[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Fenster und Türen, nachfolgend gemeinsam als Fensterelement
bezeichnet. Wenn nachfolgend von einem Fensterelement gesprochen wird, soll also stets
entweder ein Fenster oder eine Tür gemeint sein.
[0002] Insbesondere geht die vorliegende Erfindung aus von einem Belüftungselement zum Einbau
in ein Fensterelement,
- wobei das Belüftungselement eine Anzahl von hohlen Kästen aufweist,
- wobei der jeweilige hohle Kasten an einer Unterseite des Belüftungselements in der
Nähe einer horizontal verlaufenden Kante des Belüftungselements eine jeweilige untere
Ausnehmung aufweist und an einer an diese horizontal verlaufende Kante angrenzenden
Seitenwand des hohlen Kastens eine jeweilige obere Ausnehmung aufweist,
- wobei im Inneren des jeweiligen hohlen Kastens an einem jeweiligen Anlenkpunkt eine
jeweilige Klappe schwenkbar gelagert ist, so dass die jeweilige Klappe zwischen einer
jeweiligen Öffnungsstellung und einer jeweiligen Schließstellung bewegbar ist.
[0003] Weiterhin geht die vorliegende Erfindung aus von einem Fensterelement,
- wobei das Fensterelement einen Blendrahmen aufweist, mittels dessen das Fensterelement
im Mauerwerk eines Gebäudes befestigbar ist,
- wobei das Fensterelement einen am Blendrahmen befestigten Flügelrahmen aufweist,
- wobei der Blendrahmen oder der Flügelrahmen einen Stufenfalz aufweist, an dem bei
geschlossenem Fensterelement eine im jeweils anderen Rahmen angeordnete Dichtung anliegt,
- wobei der Stufenfalz in einem Abschnitt eine Falzausnehmung aufweist, in dem als Ersatz
für den Stufenfalz ein Belüftungselement angeordnet ist,
- wobei das Belüftungselement eine nicht an den den Stufenfalz aufweisenden Rahmen angrenzende
Kante aufweist, an die eine Unterseite und eine Seitenwand des hohlen Kastens angrenzen,
- wobei das Belüftungselement eine Anzahl von hohlen Kästen aufweist,
- wobei der jeweilige hohle Kasten an der Unterseite in der Nähe dieser Kante eine jeweilige
untere Ausnehmung aufweist und an der Seitenwand eine jeweilige obere Ausnehmung aufweist,
- wobei im Inneren des jeweiligen hohlen Kastens an einem jeweiligen Anlenkpunkt eine
jeweilige Klappe schwenkbar gelagert ist, so dass die jeweilige Klappe zwischen einer
jeweiligen Öffnungsstellung und einer jeweiligen Schließstellung bewegbar ist.
[0004] Ein derartiges Belüftungselement und das mit einem derartigen Belüftungselement versehene
Fensterelement sind beispielsweise aus der
DE 102 40 290 B4 bekannt. Bei der
DE 102 40 290 B4 weist der hohle Kasten eine Zwischendecke auf, durch die der hohle Kasten in eine
untere Kammer und eine obere Kammer unterteilt wird. Durch die Zwischendecke wird
erreicht, dass über die untere Ausnehmung in den hohlen Kasten einströmende Luft zickzackförmig
umgelenkt wird, bevor sie über die obere Ausnehmung aus dem hohlen Kasten ausströmen
kann. Der Anlenkpunkt der Klappe befindet sich im Bereich derjenigen horizontal verlaufenden
Kante des hohlen Kastens, welcher der bereits genannten horizontalen Kante diametral
gegenüber liegt. Mittels der Klappe wird gegebenenfalls der Lüftungskanal zwischen
der Zwischendecke und der Oberseite des hohlen Kastens geschlossen. Die Klappe wird
durch den Luftzug einerseits und die auf ein Kontergewicht wirkende Schwerkraft andererseits
betätigt.
[0005] Aus der
DE 297 21 460 U1 ist ein Belüftungselement zum Einbau in ein Fensterelement bekannt, wobei das Belüftungselement
als hohler Kasten ausgebildet ist, der an einer Unterseite in der Nähe einer horizontal
verlaufenden Kante eine untere Ausnehmung aufweist und an einer an diese horizontal
verlaufende Kante angrenzenden Seitenwand eine obere Ausnehmung aufweist. Bei der
DE 297 21 460 U1 weist das Belüftungselement keine Klappe auf. Der Luftstrom, der durch das Belüftungselement
der
DE 297 21 460 U1 strömt, ist also ungeregelt.
[0006] Aus der
DE 297 17 061 U1 ist ein Belüftungselement zum Einbau in ein Fensterelement bekannt, das auf einen
Blendrahmen des Fensterelements aufgesetzt wird. Das Belüftungselement weist einen
im wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, der nach unten hin offen ist. Im Inneren
des Belüftungselements ist an einem Anlenkpunkt eine Klappe schwenkbar gelagert ist,
so dass die Klappe zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung bewegbar
ist. Der Anlenkpunkt befindet sich im horizontalen Abschnitt des U-förmigen Querschnitts
in der Nähe des Übergangs zum nächstliegenden Schenkel des U. In dem horizontalen
Abschnitt des U können am Bodenteil und am Deckenteil Stege angeordnet sein, die einen
mäanderartigen Verlauf der Luftströmung erzwingen.
[0007] Der Einsatz wärmedämmender Fensterelemente mit hoher Fugendichtigkeit führt - insbesondere
im Herbst und im Winter - oftmals dazu, dass sich in geschlossenen Räumen Schimmel
bildet, sofern nicht anderweitig eine hinreichende Belüftung der Räume gewährleistet
wird. Im Stand der Technik sind daher verschiedene Lösungen bekannt, um eine Zwangslüftung
zu gewährleisten. Hierbei stellt sich stets das Problem, dass sich bei höheren Druckunterschieden
zwischen den beiden Seiten des Fensterelements ein hoher Energieverlust und subjektiv
als unangenehm empfundene Zugerscheinungen ergeben.
[0008] Mittels verschiedener aus dem Stand der Technik bekannter Lösungen werden die Energieverluste
und die Zugerscheinungen begrenzt. Die Lösungen des Standes der Technik sind jedoch
in der Regel nur für Fensterelemente aus Kunststoff geeignet. Zumindest die Lösungen
gemäß den obenstehenden Patentdokumenten sind jedoch auch bei Fensterelementen aus
Holz einsetzbar.
[0009] Die Lösung gemäß der
DE 102 40 290 B4 ist relativ kompliziert. Die Lösung gemäß der
DE 297 21 460 U1 ist ungeregelt. Die Lösung gemäß der
DE 297 17 061 U1 ist insbesondere bei bereits eingebauten Fensterelementen nur mit erheblichem baulichem
Aufwand realisierbar.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Belüftungselement zum Einbau
in ein Fensterelement und ein Fensterelement mit einem derartigen Belüftungselement
zu schaffen, welche diese Nachteile vermeiden. Insbesondere soll das Belüftungselement
einfach und zuverlässig aufgebaut sein und bei Fensterelementen aus Holz eingesetzt
werden können.
[0011] Die Aufgabe wird durch ein Belüftungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Belüftungselements sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche 2 bis 8.
[0012] Erfindungsgemäß wird ein Belüftungselement der eingangs genannten Art dadurch ausgestaltet,
- dass der jeweilige Anlenkpunkt sich in dem Bereich zwischen der jeweiligen unteren
und der jeweiligen oberen Ausnehmung befindet, der diese horizontal verlaufende Kante
enthält, und
- dass eine jeweilige Länge der jeweiligen Klappe sowohl größer als ein jeweiliger unterer
Abstand des jeweiligen Anlenkpunkts von dem vom jeweiligen Anlenkpunkt am weitesten
entfernten Rand der jeweiligen unteren Ausnehmung als auch größer als ein jeweiliger
oberer Abstand des jeweiligen Anlenkpunkts von dem vom jeweiligen Anlenkpunkt am weitesten
entfernten Rand der jeweiligen oberen Ausnehmung ist, so dass die jeweilige Klappe
erzwingt, dass über die jeweilige untere oder obere Ausnehmung in den jeweiligen hohlen
Kasten einströmende Luft zickzackförmig umgelenkt wird, bevor sie über die jeweilige
obere oder untere Ausnehmung aus dem jeweiligen hohlen Kasten ausströmen kann.
[0013] Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Fensterelement mit den Merkmalen des Anspruchs
11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Fensterelements sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche 9 bis 16.
[0014] Erfindungsgemäß wird ein Fensterelement der eingangs genannten Art dadurch ausgestaltet,
- dass der jeweilige Anlenkpunkt sich in dem Bereich zwischen der jeweiligen unteren
und der jeweiligen oberen Ausnehmung befindet, der diese Kante enthält, und
- dass eine jeweilige Länge der jeweiligen Klappe sowohl größer als ein jeweiliger unterer
Abstand des jeweiligen Anlenkpunkts von dem vom jeweiligen Anlenkpunkt am weitesten
entfernten Rand der jeweiligen unteren Ausnehmung als auch größer als ein jeweiliger
oberer Abstand des jeweiligen Anlenkpunkts von dem vom jeweiligen Anlenkpunkt am weitesten
entfernten Rand der jeweiligen oberen Ausnehmung ist, so dass die jeweilige Klappe
erzwingt, dass über die jeweilige untere oder obere Ausnehmung in den jeweiligen hohlen
Kasten einströmende Luft zickzackförmig umgelenkt wird, bevor sie über die jeweilige
obere oder untere Ausnehmung aus dem jeweiligen hohlen Kasten ausströmen kann.
[0015] Die jeweilige Klappe wird durch einen Luftstrom, der durch die jeweilige untere oder
obere Ausnehmung in den jeweiligen hohlen Kasten einströmt und durch die jeweilige
obere oder untere Ausnehmung aus dem jeweiligen hohlen Kasten ausströmt, mit einer
Druckkraft beaufschlagt, welche - bezogen auf die jeweilige Klappe - von der jeweiligen
Öffnungsstellung in die jeweilige Schließstellung gerichtet ist. Das Überführen in
die jeweilige Schließstellung erfolgt, wenn diese Druckkraft groß genug ist. In vielen
Fällen befindet die jeweilige Klappe sich in der jeweiligen Öffnungsstellung, wenn
sie so weit wie möglich auf die jeweilige untere Ausnehmung zu geschwenkt ist, und
in der jeweiligen Schließstellung, wenn sie so weit wie möglich auf die jeweilige
obere Ausnehmung zu geschwenkt ist. In manchen Fällen ist jedoch die umgekehrte Vorgehensweise
realisiert.
[0016] Vorzugsweise ist die Klappe am hohlen Kasten über jeweilige Lagerelemente oder ein
jeweiliges Filmscharnier gelagert, welche bzw. welches einem Verschwenken der jeweiligen
Klappe relativ zum jeweiligen hohlen Kasten keine die jeweilige Klappe in eine vorbestimmte
Ruheposition rücktreibende Kraft entgegensetzt. Diese Ausgestaltung ist besonders
einfach zu realisieren. Bei Bedarf kann - beispielsweise durch ein zusätzlich eingebautes
jeweiliges Federelement - eine rücktreibende Kraft realisiert werden.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung bildet die jeweilige Klappe dann, wenn
sie so weit wie möglich auf die jeweilige untere und/oder obere Ausnehmung zu geschwenkt
ist, mit der Seitenwand einen von 0° verschiedenen jeweiligen Winkel, so dass die
jeweilige Klappe beim Ausbleiben einer Luftströmung sich aufgrund ihrer Schwerkraft
von der Seitenwand weg bewegt. Dadurch ist keine Federeinrichtung erforderlich.
[0018] Falls eine rücktreibende Kraft gewünscht wird, kann diese mittels des bereits erwähnten
Federelements bewirkt werden. Alternativ ist es möglich, dass die jeweilige Klappe
mit dem jeweiligen hohlen Kasten über ein jeweiliges Verbindungselement verbunden
ist, so dass ein Verschwenken der jeweiligen Klappe relativ zum jeweiligen hohlen
Kasten ein elastisches Verformen des jeweiligen Verbindungselements bewirkt. Das jeweilige
Verbindungselement kann ein eigenständiges Element des Belüftungselements sein. Alternativ
kann das jeweilige Verbindungselement mit der jeweiligen Klappe einstückig verbunden
sein.
[0019] Vorzugsweise verläuft die jeweilige Klappe dann, wenn sie so weit wie möglich auf
die jeweilige untere Ausnehmung zu geschwenkt ist, vom jeweiligen Anlenkpunkt aus
gesehen auf die Unterseite zu geneigt. Dadurch wird erreicht, dass Kondenswasser,
das sich aufgrund von Temperaturunterschieden bilden kann, von der jeweiligen Klappe
abläuft und (innerhalb des jeweiligen hohlen Kastens) auf die Unterseite tropft.
[0020] Das Belüftungselement weist zusätzlich auch eine Oberseite auf. Vorzugsweise ist
eine jeweilige Innenhöhe des jeweiligen hohlen Kastens - d.h. ein Abstand der Unterseite
von der Oberseite - im Bereich der horizontal verlaufenden Kante maximal und nimmt
weiterhin die jeweilige Innenhöhe mit steigendem Abstand von der Seitenwand streng
monoton ab. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass Kondenswasser, das sich
innerhalb des jeweiligen hohlen Kastens auf der Unterseite bildet oder auf die Unterseite
tropft, auf der Unterseite zur jeweiligen unteren Ausnehmung läuft, so dass sie dort
aus dem jeweiligen hohlen Kasten austreten kann.
[0021] Vorzugsweise befindet der jeweilige Anlenkpunkt sich an der Seitenwand und ist von
der horizontal verlaufenden Kante beabstandet. Durch diese Ausgestaltung kann eine
besonders effiziente Umlenkung der Luftströmung bewirkt werden. Weiterhin kann der
Gesamt-Strömungswiderstand des jeweiligen hohlen Kastens minimiert werden.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Belüftungselements ist vorgesehen,
dass die jeweilige Klappe zumindest im Bereich ihrer vom jeweiligen Anlenkpunkt entfernt
angeordneten jeweiligen Anschlagkante elastisch ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich
ist es möglich, dass ein jeweiliger Anschlagbereich des jeweiligen hohlen Kastens,
in dem die jeweilige Klappe in der Schließstellung am jeweiligen hohlen Kasten anliegt,
elastisch ausgebildet ist. Dies bewirkt zum einen eine solide Abdichtung des jeweiligen
Strömungskanals in der Schließstellung und verhindert zum anderen ein Klappern oder
dergleichen. Es ist möglich, dass die jeweilige Klappe als ganzes elastisch ist. Alternativ
ist es möglich, dass die jeweilige Klappe nur im Bereich der jeweiligen Anschlagkante
elastisch ist. Insbesondere im Falle einer vollständig elastischen Klappe können durch
die jeweilige Klappe auch Toleranzen ausgeglichen werden, wenn das Belüftungselement
und damit auch der jeweilige hohle Kasten sich beispielsweise aufgrund von Temperatureinflüssen
verziehen sollte.
[0023] Vorzugsweise sind jeweilige Abstandhalter vorhanden, mittels derer ein Verschwenken
der jeweiligen Klappe auf die Unterseite zu begrenzt wird, bevor die jeweilige Klappe
auf der Unterseite aufliegt. Dadurch kann auf einfache Weise erreicht werden, dass
der jeweilige Strömungskanal auch bei geringen Druckunterschieden zwischen Innenseite
und Außenseite des Fensterelements geöffnet bleibt. Vorzugsweise sind die jeweiligen
Abstandhalter und/oder die jeweilige Klappe in einem jeweiligen Kontaktbereich, in
dem sie sich berühren, elastisch ausgebildet. Dadurch können Klappergeräusche vermieden
werden.
[0024] Die vorteilhaften Ausgestaltungen des Fensterelements korrespondieren im wesentlichen
mit denen des Belüftungselements als solchem. Der Unterschied besteht im wesentlichen
darin, dass nunmehr das Belüftungselement in das Fensterelement eingebaut ist, so
dass Bezugnahmen auf absolute Lagen und Orientierungen im dreidimensionalen Raum und
auf eine Anordnung relativ zum Fensterelement möglich sind.
[0025] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen in schematischer
Prinzipdarstellung:
- FIG 1
- eine Fassade eines Gebäudes,
- FIG 2
- einen Schnitt längs einer Linie II-II durch das Fensterelement von FIG 1,
- FIG 3
- einen Schnitt längs einer Linie III-III durch das Fensterelement von FIG 1,
- FIG 4
- ein Belüftungselement in vergrößerter Darstellung und
- FIG 5
- ein Belüftungselement in perspektivischer Ansicht.
[0026] FIG 1 zeigt eine Fassade 1 eines Gebäudes. In der Fassade 1 ist ein Fensterelement
2 befestigt. Das Fensterelement 2 kann beispielsweise aus Holz, Aluminium oder Kunststoff
bestehen. Kunststoff stellt den häufigsten Fall dar. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
besteht das Fensterelement 2 jedoch vorzugsweise aus Holz. Die vorliegende Erfindung
ist aber nicht auf Fensterelemente 2 aus Holz beschränkt.
[0027] Das Fensterelement 2 weist einen Blendrahmen 3 auf, mittels dessen das Fensterelement
2 im Mauerwerk des Gebäudes befestigt ist. Das Fensterelement 2 weist weiterhin einen
Flügelrahmen 4 auf, der am Blendrahmen 3 befestigt ist. In der Regel kann das Fensterelement
2 geöffnet werden. In diesem Fall beziehen sich die nachfolgenden Aussagen stets auf
den geschlossenen Zustand des Fensterelements 2. Alternativ ist es möglich, dass das
Fensterelement 2 nicht geöffnet werden kann. In diesem Fall ist das Fensterelement
2 stets geschlossen. In diesem Fall beziehen sich daher die nachfolgenden Aussagen
zwangsläufig auf den geschlossenen Zustand des Fensterelements 2.
[0028] FIG 2 zeigt einen Schnitt längs einer Linie II-II durch das Fensterelement 2 von
FIG 1. Gemäß FIG 2 weist der Blendrahmen 3 einen Stufenfalz 5 auf. In diesem Fall
ist im Flügelrahmen 4 eine Dichtung 6 angeordnet. Es ist jedoch auch die umgekehrte
Ausgestaltung realisierbar, bei welcher der Flügelrahmen 3 den Stufenfalz 5 aufweist.
In diesem Fall ist die Dichtung 6 im Blendrahmen 3 angeordnet. Unabhängig davon, ob
die eine oder die andere Ausgestaltung realisiert ist, liegt bei geschlossenem Fensterelement
die Dichtung 6 entsprechend der Darstellung in FIG 2 am Stufenfalz 5 an. Der Stufenfalz
5 besteht vorzugsweise aus Vollmaterial, insbesondere bei einem Holzfenster.
[0029] Der Stufenfalz 5 ist (im wesentlichen) umlaufend ausgebildet. In einem bestimmten
Abschnitt 7 (siehe FIG 1) weist der Stufenfalz 5 jedoch eine Falzausnehmung auf. Die
Falzausnehmung kann beispielsweise durch Fräsen in den Stufenfalz 5 eingebracht worden
sein. Die Länge des Abschnitts 7 kann nach Bedarf bestimmt sein. Beispielsweise kann
sie bei 10 bis 60 cm liegen. In dem Abschnitt 7 ist gemäß FIG 3 als Ersatz für den
Stufenfalz 5 ein Belüftungselement 8 angeordnet. In der Regel befindet sich der Abschnitt
7 an der Oberseite des Fensterelements 2. Demzufolge ist das Belüftungselement 8 im
Regelfall an der Oberseite des Fensterelements 2 angeordnet. Alternativ kann das Belüftungselement
8 an der Unterseite des Fensterelements 2 angeordnet sein. Das Belüftungselement 8
kann beispielsweise an den Blendrahmen 3 angeschraubt sein. Alternativ kann es beispielsweise
an den Blendrahmen 3 angeklebt sein. Auch andere Arten der Befestigung sind möglich.
[0030] Das Belüftungselement 8 weist entsprechend der Darstellung in den FIG 3 und 4 eine
Anzahl von hohlen Kästen 8' auf. Minimal ist nur ein einziger hohler Kasten 8' vorhanden.
In diesem Fall ist das Belüftungselement 8 mit dem hohlen Kasten identisch. Diese
Ausgestaltung wird nachstehend erläutert. Auf eine Ausgestaltung, bei der das Belüftungselement
8 mehrere hohle Kästen 8' aufweist, wird später eingegangen.
[0031] Das Belüftungselement 8 weist eine Kante 9 auf. In der Regel verläuft die Kante 9
horizontal. Die Kante 9 grenzt im eingebauten Zustand des Belüftungselements 8 nicht
an den Rahmen 3, 4 an, der den Stufenfalz 5 aufweist. An diese Kante 9 grenzen einerseits
eine Unterseite 10 und andererseits eine Seitenwand 11 des Belüftungselements 8 an.
In der Regel verläuft die Seitenwand 11 vertikal. Die Unterseite 10 verläuft in der
Regel - vollständig oder im wesentlichen - horizontal.
[0032] An der Unterseite 10 weist der hohle Kasten 8' eine Ausnehmung 12 auf, nachfolgend
als untere Ausnehmung 12 bezeichnet. Weiterhin weist der hohle Kasten 8' an der Seitenwand
11 eine weitere Ausnehmung 13 auf, nachfolgend als obere Ausnehmung 13 bezeichnet.
Im Inneren des hohlen Kastens 8' ist an einem Anlenkpunkt 14 eine Klappe 15 schwenkbar
gelagert. Wie aus den FIG 3 und 4 ohne weiteres erkennbar ist, befindet sich der Anlenkpunkt
14 in dem Bereich zwischen der unteren und der oberen Ausnehmung 12, 13, der die Kante
9 enthält. Der Anlenkpunkt 14 befindet sich in der Regel an der Seitenwand 11, und
zwar an einem Ort, an dem der Anlenkpunkt 14 von der Kante 9 beabstandet ist.
[0033] Aufgrund der schwenkbaren Lagerung im Anlenkpunkt 14 ist die Klappe 15 zwischen einer
Öffnungsstellung und einer Schließstellung bewegbar. In der Regel befindet sich die
Klappe 15 in der Öffnungsstellung, wenn sie so weit wie möglich auf die untere Ausnehmung
12 zu geschwenkt ist. Diese Stellung ist in FIG 4 in durchgezogenen Linien eingezeichnet.
In diesem Fall befindet die Klappe 15 sich in der Schließstellung, wenn sie so weit
wie möglich auf die obere Ausnehmung 13 zu geschwenkt ist. Diese Stellung ist in FIG
4 in gestrichelten Linien eingezeichnet. In Verbindung mit dieser Ausgestaltung wird
die Erfindung nachstehend erläutert. Es ist jedoch alternativ ebenso möglich, dass
die Klappe 15 sich in der Öffnungsstellung befindet, wenn sie so weit wie möglich
auf die obere Ausnehmung 13 zu geschwenkt ist. In diesem Fall befindet sich die Klappe
15 in der Schließstellung, wenn sie so weit wie möglich auf die untere Ausnehmung
12 zu geschwenkt ist. In beiden Ausgestaltungen bewirkt die Klappe 15 eine Volumenstrombegrenzung.
[0034] Eine Länge l der Klappe 15 ist derart bemessen, dass die Länge l größer als ein Abstand
au ist. Der Abstand au ist der Abstand des Anlenkpunkts 14 von demjenigen Rand der
unteren Ausnehmung 12, der am weitesten vom Anlenkpunkt 14 entfernt ist. Die Länge
l der Klappe 15 ist weiterhin derart bemessen, dass die Länge l größer als ein Abstand
ao ist. Der Abstand ao ist der Abstand des Anlenkpunkts 14 von demjenigen Rand der
oberen Ausnehmung 13, der am weitesten vom Anlenkpunkt 14 entfernt ist. Die Luft,
die über die untere Ausnehmung 12 in den hohlen Kasten 8' einströmt, wird daher durch
die Klappe 15 zickzackförmig umgelenkt, bevor sie über die obere Ausnehmung 13 aus
dem hohlen Kasten 8' ausströmen kann. Die entsprechende Luftströmung ist in FIG 3
gestrichelt eingezeichnet. Gleiches gilt für den umgekehrten Luftweg. Die Klappe 15
erzwingt also den Weg einer derartigen Luftströmung. Das Erzwingen der Zickzackströmung
bietet zum einen einen guten Schallschutz und zum anderen einen guten Schlagregenschutz.
[0035] Aufgrund des Vorhandenseins des Belüftungselements 8 kann somit ein Volumenstrom
zwischen der Außenseite und der Innenseite des Fensterelements 2 erreicht werden,
ohne die Dichtung 6 ausschneiden oder anderweitig unterbrechen zu müssen. Die Dichtung
6 bleibt vielmehr unverletzt erhalten. Es ist weiterhin möglich, dass zwischen dem
Blendrahmen 3 und dem Flügelrahmen 4 in mindestens einer weiteren Dichtungsebene eine
Innendichtung und/oder eine Außendichtung vorhanden sind. Wenn dies der Fall ist,
werden die Innendichtung bzw. die Außendichtung in einem bestimmten Abschnitt entfernt.
Der Abschnitt kann mit dem Abschnitt 7 korrespondieren. Falls die Innendichtung und/oder
die Außendichtung nicht vorhanden sind, kann unter Umständen ein etwa verbleibender
Spalt zwischen Blendrahmen 3 und Flügelrahmen 4 geringfügig erweitert sein, beispielsweise
auf ca. 2 mm.
[0036] Wie bereits erwähnt, kann die Klappe 15 mit dem hohlen Kasten 8' über ein Verbindungselement
verbunden sein, wobei das Verbindungselement elastisch verformbar ist. In diesem Fall
bewirkt ein Verschwenken der Klappe 15 relativ zum hohlen Kasten 8' ein elastisches
Verformen des Verbindungselements und damit eine rücktreibende Kraft, mit der die
Klappe 15 auf eine Ruhestellung zu beaufschlagt ist. In aller Regel ist in diesem
Fall die Ruhestellung mit der Öffnungsstellung identisch. Im einfachsten Fall ist
die Klappe 15 jedoch am hohlen Kasten 8' über Lagerelemente oder ein Filmscharnier
gelagert. Lagerelemente bzw. ein Filmscharnier setzen einem Verschwenken der Klappe
15 relativ zum hohlen Kasten 8' keine die Klappe 15 in eine vorbestimmte Ruheposition
rücktreibende Kraft entgegen. In diesem Fall bildet die Klappe 15 dann, wenn sie so
weit wie möglich auf die obere Ausnehmung 13 zu geschwenkt ist, mit der Vertikalen
(d.h. im Regelfall auch mit der Seitenwand 11) einen Winkel α. Dadurch wird erreicht,
dass die Klappe 15 beim Ausbleiben einer Luftströmung sich aufgrund ihrer Schwerkraft
von der Seitenwand 11 weg bewegt, d.h. insbesondere von selbst wieder in die Öffnungsstellung
übergeht. Der Winkel α kann nach Bedarf gewählt sein. Entscheidend ist, dass er in
hinreichendem Umfang von 0° verschieden ist. Beispielsweise kann der Winkel α zwischen
5° und 10° liegen. Auch größere Werte sind möglich. In analoger Weise ist es (alternativ
oder zusätzlich) möglich, dass die Klappe 15 mit der Vertikalen (und damit im Regelfall
auch mit der Seitenwand 11) einen derartigen Winkel bildet.
[0037] Wenn die Klappe 15 so weit wie möglich auf die untere Ausnehmung 12 zu geschwenkt
ist, verläuft die Klappe 15 vom Anlenkpunkt 14 aus gesehen vorzugsweise auf die Unterseite
10 zu geneigt. Anders ausgedrückt: Das Befestigungselement 8 weist üblicherweise eine
Oberseite 16 auf. Die Oberseite 16 verläuft im eingebauten Zustand des Belüftungselements
8 in aller Regel horizontal. Ein Abstand d der Klappe 15 von der Oberseite 16 ist
daher umso größer, je weiter entfernt von der Seitenwand 11 gemessen wird. Aufgrund
ihrer Neigung bildet also die Klappe 15 in der Öffnungsstellung mit der Horizontalen
einen Winkel β. Der Winkel β kann - analog zum Winkel α - nach Bedarf bestimmt sein.
Beispielsweise kann der Winkel β zwischen 5° und 10° liegen.
[0038] Insbesondere im Falle der Lagerung der Klappe 15 über ein Filmscharnier kann das
Filmscharnier als Folie ausgebildet sein, die ein eigenständiges Bauteil ist, das
getrennt von der Klappe 15 und dem hohlen Kasten 8' hergestellt wird. In diesem Fall
kann das Filmscharnier als dünne Folie ausgebildet sein. Die Folie kann insbesondere
so dünn sein, wie es durch Spritzgießen nicht erreicht werden kann. Die Folie kann
in diesem Fall beispielsweise in ein Spitzgießwerkzeug, mittels dessen die Klappe
15 hergestellt wird, eingelegt werden. Alternativ kann die Folie mit der Klappe 15
beispielsweise geklebt sein.
[0039] Vorzugsweise verläuft weiterhin die Unterseite 10 gegenüber der Horizontalen geneigt,
und zwar derart, dass die Unterseite 10 im Bereich der unteren Ausnehmung 12 ihren
tiefsten Punkt aufweist. Aufgrund des Umstands, dass die Oberseite 16 in der Regel
horizontal verläuft, ist somit eine Innenhöhe h (d.h. der Abstand der Unterseite 10
von der Oberseite 16) im Bereich der Kante 9 maximal. Mit steigendem Abstand x von
der Seitenwand 11 nimmt die Innenhöhe h streng monoton ab. Es ist möglich, dass eine
Wandstärke der Unterseite 10 einheitlich ist. Wenn in diesem Fall eine Neigung der
Unterseite 10 realisiert wird, ist auch von außen gesehen die Unterseite 10 geneigt.
Alternativ kann die Wandstärke der Unterseite 10 variieren. In diesem Fall ist trotz
der Variierung der Innenhöhe h, also der Neigung der Unterseite 10 relativ zur Oberseite
16, von außen gesehen ein paralleler Verlauf der Unterseite 10 zur Oberseite 16 realisierbar.
Von außen gesehen kann also entsprechend der Darstellung in FIG 4 das Belüftungselement
8 auch in diesem Fall einen rechteckigen Querschnitt aufweisen.
[0040] Vorzugsweise ist die Klappe 15 zumindest im Bereich ihrer Anschlagkante 17 elastisch
ausgebildet. Die Anschlagkante 17 ist diejenige Bereich der Klappe 15, mit dem die
Klappe 15 in der Schließstellung - je nach Länge l der Klappe 15 an die Seitenwand
11 oder die Oberseite 16 des hohlen Kastens 8' anschlägt. Alternativ oder zusätzlich
zur elastischen Ausbildung der Anschlagkante 17 kann ein Anschlagbereich 18 des hohlen
Kastens 8' elastisch ausgebildet sein. Der Anschlagbereich 18 ist diejenige Bereich
des hohlen Kastens 8', in dem die Klappe 15 in der Schließstellung am hohlen Kasten
8' anliegt. Im Falle der Lagerung der Klappe 15 über eine Folie als Filmscharnier
kann weiterhin die Folie derart bemessen sein, dass sie die Anschlagkante 17 bildet,
also geringfügig (ca. 1 mm) über die Klappe 15 als solche übersteht. In diesem Fall
werden die Klappergeräusche durch die Folie verhindert. Weiterhin wird in diesem Fall
die Dichtwirkung verbessert. Vorzugsweise weist das Belüftungselement 8 weiterhin
Abstandhalter 19 auf. Mittels der Abstandhalter 19 wird ein Verschwenken der Klappe
15 auf die Unterseite 10 zu begrenzt, bevor die Klappe 15 auf der Unterseite 10 aufliegt.
Dadurch wird erreicht, dass in der entsprechenden Stellung der Klappe 15 - insbesondere
der Öffnungsstellung - auch bei sehr geringen Druckunterschieden bereits eine Luftströmung
erfolgt. Denn die Abstandhalter 19 bewirken in diesem Fall, dass die Klappe 15 in
der genannten Stellung den Luftkanal nach unten hin nicht vollständig verschließt.
Die Abstandhalter 19 können an der Klappe 15 angeordnet sein. Vorzugsweise sind sie
jedoch am Gehäuse des Belüftungselements 8 als solchem angeordnet. Die Abstandhalter
19 können beispielsweise als Stege, Kanten oder an der Unterseite 10 angeordnete,
nach oben ragende Stifte oder andere Konstruktionen ausgebildet sein. Gemäß der Darstellung
in Figur 4 handelt es sich um kleine, runde, zapfenartige Vorsprünge. Zur Vermeidung
von Klappergeräuschen beim Übergang in die Öffnungsstellung sind vorzugsweise die
Klappe 15 und/oder die Abstandhalter 19 zumindest in demjenigen Bereich, in dem sie
sich in der Öffnungsstellung der Klappe 15 berühren, elastisch ausgebildet. In analoger
Weise können auch Abstandhalter vorhanden sein, die ein Verschwenken der Klappe 15
begrenzen, bevor die Klappe 15 auf der Oberseite 16 aufliegt. Diese Abstandhalter
sind in den FIG nicht dargestellt. Sie können ebenso wie die Abstandhalter 19 beispielsweise
als Stege, Kanten oder an der Oberseite 16 angeordnete, nach unten ragende Stifte
oder andere Konstruktionen ausgebildet sein. Auch eine Ausgestaltung als kleine, runde,
zapfenartige Vorsprünge ist möglich.
[0041] Wie bereits erwähnt, ist das Belüftungselement 8 in der Regel an der Oberseite oder
der Unterseite des Fensterelements 2 befestigt. Wenn die Klappe 15 durch die Schwerkraft
betätigt wird, ist eine Anordnung an einer dieser beiden Seiten zwingend erforderlich.
Wenn die Klappe 15 mit einer rücktreibenden Kraft beaufschlagt ist (beispielsweise
durch ein Federelement oder durch eine entsprechende Ausgestaltung eines Verbindungselements
im Anlenkpunkt 14), kann das Belüftungselement 8 jedoch alternativ auch an den Seiten
des Fensterelements 2 befestigt sein. Unabhängig vom Ort der Befestigung des Belüftungselements
8 am Fensterelement 2 ist die Seitenwand 11 des Belüftungselements 8 jedoch stets
diejenige Seite, die an der Dichtung 6 anliegt. In analoger Weise ist die Unterseite
10 des Belüftungselements 8 stets diejenige Seite, welche mit der Seitenwand 11 eine
gemeinsame Kante 9 aufweist und nicht am Blendrahmen 3 anliegt bzw. dem Fensterfalz
zugewandt ist.
[0042] Die Klappe 15 des Belüftungselements 8 geht bei einem ersten Differenzdruck zwischen
innen und außen von der Schließstellung in die Öffnungsstellung und bei einem zweiten
Differenzdruck zwischen innen und außen von der Öffnungsstellung in die Schließstellung
über. Der erste Differenzdruck ist vorzugsweise kleiner als der zweite Differenzdruck,
um eine gewisse Schalthysterese zu bewirken. Vorzugsweise ist das Belüftungselement
8 derart ausgelegt, dass die Differenzdrücke zwischen 10 und 70 Pa liegen, insbesondere
zwischen 15 und 50 Pa.
[0043] Besonders bevorzugt ist es weiterhin, die obenstehend erläuterten Ausgestaltungen
dadurch zu ergänzen, dass innerhalb des hohlen Kastens 8' ein Querstrom der den hohlen
Kasten 8' durchströmenden Luft erzwungen wird, also ein Strömen der Luft in Richtung
der Schwenkachse, um welche die Klappe 15 schwenkbar ist. Durch den Querstrom der
Luft ergibt sich ein deutlich verbesserter Schallschutz. Wenn der hohle Kasten 8'
sich in Richtung der Schwenkachse über eine Gesamtlänge L erstreckt, ist es beispielsweise
entsprechend der Darstellung in FIG 5 möglich, dass die untere Öffnung 12 sich ausgehend
von dem einen Ende des hohlen Kastens 8' über eine erste Teillänge L1 erstreckt und
die obere Öffnung 13 sich ausgehend von dem anderen Ende des hohlen Kastens 8' über
eine zweite Teillänge L2 erstreckt und weiterhin die Summe der beiden Teillängen L1,
L2 maximal so groß wie die Gesamtlänge L ist, vorzugsweise sogar kleiner als die Gesamtlänge
L ist. Alternativ oder zusätzlich können in dem hohlen Kasten 8' Luftleitelemente
oder Schikanen angeordnet sein, welche eine Umlenkung des Luftstroms erzwingen.
[0044] In vielen Fällen wird es weiterhin ausreichen, pro Fensterelement 2 ein einziges
Belüftungselement 8 zu verwenden das einen einzigen hohlen Kastens 8' aufweist. Es
ist aber nicht ausgeschlossen, dass das Belüftungselement 8 mehrere hohle Kästen 8'
aufweist. In diesem Fall sind die hohlen Kästen 8' in Richtung der Kante 9 gesehen
hintereinander angeordnet. Sie sind durch orthogonal zur Kante 9 verlaufende Trennwände
voneinander getrennt. Die Unterseite 10, die Seitenwand 11 und die Kante 9 sowie die
Oberseite 16 sind Bestandteile des Belüftungselements 8 als Ganzes, also einheitlich
für alle hohlen Kästen 8'. Die untere Ausnehmung 12, die obere Ausnehmung 13, der
Anlenkpunkt 14, die Klappe 15 sowie die zugehörige Anschlagkante 17, Anschlagbereiche
18 und Abstandhalter 19 sind individuell für den jeweiligen hohlen Kasten 8' vorhanden.
Alternativ oder zusätzlich zur Verwendung eines Belüftungselements 8 mit mehreren
hohlen Kästen 8' ist es ebenso möglich, mehrere Belüftungselemente 8 einzusetzen.
[0045] Falls mehrere hohle Kästen 8' - sei es in einem einzigen Belüftungselement 8, sei
es in mehreren Belüftungselementen 8 - vorhanden sind, ist es weiterhin möglich, dass
die hohlen Kästen 8' gleich ausgebildet sind. Alternativ ist es möglich, dass die
hohlen Kästen 8' derart ausgebildet sind, dass sie voneinander verschiedene erste
und/oder zweite Differenzdrücke aufweisen. Dadurch kann erreicht werden, dass die
verschiedenen hohlen Kästen 8' nacheinander öffnen bzw. schließen, so dass eine mehrfach
gestufte Schaltwirkung gegeben ist.
[0046] Die vorliegende Erfindung weist viele Vorteile auf. Insbesondere ist das Belüftungselement
8 nicht in der Beschlagebene angeordnet. Es kann daher nicht zu einem Konflikt mit
anderen, in der Beschlagebene angeordneten Elementen des Fensterelements 2 kommen.
Weiterhin ist das Belüftungselement 8 im geschlossenen Zustand des Fensterelements
2 nicht sichtbar, weil es innerhalb des Fensterfalzes angeordnet ist. Die Nutzung
der Klappe 15 selbst als Schikane, welche den Zickzack-Weg der Luftströmung erzwingt,
vereinfacht die Konstruktion und den Aufbau des Belüftungselements 8. Es ist (bei
gleichem Bauraum) ein höherer Volumenstrom als im Stand der Technik erreichbar. Der
Grund hierfür ist, dass das den Volumenstrom begrenzende Element den Strömungsquerschnitt
in erheblich geringerem Umfang verengt als im Stand der Technik. Auch ist der Aufbau
des Belüftungselements 8 einfacher.
[0047] Die obige Beschreibung dient ausschließlich der Erläuterung der vorliegenden Erfindung.
Der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung soll hingegen ausschließlich durch die
beigefügten Ansprüche bestimmt sein.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Fassade
- 2
- Fensterelement
- 3
- Blendrahmen
- 4
- Flügelrahmen
- 5
- Stufenfalz
- 6
- Dichtung
- 7
- Abschnitt
- 8
- Belüftungselement
- 8'
- hohler Kasten
- 9
- Kante
- 10
- Unterseite
- 11
- Seitenwand
- 12
- untere Ausnehmung
- 13
- obere Ausnehmung
- 14
- Anlenkpunkt
- 15
- Klappe
- 16
- Oberseite
- 17
- Anschlagkante
- 18
- Anschlagbereich
- 19
- Abstandhalter
- ao, au, d
- Abstände
- h
- Innenhöhe
- L
- Gesamtlänge
- L1, L2
- Teillängen
- l
- Länge
- α, β
- Winkel
1. Belüftungselement zum Einbau in ein Fensterelement (2),
- wobei das Belüftungselement eine Anzahl von hohlen Kästen aufweist,
- wobei der jeweilige hohle Kasten (8') an einer Unterseite (10) des Belüftungselements
in der Nähe einer horizontal verlaufenden Kante (9) des Belüftungselements eine jeweilige
untere Ausnehmung (12) aufweist und an einer an diese horizontal verlaufende Kante
(9) angrenzenden Seitenwand (11) des hohlen Kastens (8') eine jeweilige obere Ausnehmung
(13) aufweist,
- wobei im Inneren des jeweiligen hohlen Kastens (8') an einem jeweiligen Anlenkpunkt
(14) eine jeweilige Klappe (15) schwenkbar gelagert ist, so dass die jeweilige Klappe
(15) zwischen einer jeweiligen Öffnungsstellung und einer jeweiligen Schließstellung
bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der jeweilige Anlenkpunkt (14) sich in dem Bereich zwischen der jeweiligen unteren
und der jeweiligen oberen Ausnehmung (12, 13) befindet, der diese horizontal verlaufende
Kante (9) enthält, und
- dass eine jeweilige Länge (l) der jeweiligen Klappe (15) sowohl größer als ein jeweiliger
unterer Abstand (au) des jeweiligen Anlenkpunkts (14) von dem vom jeweiligen Anlenkpunkt
(14) am weitesten entfernten Rand der jeweiligen unteren Ausnehmung (12) als auch
größer als ein jeweiliger oberer Abstand (ao) des jeweiligen Anlenkpunkts (14) von
dem vom jeweiligen Anlenkpunkt (14) am weitesten entfernten Rand der jeweiligen oberen
Ausnehmung (13) ist, so dass die jeweilige Klappe (15) erzwingt, dass über die jeweilige
untere oder obere Ausnehmung (12, 13) in den jeweiligen hohlen Kasten (8') einströmende
Luft zickzackförmig umgelenkt wird, bevor sie über die jeweilige obere oder untere
Ausnehmung (13, 12) aus dem jeweiligen hohlen Kasten (8') ausströmen kann.
2. Belüftungselement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) am jeweiligen hohlen Kasten (8') über jeweilige Lagerelemente
oder ein jeweiliges Filmscharnier gelagert ist, welche bzw. welches einem Verschwenken
der jeweiligen Klappe (15) relativ zum jeweiligen hohlen Kasten (8') keine die jeweilige
Klappe (15) in eine jeweilige vorbestimmte Ruheposition rücktreibende Kraft entgegensetzt.
3. Belüftungselement nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) dann, wenn sie so weit wie möglich auf die jeweilige untere
und/oder obere Ausnehmung (12, 13) zu geschwenkt ist, mit der Seitenwand (11) einen
von 0° verschiedenen jeweiligen Winkel (α) bildet, so dass die jeweilige Klappe (15)
beim Ausbleiben einer Luftströmung sich aufgrund ihrer Schwerkraft von der Seitenwand
(11) weg bewegt.
4. Belüftungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) mit dem jeweiligen hohlen Kasten (8') über ein jeweiliges
Verbindungselement verbunden ist, so dass ein Verschwenken der jeweiligen Klappe (15)
relativ zum jeweiligen hohlen Kasten (8') ein elastisches Verformen des jeweiligen
Verbindungselements bewirkt.
5. Belüftungselement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) dann, wenn sie so weit wie möglich auf die jeweilige untere
Ausnehmung (12) zu geschwenkt ist, vom jeweiligen Anlenkpunkt (14) aus gesehen auf
die Unterseite (10) zu geneigt verläuft.
6. Belüftungselement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Belüftungselement eine Oberseite (16) aufweist, dass eine jeweilige Innenhöhe
(h) des jeweiligen hohlen Kastens (8') im Bereich der horizontal verlaufenden Kante
(9) maximal ist und dass die jeweilige Innenhöhe (h) mit steigendem Abstand von der
Seitenwand (11) streng monoton abnimmt.
7. Belüftungselement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) zumindest im Bereich ihrer vom jeweiligen Anlenkpunkt (14)
entfernt angeordneten jeweiligen Anschlagkante (17) elastisch ausgebildet ist und/oder
dass ein jeweiliger Anschlagbereich (18) des jeweiligen hohlen Kastens (8'), in dem
die jeweilige Klappe (15) in der jeweiligen Schließstellung am jeweiligen hohlen Kasten
(8') anliegt, elastisch ausgebildet ist.
8. Belüftungselement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweilige Abstandhalter (19) vorhanden sind, mittels derer ein Verschwenken der jeweiligen
Klappe (15) auf die Unterseite (10) zu begrenzt wird, bevor die jeweilige Klappe (15)
auf der Unterseite (10) aufliegt.
9. Fensterelement,
- wobei das Fensterelement einen Blendrahmen (3) aufweist, mittels dessen das Fensterelement
im Mauerwerk eines Gebäudes befestigbar ist,
- wobei das Fensterelement einen am Blendrahmen (3) befestigten Flügelrahmen (4) aufweist,
- wobei der Blendrahmen (3) oder der Flügelrahmen (4) einen Stufenfalz (5) aufweist,
an dem bei geschlossenem Fensterelement eine im jeweils anderen Rahmen (4, 3) angeordnete
Dichtung (6) anliegt,
- wobei der Stufenfalz (5) in einem Abschnitt (7) eine Falzausnehmung aufweist, in
dem als Ersatz für den Stufenfalz (5) ein Belüftungselement (8) angeordnet ist,
- wobei das Belüftungselement (8) eine nicht an den den Stufenfalz (5) aufweisenden
Rahmen (3, 4) angrenzende Kante (9) aufweist, an die eine Unterseite (10) und eine
Seitenwand (11) des Belüftungselements angrenzen,
- wobei das Belüftungselement (8) eine Anzahl von hohlen Kästen aufweist,
- wobei der jeweilige hohle Kasten (8') an der Unterseite (10) in der Nähe dieser
Kante (9) eine jeweilige untere Ausnehmung (12) aufweist und an der Seitenwand (11)
eine jeweilige obere Ausnehmung (13) aufweist,
- wobei im Inneren des jeweiligen hohlen Kastens (8') an einem jeweiligen Anlenkpunkt
(14) eine jeweilige Klappe (15) schwenkbar gelagert ist, so dass die jeweilige Klappe
(15) zwischen einer jeweiligen Öffnungsstellung und einer jeweiligen Schließstellung
bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der jeweilige Anlenkpunkt (14) sich in dem Bereich zwischen der jeweiligen unteren
und der jeweiligen oberen Ausnehmung (12, 13) befindet, der diese Kante (9) enthält,
und
- dass eine jeweilige Länge (l) der jeweiligen Klappe (15) sowohl größer als ein jeweiliger
unterer Abstand (au) des jeweiligen Anlenkpunkts (14) von dem vom jeweiligen Anlenkpunkt
(14) am weitesten entfernten Rand der jeweiligen unteren Ausnehmung (12) als auch
größer als ein jeweiliger oberer Abstand (ao) des jeweiligen Anlenkpunkts (14) von
dem vom jeweiligen Anlenkpunkt (14) am weitesten entfernten Rand der jeweiligen oberen
Ausnehmung (13) ist, so dass die jeweilige Klappe (15) erzwingt, dass über die jeweilige
untere oder obere Ausnehmung (12, 13) in den jeweiligen hohlen Kasten (8') einströmende
Luft zickzackförmig umgelenkt wird, bevor sie über die jeweilige obere oder untere
Ausnehmung (13, 12) aus dem jeweiligen hohlen Kasten (8') ausströmen kann.
10. Fensterelement nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) am jeweiligen hohlen Kasten (8') über jeweilige Lagerelemente
oder ein jeweiliges Filmscharnier gelagert ist, welche bzw. welches einem Verschwenken
der jeweiligen Klappe (15) relativ zum jeweiligen hohlen Kasten (8') keine die jeweilige
Klappe (15) in eine jeweilige vorbestimmte Ruheposition rücktreibende Kraft entgegensetzt.
11. Fensterelement nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Belüftungselement (8) an einer Oberseite oder einer Unterseite des Fensterelements
angeordnet ist und dass die jeweilige Klappe (15) dann, wenn sie so weit wie möglich
auf die jeweilige untere und/oder obere Ausnehmung (12, 13) zu geschwenkt ist, mit
der Vertikalen einen von 0° verschiedenen Winkel (α) bildet, so dass die jeweilige
Klappe (15) beim Ausbleiben einer Luftströmung sich aufgrund ihrer Schwerkraft von
der Seitenwand (11) weg bewegt.
12. Fensterelement nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) mit dem jeweiligen hohlen Kasten (8') über ein jeweiliges
Verbindungselement verbunden ist, so dass ein Verschwenken der jeweiligen Klappe (15)
relativ zum jeweiligen hohlen Kasten (8') ein elastisches Verformen des jeweiligen
Verbindungselements bewirkt.
13. Fensterelement nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) dann, wenn sie so weit wie möglich auf die jeweilige untere
Ausnehmung (12) zu geschwenkt ist, vom jeweiligen Anlenkpunkt (14) aus gesehen nach
unten geneigt verläuft.
14. Fensterelement nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterseite (10) gegenüber der Horizontalen geneigt verläuft, so dass die Unterseite
(10) im Bereich der jeweiligen unteren Ausnehmung (12) ihren tiefsten Punkt aufweist.
15. Fensterelement nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Klappe (15) zumindest im Bereich ihrer vom jeweiligen Anlenkpunkt (14)
entfernt angeordneten jeweiligen Anschlagkante (17) elastisch ausgebildet ist und/oder
dass ein jeweiliger Anschlagbereich (18) des jeweiligen hohlen Kastens (8'), in dem
die jeweilige Klappe (15) in der jeweiligen Schließstellung am jeweiligen hohlen Kasten
(8') anliegt, elastisch ausgebildet ist.
16. Fensterelement nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweilige Abstandhalter (19) vorhanden sind, mittels derer ein Verschwenken der jeweiligen
Klappe (15) auf die Unterseite (10) zu begrenzt wird, bevor die jeweilige Klappe (15)
auf der Unterseite (10) aufliegt.