[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements
für ein Sicherheits- oder Wertdokument, beispielsweise für eine Banknote oder dergleichen,
sowie ein entsprechend hergestelltes Sicherheitselement und ein Sicherheits- oder
Wertdokument mit einem solchen Sicherheitselement.
[0002] Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit von Sicherheits- oder Wertdokumenten, wie beispielsweise
Banknoten, sind Wasserzeichen bekannt. Diese werden üblicherweise bei der Herstellung
des Substrats, aus dem das Sicherheitselement gefertigt wird, eingebracht. Als Substrat
wird dabei in der Regel ein faserbasiertes Substrat, beispielsweise Papier, verwendet.
Ein Wasserzeichen ist bei Durchsichtbetrachtung des Sicherheitselements gut erkennbar,
da im Bereich des Wasserzeichens die Opazität des Substrats im Vergleich zur Umgebung
modifiziert ist, d.h. im Bereich des Wasserzeichens ist die Lichtdurchlässigkeit höher
als im umgebenden Bereich. Herkömmlicherweise wird ein Wasserzeichen mittels einer
Dickenreduktion des Substrats erzeugt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, ein Wasserzeichen
mittels einer so genannten Wasserzeichenfarbe zu erzeugen, beispielsweise zu drucken.
Die Wasserzeichenfarbe kann das Substrat durchfettende Bindemittelbestandteile, wie
beispielsweise Glycerin, enthalten, welche dazu führen, dass das Substrat in dem Bereich,
in dem die Wasserzeichenfarbe aufgebracht worden ist und das Substrat über die gesamte
Substratdicke durchdringt, eine im Vergleich zum umgebenden Bereich erhöhte Transparenz
aufweist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sicherheitselement und ein Verfahren
zur Herstellung eines solchen Sicherheitselements vorzuschlagen, welches ein Wasserzeichen
umfasst und welches im Vergleich zu einem Wasserzeichen eine erhöhte Fälschungssicherheit
aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, ein Sicherheitselement und ein Sicherheits-
oder Wertdokument mit den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen werden in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0005] Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, ein Wasserzeichen mittels einer Wasserzeichenfarbe
herzustellen und passergenau dazu mittels einer geeigneten Substanz ein weiteres Motiv
auf das Substrat aufzubringen, welches in Aufsicht erkennbar ist. Dieses weitere Motiv
und ein durch das Wasserzeichen repräsentiertes Motiv können dabei in Kombination
einen Auflicht/Durchlichteffekt erzeugen, welcher zusammen mit der Passergenauigkeit
einfach erkennbar und schwer zu fälschen ist.
[0006] Eine bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens zur Herstellung eines Sicherheitselements
für ein Sicherheits- oder Wertdokument umfasst die folgenden Schritte:
In einem ersten Schritt wird ein flächiges Substrat bereitgestellt. Vorzugsweise wird
dabei ein faserbasiertes Substrat, zum Beispiel auf Basis von Holzcellulose, Baumwollcellulose,
Kunststofffasern und/ oder Flachsfasern, verwendet. Entsprechende Substrate sind beispielsweise
aus dem Banknotenbereich bekannt.
[0007] In einem zweiten Schritt wird lokal auf einer ersten Oberfläche des Substrats eine
Substanz derart aufgebracht, dass bei Betrachtung der ersten Oberfläche des Substrats
in Aufsicht ein durch die Substanz gebildetes erstes Motiv erkennbar wird. In dem
Bereich, in dem die Substanz auf das Substrat aufgebracht wird, erhöht sich zudem
in der Regel die Opazität des Substrats, d.h. das erste Motiv ist auch im Durchlicht
erkennbar.
[0008] In einem dritten Schritt wird lokal eine Wasserzeichenfarbe zum Herstellen eines
Wasserzeichens in dem Substrat auf das Substrat aufgebracht. Die Wasserzeichenfarbe
kann dabei ebenfalls auf die erste Oberfläche des Substrats aufgebracht werden. Alternativ
erfolgt das Aufbringen auf der gegenüberliegenden Oberfläche oder auf beiden Oberflächen
registerhaltig. Die Wasserzeichenfarbe wird dabei derart aufgebracht, dass bei Betrachtung
des Substrats in Durchsicht, das heißt bei einer Durchlichtbetrachtung des Substrats,
ein zweites Motiv in Form des Wasserzeichens erkennbar wird.
[0009] Die Substanz und die Wasserzeichenfarbe werden dabei passergenau zueinander aufgebracht,
d.h. die Anordnung des Substrats relativ zu der Wasserzeichenfarbe ist exakt aufeinander
abgestimmt. Die Reihenfolge der Schritte zwei und drei kann dabei auch vertauscht
werden. Sofern eine entsprechende Vorrichtung es erlaubt, können die Schritte zwei
und drei auch gleichzeitig erfolgen. Die Passergenauigkeit kann sich auf einen Teilbereich
der Substanz bzw. der Wasserzeichenfarbe, beispielsweise eine Kante oder Linie, bzw.
des Substrats beschränken. Weiterhin können die Wasserzeichenfarbe bzw. die Substanz
in gesamten Umfang passergenau aufgebraucht werden.
[0010] In der beschriebenen Weise wird es möglich, dass bei der Betrachtung des Substrats
in Durchsicht von der ersten Oberfläche her das durch die Substanz erzeugte erste
Motiv passergenau zu dem zweiten Motiv, das heißt dem Wasserzeichen, erscheint. Das
erste Motiv und das zweite Motiv bilden dabei vorzugsweise jeweils ein Teilmotiv eines
Gesamtmotivs. In Aufsicht von der ersten Oberfläche her ist lediglich das erste Motiv
erkennbar, jedoch in Durchsicht von der ersten Oberfläche her ist das erste Motiv
in Kombination mit dem zweiten Motiv erkennbar, welche zusätzlich passergenau zueinander
angeordnet sind.
[0011] Das erste und/ oder zweite Motiv könnten beispielsweise Wertzahlen, Wertbezeichnungen,
bildhafte Motive, insbesondere Portrait, Landmarken, alphanummerische Motive, graphische
Motive, insbesondere Designelemente, sein. Beispielsweise könnte das Portrait als
gedrucktes Wasserzeichen mit der Wasserzeichenfarbe und eine umgebende Landschaft
mit der Substanz dargestellt werden. Die beiden Motive sind vorzugsweise derart ausgebildet,
dass sie sich visuell in Durchlicht ergänzen.
[0012] Ein derart hergestelltes Sicherheitselement hat die folgenden Vorteile. Auf der einen
Seite ist es - auch für einen Laien - sehr leicht erkennbar. Auf der anderen Seite
ist es aufgrund der Anforderungen der Passergenauigkeit des Wasserzeichens zu der
Substanz lediglich mit hohem Apparateaufwand, d.h. mit sehr aktuellen und hochspezialisierten
Druckmaschinen, herstellbar, welche ein passergenaues mehrfarbiges Drucken ermöglichen
und welche insbesondere einem Fälscher in der Regel nicht zur Verfügung stehen.
[0013] Vorzugsweise werden die Substanz und die Wasserzeichenfarbe jeweils mittels verschiedener
Applikationswerke, beispielsweise mittels verschiedener Farbwerke einer Druckmaschine,
auf das Substrat aufgebracht. Das Substrat liegt dabei, wegen der sehr hohen Anforderung
an die Passergenauigkeit der Substanz relativ zu der Wasserzeichenfarbe, auf einem
für die beiden Applikationswerke gemeinsamen Gegendruckzylinder der entsprechenden
Maschine an.
[0014] Gemäß einer ersten bevorzugten Variante des Verfahrens wird die Wasserzeichenfarbe
zum Herstellen des Wasserzeichens auf das Substrat aufgedruckt. Dabei kann es ausreichend
sein, dass das Substrat lediglich auf einer Seite mit der Wasserzeichenfarbe bedruckt
wird, welche dann in das Substrat eindringt und dieses vorzugsweisevollständig durchdringt.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Wasserzeichenfarbe registerhaltig
auch auf beide Oberflächen des Substrats aufgedruckt werden. Auf diese Weise kann
eine vollständige Durchdringung auch eines dicken Substrats erreicht werden. Die Registerhaltigkeit,
d.h. das beidseitige passergenaue Aufbringen der Wasserzeichenfarbe, kann notwendig
sein, um ein Wasserzeichen zu erhalten, welches über den gesamten Bereich des Wasserzeichens
ein einheitliches Erscheinungsbild liefert.
[0016] Grundsätzlich kann die Wasserzeichenfarbe mittels verschiedener Druckverfahren aufgedruckt
werden. Verwendbare Druckverfahren sind beispielsweise ein Siebdruckverfahren, ein
Flexodruckverfahren, ein Offsetdruckverfahren, ein Hochdruckverfahren, ein Tiefdruckverfahren,
ein Inkjet-Druckverfahren oder ein Laserdruckverfahren, insbesondere mittels Flüssigtoner.
[0017] Die Wasserzeichenfarbe kann einen im visuellen Spektrum zumindest transluzenten Farbstoff
umfassen. Auf diese Weise kann mittels der Wasserzeichenfarbe, zusätzlich zum Bereitstellen
einer Modifikation der Opazität im Bereich des Wasserzeichens, ein Farbeindruck vermittelt
werden. Ein solcher Farbeindruck kann die Erkennbarkeit des Sicherheitselements erhöhen.
[0018] Dabei können Farbstoffe und/ oder Pigmente verwendet werden, die im visuellen Spektrum
erkennbar sind. Alternativ oder zusätzlich können auch Farbstoffe und/ oder Pigmente
verwendet werden, die vorzugsweise ausschließlich im infraroten Spektrum oder im ultravioletten
Spektrum anregbar und/ oder erkennbar sind. Zum Auswerten solcher Farbstoffe kann
bei der Prüfung des Sicherheitselements eine Bestrahlung im entsprechenden Spektralbereich
erfolgen.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Variante wird die Substanz zum Bilden des ersten Motivs in
Form einer Druckfarbe auf das Substrat aufgedruckt. Eine solche Druckfarbe kann dabei
insbesondere bunte organische Pigmente oder Farbstoffe und/ oder anorganische Pigmente
umfassen.
[0020] Auch eine solche Druckfarbe kann mittels verschiedener, vorgenannter Druckverfahren
auf das Substrat aufgedruckt werden, beispielsweise im Siebdruckverfahren, im Flexodruckverfahren,
im Offsetdruckverfahren, im Hochdruckverfahren, im Inkjet-Druckverfahren oder im Laserdruckverfahren.
[0021] Es versteht sich, dass je nach Anforderung und Ausstattung einer zur Herstellung
des Sicherheitselements verwendeten Vorrichtung wahlweise zum Aufbringen der Wasserzeichenfarbe
und zum Aufbringen der Substanz, beispielsweise einer Druckfarbe, jeweils geeignete
Druckverfahren ausgewählt werden können, abhängig beispielsweise von der Art der Motive
und/oder der Art der verwendeten Druckfarbe. Insofern ist jede Kombination der vorstehend
beschriebenen Druckverfahren als eine mögliche Ausführungsform anzusehen.
[0022] In einer Ausführungsform besteht die Substanz aus einer dunklen, bevorzugt schwarzen,
Druckfarbe. Die dunkle, insbesondere schwarze, Druckfarbe bewirkt, dass eine nachfolgend
aufgebrachte weitere Schicht, beispielsweise eine weitere Substanz, erst in Aufsicht
visuell sichtbar wird. Bei der weiteren Schicht handelt es sich beispielsweise um
eine transparente oder transluzente Interferenzfarbe auf der Basis von Glimmer, synthetischen
Glimmer oder Flüssigkristall. Die Passergenauigkeit wird dabei vorzugsweise über die
dunkle, bevorzugt schwarze, Druckfarbe gesteuert. Grundsätzlich könnten die auf dem
Substrat aufgebrachte Substanz und/ oder die weitere Substanz gleichartig ausgebildet
sein. Alternativ kann sich wenigstens eine Substanz bzw. die weitere Substanz von
der Substanz bzw. der weiteren Substanz unterscheiden.
[0023] Bei einer weiteren Ausführungsform handelt es sich bei der weiteren Schicht um ein
Transferelement auf Basis eines Transparenthologramms, eines Volumenhologramms oder
einer transparenten oder transluzenten Interferenzschicht, welche erst auf dem dunklen
Untergrund zur Wirkung kommt. In beiden Fällen der weiteren Schicht kommt es in Durchsicht
nicht zu einer Störung des Überstandes auf der dunklen Schicht bei Betrachtung des
Substrats, da die weitere Schicht in Durchsicht nicht oder nicht wesentlich wahrgenommen
wird und somit die Erkennbarkeit der Passerung des gedruckten Wasserzeichens zu ergänzenden,
visuell sichtbaren bzw. farbigen Druck nicht behindert.
[0024] Bei einer anderen Ausführungsform wird an Stelle einer dunklen Druckfarbe als Substanz
oder zusätzlich eine reflektive, bevorzugt metallische Farbe zur Wasserzeichenfarbe
gepassert appliziert. Diese metallische Druckfarbe basiert z. B. auf Aluminiumflakes,
Goldbronzeflakes, Aluminium beschichtete Folienpartikel (z.B. Metallurefarbe der Firma
Eckart), Hologrammflakes usw.
[0025] Die reflektive Schicht kann mittels der oder eines weiteren transparenten oder transluzenten
diffraktiven Transferelementes beschichtet werden.
[0026] Bei einer Variante ist an Stelle eines Transferelementes im Bereich der reflektiven
Schicht eine insbesondere haptisch bzw. taktil erfassbare Prägestruktur ausgebildet.
Die optische Wahrnehmung kann sich von der haptischen Wahrnehmung unterscheiden. Die
Prägestruktur kann beispielsweise mittels einer Prägemaschine und/ oder im Stichtiefdruck
als Blindprägung (nicht farbführend) aufgebracht werden, so dass nur in einer Überlappungszone
der Wasserzeichenfarbe mit der Substanz ein Effekt, beispielsweise ein winkelabhängiger
Informationswechsel, gut erkennbar ist. Die Prägestruktur außerhalb der Überlappungszone
mit der Wasserzeichenfarbe stört die Durchsicht bzw. die Erkennbarkeit der Passersituation
der reflektiven Schicht zu dem gedruckten Wasserzeichen nicht oder nur unwesentlich.
[0027] Alternativ zur Verwendung einer Druckfarbe kann die Substanz auch in Form einer Beschichtung
im Rahmen einer Kalt- oder Heißsiegelapplikation aufgebracht werden. Die Beschichtung
kann beispielsweise als metallische Beschichtung insbesondere an einem Trägersubstrat
oder als Folienbeschichtung aufgebracht werden.
[0028] Bei einer bevorzugten Variante wird eine aktivierbare Klebeschicht als Substanz registergenau
zur Wasserzeichenfarbe appliziert. Während und/ oder nach der Applikation der Beschichtung,
insbesondere als Folie, wird der Kleber in der Klebeschicht aktiviert. Beispielsweise
wird der Kleber mittels infraroter (IR) Strahlung, ultravioletter (UV) Strahlung,
Heißluft und/ oder Magnetinduktion aktiviert. Die Beschichtung beispielsweise als
Metallisierung an dem Trägersubstrat kann von dem Träger durch den aktivierten Klebstoff
auf das Substrat übertragen werden, beispielsweise entsprechend eines gedruckten Motivs
des Klebstoffs.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst eine solche Beschichtung diffraktive
Strukturen, kann also beispielsweise als Hologramm oder dergleichen vorliegen.
[0030] Die aufgebrachte Substanz ist vorzugsweise besonders im visuellen Spektrum erkennbar.
Es kann auch eine Substanz verwendet werden, die zusätzlich im infraroten Spektrum
und/ oder im ultravioletten Spektrum erkennbar ist. Auf diese Weise lassen sich zusätzliche
Möglichkeiten der Überprüfung des Sicherheitselements bereitstellen.
[0031] Weiterhin kann die Substanz maschinell lesbare Merkmalsstoffe umfassen, welche die
Fälschungssicherheit des Sicherheitselements weiter erhöhen und eine zusätzliche Prüfung
des Sicherheitselements vereinfachen.
[0032] Die Substanz kann beispielsweise magnetische Merkmalsstoffe, lumineszierende Merkmalsstoffe,
elektrisch leitfähige Merkmalsstoffe und/ oder optisch variable Merkmalsstoffe, beispielsweise
piezochrome, thermochrome und/ oder photochrome Merkmalsstoffe, umfassen.
[0033] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens kann im Bereich des
Wasserzeichens, d.h. zumindest teilweise überlappend zu dem Wasserzeichen, auf der
der ersten Oberfläche des Substrats gegenüberliegenden Oberfläche ein Zusatzsubstrat
aufgebracht werden, beispielsweise in Form eines weiteren Aufdrucks. Das Zusatzsubstrat
ist dabei im visuellen Spektrum zumindest transluzent, vorzugsweise transparent, um
den Durchlichteffekt, welchen das Wasserzeichen bereitstellt, nicht zu beeinträchtigen.
[0034] Weiterhin umfasst das Zusatzsubstrat einen Farbstoff oder einen Lumineszenzstoff,
welcher bei der Prüfung des Sicherheitselements im Durchlicht einen weiteren optischen
Effekt bereitstellen kann.
[0035] Ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement für ein Sicherheits- oder Wertdokument wird
mit einem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt.
[0036] Ein erfindungsgemäßes Sicherheits- oder Wertdokument umfasst ein solches Sicherheitselement.
[0037] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
beispielhaft beschrieben. Darin zeigen:
- Die Figuren 1A bis 1C
- schematisch verschiedene bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements;
- Die Figuren 2A bis 2C
- eine Ansicht der Sicherheitselemente aus den Figuren 1A bis 1C in Aufsicht;
- Die Figuren 3A bis 3C
- eine Ansicht der Sicherheitselemente der Figuren 1A bis 1C bei Durchlichtbetrachtung;
- Figuren 4A bis 4H
- Ausführungsformen von Sicherheitselementen, dargestellt im Querschnitt entlang der
Linie IV-IV aus Figur 1A und
- Figur 5
- Schritte einer bevorzugten Ausführungsform eines Verfahrens zur Herstellung eines
Sicherheitselements gemäß einer der Figuren 1A bis 1C.
[0038] In den Figuren 1A bis 1C ist jeweils ein Substrat 10 dargestellt, auf welches mittels
einer Substanz 20 ein erstes Motiv 12, im gezeigten Beispiel ein Kreisringabschnitt,
aufgebracht worden ist. Unter einem Kreisringabschnitt ist, wie dargestellt, eine
Kombination aus einem Kreisabschnitt (bzw. Kreissegment) und einem Kreisring zu verstehen.
In dem Substrat 10 ist weiterhin unter Verwendung einer Wasserzeichenfarbe 30 ein
Wasserzeichen 32, 32', 32" hergestellt worden, das heißt ein Bereich 32,32', 32",
in dem die Opazität des Substrats 10 im Vergleich zum umgebenden Bereich modifiziert,
d.h. hier herabgesetzt, worden ist. Auf diese Weise entstehen die Sicherheitselemente
100, 100', 100".
[0039] Wesentlich ist jeweils, dass die Wasserzeichenfarbe 30 und die Substanz 20 passergenau
zueinander auf dem Substrat 10 aufgebracht worden sind, wie dies nachfolgend mit Bezug
auf die Figuren 3A bis 3C genauer beschrieben und in Fig. 4 illustriert wird.
[0040] In der Regel wird als Substanz 20 eine Druckfarbe verwendet, die zum Erzeugen des
ersten Motivs 12 auf das Substrat 10 mit einem geeigneten Druckverfahren aufgedruckt
wird. Auch die Wasserzeichenfarbe 30 kann mittels eines Druckverfahrens auf eine oder
beide Oberflächen des Substrats 10 aufgedruckt werden und durchdringt danach das Substrat
10 im Wesentlichen vollständig.
[0041] Die Figuren 2A bis 2C zeigen jeweils das Sicherheitselement 100,100', 100"gemäß den
Figuren 1A bis 1C, wie es einem Betrachter in Aufsicht erscheint. Dabei ist jeweils
lediglich das erste Motiv 12 erkennbar, nicht aber das Wasserzeichen 32, 32', 32",
denn dieses erscheint lediglich in Durchlichtbetrachtung, nicht aber im Auflicht.
[0042] Zum Vergleich dazu ist in den Figuren 3A bis 3C jeweils das Sicherheitselement 100,100',100"
gemäß den Figuren 1A bis 1C gezeigt, wie es einem Betrachter im Durchlicht, das heißt
bei Durchlichtbetrachtung, erscheint. Erneut erkennt er das erste Motiv 12, auch aufgrund
der im Vergleich zum Substrat in der Regel höheren Opazität, welche durch die Substanz
20 erzeugt wird. Zusätzlich erkennt er nun aber auch das Wasserzeichen 32, 32', 32"
aufgrund der im Bereich des Wasserzeichens 32, 32', 32" vorliegenden erhöhten Lichtdurchlässigkeit
des Substrats 10.
[0043] Aufgrund der Tatsache, dass die Substanz 20, mittels derer das erste Motiv 12 erzeugt
worden ist, und die Wasserzeichenfarbe 30, mit der das Wasserzeichen 32, 32', 32"
erzeugt worden ist, passergenau zueinander angeordnet sind, ergibt sich bei Betrachtung
der Sicherheitselemente 100, 100', 100" gemäß den Figuren 1A bis 1C jeweils der Eindruck,
dass eine durch das erste Motiv 12 dargestellte erste Teilinformation mit einer durch
das Wasserzeichen 32,32', 32" dargestellten zweiten Teilinformation eine Gesamtinformation
bildet, welche durch einen Betrachter auf einfache Weise erkannt werden kann.
[0044] In Figur 3A besteht die Gesamtinformation aus einem Kreisring. Der Kreisring setzt
sich optisch durch einen ersten Kreisringabschnitt des Kreisringes, der durch das
erste Motiv bereitgestellt wird und durch einen zweiten Kreisringabschnitt, der durch
das zweite Motiv bereitgestellt wird, d.h. das Wasserzeichen 32, 32', 32", das die
Form eines Kreisringabschnitts - direkt oder indirekt - wiedergibt, zusammen. Nur
dadurch, dass die Wasserzeichenfarbe 30 und die Substanz 20 passergenau zueinander
auf das Substrat 10 aufgebracht werden, kann der Effekt der Gesamtinformation eines
Kreisrings in der dargestellten Weise erreicht werden. Bereits geringe Passerschwankungen
beim Aufbringen der Wasserzeichenfarbe relativ zu der Substanz 20 zerstören diesen
Effekt bzw. lassen eine Fälschung des Sicherheitselements 100, 100',100" auf einfache
Weise erkennen.
[0045] Auch in Figur 3B besteht die Gesamtinformation aus einem Kreisring, wobei ein erster
Kreisringabschnitt 12 auch hier durch das erste Motiv 12 bereitgestellt wird. Im Gegensatz
zur Figur 3A wird nun der zweite Kreisringabschnitt nur indirekt über das Wasserzeichen
32' bereitgestellt, nämlich durch einen innerhalb des Wasserzeichens 32' liegenden
Bereich, in dem die Opazität im Vergleich zum Ausgangssubstrat 40 unverändert gelassen
worden ist.
[0046] In ähnlicher Weise stellt auch gemäß Figur 3C ein Kreisring die Gesamtinformation
dar, der sich aus zwei Kreisringabschnitte zusammensetzt, wobei der erste Kreisringabschnitt
12 durch das erste Motiv 12 bereitgestellt wird und der zweite Kreisringabschnitt
durch einen innerhalb des Wasserzeichens 32" liegenden, vom Wasserzeichen 32" ausgesparten
Bereich bereitgestellt wird. Im Vergleich zu dem Sicherheitselement aus Figur 3B liegt
nun auch das erste Motiv 12 innerhalb des Wasserzeichens 32", d.h. innerhalb eines
Bereichs erhöhter Lichtdurchlässigkeit, und ist dadurch im Durchlicht besonders gut
erkennbar.
[0047] Es versteht sich, dass die Fälschungssicherheit eines Sicherheitselements 100, 100',100"
gemäß den Figuren 1A bis 1C durch Verwendung geeigneter Druckfarben weiter erhöht
werden kann. Insbesondere ist es möglich, die Druckfarben mit Merkmalsstoffen zu versehen,
welche beispielsweise im infraroten und/ oder ultravioletten Spektralbereich erkennbar
sind. Weiterhin können alternativ oder zusätzlich maschinell lesbare Merkmalsstoffe
der Substanz 20 zugesetzt werden, beispielsweise elektrisch leitfähige, magnetische,
oder optisch variable Merkmalsstoffe. Weiterhin können alternativ oder zusätzlich
Druckfarben mit fluoreszierenden und/ oder phosphoreszierenden Eigenschaften verwendet
werden.
[0048] Auch die Wasserzeichenfarbe 30 kann Farbstoffe umfassen, die im visuellen Spektrum
oder im angrenzenden Spektralbereich, gegebenenfalls nach geeigneter Bestrahlung,
erkennbar werden. Insbesondere kann die Wasserzeichenfarbe 30 Merkmalsstoffe, wie
zu den Druckfarben erläutert, umfassen.
[0049] Figur 4A zeigt exemplarisch ein Sicherheitselement gemäß Figur 1A in einer Querschnittsansicht
entlang der Linie IV-IV aus Figur 1A. Dabei ist insbesondere erkennbar, dass die Substanz
20 als Druckschicht exakt passergenau zu der Wasserzeichenfarbe 30 auf dem Substrat
10 angeordnet ist. Die Wasserzeichenfarbe 30 ist bereits in das Substrat 10 eingedrungen,
hat dieses vollständig durchsetzt und die Lichtdurchlässigkeit des Substrats 10 in
dem betreffenden Bereich erhöht. Es versteht sich, dass Figur 4A lediglich eine schematische
Querschnittsdarstellung zeigt, wobei aus der Darstellung keine Informationen hinsichtlich
der Dimension der Druckschicht 20 und der Substratdicke des Substrats 10 abgeleitet
werden können.
[0050] Figur 4B zeigt exemplarisch eine weitere Ausführungsform eines Sicherheitselements
gemäß der Erfindung. Auf einem flächigen Substrat 10 ist ähnlich zur Figur 4A eine
Wasserzeichenfarbe 30 aufgebracht, insbesondere aufgedruckt. Die Wasserzeichenfarbe
30 ist in das Substrat 10 eingedrungen und durchsetzt das Substrat 10 von einer ersten,
oberen Oberfläche bis zu einer zweiten, unteren Oberfläche. Passergenau zu der Wasserzeichenfarbe
30 ist eine Substanz 20, beispielsweise eine Druckfarbe, auf das Substrat 10 aufgebracht,
insbesondere aufgedruckt.
[0051] Eine weitere Substanz 41 bedeckt zumindest Abschnittsweise die Substanz 20, vorzugsweise
in einem vorbestimmten Muster. Die weitere Substanz 41 ist bevorzugt am Sicherheitselement
so angeordnet, dass sie die Substanz 20 zumindest teilweise überlappt und das Substrat
10 und/ oder die Wasserzeichenfarbe 30 zumindest Abschnittsweise bedeckt. Die weitere
Substanz 41 ist vorliegend im Wesentlichen transparent oder transluzent, so dass bei
Betrachtung des Sicherheitselements in der Durchsicht die Passerung der Wasserzeichenfarbe
30 zu der Substanz nicht oder nur unwesentlich behindert wird. Die weitere Substanz
41 wird vorzugsweise mittels Drucken, insbesondere mittels eines Siebdruckverfahrens,
eines Flexodruckverfahrens, eines Offsetdruckverfahrens, eines Hochdruckverfahrens,
eines Tiefdruckverfahrens, eines Inkjet-Druckverfahrens oder eines Laserdruckverfahrens,
auf das Substrat bzw. auf die Substanz 20 aufgebracht.
[0052] Die Substanz 20 und die weitere Substanz 41 sind vorzugsweise derart visuell ausgebildet,
dass sie zueinander einen Kontrast bilden. Vorzugsweise weist die Substanz 20 eine
dunkle Farbwiedergabe auf, d.h., die Substanz 20 weist eine hohe Lichtabsorption auf.
Insbesondere bei einer hohen Lichtabsorption in einem für das menschliche Auge sichtbaren
Spektrum erscheint die Substanz 20 einem Betrachter visuell dunkel bis schwarz, beispielsweise
bei schwarzer Druckfarbe. Die weitere Substanz 41 weist vorzugsweise eine optische
Wiedergabe auf, welche der dem Substrat ähnlich, vorzugsweise gleichwertig, ist.
[0053] Die auf der Substanz 20 aufgebrachte weitere Substanz 41 kann als transparente oder
transluzente Interferenzfarbe, vorzugsweise auf der Basis von Glimmer, synthetischen
Glimmer oder Flüssigkristall, ausgebildet sein.
[0054] Aufgrund des durch die Substanz 20 gebildeten Kontrasts ist die weitere Substanz
41 nur im Bereich der Substanz 20 sichtbar. Insbesondere bei transparenter Basis der
weiteren Substanz 41 ist eine Passerung der weiteren Substanz 41 zur Wasserzeichenfarbe
30 gewährleistet. Die Passergenauigkeit wird über die Substanz 20 gesteuert.
[0055] Alternativ oder zusätzlich könnte die Kombination von Substanz 20 und weiterer Substanz
41 auf der oberen Oberfläche des Substrats und der der oberen Oberfläche gegenüberliegender
unterer Oberfläche, vorzugsweise gepassert zueinander, aufgebracht werden. Die verwendeten
Substanzen 20 als auch weiteren Substanzen 41 können gleichartig und/ oder verschieden
zueinander ausgeführt sein.
[0056] Alternativ oder zusätzlich könnte eine zweite Substanz 20 an einer anderen Position
und/ oder Lage zur Substanz 20 aufgebracht werden. Die zweite Substanz 20 kann von
einer zweiten weiteren Substanz 41 abgedeckt werden, welche ähnliche optische Eigenschaften
zur weiteren Substanz 41 aufweist, jedoch auch verschieden sein kann. Anstatt dem
Aufbringen von zwei weiteren Substanzen 41 kann auch nur eine weitere Substanz 41
aufgebracht werden, welche die erste und zweite Substanz 20 überdeckt. Beispielsweise
kann hier als weitere Substanz 41 eine im Wesentlichen transparente Folie und/ oder
ein im Wesentlichen transparenter Druck verwendet werden.
[0057] In der Figur 4C ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements
dargestellt. Das Sicherheitselement der Figur 4C ist ähnlich zu dem der Figur 4A.
Im Unterschied zur Figur 4A ist die Substanz 20 auf zwei Oberflächen bzw. Seiten des
Substrats 10 passergenau zur Wasserzeichenfarbe 30 aufgebracht, nämlich auf einer
oberen Oberfläche (Oberseite) des Substrats 10, dargestellt als Substanz 20' und einer
unteren Oberfläche (Unterseite) des Substrats 10, dargestellt als Substanz 20" und
Substanz 20"'. Gemäß dieser Ausführungsform befindet sich die Substanz 20' auf der
Oberseite hinsichtlich ihrer flächigen Position gleich derjenigen der Substanz 20"
auf der Unterseite (siehe gestrichelte Linie). Versetzt zur Substanz 20" auf der Unterseite
des Substrats 10, jedoch gepassert zur Wasserzeichenfarbe 30, ist auf der Unterseite
des Substrats 10 die weitere Substanz 20"' aufgebracht.
[0058] Die Substanzen 20', 20" und 20"' können von der stofflichen Zusammensetzung gleich
oder ungleich sein. Beispielsweise handelt es sich bei der Substanz 20' um eine rote
Farbe und bei der Substanz 20" um eine blaue Druckfarbe, bei der Substanz 20'" jedoch
nochmals um eine rote Farbe. Des Weiteren können die Substanzen 20', 20", 20"" auch
unterschiedliche Zusatzmerkmale zur Lumineszenz und/ oder Phosphoreszenz, IR-absorbierende
und/oder UV-absorbierende Stoffe und/oder magnetisierbare Stoffe enthalten.
[0059] Wie im Zusammenhang mit den Substanzen 20" und 20'" dargestellt, kann in einer Ausführungsform
die Position der Substanz 20 auf der Oberseite zur Position der Substanz 20"' auf
der Unterseite des Substrats 10 variieren, wobei die beiden auf das Substrat 10 aufgebrachten
Substanzen weiterhin passergenau zur Wasserzeichenfarbe 30 angeordnet sind. Jede der
Substanzen 20', 20", 20"' ist vorliegend zumindest Abschnittsweise gepassert zur Wasserzeichenfarbe
30 angeordnet.
[0060] Die Figur 4D zeigt ein zur Figur 4A ähnliches Sicherheitselement. Im Vergleich zur
Figur 4A durchdringt jedoch die Wasserzeichenfarbe 30 von einer Seite aus betrachtet
nicht vollständig das Substrat 10, sondern weist vorzugsweise definierte Eindringtiefen
auf. In der Darstellung gemäß Figur 4D wurde von zwei Seiten des Substrats 10 jeweils
eine Wasserzeichenfarbe aufgebracht, so dass von der Oberseite die Wasserzeichenfarbe
30' und von der Unterseite die Wasserzeichenfarbe 30" im Substrat 10 ausgebildet ist.
Durch das Aufbringen von beiden Seiten der jeweiligen Wasserzeichenfarbe 30'und 30"
erhöht sich dagegen die Transparenz in diesem Bereich wieder. Anhand einer Überlappung
und der Eindringtiefe der Wasserzeichenfarbe 30 können Schattierungen bzw. visuelle
Abstufungen in dem mit der Wasserzeichenfarbe 30 generierten Motiv erzeugt werden.
[0061] Aus dem dargestellten Beispiel der Figur 4D ist ersichtlich, dass die Wasserzeichenfarbe
30 von zwei Seiten zumindest in einem Teilbereich passgenau auf das Substrat 10 aufgebracht
wurde, nämlich von der Oberseite und von der Unterseite. Entsprechend der Eindringtiefe
der Wasserzeichenfarbe 30 kann bzw. ist zwischen der auf der Oberseite aufgebrachten
und in das Substrat 10 eindiffundierten Wasserzeichenfarbe 30' und der auf der Unterseite
aufgebrachten und in das Substrat 10 eindiffundierten Wasserzeichenfarbe 30" Material
des Substrats 10, welches nicht von der Wasserzeichenfarbe 30 durchdrungen ist, angeordnet.
Die vorzugsweise in der Aufsicht im sichtbaren Bereich nicht erkennbaren Wasserzeichenfarben
30' und/ oder 30" enthalten in einer besonderen Ausführungsform unterschiedliche im
für das menschliche Auge sichtbaren Spektrum (VIS-Bereich) nicht erkennbare Zusatzmerkmale
wie z.B. IR absorbierende Stoffe oder und lumineszierende Stoffe. Die Wasserzeichenfarben
30' und 30" können gleichartig oder zueinander verschiedenartig ausgebildet sein.
[0062] Die Figur 4E zeigt eine weitere Ausführungsform eines Sicherheitselements gemäß der
Erfindung. Das Sicherheitselement gemäß Figur 4E ist ähnlich zum Sicherheitselement
aus Figur 4A. Das Substrat 10 weist im Bereich der Substanz 20 sowie im Bereich der
Wasserzeichenfarbe 30 ein sogenanntes echtes bzw. papiermacherisches Wasserzeichen
11. Das echte Wasserzeichen 11 resultiert aus einer Dickenmodulation und/ oder Dichtemodulation
des Substrats 10. Die visuellen und mechanischen Effekte, welche mit dem echten Wasserzeichen
11 erzielt werden, werden in Durchsicht mit den visuellen Effekten, welche mit der
Substanz 20 sowie der Wasserzeichenfarbe 30 erzielt werden, kombiniert.
[0063] Das echte Wasserzeichen 11 kann eine gleichförmige Dickenreduzierung im Bereich des
Sicherheitselementes aufweisen, um insgesamt die Transparenz des Substrates 10 in
diesem Bereich zu erhöhen. In einer weiteren Ausführungsform weist das echte Wasserzeichen
11 ein moduliertes Motiv auf, welches sich mit dem gedruckten Wasserzeichen-Motiv
ergänzt. Beispielsweise zeigt das gedruckte Wasserzeichen eine Kontur des Motives
(z.B. Fisch) und das echte Wasserzeichen eine Wellenstruktur (z.B. Wasser). Die Substanz
20 ist gepassert und vorzugsweise ergänzend zum Motiv des gedruckten Wasserzeichens
30 ausgebildet. Das echte Wasserzeichen 11 ist vorzugsweise weder gepassert zur Substanz
20 noch zum gedruckten Wasserzeichen bzw. zur Wasserzeichenfarbe 30 ausgebildet.
[0064] In einer weiteren Ausführungsform enthält das gedruckte Wasserzeichen ein moduliertes
Linienraster, welches mit einem Linienraster des echten Wasserzeichens ein Moireebild
in der Durchsicht offenbart.
[0065] Anstelle des echten Wasserzeichens 11 kann das Substrat an dieser Stelle auch einen
in der Papierherstellung durchgeführten mechanischen Papierabtrag (z.B. mittels CO2-Laser
aufweisen.
[0066] In der Figur 4F ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements
dargestellt. Das dargestellte Sicherheitselement ist ähnlich dem Sicherheitselement
aus Figur 4B, jedoch ist die weitere Substanz 41 nicht über der Substanz 20 aufgebracht,
sondern von der Substanz 20 versetzt und auf der der Substanz 20 gegenüberliegender
Seite des Substrats 10 angeordnet. Vorliegend überdeckt die weitere Substanz 20 den
Bereich der Wasserzeichenfarbe 30. Im Vergleich zur weiteren Substanz 41 aus Figur
4B, in der die weitere Substanz 41 vorzugsweise im Wesentlichen transparent ausgebildet
ist, ist die vorliegenden weiteren Substanz 41 jegliche Opazität denkbar. Insbesondere
wäre eine opake Farbschicht als weitere Substanz 41 möglich. In der Positionierung
der weiteren Substanz 41 zur Wasserzeichenfarbe 30 wird eine Passerung der Substanz
20 zur Wasserzeichenfarbe 30 nicht behindert, da in Durchsicht der Substanz 20 und
ein Teilabschnitt der Wasserzeichenfarbe 30, welche im Wesentlichen die Passersituation
aufzeigt, nicht behindert bzw. gestört wird. Die weitere Substanz 41 ist demnach nicht
eingeschränkt. Bei der Ausführung gemäß Figur 4B würde insbesondere eine opake weitere
Substanz 41 die Passerung der Substanz 20 zur Wasserzeichenfarbe 30 stören.
[0067] In der Figur 4G ist das Sicherheitselement bei Betrachtung der ersten, oberen Oberfläche
(Oberseite) dargestellt. Bei ausschließlicher Aufsicht sind das Substrat 10 sowie
der mit der Substanz 20 bedruckte Bereich erkennbar. Bei ausschließlicher Durchsicht
auf die obere Oberfläche des Sicherheitselements ist lediglich die Wasserzeichenfarbe
30 sowie vorzugsweise durchscheinend der überlappende Bereich der weiteren Substanz
41 mit der Wasserzeichenfarbe 30 erkennbar. Der Bereich, bei dem sich die weitere
Substanz 41 mit dem Substrat 10 ohne Wasserzeichenfarbe 30 überlappt, erscheint dem
Betrachter in Durchsicht auf die obere Oberfläche lediglich als Substrat 10. Der Betrachter
würde demnach lediglich das von der Wasserzeichenfarbe 30 gebildet Motiv mit durchscheinender
weiterer Substanz 41 erkennen.
[0068] Bei einer Kombination von Aufsicht und Durchsicht, d.h. Durchlicht kombiniert mit
Umgebungslicht, würde der Betrachter das Substrat 10, die Substanz 20, das Motiv der
Wasserzeichenfarbe 30, zumindest soweit nicht von der weiteren Substanz 41 bedeckt,
und die weitere Substanz 41, soweit in Überlappung mit der Wasserzeichenfarbe 30,
erkennen. Die weitere Substanz 41 ohne Kombination mit der Wasserzeichenfarbe 30 wäre
vom Substrat 10 verdeckt.
[0069] Die Figur 4H zeigt das Sicherheitselement aus den Figuren 4F und 4G bei Betrachtung
der zweiten, unteren Oberfläche (Unterseite). Bei ausschließlich Auflicht bzw. Aufsicht
ist für dem Betrachter lediglich das Substrat 10 sowie die weitere Substanz 41 sichtbar.
Bei ausschließlicher Durchsicht erkennt der Betrachter das Motiv der Wasserzeichenfarbe
30 ohne den Überlappungsbereich mit der weiteren Substanz 41 sowie durchscheinend
den Überlappungsbereich von Wasserzeichenfarbe 30 und weitere Substanz 41.
[0070] Bei einer Kombination von Aufsicht und Durchsicht erkennt der Betrachter sowohl das
Motiv der Wasserzeichenfarbe 30 als auch die weitere Substanz 41.
[0071] Aus den Figuren 4B, 4F, 4G und 4H ist eindeutig erkennbar, dass mithilfe einer Kombination
von der Substanz 20, der Wasserzeichenfarbe 30 und weiterer Substanz 41 verschiedene
passergenaue optische Effekte erzielt werden können, wobei sich Motive der aufgebrachten
Substanz 20, Wasserzeichenfarbe 30 und weiteren Substanz 41 zu weitere gesamtheitliche
Motive erweitern bzw. ergänzen können. Eine Fälschung kann schnell und sicher erkannt
werden.
[0072] Auch wenn in den Figuren 4A bis 4H unterschiedliche Ausführungsformen eines Sicherheitselements
aufgezeigt sind, ist es für einen Fachmann selbstverständlich, Kombinationen von zumindest
Teilmerkmalen aus den Ausführungsformen vorzunehmen. Die aufgezeigten Ausführungsformen
sollen vielmehr lediglich exemplarische Möglichkeiten darstellen. Vorzugsweise werden
die Substanz 20, weitere Substanz 41 und Wasserzeichenfarbe 30 registerhaltig und/
oder zeitgleich auf das Substrat 10 aufgebracht.
[0073] In Figur 5 sind Schritte einer bevorzugten Ausführungsform eines Verfahrens zum Herstellen
eines vorstehend beschriebenen Sicherheitselements 100,100', 100" angegeben.
[0074] In Schritt S1 wird ein geeignetes Substrat, beispielsweise ein faserbasiertes Substrat
10 auf Basis von Holzcellulose, Baumwollcellulose, Kunststofffasern und/ oder Flachsfasern,
bereitgestellt.
[0075] In Schritt S2 wird auf das Substrat 10 eine Substanz 20 zum Erzeugen eines in Aufsicht
erkennbaren ersten Motivs 12 aufgebracht. Insbesondere kann als Substanz 20 eine geeignete
Druckfarbe auf das Substrat 10 aufgedruckt werden.
[0076] Passergenau zu der Substanz 20 wird in einem weiteren Schritt eine Wasserzeichenfarbe
30 auf das Substrat 10 aufgebracht, um dadurch ein Wasserzeichen 32 in dem Substrat
zu erzeugen, welches als zweites Motiv im Durchlicht für einen Betrachter erkennbar
ist. Auch die Wasserzeichenfarbe 30 kann auf das Substrat 10 aufgedruckt werden.
[0077] Vorzugsweise werden die Substanz 20 und die Wasserzeichenfarbe 30 dabei mittels verschiedener
Applikationswerke, beispielsweise mittels zweier Farbwerke einer entsprechend eingerichteten
Druckmaschine, auf das Substrat 10 aufgebracht. Das Substrat 10 liegt dabei auf einem
für die beiden Applikationswerke gemeinsamen Gegendruckzylinder an, um die erforderliche
hohe Passergenauigkeit zwischen Substanz 20 und Wasserzeichenfarbe 30 zu erreichen.
[0078] In den folgenden nummerierten Absätzen werden abschließend bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung angegeben:
- 1. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements für ein Sicherheits- oder Wertdokument,
umfassend die Schritte:
- Bereitstellen eines flächigen Substrats;
- lokales Aufbringen einer Substanz auf einer ersten Oberfläche des Substrats derart,
dass bei Betrachtung der ersten Oberfläche des Substrats in Aufsicht ein durch die
Substanz gebildetes erstes Motiv erkennbar wird,
- lokales Aufbringen einer Wasserzeichenfarbe auf das Substrat zum Herstellen eines
Wasserzeichens in dem Substrat derart, dass bei Betrachtung des Substrats in Durchsicht
ein zweites Motiv in Form des Wasserzeichens erkennbar wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz und die Wasserzeichenfarbe passergenau zueinander
aufgebracht werden, so dass bei Betrachtung des Substrats in Durchsicht von der ersten
Oberfläche her das erste Motiv passergenau zu dem zweiten Motiv erscheint, also z.B.
als erstes und zweites Teilmotiv eines Gesamtmotivs.
- 2. Verfahren nach Abschnitt 1, wobei die Substanz und die Wasserzeichenfarbe mittels
zweier verschiedener Applikationswerke aufgebracht werden, wobei das Substrat dabei
auf einem für die beiden Applikationswerke gemeinsamen Gegendruckzylinder anliegt.
Dabei kann das Substrat über den Gegendruckzylinder geführt werden. Die Applikationswerke
sind entsprechend an bzw. um den Gegendruckzylinder angeordnet. Der Gegendruckzylinder
dient zur Führung des Substrats an die Applikationswerke. Der Gegendruckzylinder ist
vorzugsweise in einem Druckwerk rotationsfähig angeordnet. Ein Applikationswerk kann
beispielsweise ein Übertragungszylinder einer Offsetdruckmaschine sein. Das Applikationswerk
beispielsweise in Form des Übertragungszylinders und/ oder einer Druckwalze, beispielsweise
für Tiefdruck oder Hochdruck, wird synchron zur Bewegung des Substrats an das Substrat
geführt. Der Gegendruckzylinder dient zum Beispiel als mechanisches Gegenlager für
wenigstens eines der Applikationswerke und/ oder zur positionierten Lagerung und Führung
des Substrats relativ zu wenigstens einem der Applikationswerke.
- 3. Verfahren nach Abschnitt 1 oder 2, wobei die Substanz auf einer ersten Seite des
Substrats und die Wasserzeichenfarbe auf einer zweiten Seite des Substrats aufgebracht
werden. In einer Ausführungsform sind die erste Seite und die zweite Seite gegenüberliegend
am Substrat angeordnet.
- 4. Verfahren gemäß einem der Abschnitte 1 bis 3, wobei vorzugsweise die Wasserzeichenfarbe
und das Substrats zeitgleich aufgebracht werden. Das zeitgleiche Aufbringen kann beispielsweise
anhand einer Supersimultandruckmaschine erreicht werden. Es kann eine sehr gute Passersituation
bezüglich der Position der Wasserzeichenfarbe relativ zur Position der Substanz erreicht
werden. Beispielsweise bei zeitgleichem Aufbringen bzw. Aufdrucken der Wasserzeichenfarbe
und der Substanz gemäß Abschnitt 3, d.h. dass die Substanz auf die erste Seite aufgebracht
wird und zeitglich die Wasserzeichenfarbe auf die zweite Seite des Substrats aufgebracht
wird, kann eine besonders gute Passersituation bezüglich der ersten zur zweiten Seite,
beispielsweise Vorder- zu Rückseite, erzielt werden. Insbesondere ist ein besonders
gute Abgleich der Position der Wasserzeichenfarbe relativ zur Substanz möglich.
- 5. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 4, wobei die Wasserzeichenfarbe zum Herstellen
des Wasserzeichens, insbesondere auf eine Oberfläche des Substrats, aufgedruckt wird.
- 6. Verfahren einem Abschnitte 1 bis 5, wobei die Substanz auf eine Oberfläche des
Substrats aufgedruckt wird.
- 7. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 oder 2, wobei die Wasserzeichenfarbe auf
die erste Oberfläche des Substrats aufgedruckt wird.
- 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei die Wasserzeichenfarbe
vorzugsweise registerhaltig auf beide Oberflächen des Substrats aufgebracht wird.
- 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei die Wasserzeichenfarbe
im Siebdruckverfahren aufgebracht wird.
- 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte 1 bis 8, wobei die Wasserzeichenfarbe
im Tief- oder Flexodruckverfahren aufgebracht wird.
- 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte 1 bis 8, wobei die Wasserzeichenfarbe
im Offsetdruckverfahren aufgebracht wird.
- 12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei die Wasserzeichenfarbe
im Hochdruckverfahren aufgebracht wird.
- 13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei die Wasserzeichenfarbe
im Inkjet-Druckverfahren aufgebracht wird.
- 14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei die Wasserzeichenfarbe
im Laserdruckverfahren aufgebracht wird.
- 15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei die Wasserzeichenfarbe
zumindest einen im visuellen Spektrum zumindest transluzenten Farbstoff und/ oder
zumindest ein im visuellen Spektrum zumindest transluzentes Pigmentumfasst.
- 16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei die Wasserzeichenfarbe
zumindest einen Farbstoff und/ oder zumindest ein Pigment umfasst, das im visuellen
Spektrum erkennbar ist.
- 17. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 16, wobei die Wasserzeichenfarbe zumindest
einen Farbstoff und/ oder zumindest ein Pigment umfasst, wobei der Farbstoff bzw.
das Pigment im infraroten Spektrum erkennbar ist.
- 18. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 17, wobei die Wasserzeichenfarbe zumindest
einen Farbstoff und/ oder zumindest ein Pigment umfasst, wobei der Farbstoff bzw.
das Pigment im ultravioletten Spektrum erkennbar ist. Das heißt, die Wasserzeichenfarbe
bzw. das Pigment kann zur Emission von Licht im ultravioletten Spektrum angeregt werden.
- 19. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 18, wobei die Wasserzeichenfarbe einen
Farbstoff bzw. ein Pigment umfasst, der/ das eine elektromagnetische Strahlung, insbesondere
Licht, in einem bestimmten Spektrum absorbiert. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass der Farbstoff bzw. das Pigment bestimmte Farbanteile, beispielsweise blau, einen
ultravioletten Anteil und/ oder einen infraroten Anteil auftreffenden Lichts absorbiert.
- 20. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 19, wobei die Substanz in Form einer
Druckfarbe, insbesondere auf eine Oberfläche des Substrats, aufgebracht, vorzugsweise
aufgedruckt, wird.
- 21. Verfahren nach Abschnitt 20, wobei die Druckfarbe im Siebdruckverfahren aufgebracht
wird.
- 22. Verfahren nach Abschnitt 20, wobei die Druckfarbe im Tief- oder Flexodruckverfahren
aufgebracht wird.
- 23. Verfahren nach Abschnitt 20, wobei die Druckfarbe im Offsetdruckverfahren aufgebracht
wird.
- 24. Verfahren nach Abschnitt 20, wobei die Druckfarbe im Hochdruckverfahren aufgebracht
wird.
- 25. Verfahren nach Abschnitt 20, wobei die Druckfarbe im Inkjet-Druckverfahren aufgebracht
wird.
- 26. Verfahren nach Abschnitt 20, wobei die Druckfarbe im Laserdruckverfahren aufgebracht
wird.
- 27. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 20, wobei die Substanz in Form einer
Beschichtung, insbesondere im Rahmen einer Kalt- oder Heißsiegelapplikation, aufgebracht
wird.
- 28. Verfahren nach Abschnitt 27, wobei die Beschichtung als metallische Beschichtung
aufgebracht wird.
- 29. Verfahren nach einem der Abschnitt 27 oder 28, wobei die Beschichtung als Folienbeschichtung
aufgebracht wird.
- 30. Verfahren nach einem der Abschnitt 27 bis 29, wobei die Beschichtung diffraktive
Strukturen umfasst.
- 31. Verfahren nach einem der Abschnitt 1 bis 30, wobei die aufgebrachte Substanz im
visuellen Spektrum erkennbar ist. In einer Ausführungsform kann die Substanz entsprechend
zumindest einen im visuellen Spektrum zumindest transluzenten Farbstoff und/ oder
zumindest ein im visuellen Spektrum zumindest transluzentes Pigment umfassen. In einer
Ausführungsform kann die Substanz zumindest einen Farbstoff und/ oder zumindest ein
Pigment umfassen, das im visuellen Spektrum erkennbar ist.
- 32. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 31, wobei die aufgebrachte Substanz
im infraroten Spektrum erkennbar ist. Die Substanz kann zumindest einen Farbstoff
und/ oder zumindest ein Pigment umfassen, wobei der Farbstoff bzw. das Pigment im
infraroten Spektrum erkennbar ist
- 33. Verfahren nach einen der Absätze 1 bis 32, wobei die aufgebrachte Substanz im
ultravioletten Spektrum erkennbar ist. Die Substanz kann zumindest einen Farbstoff
und/ oder zumindest ein Pigment umfassen, wobei der Farbstoff bzw. das Pigment im
ultravioletten Spektrum erkennbar ist. Das heißt, die Wasserzeichenfarbe bzw. das
Pigment kann zur Emission von Licht im ultravioletten Spektrum angeregt werden.
- 34. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 33, wobei die Substanz einen Farbstoff
bzw. ein Pigment umfasst, der/ das eine elektromagnetische Strahlung, insbesondere
Licht, in einem bestimmten Spektrum absorbiert. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass der Farbstoff bzw. das Pigment bestimmte Farbanteile, beispielsweise blau, einen
ultravioletten Anteil und/ oder einen infraroten Anteil auftreffenden Lichts absorbiert.
- 35. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 34, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe maschinell lesbare Merkmalsstoffe umfasst.
- 36. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 35, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe magnetische Merkmalsstoffe umfasst.
- 37. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 36, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe lumineszierende Merkmalsstoffe umfasst.
- 38. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 37, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe elektrisch leitfähige Merkmalsstoffe umfasst.
- 39. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 38, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe optisch variable Merkmalsstoffe umfasst.
- 40. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 39, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe piezochrome Merkmalsstoffe umfasst.
- 41. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 40, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe thermochrome Merkmalsstoffe umfasst.
- 42. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 41, wobei die Substanz und/ oder die
Wasserzeichenfarbe photochrome Merkmalsstoffe umfasst.
- 43. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 42, wobei als Substrat ein faserbasiertes
Substrat, z.B. auf Basis von Holzcellulose, Baumwollcellulose Kunststofffasern und/oder
Flachsfasern, bereitgestellt wird.
- 44. Verfahren nach einem der Abschnitte 1 bis 43, wobei auf das Substrat zumindest
teilweise im Bereich des Wasserzeichens auf der der ersten Oberfläche gegenüberliegenden
Oberfläche ein Zusatzsubstrat aufgebracht wird, welches im visuellen Spektrum zumindest
transluzent ist und einen Farbstoff oder einen Lumineszenzstoff umfasst.
- 45. Sicherheitselement für ein Sicherheits- oder Wertdokument, hergestellt mit einem
Verfahren gemäß den Merkmalen nach einem der Abschnitte 1 bis 44.
- 46. Sicherheits- oder Wertdokument mit einem Sicherheitselement nach Abschnitt 45.
1. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements (100; 100'; 100") für ein Sicherheits-
oder Wertdokument, umfassend die Schritte:
- Bereitstellen (S1) eines Substrats (10);
- Aufbringen (S2) einer Substanz (20,20', 20", 20"', 41) auf einer ersten Oberfläche
des Substrats (10) derart, dass bei Betrachtung des Substrats (10) in Aufsicht ein
erstes Motiv (12) erkennbar wird,
- Aufbringen (S3) einer Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") auf das Substrat (10) zum
Herstellen eines Wasserzeichens (32) in dem Substrat (10) derart, dass bei Betrachtung
des Substrats (10) in Durchsicht ein zweites Motiv in Form des Wasserzeichens (32)
erkennbar wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz (20, 20',20", 20"', 41) und die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") zumindest
in einem Teilbereich passergenau zueinander aufgebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) und die Wasserzeichenfarbe (30,30', 30") mittels
mindestens zweier verschiedener Applikationswerke aufgebracht werden, wobei das Substrat
(10) dabei auf einem für die beiden Applikationswerke gemeinsamen Gegendruckzylinder
anliegt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") auf der ersten Oberfläche des Substrats (10)
aufgebracht wird und/ oder die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") auf eine der ersten
Oberfläche des Substrats (10) gegenüberliegenden Oberfläche aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz (20, 20', 20", 20'", 41) und die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") mittels
mindestens zweier verschiedener Applikationswerke aufgebracht werden, wobei mindestens
in einem Bereich die Substanz (20,20', 20", 20"', 41) oder/und mindestens in einem
Bereich die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") auf der Vorderseite und mindestens in
einem Bereich die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") oder/und mindestens in einem Bereich
die Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) auf der Rückseite des Substrates zeitgleich
auf das Substrat (10) aufgebracht werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") und/ oder die Substanz (20,20', 20"', 20"',
41) aufgedruckt werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) auf eine der ersten Oberfläche des Substrats
(10) gegenüberliegende Oberfläche des Substrats (10) aufgebracht wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30") und/ oder die Substanz (20, 20', 20", 20"',
41) zumindest Abschnittsweise registerhaltig auf vorzugsweise beide Oberflächen des
Substrats (10) aufgebracht werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei vorzugsweise verschiedene Substanzen (20, 20', 20", 20"', 41) und/
oder mindestens zwei vorzugsweise verschiedene Bereiche mit Wasserzeichenfarbe (30,
30', 30") ausgebildet werden und vorzugsweise die mindestens zwei verschiedene Substanzen
(20, 20', 20") zumindest teilweise im Register zueinander sind oder/und die mindestens
zwei verschiedenen Wasserzeichenfarben (30, 30', 30") zueinander zumindest teilweise
im Register angeordnet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die soweit vorhandenen mindestens zwei Wasserzeichenfarben (30, 30', 30"), vorzugsweise
der beiden Oberflächen unterscheiden und/ oder sich die soweit vorhandenen mindestens
zwei Substanzen (20, 20', 20", 20"', 41) der vorzugsweise beiden Oberflächen unterscheiden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzeichenfarbe (30,30', 30") und/ oder die Substanz (20, 20', 20", 20"',
41) zumindest einen Farbstoff und/ oder ein Pigment umfasst.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Farbstoff und/ oder ein Pigment der Wasserzeichenfarbe (30, 30', 30")
und/ oder der Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) im visuellen Spektrum erkennbar ist
und/ oder zumindest ein Farbstoff und/ oder ein Pigment im infraroten Spektrum erkennbar
ist und/ oder ein Farbstoff und/ der ein Pigment im ultravioletten Spektrum erkennbar
ist und/ oder in einem infraroten Spektrum und/ oder in einem ultravioletten Spektrum
angeregt wird und sich die Emissionswellenlänge von der Anregungswellenlänge des Farbstoffs
und/ oder des Pigments unterscheidet.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzeichenfarbe (30,30', 30') im Siebdruckverfahren oder im Flexodruckverfahren
oder im Offsetdruckverfahren oder im Hochdruckverfahren oder im Tiefdruckverfahren,
im Inkjet-Druckverfahren oder Laserdruckverfahren aufgedruckt wird und/ oder dass
die Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) in Form einer Druckfarbe im Siebdruckverfahren
oder im Flexodruckverfahren oder im Offsetdruckverfahren oder im Hochdruckverfahren
oder im Tiefdruckverfahren oder im Inkjet-Druckverfahren oder Laserdruckverfahren
aufgedruckt wird und/ oder dass die Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) in Form einer
Beschichtung im Rahmen einer Kalt- oder Heißsiegelapplikation aufgebracht wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) maschinell lesbare Merkmalsstoffe umfasst,
vorzugsweise magnetische Merkmalsstoffe und/ oder lumineszierende Merkmalsstoffe und/
oder elektrisch leitfähige Merkmalsstoffe.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz (20, 20', 20", 20"', 41) optisch variable Merkmalsstoffe bzw. Farben
auf Basis optisch variabler Pigmente umfasst, insbesondere Farben auf Basis magnetisch
orientierbarer optisch variabler Merkmalsstoffe bzw. Pigmente, piezochromer optisch
variabler Merkmalsstoffe bzw. Pigmente und/ oder thermochromer optisch variabler Merkmalsstoffe
und/ oder photochromer optisch variabler Merkmalsstoffe und/ oder wenigstens ein Pigment,
insbesondere mit magnetisch reversiblen oder irrereversiblen orientierbaren Merkmal,
in einer Kapsel umfasst.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Substrat (10) ein faserbasiertes Substrat bereitgestellt wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Substrat (10) zumindest teilweise im Bereich des Wasserzeichens (32) auf
der der ersten Oberfläche gegenüberliegenden Oberfläche ein Zusatzsubstrat aufgebracht
wird, welches im visuellen Spektrum zumindest transluzent ist und einen Farbstoff
oder einen Lumineszenzstoff umfasst.
17. Sicherheitselement (100,100', 100") für ein Sicherheits- oder Wertdokument, hergestellt
mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16.
18. Sicherheitselement (100,100', 100") nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (100,100', 100"), insbesondere das Substrat (10), ein weiteres
Sicherheitsmerkmal insbesondere in Form einer Variation der Dicke des Sicherheits-
oder Wertdokuments, umfasst.
19. Sicherheits- oder Wertdokument mit einem Sicherheitselement (100, 100',100") nach
einem der Ansprüche 17 oder 18.
20. Sicherheits- oder Wertdokument nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheits- oder Wertdokument insbesondere im Bereich des Sicherheitselements
(100,100', 100") ein weiteres Sicherheitsmerkmal, insbesondere in Form einer Variation
der Dicke des Sicherheits- oder Wertdokuments, umfasst.