[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte für eine ortsfeste Innen- oder Außenbeleuchtung,
insbesondere eine Straßenleuchte, mit wenigstens einer LED (lichtemittierende Diode,
worunter auch ein OLED, organische lichtemittierende Diode, zu verstehen ist) und
eine Freiformlinse, die der LED zugeordnet ist.
[0002] Für die Beleuchtung im Innen- und Außenbereich, insbesondere für Straßenleuchten,
werden als Leuchtmittel vermehrt LEDs aufgrund der Vorteile bei der Energieersparnis
und Langlebigkeit eingesetzt. Die nahezu punktförmigen Lichtquellen erfordern eine
im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln geänderte optische Einrichtung, um eine
gewünschte Lichtverteilung der Leuchte für den gegebenen Anwendungszweck zu erzielen.
[0003] Wie bei den traditionellen Beleuchtungsmitteln kommt auch bei LEDs eine Reflektortechnik
zum Einsatz. Hier werden die punktförmigen Lichtabbildungen der LEDs, die in zusammengefassten
Arrays angeordnet sein können, auf eine Fläche des Reflektors verteilt. Damit kann
auch die Blendung reduziert werden. Ein Nachteil dieser Reflektortechnik ist jedoch,
dass beim Ausfallen einzelner LEDs eine Veränderung der Lichtverteilungskurve zur
Folge sein kann und somit eine Verschlechterung der Beleuchtungsgleichmäßigkeit und
des Beleuchtungsniveaus eintritt.
[0004] Eine andere Möglichkeit der Lichtlenkung ist die räumliche Verteilung der LEDs auf
gekrümmten Flächen. Jedoch hat auch hier der Ausfall von einzelnen LEDs eine Veränderung
der gewünschten Lichtverteilung zur Folge. Ferner müssen die Tragelemente der LEDs
der räumlichen Verteilung der LEDs angepasst werden.
[0005] Der Einsatz von lichtlenkenden Linsen an einzelnen oder mehreren LEDs bildet eine
weitere Möglichkeit der Erzeugung einer definierten Lichtverteilung auf einer Nutzebene,
wie z.B. auf einer der Straße. Hier werden einzelne LEDs auf einem LED-Träger Linsen
zugeordnet. Wenn mehrere LEDs mit zugehörigen Linsen die gleiche räumliche Anordnung
aufweisen, hat der Ausfall einzelner LEDs nur einen sehr geringen Einfluss auf die
hervorgebrachte Lichtverteilung.
[0006] Allerdings ist die Lösung mit Linsen relativ kostenintensiv, weil die Linsen speziell
für die Beleuchtungsaufgabe gefertigt werden müssen. Für unterschiedliche Beleuchtungsaufgaben,
d.h. zur Erzielung der verschiedenen Lichtverteilungen, müssen Freiformlinsen individuell
entwickelt werden. Ferner ist die jeweilige Leuchte nur für eine bestimmte Beleuchtungsaufgabe
geeignet.
[0007] Eine weitere Möglichkeit die Lichtverteilung einer Leuchte zu verändern ist es, eine
Vorsatzlinse parallel zur optischen Achse der Leuchte zu verschieben, um eine rotationssymmetrische
Lichtverteilung zu fokussieren oder zu defokussieren. Dadurch lassen sich jedoch wenige
Variationen von Lichtverteilungen erzeugen. In der
US 2008/0273324 A1 wird vorgeschlagen, eine Matrix von jeweils kreissymmetrischen Linsen gegenüber einer
Matrix von LEDs seitlich zu verdrehen. Dadurch lässt sich aus einer kreisrunden Lichtverteilung
der Leuchte eine oval verformte Lichtverteilung erzeugen. Jedoch sind auch in diesem
Beispiel die Möglichkeiten, die Lichtverteilung durch das Verschieben der Linse zu
beeinflussen, sehr beschränkt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Leuchte zur ortsfesten Beleuchtung
von Innen- oder Außenbereichen, insbesondere eine Straßenleuchte, zu entwickeln, welche
kostengünstig an die jeweilige Beleuchtungsaufgabe angepasst werden kann.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Leuchte für eine Innen- oder Außenbeleuchtung,
insbesondere eine Straßenleuchte, nach Anspruch 1.
[0010] Erfindungsgemäß sind wenigstens eine Freiformlinse, d.h. mit nicht rotationssymmetrischem
Profil, und die LED gegeneinander verlagerbar. Dazu kann entweder die Linse gegenüber
der LED verschoben werden, wobei die LED stationär an der Leuchte montiert ist. Alternativ
kann auch die LED gegenüber einer stationären in der Leuchte montierten Linse verschoben
werden. Die Verlagerbarkeit erlaubt es, die Linse und die LED in wenigstens zwei verschiedenen
Positionen zueinander anzuordnen, wobei die Verlagerung zwischen den zwei Positionen
wenigstens eine Bewegung senkrecht zur Hauptabstrahlrichtung der Linse umfasst. In
Kombination mit der Verwendung einer Freiformlinse lässt sich so die Lichtverteilung
der Leuchte wesentlich flexibler ändern, als dies beispielsweise durch eine Verschiebung
einer Linse entlang der optischen Achse der LED möglich ist. Insbesondere erzeugt
die Freiformlinse in den wenigstens zwei oder mehr verschiedenen Positionen unterschiedliche
Lichtverteilungen, die beispielsweise an die Beleuchtungsanforderung einer Straßenleuchte,
wie nachfolgend näher ausgeführt, angepasst sind. Von besonderem Vorteil ist dabei
die gegenüber der LED seitliche Verlagerung einer nicht-rotationssymmetrischen Freiformlinse.
Durch die Abweichung von der Rotationssymmetrie ist die Lichtverteilung der Linse
bereits an eine Beleuchtungsaufgabe angepasst und durch Verschieben der Linse kann
die Lichtverteilung stärker verändert werden. Es sind insbesondere auch die Erzeugung
von Lichtverteilungen möglich, die von einer einfachen Achssymmetrie senkrecht zur
Verschieberichtung der Linse abweichen, weil sich durch das seitliche Verschieben
der nicht-rotationssymmetrischen Linse stärker variierende Einfallswinkel zwischen
der Lichtstrahlung der LED und den Einfalls- und Ausfallsflächen der Freiformlinse
realisieren lassen. Bei einer rotationssymmetrischen Linse, wie im Stand der Technik
üblich, kann nur eine minimale Verzerrung der Lichtverteilung, z.B. von kreisrund
auf oval, erzielt werden.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Lichtverteilung in der ersten und
zweiten Position unter einem vorgegebenen Ausstrahlungswinkel rund um die Leuchte,
d.h. in einer sogenannten Kegelmantelkurve, eine Längserstreckung auf. Beispielsweise
können zwei ausgeprägte Maxima erzeugt werden, die auf einer gemeinsamen Achse angeordnet
sind, die z.B. längs einer Straße, die von der Leuchte beleuchtet wird, angeordnet
sind (d.h. in den Richtungen der C0/180-Ebene). Eine solche Lichtverteilung eignet
sich, um einen Straßenzug mit mehreren Leuchten ausleuchten zu können, wobei die Längsverteilung
dabei hilft, die Mastabstände für die Straßenleuchten verhältnismäßig groß wählen
zu können. Die Maxima können symmetrisch zur C90/C270-Ebene, die quer zur Straßenachse
verläuft, angeordnet sein. Der Winkel zwischen der C0/C180-Ebene, in welcher die Straßenachse
verläuft, und den beiden ausgeprägten Maxima bildet eine sogenannte Lichtbandknickung.
Diese Lichtbandknickung ist bevorzugt, um eine Straße mit einer Leuchte vom Straßenrand
oder einem angrenzenden Geh- und /oder Fahrweg über einen Längsabschnitt möglichst
gleichmäßig zu beleuchten. Um diese Lichtbandknickung zu erzeugen, muss die Linse
einen Großteil des Lichts der Lichtquelle unter dem Winkel der Lichtbandknickung umlenken.
Dies kann z.B. gemäß einer Ausführungsform mit einer konvexen Geometrie in einer inneren
Kavität der Freiformlinse oder mit einer konvexen Geometrie an der Außenfläche der
Linse realisiert werden. Ein ähnlicher Effekt kann auch durch eine Prismenstruktur
auf der inneren Kavität und/oder der Außenfläche erzielt werden, um Licht in die gewünschte
Richtung zu bündeln, oder durch Brechungszahlunterschiede innerhalb der Linse, um
eine Lichtbrechung in die entsprechende gewünschte Richtung zu erzeugen. Es ist auch
möglich, mehrere Kavitäten mit oder ohne Prismenstruktur in einer Linse vorzusehen.
Beispielsweise kann jede der Kavität einer der LEDs zugeordnet sein. Es können auch
mehrere LEDs innerhalb einer Kavität angeordnet sein.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird durch das Verschieben der Linse der
Winkel der Lichtbandknickung zwischen den zwei Positionen verändert werden. Insbesondere
ist auch möglich, mit der Relativbewegung zwischen den zwei Positionen den Winkel
der Lichtbandknickung kontinuierlich einzustellen. Dies ermöglicht eine individuelle
Anpassung der Leuchte an die räumlichen Gegebenheiten der Straßen sowie an den gewählten
Mastabstand der Straßenleuchten. Dadurch kann ein vorkonfigurierter Leuchtentyp gewählt
werden, um in verschiedenen räumlichen Situationen eingesetzt zu werden.
[0013] Gemäß einer Ausführungsform weist die Freiformlinse in einer C-Ebene, vorzugsweise
der C90/C270-Ebene, eine Symmetrieebene auf und die Relativbewegung erfolgt entlang
einer Richtung in der Symmetrieebene. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere
zur Beleuchtung von gradlinigen Straßen. Sofern die Straße jedoch eine ungleichmäßige
Kurve in dem zu beleuchtenden Streckenabschnitt aufweist oder eine große Steigung
in Längsrichtung aufweist, kann auch eine Abweichung von der Spiegelsymmetrie in der
C90/C260-Ebene von Vorteil sein, um eine gleichmäßige Beleuchtung auf dem Straßenabschnitt
zu erzielen. Die Verschiebbarkeit der Linse ermöglicht dabei eine individuelle Anpassung
an den Ort der Leuchte, z.B. dem Abstand zum Straßenrand und der Höhe des Leuchtenmasts.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Leuchte mehrere LEDs auf und jeder
LED ist jeweils eine Freiformlinse zugeordnet. Dies dient nicht nur zur Erzeugung
einer größeren Beleuchtungsstärke, sondern hat außerdem den Vorteil, dass die LEDs
redundant wirken können, so dass bei einem Ausfall einer LED die Beleuchtungsaufgabe
nur mit verminderter Gesamtintensität noch gewährleistet ist.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Freiformlinsen gegenüber den LEDs
durch eine gemeinsame Relativbewegung zueinander verlagerbar. Dadurch lassen sich
mit einer Bewegung alle Linsen zur Erzeugung der gewünschten Lichtverteilung einstellen.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die einzelnen
Freiformlinsen gegenüber der jeweils zugeordneten LED individuell verlagerbar sind.
Dadurch lassen sich mit den einzelnen Linsen-LED-Paaren unterschiedliche Lichtverteilungen
erzeugen, die sich zu einer gewünschten Gesamtlichtverteilung der Leuchte überlagern.
[0016] Insbesondere können mehrere oder alle der Freiformlinsen gleich geformt sein, so
dass mit der Relativbewegung auch alle Linsen jeweils die gleiche Lichtverteilung
erzeugen.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die mehreren gleichen Freiformlinsen
gegenüber den ihnen zugeordneten LEDs jeweils in gleicher Lage angeordnet. Dadurch
erzielen alle Linsen-LED-Pärchen in der Leuchte jeweils die gleiche Lichtverteilung,
die sich mit gleicher räumlicher Ausrichtung zueinander überlagern. Beim Ausfall einer
LED ändert sich dadurch die von der Leuchte erzeugte Gesamtlichtverteilung nicht.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform können auch einige Freiformlinsen entlang
einer Achse, insbesondere in Richtung der Relativbewegung, versetzt zu den ihren jeweils
zugeordneten LEDs angeordnet sein. Gemäß dieser Ausführungsform können die einzelnen
Linsen-LED-Pärchen unterschiedliche Lichtverteilungen, z.B. unterschiedliche Lichtbandknickungen,
erzeugen, die sich in der Gesamtlichtverteilung der Leuchte überlagern. So können
neue Lichtverteilungskurven erzeugt werden. Durch das Verschieben der Linsen gegenüber
den LEDs kann auch diese Leichtverteilung individuell eingestellt werden.
[0018] In den Ausführungsformen mit mehreren LEDs und Freiformlinsen können jede der Freiformlinsen
jeweils eine Lichtbandknickung mit dem gleichen Winkel erzeugen. Es ist jedoch auch
möglich, dass die Freiformlinsen unterschiedlicher LEDs unterschiedliche Lichtbandknickungen
erzeugen. Entweder sind die Linsen gegenüber der LEDs unterschiedlich angeordnet oder
die Linsen weisen eine andere Form auf, um einen geänderten Winkel der Lichtbandknickung
hervorzubringen.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform mit mehreren Freiformlinsen und LEDs sind
die mehreren LEDs in einer Ebene angeordnet oder entlang einer graden Achse angeordnet
und die Linsen sind in einem Array parallel zu der Ebene bzw. parallel zu der Achse
verlagerbar angeordnet. In dieser Ausführungsform überlagern sich die Lichtverteilungen
der einzelnen Linsen-LED-Pärchen in den wenigstens zwei verschiedenen Positionen gleichmäßig,
so dass auch die Symmetrie der erzielten Gesamtlichtverteilung beim Verstellen der
Linsen gegenüber den LEDs erhalten bleibt. Durch das Verstellen der Linsen gegenüber
der LEDs kann beispielsweise der Abstand zweier Maxima in der Lichtverteilungskurve
in der Kegelmantelkurve eingestellt werden oder der Winkel der Lichtbandknickung kann
verändert werden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind mehrere Freiformlinsen auf einem gemeinsamen
Linsenträger angeordnet und der Linsenträger ist durch die Relativbewegung gegenüber
den LEDs verlagerbar. Auf diese Weise lässt sich die Ausführungsform mit mehreren
LEDs und mehreren Freiformlinsen besonders einfach herstellen. Ferner ist die Betätigung
zum Verstellen der Leuchte einfach, weil nur ein Linsenträger gegenüber den LEDs verschoben
werden muss. Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist jedoch auch vorgesehen,
dass individuell einzelne Freiformlinsen oder Gruppen von Freiformlinsen gegenüber
der bzw. den jeweils zugeordneten LED(s) verstellt werden können.
[0021] Der Linsenträger kann gemeinsam mit der Freiformlinse oder als separates Bauteil
gefertigt werden. Beispielsweise können die Freiformlinsen aus einem transparenten
Kunststoff wie PMMA gebildet sein. Der Linsenträger kann aus dem gleichen Kunststoffmaterial
oder einem anderen, z.B. nicht transparenten, Kunststoffmaterial gebildet sein, und
mit den Linsen einstückig oder getrennt hergestellt werden.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist ein Linsenträger eine einzelne Freiformlinse
oder ein Linsenträger für mehrere Freiformlinsen wenigstens eine, vorzugweise zwei
gegenüberliegende reflektierende Seitenwände auf, die in Richtung zu der einen bzw.
den mehreren LEDs weist. Allgemein erhöht die reflektierende Seitenwand den Wirkungsgrad
der Leuchte. Vorzugsweise sind auf zwei gegenüberliegenden Seiten reflektierende Seitenwände,
die jeweils in Richtung zu der oder den LED(s) weisen, angeordnet. Gemäß einer Weiterbildung
dieses Ausführungsform ist/sind die wenigstens eine oder vorzugsweise die zwei Seitenwände
parallel zu einer Symmetrieebene der Lichtverteilung angeordnet, welche die Leuchte
in der einen oder den beiden Positionen der Freiformlinse(n) gegenüber der oder den
LED(s) erzeugt. Bei der symmetrischen Lichtverteilung hat diese Anordnung der Seitenwände
keinen Einfluss auf die Lichtverteilungskurve. Es kann aber auf große Ausstrahlungswinkel
zur Seite und somit auf große Bauformen der Leuchte verzichtet werden, weil das Licht
ohne Beeinflussungen der Lichtverteilung über die Seitenwand gespiegelt wird.
[0023] Die Verlagerbarkeit der Linsen gegenüber der LED kann manuell oder automatisch erfolgen.
Durch die manuelle Verlagerbarkeit kann die gewünschte Lichtverteilung am Ort der
Montage der Leuchte noch eingestellt werden. Bei einer automatischen Verlagerbarkeit
etwa durch einen elektrischen Servomotor oder dergleichen, kann die Lichtverteilung
der Leuchte auch nach der Montage noch geändert werden. Beispielsweise kann die Leuchte
zu Tages- und Nachtzeiten andere Lichtverteilungen aufweisen oder die Lichtverteilung
kann der Wettersituation und den Reflexions- bzw. Absorptionseigenschaften des Fahrbahnbelages
angepasst werden. Ferner kann auch vorgesehen sein, dass die Leuchte mit einem Sender
in einem Fahrzeug zusammenwirkt, so dass die Lichtverteilung bei einem herannahenden
Fahrzeug automatisch geändert wird, um z.B. eine Blendung des Fahrers durch die Straßenleuchte
zu verhindern.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen deutlich, die in Verbindung mit den beigefügten
Figuren gegeben wird. In den Figuren ist Folgendes dargestellt:
- Figur 1
- zeigt einen Querschnitt in der C90/270-Ebene einer verschiebbaren Freiformlinse auf
einem PCB mit einer LED.
- Figur 2a
- zeigt einen Schnitt senkrecht zu den C-Ebenen (d.h. in einem Schnitt parallel zur
Fläche, auf der die LED befestigt ist) der Anordnung nach Figur 1.
- Figur 2b
- zeigt eine Kegelmantelkurve einer Lichtverteilung der Anordnung nach Figur 2a.
- Figur 3a
- zeigt den Schnitt nach Figur 2a mit verschobener Linse.
- Figur 3b
- zeigt eine Kegelmantelkurve einer Lichtverteilung der Anordnung nach Figur 3a.
- Figur 4a
- zeigt einen Schnitt senkrecht zu den C-Ebenen (d.h. einem Schnitt parallel zur Fläche,
auf die LED montiert sind) durch eine Anordnung mit drei Freiformlinsen.
- Figur 4b
- zeigt Kegelmantelkurven von Lichtverteilungen der Anordnung nach Figur 4a.
- Figur 5
- zeigt eine verschiebbare einzelne Freiformlinse auf einem Träger in perspektivischer
Ansicht.
- Figur 6
- zeigt eine einzelne Freiformlinse in perspektivischer Ansicht.
- Figur 7
- zeigt einen Linsenträger für vier einzelne Freiformlinsen nach Figur 6 in perspektivischer
Ansicht.
- Figur 8
- zeigt ein verschiebbares 1x2-Linsenarray in perspektivischer Ansicht.
- Figur 9
- zeigt einen Linsenträger für zwei Linsenarrays nach Figur 8 in perspektivischer Ansicht.
- Figur 10
- zeigt einen Linsenträger für ein XxX-Linsenarray in perspektivischer Ansicht.
- Figur 11
- zeigt einen Linsenträger mit reflektierenden Seitenwänden in perspektivischer Ansicht.
- Figur 12
- zeigt einen Schnitt durch eine Freiformlinse einer alternativen Ausführungsform, wobei
der Schnitt in einer Fläche parallel zu der Fläche liegt, auf der die LED angeordnet
ist.
- Figur 13
- zeigt einen Schnitt entsprechend der Figur 12 durch eine weitere Ausführungsform einer
Freiformlinse.
- Figur 14
- zeigt einen Schnitt entsprechend der Figur 12 durch eine weitere Ausführungsform einer
Freiformlinse.
[0025] Bezug nehmend auf die Figuren 1 bis 3b wird eine Ausführungsform einer Leuchte, die
als Straßenleuchte eingerichtet ist, beschrieben. Eine LED 1 ist auf einem Träger,
insbesondere einem PCB (prited circuit board) 5 angeordnet und ortsfest in einem Leuchtengehäuse
(nicht dargestellt) montiert. Oberhalb der LED ist eine Freiformlinse 2 aus Glas oder
aus einem transparenten Kunststoff wie PMMA, PU oder Silikon angeordnet. Die LED 1
ist innerhalb einer Kavität 10 der Freiformlinse 2 angeordnet. Die Kavität 10 besitzt,
wie in den Figuren 2a und 3a zu sehen ist, eine konvexe Geometrie, welche dazu führt,
dass Licht der LED 1, wie durch die Lichtstrahlen L1, L2 und L3 angedeutet, gebrochen
wird. Die Freiformlinse 2 ist gegenüber dem PCB 5 mit der Linse 1 verschiebbar montiert.
Die Richtung 4 der Verschiebebewegung liegt in einer C90/270-Ebene der Leuchte.
[0026] Durch das Verschieben der Freiformlinse 2 gegenüber der LED 1 werden unterschiedliche
Lichtverteilungen hervorgebracht. Die dargestellte Ausführungsform ist insbesondere
zur Erzeugung einer Lichtverteilung für eine Straßenbeleuchtung vorgesehen. Die konvexe
Geometrie 9 der inneren Kavität 10 sorgt für eine Lichtverteilungskurve, die in einem
horizontalen Schnitt der C-Ebenen, sogenannte Kegelmantelkurve, zwei ausgeprägte Maxima
hervorbringt. Die Maxima sind gegenüber der C90/270-Ebene symmetrisch und gegenüber
der C0/180-Ebene in einem Winkel 11 zur Bildung einer Lichtbandknickung angeordnet.
In der Konfiguration nach Figur 2a und 2b beträgt der Winkel der Lichtbandknickung
11 nur etwa 5°. Diese Konfiguration eignet sich zur Beleuchtung einer verhältnismäßig
schmalen Straße, wie in Figur 2b angedeutet. Die Lichtbandknickung ermöglicht es,
die Leuchte 8 seitlich der Straße zu positionieren und die Straße dabei verhältnismäßig
gleichmäßig über einen großen Längsabschnitt zu beleuchten. Durch Verschieben der
Linse in einer Richtung in der C90/270-Ebene, d.h. in einer Richtung senkrecht zur
Hauptabstrahlrichtung der LED, verändert sich der Winkel 11 der Lichtbandknickung.
Wie in Figur 3b zu sehen ist, beträgt bei der verschobenen Linse 2 der Winkel 11 der
Lichtbandknickung etwa 30°. Diese Konfiguration eignet sich insbesondere zur Beleuchtung
einer breiteren Straße, wie in Figur 3b dargestellt ist.
[0027] Demnach kann die gleiche Leuchte 8 durch Verschieben der Freiformlinse 2 gegenüber
der LED 1 entlang der Richtung 4, d.h. in der C90/270-Ebene, unterschiedliche Lichtverteilungen
mit einer geänderten Lichtbandknickung 11 erzeugen und damit für die Beleuchtung unterschiedlich
breiter Straßen angepasst werden. Je nach Verschiebeweg können so zwischen sehr schmalen
und sehr breiten Straßen alle Anordnungen normgerecht beleuchtet werden. Des Weiteren
können verschiedene Überhänge der Leuchte gegenüber dem Straßenrand in positiver oder
negativer Richtung durch das Verschieben der Linse 2 kompensiert werden. Die Lichtverteilungskurve
kann mit dem Winkel der Lichtbandknickung auch an kurvige Straßen angepasst werden.
[0028] Die Figur 4 zeigt eine weitere Möglichkeit zur Erzeugung einer gewünschten Lichtverteilung
durch unterschiedliche Linsenpositionen 19, 20, 21 von drei LEDs 1 innerhalb einer
Leuchte 8. Die Freiformlinsen 2 in dieser Ausführungsform sind jeweils identisch zu
der vorhergehend beschriebenen Freiformlinse 2. Innerhalb der Leuchte 8 sind jedoch
drei LEDs 1 vorgesehen und die drei Freiformlinsen 2 sind in drei unterschiedlichen
Positionen entlang der Verschieberichtung x in der C90/270-Ebene gegenüber ihrer jeweils
zugeordneten LED 2 angeordnet. Durch die drei verschiedenen Positionen 19, 20 und
21 resultieren drei verschiedene Kegelmantelkurven 22, 23 und 24, die in der Figur
4b dargestellt sind. Diese Lichtverteilungen überlagern sich zu einer Gesamtkegelmantelkurve
25. In dieser Ausführungsform können die Freiformlinsen 2 einzeln gegenüber den LEDs
verschoben werden. Durch die Verwendung von einzelnen verschiebbaren Freiformlinsen
2 in der Leuchte 8 kann durch unterschiedliche Verschiebungswege der Linsen eine Überlagerung
der Lichtverteilung mit unterschiedlicher Lichtbandknickung erzeugt werden und so
neue Lichtverteilungskurven generiert werden. Ein Einsatzbereich ist z.B. die Beleuchtung
von Plätzen. Durch die Überlagerung der Lichtbandknickungen bei unterschiedlichen
Linsenpositionen in der Leuchte 8 ist kein spezieller Winkel in der Lichtbandknickung
der Lichtverteilungskurve 25 mehr gegeben. Die Gesamtlichtverteilung 25 ist neben
breiten Straßen auch für die Beleuchtung von Plätzen bzw. Flächen geeignet, die über
eine größere Tiefe in Richtung der C90/270-Ebene verfügen.
[0029] Figur 5 zeigt einen Aufbau einer verschiebbaren Freiformlinse 2 auf einem PCB 5 gemäß
einer möglichen Ausgestaltung. Die Freiformlinse 2 wird dabei von einem Linsenträger
12, der fest mit dem PCB 5 verbunden ist, über der LED 1 gehalten. Die Linse 2 ist
innerhalb des Linsenträgers 12 verschiebbar angeordnet, so dass die Linse 2 entlang
der Richtung 4 über der LED (in Figur 5 verdeckt) stufenlos verschoben werden kann.
Über eine Rillenstruktur 13, die mit der Freiformlinse 2 verbunden ist, und einer
gegenüberliegenden Rillenstruktur am Linsenhalter 12 (in der Figur verdeckt) kann
die Linse 2 in verschiedenen Verschiebepositionen gehalten werden. Über eine Markierung
14 an dem Linsenträger 12 und einer gegenüberliegenden Markierung an der Linse 2 kann
die Position der Linse gegenüber der LED 1 abgelesen werden. Jede Position der Linse
2 entspricht einer vordefinierten Lichtverteilung, welche in dem Beispiel einen Winkel
in einer Lichtbandknickung festlegt. Die Linse 2 kann entgegen dem Widerstand, welcher
die Rillenstruktur 13 auf die Linse ausübt, in der Richtung 4 manuell verschoben werden.
Gemäß einer Alternative kann jedoch in diesen und auch in den anderen Ausführungsformen
vorgesehen sein, dass die Linse 2 vollautomatisch durch eine Sensorsteuerung (z.B.
mit einem Elektromotor) verschiebbar ist.
[0030] Des Weiteren ist in den Figuren 7 und 9 ein Linsenträger 16 dargestellt, welcher
mehrere Linsen aufnehmen kann. Der Linsenträger 16 nach Figur 7 ist dafür eingerichtet,
mehrere Einzellinsen 15 gemäß Figur 6 jeweils verschiebbar aufzunehmen, wie vorhergehend
im Zusammenhang mit Figur 5 für eine Einzellinse 15 erläutert worden ist. Alternativ
kann aber auch vorgesehen sein, jede der Einzellinsen 15 fest an dem Träger 16 zu
montieren und den gesamten Träger 16 gegenüber den LEDs 1 zu bewegen. In einer solchen
Konstruktion lassen sich mit einer Verschiebebewegung des Trägers 16 gegenüber den
LEDs 1 alle Einzellinsen 15 gegenüber den LEDs gleichmäßig verstellen.
[0031] In den Figuren 8 und 9 ist eine Ausführungsform dargestellt, in welcher die Freiformlinse
in einem Array von 1x2 Linsen zusammengefasst sind. Zwei der Linsenarrays 15 gemäß
Figur 8 werden in den Linsenträger 16 gemäß Figur 9 in dem vorgesehenen Platz 17 eingefügt
und können über jeweils zwei LEDs 1 gemeinsam verschoben werden. In dieser Ausführungsform
erzeugen die zwei Freiformlinsen 2 des Linsenarray 15, die jeweils identisch gegenüber
der zugehörigen LED 1 ausgerichtet sind, die gleiche Lichtverteilung, so dass sich
diese Lichtverteilungen identisch mit vernachlässigbarer Versetzung überlagern. Im
Fall eines Ausfalls einer LED wird dadurch die Gesamtlichtverteilung des von dem Linsenarray
erzeugten Lichts nicht verändert, sondern vermindert sich nur in der Gesamtintensität.
[0032] In der Figur 10 ist ein Linsenträger für ein XxX-Linsenarray (in der Figur nicht
dargestellt) gezeigt. In dem Platz 17 des Linsenträgers kann ein Array aus einer beliebigen
Anzahl von matrixförmig angeordneten Freiformlinsen 2 angeordnet werden und in zwei
Richtungen in einer Ebene über den LEDs verschoben werden.
[0033] Figur 11 zeigt einen Linsenträger 16 für vier einzelne Freiformlinsen. In dieser
Ausführungsform sind ferner Seitenwände vorgesehen die auf der zu den LEDs weisenden
Seite 18 reflektierend, insbesondere hochreflektierend, ausgeführt sind. Die reflektierenden
Seitenwände 18 sind parallel zu der C90/270-Ebene und parallel zu der Verschiebeebene
der Linsen angeordnet. Bei einer gegenüber der C90/270-Ebene symmetrischen Lichtverteilung
haben die Seitenwände auf die Lichtverteilung keinen Einfluss, weil die Reflexionsebenen
parallel zu der Symmetrieebene liegen. Durch die reflektierenden Seitenwände kann
jedoch die Bauform der Leuchte verkleinert werden, weil auf hohe Abstrahlwinkel zur
Seite verzichtet werden kann.
[0034] Weitere Ausführungsformen von Freiformlinsen, die in der vorliegenden Erfindung angewandt
werden können, sind in den Figuren 12, 13 und 14 dargestellt. Bei den Ausführungsformen
in Figuren 12 und 13 ist eine Prismenstruktur 26 auf der Freiformlinse 2 vorgesehen.
Diese Prismenstruktur kann sowohl auf der Lichteintrittsfläche, d.h. innerhalb der
Kavität 10, vorgesehen sein, wie in der Figur 12 dargestellt. Alternativ kann auch
vorgesehen sein, wie in Figur 13 dargestellt, eine Prismenstruktur 26 auf der Außenseite
der Freiformlinse 2 vorzusehen. Die Prismenstruktur sorgt für eine fokussierende Anordnung,
z.B. in der Art einer Fresnell-Struktur, um insbesondere eine Lichtbandknickung der
Lichtverteilung zu erzeugen. Dabei ist von besonderem Vorteil, dass sich durch das
Verschieben der Linse die Einfallswinkel der Lichtstrahlen auf die Prismenflächen
erheblich ändern, so dass die Verschiebung der Linse in Verbindung mit den Prismenstrukturen
es ermöglicht, die Lichtverteilung der Leuchte sehr stark zu beeinflussen. In der
Figur 14 ist eine weitere Ausführungsform einer Freiformlinse dargestellt, die ebenfalls
eine Lichtbandknickung erzeugen kann. Bei dieser Freiformlinse ist ein Bereich 27
innerhalb der Linse vorgesehen, der einen anderen Brechungsindex als der umgebende
Bereich aufweist. Beispielsweise kann der Bereich 27 durch eine weitere Kavität gebildet
sein, d.h. mit einem Brechungsindex n=1. Es ist aber auch möglich, einen Bereich 27
mit einem transparenten Material mit einem zum umgebenden Material unterschiedlichen
Brechungsindex zu füllen, beispielsweise mit einem stärker oder schwächer brechenden
Glas oder Kunststoffmaterial.
[0035] Weitere Modifikationen der vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen sind im Rahmen
der Erfindung, die durch die beigefügten Ansprüche definiert ist, möglich. Insbesondere
wurden die vorhergehenden Ausführungsformen so beschrieben, dass sich immer die Linse
gegenüber den LEDs bewegt wird. Es kann jedoch auch möglich sein, die Linsen stationär
an der Leuchte anzubringen und die LEDs gegenüber den Linsen durch entsprechende Einrichtungen
zu verschieben. Ferner ist es möglich, beliebige Kombinationen von Einzellinsen und
Linsenarray innerhalb eines Linsenträgers oder an mehreren Linsenträgern innerhalb
einer Leuchte vorzusehen, z.B. können mehr als 10 oder 50 LEDs vorgegeben sein. Ferner
können mehrere LEDs jeweils einer Linse zugeordnet sein. Generell können die Linsenträger
gegenüber der Leuchte verstellbar sein, um die Linsen gegenüber der LEDs zu verschieben.
Es kann jedoch ebenso die Linse innerhalb des Linsenträgers verschoben werden, um
die Relativbewegung gegenüber der LED zu erzielen.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1
- LED
- 2
- Freiformlinse
- 3
- Straßenrichtung
- 4
- Verschieberichtung der Freiformlinse
- 5
- PCB
- 6
- Kegelmantelkurve mit Lichtbandknickung
- 7
- Straße (schmalbreit)
- 8
- Straßenleuchte
- 9
- konvexe Geometrie in der inneren Kavität
- 10
- Linsenkavität
- 11
- Winkel der Lichtbandknickung
- 12
- Linsenträger
- 13
- Rillenstruktur
- 14
- Markierung
- 15
- Einzellinse oder Linsenarray
- 16
- Linsenträgerarray
- 17
- Platz für Linsen/Linsenarrays
- 18
- Reflektierende Seitenwand
- 19
- Linsenposition
- 20
- Linsenposition
- 21
- Linsenposition
- 22
- Lichtbandknickung der Einzellinse in der Leuchte bei Linsenposition 21
- 23
- Lichtbandknickung der Einzellinse in der Leuchte bei Linsenposition 20
- 24
- Lichtbandknickung der Einzellinse in der Leuchte bei Linsenposition 19
- 25
- Resultierende LVK durch die Überlagerung der Lichtbandknickungen 22, 23 und 24
- 26
- Prismenstrukturen
- 27
- Kavität oder Bereich mit unterschiedlichem Brechungsindex
- L1
- Lichtstrahl
- L2
- Lichtstrahl
- L3
- Lichtstrahl
1. Leuchte für eine Innen- oder Außenbeleuchtung, insbesondere Straßenleuchte (8), mit
wenigstens einer LED (1) als Lichtquelle und;
wenigstens einer der LED (1) zugeordneten Freiformlinse (2) zur Beeinflussung der
von der Leuchte abgegebenen Lichtverteilung, und wobei die Freiformlinse (2) nicht
rotationssymmetrisch ist
wobei die Freiformlinse (2) und die LED (1) durch eine Relativbewegung (4) gegeneinander
verlagerbar sind zwischen wenigstens einer ersten und einer zweiten Position und wobei
die Relativbewegung (4) wenigstens teilweise eine Bewegung senkrecht zur Hauptabstrahlrichtung
der LED (1) umfasst und die Freiformlinse (2) in der ersten und der zweiten Position
unterschiedliche Lichtverteilungen erzeugt.
2. Leuchte nach Anspruch 1, wobei die Lichtverteilung in einer Kegelmantelkurve (6; 22,
23, 24) eine Längserstreckung aufweist, wenn sich die Freiformlinse (2) in der ersten
und der zweiten Position gegenüber der LED befindet.
3. Leuchte nach Anspruch 1oder 2, wobei die Freiformlinse (2) eine innere Kavität (10)
mit einer konvexen Geometrie (9) und/oder eine Außenfläche mit konvexer Geometrie
besitzt und/oder die innere Kavität und/oder die Außenfläche eine Prismenstruktur
aufweist.
4. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in wenigstens einer der Positionen
die Lichtverteilung in der Kegelmantelkurve (6; 22, 23, 24) eine Lichtbandknickung
aufweist.
5. Leuchte nach Anspruch 4, wobei der Winkel (11) der Lichtbandknickung zwischen den
zwei Positionen unterschiedlich ist und, insbesondere, mit der Relativbewegung (4)
zwischen den zwei Positionen kontinuierlich verstellbar ist.
6. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Freiformlinse (2) eine
Symmetrieebene aufweist und die Relativbewegung (4) entlang einer Richtung in der
Symmetrieebene erfolgt.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Leuchte mehrere LEDs (1)
aufweist und jeder LED (1) eine Freiformlinse (2) zugeordnet ist.
8. Leuchte nach Anspruch 7, wobei alle Freiformlinsen (2) gegenüber den LEDs (1) durch
eine gemeinsame Relativbewegung (4) verlagerbar sind.
9. Leuchte nach Anspruch 7 oder 8, wobei mehrere oder alle der Freiformlinsen (2) gleich
geformt sind.
10. Leuchte nach Anspruch 9, wobei die mehreren gleichen Freiformlinsen (2) gegenüber
der ihr jeweils zugeordneten LED (1) gleich angeordnet sind oder entlang nur einer
Achse, insbesondere in Richtung der Relativbewegung (4), versetzt zu der jeweiligen
LED angeordnet sind.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei die Freiformlinsen jeweils eine Lichtverteilung
mit Lichtbandknickung (22, 23, 24) mit gleichem oder mit unterschiedlichem Winkel
(11) in wenigstens einer der beiden Positionen erzeugen.
12. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei die mehreren LEDs (1) in einer Ebene
angeordnet sind oder entlang einer geraden Achse angeordnet sind, und die Linsen in
einem Array (15) parallel zu der Ebene oder parallel zu der Achse verlagerbar angebracht
sind.
13. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 12, wobei die mehreren Freiformlinsen (2) auf
einem gemeinsamen Linsenträger (16) angeordnet sind und die Freiformlinsen innerhalb
des Linsenträgers (16) oder der Linsenträger insgesamt durch die Relativbewegung (4)
gegenüber den LEDs (1) verlagerbar ist.
14. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Linsenträger (16) einer
einzelnen Freiformlinse (2) oder unter Rückbezug auf Anspruch 11 der gemeinsame Linsenträger
(16) der mehreren Freiformlinsen (2) wenigstens eine reflektierende Seitenwand (18)
aufweist, die in Richtung der einen oder den mehreren LEDs (1) zugewandt ist, wobei
insbesondere die Seitenwand (18) parallel zu einer Symmetrieebene der Lichtverteilung
angeordnet ist, welche die Leuchte in einer oder in beiden der Positionen erzeugt.
15. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Relativbewegung (4) manuell
ausführbar ist oder durch einen automatischen Antrieb ausführbar ist.