fest. Im Fall einer nicht erforderlichen
Begrenzung kann der Werkzeugeinsatz auch keinerlei Ausnehmungen aufweisen und lediglich
mit einem ebenen Ende an der Steuerstange anliegen und so diese maximal in Richtung
auf das Druckregelventil schieben, so dass der maximale Ansprechdruck eingestellt
wird, der über dem maximal erzeugbaren Hydraulikdruck liegen kann, was einem Verschluss
des Druckregelventils gleich kommt. Eine Ausnehmung mit einer in Längsachsenrichtung
hohen Länge führt hingegen zu einem unbelasteten Zustand der Steuerstange, so dass
der durch eine Stellschraube vorgegebene Ansprechdruck zur Anwendung kommt.
[0017] Die Anordnung der Werkzeugeinsätze in der Werkzeugaufnahme ist grundsätzlich frei
wählbar. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist jedoch vorgesehen, dass
die Werkzeugaufnahme ein Gewinde zur Anordnung der Werkzeugeinsätze aufweist. Eine
einschraubbare Anordnung der Werkzeugeinsätze in der Werkzeugaufnahme stellt eine
besonders sichere und zuverlässige Positionierung der Werkzeugeinsätze und damit eine
gute Einstellung der jeweiligen Ansprechdrücke her.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen
erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Schnitts eines Hydraulikwerkzeugs;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Schnitts des Hydraulikwerkzeugs von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Ansicht eines Schnitts einer Hydraulikeinheit des Hydraulikwerkzeugs von Fig.
1;
- Fig. 3a
- eine Ansicht des Details W von Fig. 3;
- Fig. 3b
- eine Ansicht des Details X von Fig. 3;
- Fig. 4
- eine weitere Ansicht eines Schnitts der Hydraulikeinheit von Fig. 1;
- Fig. 4a
- eine Ansicht des Details Y von Fig. 4;
- Fig. 4b
- eine Ansicht des Details Z von Fig. 4 und
- Fig. 5
- eine Ansicht eines Schnitts eines Druckregelventils des Hydraulikwerkzeugs von Fig.
1.
[0019] In Figur 1 ist ein Hydraulikwerkzeug 1 in einer Schnittansicht dargestellt. Kern
des Hydraulikwerkzeugs 1 ist eine an einem Gehäusekörper 33 angeordnete Hydraulikeinheit
2, mittels der der notwendige Arbeitsdruck erzeugt wird. Die Hydraulikeinheit 2 weist
dabei einen Zylinder 4 auf, innerhalb dem ein Hydraulikkolben 5 aus der in Fig. 1
bis 3 dargestellten Ausgangsposition in Richtung auf eine Endposition verlagerbar
ist. Zur Verlagerung des Hydraulikkolbens 5 wird dabei ein Druckraum 22 mittels einer
durch einen an einem Zylinderdeckel 26 angeschlossenen Anschlussstutzen 25 zugeführten
Hydraulikflüssigkeit unter Druck gesetzt. Aufgrund des Hydraulikdrucks erfolgt eine
Verlagerung des Hydraulikkolbens 5, durch den auch eine mit dem Hydraulikkolben 5
verbundene Kolbenstange 6 verlagert wird, die an ihrem dem Hydraulikkolben 5 gegenüberliegenden
Ende eine Werkzeugaufnahme 12 für einen als Döpper 11 ausgebildeten Werkzeugeinsatz
aufweist. Die Kolbenstange 6 ist dabei an einer in einer Öffnung 19 des Zylinders
4 angeordneten Führungshülse 14 flüssigkeitsdicht geführt. In Ausfahrrichtung des
Hydraulikkolbens ist die Position der Führungshülse 14 durch die Anlage eines Absatzes
17 an einem Rand 18 der Öffnung 19 festgelegt. In entgegengesetzter Richtung ist die
Position der Führungshülse 14 durch einen Federring 15 gesichert, der in einer Nut
16 an der Führungshülse 14 eingreift.
[0020] An dem Hydraulikkolben 5 ist ein Druckregelventil 3 angebracht, wobei das Druckregelventil
3 mit einem Eintrittskanal 37 in dem Druckraum 22 angeordnet ist. Der Ansprechdruck
des Druckregelventils 3 wird dabei über eine Schraubendruckfeder 30 bestimmt, die
einenends an einem den Eintrittskanal 37 verschließenden Ventilelement 29 und anderenends
an einem Anschlagelement 31, das axial in Richtung auf die Schraubendruckfeder 30
sowie von dieser weg verschiebbar ist, anliegt.
[0021] Über die Position des Anschlagelements 31 lässt sich somit die Vorspannung der Schraubendruckfeder
30 und damit der Ansprechdruck des Druckregelventils 3 bestimmen. Mit seiner der Schraubendruckfeder
30 gegenüberliegenden Seite liegt das Anschlagelement 31 an einer Stellschraube 32
an, die somit im unbelasteten Zustand des Anschlagelements 31 den Ansprechdruck festlegt.
Die Stellschraube 32 ist dabei in Richtung auf die Schraubendruckfeder 30 bzw. von
dieser weg verstellbar. Zur Verlagerung des Anschlagelements 31 aus seiner Position,
in der dieses an der Stellschraube 32 anliegt, weist die Kolbenstange 6 eine axial
zu dieser verlaufende Steuerstange 7 auf, die mit einem Endabschnitt 10 an dem Anschlagelement
31 anliegt. Eine axiale Verlagerung der Steuerstange 7 in Richtung auf das Anschlagelement
31 bewirkt somit dessen Verstellung, bei der die Schraubendruckfeder 30 komprimiert
und so der Ansprechdruck erhöht wird.
[0022] Zur Verlagerung der Steuerstange 7 ragt diese dabei mit einem Werkzeugeinsatzabschnitt
8 in die Werkzeugaufnahme 12, in der der Werkzeugeinsatzabschnitt 8 der Steuerstange
7 mit einem Werkzeugeinsatz 11 in Eingriff gelangt, so dass der Werkzeugeinsatz 11
die Position der Steuerstange festlegt. In dem in Figuren 1 bis 3b dargestellten Ausführungsbeispiel
weist der Werkzeugeinsatz 11 eine Ausnehmung 13 auf, in die der Werkzeugeinsatzabschnitt
8 der Steuerstange 7 eingreift. Die Längserstreckung der Ausnehmung 13 ist dabei dergestalt,
dass die Steuerstange 7 nicht in Richtung auf das Druckregelventil 3 verlagert wird,
so dass dieses den durch die Stellschraube 32 eingestellten Ansprechdruck aufweist.
[0023] In dem in den Figuren 4, 4a und 4b dargestellten Ausführungsbeispiel der Hydraulikeinheit
2 weist der Werkzeugeinsatz 11a hingegen keine Ausnehmung 13 auf, sondern liegt mit
seiner der Steuerstange 7 zugewandten Stirnseite an dieser an und verschiebt diese
in der montierten Position in Richtung auf das Druckregelventil 3, so dass das Anschlagelement
31 verlagert und die Schraubendruckfeder 30 komprimiert und damit der Ansprechdruck
erhöht ist.
[0024] Bei Erreichen des Ansprechdrucks wird das Ventilelement 29 in Richtung auf die Schraubendruckfeder
30 verlagert, so dass Hydraulikflüssigkeit aus dem Druckraum 22 durch den in dem Ventilkörper
28 angeordneten Eintrittskanal an dem Ventilelement 29 vorbeiströmen kann. Weiter
gelangt die Hydraulikflüssigkeit dann koaxial zu dem Ventilabschnitt 9 der Steuerstange
7 bis zu einem Überdruckkanal 20, der in einen Zylinderraum 21 mündet. Von dort aus
gelangt die Hydraulikflüssigkeit durch die Rückleitungen 23a, 23b zu dem Anschlussstutzen
24 der wiederum mit einer Hydraulikleitung verbunden ist. Das Druckregelventil 3 ist
durch Einschrauben des Ventilkörpers 28 in eine Ventilkörperaufnahme 36 an dem Hydraulikkolben
5 sowie in eine Ventilkörperaufnahme 27 an der Kolbenstange 6 in seiner Position festgelegt.
Die Kolbenstange 6 wiederum ist mit einem Verbindungsabschnitt 34 in den Aufnahmeabschnitt
35 des Hydraulikkolbens 5 geschraubt. Ein Führungsring 38 in der Ventilkörperaufnahme
27 dient zur Lagerung des Ventilabschnitts 9 der Steuerstange 7.
Bezugszeichenliste
[0025]
| 1 |
Hydraulikwerkzeug |
27 |
Ventilkörperaufnahme (Kolbenstange) |
| 2 |
Hydraulikeinheit |
| 3 |
Druckregelventil |
28 |
Ventilkörper |
| 4 |
Zylinder |
29 |
Ventilelement |
| 5 |
Hydraulikkolben |
30 |
Schraubendruckfeder |
| 6 |
Kolbenstange |
31 |
Anschlagelement |
| 7 |
Steuerstange |
32 |
Stellschraube |
| 8 |
Werkzeugeinsatzabschnitt (Steuerstange) |
33 |
Gehäusekörper |
| 34 |
Verbindungsabschnitt (Kolbenstange) |
| 9 |
Ventilabschnitt (Steuerstange) |
| 35 |
Aufnahmeabschnitt (Hydraulikkolben für Kolbenstange) |
| 10 |
Endabschnitt (Steuerstange) |
| 11 |
Werkzeugeinsatz |
36 |
Ventilkörperaufnahme (Hydraulikkolben) |
| 12 |
Werkzeugaufnahme |
| 13 |
Ausnehmung |
37 |
Eintrittskanal |
| 14 |
Führungshülse |
38 |
Führungsring |
| 15 |
Federring |
|
|
| 16 |
Nut |
|
|
| 17 |
Absatz (Führungshülse) |
|
|
| 18 |
Rand |
|
|
| 19 |
Öffnung |
|
|
| 20 |
Überdruckkanal |
|
|
| 21 |
Zylinderraum |
|
|
| 22 |
Druckraum |
|
|
| 23a, 23b |
Rückleitung |
|
|
| 24 |
Anschlussstutzen |
|
|
| 25 |
Anschlussstutzen |
|
|
| 26 |
Zylinderdeckel |
|
|
1. Hydraulikeinheit für ein mobiles Hydraulikwerkzeug, mit
- einem hydraulisch zwischen einer Ausgangsposition und einer Endposition verstellbaren
Hydraulikkolben und
- einer mit dem Hydraulikkolben verbundenen Kolbenstange mit einer Werkzeugaufnahme
für einen Werkzeugeinsatz,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Hydraulikkolben (5) ein den druckraumseitig auf den Hydraulikkolben (5) wirkenden
Druck begrenzendes, den Druckraum (22) mit einem Zylinderraum (21) verbindendes Druckregelventil
(3) angeordnet ist, das derart mit der Kolbenstange (6) verbunden ist, dass ein Ansprechdruck
des Druckregelventils (3) über die Kolbenstange (6) einstellbar ist.
2. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (6) eine einenends in der Werkzeugaufnahme (12) angeordnete und
mit einem Werkzeugeinsatz (11) in Eingriff bringbare Steuerstange (7) aufweist, die
anderenends derart mit dem Druckregelventil (3) verbunden ist, dass eine Verstellung
der Steuerstange (6) eine Veränderung des Ansprechdrucks des Druckregelventils (3)
bewirkt.
3. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebung der Steuerstange (7) in Längsachsenrichtung eine Veränderung des
Ansprechdrucks des Druckregelventils (3) bewirkt.
4. Hydraulikeinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckregelventil (3) ein in Längsachsenrichtung der Steuerstange (7) verstellbares
Anschlagelement (31) aufweist, an dem einerseits die Steuerstange (7) und andererseits
ein Federelement (30) anliegt, das an einem dem Anschlagelement (31) gegenüberliegenden
Ende an einem einen Eintrittskanal (37) des Druckregelventils (3) verschließenden
Ventilelement (29) anliegt, wobei die einstellbare Länge des Federelements (30) die
Vorspannung des Ansprechdrucks bestimmt.
5. Hydraulikeinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement durch eine einenends an dem Anschlagelement (31) und anderenends
an dem Ventilelement (29) abgestützte Schraubendruckfeder (30) gebildet ist.
6. Hydraulikeinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Federelement (30) gegenüberliegenden Seite des Anschlagelement (31) eine
in Längsachsenrichtung verlagerbare Stellschraube (32) angeordnet ist.
7. Hydraulikeinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikkolben (5) und die Steuerstange (7) derart ausgebildet sind, dass nach
Erreichen des Ansprechdrucks die Hydraulikflüssigkeit koaxial zur Steuerstange (7)
zu einem zum Zylinderraum (21) offenen Überdruckkanal (20) an dem Hydraulikkolben
(5) gelangt.
8. Hydraulikeinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugeinsätze (11) an den Werkzeugeinsatzabschnitt (8) der Steuerstange (7)
angepasste Ausnehmungen (13) aufweisen, über deren Erstreckung in Längsachsenrichtung
der Ansprechdruck einstellbar ist.
9. Hydraulikeinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahme (12) ein Gewinde zur Anordnung der Werkzeugeinsätze (11) aufweist.