TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wandarmatur nach dem Oberbegriff von Anspruch
1 und eine Anordnung nach dem Oberbegriff von Anspruch 14.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Wandarmaturen bekannt. Beispielsweise zeigt die
DE 20 2015 101 146 U1 eine Wandarmatur, bei welcher die Wandarmatur an einer Verriegelungsplatte, die eine
geringe Dicke aufweist, befestigt ist. Weiter ragt eine Hülse der Wandarmatur in eine
Hülse des Wasseranschlusses, wodurch die Armatur mit Wasser versorgt werden kann.
Zwischen den Hülsen ist radiales Spiel vorhanden, welches durch einen O-Ring abgedichtet
wird. Der Wasseranschluss selbst ist dabei an einer Platte an einer Rückwand befestigt.
[0003] Aus der technischen Lehre der
DE 20 2015 101 146 ergeht der Nachteil, dass die Wandarmatur bezüglich Vandalenakten ungenügend geschützt
ausgebildet ist. In der Praxis wurde festgestellt, dass Wandarmaturen durch Vandalen
üblicherweise mit Schlägen von oben herab traktiert werden. Die Schläge wirken also
über die nach oben gerichtete Fläche auf die Wandarmatur ein. Bei der Wandarmatur
nach der
DE 20 2015 101 146 würden solche Schläge zu einem Bruch zwischen der Verriegelungsplatte und dem Armaturenkörper
führen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine bevorzugte Aufgabe
zugrunde, eine Wandarmatur anzugeben, welche die Nachteile des Standes der Technik
überwindet. Besonders bevorzugt soll die Wandarmaturen bezüglich Vandalenakten sicherer
sein.
[0005] Diese Aufgabe löst der Gegenstand vom Anspruch 1. Demgemäss umfasst eine Wandarmatur
eine an einem ortsfest angeordneten Lagerteil befestigbare Anschlusseinrichtung, die
mindestens ein Leitungsstück mit einem Leitungsstückeingang und einem Leitungsstückausgang
umfasst, und einen Armaturenkörper umfassend einen Wasserkanal mit einem Wasserkanaleingang
und einem Wasserkanalausgang, wobei der Wasserkanaleingang mit dem Leitungsstückausgang
fluidisch verbindbar ist. Die Wandarmatur umfasst weiter ein mit dem Lagerteil in
Verbindung bringbares Supportelement, welches Supportelement eine sich entlang einer
Mittelachse erstreckende Führungsöffnung aufweist. Der Armaturenkörper weist einen
Führungsabschnitt auf, wobei der Führungsabschnitt in Einbaulage in die Führungsöffnung
einragt und in flächigem Kontakt mit der Führungsöffnung steht.
[0006] Durch das Einragen des Führungsabschnittes des Armaturenkörpers in die Führungsöffnung
und durch den damit einhergehenden flächigen Kontakt kann der Armaturenkörper am Supportelement
gelagert bzw. abgestützt werden. Hierdurch wird eine robuste Struktur gegen Schläge
oder andere Arten von Vandalenangriffen auf die Armatur geschaffen.
[0007] Das Leistungsstück kann am Leitungsstückeingang mit einer Wasserleitung verbunden
werden. Die Wasserleitung kann beispielsweise von einem Ventilelement, insbesondere
mit einem Mischelement, zur Anschlusseinrichtung geführt werden. Alternativ kann die
Wasserleitung direkt vom Hausleitungsnetz zur Anschlusseinrichtung geführt werden,
wobei dann in der Anschlusseinrichtung ein Ventil angeordnet wird.
[0008] Die Anschlusseinrichtung und das Supportelement sind vorzugsweise separat zueinander
ausgebildete Elemente, welche mit dem Lagerteil verbindbar sind.
[0009] Der Führungsabschnitt des Armaturenkörpers ist vorzugsweise mindestens im Bereich
des hinteren Endes, also im Bereich des Wasserkanaleingangs angeordnet. Vorzugsweise
umgibt der Führungsabschnitt mindestens den Bereich des Armaturenkörpers, in welchen
der Leitungsstückausgang einragt. Der Armaturenkörper umfasst vorzugsweise eine Wandung.
Der Führungsabschnitt ist vorzugsweise auf der Aussenseite der Wandung angeordnet.
[0010] Der Wasserkanal im Armaturenkörper ist vorzugsweise durch die Wandung des Armaturenkörpers
bereitgestellt oder der Wasserkanal kann durch einen innerhalb der Wandung verlaufenden
Schlauch bereitgestellt werden.
[0011] Die Führungsöffnung wird vorzugsweise durch einen Wandabschnitt des Supportelementes
begrenzt. Die Führungsöffnung ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass von vorne
der Führungsabschnitt einschiebbar ist und dass das Leitungsstück in der Führungsöffnung
in Richtung der Mittelachse bewegbar und platziertbar ist.
[0012] Vorzugsweise sind die Führungsöffnung und der Führungsabschnitt nicht als fluidisches
Dichtpaar ausgebildet. Das fluidische Dichtpaar wird durch die Kontaktierung des Wasserkanals
mit dem Leitungsstück bereitgestellt. Die Paarung Führungsöffnung und Führungsabschnitt
übernimmt ausschliesslich eine mechanische Stützwirkung.
[0013] Vorzugsweise erstreckt sich die Führungslänge zwischen Führungsöffnung und Führungsabschnitt
entlang der Mittelachse gesehen über eine Länge, welche einem Mehrfachen, insbesondere
dem 2- bis 5-fachen, des grössten Durchmessers der Führungsöffnung entspricht.
[0014] Unter der Führungslänge wird die Länge verstanden, über welche die Führungsöffnung
und der Führungsabschnitt miteinander in Kontakt stehen.
[0015] Die Einschubtiefe des Führungsabschnittes in die Führungsöffnung des Supportelementes
ist vorzugsweise für jede Einbausituation identisch bzw. gleich.
[0016] Vorzugsweise umfasst das Supportelement einen Flansch, welcher sich frontseitig um
die Führungsöffnung herum erstreckt, wobei das Supportelement über den Flansch mit
dem Lagerteil verbindbar ist. Der Flansch kann beispielsweise Öffnungen aufweisen,
durch welche ein Befestigungsmittel, wie eine Schraube oder eine Niete, hindurchgeführt
werden kann. Mit dem Befestigungsmittel wird der Flansch dann zum Lagerteil befestigt.
[0017] Besonders bevorzugt schliesst sich dem Flansch der besagte Wandabschnitt, der die
Führungsöffnung begrenzt, an.
[0018] Vorzugsweise weist das Supportelement aussenseitig eine Stützfläche auf, welche in
einem Durchbruch im Lagerteil, welches beispielsweise eine Traverse sein kann, lagerbar
ist. Die Form der Stützfläche und diejenige des Durchbruches weisen mindestens eine
plane Fläche auf, so dass sich das Supportelement nicht zum Durchbruch verdrehen kann.
Die Stützfläche erstreckt sich vorzugsweise um die Führungsöffnung herum und in Richtung
der Mittelachse. Die Stützfläche und der Durchbruch sind vorzugsweise so ausgebildet,
dass das Supportelement im Durchbruch entlang der Mittelachse bewegbar ist. Vorzugsweise
ist die Stützfläche Teil des besagten Wandabschnittes.
[0019] Zusätzlich kann das Supportelement mit seiner Stützfläche auch in einem Gehäuse,
welches am Lagerteil befestigt ist, abgestützt sein.
[0020] Die Führungslänge ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sich diese in Einbaulage
durch das Lagerteil hindurch erstreckt. Es erstreckt sich ein Teilbereich des Führungsabschnittes
durch den Durchbruch im Lagerteil hindurch. Somit ist der Führungsabschnitt über die
Stützfläche am Lagerteil abgestützt.
[0021] Vorzugsweise ist die Form des Querschnittes von der Führungsöffnung mit der Form
des Querschnittes des Führungsabschnittes passend ausgebildet. Die Formen sind demnach
im Wesentlichen gleich ausgebildet.
[0022] Vorzugsweise ist die Form des Querschnittes von der Führungsöffnung und vom Führungsabschnitt
über die gesamte Führungslänge konstant. Der konstante Querschnitt erstreckt sich
vorzugsweise mit gleicher Form entlang der Mittelachse.
[0023] Die Führungsöffnung und der Führungsabschnitt stehen vorzugsweise über die gesamte
Führungslänge miteinander in flächigem Kontakt. Der flächige Kontakt ist vorzugsweise
derart, dass die Führungsöffnung im Querschnitt gesehen, sich vollständig um den Führungsabschnitt
herumerstreckt und um den Umfang in vollständigem Kontakt ist.
[0024] Vorzugsweise stehen die Oberflächen der Führungsöffnung und die Oberflächen des Führungsabschnittes
miteinander in Kontakt.
[0025] Vorzugsweise weisen die Führungsöffnung und der Führungsabschnitt mindestens je eine
plane Fläche auf. Durch die plane Fläche kann eine gute Abstützung erreicht und ein
Verdrehen des Armaturenkörpers in der Führungsöffnung vermieden werden.
[0026] In einer besonders bevorzugten Ausführung weist die Führungsöffnung und der Führungsabschnitt
je zwei beabstandet zueinander und parallel zueinander verlaufende plane Flächen auf,
welche über zwei Seitenflächen, die vorzugsweise gerundet ausgebildet sind, in Verbindung
stehen.
[0027] Alternativ kann der Querschnitt zwischen Führungsöffnung und Führungsabschnitt auch
kreiszylindrisch oder polygonal ausgebildet sein.
[0028] Vorzugsweise ragt das Leitungsstück mit seinem Leitungsstückausgang in die Führungsöffnung
ein und der Wasserkanaleingang steht mit dem Leitungsstückausgang im Inneren der Führungsöffnung
in fluidischem Kontakt. Insbesondere ragt der Leitungsstückausgang über den Wasserkanaleingang
in den Wasserkanal hinein.
[0029] Vorzugsweise ist zwischen dem Wasserkanaleingang und dem Leitungsstückausgang mindestens
ein Dichtelement angeordnet. Das Dichtelement liegt an einer durch den Wasserkanal
bereitgestellten sich in Richtung der Mittelachse des Wasserkanals erstreckende Dichtfläche
an. Durch die Anordnung an einer sich in Richtung der Mittelachse erstreckenden Dichtfläche
kann unter der Massgabe einer dichten Verbindung zwischen Wasserkanaleigang und Leitungsstückausgang
eine längsverschiebliche Paarung bereitgestellt werden. Hierdurch können unterschiedlichen
Dicken einer Beplankung auch bezüglich des Wasserkanals kompensiert werden.
[0030] Das Dichtelement liegt in Einbaulage bevorzugt im Inneren der Führungsöffnung. Durch
die Anordnung des Dichtelementes im Inneren der Führungsöffnung ist die Dichtstelle
bei grober Kraftanwendung im Zusammenhang mit einem Vandalenakt durch die Abstützung
des Armaturenkörpers über den Führungsabschnitt in der Führungsöffnung im Supportelement
besonders geschützt und eine Leckage kann weitgehend vermieden werden.
[0031] Besonders bevorzugt weist die Anschlusseinrichtung zusätzlich zum mindestens einen
Leitungsstück ein Gehäuse auf. Das mindestens eine Leitungsstück wird dabei vorzugsweise
durch das Gehäuse gelagert. Das Gehäuse selbst ist mit dem Lagerteil in Verbindung
bringbar. Beispielsweise über eine Schraubverbindung. Das Leitungsstück wird somit
über das Gehäuse zum Lagerteil befestigt. Alternativ kann auch eine andere Art von
Befestigung des Leitungsstücks zum Lagerteil vorgesehen sein.
[0032] Vorzugsweise ist quer zur Mittelachse gesehen zwischen Leitungsstück und Führungsöffnung
ein Spalt vorhanden, in welchen der Führungsabschnitt einragt. Der Spalt wird dabei
im Wesentlichen vollständig durch den Führungsabschnitt ausgefüllt. Im Inneren des
Wasserkanals steht der Wasserkanaleingang mit dem Leitungsstück in Kontakt und aussenseitig
steht der Führungsabschnitt mit der Führungsöffnung in Kontakt.
[0033] Vorzugsweise weist der Armaturenkörper ein Abdeckteil auf, welches das Supportelement
frontseitig überdeckt, wobei der Führungsabschnitt sich vorzugsweise bis zum Abdeckteil
erstreckt.
[0034] Vorzugsweise ist im besagten Abdeckteil ein Befestigungselement angeordnet, welches
auf das Supportelement wirkt. Besonders bevorzugt wirkt das Befestigungselement auf
den Flansch des Supportelementes. Mit diesem Befestigungselement kann der Armaturenkörper
gegen eine Verschiebung in Richtung der Mittelachse gesichert werden.
[0035] Vorzugsweise umfasst das Supportelement eine Sensoraufnahme für einen Anwesenheitssensor
und weist einen Durchgang für ein Sensorkabel auf, wobei der Durchgang durch die Anschlusseinrichtung
hindurchgeführt wird. Durch den Anwesenheitssensor kann eine die Wandarmatur benützende
Person erfasst werden und über das Sensorkabel kann ein Steuersignal an ein Ventil
übermittelt werden, welches dann basierend auf dem Sensorsignal gesteuert wird.
[0036] Vorzugsweise ist die Sensoraufnahme in Einbaulage unterhalb der Führungsöffnung angeordnet.
Dem Durchgang schliesst sich bevorzugt ein Führungsschlauch an, in welchem das Sensorkabel
zu einem Ventil führbar ist.
[0037] Vorzugsweise weist die Wandarmatur mindestens einen Rohrabschnitt auf, in welchen
eine Wasserleitung dem Leitungsstückeingang zugeführt werden kann. Der Rohrabschnitt
steht vorzugsweise mit der Anschlusseinrichtung in Verbindung und die Wasserleitung
wird im Bereich der Anschlusseinrichtung mit dem Leitungsstück verbunden.
[0038] Der Leitungsstückeingang steht vorzugsweise winklig geneigt, insbesondere rechtwinklig,
zum Leitungsstückausgang. Das heisst, die Richtung des Leitungsstückes wird um den
besagten Winkel umgeleitet.
[0039] Eine Anordnung umfasst eine Wandarmatur nach obiger Beschreibung und ein Lagerteil
mit einer Frontseite und einer Rückseite, wobei das Supportelement über die Frontseite
am Lagerteil befestigt ist und/oder wobei die Anschlusseinrichtung über die Rückseite
am Lagerteil befestigt ist. Vorzugsweise weist das Lagerteil zwischen Supportelement
und Anschlusseinrichtung einen Durchbruch auf.
[0040] Das Lagerteil ist vorzugsweise eine Traverse eines Montagerahmens. Das Lagerteil,
insbesondere in der Gestalt der Traverse, kann aber auch eingemauert werden.
[0041] Vorzugsweise erstreckt sich das Supportelement, insbesondere mit Teilen der Führungsöffnung,
durch den Durchbruch hindurch.
[0042] Die Frontseite des Lagerteils kann mit einer Beplankung beplankt werden, wobei die
Führungsöffnung des Supportelementes sich über einen wesentlichen Teil der Dicke der
Beplankung erstreckt. Besonders bevorzugt erstreckt sich die Führungsöffnung vollständig
über die Dicke der Beplankung bis in das Lagerteil hinein.
[0043] Vorzugsweise erstreckt sich vom besagten Durchbruch ein Bauschutz vom Lagerteil weg,
wobei durch den Bauschutz eine Zugangsöffnung durch die Beplankung hindurch zum Durchbruch
bereitgestellt wird. Der Querschnitt des Durchbruchs ist vorzugsweise kleiner als
derjenige des Bauschutzes.
[0044] Ein Verfahren zur Montage einer Anordnung nach obiger Beschreibung ist gekennzeichnet,
dass in einem ersten Schritt die Anschlusseinrichtung am Lagerteil montiert werden,
dass in einem nächsten Schritt die Beplankung aufgebracht wird, dass in einem nächsten
Schritt das Supportelement am Lagerteil montiert wird und dass in einem letzten Schritt
der Armaturenkörper mit dem Führungsabschnitt in die Führungsöffnung eingeschoben
wird und mit dem Leitungsstück verbunden wird.
[0045] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0046] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsansicht nach einer Ausführungsform der erfindungsgemässen
Wasserarmatur;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der Wasserarmatur nach Figur 1 vor der Montage;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Wasserarmatur nach Figur 1 während der Montage;
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung nach Figur 3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der Wasserarmatur nach Figur 1 nach erfolgter Montage;
und
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung nach Figur 5.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0047] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung der Wandarmatur 1 gemäss
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Wandarmatur 1 umfasst eine an
einem ortsfest angeordneten Lagerteil 2 befestigbare Anschlusseinrichtung 3 und einen
Armaturenkörper 7 sowie ein Supportelement 11. Eine Anordnung mit der genannten Wandarmatur
1 umfasst weiterhin das Lagerteil 2.
[0048] Die Anschlusseinrichtung 3 umfasst mindestens ein, hier genau ein, Leitungsstück
4 mit einem Leitungsstückeingang 5 und einem Leitungsstückausgang 6. Es können aber
auch zwei Leitungsstücke 4 angeordnet sein. Mit dem Leitungsstück 4 kann Wasser zum
Armaturenkörper 7 geführt werden. In der gezeigten Ausführungsform umfasst die Anschlusseinrichtung
3 weiter ein Gehäuse 36. Das Gehäuse 36 kann dann zum Lagerteil 2 befestigt werden.
Das Gehäuse 36 dient weiter als Lagerung für das Leitungsstück 4, welches durch die
Verbindung des Gehäuses 36 zum Lagerteil 2 befestigt ist.
[0049] Der Armaturenkörper 7 umfasst einen Wasserkanal 8 mit einem Wasserkanaleingang 9
und einem Wasserkanalausgang 10. Der Wasserkanaleingang 9 steht mit dem Leitungsstückausgang
6 in Einbaulage fluidisch in Verbindung. Über den Wasserkanalausgang 10 kann das Wasser
an einen Benutzer abgegeben werden.
[0050] Die Anschlusseinrichtung 3 wird auf einer Rückseite 24 des Lagerteils 2 mit dem Lagerteil
2 verbunden und der Armaturenkörper 7 erstreckt sich im Wesentlichen von der Frontseite
23 vom Lagerteil 2 weg. Teilweise durchdringt dieser das Lagerteil 2 durch einen im
Lagerteil 2 angeordneten Durchbruch 25.
[0051] Das Supportelement 11 ist mit dem Lagerteil 2 in Verbindung bringbar. In der gezeigten
Ausführungsform wird das Supportelement 11 mit Befestigungselementen 29 von der Frontseite
23 her mit dem Lagerteil 2 verbunden. Das Supportelement 11 umfasst eine sich entlang
einer Mittelachse M erstreckende Führungsöffnung 12. Der Armaturenkörper weist einen
Führungsabschnitt 13 auf, welcher im eingebauten Zustand in die Führungsöffnung 12
einragt und in flächigem Kontakt mit der Führungsöffnung 12 steht. Der Armaturenkörper
7 wird also über den Führungsabschnitt 13 in der Führungsöffnung 12 des Supportelementes
11, das wiederum mit dem Lagerteil 2 in Verbindung steht, gelagert.
[0052] In den Figuren 2 und 3 werden weitere perspektivische Ansichten der Wandarmatur 1
gezeigt. In diesen Figuren steht das Supportelement 11 mit dem Stützteil in Verbindung.
Weiter ist vor der Frontseite 23 des Stützteils 2 eine Beplankung 26 angeordnet, welche
hier nur ansatzweise gezeigt ist. Das Supportelement 11 ragt dabei durch die Beplankung
26 hindurch und steht dann, wie bereits erwähnt, mit dem Lagerteil 2 in Verbindung.
[0053] In der Figur 2 wird der Armaturenkörper 7 in einer Lage vor der Montage gezeigt.
In der Figur 3 wird der Armaturenkörper 7 in einer Lage gezeigt, in welcher dieser
mit seinem Führungsabschnitt 13 teilweise in die Führungsöffnung 12 einragt. In der
Figur 4 wird eine Schnittdarstellung gezeigt, in welcher das teilweise Einragen des
Führungsabschnittes 13 in die Führungsöffnung 12 gut erkannt werden kann. Weiter wird
sodann in der Figur 5 der Armaturenkörper 7 in Einbaulage gezeigt. Die Figur 6 zeigt
eine Schnittdarstellung der Figur 5. Hier kann gut erkannt werden, dass der Armaturenkörper
7 mit seinem Führungsabschnitt 13 in flächigem Kontakt mit der Führungsöffnung 12
steht.
[0054] In Einbaulage, wie in der Figur 6 gezeigt, ragt der Leitungsstückausgang 6 in den
Wasserkanaleingang 9 ein. Hierdurch wird eine fluidische Verbindung zwischen dem Leitungsstück
4 und dem Wasserkanal 8 bereitgestellt.
[0055] Die Führungsöffnung 12 und der Führungsabschnitt 13 sind nicht als fluidisches Dichtpaar
ausgebildet, sondern sind als mechanische Paarung ausgebildet. Das heisst die Paarung
Führungsöffnung 12 und Führungsabschnitt 13 übernehmen ausschliesslich eine mechanische
Stützwirkung, nicht aber eine Funktion bezüglich der wasserführenden Teile. Dies kann
in der Figur 6 gut erkannt werden. Die wasserführenden Teile werden durch das Leitungsstück
4 und durch den Wasserkanal 8 bzw. mit den diesen Elementen assoziierten Abschnitten
bereitgestellt.
[0056] Die Dicke T der Beplankung 26 kann variabel sein. Je nach Einbausituation ändert
sich die Dicke T. Um eine Änderung der Dicke T der Beplankung 26 ausgleichen zu können,
kann das Supportelement 11 unterschiedlich weit in den Durchbruch 25 einragen. Folglich
ändert sich also die Einschubtiefe des Supportelementes 11 in Richtung der Mittelachse
M in den Durchbruch 25 bzw. durch den Durchbruch 25 hindurch.
[0057] Die Führungslänge L zwischen der Führungsöffnung 12 und dem Führungsabschnitt 13
erstreckt sich entlang der Mittelachse M gesehen vorzugsweise über eine Länge, welche
einem Mehrfachen des grössten Durchmessers D der Führungsöffnung 13 entspricht. Besonders
bevorzugt erstreckt sich die Führungslänge L über eine Länge, welche dem 2-fachen
bis 5-fachen des grössten Durchmessers D der Führungsöffnung 13 entspricht. Durch
diese Ausbildung kann eine besonders gute Stützwirkung zwischen dem Armaturenkörper
7 und dem Supportelement 11 bereitgestellt werden. Hierdurch wird die Vandalensicherheit
weiter erhöht. Die Führungslänge L entspricht dabei der Länge, über welche der Führungsabschnitt
13 und die Führungsöffnung 12 in flächigem Kontakt stehen.
[0058] In dem Zusammenhang mit der Änderung der Dicke T der Beplankung ist der Leitungsstückausgang
6 und der Wasserkanaleingang 9 ebenfalls derart ausgebildet, dass eine Längenverschiebung
zwischen Wasserkanaleingang 9 und dem feststehenden Leitungsstückeingang 5 möglich
ist. Hierfür weist der Wasserkanal 8 eine sich an den Wasserkanaleingang 9 anschliessende
Dichtfläche 31 auf, welche mit einem am Leitungsstückeingang 6 aussenseitig angeordneten
Dichtelement 28 zusammenarbeitet. Die Dichtfläche 31 kann beim Einschieben des Armaturenkörpers
7 in die Führungsöffnung 12 relativ zum feststehenden Dichtelement 28 verschoben werden,
wobei in Einbaulage das Dichtelement 28 dann irgendwo auf der Dichtfläche 31 zu liegen
kommt. Das Dichtelement 28 kann beispielsweise ein O-Ring sein.
[0059] Von den Schnittdarstellungen der Figuren 4 und 6 kann gut erkannt werden, dass das
Leitungsstück 4 mit seinem Leitungsstückausgang 5 in die Führungsöffnung 12 einragt.
Das Dichtelement 28 ist dabei derart im Bereich des Leitungsstückausgangs 6 angeordnet,
dass dieses ebenfalls innerhalb der Führungsöffnung 12 liegt. Hierdurch wird sichergestellt,
dass der Wasserkanaleingang 9 mit dem Leitungsstückausgang 6 im Inneren der Führungsöffnung
12 in fluidischem Kontakt steht. Das Dichtelement 28 ist bezüglich allfälligen Schlägen
durch Vandalen auf den Armaturenkörper 7 im Inneren der Führungsöffnung 12 geschützt
angeordnet. Hierdurch kann im Falle eines Vandalenaktes ein Wasserschaden weitgehend
vermieden werden.
[0060] Zwischen der Aussenseite des Leitungsstückes 4 und der Führungsöffnung 12 ist ein
umlaufender Spalt 15 vorhanden, in welchen dann der Führungsabschnitt 13 einragt.
Dieser Spalt 15 und das Einragen kann ebenfalls in den Figuren 4 und 6 gut erkannt
werden.
[0061] Die Form des Querschnittes der Führungsöffnung 12 ist mit der Form des Querschnittes
des Führungsabschnittes 13 passend ausgebildet, was in allen Figuren gezeigt wird.
Das heisst die beiden Querschnitte stimmen miteinander überein, sodass der Führungsabschnitt
13 in die Führungsöffnung 12 in Richtung der Mittelachse M ein- und verschiebbar ist,
und dass über die gesamte Führungslänge ein flächiger Kontakt bereitstellbar ist.
Die Form des Querschnittes ist vorzugsweise über die Einschubtiefe konstant gehalten.
[0062] In den Figuren wird gezeigt, dass die Führungsöffnung 12 und der Führungsabschnitt
13 je mindestens eine plane Fläche 34 aufweist. Durch die plane Fläche 34 wird verhindert,
dass sich der Armaturenkörper 7 um die Mittelachse M herum verdrehen kann. In der
gezeigten Ausführung ist eine obere plane Fläche 34 und eine untere plane Fläche 34
angeordnet. Die beiden planen Flächen 34 stehen dann über zwei Seitenflächen 35, die
hier gerundet ausgebildet sind, miteinander in Verbindung.
[0063] Das Supportelement 11 umfasst hier aussenseitig eine Stützfläche 30. Die Stützfläche
30 erstreckt sich dabei um die Führungsöffnung 12 herum und ist Teil eines Wandabschnittes
37. Die Stützfläche 30 dient dazu, dass das Supportelement 11 in einem Durchbruch
25 im Lagerteil 2 gelagert werden kann. Diese Lagerung ist ebenfalls in der Schnittdarstellung
der Figuren 4 und 6 gezeigt. Hierdurch wird also das Supportelement 11 nicht nur mit
den unten beschriebenen Befestigungselementen 29 zum Lagerteil 2 gesichert, sondern
es steht zusätzlich über die Stützfläche 30 und den Durchbruch 25 mit dem Lagerteil
in Verbindung.
[0064] Besonders bevorzugt ist das Dichtelement 28 ebenfalls im Bereich der Abstützstelle
zwischen Supportelement 11 mit der Stützfläche 30 und dem Durchbruch 25 angeordnet.
[0065] Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 6 werden nun weitere vorteilhafte Merkmale
der gezeigten Ausführungsform erläutert.
[0066] Das Supportelement 11 umfasst weiterhin einen Flansch 14, welcher sich frontseitig
um die Führungsöffnung 12 herum erstreckt. Das Supportelement 11 ist über den Flansch
14 mit dem Lagerteil 2 verbindbar. Der Flansch 14 weist mehrere Öffnungen 32 auf,
durch welche Befestigungselemente 29 hindurchgeführt werden können, die dann mit dem
Lagerteil 2 verbunden werden. In der Figur 6 kann gut erkannt werden, dass das Supportelement
11 mit dem Flansch 14 gegen die Beplankung 26 geklemmt wird und das Befestigungselement
29 durch die Beplankung 26 hindurch in das Lagerteil 2 eingreift. Weiter greift das
Befestigungselement 29 hier zusätzlich und optional in die Anschlusseinrichtung 3
ein.
[0067] Die Anschlusseinrichtung 3, hier das Gehäuse 36, wird, wie bereits erwähnt, über
die Rückseite 24 mit dem Lagerteil 2 verbunden. Beispielsweise wird die Anschlusseinrichtung
3 mit Schrauben oder anderen Befestigungselement mit dem Lagerteil 2 verbunden. Die
Anschlusseinrichtung 3, im welchen das Leitungsstück 4 lagert, ist dabei derart positioniert,
dass der Leitungsstückausgang 6 in die Führungsöffnung 12 zu liegen kommt.
[0068] In der gezeigten Ausführungsform umfasst der Armaturenkörper 7 ein Abdeckteil 16,
welches das Supportelement 11 frontseitig überdeckt. Der Führungsabschnitt 13 schliesst
sich, wie in der Figur 6 gezeigt, dann dem Abdeckteil 16 an. Das Abdeckteil 16 kann
über eine Stellschraube 33 zum Flansch 14 des Supportelementes 11 gesichert werden.
Durch die feste Verbindung zwischen dem Abdeckteil 16 und dem Armaturenkörper 7 kann
somit über die Stellschraube eine Sicherung des Armaturenkörpers 7 in der Führungsöffnung
12 bereitgestellt werden. Diese Sicherung wirkt gegen eine Bewegung in Richtung der
Mittelachse M. Die Sicherung kann aber auch anders gelöst werden. Weiter wirkt das
Abdeckteil 16 als Anschlagselement gegenüber dem Flansch 14 und/oder der Beplankung
26.
[0069] Weiter umfasst das Supportelement 11 eine Sensoraufnahme 17 für einen Anwesenheitssensor
18. Der Anwesenheitssensor 18 umfasst weiter ein Sensorkabel 20, welches durch eine
Durchgang 19 durch das Supportelement 11 zur Anschlusseinrichtung 3 geführt werden
kann. In der Anschlusseinrichtung 3, durch welche der Durchgang 19 ebenfalls hindurchgeführt
wird, mündet der Durchgang 19 in einen Führungsschlauch 21. Das Sensorkabel 20 wird
dann zu einem unterhalb der Wandarmatur 1 liegenden Ventil geführt, über welches der
Wasserzufluss zum Wasserkanal 8 im Armaturenkörper gesteuert werden kann. Der Führungsschlauch
21 ist hier mit der Anschlusseinrichtung 3 in festem Kontakt. Bei der Montage kann
das Sensorkabel von vorne durch den Durchgang 19 zum Führungsschlauch 21 geführt werden.
Die Sensoraufnahme 17 liegt in Einbaulage unterhalb der Führungsöffnung 12.
[0070] Die Anschlusseinrichtung 3 umfasst weiter einen Rohrabschnitt 22, in welchem eine
Wasserleitung 38 dem Leitungsstückeingang 6 zugeführt werden kann. Die Wasserleitung
38, welche hier nur im Bereich des Leitungsstückeingangs 5 dargestellt ist, mündet
eingangsseitig in einen Verteiler mit dem genannten Ventil, welcher zudem noch einen
Mischer für Warmwasser aufweisen kann.
[0071] Der Leitungsstückeingang 5 ist, wie in der Figur 4 gezeigt wird, winklig geneigt
zum Leitungsstückausgang 6 angeordnet. Das heisst der eigentliche Wasserkanal wird
im Bereich der Anschlusseinrichtung 3 umgelenkt.
[0072] Der Wasserkanal 8 im Armaturenkörper 7 kann verschiedenartig ausgebildet sein. In
der gezeigten Ausführung handelt es sich um einen Einsatz welcher im Armaturenkörper
7 eingelassen ist. Der Armaturenkörper 7 könnte aber auch direkt mit seiner Wandung
den Wasserkanal 8 bereitstellen.
[0073] Das Lagerteil 2 ist hier als Traverse ausgebildet. Diese Traverse kann mit einem
Montagerahmen, der hinter der Beplankung 26 angeordnet wird, verbunden sein. Alternativ
kann die Traverse bzw. das Lagerteil 2 auch eingemauert sein. Es ist aber auch denkbar,
dass das Lagerteil 2 anderweitig ausgebildet ist und beispielsweise durch eine Wand
bereitgestellt wird. Weiter erstreckt sich um den Durchbruch 25 sowie den Durchgang
19 im Lagerteil 2 ein Bauschutz 27, welcher vor der Montage der Beplankung 26 aufgebracht
wird. Durch den Bauschutz kann eine Öffnung durch die Beplankung 26 bereitgestellt
werden, wobei dann durch diese Öffnung das Supportelement 11 und der Armaturenkörper
7 sowie des Sensorkabel 20 hindurchgeführt werden.
[0074] Ein Verfahren zur Montage einer Anordnung bzw. einer Wandarmatur umfasst im Wesentlichen
folgende Schritte, nämlich:
- Einen ersten Schritt, in welchem die Anschlusseinrichtung 3 am Lagerteil 2 montiert
werden
- Einen nächsten Schritt, in welchem die Beplankung 26 aufgebracht wird
- Einen nächsten Schritt, in welchem das Supportelement 11 am Lagerteil 2 angeordnet
wird
- Einen vierten Schritt, in welchem der Armaturenkörper 7 mit dem Führungsabschnitt
13 in die Führungsöffnung 12 eingeschoben wird und mit dem Leitungsstück 4 verbunden
wird.
[0075] Vorzugsweise wird vor dem Aufbringen der Beplankung 26 der Bauschutz 27 mit dem Lagerteil
2 verbunden.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Wandarmatur |
31 |
Dichtfläche |
| 2 |
Lagerteil |
32 |
Öffnungen |
| 3 |
Anschlusseinrichtung |
33 |
Stellschraube |
| 4 |
Leitungsstück |
34 |
plane Fläche |
| 5 |
Leitungsstückeingang |
35 |
Seitenflächen |
| 6 |
Leitungsstückausgang |
36 |
Gehäuse |
| 7 |
Armaturenkörper |
37 |
Wandabschnitt |
| 8 |
Wasserkanal |
38 |
Wasserleitung |
| 9 |
Wasserkanaleingang |
D |
Durchmesser |
| 10 |
Wasserkanalausgang |
L |
Führungslänge |
| 11 |
Supportelement |
M |
Mittelachse |
| 12 |
Führungsöffnung |
T |
Dicke |
| 13 |
Führungsabschnitt |
|
|
| 14 |
Flansch |
|
|
| 15 |
Spalt |
|
|
| 16 |
Abdeckteil |
|
|
| 17 |
Sensoraufnahme |
|
|
| 18 |
Anwesenheitssensor |
|
|
| 19 |
Durchgang |
|
|
| 20 |
Sensorkabel |
|
|
| 21 |
Führungsschlauch |
|
|
| 22 |
Rohrabschnitt |
|
|
| 23 |
Frontseite |
|
|
| 24 |
Rückseite |
|
|
| 25 |
Durchbruch |
|
|
| 26 |
Beplankung |
|
|
| 27 |
Bauschutz |
|
|
| 28 |
Dichtelement |
|
|
| 29 |
Befestigungselement |
|
|
| 30 |
Stützfläche |
|
|
1. Wandarmatur (1) umfassend
eine an einem ortsfest angeordneten Lagerteil (2) befestigbare Anschlusseinrichtung
(3), die mindestens ein Leitungsstück (4) mit einem Leitungsstückeingang (5) und einem
Leitungsstückausgang (6) umfasst, und
einen Armaturenkörper (7) umfassend einen Wasserkanal (8) mit einem Wasserkanaleingang
(9) und einem Wasserkanalausgang (10), wobei der Wasserkanaleingang (9) mit dem Leitungsstückausgang
(6) fluidisch verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandarmatur (1) weiter ein mit dem Lagerteil (2) in Verbindung bringbares Supportelement
(11) umfasst, welches Supportelement (11) eine sich entlang einer Mittelachse (M)
erstreckende Führungsöffnung (12) aufweist, und dass der Armaturenkörper (7) einen
Führungsabschnitt (13) aufweist, wobei der Führungsabschnitt (13) in Einbaulage in
die Führungsöffnung (12) einragt und in flächigem Kontakt mit der Führungsöffnung
(12) steht.
2. Wandarmatur (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsöffnung (12) und der Führungsabschnitt (13) nicht als fluidisches Dichtpaar
ausgebildet sind, sondern dass die Paarung Führungsöffnung (12) und Führungsabschnitt
(13) ausschliesslich eine mechanische Stützwirkung übernimmt.
3. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungslänge (L) zwischen Führungsöffnung (12) und Führungsabschnitt (13) entlang
der Mittelachse (M) gesehen sich über eine Länge erstreckt, welche einem Mehrfachen,
insbesondere dem 2- bis 5-fachen, des grössten Durchmessers (D) der Führungsöffnung
(13) entspricht.
4. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Supportelement (11) einen Flansch (14) umfasst, welcher sich frontseitig um die
Führungsöffnung (12) herum erstreckt, wobei das Supportelement (11) über den Flansch
(14) mit dem Lagerteil (2) verbindbar ist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Supportelement (11) aussenseitig eine Stützfläche (30) aufweist, welche in einem
Durchbruch (25) im Lagerteil (2) lagerbar ist.
6. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Querschnittes der Führungsöffnung (12) mit der Form des Querschnittes
des Führungsabschnittes (13) passend ausgebildet; und/oder dass die Form des Querschnittes
von der Führungsöffnung (12) und vom Führungsabschnitt (13) über die gesamte Führungslänge
(L) konstant ist; und/oder dass die Führungsöffnung (12) und der Führungsabschnitt
(13) über die gesamte Führungslänge (L) miteinander in Kontakt sind.
7. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsöffnung (12) und der Führungsabschnitt (13) je mindestens eine plane
Fläche (34) aufweisen; oder dass die Führungsöffnung (12) und der Führungsabschnitt
(13) je zwei beabstandet zueinander und parallel zueinander verlaufende plane Flächen
aufweist, welche über zwei Seitenflächen (35), die vorzugsweise gerundet ausgebildet
sind, in Verbindung stehen.
8. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungsstück (4) mit seinem Leitungsstückausgang (5) in die Führungsöffnung
(12) einragt und dass der Wasserkanaleingang (9) mit dem Leitungsstückausgang (5)
im Inneren der Führungsöffnung (12) in fluidischem Kontakt steht.
9. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wasserkanaleingang (9) und dem Leitungsstückausgang (5) mindestens ein
Dichtelement (28) angeordnet ist, wobei das Dichtelement (28) auf einer durch den
Wasserkanal (8) bereitgestellten sich in Richtung der Mittelachse des Wasserkanals
erstreckenden Dichtfläche (31) anliegt, und wobei das Dichtelement (28) in Einbaulage
vorzugsweise im Inneren der Führungsöffnung (12) liegt.
10. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass quer zur Mittelachse (M) gesehen zwischen Leitungsstück (4) und Führungsöffnung (12)
ein Spalt (15) vorhanden ist, in welchen der Führungsabschnitt (13) einragt.
11. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Armaturenkörper (7) ein Abdeckteil (16) aufweist, welches das Supportelement
(11) frontseitig überdeckt, wobei der Führungsabschnitt (13) sich vorzugsweise bis
zum Abdeckteil (16) erstreckt.
12. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Supportelement (11) eine Sensoraufnahme (17) für einen Anwesenheitssensor (18)
aufweist und dass das Supportelement (11) einen Durchgang (19) für ein Sensorkabel
(20) aufweist, wobei der Durchgang (19) durch die Anschlusseinrichtung (3) hindurchgeführt
wird.
13. Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung (3) mindestens ein Rohrabschnitt (22) aufweist, in welchen
eine Wasserleitung (38) dem Leitungsstückeingang (6) zugeführt werden kann und/oder
dass der Leitungsstückeingang (5) winklig geneigt, insbesondere rechtwinklig, zum
Leitungsstückausgang (6) ist.
14. Anordnung umfassend eine Wandarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und
ein Lagerteil (2) mit einer Frontseite (23) und einer Rückseite (24), wobei das Supportelement
(11) über die Frontseite (23) am Lagerteil (2) befestigt ist und/oder wobei die Anschlusseinrichtung
(3) über die Rückseite (24) am Lagerteil (2) befestigt ist, wobei das Lagerteil (2)
zwischen Supportelement (11) und Anschlusseinrichtung (3) einen Durchbruch (25) aufweist.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Supportelement (11), insbesondere mit Teilen der Führungsöffnung (12) sich
durch den Durchbruch (25) hindurch erstreckt und/oder dass die Frontseite (23) des
Lagerteils (2) mit einer Beplankung (26) beplankt werden kann, wobei die Führungsöffnung
(12) sich über einen wesentlichen Teil der Dicke der Beplankung (26) erstreckt.
16. Verfahren zur Montage einer Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Schritt die Anschlusseinrichtung (3) am Lagerteil (2) montiert werden,
dass in einem nächsten Schritt die Beplankung (26) aufgebracht wird, dass in einem
nächsten Schritt das Supportelement (11) mit dem Lagerteil (2) verbunden wird, und
dass in einem letzten Schritt der Armaturenkörper (7) mit dem Führungsabschnitt (13)
in die Führungsöffnung (12) eingeschoben wird und mit dem Leitungsstück (4) verbunden
wird.