[0001] Die Erfindung betrifft einen Sperrkloben zum Aufschrauben auf eine Schwenkfalle eines
elektrischen Türöffners oder auf ein Unterteil eines Schließblechs gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] In der Praxis werden solche Sperrkloben verwendet, um über eine Schlossfalle einen
Türflügel einer Gebäudetür in seiner Schließlage zu verriegeln. Die Schlossfalle greift
dabei in den Sperrkloben ein und wird durch diesen fixiert. Um unterschiedliche Falzstärken
und/oder unterschiedliche Dichtungsstärken eines Türfalzes auszugleichen, ist vorgesehen,
dass der Sperrkloben quer verstellbar ist. Dadurch kann sichergestellt werden, dass
der Eingriff der Schlossfalle mit dem Sperrkloben so erfolgt, dass bei geschlossener
Tür diese sicher in der Schließlage gehalten ist. Wird der Sperrkloben in einem Schließblech
eingesetzt, so besteht bei entsprechender Position des Sperrklobens die Gefahr, dass
die Schlossfalle in einen Spalt zwischen Sperrkloben und Schließblech eingreift und
dort verhakt.
[0003] Aus dem Gebrauchsmuster
DE 298 01 649 U1 ist ein Türöffner mit einem aufschraubbaren Sperrkloben bekannt. Der Sperrkloben
weist an seiner Außenseite eine Schürze auf, die eine Schlossfalle führt. Die Schürze
ist abgeschrägt ausgebildet und verläuft von dem Sperrkloben schräg nach unten zu
einer Türzarge. Diese Schürze bildet sozusagen eine Einlaufschräge für eine Schlossfalle
aus.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Sperrkloben bereitzustellen, bei
dem die Gefahr eines Verhakens der Schlossfalle an einem Schließblech verringert ist.
Insbesondere soll der Sperrkloben in jeder möglichen Querposition ein sicheres, insbesondere
verhakungsfreies Zusammenwirken mit einer Schlossfalle ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Sperrkloben mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Sperrschulter an ihrer Außenfläche eine
Schlossfallenführung aufweist. Die Schlossfallenführung weist eine in einer Ebene
parallel zu dem Basisteil verlaufenden Schlossfallenführungsfläche, oder einen in
einer Ebene parallel zu dem Basisteil verlaufenden Schlossfallenführungssteg auf,
wobei die Schlossfallenführungsfläche oder der Schlossfallenführungssteg mit der Vorderkante
der Sperrschulter fluchtet.
[0007] Vorzugsweise kann die Sperrschulter mit dem Basisteil einstückig verbunden sein.
Die Sperrschulter kann ausgehend von dem Basisteil in Richtung einer Schlossfalle
ragen. Vorzugsweise spannt das Basisteil zusammen mit der Sperrschulter einen Aufnahmeraum
für eine Schlossfalle auf. Das Basisteil ist in dem Aufnahmeraum gegenüber der Sperrschulter
zurückgesetzt bzw. an dessen Rückseite angeordnet..
[0008] In der Praxis ist eine Schlossfalle von einer Feder beaufschlagt und bestrebt aus
einem Schlossgehäuse auszuschließen (schießende Falle). Über ein Gegenlager oder ein
Auflager kann ein Ausschließen der Schlossfalle verhindert werden.
[0009] Der Sperrkloben weist eine Schlossfallenführung auf, die ein Auflager oder Gegenlager
für eine Schlossfalle ausbildet. Die Schlossfallenführung ist auf der Falleneinlaufseite
des Sperrklobens angeordnet. Damit wird verhindert, dass beim Einlaufen der Schlossfalle,
d.h. beim Schließen eines Türflügels, diese zu früh in einen vor dem Sperrkloben angeordneten
Spalt eintaucht und dort verhakt. Dies ermöglicht ein sauberes, störungsfreies Schließen
eines mit einem Schloss verschließbaren Türflügels.
[0010] Auch beim Öffnen eines Türflügels ist die Schlossfallenführung von Vorteil. Die Schlossfallenführung
besitzt eine Schlossfallenführungsfläche oder einen Schlossfallenführungssteg, der
ausgehend von der Vorderkante des Sperrklobens in Richtung des Schließbleches auskragt
und somit eine Schlossfalle daran hindert, zwischen der Außenkante des Sperrklobens
und dem Schließblech in einen Spalt einzuhaken. Damit wird auch ein reibungsloser
Öffnungsvorgang einer mit einem Schloss gesicherten Türe ermöglicht.
[0011] Der Sperrkloben kann in einer Ausgestaltung als einstellbarer Sperrkloben ausgebildet
sein. Unter einstellbar wird eine Querverstellung der Position des Sperrklobens auf
einer Schwenkfalle oder einem Schließblechunterteil verstanden. Um eine solche Querverstellung
des Sperrklobens zu ermöglichen, ist insbesondere vorgesehen, dass das Basisteil wenigstens
zwei Langlöcher zum Querverstellen der Sperrschulter aufweist. Ein erstes Langloch
deckt einen ersten Querverstellbereich ab und ein zweites Langloch ist zu dem ersten
Langloch in Querrichtung versetzt angeordnet und deckt einen zweiten, zu dem ersten
Verstellbereich unterschiedlichen Querverstellbereich ab. Durch diese Anordnung wird
einerseits eine mechanisch stabile Befestigung des Sperrklobens ermöglicht und andererseits
ein weiter Bereich für eine Querverstellung bereitgestellt. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass das erste Langloch den ersten Querverstellbereich von ca. 3 mm bis 6,5
mm abdeckt und das zweite Langloch einen zweiten Verstellbereich von 6,5 mm bis hin
zu 9,5 mm oder 11 mm abdeckt.
[0012] Weiter kann in einer Ausgestaltung zur Erhöhung der mechanischen Stabilität vorgesehen
sein, dass insgesamt vier Langlöcher in dem Basisteil angeordnet sind. Dabei kann
vorgesehen sein, dass die beiden mittleren Langlöcher als erste Langlöcher zum Abdecken
des ersten Verstellbereichs ausgebildet sind. Die beiden äußeren Langlöcher können
als zweite Langlöcher zum Abdecken der Querverstellung in dem zweiten Verstellbereich
ausgebildet sein. So ist es möglich, den Sperrkloben immer mit mindestens zwei Schrauben
zu befestigen. Für die innerste Stellung werden die Schrauben dabei in der mittleren
Position, d.h. in den mittleren beiden Langlöchern eingesetzt. Über eine Querverstellung
des Sperrklobens kann dabei ein Verstellbereich von 3 mm, vorzugsweise 4,5 mm bis
6,5 mm abgedeckt werden. Wird eine weitere Querverstellung benötigt, so werden die
Schrauben umgesetzt, d.h. aus den mittleren Löchern entnommen und in die beiden äußeren
Langlöcher eingesetzt. Mit der Befestigung in den äußeren Langlöchern kann nunmehr
ein Querverstellbereich von 6,5 mm bis 9,5 mm oder vorzugsweise 11 mm realisiert werden.
[0013] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Schlossfallenführung, vorzugsweise
die Schlossfallenführungsfläche oder der Schlossfallenführungssteg, einstückig mit
der Sperrschulter ausgebildet ist. Somit wird ein mechanisch robuster Aufbau bei einer
kostengünstigen Herstellung des Sperrklobens ermöglicht.
[0014] Um einen Sperrkloben mit möglichst universellem Anwendungsbereich zu schaffen, kann
vorgesehen sein, dass die Schlossfallenführung, vorzugsweise die Schlossfallenführungsfläche
oder der Schlossfallenführungssteg, verstellbar an der Sperrschulter gelagert ist,
vorzugsweise schwenkbar und/oder verschiebbar gelagert ist. Durch das Verstellen der
Schlossfallenführungsfläche bzw. des Schlossfallenführungsstegs relativ zu der Sperrschulter
kann der Sperrkloben einfach an örtliche Gegebenheiten oder Abmessungen angepasst
werden.
[0015] Um über einen weiten Querverstellbereich des Sperrklobens hinweg eine gute Schlossfallenführung
zu ermögliche, kann vorgesehen sein, dass die Schlossfallenführung, vorzugsweise der
Schlossfallenführungssteg, in einer wahlweisen Winkelstellung relativ zu der Sperrschulter
fixierbar ist.
[0016] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Sperrkloben an einem elektrischen
Türöffner eingesetzt wird. Der elektrische Türöffner weist ein Türöffnergehäuse und
eine darin schwenkbar gelagerte Türöffnerfalle auf, die über einen mit einem Antrieb,
vorzugsweise mit einem Elektromagnet, zusammenwirkenden Wechsel feststellbar und freigebbar
ist. Auf der Oberseite der Schwenkfalle kann der Sperrkloben aufgeschraubt werden.
[0017] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Sperrkloben an einem Schließblech
verwendet wird. Vorzugsweise weist das Schließblech ein Unterteil auf, welches einen
Aufnahmeraum für eine Schlossfalle begrenzt. Der Sperrkloben kann mit dem Unterteil
verschraubt werden, um mit einer Schlossfalle zusammenzuwirken. Das Schließblech weist
eine den Aufnahmeraum allseits, d.h. auf vier Seiten umschließende Oberfläche auf,
die als Führung für die Schlossfalle dient. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass
die Sperrschulter senkrecht zu einer den Aufnahmeraum umschließenden Oberfläche des
Schließblechs verläuft und die äußere Kante der Sperrschulter mit dieser Oberfläche
fluchtet.
[0018] Um einen guten Übergang von der Oberfläche des Schließblechs auf die Schlossfallenführung
zu ermöglichen, ist die Schlossfallenführung mit der den Aufnahmeraum umschließenden
Oberfläche des Schließblechs fluchtend ausgebildet. Weiter kann die Schlossfallenführung
senkrecht zu der Sperrschulter angeordnet sein, bzw. kann die Vorderkante der Sperrschulter
mit der Oberfläche des Schließblechs fluchten. Ein stetiger und verhakungsfreier Übergang
der Schlossfalle von der Oberfläche des Schließblechs bis zu dem Schlossfallenaufnahmeraum
wird durch die fluchtende Anordnung der Schlossfallenführung und der Vorderkante der
Sperrschulter erzielt.
[0019] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Schließblech eine Ausnehmung zur Aufnahme
der Schlossfallenführung aufweist, vorzugsweise dass die Schlossfallenführung je nach
Position des Sperrklobens in die Ausnehmung eingreift. Über die Ausnehmung in dem
Schlossblech kann die Schlossfallenführung in allen Querpositionen des Sperrklobens
einen stetigen Übergang der Schlossfalle und damit ein verhakungsfreies Schließen
der Tür ermöglichen. In der innersten Stellung des Sperrklobens liegt das Ende der
Schlossfallenführung vorzugsweise an der Begrenzung der Oberfläche des Schließbleches
an. Wird der Sperrkloben weiter nach Außen verstellt, d.h. die Sperrschulter wandert
weiter in Richtung der Begrenzungskante des Schließblechs, so kann die Schlossfallenführung
in die Ausnehmung am Schließblech eingreifen.
[0020] Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Sperrschulter mit Abstand zu der den Schlossfallenraum
begrenzenden Kante des Schließblechs angeordnet ist, d. h. mit Abstand zu der ihrer
Außenfläche gegenüberliegenden Schließblechbegrenzung angeordnet ist. Vorzugsweise
kann die Sperrschulter mit Abstand zu der ihrer Außenseite gegenüberliegenden Schließblechbegrenzung
auf dem Untereil befestigt bzw. verschraubt sein.
[0021] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Schlossfallenführung eine zwischen
der Sperrschulter und der dieser gegenüberliegenden Schließblechbegrenzung liegende
Distanz überbrückt. Vorzugsweise kann der Schlossfallenführungssteg einerseits an
der Schließblechbegrenzung und andererseits an der Außenseite der Sperrschulter anliegen.
[0022] In einer Ausgestaltung kann die Schlossfallenführung an dem Sperrkloben gelagert
sein. Beispielsweise kann die Schlossfallenführung eine bogenförmige Lasche aufweisen,
die in eine zwischen Unterteil und Sperrkloben angeordnete komplementär ausgebildete
bogenförmige Nut eingreift. Dabei kann die bogenförmige Nut entweder an dem Basisteil
und/oder am Unterteil angeordnet sein.
[0023] Um trotz einfacher Verstellmöglichkeit einen sicheren Sitz der Schlossfallenführung
zu gewährleisten, kann die Dicke der bogenförmigen
[0024] Lasche gleich oder geringfügig dicker sein als die Nut, sodass der Sperrkloben beim
festziehen der Verschraubung die bogenförmige Lasche in der Nut verklemmt.
[0025] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Unterteil als elektrischer
Türöffner mit einer Schwenkfalle ausgebildet ist und der Sperrkloben mit der Schwenkfalle
lösbar verbunden ist.
[0026] Der erfindungsgemäße Schließkloben kann bei Gebäudetüren mit unterschiedlichen Tür-
bzw. Türrahmenkonstruktionen eingesetzt werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass das
Schließblech als Flachschließblech oder als Lappenschließblech oder als Winkelschließblech
ausgebildet ist.
[0027] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Figuren gezeigt und nachfolgend
beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1a und 1b:
- eine erste Ausgestaltung der Erfindung mit Schlossfallenführungssteg
- Fig. 2a und 2b:
- eine zweite Ausgestaltung der Erfindung mit Schlossfallenführungsfläche
- Fig. 3:
- eine vergrößerte Ansicht des Sperrklobens in einem Unterteil eines Schließblechs
- Fig. 4a:
- eine Darstellung des Sperrkobens in einem Schließblech in äußerster Stellung
- Fig. 4b:
- eine Darstellung des Sperrklobens in einem Schließblech in innerster Stellung
- Fig. 5:
- eine Darstellung des Schließblechunterteils
- Fig. 6:
- eine Darstellung einer Schlossfallenführung
- Fig. 7:
- eine Darstellung des Schließblechunterteils mit eingesetzter Schlossfallenführung
- Fig. 8:
- ein Sperrkloben mit Schlossfallenführungsfläche
[0028] Die Fig. 1a zeigt ein Schließblech 1, das als Flachschließblech bzw. Lappenschließblech
ausgebildet ist. In der Fig. 1 b ist eine Schnittdarstellung aus Fig. 1a entlang der
Linie A-A gezeigt. Das Schließblech 1 weist an seiner Unterseite einen Aufnahmeraum
zum Eingriff eines Schlossriegels auf. Oberhalb dieses Aufnahmeraums ist ein zweiter
Aufnahmeraum angeordnet, der zum Eingriff einer Schlossfalle dient. Das Schließblech
1 umgibt den Schlossfallenaufnahmeraum wie auch den Riegelaufnahmeraum allseitig.
[0029] Innerhalb des Schlossfallenaufnahmeraums 12 ist ein Sperrkloben 2 angeordnet. Der
Sperrkloben 2 weist eine Schlossfallenführung 3 auf, die von der Sperrschulter 22
ausgeht und einen Führungssteg für eine Schlossfalle aufweist, der an der Begrenzungskante
14 des Schließblechs anliegt. Beim Schließen einer Tür wird eine Schlossfalle ausgehend
von der in Fig. 1a gezeigten Darstellung von rechts herangeführt. Dabei überstreicht
die Vorderkante der Schlossfalle die Oberfläche 13 des Schließblechs 1. Wenn die Schlossfalle
beim Schließen der Tür in den Bereich des Schlossfallenaufnahmeraums 12 kommt, verlässt
diese die Oberfläche 13 des Schließblechs und gelangt unmittelbar auf die Schlossfallenführung
3 bzw. den Schlossfallenführungssteg 31, der in den Figuren 3 oder 6 näher dargestellt
ist. Der Schlossfallenführungssteg 31 verhindert ein Eintauchen der Schlossfalle in
den Spalt zwischen Schließblechbegrenzung 14 und Sperrschulter 22. Beim Schließen
der Tür gleitet die Spitze der Schlossfalle zunächst auf der Oberfläche 13 des Schließblechs
1, kommt dann in Kontakt mit dem Schlossfallenführungssteg 31 und gleitet auf diesem
hin zum Fallenaufnahmeraum hinter der Sperrschulter 22.
[0030] Aus der Fig. 1 b ist die fluchtende Anordnung der Vorderkante 22k des Schließklobens
2 mit der Oberfläche 13 des Schließblechs 1 klar ersichtlich. Der Schlossfallenaufnahmeraum
12 wird durch das Basisteil des Sperrklobens 2 sowie der Innenfläche 22i der Sperrschulter
22 gebildet. Der Sperrkloben 2 weist einen in etwa L-förmigen Querschnitt auf. Das
Basisteil 21 ist einstückig mit der Sperrschulter 22 verbunden. Die Außenseite 22a
der Sperrschulter 22 liegt der Begrenzungskante 14 des Schließbleches mit Abstand
gegenüber. Zwischen der Außenfläche 22a der Sperrschulter 22 und der Begrenzungskante
14 des Schließblechs verläuft die Schlossfallenführung 3 mit dem Schlossfallenführungssteg
31. Der Schlossfallenführungssteg 31 überbrückt die Distanz zwischen Außenfläche 22a
und Schließblechbegrenzung 14.
[0031] In den Figuren 2a und 2b ist eine Variante der erfindungsgemäßen Schlossfallenführung
3 dargestellt. Anstatt eines an der Sperrschulter 22 gelenkig gelagerten Schlossfallenführungsstegs
31 weist das in den Figuren 2a und 2b gezeigte Ausführungsbeispiel eine Schlossfallenführungsfläche
33 auf, die einstückig mit der Sperrschulter 22 des Sperrklobens 2 ausgebildet ist.
Die Schlossfallenführungsfläche 33 ist fluchtend mit der Vorderkante 22k der Sperrschulter
22 und der Oberfläche 13 des Schließbleches 1 angeordnet, wie aus Fig. 2b ersichtlich
ist. Die Fig. 2b stellt wiederum eine Schnittdarstellung entlang der Linie B - B der
Fig. 2a dar.
[0032] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel gleitet eine Schlossfalle wiederum zunächst auf
der Oberfläche 13 des Lappenschließbleches 1 entlang und gelangt dann auf die Schlossfallenführungsfläche
33. Auf der Schlossfallenführungsfläche 33 gleitet die Schlossfalle dann bis hinter
die innere Anlagefläche 22i der Sperrschulter 22 in den Aufnahmeraum 12 hinein.
[0033] Beim Öffnen der Tür wird die Schlossfalle über einen Türdrücker zurückgezogen und
kommt dann nach Loslassen des Türdrückers und Aufschwenken des Türflügels zunächst
mit der Oberfläche der Schlossfallenführung 33 in Kontakt. Beim weiteren Öffnen der
Tür gleitet die Schlossfalle dann auf der Schlossfallenführungsfläche 33 entlang und
wird direkt, d. h. in einer Linie auf die Oberfläche 13 des Schließbleches 1 geleitet.
Somit wird ein Verhaken der Schlossfalle in einem zwischen Schließblechbegrenzungskante
14 und Sperrschulter 22 vorhandenen Spalt verhindert.
[0034] In der Fig. 3 ist eine vergrößerte Darstellung des Sperrklobens 2 in einem Schließblechunterteil
11 gezeigt. Das Schließblechunterteil 11 ist mit dem Schließblech von der Rückseite
her verschraubt und kann von diesem abgenommen werden. Das Schließblechunterteil 11
weist drei Wände auf, die über ein Bodenteil untereinander verbunden sind. Der Sperrkloben
2 ist auf dem Bodenteil des Unterteils 11 verschraubt und kann quer zu seiner Längserstreckung
mittels der Schrauben 23 verstellt werden. Zur Querverstellung weist der Sperrkloben
2 vier Langlöcher 241, 242 auf. Die mittleren Langlöcher 241 decken dabei einen ersten
Verstellbereich ab. Die äußeren Langlöcher 242 decken einen zweiten Verstellbereich
ab.
[0035] An der in Fig. 3 rechten Seite ist die Schlossfallenführung an der Außenfläche 22a
der Sperrschulter 22 angeordnet. Die Schlossfallenführung 3 weist einen Schlossfallenführungssteg
31 auf, der winkelig zu der Sperrschulter 22 verläuft. Die Schlossfallenführung 3
ist an dem Sperrkloben 2 verschwenkbar und verschiebbar gelagert. Dadurch kann der
Winkel zwischen Sperrschulter 22 und Schlossfallenführungssteg 31 eingestellt werden,
um unterschiedliche Spaltmaße zwischen Sperrschulter 22 und Schlossfallenkante 14
zu überbrücken.
[0036] In der Fig. 4a ist der Sperrkloben 2 in seiner äußersten Querstellung dargestellt.
In der äußersten Querstellung liegt die Sperrschulter 22 mit einem nur geringen Abstand
an der Schließblechbegrenzungskante 14 an. Die Schlossfallenführung 3 bzw. der Schlossfallenführungssteg
31 verläuft in dieser Position parallel zu der Sperrschulter 22.
[0037] In der Fig. 4b ist der Sperrkloben 2 in seiner innersten Querstellung dargestellt.
In dieser Stellung weist das Schließblech 1 zwischen Sperrschulter 22 und Schließblechbegrenzungskante
14 einen relativ breiten Spalt auf. Durch das Verschwenken der Schlossfallenführung
3 kann dieser Spalt überbrückt werden. Auch bei jeder möglichen Zwischenstellung des
Sperrklobens 2 zwischen der äußersten Stellung der Fig. 4a und der innersten Stellung
der Fig. 4b kann durch Schwenken der Schlossfallenführung 3 der erforderliche Abstand
eingestellt werden, um eine reibungsfreie Schlossfallenführung zu ermöglichen. Das
Verschwenken der Schlossfallenführung 3 erfolgt über ein kombiniertes Schwenkschiebelager,
wie in den Figuren 5, 6 und 7 dargestellt. Die Fig. 5 zeigt das Unterteil 11 des Schließblechs
mit einer Nut 32. Die Nut 32 ist bogenförmig und komplementär zu einer Lasche 34 der
Schlossfallenführung 3 ausgebildet. Wie in Fig. 7 dargestellt ist, greift die bogenförmige
Lasche 34 der Schlossfallenführung 3 in die Nut 32 formschlüssig ein. Durch entsprechend
tiefes Einschieben der bogenförmigen Lasche 34 in die bogenförmige Nut 32 können unterschiedliche
Schwenkwinkel der Schlossfallenführung 3 bzw. des Schlossfallenführungsstegs 31 relativ
zu der Sperrschulter 22 eingestellt werden. Das Fixieren der Schlossfallenführung
3 in einer eingestellten Position erfolgt, indem die Schrauben des Sperrklobens angezogen
werden. Dadurch presst das Basisteil 21 des Sperrklobens 2 von oben auf die Lasche
34 und fixiert diese innerhalb der Nut 32.
[0038] Wie in Fig. 6 dargestellt, ist die Schlossfallenführung 3 als ein abgekantetes Metallteil
ausgebildet. Die Schlossfallenführung 3 weist einen ebenen Körper mit einem Schlossfallenführungssteg
31 auf. An ihrer Unterseite weist die Schlossfallenführung 3 eine bogenförmige Lasche
34 auf, die um 90° abgekantet ist. Bei der Herstellung der Schlossfallenführung 3
kann beispielsweise aus einer flachen Metalltafel durch Ausstanzen oder Ausschneiden
ein den Außenkonturen der Schlossfallenführung 3 entsprechendes Teil abgetrennt werden.
Durch einfaches Abkanten des bogenförmigen Lasche 34 kann dann die Schlossfallenführung
3 hergestellt werden.
[0039] In der Fig. 8 ist ein Variante des Sperrklobens 2 gezeigt. Der Sperrkloben 2 entspricht
dem in den Figuren 2a und 2b gezeigten Sperrkloben. Im Unterschied zu dem in den Figuren
1a und 1 b gezeigten Sperrkloben weist dieser Sperrkloben 2 an seiner Sperrschulter
eine Schlossfallenführungsfläche 33 auf, die einstückig mit der Sperrschulter 22 ausgebildet
ist. Die Schlossfallenführungsfläche 33 ist als Nase ausgebildet, die fluchtend mit
der Vorderkante 22k der Sperrschulter angeordnet ist und ausgehend von dieser nach
Außen auskragt. Im Übrigen entspricht der in der Fig. 8 dargestellte Sperrkloben 2
dem Sperrkloben, der in den Figuren 1a und 1 b sowie 3 bis 4b dargestellten Sperrkloben.
[0040] Sowohl mit dem in den Figuren 1a, 1b und 3, 4a und 4b dargestellten Sperrkloben als
auch mit dem Sperrkloben des Beispiels 2a, 2b und 8 ist bei einem großen Querstellbereich
des Sperrklobens in jeder Position eine komfortable und verhakungsfreie Schlossfallenführung
möglich.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Schließblech
- 11
- Unterteil
- 12
- Aufnahmeraum
- 13
- Oberfläche
- 14
- Schließblechbegrenzung
- 15
- Ausnehmung
- 2
- Sperrkloben
- 21
- Basisteil
- 22
- Sperrschulter
- 22i
- Innenfläche
- 22a
- Außenfläche
- 22k
- Vorderkante
- 23
- Schrauben
- 241
- erste Langlöcher
- 242
- zweite Langlöcher
- 3
- Schlossfallenführung
- 31
- Schlossfallenführungssteg
- 32
- Nut
- 33
- Schlossfallenführungsfläche
- 34
- bogenförmige Lasche
1. Sperrkloben zum Aufschrauben auf eine Schwenkfalle eines elektrischen Türöffners oder
auf ein Unterteil (11) eines Schließblechs (1) einer Gebäudetür,
mit einem Basisteil (21) und einer rechtwinklig zu diesem verlaufenden Sperrschulter
(22) mit einer Innenfläche (22i) zum Zusammenwirken mit einer Schlossfalle und einer
der Innenfläche (22i) gegenüberliegenden Außenfläche (22a), wobei das Basisteil (21)
Langlöcher zum Verschrauben des Basisteils (21) aufweist und das Basisteil (21) und
die Innenfläche (22i) der Sperrschulter einen Aufnahmeraum für eine Schlossfalle aufspannen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrschulter (22) an ihrer Außenfläche (22a) eine Schlossfallenführung (3) mit
einer in einer Ebene parallel zu dem Basisteil verlaufenden Schlossfallenführungsfläche
(33), oder mit einem in einer Ebene parallel zu dem Basisteil verlaufendem Schlossfallenführungssteg
(31) aufweist, und die Schlossfallenführungsfläche (33) oder der Schlossfallenführungssteg
(31) mit der Vorderkante (22k) der Sperrschulter (22) fluchtet.
2. Sperrkloben nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sperrkloben (2) als einstellbarer Sperrkloben ausgebildet ist, wobei die Position
des Sperrklobens (2) quer zu seiner Längserstreckung auf einer Schwenkfalle oder einem
Basisteil (21) eines Schließblechs einstellbar ist, vorzugsweise indem vorgesehen
ist, dass das Basisteil (21) wenigstens zwei Langlöcher (241, 242) zum Querverstellen
der Sperrschulter aufweist, wobei ein erstes Langloch (241) einen ersten Querverstellbereich
abdeckt und ein zweites Langloch (242) zu dem ersten Langloch in Querrichtung versetzt
angeordnet ist und einen zweiten, zu dem ersten Verstellbereich unterschiedlichen
Querverstellbereich abdeckt.
3. Sperrkloben nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossfallenführung (3), vorzugsweise die Schlossfallenführungsfläche (33) oder
der Schlossfallenführungssteg (31), einstückig mit der Sperrschulter (22) ausgebildet
ist.
4. Sperrkloben nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossfallenführung (3), vorzugsweise die Schlossfallenführungsfläche (33) oder
der Schlossfallenführungssteg (31), verstellbar an der Sperrschulter (22) gelagert
ist, vorzugsweise schwenkbar und/oder verschiebbar gelagert ist.
5. Sperrkloben nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossfallenführung (3), vorzugsweise die Schlossfallenführungsfläche (33) oder
der Schlossfallenführungssteg (31), in einer wahlweisen Winkelstellung relativ zu
der Sperrschulter (22) fixierbar ist.
6. Sperrkloben nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossfallenführung (3) senkrecht zu der Sperrschulter (22) verlaufend angeordnet
ist.
7. Elektrischer Türöffner mit einem in einem Türöffnergehäuse schwenkbar gelagerten Schwenkfalle,
die über einen Wechsel feststellbar und freigebbar ist, wobei auf der Schwenkfalle
ein Sperrkloben (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 verschraubt ist.
8. Schließblech für eine Gebäudetür mit einem Unterteil (11), welches einen Aufnahmeraum
(12) für eine Schlossfalle begrenzt, wobei das Schließblech entweder als Flachschließblech
oder als Lappenschließblech oder als Winkelschließblech ausgebildet ist und den Aufnahmeraum
(12) an vier Seiten umschließt und entweder ein Sperrkloben (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 6 mit dem Unterteil (11) verschraubt ist, oder ein elektrischer Türöffner nach
Anspruch 7 in dem Aufnahmeraum (12) angeordnet ist.
9. Schließblech nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrschulter (22) senkrecht zu einer den Aufnahmeraum (12) umschließenden Oberfläche
(13) des Schließblechs (1) verläuft und die äußere Kante (22k) der Sperrschulter (22)
mit dieser Oberfläche fluchtet, und/oder dass die Schlossfallenführung (3) mit der
den Aufnahmeraum (12) umschließenden Oberfläche (13) des Schließblechs (1) fluchtet.
10. Schließblech nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schließblech eine Ausnehmung zur Aufnahme der Schlossfallenführung (3) aufweist,
vorzugsweise dass die Schlossfallenführung (3) je nach Position des Sperrklobens (2)
in die Ausnehmung (15) eingreift.
11. Schließblech nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrschulter (22) mit Abstand zu der ihrer Außenseite (22a) gegenüberliegenden
Schließblechbegrenzung angeordnet ist, vorzugsweise dass die Sperrschulter (22) mit
Abstand zu der ihrer Außenseite gegenüberliegenden Schließblechbegrenzung (14) auf
dem Untereil (11) befestigt ist.
12. Schließblech nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossfallenführung eine zwischen der Sperrschulter (22) und der dieser gegenüberliegenden
Schließblechbegrenzung (14) liegende Distanz überbrückt, vorzugsweise indem der Schlossfallenführungssteg
einerseits an der Schließblechbegrenzung (14) und andererseits an der Außenseite (22a)
der Sperrschulter (22) anliegt.
13. Schließblech nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossfallenführung eine bogenförmige Lasche (34) aufweist, die in eine zwischen
Unterteil (11) und Sperrkloben (2) angeordnete komplementär ausgebildete bogenförmige
Nut (32) eingreift.
14. Schließblech nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die bogenförmige Nut (32) an dem Basisteil (21) und/oder am Unterteil (11) angeordnet
ist.
15. Schließblech nach einem der Ansprüche 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke der bogenförmigen Lasche (34) gleich oder geringfügig dicker ist als die
Nut (32), sodass der Sperrkloben (2) beim festziehen der Verschraubung die bogenförmige
Lasche (34) in der Nut (32) verklemmt.