[0001] Die Erfindung betrifft eine Kugelfadenbremse gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bei Doppeldrahtzwirnmaschinen muss der zu verzwirnende Faden vor dem Eintritt in
die rotierende Spindel mit einer definierten Fadenzugkraft beaufschlagt sein. Diese
Fadenzugkraft muss so gewählt werden, dass ein stabiler Zwirnprozess über die gesamte
Laufzeit der Spule gewährleistet ist. Kriterium für die notwendige Fadenspannung ist
es, dass über die gesamte Spulenreise auf der Fadenspeicherscheibe der Zwirnspindel
eine Mindest-Fadenspeicherung nicht unterschritten werden darf, damit der Fadenballon
stabil ausgeprägt bleibt. Wenn die Speicherung diesen Wert unterschreitet, neigt der
Fadenballon schon bei geringfügigen Störungen (Massenschwankungen im Garnballon oder
Verhakungen auf der Vorlagespule) dazu, temporär einzufallen. Dabei kommt es zu unerwünschten
Berührungen des Fadenballons mit der Topfkante, die zu Garnschädigungen bis hin zum
Fadenbruch führen können. Weiterhin ist bei gefachtem Vorlagegarn zur Unterstützung
des Fadenlaufs ein frei rotierbarer Zwirnflügel vorgesehen, durch den das Vorlagegarn
hindurchgeführt und über eine Öse dem Fadeneinlaufrohr und der im Inneren der Vorlagespule
positionierten Fadenbremse zugeführt wird. Der Zwirnflügel rotiert dabei und bewirkt
neben der eigentlichen Fadenbremse eine gewisse Fadenbremsung (Vorspannung), welche
durch zusätzliche Belastungsgewichte noch variiert werden kann.
[0003] Als Fadenbremsen haben sich in der Praxis sogenannte Kapselbremsen bewährt. Hauptbestandteil
dieser Bremsen ist eine zwischen zwei Bremsflächenringen, in der Regel zwei Keramikösen,
eingespannte Bremskapsel, welche aus einem Oberteil und einem Unterteil und einer
dazwischen eingespannten Feder besteht, welche die Bremskapselkalotten gegen die Bremsflächenringe
drückt. Dabei wird das Garn zwischen zwei Klemmpunkten hindurchgeführt. Bei üblichen
Ausführungformen wird durch Verstellen der Distanz zwischen den beiden Bremsflächenringen
die Federklemmwirkung und damit die auf den Faden ausgeübte Normalkraft und damit
die Bremswirkung auf den Faden eingestellt. Zu diesem Zweck wird in der Regel das
Fadeneinlaufrohr in seiner Höhe verstellt, was einerseits aus Raumgründen und andererseits
infolge der Veränderung des Einlaufwinkels des Garnes in das Fadeneinlaufrohr unerwünscht
ist.
Diese Einstellung erfolgt vor Beginn des Zwirnprozesses und bleibt während des Spulprozesses
unverändert. Um den im Allgemeinen üblichen Fadenspannungsbereich für verschiedene
Garne, Materialien und Spindelgrößen abzudecken, gibt es Bremskapseln mit verschieden
starken Federn, oder es gibt Bremskapseln, bei denen die Federn je nach geforderter
Bremskraft ausgewechselt werden können. Diese Vorgehensweise ist umständlich, weil
einerseits der Kapselwechsel zeitaufwändig ist, und weil andererseits mehrere Kapselvarianten
notwendig sind. Letzteres bedingt einen erhöhten Betriebselementenaufwand und kann
zu Verwechselungen der Kapsel führen, wenn diese nicht entsprechend unverwechselbar
gekennzeichnet sind.
[0004] Das erforderliche Einfädeln des Vorlagegarnes in diese Bremsen und deren Fadenführungen
erfolgt entweder per Hand mittels entsprechender Einfädelhilfswerkzeuge (z. B. lange
Kunststoffdrähte) oder mittels einer pneumatischen Einfädelvorrichtung, bei der der
Faden mittels eines Saugluftstroms durch den mittels pneumatischer Effekte freigegebenen
Durchlass automatisch hindurchgefädelt wird.
[0005] In der
EP 2 336 408 B1 ist gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 eine mittels Federkraft einstellbare
Kugelfadenbremse mit einem oberen Bremsflächenring, einem unteren Bremsflächenring
und einer zwischen diesen beiden Bremsflächenringen befindlichen Bremskugel beschrieben.
Eine Bremskraft-Einstellfeder ist zwischen der Oberseite des oberen Bremsflächenringes
und einem Federelementwiderlager eingespannt bzw. wirksam, was bei der Montage und/oder
Wartung der Fadenbremse zu Komplikationen führen kann. Die Verstellung der Bremskraft
erfolgt über eine ·stufenweise Höhenverstellung des Fadeneinlaufrohrs, wodurch die
auf den oberen Bremsflächenring einwirkende Kraft verändert wird. Beim pneumatischen
Ein- bzw. Durchfädeln eines Fadens bzw. Garnes wird der untere Bremsflächenring mittels
Unterdruck nach unten bewegt, wodurch der Weg frei wird für einen Luftstrom durch
die Bremse, so dass der an das obere Ende des Fadeneinlaufrohres angelegte Faden durch
die gesamte Bremse hindurchgefördert wird. Dabei weicht die Bremskugel entweder seitlich
aus oder sie kommt auf einem einen Bestanteil des Bremsengehäuses bildenden Aufnahmeelement
zur Auflage, wodurch ein Weg für den Faden bzw. das Garn frei gegeben wird. Wenn das
Gehäuse der Bremse z B. für allgemeine Wartungs- oder Reinigungszwecke geöffnet wird,
besteht die Gefahr, dass die Bremskugel heraus fällt und verloren geht.
[0006] Bei diesen bekannten Fadenbremsen ist es von Nachteil, dass die Gewichtskräfte sämtlicher
oberhalb der Bremskugel aufliegenden Komponenten - mindestens Bremskrafteinstellfeder
und Bremsflächenring (ggf. eine zusätzliche zweite Bremskraftfeder und eventuell Führungskolben)
- die Bremswirkung auf den Faden erhöhen. Dadurch sind diese Bremssysteme in Richtung
niedriger Fadenzugkräfte, wie sie insbesondere für feine Garne benötigt werden, limitiert.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kugelfadenbremse so zu gestalten,
dass auch bei gleicher Kugelausführung niedrigere Fadenzugkräfte realisiert werden
können und Komplikationen bei der Montage ohne Wartung weitgehend vermieden werden.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe dient das Merkmal des Kennzeichens des Patentanspruchs
1.
[0009] Um zur Verstellung der Bremskraft eine Höhenverstellung des Fadeneinlaufrohres zu
vermeiden, besteht gemäß Anspruch 2 ein erweiterter Kerngedanke der Erfindung darin,
die Bremskraftverstellung allein durch Drehen des Fadeneinlaufrohres zu bewirken.
Zu diesem Zweck ist der obere Bremsflächenring in ein Element integriert, das eine
Drehbewegung des Fadeneinlaufrohres in eine Axialbewegung des oberen Bremsflächenringes
umsetzt.
[0010] Um bei der pneumatischen Fadendurchfädelung und der dadurch bewirkten Verstellung
des unteren Bremsflächenringes nach unten zu verhindern, dass die Bremskugel auf dem
unteren Bremsflächenring liegen bleibt, ist gemäß Anspruch 10 zwischen den beiden
Bremsflächenringen eine während der pneumatischen Fadendurchfädelung wirksame Bremskugel-Halteeinrichtung
vorgesehen, die an dem unteren Ende einer den oberen Bremsflächenring tragenden Hülse
angeordnet ist und deren konstruktive Gestaltung Gegenstand der Ansprüche 11 und 12
ist.
[0011] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen behandelt.
[0012] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 einen Axialschnitt der erfindungsgemäßen Fadenbremse in einer ersten Einstellposition;
Figur 2 einen Axialschnitt entsprechend Figur 1, jedoch in einer relativ zu Figur
1 um 90° gedrehten Position;
Figuren 3 und 4 Axialschnitte entsprechend den Figuren 1 und 2 in einer zweiten Einstellposition
der Fadenbremse;
Figur 5 einen Axialschnitt der erfindungsgemäßen Fadenbremse während der pneumatischen
Durchfädelung in einer ersten Einstellposition entsprechend der ersten Einstellposition
gemäß den Figuren 1 und 2;
Figur 6 einen Axialschnitt der in Figur 5 dargestellten Fadenbremse, in einer gegenüber
Figur 5 um 90° gedrehter Stellung der Fadenbremse;
Figuren 7 und 8 Axialschnitte entsprechend den Figuren 5 und 6 in einer zweiten Einstellposition;
Figur 9 in vergrößerter Darstellung einen Axialschnitt des unteren Teils der in Figur
4 dargestellten Fadenbremse;
Figur 10 in vergrößerter Darstellung einen Axialschnitt des oberen Teils der in Figur
4 dargestellten Fadenbremse;
Figuren 10B einen Radialschnitt gemäß der Linie A-A bzw. B-B in Figur 10.
[0013] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Fadenbremse enthält im Wesentlichen folgende
Einzelelemente:
- ein rohrförmiges Bremsengehäuse 1, bestehend aus einem oberen Gehäuseabschnitt 2 und
einem mit dem oberen Gehäuseabschnitt 2 lösbar verbundenen unteren Gehäuseabschnitt
3,
- ein in den oberen Gehäuseabschnitt 2 koaxial eingesetztes, drehbar gelagertes Fadeneinlaufrohr
4, das mittels eines nach außen vorspringenden Rastringes 4.1, der in eine im oberen
Gehäuseabschnitt 2 angebrachte Rastnut 2.1 eingreift, gegen Axialverschiebung gesichert
ist,
- an dem Fadeneinlaufrohr angebrachte oder angeformte, seitlich von dem Fadeneinlaufrohr
verlaufende Arme 4.2, an deren unteren Enden nach innen gerichtete Nasen 4.3 angebracht
sind;
- eine gegen Rotation gesicherte Hülse 5 mit einer an der Außenseite angeordneten wendelförmigen
Nut bzw. Kulissenführung 5.1 mit konstanter oder nicht konstanter Steigung der Wendelgänge
5.1, in die die Nasen 4.3 des Fadeneinlaufrohres 4 eingreifen.
[0014] Die Länge der Hülse 4 bestimmt die Länge des Verstellweges des oberen Bremsflächenringes
6 und kann in Abhängigkeit von den beabsichtigten Einsatzgebieten entsprechend ausgewählt
werden. Die Hülse 5 ist an ihrem unteren Ende mit einem Flanschring 5.2 versehen,
der gemäß Figur 9 vorzugsweise zwei sich gegenüberliegende Rastnasen 5.3 aufweist,
in die an der Innenwand des oberen Gehäuseabschnittes 2 angeordnete nicht dargestellte
Rastnuten eingreifen, um einer Rotation der Hülse 5 zu verhindern.
[0015] Die beiden Gehäuseabschnitte können durch Verschrauben, durch Verclipsen oder bajonettverschlussartig
aneinander befestigt sein.
[0016] In das untere Ende der Hülse 5 ist der obere Bremsflächenring 6, vorzugsweise in
Form einer Keramiköse, eingesetzt.
Es sind weiterhin vorgesehen
- eine gegen den oberen Bremsflächenring 6 anliegende Bremskugel 7;
- eine unterhalb des Flanschringes 5.2 der Hülse 5 angeordnete, eine Kugelfangeinrichtung
bildende Halteeinrichtung für die Bremskugel 7; diese Halteeinrichtung hat mindestens
zwei sich gegenüberliegende, nach innen gebogene Halteelemente 8, deren untere freien
Enden unterhalb des Hauptdurchmessers der Bremskugel 7 liegen, um, wie es später noch
beschrieben wird, beim pneumatischen Öffnen der Bremse ein Herausfallen der Bremskugel
7 zu verhindern;
[0017] In dem unteren Gehäuseabschnitt 3 ist ein abdichtend geführter, axial verschiebbarer
Kolben 9 gelagert, der an der Außenseite seines nach oben gerichteten Bodens 9.1 einen
unteren Bremsflächenring 10, vorzugsweise in Form einer Keramiköse, für die Bremskugel
7 trägt.
[0018] Der untere Gehäuseabschnitt 3 ist an seinem unteren Ende mit einem nach innen gerichteten
Stützflansch 3.1 versehen, auf dem eine Federführungshülse 11 für eine vorzugsweise
unter Vorspannung stehende Rückstellfeder 12 für den Kolben 9 abgestützt ist. An die
Innenseite des Kolbenbodens 9.1 schließt ein nach unten gerichteter Rohrstutzen 9.2
an, der von einer relativ zu dem Rohrstutzen 9.2 axial verschiebbaren Federstützhülse
13 umgeben ist. Die Federstützhülse 13 ist an ihrem oberen Ende mit einem nach außen
gerichteten Stützflansch 13.1 für das obere Ende der Rückstellfeder 12 versehen. Diese
Federstützhülse 13 trägt im Bereich ihrer Oberseite einen gegen die Innenseite des
Kolbenbodens 9.1 drückende Bremskraft-Einstelleinrichtung in Form einer Bremskraft-Einstellfeder
14, die abhängig von dem beabsichtigten Einsatzgebiet der Fadenbremse eine entsprechend
ausgelegte Federsteifigkeit hat. Diese Bremskraft-Einstellfeder 14 nimmt bei der in
den Figuren 3 und 4 dargestellten Einstellposition der Fadenbremse bei in einer oberen
Endstellung fixiertem oberen Bremsflächenring 6 ihre nahezu entspannte Position einnimmt.
Bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Einstellposition befindet sich diese
Bremskraft-Einstellfeder 14 bei nach unten verstelltem Bremsflächenring 6 in ihrem
nahezu vollständig zusammengedrückten Zustand, wodurch von dieser Bremskraft-Einstellfeder
14 die höchste Bremskraft auf den durchlaufenden Faden ausgeübt wird.
[0019] Für eine weitere Erhöhung der Bremskraft kann vorzugsweise durch entsprechende Dimensionierung
der Hülse 5 der obere Bremsflächenring 6 weiter nach unten verstellt werden, derart,
dass auch die Rückstellfeder 12 belastet wird und ebenfalls als Bremskraft-Einstellfeder
wirksam ist.
[0020] An dem unteren Ende der Federstützhülse 13 sind Arme 13.1 mit nach außen gerichteten
Rastnasen 13.2 angeordnet, die gegen einen nach innen gerichteten Anschlagring 11.1
der Federführungshülse 11 zur Anlage kommen können.
[0021] Entsprechend einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung kann die Bremskraft-Einstellfeder
14 entfallen und die auf den Kolben 9 einwirkende Rückstellfeder 12 allein als Bremskraft-Einstellfeder
wirksam sein, die entsprechend ausgelegt ist, und z.B. vorzugsweise über ihre Länge
Abschnitte mit unterschiedlicher Federsteifigkeit hat.
[0022] Die erfindungsgemäße Fadenbremse kann zwischen den in den Figuren 1 und 2 einerseits
und in den Figuren 3 und 4 andererseits dargestellten extremen Arbeitsstellungen und
zwischen den Figuren 5 und 6 einerseits und in den Figuren 7 und 8 andererseits dargestellten
extremen Einfädelpositionen verstellt werden.
[0023] Zum Einfädeln bzw. Durchfädeln eines Garnes bzw. Fadens wird der untere Kolben 9
durch Anlegen eines Unterdrucks an die zentrale Öffnung des unteren Gehäuseabschnitts
3 gegen die Kraft der Rückstellfeder 12 aus der Arbeitsstellung in die Einfädelstellung
abgesenkt, wobei die Bremskugel 7 von den Halteelementen 8 der Halteeinrichtung aufgegangen
bzw. festgehalten wird und die Verbindung zum Fadeneinlaufrohr 4 freigegeben wird,
so dass ein an das obere Ende des Fadeneinlaufrohres 4 gehaltenes Garn mittels Saugluft
durch die Fadenbremse gefädelt wird.
[0024] An dem Fadeneinlaufrohr 4 ist eine nach außen gerichtete federbelastete Rastnase
4.4 angeordnet, die in Rasten eines am Innenumfang des oberen Gehäuseabschnitts 2
angeordneten Rastenring 2.4 eingreift. An dem Fadeneinlaufrohr 4 ist eine in Umfangsrichtung
verlaufende (nicht dargestellte) Ziffernskala angebracht, die durch ein im oberen
Gehäuseabschnitt 2 angeordnetes Fenster 2.5 sichtbar ist, um in Abhängigkeit von der
Eingriffsstellung der Rastnase 4.4 in den Rastenring 2.4 die jeweilige Drehstellung
des Fadeneinlaufrohrs 4 ablesen zu können und damit die Höhenstellung des oberen Bremsflächenringes
(6) und abhängig davon die eingestellte Bremskraft zu erkennen.
[0025] Um mit bekannten Kapselfadenbremsen einen großen Bremskraftbereich erfassen zu können,
war es, wie oben bereits erläutert, bisher notwendig, in aufwändiger und damit nachteiliger
Weise mehrere Kapseln mit unterschiedlichen Bremskraftbereichen zu verwenden, da jede
einzelne Kapsel, insbesondere in Abhängigkeit von der Federkraft der innerhalb der
Kapsel befindlichen Feder, nur für jeweils einen begrenzten Bremskraftbereich verwendbar
gewesen ist.
[0026] Dieser Nachteil wird mit der erfindungsgemäßen Kugelfadenbremse behoben, bei der
die die Bremskraft bewirkende Bremskraft-Einstelleinrichtung unter dem unteren Bremsflächenring
10 angeordnet ist, und zwar
- als Variante A in Form der Bremskraft-Einstellfeder 14;
- als Variante B in Form der durch die Rückstellfeder 12 unterstützten Bremskraft-Einstellfeder
14 oder
- als Variante C in Form der Rückstellfeder 12 allein.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Bremsengehäuse
- 2
- oberer Gehäuseabschnitt
- 2.1
- Rastnut
- 2.3
- Rastenring
- 2.4
- Fenster
- 3
- unterer Gehäuseabschnitt
- 3.1
- Stützflansch
- 4
- Fadeneinlaufrohr
- 4.1
- Rastring
- 4.2
- Arme
- 4.3
- Nasen
- 4.4
- Rastnase
- 5
- Hülse mit an der Außenseite angeordneter Nut- bzw. Kulissenführung
- 5.1
- wendelförmige Nut- bzw. Kulissenführung
- 5.2
- Flanschring
- 5.3
- Rastnasen
- 6
- oberer Bremsflächenring (Keramiköse)
- 7
- Bremskugel
- 8
- Halteelemente
- 9
- Arbeitskolben
- 9.1
- Kolbenboden
- 9.2
- Rohrstutzen
- 10
- unterer Bremsflächenring (Keramiköse)
- 11
- Federführungshülse
- 12
- Rückstellfeder
- 13
- Federstützhülse(n)
- 13.1
- Arme
- 13.2
- Rastnasen
- 13.3
- Stützflansche
- 14
- Bremskraft-Einstelleinrichtung in Form einer Bremskraft-Einstellfeder
1. Kugelfadenbremse für eine Doppeldraht-Zwirnspindel, enthaltend
- ein rohrförmiges Bremsengehäuse (1), bestehend aus einem oberen Gehäuseabschnitt
(2) und einem damit lösbar verbundenen unteren Gehäuseabschnitt (3);
- ein koaxial in dem oberen Gehäuseabschnitt (2) drehbar gelagertes Fadeneinlaufrohr
(4);
- einen dem Fadeneinlaufrohr (4) zugeordneten oberen Bremsflächenring (6), dessen
Höhenstellung durch Drehen des Fadeneinlaufrohrs (4) erfolgt;
- eine mit diesem Bremsflächenring (6) zusammenwirkende Bremskugel (7);
- einen in dem unteren Gehäuseabschnitt (3) abdichtend geführten, axial verschiebbaren
Kolben (9), der
- an der Außenseite seines nach oben gerichteten Bodens (9.1) einen unteren Bremsflächenring
(10) trägt, und der
- mittels Saugkraft gegen die Kraft einer Rückstellfeder (12) in axialer Richtung
nach unten verstellbar ist,
- eine auf die aus den beiden Bremsflächenringen und die Bremskugel
bestehende Bremseneinheit einwirkende Bremskraft-Einstelleinrichtung, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Bremskraft-Einstelleinrichtung durch mindestens eine Bremskraft-Einstellfeder
(14 bzw. 12) gebildet ist, die von unten auf den unteren Bremsflächenring (10) einwirkt.
2. Kugelfadenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenlaufrohr (4) gegen Axialverschiebung gesichert drehbar gelagert ist und
über ein eine Drehbewegung in eine Axialverschiebung bewirkendes Element (5) auf den
oberen Bremsflächenring (6) einwirkt.
3. Kugelfadenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dass die Bremskraft-Einstellfeder (14) auf einer innerhalb des Kolbens (9) axial verschiebbar
gelagerten Federstützhülse (13) gelagert ist, die von der Rückstellfeder (12) in Richtung
des unteren Bremsflächenringes beaufschlagt wird.
4. Kugelfadenbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federstützhülse (13) an ihrem oberen Ende einen nach außen gerichteten Stützflansch
(13.3) für das obere Ende der Rückstellfeder (12) aufweist, deren unteres Ende von
einem nach innen gerichteten Stützflansch (3.1) am unteren Ende des unteren Gehäuseabschnittes
(3) abgestützt wird.
5. Kugelfadenbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (9) mit einem an den Kolbenboden (9.1) und die Öffnung des unteren Bremsflächenringes
(10) anschließenden inneren Rohrstutzen (9.2) versehen ist, auf dem die Federstützhülse
(13) in axialer Richtung geführt ist.
6. Kugelfadenbremse nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch eine im unteren Gehäuseabschnitt (3) angeordnete, die Rückstellfeder (12) abstützende
Federführungshülse (11), in der die Federstützhülse (13) geführt ist, die mit nach
außen gerichteten Rastnasen (13.2) zum Zusammenwirken mit einem nach innen gerichteten
Anschlagflansch (13.3) der Federstützhülse (13) versehen ist.
7. Kugelfadenbremse nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (5) eine im oberen Gehäuseabschnitt (2) axial verschiebbare, gegen Rotation
gesicherte Hülse (5) ist, die an der Außenseite eine wendelförmige Kulissenführung
(5.1) aufweist, in die nach innen gerichtete Nasen (4.3) eingreifen, die Teile des
Fadeneinlaufrohrs (4) sind.
8. Kugelfadenbremse nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch seitlich an dem Fadeneinlaufrohr (4) angeordnete, zinkenähnliche Arme (4.2), an denen
die Nasen (4.3) angebracht sind.
9. Kugelfadenbremse nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem unteren Ende der Hülse (5) der obere Bremsflächenring (6) angeordnet ist.
10. Kugelfadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Bremsflächenringen (6 und 10) eine Halteeinrichtung für die Bremskugel
(7) angeordnet ist,
11. Kugelfadenbremse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung für die Bremskugel (7) an dem unteren Ende einer den oberen
Bremsflächenring (6) tragenden Hülse (5) angeordnet ist.
12. Kugelfadenbremse nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung mindestens zwei sich gegenüberliegende, nach innen gebogene
Halteelemente (8) aufweist, deren freie Enden unterhalb des Durchmessers der Bremskugel
(7) liegen.
13. Kugelfadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch eine am Fadeneinlaufrohr (4) angeordnete, nach außen gerichtete Rastnase (4.4), die
in einen an der Innenwand des oberen Gehäuseabschnitts (2) angeordneten Rastenring
(2.4) mit radial nach innen vorspringenden Rasten eingreifen.
14. Kugelfadenbremse nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein im oberen Gehäuseabschnitt (2) angebrachtes Fenster (25) zum Durchblick auf eine
an dem Fadeneinlaufrohr (4) in Umfangsrichtung angebrachte Ziffern-Skala, die in Abhängigkeit
von der Eingriffstellung der Rastnase (4.4) in den Rastenring (2.4) die jeweilige
Drehstellung des Fadeneinlaufrohres (4) und damit die von der Höhenstellung des oberen
Bremsflächenringes (6) abhängige, eingestellte Bremskraft anzeigt.