[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel, insbesondere Sessel oder Sofa, mit einer Rückenlehne
und einem gegenüber der Rückenlehne von einer Nichtgebrauchsstellung in eine Gebrauchsstellung
und zurück schwenkbaren Kopfteil, wobei das Kopfteil über wenigstens einen Schwenkbeschlag
zum Schwenken des Kopfteils mit der Rückenlehne verbunden ist, wobei die Rückenlehne
und das Kopfteil separat voneinander gepolstert sind und wobei das Kopfteil in der
Gebrauchsstellung wenigstens teilweise oberhalb einer Oberkante der Rückenlehne angeordnet
ist.
[0002] Sitzmöbel wie beispielsweise Sessel oder Sofas sind in vielen unterschiedlichen Ausgestaltungen
bekannt. Um es dem Benutzer der Sitzmöbel zu vereinfachen, eine bequeme Sitzposition
einnehmen zu können, weisen Sitzmöbel oftmals ein Kopfteil auf, das über der Rückenlehne
positioniert ist und gegen das der Benutzer seinen Kopf legen kann. Um dabei unterschiedlichen
Sitzpositionen des Benutzers und/oder unterschiedlichen Stellungen des Sitzmöbels
gerecht zu werden, sind die Kopfteile bedarfsweise gegenüber der Rückenlehne schwenkbar,
wozu in der Regel wenigstens ein Schwenkbeschlag vorgesehen wird, über den das Kopfteil
mit der Rückenlehne verbunden ist. Über den wenigstens einen Schwenkbeschlag wird
eine definierte Verstellbewegung des Kopfteils vorgegeben und das Kopfteil sicher
und stabil am Sitzmöbel gehalten.
[0003] Für die Bequemlichkeit ist es zudem von Bedeutung, dass entsprechende Sitzmöbel typischerweise
gepolstert sind. Man spricht daher auch von sogenannten Polstermöbeln. Die Polsterung
wird dabei insbesondere an der Rückenlehne vorgesehen sein. Regelmäßig wird aber auch
das Kopfteil separat oder zusammen mit der Rückenlehne gepolstert, um das Kopfteil
optisch besser in das Sitzmöbel und/oder die Rückenlehne zu integrieren. In diesen
Fällen wird das Kopfteil so zwischen der Gebrauchsstellung und der Nichtgebrauchsstellung
verstellt, dass das Polster zwischen der Rückenlehne und dem Kopfteil stets gespannt
bleibt, um eine unansehnliche Faltenbildung des Kopfteils zu vermeiden.
[0004] Da das Kopfteil das optische Empfinden des Benutzers stören kann oder nicht in jeder
Sitzposition für ein bequemes Sitzen benötigt wird, bieten einige Sitzmöbel die Möglichkeit,
das Kopfteil über den Schwenkbeschlag zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Nichtgebrauchsstellung
zu verstellen. In der Gebrauchsstellung kann der Benutzer seinen Kopf bequem gegen
das Kopfteil lehnen. In der Nichtgebrauchsstellung kann der Benutzer seinen Kopf zwar
nicht gegen das Kopfteil legen. Allerdings wird das bequeme Sitzen des Benutzers und/oder
dessen ästhetisches Empfinden nicht durch das Kopfteil gestört.
[0005] Hinsichtlich der bekannten Sitzmöbel besteht jedoch noch weiterer Optimierungsbedarf,
da diese hinsichtlich der Funktionalität der Sitzmöbel, der Flexibilität der Ausgestaltung
der Sitzmöbel sowie der ästhetischen und qualitativen Anmutung des Sitzmöbels nicht
immer zufriedenstellende Kompromisse erlauben.
[0006] Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte
und zuvor näher erläuterte Sitzmöbel derart auszugestalten und weiterzubilden, dass
die Nachteile des Standes der Technik vermieden oder wenigstes abgeschwächt werden.
[0007] Diese Aufgabe ist bei einem Sitzmöbel gemäß des Oberbegriffs von Anspruch 1 dadurch
gelöst, dass das Kopfteil in der Nichtgebrauchsstellung hinter der Rückenlehne und
unterhalb der Oberkante der Rückenlehne angeordnet ist.
[0008] Die Erfindung hat erkannt, dass funktionale und ästhetische Sitzmöbel bereitgestellt
werden können, die ein hohes Maß an Flexibilität und Individualität bei der jeweiligen
tatsächlichen Ausgestaltung der Sitzmöbel erlauben, wenn die Verstellung des Kopfteils
bzw. der wenigstens eine Schwenkbeschlag des Sitzmöbels eine Positionierung des Kopfteils
in der Nichtgebrauchsstellung hinter der Rückenlehne vorsieht. Das Kopfteil verschwindet
dann als solches funktional. Dies bedeutet natürlich nicht, dass das Kopfteil körperlich
verschwindet, sondern vielmehr dass das Kopfteil in der Nichtgebrauchsstellung so
angeordnet oder in das Sitzmöbel integriert werden kann, dass das Kopfteil in dieser
Stellung vom Benutzer des Sitzmöbels nicht oder jedenfalls nicht als Kopfteil wahrgenommen
wird. Das Kopfteil kann also beispielsweise in der Nichtgebrauchsstellung die Anmutung
haben, als wäre es Teil des Rahmens des Sitzmöbels.
[0009] Die Erfindung hat weiter erkannt, dass es, um diesen Effekt zu erzielen, zweckmäßig
ist, das Kopfteil und die Rückenlehne separat voneinander zu polstern, obwohl bei
bekannten Polstermöbeln gerade das gemeinsame Polstern dafür sorgen sollte, dass das
Kopfteil jedenfalls in der Nichtgebrauchsstellung nicht als separates, dann funktionsloses
Bauteil wahrgenommen wird. Dies wird insbesondere auch dadurch erreicht, dass das
Kopfteil anders als übliche Kopfteile unterhalb der Oberkante der Rückenlehne angeordnet
sein kann. Je stärker von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, desto ausgeprägter
ist der erzielte Effekt.
[0010] Zudem nimmt die Erfindung in Kauf, dass entsprechende, in der Nichtgebrauchsstellung
hinter der Rückenlehne und unterhalb der Oberkante der Rückenlehne angeordnete Kopfteile
eine aufwendigere Schwenkbewegung der Kopfteile erforderlich machen. Das Kopfteil
muss nämlich nicht nur aufgestellt oder vorgeschwenkt werden, um in eine Position
zu gelangen, in der der Benutzer seinen Kopf bequem gegen das Kopfteil lehnen kann.
Das Kopfteil muss erst nach oben bewegt werden, um eine Position oberhalb der Rückenlehne
anzunehmen, in der das Kopfteil dann im Wesentlichen frei geschwenkt werden kann.
Wie die Erfindung erkannt hat, lässt sich die erforderliche Schwenkbewegung des Kopfteils
nämlich auch ohne eine aufwendige und damit teure Ausgestaltung des Schwenkbeschlags
realisieren.
[0011] Bei einer ersten bevorzugten Ausgestaltung des Sitzmöbels ist vorgesehen, dass der
Schwenkbeschlag eine Linearführung zum linearen Verschieben eines Stützhebels und/oder
des Kopfteils, wenn das Kopfteil von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
verstellt wird, umfasst. Durch diese Linearführung kann auf einfache und zuverlässige
Weise sichergestellt werden, dass das Kopfteil aus der Nichtgebrauchsstellung zunächst
bedarfsweise wenigstens im Wesentlichen linear nach oben verstellt wird. Beispielsweise
erst auf dem Niveau der Oberkante der Rückenlehne oder darüber kann dann das eigentliche
Schwenken des Kopfteils in eine aufrechtere Position und/oder nach vorne erfolgen.
Dies kann natürlich von einer weiteren linearen Verstellung des Kopfteils überlagert
sein. Konstruktiv einfach und zuverlässig ist es dabei, die Linearführung in Form
eines Schienensystems auszubilden. Dabei kann wenigstens eine Schiene linear geführt
verschoben werden, und zwar insbesondere hin und zurück. Besonders bei mehreren linear
verschiebbaren Schienen einer Linearführung können diese der Einfachheit halber und
aus Gründen der Stabilität teleskopartig gegeneinander ausziehbar montiert sein.
[0012] Alternativ oder zusätzlich kann der Schwenkbeschlag einen Schwenkhebel aufweisen,
der dem Schwenken des Kopfteils beim Verstellen des Kopfteils von der Nichtgebrauchsstellung
in die Gebrauchsstellung dient. Das Schwenken erfolgt dabei insbesondere gegenüber
dem Sitzmöbel und/oder der Rückenlehne. Der Schwenkhebel ist dabei im Schwenkbeschlag
insbesondere derart vorgesehen, dass das Schwenken des Kopfteils um eine entsprechende
Schwenkachse erfolgt und weniger für die Linearverstellung und/oder die Höhenverstellung
des Kopfteils. So kann eine wenigstens teilweise funktionale Entkopplung zwischen
dem Schwenken und dem Linearverstellen des Kopfteils einfach realisiert werden.
[0013] In diesem Zusammenhang bietet es sich weiter an, wenn der Schwenkbeschlag einen Kipphebel
zum Führen des Schwenkhebels beim Verstellen des Kopfteils von der Nichtgebrauchsstellung
und der Gebrauchsstellung aufweist. Der Kipphebel kann dann so vorgesehen sein, dass
er beispielsweise um eine Achse kippt, wenn der Schwenkbeschlag verstellt wird, um
über dieses Kippen den Schwenkhebel anzutreiben. Dazu kann der Kipphebel in einfacher
Weise um eine Achse schwenkbar an einem weiteren Bauteil des Schwenkbeschlags gehalten
sein.
[0014] Um die Komplexität der Verstellung des Schwenkbeschlags und des Schwenkbeschlags
selbst gering zu halten, kann der Kipphebel schwenkbar am Stützhebel und/oder an der
Linearführung, insbesondere an einer Schiene der Linearführung, montiert sein. Dies
hat dann auch den Vorteil, dass sich die Schwenkachse beim Verstellen des Kopfteils
entlang der Linearführung hin und her, insbesondere rauf und runter, bewegen kann.
Dies führt bedarfsweise zu einer weiteren Entkopplung zwischen der Schwenkbewegung
des Kopfteils zum einen und der linearen Verschiebung des Kopfteils zum anderen. Das
ermöglicht letztlich eine einfachere und zuverlässigere Ausgestaltung des wenigstens
einen Schwenkbeschlags.
[0015] Damit der Kipphebel beim Verstellen des Kopfteils in definierter Weise kippt und
dabei bedarfsweise die Bewegung des Schwenkhebels steuert, kann der Schwenkbeschlag
einen Steuerhebel umfassen, der zum Kippen des Kipphebels beim Verstellen des Kopfteils
von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung vorgesehen ist. Der Kipphebel
kann also über den Steuerhebel an dem Rahmen des Sitzmöbels angelenkt sein, um eine
sehr präzise Bewegung des Kopfteils zu gewährleisten. Das Kippen des Kipphebels ist
dann beispielsweise nur teilweise von der Bewegung des Kipphebels zusammen mit dem
Stützhebel und/oder der Linearführung beim Verstellen des Kopfteils abhängig. Die
Bewegung des Kipphebels kann über den Steuerhebel bedarfsweise teilweise ausgeglichen
und/oder teilweise verstärkt werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Kipphebel
ausgehend von der dem Kipphebel zugeordneten Schwenkachse zwei Schwenkarme aufweisen,
wobei ein Schwenkarm mit dem Schwenkhebel und ein Schwenkarm mit dem Steuerhebel verbunden
sein kann. Dies erlaubt es auf konstruktiv einfache Weise, die Bewegung des Kopfteils
sehr genau an die jeweiligen Anforderungen anpassen zu können.
[0016] Der Steuerhebel kann schwenkbar gegenüber dem Sitzmöbel montiert sein. Dies erlaubt
die Steuerung des Schwenkbeschlags während des Verstellens des Kopfteils. Dabei kann
der Steuerhebel beim Verstellen von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
über einen Teil des Verstellbereichs in die eine Richtung geschwenkt werden, während
der Steuerhebel über einen anderen Teil des Verstellbereichs in die andere Richtung
geschwenkt wird. Dabei kann der Steuerhebel der Einfachheit halber um eine ortsfeste
Schwenkachse schwenken. Ortsfest bedeutet dabei insbesondere, dass sich die Lage der
Schwenkachse relativ zum Sitzmöbel und/oder Rahmen des Sitzmöbels beim Verstellen
des Kopfteils nicht verändert. Grundsätzlich kann auf die beschriebene Weise erreicht
werden, dass sich die Bewegung des Kopfteils in einem Verstellbereich grundsätzlich
von der Bewegung des Kopfteils in einem anderen Verstellbereich unterscheidet. Beispielsweise
wird das Kopfteil in einem Verstellbereich hauptsächlich angehoben oder abgesenkt,
während das Kopfteil in einem anderen Verstellbereich hauptsächlich nach vorne oder
nach hinten geschwenkt wird.
[0017] Da das Kopfteil in der Nichtgebrauchsstellung hinter der Rückenlehne und unter der
Oberkante der Rückenlehne angeordnet ist, kann es für den Benutzer dort schwer zu
ergreifen sein, um das Kopfteil zu verstellen. Um diesem Nachteil zu begegnen, kann
eine Starthilfeeinrichtung vorgesehen sein, mit der das Kopfteil und/oder der Schwenkbeschlag
in eine Startstellung gebracht werden kann, aus der dann die weitere Verstellung leichter
bewerkstelligt werden kann. Dazu kann die Starthilfeeinrichtung der Einfachheit halber
bedarfsweise einen schwenkbar gegenüber dem Schwenkbeschlag gehaltenen Starthebel
aufweisen. Der Starthebel kann dann zusätzlich so ausgebildet sein, dass er beim Schwenken
aus einer Ruhestellung in eine Startstellung mit dem Schwenkbeschlag derart zusammenwirkt,
dass das Kopfteil aus der Nichtgebrauchsstellung in eine Startstellung bewegt wird.
Somit ist es möglich, das Kopfteil über die Starthilfeeinrichtung bzw. über den Starthebel
aus der Nichtgebrauchsstellung in die Startstellung zu bewegen, aus der das Kopfteil
dann problemlos anderweitig verstellt werden kann, anstatt gegebenenfalls das Kopfteil
auf die entsprechend andere Weise von der Nichtgebrauchsstellung bis in die Gebrauchsstellung
zu bewegen.
[0018] Besonders einfach, und zwar sowohl hinsichtlich der Bedienung als auch aus konstruktiver
Sicht, ist es dabei, wenn die Starthilfeeinrichtung ein durch Zug zu betätigendes
Betätigungsmittel aufweist. Über dieses Betätigungsmittel kann dann bedarfsweise der
Starthebel betätigt, insbesondere gezogen, werden. Damit das Betätigungsmittel einfach
erreichbar sein kann, ohne den Benutzer zu stören, kann das Betätigungsmittel als
ein Band ausgebildet sein. Das Band kann dabei sehr einfach gezogen werden, wenn an
seinem freien Ende eine Schlaufe vorgesehen ist.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann der Schwenkbetrag auch motorisch angetrieben sein.
Dann ist eine Starthilfeeinrichtung regelmäßig entbehrlich, weil das Kopfteil zum
Verstellen des Kopfteils nicht ergriffen werden muss, jedenfalls nicht zwingend in
der Nichtgebrauchsstellung. Der motorische Antrieb kann auch sicherstellen, dass das
Kopfteil wenigstens in der Gebrauchsstellung, aber bedarfsweise auch in weiteren Stellungen,
sicher gehalten bzw. arretiert ist. Der motorische Antrieb kann beispielsweise an
dem wenigstens einen Schwenkbeschlag angreifen oder an einer Querstrebe, welche zwei
auf gegenüberliegenden Seiten des Kopfteils angeordnete Schwenkbeschläge miteinander
verbindet. Die Verbindung zwischen dem motorischen Antrieb und dem Schwenkbeschlag
bzw. dem Kopfteil erfolgt vorzugsweise durch einen Gewindestab, der durch den Antrieb
in Längsrichtung verstellt wird.
[0020] Um das Kopfteil wenigstens in der Gebrauchsstellung, insbesondere aber in einer Mehrzahl
von unterschiedlichen Stellungen, vorzugsweise zwischen der Nichtgebrauchsstellung
und der Gebrauchsstellung, arretieren zu können, kann alternativ oder zusätzlich der
Schwenkbeschlag in der Verbindung zwischen dem Kopfteil und dem Stützhebel ein Rastgelenk
aufweisen. Das Rastgelenk bietet einen Formschluss zum Arretieren des Kopfteils in
der entsprechenden Stellung handeln. Bei den weiteren Stellungen kann es sich bedarfsweise
um weitere Gebrauchsstellungen zwischen den Endpositionen Nichtgebrauchsstellung und
Gebrauchsstellung. Der Schwenkbeschlag kann dabei wenigstens einen Montagehebel aufweisen,
der das Kopfteil wenigstens teilweise trägt. Dieser Montagehebel kann dann unter Ausbildung
eines Rastgelenks mit dem Stützhebel verbunden sein.
[0021] Rastgelenke zeichnen sich beispielsweise dadurch aus, dass sie einen Zahnkranz umfassen,
mit dem eine Sperrklinke kämmt. Die Sperrklinke und der Zahnkranz sind so aufeinander
abgestimmt, dass die Sperrklinke beim Verstellen des Kopfteils von der Nichtgebrauchsstellung
in die Gebrauchsstellung am Zahnkranz abgleitet, um so die Verstellung des Kopfteils
freizugeben. Die Sperrklinke kann aber einer Verstellung in die entgegengesetzte Richtung
durch einen Formschluss zwischen der Sperrklinke und dem Zahnkranz entgegenwirken.
Die Sperrklinke greift dann formschlüssig in den Zahnkranz ein. Um das Kopfteil wieder
in die Nichtgebrauchsstellung verstellen zu können, kann es vorgesehen sein, dass
das Kopfteil zunächst ganz bis in die Gebrauchsstellung verstellt wird, wodurch die
Sperrklinke deaktiviert wird, bis das Kopfteil wieder in die Nichtgebrauchsstellung
gelangt, um dann wieder aktiviert zu werden. Alternativ kann das Rastgelenk zudem
als Klemmgelenk ausgebildet sein. Dann wird das Verstellen des Kopfteils in die Nichtgebrauchsstellung
durch den Formschluss zwischen der Sperrklinke und dem Zahnkranz solange blockiert,
bis seitens des Benutzers eine Klemmkraft überwunden wird. Dann gleiten Reibflächen
des Rastgelenks aneinander an und das Kopfteil verstellt sich in Richtung der Nichtgebrauchsstellung,
obwohl die Sperrklinke weiter formschlüssig in den Zahnkranz eingreift.
[0022] Für eine formschlüssige, kraftschlüssige und/oder klemmende Arretierung des Kopfteils
in wenigstens der Gebrauchsstellung, insbesondere aber in einer Mehrzahl von Stellungen,
kann wenigstens ein Hubsteller vorgesehen sein. Bei dem Hubsteller kann es sich zwecks
eines höheren Komforts beim Verstellen des Kopfteils um einen stufenlosen Hubsteller
handeln. Alternativ oder zusätzlich kann der Hubsteller ein Gehäuse und eine gegenüber
dem Gehäuse teilweise ausziehbare Verstelllasche aufweisen. Das Einschieben der Verstelllasche
in das Gehäuse kann beispielsweise durch einen Formschluss und/oder einer Kraftschluss
zwischen dem Gehäuse und der Verstelllasche verhindert sein. Insbesondere ist vorgesehen,
dass zwischen der Verstelllasche und dem Gehäuse ein Klemmelement platziert ist, das
sich im Hubsteller derart verklemmt, dass ein weiteres Einschieben der Verstelllasche
in das Gehäuse verhindert ist. Um die Verstelllasche wieder in das Gehäuse einschieben
zu können, muss diese bedarfsweise zunächst vollständig bis zu einer Endstellung aus
dem Gehäuse herausgezogen werden. Dadurch wird gleichzeitig verhindert, dass es zu
einem Kraftschluss oder einem Klemmen beim Zurückschieben der Verstelllasche kommt.
Erreicht die Verstelllasche jedoch wieder die Ausgangsstellung, wird der Kraftschluss
und/oder die Klemmung erneut akiviert. In diesem Zusammenhang wird auf den in der
Patentanmeldung
DE 10 2014 109 010 A1 beschriebenen Hubsteller verwiesen, der hiermit durch Verweis zum Gegenstand der
vorliegenden Anmeldung gemacht wird und zwar derart, dass es sich bei dem dort beschriebenen
Hubsteller um einen hier bevorzugten Hubsteller handelt. Der Hubsteller kann aber
auch dazu ausgebildet sein, einen Formschluss zwischen der Verstelllasche und dem
Gehäuse bereitzustellen, was beispielsweise mit wenigstens einer bedarfsweise in korrespondierende
Aufnahmen eingreifenden Sperrklinke erreicht werden kann. Dabei kann die Sperrklinke
an der Verstelllasche und/oder an dem Gehäuse vorgesehen sein. Die Aufnahmen sind
dann insbesondere an dem gegenüberliegenden Bauteil vorgesehen. Auch die Sperrklinke
kann zum einfachen Verstellen des Kopfteils zurück in die Nichtgebrauchsstellung durch
vollständiges Ausziehen der Verstelllasche bis in die Gebrauchsstellung des Kopfteils
oder darüber hinaus deaktiviert und beim Einschieben der Verstelllasche bis in die
Nichtgebrauchsstellung wieder aktiviert werden.
[0023] Alternativ oder zusätzlich zu einem Hubsteller kann auch wenigstens eine Gasfeder
vorgesehen sein, um das Kopfteil von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
und/oder umgekehrt zu verstellen. Vorzugsweise arretiert die Gasfeder in der eingeschobenen
Lage. Durch ein leichtes weiteres Eindrücken kann die Arretierung der Gasfeder aufgehoben
werden, was auch als Kugelschreiberprinzip bezeichnet wird. Daraufhin fährt die Gasfeder
vorzugsweise selbsttätig aus, bis beispielsweise das Kopfteil in die Gebrauchsstellung
oder die Nichtgebrauchsstellung gelangt. Die entsprechende Gasfeder ist also besonders
für die Verstellung zwischen zwei Endlagen der Gasfeder geeignet.
[0024] Der wenigstens eine Hubsteller und/oder die wenigstens eine Gasfeder kann sowohl
mit einem Schwenkbeschlag verbunden sein, um eine kompakte, platzsparende Anordnung
zu erreichen. Der wenigstens eine Hubsteller und/oder die wenigstens eine Gasfeder
kann aber auch zwischen zwei Schwenkbeschlägen vorgesehen sein, die vorzugswiese an
gegenüberliegenden Seiten des Kopfteils vorgesehen sind. Die beiden Schwenkbeschläge
können dann zudem mit einer Querstrebe verbunden sein. An dieser Querstrebe kann dann
der Einfachheit halber der wenigstens eine Hubsteller und/oder die wenigstens eine
Gasfeder angelenkt sein. Grundsätzlich kann der Hubsteller und/oder die wenigstens
eine Gasfeder aber auch an einer anderen ohnehin vorhandenen Querstrebe oder an einem
anderen Bauteil befestigt sein.
[0025] Alternativ oder zusätzlich umfasst das Sitzmöbel ein die Rückenlehne und das Kopfteil
tragendes Rahmenelement. Das Rahmenelement kann dabei als eine Art Chassis für das
Sitzmöbel fungieren, an dem Anbauteile montiert sind. Zudem oder stattdessen kann
das Rahmenelement aber auch dazu vorgesehen sein, auf dem Boden aufzustehen und die
Rückenlehne und das Kopfteil gegenüber dem Boden abzustützen. Unabhängig davon können
das Kopfteil und das Rahmenelement mit einem flexiblen Sichtschutzmittel verbunden
sein, so dass der wenigstens eine Schwenkbeschlag nicht oder nicht ohne Weiteres sicherbar
ist, jedenfalls dann, wenn das Kopfteil in der Gebrauchsstellung angeordnet ist. Das
wird beispielsweise dadurch erreicht, dass der Schwenkbeschlag in der Gebrauchsstellung
des Kopfteils wenigstens teilweise zwischen der Rückenlehne und dem Sichtschutzmittel
angeordnet ist. Das Sichtschutzmittel kann der Einfachheit halber aus einer Textilbahn,
einem Stück Leder, einem Stück Kunststoff und/oder einer Folie gebildet werden. Derartige
Sichtschutzmittel sehen nicht nur gut aus, sondern können auch problemlos wiederholt
zusammengelegt bzw. zusammengefaltet und auseinandergezogen werden, wenn das Kopfteil
mehrfach von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung und zurück geschwenkt
wird.
[0026] Um die Lage des Kopfteils in der Nichtgebrauchsstellung und/oder in der Gebrauchsstellung
festzulegen, kann der Schwenkhebel wenigstens eine Anschlagfläche aufweisen. Die wenigstens
eine Anschlagfläche kann dabei der Einfachheit halber dadurch wirksam werden, dass
die wenigstens eine Anschlagfläche mit dem Stützhebel und/oder dem Kipphebel in Anlage
gelangt, wenn das Kopfteil die entsprechende Stellung erreicht hat.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1A-D
- ein erstes erfindungsgemäßes Sitzmöbel in einer vertikalen Schnittansicht von der
Seite in unterschiedlichen Stellungen,
- Fig. 2A-D
- einen Schwenkbeschlag des Sitzmöbels gemäß Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht
in den Stellungen gemäß den Fig. 1A-D,
- Fig. 3A-D
- ein zweites erfindungsgemäßes Sitzmöbel mit einer Starthilfeeinrichtung in einer vertikalen
Schnittansicht von der Seite in unterschiedlichen Stellungen
- Fig. 4A-B
- einen Schwenkbeschlag eines dritten erfindungsgemäßen Sitzmöbels umfassend ein Rastgelenk
in einer perspektivischen Ansicht in zwei unterschiedlichen Stellungen,
- Fig. 5A-B
- einen Schwenkbeschlag eines vierten erfindungsgemäßen Sitzmöbels umfassend einen Hubsteller
in einer perspektivischen Ansicht in zwei unterschiedlichen Stellungen,
- Fig. 6
- ein fünftes erfindungsgemäßes Sitzmöbel mit Hubstellern in einer perspektivischen
Schnittansicht und
- Fig. 7
- ein sechstes erfindungsgemäßes Sitzmöbel mit einem motorischen Antrieb in einer perspektivischen
Schnittansicht.
[0028] In den Fig. 1A-D ist ein Sitzmöbel 1 mit einem Kopfteil 2 in unterschiedlichen Stellungen
dargestellt. Das Sitzmöbel 1 umfasst neben dem Kopfteil 2, eine Rückenlehne 3, einen
Sitz 4, zwei Schwenkbeschläge 5 und ein Rahmenelement 6, das die Rückenlehne 3, das
Kopfteil 2, den Sitz 4 und den Schwenkbeschlag 5 trägt und gegenüber dem Boden abstützt,
auf dem das Rahmenelement 6 aufsteht. Das Kopfteil 2 und die Rückenlehne 3 sind separat
voneinander gepolstert. Ferner ist auch der Sitz 4 separat gepolstert. Es wäre jedoch
denkbar, dass der Sitz 4 und die Rückenlehne 3 ein gemeinsames Polster aufweisen.
Das Kopfteil 2 befindet sich in der Stellung gemäß Fig. 1 A in der Nichtgebrauchsstellung.
Der Benutzer nutzt das Kopfteil 2 in dieser Stellung nicht. In der Nichtgebrauchsstellung
ist das Kopfteil 2 hinter der Rückenlehne 3 und unterhalb der Oberkante 7 der Rückenlehne
3 positioniert. Aus dieser Nichtgebrauchsstellung kann das Kopfteil 2 in eine Gebrauchsstellung
verstellt werden. Die Nichtgebrauchsstellung und die Gebrauchsstellung stellen die
Endstellungen dar, zwischen denen das Kopfteil 2 hin und her verstellt werden kann.
[0029] Um das Kopfteil 2 von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung zu bringen,
kann das Kopfteil 2 vom Benutzer ergriffen und nach oben bewegt werden. Das Sitzmöbel
1 gelangt dabei in die in der Fig. 1B dargestellte Stellung. Das Kopfteil 2 ist dabei
insbesondere etwas nach oben angehoben und zudem leicht nach vorne geschwenkt. Diese
Bewegung des Kopfteils 2 wird durch den Schwenkbeschlag 5 vorgegeben und geführt.
Des Weiteren wird ein zusammengefaltetes Sichtschutzmittel 8 teilweise auseinandergefaltet,
so dass trotz des Anhebens des Kopfteils 2 ein Sichtschutz in das Rahmenelement 6
hinein und auf den Schwenkbeschlag 5 besteht. Es ist also ohne Weiteres weder der
Schwenkbeschlag 5 sichtbar, noch kann in das Rahmenelement 6 hineingesehen werden.
[0030] Beim weiteren Verstellen des Kopfteils 2 in Richtung der Gebrauchsstellung wird die
in der Fig.1C dargestellte Stellung des Sitzmöbels 1 eingenommen. In dieser Stellung
ist das Kopfteil 2 weiter angehoben und nunmehr bereits deutlich geschwenkt. Bis zum
Erreichen der Gebrauchsstellung, die in der Fig. 1D dargestellt ist, wird das Kopfteil
2 nur noch geringfügig angehoben aber trotzdem weit nach vorne geschwenkt. In der
entsprechenden Gebrauchsstellung kann der Benutzer des Sitzmöbels 1 bequem den Kopf
gegen das Kopfteil 2 lehnen. Der rückwärtige Bereich des Kopfteils 2 und der aus dem
Rahmenelement 6 herausragende Teil des Schwenkbeschlags 5 sind durch das sich nun
weiter aufgefaltete Sichtschutzmittel 8 verdeckt. Auch in dieser Stellung sind der
Schwenkbeschlag 5 und das Innere des Rahmenelements 6 von außen nicht ohne Weiteres
sichtbar.
[0031] Um das Kopfteil 2 wieder zurück in die Nichtgebrauchsstellung zu verstellen, wird
das zuvor beschriebene Verstellen des Kopfteils 2 erneut nur in entgegengesetzter
Richtung durchgeführt. Zum Verstellen des Kopfteils 2 dienen die Schwenkbeschläge
5 des Sitzmöbels 1, die zu beiden Seiten des Kopfteils 2 angeordnet sind und von denen
in den Fig. 1A-D jeweils lediglich ein Schwenkbeschlag 5 dargestellt ist. Der entsprechende
Schwenkbeschlag 5 ist in den Stellungen gemäß den Fig. 1A-D im Detail in den Fig.
2A-D dargestellt. So ist leichter ersichtlich, wie der Schwenkbeschlag 5 verstellt
wird, um das Kopfteil 2 von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung und
zurück zu schwenken. Damit ergibt sich auch das Schwenken des Schwenkbeschlags 5 beim
Verstellen des Kopfteils 2 von der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung,
da sich der Schwenkbeschlag 5 dann ebenso nur in die entgegengesetzte Richtung verstellt.
[0032] In der Fig. 2A ist eine Stellung des Schwenkbeschlags 5 dargestellt, der eingenommen
wird, wenn sich das Kopfteil 2 in der Nichtgebrauchsstellung befindet. Der dargestellte
und insoweit bevorzugte Schwenkbeschlag 5 umfasst eine Anschlagplatte 9, mit der der
Schwenkbeschlag 5 an dem Rahmenelement 6 des Sitzmöbels 1 befestigt, insbesondere
verschraubt, ist. Die Anschlagplatte 9 trägt eine Linearführung 10, die als Schienensystem
11 mit mehreren Schienen 12 ausgeführt ist. Die Schienen 12 sind in Längsrichtung
gegeneinander verschiebbar. Auf diese Weise wird beim dargestellten und insoweit bevorzugten
Schwenkbeschlag 5 ein teleskopierbares Schienensystem 11 geschaffen, das teleskopartig
auseinandergezogen und wieder zusammengeschoben werden kann. Die Linearführung 10
trägt bedarfsweise als eine Schiene 12 des Schienensystems 11 einen Stützhebel 13,
der über das Schienensystem 11 linear nach oben und wieder nach unten verschoben werden
kann und das Kopfteil 2 wenigstens teilweise gegenüber dem Rahmenelement 6 abstützt.
[0033] Am oberen Ende des Stützhebels 13 ist zu diesem Zweck ein Montagehebel 14 um eine
Schwenkachse 15 schwenkbar mit dem Stützhebel 13 verbunden. Am Montagehebel 14 ist
das eigentliche Kopfteil 2 montiert, wozu ein Flansch 16 am Montagehebel 14 vorgesehen
ist. An dem Flansch 16 kann ein Trägerelement, etwa in Form eines Bretts montiert
sein, das sich dann bis zum Flansch 16 des gegenüberliegend vorgesehenen weiteren
Schwenkbeschlags 5 erstrecken kann. Dieser weitere Schwenkbeschlag 5 ist vorzugsweise
gleichartig aber spiegelverkehrt aufgebaut.
[0034] Mit dem Montagehebel 14 ist ferner ein Schwenkhebel 17 um eine Schwenkachse 18 schwenkbar
verbunden. Der Schwenkhebel 17 dient insbesondere dem Schwenken des Kopfteils 2 um
die Schwenkachse 15 zwischen dem Montagehebel 14 und dem Stützhebel 13. Dazu ist der
Schwenkhebel 17 mit seinem gegenüberliegenden Ende mit einem Kipphebel 19 über eine
Schwenkachse 20 schwenkbar verbunden. Der Kipphebel 19 ist wiederum über eine Schwenkachse
21 schwenkbar an der Linearführung 10, insbesondere dem Stützhebel 13, gehalten. Der
Kipphebel 19 weist ausgehend von dieser Verbindung mit der Linearführung 10, um die
der Kipphebel 19 gekippt werden kann, zwei Hebelarme 22,23 auf, die sich im Wesentlichen
in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Der eine Hebelarm 22 ist, wie bereits erläutert
worden ist, mit dem Schwenkhebel 17 verbunden, während der andere Hebelarm 23 des
Kipphebels 19 über eine Schwenkachse 24 mit einem Steuerhebel 25 schwenkbar verbunden
ist. Der Steuerhebel 25 ist mit seinem weiteren Ende über eine Schwenkachse 26 an
der Anschlagplatte 9 angelenkt.
[0035] Der dargestellte und insoweit bevorzugte Schwenkbeschlag 5 ist möglichst einfach
ausgebildet. Insbesondere ist auf unnötige Hebel verzichtet worden. Gleichwohl könnten
bedarfsweise einzelne Hebel durch eine Mehrzahl von Hebeln ersetzt und die gleichen
Funktionalitäten erreicht werden. Daher wird vorliegend der Begriff Hebel nicht zwingend
als einzelner Hebel, sondern bedarfsweise als Hebeleinheit verstanden. Die Verstellung
des dargestellten und insoweit bevorzugten Schwenkbeschlags 5 wird nachfolgend erläutert.
[0036] Beim Verstellen des Kopfteils 2 aus der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
wird der Schwenkbeschlag 5 zunächst aus der Stellung gemäß Fig. 2A in die Stellung
gemäß Fig. 2B verstellt, und zwar etwa dadurch, dass das Kopfteil 2 vom Benutzer ergriffen
und in die gewünschte Richtung verstellt wird. Dabei verschiebt sich insbesondere
der Stützhebel 13 über die Linearführung 10 und damit das Kopfteil 2 nach oben. Gleichzeitig
wird auch der Kipphebel 19 nach oben verschoben. Durch die Anbindung des Kipphebels
19 über den Steuerhebel 25 an die Anschlagplatte 9 kippt der Kipphebel 19 deutlich
in eine waagerechtere Stellung. Da der mit dem Schwenkhebel 17 verbundene Hebelarm
22 des Kipphebels 19 jedoch sehr kurz ist und die Schwenkachsen 20,21 zwischen dem
Kipphebel 19 und der Linearführung 10 einer- sowie dem Schwenkhebel 17 andererseits
zunächst fast übereinander angeordnet sind, ergibt sich aus dem deutlichen Kippen
des Kipphebels 19 lediglich ein geringfügiges Verstellen des Schwenkhebels 17 gegenüber
dem Stützhebel 13. Infolgedessen wird der Montagehebel 14 und damit letztlich das
Kopfteil 2 nur geringfügig um die Schwenkachse 15 zwischen dem Stützhebel 13 und dem
Montagehebel 14 geschwenkt. Dies ist zweckmäßig, um das Kopfteil 2 zunächst erst einmal
über die Oberkante 7 der Rückenlehne 3 zu heben, um dann freier geschwenkt werden
zu können.
[0037] Beim weiteren Verstellen des Schwenkbeschlags 5 kippt der Kipphebel 19 weiter, während
der Kipphebel 19, der Stützhebel 13, der Montagehebel 14 und das Kopfteil 2 weiter
angehoben werden. Da der mit dem Schwenkhebel 17 verbundene Hebelarm 22 des Kipphebels
19 dabei waagerechter ist, wird durch den Kipphebel 19 ein größerer Verstellweg auf
den Schwenkhebel 17 übertragen, der den Montagehebel 14 und damit das Kopfteil 2 etwas
stärker um die Schwenkachse 15 zwischen dem Stützhebel 13 und dem Montagehebel 14
schwenkt, jedenfalls bezogen auf die durch die Linearführung 10 bewirkte Höhenverstellung
des Stützhebels 13.
[0038] Bis zur Gebrauchsstellung des Kopfteils 2 wird der Stützhebel 13 über die Linearführung
10 nur noch geringfügig angehoben. Allerdings wird der Montagehebel 14 dabei gleichzeitig
deutlich geschwenkt. Dies wird erreicht, indem der Steuerhebel 25 nun gegenüber der
Anschlagplatte 9 in die andere Richtung schwenkt als ausgehend von der Nichtgebrauchsstellung.
Dadurch wird der Kipphebel 19 in eine etwa senkrechte Richtung geschwenkt und der
Schwenkhebel 17 in Bezug zum Stützhebel 13 deutlich angehoben. Da zudem der zwischen
dem Schwenkhebel 17 und dem Stützhebel 13 eingenommene Winkel abnimmt, kommt es dazu,
dass das Kopfteil 2 am Schluss des Verstellwegs hauptsächlich geschwenkt wird, während
das Kopfteil 2 zu Beginn des Verstellwegs hauptsächlich angehoben worden ist. Das
Verstellen des Kopfteils 2 zurück in die Nichtgebrauchsstellung erfolgt in gleicher
Weise nur umgekehrt.
[0039] Bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Schwenkbeschlag 5 weist der Schwenkhebel
Anschlagflächen 27,28 auf, die die weitere Verstellung des Schwenkbeschlags über die
Gebrauchsstellung und die Nichtgebrauchsstellung hinaus verhindern. In der Nichtgebrauchsstellung
ist die eine Anschlagfläche 27 in Anlage an dem Kipphebel 19, während in der Gebrauchsstellung
die andere Anschlagfläche 28 in Anlage am Stützhebel 13 ist. Grundsätzlich könnten
die Anschlagflächen aber auch an anderen Hebeln vorgesehen sein und wiederum bedarfsweise
mit anderen Hebeln in der Gebrauchsstellung und/oder der Nichtgebrauchsstellung in
Anlage kommen.
[0040] In den Fig. 3A-D ist das Verstellen des Kopfteils 2 ausgehend von der Nichtgebrauchsstellung
in die Gebrauchsstellung unter Zuhilfenahme einer Starthilfeeinrichtung 30 dargestellt.
Das Sitzmöbel 1' entspricht ansonsten im Prinzip dem Sitzmöbel 1 gemäß Fig. 1, während
der Schwenkbeschlag 5 ansonsten im Wesentlichen dem Schwenkbeschlag 5 gemäß Fig. 2
entspricht. Zusätzlich ist jedoch ein Starthebel 31 der Starteinrichtung 30 vorgesehen,
der beim dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1' an der Anschlagplatte
9 schwenkbar angelenkt ist. Der Starthebel 31 wird durch Ziehen eines Betätigungsmittels
32 in Form eines Bands betätigt und dabei aus der in den Fig. 3A und 3D dargestellten
Ruhestellung in die in der Fig. 3C dargestellte Startstellung bewegt. Das Betätigungsmittel
32 kann aus einem textilen Material gefertigt sein und eine Schlaufe 33 zum besseren
Ergreifen durch den Benutzer aufweisen. Zudem ist das Betätigungsmittel 32 beim dargestellten
und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1' durch einen Spalt 34 zwischen dem Sitz 4 und
der Rückenlehne 3 in Richtung der Sitzfläche 35 hindurchgeführt. Es reicht aus, wenn
die Starthilfeeinrichtung 30 an einem Schwenkbeschlag 5 vorgesehen ist. Dann ist auch
das Betätigungsmittel 32 nur an einer Seite des Sitzes 4 vorgesehen.
[0041] Wird durch den Benutzer an dem Betätigungsmittel 32 gezogen, während sich das Kopfteil
2 gemäß Fig. 3A in der Nichtgebrauchsstellung befindet, so schwenkt der Starthebel
31 nach vorne. Dabei gelangt eine Anlagefläche 36 des Starthebels 31 an ein Anschlagmittel
37 des Schwenkbeschlags 5, wobei das Anschlagmittel 37 drehbar ausgebildet sein kann,
um nachfolgend mit geringerer Reibung entlang der Anlagefläche 36 geführt zu werden.
Alternativ oder zusätzlich kann aber auch ein Material mit geringem Reibbeiwert verwendet
werden. Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Schwenkbeschlag 5 ist das Anschlagmittel
37 zur Anlage an den Starthebel 31 an dem Kipphebel 19 befestigt. Auf diese Weise
kann die vom Starthebel 31 auf den Schwenkbeschlag 5 ausgeübte Kraft insbesondere
in ein Anheben des Stützhebels 13 umgesetzt werden. Das Sitzmöbel 1' gelangt dabei
in die in der Fig. 3B dargestellte Stellung.
[0042] Diese Bewegung zieht natürlich die Verstellung des Schwenkbeschlags 5 nach sich,
da der Schwenkbeschlag 5 diesbezüglich nur einen Freiheitsgrad hat. Dementsprechend
ist die Anlagefläche 36 des Starthebels 31 gebogen, um der Verstellung des Schwenkbeschlags
5 zu folgen. Anfänglich ist die Anschlagfläche 36 stark gegenüber der Vertikalen geneigt,
während die Anlagefläche 36 mit zunehmender Verstellung des Kopfteils 2 in eine Startstellung
sich immer mehr in vertikaler Richtung neigt. Das Betätigungsmittel 32 lässt sich
dabei bis in die in der Fig. 3C dargestellte Stellung ziehen und der Starthebel 31
in die entsprechende Stellung schwenken, in der der Starthebel 31 beispielsweise an
einen Anschlag oder die Rückenlehne 3 stoßen kann. Das Kopfteil 2 befindet sich dann
in der Startstellung. In dieser Startstellung kann der Benutzer das Kopfteil 2 verglichen
mit der Nichtgebrauchsstellung sehr viel leichter ergreifen und in die Gebrauchsstellung
bewegen, die in der Fig. 3D dargestellt ist.
[0043] In den Fig. 4A-B ist ein Schwenkbeschlag 5' umfassend ein Rastgelenk 40 in der Verbindung
zwischen dem Stützhebel 13' und dem Montagehebel 14' in zwei verschiedenen Stellungen
dargestellt, nämlich gemäß Fig. 4A in der Nichtgebrauchsstellung und gemäß Fig. 4B
in der Gebrauchsstellung. Das Rastgelenk 40 weist einen umlaufenden Zahnkranz 41 und
eine verdeckt dargestellte Sperrklinke 42 auf. Beim Verstellen in Richtung der Gebrauchsstellung
gleitet die Sperrklinke 42 an dem Zahnkranz 41 ab, gelangt aber in formschlüssigen
Eingriff mit dem Zahnkranz 41, wenn das Kopfteil 2 in Richtung der Nichtgebrauchsstellung
zurückgeschwenkt wird. Daher wird das Kopfteil 2 in der entsprechenden Position oder
wenigstens einer anderen Position arretiert. Dies kann eine weitere Gebrauchsstellung
sein, in der der Benutzer die Position des Kopfteils 2 als bequem empfindet. Für das
Zurückstellen des Rastgelenks 40 muss beispielsweise zunächst die Gebrauchsstellung
erreicht werden, in der die Sperrklinke 42 deaktiviert wird, bis die Nichtgebrauchsstellung
erreicht und die Sperrklinke 42 wieder aktiviert wird. Alternativ muss eine so hohe
Kraft aufgebracht werden, dass trotz des formschlüssigen Eingriffs von Sperrklinke
42 und Zahnkranz 41 ansonsten klemmende Reibflächen aneinander abgleiten und das Zurückverstellen
ermöglichen. Man spricht dann von einem sogenannten Rastklemmgelenk, das wie Rastgelenk
40 bereits bekannt ist.
[0044] In den Fig. 5A-B ist ein Schwenkbeschlag 5" mit einem Hubsteller 50 dargestellt,
wobei der Schwenkbeschlag 5" in der Fig. 5A in der Nichtgebrauchsstellung und in der
Fig. 5B in der Gebrauchsstellung dargestellt ist. Der Hubsteller 50 verbindet die
Anschlagplatte 9 mit dem Stützhebel 13 und verhindert ein versehentliches Zurückstellen
des Kopfteils 2 in Richtung der Nichtgebrauchsstellung. Beim Verstellen des Schwenkbeschlags
5" in Richtung der Gebrauchsstellung wird eine Verstelllasche 51 aus einem Gehäuse
52 des Hubstellers 50 gezogen. Die Verstelllasche 15 kann aber nicht ohne Weiteres
wieder in das Gehäuse 52 eingeschoben werden, weil beispielsweise eine Sperrklinke
der Verstelllasche 51 in formschlüssigen Eingriff mit dem Gehäuse 52 gelangt oder
eine Sperrklinke des Gehäuses 52 in formschlüssigen Eingriff mit der Verstelllasche
51 gelangt. Alternativ kann es aber auch zu einem Verklemmen der Verstelllasche 51
im Gehäuse 52 kommen, etwa weil sich wenigstens ein Klemmelement zwischen der Verstelllasche
51 und dem Gehäuse 52 verklemmt. Im Falle einer Klemmverbindung kann der Hubsteller
50 bedarfsweise stufenlos ausgebildet sein. Der Hubsteller 50 kann jedoch mit dem
vollständigen Ausziehen der Verstelllasche 51 bis zur Gebrauchsstellung des Kopfteils
2 in einen Zustand überführt werden, in dem die Verstelllasche 51 in das Gehäuse 52
eingeschoben werden kann. Wird dabei die Nichtgebrauchsstellung des Kopfteils 2 erreicht,
wird der Hubsteller 50 wieder aktiviert und das Zurückstellen ist wieder verhindert.
In diesem Zusammenhang wird auf die deutsche Patentanmeldung
DE 10 2014 109 010 A1 verwiesen, deren gesamter Offenbarungsgehalt hiermit auch zum Gegenstand der vorliegenden
Anmeldung gemacht wird.
[0045] In der Fig. 6 ist eine alternative Anordnung von Hubstellern 50 dargestellt. Beim
dargestellten und insoweit bevorzugten Sitzmöbel 1" sind zwei Schwenkbeschläge 5 an
gegenüberliegenden Seiten des Kopfteils 2 vorgesehen, die, insbesondere deren Stützhebel
13, über eine Querstrebe 60 miteinander verbunden sind. Ferner ist eine Querstrebe
61 zwischen den Seitenteilen 62 des Rahmenelements 6 des Sitzmöbels 1" vorgesehen.
Die beiden Hubsteller 50 sind dabei jeweils mit beiden Querstreben 60,61 verbunden,
um das Kopfteil 2 in den vom Benutzer gewünschten Positionen arretieren zu können.
[0046] In der Fig. 7 ist ein Sitzmöbel 1'" der zuvor beschriebenen Art dargestellt, das
jedoch anstelle eines Rastgelenks 40, eines Hubstellers 50 und einer Starthilfeeinrichtung
30 einen motorischen Antrieb 70 aufweist. Der Motor 71 des motorischen Antriebs 70
ist ortsfest im Rahmenelement 6 des Sitzmöbels 1'" montiert und bewegt eine Gewindestange
72 in deren Längsrichtung hin und her. Die Gewindestange 72 ist mit einer Querstrebe
60 zwischen den beiden Schwenkbeschlägen 5 des dargestellten und insofern bevorzugten
Sitzmöbels 1"' verbunden, über die die Schwenkbeschläge 5 über den motorischen Antrieb
70 einerseits angetrieben und andererseits arretiert werden.
1. Sitzmöbel (1,1',1",1'"), insbesondere Sessel oder Sofa, mit einer Rückenlehne (3)
und einem gegenüber der Rückenlehne (3) von einer Nichtgebrauchsstellung in eine Gebrauchsstellung
und zurück schwenkbaren Kopfteil (2), wobei das Kopfteil (2) über wenigstens einen
Schwenkbeschlag (5,5') zum Schwenken des Kopfteils (2) mit der Rückenlehne (3) verbunden
ist, die Rückenlehne (3) und das Kopfteil (2) separat voneinander gepolstert sind
und wobei das Kopfteil (2) in der Gebrauchsstellung wenigstens teilweise oberhalb
einer Oberkante (7) der Rückenlehne (3) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (2) in der Nichtgebrauchsstellung hinter der Rückenlehne (3) und unterhalb
der Oberkante (7) der Rückenlehne (3) angeordnet ist.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbeschlag (5,5') eine Linearführung (10), vorzugsweise in Form eines Schienensystems
(11), insbesondere mit teleskopartig ausziehbaren Schienen (12), zum linearen Verschieben
eines Stützhebels (13,13'), vorzugsweise ebenso des Kopfteils (2), beim Verstellen
des Kopfteils (2) von der Nichtgebrauchsstellung und der Gebrauchsstellung aufweist.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbeschlag (5,5') einen Schwenkhebel (17) zum Schwenken des Kopfteils (2)
beim Verstellen des Kopfteils (2) von der Nichtgebrauchsstellung und der Gebrauchsstellung
aufweist.
4. Sitzmöbel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbeschlag (5,5') einen Kipphebel (19) zum Führen des Schwenkhebels (17)
beim Verstellen des Kopfteils (2) von der Nichtgebrauchsstellung und der Gebrauchsstellung
aufweist.
5. Sitzmöbel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kipphebel (19) schwenkbar an der Linearführung (10) und/oder am Stützhebel (13)
gehalten ist.
6. Sitzmöbel nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbeschlag (5,5') einen Steuerhebel (25) zum Kippen des Kipphebels (19)
beim Verstellen des Kopfteils (2) von der Nichtgebrauchsstellung und der Gebrauchsstellung
aufweist.
7. Sitzmöbel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (25) schwenkbar, insbesondere um eine ortsfeste Schwenkachse (26),
gegenüber dem Sitzmöbel (1,1',1",1'") gehalten ist und dass der Steuerhebel (25) beim
Verstellen des Kopfteils (2) von der Nichtgebrauchsstellung in eine Zwischenstellung
in eine Richtung und beim Verstellen des Kopfteils (2) von der Zwischenstellung in
die Nichtgebrauchsstellung in die entgegengesetzte Richtung geschwenkt wird.
8. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Starthilfeeinrichtung (30) mit einem schwenkbar gegenüber dem Schwenkbeschlag
(5) gehaltenen Starthebel (31) vorgesehen ist und dass der Starthebel (31) beim Schwenken
aus einer Ruhestellung in eine Startstellung mit dem Schwenkbeschlag (5,5') derart
zusammenwirkt, dass das Kopfteil (2) aus der Nichtgebrauchsstellung in eine Startstellung
bewegt wird.
9. Sitzmöbel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Starthilfeeinrichtung (30) ein durch Zug zu betätigendes Betätigungsmittel (32)
aufweist.
10. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbeschlag (5) motorisch angetrieben ist.
11. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbeschlag (5') in der Verbindung zwischen dem Kopfteil (2) und dem Stützhebel
(13) ein Rastgelenk (40) zum formschlüssigen Arretieren des Kopfteils (2) gegenüber
dem Stützhebel (13) in einer Mehrzahl von Positionen aufweist.
12. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Hubsteller (50) zum formschlüssigen, klemmenden und/oder kraftschlüssigen
Arretieren des Kopfteils (2) gegenüber dem Stützhebel (13) und/oder der Rückenlehne
(3) in einer Mehrzahl von Positionen vorgesehen ist und/oder dass wenigstens eine
Gasfeder zum Verstellen des Kopfteils von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
und/oder umgekehrt vorgesehen ist.
13. Sitzmöbel nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Hubsteller (50) und/oder die wenigstens eine Gasfeder mit dem
Schwenkbeschlag (5) verbunden ist oder zwischen an gegenüberliegenden Seiten des Kopfteils
(2) vorgesehenen Schwenkbeschlägen (5) vorgesehen, insbesondere mit einer die Schwenkbeschläge
(5) miteinander verbindenden Querstrebe (60) verbunden ist.
14. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass ein die Rückenlehne (3) und das Kopfteil (2) tragendes Rahmenelement (6) vorgesehen
ist, dass das Kopfteil (2) und das Rahmenelement (6) mit einem flexiblen Sichtschutzmittel
(8), vorzugsweise in Form einer Textilbahn, einem Stück Leder oder einer Folie, miteinander
verbunden sind und dass der Schwenkbeschlag (5,5') in der Gebrauchsstellung des Kopfteils
(2) wenigstens teilweise zwischen der Rückenlehne (3) und dem Sichtschutzmittel (8)
angeordnet ist.
15. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 2 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel (17) wenigstens eine Anschlagfläche zur Definition wenigstens der
Nichtgebrauchsstellung oder Gebrauchsstellung aufweist und, vorzugsweise, dass die
wenigstens eine Anschlagfläche mit dem Stützhebel und/oder dem Kipphebel in Anlage
gelangt.