Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Fersenautomat für eine Skibindung, insbesondere eine
Tourenskibindung, umfassend eine Basis zur Montage des Fersenautomaten auf einem Ski
und einen Fersenniederhalter mit einer Fersenniederhaltestruktur zum Niederhalten
eines in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in einem Fersenbereich des Skischuhs.
Der Fersenniederhalter ist relativ zur Basis bewegbar gelagert. Der Fersenautomat
weist eine Haltekonfiguration auf, in welcher sich der Fersenniederhalter in einer
Haltestellung befindet und die Fersenniederhaltestruktur mit dem Fersenbereich des
in der Skibindung gehaltenen Skischuhs derart zusammenwirken kann, dass der Fersenbereich
des Skischuhs in einer abgesenkten Position niedergehalten ist. Der Fersenautomat
weist weiter eine Einstiegskonfiguration auf, in welcher sich der Fersenniederhalter
in einer Einstiegsstellung befindet und der Fersenbereich des Skischuhs von der Fersenniederhaltestruktur
freigegeben ist.
Stand der Technik
[0002] Fersenautomaten des eingangs genannten technischen Gebiets sind bekannt. Sie haben
die Aufgabe, in einer Haltekonfiguration eine zuverlässige Fixierung des Fersenbereichs
des Skischuhs auf dem Ski zu gewährleisten. Zudem haben sie die Aufgabe, in einer
Einstiegskonfiguration einen Einstieg mit dem Skischuh in die Skibindung zu ermöglichen.
Um die Sicherheit des Skifahrers zu erhöhen, können die Fersenautomaten zudem auch
eine Sicherheitsauslösung ermöglichen, bei welcher der Fersenbereich des Skischuhs
freigegeben wird. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Sicherheitsauslösung in
Vorwärtsrichtung oder um eine seitliche Sicherheitsauslösung handeln. In beiden Fällen
bedeutet der Begriff "Sicherheitsauslösung", dass der Fersenautomat den Fersenbereich
des Skischuhs auch bei Stössen, welche auf den Skischuh, die Skibindung oder den Ski
wirken, in der abgesenkten Position arretiert hält, solange eine Energie der Stösse
einen vorbestimmten Wert nicht überschreitet. Falls die Energie eines Stosses diesen
vorbestimmten Wert aber überschreitet, so gibt der Fersenautomat den Fersenbereich
des Skischuhs frei. Dabei ist unerheblich, ob sich der Fersenautomat nach der Freigabe
des Skischuhs in der Haltekonfiguration, in der Einstiegskonfiguration oder in einer
anderen Konfiguration befindet.
[0003] Nebst diesen Aufgaben hängt die Art der von einem Fersenautomaten zu übernehmenden
Aufgaben in der Regel davon ab, welche Funktion die Skibindung, zu welcher der Fersenautomat
gehört, erfüllen soll. Abfahrtsskibindungen beispielsweise werden nur zum Abfahren
und Skifahren an Skiliften verwendet. Dagegen werden Tourenskibindungen zusätzlich
auch zum Gehen auf Skiern, insbesondere zum Aufsteigen mit Hilfe von an den Skiern
befestigten Steigfellen, verwendet. Langlaufbindungen hingegen werden zum Langlaufen
und Telemarkbindungen zum Skifahren mit der Telemark-Technik verwendet. Von diesen
Skibindungen haben Abfahrtsskibindungen bloss eine zuverlässige Fixierung des Skischuhs
auf dem Ski in einer sogenannten Halteposition zu gewährleisten sowie in einer sogenannten
Einstiegsposition einen Einstieg in die Skibindung zu ermöglichen. Demgegenüber haben
Langlauf- sowie Telemarkbindungen in der Regel den Skischuh bloss um eine in Skiquerrichtung
ausgerichtete Achse schwenkbar zu halten sowie den Einstieg in die Skibindung zu ermöglichen.
Dahingegen müssen Tourenskibindungen wie Abfahrtsskibindungen eine zuverlässige Fixierung
des Skischuhs auf dem Ski in der Halteposition gewährleisten sowie in der Einstiegsposition
einen Einstieg in die Skibindung ermöglichen. Zusätzlich müssen sie aber zum Gehen
auf Skiern beziehungsweise für den Aufstieg den Skischuh um eine in Skiquerrichtung
ausgerichtete Achse schwenkbar halten können. Hierzu weisen Tourenskibindungen eine
Aufstiegsposition auf, in welcher der Skischuh wie bei Langlauf- und Telemarkbindungen
um eine in Skiquerrichtung ausgerichtete Achse verschwenkbar und im Fersenbereich
vom Ski abhebbar ist, wodurch zum Gehen eine Gelenkbewegung zwischen dem Skischuh
und dem Ski ermöglicht wird. In der Aufstiegsposition der Tourenskibindung kann sich
der Fersenautomat je nach Konstruktion und Typ der Tourenskibindung in seiner Haltekonfiguration,
in seiner Einstiegskonfiguration oder in einer davon unterschiedlichen Aufstiegskonfiguration
befinden.
[0004] Falls bei einer Langlauf- und Telemarkbindung zusätzlich eine Halteposition gewünscht
ist, so ist bei einer solchen Langlauf- beziehungsweise Telemarkbindung zusätzlich
ein Fersenautomat erforderlich, mittels welchem der Skischuh in seinem Fersenbereich
zum Ski hin abgesenkt arretiert werden kann, und welcher den Fersenbereich des Skischuhs
zum Gehen in der Aufstiegsposition der Langlauf- beziehungsweise Telemarkbindung freigeben
kann.
[0005] Tourenskibindungen ihrerseits sind in drei Typen unterteilbar. Der erste Typ von
Tourenskibindungen umfasst einen Skischuhträger, an welchem der Skischuh durch einen
Vorderbacken sowie einen Fersenautomaten gehalten ist. Dabei ist der Skischuhträger
in der Aufstiegsposition der Tourenskibindung mit dem darin gehaltenen Skischuh gegenüber
dem Ski verschwenkbar, während sich der Fersenautomat in seiner Haltekonfiguration
befindet und den Fersenbereich des Skischuhs zum Skischuhträger abgesenkt arretiert.
In der Halteposition der Tourenskibindung hingegen ist der Skischuhträger in einer
im Wesentlichen skiparallelen Ausrichtung arretiert, wodurch auch der am Skischuhträger
gehaltene Skischuh am Ski entsprechend fixiert ist. Dabei befindet sich der Fersenautomat
wiederum in seiner Haltekonfiguration und arretiert den Fersenbereich des Skischuhs
zum Skischuhträger abgesenkt. Ein repräsentatives Mitglied dieses ersten Typs von
Tourenskibindungen ist beispielsweise in der
WO 96/23559 A1 (Fritschi AG Apparatebau) beschrieben. Der zweite Typ von Tourenskibindungen hingegen
setzt auf Skischuhe mit steifen Sohlen. Bei diesen Tourenskibindungen ist der Skischuh
in seinem Zehenbereich in einem skifest montierten Frontautomaten schwenkbar gelagert.
Der Fersenautomat ist in diesem Fall in einem an eine Skischuhsohlenlänge angepassten
Abstand vom Frontautomaten fest am Ski angebracht und arretiert in seiner Haltekonfiguration
beziehungsweise in der Halteposition der Tourenskibindung den Skischuh im Fersenbereich.
In der Aufstiegsposition der Tourenskibindung hingegen ist die Ferse des Skischuhs
vom Fersenautomaten freigegeben, sodass der Skischuh vom Ski abgehoben und um die
Lagerung am Frontautomaten verschwenkt werden kann. In welcher Konfiguration der Fersenautomat
sich dabei befindet, ist unerheblich, solange die Ferse des Skischuhs vom Fersenautomaten
freigegeben ist und zum Gehen wiederholt vom Ski abgehoben und wieder zum Ski hin
abgesenkt werden kann. Ein repräsentatives Mitglied dieses Typs von Tourenskibindungen
ist beispielsweise in der
EP 2 762 209 A2 (Marker Deutschland GmbH) beschrieben. Der dritte Typ von Tourenskibindungen umfasst
wie der erste Typ einen Skischuhträger, an welchem der Skischuh in der Aufstiegsposition
gehalten ist. Hierzu ist vorne am Skischuhträger ein Bindungsbacken vorgesehen, während
hinten am Skischuhträger nur ein Halteelement vorgesehen ist. Ein Fersenautomat, welcher
die Ferse des Skischuhs in der Halteposition am Ski fixieren kann, ist nicht am Skischuhträger,
sondern direkt am Ski angeordnet. Daher wird der Skischuh bei diesem dritten Typ von
Tourenskibindungen in der Aufstiegsposition durch den vorderen Bindungsbacken und
das Halteelement am Skischuhträger fixiert, während er in der Halteposition der Tourenskibindung
durch den vorderen Bindungsbacken und den sich in der Haltekonfiguration befindenden
Fersenautomaten mit seiner Sohle im Wesentlichen skiparallel ausgerichtet gehalten
wird. Ein repräsentatives Mitglied dieses Typs von Tourenskibindungen ist beispielsweise
in der
CH 706 664 A1 (Fritschi AG - Swiss Bindings) beschrieben.
[0006] Somit werden Fersenautomaten, welche eine Haltekonfiguration, eine Einstiegskonfiguration
sowie allenfalls eine Aufstiegskonfiguration aufweisen, bei Abfahrtsbindungen und
bei Tourenskibindungen sowie allenfalls auch bei Langlauf- oder Telemarkbindungen
benötigt.
[0007] Ein Beispiel eines Fersenautomaten, welcher zum eingangs genannten technischen Gebiet
gehört, ist in der
WO 96/23559 A1 (Fritschi AG Apparatebau) beschrieben. Dieser Fersenautomat umfasst einen Backen,
welcher sich in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten in einer Haltestellung
befindet und die Sohle des Skischuhs im Fersenbereich oben sowie seitlich etwas nach
vorne reichend umgreift, um den Skischuh nach oben sowie seitlich abzustützen. Dadurch
ist der Skischuh in einer abgesenkten Position arretiert.
[0008] Eine weitere Ausführung eines Fersenautomaten mit Backen ist in der
EP 2 656 884 A1 (Marker) beschrieben. Bei diesem Fersenautomaten ist der Backen u-förmig ausgebildet
und umgreift von oben und seitlich einen überstehenden Teil der Sohle eines Skischuhs
im Fersenbereich des Skischuhs. Dadurch ist der Skischuh in einer abgesenkten Position
arretiert.
[0009] Sowohl beim Backen des Fersenautomaten der
WO 96/23559 A1 als auch beim Backen des Fersenautomaten der
EP 2 656 884 A1 drückt der Backen von oben auf die Sohle und hält gleichzeitig den Skischuh seitlich
in einer Richtung horizontalen quer zum Ski. Dadurch ist der Skischuh wie auch bei
reinen Abfahrtsbindungen bekannt in einer abgesenkten Position arretiert.
[0010] Solche bekannten Fersenautomaten haben den Nachteil, dass sie entweder keine besonders
stabile Arretierung des Fersenbereichs des Skischuhs im Fersenautomaten und damit
keine sportliche Fahrweise des Skifahrers erlauben oder dass sie dem Skifahrer zwar
eine sportliche Fahrweise erlauben, dabei aber sehr massiv und dadurch schwer konstruiert
sind.
[0011] Für die Beschreibung von Skibindungssystemen wird als Referenzsystem oft ein (fiktiver)
Ski verwendet, wobei angenommen wird, dass die Bindung auf diesem Ski montiert sei.
Diese Gewohnheit wird im vorliegenden Text übernommen. So bedeutet der Begriff "Skilängsrichtung"
entlang der Ausrichtung der Längsachse des Skis. Ähnlich bedeutet "skiparallel" für
ein längliches Objekt entlang der Längsachse des Skis ausgerichtet. Für ein flächiges
Objekt hingegen bedeutet der Begriff "skiparallel" parallel zur Gleitfläche des Skis
ausgerichtet. Weiter ist mit dem Begriff "Skiquerrichtung" oder "quer zum Ski" eine
Richtung quer zur Skilängsrichtung gemeint, welche aber nicht genau rechtwinklig zur
Längsachse des Skis orientiert sein muss. Ihre Ausrichtung kann auch etwas von einem
rechten Winkel abweichen. Der Begriff "Skimitte" wiederum bedeutet in Skiquerrichtung
gesehen eine Mitte des Skis, während der Begriff "skifest" nicht beweglich gegenüber
dem Ski bedeutet. Zudem ist zu beachten, dass auch einige Begriffe, welche das Wort
"Ski" nicht enthalten, auf das Referenzsystem des (fiktiven) Skis Bezug nehmen. So
beziehen sich die Begriffe "vorne", "hinten", "oben", "unten" sowie "seitlich" auf
"vorne", "hinten", "oben", "unten" sowie "seitlich" des Skis. Genauso beziehen sich
auch Begriffe wie "horizontal" und "vertikal" auf den Ski, wobei "horizontal" in einer
skiparallelen Ebene liegend und "vertikal" senkrecht zu dieser Ebene ausgerichtet
bedeutet.
Darstellung der Erfindung
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, einen dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörenden
Fersenautomaten zu schaffen, welcher leicht konstruiert ist und dennoch eine sportliche
Fahrweise des Skifahrers zulässt.
[0013] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der
Erfindung umfasst der Fersenautomat eine von der Fersenniederhaltestruktur separat
ausgebildete, nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur zum Abstützen des Fersenbereichs
des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten
nur in eine Richtung horizontal quer zum Ski oder nur sowohl in eine Richtung horizontal
quer zum Ski als auch in eine Richtung nach unten zum Ski.
[0014] Dabei bedeutet "separat", dass die Fersenabstützstruktur räumlich getrennt von der
Fersenniederhaltestruktur ausgebildet ist, und dass die Fersenabstützstruktur eine
andere Funktion ausübt als die Fersenniederhaltestruktur. Dabei ist unerheblich, ob
die Fersenniederhaltestruktur und die Fersenabstützstruktur auf einer einzigen gemeinsamen
Einheit angeordnet sind oder ob die Fersenniederhaltestruktur und die Fersenabstützstruktur
jeweils auf einer eigenen Einheit angeordnet sind. So können beispielsweise die Fersenniederhaltestruktur
und die Fersenabstützstruktur beide auf dem Fersenniederhalter angeordnet sein. Sind
die Fersenniederhaltestruktur und die Fersenabstützstruktur hingegen je auf einer
eigenen Einheit angeordnet, befindet sich die Fersenniederhaltestruktur auf dem Fersenniederhalter
und die Fersenabstützstruktur ist beispielsweise auf einem vom Fersenniederhalter
separaten Bauteil angeordnet.
[0015] Gemäss der erfindungsgemässen Lösung stützt die Fersenniederhaltestruktur in der
Haltekonfiguration des Fersenautomaten den Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen
Skischuhs in eine Richtung vertikal nach oben vom Ski weg ab. Das bedeutet, dass die
Fersenniederhaltestruktur in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten den Fersenbereich
des Skischuhs an einer freien Bewegung in eine Richtung vertikal nach oben vom Ski
weg hindert. Im Unterschied dazu stützt die Fersenabstützstruktur in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten den Fersenbereich des Skischuhs nur in eine Richtung horizontal
quer zum Ski oder nur sowohl in eine Richtung horizontal quer zum Ski als auch in
eine Richtung nach unten zum Ski ab. Das bedeutet, dass der Fersenbereich des in der
Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten durch
die Fersenabstützstruktur gegen eine Bewegung in eine Richtung abstützbar ist, wobei
diese Richtung nur eine horizontal quer zum Ski ausgerichtete Komponente oder sowohl
eine horizontal quer zum Ski ausgerichtete Komponente sowie eine vertikal zum Ski
hin zeigende Komponente aufweist. Die Fersenabstützstruktur hindert somit den Fersenbereich
des Skischuhs an einer freien Bewegung in eine Richtung horizontal quer zum Ski und
allenfalls zusätzlich an einer freien Bewegung in eine Richtung nach unten zum Ski
hin. In jedem Fall kann wegen der Abstützung durch die Fersenabstützstruktur in der
Haltekonfiguration des Fersenautomaten der Fersenbereich des Skischuhs nicht seitlich
aus dem Fersenautomaten wegbewegt werden. Zudem hindert die Fersenabstützstruktur
den Fersenbereich des Skischuhs nicht an einer Bewegung in eine Richtung vertikal
nach oben. Die Fersenabstützstruktur übernimmt folglich keine Funktion zum Niederhalten
des Fersenbereichs des Skischuhs.
[0016] Für die erfindungsgemässe Lösung ist die konkrete Form der nach vorne auskragenden
Fersenabstützstruktur irrelevant. Wichtig ist einzig, dass wenigstens ein Teilbereich
der Fersenabstützstruktur nach vorne auskragt und damit eine Auskragung bildet. Unter
Auskragung ist dabei das Vorspringen oder Hinausragen eines Teilbereichs der Fersenabstützstruktur
oder der ganzen Fersenabstützstruktur zu verstehen. Die Auskragung kann beispielsweise
in Form eines länglichen Körpers, ähnlich einem Schenkel oder Finger, ausgebildet
sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Auskragung beispielsweise eine
runde oder kalottenförmige Gestalt aufweist. Genauso kann die Auskragung aber auch
in der Form einer vertikal ausgerichteten schienenartigen Führung ausgebildet sein.
Die Auskragung kann aber auch andersartig geformt sein.
[0017] Erfindungsgemäss kann die Fersenabstützstruktur derart ausgebildet sein, dass sie
zusätzlich zur Abstützung des Fersenbereichs des Skischuhs in eine Richtung horizontal
quer zum Ski auch eine Abstützung nach unten zum Ski ermöglicht. Eine solche Abstützung
nach unten kann durch den gleichen Bereich der Fersenabstützstruktur gewährleistet
sein wie die Abstützung des Fersenbereichs des Skischuhs in eine Richtung horizontal
zum Ski. Genauso kann die Abstützung nach unten aber auch durch einen Bereich der
Fersenabstützstruktur gewährleistet sein, welcher räumlich vom Bereich der Fersenabstützstruktur
getrennt ist, und welcher die Abstützung des Fersenbereichs des Skischuhs in eine
Richtung horizontal zum Ski ermöglicht.
[0018] Dabei ist aber nicht zwingend, dass die Fersenabstützstruktur überhaupt dazu ausgebildet
ist, den Fersenbereich des Skischuhs nach unten zum Ski abzustützen. Es besteht auch
die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur nur eine Abstützung des Fersenbereichs
des Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski ermöglicht. In diesem Fall
kann die Abstützung nach unten zum Ski durch einen von der Fersenabstützstruktur separat
ausgebildeten Absatzträger erfolgen. Wo dieser Absatzträger am Fersenautomaten angeordnet
ist, ist dabei unerheblich. So kann ein solcher Absatzträger beispielsweise in einem
vorderen unteren Bereich des Fersenautomaten angeordnet sein. Falls die Fersenabstützstruktur
vom Fersenniederhalter separat ausgebildet ist, so kann der Absatzträger beispielsweise
auch am Fersenniederhalter angeordnet sein. Ausserdem besteht aber auch die Möglichkeit,
dass der Fersenautomat gar keinen Absatzträger aufweist, durch welchen der Fersenbereich
des Skischuhs in eine Richtung nach unten zum Ski abgestützt ist.
[0019] Erfindungsgemäss kann die Fersenniederhaltestruktur den Fersenbereich des in der
Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten in einer
abgesenkten Position niederhalten. Weiter kann erfindungsgemäss die Fersenabstützstruktur
in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten den Fersenbereich des in Skibindung
gehaltenen Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski abstützen. Dabei wirken
sowohl die Fersenniederhaltestruktur als auch die Fersenabstützstruktur im Wesentlichen
mit dem Bereich des Skischuhs zusammen, in welchem sich die Ferse des Skifahrers befindet.
Dies schliesst jedoch nicht aus, dass einzelne Bereiche der Fersenniederhaltestruktur
beziehungsweise der Fersenabstützstruktur über den Fersenbereich des Skischuhs hinaus
nach vorne in Richtung Zehenbereich des Skischuhs reichen können.
[0020] Der Vorteil der erfindungsgemässen Lösung ist, dass die Fersenabstützstruktur von
der Fersenniederhaltestruktur separiert ist. Dies führt dazu, das der Bereich des
Fersenautomaten, welcher die Funktionalität des Abstützens des Fersenbereichs des
Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski sowie allenfalls zusätzlich in
eine Richtung nach unten zum Ski übernimmt, räumlich vom Bereich des Fersenautomaten,
welcher die Funktionalität des Niederhaltens des Fersenbereichs des Skischuhs übernimmt,
getrennt ist. Aufgrund dieser Auftrennung der Funktionalitäten kann die Fersenabstützstruktur
besser darauf optimiert werden, den Fersenbereich des Skischuhs in eine Richtung horizontal
quer zum Ski sowie allenfalls zusätzlich in eine Richtung nach unten zum Ski abzustützen.
Das ermöglicht es, die Fersenabstützstruktur schmaler und damit platzsparender sowie
leichter zu konstruieren als wenn die Fersenabstützstruktur nicht von der Fersenniederhaltestruktur
separat ausgebildet ist. Eine leichte Skibindung erhöht für den Skifahrer sowohl Fahrkomfort
als auch den Komfort beim Transport der Skier mit der auf den Skiern montierten Skibindung.
Zudem kann mit der separat zur Fersenniederhaltestruktur ausgebildeten Fersenabstützstruktur
die Abstützung des Fersenbereichs in eine Richtung horizontal quer zum Ski auch näher
am Ski erfolgen. Dadurch kann einerseits der Massenschwerpunkt des Fersenautomaten
näher zum Ski versetzt werden. Andererseits kann dadurch auch der Fahrkomfort für
den Skifahrer erhöht werden, weil die Skis beim Skifahren besser kontrolliert werden
können.
[0021] Falls der Fersenautomat zudem eine Sicherheitsauslösung ermöglicht und ein elastisches
Element aufweist, um den Fersenbereich des Skischuhs mit dem Fersenniederhalter und
dem Fersenniederhaltestruktur zum Ski hin vorzuspannen, so dass der Fersenbereich
des Skischuhs niedergehalten ist, kann durch die platzsparende Konstruktion der Fersenabstützstruktur
ein grösseres elastisches Element verwendet werden, ohne den Fersenautomaten dabei
grösser konstruieren zu müssen. Dadurch kann eine grössere Vorspannung mit entsprechend
höheren Auslösewerten für die Skibindung erreicht werden, was die Sicherheit, besonders
bei einer sportlichen Fahrweise des Skifahrers wie beispielsweise beim sogenannten
Freeriden, erhöht.
[0022] Bevorzugt ist der Fersenniederhalter von seiner Haltestellung in seine Einstiegsstellung
und zurück relativ zur Basis bewegbar, um den Fersenautomaten von der Haltekonfiguration
in die Einstiegskonfiguration und zurück zu verstellen. Dabei ist unerheblich, in
welche Richtung bezüglich der Basis der Fersenniederhalter zum Verstellen des Fersenautomaten
bewegbar ist. Dies hat den Vorteil, dass der Fersenautomat auf einfache Art und Weise
von seiner Haltekonfiguration in seine Einstiegskonfiguration und zurück verstellbar
konstruiert werden kann. In einer bevorzugten Ausführung ist der Fersenniederhalter
in einer vertikal in Skilängsrichtung ausgerichteten Ebene relativ zur Basis bewegbar,
um den Fersenautomaten von der Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration und
zurück zu verstellen. Das hat den Vorteil, dass der Skifahrer den Fersenautomaten
einfach von oben herab, beispielsweise mit einem Skistock von der Haltekonfiguration
in die Einstiegskonfiguration und zurück, verstellen kann.
[0023] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Fersenniederhalter beim
Verstellen des Fersenautomaten von der Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration
und zurück nicht relativ zur Basis bewegbar ist.
[0024] Vorzugsweise umfasst der Fersenautomat ein elastisches Element, durch welches der
Fersenniederhalter in seiner Haltestellung mit der Fersenniederhaltestruktur nach
unten vorgespannt ist, sodass der Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs
von der Fersenniederhaltestruktur niedergedrückt und dadurch niedergehalten ist. Dabei
ist unerheblich, ob der Fersenniederhalter als gesamtes oder nur mit einem Bereich,
in welchem sich die Fersenniederhaltestruktur befindet, nach unten vorgespannt ist.
Unabhängig davon ist durch die Vorspannung sichergestellt, dass die Fersenniederhaltestruktur
bei Fersenbereichen von Skischuhen mit unterschiedlichen Abmessungen stets in Kontakt
mit dem Fersenbereich des Skischuhs ist und diesen optimal niederdrückt. Zudem hat
die Vorspannung den Vorteil, dass, falls eine Sicherheitsauslösung vorgesehen ist,
eine optimal kontrollierte Sicherheitsauslösung ermöglicht werden kann, indem die
Fersenniederhaltestruktur zuerst gegen die vom vorgespannten elastischen Element erzeugte
Kraft bewegt werden muss, bis es zu einer Sicherheitsauslösung kommt.
[0025] In einer Variante dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Fersenniederhalter
in seiner Haltestellung mit der Fersenniederhaltestruktur durch das elastische Element
in eine andere Richtung, wie beispielsweise nach oben oder in seitlicher Richtung,
vorgespannt ist.
[0026] Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, dass der Fersenautomat kein elastisches
Element umfasst, durch welches der Fersenniederhalter in seiner Haltestellung mit
der Fersenniederhaltestruktur vorgespannt ist. In diesem Fall kann der Fersenniederhalter
mit der Fersenniederhaltestruktur beispielsweise durch eine Rastung in der Haltestellung
und in der Einstiegsstellung arretierbar ausgebildet sein.
[0027] Vorzugsweise ist die Fersenabstützstruktur derart geformt, dass sie in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten in einer Richtung horizontal quer zum Ski immer auf beide Seiten
formschlüssig mit dem Fersenbereich des Skischuhs zusammenwirkt. Dabei bedeutet "formschlüssig
in eine Richtung" beziehungsweise "formschlüssig in Richtungen", dass mindestens ein
Verbindungsbereich der Fersenabstützstruktur und mindestens ein Verbindungsbereich
des Fersenbereichs des Skischuhs derart ineinander greifen, dass eine mechanische
Verbindung entsteht, welche eine Bewegung des Fersenbereichs relativ zur Fersenabstützstruktur
in die angegebene Richtung oder Richtungen verhindert und welche auch bei unterbrochener
Kraftübertragung zwischen dem Verbindungsbereich der Fersenabstützstruktur und dem
Verbindungsbereich des Fersenbereichs des Skischuhs nicht durch eine Bewegung des
Fersenbereichs relativ zur Fersenabstützstruktur in die angegebene Richtung oder angegebenen
Richtungen lösbar ist. Dabei kann sich die formschlüssige Verbindung Bewegungen des
Fersenbereichs relativ zur Fersenabstützstruktur in andere Richtungen zulassen oder
ebenfalls verhindern. In einer bevorzugten Variante dazu kann die Fersenabstützstruktur
auch derart geformt sein, dass sie in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten in
Richtungen innerhalb eines Winkelbereichs, bevorzugt innerhalb eines Winkelbereichs
von -45° bis +45° zur Richtung horizontal quer zum Ski, formschlüssig mit dem Fersenbereich
des Skischuhs zusammenwirkt. Während der gesamten Zeit, in der sich der Fersenautomat
in der Haltekonfiguration befindet und die Fersenniederhaltestruktur mit dem Fersenbereich
des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs derart zusammenwirkt, dass der Fersenbereich
des Skischuhs in der abgesenkten Position niedergehalten ist, wirkt somit die Fersenabstützstruktur
mit ihrem mindestens einen Verbindungsbereich auf beiden Seiten vollständig formschlüssig
mit dem Verbindungsbereich des Fersenbereichs des Skischuhs zusammen. Das bedeutet,
dass auch bei auftretenden seitlichen Kräften, die beim Skifahren entstehen können,
die Fersenabstützstruktur stets auf beiden Seiten des Skischuhs mit dem Fersenbereich
des Skischuhs in Kontakt ist und mit diesem formschlüssig zusammenwirkt. Dabei ist
unerheblich, ob sich der Verbindungsbereich der Fersenabstützstruktur über die gesamte
oder nur über einen Teil der Fersenabstützstruktur erstreckt. Das formschlüssige Zusammenwirken
bietet den Vorteil, dass der Fersenbereich auch bei grossen Kräften und bei unterbrochener
Kraftübertragung zwischen der Fersenabstützstrukur und dem Fersenbereich des Skischuhs
sicher in eine Richtung horizontal quer zum Ski abgestützt ist. Zudem kann sich der
Fersenbereich des Skischuhs auch bei einem Schlag oder bei Vibrationen nicht unbeabsichtigt
seitlich aus dem Fersenautomaten lösen. Das erhöht die Sicherheit für den Skifahrer.
[0028] Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur in der
Haltekonfiguration des Fersenautomaten nicht immer in einer Richtung horizontal quer
zum Ski auf beide Seiten formschlüssig mit dem Fersenbereich des Skischuhs zusammenwirkt.
In einer solchen Ausführung kann die Fersenabstützstruktur beispielsweise durch eine
reine kraftschlüssige Verbindung mit dem Fersenbereich zusammenwirken.
[0029] Bevorzugt weist der Fersenbereich des Skischuhs eine Gegenstruktur auf, wobei die
Fersenabstützstruktur des Fersenautomaten zum Zusammenzuwirken mit der Gegenstruktur
des Fersenbereichs des Skischuhs ausgebildet ist. Das hat den Vorteil, dass der Fersenbereich
des Skischuhs optimal im Fersenautomaten gehalten werden kann. Vorzugsweise ist die
Fersenabstützstruktur jedoch zum formschlüssigen Zusammenzuwirken mit der Gegenstruktur
des Fersenbereichs des Skischuhs ausgebildet, sodass der Fersenbereich des Skischuhs
durch die Fersenabstützstruktur in eine Richtung horizontal quer zum Ski immer auf
beide Seiten formschlüssig im Fersenautomaten abstützbar ist. Das hat den Vorteil,
dass der Fersenbereich des Skischuhs beispielsweise auch bei schlagartig auftretenden
Kräften oder Vibrationen optimal und sicher im Fersenautomaten gehalten werden kann,
da die Fersenabstützstruktur und die Gegenstruktur des Fersenbereichs des Skischuhs
ineinander greifen.
[0030] Alternativ dazu weist der Fersenbereich des Skischuhs keine Gegenstruktur auf. In
diesem Fall wirkt die Fersenabstützstruktur mit einer oder mehreren Aussenflächen
des Fersenbereichs des Skischuhs zusammen.
[0031] Vorzugsweise ist die Fersenabstützstruktur dazu ausgebildet, in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten den Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in
eine Richtung horizontal quer zum Ski relativ zur Fersenniederhaltestruktur zu halten.
Indem die Fersenabstützstruktur den Fersenbereich des Skischuhs hält, hindert die
Fersenabstützstruktur den Fersenbereich des Skischuhs an einer freien Bewegung relativ
zur Fersenniederhaltestruktur in eine seitliche Richtung, das heisst, in eine Richtung
horizontal quer zum Ski. Das bietet den Vorteil, dass sich der Fersenbereich des Skischuhs
während dem Skifahren bei auftretenden Kräften in eine Richtung horizontal quer zum
Ski nicht frei relativ zur Fersenniederhaltestruktur bewegen kann, wodurch für den
Skifahrer der Fahrkomfort erhöht wird. Falls der Fersenautomat zudem eine Sicherheitsauslösung
in Vorwärtsrichtung ermöglicht, wird durch das Halten des Fersenbereichs des Skischuhs
relativ zur Fersenniederhaltestruktur die Sicherheitsauslösung in Vorwärtsrichtung
optimiert, da die Energie, welche vom Fersenautomaten aufgenommen werden kann, bis
es zur Sicherheitsauslösung kommt, in den verschiedenen beim Skifahren auftretenden
Situationen genauer definiert ist.
[0032] In einer ersten bevorzugten Variante davon ist die Fersenabstützstruktur dazu ausgebildet,
in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten eine Bewegung des Fersenbereichs des
in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski innerhalb
eines begrenzten Bereichs relativ zur Fersenniederhaltestruktur zuzulassen. Dies hat
den Vorteil, dass die Energie von starken Schlägen und Stössen, die beim Skifahren
in eine Richtung horizontal quer zum Ski auf den Ski, den Skischuh oder die Skibindung
wirken, gut aufgenommen werden können. Bevorzugt beträgt dabei die Länge des begrenzten
Bereichs in eine Richtung horizontal quer zum Ski gemessen höchstens 2 mm, weiter
bevorzugt höchstens 1 mm und besonders bevorzugt höchstens 0.5 mm. Das hat den Vorteil,
dass beim Einstieg in die Skibindung und dem Verstellen des Fersenautomaten in die
Haltekonfiguration der Fersenbereich des Skischuhs auf einfache Art und Weise in den
Fersenautomaten eingeführt werden kann. Der begrenzte Bereich kann aber auch eine
grössere Länge als 2 mm aufweisen. Unabhängig von der Länge des begrenzten Bereichs
ist in einer bevorzugten Variante die Fersenabstützstruktur in Skiquerrichtung relativ
zur Fersenniederhaltestruktur unbeweglich beziehungsweise höchstens innerhalb der
Fertigungstoleranzen bewegbar, wobei in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten
der Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs relativ zur Fersenabstützstruktur
sowie relativ zur Fersenniederhaltestruktur innerhalb des begrenzten Bereichs in eine
Richtung horizontal quer zum Ski bewegbar ist. In einer anderen bevorzugten Variante
davon hingegen ist die Fersenabstützstruktur innerhalb eines begrenzten Bewegungsbereichs
relativ zur Fersenniederhaltestruktur in eine Richtung horizontal quer zum Ski bewegbar.
Dabei entspricht der Summe der Länge des begrenzten Bewegungsbereichs in die Richtung
horizontal quer zum Ski gemessen plus der Länge, über welche in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten der Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in
die Richtung horizontal quer zum Ski relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar ist,
der in die Richtung horizontal quer zum Ski gemessenen Länge des begrenzten Bereichs.
[0033] In einer zweiten bevorzugten Variante der zum Halten des Fersenbereichs ausgebildeten
Fersenabstützstruktur ist die Fersenabstützstruktur dazu ausgebildet, in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten eine Bewegung des Fersenbereichs des in der Skibindung gehaltenen
Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski relativ zur Fersenniederhaltestruktur
zu blockieren. Der Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs ist in
diesem Fall nicht beziehungsweise nur innerhalb eines Bereichs relativ zur Fersenniederhaltestruktur
bewegbar, welcher sich aus den Fertigungstoleranzen der Fersenabstützstruktur sowie
der Fersenniederhaltestruktur ergibt. Dabei ist auch die Fersenabstützstruktur in
Skiquerrichtung relativ zur Fersenniederhaltestruktur unbeweglich beziehungsweise
höchstens innerhalb der Fertigungstoleranzen bewegbar. Das erlaubt eine sichere Verbindung
zwischen Fersenabstützstruktur und Fersenbereich des Skischuhs sowie zwischen Fersenniederhaltestruktur
und Fersenbereich des Skischuhs auch beim Einwirken von hohen, schlagartigen Kräften
und sehr starken Vibrationen. Der Skifahrer kann beim Skifahren dadurch den Ski besser
kontrollieren, was die Sicherheit für den Skifahrer erhöht.
[0034] Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur den
Fersenbereich des Skischuhs nicht in eine Richtung horizontal quer zum Ski hält. Der
Fersenbereich kann dann beispielsweise in eine Richtung horizontal quer zum Ski frei
beweglich gelagert sein.
[0035] Bevorzugt ist die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur zum Eingreifen in
eine Ausnehmung im Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der
Haltekonfiguration des Fersenautomaten ausgebildet, um den Fersenbereich des in der
Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten nur
in eine Richtung horizontal quer zum Ski oder nur sowohl in eine Richtung horizontal
quer zum Ski als auch in eine Richtung nach unten zum Ski abzustützen. Das bietet
den Vorteil, dass der Fersenbereich des Skischuhs durch die Fersenabstützstruktur
optimal abgestützt werden kann. Besonders bevorzugt ist die nach vorne auskragende
Fersenabstützstruktur dabei derart geformt, dass sie in der Haltekonfiguration des
Fersenautomaten in einer Richtung horizontal quer zum Ski immer auf beide Seiten formschlüssig
mit der Gegenstruktur des Fersenbereichs des Skischuhs zusammenwirkt. Das erlaubt
eine sichere Verbindung zwischen Fersenautomat und Fersenbereich des Skischuhs sowie
ein zuverlässiges Abstützen des Fersenbereichs des Skischuhs in eine Richtung horizontal
quer zum Ski. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur
nicht derart geformt ist, dass sie in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten in
einer Richtung horizontal quer zum Ski immer auf beide Seiten formschlüssig mit dem
Fersenbereich des Skischuhs zusammenwirkt. Genauso kann die Fersenabstützstruktur
aber auch anders als zum Eingreifen in eine Ausnehmung im Fersenbereich des in der
Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten ausgebildet
sein.
[0036] Bevorzugt ist die Fersenabstützstruktur auf dem Fersenniederhalter angeordnet. Dabei
kann sich die separat von der Fersenniederhaltestruktur ausgebildete Fersenabstützstruktur
auf demselben Element wie die Fersenniederhaltestruktur oder aber auf einem anderen
Element des Fersenniederhalters befinden. Eine auf dem Fersenniederhalter angeordnete
Fersenabstützstruktur bietet den Vorteil, dass trotz separat von der Fersenniederhaltestruktur
ausgebildeter Fersenabstützstruktur eine kompakte Bauweise des Fersenautomaten ermöglicht
wird.
[0037] Falls die Fersenabstützstruktur auf dem Fersenniederhalter angeordnet ist, so sind
die Fersenniederhaltestruktur und die Fersenabstützstruktur vorzugsweise auf demselben
Element ausgebildet. Das erlaubt eine noch kompaktere Bauweise und vereinfacht die
Herstellung und Montage des Fersenautomaten, da der Fersenautomat weniger Einzelteile
umfasst.
[0038] Alternativ zur Anordnung der Fersenniederhaltestruktur und der Fersenabstützstruktur
auf demselben Element besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur
zwar auf dem Fersenniederhalter angeordnet ist, aber auf einem anderen Element des
Fersenniederhalters als die Fersenniederhaltestruktur ausgebildet ist. In diesem Fall
versteht es sich, dass der Fersenniederhalter mehr als ein Element umfasst. Eine derartige
Konstruktionsweise hat den Vorteil, dass das Element mit der Fersenabstützstruktur
sowie das Element mit der Fersenniederhaltestruktur einfacher hergestellt werden können.
Dieser Vorteil gilt unabhängig davon, ob die Fersenniederhaltestruktur auf einem einzigen
Element des Fersenniederhalters ausgebildet ist oder sich über mehr als ein Element
des Fersenniederhalters erstreckt. Genauso gilt dieser Vorteil unabhängig davon, ob
die Fersenabstützstruktur auf einem einzigen Element des Fersenniederhalters ausgebildet
ist oder sich über mehr als ein Element des Fersenniederhalters erstreckt.
[0039] In einer bevorzugten Variante zur Anordnung der Fersenabstützstruktur auf dem Fersenniederhalter
ist die Fersenabstützstruktur separat vom Fersenniederhalter ausgebildet. Bevorzugt
ist dann die Fersenabstützstruktur auf einer separat vom Fersenniederhalter angeordneten
Einheit des Fersenautomaten ausgebildet. Das bietet den Vorteil, dass beispielsweise
der Fersenniederhalter vollständig unabhängig von der Fersenabstützstruktur montiert
werden kann, dass der Fersenniederhalter sofern nötig einstellbar ausgebildet werden
kann oder im Bedarfsfall austauschbar konstruiert werden kann.
[0040] Unabhängig davon, ob die Fersenabstützstruktur auf dem Fersenniederhalter angeordnet
oder separat vom Fersenniederhalter ausgebildet ist, ist die Fersenniederhaltestruktur
bevorzugt relativ zur Fersenabstützstruktur fest angeordnet. Das bedeutet, dass die
Fersenniederhaltestruktur von der Fersenabstützstruktur her gesehen immer im gleichen
Abstand und im gleichen Raumwinkel zur Fersenabstützstruktur angeordnet und gleich
zur Fersenabstützstruktur ausgerichtet ist, während die Fersenabstützstruktur von
der Fersenniederhaltestruktur her gesehen immer im gleichen Abstand und im gleichen
Raumwinkel zur Fersenniederhaltestruktur angeordnet und gleich zur Fersenniederhaltestruktur
ausgerichtet ist. Somit können die Fersenniederhaltestruktur und die Fersenabstützstruktur
zwar im Raum bewegt und gedreht werden. Relativ zueinander verändert sich dabei aber
weder ihr Abstand, ihre Position noch ihre Ausrichtung. Dies hat den Vorteil, dass
der Fersenautomat weniger bewegliche Teile aufweist, was eine kostengünstige Herstellung
und eine einfache Montage ermöglicht. Um diesen Vorteil noch zu verstärken, kann auch
der Fersenniederhalter zusammen mit der Fersenniederhaltestruktur fest mit der Fersenabstützstruktur
verbunden werden.
[0041] In einer bevorzugten Variante dazu ist die Fersenniederhaltestruktur relativ zur
Fersenabstützstruktur bewegbar. Dabei ist unerheblich, in welcher Richtung die Fersenniederhaltestruktur
relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar ist und ob die Bewegung im dreidimensionalen
Raum oder in einer Ebene stattfindet. Weiter ist unerheblich, ob die Bewegung linear
oder gekrümmt ist oder eine Drehung beinhaltet. Unabhängig von der Art der Bewegung
hat dies den Vorteil, dass beispielsweise ein Abstand zwischen der Fersenabstützstruktur
und Fersenniederhaltestruktur veränderbar ist, um den Fersenautomaten an unterschiedliche
Skischuhgrössen anzupassen oder um den Einstieg für verschiedene Skischuhgrössen zu
erleichtern. Weiter bietet eine relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbare Fersenniederhaltestruktur
den Vorteil, dass, falls eine Sicherheitsauslösung vorgesehen ist, im Falle einer
Sicherheitsauslösung die Fersenniederhaltestruktur unabhängig von der Fersenabstützstruktur
beziehungsweise die Fersenabstützstruktur unabhängig von der Fersenniederhaltestruktur
bewegt werden kann, um den Skischuh aus dem Fersenautomaten freizugeben. Dadurch kann
die Richtung, in der sich der Skischuh bei der Freigabe bewegt, durch die nicht bewegte
Fersenabstützstruktur beziehungsweise Fersenniederhaltestruktur vorgegeben werden.
Das erlaubt eine besser kontrollierbare Sicherheitsauslösung und erhöht die Sicherheit
für den Skifahrer.
[0042] Vorzugsweise ist die Fersenniederhaltestruktur in einer vertikal in Skilängsrichtung
ausgerichteten Ebene relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar. Dies hat den Vorteil,
dass der Fersenautomat so konstruiert werden kann, dass der Einstieg mit dem Skischuh
in den Fersenautomaten mit einer Bewegung des Skischuhs von oben nach unten erleichtert
ist. Alternativ dazu kann die Fersenniederhaltestruktur aber auch in einer anders
ausgerichteten Ebene oder im dreidimensionalen Raum relativ zur Fersenabstützstruktur
bewegbar sein.
[0043] Falls die Fersenniederhaltestruktur relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar ist
und die Fersenabstützstruktur auf dem Fersenniederhalter angeordnet ist, so erstreckt
sich die Fersenniederhaltestruktur vorzugsweise über ein oder mehrere von der Fersenabstützstruktur
separaten Elemente des Fersenniederhalters, relativ zu welchen die Fersenniederhaltestruktur
bewegbar ist. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur auf einem
einzigen Element ausgebildet ist oder dass sich die Fersenabstützstruktur über mehrere
Elemente erstreckt, welche alle separat von der Fersenniederhaltestruktur ausgebildet
sind. Dies hat den Vorteil, dass die Fersenniederhaltestruktur auf einfache Art und
Weise relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar ausgebildet werden kann.
[0044] Falls die Fersenniederhaltestruktur relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar ist
und die Fersenabstützstruktur separat vom Fersenniederhalter ausgebildet ist, ist
der Fersenniederhalter vorzugsweise relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar. Das
hat den Vorteil, dass der Abstand des Fersenniederhalters zur Fersenabstützstruktur
veränderbar ist, wodurch der Einstieg in den Fersenautomaten erleichtert werden kann.
[0045] Mit Vorteil weist ein horizontal durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur
verlaufender Querschnitt einen nach vorne zeigenden Schenkel auf. Dabei ist unerheblich,
ob der Schenkel exakt nach vorne zur Skispitze zeigt oder ob der Schenkel zur Seite
zur Skilängsachse angewinkelt ist. Der Schenkel hat vorzugsweise in Skilängsrichtung
gesehen eine grössere Ausdehnung als horizontal in Skiquerrichtung gesehen. So kann
der Schenkel beispielsweise in Skilängsrichtung gesehen in Form eines länglichen Körpers,
ähnlich einem Finger, Stift oder Pin, ausgebildet sein. Unabhängig von seiner konkreten
Formgebung hat der nach vorne zeigende Schenkel den Vorteil, dass ein einfaches Eingreifen
des nach vorne zeigenden Schenkels in eine Ausnehmung im Fersenbereich des in der
Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten ermöglicht
ist.
[0046] In einer bevorzugten Variante zu einem Schenkel weist ein horizontal durch die Fersenabstützstruktur
verlaufender Querschnitt hingegen eine nach vorne zeigende Noppe als Auskragung auf.
Die Noppe kann dabei beispielsweise halbkreisförmig ausgestaltet sein. Alternativ
dazu kann die Noppe auch die Form eines Kreisabschnitts, eines Kegelstumpfes, eines
Pyramidenstumpfes oder dergleichen aufweisen. Eine nach vorne zeigende Noppe als Auskragung
hat den Vorteil, dass die Fersenabstützstruktur sehr stabil konstruiert werden kann.
Zudem wird eine Noppe bei Stössen und Schlägen weniger rasch beschädigt.
[0047] Vorzugsweise weist ein horizontal durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur
verlaufender Querschnitt zwei nebeneinander angeordnete, nach vorne zeigende Schenkel
auf. Dabei haben die Schenkel vorzugsweise in Skilängsrichtung gesehen eine grössere
Ausdehnung als horizontal in Skiquerrichtung gesehen. So können die Schenkel beispielsweise
in Skilängsrichtung gesehen in Form länglicher Körper, ähnlich Finger, Stiften oder
Pins, ausgebildet sein. Dabei können die Schenkel parallel zueinander ausgerichtet
sein. Genauso können sie aber beispielsweise auch in ihrem distalen Bereich weiter
oder weniger weit voneinander beabstandet sein als in ihrem proximalen Bereich. Unabhängig
davon haben die zwei nebeneinander angeordneten, nach vorne zeigenden Schenkel den
Vorteil, dass der Skischuh sicher im Fersenautomaten gehalten ist, da die Verbindung
zwischen Skischuh und Fersenabstützstruktur in Skiquerrichtung gesehen über einen
breiteren Abschnitt erfolgt. Das bietet zusätzliche Sicherheit für den Skifahrer.
Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, dass der horizontal verlaufende Querschnitt
keine Schenkel aufweist. Die Fersenabstützstruktur kann in diesem Fall beispielsweise
eine Ausbuchtung oder Wölbung aufweisen, die nach vorne auskragt.
[0048] Falls ein horizontal durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur verlaufender
Querschnitt zwei nebeneinander angeordnete, nach vorne zeigende Schenkel als Auskragung
aufweist, so weist ein im Bereich der nach vorne zeigenden Schenkel im horizontalen
Querschnitt vertikal in Skiquerrichtung durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur
verlaufender Querschnitt vorzugsweise zwei nebeneinander angeordnete, nach unten aufeinander
zu laufende Abschnitte auf. Wenn der Skifahrer den Fersenbereich des Skischuhs somit
in der Einstiegskonfiguration des Fersenautomaten von oben her in den Fersenautomaten
einführt, wird der Fersenbereich des Skischuhs automatisch durch die aufeinander zu
laufenden Abschnitte zentriert. Dadurch ist ein einfaches und rasches Einführen des
Fersenbereichs des Skischuhs in die Fersenabstützstruktur ermöglicht. Falls der Fersenbereich
des Skischuhs dabei nicht von einem von den nach unten aufeinander zu laufenden Abschnitten
der Fersenabstützstruktur separaten Absatzträger in eine Richtung nach unten zum Ski
hin abgestützt wird, kann der Fersenbereich des Skischuhs von den nach unten aufeinander
zu laufenden Abschnitten der Fersenabstützstruktur auch zusätzlich in eine Richtung
nach unten zum Ski hin abgestützt werden. Um diese Vorteile zu erreichen, ist unerheblich,
ob die beiden nach unten aufeinander zu laufenden Abschnitte im vertikal in Skiquerrichtung
durch die Fersenabstützstrukturverlaufenden Querschnitt in ihrem unteren Bereich miteinander
verbunden sind oder voneinander beabstandet sind.
[0049] Alternativ dazu kann der im Bereich der nach vorne zeigenden Schenkel im horizontalen
Querschnitt vertikal in Skiquerrichtung durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur
verlaufende Querschnitt auch zwei anders ausgebildete Abschnitte aufweisen. So können
die zwei Abschnitte beispielsweise auch nebeneinander angeordnet und in vertikaler
Richtung parallel zueinander verlaufend ausgerichtet sein.
[0050] Vorzugsweise umfasst der Fersenautomat eine Abstützeinheit, durch welche die Fersenabstützstruktur
gebildet ist. Die Abstützeinheit dient dazu, in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten
den Fersenbereich des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs nur in einer Richtung
horizontal quer zum Ski oder nur sowohl in eine Richtung horizontal quer zum Ski als
auch in eine Richtung nach unten zum Ski abzustützen. Vorzugsweise umfasst die Abstützeinheit
wenigstens ein Element. In einer Variante dazu umfasst die Abstützeinheit jedoch mehr
als ein Element. Weist die Abstützeinheit mehrere Elemente auf, so können diese miteinander
verbunden sein oder räumlich getrennt voneinander angeordnet sein. Es besteht auch
die Möglichkeit, dass die Abstützeinheit eines oder mehrere Elemente umfasst, die
keine Abstützfunktion ausüben. Die Abstützeinheit bietet den Vorteil, dass die Funktion
des Abstützens von einem oder mehreren Elementen ausgeübt wird, die separat von der
Fersenniederhaltestruktur angeordnet sind. Diese Elemente können dadurch optimal auf
ihre Funktion hin konstruiert werden.
[0051] Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, dass der Fersenautomat keine Abstützeinheit
aufweist. In diesem Fall kann die Fersenabstützstruktur beispielsweise auf einer Oberfläche
eines anderen Elements des Fersenautomaten, wie beispielsweise der Basis, angeordnet
sein.
[0052] Falls der Fersenautomat eine Abstützeinheit umfasst, so umfasst die Abstützeinheit
bevorzugt mindestens ein Abstützelement, wobei die Fersenabstützstruktur durch das
mindestens eine Abstützelement gebildet ist. Das hat den Vorteil, dass die Fersenabstützstruktur
einfach konstruiert werden kann, da mit einem Abstützelement die Fersenabstützstruktur
gezielt an die Gegenstruktur des Fersenbereichs des Skischuhs anpassbar ist.
[0053] Falls die Abstützeinheit dabei mehr als ein Abstützelement umfasst, so ist die Fersenabstützstruktur
bevorzugt durch diese Abstützelemente gebildet. Dabei kann die nach vorne auskragende
Fersenabstützstruktur durch eines oder durch mehrere der Abstützelemente gebildet
sein. Unabhängig von der Anzahl Abstützelemente ist das mindestens eine Abstützelement
bevorzugt zum Abstützen des Fersenbereichs des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs
in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten in eine Richtung horizontal quer zum
Ski ausgebildet. In einer bevorzugten Variante dazu ist wenigstens eines des mindestens
einen Abstützelements zum Abstützen des Fersenbereichs des in der Skibindung gehaltenen
Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten sowohl in eine Richtung horizontal
quer zum Ski als auch in eine Richtung nach unten zum Ski ausgebildet. In einer bevorzugten
Variante davon sind alle des mindestens einen Abstützelements zum Abstützen des Fersenbereichs
des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten
sowohl in eine Richtung horizontal quer zum Ski als auch in eine Richtung nach unten
zum Ski ausgebildet. Als Alternative dazu ist das mindestens eine Abstützelement zum
Abstützen des Fersenbereichs des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten in eine Richtung horizontal quer zum Ski ausgebildet, wobei aber
keines des mindestens einen Abstützelements zum Abstützen des Fersenbereichs des in
der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten
sowohl in eine Richtung horizontal quer zum Ski als auch in eine Richtung nach unten
zum Ski ausgebildet ist. Bei diesen Varianten ist unerheblich, ob die Abstützeinheit
weitere Elemente umfasst, die keine Abstützfunktion ausüben und somit keine Abstützelemente
darstellen.
[0054] Falls ein horizontal durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur verlaufender
Querschnitt zwei nebeneinander angeordnete, nach vorne zeigende Schenkel aufweist,
sind die zwei Schenkeln bevorzugt aus einem einzigen Abstützelement gebildet. Das
erlaubt eine einfache Konstruktion und eine kostengünstige Herstellung des Fersenautomaten
mit wenigen Bauteilen. In einer bevorzugten Variante dazu sind die zwei Schenkel aus
zwei Abstützelementen gebildet. Mit Vorteil bilden die zwei Abstützelemente dabei
je einen der zwei Schenkel. Das bietet den Vorteil, dass der Abstand horizontal in
Skiquerrichtung gemessen zwischen den Abstützelementen bei der Montage eingestellt
werden kann. Damit ist eine Anpassung der Abstützeinheit an den Fersenbereich des
Skischuhs möglich.
[0055] Alternativ zu diesen Ausführungen besteht die Möglichkeit, dass die Abstützeinheit
kein Abstützelement umfasst.
[0056] Bevorzugt umfasst der Fersenautomat einen Trittsporn zum Einsteigen in den Fersenautomaten.
Dabei kann der Trittsporn von oben nach unten drückbar ausgebildet sein, um den Fersenautomaten
von der Einstiegskonfiguration oder einer allenfalls vorhandenen Auslösekonfiguration
in die Haltekonfiguration zu verstellen. Dies hat den Vorteil, dass der Skifahrer
auf einfache Art und Weise in den Fersenautomaten einsteigen kann, indem er den Trittsporn
mit dem Fersenbereich des Skischuhs nach unten drückt. Dabei besteht die Möglichkeit,
dass der Trittsporn in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten zugleich als Absatzträger
dient. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass der Trittsporn in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten nicht als Absatzträger dient. Vorteilhafterweise ist der Trittsporn
am Fersenniederhalter angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass der Fersenniederhalter
durch nach unten drücken des Trittsporns von seiner Einstiegsstellung in seine Haltestellung
verstellt werden kann, um den Fersenautomaten von der Einstiegskonfiguration oder
einer allenfalls vorhandenen Auslösekonfiguration in die Haltekonfiguration zu verstellen.
Alternativ davon kann der Trittsporn aber auch nicht am Fersenniederhalter angeordnet
sein.
[0057] Falls der Fersenautomat eine Abstützeinheit mit mindestens einem Abstützelement umfasst,
wobei die Fersenabstützstruktur durch das mindestens eine Abstützelement gebildet
ist, so kann der Trittsporn durch dieses mindestens eine oder auch durch die allenfalls
vorhandenen mehreren Abstützelemente gebildet sein. Dabei ist der Trittsporn Bestandteil
der Fersenabstützstruktur. Bevorzugt ist der Trittsporn dabei starr, das heisst, unbeweglich
zu einem wenigstens einen, nach vorne auskragenden Teilbereich der Fersenabstützstruktur,
welcher eine Auskragung bildet, ausgebildet. Dass der Trittsporn durch das mindestens
eine oder auch durch die allenfalls vorhandenen mehreren Abstützelemente gebildet
ist, hat den Vorteil, dass der Trittsporn einfach und kostengünstig hergestellt werden
kann und zudem eine kompakte Bauweise des Fersenautomaten ermöglicht wird.
[0058] In einer bevorzugten Variante dazu kann der Trittsporn aber auch separat von der
Abstützeinheit ausgebildet sein. Dabei kann der Trittsporn relativ zur nach vorne
auskragenden Fersenabstützstruktur starr oder bewegbar ausgebildet sein. Das hat den
Vorteil, dass der Trittsporn unabhängig von der Fersenabstützstruktur montiert beziehungsweise
ausgewechselt werden kann. Das erlaubt eine individuelle Anpassung des Trittsporns
in eine Richtung nach unten zum Ski an den Fersenbereich des Skischuhs.
[0059] Falls der Fersenautomat eine Abstützeinheit mit mindestens einem Abstützelement umfasst,
so ist mit Vorteil das mindestens eine Abstützelement entlang eines Verstellweges
relativ zur Basis bewegbar gelagert. Dies hat den Vorteil, dass die Position des mindestens
einen Abstützelements an verschieden grosse Skischuhe angepasst werden kann. Falls
die Fersenniederhaltestruktur relativ zur Fersenabstützstruktur bewegbar ist, so ist
das mindestens eine Abstützelement zudem vorzugsweise unabhängig von der Fersenniederhaltestruktur
entlang des Verstellwegs relativ zur Basis bewegbar. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise
der Einstieg in den Fersenautomaten erleichtert werden kann, indem das mindestens
eine Abstützelement während dem Einstiegsvorgang, wenn der Fersenautomat von der Einstiegskonfiguration
zur Haltekonfiguration verstellt wird, entlang des Verstellweges bewegbar ist. Es
ist dabei unerheblich, ob der Verstellweg gekrümmt oder gradlinig ist. In einer bevorzugten
Variante ist der Verstellwag gekrümmt ausgebildet. Dadurch kann beispielsweise die
Krümmung des Verstellwegs der Krümmung angepasst werden, entlang der sich der Fersenbereich
des Skischuhs beim Einstiegsvorgang bewegt. In einer bevorzugten Variante dazu ist
der Verstellweg auch gradlinig ausgebildet. Das hat den Vorteil, dass die Führung
des mindestens einen Abstützelements entlang des Verstellweges einfach herstellbar
ist. Der Verstellweg kann aber auch andersartig geformt sein.
[0060] Alternativ zum Verstellweg besteht aber auch die Möglichkeit, dass das mindestens
eine Abstützelement nicht beweglich ist und beispielsweise fest beziehungsweise unbeweglich
zur Basis verbunden ist.
[0061] Falls das mindestens eine Abstützelement entlang eines Verstellwegs relativ zur Basis
bewegbar gelagert ist, so ist vorzugsweise der Verstellweg im Wesentlichen vertikal
ausgerichtet. Das hat den Vorteil, dass das mindestens eine Abstützelement durch den
Skifahrer von oben beispielsweise mit einem Skistock bewegbar ist. Weiter ist der
Verstellweg bevorzugt im Wesentlichen in Bewegungsrichtung des Skischuhs beim Einsteigen,
wenn der Fersenautomat von der Einstiegskonfiguration zur Haltekonfiguration verstellt
wird, ausgerichtet. Dadurch ist der Fersenbereich des Skischuhs bereits beim Einstiegsvorgang
in eine Richtung horizontal quer zum Ski abgestützt.
[0062] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Verstellweg horizontal
oder in einer anderen Richtung ausgerichtet ist.
[0063] Falls das mindestens eine Abstützelement entlang eines Verstellwegs relativ zur Basis
bewegbar gelagert ist, so umfasst die Abstützeinheit vorzugsweise ein elastisches
Element, durch welches das mindestens eine Abstützelement nach oben vorgespannt ist.
Bevorzugt umfasst das elastische Element dabei eine oder mehrere Federn zum Erzeugen
der Vorspannung. Das elastische Element kann aber auch andersartig ausgebildet sein.
Unabhängig davon bietet das vorgespannte mindestens eine Abstützelement den Vorteil,
dass es sich immer in einer oberstmöglichen Position auf dem Verstellweg befindet.
Durch die Vorspannung nach oben kann zudem sichergestellt werden, dass das mindestens
eine Abstützelement in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten auch bei unterschiedlichen
Skischuhgrössen immer in Kontakt mit dem im Fersenautomaten gehaltenen Skischuh ist.
[0064] Alternativ dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Abstützeinheit in eine
andere Richtung, beispielsweise nach unten, vorgespannt ist. In einer weiteren Ausführung
ist es aber auch möglich, dass die Abstützeinheit kein elastisches Element umfasst,
durch welches das mindestens eine Abstützelement nach oben oder in eine andere Richtung
vorgespannt ist. Das Abstützelement kann in diesem Fall manuell in eine gewünschte
Position verstellbar sein.
[0065] Bevorzugt ermöglicht der Fersenautomat eine Sicherheitsauslösung. Dies hat den Vorteil,
dass die Sicherheit für den Skifahrer erhöht wird. Dadurch, dass der erfindungsgemässe
Fersenautomat wie bereits erwähnt durch die Separierung der Fersenabstützstruktur
von der Fersenniederhaltestruktur im Vergleich zu herkömmlichen Fersenautomaten platzsparend
konstruiert werden kann, bietet der erfindungsgemässe Fersenautomat zudem mehr Raum
für den Mechanismus für die Sicherheitsauslösung. Entsprechend kann der Mechanismus
für die Sicherheitsauslösung massiver konstruiert werden. So kann der Mechanismus
beispielsweise mit einem grösseren und stärkeren elastischen Element versehen werden.
Dadurch kann eine grössere Vorspannung mit entsprechend höheren Auslösewerten für
die Skibindung erreicht werden. Das erhöht die Sicherheit des Skifahrers bei einer
besonders sportlichen Fahrweise wie beispielsweise beim sogenannten Freeriden.
[0066] In einer bevorzugten Variante weist der Fersenautomat eine Auslösekonfiguration auf,
in welche der Fersenautomat bei einer Sicherheitsauslösung verstellbar ist. Vorzugsweise
befindet sich der Fersenautomat nach einer Sicherheitsauslösung in dieser Auslösekonfiguration.
Dabei unterscheidet sich die Auslösekonfiguration von der Haltekonfiguration. Bevorzugt
ist die Auslösekonfiguration aber identisch mit der Einstiegskonfiguration. Das hat
den Vorteil, dass der Fersenautomat einfach und kostengünstig konstruiert werden kann.
In einer bevorzugten Variante davon besteht aber auch die Möglichkeit, dass sich die
Auslösekonfiguration auch von der Einstiegskonfiguration unterscheidet. Das hat den
Vorteil, dass der Fersenautomat mit der Einstiegskonfiguration gezielt auf den Einstiegsvorgang
anpassbar ist und dadurch das Einsteigen in die Skibindung für den Skifahrer erleichtert
wird.
[0067] Alternativ zu diesen Varianten besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Fersenautomat
keine Sicherheitsauslösung ermöglicht.
[0068] Falls der Fersenautomat eine Sicherheitsauslösung ermöglicht, so ermöglicht der Fersenautomat
mit Vorteil eine Sicherheitsauslösung in Vorwärtsrichtung. Bei der Sicherheitsauslösung
in Vorwärtsrichtung kann der Fersenbereich des Skischuhs nach oben aus dem Fersenautomaten
gelöst werden. Das bietet den Vorteil, dass sich der Fersenbereich des Skischuhs bei
einer Sicherheitsauslösung aufgrund eines Sturzes des Skifahrers in Vorwärtsrichtung
kontrolliert vom Fersenautomaten lösen kann.
[0069] In einer weiteren bevorzugten Variante ermöglicht der Fersenautomat eine seitliche
Sicherheitsauslösung. Bei der seitlichen Sicherheitsauslösung kann der Fersenbereich
seitlich in eine Richtung horizontal quer zum Ski aus dem Fersenautomaten gelöst werden.
Das bietet den Vorteil, dass sich bei einer seitlichen Sicherheitsauslösung aufgrund
eines seitlichen Sturzes oder eines Drehsturzes des Skifahrers der Fersenbereich kontrolliert
horizontal in Skiquerrichtung vom Fersenautomaten lösen kann. Falls der Fersenautomat
zudem eine Abstützeinheit mit mindestens einem Abstützelement umfasst, so ist vorzugsweise
das mindestens eine Abstützelement für eine seitliche Sicherheitsauslösung aus einer
Halteposition wegschwenkbar. Dies hat den Vorteil, dass der Mechanismus für eine seitliche
Sicherheitsauslösung auf einfache Art und Weise konstruiert werden kann. Alternativ
dazu besteht aber auch die Möglichkeit, dass das Abstützelement nicht wegschwenkbar
ausgebildet ist, und dass die seitliche Sicherheitsauslösung durch einen anderen Mechanismus
ermöglicht wird.
[0070] Alternativ zu diesen Varianten besteht auch die Möglichkeit, dass der Fersenautomat
sowohl eine Sicherheitsauslösung in Vorwärtsrichtung als auch eine seitliche Sicherheitsauslösung
ermöglicht.
[0071] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0072] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Schrägansicht eines erfindungsgemässen Fersenautomaten in einer Einstiegskonfiguration,
in welcher sich der Fersenniederhalter in seiner Einstiegsstellung befindet,
- Fig. 2a
- eine Seitenansicht des erfindungsgemässen Fersenautomaten in der Einstiegskonfiguration
mit einem Fersenbereich eines Skischuhs,
- Fig. 2b
- eine Ansicht eines vertikal ausgerichteten, in Skilängsrichtung verlaufenden Querschnitts
durch den Fersenautomaten in einer Haltekonfiguration, in welcher sich der Fersenniederhalter
in seiner Haltestellung befindet, zusammen mit dem Fersenbereich des Skischuhs,
- Fig. 3a
- eine Schrägansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemässen Fersenautomaten
in der Einstiegskonfiguration,
- Fig. 3b
- eine Seitenansicht des weiteren Fersenautomaten in der Einstiegskonfiguration mit
dem Fersenbereich des Skischuhs,
- Fig. 3c
- eine Seitenansicht des Fersenautomaten in der Haltekonfiguration mit dem Fersenbereich
des Skischuhs und
- Fig. 3d
- eine Ansicht eines vertikal ausgerichteten, in Skiquerrichtung verlaufenden Querschnitts
durch eine Fersenabstützstruktur des weiteren Fersenautomaten in der Haltekonfiguration
mit dem Fersenbereich des Skischuhs.
[0073] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0074] Figur 1 zeigt eine Schrägansicht eines erfindungsgemässen Fersenautomaten 1 in einer
Einstiegskonfiguration. Eine von vorne nach hinten horizontal in Längsrichtung durch
den Fersenautomaten 1 verlaufende Linie verläuft in der Figur von links unten nach
rechts oben. Diese Linie verläuft parallel zur Skilängsrichtung eines hier nicht gezeigten
Skis, auf welchem der Fersenautomat 1 montiert werden kann. In der Figur links unten
entspricht dabei beim Fersenautomaten 1 vorne. Weiter entsprechen in der Figur oben
und unten auch beim Fersenautomaten 1 oben und unten.
[0075] Der Fersenautomat 1 gehört zu einer Skibindung, welche nebst dem Fersenautomaten
1 einen hier nicht gezeigten Frontautomat umfasst und in welcher ein Skischuh gehalten
werden kann. Dabei kann der Skischuh sowohl in seinem Zehenbereich im Frontautomaten
als auch mit seinem Fersenbereich im Fersenautomaten 1 oder je nach Konstruktion des
Frontautomaten auch nur mit seinem Zehenbereich im Frontautomaten gehalten werden.
[0076] Der Fersenautomat 1 umfasst eine Basisplatte 7, welche als Basis zur Befestigung
beziehungsweise Montage des Fersenautomaten 1 auf einem Ski dient. Weiter umfasst
der Fersenautomat 1 einen Schlitten 2, einen Fersenniederhalter 3 mit einer Fersenniederhaltestruktur
4 zum Niederhalten eines hier nicht gezeigten, in der Skibindung gehaltenen Skischuhs
im Fersenbereich des Skischuhs, eine Fersenabstützstruktur 6 zum Abstützen des Fersenbereichs
des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski
sowie einen Öffnungshebel 5. Der Schlitten 2 ist auf der Basisplatte 7 in Skilängsrichtung
verschiebbar gelagert und kann in Skilängsrichtung gesehen in verschiedenen Positionen
an der Basisplatte 7 fixiert werden, um den Fersenautomaten 1 an verschieden grosse
Skischuhe anzupassen. Auf dem Schlitten 2 ist der Fersenniederhalter 3 unter anderem
um eine horizontal in Skiquerrichtung ausgerichtete Achse 8 schwenkbar am Schlitten
2 gelagert. Im vorderen Bereich des Schlittens 2 ist ein Absatzträger 15 zum Abstützen
des Fersenbereichs des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs nach unten zum Ski angeordnet.
[0077] In der Einstiegskonfiguration des Fersenautomaten 1 befindet sich der Fersenniederhalter
3 wie in Figur 1 gezeigt in einer Einstiegsstellung. Zudem befindet sich dabei der
Öffnungshebel 5 in einer Einstiegsposition. Nebst dieser Einstiegskonfiguration weist
der Fersenautomat 1 aber auch eine Haltekonfiguration auf. In dieser Haltekonfiguration
des Fersenautomaten 1 befindet sich der Fersenniederhalter 3 in einer Haltestellung,
welche sich von der Einstiegstellung unterscheidet. Zudem befindet sich dabei der
Öffnungshebel 5 in einer Halteposition. In der Haltestellung kann der Fersenniederhalter
3 den Fersenbereich 50 eines in der Skibindung gehaltenen Skischuhs wie in Figur 2b
gezeigt in einer abgesenkten Position mit der Fersenniederhaltestruktur 4 niederhalten
und mit der Fersenabstützstruktur 6 in eine Richtung horizontal quer zum Ski abstützen.
Durch eine Bewegung des Öffnungshebels 5 von seiner Halteposition in seine Einstiegsposition
und zurück kann der Fersenniederhalter 3 von seiner Haltestellung in seine Einstiegsstellung
und zurück relativ zum Schlitten 2 bewegt werden. Dadurch kann der Fersenautomat 1
von der Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration und zurück verstellt werden.
[0078] Wie aus Figur 1 ersichtlich, befindet sich die Lagerung des Fersenniederhalters 3
durch die Achse 8 in einem unteren Bereich des Fersenniederhalters 3. Zudem ist aus
Figur 1 ersichtlich, dass die Fersenniederhaltestruktur 4 in einem vorderen oberen
Bereich des Fersenniederhalters 3 angeordnet ist. Die Fersenniederhaltestruktur 4
weist die Form eines nach vorne ragenden Kreisstücks auf. Dabei ist das Kreisstück
in einer horizontalen Ebene ausgerichtet und bildet ein Teilstück eines Kreises, dessen
Mittelpunkt vor dem Fersenniederhalter 3 liegt. In der Haltestellung des Fersenniederhalters
3, wenn ein Skischuh im Fersenautomaten 1 gehalten ist, liegt die kreisstückförmige
Fersenniederhaltestruktur 4 oben auf einem nach hinten vorstehenden Sohlenbereich
im Fersenbereich des Skischuhs auf. Dabei wird ein runder Fersenbereich des Skischuhs
von hinten von der Fersenniederhaltestruktur 4 teilweise seitlich etwas nach vorne
reichend umschlossen. Die Fersenniederhaltestruktur 4 muss jedoch nicht kreisstückförmig
sein. Sie kann beispielsweise auch geradlinig geformt und horizontal in Skiquerrichtung
ausgerichtet sein und damit den Fersenbereich des Skischuhs nicht seitlich nach vorne
reichend umgreifen. Unabhängig von ihrer Formgebung hält die Fersenniederhaltestruktur
4 den Fersenbereich des Skischuhs nieder, indem sie den nach hinten vorstehenden Sohlenbereich
nach unten drückt. Die Fersenniederhaltestruktur 4 hindert somit den Fersenbereich
des Skischuhs an einer Bewegung in eine Richtung vertikal nach oben.
[0079] Der Fersenniederhalter 3 ist von seiner Haltestellung in seine Einstiegsstellung
und zurück auf einem Verstellweg relativ zum Schlitten 2 sowie relativ zur Basisplatte
7 bewegbar. Dabei ist der Fersenniederhalter 3 in einem ersten Bereich des Verstellwegs
vertikal nach oben bewegbar. In diesem ersten Bereich des Verstellwegs ist der Fersenniederhalter
3 durch eine hier nicht gezeigte, vertikal nach unten drückende Feder zu seiner Haltestellung
hin vorgespannt. Sobald der Fersenniederhalter 3 ausgehend von seiner Haltestellung
genügend weit entlang dieses ersten Bereichs des Verstellwegs gegen die Federkraft
nach oben bewegt ist, kann der Fersenniederhalter 3 um die Achse 8 entlang eines zweiten
Bereichs des Verstellwegs nach hinten geschwenkt werden, sodass der Fersenbereich
50 des Skischuhs vom Fersenniederhalter 3 freigegeben wird.
[0080] Dieser Bewegungsablauf des Fersenniederhalters 3 erfolgt sowohl beim Verstellen des
Fersenautomaten 1 von der Haltekonfiguration in die Einstiegskonfiguration als auch
bei einer vom Fersenautomaten 1 ermöglichten Sicherheitsauslösung in Vorwärtsrichtung.
Dabei hängt die Energie, welche bei einem Stoss auf den Skischuh, die Skibindung oder
den Ski vom Fersenautomaten 1 aufgenommen werden kann, bevor es zu einer Sicherheitsauslösung
in Vorwärtsrichtung kommt, von der Kraft der Feder sowie von der Länge des ersten
Bereichs des Verstellwegs ab.
[0081] In einem vorderen unteren Bereich des Fersenniederhalters 3 befindet sich die nach
vorne auskragende Fersenabstützstruktur 6. Die Fersenabstützstruktur 6 ist separat
von der Fersenniederhalterstruktur 4 ausgebildet, wobei sie aber wie die Fersenniederhaltestruktur
4 auf dem Fersenniederhalter 3 angeordnet ist. Im Unterschied zur Fersenniederhaltestruktur
4 ist die Fersenabstützstruktur 6 dazu ausgebildet, den Fersenbereich des Skischuhs
nur in eine Richtung horizontal quer zum Ski abzustützen. Hierzu umfasst die Fersenabstützstruktur
6 zwei nach vorne abstehende in vertikaler Richtung gesehen längliche Auskragungen
10.1, 10.2 Diese Auskragungen 10.1, 10.2 bilden in einem horizontalen durch die Auskragungen
10.1, 10.2 verlaufenden Querschnitt zwei nebeneinander angeordnete, nach vorne zeigende
Schenkel. Die Fersenabstützstruktur 6 umfasst weiter einen horizontalen Trittsporn
11. Der Trittsporn 11 ist dabei an einem unteren Ende der Auskragungen 10.1, 10.2
angeordnet. Die Auskragungen 10.1, 10.2 und der Trittsporn 11 sind in der in Figur
1 gezeigten Ausführung des Fersenautomaten 1 fest mit dem Fersenniederhalter 3 verbunden.
Die Auskragungen 10.1, 10.2 sind horizontal in Skiquerrichtung gemessen in einem Abstand
zueinander angeordnet. Zudem bilden sie in einem vertikalen in Skiquerrichtung durch
die Auskragungen 10.1, 10.2 verlaufenden Querschnitt zwei nach unten aufeinander zu
laufende Abschnitte.
[0082] Figur 2a zeigt eine Seitenansicht des Fersenautomaten 1 in der Einstiegskonfiguration.
In Figur 2a ist zudem der Fersenbereich 50 eines im Fersenautomaten 1 zu haltenden
Skischuhs dargestellt. Der Skischuh weist in seinem Fersenbereich 50 eine Gegenstruktur
51 mit Ausnehmungen und einem Strukturelement 53 auf. Dabei befindet sich das Strukturelement
53 bezogen auf eine Breite des Skischuhs in der Mitte, während auf beiden Seiten des
Strukturelements 53 je eine Ausnehmung angeordnet ist. Die Auskragungen 10.1, 10.2
der Fersenabstützstruktur 6 sind zum Eingreifen in die Ausnehmungen der Gegenstruktur
51 im Fersenbereich 50 des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten 1 ausgebildet, um den Fersenbereich 50 nur in eine Richtung horizontal
quer zum Ski abzustützen. In der in Figur 2a gezeigten Einstiegskonfiguration des
Fersenautomaten 1 befindet sich der Fersenniederhalter 3 in seiner Einstiegsstellung.
Das bedeutet, der Fersenniederhalter 3 befindet sich in einer oberen, nach hinten
geneigten Position. Der Öffnungshebel 5 befindet sich dabei in der Einstiegsposition,
in welcher er sich in einer unteren nahezu waagrechten Lage befindet. Durch den nach
hinten geneigten Fersenniederhalter 3 ist das Positionieren des Fersenbereichs 50
des Skischuhs im Fersenautomaten 1 für den Einstieg erleichtert.
[0083] Die in Figur 2a gezeigte Position des Fersenbereichs 50 des Skischuhs entspricht
der Stellung des Fersenbereichs 50 kurz vor dem Einstieg in den Fersenautomaten 1.
Zum Einsteigen wird der Fersenbereich 50 des Skischuhs unter die kreisstückförmige
Fersenniederhaltestruktur 4 und oberhalb des Trittsporns 11 bewegt, so dass die Auskragungen
10.1, 10.2 der Fersenabstützstruktur 6 in die Ausnehmungen der Gegenstruktur 51 des
Fersenbereichs 50 ragen.
[0084] Ist der Skischuh im Fersenautomaten 1 positioniert, das heisst, befindet sich der
Fersenbereich 50 des Skischuhs unter der kreisstückförmigen Fersenniederhaltestruktur
4 und auf dem Trittsporn 11, kann der Trittsporn 11 mit dem Skischuh nach unten gedrückt
werden. Dadurch wird der Fersenniederhalter 3 zuerst entlang des dritten Bereichs
des Verstellwegs um die Achse 8 nach vorne geschwenkt, um danach entlang des zweiten
und ersten Bereichs Verstellwegs nach unten bewegt zu werden, wodurch die Fersenniederhaltestruktur
4 wie bereits beschrieben den nach hinten vorstehenden Sohlenbereich 52 im Fersenbereich
50 des Skischuhs nach unten drückt und dadurch in einer abgesenkten Position niederhält.
[0085] Abgesehen von diesem Einstieg mit dem Skischuh durch Niederdrücken des Trittsporns
11 kann der Fersenautomat 1 auch wie bereits erwähnt von der Einstiegskonfiguration
in die Haltekonfiguration und zurück verstellt werden, indem der Öffnungshebel 5 von
seiner Einstiegsposition nach oben in seine Halteposition und zurück geschwenkt wird.
Dabei kann zugleich auch mit einem Skischuh ein Einstieg in beziehungsweise Ausstieg
aus dem Fersenautomaten 1 erfolgen.
[0086] Figur 2b zeigt eine Seitenansicht eines in Skilängsrichtung verlaufenden Schnitts
durch den Fersenautomaten 1 in der Haltekonfiguration. Der Öffnungshebel 5 befindet
sich in seiner Halteposition und der Fersenniederhalter 3 befindet sich in der Haltestellung.
[0087] In Figur 2b ist die horizontal in Skiquerrichtung ausgerichtete Achse 8 im unteren
Bereich des Fersenniederhalters 3 zu erkennen. Der Fersenniederhalter 3 ist mit dieser
Achse 8 am Schlitten 2 bewegbar gelagert. Hierzu ist die Achse 8 horizontal in Skiquerrichtung
ausgerichtet und verläuft durch ein Langloch 12 im Schlitten 2. Das Langloch 12 ist
vertikal ausgerichtet und bildet eine Zwangsführung für die Achse 8.
[0088] Abgesehen von der Achse 8 ist in der Figur 2b ein in einem oberen Bereich des Fersenniederhalters
3 im Inneren des Fersenniederhalters 3 angeordnetes, nach hinten zeigendes Anschlagselement
9 zu erkennen. Der Fersenniederhalter 3 ist auch mit diesem Anschlagselement 9 am
Schlitten 2 bewegbar gelagert. Im Gegensatz zur im Langloch 12 geführten Achse 8 ist
das Anschlagselement 9 jedoch an einer im Wesentlichen vertikal ausgerichteten, nach
vorne zeigenden Fläche des Schlittens 2 abgestützt. Diese Fläche bildet eine im Wesentlichen
vertikale Zwangsführung für das Anschlagselement 9. Im Gegensatz zum Langloch 12,
welches unten und oben begrenzt ist und somit eine Bewegung der Achse 8 nur innerhalb
eines begrenzten Bereichs ermöglicht, begrenzt die nach vorne zeigende Fläche des
Schlittens 2 eine Bewegung des Anschlagselements 9 nur nach hinten. Daher ist die
Bewegung des Fersenniederhalters 3 entlang dem ersten Bereich des Verstellwegs sowohl
durch die Führung der Achse 8 im Langloch 12 als auch durch die Zwangsführung des
Anschlagselements 9 an der nach vorne zeigenden Fläche des Schlittens 2 bestimmt.
Dabei ist aber die Bewegungsfreiheit das Fersenniederhalters 3 nach unten und nach
oben durch die Führung der Achse 8 um Langloch 12 begrenzt. So kann der Fersenniederhalter
3 nur gerade soweit nach oben gehoben werden, bis das Anschlagselement 9 gerade über
die nach vorne zeigende Fläche des Schlittens 2 hinausgehoben ist und entlang einer
an den oberen Rand der Fläche anschliessenden, nach hinten unten geneigten Fläche
des Schlittens 2 nach hinten unten bewegt werden kann. Dabei wird der Fersenniederhalter
3 um die Achse 8 nach hinten geschwenkt. Der Fersenniederhalter 3 ist mit einem elastischen
Element in Form einer hier nicht gezeigten Feder zu seiner Haltestellung hin vorgespannt,
indem die Feder die Achse 8 im Langloch 12 nach unten drückt. Das bedeutet, dass der
Fersenniederhalter 3 zum Verstellen von seiner Haltestellung in seine Einstiegsstellung
zuerst gegen die durch die vorgespannte Feder erzeugte Kraft entlang des ersten Bereichs
des Verstellwegs nach oben bewegt werden muss. Erst wenn das Anschlagselement 9 oben
über die nach vorne zeigende Fläche des Schlittens 2 angehoben ist, kann der Fersenniederhalter
3 entlang des zweiten Bereichs des Verstellwegs nach hinten geschwenkt werden.
[0089] Aufgrund dieser Kinematik kann sich der Fersenniederhalter 3 nicht unbeabsichtigt
aus der Haltestellung lösen. Zudem ermöglicht der Fersenautomat 1 durch die vorgespannte
Feder eine Sicherheitsauslösung in Vorwärtsrichtung. Falls bei einem Sturz die auf
den Skischuh, Ski oder die Skibindung wirkende Energie grösser ist als die Kraft der
vorgespannten Feder multipliziert mit der Länge der ersten beiden Bereiche des Verstellwegs,
kommt es zu einer Sicherheitsauslösung, indem der Fersenniederhalter 3 von seiner
Haltestellung in seine Einstiegsstellung bewegt wird. Dadurch wird der Fersenbereich
50 des Skischuhs vom Fersenautomaten 1 freigegeben. Eine solche Sicherheitsauslösung
eines Fersenniederhalters mit ähnlicher Kinematik ist beispielsweise auch in der
WO 96/23559 A1 (Fritschi AG Apparatebau) beschrieben.
[0090] Weiter ist in Figur 2b ersichtlich, dass in der Haltestellung des Fersenniederhalters
3 die kreisstückförmige Fersenniederhaltestruktur 4 oben auf dem nach hinten vorstehenden
Sohlenbereich 52 im Fersenbereich 50 des Skischuhs aufliegt. Dadurch hindert die Fersenniederhaltestruktur
4 den Fersenbereich 50 an einer Bewegung in eine Richtung vertikal nach oben vom Ski
weg und hält den Fersenbereich 50 des Skischuhs nieder.
[0091] Im Gegensatz zur Fersenniederhaltestruktur 4 sind die Auskragungen 10.1, 10.2 der
Fersenabstützstruktur 6 derart ausgebildet, dass sie den Fersenbereich 50 des in der
Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten 1 nur
in eine Richtung horizontal quer zum Ski abstützen. Dabei wirken die Auskragungen
10.1, 10.2 der Fersenabstützstruktur 6 auf beiden Seiten des Skis vollständig formschlüssig
mit den Ausnehmungen und dem Strukturelement 53 der Gegenstruktur 51 des Fersenbereichs
50 zusammen. Die Auskragungen 10.1, 10.2 hindern dadurch den Fersenbereich 50 an einer
freien seitlichen Bewegung, das heisst, an einer freien Bewegung in eine Richtung
horizontal quer zum Ski.
[0092] Je nach Ausführungsform des Fersenautomaten 1 kann der Fersenbereich 50 des Skischuhs
in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten 1 in einem begrenzten Bereich von beispielsweise
0.5 mm bis 1.5 mm in eine Richtung horizontal quer zum Ski relativ zur Fersenniederhaltestruktur
4 bewegbar sein. Das bedeutet im vorliegenden Fall, dass der Abstand in Skiquerrichtung
gemessen zwischen den Auskragungen 10.1, 10.2 leicht grösser sein kann als die Breite
des zwischen den Ausnehmungen im Fersenbereich 50 angeordneten Strukturelements 53,
das in der Haltestellung des Fersenniederhalters 3 zwischen den Auskragungen 10.1,
10.2 liegt. Je nach Ausführungsform des Fersenautomaten 1 kann der Fersenbereich 50
in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten 1 aber auch nur innerhalb eines Bereichs
relativ zur Fersenniederhaltestruktur 4 bewegbar sein, welcher sich aus den Fertigungstoleranzen
der Fersenabstützstruktur 6 sowie der Fersenniederhaltestruktur 3 ergibt. Damit blockieren
die Auskragungen 10.1, 10.2 eine freie Bewegung des Fersenbereichs 50 des in der Skibindung
gehaltenen Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski. Unabhängig von den
hier genannten Ausführungsformen ist der Skischuh aber in jedem Fall zwischen die
Auskragungen 10.1, 10.2 einführbar, wodurch die Funktion der Fersenabstützstruktur
6 gewährleistet ist.
[0093] Nebst der Fersenniederhaltestruktur 4 und der Fersenabstützstruktur 6 weist der Fersenautomat
1 wie bereits erwähnt auch einen Trittsporn 11 auf, welcher am Fersenniederhalter
3 angeordnet ist. Dieser Trittsporn 11 dient dazu, den Fersenautomaten 1 wie oben
beschrieben von seiner Einstiegskonfiguration in seine Haltekonfiguration zu bringen.
Der Trittsporn 11 kann zudem beim Einsteigen in den Fersenautomaten 1 als vertikaler
Anschlag dienen, um den Skischuh einfacher im Fersenautomaten 1 positionieren zu können.
Wird der Fersenniederhalter 3 in seine Haltestellung gebracht, schwenkt der Trittsporn
11 zusammen mit dem Fersenniederhalter 3 nach vorne bzw. nach unten, da der Trittsporn
11 gegenüber dem Fersenniederhalter 3 unbeweglich ist. In der Haltestellung des Fersenniederhalters
3 berührt der Trittsporn 11 den Fersenbereich 50 des Skischuhs jedoch nicht, weil
der Fersenbereich 50 des Skischuhs auf dem Absatzträger 15 abgestützt ist.
[0094] Die Figuren 3a - 3d zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Fersenautomaten 101, wobei aber die als Basis dienende Basisplatte des Fersenautomaten
101 nicht gezeigt ist. Dieser Fersenautomat 101 umfasst im Wesentlichen die gleichen
Elemente wie der in den Figuren 1, 2a und 2b gezeigte Fersenautomat 1. Im Unterschied
zum Fersenautomaten 1 umfasst der Fersenautomat 101 jedoch eine vom Fersenniederhalter
103 separate Abstützeinheit 113, die ein Abstützelement umfasst, auf welchem die Fersenabstützstruktur
6 ausgebildet ist.
[0095] Figur 3a zeigt eine Schrägansicht des Fersenautomaten 101 in der Einstiegskonfiguration.
Analog der Schrägansicht in Figur 1 entspricht in der Figur 3a links unten beim Fersenautomaten
101 vorne. Oben und unten in der Figur 3a entsprechen auch beim Fersenautomaten 101
oben und unten.
[0096] Ersichtlich in Figur 3a ist, dass das Abstützelement der Abstützeinheit 113 nicht
fest mit dem Fersenniederhalter 103 verbunden ist, sondern beweglich am Schlitten
102 gelagert ist. Dabei ist das Abstützelement in vertikaler Richtung entlang eines
geradlinigen Verstellwegs relativ zur Basis, zum Fersenniederhalter 103 und zum Schlitten
102 bewegbar. In dieser gezeigten Ausführung ist die Fersenabstützstruktur 6 wie bereits
erwähnt auf dem Abstützelement der Abstützeinheit 113 angeordnet. Sie weist zwei in
vertikaler Richtung gesehen längliche Auskragungen 110.1, 110.2 auf, die vom Abstützelement
nach vorne auskragen. Diese Auskragungen 110.1, 110.2 dienen zum Abstützen des Fersenbereichs
50 des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration des Fersenautomaten
101 in eine Richtung horizontal quer zum Ski.
[0097] Im Gegensatz zum vorgängig beschriebenen Fersenautomaten 1 ist beim vorliegenden
Fersenautomat 101 der Trittsporn 111 nicht mit den Auskragungen 110.1, 110.2 verbunden,
sondern auf dem Fersenniederhalter 103 angeordnet. Das bedeutet, dass in dieser Ausführungsform
der Trittsporn 111 relativ zu den Auskragungen 110.1, 110.2 bewegbar ist. Der Trittsporn
111 dient wie beim Fersenautomaten 1 dazu, den Fersenautomaten 101 von seiner Einstiegskonfiguration
in seine Haltekonfiguration zu bringen. Zudem kann er als vertikaler Anschlag beim
Positionieren des Skischuhs nach unten zum Ski dienen. Wenn der Fersenniederhalter
103 in seine Haltestellung gebracht wird, schwenkt der Trittsporn 111 zusammen mit
dem Fersenniederhalter 103 nach vorne bzw. nach unten, weil der Trittsporn 111 gegenüber
dem Fersenniederhalter 103 unbeweglich ist. In der Haltestellung des Fersenniederhalters
103 berührt der Trittsporn 111 den Fersenbereich 50 des Skischuhs jedoch nicht, weil
der Fersenbereich 50 des Skischuhs auf dem Absatzträger 115 abgestützt ist.
[0098] Abgesehen vom Abstützelement umfasst die Abstützeinheit 113 auch ein elastisches
Element in Form einer Feder 114. Die Abstützeinheit ist durch diese Feder 114 nach
oben vom Ski weg vorgespannt. Da die Auskragungen 110.1, 110.2 der Abstützeinheit
113 wie bei der Ausführungsform des vorgängig beschriebenen Fersenautomaten 1 in einem
vertikalen in Skiquerrichtung durch die Auskragungen 110.1, 110.2 verlaufenden Querschnitt
nach unten aufeinander zu laufende Abschnitte bilden, dienen sie für den Fersenbereich
50 des Skischuhs auch nach unten zum Ski hin als Auflage. Wenn somit der Fersenbereich
50 des Skischuhs in der Einstiegskonfiguration des Fersenautomaten 101 in den Fersenautomaten
101 eingeführt wird und der Fersenautomat 101 in die Haltekonfiguration verstellt
wird, so liegt der Fersenbereich 50 des Skischuhs auf den Auskragungen 110.1, 110.2
auf und drückt das Abstützelement gegen die Vorspannung der Feder 114 etwas nach unten.
Aufgrund der Feder 114 wird das Abstützelement jedoch nach oben in seiner höchst möglichen
Position gehalten. Dadurch ist sichergestellt, dass die Auskragungen 110.1, 110.2
und damit die Fersenabstützstruktur 103 in einer Richtung horizontal quer zum Ski
immer auf beide Seiten formschlüssig mit dem Fersenbereich 50 des Skischuhs zusammenwirkt.
[0099] Wie bereits erwähnt, ist beim Fersenautomaten 101 der Fersenbereich 50 des in der
Haltekonfiguration im Fersenautomaten 101 gehaltenen Skischuhs durch den Absatzträger
115 nach unten zum Ski hin abgestützt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass
der Fersenbereich 50 des in der Haltekonfiguration im Fersenautomaten gehaltenen Skischuhs
anstelle durch einen Absatzträger durch Auskragungen der Fersenabstützstruktur nach
unten zum Ski hin abstützbar ist. Falls die Auskragungen wie bei den beiden oben beschriebenen
Fersenautomaten 1, 101 in einem vertikalen in Skiquerrichtung durch die Auskragungen
verlaufenden Querschnitt nach unten aufeinander zu laufende Abschnitte bilden, so
kann der Fersenbereich 50 des Skischuhs in der Haltekonfiguration beispielsweise auch
durch diese Auskragungen abgestützt sein.
[0100] Figur 3b zeigt eine Seitenansicht des Fersenautomaten 101 in der Einstiegskonfiguration
zusammen mit dem Fersenbereich 50 des Skischuhs. Die gezeigte Position des Fersenbereichs
50 entspricht der Stellung des Fersenbereichs 50 kurz vor dem Einführen des Skischuhs
in den Fersenautomaten 101.
[0101] Durch die Vorspannung nach oben befindet sich das Abstützelement der Abstützeinheit
113 in der Einstiegsstellung an einem oberen Ende seines vertikalen Verstellwegs.
Ebenso befindet sich die Achse 108 des Fersenniederhalters 103 an einem oberen Ende
des Langloches 112. Dadurch befindet sich der Fersenniederhalter 103 in der Einstiegsstellung
ebenfalls in einer oberen Position.
[0102] Figur 3c zeigt den Fersenautomaten 101 in der Haltekonfiguration. Der Fersenniederhalter
103 ist nach vorne geschwenkt in seiner Haltestellung und die Achse 108 befindet sich
im unteren, ersten Bereich des Verstellweges. Zudem ist auch das Abstützelement der
Abstützeinheit 113 etwas nach unten bewegt. Durch die Vorspannung der Feder 114 wird
das Abstützelement der Abstützeinheit 113 jedoch von unten nach oben gegen die Gegenstruktur
51 des Fersenbereichs 50 des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs gedrückt. Dadurch
ist sichergestellt, dass die Auskragungen 110.1, 110.2 von unten und auf beiden Seiten
stets mit den Ausnehmungen der Gegenstruktur 51 in Kontakt sind. Die Gegenstruktur
51 wirkt dadurch während der gesamten Zeit, in der sich der Fersenautomat 101 in der
Haltekonfiguration befindet und der Skischuh im Fersenautomaten 101 gehalten ist,
horizontal auf beide Seiten formschlüssig mit der Fersenabstützstruktur 106 zusammen.
Zudem ist in Figur 3c ersichtlich, dass der Fersenbereich 50 des Skischuhs durch den
Absatzträger 115 in eine Richtung nach unten zum Ski abgestützt ist.
[0103] Figur 3d zeigt eine Ansicht von hinten nach vorne auf einen vertikal ausgerichteten,
in Skiquerrichtung verlaufenden Schnitt durch den Fersenautomaten 101 in der Haltekonfiguration
mit einem in der Skibindung gehaltenen Skischuh. Der Schnitt verläuft dabei durch
einen vorderen Bereich des Fersenautomaten 101, so dass er durch die nach vorne abstehende
Fersenniederhaltestruktur 104 und die Auskragungen 110.1, 110.2 der Fersenabstützstruktur
verläuft.
[0104] Ersichtlich in Figur 3d ist, dass die kreisförmige Fersenniederhaltestruktur 104
über den nach hinten vorstehenden Sohlenbereich 52 im Fersenbereich 50 des Skischuhs
greift und so den Fersenbereich 50 niederhält. Ausserdem ist zu erkennen, dass die
Gegenstruktur 51 des Fersenbereichs 50 des Skischuhs zwischen den Ausnehmungen ein
v-förmiges Strukturelement 53 mit zwei Seitenflächen aufweist. In einem vertikalen
in Skiquerrichtung durch das Strukturelement 53 verlaufenden Querschnitt sind die
Seitenflächen des Strukturelements 53 von oben nach unten aufeinander zulaufend. In
der Haltestellung des Fersenniederhalters 103 liegt das v-förmige Strukturelement
53 mit seinen Seitenflächen formschlüssig an Innenflächen der Auskragungen 110.1,
110.2 der Fersenabstützstruktur 106 auf. Die Innenfläche der Auskragungen 110.1, 110.2
stehen im selben Winkel zur Vertikalen wie die Seitenflächen des Strukturelements
53. In der Haltestellung des Fersenniederhalters 103 sind beide Seitenflächen des
Strukturelements 53 mit den Innenflächen der Auskragungen 110.1, 110.2 in Kontakt.
Dadurch ist der Fersenbereich 50 in eine Richtung horizontal quer zum Ski auf beide
Seiten formschlüssig gehalten. Der Absatzträger 115 des Schlittens 102 stützt den
Fersenbereich 50 nach unten zum Ski ab.
[0105] Das v-förmige Strukturelement 53 der Gegenstruktur 51 weist in einem oberen Bereich
Aussparungen auf. Dadurch ist sichergestellt, dass das Strukturelement 53 mit seinen
Flächen in der Haltestellung des Fersenniederhalters 103 vollständig auf den Innenflächen
der Auskragungen 110.1, 110.2 aufliegt. Damit ist ein sicheres Halten des Fersenbereichs
50 des Skischuhs im Fersenautomaten 1 gewährleistet.
[0106] Der Fersenbereich 50 des Skischuhs ist somit über das Strukturelement 53 der Gegenstruktur
51 durch die Auskragungen 110.1, 110.2 der Fersenabstützstruktur 106 nur in eine Richtung
horizontal quer zum Ski und durch den Absatzträger 115 des Schlittens 102 nach unten
zum Ski abgestützt. Ausserdem ist der Fersenbereich 50 des Skischuhs über den nach
hinten vorstehenden Sohlenbereich 52 im Fersenbereich 50 des Skischuhs durch die kreisstückförmige
Fersenniederhaltestruktur 104 niedergehalten.
[0107] Die Erfindung ist nicht auf die beiden oben beschriebenen Fersenautomaten 1, 101
beschränkt. Beispielsweise ist nicht erforderlich, dass der Fersenautomat wie oben
beschrieben einen Schlitten umfasst, welcher auf der Basis verschiebbar ist. Auch
ist nicht erforderlich, dass der Fersenniederhalter direkt am allenfalls vorhandenen
Schlitten gelagert ist. Für den Einsatz in einer Tourenskibindung des eingangs genannten
ersten Typs kann der Fersenniederhalter beispielsweise auch wie in der
WO 96/23559 A1 (Fritschi AG Apparatebau) beschrieben nicht direkt auf dem Ski, sondern auf einem
Sohlenträger angeordnet sein, welcher in seinem vorderen Bereich um eine horizontal
in Skiquerrichtung ausgerichtete Achse schwenkbar am Ski gelagert ist.
[0108] Nebst dem Einsatz bei Tourenskibindungen, Telemark- oder Langlaufskibindungen kann
ein erfindungsgemässer Fersenautomat auch bei anderen Skibindungen, wie beispielsweise
bei Abfahrtsbindungen, eingesetzt werden.
[0109] Unabhängig davon, bei welcher Art von Skibindung der Fersenautomat eingesetzt wird,
besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Fersenniederhalter mit der Fersenniederhaltestruktur
und der Schlitten auch einstückig als ein Element ausgebildet sein können. Die Fersenabstützstruktur
kann beweglich oder fest gegenüber diesem einstückigen Element ausgebildet sein. Es
besteht also auch die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur direkt am Schlitten
angeordnet ist. Alternativ dazu kann die Fersenabstützstruktur nicht auf dem Fersenniederhalter
angeordnet sein, sondern ein eigenständiges Element des Fersenautomaten bilden.
[0110] Die Erfindung kann aber auch sonst vom oben beschriebenen Fersenautomaten 1, 101
abweichend ausgeführt werden. Beispielsweise muss die Fersenabstützstruktur nicht
zwingend einen Trittsporn umfassen. Weiter besteht die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur
nicht zwei, sondern nur eine oder aber mehr als zwei Auskragungen umfasst.
[0111] Falls die Fersenabstützstruktur zwei Auskragungen umfasst, müssen diese nicht wie
beschrieben nach unten gegeneinander zulaufend angeordnet sein. Die Auskragungen können
auch parallel oder in einem anderen beliebigen Winkel zueinander stehen. Die Fersenabstützstruktur
kann beispielsweise auch nur zwei einzelne Stifte umfassen, die aus dem Fersenniederhalter
nach vorne auskragen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Fersenabstützstruktur
gegenüber der Basisplatte 7 zusammen mit dem in der Skibindung gehaltenen Skischuh
in einem begrenzten Bereich in eine Richtung horizontal quer zum Ski verschiebbar
ist.
[0112] Unabhängig davon muss die Fersenabstützstruktur nicht wie oben beschrieben formschlüssig
mit der Gegenstruktur des Fersenbereichs des Skischuhs zusammenwirken. Die Verbindung
zwischen Fersenautomaten und Skischuh kann auch kraftschlüssig oder form- und kraftschlüssig
erfolgen. Zudem muss der Fersenbereich des Skischuhs nicht eine Gegenstruktur aufweisen.
Die Fersenabstützstruktur kann auch so ausgebildet sein, dass sie direkt mit einem
hinteren Ende des Fersenbereichs des Skischuhs zusammenwirkt.
[0113] Falls die Fersenabstützstruktur beweglich und vorspannbar ist, kann auch ein anderes
elastisches Element als die Feder 114 eingesetzt werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit,
dass die Fersenabstützstruktur nicht nach oben, sondern in einer anderen Ausrichtung
vorgespannt ist. Weiter kann der beschriebene Verstellweg des Abstützelements der
Abstützeinheit auch nicht in vertikaler, sondern beispielsweise in schräger oder horizontaler
Richtung ausgerichtet sein. Ausserdem kann der Verstellweg auch gekrümmt ausgebildet
sein.
[0114] Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Fersenautomat bereitgestellt wird, welcher
leicht konstruiert ist und dennoch eine sportliche Fahrweise des Skifahrers zulässt.
1. Fersenautomat (1, 101) für eine Skibindung, insbesondere eine Tourenskibindung, umfassend
eine Basis (7) zur Montage des Fersenautomaten (1, 101) auf einem Ski und einen Fersenniederhalter
(3, 103) mit einer Fersenniederhaltestruktur (4, 104) zum Niederhalten eines in der
Skibindung gehaltenen Skischuhs in einem Fersenbereich (50) des Skischuhs, wobei der
Fersenniederhalter (3, 103) relativ zur Basis (7) bewegbar gelagert ist und wobei
a) der Fersenautomat (1, 101) eine Haltekonfiguration aufweist, in welcher sich der
Fersenniederhalter (3, 103) in einer Haltestellung befindet und die Fersenniederhaltestruktur
(4, 104) mit dem Fersenbereich (50) des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs derart
zusammenwirken kann, dass der Fersenbereich (50) des Skischuhs in einer abgesenkten
Position niedergehalten ist, und wobei
b) der Fersenautomat (1, 101) eine Einstiegskonfiguration aufweist, in welcher sich
der Fersenniederhalter (3, 103) in einer Einstiegsstellung befindet und der Fersenbereich
(50) des Skischuhs von der Fersenniederhaltestruktur (4, 104) freigegeben ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fersenautomat (1, 101) eine von der Fersenniederhaltestruktur (4, 104) separat
ausgebildete, nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur (6, 106) zum Abstützen
des Fersenbereichs (50) des in der Skibindung gehaltenen Skischuhs in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten (1, 101) nur in eine Richtung horizontal quer zum Ski oder nur
sowohl in eine Richtung horizontal quer zum Ski als auch in eine Richtung nach unten
zum Ski umfasst.
2. Fersenautomat (1, 101) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenabstützstruktur (6, 106) derart geformt ist, dass sie in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten (1, 101) in einer Richtung horizontal quer zum Ski immer auf beide
Seiten formschlüssig mit dem Fersenbereich (50) des Skischuhs zusammenwirkt.
3. Fersenautomat (1, 101) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenabstützstruktur (6, 106) dazu ausgebildet ist, in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten (1, 101) den Fersenbereich (50) des in der Skibindung gehaltenen
Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski relativ zur Fersenniederhaltestruktur
(4, 104) zu halten.
4. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenabstützstruktur (6, 106) dazu ausgebildet ist, in der Haltekonfiguration
des Fersenautomaten (1, 101) eine Bewegung des Fersenbereichs (50) des in der Skibindung
gehaltenen Skischuhs in eine Richtung horizontal quer zum Ski innerhalb eines begrenzten
Bereichs relativ zur Fersenniederhaltestruktur (4, 104) zuzulassen.
5. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenabstützstruktur (6, 106) auf dem Fersenniederhalter (3, 103) angeordnet
ist.
6. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenabstützstruktur (6, 106) separat vom Fersenniederhalter (3, 103) ausgebildet
ist.
7. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenniederhaltestruktur (4, 104) relativ zur Fersenabstützstruktur (6, 106)
fest angeordnet ist.
8. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenniederhaltestruktur (4, 104) relativ zur Fersenabstützstruktur (6, 106)
bewegbar ist.
9. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein horizontal durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur (6, 106) verlaufender
Querschnitt einen nach vorne zeigenden Schenkel (10.1, 10.2, 110.1, 110.2) aufweist.
10. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein horizontal durch die nach vorne auskragende Fersenabstützstruktur (6, 106) verlaufender
Querschnitt zwei nebeneinander angeordnete, nach vorne zeigende Schenkel (10.1, 10.2,
110.1, 110.2) aufweist.
11. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Fersenautomat eine Abstützeinheit umfasst, durch welche die Fersenabstützstruktur
(6, 106) gebildet ist.
12. Fersenautomat (1, 101) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützeinheit mindestens ein Abstützelement (10.1, 10.2, 110.1, 110.2) umfasst,
wobei die Fersenabstützstruktur durch das mindestens eine Abstützelement (10.1, 10.2,
110.1, 110.2) gebildet ist.
13. Fersenautomat (1, 101) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Abstützelement (10.1, 10.2, 110.1, 110.2) entlang eines Verstellweges
relativ zur Basis (7) bewegbar gelagert ist.
14. Fersenautomat (101) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützeinheit ein elastisches Element (114) umfasst, durch welches das mindestens
eine Abstützelement (10.1, 10.2, 110.1, 110.2) nach oben vorgespannt ist.
15. Fersenautomat (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Fersenautomat (1, 101) eine Sicherheitsauslösung ermöglicht.