[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Aufbereiten von Flüssigkeiten, insbesondere
von Trinkwasser, mit einem Flüssigkeitseinlass und zumindest einem Flüssigkeitsauslass
und einem Entkeimungsgerät zum Entkeimen einer Flüssigkeit, wobei das Entkeimungsgerät
fluidleitend mit dem Flüssigkeitseinlass und dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass
verbunden ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Gebäude, insbesondere für die Tierhaltung, mit
einer Anlage zum Aufbereiten von Flüssigkeiten.
[0003] Zusätzlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aufbereiten von Flüssigkeiten,
insbesondere von Trinkwasser, mit dem Schritt: Entkeimen einer Flüssigkeit, vorzugsweise
mittels eines Entkeimungsgeräts.
[0004] Anlagen und Verfahren zum Aufbereiten von Flüssigkeiten kommen beispielsweise zum
Einsatz, um kontinuierlich keimfreies oder zumindest keimarmes Trinkwasser bereitstellen
zu können. Insbesondere in der Tierhaltung besteht ein hoher Bedarf an gesundheitsverträglichem
Trinkwasser, welches den Tieren, wie beispielsweise Schweinen oder Rindern, in entsprechenden
Tierställen bereitgestellt werden kann.
[0005] Derartige Tierställe verfügen üblicherweise über einen Zugang zu einer Trinkwasserversorgung.
Das Trinkwasser wird in bekannten Anlagen von der Trinkwasserversorgung durch ein
Leitungssystem zu einer oder mehreren Entnahmestellen innerhalb des Tierstalls gefördert,
an welchen die Tiere das Trinkwasser aufnehmen können.
[0006] Bekannte Anlagen zur Aufbereitung von Flüssigkeiten weisen zwischen einem Flüssigkeitseinlass
und zumindest einem Flüssigkeitsauslass ein Entkeimungsgerät zum Entkeimen der Flüssigkeit
auf, wobei das Entkeimungsgerät fluidleitend mit dem Flüssigkeitseinlass und dem zumindest
einen Flüssigkeitsauslass verbunden ist. Bei den bekannten Anlagen zur Aufbereitung
von Flüssigkeiten bildet sich nur dann eine Flüssigkeitsströmung innerhalb der Anlage
aus, wenn Flüssigkeit aus dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass aus der Anlage entnommen
wird.
[0007] Aufgrund verschiedener Umstände, beispielsweise des Biorhythmus der in den jeweiligen
Tierställen befindlichen Tiere oder der vordefinierten Fütterungszeiten, wird in der
Praxis oftmals über einen längeren Zeitraum keine Flüssigkeit aus der Anlage entnommen,
so dass die in der Anlage befindliche Flüssigkeit nicht gefördert wird und somit still
steht.
[0008] Es hat sich gezeigt, dass bei ausbleibender Flüssigkeitsströmung innerhalb der Anlage
eine Keimbildung stattfindet, welche zu einer nachträglichen Verunreinigung der Flüssigkeit
innerhalb der Anlage führt. Dies kann beispielsweise auf Korrosionsrückstände an Leitungsbewandungen
zurückgeführt werden. Es hat sich gezeigt, dass sich die Keimmenge bei ausbleibender
Strömung innerhalb von kurzer Zeit, bei einigen Keimarten innerhalb von 10 bis 12
Minuten, verdoppeln kann. Dies bedeutet, dass es trotz einer geringen Keimmenge innerhalb
der aufzubereitenden Flüssigkeit bereits nach kurzer Zeit zu einer erheblichen Verunreinigung
der Flüssigkeit kommen kann, wenn eine Flüssigkeitsströmung innerhalb der Anlage ausbleibt.
[0009] Dies hat zur Folge, dass die aus der Anlage entnommene Flüssigkeit -trotz Aufbereitung
der Flüssigkeit mittels eines Entkeimungsgeräts- verunreinigt sein kann, wenn sich
innerhalb der Anlage über einen längeren Zeitraum keine Strömung ausgebildet hat.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es folglich, eine Lösung bereitzustellen,
welche eine verbesserte Aufbereitung von Flüssigkeiten, insbesondere von Trinkwasser,
erlaubt. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird in einem ersten Aspekt durch
eine Anlage zum Aufbereiten von Flüssigkeiten gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Die Anlage
umfasst einen Flüssigkeitskreislauf, in welchem das Entkeimungsgerät angeordnet ist.
[0011] Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass durch einen Flüssigkeitskreislauf
eine kontinuierliche Strömung innerhalb der Anlage herbeigeführt wird und somit eine
nachträgliche Verunreinigung durch ein Ausbleiben der Strömung innerhalb der Anlage
vermieden wird.
[0012] Die Anlage zum Aufbereiten von Flüssigkeiten umfasst eine Pumpe, wobei die Pumpe
dazu eingerichtet ist, Flüssigkeit innerhalb der Anlage zu fördern.
[0013] Die Pumpe ist innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs angeordnet. Vorzugsweise ist die
Pumpe hinsichtlich ihrer Fördereigenschaften, wie beispielsweise dem Volumen- oder
Massenstrom, einstellbar. Durch eine derartige Pumpe kann die Zirkulation der Flüssigkeit
innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs gesteuert werden. Auf diese Weise kann also eine
Anpassung der Flüssigkeitsströmung erfolgen, welche auf die Größe der Anlage oder
die verwendeten Komponenten abgestimmt ist. Beispielsweise weist das Entkeimungsgerät
eine maximal-zulässige Strömungsgeschwindigkeit oder einen maximalzulässigen Volumen-
oder Massenstrom auf, um einen gewissen Entkeimungsgrad gewährleisten zu können. Beispielsweise
kann die Strömung somit mittels der Pumpe an die Eigenschaften des Entkeimungsgeräts
angepasst werden.
[0014] Der Flüssigkeitseinlass ist außerhalb des Flüssigkeitskreislaufs angeordnet. Dies
erlaubt eine Erweiterung der Anlage um zusätzliche Komponenten, beispielsweise um
eine Direktversorgungsleitung, über welche dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass
auch bei einer Funktionsstörung des Flüssigkeitskreislaufs Flüssigkeit bereitgestellt
werden kann.
[0015] Der Flüssigkeitskreislauf weist die Mischeinrichtung auf, welche fluidleitend mit
dem Flüssigkeitseinlass verbunden ist. In der Mischeinrichtung wird folglich bereits
aufbereitete Flüssigkeit, welche innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs zirkuliert,
mit noch aufzubereitender Flüssigkeit, welche durch den Flüssigkeitseinlass der Anlage
zugeführt wird, gemischt. Findet ein Zulauf noch aufzubereitender Flüssigkeit aus
dem Flüssigkeitseinlass statt, steigt der Verunreinigungsgrad der Flüssigkeit, welche
sich innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs befindet, an. Aufgrund der kontinuierlichen
Zirkulation der Flüssigkeit innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs kommt es jedoch nach
der Vermischung von aufbereiteter und noch aufzubereitender Flüssigkeit wieder zu
einer Absenkung des Verunreinigungsgrades, da mittels des Entkeimungsgeräts eine kontinuierliche
Entkeimung der Flüssigkeit stattfindet. Die Pumpe ist bevorzugt zwischen dem zumindest
einen Flüssigkeitsauslass und der Mischeinrichtung angeordnet, um die Flüssigkeit
von dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass zu der Mischeinrichtung zu pumpen.
[0016] Die Mischeinrichtung umfasst einen Mischbehälter, welcher zwei Behältereinlässe und
einen Behälterauslass aufweist. Ein Behältereinlass und der Behälterauslass sind fluidleitend
mit dem Flüssigkeitskreislauf verbunden und erlauben somit eine kontinuierliche Zirkulation
der Flüssigkeit innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs. Ein Behältereinlass ist fluidleitend
mit dem Flüssigkeitseinlass der Anlage verbunden und erlaubt somit den Zulauf noch
aufzubereitender Flüssigkeit in den Flüssigkeitskreislauf.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anlage ist zwischen dem
Flüssigkeitseinlass der Anlage und der Mischeinrichtung ein Zulaufventil angeordnet.
Das Zulaufventil ist vorzugsweise dazu eingerichtet, den Zulauf der Flüssigkeit in
die Mischeinrichtung in Abhängigkeit eines herrschenden Druckniveaus und/oder in Abhängigkeit
des Füllstandes des Mischbehälters der Mischeinrichtung zu steuern. Vorzugsweise ist
innerhalb des Mischbehälters ein Schwimmer angeordnet, welcher mit dem Zulaufventil
gekoppelt ist. Mittels des Schwimmers kann der Füllstand des Behälters ermittelt werden,
so dass auf Grundlage des Füllstandes des Behälters das Zulaufventil gesteuert werden
kann. Vorzugsweise umfasst die Steuerung des Zulaufventils das Öffnen, Schließen und
das Einstellen des Zulaufventils hinsichtlich der maximal möglichen Durchflussrate
durch das Zulaufventil. Die Kopplung zwischen dem Schwimmer und dem Zulaufventil ist
vorzugsweise mechanisch und/oder elektrisch ausgebildet.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anlage ist innerhalb
des Flüssigkeitskreislaufs eine zweite Pumpe angeordnet. Vorzugsweise ist die zweite
Pumpe zwischen der Mischeinrichtung und dem Entkeimungsgerät angeordnet. Durch die
zweite Pumpe wird einerseits das Risiko eines Funktionsausfalls der Anlage verringert
und andererseits eine weitere Möglichkeit geschaffen, die Strömungseigenschaften der
zirkulierenden Flüssigkeit innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs einzustellen.
[0019] Die erfindungsgemäße Anlage wird ferner dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass
das Entkeimungsgerät eine Selbstreinigungseinrichtung umfasst. Durch die Selbstreinigungseinrichtung
wird der Wartungsaufwand erheblich verringert, da die Entsorgung von Reinigungsrückständen
oder das Austauschen von verunreinigten Reinigungskomponenten, wie beispielsweise
Filtern, entfällt. Die Anlage kann somit wirtschaftlicher betrieben werden und eine
Beschädigung der Anlage durch unsachgemäße oder nichtdurchgeführte Wartungsarbeiten
wird vermieden.
[0020] Ferner ist eine erfindungsgemäße Anlage bevorzugt, bei welcher das Entkeimungsgerät
einen oder mehrere Strahlungserzeuger aufweist, welche dazu eingerichtet sind, die
Flüssigkeit mit ultravioletter Strahlung zu bestrahlen. Durch den Strahlungseintrag
in die aufzubereitende Flüssigkeit kommt es zur Keimabtötung und somit zu einer Verringerung
der Flüssigkeitsverunreinigung.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anlage ist der
eine oder sind die mehreren Strahlungserzeuger dazu eingerichtet, eine ultraviolette
Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 156 bis 300 nm zu erzeugen. Dieser
Wellenlängenbereich ist besonders geeignet um Mikroorganismen zu schädigen oder abzutöten.
Besonders bevorzugt ist eine Anlage, bei welcher der eine oder die mehreren Strahlungserzeuger
dazu eingerichtet sind, eine ultraviolette Strahlung mit einer Wellenlänge von 253,7
nm zu erzeugen.
[0022] Das Entkeimungsgerät kann auch einen oder mehrere Ultraschallerzeuger aufweisen,
welche dazu eingerichtet sind, die Flüssigkeit mit Ultraschall zu bestrahlen. In einer
Ausführungsform umfasst das Entkeimungsgerät eine Selbstreinigung, ein oder mehrere
Strahlungserzeuger zum Erzeugen ultravioletter Strahlung und ein oder mehrere Ultraschallerzeuger
zum Erzeugen von Ultraschall. Das Entkeimungsgerät kann demnach angepasst sein, die
Flüssigkeit mittels einer Einheit zur Selbstreinigung, mittels ultravioletter Strahlung
und mittels Ultraschall zu reinigen.
[0023] Der zumindest eine Flüssigkeitsauslass ist innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs angeordnet.
Durch die Anordnung des zumindest einen Flüssigkeitsauslasses innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs
wird die Flüssigkeit, welche aus dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass aus der Anlage
abgeführt wird, direkt aus der kontinuierlich zirkulierenden Flüssigkeit entnommen.
Auf diese Weise weist die aus dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass austretende
Flüssigkeit mit hoher Sicherheit einen hohen Entkeimungsgrad auf.
[0024] Vor dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass ist ein Druckregler angeordnet. Alternativ
oder zusätzlich ist hinter dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass ein Druckregler
angeordnet. Durch das Anordnen von Druckreglern vor und hinter dem zumindest einen
Flüssigkeitsauslass kann das Druckniveau der durch den zumindest einen Flüssigkeitsauslass
austretenden Flüssigkeit weitestgehend unabhängig von den Druckzuständen in den übrigen
Abschnitten der Anlage gesteuert werden. Der zumindest eine Flüssigkeitsauslass ist
vorzugsweise mit ein oder mehreren Flüssigkeitsentnahmeeinrichtungen verbunden, welche
auf die mit Flüssigkeit zu versorgende Tierart angepasst sind. Durch die Druckregler
vor und hinter dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass kann die Anlage somit an verschiedene
Flüssigkeitsentnahmeeinrichtungen für verschiedene Tierarten angepasst werden. Vorzugsweise
weist die Anlage im Bereich des zumindest einen Flüssigkeitsauslasses eine Druckanzeige,
insbesondere eine Unterdruckanzeige auf, welche dazu eingerichtet ist, das momentan
herrschende Druckniveau im Bereich des zumindest einen Flüssigkeitsauslasses optisch
anzuzeigen. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anlage weist
mehrere in Reihe angeordnete Flüssigkeitsauslässe auf. Insbesondere bei der Verwendung
der Anlage in großen Tierställen, in welchen einer Vielzahl von Tieren Flüssigkeit
bereitgestellt werden muss, besteht die Notwendigkeit von mehreren Flüssigkeitsauslässen,
welche an verschiedenen Positionen des Tierstalls angeordnet sind.
[0025] Die erfindungsgemäße Anlage wird ferner dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass
innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs ein Durchflussmesser angeordnet ist. Der Durchflussmesser
dient zur Funktionsprüfung der Anlage und ist vorzugsweise dazu eingerichtet, den
Volumenstrom oder den Massenstrom der innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs zirkulierenden
Flüssigkeit optisch anzuzeigen.
[0026] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner durch ein Gebäude, insbesondere
für die Tierhaltung, gelöst, wobei das Gebäude eine Anlage zum Aufbereiten von Flüssigkeiten,
insbesondere von Trinkwasser, aufweist, welche gemäß einer der vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen ausgebildet ist.
[0027] Hinsichtlich der Vorteile des erfindungsgemäßen Gebäudes wird auf die Vorteile der
erfindungsgemäßen Anlage verwiesen.
[0028] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren gemäß
Anspruch 9 gelöst, wobei das Entkeimen der Flüssigkeit innerhalb eines Flüssigkeitskreislaufs
erfolgt.
[0029] Hinsichtlich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auf die Vorteile
der erfindungsgemäßen Anlage verwiesen.
[0030] Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst den Schritt:
- Fördern der Flüssigkeit mittels einer Pumpe.
[0031] Die Pumpe ist innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs angeordnet.
[0032] Das Entkeimungsgerät ist fluidleitend mit einem Flüssigkeitseinlass und zumindest
einem Flüssigkeitsauslass verbunden, wobei der Flüssigkeitseinlass außerhalb des Flüssigkeitskreislaufs
angeordnet ist.
[0033] Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst den Schritt:
- Mischen von entkeimter Flüssigkeit und nicht entkeimter Flüssigkeit in einer Mischeinrichtung
innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs.
[0034] Die Mischeinrichtung umfasst einen Mischbehälter, welcher zwei Behältereinlässe und
einen Behälterauslass aufweist, wobei ein Behältereinlass und der Behälterauslass
fluidleitend mit dem Flüssigkeitskreislauf verbunden sind und ein Behältereinlass
fluidleitend mit dem Flüssigkeitseinlass der Anlage verbunden ist.
[0035] Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren ferner durch den folgenden Schritt
weitergebildet:
- Steuern des Zulaufs von nicht-entkeimter Flüssigkeit in die Mischeinrichtung, vorzugsweise
in Abhängigkeit des Füllstandes des Mischbehälters der Mischeinrichtung.
[0036] Vorzugsweise ist innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs zwischen der Mischeinrichtung
und dem Entkeimungsgerät eine zweite Pumpe angeordnet. Vorzugsweise umfasst das Entkeimungsgerät
eine Selbstreinigungseinrichtung und/oder weist einen oder mehrere Strahlungserzeuger
auf, welche dazu eingerichtet sind, die Flüssigkeit mit ultravioletter Strahlung zu
bestrahlen.
[0037] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst
der Schritt des Entkeimens einer Flüssigkeit den folgenden Schritt:
- Bestrahlen der Flüssigkeit mit einer ultravioletten Strahlung, vorzugsweise mit ultravioletter
Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 156 bis 300 nm.
[0038] Der zumindest eine Flüssigkeitsauslass ist innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs angeordnet
und vor dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass ist ein Druckregler und/oder hinter
dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass ist ein Druckregler angeordnet.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren kann ferner durch den folgenden Schritt weitergebildet
sein:
- Messen des Durchflusses innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs.
[0040] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen sowie anhand der folgenden Figuren.
Im Einzelnen zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anlage in einer schematischen
Darstellung; und
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anlage in einer schematischen
Darstellung.
[0041] Die Anlage 1 gemäß Fig. 1 wird zum Aufbereiten von Flüssigkeiten, nämlich von Trinkwasser,
verwendet. Die Anlage 1 weist einen Flüssigkeitseinlass 3 auf, durch welchen noch
aufzubereitendes Trinkwasser in die Anlage eingeleitet wird. Das eingeleitete, noch
aufzubereitende Trinkwasser wird über ein Zulaufventil 21 in einen Mischbehälter 15
einer Mischeinrichtung 13 geleitet. Die Mischeinrichtung 13 ist Teil eines Flüssigkeitskreislaufs
9, in welchem Trinkwasser kontinuierlich zirkuliert.
[0042] Der Mischbehälter 15 der Mischeinrichtung 13 weist demnach zwei Behältereinlässe
17a, 17b und einen Behälterauslass 19 auf, wobei der Behältereinlass 17a fluidleitend
mit dem Flüssigkeitseinlass 3 verbunden ist und der Behältereinlass 17b und der Behälterauslass
19 fluidleitend mit dem übrigen Flüssigkeitskreislauf 9.
[0043] Der Flüssigkeitskreislauf 9 weist ferner zwei Pumpen 11, ein Entkeimungsgerät 7 und
vier Flüssigkeitsauslässe 5a - 5d auf.
[0044] Das Entkeimungsgerät 7 ist zum Entkeimen des verunreinigten Trinkwassers ausgebildet
und über die Mischeinrichtung 13 fluidleitend mit dem Flüssigkeitseinlass 3 verbunden.
Das Entkeimungsgerät 7 umfasst eine Selbstreinigungseinrichtung und weist mehrere
Strahlungserzeuger 25a - 25c auf, welche dazu eingerichtet sind, das Trinkwasser mit
ultravioletter Strahlung zu bestrahlen. Die drei Strahlungserzeuger 25a - 25c sind
dazu eingerichtet, eine ultraviolette Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von
156 bis 300 nm zu erzeugen. Zudem kann das Entkeimungsgerät 7 einen oder mehrere Ultraschallerzeuger
aufweisen, welche dazu eingerichtet sind, die Flüssigkeit mit Ultraschall zu bestrahlen.
[0045] Die Pumpen 11 sind dazu eingerichtet, das Trinkwasser innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs
9 zu fördern, sodass eine kontinuierliche Zirkulation des Trinkwassers innerhalb des
Flüssigkeitskreislaufs 9 herbeigeführt wird.
[0046] Der Flüssigkeitskreislauf 9 umfasst ferner zwei weitere Ventile 23, welche zum Einstellen
des Druckniveaus und der innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs 9 ausgebildeten Strömung
dienen.
[0047] Vor den vier Flüssigkeitsauslässen 5a - 5d und hinter den vier Flüssigkeitsauslässen
5a - 5d ist jeweils ein Druckregler 27a, 27b angeordnet, mittels welchen ein geeignetes
Druckniveau im Bereich der Flüssigkeitsauslässe 5a - 5d einstellbar ist.
[0048] Zur Funktionsüberwachung der Anlage 1 ist innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs 9
ein Durchflussmesser 29 angeordnet.
[0049] Der Flüssigkeitseinlass 3 ist außerhalb des Flüssigkeitskreislaufs 9 angeordnet,
wobei zwischen dem Flüssigkeitseinlass 3 und der Mischeinrichtung 13 ein Zulaufventil
21 angeordnet ist. Das Zulaufventil 21 weist einen Schwimmer 35 auf, welcher mechanisch
mit dem Zulaufventil 21 gekoppelt ist. Mittels des Schwimmers 35 kann der Füllstand
des Mischbehälters 15 der Mischeinrichtung 13 überwacht und das Zulaufventil 21 in
Abhängigkeit des Füllstands des Mischbehälters 15 gesteuert werden.
[0050] Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anlage 1 weist ebenfalls
einen Flüssigkeitskreislauf 9 auf, in welchem eine Mischeinrichtung 13, ein Entkeimungsgerät
7, insgesamt fünf Flüssigkeitsauslässe 5a - 5e und zwei Pumpen 11 angeordnet sind.
Ferner sind innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs 9 zusätzlich zwei Ventile 23, ein
Durchflussmesser 29 sowie zwei Druckregler 27a, 27b angeordnet, wobei der Druckregler
27a vor den Flüssigkeitsauslässen 5a - 5e und der Druckregler 27b hinter den Flüssigkeitsauslässen
5a - 5e angeordnet ist. Ferner weist der Flüssigkeitskreislauf 9 eine Druckanzeige
33 im Bereich der Flüssigkeitsauslässe 5a - 5e auf.
[0051] Der Flüssigkeitseinlass 3 ist einerseits über das Zulaufventil 21 mit dem Mischbehälter
15 der Mischeinrichtung 13 und andererseits über eine Direktleitung 31 mit den fünf
Flüssigkeitsauslässen 5a - 5e verbunden. Im Falle eines Ausfalls des Flüssigkeitskreislaufs
9 können die Flüssigkeitsauslässe 5a - 5e somit über die Direktleitung 31 direkt mit
Flüssigkeit, beispielsweise mit Trinkwasser, versorgt werden.
[0052] Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Aufbereiten von Flüssigkeiten mit einem Flüssigkeitskreislauf,
der zumindest einen Flüssigkeitsauslass, ein Entkeimungsgerät, eine Mischeinrichtung
und eine Pumpe aufweist. Vor und/oder hinter dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass
ist ein Druckregler angeordnet, wobei die Pumpe die Flüssigkeit von dem zumindest
einen Flüssigkeitsauslass zu der Mischeinrichtung pumpt. Die Mischeinrichtung umfasst
einen Mischbehälter, welcher zwei Behältereinlässe und einen Behälterauslass aufweist,
wobei ein Behältereinlass und der Behälterauslass fluidleitend mit dem Flüssigkeitskreislauf
verbunden sind und ein Behältereinlass fluidleitend mit einem Flüssigkeitseinlass
verbunden ist, der sich außerhalb des Flüssigkeitskreislaufs befindet.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Anlage zum Aufbereiten von Flüssigkeiten
- 3
- Flüssigkeitseinlass
- 5a-5e
- Flüssigkeitsauslässe
- 7
- Entkeimungsgerät
- 9
- Flüssigkeitskreislauf
- 11
- Pumpe
- 13
- Mischeinrichtung
- 15
- Mischbehälter
- 17a, 17b
- Behältereinlässe
- 19
- Behälterauslass
- 21
- Zulaufventil
- 23
- Ventil
- 25a-25c
- Strahlungserzeuger
- 27a, 27b
- Druckregler
- 29
- Durchflussmesser
- 31
- Direktleitung
- 33
- Druckanzeige
- 35
- Schwimmer
1. Anlage (1) zum Aufbereiten von Flüssigkeiten, insbesondere von Trinkwasser, mit
einem Flüssigkeitseinlass (3) und zumindest einem Flüssigkeitsauslass (5a-5e), wobei
vor dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass (5a-5e) ein Druckregler (27a) und/oder
hinter dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass (5a-5e) ein Druckregler (27b) angeordnet
ist,
einem Entkeimungsgerät (7) zum Entkeimen einer Flüssigkeit, wobei das Entkeimungsgerät
(7) fluidleitend mit dem Flüssigkeitseinlass (3) und dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass
(5a-5e) verbunden ist,
einem Flüssigkeitskreislauf (9), in welchem das Entkeimungsgerät (7) angeordnet ist,
wobei der Flüssigkeitskreislauf (9) eine Mischeinrichtung (13) aufweist, wobei die
Mischeinrichtung (13) einen Mischbehälter (15) umfasst, welcher zwei Behältereinlässe
(17a, 17b) und einen Behälterauslass (19) aufweist, wobei ein Behältereinlass (17b)
und der Behälterauslass (19) fluidleitend mit dem Flüssigkeitskreislauf (9) verbunden
sind und ein Behältereinlass (17a) fluidleitend mit dem Flüssigkeitseinlass (3) der
Anlage (1) verbunden ist, und wobei der zumindest eine Flüssigkeitsauslass (5a-5e)
innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs (9) und der Flüssigkeitseinlass (3) außerhalb
des Flüssigkeitskreislaufs (9) angeordnet ist,
eine Pumpe (11), welche dazu eingerichtet ist, Flüssigkeit innerhalb der Anlage (1)
zu fördern und innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs (9) angeordnet ist.
2. Anlage (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (11) zwischen dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass (5a-5e) und der Mischeinrichtung
(13) angeordnet ist.
3. Anlage (1) nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Flüssigkeitseinlass (3) der Anlage (1) und der Mischeinrichtung (13)
ein Zulaufventil (21) angeordnet ist.
4. Anlage (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Entkeimungsgerät (7) eine Selbstreinigungseinrichtung umfasst.
5. Anlage (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Entkeimungsgerät (7) einen oder mehrere Strahlungserzeuger (25a-25c) aufweist,
welche dazu eingerichtet sind, die Flüssigkeit mit ultravioletter Strahlung zu bestrahlen.
6. Anlage (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Strahlungserzeuger (25a-25c) dazu eingerichtet sind, eine
ultraviolette Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 156 bis 300nm zu erzeugen.
7. Anlage (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Entkeimungsgerät (7) einen oder mehrere Ultraschallerzeuger aufweist, welche
dazu eingerichtet sind, die Flüssigkeit mit Ultraschall zu bestrahlen.
8. Gebäude, insbesondere für die Tierhaltung,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gebäude eine Anlage (1) zum Aufbereiten von Flüssigkeiten, insbesondere von Trinkwasser,
aufweist, welche gemäß einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet ist.
9. Verfahren zum Aufbereiten von Flüssigkeiten, insbesondere von Trinkwasser, mittels
einer Anlage (1) gemäß dem Anspruch 1 mit folgenden Schritten:
- Entkeimen einer Flüssigkeit mittels eines Entkeimungsgeräts (7) der Anlage (1),
wobei das Entkeimen der Flüssigkeit innerhalb eines Flüssigkeitskreislaufs (9) der
Anlage (1) erfolgt,
- Fördern der Flüssigkeit mittels einer Pumpe (11) der Anlage (1) innerhalb des Flüssigkeitskreislauf
(9) von zumindest einem Flüssigkeitsauslass (5a-5e) der Anlage (1) zu einer Mischeinrichtung
(13) der Anlage (1), wobei die Mischeinrichtung (13) einen Mischbehälter (15) umfasst,
welcher zwei Behältereinlässe (17a, 17b) und einen Behälterauslass (19) aufweist,
wobei ein Behältereinlass (17b) und der Behälterauslass (19) fluidleitend mit dem
Flüssigkeitskreislauf (9) verbunden sind und ein Behältereinlass (17a) fluidleitend
mit dem Flüssigkeitseinlass (3) der Anlage (1) verbunden ist,
- Mischen von entkeimter Flüssigkeit und nicht-entkeimter Flüssigkeit in der Mischeinrichtung
(13) der Anlage (1) innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs (9),
- Regeln des Drucks innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs (9) mittels eines vor dem
zumindest einen Flüssigkeitsauslass (5a-5e) angeordneten Druckreglers (27a) der Anlage
(1) und/oder eines hinter dem zumindest einen Flüssigkeitsauslass (5a-5e) angeordneten
Druckreglers (27b) der Anlage (1).
10. Verfahren nach Anspruche 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Entkeimens einer Flüssigkeit den folgenden Schritt umfasst:
- Bestrahlen der Flüssigkeit mit ultravioletter Strahlung, vorzugsweise mit ultravioletter
Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 156 bis 300nm.