[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Fenster und Türen, nachfolgend gemeinsam als Fensterelement
bezeichnet. Wenn nachfolgend von einem Fensterelement gesprochen wird, soll also stets
entweder ein Fenster oder eine Tür gemeint sein.
[0002] Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Fensterelement,
- wobei das Fensterelement einen Blendrahmen aufweist, mittels dessen das Fensterelement
im Mauerwerk eines Gebäudes befestigbar ist,
- wobei das Fensterelement einen am Blendrahmen befestigten Flügelrahmen aufweist,
- wobei der Blendrahmen eine dem Flügelrahmen zugewandte, zumindest U-förmig umlaufende
innere Abschlussfläche aufweist, an der der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand
des Fensterelements unter Bildung eines Spaltes zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen
anliegt,
- wobei der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand des Fensterelements einen Außenbereich
und einen Innenbereich aufweist,
- wobei orthogonal zu einer die innere Abschlussfläche enthaltenden Abschlussebene gesehen
der Außenbereich sich auf den Blendrahmen zu erstreckt und der Innenbereich sich vom
Blendrahmen weg erstreckt,
- wobei der Außenbereich und der Innenbereich in der Abschlussebene aneinander angrenzen,
- wobei der Flügelrahmen im Außenbereich eine Aufnahmenut zum Aufnehmen von Beschlagelementen
und im Innenbereich einen Kontaktbereich aufweist, der im geschlossenen Zustand des
Fensterelements in der Abschlussebene gesehen den Blendrahmen übergreift,
- wobei das Fensterelement ein Regelelement aufweist, mittels dessen ein Luftstrom geregelt
wird, der aus einem Fensterelementfalz durch den Spalt zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen
oder umgekehrt strömt und hierbei auch das Regelelement passiert,
- wobei das Regelelement ein Abschlusselement aufweist, das im geschlossenen Zustand
des Fensterelements an der inneren Abschlussfläche anliegt,
- wobei am Abschlusselement eine um eine wirksame Drehachse schwenkbare Klappe angeordnet
ist, die relativ zum Abschlusselement zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
bewegbar ist,
- wobei ein für den Luftstrom wirksamer Querschnitt in der Öffnungsstellung der Klappe
maximal und in der Schließstellung der Klappe minimal ist,
- wobei die Klappe in der Schließstellung am Flügelrahmen oder an einem am Flügelrahmen
angeordneten Profil anliegt und in der Öffnungsstellung vom Flügelrahmen oder von
dem am Flügelrahmen angeordneten Profil entfernt ist.
[0003] Ein derartiges Fensterelement ist beispielsweise aus der
DE 20 2007 016 354 U1 bekannt. Bei diesem Fensterelement ist das Regelelement L-förmig ausgebildet. Ein
Schenkel des Regelelements befindet sich in einem Spalt zwischen der Abschlussebene
und dem Kontaktbereich. Der andere Schenkel umgreift einen Flügelüberschlag des Flügelrahmens.
[0004] Aus der
EP 1 500 773 A1 ist ein Fensterelement bekannt,
- wobei das Fensterelement einen Blendrahmen aufweist, mittels dessen das Fensterelement
im Mauerwerk eines Gebäudes befestigbar ist,
- wobei das Fensterelement einen am Blendrahmen befestigten Flügelrahmen aufweist,
- wobei der Blendrahmen eine dem Flügelrahmen zugewandte, zumindest U-förmig umlaufende
innere Abschlussfläche aufweist, an der der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand
des Fensterelements anliegt,
- wobei der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand des Fensterelements einen Außenbereich
und einen Innenbereich aufweist,
- wobei orthogonal zu einer die innere Abschlussfläche enthaltenden Abschlussebene gesehen
der Außenbereich sich auf den Blendrahmen zu erstreckt und der Innenbereich sich vom
Blendrahmen weg erstreckt,
- wobei der Außenbereich und der Innenbereich in der Abschlussebene aneinander angrenzen,
- wobei der Flügelrahmen im Außenbereich eine Aufnahmenut zum Aufnehmen von Beschlagelementen
und im Innenbereich einen Kontaktbereich aufweist, der im geschlossenen Zustand des
Fensterelements in der Abschlussebene gesehen den Blendrahmen übergreift,
- wobei am Blendrahmen ein Regelelement angeordnet ist, mittels dessen ein Luftstrom
geregelt wird, der aus einem Fensterelementfalz durch den Spalt zwischen Flügelrahmen
und Blendrahmen oder umgekehrt strömt und hierbei auch das Regelelement passiert,
- wobei an einem Grundkörper des Regelelements eine um eine wirksame Drehachse schwenkbare
Klappe angeordnet ist, die relativ zum Abschlusselement zwischen einer Öffnungsstellung
und einer Schließstellung bewegbar ist,
- wobei ein für den Luftstrom wirksamer Querschnitt in der Öffnungsstellung der Klappe
maximal und in der Schließstellung der Klappe minimal ist.
[0005] Bei dem aus der
EP 1 500 773 A1 bekannten Fensterelement hängt die Klappe aufgrund ihrer Schwerkraft vertikal nach
unten. In dieser Stellung der Klappe ist ein für den Luftstrom wirksamer Querschnitt
maximal. Tritt ein erhöhter Druckunterschied auf, wird die Klappe in die Schließstellung
überführt. In dieser Stellung der Klappe ist der wirksame Querschnitt minimal. Die
Klappe liegt in der Schließstellung an einem Anschlag an, der Bestandteil des Regelelements
ist. Das Regelelement ist orthogonal zur Abschlussebene gesehen in einem Bereich angeordnet,
der sich vom Kontaktbereich bis weit in die Aufnahmenut hinein erstreckt.
[0006] Aus der
DE 199 29 133 C2 ist ein Fensterelement bekannt,
- wobei das Fensterelement einen Blendrahmen aufweist, mittels dessen das Fensterelement
im Mauerwerk eines Gebäudes befestigbar ist,
- wobei das Fensterelement einen am Blendrahmen befestigten Flügelrahmen aufweist,
- wobei der Blendrahmen eine dem Flügelrahmen zugewandte, zumindest U-förmig umlaufende
innere Abschlussfläche aufweist, an der der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand
des Fensterelements anliegt,
- wobei der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand des Fensterelements einen Außenbereich
und einen Innenbereich aufweist,
- wobei orthogonal zu einer die innere Abschlussfläche enthaltenden Abschlussebene gesehen
der Außenbereich sich auf den Blendrahmen zu erstreckt und der Innenbereich sich vom
Blendrahmen weg erstreckt,
- wobei der Außenbereich und der Innenbereich in der Abschlussebene aneinander angrenzen,
- wobei der Flügelrahmen im Außenbereich eine Aufnahmenut zum Aufnehmen von Beschlagelementen
und im Innenbereich einen Kontaktbereich aufweist, der im geschlossenen Zustand des
Fensterelements in der Abschlussebene gesehen den Blendrahmen übergreift,
- wobei am Blendrahmen ein Regelelement angeordnet ist, mittels dessen ein Luftstrom
geregelt wird, der aus einem Fensterfalz durch den Spalt zwischen Flügelrahmen und
Blendrahmen oder umgekehrt strömt und hierbei auch das Regelelement passiert,
- wobei an einem Grundkörper des Regelelements eine um eine wirksame Drehachse schwenkbare
Klappe angeordnet ist, die relativ zum Abschlusselement zwischen einer Öffnungsstellung
und einer Schließstellung bewegbar ist,
- wobei ein für den Luftstrom wirksamer Querschnitt in der Öffnungsstellung der Klappe
maximal und in der Schließstellung der Klappe minimal ist.
[0007] Bei dem aus der
DE 199 29 133 C2 bekannten Fensterelement liegt die Klappe in der Schließstellung an einer Anschlagkante
des Grundkörpers an. Das Regelelement ist orthogonal zur Abschlussebene gesehen in
einem Bereich angeordnet, der sich vom Kontaktbereich bis über die Aufnahmenut hinaus
erstreckt.
[0008] Aus der
DE 20 2005 002 132 U1 ist ein Fensterelement bekannt,
- wobei das Fensterelement einen Blendrahmen aufweist, mittels dessen das Fensterelement
im Mauerwerk eines Gebäudes befestigbar ist,
- wobei das Fensterelement einen am Blendrahmen befestigten Flügelrahmen aufweist,
- wobei der Blendrahmen eine dem Flügelrahmen zugewandte, zumindest U-förmige umlaufende
innere Abschlussfläche aufweist, an der der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand
des Fensterelements anliegt,
- wobei der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand des Fensterelements einen Außenbereich
und einen Innenbereich aufweist,
- wobei orthogonal zu einer die innere Abschlussfläche enthaltenden Abschlussebene gesehen
der Außenbereich sich auf den Blendrahmen zu erstreckt und der Innenbereich sich vom
Blendrahmen weg erstreckt,
- wobei der Außenbereich und der Innenbereich in der Abschlussebene aneinander angrenzen,
- wobei der Flügelrahmen im Außenbereich eine Aufnahmenut zum Aufnehmen von Beschlagelementen
und im Innenbereich einen Kontaktbereich aufweist, der im geschlossenen Zustand des
Fensterelements in der Abschlussebene gesehen den Blendrahmen übergreift,
- wobei das Fensterelement ein am Flügelrahmen angeordnetes Regelelement aufweist, mittels
dessen ein Luftstrom geregelt wird, der aus einem Fensterelementfalz durch den Spalt
zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen strömt und hierbei auch das Regelelement passiert,
- wobei das Regelelement ein Abschlusselement aufweist, das im geschlossenen Zustand
des Fensterelements an der inneren Abschlussfläche anliegt,
- wobei am Abschlusselement eine um eine wirksame Drehachse schwenkbare Klappe angeordnet
ist, die relativ zum Abschlusselement zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
bewegbar ist,
- wobei ein für den Luftstrom wirksamer Querschnitt in der Öffnungsstellung der Klappe
maximal und in der Schließstellung der Klappe minimal ist,
- wobei die Klappe in der Schließstellung am Flügelrahmen anliegt und in Eröffnungsstelle
vom Flügelrahmen entfernt ist.
[0009] Bei dem aus der
DE 20 2005 002 132 U1 bekannten Fensterelement ist das Regelelement orthogonal zur Abschlussebene gesehen
in einem Bereich angeordnet, der sich vom Kontaktbereich bis weit in die Aufnahmenut
hinein erstreckt.
[0010] Der Einsatz wärmedämmender Fensterelemente mit hoher Fugendichtigkeit führt - insbesondere
im Herbst und im Winter - oftmals dazu, dass sich in geschlossenen Räumen Schimmel
bildet, sofern nicht anderweitig eine hinreichende Belüftung der Räume gewährleistet
wird. Im Stand der Technik sind daher verschiedene Lösungen bekannt, um eine Zwangslüftung
zu gewährleisten. Hierbei stellt sich stets das Problem, dass sich bei höheren Druckunterschieden
zwischen den beiden Seiten des Fensterelements ein hoher Energieverlust und subjektiv
als unangenehm empfundene Zugerscheinungen ergeben.
[0011] Mittels der verschiedenen aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen werden die
Energieverluste und die Zugerscheinungen begrenzt. Die Lösungen des Standes der Technik
sind jedoch häufig kompliziert. Insbesondere kollidieren die Regelelemente oftmals
mit in der Aufnahmenut angeordneten Beschlagelementen. Auch sind die Regelelemente
oftmals bei geöffnetem oder geschlossenem Fensterelement optisch störend. Weiterhin
erschweren die Regelelemente oftmals die Reinigung und Pflege des Fensterelements.
[0012] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Fensterelement zu schaffen,
das diese Nachteile vermeidet. Insbesondere soll das Regelelement bei unveränderter
Wirksamkeit und Zuverlässigkeit platzsparend und optisch unauffällig angeordnet werden
können.
[0013] Die Aufgabe wird durch ein Fensterelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Fensterelements sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche
2 bis 15.
[0014] Erfindungsgemäß wird ein Fensterelement der eingangs genannten Art dadurch ausgestaltet,
dass das Regelelement sich orthogonal zur Abschlussebene gesehen ausschließlich zwischen
der Aufnahmenut und dem Kontaktbereich befindet.
[0015] Die Aufnahmenut weist eine umlaufende innere Kante und eine umlaufende äußere Kante
auf, die eine jeweilige innere und äußere Ebene definieren. Die innere und die äußere
Ebene verlaufen parallel zur Abschlussebene, sind jedoch voneinander und von der Abschlussebene
beabstandet. Der Abstand der inneren Ebene von der Abschlussebene ist kleiner als
der Abstand der äußeren Ebene von der Abschlussebene. Das Regelelement befindet sich
erfindungsgemäß orthogonal zur Abschlussebene gesehen ausschließlich zwischen der
inneren Ebene und dem Kontaktbereich. Eine Ausnahme gilt lediglich für die Halteelemente,
mittels derer das Regelelement am Flügelrahmen befestigt ist. In einer bevorzugten
Ausgestaltung befindet sich das Regelelement - erneut mit Ausnahme der Halteelemente
- orthogonal zur Abschlussebene gesehen sogar ausschließlich zwischen der Abschlussebene
und dem Kontaktbereich. Dadurch ergibt sich eine besonders kompakte Gestaltung.
[0016] Die Unauffälligkeit ist besonders gegeben, wenn parallel zur Abschlussebene gesehen
das Regelelement nicht in einen Bereich hineinragt, in dem sich zwar die innere Abschlussfläche
des Blendrahmens, nicht aber der Kontaktbereich des Flügelrahmens befindet.
[0017] In der Regel ist das Regelelement am Flügelrahmen befestigt. Die Befestigung kann
insbesondere über Halteelemente erfolgen.
[0018] Vorzugsweise ist das Abschlusselement mit den Halteelementen über elastische Abstandhalter
verbunden. Die elastischen Abstandhalter bewirken in diesem Fall einen Toleranzausgleich.
Insbesondere wird aufgrund des Vorhandenseins der elastischen Abstandhalter das Abschlusselement
im geschlossenen Zustand des Fensterelements an den anderen Rahmen elastisch angedrückt.
Etwaige Schwankungen im Spaltmaß zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen können dadurch
ausgeglichen werden. Weiterhin wird durch die Abstandhalter erreicht, dass sich zwischen
dem Abschlusselement und dem einen Rahmen ein Lüftungskanal ausbildet. Dadurch wird
einerseits verhindert, dass zwischen dem anderen Rahmen und dem Abschlusselement Luft
hindurchströmen kann. Andererseits wird erreicht, dass die strömende Luft überhaupt
einen Lüftungskanal - nämlich den Lüftungskanal zwischen dem Abschlusselement und
dem einen Rahmen - vorfindet.
[0019] Es ist möglich, dass das Abschlusselement mit den Halteelementen und den Abstandhaltern
ein einstückiges, einheitliches Teil bildet. Beispielsweise können die Halteelemente
und die Abstandhalter an das Abschlusselement angeformt sein. Alternativ können das
Abschlusselement und die Abstandhalter ein einstückiges, einheitliches Teil bilden
und die Halteelemente separate Teile sein, beispielsweise Schrauben. Es ist auch möglich,
dass je ein Abstandhalter und je ein Halteelement ein einstückiges, einheitliches
Teil bilden und das Abschlusselement ein separates Teil ist.
[0020] Vorzugsweise ist für das Befestigen des Regelelements am Flügelrahmen ein Einbringen
zusätzlicher Ausnehmungen (d.h. von Ausnehmungen, die speziell für das Befestigen
des Regelelements am Flügelrahmen in den Flügelrahmen eingebracht werden) nicht erforderlich.
Beispielsweise weist der Flügelrahmen üblicherweise eine umlaufende Dichtungsaufnahmenut
auf. In der Dichtungsaufnahmenut ist üblicherweise eine umlaufende Dichtung angeordnet.
Es ist beispielsweise möglich, dass das Regelelement mittels der Halteelemente in
der Dichtungsaufnahmenut des Flügelrahmens befestigt ist. In dem Bereich, in dem sich
das Regelelement befindet, muss zu diesem Zweck jedoch die Dichtung entfernt werden
bzw. muss die Dichtung derart ausgelegt sein, dass der Bereich der Dichtungsaufnahmenut,
in der das Regelelement befestigt wird, sowieso freigelassen wird.
[0021] Insbesondere in dieser Ausgestaltung sind außer dem Ersetzen der Dichtung durch das
Regelelement, einem Entfernen einer Außendichtung an mindestens einer Stelle und eventuell
einem Entfernen einer Zwischendichtung an mindestens einer Stelle keine weitergehenden
Modifikationen des Fensterelements erforderlich. Weiterhin ergibt sich eine besonders
einfache und zuverlässige Befestigung am Flügelrahmen. Auch weist der gesamte Strömungskanal
innerhalb des Fensterelements keinerlei Ausfräsungen oder dergleichen auf.
[0022] Die Halteelemente können beispielsweise in die Dichtungsaufnahmenut eingedrückt,
in der Dichtungsaufnahmenut geklemmt und/oder in der Dichtungsaufnahmenut verrastet
sein. Die Halteelemente können beispielsweise einen hammerförmigen Kopf aufweisen
und drehbar sein. Je nach Drehstellung ist das jeweilige Halteelement dann in der
Dichtungsaufnahmenut geklemmt oder nicht. Es sind jedoch auch andere Arten der Befestigung
möglich, beispielsweise ein Verschraubungen oder ein Kleben.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass sich in Richtung
der wirksamen Drehachse gesehen auf beiden Seiten der Klappe je einer der Abstandhalter
befindet und dass die Abstandhalter orthogonal zur wirksamen Drehachse gesehen luftstromhemmend
ausgebildet sind. Durch diese Ausgestaltung kann ein in der Schließstellung des Fensterelements
auftretender Restluftstrom minimiert oder eventuell sogar ganz vermieden werden.
[0024] Vorzugsweise ist zusätzlich vorgesehen,
- dass das Regelelement im Bereich der Abstandhalter jeweils einen Flügel aufweist,
der mit dem Abschlusselement über eine jeweilige weitere wirksame Drehachse verbunden
ist,
- dass die weiteren wirksamen Drehachsen im wesentlichen mit der Drehachse fluchten,
- dass eine Länge der Flügel so groß wie eine Länge der Klappe ist und
- dass die Flügel mit dem jeweiligen Abstandhalter verbunden sind.
[0025] Durch diese Ausgestaltung kann der Restluftstrom besonders stark reduziert werden.
[0026] Vorzugsweise wird die Klappe von dem Luftstrom angeströmt, so dass der Luftstrom
auf die Klappe eine Druckkraft ausübt, mittels der bei hinreichender Höhe der Kraft
die Klappe in die Schließstellung überführt wird. Die das Schließen der Klappe bewirkende
Kraft beruht also nicht auf dem Bernoullieffekt oder dem Venturieffekt, sondern auf
dem Anströmprinzip. Anströmprinzip heißt, dass der Luftstrom auf der dem Luftstrom
zugewandten Seite auf die Klappe zu strömt und dadurch direkt einen Überdruck auf
die Klappe ausübt. Beim Bernoullieffekt hingegen strömt die Luft eine Seite der Klappe
entlang und erzeugt dadurch einen Unterdruck, durch den die Klappe von der geöffneten
in die geschlossene Stellung überführt wird. Alternativ ist es möglich, dass die Klappe
manuell oder durch einen Aktuator betätigt wird. In diesem Fall ist die Richtung des
Luftstroms relativ zur Klappe von untergeordneter Bedeutung.
[0027] Vorzugsweise ist die wirksame Drehachse näher am Blendrahmen als am Flügelrahmen
angeordnet. Dadurch kann das Regelelement besonders kompakt gestaltet werden.
[0028] Es ist möglich, dass die Klappe am Abschlusselement über Lagerelemente oder ein Filmscharnier
schwenkbar gelagert ist, welche bzw. welches einem Verschwenken der Klappe relativ
zum Abschlusselement keine die Klappe in eine vorbestimmte Ruheposition rücktreibende
Kraft entgegensetzt. In diesem Fall wird die Klappe vorzugsweise durch ihre Schwerkraft
in der geöffneten Stellung gehalten. Alternativ ist es möglich, dass auf die Klappe
mittels einer von der Klappe verschiedenen Federeinrichtung eine Kraft ausgeübt wird,
mittels derer die Klappe mit einer rücktreibenden Kraft auf eine vorbestimmte Ruheposition
beaufschlagt wird. Diese Ausgestaltung weist insbesondere den Vorteil auf, dass das
Regelelement nicht nur am Oberteil des Fensterelements, sondern auch an den Seitenteilen
des Fensterelements angeordnet werden kann.
[0029] Wiederum alternativ ist es möglich, dass die Klappe mit dem Abschlusselement über
ein Verbindungselement verbunden ist, so dass ein Verschwenken der Klappe relativ
zum Abschlusselement ein elastisches Verformen des Verbindungselements bewirkt. In
diesem Fall bewirkt das elastische Verformen des Verbindungselements eine rücktreibende
Kraft auf die vorbestimmte Ruheposition zu. Auch in dieser Ausgestaltung ist es möglich,
das Regelelement nicht nur am oberen Teil des Fensterelements, sondern auch an den
seitlichen Teilen des Fensterelements anzuordnen.
[0030] Die Ruhestellung des Verbindungselements kann nach Bedarf bestimmt sein. Sie kann
beispielsweise derart bestimmt sein, dass die Ruhestellung des Verbindungselements
mit der geöffneten Stellung der Klappe korrespondiert. In diesem Fall ist zum Wiedereinnehmen
der geöffneten Stellung keine externe Kraft erforderlich, bei hinreichend großer rückstellender
Kraft auch nicht die Schwerkraft. Alternativ kann die Ruhestellung des Verbindungselements
mit einer Zwischenstellung zwischen der geöffneten und der geschlossenen Stellung
der Klappe korrespondieren. Diese Ausgestaltung kann insbesondere im Falle einer manuellen
oder aktuatorischen Verstellung der Klappe von Vorteil sein, da in diesem Fall die
zu überwindenden Kräfte des Verbindungselements minimiert werden.
[0031] In der Regel weist das Fensterelement mindestens ein in der Aufnahmenut befestigtes
Beschlagelement auf. In diesem Fall ist es möglich, dass das Regelelement im Bereich
des Beschlagelements angeordnet ist. Dennoch wird die Funktion des Beschlagelements
nicht behindert. Das Beschlagelement kann beispielsweise eine Schere sein, die auch
im geöffneten Zustand sowohl mit dem Blendrahmen als auch dem Flügelrahmen verbunden
ist. In diesem Fall ist der Flügelrahmen am Blendrahmen um zwei Achsen schwenkbar
(öffnen und kippen, sogenanntes Dreh-Kipp-Fenster). Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
ist es auch im Falle einer Schere möglich, das Fenster problemlos durch "normales"
Öffnen und auch durch Kippen zu öffnen und auch wieder zu schließen.
[0032] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Fensterelements ist vorgesehen, dass
die Klappe zumindest in dem Bereich, mit dem sie in der Schließstellung am Flügelrahmen
oder an dem am Flügelrahmen angeordneten Profil anliegt, elastisch ausgebildet ist.
Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass der Flügelrahmen oder das am Flügelrahmen
angeordnete Profil in dem Bereich, in dem die Klappe in der Schließstellung am Flügelrahmen
oder an dem am Flügelrahmen angeordneten Profil anliegt, elastisch ausgebildet ist.
Dies bewirkt zum einen eine solide Abdichtung des Strömungskanals in der Schließstellung
und verhindert zum anderen ein Klappern oder dergleichen. Es ist möglich, dass die
Klappe als Ganzes elastisch ist. Alternativ ist es möglich, dass die Klappe nur im
Bereich einer Anschlagkante elastisch ist. Insbesondere im Falle einer vollständig
elastischen Klappe können durch die Klappe auch Toleranzen ausgeglichen werden, wenn
der Flügelrahmen im geschlossenen Zustand des Fensterelements nicht exakt parallel
zum Blendrahmen verlaufen sollte.
[0033] Das Abschlusselement kann aus einem inelastischen Material bestehen, insbesondere
aus einem inelastischen Kunststoff. In diesem Fall ist vorzugsweise zwischen dem Abschlusselement
und dem Blendrahmen eine elastische Schicht angeordnet. Die elastische Schicht kann
Bestandteil des Abschlusselements sein. Alternativ kann das Abschlusselement aus einem
elastischen Kunststoff bestehen. Durch diese Ausgestaltungen kann erreicht werden,
dass im geschlossenen Zustand des Fensterelements das Abschlusselement über seine
gesamte Länge zuverlässig und spaltfrei am Blendrahmen anliegt. Dadurch wird insbesondere
gewährleistet, dass zwischen dem Abschlusselement und dem Blendrahmen kein nennenswerter
Luftspalt verbleibt, durch den ein Leckluftstrom fließen könnte.
[0034] Vorzugsweise wird ein durch das Regelelement in der Öffnungsstellung gebildeter Luftkanal
zum Flügelrahmen hin durch den Flügelrahmen selbst begrenzt. Durch diese Ausgestaltung
wird der Querschnitt des zur Verfügung stehenden Luftkanals bei gegebenen Abmessungen
des Regelelements maximiert.
[0035] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen in schematischer
Prinzipdarstellung:
- FIG 1
- eine Fassade eines Gebäudes,
- FIG 2
- einen Schnitt längs einer Linie II-II durch das Fensterelement von FIG 1,
- FIG 3
- den Schnitt von FIG 2 in einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung,
- FIG 4
- ein Detail von FIG 3,
- FIG 5
- eine Draufsicht auf den Spalt zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen aus einer Richtung
V-V in FIG 4,
- FIG 6
- eine Modifikation der Ausgestaltung von FIG 4,
- FIG 7
- ein gekipptes Fensterelement in einer Seitenansicht,
- FIG 8
- das Fensterelement von FIG 7 von oben,
- FIG 9
- ein Regelelement,
- FIG 10
- einen Schnitt durch das Regelelement von FIG 9,
- FIG 11
- in perspektivischer und geschnittener Darstellung einen Flügelrahmen, einen Blendrahmen
und ein Regelelement,
- FIG 12
- in geschnittener Darstellung einen Flügelrahmen, einen Blendrahmen und ein Regelelement
bei einem großen Luftspalt,
- FIG 13
- in geschnittener Darstellung einen Flügelrahmen, einen Blendrahmen und ein Regelelement
bei einem kleinen Luftspalt und
- FIG 14
- einen Flügel und eine Klappe.
[0036] FIG 1 zeigt eine Fassade 1 eines Gebäudes. In der Fassade 1 ist ein Fensterelement
2 befestigt. Das Fensterelement 2 kann beispielsweise aus Holz, Aluminium oder Kunststoff
bestehen. Kunststoff stellt den häufigsten Fall dar. Aus diesem Grund wird die vorliegende
Erfindung nachfolgend in Verbindung mit einem Fensterelement 2 aus Kunststoff erläutert.
Die vorliegende Erfindung ist aber nicht auf Fensterelemente 2 aus Kunststoff beschränkt.
[0037] Das Fensterelement 2 weist einen Blendrahmen 3 auf, mittels dessen das Fensterelement
2 im Mauerwerk des Gebäudes befestigt ist. Das Fensterelement 2 weist weiterhin einen
Flügelrahmen 4 auf, der am Blendrahmen 3 befestigt ist. In der Regel kann das Fensterelement
2 geöffnet werden. In diesem Fall beziehen sich die nachfolgenden Aussagen stets auf
den geschlossenen Zustand des Fensterelements 2. Alternativ ist es möglich, dass das
Fensterelement 2 nicht geöffnet werden kann. In diesem Fall ist das Fensterelement
2 stets geschlossen. In diesem Fall beziehen sich daher die nachfolgenden Aussagen
zwangsläufig auf den geschlossenen Zustand des Fensterelements 2.
[0038] FIG 2 zeigt einen Schnitt längs einer Linie II-II durch das Fensterelement 2 von
FIG 1. Gemäß FIG 2 weist der Blendrahmen 3 eine Abschlussfläche 5 auf, nachfolgend
als innere Abschlussfläche bezeichnet. Die innere Abschlussfläche 5 ist dem Flügelrahmen
4 zugewandt, d.h. derjenigen Seite, nach der im Falle eines öffenbaren Fensterelements
2 das Fensterelement 2 hin geöffnet wird bzw. von der aus im Falle eines nicht öffenbaren
Fensterelements 2 der Flügelrahmen 4 in den Blendrahmen 3 eingesetzt ist.
[0039] Die Abschlussfläche 5 wird als innere Abschlussfläche bezeichnet, weil in aller Regel
diese Seite des Blendrahmens 3 der Innenseite eines Raums bzw. Gebäudes zugewandt
ist, während die andere Seite des Blendrahmens 3 der Umgebung des Gebäudes zugewandt
ist. In seltenen Einzelfällen kann es jedoch auch umgekehrt sein. Die Namensgebung
wird dennoch beibehalten.
[0040] Die innere Abschlussfläche 5 läuft - siehe FIG 1 - in vielen Fällen an allen vier
Seiten des Fensterelements 2 um, nämlich oben, unten, links und rechts. Bei manchen
Türen ist jedoch an der Unterseite keine Abschlussfläche vorhanden. Auch in diesem
Fall läuft die innere Abschlussfläche 5 jedoch an mindestens drei Seiten der Tür um,
nämlich oben, links und rechts. Die innere Abschlussfläche 5 definiert eine Ebene
6, nachfolgend Abschlussebene genannt. Die Abschlussebene 6 enthält die innere Abschlussfläche
5.
[0041] Der Flügelrahmen 4 liegt an der inneren Abschlussfläche 5 an. Zwischen Flügelrahmen
4 und Blendrahmen 3 bildet sich hierbei ein Spalt aus. Wenn nachfolgend von dem Spalt
die Rede ist, ist stets dieser Spalt gemeint.
[0042] Der Flügelrahmen 4 weist einen Außenbereich 7 und einen Innenbereich 8 auf. Der Außenbereich
7 und der Innenbereich 8 grenzen aneinander an bzw. gehen ineinander über. Die Grenzlinie
zwischen dem Außenbereich 7 und dem Innenbereich 8 korrespondiert mit der Abschlussebene
6. Die Abschlussebene 6 teilt also den Flügelrahmen 4 in den Außenbereich 7 und den
dem Innenbereich 8 auf. Orthogonal zur Abschlussebene 6 gesehen erstreckt sich somit
von der Abschlussebene 6 aus gesehen der Außenbereich 7 auf den Blendrahmen 3 zu,
der Innenbereich 8 vom Blendrahmen 3 weg.
[0043] Der Flügelrahmen 4 weist weiterhin im Außenbereich 7 eine Aufnahmenut 9 auf. Die
Aufnahmenut 9 dient der Aufnahme von (nicht dargestellten) Beschlagelementen wie beispielsweise
Haltezapfen. Im Innenbereich 8 weist der Flügelrahmen 4 einen Kontaktbereich 10 auf.
Der Kontaktbereich 10 des Flügelrahmens 4 ist derjenige Bereich, der in der Abschlussebene
6 gesehen den Blendrahmen 3 übergreift.
[0044] Soweit bisher erläutert, ist jedes Fensterelement 2 so wie obenstehend beschrieben
aufgebaut. Nachfolgend wird in Verbindung mit den FIG 3 und 4 eine erfindungsgemäße
Ausgestaltung des Fensterelements 2 erläutert.
[0045] Das Fensterelement 2 weist gemäß den FIG 3 und 4 weiterhin ein Regelelement 11 auf.
Mittels des Regelelements 11 wird ein Luftstrom geregelt. Der Luftstrom strömt von
außen in einen Fensterelementfalz 12 und von dort durch den Spalt zwischen Flügelrahmen
4 und Blendrahmen 3. Es kann auch in umgekehrter Richtung strömen. Der Fensterelementfalz
12 ist durch den von Flügelrahmen 4 und Blendrahmen 3 gebildeten Hohlraum definiert.
[0046] In den Blendrahmen 3 ist auf der vom Kontaktbereich 10 abgewandten Seite des Fensterelementfalzes
12 beispielsweise in eine dortige Dichtungsaufnahmenut 13 des Blendrahmens 3 eine
Dichtung 14 eingesetzt. Um ein Einströmen der Luft in den Fensterelementfalz 12 zu
ermöglichen, ist beispielsweise jedoch die Dichtung 14 über einen Teilbereich entfernt,
beispielsweise über einen Bereich von jeweils 15-20 cm im linken und im rechten Seitenbereich
des Blendrahmens 3. Alternativ oder zusätzlich kann der Blendrahmen 3 Durchbrechungen
aufweisen, so dass die Luft in den Fensterelementfalz 12 einströmen kann. Der Spalt
zwischen Flügelrahmen 4 und Blendrahmen 3 ist mit Ausnahme des Bereichs, in dem sich
das Regelelement 11 befindet, ebenfalls mittels einer (nicht dargestellten) Dichtung
abgedichtet. Diese Dichtung ist in einer umlaufenden Dichtungsaufnahmenut 15 des Flügelrahmens
4 befestigt. Im Bereich des Regelelements 11 befindet sich jedoch nicht die Dichtung,
sondern das Regelelement 11. Die Luft kann dadurch über das Regelelement 11 ausströmen
bzw. einströmen. Sie muss also das Regelelement 11 passieren. Die Luftströmung ist
in den FIG 3 und 4 durch Pfeile A angedeutet.
[0047] Das Einströmen der Luft in den Fensterelementfalz 12 ist als solches nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind vielmehr die
Anordnung und die Ausgestaltung des Regelelements 11, mittels dessen der Luftstrom
geregelt wird.
[0048] Das Regelelement 11 weist - siehe auch FIG 5 - ein Abschlusselement 16 auf. Das Abschlusselement
16 liegt an der inneren Abschlussfläche 5 an. Das Abschlusselement 16 kann aus einem
inelastischen Material bestehen, beispielsweise aus einem inelastischen Kunststoff.
In diesem Fall ist vorzugsweise - nicht aber zwingend - zwischen dem Abschlusselement
16 und der Abschlussfläche 5 eine elastische Schicht 16' angeordnet. Die elastische
Schicht 16' kann eine eigenständige Schicht sein oder Bestandteil des Abschlusselements
16 sein. Alternativ kann das Abschlusselement 16 selbst aus einem elastischen Material
bestehen, insbesondere aus einem elastischen Kunststoff. Das Abschlusselement 16 weist
- sofern vorhanden, vorzugsweise einschließlich der elastischen Schicht 16' - nach
Möglichkeit eine Dicke d auf, die im Bereich zwischen 0,5 mm und 2,5 mm liegt. Weiterhin
kann am Abschlusselement 16 zum Blendrahmen 3 hin eine Dichtlippe 16" angeordnet sein.
Mittels der Dichtlippe 16" kann, falls erforderlich, ein sehr breiter Spalt zwischen
den beiden Rahmen 3, 4 ein Stück reduziert werden, beispielsweise um ca. 2 bis 3 mm.
[0049] Am Abschlusselement 16 ist eine Klappe 17 angeordnet. Die Klappe 17 ist um eine wirksame
Drehachse 18 schwenkbar. Die Klappe 17 ist durch Schwenken um die wirksame Drehachse
18 relativ zum Abschlusselement 16 zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
bewegbar. Die wirksame Drehachse 18 kann als solche vorhanden sein, beispielsweise
durch Lagerelemente oder durch ein Filmscharnier realisiert sein. Alternativ ist es
möglich, dass die wirksame Drehachse 18 lediglich im Ergebnis so wirkt. Dies ist insbesondere
dann möglich, wenn die Klappe 17 mit dem Abschlusselement 16 über ein Verbindungselement
verbunden ist, das elastisch verformbar ist. Die wirksame Drehachse 18 ist in der
Regel näher am Blendrahmen 3 als am Flügelrahmen 4 angeordnet.
[0050] Insbesondere im Falle der Ausgestaltung der wirksamen Drehachse 16 als Filmscharnier
kann das Filmscharnier als Folie ausgebildet sein, die ein eigenständiges Bauteil
ist, das getrennt vom Abschlusselement 16 und der Klappe 17 hergestellt wird. In diesem
Fall kann das Filmscharnier als dünne Folie ausgebildet sein. Die Folie kann insbesondere
so dünn sein, wie es durch Spritzgießen nicht erreicht werden kann. Die Folie kann
in diesem Fall beispielsweise in ein Spitzgießwerkzeug, mittels dessen das Abschlusselement
16 und die Klappe 17 hergestellt werden, eingelegt werden. Alternativ kann die Folie
mit dem Abschlusselement 16 und der Klappe 17 beispielsweise geklebt sein.
[0051] FIG 3 und 4 zeigen die Klappe 17 in ihrer Öffnungsstellung. In dieser Stellung kann
die Klappe 17 beispielsweise entsprechend der Darstellung in den FIG 3 und 4 aufgrund
der Schwerkraft vertikal nach unten hängen.
[0052] Ein für den Luftstrom wirksamer Querschnitt ist in der Öffnungsstellung der Klappe
17 maximal und in der Schließstellung der Klappe 17 minimal. Es ist möglich, dass
der wirksame Querschnitt in der Schließstellung der Klappe 17 null ist, die Klappe
17 den Strömungskanal also vollständig verschließt. Alternativ ist es möglich, dass
die Klappe 17 den Strömungskanal in der Schließstellung nur teilweise verschließt,
so dass auch dann, wenn die Klappe 17 sich in ihrer Schließstellung befindet, ein
Restluftstrom erhalten bleibt.
[0053] In der Schließstellung liegt die Klappe 17 am Flügelrahmen 4 an. In der Öffnungsstellung
ist die Klappe 17 hingegen, wie in den FIG 3 und 4 dargestellt, vom Flügelrahmen 4
entfernt. Die Klappe 17 wird also zum Überführen von der Öffnungsstellung in die Schließstellung
entsprechend dem in FIG 4 eingezeichneten Pfeil B geschwenkt.
[0054] Um das Entstehen von Klappergeräuschen zu vermeiden, ist vorzugsweise die Klappe
17 zumindest in dem Bereich, mit dem sie in der Schließstellung am Flügelrahmen 4
anliegt (also im Bereich einer Anschlagkante 17') elastisch ausgebildet. Alternativ
oder zusätzlich ist es möglich, dass der Flügelrahmen 4 in dem Bereich, in dem die
Anschlagkante 17' der Klappe 17 in der Schließstellung am Flügelrahmen 4 anliegt,
elastisch ausgebildet ist. Im Falle der Ausbildung der wirksamen Drehachse als Folie
kann weiterhin die Folie derart bemessen sein, dass sie die Anschlagkante 17' bildet,
also geringfügig (ca. 1 mm) über die Klappe 17 als solche übersteht. In diesem Fall
werden die Klappergeräusche durch die Folie verhindert. Weiterhin wird in diesem Fall
die Dichtwirkung verbessert.
[0055] Das Regelelement 11 befindet sich orthogonal zur Abschlussebene 6 gesehen ausschließlich
innerhalb eines Bereichs 19 zwischen der Aufnahmenut 9 und dem Kontaktbereich 10.
Außerhalb des Bereichs 19 befinden sich also weder das Abschlusselement 16 noch die
Klappe 17. Im Bereich der Aufnahmenut 9 selbst befindet sich das Regelelement 11 bereits
nicht mehr. Vorzugsweise befindet sich das Regelelement 11 orthogonal zur Abschlussebene
6 gesehen entsprechend der Darstellung in den FIG 3 und 4 sogar ausschließlich innerhalb
eines Bereichs 20 zwischen der Abschlussebene 6 und dem Kontaktbereich 10. Es ist
möglich, dass das Regelelement 11 parallel zur Abschlussebene 6 gesehen in einen Bereich
21 hineinragt, in dem sich zwar die innere Abschlussfläche 5 des Blendrahmens 3, nicht
aber der Kontaktbereich 10 des Flügelrahmens 4 befindet. Vorzugsweise ist dies jedoch
nicht der Fall. Die Bereiche 19 bis 21 sind nur in FIG 2 markiert. In den FIG 3 und
4 sind die Bereiche 19 bis 21 nicht markiert, um diese FIG nicht zu überfrachten.
[0056] Das Regelelement 11 kann in Einzelfällen am Blendrahmen 3 befestigt sein. In der
Regel ist es am Flügelrahmen 4 befestigt. Beispielsweise kann das Regelelement 11
über Halteelemente 22 am Flügelrahmen 3 befestigt sein. Insbesondere kann das Regelelement
11 entsprechend der Darstellung in FIG 5 mittels der Halteelemente 22 in der Dichtungsaufnahmenut
15 des Flügelrahmens 4 befestigt sein. Die Halteelemente 22 können beispielsweise
in die Dichtungsaufnahmenut 15 eingedrückt, in der Dichtungsaufnahmenut 15 geklemmt
und/oder in der Dichtungsaufnahmenut 15 verrastet sein. Letzteres ist derzeit bevorzugt.
Vorzugsweise ist das Abschlusselement 16 mit den Halteelementen 22 über elastische
Abstandhalter 23 verbunden. Die Abstandhalter 23 können beispielsweise aus einem dauerelastischen
("gummiartigen") Kunststoff bestehen. Die Abstandhalter 23 können insbesondere Hohlräume
enthalten, beispielsweise als Schaumstoff ausgebildet sein. Dadurch ist es möglich,
die Abstandhalter 23 in erheblichem Umfang zu komprimieren, ohne dass eine übermäßige
Kraft zum Schließen des Flügelrahmens 4 benötigt wird. Unter Umständen ist es sogar
möglich, dass die Abstandhalter 23 hierbei nicht ausbauchen. Unabhängig vom Ausbauchen
der Abstandhalter 23 ist es jedoch möglich, einen großen Toleranzbereich des Spaltes
zu überbrücken, beispielsweise einen Bereich, der - je nach Fensterelement 2 - zwischen
rund 2 mm und rund 9 mm liegen kann (wobei der Spalt in der Regel eine Breite zwischen
3 mm und 7 mm aufweist).
[0057] Die Halteelemente 22 sind die einzigen Teile des Regelelements 11, die - sofern sie
mit dem Abschlusselement 16 unlösbar verbunden sind - über den Kontaktbereich 10 hinausragen
können. In diesem Fall befinden sich die Halteelemente 22 jedoch in einem Bereich
des Flügelrahmens 4, in dem sie nicht sichtbar sind. Alle funktionalen Teile des Regelelements
11 hingegen, also insbesondere das Abschlusselement 16, die Klappe 17 und die den
Strömungskanal definierenden Teile des Regelelements 11, befinden sich in dem Bereich
19 bzw. noch besser innerhalb des Bereichs 20 und insbesondere vorzugsweise auch außerhalb
des Bereichs 21.
[0058] Aus FIG 5 ist weiterhin erkennbar, dass das Regelelement 11 mittels der Abstandhalter
23 den Flügelrahmen 4 nur lokal kontaktiert. Im übrigen Bereich (also dort, wo sich
nicht die Abstandhalter 23 befinden) wird der durch das Regelelement 11 in der Öffnungsstellung
gebildete Luftkanal zum Flügelrahmen 4 hin durch den Flügelrahmen 4 selbst begrenzt.
Es ist jedoch möglich, dass die Abstandhalter 23 in ihrem an den Flügelrahmen 4 angrenzenden
Bereich über ein Verbindungselement 23' miteinander verbunden sind. Das Verbindungselement
23' kann beispielsweise als schmaler Steg ausgebildet sein. Im Falle einer Ausgestaltung
der Halteelemente 22 als Rastverbindung kann das Verbindungselement 23' beispielsweise
alternativ eine der beiden Haltekrallen der Rastverbindungen sein oder ein von den
Haltekrallen verschiedenes Element sein, das die Haltekrallen miteinander verbindet.
[0059] Wie obenstehend bereits erläutert, ist die Klappe 17 am Abschlusselement 16 schwenkbar
gelagert. Es ist möglich, dass die schwenkbare Lagerung über Lagerelemente oder ein
Filmscharnier erreicht wird. Lagerelemente setzen einem Verschwenken der Klappe 17
relativ zum Abschlusselement 16 keine Kraft entgegen, mittels derer die Klappe 17
in eine vorbestimmte Ruheposition zurück getrieben wird. In diesem Fall ist es beispielsweise
möglich, dass die Klappe 17, wie in den FIG 3 und 4 dargestellt, durch ihre Schwerkraft
in der geöffneten Stellung gehalten wird. Alternativ ist es möglich, dass auf die
Klappe 17 mittels einer nicht dargestellten Federeinrichtung eine Kraft ausgeübt wird,
mittels derer die Klappe 17 mit einer rücktreibenden Kraft auf eine vorbestimmte Ruheposition
beaufschlagt wird. Die Ruheposition korrespondiert in diesem Fall in aller Regel mit
der geöffneten Stellung der Klappe 17. Die Federeinrichtung ist eine von der Klappe
17 als solche verschiedene Einrichtung. Wiederum alternativ ist es möglich, dass die
Klappe 17 mit dem Abschlusselement 16 über ein Verbindungselement verbunden ist, so
dass ein Verschwenken der Klappe 17 relativ zum Abschlusselement 16 ein elastisches
Verformen des Verbindungselements bewirkt. In diesem Fall bewirkt das elastische Verformen
des Verbindungselements die rücktreibende Kraft.
[0060] Es ist prinzipiell möglich, dass die Klappe 17 manuell oder durch einen Aktuator
betätigt wird. In der Regel wird die Klappe 17 jedoch direkt vom Luftstrom als solchem
betätigt. In diesem Fall wird die Klappe 17, wie aus den FIG 3 und 4 erkennbar ist,
vorzugsweise von dem Luftstrom angeströmt. Der Luftstrom übt daher auf die Klappe
17 eine Druckkraft aus. Wenn diese Kraft hinreichend groß wird, wird die Klappe 17
von der Druckkraft in die Schließstellung überführt. Der Effekt, mittels dessen auf
die Klappe 17 eine Kraft ausgeübt wird, ist also nicht der Bernoullieffekt, der darauf
beruht, dass die Luft entlang der Fläche der Klappe 17 strömt, sondern der Anströmeffekt,
bei dem die Luft direkt auf die Klappe 17 zu strömt und von dieser umgelenkt wird.
[0061] Es ist entsprechend der Darstellung in FIG 6 möglich, dass an dem Flügelrahmen 4
in dem Bereich, an dem (eigentlich) die Anschlagkante 17' anliegt, ein Profil 24 angeordnet
ist. In diesem Fall liegt die Klappe 17 in der Schließstellung nicht direkt am Flügelrahmen
4 an, sondern an dem Profil 24. In der Öffnungsstellung ist die Klappe 17 in diesem
Fall von dem Profil 24 entfernt. Soweit erforderlich, kann in diesem Fall anstelle
des Flügelrahmens 4 das Profil 24 als Ganzes oder in dem Bereich, in dem die Klappe
17 in der Schließstellung an dem Profil 24 anliegt, elastisch ausgebildet sein.
[0062] Das Fensterelement 2 weist Beschlagelemente auf, beispielsweise Pilzzapfen oder entsprechend
der Darstellung in den FIG 7 und 8 eine Schere 25. Die Beschlagelemente sind in der
Aufnahmenut 9 befestigt. Die Beschlagelemente sind im geschlossenen Zustand sowohl
mit dem Blendrahmen 3 als auch dem Flügelrahmen 4 verbunden. Für die Schere 25 gilt
dies auch im geöffneten Zustand. Das Regelelement 11 kann - aber selbstverständlich
nicht muss - im Bereich eines der Beschlagelemente angeordnet sein, beispielsweise
entsprechend der Darstellung in den FIG 7 und 8 im Bereich der Schere 25. Dennoch
wird die Funktion des entsprechenden Beschlagelements nicht behindert. Insbesondere
ist es im Falle der Schere 25 beispielsweise möglich, das Fenster 2 problemlos durch
Kippen zu öffnen und auch wieder zu schließen.
[0063] Obenstehend wurde eine Ausgestaltung eines Fensterelements 2 erläutert, bei der ein
einzelnes Regelelement 11 vorhanden ist. Es können jedoch nach Bedarf auch mehrere
derartige Regelelemente 11 vorhanden sein. Die Regelelemente 11 können in diesem Fall
aneinander angrenzen oder in einem Abstand voneinander angeordnet sein. Die Regelelemente
11 können nach Bedarf in Bereichen angeordnet sein, in denen in der Aufnahmenut 9
Beschlagelemente befestigt sind, beispielsweise die erwähnte Schere 25. Ebenso ist
es möglich, die Regelelemente 11 in anderen Bereichen anzuordnen, in denen in der
Aufnahmenut 9 keine Beschlagelemente befestigt sind. Auch ist es möglich, einen Teil
der Regelelemente 11 in Bereichen anzuordnen, in denen in der Aufnahmenut 9 Beschlagelemente
befestigt sind, einen anderen Teil in Bereichen, in denen in der Aufnahmenut 9 keine
Beschlagelemente befestigt sind. Welche Vorgehensweise ergriffen wird, liegt im Belieben
des Fachmanns. Auch ist es möglich, dass ein Regelelement 11 über seine Längserstreckung
L (siehe FIG 5) mehrere Abschnitte aufweist, die jeweils eine eigene, individuell
bewegliche Klappe 17 aufweisen. In diesem Fall befinden sich zwischen den Abschnitten
vorzugsweise jeweils nochmals ein Halteelement 22 und - zur Trennung der einzelnen
Strömungskanäle voneinander - ein Abstandhalter 23.
[0064] FIG 9 zeigt exemplarisch ein Regelelement 11 mit zwei Klappen 17. In Verbindung mit
FIG 9 und den weiteren FIG 10 und 11 wird auch eine weitere, ganz besonders bevorzugte
Ausgestaltung erläutert.
[0065] Bei dieser Ausgestaltung befindet sich, wie obenstehend bereits erwähnt, in Richtung
der wirksamen Drehachse 18 gesehen auf beiden Seiten der Klappe 17 je einer der Abstandhalter
23. Die Abstandhalter 23 - die, wie obenstehend erwähnt, aus elastischem Material
bestehen - sind orthogonal zur wirksamen Drehachse 18 gesehen luftstromhemmend ausgebildet.
Sie können vollständig luftdicht ausgebildet sein. Dies ist jedoch nicht zwingend
erforderlich. Entscheidend ist, dass sie der Luftströmung einen nennenswerten Widerstand
entgegensetzen.
[0066] Bei dieser Ausgestaltung weist das Regelelement 11 weiterhin vorzugsweise im Bereich
der Abstandhalter 23 jeweils Flügel 26 auf. Die Flügel 26 bestehen einen vorzugweise
aus einem steifen, hinreichend formstabilen Material. Sie können aus dem gleichen
Material wie das Abschlusselement 16 bestehen. Insbesondere können die Flügel 26 mit
dem Abschlusselement 16 durch einen einheitlichen Spritzgießvorgang hergestellt sein.
Die Flügel 26 sind mit dem Abschlusselement 16 über eine jeweilige weitere wirksame
Drehachse 27 verbunden. Die weitere wirksame Drehachse 27 kann in dem Fall, dass die
Flügel 26 aus dem gleichen Material wie das Abschlusselement 16 bestehen, beispielsweise
durch eine Verjüngung des (in diesem Fall einheitlichen) Materials realisiert sein,
beispielsweise durch ein Filmscharnier.
[0067] Die weiteren wirksamen Drehachse 27 fluchten - exakt oder zumindest im wesentlichen
- mit der Drehachse 18, also derjenigen Drehachse, um welche die Klappe 17 schwenkbar
ist. Weiterhin ist eine Länge 1 der Flügel 26 so groß wie eine Länge l' der Klappe
17. Schließlich sind die Flügel 26 mit dem jeweiligen Abstandhalter 23 verbunden.
Beispielsweise können die Abstandhalter 23 an die Flügel 26 angeklebt oder an diese
angespritzt sein.
[0068] Der Luftspalt, der im geschlossenen Zustand des Fensterelements 2 zwischen dem Blendrahmen
3 und dem Flügelrahmen 4 verbleibt, kann in erheblichem Umfang variieren, typischerweise
zwischen ca. 2 mm und ca. 9 mm. Die zuletzt erläuterte Ausgestaltung des Regelelements
11 hat jedoch zur Folge, dass unabhängig von der Größe dieses Luftspalts die vorderen
Kanten der Flügel 26 stets an demjenigen Rahmen 4 anliegen, an dem das Regelelement
11 befestigt ist. Weiterhin ziehen die Flügel 26 aufgrund des Umstands, dass sie mit
den Abstandhaltern 23 verbunden sind, die Abstandhalter 23 orthogonal zu den Drehachsen
18, 27 gesehen in die Länge. Dadurch dichten die Abstandhalter 23 den Lüftungskanal
seitlich ab, und zwar unabhängig von der Größe des genannten Luftspalts. Dies ist
in den FIG 12 und 13 für einen großen und einen kleinen Luftspalt exemplarisch dargestellt.
Ein Winkel α, den die Flügel 26 mit dem Abschlusselement 16 bilden, liegt gemäß FIG
12 bei einem großen Luftspalt (ca. 8,5 mm) im Bereich von ca. 115° bis 135°, insbesondere
zwischen 120° und 130°, beispielsweie bei ca. 125°. Bei einem kleinen Luftspalt (ca.
2 mm) liegt der Winkel α gemäß FIG 13 im Bereich zwischen 155° und 165°, insbesondere
zwischen 158° und 162°, beispielsweie bei ca. 20°.
[0069] Es ist möglich, dass die Klappe 17 in der Schließstellung vollständig oder geringfügig
in den Zwischenraum zwischen den beiden angrenzenden Abstandhaltern 23 eintaucht.
Alternativ ist es möglich, dass sie die Klappe 17 sich an die Flügel 26 anlegt. Falls
die wirksame Drehachse 18 (also die Drehachse der Klappe 17), wie obenstehend als
Möglichkeit erläutert, durch eine Folie realisiert wird, kann entsprechend der Darstellung
in FIG 14 die Folie weiterhin derart dimensioniert sein, dass sie nicht nur vorne,
sondern auch seitlich geringfügig über die eigentliche Klappe 17 übersteht. Dadurch
legt sich die Folie in der Schließstellung an die Flügel 26 an. Dadurch wird eine
besonders gute Abdichtung gewährleistet.
[0070] Aus Stabilitätsgründen können die Flügel 26 entsprechend der Darstellung in FIG 14
auch einen Absatz aufweisen. Der Absatz kann derart ausgestaltet sein, dass die Klappe
17 in der Schließstellung zwar in den erhöhten Bereich oberhalb der Absätze eintaucht,
aber dann in den tieferen Bereichen der Absätze auf den Flügeln 26 aufliegt.
[0071] Die vorliegende Erfindung weist viele Vorteile auf. Insbesondere kann auf einfache
und zuverlässige Weise eine nahezu völlig verborgene und dennoch funktionssichere
Zwangsbelüftung für Räume realisiert werden.
[0072] Die obige Beschreibung dient ausschließlich der Erläuterung der vorliegenden Erfindung.
Der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung soll hingegen ausschließlich durch die
beigefügten Ansprüche bestimmt sein.
Bezugszeichenliste
[0073]
- 1
- Fassade
- 2
- Fensterelement
- 3
- Blendrahmen
- 4
- Flügelrahmen
- 5
- innere Abschlussfläche
- 6
- Abschlussebene
- 7
- Außenbereich
- 8
- Innenbereich
- 9
- Aufnahmenut
- 10
- Kontaktbereich
- 11
- Regelelement
- 12
- Fensterelementfalz
- 13
- Dichtungsaufnahmenut
- 14
- Dichtung
- 15
- Dichtungsaufnahmenut
- 16
- Abschlusselement
- 16'
- elastische Schicht
- 16"
- Dichtlippe
- 17
- Klappe
- 17'
- Anschlagkante
- 18
- wirksame Drehachse
- 19
- Bereich
- 20
- Bereich
- 21
- Bereich
- 22
- Halteelemente
- 23
- Abstandhalter
- 23'
- Verbindungselement
- 24
- Profil
- 25
- Schere
- 26
- Flügel
- 27
- weitere wirksame Drehachse
- A
- Pfeile
- B
- Pfeil
- d
- Dicke
- L
- Längserstreckung
- 1, 1' "
- Längen
- α
- Winkel
1. Fensterelement,
- wobei das Fensterelement einen Blendrahmen (3) aufweist, mittels dessen das Fensterelement
im Mauerwerk eines Gebäudes befestigbar ist,
- wobei das Fensterelement einen am Blendrahmen (3) befestigten Flügelrahmen (4) aufweist,
- wobei der Blendrahmen (3) eine dem Flügelrahmen (4) zugewandte, zumindest U-förmig
umlaufende innere Abschlussfläche (5) aufweist, an der der Flügelrahmen (4) im geschlossenen
Zustand des Fensterelements unter Bildung eines Spaltes zwischen Flügelrahmen (4)
und Blendrahmen (3) anliegt,
- wobei der Flügelrahmen (4) im geschlossenen Zustand des Fensterelements einen Außenbereich
(7) und einen Innenbereich (8) aufweist,
- wobei orthogonal zu einer die innere Abschlussfläche (5) enthaltenden Abschlussebene
(6) gesehen der Außenbereich (7) sich auf den Blendrahmen (3) zu erstreckt und der
Innenbereich (8) sich vom Blendrahmen (3) weg erstreckt,
- wobei der Außenbereich (7) und der Innenbereich (8) in der Abschlussebene (6) aneinander
angrenzen,
- wobei der Flügelrahmen (4) im Außenbereich (7) eine Aufnahmenut (9) zum Aufnehmen
von Beschlagelementen und im Innenbereich (8) einen Kontaktbereich (10) aufweist,
der im geschlossenen Zustand des Fensterelements in der Abschlussebene (6) gesehen
den Blendrahmen (3) übergreift,
- wobei das Fensterelement ein Regelelement (11) aufweist, mittels dessen ein Luftstrom
geregelt wird, der aus einem Fensterelementfalz (12) durch den Spalt zwischen Flügelrahmen
(4) und Blendrahmen (3) oder umgekehrt strömt und hierbei auch das Regelelement (11)
passiert,
- wobei das Regelelement (11) ein Abschlusselement (16) aufweist, das im geschlossenen
Zustand des Fensterelements an der inneren Abschlussfläche (5) anliegt,
- wobei am Abschlusselement (16) eine um eine wirksame Drehachse (18) schwenkbare
Klappe (17) angeordnet ist, die relativ zum Abschlusselement (16) zwischen einer Öffnungsstellung
und einer Schließstellung bewegbar ist,
- wobei ein für den Luftstrom wirksamer Querschnitt in der Öffnungsstellung der Klappe
(17) maximal und in der Schließstellung der Klappe (17) minimal ist,
- wobei die Klappe (17) in der Schließstellung am Flügelrahmen (4) oder an einem am
Flügelrahmen (4) angeordneten Profil (24) anliegt und in der Öffnungsstellung vom
Flügelrahmen (4) oder von dem am Flügelrahmen (4) angeordneten Profil (24) entfernt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Regelelement (11) sich orthogonal zur Abschlussebene (6) gesehen ausschließlich
zwischen der Aufnahmenut (9) und dem Kontaktbereich (10) befindet.
2. Fensterelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Regelelement (11) sich orthogonal zur Abschlussebene (6) gesehen ausschließlich
zwischen der Abschlussebene (6) und dem Kontaktbereich (10) befindet.
3. Fensterelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zur Abschlussebene (6) gesehen das Regelelement (11) nicht in einen Bereich
(21) hineinragt, in dem sich zwar die innere Abschlussfläche (5) des Blendrahmens
(3), nicht aber der Kontaktbereich (10) des Flügelrahmens (4) befindet.
4. Fensterelement nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Regelelement (11) über Halteelemente (22) am Flügelrahmen (4) befestigt ist.
5. Fensterelement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abschlusselement (16) mit den Halteelementen (22) über elastische Abstandhalter
(23) verbunden ist.
6. Fensterelement nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Flügelrahmen (4) eine umlaufende Dichtungsaufnahmenut (15) aufweist und dass
das Regelelement (11) mittels der Halteelemente (22) in der Dichtungsaufnahmenut (15)
des Flügelrahmens (4) befestigt ist.
7. Fensterelement nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halteelemente (22) in die Dichtungsaufnahmenut (15) eingedrückt, in der Dichtungsaufnahmenut
(15) geklemmt und/oder in der Dichtungsaufnahmenut (15) verrastet sind.
8. Fensterelement nach Anspruch 5, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass sich in Richtung der wirksamen Drehachse (18) gesehen auf beiden Seiten der Klappe
(17) je einer der Abstandhalter (23) befindet,
- dass die Abstandhalter (23) orthogonal zur wirksamen Drehachse (18) gesehen luftstromhemmend
ausgebildet sind,
9. Fensterelement nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
- das Regelelement (11) im Bereich der Abstandhalter (23) jeweils einen Flügel (26)
aufweist, der mit dem Abschlusselement (16) über eine jeweilige weitere wirksame Drehachse
(27) verbunden ist,
- dass die weiteren wirksamen Drehachse (27) im wesentlichen mit der Drehachse (18)
fluchten,
- dass eine Länge (l) der Flügel (26) mindestens so groß wie einer Länge (l') der
Klappe (17) ist und
- dass die Flügel (26) mit dem jeweiligen Abstandhalter (23) verbunden sind.
10. Fensterelement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (17) von dem Luftstrom angeströmt wird, so dass der Luftstrom auf die
Klappe (17) eine Druckkraft ausübt, mittels der bei hinreichender Höhe der Kraft die
Klappe (17) in die Schließstellung überführt wird, oder dass die Klappe (17) manuell
oder durch einen Aktuator betätigt wird.
11. Fensterelement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wirksame Drehachse (18) näher am Blendrahmen (3) als am Flügelrahmen (4) angeordnet
ist.
12. Fensterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (17) am Abschlusselement (16) über Lagerelemente oder ein Filmscharnier
schwenkbar gelagert ist, welche bzw. welches einem Verschwenken der Klappe (17) relativ
zum Abschlusselement (16) keine die Klappe (17) in eine vorbestimmte Ruheposition
rücktreibende Kraft entgegensetzt.
13. Fensterelement nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (17) durch ihre Schwerkraft in der geöffneten Stellung gehalten wird oder
dass auf die Klappe (17) mittels einer von der Klappe (17) verschiedenen Federeinrichtung
eine Kraft ausgeübt wird, mittels derer die Klappe (17) mit einer rücktreibenden Kraft
auf eine vorbestimmte Ruheposition beaufschlagt wird.
14. Fensterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (17) mit dem Abschlusselement (16) über ein Verbindungselement verbunden
ist, so dass ein Verschwenken der Klappe (17) relativ zum Abschlusselement (16) ein
elastisches Verformen des Verbindungselements bewirkt.
15. Fensterelement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fensterelement mindestens ein in der Aufnahmenut (9) befestigtes Beschlagelement
(25) aufweist, beispielsweise eine Schere (25), die so sowohl mit dem Blendrahmen
(3) als auch mit dem Flügelrahmen (4) verbunden ist, und dass das Regelelement (11)
im Bereich des Beschlagelements (25) angeordnet ist.
16. Fensterelement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (17) zumindest in dem Bereich, mit dem sie in der Schließstellung am Flügelrahmen
(4) oder an dem am Flügelrahmen (4) angeordneten Profil (24) anliegt, elastisch ausgebildet
ist und/oder dass der Flügelrahmen (4) oder das am Flügelrahmen (4) angeordnete Profil
(24) in dem Bereich, in dem die Klappe (17) in der Schließstellung am Flügelrahmen
(4) oder an dem am Flügelrahmen (4) angeordneten Profil (24) anliegt, elastisch ausgebildet
ist.
17. Fensterelement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abschlusselement (16) aus einem inelastischen oder einem elastischen Material
besteht, insbesondere aus einem inelastischen oder elastischen Kunststoff.
18. Fensterelement nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein durch das Regelelement (11) in der Öffnungsstellung gebildeter Luftkanal zum
Flügelrahmen (4) hin durch den Flügelrahmen (4) selbst begrenzt wird.