[0001] Die Erfindung betrifft einen Hubmast eines Flurförderzeugs, der zwei seitlich beabstandete
Profilschienen aufweist, die mittels mindestens zwei Querträgern miteinander verbunden
sind, wobei einer der beiden Querträger als Fußquerträger ausgebildet ist, der im
Fußbereich der Profilschienen angeordnet ist und mindestens ein weiterer Querträger
in vertikaler Richtung des Hubmastes von dem Fußquerträger beabstandet ist, wobei
in den Profilschienen ein mit einem Lastaufnahmemittel versehener Hubschlitten längsverschiebbar
angeordnet ist, und der Hubmast zum Anheben und Absenken des Hubschlittens in den
Profilschienen mit einer Hubzylindereinrichtung versehen ist, die an dem Fußquerträger
abgestützt ist, wobei die Hubzylindereinrichtung mit einem Hubmittel in Wirkverbindung
steht, das mit einem ersten Ende an dem Hubschlitten befestigt ist, mit einem zweiten
Ende an dem Hubmast befestigt ist und an der Hubzylindereinrichtung umgelenkt ist.
[0002] Derartige Hubmaste können als Standmast eines einschüssigen Hubgerüstes (sogenanntes
Simplex-Hubgerüst) oder als Ausfahrmast eines mehrschüssigen Hubgerüstes, beispielsweise
eines Duplex-Hubgerüstes, das aus einem Standmast und einem Ausfahrmast besteht, oder
eines Triplex-Hubgerüstes, das aus einem Standmast und zwei Ausfahrmasten besteht,
ausgebildet sein. Bei gattungsgemäßen Hubmasten, in dessen Profilschienen ein mit
einem Lastaufnahmemittel versehener Hubschlitten längsverschiebbar angeordnet ist,
ist eine Hubzylindereinrichtung vorgesehen, die zum Anheben und Absenken des Hubschlittens
in den Profilschienen des Hubmastes dient. Die Hubzylindereinrichtung ist an dem Fußquerträger
abgestützt und steht mit einem Hubmittel, beispielsweise einer Hubkette, in Wirkverbindung.
Das Hubmittel ist mit einem ersten Ende an dem Hubschlitten befestigt und mit dem
zweiten Ende an dem Hubmast befestigt. Weiterhin ist das Hubmittel über eine Umlenkrolle
an der Hubzylindereinrichtung umgelenkt.
[0003] Es sind Bauformen derartiger als Standmast eines einschüssigen Hubgerüstes oder als
Ausfahrmast eines mehrschüssigen Hubgerüstes verwendeter Hubmaste bekannt, bei denen
die zwei seitlich beabstandete Profilschienen des Hubmastes mittels drei Querträgern
miteinander verbunden sind. Ein erster Querträger ist als Fußquerträger ausgebildet,
der im Fußbereich der Profilschienen angeordnet ist. Ein weiterer Querträger ist als
Kopfquerträger ausgebildet, der im Kopfbereich der Profilschienen angeordnet ist.
Ein weiterer Querträger ist als Mittelquerträger ausgebildet, der in vertikaler Richtung
des Hubmastes zwischen dem Fußquerträger und dem Kopfquerträger angeordnet ist. Der
Fußquerträger stützt die Hubzylindereinrichtung in vertikaler Richtung ab. Die Hubzylindereinrichtung
kann hierzu mit einem Zylinderboden an dem Fußquerträger aufstehen. Die Hubzylindereinrichtung
ist an dem Mittelquerträger befestigt, der die Funktion eines weiteren Befestigungspunktes
der Hubzylindereinrichtung und gegebenenfalls weiterhin die Funktion einer Ausknicksicherung
der Hubzylindereinrichtung bildet. Das an der Hubyzlindereinrichtung umgelenkte Hubmittel
ist hierbei mit dem zweiten Ende an dem Mittelquerträger befestigt. Der Mittelquerträger
wird somit mit der Zugkraft des Hubmittels beaufschlagt. Bei einem derartigen Hubmast
wird durch die Umlenkung des Hubmittels an der Hubzylindereinrichtung am Zylinderboden
und somit an dem Fußquerträger der doppelte Betrag der Zugkraft des Hubmittels abgestützt.
Die hieraus resultierende hohe Reaktionskraft am Fußquerträger bewirkt eine hohe Belastung,
insbesondere eine hohe Biegebelastung, in dem Fußquerträger und einen unvorteilhaften
Kraftfluss von dem Fußquerträger in die Profilschienen. Sofern der Fußquerträger mit
den Profilschienen durch eine Schweißverbindung mit entsprechenden Schweißnähten verbunden
ist, führt dies zu einem unvorteilhaften Kraftfluss von dem Fußquerträger über die
Schweißnähte in die Profilschienen. Zudem erfährt der Mittenquerträger, an dem das
Hubmittel mit dem zweiten Ende befestigt ist, durch die Zugkraft des Hubmittels ebenfalls
eine hohe Belastung. Sofern an dem Mittenquerträger weiterhin die Hubzylindereinrichtung
befestigt ist, muss der Mittenquerträger zusätzlich die Kräfte der Befestigung der
Hubzylindereinrichtung aufnehmen.
[0004] Es sind weiterhin Bauformen derartiger als Standmast eines einschüssigen Hubgerüstes
oder als Ausfahrmast eines mehrschüssigen Hubgerüstes verwendeter Hubmaste bekannt,
bei denen die zwei seitlich beabstandete Profilschienen des Hubmastes mittels zwei
Querträgern miteinander verbunden sind. Ein erster Querträger ist als Fußquerträger
ausgebildet, der im Fußbereich der Profilschienen angeordnet ist. Ein weiterer Querträger
ist als Kopfquerträger ausgebildet, der im Kopfbereich der Profilschienen angeordnet
ist. Der Fußquerträger stützt die Hubzylindereinrichtung in vertikaler Richtung ab.
Die Hubzylindereinrichtung kann hierzu mit einem Zylinderboden an dem Fußquerträger
aufstehen.
[0005] Bei einer derartigen Bauform des Hubmastes kann das Hubmittel mit dem zweiten Ende
an einem Zylinderkopf oder einem Zylindergehäuse der Hubzylindereinrichtung befestigt
sein. An dem Zylinderkopf oder dem Zylindergehäuse der Hubzylindereinrichtung kann
hierbei ein Bauteil angeordnet sein, das einem Kettenanker eines als Hubkette ausgebildeten
Hubmittels als Widerlager dient. Bei einer derartigen Ausführung wird die Zugkraft
des Hubmittels direkt in die Hubzylindereinrichtung eingeleitet. Bei einer derartigen
Befestigung des Hubmittels mit dem zweiten Ende an dem Zylinderkopf oder dem Zylindergehäuse
der Hubzylindereinrichtung kann die Reaktionskraft am Fußquerträger reduziert werden,
da der einfache Betrag der Zugkraft des Hubmittels, der direkt in den Zylinderkopf
bzw. das Zylindergehäuse der Hubzylindereinrichtung eingeleitet wird, dem zweifachen
Betrag der Zugkraft aus der Umlenkung des Hubmittels entgegenwirkt. Der Fußquerträger
erfährt bei einem derartigen Hubmast zwar eine geringere Belastung, jedoch wird die
Hubzylindereinrichtung mit einer zusätzlichen Kraft belastet. Da hierbei das Hubmittel
mit dem zweiten Ende beabstandet von der Längsachse und somit der Wirkachse der Hubzylindereinrichtung
an dem Zylinderkopf oder dem Zylindergehäuse der Hubzylindereinrichtung befestigt
ist, wird die Zugkraft des Hubmittels bezogen auf die Wirklinie der Hubzylindereinrichtung
versetzt eingeleitet, so dass die Hubzylindereinrichtung nicht nur der Zugkraft, sondern
auch einem aus der Zugkraft eingebrachten Drehmoment widerstehen muss. Dies kann eine
Verstärkung des Zylindergehäuses, beispielsweise eine verstärkte Wandstärke des Zylindergehäuses,
erforderlich machen und das Dichtungs- und Führungssystem der ausfahrenden Kolbenstange
der Hubzylindereinrichtung muss auf die höheren Verformungen der Hubzylindereinrichtung
ausgelegt werden.
[0006] Bei der oben genannten Bauform eines als Standmast eines einschüssigen Hubgerüstes
oder als Ausfahrmast eines mehrschüssigen Hubgerüstes verwendeten Hubmastes, bei denen
die zwei seitlich beabstandete Profilschienen des Hubmastes mittels zwei Querträgern
miteinander verbunden sind, bei denen ein erster Querträger als Fußquerträger ausgebildet
ist und ein weiterer Querträger als Kopfquerträger ausgebildet ist, kann das Hubmittel
mit dem zweiten Ende an einer oder beiden Profilschienen befestigt sein. An der Profilschiene
kann hierbei ein Bauteil angeordnet sein, beispielsweise angeschweißt sein, das einem
Kettenanker eines als Hubkette ausgebildeten Hubmittels als Widerlager dient. Bei
einer derartigen Ausführung wird die Zugkraft des Hubmittels direkt in die Schienenprofile
des Hubmastes eingeleitet. Bei einer derartigen Befestigung des Hubmittels mit dem
zweiten Ende an dem Schienenprofil des Hubmastes kann die Reaktionskraft am Fußquerträger
nicht reduziert werden, da an dem Fußquerträger die aus der Umlenkung des Hubmittels
an der Hubzylindereinrichtung doppelte Betrag der Zugkraft des Hubmittels abgestützt
wird. Die hieraus resultierende hohe Reaktionskraft am Fußquerträger bewirkt eine
hohe Belastung, insbesondere eine hohe Biegebelastung, in dem Fußquerträger und einen
unvorteilhaften Kraftfluss von dem Fußquerträger in die Profilschienen. Sofern der
Fußquerträger mit den Profilschienen durch eine Schweißverbindung mit entsprechenden
Schweißnähten verbunden ist, führt dies zu einem unvorteilhaften Kraftfluss von dem
Fußquerträger über die Schweißnähte in die Profilschienen.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hubmast der eingangs
genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, der hinsichtlich der Belastungen und des
Kraftflusses verbessert ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das zweite Ende des Hubmittels
an dem Fußquerträger befestigt ist oder dass das Hubmittel mit dem zweiten Ende an
dem weiteren Querträger befestigt ist, wobei mindestens ein zugkraftübertragendes
Zugmittel vorgesehen ist, das den weiteren Querträger mit dem Fußquerträger verbindet.
Die Befestigung des zweiten Endes des Hubmittels in erfindungsgemäßer Weise direkt
an dem Fußquerträger führt zu einer Reduzierung der Belastungen an dem Fußquerträger,
da der einfache Betrag der Zugkraft des Hubmittels, der direkt in den Fußquerträger
eingeleitet wird, dem zweifachen Betrag der Zugkraft aus der Umlenkung des Hubmittels
entgegenwirkt. Weiterhin wird hierbei der weitere Querträger entlastet, da an diesem
keine Zugkraft des Hubmittels eingeleitet wird. Zudem werden bei einer derartigen
Befestigung des Hubmittels mit dem zweiten Ende an dem Fußquerträger eine höhere Belastung
der Hubzylindereinrichtung und ein Drehmoment an der Hubzylindereinrichtung vermieden.
Die Befestigung des zweiten Endes des Hubmittels an dem Fußquerträger kann hierbei
in direkter oder in indirekter Weise erfolgen. Alternativ kann das Hubmittel mit dem
zweiten Ende an dem weiteren Querträger befestigt ist und erfindungsgemäß mindestens
ein zugkraftübertragendes Zugmittel vorgesehen ist, das den weiteren Querträger mit
dem Fußquerträger verbindet. Der Fußquerträger und der weitere Querträger, an dem
das Hubmittel befestigt ist und in den die Zugkraft des Hubmittels eingeleitet wird,
sind somit erfindungsgemäß durch ein oder mehrere zugkraftübertragende Zugmittel miteinander
verbunden. Das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel ermöglicht es und bewirkt,
dass ein Teil der Zugkraft des Hubmittels aus dem weiteren Querträger direkt in den
Fußquerträger übertragen wird. Hierdurch werden sowohl der Fußquerträger als auch
der weitere Querträger weniger belastet. Sofern der Fußquerträger und der weitere
Querträger mittels einer Schweißverbindung mit den Profilschienen des Hubmastes verbunden
sind, führt das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel zwischen dem weiteren
Querträger und dem Fußquerträger auch zu einer geringeren Belastung der Schweißnähte
dieser Schweißverbindungen. Durch das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel
zwischen dem weiteren Querträger und dem Fußquerträger wirkt an dem weiteren Querträger
als resultierende Kraft nur noch ein Teil der Zugkraft des Hubmittels und an dem Fußquerträger
wirkt die mittels des mindestens einen zugkraftübertragenden Zugmittels eingeleitete
Kraft direkt der Aufstandskraft der Hubzylindereinrichtung entgegen. An dem Fußquerträger
wird dadurch die Belastung, insbesondere die Biegebelastung verringert. Der erfindungsgemäße
Hubmast ist somit hinsichtlich der Belastungen und des Kraftflusses verbessert.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind ein Befestigungspunkt
des Hubmittels an dem weiteren Querträger und ein Befestigungspunkt des mindestens
einen Zugmittels an dem weiteren Querträger in Querrichtung des Hubmastes fluchtend
zueinander angeordnet. Hierdurch wird eine günstige Position des mindestens einen
Zugmittels relativ zu dem von dem Befestigungspunkt des Hubmittels gebildeten Krafteinleitungspunkt
der Zugkraft des Hubmittels erzielt, die sich günstig auf die Biegebelastung und Torsionsbelastung
des weiteren Querträgers auswirkt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind zwei zugkraftübertragende
Zugmittel in Querrichtung des Hubmastes symmetrisch zu dem Befestigungspunkt des Hubmittels
am weiteren Querträger angeordnet. Hierdurch wird eine günstige symmetrische Position
der beiden Zugmittels relativ zu dem von dem Befestigungspunkt des Hubmittels gebildeten
Krafteinleitungspunkt der Zugkraft des Hubmittels erzielt, die sich günstig auf die
Biegebelastung und Torsionsbelastung des weiteren Querträgers auswirkt.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Aufstandsfläche der
Hubzylindereinrichtung an einer dem Hubschlitten zugewandten Seite des Fußquerträgers
angeordnet und ist ein Befestigungspunkt des Hubmittels oder ein Befestigungspunkt
des mindestens einen Zugmittels an dem Fußquerträger an einer dem Hubschlitten abgewandten
Seite des Fußquerträgers angeordnet. Hierdurch wird eine günstige Position des Hubmittels
bzw. des mindestens einen Zugmittels relativ zu dem von der Aufstandsfläche der Hubzylindereinrichtung
gebildeten Angriffspunkt der Aufstandskraft der Hubzylindereinrichtung erzielt, die
sich günstig auf die Biegebelastung und Torsionsbelastung des Fußquerträgers auswirkt.
[0012] Sofern die Hubzylindereinrichtung mit dem an der Hubzylindereinrichtung umgelenkten
Hubmittel zwischen den beiden Profilschienen angeordnet ist, bevorzugt im Wesentlichen
mittig zwischen den zwischen den beiden Profilschienen angeordnet ist, ergeben sich
Vorteile hinsichtlich einer geringen Biegebelastung und Torsionsbelastung des weiteren
Querträgers und des Fußquerträgers, wenn das mindestens eine zugkraftübertragende
Zugmittel zwischen den Profilschienen des Hubmastes angeordnet ist.
[0013] Das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel kann gemäß einer zweckmäßigen
Ausführungsform der Erfindung als Seil oder als Riemen oder als Kette ausgebildet
sein.
[0014] Das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel kann gemäß einer alternativen
und bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als Metallprofil, insbesondere stabförmiges
Metallprofil, ausgebildet sein.
[0015] Das Metallprofil kann hierbei als Zugstange, insbesondere Rundstange mit einem zylindrischen
Querschnitt, oder als Gewindestange oder als Metallrohr oder als Stabstahl oder als
Blechformteil ausgebildet sein.
[0016] Das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel kann gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltungsform der Erfindung mit dem Fußquerträger und/oder dem weiteren Querträger
mittels einer Schraubverbindung verbunden sein. Mit Schraubverbindungen, mittels denen
das Zugmittel an dem Fußquerträger und dem weiteren Querträger befestigt ist, ist
eine gezielte Vorspannung des mindestens einen Zugmittels möglich. Hierdurch wird
es möglich, die maximale Verformung und/oder somit die maximalen Bauteilspannungen
an dem Fußquerträger und dem weiteren Querträger zu verringern. Sofern der Fußquerträger
und der weitere Querträger jeweils mit den beiden Profilschienen des Hubmastes verschweißt
ist, wird durch eine Vorspannung des mindestens einen Zugmittels auch eine Verringerung
der maximalen Spannungen der Schweißnähte der Schweißverbindungen des Fußquerträgers
und des weiteren Querträgers mit den Schienenprofilen erzielt.
[0017] Das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel kann gemäß einer alternativen,
und ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung mit dem Fußquerträger
und/oder dem weiteren Querträger mittels einer Schweißverbindung verbunden sein. Hierdurch
ist eine kostengünstige Befestigung der Zugmittel an dem Fußquerträger und/oder dem
weiteren Querträger erzielbar.
[0018] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die Schweißnahtvorbereitung
der Schweißverbindungen an dem Fußquerträger und/oder dem weiteren Querträger durchgeführt
ist. Für die Schweißverbindungen und die Anbringung deren Schweißnähte sind somit
an dem als Metallprofil ausgebildete Zugmittel keine Veränderungen und Bearbeitungen
durchzuführen, so dass das als Metallprofil ausgebildete Zugmittel lediglich auf eine
entsprechende Länge abgelängt werden muss und an den Enden entgratet werden muss.
[0019] Die Hubzylindereinrichtung ist gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltungsform der Erfindung
an dem weiteren Querträger befestigt. Der weitere Querträger weist somit die Funktion
eines weiteren Befestigungspunktes der Hubzylindereinrichtung und/oder die Funktion
einer Ausknicksicherung der Hubzylindereinrichtung auf.
[0020] Zweckmäßigerweise ist die Hubzylindereinrichtung zwischen den Profilschienen angeordnet,
insbesondere im Wesentlichen mittig zwischen den Profilschienen.
[0021] Sofern gemäß einer Weiterbildung der Erfindung das mindestens eine zugkraftübertragende
Zugmittel innerhalb der Querstreckung der Hubzylindereinrichtung angeordnet ist, ergeben
sich besondere Vorteile hinsichtlich einer Durchsicht durch den Hubmast. Sofern das
mindestens eine Zugmittel innerhalb der Querstreckung der Hubzylindereinrichtung angeordnet
ist, führt das mindestens eine Zugmittel zu keiner zusätzlichen Behinderung der Durchsicht
einer Bedienperson des Flurförderzeugs durch den erfindungsgemäßen Hubmast.
[0022] Der weitere Querträger kann eine beliebige Form aufweisen und beispielsweise von
einer Platte gebildet sein. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist der weitere Querträger X-förmig. Ein derartiger weiterer Querträger führt zu einer
verbesserten Durchsicht einer Bedienperson durch den Hubmast, da ein X-förmiger Querträger
zwei seitliche Durchsichtöffnung bildet, die der Bedienperson eine verbesserte Sicht
auf das Lastaufnahmemittel ermöglichen, beispielsweise auf die Spitzen von Gabelzinken
eines zwei Gabelzinken aufweisenden Lastaufnahmemittels.
[0023] Bei dem erfindungsgemäßen Hubmast kann das Hubmittel als Hubkette oder als Hubriemen
oder als Hubseil ausgebildet sein.
[0024] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigt
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines Hubmastes des Standes der Technik,
- Figur 2
- einen Ausschnitt der Figur 1 in einer vergrößerten Darstellung,
- Figur 3
- einen weiteren Ausschnitt der Figur 1 in einer vergrößerten Darstellung und
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Hubmastes.
[0025] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Hubmast 1 eines Flurförderzeugs des Standes der Technik
dargestellt.
[0026] Der Hubmast 1 der Figuren 1 bis 3 weist zwei seitlich, in Querrichtung QR des Hubmastes
1 beabstandete Profilschienen 2a, 2b auf. Die beiden Profilschienen 2a, 2b sind mittels
drei oder mehr als drei Querträgern 3, 4 miteinander verbunden. Ein erster Querträger
3 ist im vertikal unteren Fußbereich der beiden Profilschienen 2a, 2b angeordnet und
als Fußquerträger 3a ausgebildet. Ein zweiter Querträger 4 ist in vertikaler Richtung
VR der Hubmastes 1 von dem Fußquerträger 3a beabstandet und als Mittenquerträger 4a
ausgebildet. Nicht näher dargestellt ist ein dritter Querträger 3, der im vertikal
oberen Kopfbereich der beiden Profilschienen 2a, 2b angeordnet und als Kopfquerträger
3a ausgebildet ist. Die Querträger 3, 4 sind bevorzugt mit den Profilschienen 2a,
2b durch Schweißverbindungen verbunden.
[0027] In den beiden Profilschienen 2a, 2b ist ein nicht näher dargestellter Hubschlitten
längsverschiebbar, d.h. anhebbar und absenkbar, angeordnet. Der Hubschlitten ist mit
einem Lastaufnahmemittel versehen, das beispielsweise von einer Lastgabel mit zwei
Gabelzinken gebildet ist.
[0028] Der Hubmast 1 ist zum Anheben und Absenken des Hubschlittens mit einer Hubzylindereinrichtung
5 versehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Hubzylindereinrichtung 5
von einem einzelnen Hubzylinder 5a gebildet, der ein Zylindergehäuse 6, das an dem
Hubmast 1 befestigt, und eine aus- und einfahrbare Kolbenstange 7 aufweist. Der Hubzylinder
5a ist vertikal stehend angeordnet und im dargestellten Ausführungsbeispiel in Querrichtung
QR des Hubmastes 1 zwischen den beiden Profilschienen 2a, 2b angeordnet, bevorzugt
im Wesentlichen mittig zwischen den beiden Profilschienen 2a, 2b. Der Hubzylinder
5a ist mit dem Zylindergehäuse 6 an dem Fußquerträger 3a abgestützt, wie in der Figur
3 näher dargestellt ist. An dem Fußquerträger 3a ist hierzu eine Aufstandsfläche 8
ausgebildet, auf der der Hubzylinder 5a mit einem Zylinderboden des Zylindergehäuses
6 aufsteht.
[0029] Die Hubzylindereinrichtung 5 steht mit einem Hubmittel 10 in Wirkverbindung. Das
Hubmittel 10 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Hubkette 11 ausgebildet.
Das Hubmittel 10 ist mit einem ersten Ende 10a an dem Hubschlitten befestigt. Mit
einem zweiten Ende 10b ist das Hubmittel 10 an dem Mittenquerträger 4a des Hubmastes
1 befestigt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das als Hubkette 11 ausgebildete
Hubmittel 10 an dem zweiten Ende 10b mit einem Kettenanker 12 versehen, der über ein
Befestigungsmittel 13, im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Verschraubung, an
dem Mittenquerträger 4a befestigt ist.
[0030] Das Hubmittel 10 ist zwischen den beiden Enden 10a, 10b an der Hubzylindereinrichtung
5 umgelenkt. Die ausfahrende bzw. einfahrende Kolbenstange 7 des Hubzylinders 5a ist
hierzu mit einer Umlenkrolle 15 versehen, die um eine in Querrichtung QR des Hubmastes
1 verlaufende Drehachse 16 drehbar gelagert ist. Das Hubmittel 10 ist zur Umlenkung
über die Umlenkrolle 15 geführt.
[0031] Der Mittenquerträger 4a bildet weiterhin eine obere Abstützung der Hubzylindereinrichtung
5. Die Hubzylindereinrichtung 5 ist hierzu an dem Mittelquerträger 4a befestigt, beispielsweise
mit einer das Zylindergehäuse 6 oder einen Zylinderkopf des Zylindergehäuses umgreifenden
Schelle 20, wie in der Figur 2 näher dargestellt ist. Der Mittenquerträger 4a weist
somit weiterhin die Funktion eines weiteren Befestigungspunktes der Hubzylindereinrichtung
5 und die Funktion einer Ausknicksicherung der Hubzylindereinrichtung 5 auf.
[0032] Bei dem Hubmast 1 der Figuren 1 bis 3 des Standes der Technik wird der Mittelquerträger
4a mit der Zugkraft des Hubmittels 10 beaufschlagt. Durch die Umlenkung des Hubmittels
10 an der Umlenkrolle 15 der Hubzylindereinrichtung 5 wird an dem Zylinderboden des
Zylindergehäuses 6 und somit an dem Fußquerträger 3a der doppelte Betrag der Zugkraft
des Hubmittels 10 abgestützt. Die hieraus resultierende hohe Reaktionskraft am Fußquerträger
3a bewirkt eine hohe Belastung, insbesondere eine hohe Biegebelastung, in dem Fußquerträger
3a und einen unvorteilhaften Kraftfluss von dem Fußquerträger 3a in die Profilschienen
2a, 2b. Sofern der Fußquerträger 3a mit den Profilschienen 2a 2b durch eine Schweißverbindung
mit entsprechenden Schweißnähten verbunden ist, führt dies zu einem unvorteilhaften
Kraftfluss von dem Fußquerträger 3a über die Schweißnähte in die Profilschienen 2a,
2b. Zudem erfährt der Mittenquerträger 4a, an dem das Hubmittel 10 mit dem zweiten
Ende befestigt ist, durch die Zugkraft des Hubmittels 10 ebenfalls eine hohe Belastung.
Sofern an dem Mittenquerträger 4a weiterhin die Hubzylindereinrichtung 5 befestigt
ist, muss der Mittenquerträger 4a zusätzlich die Kräfte der Befestigung der Hubzylindereinrichtung
5 aufnehmen.
[0033] In der Figur 4 ist ein erfindungsgemäßer Hubmast 1 dargestellt. Mit den Figuren 1
bis 3 gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugsziffern versehen.
[0034] Der erfindungsgemäße Hubmast 1 der Figur 4 weist zwei seitlich, in Querrichtung QR
des Hubmastes 1 beabstandete Profilschienen 2a, 2b auf. Die beiden Profilschienen
2a, 2b sind mittels drei oder mehr als drei Querträgern 3, 4 miteinander verbunden.
Ein erster Querträger 3 ist im vertikal unteren Fußbereich der beiden Profilschienen
2a, 2b angeordnet und als Fußquerträger 3a ausgebildet. Ein zweiter Querträger 4 ist
in vertikaler Richtung VR der Hubmastes 1 von dem Fußquerträger 3a beabstandet und
als Mittenquerträger 4a ausgebildet. Nicht näher dargestellt ist ein dritter Querträger
3, der im vertikal oberen Kopfbereich der beiden Profilschienen 2a, 2b angeordnet
und als Kopfquerträger 3a ausgebildet ist. Die Querträger 3, 4 sind bevorzugt mit
den Profilschienen 2a, 2b durch Schweißverbindungen verbunden.
[0035] In den beiden Profilschienen 2a, 2b ist ein nicht näher dargestellter Hubschlitten
längsverschiebbar, d.h. anhebbar und absenkbar, angeordnet. Der Hubschlitten ist mit
einem Lastaufnahmemittel versehen, das beispielsweise von einer Lastgabel mit zwei
Gabelzinken gebildet ist.
[0036] Der Hubmast 1 ist zum Anheben und Absenken des Hubschlittens mit einer Hubzylindereinrichtung
5 versehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Hubzylindereinrichtung 5
von einem einzelnen Hubzylinder 5a gebildet, der ein Zylindergehäuse 6, das an dem
Hubmast 1 befestigt, und eine aus- und einfahrbare Kolbenstange 7 aufweist. Der Hubzylinder
5a ist vertikal stehend angeordnet und im dargestellten Ausführungsbeispiel in Querrichtung
QR des Hubmastes 1 zwischen den beiden Profilschienen 2a, 2b angeordnet, bevorzugt
im Wesentlichen mittig zwischen den beiden Profilschienen 2a, 2b. Der Hubzylinder
5a ist mit dem Zylindergehäuse 6 an dem Fußquerträger 3a abgestützt. Hierzu kann analog
der Figur 3 an dem Fußquerträger 3a eine Aufstandsfläche 8 ausgebildet sein, auf der
der Hubzylinder 5a mit einem Zylinderboden des Zylindergehäuses 6 aufsteht.
[0037] Die Hubzylindereinrichtung 5 steht mit einem Hubmittel 10 in Wirkverbindung. Das
Hubmittel 10 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Hubkette 11 ausgebildet.
Das Hubmittel 10 ist mit einem ersten Ende 10a an dem Hubschlitten befestigt. Mit
einem zweiten Ende 10b ist das Hubmittel 10 an dem Mittenquerträger 4a des Hubmastes
1 mittels eines Befestigungspunktes P1 befestigt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das als Hubkette 11 ausgebildete Hubmittel 10 an dem zweiten Ende 10b mit einem
Kettenanker 12 versehen, der durch eine Aufnahmebohrung des Mittenquerträgers 4a geführt
ist und über ein Befestigungsmittel 13, im dargestellten Ausführungsbeispiel eine
Verschraubung, an dem Mittenquerträger 4a befestigt ist.
[0038] Das Hubmittel 10 ist zwischen den beiden Enden 10a, 10b an der Hubzylindereinrichtung
5 umgelenkt. Die ausfahrende bzw. einfahrende Kolbenstange 7 des Hubzylinders 5a ist
hierzu mit einer Umlenkrolle 15 versehen, die um eine in Querrichtung QR des Hubmastes
1 verlaufende Drehachse 16 drehbar gelagert ist. Das Hubmittel 10 ist zur Umlenkung
über die Umlenkrolle 15 geführt.
[0039] Der Mittenquerträger 4a bildet weiterhin eine obere Abstützung der Hubzylindereinrichtung
5. Die Hubzylindereinrichtung 5 ist hierzu an dem Mittelquerträger 4a befestigt, beispielsweise
mit einer das Zylindergehäuse 6 oder einen Zylinderkopf des Zylindergehäuses umgreifenden
Schelle analog zu der Figur 2. Der Mittenquerträger 4a weist somit weiterhin die Funktion
eines weiteren Befestigungspunktes der Hubzylindereinrichtung 5 und die Funktion einer
Ausknicksicherung der Hubzylindereinrichtung 5 auf.
[0040] Erfindungsgemäß ist mindestens ein zugkraftübertragendes Zugmittel 30a, 30b vorgesehen,
das den als Mittenquerträger 4a ausgebildeten weiteren Querträger 4 mit dem als Fußquerträger
3a ausgebildeten Querträger 3 verbindet. Die Zugmittel 30a, 30b sind parallel zu den
Profilschienen 2a, 2b und der Hubzylindereinrichtung 5 angeordnet.
[0041] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel, bei dem der Hubzylinder 5a im Wesentlichen
mittig zwischen den beiden Profilschienen 2a, 2b angeordnet ist, sind zwei zugkraftübertragende
Zugmittel 30a, 30b vorgesehen, die in Querrichtung QR des Hubmastes 1 beabstandet
sind. Das Zugmittel 30a ist in Querrichtung QR des Hubmastes 1 zwischen dem Befestigungspunkt
P1 des Hubmittels 10 an dem Mittenquerträger 4a und der Profilschiene 2a angeordnet.
Das Zugmittel 30b ist in Querrichtung QR des Hubmastes 1 zwischen dem Befestigungspunkt
P1 des Hubmittels 10 an dem Mittenquerträger 4a und der Profilschiene 2b angeordnet.
Bevorzugt sind die beiden Zugmittel 30a, 30b in Querrichtung QR des Hubmastes 1 symmetrisch
zu dem Befestigungspunkt P1 des Hubmittels 10 am Mittenquerträger 4a angeordnet.
[0042] Das Zugmittel 30a ist mit einem Befestigungspunkt P2 an dem Mittenquerträger 4a und
mit einem Befestigungspunkt P3 an dem Fußquerträger 3a befestigt. Das Zugmittel 30b
ist mit einem Befestigungspunkt P4 an dem Mittenquerträger 4a und mit einem Befestigungspunkt
P5 an dem Fußquerträger 3a befestigt.
[0043] Der Befestigungspunkt P1 des Hubmittels 10 an dem Mittenquerträger 4a und der Befestigungspunkt
P2 des Zugmittels 30a sowie der Befestigungspunkt P4 des Zugmittels 30b sind an dem
Mittenquerträger 4a in Querrichtung QR des Hubmastes 1 fluchtend angeordnet.
[0044] Die Aufstandsfläche 8 der Hubzylindereinrichtung 5 an dem Fußquerträger 3a ist an
einer dem Hubschlitten zugewandten Seite des Fußquerträgers 3a angeordnet. Der Befestigungspunkt
P3 des Zugmittels 30a und der Befestigungspunkt P5 des Zugmittels 30b an dem Fußquerträger
3a sind an einem dem Hubschlitten abgewandten Seite des Fußquerträgers 3a angeordnet.
[0045] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Zugmittel 30a, 30b jeweils als Metallprofile
ausgebildet, beispielsweise als Zugstangen 31 a, 31 b. Die Zugstangen 31 a, 31 b weisen
bevorzugt einen runden Querschnitt auf und sind als Rundstangen ausgebildet.
[0046] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Zugmittel 30a, 30b an den Befestigungspunkten
P3, P5 mit dem Fußquerträger 3a und an den Befestigungspunkten P2, P4 mit dem Mittenquerträger
4a jeweils mittels einer Schweißverbindung verbunden. Die Schweißnahtvorbereitung
für die Anbringung der Schweißnähte der Schweißverbindungen zwischen dem Fußquerträger
3a, dem Mittenquerträger 4a und den Zugmitteln 30a, 30b, beispielsweise entsprechende
Ausnehmungen für die Schweißnähte der Schweißverbindungen, sind an dem Fußquerträger
3a und dem Mittenquerträger 4a durchgeführt. Die als Rundstangen ausgebildeten Zugstangen
31 a, 31 b müssen somit lediglich auf eine entsprechende Länge abgelängt und an den
Enden entgratet werden.
[0047] Die Zugmittel 30a 30b sind bevorzugt innerhalb der Querstreckung der Hubzylindereinrichtung
5 und somit innerhalb des Durchmessers des Zylindergehäuses 6 des Hubzylinders 5a
angeordnet.
[0048] Der Mittenquerträger 4a, der mit den Aufnahmen für die Zugmittel 30a, 30b versehen
ist, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel X-förmig ausgebildet. Der Mittenquerträger
4a weist ein Zentralbereich 40 auf, an dem der Befestigungspunkt P1 des Hubmittels
10 und die Befestigungspunkte P2, P4 der Zugmittel 30a, 30b ausgebildet sind und an
dem die Hubzylindereinrichtung 5 befestigt ist. Der Mittenquerträger 4a umfasst weiterhin
eine erste Strebe 41, die von dem Zentralbereich 40 in vertikaler Richtung ansteigend
zu der Profilschiene 2a verläuft und an der Profilschiene 2a befestigt ist. Der Mittenquerträger
4a umfasst eine zweite Strebe 42, die von dem Zentralbereich 40 in vertikaler Richtung
abfallend zu der Profilschiene 2a verläuft und an der Profilschiene 2a befestigt ist.
Der Mittenquerträger 4a umfasst weiterhin eine dritte Strebe 43, die von dem Zentralbereich
40 in vertikaler Richtung ansteigend zu der Profilschiene 2b verläuft und an der Profilschiene
2b befestigt ist. Der Mittenquerträger 4a umfasst eine vierte Strebe 44, die von dem
Zentralbereich 40 in vertikaler Richtung abfallend zu der Profilschiene 2b verläuft
und an der Profilschiene 2b befestigt ist. Bevorzugt sind die Streben 41-44 mit den
Profilschienen durch jeweils eine Schweißverbindung verbunden. Der aus dem Zentralbereich
40 und den Streben 41-44 bestehende Mittenquerträger 4a kann einstückig ausgebildet
sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Mittenquerträger 4a mehrteilig
ausgebildet, wobei der Zentralbereich von einem Bauteil, beispielsweise einem Schmiedebauteil,
gebildet ist, und die Streben 41, 42 sowie die Streben 43, 44 jeweils von einem weiteren
Bauteil, beispielsweise einem gelaserten Blech, gebildet sind, die mit dem Zentralbereich
40 verbunden sind, beispielsweise durch Schraubverbindungen oder Schweißverbindungen.
[0049] Der X-förmige Mittenquerträger 4 bietet zwischen den Streben 41, 42 und den Streben
43, 44 jeweils eine Durchsichtöffnung 45, 46, die sich in seitlicher Richtung bis
zu den Profilschienen 2a bzw. 2b erstreckt. Diese großen Durchsichtöffnungen 45, 46
ergeben eine verbesserten Durchsicht einer Bedienperson durch den Hubmast 1, die der
Bedienperson eine verbesserte Sicht auf das Lastaufnahmemittel ermöglichen, beispielsweise
auf die Spitzen von Gabelzinken eines zwei Gabelzinken aufweisenden Lastaufnahmemittels.
[0050] Bei dem erfindungsgemäßen Hubmast 1 sind der Fußquerträger 3a und der Mittelquerträger
4a, an dem das Hubmittel 10 befestigt ist und in den die Zugkraft des Hubmittels 10
eingeleitet wird, durch ein oder mehrere zugkraftübertragende Zugmittel 30a, 30b miteinander
verbunden. Das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel 30a, 30b ermöglicht
es und bewirkt, dass ein Teil der Zugkraft des Hubmittels 10a, die an dem Befestigungspunkt
P1 in den Mittenquerträger 4a eingeleitet wird, aus dem Mittenquerträger 4a direkt
in den Fußquerträger 3a übertragen wird. Hierdurch werden sowohl der Fußquerträger
3a als auch der Mittenquerträger 4a weniger belastet. Sofern der Fußquerträger 3a
und der Mittenquerträger 4a mittels einer Schweißverbindung mit den Profilschienen
2a, 2b des Hubmastes 1 verbunden sind, führt das mindestens eine zugkraftübertragende
Zugmittel 30a, 30b zwischen dem Mittenquerträger 4a und dem Fußquerträger 3a weiterhin
zu einer geringeren Belastung der Schweißnähte dieser Schweißverbindungen. Durch das
mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel 30a, 30b zwischen dem Mittenquerträger
4a und dem Fußquerträger 3a wirkt an dem Mittenquerträger 4a als resultierende Kraft
nur noch ein Teil der Zugkraft des Hubmittels 10 und an dem Fußquerträger 3a wirkt
die mittels des mindestens einen zugkraftübertragenden Zugmittels 30a, 30b eingeleitete
Kraft direkt der Aufstandskraft der Hubzylindereinrichtung 5 entgegen, die an der
Aufstandsfläche 8 eingeleitet wird. An dem Fußquerträger 3a wird dadurch die Belastung,
insbesondere die Biegebelastung, verringert.
[0051] Durch die verringerten Belastungen an dem Fußquerträger 3a und dem Mittenquerträger
4a können der Fußquerträger 3a und dem Mittenquerträger 4a mit reduziertem Masseneinsatz
und verringerten Abmessungen ausgeführt werden, wodurch sich die Durchsicht durch
den erfindungsgemäßen Hubmast 1 weiter verbessern lässt. Der Fußquerträger 3a ist
bevorzugt als Schmiedebauteil ausgebildet.
[0052] Die beschriebene Anordnung und Positionierung der Befestigungspunkte P2-P5 der Zugmittel
30a, 30b relativ zu dem Befestigungspunkt P1 des Hubmittels 10 und somit dem Angriffspunkt
der Zugkraft des Hubmittels 10 an dem Mittenquerträger 4a und relativ zu der Aufstandsfläche
8 der Hubzylindereinrichtung 5 und somit dem Angriffspunkt der Aufstandskraft der
Hubzylindereinrichtung 5 an dem Fußquerträger 3a ermöglicht es, die wirksamen Biegebelastungen
und Torsionsbelastungen des Fußquerträgers 3a und des Mittenquerträgers 4a zu verringern.
[0053] Bei dem erfindungsgemäßen Hubmast 1 ist der Kraftfluss günstig gestaltet, so dass
der Mittenquerträger 4a und der Fußquerträger 3a und die Schweißnähte, mit denen der
Mittenquerträger 4a und der Fußquerträger 3a mit den Profilschienen 2a, 2b verbunden
ist, weniger belastet werden. Der Mittenquerträger 4a und der Fußquerträger 3a können
in der Masse und den Abmessungen verkleinert werden, wodurch Verbesserungen der Durchsicht
durch den Hubmast 1 erzielt werden.
[0054] Die Erfindung ist nicht auf das in der Figur 4 dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
[0055] Anstelle der Ausführung der Hubzylindereinrichtung 5 mit einem einzelnen Hubzylinder
5a und einem einzelnen Hubmittel 10 kann die Hubzylindereinrichtung 5 von mehreren
Hubzylindern und mehreren Hubmitteln 10 gebildet werden.
[0056] Das Hubmittel 10 kann alternativ zu der Ausführung als Hubkette auch als Hubriemen
oder als Hubseil ausgebildet sein.
[0057] Die als Zugstangen ausgebildeten Zugmittel 30a, 30b können anstelle der Ausführung
als Rundstangen alternativ als Stange mit einem eckigen, beispielsweise rechteckförmigen
Querschnitt, als Metallrohr, als Blechformteil oder als Stabstahl ausgebildet sein.
Zudem ist es möglich, das Zugmittel 30a, 30b als Seil oder als Riemen oder als Kette
auszuführen.
[0058] Alternativ zu den Schweißverbindungen, mit denen die Zugelemente 30a, 30b an dem
Fußquerträger 3a und dem Mittenquerträger 4a befestigt sind, können Schraubverbindungen
vorgesehen sein, um die Zugelemente 30a, 30b an dem Fußquerträger 3a und dem Mittenquerträger
4a zu befestigen.
[0059] Zudem ist es gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung möglich, anstelle
der Befestigung des Hubmittels 10 an dem Mittenquerträger 4a und der Verbindung des
Mittenquerträgers 4a mit dem Fußquerträger 3a durch die Zugmittel 30a, 30b, das zweite
Ende 10b des Hubmittels 10 direkt oder indirekt an dem Fußquerträger 3a zu befestigen.
Hierzu kann das Hubmittel 10 oder der Kettenanker 12 entsprechend verlängert werden,
so dass der Befestigungspunkt P1, an dem die Zugkraft des Hubmittels 10 eingeleitet
wird, direkt an dem Fußquerträger 3a ausgebildet werden kann. Alternativ kann das
zweite Ende 10b des Hubmittels 10 oder der Kettenanker 12 mittels mindestens eines
Zugmittels mit dem Fußquerträger 3a verbunden und an dem Fußquerträger 3a in indirekter
Weise über das Zugmittel befestigt werden. Hierdurch kann gegenüber der Figur 4 eine
weitere Entlastung des Mittenquerträgers 4 erzielt werden.
[0060] Der erfindungsgemäße Hubmast 1 kann als Standmast eines einschüssigen Hubgerüstes
(Simplex-Hubgerüst) oder als Ausfahrmast eines mehrschüssigen Hubgerüstes, beispielsweise
eines Duplex-Hubgerüstes oder eines Triplex-Hubgerüstes, ausgebildet sein.
1. Hubmast (1) eines Flurförderzeugs, der zwei seitlich beabstandete Profilschienen (2a,
2b) aufweist, die mittels mindestens zwei Querträgern (3, 4) miteinander verbunden
sind, wobei einer der beiden Querträger (3) als Fußquerträger (3a) ausgebildet ist,
der im Fußbereich der Profilschienen (2a, 2b) angeordnet ist und mindestens ein weiterer
Querträger (4) in vertikaler Richtung des Hubmastes (1) von dem Fußquerträger (3a)
beabstandet ist, wobei in den Profilschienen (2a, 2b) ein mit einem Lastaufnahmemittel
versehener Hubschlitten längsverschiebbar angeordnet ist, und der Hubmast (1) zum
Anheben und Absenken des Hubschlittens in den Profilschienen (2a, 2b) mit einer Hubzylindereinrichtung
(5) versehen ist, die an dem Fußquerträger (3a) abgestützt ist, wobei die Hubzylindereinrichtung
(5) mit einem Hubmittel (10) in Wirkverbindung steht, das mit einem ersten Ende (10a)
an dem Hubschlitten befestigt ist, mit einem zweiten Ende (10b) an dem Hubmast (1)
befestigt ist und an der Hubzylindereinrichtung (5) umgelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ende (10b) des Hubmittels (10) an dem Fußquerträger (3a) befestigt ist
oder
dass das Hubmittel (10) mit dem zweiten Ende (10b) an dem weiteren Querträger (4)
befestigt ist, wobei mindestens ein zugkraftübertragendes Zugmittel (30a; 30b) vorgesehen
ist, das den weiteren Querträger (4) mit dem Fußquerträger (3a) verbindet.
2. Hubmast nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungspunkt (P1) des Hubmittels (10) an dem weiteren Querträger (4) und
ein Befestigungspunkt (P2; P4) des mindestens einen Zugmittels (30a; 30b) an dem weiteren
Querträger (4) in Querrichtung (QR) des Hubmastes (1) fluchtend angeordnet sind.
3. Hubmast nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zugkraftübertragende Zugmittel (30a, 30b) in Querrichtung (QR) des Hubmastes
(1) symmetrisch zu dem Befestigungspunkt (P1) des Hubmittels (10) am weiteren Querträger
(4) angeordnet sind.
4. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufstandsfläche (8) der Hubzylindereinrichtung (5) an einer dem Hubschlitten
zugewandten Seite des Fußquerträgers (3a) angeordnet ist und ein Befestigungspunkt
(P1) des Hubmittels (10) oder ein Befestigungspunkt (P3; P5) des mindestens einen
Zugmittels (30a; 30b) an dem Fußquerträger (3a) an einer dem Hubschlitten abgewandten
Seite des Fußquerträgers (3a) angeordnet ist.
5. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel (30a; 30b) zwischen den Profilschienen
(2a, 2b) des Hubmastes (1) angeordnet ist.
6. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel (30a; 30b) als Seil oder als Riemen
oder als Kette ausgebildet ist.
7. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel (30a; 30b) als Metallprofil, insbesondere
stabförmiges Metallprofil, ausgebildet ist
8. Hubmast nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil als Zugstange (31 a; 31 b) oder als Gewindestange oder als Metallrohr
oder als Stabstahl oder als Blechformteil ausgebildet ist.
9. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel (30a, 30b) mit dem Fußquerträger
(3a) und/oder dem weiteren Querträger (4) mittels einer Schraubverbindung verbunden
ist.
10. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel (30a, 30b) mit dem Fußquerträger
(3a) und/oder dem weiteren Querträger (4) mittels einer Schweißverbindung verbunden
ist.
11. Hubmast nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißnahtvorbereitung der Schweißverbindungen an dem Fußquerträger (3a) und/oder
dem weiteren Querträger (4) durchgeführt ist.
12. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubzylindereinrichtung (5) an dem weiteren Querträger (4) befestigt ist.
13. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubzylindereinrichtung (5) zwischen den Profilschienen (2a, 2b) angeordnet ist.
14. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zugkraftübertragende Zugmittel (30a; 30b) innerhalb der Querstreckung
der Hubzylindereinrichtung (5) angeordnet ist.
15. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Querträger (4) X-förmig ist.
16. Hubmast nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Hubmittel als Hubkette oder als Hubriemen oder als Hubseil ausgebildet ist.