[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung von Druckträgern, insbesondere
(Steuer-) Banderolen, Coupons, Etiketten, Onserts oder dergleichen, an eine Seitenfläche
einer Packung für Zigaretten, wobei die Vorrichtung ein Fördermittel zum Handhaben
der Druckträger aufweist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die
Erfindung ein entsprechendes Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
[0002] Unter Druckträgern werden im Rahmen dieser Anmeldung separate Zuschnitte, vorzugsweise
aus Verpackungsmaterial, verstanden, die dazu bestimmt sind, an einer Verpackung angebracht
zu werden. Insbesondere zählen hierzu Steuerbanderolen, Coupons, Etiketten, Onserts
oder dergleichen. Die Druckträger müssen nicht zwingend bedruckt sein.
[0003] Beispielsweise bei der Übertragung von Steuerbanderolen an Seitenflächen von Zigarettenpackungen
besteht in der Praxis das Problem, dass in verschiedenen Ländern unterschiedliche
Vorgaben bestehen, in welcher Position bzw. Ausrichtung die Steuerbanderolen an den
Packungen angeordnet sein müssen.
[0004] Die Übertragung bzw. Anbringung der Steuerbanderolen kann beispielsweise wie in
DE 10 2006 001 800 A1 gezeigt erfolgen. Dabei werden die Banderolen einzeln einem Magazin entnommen und
von einer Entnahmewalze an eine Auflegewalze übergeben, die die Steuerbanderolen schließlich
an die Packungen überträgt. Diese Vorrichtung ist dazu geeignet, die Steuerbanderolen
im Wesentlichen in zwei verschiedenen Positionen an der Packung anzuordnen, nämlich
entweder "über Eck", wie in Fig. 1 gezeigt oder komplett im Bereich einer großflächigen
Packungsseite, wie in Fig. 2 gezeigt.
[0005] Aufgrund neuerer gesetzlicher Vorschriften wird es jedoch in vielen Ländern erforderlich
sein, die Steuerbanderole komplett im Bereich einer Schmalseitenfläche anzubringen.
Vor diesem Hintergrund ist die Lösung gemäß
DE 10 2009 018 561 A1 entwickelt worden. Mit Hilfe einer Schwenkeinrichtung wird die Packung so gedreht,
dass die Schmalseitenfläche derselben der Auflegewalze zugewandt ist, sodass dort
die Steuerbanderole angebracht werden kann.
[0006] Darüber hinaus zeigt auch die
DE 10 2009 020 258 A1 eine Vorrichtung, die zur Übertragung von Steuerbanderolen an Schmalseitenflächen
von Zigarettenpackungen eingerichtet ist. Bei dieser Lösung wird die Packung während
des Transports mehrfach gedreht, um einerseits die Banderole anbringen zu können und
andererseits die richtige Ausrichtung für die Weiterverarbeitung zu gewährleisten.
[0007] In der Praxis werden Verpackungsmaschinen benötigt, die in der Lage sind, Packungen
für unterschiedliche Märkte herzustellen, i.e. mit unterschiedlich positionierten
Steuerbanderolen. Es sollte also mit möglichst wenig Aufwand möglich sein, die Maschinen
entsprechend umzurüsten. Ferner ist dabei zu beachten, dass der in vorhandenen Maschinen
zur Verfügung stehende Platz oftmals sehr beschränkt ist, sodass einige der vorstehend
beschriebenen Lösungen nicht zum Einsatz kommen können.
[0008] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, Vorrichtungen und Verfahren
der eingangs genannten Art weiterzuentwickeln, insbesondere im Hinblick auf eine flexible
Positionierung der Druckträger.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung die Merkmale des
Anspruchs 1 auf. Es ist demnach vorgesehen, dass das Fördermittel ein Haltemittel
zum Halten eines Druckträgers am Fördermittel aufweist, das drehbar angeordnet ist,
um die Ausrichtung des Druckträgers zum Fördermittel zu verändern, während der Druckträger
vom Haltemittel gehalten wird.
[0010] Bei dem Fördermittel kann es sich beispielsweise um eine aus dem Stand der Technik
bekannte Auflegewalze handeln, die entsprechend modifiziert wird. Denkbar ist aber
auch, dass die drehbar angeordneten Haltemittel in andere Fördermittel integriert
werden, beispielsweise in die eingangs beschriebene Entnahmewalze, welche die Druckträger
der Auflegewalze zuführt. Letztlich kann es sich bei dem Fördermittel aber auch um
ein Organ handeln, das nicht walzenartig ausgebildet bzw. drehend angetrieben ist.
[0011] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass das Haltemittel um eine Achse drehbar ist,
die senkrecht zu einer Seitenfläche des Fördermittels verläuft, an der der Druckträger
gehalten wird.
[0012] Weiterhin vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Druckträger mittels Unterdruck am
Haltemittel gehalten ist.
[0013] Eine Besonderheit kann darin bestehen, dass das Fördermittel zwei Arten von Haltemitteln
aufweist, nämlich einerseits das drehbar angeordnete Haltemittel und andererseits
zweite Haltemittel, um den Druckträger in unterschiedlichen Ausrichtungen im Bereich
der Seitenfläche des Fördermittels zusätzlich zu halten. Vorzugsweise erfassen die
unterschiedlichen Arten von Haltemitteln den Druckträger in unterschiedlichen Bereichen
bzw. Abschnitten, beispielsweise in getrennten, zueinander benachbarten Bereichen.
[0014] Gemäß einer Weiterentwicklung kann vorgesehen sein, dass die zwei Arten von Haltemitteln
unabhängig voneinander betätigbar sind, wobei das drehbar angeordnete Haltemittel
zum Halten und Drehen des Druckträgers dauerhaft betätigbar ist, während der Druckträger
am Fördermittel gehalten wird und wobei die zweiten Haltemittel zum Halten und/oder
Bearbeiten des Druckträgers betätigbar und zum Drehen des Druckträgers deaktivierbar
sind.
[0015] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass dem Fördermittel ein Sensor zur Erfassung der
Ausrichtung des Druckträgers zugeordnet ist, wobei die zweiten Haltemittel zur Korrektur
einer mit Hilfe des Sensors ermittelten Fehlstellung abschaltbar sind, um die Ausrichtung
des Druckträgers durch Drehung mittels des drehbar angeordneten Haltemittels zu korrigieren.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
zweiten Haltemittel jeweils insbesondere durch Gruppen von Saugbohrungen gebildet
sind, die in die Seitenfläche des Fördermittels münden und die entsprechend der vorgesehenen
Ausrichtungen des Druckträgers angeordnet sind, um diesen in den unterschiedlichen
Ausrichtungen zusammen mit dem drehbar angeordneten Haltemittel am Fördermittel zu
halten.
[0017] Eine weiterhin bevorzugte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die zweiten Haltemittel
jeweils ortsfest benachbart zum drehbar angeordneten Haltemittel angeordnet sind,
insbesondere um den Druckträger in zwei Positionen mit um 90° zueinander gedrehter
Ausrichtung zu halten.
[0018] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Fördermittel
durch eine Auflegewalze gebildet ist, die mehrere vorzugsweise gleichmäßig über eine
Umfangsfläche derselben verteilt angeordnete Haltemittel aufweist, denen jeweils zweite
Haltemittel zugeordnet sind.
[0019] Um die Vorrichtung insbesondere an unterschiedliche Abmessungen der Packungen anpassen
zu können, kann vorgesehen sein, dass das Fördermittel hinsichtlich seiner Relativposition
verstellbar ist, insbesondere durch Anordnung des Fördermittels an einer vorzugsweise
in drei Richtungen bzw. Achsen verstellbaren Konsole.
[0020] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Haltemittel
durch einen gemeinsamen Antrieb, insbesondere einen Servoantrieb, drehbar sind.
[0021] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Fördermittel
durch eine Auflegewalze gebildet ist, die drehbar in einem Gehäuse angeordnet ist,
wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass eine Umfangsfläche der Auflegewalze, an der
der Druckträger durch das Haltemittel gehalten wird, im Wesentlichen fluchtend mit
einer Außenseite des Gehäuses angeordnet ist, und wobei in der Auflegewalze Kanäle
oder Bohrungen angeordnet sind, die zur Versorgung der Haltemittel mit Unterdruck
dienen, und wobei im Gehäuse entsprechende Kanäle oder Bohrungen angeordnet sind,
über die bei entsprechender fluchtender Anordnung der Kanäle oder Bohrungen in der
Auflegewalze Unterdruck zuführbar sind, derart, dass bei Drehung der Auflegewalze
die Betätigung der Haltemittel steuerbar ist.
[0022] Eine weitere bevorzugte Besonderheit kann darin bestehen, dass das Haltemittel eine
konkav geformte Anlagefläche für die Druckträger aufweist, derart, dass Ränder der
Druckträger außerhalb des Bereichs der Anlagefläche des Haltemittels aufgrund der
Anlage an der konkav geformten Anlagefläche vom Fördermittel beabstandet sind, insbesondere
während die zweiten Haltemittel deaktiviert sind.
[0023] Ein erfindungsgemäßes Verfahren weist die Merkmale des Anspruchs 11 auf. Es ist demnach
vorgesehen, dass die Ausrichtung des Druckträgers mit einem Haltemittel des Fördermittels
verändert wird, das drehbar am Fördermittel gelagert ist, während der Druckträger
vom Haltemittel gehalten wird.
[0024] Vorzugsweise wird der Druckträger zunächst dem Haltemittel zugeführt und an diesem
mittels Unterdruck gehalten wird und danach werden zweite Haltemittel aktiviert, um
den Druckträger zusätzlich am Fördermittel zu halten.
[0025] Vorzugsweise wird der Druckträger nach der Aktivierung der zweiten Haltemittel bearbeitet,
insbesondere durch Anbringung einer Schwächungslinie mittels eines Schneidaggregats.
[0026] Danach können die zweiten Haltemittel deaktiviert werden, um den Druckträger mittels
des Haltemittels zu drehen.
[0027] Nach nach der Drehung des Druckträgers können die zweiten Haltemittel wieder aktiviert
werden, um den Druckträger lagegerecht am Fördermittel für die Übergabe des Druckträgers
an die Packung zu fixieren.
[0028] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Druckträger mit dem Haltemittel um eine
Achse gedreht wird, die senkrecht zu einer Seitenfläche des Fördermittels verläuft,
an der der Druckträger gehalten wird.
[0029] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Drehung des Haltemittels durch einen Servomotor
erfolgt, wobei bei einem zweibahnig arbeitenden Fördermittel, die in den unterschiedlichen
Bahnen vorhandenen Haltemittel durch jeweilige Servomotoren angetrieben sind. Auf
diese Weise können die Haltemittel einer Bahn individuell gedreht werden, falls nur
in einer Bahn die Ausrichtung des Druckträgers erforderlich ist.
[0030] Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung im
Übrigen.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung gezeigten bevorzugten
Ausführungsbeispiels erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Packung für Zigaretten in räumlicher Darstellung
mit einer Steuerbanderole im Bereich einer Schmalseitenfläche derselben,
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Packung für Zigaretten in räumlicher Darstellung
mit einer Steuerbanderole im Bereich einer Rückseite derselben,
- Fig. 3
- eine Vorrichtung zum Übertragen von Steuerbanderolen auf Packungen für Zigaretten
in räumlicher, schematischer Darstellung, wobei die Vorrichtung in einer ersten Konfiguration
zur Anbringung von Steuerbanderolen auf Schmalseitenflächen der Packung gezeigt ist,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht auf die Vorrichtung entsprechend Pfeil IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht auf die Vorrichtung entsprechend Pfeil IV in Fig. 3, wobei die
Vorrichtung in einer Konfiguration zur Anbringung von Steuerbanderolen auf großflächige
Packungsseiten gezeigt ist,
- Fig. 6
- ein Detail der Vorrichtung in vergrößerter Darstellung im Bereich VI in Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer Auflegewalze mit schematischer Darstellung der Steuerung
von Haltemitteln für die Steuerbanderolen,
- Fig. 8
- einen Vertikalschnitt durch die Auflegewalze entsprechend Schnittlinie VIII - VIII
in Fig. 7,
- Fig. 9 und 10
- ein Detail der Auflegewalze in vergrößerter Darstellung im Bereich IX in Fig. 8 während
aufeinanderfolgender Phasen der Handhabung der Steuerbanderolen,
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung der Ausrichtung der Steuerbanderole im Bezug auf die
Schmalseitenfläche der Packung,
- Fig. 12
- eine Auflegewalze in doppelbahniger Ausführung in einem Vertikalschnitt entsprechend
der Darstellung in Fig. 8, und
- Fig. 13
- eine weitere schematische Darstellung der Ausrichtung der Steuerbanderole.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Vorrichtung zum Übertragen von Steuerbanderolen
an Seitenflächen einer Packung 10 für Zigaretten erläutert. Da die Erfindung aber
nicht nur auf die Handhabung solcher Zuschnitte beschränkt ist, wird nachfolgend auf
die Handhabung von Druckträgern 11 Bezug genommen. Unter Druckträgern 11 sind die
vorstehend genannten Steuerbanderolen, Banderolen im Allgemeinen, Etiketten, Coupons,
Onserts und dergleichen zu verstehen, die an Packungsflächen, insbesondere von Packungen
10 für Zigaretten, angebracht werden können. Die Druckträger 11 können aus einem Verpackungsmaterial
wie Papier, Folie, Karton und dergleichen sowie aus Kombinationen der vorstehend genannten
Materialen bestehen, wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist. Die Druckträger
11 können mit dekorativen oder informativen Inhalten bedruckt sein oder auch unbedruckt.
Die Druckträger 11 können mit einer Kleberschicht oder -fläche ausgestattet sein oder
während der Handhabung mit einem Kleber versehen werden. Alternativ kann natürlich
auch die Packung 10 mit einem Kleber versehen werden, um den Drückträger 11 an der
Packung 10 zu befestigen.
[0033] Fig. 1 und 2 zeigen zwei Varianten der Anordnung von Druckträgern 11, bei denen es
sich im vorliegenden Fall um Steuerbanderolen handelt, an Packungen 10 für Zigaretten.
Bei den gezeigten Packungen 10 handelt es sich um Zigarettenpackungen des Typs Hinge-Lid.
Dabei sind die Packungen 10 quaderförmig ausgebildet, mit einem unteren Schachtelteil
12 und einem oberen Deckel 13, die über Liniengelenk 14 schwenkbar miteinander verbunden
sind.
[0034] Die Packungen 10 verfügen über eine Stirnwand 15 oberseitig am Deckel 13 sowie eine
gegenüberliegende Bodenwand 16 am Schachtelteil 12. Ferner ist eine großflächige Vorderseite
17 vorhanden, die aus Deckel-Vorderwand 18 und Schachtel-Vorderwand 19 gebildet ist.
Gegenüberliegend der Vorderseite 17 ist eine Rückseite 20 gebildet, bestehend aus
Deckel-Rückwand 21 und Schachtel-Rückwand 22. Zwischen Deckel-Rückwand 21 und Schachtel-Rückwand
22 verläuft das Liniengelenk 14. Zwei weitere Seitenflächen der Packung 10 sind die
sogenannten Schmalseitenflächen 23, 24, die einander gegenüberliegen und durch Deckel-Seitenwände
25 sowie Schachtel-Seitenwände 26 gebildet sind. Im Bereich der Schmalseitenflächen
23, 24 verläuft eine schräggerichtete Schließkante zwischen Deckel 13 und Schachtelteil
12.
[0035] Im Rahmen dieser Anmeldung sind mit den Seitenflächen der Packung 10, die Vorderseite
17, die Rückseite 20, die Schmalseitenflächen 23, 24, die Stirnwand 15 und die Bodenwand
16 gemeint.
[0036] Im Bereich einer der beiden Schmalseitenflächen 23 ist ein Druckträger 11 in Form
einer Steuerbanderole an der Packung 10 angebracht. Der Druckträger 11 erstreckt sich
lediglich im Bereich der Schmalseitenfläche 23, also insbesondere nicht (auch) im
Bereich der Vorderseite 17, Rückseite 20 oder Stirnwand 15. Der Druckträger 11 erstreckt
sich nahezu über die gesamte Breite der Schmalseitenfläche 23 im Bereich der schräggerichteten
Schließkante zwischen Deckel 13 und Schachtelteil 12. Entsprechend wird der Druckträger
11 beim erstmaligen Öffnen der Packung 10 zerstört. Um das erstmalige Öffnen bzw.
die erstmalige Ingebrauchnahme der Packung 10 zu erleichtern, weist der Druckträger
11 eine Schwächungslinie 27 auf, die entlang der Schließkante angebracht ist. Der
Druckträger 11 wird gegen die Packung 10 geklebt, beispielsweise mit Leim.
[0037] Die in Fig. 2 gezeigte Packung 10 unterscheidet sich von der in Fig. 1 gezeigten
Packung 10 lediglich hinsichtlich der Lage des Druckträgers 11. Dieser befindet sich
in Fig. 2 (ausschließlich) im Bereich der Rückseite 20 der Packung 10, und zwar mittig
auf Höhe des Liniengelenks 14. Es versteht sich, dass der Druckträger 11 auch außermittig
angeordnet sein kann. Auch die Überdeckung des Liniengelenks 14 ist nicht zwingend.
[0038] Der Grundaufbau der in Fig. 3 gezeigten Vorrichtung ist bereits aus der eingangs
zitierten
DE 10 2009 018 561 A1 der Anmelderin bekannt. Zum Zwecke der vollständigen Offenbarung wird auf diese Anmeldung
explizit Bezug genommen. Der Inhalt der Anmeldung wird hiermit zum Gegenstand der
vorliegenden Anmeldung gemacht.
[0039] Die grundsätzliche Vorgehensweise ist demnach so, dass die Packungen 10 über einen
Drehstern 28 an eine Förderbahn 29 übergeben werden. Im Bereich der Förderbahn 29
ist eine Schwenkeinrichtung 30 angeordnet, die die Packungen 10 aus der Förderbahn
29 abhebt und mit der Schmalseitenfläche 23 einer Einrichtung 31 zum Anbringen von
Druckträgern 11 zuwendet, sodass die Druckträger 11 an der Schmalseitenfläche 23 angebracht
werden können.
[0040] Der grundsätzliche Aufbau der Einrichtung 31 ist aus der eingangs zitierten
DE 10 2006 001 800 A1 bekannt. Zum Zwecke der vollständigen Offenbarung wird auf diese Anmeldung explizit
Bezug genommen. Der Inhalt der Anmeldung wird hiermit zum Gegenstand der vorliegenden
Anmeldung gemacht.
[0041] Wesentliche Bestandteile sind ein Banderolenmagazin 32, eine drehend angetriebene
Entnahmewalze 33, eine drehend angetriebene Auflegewalze 34, ein Leimaggregat 35 und
ein Schneidaggregat 36. Mit der Entnahmewalze 33 werden die Druckträger 11 einzeln
dem Banderolenmagazin 32 entnommen und an die Auflegewalze 34 übergeben. Am Umfang
der Auflegewalze 34 werden die Druckträger 11 dann zunächst mittels des Schneidaggregats
36 geschwächt zur Anbringung der Schwächungslinie 27 und dann mittels des Leimaggregats
35 mit Leim versehen und nachfolgend der Packung 10 zugeführt. Die Übergabe des Druckträgers
11 an die Packungen 10 erfolgt, wenn die Packung 10 unterseitig an der Auflegewalze
34 entlanggeführt wird. Der Transport der Druckträger 11 und der Packungen 10 ist
dabei so aufeinander abgestimmt, dass die Druckträger 11 jeweils an der gewünschten
Position an der Packung 10 zu liegen kommen.
[0042] Mit der gemäß
DE 10 2006 001 800 A1 ausgebildeten Vorrichtung können wie dort beschrieben, die Packungen 10 mit einem
Druckträger 11 im Bereich einer Schmalseitenfläche ausgestattet werden.
[0043] Sofern die Anbringung von Druckträgern 11 im Bereich der Rückseite 20 der Packung
10 erforderlich ist, sind nur wenige Modifikationen an der Vorrichtung erforderlich.
Eine solche Lösung ist in den Fig. 5 ff. dargestellt. Zunächst fällt auf, dass die
Schwenkeinrichtung 30 demontiert wurde, d.h. zumindest die Aufnahme für die Packungen
10 sowie Teile des Getriebes, das für die Steuerung der Aufnahme verantwortlich ist.
Ferner ist die Förderbahn 29 im ehemaligen Arbeitsbereich der Aufnahme mit einer Brücke
37 versehen worden, um die Förderbahn 29 durchgehend auszubilden. Die Schneidaggregat
36 kann aktiviert werden, weil bei der geplanten Ausrichtung des Druckträgers 11 keine
Schwächungslinie 27 mehr benötigt wird.
[0044] Darüber hinaus muss die Auflegewalze 34 abgesenkt werden, damit die Druckträger 11
direkt an die Packungen 10 übergeben werden können. Hierzu ist vorgesehen, dass die
gesamte Einrichtung 31 an einer Konsole 38 angeordnet ist, die in drei Richtungen
bzw. Achsen 39, 40, 41 verstellbar ist, nämlich um eine X-Achse 39, eine Y-Achse 40
und eine Z-Achse 41. Im vorliegenden Fall wird die Konsole 38 und damit die Einrichtung
31 bzw. die Auflegewalze 34 in Richtung der Y-Achse 40 abgesenkt, sodass die Auflegewalze
34 in geeignetem (geringem) Abstand über den Packungen 10 in der Förderbahn 29 angeordnet
ist.
[0045] Eine wesentliche Besonderheit betrifft die Auflegewalze 34, die nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Fig. 6 bis 12 beschrieben wird. Die Druckträger 11 werden, wie
im dem Stand der Technik üblich, mittels Unterdruck im Bereich einer Umfangsfläche
42 der Auflegewalze 34 gehalten. Hierzu dienen entsprechende Haltemittel 43, die der
Auflegewalze 34 zugeordnet sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Haltemittel
43 vorgesehen, die gegenüberliegend an der Auflegewalze 34 angeordnet sind. Die Haltemittel
43 werden bei Übergabe eines Druckträgers 11 von der Entnahmewalze 33 zur Auflegewalze
34 aktiviert, sodass der entsprechende Druckträger 11 mittels Unterdruck am entsprechenden
Haltemittel 43 bzw. an der Auflegewalze 34 gehalten wird. Zur Übergabe des Druckträgers
11 an die Packung 10 wird der Unterdruck entsprechend deaktiviert.
[0046] Eine Besonderheit der Haltemittel 43 besteht darin, dass diese drehbar gelagert sind,
um die Ausrichtung des Druckträgers 11 während des Transports am Umfang der Auflegewalze
34 verändern zu können. Im vorliegenden Fall ist aufgrund der entsprechenden Drehbarkeit
der Haltemittel 43 eine Drehung der Druckträger 11 um eine Achse, die senkrecht zur
Umfangsfläche 42 der Auflegewalze 34 verläuft, möglich. Auf diese Weise können die
Druckträger 11 um (etwa) 90° gedreht werden, sodass eine Anordnung entsprechend der
Lösung gemäß Fig. 2 möglich ist.
[0047] Mit anderen Worten wird vorgeschlagen, dass nicht die Ausrichtung der Druckträger
11 im Magazin 32 oder die Ausrichtung des Magazins 32 selbst geändert wird, sondern
es folgt eine Änderung der Ausrichtung der Druckträger 11 während des Transports auf
dem Weg zur Packung 10.
[0048] Es versteht sich, dass die Veränderung der Ausrichtung der Druckträger 11 nicht zwangsläufig
im Bereich der Auflegewalze 34 erfolgen muss, sondern dass auch eine Veränderung im
Bereich der Entnahmewalze 33 denkbar ist. Ebenfalls möglich ist der Einsatz der beschriebenen
Lösung bei anderen Fördermitteln. Sofern also im Rahmen des Ausführungsbeispiels auf
die Umsetzung bei einer Auflegewalze 34 Bezug genommen wird, so versteht es sich,
dass diese Lösung nur exemplarisch für Fördermittel im Allgemeinen steht.
[0049] Aus Fig. 8 ist ersichtlich, dass die beiden gegenüberliegenden Haltemittel 43 durch
einen gemeinsamen Antrieb 44 angetrieben werden. Der Antrieb 44 ist mit einer Welle
45 gekoppelt, die über ein Kegelradgetriebe 46 die beiden Haltemittel 43 synchron
antreibt.
[0050] Über Kanäle 47 in der Auflegewalze 34 erfolgt die Zufuhr von Unterdruck zu den Haltemitteln
43. Die Kanäle 47 enden als Saugbohrungen 48 in einer Stirnfläche der Haltemittel
43, die sich etwa auf Höhe der Umfangsfläche 42 der Auflegewalze 34 befinden. Im vorliegenden
Fall sind je Haltemittel 43 vier Saugbohrungen 48 vorgesehen, die in einem Quadrat
in zwei Reihen und zwei Spalten angeordnet sind.
[0051] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass zusätzlich zu den drehbar angeordneten
Haltemitteln 43 weitere Haltemittel 49 vorgesehen sind, die dazu bestimmt sind, die
Druckträger 11 zeitweilig ebenfalls am Umfang der Auflegewalze 34 zu halten. Nachfolgend
werden die weiteren Haltemittel 49 zur besseren Unterscheidbarkeit als sogenannte
zweite Haltemittel 49 bezeichnet.
[0052] Die zweiten Haltemittel 49 sind ortsfest bzw. nicht drehbar benachbart zu den Haltemitteln
43 angeordnet. Die zweiten Haltemittel 49 sind entsprechend der beiden vorgesehenen
Ausrichtungen der Druckträger 11 am Umfang der Auflegewalze 34 angeorndet. Im vorliegenden
Fall sind die zweiten Haltemittel 49 durch zwei Gruppen 50, 51 von Saugbohrungen 52
gebildet, die in die Umfangsfläche 42 der Auflegewalze 34 führen. Jede Gruppe 50,
51 verfügt im vorliegenden Fall über sechs Saugbohrungen 52, die in zwei Reihen und
drei Spalten in einem Rechteck angeordnet sind. Die beiden Gruppen 50, 51 sind ferner
entsprechend der beiden vorgesehenen Ausrichtungen der Druckträger 11 in unterschiedlichen
radialen Stellungen zum drehbar angeordneten Haltemittel 43 positioniert, also in
einem Winkel von 90°.
[0053] Es versteht sich, dass die Anzahl und Anordnung der Saugbohrungen 52 von Fall zu
Fall, insbesondere in Abhängigkeit von der Größe und Form der Druckträger 11, variieren
kann. Ebenso kann eine andere Anzahl an Gruppen 50, 51 vorgesehen sein. Im Extremfall
können sich die Saugbohrungen 52 auch rundherum bzw. umlaufend um die zweiten Haltemittel
49 erstrecken.
[0054] Auch die zweiten Haltemittel 49 werden über Kanäle 53 in der Auflegewalze 34 mit
Unterdruck versorgt.
[0055] Eine Besonderheit der Haltemittel 43 ergibt sich aus den Darstellungen gemäß Fig.
8, 9 und 10. Demnach verfügen die Haltemittel 43 über eine im Wesentlichen konkav
geformte Oberseite, die als Anlagefläche für die Druckträger 11 dient. Die Form der
Anlagefläche sorgt dafür, dass aufgrund der Materialsteifigkeit des Materials der
Druckträger seitliche Ränder der Druckträger 11 von der Umfangsfläche 42 abgehoben
werden, solange die zweiten Haltemittel 49 nicht aktiviert sind (Fig. 9). Auf diese
Weise können die Druckträger 11 mit den Haltemitteln 43 gedreht werden, ohne dass
die Gefahr besteht, dass diese sich durch Anlage bzw. Reibung an der Umfangsfläche
42 verdrehen. Werden die zweiten Haltemittel 49 danach wieder aktiviert, werden seitlich
in den Bereich der zweiten Haltemittel 49 ragende Abschnitte des Druckträgers 11 wieder
an der Umfangsfläche 42 gehalten.
[0056] Eine weitere Besonderheit ergibt sich aus der Steuerung der Haltemittel 43, 49 während
des Transports der Druckträger 11 am Umfang der Auflegewalze 34. Die Auflegewalze
34 ist seitlich bzw. beiderseits in einem Gehäuse 54 gelagert, wobei die Umfangsfläche
42 der Auflegewalze 34 in etwa mit dem Gehäuse 54 fluchtend angeordnet ist. Im Gehäuse
54 sind Steuerspuren 55, 56 vorgesehen, die zur Steuerung des Unterdrucks für die
Haltemittel 43, 49 dienen. Nach Art von Steuerkurven sorgen die Steuerspuren 55, 56
dafür, dass die Zufuhr von Unterdruck zu den einzelnen Haltemitteln 43, 49 je nach
Winkelstellung der Auflegewalze 34 aktiviert oder deaktiviert wird. Bei Aktivierung
des Unterdrucks stehen die Kanäle 47, 53 in der Auflegewalze 34 mit entsprechenden
Kanälen 57, 58 im Gehäuse und einer Unterdruckquelle in Verbindung.
[0057] Die genaue Steuerung der Haltemittel 43, 49 während einer Drehung der Auflegewalze
34 ist schematisch in Fig. 7 gezeigt. Dargestellt sind dabei jeweils die Steuerspuren
55, 56 für die Haltemittel 43 einerseits und die zweiten Haltemittel 49 andererseits
mit den entsprechenden "Schaltpunkten" bzw. den Winkelstellungen für die Aktivierung
bzw. Deaktivierung der Unterdruckzufuhr. Dabei dient die radial innenliegende Steuerspur
55 für die Steuerung der drehbar angeordneten Haltemittel 43 und die radial außenliegende
Steuerspur 56 für die Steuerung der zweiten Haltemittel 49. Hierzu im Einzelnen.
[0058] Bei der Steuerspur 55 wird in der Winkelstellung α der Unterdruck aktiviert, um einen
Drückträger 11 von der Entnahmewalze 33 übernehmen und am Umfang der Auflegewalze
34 halten zu können. Zu diesem Zeitpunkt sind die zweiten Haltemittel 49 noch nicht
aktiv. Der Druckträger 11 wird in einem Randbereich nur vom drehbar angeordneten Haltemittel
43 erfasst und festgehalten (Fig. 9).
[0059] Die zweiten Haltemittel 49 werden bei Winkelstellung β zugeschaltet, sodass der Druckträger
11 von beiden Haltemitteln 43, 49 gehalten wird (Fig. 10), beispielsweise um mit Hilfe
eines am Umfang der Auflegewalze 34 angeordneten Sensors 59 das Vorhandensein des
Druckträgers 11 zu prüfen und/oder um mittels des nachfolgenden Schneidaggregats 36
eine Schwächungslinie 27 am Druckträger 11 anzubringen.
[0060] In der Winkelstellung y werden die weiteren Haltemittel 49 deaktiviert, um bei Bedarf
eine Änderung der Ausrichtung des Druckträgers 11 durch Drehung des Haltemittels 43
zu bewirken.
[0061] In Winkelstellung δ werden wieder beide Haltemittel 43, 49 aktiviert, beispielsweise
um die Ausrichtung des Druckträgers 11 prüfen zu können. Hierzu kann am Umfang der
Auflegewalze 34 ein entsprechender Sensor 60 angeordnet sein, beispielsweise eine
geeignete Kamera.
[0062] Zwischen den beiden anschließenden Winkelstellungen ε und ζ kann gegebenenfalls eine
Korrekur der Ausrichtung der Druckträger 11 erfolgen (Fig. 11). Hier werden die zweiten
Haltemittel 49 deaktiviert und die Ausrichtung mittels der drehbar angeordneten Haltemittel
43 verändert. Danach werden die zweiten Haltemittel 49 erneut aktiviert bis zur Übergabe
der Druckträger 11 an die Packung 10.
[0063] Zur Übergabe der Druckträger 11 an die Packung 10 werden zunächst in Winkelstellung
η die drehbar angeordneten Haltemittel 43 deaktiviert und kurz danach die zweiten
Haltemittel 49 in Winkelstellung θ.
[0064] Die vorstehend beschriebene Vorgehensweise kann sowohl bei Benutzung der Schwenkeinrichtung
30 zum Einsatz kommen, wie in Fig. 7 angedeutet, als auch bei der in Fig. 5 gezeigten
Lösung, bei der Schwenkeinrichtung 30 außer Betrieb gesetzt wurde.
[0065] Aus Fig. 8 ist ergänzend zu entnehmen, dass die Auflegewalze 34 zwischen den beiden
Teilen des Gehäuses 54 über Druckfedern 61 gelagert ist. Ferner sind Kohlegleitscheiben
62 zwischen Gehäuse 54 und Auflegewalze 34 angeordnet.
[0066] Fig. 9 zeigt ferner, dass die Saugbohrungen 48 von einem Dichtring 63 umgeben sind,
der an einer Anlage- bzw. Stirnfläche des Haltemittels 43 angeordnet ist.
[0067] Fig. 11 zeigt einen fehlerhaft ausgerichteten Druckträger 11, dessen Ausrichtung
um einen Winkel κ von der Soll-Lage abweicht. Zu solchen Fehlstellungen kann es beispielsweise
kommen, wenn die Drehung des Druckträgers 11 fehlerhaft durchgeführt wurde oder schon
bei der Übergabe des Druckträgers 11 eine Fehlstellung vorhanden war. Denkbar ist
auch, dass die Anbringung der Schwächungslinie 27 zu einer Fehlstellung führt. Die
Sollposition des Druckträgers 11, insbesondere ein Abstand X von der Stirnwand 15
der Packung 10, kann auch durch die Einstellung der Konsole 38 angepasst werden.
[0068] Fig. 12 zeigt eine Lösung für eine zweibahnig arbeitende Auflegewalze 34, die entsprechend
der in Fig. 8 gezeigten einbahnigen Version funktioniert. Gleiche Teile sind dabei
mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0069] Eine Besonderheit besteht insbesondere darin, dass die Antriebe der Haltemittel 43
individuell pro Bahn steuerbar sind.
[0070] In Fig. 13 ist eine alternative Methode zur Feststellung einer eventuellen Schrägstellung
des Druckträgers 11 schematisch dargestellt. Dabei wird die Lage des Druckträgers
11 nach dem Auflegen auf das Haltemittel 43 mittels zwei Lasertraingulationssensoren
ermittelt. Diese tasten den Druckträger 11 bzw. dessen Randkanten entlang von zwei
Abtastbahnen 64, 65 ab, die parallel zueinander im Abstand X verlaufen. Angesichts
der Schiefstellung des Druckträgers 11 ergibt sich ein Abstand Y, aus dem die Schiefstellung
des Druckträgers 11 berechnet werden kann. Entsprechen kann der Winkel, um den der
Druckträger 11 gedreht werden soll korrigiert werden. Fig. 13 zeigt hier entsprechend
den Korrekturwinkel κ analog zur Darstellung in Fig. 11.
[0071] Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die Haltemittel 43, 49 natürlich nicht
zwingend pneumatisch ausgebildet sein müssen, sondern beispielsweise auch mechanisch
arbeiten können. Ferner ist der Drehwinkel von 90° für die Druckträger 11 rein exemplarisch
für den vorliegenden Fall zu sehen. Bei anderen Einsatzzwecken kann der Drehwinkel
beliebig angepasst werden. Denkbar sind auch mehrere, unterschiedliche Drehwinkel.
Beispielsweise ist es mit der Vorrichtung auch möglich Aufkleber, Etiketten oder andere
Druckträger 11 schräg im Bereich der Vorderseite der Packung oder an anderen Packungsflächen
anzubringen. Eventuelle Korrekturen der Ausrichtung der Druckträger 11 können insbesondere
in diesem Fall auch mit Hilfe einer (aufgedruckten) Markierung erfolgen.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Packung |
38 |
Konsole |
| 11 |
Druckträger |
39 |
Achse |
| 12 |
Schachtelteil |
40 |
Achse |
| 13 |
Deckel |
41 |
Achse |
| 14 |
Liniengelenk |
42 |
Umfangsfläche |
| 15 |
Stirnwand |
43 |
Haltemittel |
| 16 |
Bodenwand |
44 |
Antrieb |
| 17 |
Vorderseite |
45 |
Welle |
| 18 |
Deckel-Vorderwand |
46 |
Getriebe |
| 19 |
Schachtel-Vorderwand |
47 |
Kanal |
| 20 |
Rückseite |
48 |
Saugbohrung |
| 21 |
Deckel-Rückwand |
49 |
Haltemittel |
| 22 |
Schachtel-Rückwand |
50 |
Gruppe |
| 23 |
Schmalseitenfläche |
51 |
Gruppe |
| 24 |
Schmalseitenfläche |
52 |
Saugbohrung |
| 25 |
Deckel-Seitenwand |
53 |
Kanal |
| 26 |
Schachtel-Seitenwand |
54 |
Gehäuse |
| 27 |
Schwächungslinie |
55 |
Steuerspur |
| 28 |
Drehstern |
56 |
Steuerspur |
| 29 |
Förderbahn |
57 |
Kanal |
| 30 |
Schwenkeinrichtung |
58 |
Kanal |
| 31 |
Einrichtung |
59 |
Sensor |
| 32 |
Banderolenmagazin |
60 |
Sensor |
| 33 |
Entnahmewalze |
61 |
Druckfeder |
| 34 |
Auflegewalze |
62 |
Kohlegleitscheibe |
| 35 |
Leimaggregat |
63 |
Dichtring |
| 36 |
Schneidaggregat |
64 |
Abtastbahn |
| 37 |
Brücke |
65 |
Abtastbahn |
1. Vorrichtung zur Übertragung von Druckträgern (11), insbesondere (Steuer-) Banderolen,
Coupons, Etiketten, Onserts oder dergleichen, an eine Seitenfläche einer Packung (10)
für Zigaretten, wobei die Vorrichtung ein Fördermittel zum Handhaben der Druckträger
(11) aufweist, insbesondere eine Auflegewalze (34) an deren Umfangsfläche (42) die
Druckträger (11) zum Übertragen an eine der Auflegewalze (34) zugewandte Seitenfläche
einer Packung (10) gehalten werden, vorzugsweise mittels Unterdruck, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel ein Haltemittel (43) zum Halten eines Druckträgers (11) am Fördermittel
aufweist, das drehbar am Fördermittel angeordnet ist, um die Ausrichtung des Druckträgers
(11) zum Fördermittel zu verändern, während der Druckträger (11) vom Haltemittel (43)
gehalten wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (43) um eine Achse drehbar ist, die senkrecht zu einer Seitenfläche
des Fördermittels verläuft, an der der Druckträger (11) gehalten wird, wobei der Druckträger
(11) vorzugsweise mittels Unterdruck am Haltemittel (43) gehalten ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der anderen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel zwei Arten von Haltemitteln (43, 49) aufweist, nämlich einerseits
das drehbar angeordnete Haltemittel (43) und andererseits zweite Haltemittel (49),
um den Druckträger (11) in unterschiedlichen Ausrichtungen im Bereich der Seitenfläche
des Fördermittels zusätzlich zu halten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Arten von Haltemitteln (43, 49) unabhängig voneinander betätigbar sind,
wobei das drehbar angeordnete Haltemittel (43) zum Halten und Drehen des Druckträgers
(11) dauerhaft betätigbar ist während der Druckträger (11) am Fördermittel gehalten
wird und die zweiten Haltemittel (49) zum Halten und/oder Bearbeiten des Druckträgers
(11) betätigbar sind und zum Drehen des Druckträgers (11) deaktivierbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fördermittel ein Sensor (60) zur Erfassung der Ausrichtung des Druckträgers (11)
zugeordnet ist, wobei die zweiten Haltemittel (49) zur Korrektur einer mit Hilfe des
Sensors (60) ermittelten Fehlstellung abschaltbar sind, um die Ausrichtung des Druckträgers
(11) durch Drehung mittels des drehbar angeordneten Haltemittels (43) zu korrigieren.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder einem der anderen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Haltemittel (49) jeweils durch Gruppen (50, 51) von Saugbohrungen (52)
gebildet sind, die in die Seitenfläche des Fördermittels münden und die entsprechend
der vorgesehenen Ausrichtungen des Druckträgers (11) angeordnet sind, um diesen in
den unterschiedlichen Ausrichtungen zusammen mit dem drehbar angeordneten Haltemittel
(43) am Fördermittel zu halten.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Haltemittel (49) jeweils ortsfest benachbart zum drehbar angeordneten
Haltemittel (43) angeordnet sind, um den Druckträger (11) wenigstens in zwei Positionen
mit um 90° zueinander gedrehter Ausrichtung zu halten.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der anderen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (43, 49) durch einen gemeinsamen Antrieb (44), insbesondere einen
Servoantrieb, drehbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder einem der anderen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel durch eine Auflegewalze (34) gebildet ist, die drehbar in einem
Gehäuse (54) angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass eine Umfangsfläche
(42) der Auflegewalze (34), an der der Druckträger (11) durch das Haltemittel (43)
gehalten wird, im Wesentlichen fluchtend mit einer Außenseite des Gehäuses (54) angeordnet
ist, und wobei in der Auflegewalze (34) Kanäle (47, 53) oder Bohrungen angeordnet
sind, die zur Versorgung der Haltemittel (43, 49) mit Unterdruck dienen, und wobei
im Gehäuse (54) entsprechende Kanäle (57, 58) oder Bohrungen angeordnet sind, über
die bei entsprechender fluchtender Anordnung der Kanäle (47, 53) oder Bohrungen in
der Auflegewalze (34) Unterdruck zuführbar sind, derart, dass bei Drehung der Auflegewalze
(34) die Betätigung der Haltemittel (43, 49) steuerbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der anderen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (43) eine konkav geformte Anlagefläche für die Druckträger (11) aufweist,
derart, dass Ränder der Druckträger (11) außerhalb des Bereichs der Anlagefläche des
Haltemittels (43) aufgrund der Anlage an der konkav geformten Anlagefläche vom Fördermittel
beabstandet sind, insbesondere während die zweiten Haltemittel (49) deaktiviert sind.
11. Verfahren zur Übertragung von Druckträgern (11), insbesondere (Steuer-) Banderolen,
Coupons, Etiketten, Onserts oder dergleichen, an eine Seitenfläche einer Packung (10)
für Zigaretten, wobei die Druckträger (11) mit einem Fördermittel gehandhabt werden,
insbesondere mit einer Auflegewalze (34) an deren Umfangsfläche (42) die Druckträger
(11) zum Übertragen an eine der Auflegewalze (34) zugewandte Seitenfläche einer Packung
(10) gehalten werden, vorzugsweise mittels Unterdruck, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtung des Druckträgers (11) mit einem Haltemittel (43) des Fördermittels
verändert wird, das drehbar am Fördermittel gelagert ist, während der Druckträger
(11) vom Haltemittel (43) gehalten wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckträger (11) zunächst dem Haltemittel (43) zugeführt wird und an diesem mittels
Unterdruck gehalten wird und dass danach zweite Haltemittel (49) aktiviert werden,
um den Druckträger (11) zusätzlich am Fördermittel zu halten.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckträger (11) nach der Aktivierung der zweiten Haltemittel (49) bearbeitet
wird, insbesondere durch Anbringung einer Schwächungslinie (27) mittels eines Schneidaggregats
(36).
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Bearbeitung des Druckträgers (11) die zweiten Haltemittel (49) deaktiviert
werden, um den Druckträger (11) mittels des Haltemittels (43) zu drehen.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Drehung des Druckträgers (11) die zweiten Haltemittel (49) wieder aktiviert
werden, um den Druckträger (11) lagegerecht am Fördermittel für die Übergabe des Druckträgers
an die Packung zu fixieren.