[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Absturzsicherungseinrichtungen, mit denen sich auf
Dächern befindliche, insbesondere arbeitende Personen, vor einem Abstürzen schützen
können.
[0002] Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2007 011 268 U1 ist eine Absturzsicherungseinrichtung mit einer Montagebasis in Form einer Bodenplatte
bekannt. Mit der Montagebasis ist ein Sicherungselement in Form eines Distanzrohres
verbunden, an dem eine Anschlusseinrichtung in Form einer Öse angebracht ist. Die
Öse ermöglicht eine mechanische Kopplung mit einem externen Sicherungsmittel, insbesondere
einem Seil oder Haken. Mittels des externen Sicherungsmittels kann sich eine auf einem
Dach befindliche Person sichern und einen Absturz verhindern.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Absturzsicherungseinrichtung anzugeben,
die besonders sicher bzw. fest am Dach befestigbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Absturzsicherungseinrichtung mit den
Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Absturzsicherungseinrichtung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0005] Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Montagebasis teleskopierbar ausgeführt
und längenmäßig verstellbar ist und die Montagebasis mit einem Ende an und/oder auf
einem Dachsparren eines Daches und mit einem anderen Ende an und/oder auf einem benachbarten
Dachsparren des Daches befestigbar, insbesondere anschraubbar, ist.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Montage an zwei benachbarten Dachsparren ist die Haltekraft
der Absturzsicherungseinrichtung besonders groß, so dass in vorteilhafter Weise beispielsweise
auch schwergewichtige Personen, Personen mit schwerer Ausrüstung oder mehrere Personen
gleichzeitig sicher vor einem Absturz geschützt werden können.
[0007] Mit Blick auf eine einfache Montage der Absturzsicherungseinrichtung wird es als
vorteilhaft angesehen, wenn das Sicherungselement an der teleskopierbaren Montagebasis
mittels Haltemitteln lösbar befestigt ist und die Haltemittel ein Klemmelement und
ein Gegenklemmelement aufweisen, die derart miteinander verbindbar sind, dass das
Klemmelement und das Gegenklemmelement einen Abschnitt der Montagebasis einklemmen.
Diese Ausgestaltung ermöglicht eine zeitlich getrennte Montage von Montagebasis und
Sicherungselement derart, dass zunächst die Montagebasis an den Dachsparren befestigt
werden kann und erst anschließend bzw. in einem getrennten Schritt das Sicherungselement
an der Montagebasis angebracht werden kann.
[0008] Das Klemmelement und/oder das Gegenklemmelement sind vorzugsweise durch ein im Querschnitt
u-förmiges Bauteil, insbesondere ein u-förmiges Guss- oder Strangpressprofilteil,
gebildet, das zwei parallele Endabschnitte und eine die zwei parallelen Endabschnitte
verbindende Trägerplatte aufweist. Derartige u-förmige Bauteile sind in hoher Stabilität
als Standardbauteile erhältlich.
[0009] Die zwei Endabschnitte bilden vorzugsweise jeweils eine äußere Stützwand, die sich
auf der Montagebasis abstützt.
[0010] Die Plattenebene der Trägerplatte liegt vorzugsweise parallel zur Längsrichtung der
Montagebasis.
[0011] Um zu vermeiden, dass bei hohen Belastungen die zwei Endabschnitte des Klemmelements
und/oder des Gegenklemmelements umknicken, also zum Beispiel auseinander oder zueinander
hin gebogen werden, wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die zwei Endabschnitte
des Klemmelements und/oder des Gegenklemmelements außerdem durch zwei Längselemente,
insbesondere Längsstangen oder Längsplatten, miteinander verbunden, insbesondere verschweißt,
sind.
[0012] Die Längselemente sind vorzugsweise parallel zueinander und parallel zur Längsrichtung
der Montagebasis sowie jeweils senkrecht zu der Trägerplatte und senkrecht zu den
beiden Endabschnitten angeordnet.
[0013] Die Anordndung der Längselemente ist mit Blick auf maximale Stabilität vorzugsweise
derart gewählt, dass die Montagebasis abschnittsweise zwischen den beiden Längselementen
angeordnet ist.
[0014] Mit Blick auf eine einfache Montage wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Klemmelement
und das Gegenklemmelement mittels mindestens einer Schraubverbindung verbunden sind.
[0015] Eine solche Schraubverbindung weist bevorzugt mindestens ein Schraubelement, insbesondere
eine Schraube oder eine Gewindestange, auf.
[0016] Um eine einfache Montage mit möglichst wenigen losen Bauteilen zu ermöglichen, ist
es vorteilhaft, wenn das Klemmelement oder das Gegenklemmelement mit einem eingeschnittenen
Gewinde ausgestattet ist, das mit dem Schraubelement verschraubbar ist.
[0017] Auch kann (alternativ oder zusätzlich) - mit Blick auf möglichst wenige lose Bauteile,
die bei der Montage potentiell herunterfallen könnten - vorgesehen sein, dass an dem
Klemmelement oder dem Gegenklemmelement eine Gewindebuchse fest angebracht ist, die
mit dem Schraubelement verschraubbar ist. Vorzugsweise ist eine solche Gewindebuchse
in das Klemmelement oder das Gegenklemmelement fest eingepresst.
[0018] Darüber hinaus kann (alternativ oder zusätzlich) - mit Blick auf möglichst wenige
lose Bauteile, die bei der Montage potentiell herunterfallen könnten - vorgesehen
sein, dass auf der Außenseite des Klemmelements oder Gegenklemmelements, also auf
der von der Montagebasis abgewandten Seite des Klemmelements oder Gegenklemmelements,
ein Gewindeteil, insbesondere in Form einer Mutter, fest angebracht (bevorzugt angeschweißt)
ist, das oder die ein Verschrauben mit dem Schraubelement ermöglicht.
[0019] Besonders bevorzugt ist das eingeschnittene Gewinde, die Gewindebuchse, das Gewindeteil
oder die Mutter an dem Gegenklemmelement angeordnet, um eine manuelle Zugänglichkeit
des Schraubelements von der Klemmelementseite, also der Seite mit dem Sicherungselement,
zu ermöglichen.
[0020] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn das Gegenklemmelement ein Durchgangsloch
aufweist.
[0021] In das Durchgangsloch ist vorzugsweise ein Gewinde zum Verschrauben mit dem Schraubelement
eingeschnitten. Alternativ ist es vorteilhaft, wenn in das Durchgangsloch eine Gewindebuchse
fest eingepresst ist oder wenn das Durchgangsloch mit einem auf der Außenseite - also
auf der von der Montagebasis abgewandten Seite des Gegenklemmelements - fest angebrachten,
insbesondere angeschweißten Gewindeteil (insbesondere Mutter) fluchtet.
[0022] Bei allen den erwähnten Ausgestaltungen mit eingeschnittenem Gewinde, eingepresster
Gewindebuchse oder fest angebrachtem Gewindeteil wird eine Montage von Klemmelement
und Gegenklemmelement mit minimaler Bauteilezahl ermöglicht und erreicht, dass bei
der Montage die mit den Schraubelementen zu verschraubenden Gegengewinde herunterfallen
und Personen verletzen können.
[0023] Bei einer mit Blick auf die Montage besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass das Klemmelement und das Gegenklemmelement mittels mindestens einer Schraube
verschraubt sind, der Schraubenkopf der Schraube außen auf der Außenseite - also der
von der Montagebasis abgewandten und der dem Sicherungselement und der Anschlusseinrichtung
zugewandten Seite - des Klemmelements anliegt und die Schraube das Klemmelement durchsetzt.
Vorzugsweise ist die Schraube mit einem in das Gegenklemmelement eingeschnittenen
Gewinde, einer in das Gegenklemmelement eingepressten Gewindebuchse oder einem auf
der Außenseite des Gegenklemmelements fest angebrachten Gewindeteil, insbesondere
einer auf der Außenseite des Gegenklemmelements fest angebrachten Mutter, verschraubt.
[0024] Mit Blick auf eine dauerhaft sichere Schraubverbindung wird es als vorteilhaft angesehen,
wenn das eingeschnittene Gewinde, die Gewindebuchse, das Gewindeelement oder die Mutter
ein selbstsicherndes Gewinde, eine selbstsichernde Gewindebuchse, ein selbstsicherndes
Gewindeelement oder eine selbstsichernde Mutter ist.
[0025] Vorzugsweise umfasst die eine mechanische Kopplung mit dem externen Sicherungsmittel
erlaubende Anschlusseinrichtung eine Öse, insbesondere eine kreisrunde Ringöse oder
eine Öse mit einem anderen Innen- und/oder Außenquerschnitt (z. B quadratisch, oval,
rechteckig, dreieckig, vieleckig usw.) oder ist durch eine solche Öse gebildet.
[0026] Die Öse ist vorzugsweise mittelbar oder unmittelbar an dem von der Montagebasis entfernten
Ende des Sicherungselements angebracht, insbesondere mit einem an dem Sicherungselement
angebrachten Gewinde verschraubt oder an dem Ende des Sicherungselements angeschweißt.
[0027] Das Sicherungselement umfasst vorzugsweise ein Rohr oder ist durch ein Rohr gebildet.
Im Falle einer solchen Ausgestaltung ist es vorteilhaft, wenn das von der Montagebasis
entfernte Ende des Rohres mit einer Anschlussplatte verschlossen ist und wenn das
Rohr an seinem mit der Montagebasis verbundenen Ende an dem Klemmelement angebracht,
insbesondere angeschweißt, ist.
[0028] Bezüglich der Anbindung der Anschlusseinrichtung wird es als vorteilhaft angesehen,
wenn die (das Rohrende verschließende) Anschlussplatte ein Innengewinde oder ein Außengewinde,
insbesondere einen nach außen - in Richtung von der Montagebasis weg - herausstehenden
Gewindebolzen, aufweist und die Anschlusseinrichtung mit der Anschlussplatte verschraubt
ist.
[0029] Mit Blick auf eine besonders große Stabilität der Haltemittel wird es als vorteilhaft
angesehen, wenn auf der Innenseite des Klemmelements und/oder des Gegenklemmelements
mindestens ein Stützelement angeordnet ist, das sich in Richtung auf die Montagebasis
erstreckt und sich auf der Montagebasis abstützt.
[0030] Das Stützelement ist vorzugsweise durch eine Platte gebildet, die sich unter einem
rechten Winkel von der Innenseite des Klemmelements bzw. Gegenklemmelements, insbesondere
unter einem rechten Winkel von der Innenseite einer zu der Montagebasis parallelen
Trägerplatte des Klemmelements bzw. Gegenklemmelements, in Richtung auf die Montagebasis
erstreckt und parallel zwischen den zwei parallelen Endabschnitten des Klemmelements
liegt.
[0031] Das Klemmelement weist im Bereich der Anschlussstelle des Sicherungselements vorzugsweise
ein Durchgangsloch auf, in das das Sicherungselement eingeführt ist oder durch das
das Sicherungselement hindurchgeführt ist. Besonders bevorzugt ist das Sicherungselement
sowohl auf der der Montagebasis abgewandten Außenseite des Klemmelements an dem Klemmelement
befestigt, insbesondere verschweißt, als auch auf der der Montagebasis zugewandten
Innenseite des Klemmelements an dem Klemmelement befestigt, insbesondere verschweißt.
[0032] Ist ein Stützelement vorhanden, so ist es vorteilhaft, wenn der durch das Durchgangsloch
hindurch geführte Abschnitt des Sicherungselements auf dem Stützelement aufliegt oder
mit diesem verbunden, insbesondere verschweißt ist.
[0033] Die Montagebasis umfasst bevorzugt wenigstens zwei ineinandergreifende Schiebeelemente,
und zwar ein Außenelement, das durch ein Außenrohr gebildet ist, und ein Innenelement,
das durch ein in das Außenrohr eingreifendes Innenrohr oder eine in das Außenrohr
eingreifende Stange gebildet ist.
[0034] Die zwei parallelen Endabschnitte des Klemmelements und des Gegenklemmelements weisen
vorzugsweise jeweils mindestens einen Vorsprung auf, der bei einem Verklemmen der
Montagebasis zwischen dem Klemmelement und dem Gegenklemmelement in das Außenrohr
hineingedrückt wird.
[0035] Die Montagebasis weist vorzugsweise an ihren Enden zur Montage an benachbarten Dachsparren
jeweils ein Befestigungselement auf, wobei eines der Befestigungselemente an dem dem
Sicherungselement abgewandten Ende des Außenrohres der Montagebasis und das andere
Befestigungselement an dem dem Sicherungselement abgewandten Ende des Innenelements
der Montagebasis angebracht ist.
[0036] Die Befestigungselemente sind vorzugsweise Winkelteile oder T-Profile, die jeweils
einen Auflageabschnitt zur Auflage auf dem zugeordneten Dachsparren und jeweils einen
Anlageabschnitt zur seitlichen Anlage an dem zugeordneten Dachsparren aufweisen.
[0037] Bei sehr spitzen Dächern bzw. Spitzdächern wird es mit Blick auf die durchzuführende
Montage als vorteilhaft angesehen, wenn der Auflageabschnitt und der Anlageabschnitt
der Befestigungselemente jeweils relativ zur Montagebasis versetzt und/oder relativ
zueinander versetzt sind und/oder unterschiedlich - in Längsrichtung der Dachsparren
gesehen - lang sind. Bei einer solchen Ausgestaltung lässt sich vermeiden dass Dachlatten
des Daches, die bei spitzen Dächern - in vertikaler Richtung gesehen - eng benachbart
liegen, eine Montage erschweren oder verhindern.
[0038] Die Erfindung bezieht sich außerdem auf eine Anordnung mit Absturzsicherungseinrichtungen.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Anordnung mindestens zwei Absturzsicherungseinrichtungen
wie oben beschrieben aufweist.
[0039] Eine der Absturzsicherungseinrichtungen ist vorzugsweise an einem Paar benachbarter
Dachsparren und die andere Absturzsicherungseinrichtung oder zumindest eine der anderen
Absturzsicherungseinrichtungen an einem anderen Paar benachbarter Dachsparren angebracht.
[0040] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die mindestens zwei Absturzsicherungseinrichtungen
mittels eines Koppelelements, insbesondere Seils, in Verbindung stehen und das Koppelelement
eine mechanische Kopplung mit dem externen Sicherungsmittel, insbesondere einem Seil
oder Haken, ermöglicht. Bei einer solchen Ausgestaltung kann sich eine mit dem externen
Sicherungsmittel gesicherte Person in vorteilhafter Weise entlang der Längsrichtung
des Koppelelements bewegen und bleibt dabei positionsunabhängig durch das Koppelelement
und die mindestens zwei Absturzsicherungseinrichtungen gesichert.
[0041] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert;
dabei zeigen beispielhaft:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung nach
einer Montage auf zwei benachbarten Dachsparren,
- Figur 2
- die Absturzsicherungseinrichtung gemäß Figur 1 in einer anderen Sicht schräg von der
Seite,
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel für ein Klemmelement für die Absturzsicherungseinrichtung
gemäß Figur 1 in einer dreidimensionalen Sicht schräg von der Seite,
- Figur 4
- das Klemmelement gemäß Figur 3 in einer Draufsicht,
- Figur 5
- das Klemmelement gemäß den Figuren 3 und 4 in einer Sicht von der Seite, und zwar
in einer Sicht senkrecht zur Längsrichtung der Montagebasis,
- Figur 6
- das Klemmelement gemäß den Figuren 3 bis 5 in einer Sicht von vorn, und zwar in einer
Sicht entlang der Längsrichtung der Montagebasis gemäß Figur 1,
- Figur 7
- ein Ausführungsbeispiel für ein Winkelteil für die Absturzsicherungseinrichtung gemäß
Figur 1 in einer seitlichen Sicht,
- Figur 8
- das Winkelteil gemäß Figur 7 in der Draufsicht,
- Figur 9
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Gegenklemmelement, das bei der Absturzsicherungseinrichtung
gemäß den Figuren 1 und 2 sowie 10 eingesetzt und beispielsweise mit dem Klemmelement
gemäß den Figuren 1-6 und 10 verbaut werden kann,
- Figur 10
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung
nach einer Montage auf zwei benachbarten Dachsparren,
- Figur 11
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung
zur Montage auf zwei benachbarten Dachsparren und
- Fig. 12-18
- die Bestandteile der Absturzsicherungseinrichtung gemäß Figur 11 näher im Detail,
- Figur 19
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung ohne
Stützelemente und ohne Längsplatten,
- Figur 20
- das Klemmelement des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 19 näher im Detail,
- Figur 21
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung ohne
Stützelemente, aber mit Längsplatten,
- Figur 22
- das Klemmelement des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 21 näher im Detail,
- Figur 23
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung mit
T-Profilen,
- Figur 24
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung mit
versetzt angeordneten T-Profilen,
- Figur 25
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung mit
Befestigungselementen, bei denen die Auflageabschnitte und die Anlageabschnitte unterschiedlich
breit (bzw. in Dachsparrenlängsrichtung gesehen unterschiedlich lang) sind,
- Figur 26
- die Befestigungselemente des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 25 näher im Detail,
- Figur 27
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung mit
Befestigungselementen, bei denen die Auflageabschnitte und die Anlageabschnitte unterschiedlich
breit (bzw. in Dachsparrenlängsrichtung gesehen unterschiedlich lang) sind, und die
Montagebasis versetzt angeordnet ist,
- Figur 28
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Absturzsicherungseinrichtung mit
Befestigungselementen, bei denen die Auflageabschnitte und die Anlageabschnitte unterschiedlich
breit (bzw. in Dachsparrenlängsrichtung gesehen unterschiedlich lang) und versetzt
zueinander angeordnet sind, und zusätzlich die Montagebasis versetzt angeordnet ist,
- Figur 29
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Anordnung mit zwei oder mehr Absturzsicherungseinrichtungen
und
- Figur 30
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Anordnung mit drei Absturzsicherungseinrichtungen,
bei denen die Befestigungselemente relativ zur jeweiligen Montagebasis versetzt sind.
[0042] In den Figuren werden der Übersicht halber für identische oder vergleichbare Komponenten
stets dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0043] Die Figur 1 zeigt eine Absturzsicherungseinrichtung 10, die auf zwei benachbarten
parallelen Dachsparren 20 und 21 aufgeschraubt ist. Die Absturzsicherungseinrichtung
10 weist eine Montagebasis 30 auf, die ein Außenrohr 40 und ein in dem Außenrohr 40
verschiebbar gehaltenes Innenrohr 50 umfasst. Durch Ineinanderschieben des Innenrohrs
50 und des Außenrohrs 40 lässt sich die Länge der Montagebasis 30 entlang der Längsrichtung
X der Rohre 40 und 50 verändern, wodurch eine Anpassung der Absturzsicherungseinrichtung
10 an unterschiedliche Dachsparrenabstände möglich ist.
[0044] Zur Befestigung der Montagebasis 30 an den beiden Dachsparren 20 und 21 sind Befestigungselemente
in Form von Winkelteilen 60 und 70 vorhanden, die ein Aufschrauben der Absturzsicherungseinrichtung
10 auf den Dachsparren 20 und 21 ermöglichen.
[0045] Zur Anbindung eines rohr- oder stangenförmigen Sicherungselements 80 an der Montagebasis
30 sind Haltemittel 90 vorgesehen, die ein oberes Klemmelement 100 und ein unteres
Gegenklemmelement 110 umfassen. Das obere Klemmelement 100 ist mit dem unteren Gegenklemmelement
110 mittels Schraubverbindungen verbunden, die ein Einklemmen der Montagebasis 30
zwischen dem oberen Klemmelement 100 und dem unteren Klemmelement 110 durch Festschrauben
ermöglichen.
[0046] Die Figur 1 zeigt darüber hinaus eine Anschlusseinrichtung 810 in Form einer Öse,
die an dem von den Haltemitteln 90 entfernten Ende des Sicherungselements 80 - mittelbar
oder unmittelbar - angebracht ist. Die Anschlusseinrichtung 810 bzw. die Öse ermöglichen
das Anbringen eines externen Sicherungsmittels, beispielsweise eines Hakens oder Seils,
mit dem sich eine auf dem Dach befindliche Person vor einem Absturz sichern kann.
[0047] Die Anschlusseinrichtung 810 kann an dem Sicherungselement 80 angeschweißt oder angeschraubt
sein. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist die Anschlusseinrichtung 810 mit
einer Anschlussplatte 820 verschraubt, die an dem Sicherungselement 80 angeschweißt
ist. Bei der Anschlussplatte 820 handelt es sich vorzugsweise um eine eine Bohrung
mit Innengewinde aufweisende Gewindescheibe, in die ein mit einem Außengewinde versehener
Bolzenabschnitt der Anschlusseinrichtung 810 eingeschraubt ist.
[0048] Die Figur 2 zeigt Bestandteile der Absturzsicherungseinrichtung 10 gemäß Figur 1
in einer anderen Darstellung näher im Detail. Man erkennt, dass das Klemmelement 100
zwei parallele Endabschnitte 101 und 102 aufweist, die sich in einem Winkel (90° oder
zumindest näherungsweise 90°) von der Innenseite 100i einer Trägerplatte 105 des Klemmelements
100 in Richtung auf das Außenrohr 40 der Montagebasis 30 erstrecken. Mittig zwischen
den beiden parallelen Endabschnitten 101 und 102 befindet sich ein Stützelement 103,
das durch eine Platte gebildet ist. Das Stützelement 103 bzw. die Platte erstreckt
sich in einem rechten Winkel von der Innenseite 100i des Klemmelements 100 bzw. von
der Innenseite der Trägerplatte 105 des Klemmelements 100 in Richtung des Außenrohrs
40 und stützt sich auf diesem ab.
[0049] Die Anordnung des Stützelements 103 ist derart gewählt, dass sich dieses unterhalb
des Anschlussabschnitts 81 des Sicherungselements 80 befindet, so dass sich bei einem
Anziehen von Schraubverbindungen 150, die das Klemmelement 100 mit dem Gegenklemmelement
110 verbinden, das Stützelement 103 unterhalb des Anschlussabschnitts 81 auf der Montagebasis
abstützt und somit eine optimale Kraftübertragung zwischen dem Klemmelement 100 und
der Montagebasis 30 im Bereich unterhalb des Anschlussabschnitts 81 erreicht wird.
[0050] Das Klemmelement 100 und das Stützelement 103 können Abschnitte eines einteiligen
Bauteils, beispielsweise eines Gussteils oder eines Strangpressprofilteils sein. Alternativ
kann das Stützelement 103 durch eine separate Platte gebildet sein, die an der Innenseite
100i des Klemmelements 100 bzw. der Innenseite der Trägerplatte 105 angebracht, insbesondere
angeschweißt ist.
[0051] Die Schraubverbindungen 150 weisen bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 Schrauben
151 und Muttern 152 auf; alternativ sind auch andere Arten von Schraubverbindungen
möglich, beispielsweise auf der Basis von Gewindestangen oder dergleichen. Darüber
hinaus können das Klemmelement 100 und das Gegenklemmelement 110 auch mittels weiterer
Komponenten miteinander in Verbindung stehen, beispielsweise mittels eines Schwenkgelenks,
das ein Verschwenken zwischen dem Klemmelement 100 und dem Gegenklemmelement 110 beim
Anbringen der beiden Elemente an der Montagebasis 30 ermöglicht.
[0052] Werden, wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 gezeigt, Muttern 152 eingesetzt,
so ist es vorteilhaft, wenn diese am Klemmelement 100 oder Gegenklemmelement 110,
besonders bevorzugt - zwecks besserer Zugänglichkeit des Schraubenkopfes der Schraube
151 während der Montage - an der Außenseite des Gegenklemmelements 110, fest angebracht,
insbesondere angeschweißt, sind, um ein Herunterfallen der Muttern 152 während der
Montage zu verhindern und die Montage der Absturzsicherungseinrichtung 10 zu vereinfachen.
[0053] Alternativ können Gewindeelemente wie beispielsweise Gewindebuchsen in das Klemmelement
100 oder das Gegenklemmelement 110, besonders bevorzugt - zwecks besserer Zugänglichkeit
des Schraubenkopfes der Schraube 151 während der Montage - in das Gegenklemmelement
110, eingepresst werden, die ein nachfolgendes Einschrauben der Schrauben 151 ermöglichen.
[0054] Auch ist es möglich, in das Klemmelement 100 oder Gegenklemmelement 110, besonders
bevorzugt - zwecks besserer Zugänglichkeit des Schraubenkopfes der Schraube 151 während
der Montage - in das Gegenklemmelement 110, Gewinde einzuschneiden und die Schrauben
151 unmittelbar mit dem Klemmelement 100 oder Gegenklemmelement 110 zu verschrauben.
Bei der letztgenannten Ausgestaltung kann auf Muttern oder Gewindeelemente wie beispielsweise
Gewindebuchsen in vorteilhafter Weise verzichtet werden.
[0055] Die Figur 2 zeigt darüber hinaus die Ausgestaltung des Gegenklemmelements 110 beispielhaft
näher im Detail. Man erkennt zwei parallele Endabschnitte 111 und 112, die sich von
der Innenseite 110i des Gegenklemmelements 110, und zwar von der Innenseite einer
Trägerplatte 115 des Gegenklemmelements 110 in einem rechten Winkel in Richtung Montagebasis
30 erstrecken und sich auf dieser abstützen. Zwischen den beiden parallelen Endabschnitten
111 und 112 ist ein Gegenstützelement 113 angeordnet, das durch eine Platte gebildet
ist. Die Platte bzw. das Gegenstützelement 113 erstreckt sich senkrecht von der Innenseite
110i des Gegenklemmelements 110 bzw. von der Innenseite einer Trägerplatte 115 des
Gegenklemmelements 110 in Richtung der Montagebasis 30 und stützt sich auf dieser
ab.
[0056] Das Gegenstützelement 113 und das Stützelement 103 liegen einander gegenüber und
fluchten in Längsrichtung des Sicherungselements 80 gesehen, so dass bei einem Anziehen
der Schraubverbindungen 150 das Stützelement 103 und das Gegenstützelement 113 lokal
eine sehr hohe Anpresskraft auf gegenüberliegenden Seiten unterhalb des Anschlussabschnitts
81 auf die Montagebasis 30 ausüben. Aufgrund der Anordnung des Stützelements 103 und
des Gegenstützelements 113 unterhalb des Anschlussabschnitts 81 wird durch das Stützelement
103 und das Gegenstützelement 113 eine besonders hohe Verdrehfestigkeit des Sicherungselements
80 relativ zur Montagebasis 30 erreicht. Darüber hinaus gewährleisten das Stützelement
103 und das Gegenstützelement 113, dass es zu keinem Durchbiegen oder Durchwölben
des Klemmelements 100 und des Gegenklemmelements 110 bzw. der Trägerplatten 105 und
115 beim Anziehen der Schraubverbindungen 150 im Bereich des Anschlussabschnitts 81
kommt.
[0057] Die Figur 2 zeigt darüber hinaus die Ausgestaltung des Winkelteils 60 näher im Detail.
Man erkennt einen Auflageabschnitt 61, der zur Auflage des Winkelteils 60 auf dem
Dachsparren 20 dient, und einen Anlageabschnitt 62, der seitlich an dem Dachsparren
20 gemäß Figur 1 anliegt. Zum Anschrauben des Auflageabschnitts 61 und des Anlageabschnitts
62 sind Bohrungen vorhanden, durch die Schrauben hindurchgeführt werden können. Die
Anbindung der Montagebasis 30 bzw. des Außenrohrs 40 an dem Winkelteil 60 wird weiter
unten im Zusammenhang mit den Figuren 7 und 8 näher im Detail erläutert.
[0058] Das Winkelteil 70 gemäß Figur 1 kann von seinem Aufbau her dem Winkelteil 60 gemäß
Figur 2 entsprechen bzw. mit diesem identisch sein.
[0059] In der Figur 2 ist darüber hinaus ersichtlich, dass sich das Stützelement 103 und
das Gegenstützelement 113 unmittelbar gegenüberliegen, sich einer der zwei parallelen
Endabschnitte 101 des Klemmelements 100 und einer der zwei parallelen Endabschnitte
111 des Gegenklemmelements 110 unmittelbar gegenüberliegen und sich der andere der
zwei parallelen Endabschnitte 102 des Klemmelements 100 und der andere der zwei parallelen
Endabschnitte 112 des Gegenklemmelements 110 unmittelbar gegenüberliegen.
[0060] Die Figur 3 zeigt das Klemmelement 100 gemäß Figur 2 näher im Detail. Man erkennt
die beiden parallelen Endabschnitte 101 und 102 sowie das zwischen den beiden Endabschnitten
angeordnete Stützelement 103.
[0061] Zur Anbindung des Anschlussabschnitts 81 des Sicherungselements 80 (vgl. Figur 2)
weist das Klemmelement 100 ein Durchgangsloch 104 auf, das ein Durchschieben des Anschlussabschnitts
81 durch die obere Trägerplatte 105 des Klemmelements 100 ermöglicht. Zur Montage
des Sicherungselements 80 wird der Anschlussabschnitt 81 durch das Durchgangsloch
104 hindurchgeschoben, bis er auf das unter dem Durchgangsloch 104 befindliche Stützelement
103 stößt. Anschließend wird der Anschlussabschnitt 81 in dieser Position befestigt,
beispielsweise verschweißt.
[0062] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn der Anschlussabschnitt 81 sowohl
auf der Außenseite 100a des Klemmelements 100 als auch auf der Innenseite 100i des
Klemmelements 100 befestigt, insbesondere verschweißt ist. Außerdem wird der Anschlussabschnitt
81 vorzugsweise auch mit dem Stützelement 103 verbunden, beispielsweise verschweißt.
Mit anderen Worten ist es also möglich, den Anschlussabschnitt 81 an drei Schnittstellen
anzubinden, nämlich auf der Außenseite 100a, der Innenseite 100i sowie dem Stützelement
103.
[0063] Die Figur 3 zeigt darüber hinaus die Ausgestaltung des parallelen Endabschnitts 101
näher im Detail. Man erkennt eine Aussparung 200, die Vorsprünge 201, beispielsweise
zackenförmige Vorsprünge, aufweist. Die Vorsprünge 201 werden durch die Stufenförmigkeit
der Aussparung 200 gebildet.
[0064] Wird der Endabschnitt 101 auf die Montagebasis 30 aufgesetzt, so liegen die Vorsprünge
201 auf der Montagebasis auf, so dass es bei einem Anziehen der Schraubverbindungen
150 gemäß Figur 2 zu einem Einpressen der Vorsprünge 201 in die Montagebasis kommt.
Durch das Eindrücken der Vorsprünge 201 in das Außenrohr 40 der Montagebasis 30 kommt
es zu einer formschlüssigen Verbindung und darüber hinaus vorzugsweise zu einem Verklemmen
zwischen dem Außenrohr 40 und dem darin befindlichen Innenrohr 50, sobald nämlich
die Vorsprünge 201 das Material des Außenrohres 40 derart deformieren, dass dieses
auf das Innenrohr 50 gepresst wird.
[0065] Das Stützelement 103 sowie der parallele Endabschnitt 102 sind mit entsprechenden
Aussparungen bzw. Ausnehmungen 200 sowie entsprechenden Vorsprüngen 201 versehen,
so dass auch das Stützelement 103 sowie der Endabschnitt 102 ein Verklemmen zwischen
dem Außenrohr 40 und dem Innenrohr 50 bei einem Anziehen der Schraubverbindungen 150
gemäß Figur 2 bewirken können. Die Aussparungen und Vorsprünge im Stützelement 103
und im parallelen Endabschnitt 102 fluchten vorzugsweise mit denen des Endabschnitts
101 in Längsrichtung X der Montagebasis 30 gesehen (vgl. Fig. 1).
[0066] Die Figur 4 zeigt das Klemmelement 100 mit dem Stützelement 103 gemäß Figur 3 näher
in einer Draufsicht. Man erkennt das Durchgangsloch 104, durch das der Anschlussabschnitt
81 hindurch in Richtung auf das unter dem Durchgangsloch 104 befindliche Stützelement
103 geschoben werden kann. Darüber hinaus sind Bohrungen 106 erkennbar, durch die
die in Figur 2 gezeigten Schrauben 151 der Schraubverbindungen 150 hindurchgeführt
werden können.
[0067] Die Figur 5 zeigt das Klemmelement 100 mit dem Stützelement 103 in einer Sicht von
der Seite. Es lässt sich erkennen, dass das Stützelement 103 mittig zwischen den beiden
parallelen Endabschnitten 101 und 102 des Klemmelements 100 angeordnet ist.
[0068] Die Figur 6 zeigt das Klemmelement 100 mit dem daran angebrachten Stützelement 103
in einer Sicht von vorn, gesehen entlang der Längsrichtung X der Montagebasis 30 (vgl.
Figur 1). Es lässt sich erkennen, dass die stufenförmige Aussparung 200 sowie die
Vorsprünge 201 des Endabschnitts 101 mit denen des Endabschnitts 102 und des Stützelements
103 fluchten. Wird bei der Montage die Aussparung 200 auf die Montagebasis 30 aufgesetzt,
so werden bei einem Anziehen der Schraubverbindungen 150 gemäß Figur 2 die Vorsprünge
201 der beiden Endabschnitte 101 und 102 sowie die Vorsprünge 201 des Stützelements
103 in die Montagebasis 30 eindrücken und zu einer Deformation des Außenrohrs 40 und
zu einem Verklemmen des Außenrohrs 40 mit dem darin befindlichen Innenrohr 50 führen.
Um dieses Verklemmen zu gewährleisten, ist die Länge des Innenrohres 50 derart gewählt,
dass sich dieses bis unterhalb der Haltemittel 90 (vgl. Figur 1) in das Außenrohr
40 hineinerstreckt. Das Klemmelement 100 und das Gegenklemmelement 110 sind vorzugsweise
auf dem Außenrohr 40 aufgesetzt.
[0069] Die Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel für das Winkelteil 60 gemäß Figur 2. Man
erkennt den Auflageabschnitt 61 sowie den Anlageabschnitt 62 in einer Sicht von der
Seite.
[0070] Die Figur 8 zeigt das Winkelteil 60 gemäß Figur 7 in einer Draufsicht, nachdem das
Außenrohr 40 der Montagebasis 30 gemäß Figur 2 angebracht worden ist. Es lässt sich
erkennen, dass das Winkelteil 60 im Schnittstellenbereich zu dem Außenrohr 40 mit
zwei Löchern 60a versehen ist, die innerhalb der Innenkontur des Außenrohrs 40 liegen.
Die Funktion der Löcher 60a besteht darin, eine Feuerverzinkung des Außenrohrs 40
nach einem Anschweißen des Winkelteils 60 an dem Außenrohr 40 zu vereinfachen.
[0071] Auch lässt sich erkennen, dass der Auflageabschnitt 61 und der Anlageabschnitt 62
durch eine Biegekante 63 getrennt sind. Die Mittenachse M des an dem Winkelteil 60
angebrachten Außenrohres 40 weist einen Abstand A zu dem Auflageabschnitt 61 und der
Biegekante 63 auf, der zwischen dem 0,3-fachen und dem 1,5-fachen, besonders bevorzugt
zwischen dem 0,5-fachen und dem 1,0-fachen, der Tiefe T des Klemmelements (vgl. Figur
3 und 4) liegt, wobei die Tiefe T entlang derjenigen Richtung gesehen wird, die senkrecht
zur Längsrichtung des Außenrohres 40 der Montagebasis und senkrecht zur Längsrichtung
des Sicherungselements 80 liegt. Im Falle einer solchen Dimensionierung wird eine
optimale Platzierung der Absturzsicherungseinrichtung im Dachraum unterhalb der Dachziegel
erreicht.
[0072] Das Winkelteil 70 gemäß Figur 1 ist vorzugsweise mit dem Winkelteil 60 identisch.
Auch das Winkelteil 70 weist somit vorzugsweise zwei Löcher auf, die innerhalb der
Innenkontur des daran angebrachten Innenrohrs 50 liegen. Bei dem Winkelteil 70 ist
vorzugsweise vorgesehen, dass die Mittenachse des an dem Winkelteil 70 angebrachten
Innenrohres 50 einen Abstand zu dem Auflageabschnitt und der Biegekante aufweist,
der zwischen dem 0,3-fachen und dem 1,5-fachen, besonders bevorzugt zwischen dem 0,5-fachen
und dem 1,0-fachen, der Tiefe T des Klemmelements (vgl. Figur 3 und 4) liegt.
[0073] Das Gegenklemmelement 110 gemäß Figur 2 ist vorzugsweise mit dem Klemmelement 100
gemäß den Figuren 3 bis 6 baugleich mit dem einzigen Unterschied, dass bei dem Gegenklemmelement
110 das Durchgangsloch 104, das bei dem Klemmelement 100 für den Anschlussabschnitt
81 vorgesehen ist, fehlen kann.
[0074] Eine alternative Ausgestaltung für das Gegenklemmelement 110 ist in der Figur 9 dargestellt.
Man erkennt ein Rinnenteil (rinnenförmiges Teil) 300, das zur Auflage auf der Unterseite
des Außenrohrs 40 der Montagebasis 30 gemäß Figur 2 bestimmt ist. Das Rinnenteil 300
wird von Fixierelementen 310 und 320 gehalten. Die Fixierelemente 310 und 320 sind
durch u-förmig gebogene Stangen gebildet, die an ihren Enden jeweils mit einem Gewinde
330 versehen sind.
[0075] Durch ein Verschrauben mit einem Klemmelement, beispielsweise dem Klemmelement 100
gemäß den Figuren 1 und 2, wird das Rinnenteil 300 in Richtung auf die Unterseite
der Montagebasis 30 gezogen, wodurch es zu einem Einklemmen der Montagebasis 30 kommt.
[0076] Die Figur 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Absturzsicherungseinrichtung
10, die ein Klemmelement 100 und ein Gegenklemmelement 110 aufweist. Im Unterschied
zu dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 8 sind zwei Stützelemente und zwei
Gegenstützelemente 113 und 113a nicht unmittelbar unter dem Anschlussabschnitt 81
angeordnet, sondern in Längsrichtung X der Montagebasis 30 bzw. des Außenrohres 40
versetzt. Außerdem ist die Anzahl der Schraubverbindungen 150 größer; sie beträgt
hier acht statt beispielsweise vier. Im Übrigen gelten die obigen Ausführungen entsprechend.
[0077] Die Figuren 11-18 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Absturzsicherungseinrichtung
10, die ein Klemmelement 100 und ein Gegenklemmelement 110 aufweist. Im Unterschied
zu dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 8 ist zwischen einem mittig und
unter dem Sicherungselement 80 angeordneten Stützelement 103 und dem Endabschnitt
101 des Klemmelements 100 ein erstes zusätzliches Stützelement 400 und zwischen dem
mittigen Stützelement 103 und dem anderen Endabschnitt 102 des Klemmelements 100 ein
zweites zusätzliches Stützelement 410 angebracht, vorzugsweise angeschweißt, oder
angeformt.
[0078] Zwischen dem mittig angeordneten Gegenstützelement 113 und dem Endabschnitt 111 des
Gegenklemmelements 110 befindet sich ein erstes zusätzliches Gegenstützelement 500
und zwischen dem Gegenstützelement 113 und dem anderen Endabschnitt 112 des Gegenklemmelements
110 ein zweites zusätzliches Gegenstützelement 510.
[0079] Das Stützelement 103 ist mittig zwischen den zwei parallelen Endabschnitten 101 und
102 des Klemmelements 100 angeordnet und befindet sich - entlang der Längsrichtung
des Sicherungselements 80 und in Richtung Montagebasis 30 gesehen - zumindest abschnittsweise
unterhalb des Anschlussabschnitts 81.
[0080] Das Gegenstützelement 113 ist mittig zwischen den zwei parallelen Endabschnitten
111 und 112 des Gegenklemmelements 110 angeordnet und befindet sich - entlang der
Sicherungselementlängsrichtung und in Richtung Montagebasis 30 gesehen - zumindest
abschnittsweise unterhalb des Anschlussabschnitts 81.
[0081] Die Anordnung des Stützelements 103, der zwei zusätzlichen Stützelemente 400 und
410 sowie der zwei parallelen Endabschnitte 101 und 102 des Klemmelements 100 ist
vorzugsweise äquidistant zum jeweiligen Nachbarn: Mit anderen Worten ist der Abstand
zwischen dem Endabschnitt 101 und dem ersten zusätzlichen Stützelement 400 vorzugsweise
genauso groß wie der Abstand zwischen dem Endabschnitt 102 und dem zweiten zusätzlichen
Stützelement 410, genauso groß wie der Abstand zwischen dem ersten zusätzlichen Stützelement
400 und dem mittleren Stützelement 103 und/oder genauso groß wie der Abstand zwischen
dem zweiten zusätzlichen Stützelement 410 und dem mittleren Stützelement 103.
[0082] Die Anordnung des Gegenstützelements 113, der zwei zusätzlichen Gegenstützelemente
500 und 510 sowie der zwei parallelen Endabschnitte 111 und 112 des Gegenklemmelements
110 ist vorzugsweise äquidistant zum jeweiligen Nachbarn: Mit anderen Worten ist der
Abstand zwischen dem Endabschnitt 111 und dem ersten zusätzlichen Gegenstützelement
500 vorzugsweise genauso groß wie der Abstand zwischen dem Endabschnitt 112 und dem
zweiten zusätzlichen Gegenstützelement 510, genauso groß wie der Abstand zwischen
dem ersten zusätzlichen Gegenstützelement 500 und dem mittleren Gegenstützelement
113 und/oder genauso groß wie der Abstand zwischen dem zweiten zusätzlichen Gegenstützelement
510 und dem mittleren Gegenstützelement 113.
[0083] Vorzugsweise fluchten die Stütz- und Gegenstützelemente sowie die Endabschnitte paarweise:
Es ist also mit anderen Worten vorteilhaft, wenn
- sich das mittlere Stützelement 103 und das mittlere Gegenstützelement 113 unmittelbar
gegenüberliegen,
- sich das erste zusätzliche Stützelement 400 und das erste zusätzliche Gegenstützelement
500 unmittelbar gegenüberliegen,
- sich das zweite zusätzliche Stützelement 410 und das zweite zusätzliche Gegenstützelement
510 unmittelbar gegenüberliegen,
- sich der Endabschnitt 101 des Klemmelements 100 und der Endabschnitt 111 des Gegenklemmelements
110 unmittelbar gegenüberliegen und
- sich der Endabschnitt 102 des Klemmelements 100 und der Endabschnitt 112 des Gegenklemmelements
110 unmittelbar gegenüberliegen.
[0084] Die Anzahl der Schraubverbindungen 150 beträgt vorzugsweise acht; die Schraubverbindungen
150 liegen vorzugsweise mittig zwischen den Endabschnitten und den zusätzliche Stütz-
bzw. Gegenstützelementen und mittig zwischen den zusätzlichen Stütz- bzw.- Gegenstützelementen
und den mittleren Stütz- bzw.- Gegenstützelementen 103 und 113.
[0085] Im Übrigen gelten die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 10
entsprechend.
[0086] Die Figur 19 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Absturzsicherungseinrichtung
10, die eine Montagebasis 30, ein mit der Montagebasis verbundenes Sicherungselement
80 und eine an dem Sicherungselement 80 angebrachte Anschlusseinrichtung 810 umfasst.
Die Anschlusseinrichtung 810 ermöglicht eine mechanische Kopplung mit einem in der
Figur 19 nicht gezeigten externen Sicherungsmittel, insbesondere einem Seil oder einem
Haken (z. B. Karabinerhaken).
[0087] Die Montagebasis 30 ist wie bei den Absturzsicherungseinrichtungen 10 gemäß den Figuren
1 bis 18 teleskopierbar ausgeführt und somit längenmäßig verstellbar und kann mit
einem Ende an und/oder auf einem Dachsparren eines Daches und mit einem anderen Ende
an und/oder auf einem benachbarten Dachsparren des Daches befestigt, insbesondere
angeschraubt werden.
[0088] Das Klemmelement 100 ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 19 durch ein im
Querschnitt u-förmiges Bauteil, insbesondere ein u-förmiges Guss- oder Strangpressprofilteil,
gebildet, das zwei parallele Endabschnitte 101 und 102 und eine die zwei parallelen
Endabschnitte 101 und 102 verbindende Trägerplatte 105 aufweist. Die Plattenebene
der Trägerplatte 105 liegt parallel zur Längsrichtung der Montagebasis 30 und damit
parallel zur Längsrichtung des Außenrohres 40 und parallel zur Längsrichtung des Innenrohres
50. Die zwei Endabschnitte 101 und 102 bilden jeweils eine äußere Stützwand, die sich
auf der Montagebasis 30 abstützt. Weitere Stützelemente, wie beispielsweise die bei
den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 bis 18 vorhandenen Stützelemente 103,
fehlen bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 19.
[0089] Die Ausgestaltung des Gegenklemmelements 110 entspricht der Ausgestaltung des Klemmelements
100. So ist das Gegenklemmelement 110 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 19 durch
ein im Querschnitt u-förmiges Bauteil, insbesondere ein u-förmiges Guss- oder Strangpressprofilteil,
gebildet, das zwei parallele Endabschnitte 111 und 112 und eine die zwei parallelen
Endabschnitte 111 und 112 verbindende Trägerplatte 115 aufweist. Die Plattenebene
der Trägerplatte 115 liegt parallel zur Längsrichtung der Montagebasis 30 und damit
parallel zur Längsrichtung des Außenrohres 40 und parallel zur Längsrichtung des Innenrohres
50. Die zwei Endabschnitte 111 und 112 bilden jeweils eine äußere Stützwand, die sich
auf der Montagebasis 30 abstützt. Weitere Stützelemente, wie beispielsweise die bei
den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 bis 18 vorhandenen Gegenstützelemente
113, fehlen bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 19.
[0090] Die Absturzsicherungseinrichtung 10 gemäß Figur 19 kann - von den beschriebenen Unterschieden
hinsichtlich der Ausgestaltung des Klemmelements 100 und des Gegenklemmelements 110
abgesehen - ansonsten beispielsweise den Absturzsicherungseinrichtungen gemäß den
Figuren 1 bis 18 entsprechen.
[0091] Die Figur 20 zeigt das Klemmelement 100 der Absturzsicherungseinrichtung 10 gemäß
Figur 19 nochmals in einer anderen Sicht. Das Gegenklemmelement 110 ist - vom vorzugsweise
fehlenden Durchgangsloch 104 abgesehen - vorzugsweise mit dem Klemmelement identisch.
[0092] Die Figur 21 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Absturzsicherungseinrichtung
10. Bei dieser sind die einander gegenüberliegenden Endabschnitte 101 und 102 des
Klemmelements 100 mittels zweier Längsplatten 850 miteinander verbunden, von denen
in der Figur 21 nur eine erkennbar ist. Die andere Längsplatte wird von dem Endabschnitt
101 und der Trägerplatte 105 verdeckt.
[0093] Die zwei Längsplatten 850 sind parallel zueinander sowie parallel zur Längsrichtung
der Montagebasis 30 angeordnet. Die zwei Längsplatten 850 stehen jeweils senkrecht
zu der Trägerplatte 105 und senkrecht zu den beiden Endabschnitten 101 und 102. Die
zwei Längsplatten 850 sind vorzugsweise sowohl mit der Trägerplatte 105 als auch mit
den beiden Endabschnitten 101 und 102 verbunden, besonders bevorzugt, verschweißt.
[0094] Die einander gegenüberliegenden Endabschnitte 111 und 112 des Gegenklemmelements
110 sind mittels zweier Längsplatten 851 miteinander verbunden, von denen in der Figur
21 nur eine erkennbar ist. Die andere Längsplatte wird von dem Endabschnitt 111 und
der Montagebasis 30 verdeckt.
[0095] Die zwei Längsplatten 851 sind parallel zueinander sowie parallel zur Längsrichtung
der Montagebasis 30 angeordnet. Die zwei Längsplatten 851 stehen jeweils senkrecht
zu der Trägerplatte 115 und senkrecht zu den beiden Endabschnitten 111 und 112. Die
zwei Längsplatten 851 sind vorzugsweise sowohl mit der Trägerplatte 115 als auch mit
den beiden Endabschnitten 111 und 112 verbunden, besonders bevorzugt, verschweißt.
[0096] Die Figur 22 zeigt das Klemmelement 100 mit den zwei Längsplatten 850 nochmals in
einer anderen Sicht.
[0097] Die Anordnung der zwei Längsplatten 851 ist bei dem Gegenklemmelement 110 vorzugsweise
identisch zu der bei dem Klemmelement 100, so dass die Figur 21 mit anderen Worten
auch die Anordnung der Längsplatten 851 bei dem Gegenklemmelement 110 zeigt.
[0098] Das Klemmelement 100 und das Gegenklemmelement 110 bestehen bei den Ausführungsbeispielen
gemäß den Figuren 1 bis 22 vorzugsweise aus einem anderen, und zwar härteren Material
als der Abschnitt der Montagebasis 30, den die Innenseiten 101i und 110i einklemmen.
[0099] Darüber hinaus sind das Klemmelement 100 und das Gegenklemmelement 110 sowie das
Außenrohr 40 der Montagebasis 30 vorzugsweise derart dimensioniert, dass durch ein
bestimmungsgemäßes Anziehen der Schraubverbindung das eingeklemmte Außenrohr 40 außenseitig
verformt wird. Der Innendurchmesser des Außenrohres 40 der Montagebasis 30 und der
Außendurchmesser des Innenrohres 50 der Montagebasis 30 sind besonders bevorzugt derart
aufeinander abgestimmt, dass das Innenrohr im Außenrohr spielfrei, zumindest weitgehend
spielfrei, beweglich ist und dass durch ein Verformen der Montagebasis das Innenrohr
50 (oder im Falle einer Stange als Innenelement die Stange) und das Außenrohr 40 derart
miteinander verklemmt werden, dass sie relativ zueinander fixiert werden.
[0100] Zur Befestigung der Montagebasis 30 an den beiden Dachsparren 20 und 21 können Befestigungselemente
in Form von Winkelteilen 60 und 70 - wie in den Figuren 1 bis 22 gezeigt - eingesetzt
werden. Alternativ können - in ebenso vorteilhafter Weise - als Befestigungselemente
auch T-Profile 65 eingesetzt werden. Eine solche Ausführungsform zeigt beispielhaft
die Figur 23. Man erkennt, dass die Rohre 40 und 50 der Montagebasis vorzugsweise
außen an dem Dachabschnitt 65a des T-Profils angebracht, insbesondere angeschweißt
sind.
[0101] Bei besonders spitzen Dächern ist es vorteilhaft, wenn die beiden Befestigungselemente
an der Montagebasis 30, also dem ihnen zugeordneten Außenelement (z. B. Außenrohr)
bzw. dem ihnen zugeordneten Innenelement (z. B. Innenrohr oder Stange), jeweils unter
Bildung eines kürzeren Befestigungsabschnitts L1 und eines längeren Befestigungsabschnitts
L2 versetzt angeordnet sind. Eine solche Ausgestaltung ist einer vereinfachten Darstellung
in der Figur 24 gezeigt. Bei den beiden Befestigungselementen handelt es sich um T-Profile
65, jedoch kann der vorteilhafte Versatz der Befestigungselemente gegenüber der Montagebasis
30 in entsprechender Form auch bei anderen Befestigungselementen wie beispielsweise
Winkelteilen vorgesehen werden.
[0102] Die beiden kürzeren Befestigungsabschnitte L1 und die beiden längeren Befestigungsabschnitte
L2 liegen - parallel zur Rohrlängsrichtung des Außen- oder Innenrohres gesehen - vorzugsweise
einander paarweise gegenüber.
[0103] In der Figur 25 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Absturzsicherungseinrichtung
10 dargestellt, nachdem diese auf einem Spitzdach 700 montiert worden ist. Man sieht
Dachsparren 710, die unter dem Neigungswinkel des Daches schräg nach unten bzw. oben
verlaufen sowie Dachlatten 720, die auf den Dachsparren 710 verschraubt sind und quer
zu den Dachsparren und somit horizontal verlaufen. Auf den Dachlatten können Dachziegel
eingehängt werden, was aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Figur 25 nicht gezeigt
ist.
[0104] Wie sich in der Figur 25 sowie in der die Befestigungselemente 66 näher zeigenden
Figur 26 erkennen lässt, weisen die Befestigungselemente 66 jeweils einen Auflageabschnitt
66a auf, der sich entlang bzw. entgegen der Längsrichtung der Montagebasis 30 mit
einer vorgegebenen ersten Abschnittsbreite B1 erstreckt und auf dem jeweiligen Dachsparren
710 aufliegt. Außerdem weisen die Befestigungselemente 66 jeweils einen Anlageabschnitt
66b auf, der sich quer zur Längsrichtung der Montagebasis - mit einer vorgegebenen
zweiten Abschnittsbreite B2 erstreckt und seitlich an dem jeweiligen Dachsparren 710
anliegt.
[0105] Die Abschnittsbreite B1 des Auflageabschnitts 66a ist kleiner als die Abschnittsbreite
B2 des Anlageabschnitts 66b. Die Abschnittsbreiten B1 und B2 beziehen sich dabei jeweils
auf die Längsrichtung einer die beiden Abschnitte verbindenden Verbindungskante 66c,
die im montierten Zustand der Absturzsicherungseinrichtung 10 parallel zur Längsrichtung
der Dachsparren 710 angeordnet ist. Die Abschnittsbreite B1 entspricht somit der Länge
der Verbindungskante 66c; die Abschnittsbreite B2 ist zur Verbindungskante 66c parallel
und demgemäß größer als die Länge der Verbindungskante 66c. Demgemäß wird auch die
Anlagefläche des Anlageabschnitts 66b seitlich am Dachsparren größer sein als die
Auflagefläche des Auflageabschnitts 66a auf dem Dachsparren.
[0106] Der Auflageabschnitt 66a weist eine Befestigungsmöglichkeit in Form eines Lochs 1000
auf, mit dem der Auflageabschnitt 66a auf einem Dachsparren eines Daches verschraubt
werden kann. Der Anlageabschnitt 66b weist zwei oder mehr Befestigungsmöglichkeiten
in Form zweier Löcher 1000 auf, mit denen der Anlageabschnitt 66b seitlich an dem
Dachsparren verschraubt werden kann.
[0107] Der Auflageabschnitt 66a ist relativ zum Anlageabschnitt 66b symmetrisch bzw. unversetzt
derart angeordnet, dass der Mittelpunkt M1 des Auflageabschnitts 66a mit dem Mittelpunkt
M2 des Anlageabschnitts 66b zusammenfällt. Die Mittelpunkte beziehen sich dabei jeweils
auf die Längsrichtung der Verbindungskante 66c.
[0108] Die Anordnung der Löcher 1000 in dem Befestigungselement 66 ist beispielsweise symmetrisch
zur Mitte der jeweiligen Abschnitte.
[0109] Bei der Darstellung gemäß Figur 25 ist die Montagebasis 30 in einem Zwischenbereich
730 zwischen zwei Dachsparren 710 und zwei Dachlatten 720a und 720b angeschraubt.
Man sieht, dass die Montagebasis 30 derart montiert ist, dass der Auflageabschnitt
66a jeweils der unteren Dachlatte 720a zugewandt ist und vorzugsweise an dieser anliegt
(siehe Abstände A1 und A2 in Figur 25). Da der Auflageabschnitt 66a auf dem Dachsparren
710, d. h. auf der Oberseite 710' des Dachsparrens 710, aufliegt, ist ein weiteres
"Nachuntenschieben" der Montagebasis 30 nicht möglich, da dieser an die untere Dachlatte
720a bereits angestoßen ist.
[0110] Der Anlageabschnitt 66b liegt jeweils seitlich, also an der senkrecht zur Oberseite
710' verlaufenden Seitenfläche 710" an dem Dachsparren 710 an und wird seitlich mit
diesem verschraubt. Da der Anlageabschnitt 66b seitlich am Dachsparren anliegt und
im Unterschied zu dem Auflageabschnitt 66a nicht auf der Oberseite aufliegt, stört
dieser bei einem "Nachuntenschieben" der Montagebasis 30 nicht; denn er kann mit der
unteren Dachlatte 720a nicht kollidieren. Vielmehr lässt sich der Anlageabschnitt
66b entlang des Dachsparrens 710 unterhalb der unteren Dachlatte 720a an dieser vorbeischieben,
so dass er abschnittsweise unterhalb der unteren Dachlatte 720a befindlich an dem
Dachsparren 710 verschraubt werden kann.
[0111] In der Figur 27 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Absturzsicherungseinrichtung
10 gezeigt, bei der die Befestigungsstelle P der Montagebasis 30 an den Befestigungselementen
66 bezogen auf den Mittelpunkt M des Auflageabschnitts 66a in Richtung quer zur Längsrichtung
der Montagebasis bzw. entlang der y Richtung und damit entlang der Dachsparrenlängsrichtung
gesehen - quer versetzt (siehe Versatz V) ist. Der Auflageabschnitt 66a und der Anlageabschnitt
66b der Befestigungselemente 66 sind jeweils symmetrisch zueinander ausgerichtet,
so dass die Mittelpunkte M und M' der beiden Abschnitte 66a und 66b eines jeden der
beiden Befestigungsabschnitte 66 jeweils zusammenfallen und jeweils denselben Versatz
V zur Montagebasis 30 aufweisen.
[0112] In der Figur 28 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Absturzsicherungseinrichtung
10 gezeigt, bei der die Befestigungsstelle P der Montagebasis 30 an den Befestigungselementen
66 bezogen auf den Mittelpunkt M des Auflageabschnitts 66a - in Richtung quer zur
Längsrichtung der Montagebasis bzw. entlang der y Richtung und damit entlang der Dachsparrenlängsrichtung
gesehen - versetzt ist (Versatz V). Außerdem sind der Auflageabschnitt 66a und der
Anlageabschnitt 66b der Befestigungselemente 66 jeweils asymmetrisch zueinander ausgerichtet
bzw. unter Bildung eines zweiten Versatzes V2 versetzt, so dass der Mittelpunkt M
des Auflageabschnitts 66a und der Mittelpunkt M' des Anlageabschnitts 66b bei den
beiden Befestigungselementen 66 jeweils auseinanderfallen.
[0113] Durch den zweiten Versatz V2 ist das Teilstück des Anlageabschnitts 66b, das sich
oberhalb der unteren Dachlatte 720a befindet, größer als das andere Teilstück des
Anlageabschnitts 66b, das sich unterhalb der unteren Dachlatte 720a befindet.
[0114] Wie sich darüber hinaus in den Figuren 27 und 28 erkennen lässt, sind die Löcher
1000 in y-Richtung seitlich versetzt zueinander angeordnet; dies vermeidet, dass die
Dachsparren 710 Risse bekommen oder aufgespalten werden, wenn Schrauben zum Befestigen
der Absturzsicherungseinrichtung 10 eingeschraubt werden.
[0115] Die Figur 29 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Anordnung mit zwei oder mehr
Absturzsicherungseinrichtungen, die an einem Dach 700 montiert sind und von denen
in der Figur 29 zwei gezeigt und mit den Bezugszeichen 10 und 11 gekennzeichnet sind.
Die beiden Absturzsicherungseinrichtungen 10 und 11 sind vorzugsweise so ausgestaltet,
wie dies oben beispielhaft im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 28 erläutert worden
ist. Die Absturzsicherungseinrichtung 11 ist an einem ersten Paar 711 benachbarter
Dachsparren 710 befestigt, und die andere Absturzsicherungseinrichtung 11 ist an einem
anderen Paar 712 benachbarter Dachsparren 710 angebracht.
[0116] Die zwei Absturzsicherungseinrichtungen 10 und 11 stehen mittels eines Koppelelements
830, insbesondere einem Seil, Draht oder Drahtseil, in Verbindung, das durch die Anschlusseinrichtungen
810, bei denen es sich vorzugsweise um Ösen handelt, hindurchgezogen ist und/oder
an diesen befestigt ist.
[0117] Bei der Darstellung gemäß Figur 29 wird beispielhaft davon ausgegangen, dass noch
mehr Absturzsicherungseinrichtungen als die gezeigten vorhanden sind und die Enden,
insbesondere Seilenden, 831 des Koppelelements 830 mit weiteren nicht gezeigten Absturzsicherungseinrichtungen
verbunden sind.
[0118] Die Absturzsicherungseinrichtungen 10 und 11, insbesondere deren Anschlusseinrichtungen
810, sowie zusätzlich auch das Koppelelement 830 ermöglichen jeweils für sich eine
mechanische Kopplung mit einem externen Sicherungsmittel 860, das vorzugsweise ein
(mit einer zu sichernden Person verbundenes) Seil 861 und einen Haken 862 (z. B. Karabinerhaken)
umfasst. Der Haken 862 ist vorzugsweise in das Koppelelement 830 eingehakt.
[0119] Das Sicherungsmittel 860 ist vorzugsweise derart mit dem Koppelelement 830 verhakt,
dass es entlang der Längsrichtung X des Koppelelements 830 verschiebbar ist und eine
Bewegung einer mit dem Sicherungsmittel 860 auf dem Dach 700 gesicherten Person entlang
der Längsrichtung X erlaubt.
[0120] In der Figur 30 ist eine Anordnung mit drei Absturzsicherungseinrichtungen 10, 11
und 12 gezeigt, von denen die äußeren Absturzsicherungseinrichtungen 10 und 12 gleichzeitig
Befestigungsstellen für die Enden, insbesondere Seilenden, 831 des Koppelelements
830 bilden; die Absturzsicherungseinrichtung 11 dient lediglich als mittleres Halteelement
für das Koppelelement 830. Die Absturzsicherungseinrichtungen 10, 11 und 12, insbesondere
deren Anschlusseinrichtungen 810, sowie zusätzlich auch das Koppelelement 830 ermöglichen
jeweils für sich eine mechanische Kopplung mit einem externen Sicherungsmittel 860,
das vorzugsweise ein mit einer zu sichernden Person verbundenes Seil 861 und einen
Haken 862 (z. B. Karabinerhaken) umfasst.
[0121] Der Haken 862 des Sicherungsmittels 860 ist vorzugsweise derart mit dem Koppelelement
830 verhakt, dass sich das Sicherungsmittel 860 entlang der Längsrichtung X des Koppelelements
830 verschieben lässt und eine Bewegung einer mit dem Sicherungsmittel 860 auf dem
Dach 700 gesicherten Person entlang der Längsrichtung X erlaubt.
[0122] Bei den Absturzsicherungseinrichtungen 10, 11 und 12 sind die Befestigungselemente
66 jeweils versetzt zur Montagebasis 30 angeordnet, um eine Montage auch bei sehr
spitzen Dächern und damit hoher Absturzgefahr zu ermöglichen.
Bezugszeichenliste
[0123]
- 10
- Absturzsicherungseinrichtung
- 11
- Absturzsicherungseinrichtung
- 12
- Absturzsicherungseinrichtung
- 20
- Dachsparren
- 21
- Dachsparren
- 30
- Montagebasis
- 40
- Außenrohr
- 50
- Innenrohr
- 60
- Winkelteil
- 60a
- Löcher
- 61
- Auflageabschnitt
- 62
- Anlageabschnitt
- 63
- Biegekante
- 65
- T-Profil
- 65a
- Dachabschnitt
- 66
- Befestigungselement
- 66a
- Auflageabschnitt
- 66b
- Anlageabschnitt
- 66c
- Verbindungskante
- 70
- Winkelteil
- 80
- Sicherungselement
- 81
- Anschlussabschnitt
- 90
- Haltemittel
- 100
- oberes Klemmelement
- 100a
- Außenseite
- 100i
- Innenseite
- 101
- Endabschnitt
- 102
- Endabschnitt
- 103
- Stützelement
- 104
- Durchgangsloch
- 105
- Trägerplatte
- 106
- Bohrungen
- 110
- unteres Gegenklemmelement
- 110i
- Innenseite
- 111
- Endabschnitt
- 112
- Endabschnitt
- 113
- Gegenstützelement
- 113a
- Gegenstützelement
- 115
- Trägerplatte
- 150
- Schraubverbindung
- 151
- Schraube
- 152
- Mutter
- 200
- Aussparung
- 201
- Vorsprung
- 300
- Rinnenteil
- 310
- Fixierelement
- 320
- Fixierelement
- 330
- Gewinde
- 400
- zusätzliches Stützelement
- 410
- zusätzliches Stützelement
- 500
- zusätzliches Gegenstützelement
- 510
- zusätzliches Gegenstützelement
- 700
- Dach
- 710
- Dachsparren
- 710'
- Oberseite
- 710"
- Seitenfläche
- 711
- Paar benachbarter Dachsparren
- 712
- Paar benachbarter Dachsparren
- 720
- Dachlatte
- 720a
- Dachlatte
- 720b
- Dachlatte
- 730
- Zwischenbereich
- 810
- Anschlusseinrichtung
- 820
- Anschlussplatte
- 830
- Koppelelement
- 831
- Seilenden
- 850
- Längsplatte
- 851
- Längsplatte
- 860
- externes Sicherungsmittel
- 861
- Seil
- 862
- Haken
- 1000
- Loch
- A
- Abstand
- A1
- Abstand
- A2
- Abstand
- B1
- Abschnittsbreite
- B2
- Abschnittsbreite
- L1
- Befestigungsabschnitt
- L2
- Befestigungsabschnitt
- M
- Mittenachse / Mittelpunkt
- M1
- Mittelpunkt
- M2
- Mittelpunkt
- M'
- Mittelpunkt
- P
- Befestigungsstelle
- T
- Tiefe
- V
- Versatz
- V2
- Versatz
- X
- Längsrichtung
1. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) mit einer Montagebasis (30), einem mit der
Montagebasis (30) verbundenen Sicherungselement (80) und einer an dem Sicherungselement
(80) angebrachten Anschlusseinrichtung (810), die eine mechanische Kopplung mit einem
externen Sicherungsmittel (860), insbesondere einem Seil (861) oder Haken (862), ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Montagebasis (30) teleskopierbar ausgeführt und längenmäßig verstellbar ist
und
- die Montagebasis (30) mit einem Ende an und/oder auf einem Dachsparren (710) eines
Daches (700) und mit einem anderen Ende an und/oder auf einem benachbarten Dachsparren
(710) des Daches (700) befestigbar, insbesondere anschraubbar, ist.
2. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Sicherungselement (80) an der teleskopierbaren Montagebasis (30) mittels Haltemitteln
(90) lösbar befestigt ist und
- die Haltemittel (90) ein Klemmelement (100) und ein Gegenklemmelement (110) aufweisen,
die derart miteinander verbindbar sind, dass das Klemmelement (100) und das Gegenklemmelement
(110) einen Abschnitt der Montagebasis (30) einklemmen.
3. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Klemmelement (100) und/oder das Gegenklemmelement (110) durch ein im Querschnitt
u-förmiges Bauteil, insbesondere ein u-förmiges Guss- oder Strangpressprofilteil,
gebildet ist, das zwei parallele Endabschnitte und eine die zwei parallelen Endabschnitte
verbindende Trägerplatte aufweist,
- die zwei Endabschnitte jeweils eine äußere Stützwand bilden, die sich auf der Montagebasis
(30) abstützt, und
- die Plattenebene der Trägerplatte parallel zur Längsrichtung der Montagebasis (30)
liegt.
4. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zwei Endabschnitte des Klemmelements (100) und/oder des Gegenklemmelements (110)
außerdem durch zwei Längselemente, insbesondere Längsstangen oder Längsplatten (850,
851), miteinander verbunden, insbesondere verschweißt, sind, die parallel zueinander
und parallel zur Längsrichtung der Montagebasis (30) angeordnet sind und die jeweils
senkrecht zu der Trägerplatte und senkrecht zu den beiden Endabschnitten angeordnet
sind.
5. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Montagebasis (30) abschnittsweise zwischen den beiden Längselementen angeordnet
ist.
6. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Klemmelement (100) und das Gegenklemmelement (110) mittels mindestens einer
Schraubverbindung verbunden sind,
- wobei die Schraubverbindung ein Schraubelement, insbesondere eine Schraube oder
eine Gewindestange, aufweist, und
- wobei das Klemmelement (100) oder das Gegenklemmelement (110) ein eingeschnittenes
Gewinde, eine an dem Klemmelement (100) oder dem Gegenklemmelement (110) fest angebrachte,
insbesondere in das Klemmelement (100) oder das Gegenklemmelement (110) eingepresste,
Gewindebuchse, oder ein auf der Außenseite des Klemmelements (100) oder Gegenklemmelements
(110), also auf der von der Montagebasis (30) abgewandten Seite des Klemmelements
(100) oder Gegenklemmelements (110), angebrachtes Gewindeteil, insbesondere Mutter,
aufweist.
7. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gegenklemmelement (110) ein Durchgangsloch aufweist,
- wobei in das Durchgangsloch ein Gewinde zum Verschrauben mit einem Schraubelement
eingeschnitten ist,
- wobei in das Durchgangsloch eine Gewindebuchse eingepresst ist oder
- wobei das Durchgangsloch mit einem auf der Außenseite - also auf der von der Montagebasis
(30) abgewandten Seite - des Gegenklemmelements (110) angebrachten, insbesondere angeschweißten,
Gewindeteil, insbesondere Mutter, fluchtet.
8. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Klemmelement (100) und das Gegenklemmelement (110) mittels mindestens einer
Schraube verschraubt sind,
- der Schraubenkopf der Schraube außen auf der Außenseite, also der von der Montagebasis
(30) abgewandten und der dem Sicherungselement (80) und der Anschlusseinrichtung (810)
zugewandten Seite, des Klemmelements (100) anliegt,
- die Schraube das Klemmelement (100) durchsetzt und
- die Schraube mit einem in das Gegenklemmelement (110) eingeschnittenen Gewinde,
einer in das Gegenklemmelement (110) eingepressten Gewindebuchse oder einem auf der
Außenseite des Gegenklemmelements (110) angeordneten Gewindeteil, insbesondere einer
auf der Außenseite des Gegenklemmelements (110) angeordneten Mutter, verschraubt ist.
9. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das eingeschnittene Gewinde, die Gewindebuchse, das Gewindeelement oder die Mutter
ein selbstsicherndes Gewinde, eine selbstsichernde Gewindebuchse, ein selbstsicherndes
Gewindeelement oder eine selbstsichernde Mutter ist.
10. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die eine mechanische Kopplung mit dem externen Sicherungsmittel (860) erlaubende Anschlusseinrichtung
(810) eine Öse umfasst oder durch eine Öse gebildet ist, die mittelbar oder unmittelbar
an dem von der Montagebasis (30) entfernten Ende des Sicherungselements (80) angebracht
ist, insbesondere mit einem an dem Sicherungselement (80) angebrachten Gewinde verschraubt
oder an dem Ende des Sicherungselements (80) angeschweißt, ist.
11. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Sicherungselement (80) ein Rohr umfasst oder durch ein Rohr gebildet ist,
- das von der Montagebasis (30) entfernte Ende des Rohres mit einer Anschlussplatte
verschlossen ist und
- das Rohr an seinem mit der Montagebasis (30) verbundenen Ende an dem Klemmelement
(100) angebracht, insbesondere angeschweißt, ist.
12. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Anschlussplatte ein Innengewinde oder ein Außengewinde, insbesondere einen nach
außen - in Richtung von der Montagebasis (30) weg - herausstehenden Gewindebolzen
aufweist, und
- die Anschlusseinrichtung (810) mit der Anschlussplatte verschraubt ist.
13. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- auf der Innenseite des Klemmelements (100) und/oder des Gegenklemmelements (110)
mindestens ein Stützelement angeordnet ist, das sich in Richtung auf die Montagebasis
(30) erstreckt und sich auf der Montagebasis (30) abstützt,
- das Stützelement durch eine Platte gebildet ist, die sich unter einem rechten Winkel
von der Innenseite des Klemmelements (100) bzw. Gegenklemmelements (110), insbesondere
unter einem rechten Winkel von der Innenseite einer zu der Montagebasis (30) parallelen
Trägerplatte des Klemmelements (100) bzw. Gegenklemmelements (110), in Richtung auf
die Montagebasis (30) erstreckt und parallel zwischen den zwei parallelen Endabschnitten
des Klemmelements (100) liegt,
- das Klemmelement (100) im Bereich der Anschlussstelle des Sicherungselements (80)
ein Durchgangsloch aufweist, in das das Sicherungselement (80) eingeführt ist oder
durch das das Sicherungselement (80) hindurchgeführt ist und der durch das Durchgangsloch
hindurch geführte Abschnitt des Sicherungselements (80) auf dem Stützelement aufliegt
und
- das Sicherungselement (80) sowohl auf der der Montagebasis (30) abgewandten Außenseite
des Klemmelements (100) an dem Klemmelement (100) befestigt, insbesondere verschweißt,
als auch auf der der Montagebasis (30) zugewandten Innenseite des Klemmelements (100)
an dem Klemmelement (100) befestigt, insbesondere verschweißt, ist.
14. Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Montagebasis (30) an ihren Enden zur Montage an benachbarten Dachsparren (710)
jeweils ein Befestigungselement aufweist, wobei eines der Befestigungselemente an
dem dem Sicherungselement (80) abgewandten Ende des Außenrohres der Montagebasis (30)
und das andere Befestigungselement an dem dem Sicherungselement (80) abgewandten Ende
des Innenelements der Montagebasis (30) angebracht ist,
- die Befestigungselemente Winkelteile oder T-Profile sind, die jeweils einen Auflageabschnitt
zur Auflage auf dem zugeordneten Dachsparren (710) und jeweils einen Anlageabschnitt
zur seitlichen Anlage an dem zugeordneten Dachsparren (710) aufweisen, und
- der Auflageabschnitt und der Anlageabschnitt der Befestigungselemente jeweils relativ
zur Montagebasis (30) versetzt und/oder relativ zueinander versetzt sind und/oder
unterschiedlich - in Längsrichtung der Dachsparren (710) gesehen
- lang sind.
15. Anordnung mit Absturzsicherungseinrichtungen (10, 11, 12),
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Anordnung mindestens zwei Absturzsicherungseinrichtungen (10, 11, 12) nach einem
der voranstehenden Ansprüche aufweist,
- eine der Absturzsicherungseinrichtungen (10, 11, 12) an einem Paar benachbarter
Dachsparren (710) und die andere Absturzsicherungseinrichtung (10, 11, 12) oder zumindest
eine der anderen Absturzsicherungseinrichtungen (10, 11, 12) an einem anderen Paar
benachbarter Dachsparren (710) angebracht ist und
- die mindestens zwei Absturzsicherungseinrichtungen (10, 11, 12) mittels eines Koppelelements
(830), insbesondere Seils, in Verbindung stehen und das Koppelelement (830) eine mechanische
Kopplung mit einem externen Sicherungsmittel (860), insbesondere einem Seil oder Haken,
ermöglicht.