[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verbindung eines Masts mit einem erdbodenfesten
Mastsockel. Bei der Errichtung von Mästen aller Art ist es üblich, zunächst einen
Mastsockel im Erdboden zu verankern. Ein Beispiel eines geeigneten Mastsockels zeigt
die Druckschrift
EP 1 643 056 B1. Die Verankerung kann beispielsweise durch Einrammen von Pfählen oder Rohren oder
durch ein Betonfundament erfolgen. Anschließend wird der Mast mit einem Kran aufgerichtet,
in Position gebracht und fest mit dem Mastsockel verbunden.
[0002] Wartungsarbeiten an einem solchen Mast sind auf zweierlei Weise möglich. Entweder
werden sie bei aufgestelltem Mast ausgeführt, wozu sich eine Person nach oben bewegen
muss. Hierzu kann sie entweder den Mast erklettern oder sich beispielsweise einer
anhebbaren Arbeitsbühne bedienen. Diese Lösung ist aufwendig, weil bei Arbeiten in
großer Höhe strenge Sicherheitsanforderungen einzuhalten sind. Außerdem kann die Zugänglichkeit
des Masts eingeschränkt oder mit weiteren Gefahren verbunden sein, etwa wenn sich
in der Nähe des Masts Oberleitungen befinden.
[0003] Alternativ kann der Mast von dem Mastsockel getrennt und beispielsweise mit Hilfe
eines Krans abgesenkt werden, sodass die Wartungsarbeiten am Boden ausgeführt werden
können. Auch diese Lösung ist sehr aufwendig, insbesondere wenn der Mast an einem
für einen Kran nur schwer zugänglichen Ort aufgestellt ist.
[0004] Zudem bedeuten die beiden skizzierten Lösungen für Wartungsarbeiten unter Umständen
erhebliche Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit von in der Nähe des Masts befindlichen
Verkehrswegen. Häufig müssen Bahnstrecken oder Straßen, an denen der zu wartende Mast
aufgestellt ist, gesperrt oder eine Umgebung des Masts muss in geeigneter Weise abgesichert
werden.
[0005] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Verbindung
eines Masts mit einem erdbodenfesten Mastsockel zur Verfügung zu stellen, die Wartungsarbeiten
an dem Mast vereinfacht.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
[0007] Die Vorrichtung dient zur Verbindung eines Masts mit einem erdbodenfesten Mastsockel
und weist folgendes auf:
- eine Grundplatte zur Verbindung mit dem Mastsockel,
- eine Kippplatte zur Verbindung mit dem Mast,
- wobei die Kippplatte und die Grundplatte schwenkbar miteinander verbunden sind, so
dass die Kippplatte relativ zu der Grundplatte gekippt werden kann,
- eine erste Befestigungseinrichtung, mit der die Kippplatte und die Grundplatte relativ
zueinander in einer im Wesentlichen parallelen Stellung fixiert werden können,
- eine Drehführung, die eine Drehbewegung des Masts relativ zu dem Mastsockel um eine
Längsachse des Masts ermöglicht, wenn der Mast mit der Kippplatte und der Mastsockel
mit der Grundplatte verbunden und die Kippplatte und die Grundplatte in der im Wesentlichen
parallelen Stellung fixiert sind,
- eine zweite Befestigungseinrichtung, mit der die Drehbewegung blockiert werden kann,
wobei entweder (i) die Grundplatte die Drehführung aufweist und die zweite Befestigungseinrichtung
dazu ausgebildet ist, die Grundplatte relativ zu dem Mastsockel zu fixieren, oder
(ii) die Kippplatte die Drehführung aufweist und die zweite Befestigungseinrichtung
dazu ausgebildet ist, die Kippplatte an dem Mast zu fixieren.
[0008] Bei der Erfindung wird die Verbindung zwischen Mast und Mastsockel also über eine
Grundplatte, die mit dem Mastsockel verbunden ist, und eine Kippplatte, die mit dem
Mast verbunden ist, hergestellt. Die Grundplatte und die Kippplatte werden der Einfachheit
halber als Platten bezeichnet. Sie können eine plattenförmige Grundform aufweisen,
davon jedoch auch abweichen. Beispielsweise können Grund- und/oder Kippplatte auch
eine rohrabschnittsförmige Gestalt mit einem Befestigungsflansch oder eine block-
oder kastenförmige Gestalt haben.
[0009] Durch die schwenkbare Verbindung zwischen Kippplatte und Grundplatte kann der mit
der Kippplatte verbundene Mast relativ zu dem mit der Grundplatte verbundenen Mastsockel
gekippt werden. Zusätzlich bietet die Vorrichtung die Möglichkeit, den Mast relativ
zu dem Mastsockel zu drehen. Hierzu weist die Vorrichtung eine Drehführung auf, die
entweder an der Grundplatte oder an der Kippplatte ausgebildet ist. Die Drehbewegung
erfolgt um eine Längsachse des Masts, die in der aufgerichteten Stellung des Masts
im Wesentlichen vertikal angeordnet ist. Die Längsachse des Masts kann entlang einer
Mittelachse eines vertikalen Mastabschnitts verlaufen, aber auch in einem seitlichen
Abstand davon.
[0010] Außerdem gibt es zwei Befestigungseinrichtungen, mit denen die Schwenk- und die Drehbewegung
getrennt voneinander blockiert werden können. Die erste Befestigungseinrichtung dient
dazu, die Kippplatte und die Grundplatte relativ zueinander in einer im Wesentlichen
parallelen Stellung zu fixieren. Diese Stellung entspricht einer aufrechten Stellung
des Masts. Damit Grundplatte und Kippplatte nach dem Ausführen einer Kippbewegung
exakt in die vorgesehene, im Wesentlichen parallele Stellung gelangen, kann die Grundplatte
einen Zentrierdorn aufweisen, der beim Aufrichten des Masts in eine Bohrung der Kippplatte
eingreift, oder umgekehrt. Die zweite Befestigungseinrichtung kann die Drehbewegung
blockieren.
[0011] Für die Drehführung und die der Drehbewegung zugeordnete, zweite Befestigungseinrichtung
schließt die Erfindung zwei Alternativen ein. Entweder ist die Drehführung der Grundplatte
zugeordnet und bewirkt eine Führung einer Drehbewegung der Grundplatte relativ zu
dem Mastsockel. In diesem Fall dient die zweite Befestigungseinrichtung zur Fixierung
der Grundplatte relativ zu dem Mastsockel. Alternativ kann die Drehführung der Kippplatte
zugeordnet sein und eine Führung einer Drehbewegung des Masts relativ zu der Kippplatte
bewirken. In diesem Fall dient die zweite Befestigungseinrichtung zur Fixierung der
Kippplatte relativ zu dem Mast.
[0012] Die Erfindung ermöglicht ein kontrolliertes Absenken und Wiederaufstellen des Masts
in einer für die anstehenden Wartungsarbeiten besonders geeigneten Stellung. Durch
die Möglichkeit, den Mast relativ zum Mastsockel zu drehen, kann insbesondere ein
seitlicher Ausleger des Masts zunächst in eine Ebene verlagert werden, in der der
Mast verkippt werden soll. Während des Ausführens der Drehbewegung kann ein Kippen
des Masts mit Hilfe der ersten Befestigungseinrichtung ausgeschlossen werden. Nach
dem Ausführen der Drehbewegung kann mit Hilfe der zweiten Befestigungseinrichtung
die gewünschte Drehstellung fixiert werden, sodass sie für einen nachfolgenden Kippvorgang
erhalten bleibt. Das durch die Erfindung ermöglichte Vorgehen ist ideal, um beispielsweise
einen seitlich einer Gleisanlage errichteten Mast zu warten, der einen im aufgerichteten
Zustand oberhalb der Gleisanlage befindlichen, seitlichen Ausleger aufweist. Durch
das beschriebene Drehen des Masts und das nachfolgende Kippen kann der seitliche Ausleger
von einer Oberleitung und von einem Raum unmittelbar oberhalb der Gleisanlage freigehalten
werden. Dadurch werden Beeinträchtigungen des Schienenverkehrs minimiert. Nach dem
Kippen des Masts befindet sich der gesamte Mast einschließlich des seitlichen Auslegers
gut zugänglich seitlich der Gleisanlage, sodass auch die Wartungsarbeiten im Wesentlichen
ohne Beeinträchtigung des Schienenverkehrs ausgeführt werden können. Anschließend
kann der Mast in umgekehrter Reihenfolge wieder in seine Arbeitsposition gebracht
werden, nämlich indem zunächst die Kippbewegung rückgängig gemacht und die aufgerichtete
Stellung des Masts mit Hilfe der ersten Befestigungseinrichtung fixiert wird. Anschließend
kann die Drehbewegung ebenfalls wieder rückgängig gemacht und der Mast in seiner Arbeitsposition
mit Hilfe der zweiten Befestigungseinrichtung fixiert werden.
[0013] In einer Ausgestaltung sind die Grundplatte und die Kippplatte scharnierartig über
einen Bolzen miteinander verbunden. Der Bolzen kann entlang zweier seitlicher Ränder
der beiden Platten verlaufen. Auf diese Weise wird eine einfache und robuste Festlegung
der Schwenkachse erzielt. Der Bolzen kann durch Öffnungen in der Grundplatte und in
der Kippplatte hindurchgeführt sein. Alternativ kann der Bolzen mit der Grundplatte
oder mit der Kippplatte stoffschlüssig verbunden sein, insbesondere durch Verschweißen.
[0014] In einer Ausgestaltung weist die erste Befestigungseinrichtung mindestens einen Gewindebolzen
auf, der in eine Öffnung der Grundplatte und in eine Öffnung der Kippplatte einsetzbar
ist. Der Gewindebolzen verspannt Grundplatte und Kippplatte miteinander. So wird eine
einfach handhabbare und sichere Befestigung erreicht.
[0015] In einer Ausgestaltung weist die Öffnung der Grundplatte oder die Öffnung der Kippplatte
für den mindestens einen Gewindebolzen der ersten Befestigungseinrichtung eine Gewindebohrung
auf, in die der mindestens eine Gewindebolzen der ersten Befestigungseinrichtung einschraubbar
ist. Alternativ kann ein Gewindeabschnitt des Gewindebolzens durch beide Öffnungen
hindurchgesteckt und mit einer Mutter gesichert werden. Das Einschrauben in eine Gewindebohrung
der betreffenden Platte selbst stellt demgegenüber eine weitere Vereinfachung dar.
Die betreffende Platte kann einfach mit einer ausreichenden Stärke versehen werden,
um eine sichere Schraubverbindung zu ermöglichen.
[0016] In einer Ausgestaltung weisen die Grundplatte und die Kippplatte eine quadratische
Grundform auf und die erste Befestigungseinrichtung weist vier Gewindebolzen auf,
wobei die zugehörigen Öffnungen in der Grundplatte und in der Kippplatte an den Längskanten
von Grundplatte und Kippplatte angeordnet sind. Um ein Kippen des Masts zu verhindern,
muss die erste Befestigungseinrichtung große Lasten aufnehmen können, beispielsweise
bei Sturm. In großem Abstand voneinander angeordnete Gewindebolzen an den Längskanten
der betreffenden Platten können diese Lasten gut aufnehmen.
[0017] In einer Ausgestaltung weist die Drehführung einen Zapfen oder eine Öffnung auf,
der eine Drehachse der Drehbewegung bestimmt. Beispielsweise kann die Grundplatte
einen Zapfen aufweisen, der in eine korrespondierende Öffnung im Mastsockel eingreift.
Der Zapfen kann kreiszylindrisch sein. Der Zapfen kann massiv oder hohl ausgeführt
sein, beispielsweise in Form eines Rohrabschnitts. Alternativ kann die Grundplatte
eine beispielsweise kreiszylindrische Öffnung aufweisen, in die ein korrespondierender
Zapfen am Mastsockel eingreift. In weiteren Varianten ist die Drehführung an der Kippplatte
ausgebildet. Auch dort kann sie beispielsweise in Form eines Zapfens oder einer Öffnung
realisiert werden, wie zu der Grundplatte erläutert.
[0018] In einer Ausgestaltung weist die Drehführung mindestens eine ringsegmentförmige Nut
auf und ein Befestigungselement, das durch die Nut hindurchgeführt ist. Durch das
Zusammenwirken von Befestigungselement und Nut wird die Drehbewegung geführt. Durch
den Winkelbereich, über den sich die ringsegmentförmige Nut erstreckt, kann gleichzeitig
ein zulässiger Drehbereich festgelegt werden, wobei die Enden der Nut als Anschläge
wirken. Das Befestigungselement kann beispielsweise ein Gewindebolzen sein, dessen
Kopf die Nut hintergreift. Die Nut kann eine Stufe aufweisen, an der ein Kopf des
Befestigungselements anliegt, wobei sich die Stufe in einer Tiefe befinden kann, die
größer oder gleich einer Höhe des Kopfs ist, sodass der Kopf des Befestigungselements
in der Platte, die die Nut aufweist, versenkt angeordnet ist und nicht über die betreffende
Platte übersteht. Das Befestigungselement kann nicht nur die seitliche Position der
Drehachse festlegen, sondern zugleich die Platte, die die Nut aufweist, mit dem damit
zusammenwirkenden Element (also dem Mastsockel oder dem Mast) zusammenhalten, um ein
Verkippen der Drehachse zu verhindern.
[0019] In einer Ausgestaltung weist die Drehführung zwei Anschläge auf, die einen möglichen
Drehwinkel begrenzen. Beispielsweise kann der Drehwinkel auf einen Bereich von 90°
begrenzt werden. Die Anschläge können insbesondere von den Enden der ringsegmentförmigen
Nut und einem oder mehreren damit zusammenwirkenden Befestigungselementen gebildet
sein.
[0020] In einer Ausgestaltung weist die zweite Befestigungseinrichtung mehrere Gewindebolzen
auf, die in Öffnungen entweder (i) in der Grundplatte und im Mastsockel oder (ii)
in der Kippplatte und in einer Fußplatte des Masts einsetzbar sind. Eine besonders
zuverlässige Blockierung der Drehbewegung wird also dadurch erreicht, dass die Platte,
die die Drehführung aufweist, mit dem relativ dazu drehbaren Element fest verschraubt
wird.
[0021] In einer Ausgestaltung sind die Öffnungen für die Gewindebolzen der zweiten Befestigungseinrichtung
so angeordnet, dass jeder der Gewindebolzen in mindestens zwei unterschiedlichen Drehstellungen
des Masts relativ zu dem Mastsockel in zwei der Öffnungen einsetzbar ist. Dadurch
ist eine einfache Festlegung der Drehstellung in den relevanten Positionen, beispielsweise
in einem Winkelabstand von 90° voneinander, möglich.
[0022] In einer Ausgestaltung weisen die Grundplatte und die Kippplatte eine quadratische
Grundform auf und die zweite Befestigungseinrichtung weist vier Gewindebolzen auf,
wobei die zugehörigen Öffnungen in der Grundplatte bzw. in der Kippplatte an den Ecken
von Grundplatte bzw. Kippplatte angeordnet sind. Für die angestrebte Fixierung der
Drehbewegung ist diese Anordnung der Gewindebolzen optimal. Gleichzeitig wird ein
Konflikt mit den Gewindebolzen der ersten Befestigungseinrichtung, auch bei Verwendung
unterschiedlicher Drehstellungen, vermieden.
[0023] In einer Ausgestaltung weisen die Öffnungen für die Gewindebolzen der zweiten Befestigungseinrichtung
in der Grundplatte bzw. in der Kippplatte jeweils eine Gewindebohrung auf, in die
einer der Gewindebolzen der zweiten Befestigungseinrichtung einschraubbar ist. Die
Vorteile dieser Lösung wurden bereits mit Bezug auf die für die Gewindebolzen der
ersten Befestigungsbohrung vorgesehenen Gewindebohrungen erläutert. Alternativ können
die Gewindebolzen der zweiten Befestigungseinrichtungen jeweils durch beide Öffnungen
hindurchgeführt und mit einer Mutter gesichert werden.
[0024] In einer Ausgestaltung umfasst die Vorrichtung einen erdbodenfest verankerbaren Mastsockel,
der mit der Grundplatte verbindbar ist. Der Mastsockel kann hinsichtlich seiner Abmessungen
und sonstigen Eigenschaften auf die Grundplatte abgestimmt sein.
[0025] In einer Ausgestaltung weist der Mastsockel einen Mastfußadapter mit einem rohrförmigen
Abschnitt auf, der zur Verbindung mit einem Rammrohr oder -pfahl ausgebildet ist.
Derartige Mastfußadapter sind zur Gründung insbesondere von Signal- oder Beleuchtungsmasten
bekannt. Sie bilden eine solide Basis zur Verbindung mit einer Grundplatte.
[0026] In einer Ausgestaltung weist der Mastsockel an seiner Oberseite eine Sockelplatte
auf, in der eine kreisförmige Öffnung ausgebildet ist, in die ein Zapfen der an der
Grundplatte ausgebildeten Drehführung eingreift. Die Grundplatte ist dann um die gemeinsame
Mittelachse von Zapfen und Öffnung relativ zu der Sockelplatte drehbar.
[0027] In einer Ausgestaltung umfasst die Vorrichtung einen Mast, der mit der Kippplatte
verbindbar der verbunden ist.
[0028] In einer Ausgestaltung weist der Mast eine Fußplatte auf, die mit der Kippplatte
verbindbar ist, insbesondere durch Verschrauben. Es kann sich insbesondere um einen
herkömmlichen Mast handeln, dessen Fußplatte dem Stand der Technik zufolge unmittelbar
mit einem Mastsockel verschraubt wurde. Auf diese Weise kann ein solcher, herkömmlicher
Mast mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung genutzt werden.
[0029] In einer Ausgestaltung weist die Fußplatte Öffnungen auf, durch die die Gewindebolzen
der ersten Befestigungseinrichtung hindurchführbar sind. Die relative Stellung von
Grundplatte und Kippplatte kann in diesem Fall mit Gewindebolzen fixiert werden, die
nicht nur in Öffnungen der Grundplatte und der Kippplatte eingreifen, sondern zusätzlich
durch die Öffnung in der Fußplatte hindurchgeführt sind. Das Lösen und Fixieren der
ersten Befestigungseinrichtung ist deshalb "durch die Fußplatte hindurch" möglich,
ohne dass weitreichende Anpassungen an dem herkömmlichen Mast mit Fußplatte vorgenommen
werden müssten.
[0030] In einer Ausgestaltung ist die Kippplatte unlösbar mit dem Mast verbunden, insbesondere
durch Schweißen. In diesem Fall benötigt der Mast keine Fußplatte, sondern wird unmittelbar
und dauerhaft mit der Kippplatte verbunden.
[0031] In einer Ausgestaltung ist der Mast ein Signal- oder Beleuchtungsmast zur Aufstellung
an einem Verkehrsweg, insbesondere an einer Gleisanlage. Der Mast kann insbesondere
einen seitlichen Ausleger aufweisen.
[0032] In einer Ausgestaltung umfasst die Vorrichtung eine hydraulische Kippvorrichtung,
die mit dem Mastsockel und mit dem Mast verbindbar und dazu ausgebildet ist, ein kontrolliertes
Kippen und Wiederaufrichten des Masts zu ermöglichen. Durch die Führung der Bewegung
des Masts genügt eine vergleichsweise einfache Kippvorrichtung, um den Mast sicher
zu kippen und wieder aufzurichten. Auf einen Kran oder zusätzliche Maßnahmen zur Führung
der Bewegung kann verzichtet werden.
[0033] Die Erfindung betrifft außerdem ein zusammen mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung,
aber auch unabhängig davon ausführbares Verfahren zur Wartung eines Masts, der mit
einem erdbodenfesten Mastsockel verbunden ist. Die Schritte des Verfahrens sind in
den nachfolgenden, nummerierten und aufeinander bezogenen Beispielen angegeben:
- 1. Verfahren zur Wartung eines Masts, der mit einem erdbodenfesten Mastsockel verbunden
ist, mit den folgenden, in der angegebenen Reihenfolge auszuführenden Schritten:
- Ausführen einer ersten Drehbewegung des Masts um eine Längsachse des Masts, wobei
zwischen Mast und Mastsockel ein Verbindungselement mit einer Drehführung angeordnet
ist, die den Mast relativ zu dem Mastsockel führt,
- Ausführen einer ersten Kippbewegung des Masts um eine Kippachse, die von dem Verbindungselement
zwischen Mast und Mastsockel vorgegeben wird,
- Ausführen von Wartungsarbeiten an dem Mast,
- Ausführen einer zweiten Kippbewegung, die der ersten Kippbewegung in entgegengesetzter
Richtung entspricht,
- Ausführen einer zweiten Drehbewegung, die der ersten Drehbewegung in entgegengesetzter
Richtung entspricht.
- 2. Verfahren nach Beispiel 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Befestigungseinrichtung
des Verbindungselements, die die Drehbewegung des Masts relativ zu dem Mastsockel
verhindert, vor dem Ausführen der ersten Drehbewegung gelöst und anschließend wieder
fixiert und/oder vor dem Ausführen der zweiten Drehbewegung gelöst und anschließend
wieder fixiert wird.
- 3. Verfahren nach Beispiel 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Befestigungseinrichtung
des Verbindungselements, die die Kippbewegung des Masts relativ zu dem Mastsockel
verhindert, vor dem Ausführen der ersten Kippbewegung gelöst und nach dem Ausführen
der zweiten Kippbewegung wieder fixiert wird.
[0034] Zur Erläuterung des Verfahrens wird auf die vorstehenden Ausführungen zur Vorrichtung
verwiesen. Das Verfahren kann insbesondere mit der im Einzelnen beschriebenen Vorrichtung
ausgeführt werden, wobei das bei dem Verfahren genannte Verbindungselement der vorstehend
beschriebenen Vorrichtung mit Grundplatte und Kippplatte entspricht. Jedes der im
Zusammenhang mit der Vorrichtung beschriebene Merkmale kann bei dem Verfahren, ggf.
unabhängig von weiteren Merkmalen der Vorrichtung, verwendet werden.
[0035] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer perspektivischen
Explosionsdarstellung,
- Fig. 2
- die Grundplatte aus Figur 1 in einer anderen perspektivischen Ansicht,
- Fig. 3
- Elemente der Vorrichtung aus Figur 1 in einem montierten Zustand in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 4
- die Vorrichtung aus Figur 1 mit einem Mast und einer angedeuteten Gleisanlage in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 5
- die Anordnung aus Figur 4 nach dem Ausführen einer Drehbewegung des Masts in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 6
- die Anordnung aus Figur 5 während des Ausführens einer Kippbewegung in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 7
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer perspektivischen
Explosionsdarstellung.
[0036] Figur 1 zeigt einen Mastfußadapter 10, der ein Beispiel eines erdbodenfest verankerten
Mastsockels bzw. eines Teils davon ist. Der Mastfußadapter 10 hat einen rohrförmigen
Abschnitt 12, der zur Verbindung mit einem Rammrohr oder -pfahl ausgebildet ist, und
eine im Wesentlichen horizontal angeordnete Sockelplatte 14, die mit dem rohrförmigen
Abschnitt 12 verbunden ist. Die Sockelplatte 14 ist quadratisch und weist in ihrer
Mitte eine kreisförmige Öffnung 16 und an ihren vier Ecken vier Durchgangsbohrungen
18 auf.
[0037] Oberhalb des Mastfußadapters 10 ist eine Grundplatte 20 dargestellt, die eine quadratische
Grundform aufweist und in ihren Abmessungen im Wesentlichen der Sockelplatte 14 entspricht.
An den vier Ecken der Grundplatte 20 sind Durchgangsbohrungen 22 angeordnet, deren
Anordnung den Durchgangsbohrungen 18 in der Sockelplatte 14 entspricht.
[0038] Außerdem hat die Grundplatte 20 in der Mitte eine kreisförmige Öffnung 24, die in
einem nach unten über das untere Ende der Grundplatte 20 überstehenden, rohrförmigen
Abschnitt 26 (siehe hierzu Figur 2) ausgebildet ist. Der rohrförmige Abschnitt 26
bildet einen Teil einer Drehführung und greift in die kreisförmige Öffnung 16 in der
Sockelplatte 14 ein.
[0039] Die Grundplatte 20 weist außerdem zwei konzentrisch zu der kreisförmigen Öffnung
24 angeordnete, ringsegmentförmige Nuten 28 auf. Die beiden Nuten 28 sind bezogen
auf die kreisförmige Öffnung 24 einander gegenüberliegend angeordnet und erstrecken
sich jeweils über einen Winkelbereich von etwa 90°. Jede der beiden Nuten 28 weist
eine Stufe 30 auf, die etwa auf halber Tiefe der Nut um die gesamte Ringsegmentform
umläuft. Die Nuten 28 bilden ein weiteres Element der Drehführung der Grundplatte
20.
[0040] Oberhalb der Grundplatte 20 ist eine Kippplatte 32 dargestellt, die gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel fest mit dem Mast 34 verbunden ist, insbesondere durch Verschweißen.
Die Kippplatte 32 weist ebenfalls eine quadratische Grundform auf, deren Abmessungen
denen der Grundplatte 20 und der Sockelplatte 14 entsprechen, hat im Gegensatz zu
diesen jedoch an ihren vier Ecken jeweils eine Aussparung 36, die so bemessen ist,
dass die Durchgangsbohrungen 22 an den Ecken der Grundplatte 20 frei zugänglich bleiben.
Die Kippplatte 32 weist außerdem vier Durchgangsbohrungen 38 auf, die mittig an ihren
Längskanten angeordnet sind.
[0041] Wie sich der Figur 1 weiter entnehmen lässt, werden die Kippplatte 32 und die Grundplatte
20 scharnierartig über einen Bolzen 74 miteinander verbunden. Der Bolzen 74 definiert
eine Schwenkachse, um die herum die Kippplatte 32 relativ zur Grundplatte 20 gekippt
werden kann.
[0042] Eine erste Befestigungseinrichtung der Vorrichtung aus Figur 1 umfasst vier Gewindebolzen
40, die durch die Durchgangsbohrungen 38 in der Kippplatte 32 hindurch in korrespondierend
angeordnete Gewindebohrungen 42 in der Grundplatte 20 einschraubbar sind. Bei in die
Gewindebohrungen 42 eingeschraubten Gewindebolzen 40 ist die Kippplatte 32 in einer
im Wesentlichen parallelen Stellung relativ zu der Grundplatte 20 fixiert und ein
Kippen des Masts 34 ist nicht möglich.
[0043] Zwei Gewindebolzen 44 werden durch die ringsegmentförmigen Nuten 28 hindurch eingesetzt
und in zwei Gewindebohrungen 46 in der Sockelplatte 14 eingeschraubt. Die beiden Gewindebolzen
44 weisen jeweils einen Kopf auf, der an einer der Stufen 30 einer der beiden Nuten
28 anliegt und nach oben nicht über die Grundplatte 20 übersteht. Auf diese Weise
fixieren die Gewindebolzen 44, die Führungselemente der Drehführung sind, die Grundplatte
20 drehbar an der Sockelplatte 14.
[0044] Vier weitere Gewindebolzen 48 werden durch die Dürchgangsbohrungen 22 an den Ecken
der Grundplatte 20 und die korrespondierenden Durchgangsbohrungen 18 in der Sockelplatte
14 hindurchgeführt und jeweils mit einer Mutter 50 verschraubt. Sie bilden die zweite
Befestigungseinrichtung, mit der die Grundplatte 20 drehfest an der Sockelplatte 14
fixiert wird.
[0045] Ebenfalls in der Figur 1 dargestellt ist eine hydraulische Kippvorrichtung 52. Sie
weist eine Grundplatte 54 und einen Hydraulikzylinder 56 auf. Ein Ende der Grundplatte
54 ist zur Befestigung an der Sockelplatte 14 vorgesehen. Hierzu können die Gewindebolzen
48 der zweiten Befestigungseinrichtung verwendet werden. Das andere Ende der Grundplatte
54, das sich in einem Abstand von beispielsweise einem Meter oder mehr von dem Mastfußadapter
10 befindet, ist gelenkig mit einem Ende des Hydraulikzylinders 56 verbunden. Das
andere Ende des Hydraulikzylinders 56 kann in einem Abstand von der Kippplatte 32
gelenkig an dem Mast 34 befestigt werden.
[0046] Figur 2 zeigt die Grundplatte 20 aus Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht schräg
von unten. Man erkennt den rohrförmigen Abschnitt 26 der Drehführung sowie die beiden
ringsegmentförmigen Nuten 28, in die zur Veranschaulichung jeweils ein Gewindebolzen
44 eingesetzt ist.
[0047] Figur 3 zeigt die Vorrichtung aus Figur 1 nach Verbindung von Grundplatte 20 und
Kippplatte 32 über den in Figur 3 nicht dargestellten Bolzen 74 und nach Einschrauben
der beiden Gewindebolzen 44 in die Gewindebohrungen 46 in der Sockelplatte 14 des
Mastfußadapters 10. Erste und zweite Befestigungseinrichtung sind noch nicht angebracht,
sodass die Grundplatte 20 relativ zu dem Mastfußadapter 10 drehbar und der Mast 34
mit der Kippplatte 32 um die von dem in der Figur 3 nicht dargestellten Bolzen 74
definierte Schwenkachse herum kippbar ist.
[0048] Figur 4 zeigt die Vorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels mit Mastfußadapter
10, Grundplatte 20 und Kippplatte 32 und daran befestigtem Mast 34 an einer andeutungsweise
dargestellten Gleisanlage 58. Man erkennt, dass der Mast 34 ein Signalmast mit einem
seitlichen Ausleger 60 ist. In der gezeigten Betriebsstellung des Masts 34 befindet
sich der seitliche Ausleger 60 teilweise oberhalb der Gleisanlage 58. Um Wartungsarbeiten
an dem Mast 34 auszuführen, werden zunächst die vier Gewindebolzen 48 der zweiten
Befestigungseinrichtung 48 gelöst und entnommen. Anschließend wird der Mast 34 um
eine von der Drehführung der Grundplatte 20 bestimmte Drehachse, die einer Längsachse
des Masts 34 entspricht, um 90° gedreht, sodass sich die in der Figur 5 gezeigte Stellung
ergibt.
[0049] Sodann werden die vier Gewindebolzen 48 der zweiten Befestigungseinrichtung wieder
eingesetzt, um eine weitere Drehbewegung zu verhindern. Anschließend wird die Kippvorrichtung
52 montiert und die Gewindebolzen 40 der ersten Befestigungseinrichtung werden gelöst.
Dann kann der Mast 34 um die Schwenkachse herum gekippt werden, bis die zu wartenden
Teile vom Boden aus zugänglich sind. Dieser Kippvorgang ist in der Figur 6 veranschaulicht.
[0050] Nach Abschließen der Wartungsarbeiten wird der Mast wie folgt wieder aufgerichtet:
Zuerst wird mit Hilfe der Kippvorrichtung 52 der Mast 34 wieder um die Schwenkachse
herum aufgerichtet, bis er sich in der Anordnung der Figur 5 befindet. Dann werden
die Gewindebolzen 40 der ersten Befestigungseinrichtung eingesetzt, um die Kippplatte
32 an der Grundplatte 20 zu fixieren. Die Kippvorrichtung 52 kann dann wieder entfernt
werden.
[0051] Anschließend werden die Gewindebolzen 48 der zweiten Befestigungseinrichtung nochmals
gelöst und der Mast 34 wird zurück in die in der Figur 4 gezeigte Drehstellung gedreht.
Schließlich werden die Gewindebolzen 48 der zweiten Befestigungseinrichtung wieder
eingesetzt.
[0052] Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem ein herkömmlicher Mast 34
verwendet wird. Der Mast 34 weist eine Fußplatte 64 auf, die bei einer herkömmlichen
Verwendung des Masts 34 unmittelbar mit einem Mastsockel verschraubt wird. Bei der
Erfindung wird die Fußplatte 64 mit der Kippplatte 32 verschraubt, und zwar mit Hilfe
von vier Gewindebolzen 68, die durch vier an den Ecken der Fußplatte 64 angeordnete
Durchgangsöffnungen hindurch in korrespondierende Gewindebohrungen 70 in der Kippplatte
32 eingeschraubt werden.
[0053] Die Kippplatte 32, die Grundplatte 20 und der Mastfußadapter 10 unterscheiden sich
nur in den nachfolgend hervorgehobenen Details von den entsprechenden Elementen des
ersten Ausführungsbeispiels: Die zweite Befestigungseinrichtung zur Fixierung der
Drehbewegung zwischen Grundplatte 20 und Mastsockel weist vier Gewindebolzen 48 auf,
die durch Durchgangsöffnungen an den Ecken der Sockelplatte 14 hindurchgeführt und
in von unten in der Grundplatte 20 ausgeführte Gewindebohrungen eingeschraubt werden.
Die erste Befestigungseinrichtung weist vier Gewindebolzen 40 auf, die durch an den
vier Längskanten der Fußplatte 64 ausgebildete Durchgangsöffnungen 66 sowie durch
vier korrespondierende Durchgangsöffnungen 72 in der Kippplatte 32 hindurchgeführt
und in Gewindebohrungen 76 in der Grundplatte 20 eingeschraubt werden.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0054]
- 10
- Mastfußadapter
- 12
- rohrförmiger Abschnitt
- 14
- Sockelplatte
- 16
- kreisförmige Öffnung
- 18
- Durchgangsbohrungen
- 20
- Grundplatte
- 22
- Durchgangsbohrungen
- 24
- kreisförmige Öffnungen
- 26
- rohrförmiger Abschnitt
- 28
- Nut
- 30
- Stufe
- 32
- Kippplatte
- 34
- Mast
- 36
- Aussparungen
- 38
- Durchgangsbohrung
- 40
- Gewindebolzen (erste Befestigungseinrichtung)
- 42
- Gewindebohrungen
- 44
- Gewindebolzen (Führungselemente)
- 46
- Gewindebohrungen
- 48
- Gewindebolzen (zweite Befestigungseinrichtung)
- 50
- Mutter
- 52
- Kippvorrichtung
- 54
- Grundplatte
- 56
- Hydraulikzylinder
- 58
- Gleisanlage
- 60
- seitlicher Ausleger
- 62
- Gewindebolzen
- 64
- Fußplatte
- 66
- Durchgangsöffnungen
- 68
- Gewindebolzen
- 70
- Gewindebohrungen
- 72
- Durchgangsöffnungen
- 74
- Bolzen
- 76
- Gewindebohrungen
1. Vorrichtung zur Verbindung eines Masts (34) mit einem erdbodenfesten Mastsockel, wobei
die Vorrichtung folgendes aufweist:
• eine Grundplatte (20) zur Verbindung mit dem Mastsockel,
• eine Kippplatte (32) zur Verbindung mit dem Mast (34),
• wobei die Kippplatte (32) und die Grundplatte (20) schwenkbar miteinander verbunden
sind, so dass die Kippplatte (32) relativ zu der Grundplatte (20) gekippt werden kann,
• eine erste Befestigungseinrichtung, mit der die Kippplatte (32) und die Grundplatte
(20) relativ zueinander in einer im Wesentlichen parallelen Stellung fixiert werden
können,
• eine Drehführung, die eine Drehbewegung des Masts (34) relativ zu dem Mastsockel
um eine Längsachse des Masts (34) ermöglicht, wenn der Mast (34) mit der Kippplatte
(32) und der Mastsockel mit der Grundplatte (20) verbunden und die Kippplatte (32)
und die Grundplatte (20) in der im Wesentlichen parallelen Stellung fixiert sind,
• eine zweite Befestigungseinrichtung, mit der die Drehbewegung blockiert werden kann,
wobei entweder (i) die Grundplatte (20) die Drehführung aufweist und die zweite Befestigungseinrichtung
dazu ausgebildet ist, die Grundplatte (20) relativ zu dem Mastsockel zu fixieren,
oder (ii) die Kippplatte (32) die Drehführung aufweist und die zweite Befestigungseinrichtung
dazu ausgebildet ist, die Kippplatte (32) an dem Mast (34) zu fixieren.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Befestigungseinrichtung mindestens einen Gewindebolzen (40) aufweist, der
in eine Öffnung der Grundplatte (20) und in eine Öffnung der Kippplatte (32) einsetzbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung der Grundplatte (20) oder die Öffnung der Kippplatte (32) für den mindestens
einen Gewindebolzen (40) der ersten Befestigungseinrichtung eine Gewindebohrung (42)
aufweist, in die der mindestens eine Gewindebolzen (40) der ersten Befestigungseinrichtung
einschraubbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehführung mindestens eine ringsegmentförmige Nut (28) aufweist und ein Befestigungselement,
das durch die Nut (28) hindurchgeführt ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehführung zwei Anschläge aufweist, die einen möglichen Drehwinkel begrenzen.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Befestigungseinrichtung mehrere Gewindebolzen (48) aufweist, die in Öffnungen
entweder (i) in der Grundplatte (20) und im Mastsockel oder (ii) in der Kippplatte
(32) und in einer Fußplatte des Masts einsetzbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen für die Gewindebolzen (48) der zweiten Befestigungseinrichtung so angeordnet
sind, dass jeder der Gewindebolzen (48) in mindestens zwei unterschiedlichen Drehstellungen
des Masts (34) relativ zu dem Mastsockel in zwei der Öffnungen einsetzbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen für die Gewindebolzen (48) der zweiten Befestigungseinrichtung in der
Grundplatte (20) bzw. in der Kippplatte (32) jeweils eine Gewindebohrung aufweisen,
in die einer der Gewindebolzen (48) der zweiten Befestigungseinrichtung einschraubbar
ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen erdbodenfest verankerbaren Mastsockel, der mit der Grundplatte (20) verbindbar
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Mastsockel einen Mastfußadapter (10) mit einem rohrförmigen Abschnitt (12) aufweist,
der zur Verbindung mit einem Rammrohr oder -pfahl ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mastsockel an seiner Oberseite eine Sockelplatte (14) aufweist, in der eine kreisförmige
Öffnung (16) ausgebildet ist, in die ein Zapfen der an der Grundplatte (20) ausgebildeten
Drehführung eingreift.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Mast (34), der mit der Kippplatte (32) verbindbar oder verbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Mast eine Fußplatte (64) aufweist, die mit der Kippplatte verbindbar ist, insbesondere
durch Verschrauben.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußplatte (64) Öffnungen (66) aufweist, durch die die Gewindebolzen (40) der
ersten Befestigungseinrichtung hindurchführbar sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, gekennzeichnet durch eine hydraulische Kippvorrichtung (52), die mit dem Mastsockel und mit dem Mast (34)
verbindbar und dazu ausgebildet ist, ein kontrolliertes Kippen und Wiederaufrichten
des Masts (34) zu ermöglichen.