[0001] Die Erfindung betrifft einen Reinigungsartikel mit einem absorbierenden Grundmaterial,
das durch ein Flachmaterial gebildet ist, mit einer ersten und einer zweiten Seitenfläche,
wobei auf mindestens der ersten Seitenfläche eine Beschichtung vorgesehen ist, die
der ersten Seitenfläche des Reinigungsartikels eine gegenüber der unbeschichteten
ersten Seitenfläche erhöhte Reibungskraft verleiht, wobei die Beschichtung eine Vielzahl
von Beschichtungslinien umfasst.
[0002] Im Stand der Technik sind eine Vielzahl von Reinigungsartikel zur Reinigung von Flächen,
z. B. zur Haushaltsreinigung bekannt.
[0003] So ist beispielsweise aus der
WO 03/104544 A1 ein Reinigungswischtuch mit einem Flächengebilde aus Vliesmaterial und einem strukturierten
Beschichtungsauftrag bekannt, wobei als Beschichtungsmuster insbesondere diskrete
einzelne Muster vorgesehen sind.
[0004] Weiterhin ist aus der
WO 2004/106002 A1 ein Reinigungswischtuch bekannt, wobei die Anordnung der abrasiven Bereiche vorzugsweise
ungerichtet ist, um eine gute Abriebsleistung in jede Richtung zu gewährleisten.
[0005] Darüber hinaus ist aus der
DE 25 36 440 ein saugfähiges textiles Flächengebilde bekannt, das aus einem Vliesstoff besteht
und beidseitig mit Bindemitteloberflächen beschichtet ist , wobei ein erhabenes, rakelartig
wirkendes Druckmuster aus unzusammenhängenden geometrischen Figuren gebildet ist und
insbesondere durchgehende Kanäle oder Gassen des Druckmusters vermieden werden sollen.
[0006] Des Weiteren ist aus der
DE 10 2004 039 517 B4 ein Reinigungstuch bekannt mit einer als Druckmuster ausgebildeten Oberflächenbeschichtung,
die ein abrasives Mittel aufweist, wobei flächige Muster vorgesehen sind.
[0007] Des Weiteren ist aus der
EP 1 342 825 B1 ein Vliesstoff für Putztücher bekannt mit sehr feinen Fasern, wobei ein Bindemittelauftrag
vorgesehen ist.
[0008] Schließlich ist aus der
WO 2015/123635 A1 ein Reinigungsartikel bekannt, bei dem ein Vliesstoff mit einer nach außen überragend
linienförmige Beschichtung versehen ist, die Beschichtungshöhen von 0,05 bis 0,8 mm
aufweisen kann.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Reinigungsartikel bereitzustellen, der eine gute abrasive Wirkung gegen anhaftenden
Schmutz der zu reinigenden Flächen bei gleichzeitige guter ausreichender Absorptionsmöglichkeit
für die abzutragenden Bestandteile bereitstellt.
[0010] Unter einem Reinigungsartikel im Sinne der Erfindung sollen insbesondere Reinigungstücher
für Flächenreinigung, beispielsweise für Haushaltszwecke, insbesondere zur Geschirrreinigung,
aber auch zur Flächenreinigung, vorzugsweise im Küchen- oder Sanitärbereich, sowie
zur Scheibenreinigung etc. verstanden werden.
[0011] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Reinigungsartikel mit dem Merkmal des
Anspruchs 1, bei dem die Beschichtungslinien ein Verhältnis von Beschichtungslinienbreite
zu Beschichtungslinienhöhe von mindestens 2 aufweisen und wobei die Beschichtungslinienbreite
0,2 bis 1,5 mm und die Beschichtungslinienhöhe höchstens 0,8 mm beträgt.
[0012] Auf diese Weise können vergleichsweise dünne, feine Beschichtungslinien bereitgestellt
werden, die einen besseren Abrieb versprechen als breitere Linien oder flächenhafte
Muster, die über die abzureibenden Verschmutzungen eher "hinwegrutschen".
[0013] Derartige feine Linien können bevorzugt im Tiefdruckverfahren umgesetzt werden. Grundsätzlich
sind jedoch auch andere Verfahren, wie beispielsweise Siebdruckverfahren denkbar.
[0014] Insbesondere bevorzugt weisen die Beschichtungslinien ein Verhältnis von Beschichtungslinienbreite
zu Beschichtungslinienhöhe von 2-15, insbesondere 2-10 und weiter insbesondere 2-6
auf.
[0015] Die Linienbreite der Beschichtungslinie beträgt insbesondere mindestens 0,3 mm, weiter
insbesondere mindestens 0,4 mm, weiter insbesondere mindestens 0,5 mm und weiter insbesondere
mindestens 0,6 mm. Die Linienbreite der Beschichtungslinien beträgt insbesondere höchstens
1,2 mm, weiter insbesondere höchstens 1,0 mm, weiter insbesondere höchstens 0,8 mm.
[0016] Die Länge der Beschichtungslinie im Verhältnis zur Linienbreite soll insbesondere
mindestens das 5-fache, vorzugsweise mindestens das 6-fache, weiter bevorzugt mindestens
das 8-fache und weiter bevorzugt mindestens das 10-fache der Linienbreite ausmachen.
[0017] Die Höhe der Beschichtungslinien sowie gegebenenfalls vorgesehener weiterer Beschichtungen
soll insbesondere mindestens 0,1 mm, weiter insbesondere mindestens 0,2 mm betragen.
Dabei soll die Höhe der Beschichtungslinie weiter insbesondere höchstens 0,6 mm, weiter
insbesondere höchstens 0,5 mm und weiter insbesondere höchstens 0,4 mm sein.
[0018] Die Messung der Höhe der Beschichtung kann mit einem Mikroskop mit einer entsprechenden
Vergrößerung ermittelt werden, und zwar dabei als die Differenz zwischen einer gemittelten
oberen Oberseite des Grundmaterials und der oberen Kante der Beschichtungslinie bzw.
weiteren Beschichtungen.
[0019] Mit diesen bevorzugten Höhen der Beschichtungslinien und der gegebenenfalls vorgesehenen
weiteren Beschichtungen kann eine gute Abriebwirkung erreicht werden und dennoch auch
der Kontakt zwischen den unbeschichteten absorbierenden Bereiche der ersten Seitenfläche
und der zu reinigenden Oberfläche erhalten bleiben. Zudem werden vorteilhaft unangenehm
anfühlbare haptische Effekte vermieden.
[0020] Vorzugsweise ist die gesamte Beschichtung über der oberen Oberseite des Grundmaterials
erhaben ausgebildet.
[0021] Dabei umfasst die Beschichtung des Reinigungsartikels Beschichtungslinien. Eine vollflächige
Beschichtung des Reinigungsartikels im Sinne eines kontinuierlichen, flächendeckenden
ununterbrochenen Auftrags ist nicht vorgesehen. Neben der Beschichtung in Form von
Beschichtungslinien können jedoch auch partielle flächenhafte Beschichtungen oder
punktförmige Beschichtungen vorgesehen sein. Ausschließlich flächige bzw. ausschließlich
homogen verteilte punktförmige Beschichtungen sind somit nicht erfindungsgemäß.
[0022] Insbesondere bevorzugt besteht die Beschichtung des Reinigungsartikels vollständig
aus Beschichtungslinien.
[0023] Die linienförmigen Beschichtungen können dabei grundsätzlich sowohl gerade Linien
als auch von einem geraden Verlauf abweichende Linien, wie gekrümmte Linien, wellenlinienförmige,
zickzackförmige Linien, sowie sich schneidende gerade oder auch von einem geraden
Verlauf abweichende Linien, wie gekrümmte, wellenlinienförmige, zickzackförmige Linien
aufweisen. Die Linienführung kann grundsätzlich sowohl durchgehend als auch unterbrochen
gestaltet sein, sofern die Linie als solche klar erkennbar bleibt. D. h., es sind
auch gestrichelte, strichpunktierte oder gepunktete Beschichtungslinien im Sinne der
vorliegenden Erfindung denkbar. Insbesondere dürfen die unterbrochenen Stellen nicht
länger als das Zehnfache, insbesondere nicht länger als das Achtfache, insbesondere
nicht länger als das Sechsfache, insbesondere nicht länger als das Vierfache der Linienbreite
dieser unterbrochenen Stelle benachbarten Linie sein.
[0024] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Beschichtung ein Flächengewicht
von 5 - 50 g/m
2, vorzugsweise von 5 - 40g/m
2, weiter vorzugsweise von 5 - 25 g/m
2 aufweist. Hierdurch sollen sowohl Beschichtungslinien als auch gegebenenfalls zusätzlich
vorgesehene flächige oder punktförmige Beschichtungen umfasst sein. Mit einem solchen
Flächengewicht können vorteilhaft trotz Beschichtung für eine gute Abriebwirkung gleichzeitig
ausreichend unbeschichtete Bereiche des Grundmaterials als Absorptionsflächen zur
Verfügung stehen.
[0025] Weiterhin bevorzugt weist das Grundmaterial ein Flächengewicht von maximal 150 g/m
2 auf. Insbesondere beträgt das Flächengewicht des Grundmaterials höchstens 130g/m
2, weiter insbesondere höchstens 100 g/m
2, weiter insbesondere höchstens 80 g/m
2, weiter insbesondere mindestens 30 g/m
2, weiter insbesondere mindestens 40 g/m
2. D. h., bei den Grundmaterialien für den fraglichen Reinigungsartikeln handelt es
sich vorzugsweise um vergleichsweise dünne, tuchartige Materialien. Mit geringeren
Flächengewichten des Grundmaterials können vorteilhaft Reinigungsartikel mit guter
Handhabung und Drapierbarkeit, d.h. mit guter Anpassbarkeit an die Konturen der zu
reinigenden Oberfläche bereitgestellt werden.
[0026] Die Ermittlung des Flächengewichts bezieht sich auf den trocknen Zustand des Grundmaterials.
[0027] Insbesondere vorteilhaft ergibt sich ein Verhältnis der Flächengewichte von Beschichtung
zu Grundmaterial von 0,04 bis 0,6 und insbesondere 0,1 bis 0,4. Durch diese Einstellung
des Flächengewichts kann vorteilhaft eine hinreichende Stabilisierung des relativ
dünnen Grundmaterials durch den Beschichtungsauftrag erreicht werden, so dass der
Beschichtungsauftrag neben der Abriebwirkung auch zu einer besseren Handhabbarkeit
des Reinigungsartikels beiträgt.
[0028] Dabei ist eine Erhöhung der Festigkeiten des Grundmaterials insbesondere bei relativ
leichten Materialien, also Grundmaterialien von geringem Flächengewicht sowohl in
Maschinenrichtung als auch in Querrichtung erwünscht.
[0029] Nach einem weiter bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass, wenn
über die erste Seitenfläche des Reinigungsartikels ein imaginäres Gitternetz aus parallelen,
äquidistanten, senkrecht zueinander verlaufenden Linien mit einer Kantenlänge von
20 mm eines jeden Gitterquadrats gelegt wird, die erste Seitenfläche kein Gitterquadrat
aufweist, das beschichtungsfrei ist. Hierdurch wird erreicht, dass über den gesamten
Reinigungsartikel gleichermaßen eine gute Reinigungswirkung bereitgestellt werden
kann.
[0030] Dabei soll unter Gitternetz aus parallelen, äquidistanten, senkrecht zueinander verlaufenden
Linien eine solche Anordnung an Linien verstanden werden, bei der eine Schar aus parallelen,
äquidistanten Linien durch eine zweite Schar aus parallelen, äquidistanten Linien
unter Bildung von rechten Winkeln geschnitten wird. Bei dem so entstehenden Gitternetz,
auf das der Reinigungsartikel beliebig auflegbar ist, d.h. es ist keine Vorzugsrichtung
des Gitternetzes vorgesehen, sollen dann alle Gitterquadrate eine Beschichtung aufweisen,
insbesondere einen Bedeckungsgrad an Beschichtung aufweisen. Dabei sind per Definition
lediglich solche Gitterquadrate für die Ermittlung heranzuziehen, die vollständig
im Bereich des Reinigungsartikels liegen. Gitterquadrate, die durch die Randlinie
(Kante) des Reinigungsartikels geschnitten werden, bleiben für die Auswertung der
zu betrachtenden Gitterquadrate außer Betracht.
[0031] Dabei wird unter dem Bedeckungsgrad der durch die Beschichtung innerhalb eines Gitterquadrates
abgedeckte Bereich bezogen auf die Fläche des Gitterquadrates verstanden.
[0032] Gegebenenfalls weitere, von den linienhaften Beschichtungen abweichende Beschichtungen
sollen jedoch erfindungsgemäß ebenso bei der Bestimmung des Bedeckungsgrades mit berücksichtigt
werden. D. h., die jeweiligen Bedeckungsgrade ergeben sich durch die in den jeweiligen
Gitterquadraten angeordneten Beschichtungen unabhängig von deren Gestaltung.
[0033] Insbesondere sollen alle Gitterquadrate einen Bedeckungsgrad an Beschichtung von
mindestens 5%, insbesondere mindestens 8%, weiter insbesondere mindestens 10%, weiter
insbesondere höchstens 45%, weiter insbesondere höchstens 40%, weiter insbesondere
höchstens 35% aufweisen, wobei hierbei auch nicht linienförmige Beschichtungen mitgezählt
werden. Die Bedeckungsgrade tragen vorteilhaft sowohl zur Reinigungswirkung als auch
zur Festigkeit des Reinigungsartikels bzw. des Grundmaterials bei.
[0034] Besonders bevorzugt ist es, dass in mindestens einer Richtung, insbesondere in Maschinenrichtung
und/oder in Querrichtung, insbesondere in jeder beliebigen Richtung des Reinigungsartikels,
insbesondere des Grundmaterials, der Abstand einer Beschichtungslinie zu mindestens
einer benachbarten Beschichtungslinie höchstens 20 mm, vorzugsweise höchstens 15 mm,
weiter vorzugsweise höchstens 10 mm beträgt.
[0035] Unter Maschinenrichtung, auch abgekürzt als MD bezeichnet, wird dabei die Richtung
verstanden, die der Transportrichtung bei der Herstellung des Reinigungsartikels,
insbesondere der Herstellung des Grundmaterials des Reinigungsartikels, entspricht.
Die Querrichtung, auch abgekürzt als CD bezeichnet, ist demnach die hierzu senkrecht
verlaufende Richtung.
[0036] Bei der Bemessung des Abstandes zwischen zwei benachbarten Beschichtungslinien wird
hierbei ein Radius von höchstens 20 mm, vorzugsweise höchstens 15 mm, vorzugsweise
höchstens 10 mm um einen beliebigen Punkt der Beschichtungslinie betrachtet. Der Abstand
wird hierbei von einer Kante der Beschichtungslinie zur nächst gelegenen Kante der
benachbarten Beschichtungslinie gemessen.
[0037] Dadurch, dass eine Vielzahl dünner Beschichtungslinien in geringem Abstand angeordnet
sind, wird erreicht, dass ein mehrmaliges Angreifen der Beschichtungslinien als abrasive
Mittel erfolgen kann und so eine bessere Abriebwirkung erreicht werden kann als bei
einem flächigen Auftrag. Hierdurch resultieren Putz- und Abriebeigenschaften mit weniger
Kraftaufwand, wobei durch die Vielzahl an dünnen Linien insbesondere auch erreicht
wird, dass die Gefahr des Klebenbleibens am Produkt reduziert werden kann. Es ist
daher zur weiteren Verbesserung dieser Eigenschaften gleichermaßen bevorzugt, dass
auf einer Fläche von 25 cm
2, dargestellt als Fläche von 5 x 5 cm, des Reinigungsartikels mindestens fünf Schnittstellen
von beliebigen Beschichtungslinien vorhanden sind. D. h., in einer Fläche von 25 cm
2 sollen sich bevorzugt die Beschichtungslinien fünf Mal mit weiteren Beschichtungslinien
schneiden, berühren oder tangieren. Auf diese Weise kann eine Verfestigung des Reinigungsartikels,
insbesondere auch in Querrichtung des Grundmaterials weiter verbessert werden. Zudem
stellen Schnittstellen auch Angreifstellen für die Reinigungswirkung dar.
[0038] Insbesondere bevorzugt ist eine Beschichtung in der Ausgestaltung, dass bei mindestens
50%, insbesondere bei mindestens 75%, insbesondere bei 100% der Gitterquadrate von
20 mm Kantenlänge mindestens eine Schnittstelle, insbesondere mindestens 2, weiter
insbesondere mindestens 3, weiter insbesondere höchstens 30, weiter insbesondere höchstens
25, weiter insbesondere höchstens 20 Schnittstellen vorhanden sind.
[0039] Als Schnittstellen werden jegliche Berührungsbereiche oder Berührungspunkte von mindestens
zwei Beschichtungslinien verstanden.
[0040] Um die Stabilität und Festigkeit des Reinigungsartikels, insbesondere bei Grundmaterialien
von geringeren Flächengewichten, zu verbessern, kann darüber hinaus insbesondere vorgesehen
sein, dass zumindest abschnittsweise, insbesondere über den gesamten Reinigungsartikel
durchgehend, eine zusammenhängende Struktur an Beschichtungslinien im Verlauf der
Beschichtung von einer Seitenkante des Reinigungsartikels bis zur gegenüberliegenden
Seitenkante vorhanden ist.
[0041] Insbesondere mit Blick auf Verbesserung der Stabilität und Festigkeit in Querrichtung
des Reinigungsartikels sind die Beschichtungslinien insbesondere so angeordnet, dass
zumindest abschnittsweise in Querrichtung des Reinigungsartikels, insbesondere des
Grundmaterials keine Unterbrechungen zwischen den Beschichtungslinien bestehen.
[0042] Hierunter soll verstanden werden, dass, wenn man einer Beschichtungslinie folgt,
die an einer Seitenkante, wobei es sich insbesondere um eine in Maschinenrichtung
(MD) verlaufende Seitenkante handelt, beginnt, man entweder durch Folgen dieser Beschichtungslinie
oder durch Wechsel von einer Beschichtungslinie zur einer anderen an Berühr- oder
Kreuzungspunkten oder- bereichen, also an Schnittstellen der Beschichtungslinien,
ohne einen beschichtungslinienfreien Bereich überwinden zu müssen, zur anderen Seitenkante,
die insbesondere ebenso in Maschinenrichtung verläuft, gelangt. Auf diese Weise werden
die beiden insbesondere in Maschinenrichtung verlaufenden Seitenkanten miteinander
durch die Beschichtungslinien, die insbesondere in Querrichtung eine zusammenhängende
Struktur ausbilden, verbunden und so insbesondere eine Stabilisierung und Festigkeitserhöhung
insbesondere in Querrichtung erreicht.
[0043] Als Ränder oder Kanten oder Seitenkanten des Reinigungsartikels werden alle Ränder
des Reinigungsartikels sowie Begrenzungen desselben verstanden. Insbesondere ist mindestens
eine Beschichtungslinie, insbesondere ist eine Vielzahl an Beschichtungslinien, insbesondere
sind alle Beschichtungslinien kontinuierlich von einer Seitenkante zur gegenüber liegenden
Seitenkante verlaufend auf der ersten Seitenfläche des Reinigungsartikels aufgebracht.
Vorzugsweise ist eine Kontinuität an Beschichtungslinien auch in den davon abweichenden
Richtungen gegeben. Insbesondere ist die Beschichtung mit einer oder mehreren kontinuierlich
von einer ersten Kante der ersten Seitenfläche zu einer gegenüberliegenden zweiten
Kante der ersten Seitenfläche verlaufenden durchgehenden, insbesondere regelmäßig
verlaufende durchgehende Beschichtungslinie bildbar. Insbesondere vorteilhaft sind
zusammenhängende Anordnungen von sich kreuzenden Beschichtungslinien, wie beispielsweise
bei Gitter-, Rauten- oder Wabenmuster vorgesehen.
[0044] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Beschichtung eine Vielzahl von Einzelmustern
aufweist oder daraus gebildet ist. Die Einzelmuster weisen insbesondere Beschichtungslinien
auf oder sind insbesondere aus Beschichtungslinien gebildet. Dabei sollen unter Einzelmustern
solche Muster verstanden werden, die als offene oder geschlossene Muster ausgebildet
sind. Offene Muster sind dabei solche Muster, bei denen der Linienanfang keinen Kontakt
mit dem Linienende aufweist, und geschlossene Muster solche, bei denen Anfang und
Ende einer Linie nicht mehr ermittelt werden können, da diese miteinander verbunden
sind. Darüber hinaus sollen lediglich solche Muster Einzelmuster gemäß der Erfindung
sein, die sich nicht auf einen einfachen Punkt reduzieren lassen. D. h., ein Einzelmuster
muss mehr als ein Punkt sein, wobei Einzelmuster vorzugsweise solche sind, bei denen
sich die Beschichtungslinie nicht ausschließlich als eine Gerade in nur eine Vektorrichtung
erstreckt, sondern bei denen das Linienmuster Krümmungen und/oder Knicke aufweist.
[0045] Einzelmuster sind solche, die entweder voneinander vollständig separiert sind, oder
auch Einzelmuster, die sich auch tangieren, schneiden und/oder überlappen können.
Das Einzelmuster ist trotz Tangierens, Schneidens und/oder Überlappens dabei noch
aus seiner durch die durch die Beschichtungslinie vorgegebene Richtung umschriebene
flächenhafte Erstreckung als Einzelmuster erkennbar.
[0046] Unter Einzelmuster werden auch Mustergruppen verstanden, die insbesondere aus mindestens
zwei gleichen und/oder verschiedenen Musterelementen zusammengesetzt sind. Dabei werden
insbesondere Anordnungen als Mustergruppen verstanden, bei denen mindestens zwei Musterelemente
nebeneinander und in Kontakt stehend angeordnet sind, und/oder insbesondere auch Mustergruppen,
bei denen ein erstes Musterelement ein zweites oder weiteres Musterelement zumindest
teilweise, insbesondere vollständig umgibt oder umläuft, wie beispielsweise konzentrische
Anordnungen, insbesondere an Kreisen, Ovalen oder Dreiecken oder sonstigen Polygonen,
oder auch ineinander liegende geometrische Figuren jeglicher Art, die sich in einem
Punkt oder einem Linienabschnitt berühren. Die Beschichtung kann auch Kombinationen
derartiger Mustergruppen aufweisen.
[0047] Es versteht sich, dass die insbesondere aus Beschichtungslinien gebildeten Einzelmuster
von einem unbeschichteten Bereich nur teilweise oder zumindest teilweise, vorzugsweise
vollständig, umgeben sind und/oder auch einen unbeschichteten Bereich umfassen, und
diesen unbeschichteten Bereich zumindest teilweise, bevorzugt vollständig, umlaufen.
[0048] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass mindestens
ein Einzelmuster auf mindestens der ersten Seitenfläche so ausgebildet ist, dass für
jede in der Fläche des Reinigungsartikels verlaufende Richtung bzw. bei einem gekrümmten
Reinigungsartikel für jede Tangentialrichtung an den Reinigungsartikel ein Abschnitt
dieser Beschichtung senkrecht hierzu verläuft. Das bedeutet, dass für jede mögliche
Richtung in dem Reinigungsartikel, sofern der Reinigungsartikel flach liegt, ein Abschnitt
bzw. Bereich in der Beschichtung existiert, der senkrecht zu einer beliebigen Richtung
in der Ebene verläuft. Durch die Gestaltung der linienförmigen Beschichtung mit einer
Krümmung kann eine bessere Verteilung der Kräfte in verschiedene Richtungen erreicht
werden. Die Abriebwirkung für Verschmutzungen kann insoweit verbessert werden. Nach
einer weiter besonders bevorzugten Ausführungsform kann der Abschnitt punktförmig
sein, wobei dann eine in diesem Punkt angelegte imaginäre Tangente immer senkrecht
zu einer Richtung in dem Reinigungsartikel verläuft. Besonders bevorzugt weisen mindestens
20%, insbesondere mindestens 40%, insbesondere mindestens 50%, insbesondere mindestens
60%, insbesondere mindestens 80%, insbesondere 100% der Einzelmuster mindestens einen
Abschnitt auf, der zu einer beliebigen Richtung der Padfläche senkrecht verläuft.
Insbesondere ist bei mindestens 20%, insbesondere mindestens 40%, insbesondere mindestens
50%, insbesondere mindestens 60%, insbesondere mindestens 80%, insbesondere 100% der
Einzelmuster dieser mindestens eine Abschnitt punktförmig ausgebildet und eine hieran
angelegte imaginäre Tangente verläuft senkrecht zu einer beliebigen Richtung in der
Fläche des Reinigungsartikels.
[0049] Die auf der mindestens ersten Seitenfläche des Reinigungsartikels vorgesehenen linienförmigen
Beschichtungen können gleiche oder verschiedene geometrische Formen aufweisen und
insbesondere in gleichen oder verschiedenen Abmessungen/Dimensionen ausgestaltet sein.
[0050] Darüber hinaus kann bevorzugt wenigstens ein Einzelmuster als Mustergruppe gebildet
sein, die mindestens zwei aus Beschichtungslinien gebildete Musterelemente umfasst.
Besonders bevorzugt sind mindestens 20%, insbesondere mindestens 40%, insbesondere
mindestens 50%, insbesondere mindestens 60%, insbesondere mindestens 80%, insbesondere
100% der Einzelmuster aus einer Mustergruppe gebildet. Weiter insbesondere ist jedes
Einzelmuster aus einer Mehrzahl von Musterelementen aufgebaut. Die Mustergruppe kann
beispielsweise aus inneren und äußeren Musterelementen aufgebaut sein und/oder sich
zu einem Gesamtmuster zusammenfügenden Musterelementen oder weiteren Musterelementen,
die z. B. nebeneinander und sich dabei berührend angeordnet sind, aufgebaut sein.
Besonders bevorzugt kann die Ausgestaltung einer Mustergruppe vorgesehen sein, derart,
dass ein Musterelement eines Einzelmusters ein zweites Musterelement oder weitere
Musterelemente zumindest bereichsweise, insbesondere jedoch vollständig umläuft. Dabei
soll unter Umlaufen auch verstanden werden, dass die Linien mindestens bereichsweise
einander berühren oder miteinander gleichlaufend ausgebildet sind. Insbesondere kann
die Mustergruppe eines Einzelmusters so ausgestaltet sein, dass ein erstes Musterelement
einem zweiten Musterelement oder weiteren Musterelementen nebeneinander zugeordnet
und sich dabei berührend angeordnet ist. Es sind auch Kombinationen an Mustergruppen
denkbar. Insgesamt kann durch Mustergruppen die Reinigungskraft und abrasive Wirkung
weiter verbessert werden. Zudem sind Mustergruppen zuträglich für die Stabilisierung
des Grundmaterials. Je nach gewünschtem Grad der abrasiven Eigenschaften sowie optischen
und gestalterischen Wünschen kann vorgesehen sein, die Vielzahl an Beschichtungen
in einem regelmäßigen Rapport aufzubringen oder nicht regelmäßig anzuordnen.
[0051] Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass die Beschichtung des Reinigungsartikels
und hier insbesondere die erste Seitenfläche im Wesentlichen in ihrer gesamten Erstreckung
umfasst, also nicht nur spezielle Bereiche, wie Mitte oder äußerer Bereich des Reinigungsartikels.
Es ist daher bevorzugt vorgesehen, dass sich die Beschichtung über die gesamte mindestens
erste Seitenfläche des Reinigungsartikels erstreckt, wobei je nach vorgesehenem Muster
einzelne Bereiche des Reinigungsartikels, wie beispielsweise der Mittel- oder Randbereich,
bezüglich der Musterdichte im Rahmen der vorgegebenen Erfindung variieren können.
Es ist auch denkbar, in manchen Bereichen des Reinigungsartikels andere Muster anzubringen
als in anderen Bereichen. So kann beispielsweise eine andere Beschichtung im Mittelbereich
als im Randbereich vorgesehen sein.
[0052] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Beschichtung gleichmäßig oder ungleichmäßig
über die Fläche des Reinigungsartikels verteilt vorgesehen sein kann. Vorzugsweise
ist nur die erste Seitenfläche beschichtet. Nach einer anderen Ausgestaltung können
jedoch auch beide Seitenflächen beschichtet sein.
[0053] Besonders bevorzugt kann der Reinigungsartikel einen Bedeckungsgrad durch die Beschichtung
bezogen auf die Erstreckung der ersten Seitenfläche von mindestens 6%, insbesondere
mindestens 8%, insbesondere mindestens 10%, weiter insbesondere mindestens 20% und
insbesondere von höchstens 50%, weiter insbesondere höchstens 40% und weiter insbesondere
höchstens 30% aufweisen. Auf diese Weise wird eine gute Reinigungswirkung des Reinigungsartikels
erreicht und die erwünschten Eigenschaften des Grundmaterials, wie z.B. Absorptionsfähigkeiten,
nicht zu stark geändert, sondern erhalten.
[0054] Sofern es sich bei der Beschichtung auf dem Reinigungsartikel um geschlossene Muster
handelt, kann vorgesehen sein, dass die Einzelmuster in Summe einen Flächenanteil
von mindestens 10%, insbesondere mindestens 20%, weiter insbesondere mindestens 30%,
weiter insbesondere mindestens 40% und insbesondere höchstens 80%, weiter insbesondere
höchstens 70%, weiter insbesondere höchstens 60%, weiter insbesondere höchstens 50%
der mindestens ersten Seitenfläche einnehmen.
[0055] Als Fläche eines Einzelmusters wird hierbei der durch die äußeren Beschichtungslinien
(inklusive der Beschichtungslinien) eingeschlossene Bereich verstanden, somit sind
auch die inneren unbeschichteten Bereiche des Einzelmusters oder bei Ausführung als
Mustergruppe die dazugehörigen Flächen der einzelnen Musterelemente mit berücksichtigt.
Sofern Einzelmuster geschlossene Musterbereiche aufweisen, von denen sich weitere,
offene, also nicht in sich geschlossene Beschichtungslinien wegerstrecken, so bleiben
diese freien anhängenden Beschichtungslinien bei der Berechnung der Fläche des Einzelmusters
unberücksichtigt. Über die durch die Einzelmuster abgedeckten Flächen können ausreichende
abrasive Eigenschaften unter Erhalt der dem Grundmaterial innewohnenden Eigenschaften
wie Weichheit sowie Absorptionseigenschaften erreicht werden.
[0056] Ein Einzelmuster weist vorzugsweise eine Fläche mit einem Erstreckungsabstand zwischen
den äußeren Beschichtungslinien von wenigstens 0,3 cm, vorzugsweise wenigstens 0,5
cm, weiter vorzugsweise wenigstens 0,7 cm, weiter vorzugsweise wenigstens 1,0 cm,
weiter vorzugsweise wenigstens 1,5 cm, weiter vorzugsweise wenigstens 2 cm, weiter
vorzugsweise höchstens 5 cm, weiter vorzugsweise höchstens 4 cm, weiter vorzugsweise
höchstens 3 cm auf. Als Erstreckungsabstand, der z. B. ein Durchmesser sein kann,
wird dabei die Distanz zwischen den jeweils distal am weitesten voneinander entfernt
gelegenen Beschichtungslinien verstanden, die ein Einzelmuster beschreiben bzw. eingrenzen.
Dabei wird an der äußeren Kante der Beschichtungslinie, also einschließlich deren
Linienbreite gemessen.
[0057] Im Falle von geschlossenen Einzelmuster weisen diese, inklusive der umschreibenden
Beschichtungslinien, vorzugsweise eine Fläche von mindestens 0,2 cm
2, weiter vorzugsweise von mindestens 0,5 cm
2, weiter vorzugsweise von mindestens 1,0 cm
2, weiter vorzugsweise von mindestens 1,5 cm
2, weiter vorzugsweise von höchstens 10,0 cm
2, weiter vorzugsweise von höchstens 8,0 cm
2, weiter vorzugsweise von höchstens 6,0 cm
2 auf.
[0058] Die Beschichtungsmerkmale können hinsichtlich ihrer geometrischen Form und/oder ihrer
Abmessungen verschieden oder gleich ausgebildet sein. Hierbei können die verschiedenen
Eigenschaften des Reinigungsartikels wie Bedeckungsgrad, Reibungskraft, Absorptionseigenschaften
Berücksichtigung finden und durch die Einstellung der Beschichtungsmuster realisiert
sein.
[0059] Besonders bevorzugt sind Beschichtungsmuster mit gekrümmten oder abgerundeten Bereichen,
da diese im Gebrauchszustand eine bessere ergonomische Anpassung an die zu reinigende
Oberfläche und eine schönere Anmutung ermöglichen.
[0060] Die Beschichtung ist insbesondere polymerbasiert. Insbesondere ist die Beschichtung
auf Basis eines Polymers entnommen aus der Gruppe umfassend PE (Polyethylen), PP (Polypropylen),
APAO (amorphe Polyalphaolefine), EVA (Ethylenvinylacetat), EVAC (Ethylenvinylacetat-Copolymere),
PA (Polyamide), TPE-O (Thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis), TPE-V (Vernetzte
thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis), TPE-E (Thermoplastische Copolyester),
TPE-U (Thermoplastische Elastomere auf Urethanbasis), TPE-A (Thermoplastische Copolyamide,
z.B. PEBA), TPE-S (Thermoplastische Styrol-Blockcopolymere), wie z.B. HSBC (hydrierte
Styrol-Blockcopolymere), SEBS (Styrol-Ethylen-Butadien-Styrol-Polymere), SBS (Styrol-Butadien-Styrol),
SEPS (Styrol-Ethylen-Propylen-Styrol), ABS (AcrylnitrilButadien-Styrol) oder einer
Kombination aus einer oder mehreren der genannten Polymere hiervon.
[0061] Vorzugsweise ist die Beschichtung in ihrer Zusammensetzung homogen. Vorzugsweise
sind der Beschichtung keine abrasiv wirkenden Partikel beigefügt.
[0062] Als Materialien für die Beschichtung kommen bevorzugt Materialien mit einer Shore
A-Härte von insbesondere mindestens 30, insbesondere von mindestens 40, insbesondere
von mindestens 50, weiter insbesondere mindestens 60 und insbesondere von höchstens
95, weiter insbesondere von höchstens 90, weiter insbesondere höchstens 80, weiter
insbesondere höchstens 70 in Frage. Die Shore A-Härte stellt einen Werkstoffkennwert
für Elastomere und Kunststoffe dar. Die Shore-A-Härte wird hierbei nach folgender
Methode bestimmt.
Methode zur Bestimmung der Shore-A Härte:
[0063] Die Shore-A-Härte ist ein Maß für den Widerstand eines Materials gegen das Eindringen
eines Körpers von bestimmter Form und unter einer definierten Federkraft. Dabei gibt
bei den Shore-Härte-Einheiten der Wert 0 die kleinste und der Wert 100 die größte
Härte an.
[0064] Die Messung erfolgt in Anlehnung an die Normen DIN 53505:2000-08 und ISO 868:2003(E).
Es wird dabei ein Härteprüfgerät nach Shore A eingesetzt. Ein solches Härteprüfgerät
nach Shore A, das schematisch in Figur 6 mit dem Bezugszeichen 60 dargestellt ist,
verwendet einen federbelasteten Eindruckkörper mit der Geometrie eines Kegelstumpfes.
Der Eindruckkörper 62 aus Stahl hat einen Durchmesser D1 von 1,25 ± 0,15 mm, der in
einen unteren Kegelstumpf mit einer unteren Fläche mit einem Durchmesser D2 von 0,79
± 0,01 mm mit einem Neigungswinkel W von 35° ± 0,25° mündet. Der Abstand C zwischen
der unteren Kante eines Druckfußes 64 und der unteren Fläche des Eindruckkörpers beträgt
2,5 ± 0,02 mm. Der Eindruckkörper ist innerhalb des Druckfußes 64 mit einer Ausnehmung
mit einem Durchmesser D3 von 3 ± 0,5 mm zentriert eingebracht.
[0065] Die Prüfung soll an mechanisch nicht vorbeanspruchten Probekörpern durchgeführt werden.
Für die Prüfung soll der Prüfkörper bereits 16 Stunden auspolymerisiert bzw. ausvulkanisiert
sein. Die Prüfung wird bei Standardbedingungen bei 23 ± 2° C und 50 ± 2% Luftfeuchtigkeit
durchgeführt. Die Probenkörper und die Geräte sind mindestens 1 Stunde lang entsprechend
konditioniert.
[0066] Die Probenkörper brauchen Abmessungen, die Messungen wenigstens 12 mm von jeder Kante
entfernt erlauben, und dabei über eine ausreichend planparallele Auflagefläche verfügen,
damit der Druckfuß den Probenkörper auf einer Fläche im Radius von mindestens 6 mm
um die Spitze des Eindruckkörpers berühren kann. Es sind Probenkörper mit einer Materialstärke
von mindestens 4 mm erforderlich. Bei geringen Dicken können die Probenkörper aus
mehreren dünneren Schichten zusammengesetzt sein. An jedem Probenkörper wird an mindestens
5 verschiedenen Stellen gemessen, wobei der Abstand von den Kanten des Probenkörpers
mindestens 12 mm beträgt. Der Abstand zwischen den Messstellen soll mindestens 6 mm
betragen. Das Andrückgewicht des Eindruckkörpers beträgt 1 kg.
[0067] Die Messzeit beträgt 3 Sekunden, d.h. die Härte wird 3 Sekunden nach der Berührung
der Auflagefläche des Prüfgerätes und des Probekörpers abgelesen.
[0068] Das Aufbringen der Beschichtungslinien erfolgt dabei vorzugsweise mittels einer Walze,
die eine dem Muster der Beschichtung entsprechende Gravur aufweist.
[0069] Die erste Seitenfläche mit der Beschichtung kann einen dynamischen Reibungskoeffizienten
gemessen in Anlehnung an ASTM D 1894-01 von mindestens 0,2, insbesondere mindestens
0,3, weiter insbesondere mindestens 0,4, weiter insbesondere mindestens 0,5,aufweisen,
wobei Höchstwerte von insbesondere höchstens 1,0, weiter insbesondere von höchstens
0,8, weiter insbesondere höchstens 0,6 erreicht werden sollen. Hierdurch werden ausreichende
Reibungskräfte und Reinigungskräfte erzeugt, ohne dass der Reinigungsartikel zu leicht
über die zu reinigende Oberfläche gleitet. Die Höhe der Reibungswirkung ist je nach
Reinigungszweck einzustellen. Insbesondere ist eine Beschichtung mit feinen, harten
Linien bevorzugt.
Test zur Ermittlung des dynamischen Gleitreibungskoeffizienten
[0070] Vorliegend soll das. Rutschverhalten und damit auch Kraftverhalten von erfindungsgemäßen
Reinigungsartikels mit Beschichtung ermittelt werden. Hierbei wird die mit der Beschichtung
versehene erste Seitenfläche des Reinigungsartikels gegenüber einer standardisierten
Oberfläche gezogen. Die hierbei auftretende Gleitreibungskraft A soll gemessen und
hieraus dann der dynamische Gleitreibungskoeffizient ermittelt werden. Die Prüfmethode
ist angelehnt an die ASTM D 1894-01, zur Bestimmung des Reibungsverhaltens von Kunststoff-Folien.
[0071] Die Prüfkörper müssen mindestens 2 Stunden im Normklima bei 23° C ± 2°C und 50% ±
2% Luftfeuchtigkeit konditioniert sein. Die Proben dürfen nicht geknickt, gefaltet
oder zerkratzt sein; sonstige Veränderungen und Verunreinigungen sind zu vermeiden.
Dasselbe gilt für die Prüfplatte aus Stahl. Das Prüfverfahren ist ebenso unter Normbedingungen
(23°C ± 2°C, 50 % ± 2%) durchzuführen.
[0072] Aus dem Reinigungsartikel mit Beschichtung oder aus einer entsprechenden Rollenware
wird ein Probenkörper einer Abmessung von 50 x 50 mm ausgestanzt und faltenfrei an
einem Reibklotz befestigt. Bei der Rollenware handelt es sich aber um exakt dasjenige
Material, aus dem die erfindungsmäßen Reinigungsartikel ausgestanzt oder ausgeschnitten
werden.
[0073] Der Reibklotz weist eine Grundfläche von 63 mm x 63 mm Kantenlänge, also eine Kontaktgrundfläche
von 40 cm
2 und eine Masse von 200 g ± 5g auf. Er wird über einen Faden (ohne Eigendehnung)am
Kraftaufnehmer einer Zugprüfmaschine nach DIN 51 221 Klasse 1 befestigt. Eine solche
Zugprüfmaschine ist das Prüfgerät Zwick Roell Typ Z010 von der Firma Zwick GmbH&Co.KG,
89079 Ulm, Deutschland.
[0074] Das Zusatzgerät bestehend aus dem Probentisch und Reibklotz nach DIN EN ISO 8295:2014
wird ebenfalls von der Firma Zwick angeboten. Der Reibklotz mit dem Probenkörper wird
auf einen definierten Werkstoff, eine glatt polierte Stahlplatte (DIN EN 1939: 2003-12)
vorsichtig aufgelegt. 15 Sekunden nach dem Auflegen des Reibklotzes wird der Versuch
gestartet. Die Prüfgeschwindigkeit beträgt 150 mm/min, sowohl für den eigentlichen
Messweg von 130 mm, als auch für den Vor- und Nachmessweg von jeweils 10 mm. Für die
Ermittlung des dynamischen Gleitreibungskoeffizienten µ wird nur der Kraftverlauf
des Messwegs von 130 mm herangezogen. Der Test wird für wenigstens fünf Prüfkörper
durchgeführt. Es wird ein Mittelwert x und die Standardabweichung s auf zwei Nachkommastellen
gerundet angegeben. Der dynamische Gleitreibungskoeffizient ergibt sich aus dem Quotienten
der so ermittelten Gleitreibungskraft A ausgedrückt in Gramm (g) durch die durch den
Reibklotz ausgeübte Kraft von 200 g.
[0075] Der Reinigungsartikel kann dabei bezüglich des Grundmaterials ein- oder mehrlagig
ausgebildet sein und insbesondere ein Fasermaterial, insbesondere ein Vliesmaterial
umfassen. Die Vliesmaterialien umfassen vorzugsweise cellulosebasierte Fasern, wie
beispielsweise Baumwolle oder Viskose, oder synthetische Fasern, wie beispielsweise
Polyester, vorzugsweise Polyester-Bikomponenten-Fasern oder Polyester-Mikrofaser,
Polypropylen oder Mischungen daraus. Das Vliesmaterial kann insbesondere ein Vlies
aus Endlosfasern oder vorzugsweise ein Vlies aus Stapelfasern sein. Vorzugsweise besteht
das Grundmaterial aus Stapelfasern mit einem Anteil an cellulosebasierten Fasern von
mindestens 20 Gew-%, insbesondere mindestens 30 Gew-%, weiter insbesondere mindestens
40 Gew% bezogen auf die Masse des Grundmaterials. In einer Mischung besteht der restliche
Anteil an Fasermaterial des Grundmaterials vorzugsweise aus synthetischen Fasern.
An synthetischen Fasern können dabei vorzugsweise auch wärmeschmelzbare Bindefasern
für eine mögliche thermische Verfestigung des Grundmaterials enthalten sein, vorzugsweise
zu 10 -40 Gew-%, weiter insbesondere zu 10 -30 Gew-% bezogen auf die Masse des Grundmaterials.
Alternativ ist auch eine Ausgestaltung des Grundmaterials aus 100 Gew% an cellulosebasierten
Fasern denkbar.
[0076] Bei Vliesen aus Stapelfasern handelt es sich vorzugsweise um Nadelvliese, wasserstrahlvernadelte
Vliese oder thermoverfestigte Vliese.
[0077] Vorzugsweise beträgt die Dicke des Reinigungsartikels, dabei einschließlich der Beschichtung
auf der ersten Seitenfläche oder gegebenenfalls einer Beschichtung auf der zweiten
Seitenfläche 0,3 - 2,5 mm, vorzugsweise 0,5 - 2 mm. Die Bestimmung der Dicke des Reinigungsartikels
(inklusive der Beschichtung) wird unter Anwendung eines spezifischen Messdrucks von
0,5 kPa auf einer Tasterfläche von 25 cm
2 durchgeführt. Insbesondere kann ein Dickenmessgerät DMT der Firma Schröder verwendet
werden. Im Übrigen wird die Dicke in Anlehnung an DIN EN ISO 9073-2: 1995 bestimmt.
[0078] Insbesondere bevorzugt weist der Reinigungsartikel nur auf der ersten Seitenfläche
die erfindungsgemäße Beschichtung auf. Damit kann die zweite beschichtungsfreie Seitenfläche
des Reinigungsartikels in weiteren, dem Reinigungs- und Reibungseffekt der ersten
Seitenfläche vor- und/oder nachgeschalteten Benutzungshandlungen eingesetzt werden.
[0079] Insbesondere bevorzugt weist der Reinigungsartikel auf der ersten und zweiten Seitenfläche
eine Beschichtung auf. Insbesondere weist der Reinigungsartikel auf beiden Seitenflächen
die erfindungsgemäße Beschichtung auf. Damit kann der Reinigungsartikel vom Anwender
für intensivere Reinigungsvorgänge sowie auch einfacher, ohne Rücksicht auf die Orientierung
des Reinigungsartikels, eingesetzt werden.
[0080] Das Grundmaterial ohne Beschichtung, insbesondere von wasserstrahlvernadelten Spunlace-
oder Kardenvliesen, weist vorzugsweise eine Festigkeit bzw. Höchstzugkraft in MD-Richtung
von 10 - 50N/25mm und eine Festigkeit bzw.
[0081] Höchstzugkraft in CD-Richtung von 5 - 30N/25mm auf. Das Grundmaterial kann dabei
durch Verfestigungsmaßnahmen, wie beispielsweise mittels Wasserstrahlvernadelung bei
Spunlace- oder Kardenvliesen, oder Hitzeeinwirkung bei thermoplastischeFasern aufweisenden
Vliesen, bereits verdichtet sein.
[0082] Dabei ist eine Erhöhung der Festigkeiten des Grundmaterials insbesondere bei relativ
leichten Materialien, also insbesondere bei Grundmaterialen mit einem Flächengewicht
von höchstens 150 g/m
2, vorzugsweise höchstens 130 g/m
2, sowohl in Maschinenrichtung als auch insbesondere in Querrichtung erwünscht.
[0083] Die Beschichtung trägt insbesondere vorteilhaft zur Erhöhung der Festigkeiten des
Grundmaterials bei. Der Reinigungsartikel bzw. das Grundmaterial mit der Beschichtung
kann gegenüber dem Grundmaterial ohne Beschichtung eine erhöhte Festigkeit aufweisen,
wobei die Festigkeit insbesondere um mindestens 5%, weiter insbesondere um mindestens
10%, weiter insbesondere um mindestens 20%, weiter insbesondere um mindestens 30%,
weiter insbesondere um mindestens 50% erhöht ist, zumindest in einer Richtung, insbesondere
vorzugsweise in Querrichtung (CD-Richtung).
[0084] Vorzugsweise weist der Reinigungsartikel mit der Beschichtung eine Längsfestigkeit
bzw. Höchstzugkraft in Längsrichtung (Maschinenrichtung) von 15-80 N/25mm, insbesondere
von 15-70 N/25 mm und eine Höchstzugkraft in Querrichtung (quer zur Maschinenrichtung)
von 10-50 N/25mm, insbesondere 10-40 N/25mm auf.
Die Festigkeit wird hierbei mit nachfolgendem Test bestimmt:
[0085] Diese Höchstzugkraft kann unter Verwendung einer genormten Zugprüfmaschine nach DIN
51221 ermittelt werden: Es werden aus dem zu prüfenden Reinigungsartikel, und zwar
aus einem mittleren Bereich, Proben von einer Breite von 25 mm und einer Länge, die
größer ist als die Einspannlänge, vorzugsweise von 200 mm, ausgestanzt. Dabei ist
die jeweils zu prüfende Richtung des Reinigungsartikels, ob MD- oder CD-Richtung,
zu berücksichtigen. Für die Prüfung werden die Probenstreifen lotrecht und spannungsfrei
in den Klemmen der Zugprüfmaschine mit einer Einspannbreite von 25 mm und einer Einspannlänge
(der Abstand zwischen den Klemmen) von 30 mm fixiert. Die derart eingespannten Proben
werden dann mit einer Prüfgeschwindigkeit von 100 mm/min in der Ebene ihrer Erstreckung
auseinanderbewegt und dabei wird die in dieser Richtung wirkende Zugkraft gemessen.
Unter der Höchstzugkraft wird diejenige maximale Kraft verstanden, bei der der Reinigungsartikel
bzw. der Probenstreifen zerreißt. Wenn zuvor höhere Kraftspitzen im Zuge der Dehnung
gemessen werden, so stellen diese die Höchstzugkraft im Sinne dieser Prüfung dar.
Man kann vorteilhafterweise bei Messungen der Längs-und der Querrichtung, welche der
Maschinenrichtung bzw. der Richtung quer hierzu entspricht, verschiedene, insbesondere
fünf Einzelmessungen vornehmen und deren Mittelwert berechnen. Die Angabe erfolgt
in N/25mm.
[0086] Der Reinigungsartikel ist vorzugsweise zur Reinigung von harten Flächen einsetzbar.
Insbesondere ist der Reinigungsartikel als Reinigungstuch, beispielsweise für Haushaltszwecke,
insbesondere als Reinigungstuch zur Geschirreinigung, aber auch zur Flächenreinigung,
vorzugsweise im Küchen- oder Sanitärbereich, sowie zur Scheibenreinigung einsetzbar.
Der Reinigungsartikel ist insbesondere ein Haushaltsreinigungstuch, ein Spültuch,
ein Backofen- oder Grillreinigungstuch, ein Bodenwischtuch oder ein Scheibenreinigungstuch.
[0087] Daneben kann der Reinigungsartikel auch im kosmetischen Bereich, zur Reinigung der
Haut, insbesondere Gesichtsreinigung, in der Ausgestaltung eines Kosmetiktuchs, wie
insbesondere als Peelingtuch eingesetzt werden.
[0088] Bei dem Reinigungsartikel handelt es sich vorzugsweise um ein Einwegprodukt. Grundsätzlich
sind jedoch auch Reinigungsartikel z.B. im Haushaltsbereich denkbar, die gewaschen
oder gereinigt werden können.
[0089] Auf die vorliegende Weise kann ein Reinigungsartikel bereitgestellt werden, der besonders
günstige Eigenschaften hinsichtlich Abrasiveigenschaft sowie auch Absorptionseigenschaft
aufweist.
[0090] Weitere Merkmale und Einzelheiten sowie Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
zeichnerischen Darstellung und nachfolgender Beschreibung des erfindungsgemäßen Reinigungsartikels.
In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Darstellung eines Ausschnitts einer ersten Seitenfläche eines erfindungsgemäßen
Reinigungsartikels,
- Figur 2
- eine Darstellung eines Ausschnitts einer ersten Seitenfläche eines weiteren erfindungsgemäßen
Reinigungsartikels,
- Figur 3
- eine Darstellung eines Ausschnitts einer ersten Seitenfläche eines weiteren erfindungsgemäßen
Reinigungsartikels,
- Figuren 4a - c)
- verschiedene Einzelmuster und verschiedene Ausgestaltungen von Beschichtungslinien,
- Figuren 5a - b)
- eine Darstellung der Bestimmung der Gitterquadrate und
- Figur 6
- eine schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung eines Ausschnitts eines Shore-A
Härtemessgeräts.
[0091] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der ersten Seitenfläche 102 eines
erfindungsgemäßen Reinigungsartikels 100, in der Ausgestaltung eines Tuchs zur Geschirrreinigung,
wobei die erste Seitenfläche 102 bei Anwendung zur Reinigung von Geschirr dem Geschirr
zugewandt ist. Der Reinigungsartikel 100 besteht vorzugsweise aus einem Grundmaterial
aus Vliesmaterialien, und dabei aus einer Mischung aus cellulosebasierten Fasern,
wie Baumwolle oder Viskose, und synthetischen Fasern, wie Polyester oder Polypropylen.
[0092] Das einlagige Grundmaterial des Reinigungsartikels weist dabei eine Basislage mit
einer Grammatur von vorzugsweise höchstens 150 g/m
2, vorzugsweise von 40 -80 g/m
2 auf.
[0093] Wie Figur 1 zeigt, ist auf der ersten Seitenfläche 102 des Reinigungsartikels 100
eine Beschichtung 112 aus Beschichtungslinien 114 vorgesehen. Die Beschichtung 112
dient dazu, Speisereste etc. bei einer Geschirrreinigung zu entfernen. Die Beschichtungslinien
114 sind polymerbasiert. Das Material der Beschichtung hat vorzugsweise eine Shore
A-Härte von 30 - 95. Das Aufbringen der Beschichtungslinien erfolgt über Tiefdruck
mittels eines Gravurverfahrens, wobei der Reinigungsartikel 100 zwischen einer Gravurwalze
mit darin mit Beschichtungsmaterial ausgelegten Vertiefungen und einer Gegenwalze
hindurchgeführt wird. Die Breite der Beschichtungslinien 114 beträgt im vorliegenden
Fall 0,5 - 0,7 mm. Die Höhe der Beschichtungslinien beträgt vorzugsweise 0,2 - 0,3
mm, so dass durch die Vielzahl an schmalen harten Beschichtungslinien ein guter Reinigungseffekt
erzielt wird. Das Verhältnis von Beschichtungslinienbreite zu Beschichtungslinienhöhe
beträgt 2-4. Die Beschichtungslinien 114 verlaufen kontinuierlich von einer Seitenkante
122a zu einer hier nicht dargestellten anderen Seitenkante, und dabei in einer zusammenhängenden
und sich kreuzenden Anordnung unter Einschluss von unbeschichteten Bereichen 116.
Die Scharen an Beschichtungslinien kreuzen sich dabei in den Schnittstellen 208. Die
Beschichtungslinien sind hier in Form eines Rautenmusters angeordnet. Der Abstand
einer Beschichtungslinie zu mindestens einer benachbarten Beschichtungslinie beträgt
dabei höchstens 20 mm. Es wird hierbei ein Bedeckungsgrad an Beschichtungslinien auf
der ersten Seitenfläche von 20 - 40% erreicht.
[0094] Es sind unterschiedliche Anordnungen der Beschichtungslinien denkbar, wie weiter
beispielhaft in Figuren 2 und 3 dargestellt ist. Figuren 2 und 3 zeigen ebenso eine
Draufsicht auf einen Ausschnitt der ersten Seitenfläche 102 eines erfindungsgemäßen
Reinigungsartikels 100. Figur 2 zeigt eine Anordnung an Beschichtungslinien 114, ebenso
in einer zusammenhängenden und sich in den Schnittstellen 208 kreuzenden Anordnung
der Beschichtungslinien, in der Gestaltung eines Rautenmusters von größerer Dimension.
[0095] Die in Figur 3 gezeigte Beschichtung 112 weist eine Vielzahl von Einzelmustern 120
auf, die durch Beschichtungslinien 114 gebildet sind. Im dargestellten Fall ist bevorzugt
jedes Einzelmuster 120 durch Mustergruppen 124 gebildet, wobei die Mustergruppen hier
aus mindestens 3 Musterelementen 126, hier aus konzentrisch angeordneten Kreisen,
bestehen und zwischen den einzelnen Musterelementen 126 jeder einzelnen ein Einzelmuster
bildenden Mustergruppe keine Beschichtungsmasse aufgetragen ist, also darin ein unbeschichteter
Bereich 116 vorliegt. Auf diese Weise wird durch die Beschichtungslinien 114 in Summe
ein Bedeckungsgrad auf der ersten Seitenfläche von ca. 20-30% erreicht. Durch die
Einzelelemente 120 als solche wird in Summe eine Flächenabdeckung von 60 -70% der
ersten Seitenfläche 102 erhalten, das heißt, die freien Flächen außerhalb der Einzelmuster
120, also die die Einzelmuster umgebende äußeren unbeschichteten Bereiche 118 nehmen
ca. 30 -40% der ersten Seitenfläche 102 ein. Dabei beträgt der Abstand einer Beschichtungslinie
zu mindestens einer benachbarten Beschichtungslinie höchstens 20 mm, weiter insbesondere
von höchstens 15 mm. Die Beschichtungslinien weisen eine Linienbreite von 0,5 -0,7
mm und eine Linienhöhe von 0,2 - 0,3 mm auf. Auf diese Weise kann durch die Vielzahl
an feinen Linien, zudem mit geringem Abstand zueinander die Abrasionskraft des Reinigungsartikels
100 auf z. B. Geschirr in vorteilhafter Weise gestaltet werden.
[0096] Darüber hinaus bietet eine Beschichtung, bei der die Einzelmuster 120 sich schneiden,
überlappen oder tangieren können, und wobei jedes Einzelmuster für sich erkennbar
bleibt, so wie in Figur 3 oder auch Figur 5 beispielhaft dargestellt ist, aber die
Einzelmuster so ineinander übergehen, dass von einer Seitenkante 122a des Reinigungsartikels
zu einer gegenüberliegenden Seitenkante 122b des Reinigungsartikels zumindest abschnittsweise
die Beschichtungslinien 114 so angeordnet sind, dass keine Unterbrechungen zwischen
den Mustern auftreten, den Vorteil, dass zum einen keine Vorzugsrichtungen bestehen.
Zum anderen werden hierdurch jedoch auch die Festigkeiten des Reinigungsartikel bzw.
des Grundmaterials, in diejenige Richtung vorteilhaft verbessert. Insbesondere vorteilhaft
verläuft die Kontinuität an Beschichtungslinien insbesondere in Querrichtung 212 des
Reinigungsartikels 100 bzw. des Grundmaterials, also der zur Herstell- und Maschinenrichtung
210 des Grundmaterials senkrecht verlaufenden Richtung.
[0097] Die zumindest abschnittsweise zusammenhängende Struktur an Beschichtungslinien (114)
im Verlauf der Beschichtung von einer Seite 122a zur anderen Seite 122b ist beispielhaft
in Figur 5b, deren Muster dem von Figur 3 entspricht, schematisch mittels einer im
Fettdruck eingezeichneten imaginären Linie 214 dargestellt.
[0098] Eine zusammenhängende Struktur an Beschichtungslinien ist auch in den Figuren 1 und
2 gezeigt.
[0099] Als Kanten der Reinigungsartikels 100 werden jeweils zwei gegenüberliegende Ränder
des Reinigungsartikels 100 angesehen. Auf diese Weise können in die jeweilige Richtung
die abrasiven Eigenschaften und die Stabilität und damit auch Haltbarkeit des Reinigungsartikels
verbessert werden.
[0100] Besonders bevorzugt ist eine Beschichtung, bei der aufgrund der Ausgestaltung der
Einzelmuster 120 zumindest ein Einzelmuster 120, bevorzugt mindestens 20% der Einzelmuster
120 der ersten Seitenfläche, besonders bevorzugt jedes Einzelmuster 120, einen Abschnitt
bzw. Bereich 128 aufweist, der senkrecht, also mit einem Winkel 132 von 90° zu einer
beliebigen Richtung 130 in der Fläche des Reinigungsartikels 100 verläuft, so wie
in Figur 4a schematisch dargestellt ist. Auf diese Weise kann jeder Richtung ein Anteil
entgegengesetzt werden, der hierzu senkrecht verläuft und somit die optimale Abrasionswirkung
für diese Bewegungsrichtung aufweist.
Weitere Einzelmuster zeigen die Figuren 4a - 4c, wobei sowohl verschiedene Einzelmuster
miteinander kombiniert werden können, wie die Figuren 4a-4b zeigen, und darüber hinaus
auch die Einzelmuster hinsichtlich der Ausbildung der Beschichtungslinien sowohl hinsichtlich
deren Höhe als auch hinsichtlich deren Breite, einen Unterschied aufweisen können.
Darüber hinaus ist es auch denkbar, die Beschichtungslinien nicht kontinuierlich durchgehend,
sondern unterbrochen auszuführen, wie gestrichelt, strichpunktiert oder gepunktet,
wie es beispielsweise in Figur 4a gezeigt ist, sofern dies nicht zur Auflösung der
Gesamtmuster derart führt, dass die Muster als solche nicht mehr erkannt werden können.
Die aus Beschichtungslinien aufgebauten Einzelmuster 120 können dabei auch vollständig
aus Beschichtungslinien, die aus einer Kontinuität an Punkten zusammengesetzt sind,
bestehen, wie beispielhaft in Figur 4c gezeigt ist.
[0101] Sofern sich ein Einzelmuster 120 als Mustergruppe 124 aus mehreren Musterelementen
126 zusammensetzt, können diese, wie in Figuren 4a und 4b dargestellt, einander voll
umfänglich mit Abstand umlaufen, aber auch einander so umlaufen, dass Berührpunkte
bestehen. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass die einzelnen Musterelemente eines
Einzelmusters 120 unter Bildung von Berühr- oder Schnittbereichen angeordnet sind,
wie es beispielsweise Figur 4c zeigt. Auch die Einzelmuster gemäß den Figuren 4a bis
4c können analog zu Figur 3 so ausgebildet sein, dass die Einzelmuster einander schneiden,
tangieren oder überlappen.
[0102] Der dynamische Reibungskoeffizient der beschichteten Seitenfläche des Reinigungsartikels
nach Figuren 1, 2 oder 3 beträgt gemessen in Anlehnung an ASTM D 1894-01 0,4 - 0,7.
[0103] In der Ausführung eines Reinigungsartikels mit einem Grundmaterial (Vliesmaterial)
aus 30 Gew-% Viskose und 70 Gew-% Polyester und mit einem Flächengewicht von 50 g/m
2 weist das unbeschichtete Grundmaterial eine Festigkeit in Maschinenrichtung von 40
-50 N/25mm und in Querrichtung 5 - 10 N/25 mm auf. Mit einer Beschichtung aus Beschichtungslinien
gemäß Figur 1 und einem Beschichtungsauftrag von 20g/m
2 weist der Reinigungsartikel eine Festigkeit in Maschinenrichtung von 65 -80 N/25mm
und in Querrichtung 10 -15 N/25 mm auf.
[0104] Zur Bemessung der Verteilung der Bedeckungsgrade auf der ersten Seitenfläche eines
Reinigungsartikels wird ein imaginäres Gitternetz herangezogen. Die Bestimmung wird
anhand der Figuren 5a-b näher erläutert:
Figur 5a zeigt beispielhaft einen Ausschnitt eines Reinigungsartikels 100 von rechteckiger
Dimension mit der Aufsicht auf die erste Seitenfläche mit einer über die gesamte Erstreckung
der ersten Seitenfläche verteilten Beschichtung 112, wie bereits in Figur 2 gezeigt,
und ein darauf aufgelegtes imaginäres Gitternetz 200.
[0105] Das imaginäre Gitternetz 200, gebildet aus einer Anordnung an Linien, wobei eine
erste Schar 202 aus parallelen, äquidistanten Linien durch eine zweite Schar 204 aus
parallelen, äquidistanten Linien unter Bildung von rechten Winkeln geschnitten wird,
besteht aus Gitterquadraten 206, jeweils mit einer Kantenlänge von 20 mm. Das Gitternetz
200 kann in beliebiger Weise über einen Reinigungsartikel und dessen Beschichtung
112 aufgelegt werden. Es werden die einzelnen Gitterquadrate 206 und der darin jeweils
vorliegende Bedeckungsgrad ermittelt. Zwar ist in Figur 5a das Gitternetz 200 mit
den Linienscharen in einem Winkel von 45° zur Kante 122 im Falle eines rechteckigen
Reinigungsartikels vorgesehen, jedoch ist für die Bemessung keine Vorzugsrichtung
zum Anlegen des Gitternetzes angedacht. Für die Auswertung des Bedeckungsgrades der
Beschichtung in Bezug auf die jeweiligen Gitterquadrate können beliebige Auswerteverfahren,
z.B. Computerunterstützte Grafik- und Zeichenprogrammen herangezogen werden. Bei der
Auswertung werden ausschließlich Gitterquadrate für die Ermittlung hergezogen, die
vollständig im Bereich des Reinigungsartikels liegen. Gitterquadrate, die durch die
Randlinie (Kante) 122 des Reinigungsartikels 100 geschnitten werden, bleiben für die
Auswertung der Bedeckungsgrade pro Gitterquadrat. Wie in Figur 5a erkennbar ist, weist
jedes Gitterquadrat eine Beschichtung auf. Es gibt kein Gitterquadrat 206, das beschichtungsfrei
ist. Insbesondere weist jedes zur Auswertung herangezogene Gitterquadrat einen Bedeckungsgrad
an Beschichtung von 5-15% auf.
[0106] Bei einem Reinigungsartikel 100 kann darüber hinaus vorteilhaft vorgesehen sein,
dass pro 25 cm
2 mindestens fünf Schnittstellen zwischen beliebigen Beschichtungslinien vorgesehen
sind. Der maximale Abstand von einer Beschichtungslinie zu mindestens einer benachbarten
Beschichtungslinie beträgt höchstens 20 mm. Insbesondere sind pro Gitterquadrat 206
von 20 mm Kantenlange wenigstens eine Schnittstelle 208, insbesondere 1-3 Schnittstellen
208 vorhanden, wie schematisch und beispielhaft in Figur 5a angedeutet ist. Diese
Form an Auswertung kann an jeglichen Reinigungsartikeln unabhängig von deren Dimension
und geometrischer Form, wie bspw. rund, oval, eckig oder einer sonstigen Form, oder
auch unabhängig von der Ausgestaltung der Beschichtung, vorgenommen werden. So zeigt
Figur 5b beispielhaft die Auswertung der Beschichtung aus Figur 3. Dabei ist ein Bedeckungsgrad
der Gitterquadrate 206 von 20 mm Kantenlänge von durchschnittlich 20-35% erkennbar.
Die Anzahl an Schnittstellen 208 der Beschichtungslinien der sich tangierenden Einzelmuster
beträgt pro Gitterquadrat zwischen 1 und 4.
1. Reinigungsartikel (100) mit einem absorbierenden Grundmaterial, das durch ein Flachmaterial
gebildet ist, mit einer ersten (102) und einer zweiten Seitenfläche, wobei auf mindestens
der ersten Seitenfläche (102) eine Beschichtung (112) vorgesehen ist, die der ersten
Seitenfläche (102) des Reinigungsartikels (100) eine gegenüber einer unbeschichteten
ersten Seitenfläche (102) erhöhte Reibungskraft verleiht, wobei die Beschichtung (112)
eine Vielzahl von Beschichtungslinien (114) umfasst und wobei die Beschichtungslinienhöhe
höchstens 0,8 mm beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungslinien ein Verhältnis von Beschichtungslinienbreite zu Beschichtungslinienhöhe
von mindestens 2 aufweisen und die Beschichtungslinienbreite 0,2-1,5 mm beträgt.
2. Reinigungsartikel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis 2-15, insbesondere 2-10, weiter insbesondere 2-6 beträgt.
3. Reinigungsartikel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (112) ein Flächengewicht von 5-50g/m2, insbesondere 5-40g/m2, weiter insbesondere 5-25 g/m2 aufweist.
4. Reinigungsartikel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundmaterial ein Flächengewicht von maximal 150 g/m2, insbesondere höchstens 130 g/m2 insbesondere höchstens 100 g/m2, weiter insbesondere höchstens 80 g/m2 , weiter insbesondere mindestens 30 g/m2, weiter insbesondere mindestens 40 g/m2 aufweist.
5. Reinigungsartikel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenn über die erste Seitenfläche (102) des Reinigungsartikels (100) ein imaginäres
Gitternetz (200) aus parallelen, äquidistanten, senkrecht zueinander verlaufenden
Linien mit einer Kantenlänge von 20 mm eines jeden Gitterquadrats (206) gelegt wird,
die erste Seitenfläche (102) kein Gitterquadrat aufweist, das beschichtungsfrei ist,
und insbesondere dass alle Gitterquadrate (206) einen Bedeckungsgrad an Beschichtung
von mindestens 5%, insbesondere mindestens 8%, weiter insbesondere mindestens 10%,
weiter insbesondere höchstens 45%, weiter insbesondere höchstens 40%, weiter insbesondere
höchstens 35% aufweisen.
6. Reinigungsartikel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Richtung, insbesondere in Maschinenrichtung (210) und/oder in
Querrichtung (212), insbesondere in jeder beliebigen Richtung, der Abstand einer Beschichtungslinie
(114) zu mindestens einer benachbarten Beschichtungslinie (114) höchstens 20 mm, vorzugsweise
höchstens 15 mm, weiter vorzugsweise höchstens 10 mm beträgt.
7. Reinigungsartikel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Fläche von 25 cm2 mindestens 5 Schnittstellen (208) von beliebigen Beschichtungslinien (114) vorhanden
sind.
8. Reinigungsartikel nach einem der vorangehenden Ansprüche 5 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens 50%, insbesondere bei mindestens 75%, insbesondere bei 100% der Gitterquadrate
(206) wenigstens eine Schnittstelle (208), insbesondere mindestens 2, weiter insbesondere
mindestens 3, weiter insbesondere höchstens 30, weiter insbesondere höchstens 25,
weiter insbesondere höchstens 20 Schnittstellen (208) vorhanden sind.
9. Reinigungsartikel nach einem der vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest abschnittsweise, insbesondere durchgehend eine zusammenhängende Struktur
an Beschichtungslinien (114) im Verlauf der Beschichtung (112) von einer Seitenkante
(122a) des Reinigungsartikels bis zur gegenüberliegenden Seitenkante (122b) vorhanden
ist.
10. Reinigungsartikel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungslinien (114) so angeordnet sind, dass zumindest abschnittsweise
in Querrichtung (212) des Reinigungsartikels, insbesondere des Grundmaterials, keine
Unterbrechungen zwischen den Beschichtungslinien (114) bestehen.
11. Reinigungsartikel (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (112) eine Vielzahl von Einzelmustern (120), insbesondere aus Beschichtungslinien
(114) gebildete Einzelmuster (120) aufweist oder daraus gebildet ist.
12. Reinigungsartikel (100) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Einzelmuster (120) als Mustergruppe (124) ausgebildet ist, die mindestens
zwei, aus Beschichtungslinien (114) gebildete Musterelemente (126) umfasst.
13. Reinigungsartikel (100) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Musterelement(126) ein zweites Musterelement (126) oder weitere Musterelemente
(126) zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig umläuft und/oder dass ein
erstes Musterelement (126) einem zweiten Musterelement (126) oder weiteren Musterelementen
(126) nebeneinander zugeordnet und sich dabei berührend angeordnet ist.
14. Reinigungsartikel (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenfläche (102) einen Bedeckungsgrad durch die Beschichtung (112) von
mindestens 6%, insbesondere mindestens 8 %, insbesondere mindestens 10%, weiter insbesondere
mindestens 20 % und insbesondere von höchstens 50%, weiter insbesondere höchstens
40%, und weiter insbesondere höchstens 30% aufweist.
15. Reinigungsartikel (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungslinien (114) durch durchgehende und/oder zumindest bereichsweise
unterbrochene Linien, insbesondere gestrichelt, strichpunktiert, gepunktet, ausgebildet
sind, wobei die Unterbrechung nicht länger als das 10-fache, insbesondere nicht länger
als das 8-fache, insbesondere nicht länger als das 6-fache, insbesondere nicht länger
als das 4-fache der Linienbreite der dieser unterbrochenen Stelle benachbarten Linie
ist.
16. Reinigungsartikel (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (112) polymerbasiert ist und insbesondere aus Materialien mit einer
Shore A-Härte von mindestens 30, insbesondere mindestens 40, weiter insbesondere mindestens
50, weiter insbesondere mindestens 60, insbesondere von höchstens 95, weiter insbesondere
höchstens 90, weiter insbesondere höchstens 80, weiter insbesondere höchstens 70 gebildet
ist.
17. Reinigungsartikel (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenfläche (102) mit der Beschichtung (112) einen dynamischen Reibungskoeffizienten
in Anlehnung an ASTM D1894-01 von mindestens 0,2, insbesondere mindestens 0,3, weiter
insbesondere mindestens 0,4, weiter insbesondere mindestens 0,5, weiter insbesondere
von höchstens 1,0, weiter insbesondere von höchstens 0,8, weiter insbesondere höchstens
0,6 aufweist.
18. Reinigungsartikel (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Reinigung von harten Flächen, so insbesondere im Haushaltbereich einsetzbar
ist, und insbesondere ein Reinigungstuch zur Geschirreinigung, zur Flächenreinigung,
vorzugsweise im Küchen- oder Sanitärbereich, oder Reinigungstuch zur Scheibenreinigung
ist.
1. A cleaning article (100) having an absorbent base material formed by a flat material
having a first side face (102) and a second side face, wherein a coating (112) which
has been provided on at least the first side face (102) imparts elevated abrasiveness
to the first side face (102) of the cleaning article (100) compared to an uncoated
first side face (102), wherein the coating (112) comprises a multitude of coating
lines (114) and wherein the coating line height is at most 0.8 mm, characterized in that the coating lines have a ratio of coating line width to coating line height of at
least 2 and the coating line width is 0.2-1.5 mm.
2. The cleaning article as claimed in claim 1, characterized in that the ratio is 2-15, particularly 2-10, more particularly 2-6.
3. The cleaning article as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the coating (112) has a basis weight of 5-50g/m2, particularly 5-40g/m2, more particularly 5-25 g/m2.
4. The cleaning article as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the base material has a basis weight of not more than 150 g/m2, particularly not more than 130 g/m2 particularly not more than 100 g/m2, more especially not more than 80 g/m2, more especially at least 30 g/m2, more especially at least 40 g/m2.
5. The cleaning article as claimed in any of the preceding claims, characterized in that, when an imaginary grid (200) of parallel, equidistant lines running at right angles
to one another and having an edge length of 20 mm of each grid square (206) is placed
over the first side face (102) of the cleaning article (100), the first side face
(102) does not have any grid square free of coating, and, in particular, in that all grid squares (206) have a degree of coating coverage of at least 5%, particularly
at least 8%, more particularly at least 10%, more particularly at most 45%, more particularly
at most 40%, more particularly at most 35%.
6. The cleaning article as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the distance of any coating line (114) from at least one adjacent coating line (114)
in at least one direction, especially in machine direction (210) and or in cross direction
(212), especially in any desired direction, is not more than 20 mm, preferably not
more than 15 mm, more preferably not more than 10 mm.
7. The cleaning article as claimed in any of the preceding claims, characterized in that there are at least 5 interfaces (208) of any coating lines (114) over an area of
25 cm2.
8. The cleaning article as claimed in any of the preceding claims 5-7, characterized in that there is at least one interface (208) and there are particularly at least 2, more
particularly at least 3, more particularly at most 30, more particularly at most 25,
more particularly at most 20, interfaces (208), in at least 50%, especially in at
least 75%, especially in 100%, of the grid squares (206).
9. The cleaning article as claimed in any of the preceding claims, characterized in that there is a coherent structure of coating lines (114) across the coating (112) from
one lateral edge (122a) of the cleaning article to the opposite lateral edge (122b)
at least in sections, especially continuously.
10. The cleaning article as claimed in claim 9, characterized in that the coating lines (114) are arranged in such a way that there are no interruptions
between the coating lines (114) at least in sections in cross direction (212) of the
cleaning article, especially of the base material.
11. The cleaning article (100) as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the coating (112) has or has been formed from a multitude of individual patterns
(120), especially individual patterns (120) formed from coating lines (114).
12. The cleaning article (100) as claimed in claim 11, characterized in that at least one individual pattern (120) takes the form of a group of patterns (124)
comprising at least two pattern elements (126) formed from coating lines (114).
13. The cleaning article (100) as claimed in claim 12, characterized in that a first pattern element (126) encircles at least regions of and especially the entirety
of a second pattern element (126) or further pattern elements (126), and/or in that a first pattern element (126) is assigned to and arranged in contact with a second
pattern element (126) or further pattern elements (126) alongside one another.
14. The cleaning article (100) as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the first side face (102) has a degree of coverage by the coating (112) of at least
6%, particularly at least 8%, particularly at least 10%, more particularly at least
20%, and particularly at most 50%, more particularly at least 40%, and more particularly
at most 30%.
15. The cleaning article (100) as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the coating lines (114) take the form of continuous lines and/or lines that are interrupted
at least in regions, especially in dashed, dashed-and-dotted or dotted form, where
the interruption is not longer than 10 times, especially not longer than 8 times,
especially not longer than 6 times, especially not longer than 4 times, the line width
of the line adjacent to this site of interruption.
16. The cleaning article (100) as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the coating (112) is polymer-based and especially formed from materials having a
Shore A hardness of at least 30, particularly at least 40, more particularly at least
50, more particularly at least 60, particularly of at most 95, more particularly at
most 90, more particularly at most 80, more particularly at most 70.
17. The cleaning article (100) as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the first side face (102) having the coating (112) has a dynamic coefficient of friction
in accordance with ASTM D1894-01 of at least 0.2, particularly at least 0.3, more
particularly at least 0.4, more particularly at least 0.5, more particularly of not
more than 1.0, more particularly of not more than 0.8, more particularly not more
than 0.6.
18. The cleaning article (100) as claimed in any of the preceding claims, characterized in that it is usable for cleaning of hard surfaces, especially in the domestic sector, and
is especially a cleaning cloth for cleaning dishware, for cleaning surfaces, preferably
in the kitchen or sanitary sector, or a cleaning cloth for cleaning windows.
1. Article de nettoyage (100) comprenant un matériau de base absorbant qui est formé
par un matériau plat, comprenant une première (102) et une deuxième surface latérale,
sur au moins ladite première surface latérale (102) étant prévu un revêtement (112)
qui confère à ladite première surface latérale (102) de l'article de nettoyage (100)
une force de friction supérieure par rapport à une première surface latérale (102)
non revêtue, dans lequel le revêtement (112) présente une pluralité de lignes de revêtement
(114), et dans lequel la hauteur de ligne de revêtement est de 0,8 mm tout au plus,
caractérisé par le fait que les lignes de revêtement présentent un rapport de la largeur de ligne de revêtement
à la hauteur de ligne de revêtement d'au moins 2 et que la largeur de ligne de revêtement
est comprise entre 0,2 et 1,5 mm.
2. Article de nettoyage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le rapport est de 2-15, en particulier de 2-10, en outre en particulier de 2-6.
3. Article de nettoyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le revêtement (112) présente un grammage compris entre 5 et 50 g/m2, en particulier entre 5 et 40 g/m2, en outre en particulier entre 5 et 25 g/m2.
4. Article de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le matériau de base présente un grammage de 150 g/m2 au maximum, en particulier de 130 g/m2 tout au plus, en particulier de 100 g/m2 tout au plus, en outre en particulier de 80 g/m2 tout au plus, en outre en particulier d'au moins 30 g/m2, en outre en particulier d'au moins 40 g/m2.
5. Article de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, lorsqu'un réseau de quadrillage imaginaire (200) constitué de lignes parallèles,
équidistantes et s'étendant perpendiculairement les unes aux autres, chaque carré
(206) du quadrillage présentant une longueur d'arête de 20 mm, est appliqué sur la
première surface latérale (102) de l'article de nettoyage (100), ladite première surface
latérale (102) ne présente aucun carré de quadrillage qui est exempt de revêtement,
et que, en particulier, l'ensemble des carrés de quadrillage (206) présente un degré
de couverture de revêtement d'au moins 5 %, en particulier d'au moins 8 %, en outre
en particulier d'au moins 10 %, en outre en particulier de 45 % tout au plus, en outre
en particulier de 40 % tout au plus, en outre en particulier de 35 % tout au plus.
6. Article de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que dans au moins une direction, en particulier dans la direction de machine (210) et/ou
dans la direction transversale (212), en particulier dans n'importe quelle direction,
la distance séparant une ligne de revêtement (114) d'au moins une ligne de revêtement
(114) adjacente est de 20 mm tout au plus, de préférence 15 mm tout au plus, en outre
de préférence de 10 mm tout au plus.
7. Article de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'au moins 5 interfaces (208) de lignes de revêtement (114) quelconques sont présentes
sur une surface de 25 cm2.
8. Article de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes 5 à 7,
caractérisé par le fait qu'au moins 50 %, en particulier au moins 75 %, en particulier 100 % des carrés de quadrillage
(206) présentent au moins une interface (208), en particulier au moins 2, en outre
en particulier au moins 3, en outre en particulier 30 tout au plus, en outre en particulier
25 tout au plus, en outre en particulier 20 interfaces tout au plus.
9. Article de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'au moins par sections, en particulier en continu, une structure cohérente de lignes
de revêtement (114) est présente dans le tracé du revêtement (112) à partir d'un bord
latéral (122a) de l'article de nettoyage au bord latéral (122b) opposé.
10. Article de nettoyage selon la revendication 9, caractérisé par le fait que les lignes de revêtement (114) sont agencées de telle sorte qu'au moins par sections
dans la direction transversale (212) de l'article de nettoyage, en particulier du
matériau de base, il n'y ait pas d'interruptions entre les lignes de revêtement (114).
11. Article de nettoyage (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que le revêtement (112) comprend une pluralité de motifs individuels (120), en particulier
des motifs individuels (120) formés de lignes de revêtement (114), ou en est formé.
12. Article de nettoyage (100) selon la revendication 11, caractérisé par le fait qu'au moins un motif individuel (120) est réalisé en tant que groupe de motifs (124)
qui comprend au moins deux éléments de motif (126) formés à partir de lignes de revêtement
(114).
13. Article de nettoyage (100) selon la revendication 12, caractérisé par le fait qu'un premier élément de motif (126) entoure au moins par zones, en particulier complètement,
un deuxième élément de motif (126) ou d'autres éléments de motif (126) et/ou qu'un
premier élément de motif (126) est associé à un deuxième élément de motif (126) ou
à d'autres éléments de motif (126) tout en étant côte à côte et agencés en contact.
14. Article de nettoyage (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que la première surface latérale (102) présente un degré de couverture par le revêtement
(112) d'au moins 6 %, en particulier d'au moins 8 %, en particulier d'au moins 10
%, encore en particulier d'au moins 20 % et en particulier de 50 % tout au plus, encore
en particulier de 40 % tout au plus, et encore en particulier de 30 % tout au plus.
15. Article de nettoyage (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les lignes de revêtement (114) sont formées par des lignes continues et/ou interrompues
au moins par zones, en particulier en traits interrompus, en traits et points, en
pointillés, l'interruption n'étant pas plus longue que 10 fois, en particulier n'étant
pas plus longue que 8 fois, en particulier n'étant pas plus longue que 6 fois, en
particulier n'étant pas plus longue que 4 fois la largeur de ligne de la ligne adjacente
à ce point interrompu.
16. Article de nettoyage (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que le revêtement (112) est à base de polymère et est réalisé à partir de matériaux ayant
une dureté Shore A d'au moins 30, en particulier d'au moins 40, encore en particulier
d'au moins 50, encore en particulier d'au moins 60, en particulier de 95 tout au plus,
encore en particulier de 90 tout au plus, encore en particulier de 80 tout au plus,
encore en particulier de 70 tout au plus.
17. Article de nettoyage (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que la première surface latérale (102) avec le revêtement (112) présente un coefficient
de frottement dynamique, suivant la norme ASTM D1894-01, d'au moins 0,2, en particulier
d'au moins 0,3, encore en particulier d'au moins 0,4, encore en particulier d'au moins
0,5, encore en particulier de 1,0 tout au plus, encore en particulier de 0,8 tout
au plus, encore en particulier de 0,6 tout au plus.
18. Article de nettoyage (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait qu'il peut être utilisé pour le nettoyage de surfaces dures, comme en particulier dans
le domaine ménager, et qu'il est en particulier une lingette de nettoyage pour le
nettoyage de la vaisselle, pour le nettoyage de surfaces, de préférence dans le domaine
cuisinière ou sanitaire, ou une lingette de nettoyage pour le nettoyage des vitres.