[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Roststab, einen Rost und eine Verbrennungsanlage
gemäss den unabhängigen Ansprüchen.
[0002] Für die Verbrennung unterschiedlicher Brennstoffe, wie z.B. Hausmüll, Industriemüll,
Holzabfälle, feste oder poröse Brennstoffe, sowie Brennstoffe mit hoher und niedriger
Zündwilligkeit, kommen herkömmlicherweise Verbrennungsanlagen mit Feuerräumen zur
Anwendung, in welchen der Brennstoff beispielsweise auf einen mechanisch betätigten
Rost aufgebracht und darauf verbrannt wird. Der Rost kann einen oder mehrere Roststäbe
umfassen. Bei Verbrennungsanlagen wird in der Regel Verbrennungsgut mit hohem und
tiefem Heizwert verarbeitet, so dass bei den eingesetzten Roststäben grosse hitzebedingte
Probleme auftreten können. Insbesondere im Rostkopfbereich der Roststäbe können diese
aufgrund zu hoher thermischer Belastung verbrennen bzw. korrodieren.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Roststab bereitzustellen,
welcher eine lange Lebensdauer hat. Ferner ist es Aufgabe einen Rost für den Einsatz
in einer Verbrennungsanlage sowie eine Verbrennungsanlage mit wenigstens einem solchen
Rost bereitzustellen.
[0004] Die erfindungsgemässe Aufgabe wird mittels eines Roststabs gemäss Anspruch 1 gelöst.
Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.
[0005] Vorgeschlagen wird ein Roststab mit einer im Wesentlichen geschlossenen, einer Verbrennungsseite
zugewandten Oberfläche, einer zur Auflage auf eine Rostbelagswelle ausgebildeten Roststabauflage,
einem Kopfteil und einer Vielzahl von Kühlrippen zur Luftkühlung, welche von der Unterseite
der Oberfläche vorstehen, wobei das Kopfteil mindestens einen Strömungskanal umfasst,
welcher stromabwärts in wenigstens einen ersten und zweiten Teilströmungskanal unterteilt
ist, wobei der erste Teilströmungskanal zu wenigstens einer ersten Austrittsöffnung
an der Stirnseite des Kopfteils führt und der zweite Teilströmungskanal zu wenigstens
einer von der Stirnseite beabstandeten zweiten Austrittsöffnung führt, welche zur
Unterseite der Oberfläche geöffnet ist. Ein derart ausgebildeter Roststab hat eine
wesentlich verlängerte Lebensdauer, da besonders wärmebelasteten Abschnitten des Roststabes
ein temperaturangepasstes Abkühlungsvolumen zum Abführen der Wärme gegenübersteht.
Hierbei wird insbesondere das Kopfteil des Roststabes, welches besonders hohen Temperatureinflüssen
ausgesetzt ist und daher einem hohen Verschleiss unterliegt, zuverlässig gekühlt.
Die erste Austrittsöffnung kann die Luftströmung nach vorne und/oder zur Seite austreten
lassen. Die zweite Austrittsöffnung kann die Luftströmung nach oben und/oder zur Seite
austreten lassen. Insgesamt kann eine z.B. dreifache Kühlung des Kopfteils vom Roststab
erreicht werden. Zum einen tritt nämlich Verbrennungsluft von unterhalb des Roststabs
in Strömungsrichtung ein, wobei durch Luftzirkulation eine hohe Wärmeabfuhr ermöglicht
wird. Ein z.B. wesentlicher Anteil der direkt von unterhalb des Roststabs in Strömungsrichtung
einströmenden Luft wird direkt durch die wenigstens eine zweite Austrittsöffnung in
der Oberfläche nach oben ausgestossen. Zum anderen wird vorteilhafterweise das Kopfteil
des Roststabes in dem der Feuerraumseite der Verbrennungsanlage zugewandten Bereich
durch zirkulierende Verbrennungsluft gekühlt. Weiterhin wird der Wärmeeintrag des
Roststabes während des Betriebes in der Verbrennungsanlage durch die Vielzahl von
Kühlrippen abgeführt. Die Kühlrippen erstrecken sich hierbei von der Unterseite der
Oberfläche des Roststabes nach unten. Es können beispielsweise sechs parallel zueinander
verlaufende Kühlrippen vorgesehen sein, wobei die beiden abschliessenden Längskanten
des Roststabes ebenfalls als Kühlrippen ausgebildet sein können. Die Kühlrippen sind
somit als Kühlkanäle ausgebildet und bieten ausreichend Kühlfläche. Hierdurch wird
eine hohe Wärmeabfuhr gewährleistet, welche durch die zuvor genannte zirkulierende
Strömungsluft nach aussen abgeführt wird. Die Anzahl der Kühlrippen und/oder deren
Dimensionierung, beispielsweise deren Dicke, können anpassungsfähig sein und auf den
jeweiligen Verbrennungszweck vorteilhaft abgestimmt sein.
[0006] Vorzugsweise tritt der erste Teilströmungskanal in Relation zur Längsrichtung des
Roststabes nach vorne und/oder von wenigstens einer der Seiten des Roststabes nach
vorne gerichtet aus. Indem z.B. vermehrt Luft an die Stirnseite geleitet wird, kann
die Luftzufuhr an die Stirnseite und somit das Anfachen des hier anliegenden brennenden
Materials reguliert werden. Damit die Temperatur an der Stirnseite durch das Anfachen
nicht zu hoch wird, kann z.B. vermindert Luft an die Stirnseite und vermehrt Luft
nach oben geleitet werden.
[0007] Vorzugsweise tritt der zweite Teilströmungskanal in Relation zur Längsrichtung des
Roststabes nach oben und/oder von wenigstens einer der Seiten des Roststabes nach
oben gerichtet aus. Damit die Temperatur an der Oberseite von der Oberfläche des Roststabes
durch z.B. Anfachen nicht zu hoch wird, kann z.B. vermindert Luft nach oben und vermehrt
Luft nach vorne geleitet werden.
[0008] Vorzugsweise ist der Strömungskanal wenigstens abschnittsweise zwischen der Innenfläche
der Stirnseite des Kopfteils und einem hiervon beabstandet angeordneten Abschnitt
eines Strömungsluft-Leitelements ausgebildet. Hierbei kann das Strömungsluft-Leitelement
ebenfalls als wenigstens eine Kühlrippe ausgebildet sein, welche sich im Wesentlichen
senkrecht zur Längserstreckung des Roststabes erstreckt. Die Stirnseite und wenigstens
ein Abschnitt des Strömungsluft-Leitelements können hierbei parallel zueinander beabstandet
verlaufen. Innerhalb des somit ausgebildeten Strömungskanals kann die Strömungsluft
frei strömen und hierdurch vorteilhafterweise Wärme nach aussen abführen.
[0009] Vorzugsweise ist die erste Austrittsöffnung durch einen Spalt zwischen einem Abschnitt
der Stirnseite und einem vorderen Kantenabschnitt der Oberfläche ausgebildet. Dieser
Spalt bildet einen Abschnitt des ersten Teilströmungskanals. Mit anderen Worten, kann
durch diesen Spalt ein erster Anteil der unterteilten Strömungsluft austreten. Der
erste Teilströmungskanal kann in seiner Dimensionierung geändert werden, um somit
den Luftausstoss bzw. Volumenstrom aus der ersten Austrittsöffnung an der vorderen
Stirnseite zu variieren. Vorteilhafterweise kühlt dieser Anteil der Strömungsluft
die dem Feuerungsraum zugewandte Stirnseite des Roststabes durch Wärmeabfuhr nach
aussen. Der vordere Kantenabschnitt der Oberfläche kann hierbei das obere Ende der
Stirnseite überlappen, sodass der erste Anteil der aus dem ersten Teilströmungskanal
austretenden Strömungsluft um 180° umgelenkt werden kann. Dieser umgelenkte Anteil
der Strömungsluft kann dann stromabwärts eine möglichst grosse Fläche der äusseren
Stirnseite überstreichen und somit Wärme abführen. Selbstverständlich sind unterschiedliche
Umlenkwinkel einstellbar, welche sich von 180° unterscheiden.
[0010] Vorzugsweise ist bzw. sind die Stirnseite und/oder die Oberfläche wenigstens abschnittsweise
mit einer hitzebeständigen Schicht bedeckt, welche eine Mehrzahl von Keramikbahnen
umfasst.
[0011] Vorzugsweise umfasst die hitzebeständige Schicht ein Keramikmaterial. Die hitzebeständige
Schicht kann alternativ oder zusätzlich Schlacke und/oder nicht brennbare Bestandteile
umfassen. Hierbei kann die hitzebeständige Schicht wenigstens am Kopfteil des Roststabes
vorgesehen sein. Beispielsweise kann die hitzebeständige Schicht bis zur zweiten Austrittsöffnung
verlaufen. Alternativ kann sich die hitzebeständige Schicht über die zweite Austrittsöffnung
hinweg bis z.B. 50% bis 70% der Länge des Roststabes erstrecken. Ferner alternativ
kann sich die hitzebeständige Schicht über die gesamte Länge des Roststabes erstrecken.
Die hitzebeständige Schicht umfasst die mehreren Keramikbahnen, welche insgesamt als
Hitzeschild dienen und somit eine übermässige Erhitzung des Roststabes verhindern.
Somit kann die Lebensdauer des Roststabes verlängert werden.
[0012] Vorzugsweise umfassen wenigstens Abschnitte von der Stirnseite und/oder der Oberfläche
eine Mehrzahl von keilförmigen Vertiefungen, innerhalb welcher die Keramikbahnen wenigstens
abschnittsweise eingetragen sind. Die keilförmigen Vertiefungen sind derart ausgebildet,
dass sie in Richtung zur Aussenseite verjüngt sind. Mit dem Ausdruck "keilförmig zur
Aussenseite verjüngte Vertiefung" ist gemeint, dass der Querschnitt der Vertiefung
zur Aussenseite hin abnimmt. Mit anderen Worten, ist die Kantenlänge der Vertiefung
im Material des Roststabes grösser als die Kantenlänge an der Aussenseite hiervon.
Durch diese Ausgestaltung wird das Material der Keramikbahnen nach dem Aushärten zuverlässig
in den Vertiefungen gehalten. In den ausgebildeten Vertiefungen können sich alternativ
auch weitere Materialien festsetzen, wie z.B. Schlacke, nicht brennbare Bestandteile
oder feuerfester Beton. Das Material des Roststabes und das Material der Keramikbahnen
haben zumeist unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten. Die Ausgestaltung der
Vertiefungen in keilförmiger Form verhindert trotz dem Eintrag von grosser Hitze und
zudem unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen Roststabmaterial und
Keramikbahnmaterial zuverlässig ein Ablösen der Keramikbahnen bzw. der Keramikschicht
vom Roststab. Das Keramikmaterial setzt sich also zuverlässig in die Vertiefungen
fest und bietet somit ein dauerhaftes Hitzeschild.
[0013] Vorzugsweise sind die keilförmigen Vertiefungen an der Stirnseite und/oder an der
Oberfläche in Relation zum Roststab vertikal und/oder horizontal ausgerichtet. Somit
können die Keramikbahnen in einer Variante an der Stirnseite und/oder an der Oberfläche
in mehreren parallelen Bahnen verlaufen. In einer bevorzugten Variante verlaufen die
Keramikbahnen an der Stirnseite und/oder an der Oberfläche jedoch in vertikalen und
horizontalen Bahnen. Hierbei kreuzen sich die Bahnen bevorzugt senkrecht zueinander.
Durch die kreuzförmige Erstreckung der Keramikbahnen wird deren Aushebelung im Betrieb
verhindert. Die ausgehärteten Keramikbahnen sind nämlich in alle Richtungen formschlüssig
mit dem Material des Roststabs verbunden und können daher nicht durch aufliegendes
Material, z.B. auf der Oberfläche, oder durch anliegendes Material, z.B. an der Stirnseite,
verschoben werden. Hierdurch wird zuverlässig verhindert, dass sich Abschnitte der
Keramikschicht oder sogar die gesamte Keramikschicht vom Roststab ablösen bzw. ablöst.
Somit schützt die Keramikschicht den Roststab insgesamt zuverlässig und dauerhaft
gegen Hitze.
[0014] Vorzugsweise umfasst der Roststab wenigstens ein Umlenkelement, welches an der ersten
Austrittsöffnung angeordnet ist, wobei wenigstens eine Luftleitfläche des Umlenkelements
derart ausgerichtet ist, um den austretenden Luftstrom in einem Winkel nach vorne
gerichtet umzulenken. Hierbei kann der Luftstrom derart umgelenkt werden, dass der
Luftstrom bei einem vorbestimmten Abstand zur Stirnseite des Kopfteils auf das Brennmaterial
auftrifft, bzw. das brennende Brennmaterial mit Luft beaufschlägt und somit anfacht.
Durch entsprechende Auswahl des Winkels kann somit die Temperatur an der Stirnseite
eingestellt werden. Ausserdem kann durch Umlenken der austretenden Luft eine zu starke
Aufwirbelung von Material, z.B. Asche, welche vor der Stirnseite liegt, vermieden
werden.
[0015] Vorzugsweise umfasst das Umlenkelement einen an der Aussenseite der Stirnseite angeordneten
ersten Keilabschnitt und/oder einen am Kantenabschnitt von der Oberfläche ausgebildeten
zweiten Keilabschnitt. Hierbei sind Luftleitflächen der Keilabschnitte einander zugewandt
und bilden dazwischen einen Austrittskanal aus, welcher winklig ausgerichtet ist.
Ein weiterer Vorteil des Umlenkelements besteht darin, dass dieses Luftverwirbelungen
an der Stirnseite erzeugen kann, welche eine verbesserte Wärmeabfuhr herbeiführen
können. Ebenso kann durch den ersten und zweiten Keilabschnitt ein Eindringen von
Fremdmaterial, z.B. Brennmaterial, Asche, Schlacke, usw., in die erste Austrittsöffnung
verhindert werden, wodurch ein Blockieren der ersten Austrittsöffnung verhindert werden
kann.
[0016] Vorzugsweise ist ein Ende des vorderen Kantenabschnitts der Oberfläche um eine vorbestimmte
Distanz von einer Auflagefläche des Roststabes beabstandet, wobei die Distanz mindestens
50%, vorzugsweise mindestens 70%, von der Gesamthöhe des vorderen Kantenabschnitts
beabstandet ist. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass die vordere Austrittsöffnung
nicht oder stark reduziert mit von aussen anliegenden Materialien, beispielsweise
Brenngut, Schlacke, Asche, usw., in Kontakt gelangt. Selbstverständlich kann die Distanz,
mit welcher der vordere Kantenabschnitt der Oberfläche von einer Auflagefläche des
Roststabes beabstandet ist, in Abhängigkeit der jeweiligen Ausführung auch weitere
Werte annehmen, wie z.B. mindestens 80%, mindestens 90%, usw. Somit wird auf einfache
und zuverlässige Weise verhindert, dass die vordere Austrittsöffnung verstopft wird.
Ein Verstopfen der vorderen Austrittsöffnung hat den ungewünschten Effekt, dass die
Luftzirkulation unterbrochen wird, welches wiederum eine negative Beeinflussung auf
die Kühlwirkung hat. Somit ermöglicht die genannte Ausführungsform eine lang andauernde
und zuverlässige Kühlung des Roststabes und eine damit einhergehende verlängerte Lebensdauer
des Roststabes.
[0017] Vorzugsweise ist der zweite Teilströmungskanal wenigstens abschnittsweise zwischen
einer Unterseite der Oberfläche und einem hiervon beabstandet angeordneten Abschnitt
des Strömungsluft-Leitelements ausgebildet. Der zweite Teilströmungskanal kann in
seiner Dimensionierung geändert werden, um somit den Luftausstoss bzw. Volumenstrom
aus der zweiten Austrittsöffnung an der Oberfläche zu variieren. Ein weiterer Abschnitt
des zweiten Teilströmungskanals ist gebildet durch die direkte Verbindung von unterhalb
des Roststabs über die Kühllamellen an die zweite Austrittsöffnung. Der Luftausstoss
bzw. Volumenstrom jeweils aus der vorderen ersten Austrittsöffnung und der oberen
zweiten Austrittsöffnung der Oberfläche sind in Relation zueinander von 0 bis 100%
variabel. So kann beispielsweise ein Volumenstrom von 30% aus der ersten Austrittsöffnung
und ein Volumenstrom von 70% aus der zweiten Austrittsöffnung der Oberfläche eingestellt
werden. Es sind alle Einstellungen im Bereich von 0 bis 100% möglich. Diese Einstellung
bzw. Variation kann z.B. durch entsprechende Dimensionierung des ersten und/oder zweiten
Teilströmungskanals realisiert werden. Es ist zu erwähnen, dass durch eine Reduktion
der ersten Austrittsöffnung ein verstärkter Volumenstrom über den direkten Weg zwischen
der Unterseite des Roststabs und der zweiten Austrittsöffnung eingestellt wird. Insgesamt
wird hierdurch eine der jeweiligen Anwendung angepasste Kühlung ermöglicht.
[0018] Vorzugsweise ist der zweite Teilströmungskanal wenigstens abschnittsweise zwischen
der Unterseite des Roststabes und wenigstens einer der zweiten Austrittsöffnungen
ausgebildet, welche in der Längsseite des Roststabes eingebracht ist. Indem die Luft
aus wenigstens einer Öffnung an wenigstens einer der Längsseiten austritt, kann, in
Relation zum Roststab, der Austritt von Luft jeweils an der Stirnseite, d.h. nach
vorne, und/oder an der Oberfläche, d.h. nach oben, des Roststabes eingestellt bzw.
reguliert werden.
[0019] Vorzugsweise ist das Strömungsluft-Leitelement einstückig mit den Kühlrippen ausgebildet
und wenigstens abschnittsweise als Verschleisselement ausgebildet. Hierdurch kann
beim fortschreitenden Verschleiss des vorderen Kopfteils, zum Beispiel eine betriebsbedingte
Materialablösung an der besonders beanspruchten Stirnseite des Roststabs (Verschleiss),
das hinter der Stirnseite angeordnete Strömungsluft-Leitelement gleichzeitig als Verschleisselement
dienen. Somit kann vorteilhafterweise ein fortgesetzter Einsatz des Roststabes realisiert
werden. Insgesamt wird die Lebensdauer des Roststabes verlängert. Vorzugsweise erstrecken
sich die Kühlrippen in Längsrichtung des Roststabes und stehen in Relation zur Längsrichtung
mit veränderlicher Tiefe von der Unterseite der Oberfläche vor, wobei vorzugsweise
die Tiefe der Kühlrippen vom Kopfteil in Richtung zur Roststabauflage in Längsrichtung
abnehmend ist. Beispielsweise stehen die Kühlrippen im Bereich des durch besonders
hohe Temperaturen beanspruchten Kopfteils weiter vor als im Bereich der über die Länge
des Roststabs entgegengesetzten Roststabauflage. Dieser Übergang kann linear oder
nicht-linear sein. Mit anderen Worten, kann die Tiefe der Kühlrippen über die Länge
des Roststabes linear oder nicht-linear veränderlich sein. Hierbei kann die in Relation
zur Längsrichtung des Roststabes veränderliche Tiefe der Kühlrippen in Relation stehen
zum Temperaturverlauf des Roststabes im Betrieb. Somit sind die Kühlrippen dem Temperaturverlauf
des Roststabes im Betrieb angepasst, wodurch einerseits eine weiterhin zuverlässige
Wärmeabfuhr realisiert wird um die Lebensdauer zu verlängern und andererseits Material
und Gewicht und somit Kosten des Roststabs insgesamt eingespart werden. Es werden
auch Kosten in der Lagerhaltung und im Transport eingespart. Die Tiefe der Kühlrippen
kann vom Kopfteil in Richtung zur Roststabauflage in Längsrichtung abnehmen. Hierdurch
kann im Bereich des Kopfteils eine stärkere Wärmeableitung realisiert werden als im
Bereich der über die Länge des Roststabs entgegengesetzten Roststabauflage. Dieses
Merkmal trägt dem Umstand Rechnung, dass das vordere Kopfteil sehr viel höheren Temperaturen
ausgesetzt ist und somit stärker gekühlt werden sollte als der am gegenüberliegenden
Ende des Roststabes befindliche Bereich der Roststabauflage. Die Zwischenräume zwischen
jeweils benachbarten Kühlrippen sind als Kühlkanäle ausgebildet. Hierdurch wird die
Kühlfläche insgesamt erhöht. Ferner kann die an der Oberfläche der Kühlrippen abgestrahlte
Wärme einfach durch zirkulierende Luftkühlung innerhalb der Kühlkanäle abgeführt werden.
Die Anzahl und Dimensionierung (z.B. Tiefe) der Kühlkanäle können an unterschiedliche
Heizwerte, Brennstoffe und Rostsysteme angepasst werden. Ferner können die Kühlkanäle
in Abhängigkeit des Verbrennungszwecks in ihrer Grösse und Anzahl angepasst werden.
Hierdurch kann die Effizienz des Roststabes erhöht werden, bei gleichzeitig ausreichender
Kühlung und der hieraus resultierenden verlängerten Lebensdauer. Durch die Verringerung
der Temperaturdifferenz mittels der angepassten Kühlrippen werden durch Hitze eingeleitete
mechanische Spannungen im Roststab reduziert. Somit wird die Gefahr von Temperaturbrüchen
wesentlich reduziert.
[0020] Vorzugsweise ist die wenigstens eine zweite Austrittsöffnung maximal bis 20% in Relation
zur Gesamtlänge der Oberfläche von der Vorderkante entfernt angeordnet. Der Abstand
zwischen der zweiten Austrittsöffnung in Relation zur Gesamtlänge der Oberfläche von
der Vorderkante kann selbstverständlich auch andere Werte annehmen, solange die zweite
Austrittsöffnung an einer Position in der Oberfläche angeordnet ist, an welcher im
Betrieb lediglich Brennmaterial überfahren wird. Hierdurch wird vermieden, dass die
zweite Austrittsöffnung eines Roststabes durch einen oder mehrere Roststäbe einer
oberhalb angeordneten Reihe von Roststäben überdeckt wird und hierdurch der Luftausstoss
aus der zweiten Austrittsöffnung teilweise oder ganz blockiert wird. Der Roststab
kann ein Material umfassen, welches Metall enthält. Der Roststab kann aus einem Material
einer Metalllegierung ausgebildet sein.
[0021] Vorzugsweise ist der Roststab als Wenderoststab ausgebildet. Derartige Wenderoststäbe
können, sobald das Ende der Lebensdauer des ersten Kopfteils (fortgeschrittener Verschleiss),
welcher im Betrieb besonders hohen Temperatureinflüssen ausgesetzt ist, erreicht ist,
gewendet werden, bzw. um 180° um die Mittenachse senkrecht zur Oberfläche gewendet
bzw. geschwenkt werden. Nach dem Wenden kann dann das vormals gegenüberliegende Kopfteil
des Roststabs nochmals über eine lange Betriebsdauer eingesetzt werden. Zur Realisierung
des Wendestabs sind an der Unterseite des Roststabs zwei in Bezug auf die Mitte des
Roststabes symmetrisch angeordnete Auflageflächen bzw. Roststabauflagen ausgebildet.
Somit kann die Lebensdauer des Roststabes nahezu verdoppelt werden, wodurch hohe Kosteneinsparungen
realisiert werden.
[0022] Die vorgenannte Aufgabe wird ebenso gelöst durch einen Rost für den Einsatz in einer
Verbrennungsanlage, wobei der Rost wenigstens einen Roststab nach einem der Ansprüche
1 bis 18 umfasst. Ein solcher Rost für den Einsatz in einer Verbrennungsanlage bietet
eine grosse Verbrennungsfläche. Es können mehrere Roststäbe mit ihren Längsseiten
parallel zueinander ausgerichtet zu einer Querreihe angeordnet werden.
[0023] Vorzugsweise umfasst der Rost eine Mehrzahl von hintereinander angeordneten Querreihen
aus jeweils einer Mehrzahl von Roststäben. Die hintereinander angeordneten Querreihen
können wenigstens abschnittsweise überlappt angeordnet werden. Wenigstens ein Roststab
kann mit seiner Auflagefläche die Oberfläche eines nachfolgenden Roststabes schuppenartig
versetzt überlappen. Beispielsweise ist eine erste Querreihe aus mehreren Roststäben
beweglich angeordnet und ist im Anschluss an die erste Querreihe eine wenigstens abschnittsweise
überlappte zweite Querreihe aus mehreren Roststäben fest angeordnet. Durch diese Anordnung
wird erreicht, dass das Verbrennungsgut kontinuierlich in Richtung zur Verbrennungsseite
bewegt bzw. vorgeschoben werden kann.
[0024] Die vorgenannte Aufgabe wird ebenso gelöst durch eine Verbrennungsanlage, umfassend
einen Rost nach Anspruch 19 oder 20. Bei einer solchen Verbrennungsanlage können Wartungsintervalle
verlängert werden. Eine solche Verbrennungsanlage muss somit vorteilhafterweise seltener
häufig heruntergefahren werden als bei derzeit bekannten Verbrennungsanlagen. Somit
wird die Effizienz der Verbrennungsanlage verbessert.
[0025] Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorstehenden Ausführungsvarianten
beliebig kombinierbar sind. Lediglich diejenigen Kombinationen von Ausführungsvarianten
sind ausgeschlossen, die durch die Kombination zu Widersprüchen führen würden. Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- eine Draufsicht auf eine Oberfläche eines Roststabes,
- Fig. 2a:
- eine Seitenschnittansicht entlang einer Linie E-E des in Fig. 1 gezeigten Roststabes
in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2b:
- eine Schnittansicht entlang einer Linie C-C des in Fig. 2a gezeigten Roststabes,
- Fig. 3a:
- eine schematische Seitenansicht des Roststabes in der ersten Ausführungsform,
- Fig. 3b:
- eine Ansicht auf ein hinteres Ende des Roststabes in der ersten Ausführungsform,
- Fig. 3c:
- eine Ansicht auf ein vorderes Ende des Roststabes in der ersten Ausführungsform,
- Fig. 4:
- eine Schnittansicht entlang einer Linie A-A des in Fig. 2a gezeigten Roststabes in
einer Draufsicht,
- Fig. 5a:
- eine Seitenschnittansicht entlang einer Linie E-E des in Fig. 1 gezeigten Roststabes
in einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 5b:
- eine Schnittansicht entlang einer Linie C-C des in Fig. 5a gezeigten Roststabes,
- Fig. 6a:
- eine schematische Seitenansicht des Roststabes in der zweiten Ausführungsform,
- Fig. 6b:
- eine Ansicht auf ein hinteres Ende des Roststabes in der zweiten Ausführungsform,
- Fig. 6c:
- eine Ansicht auf ein vorderes Ende des Roststabes in der zweiten Ausführungsform,
- Fig. 7:
- eine Seitenschnittansicht entlang einer Linie E-E des in Fig. 1 gezeigten Roststabes
in einer weiteren Variante der zweiten Ausführungsform,
- Fig. 8a:
- einen Teilausschnitt des Kopfteils vom Roststab in einer ersten Variante einer dritten
Ausführungsform,
- Fig. 8b:
- einen Teilausschnitt des Kopfteils vom Roststab in einer zweiten Variante der dritten
Ausführungsform,
- Fig. 8c:
- eine Ansicht auf die Stirnseite des Kopfteils in der zweiten Variante der dritten
Ausführungsform, und
- Fig. 9:
- eine schematische Seitenansicht von mehreren übereinander angeordneten Roststäben
zur Ausbildung eines Rosts.
[0026] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Roststab 10. Figur 2a zeigt eine Seitenschnittansicht
des in Figur 1 gezeigten Roststabes 10 entlang einer Linie E-E in einer ersten Ausführungsform.
Der Roststab 10 umfasst ein an seinem vorderen Ende angeordnetes Kopfteil 12. Ferner
umfasst der Roststab 10 eine am gegenüberliegenden Ende des Roststabes 10 angeordnete
Roststabauflage 14 zur Auflage auf eine Rostbelagswelle 16 zur Lagerung des Roststabs
10. Der Roststab 10 ist von oberhalb durch eine planare Oberfläche 18 abgeschlossen.
Die Oberseite der Oberfläche 18 ist dem Feuerungsraum einer Verbrennungsanlage (nicht
gezeigt) ausgesetzt, während die Unterseite der Oberfläche z.B. durch ein nicht gezeigtes
Luftstromaggregat mit einem nach oben gerichteten Luftstrom angeströmt wird.
[0027] Das Kopfteil 12 umfasst eine Stirnseite 20, deren Aussenseite dem Feuerungsraum der
Verbrennungsanlage ausgesetzt ist. Das obere Ende der Stirnseite 20 ist überragt durch
einen vorderen Kantenabschnitt 22 der Oberfläche 18, wobei der vordere Kantenabschnitt
22 wenigstens abschnittsweise der Kontur von dem oberen Ende der Stirnseite 20 folgt.
Die Stirnseite 20 und der vordere Kantenabschnitt 22 der Oberfläche 18 sind voneinander
um einen vorbestimmten Spalt beabstandet. Der vordere Kantenabschnitt 22 von der Oberfläche
18 ist um das obere Ende der Stirnseite 20 herum im Wesentlichen um 90° nach unten
ausgerichtet abgekantet.
[0028] Das nach unten ausgerichtete distale Ende des vorderen Kantenabschnitts 22 überlappt
sich lediglich mit dem oberen Ende der Stirnseite 20. Hierdurch stellt der Abstand
zwischen dem nach unten abgekanteten distalen Ende der Oberfläche 18 und der Unterseite
der Stirnseite 20, welche im Folgenden auch als Auflagefläche 23 bezeichnet wird,
in Relation zum überlappten Abschnitt einen weitaus grösseren Anteil dar. Mit anderen
Worten, stellt der Abstand zwischen dem distalen Ende des vorderen Kantenabschnitts
22 der Oberfläche 18 und der Auflagefläche 23 in Relation zur gesamten Höhe des Roststabes
10 einen überwiegenden Anteil dar. Hierdurch ist der Spalt zwischen Stirnseite 22
und Oberfläche 18 möglichst weit von der Auflagefläche 23 bzw. der Unterseite des
Roststabs 10 beabstandet, wodurch vermieden werden kann, dass Fremdstoffe in den Spalt
eintreten und diesen verstopfen können.
[0029] Der Roststab 10 umfasst ferner ein Strömungsluft-Leitelement 24, welches innerhalb
des Roststabs 10 angeordnet ist bzw. hiermit einstückig ausgebildet ist. Das Strömungsluft-Leitelement
24 umfasst einen vertikalen Abschnitt 24a, welcher im Wesentlichen parallel zur Stirnseite
20 ausgerichtet ist, und einen horizontalen Abschnitt 24b, welcher im Wesentlichen
parallel zur Oberfläche 18 ausgerichtet ist. Alle Abschnitte 24a,24b des Strömungsluft-Leitelements
24 sind hierbei sowohl zur Stirnseite 20 als auch zur Unterseite der Oberfläche 18
beabstandet.
[0030] Die Längsseiten des Roststabs 10 sind durch Seitenflächen 26 zur Aussenseite abgegrenzt.
Der Innenbereich des Roststabs 10, das heisst die vom Luftstrom angeströmte Unterseite
hiervon, ist mit einer Vielzahl von Kühlrippen 28 bestückt, welche von der Unterseite
der Oberfläche 18 vorstehen, wie am besten anhand von Figuren 2b, 3b und 3c zu erkennen.
Die Kühlrippen 28 dienen zur Luftkühlung und erstrecken sich parallel zueinander in
Längsrichtung, wie am besten anhand von Figuren 1 und 4 zu erkennen. Die Kühlrippen
28 erstrecken sich ebenfalls parallel zu den Seitenflächen 26 und bilden hiermit zusammen
eine vergrösserte Oberfläche, um somit eine wesentlich vergrösserte Wärmeabstrahlungsfläche
zu bieten. Es können beispielsweise vier Kühlrippen 28 (ausschliesslich der beiden
Seitenflächen 26) vorgesehen sein. Selbstverständlich kann die Zahl der Kühlrippen
28 anwendungsspezifisch variieren. Die Kühlrippen 28 sind bevorzugt einstückig mit
dem gesamten Roststab 10 ausgebildet.
[0031] Wie zuvor erwähnt, wird er Roststab 10 von unterhalb mit einem Luftstrom angeströmt.
Ein Anteil dieses Luftstroms strömt innerhalb von Kühlkanälen, welche jeweils zwischen
den Kühlrippen 28 als auch zwischen den Seitenflächen 26 und einer jeweils hierzu
parallel beabstandeten Kühlrippe 28 ausgebildet sind. Somit kann die von den Kühlrippen
28 als auch den Seitenflächen 26 abgestrahlte Wärme mittels des durch die Kühlkanäle
durchströmten Luftstroms leicht abgeführt werden, wodurch insgesamt die Temperatur
des Roststabs 10 im Betrieb reduziert werden kann.
[0032] Im Betrieb ist das Kopfteil 12 in Relation zu anderen Bereichen des Roststabs 10
einer besonders hohen Temperatur ausgesetzt. Es hat sich daher in der Praxis gezeigt,
dass insbesondere das Kopfteil 12 des Roststabes 10 einem relativ raschen hitzebedingten
Verschleiss ausgesetzt sein kann, wobei dieser Verschleiss zum Versagen des gesamten
Roststabs 10 führen kann. Um diesen sehr hohen Wärmeeintrag im Bereich des Kopfteils
12 besonders zuverlässig abzuleiten, ragen die Kühlrippen 28 im Bereich des Kopfteils
12 maximal von der Unterseite der Oberfläche 18 vor. Mit zunehmendem Abstand vom Kopfteil
12 in Richtung zur gegenüberliegenden Roststabauflage 14 ragen die Kühlrippen 28 fortlaufend
reduziert von der Unterseite der Oberfläche 18 vor. Die vom Kopfteil 12 zur Roststabauflage
14 abnehmende Tiefe der Kühlrippen 28 ist anhand der Figuren 2a und 3a besonders deutlich
zu erkennen. Mit anderen Worten, haben die Kühlrippen 28 eine dem Temperaturverlauf
angepasste Dimension bzw. Tiefe. Vorteilhafterweise können durch Hitze eingeleitete
mechanische Spannungen im Roststab 10 reduziert werden, indem Temperaturdifferenzen
über den Roststab 10 hinweg mittels der angepassten Kühlrippen 28 verringert werden.
Somit wird die Gefahr wesentlich reduziert, dass der Roststab 10 durch Temperaturbruch
zerstört wird.
[0033] Ein weiterer Abschnitt des angeströmten Luftstroms strömt entlang eines Strömungskanals
30, welcher zwischen der Stirnseite 20 und einem vertikalen Abschnitt 24a des Strömungsluft-Leitelements
24 ausgebildet ist. Die innerhalb des Strömungskanals 30 strömende Luft führt hierbei
die von der Stirnseite 20 abgestrahlte Wärme ab. Im oberen Bereich des Strömungskanals
30 geht der Strömungskanal 30 in einen ersten Teilströmungskanal 32 über. Der erste
Teilströmungskanal 32 führt zu einer Austrittsöffnung 36 (Spalt) zwischen dem oberen
Ende der Stirnseite 20 und dem nach unten abgekanteten vorderen Kantenabschnitt 22
der Oberfläche 18.
[0034] Ein zweiter Teilströmungskanal 34 führt zu wenigstens einer in der Oberfläche 18
eingebrachten zweiten Austrittsöffnung 38. Es ist zu erwähnen, dass ein hoher Anteil
des gesamten zugeführten Volumenstroms über den zweiten Teilströmungskanal 34, d.h.
den direkten Weg von unterhalb des Roststabs über die Kühlrippen 28, an die zweite
Austrittsöffnung 38 ausgestossen werden kann. Die zweite Austrittsöffnung 38 ist bevorzugt
als Austrittsschlitz ausgebildet. Ein Anteil des über den zweiten Teilströmungskanal
34 strömenden Luftstroms kann über einen Kanal zwischen dem horizontalen Abschnitt
24b und der Unterseite der Oberfläche 18 in Richtung zur ersten Austrittsöffnung 36
geleitet werden und dort ausgestossen werden. Der erste und zweite Teilströmungskanal
32, 34 und die Strömungsrichtung der Volumenströme sind in der Figur 3a schematisch
durch Pfeile angezeigt. In der in den Figuren dargestellten Ausführungsform sind zwei
zweite Austrittsöffnungen 38 als Schlitze ausgeführt. Obwohl nicht gezeigt, können
zweite Austrittsöffnungen seitlich bereitgestellt werden, welche zumindest einen Anteil
des Luftstroms, von der Stirnseite beabstandet, seitlich auslassen. Selbstverständlich
kann die Anzahl der zweiten Austrittsöffnungen 38 variieren. Die zweiten Austrittsöffnungen
38 sind in Bereichen der Oberfläche 18 zwischen den Kühlrippen 28 angeordnet. Die
zweiten Austrittsöffnungen 38 können in der Oberfläche 18 jeweils in einem Bereich
rechts und links von einer jeweiligen Kühlrippe 28 und/oder Seitenfläche 26 eingebracht
werden.
[0035] Die jeweils im ersten und zweiten Teilströmungskanal 32,34 strömenden Anteile der
Luftströmung bzw. des Volumenstroms werden somit jeweils durch die vordere erste Austrittsöffnung
36 und die obere zweite Austrittsöffnung 38 nach aussen ausgestossen und führen hierbei
Wärme nach aussen ab. Der durch die erste Austrittsöffnung 36 ausgestossene Anteil
der Luftströmung wird in der ersten Ausführungsform, bedingt durch die Umlenkung von
im Wesentlichen 180°, nach unten ausgestossen. Der ausgestossene Anteil der Luftströmung
kann hierbei über wesentliche Abschnitte der Aussenfläche von der Stirnseite 20 strömen
und somit die hiervon abgestrahlte Wärme abführen. Obwohl nicht gezeigt, können mehrere
erste Austrittsöffnungen bereitgestellt werden, durch welche ein Anteil des Luftstroms
im Bereich des Kopfteils 12 seitlich ausgestossen werden kann.
[0036] Der erste und zweite Teilströmungskanal 32,34 sind wenigstens abschnittsweise auf
variable Volumenströme bzw. zum variablen Luftausstoss veränderlich einstellbar. Somit
sind die Volumenströme jeweils des Luftausstosses aus der ersten Austrittsöffnung
36 an der Stirnseite 20 und des Luftausstosses aus der zweiten Austrittsöffnung 38
an der Oberfläche 18 vorteilhafterweise variabel. Selbstverständlich können zusätzlich
oder alternativ die jeweiligen Volumenströme des Luftausstosses aus der ersten Austrittsöffnung
36 und/oder des Luftausstosses aus der zweiten Austrittsöffnung 38, jeweils von wenigstens
einer der Seiten des Roststabes 10, variabel sein. Die Einstellung kann jeweils 0
bis 100% in Relation zu dem insgesamt zugeführten Volumenstrom betragen. Es kann beispielsweise
vorgesehen sein, dass 30% des gesamten Volumenstroms durch die vordere Austrittsöffnung
36 ausgestossen wird, während 70% hiervon durch die obere zweite Austrittsöffnung
38 ausgestossen wird. Durch die variabel einstellbaren Volumenströme im Bereich des
Kopfteils 12 des Roststabs 10 kann eine anwendungsspezifisch effiziente Kühlung hiervon
eingestellt werden.
[0037] Der Volumenstrom des durch die zweite Austrittsöffnung 38 strömenden Anteils kann
beispielsweise durch Einstellen bzw. Anpassen der zweiten Austrittsöffnung 38 selber
erzielt werden. Hierzu kann beispielsweise das Ausmass bzw. die Dimension der zweiten
Austrittsöffnung 38 verändert werden. In einem Beispiel kann die Länge des Schlitzes
der zweiten Austrittsöffnung 38 verändert werden (verkürzt bzw. verlängert). Alternativ
oder zusätzlich kann die Breite verändert werden. Obwohl in Figur 2b zwei Austrittsöffnungen
38 in einem Bereich der Oberfläche 18 zwischen der zweiten und dritten sowie der dritten
und vierten Kühlrippe 28 angezeigt sind, können die Austrittsöffnungen 38 alternativ
oder zusätzlich in einem Bereich der Oberfläche 18 zwischen den weiteren Kühlrippen
28 als auch ausserhalb der Seitenflächen 26 angeordnet werden. Wenn die vordere erste
Austrittsöffnung 36, z.B. durch ein Verändern der variabel einstellbar austretenden
Luftvolumina, stark verengt ist oder ganz blockiert ist, wird der durch den Strömungskanal
30 strömende Anteil der Luftströmung ganz oder teilweise durch den Kanal zwischen
dem horizontalen Abschnitt 24b und der Unterseite der Oberfläche 18 in Richtung zur
zweiten Austrittsöffnung 38 geleitet.
[0038] Ein weiterer Vorteil der variabel einstellbar austretenden Luftvolumina besteht darin,
dass hierdurch ebenfalls der jeweils ausgestossene Luftdruck reguliert werden kann.
So ist es beispielsweise bei Verbrennung von Biomasse und Holzschnitzel gewünscht,
dass die Luft unter dem Rost mit einem relativ geringen Luftdruck ausströmt. Die Reduktion
des Luftdrucks an dieser Stelle kann beispielsweise erreicht werden, indem die zweiten
Austrittsöffnungen 38 vergrössert werden. Somit wird insgesamt die Staubaufwirbelung
innerhalb des Feuerungsraums von der Verbrennungsanlage reduziert. Durch den Ausstoss
der Luft von wenigstens einer der Seiten des Roststabes 10 aus kann die Staubaufwirbelung
weiterhin anwendungsspezifisch reduziert werden.
[0039] Um weiterhin einen zuverlässigen Luftausstoss aus der zweiten Austrittsöffnung 38
zu gewährleisten, ist diese zweite Austrittsöffnung 38 derart positioniert, dass sie
lediglich von Brennmaterial überfahren wird. Mit anderen Worten, ist bzw. sind die
Austrittsöffnung(en) 38 derart angeordnet, dass sie nicht durch Abschnitte eines darüber
angeordneten Roststabs 10 (z.B. die Auflagefläche eines oberen Roststabs) überdeckt
und somit blockiert werden.
[0040] Die Dimension der zweiten Austrittsöffnung 38 kann ferner vorteilhaft derart gewählt
werden, dass kein oder nur reduziert Fremdmaterial von oberhalb, beispielsweise Asche
und Leichtmetalle, durch die zweiten Austrittsöffnungen 38 passieren können und somit
durch den Roststab 10 herabfallen. Insgesamt kann ein Herabfallen von Fremdmaterial
durch eine besonders schmale Ausführung der Austrittsöffnungen 38 verhindert werden.
Durch die Anpassungsfähigkeit der Austrittsöffnungen 38 kann ein hoher Luftwiderstand
des Rostbelages erzielt werden, welches insbesondere für die Verbrennung von Müll
vorteilhaft ist. Ein Aushebeln des Roststabs 10 kann verhindert werden, indem die
Roststabauflage 14 auf der Rostbelagswelle 16 der Form dieser Welle angepasst wird.
[0041] Figur 5a zeigt einen Roststab 10 einer zweiten Ausführungsform in einer Seitenschnittansicht
entlang einer Linie E-E des in Figur 1 gezeigten Roststabes 10, und Figur 5b zeigt
eine Schnittansicht entlang einer Linie C-C des in Figur 5a gezeigten Roststabes 10.
Figur 6a zeigt eine schematische Seitenansicht des Roststabes 10 in der zweiten Ausführungsform,
und Figuren 6b,c zeigen jeweils eine Ansicht auf ein hinteres bzw. ein vorderes Ende
des Roststabes 10 in der zweiten Ausführungsform. In unterschiedlichen Ausführungsformen
des Roststabes 10 sind über die Beschreibung hinweg den gleichen Bauteilen auch die
gleichen Bezugszeichen zugesprochen.
[0042] Der Roststab 10 in der zweiten Ausführungsform umfasst ein Umlenkelement 39, welches
an der ersten Austrittsöffnung 36 angeordnet ist, wobei wenigstens eine Luftleitfläche
des Umlenkelements 39 derart ausgerichtet ist, dass der austretende Luftstrom in einem
Winkel nach vorne gerichtet umgelenkt wird. Somit ist eine gezielte Luftablenkung
möglich. Hierbei kann der Luftstrom derart umgelenkt werden, dass die Luft bei einem
vorbestimmten Abstand zur Stirnseite 20 des Kopfteils 12 auf das vorgelagerte Brennmaterial
auftrifft und das brennende Brennmaterial mit Luft beaufschlägt und somit z.B. anfacht.
Durch entsprechende Auswahl des Winkels kann somit die Temperatur an der Stirnseite
20 reduziert werden. Ausserdem kann durch Umlenken der austretenden Luft eine zu starke
Aufwirbelung des vorgelagerten Materials, z.B. Asche, vermieden werden.
[0043] Das Umlenkelement 39 umfasst einen an der Aussenseite der Stirnseite 20 angeordneten
ersten Keilabschnitt 39a und/oder einen am Kantenabschnitt von der Oberfläche 18 ausgebildeten
zweiten Keilabschnitt 39b. Hierbei sind Luftleitflächen der Keilabschnitte 39a,39b
zueinander zugewandt und bilden dazwischen einen Austrittskanal aus, welcher winklig
nach vorne ausgerichtet ist. Ein weiterer Vorteil des Umlenkelements 39 besteht darin,
dass an der Stirnseite 20 vorteilhaft Luftverwirbelungen entstehen können, welche
eine verbesserte Wärmeabfuhr herbeiführen können. Ferner können diese Luftverwirbelungen
vorteilhafte Wirkungen beim Anfachen des Brennmaterials haben. Ferner vorteilhaft
kann durch den ersten und zweiten Keilabschnitt 39a,39b ein Eindringen von z.B. Brennmaterial,
Asche und Schlacke in die erste Austrittsöffnung 36 verhindert werden. Somit wird
ein Blockieren der ersten Austrittsöffnung 36 vorteilhaft verhindert.
[0044] Figur 7 zeigt eine Seitenschnittansicht entlang einer Linie E-E des in Figur 1 gezeigten
Roststabes 10 in einer dritten Ausführungsform. In der gezeigten Ausführungsform des
Roststabs 10 ist ein weiteres Strömungsluft-Leitelement 24' vorgesehen, welches in
Richtung zum Innenraum des Roststabs 10 hinter einem vorgelagerten Strömungsluft-Leitelement
24'' angeordnet ist. Im Falle eines Verschleisses des vorgelagerten Strömungsluft-Leitelements
24'' dient dieses weitere Strömungsluft-Leitelement 24' dann als Verschleissobjekt.
Somit ist ein fortgesetzter Betrieb des Roststabs 10 auch nach einem Verschleiss des
vorgelagerten Strömungsluft-Leitelements 24'' gewährleistet. Hierdurch wird insgesamt
die Lebensdauer des Roststabs 10 verlängert, wodurch Intervalle zum Austauschen des
Roststabs 10 hinausgezögert werden können. Insgesamt können somit hohe Kosteneinsparungen
realisiert werden.
[0045] Figur 8a zeigt einen Teilausschnitt des Kopfteils 12 vom Roststab 10 in einer ersten
Variante einer dritten Ausführungsform, und Figur 8b zeigt einen Teilausschnitt des
Kopfteils 12 vom Roststab 10 in einer zweiten Variante der dritten Ausführungsform.
Bei der dritten Ausführungsform des Roststabes 10 ist gleich der zweiten Ausführungsform
das nachgelagerte Strömungsluft-Leitelement 24' umfasst, welches hinter dem vorgelagerten
Strömungsluft-Leitelement 24'' angeordnet ist, um somit im Falle eines Verschleisses
des vorgelagerten Strömungsluft-Leitelements 24'' als weiteres Verschleissobjekt zu
dienen.
[0046] In der dritten Ausführungsform sind zusätzlich die Stirnseite 20 und ein Abschnitt
der Oberfläche 18 im Bereich des Kopfteils 12 mit einer hitzebeständigen Schicht bedeckt,
welche im Folgenden auch als Keramikschicht bezeichnet wird. Die Keramikschicht umfasst
eine Mehrzahl von hitzebeständigen Bahnen 40, welche Keramik umfassen können. Die
hitzebeständigen Bahnen 40 werden im Folgenden auch als Keramikbahnen 40 bezeichnet.
Die Keramikschicht schützt insgesamt den Roststab 10 zuverlässig gegen Hitze.
[0047] Hierzu sind die Stirnseite 20 und der Abschnitt der Oberfläche 18 im Bereich des
Kopfteils 12 mit keilförmigen Vertiefungen 42 versehen, innerhalb welcher die Keramikbahnen
40 eingetragen sind. An der Stirnseite 20 sind die keilförmigen Vertiefungen 42 in
Querrichtung zum Roststab 10 bzw. horizontal ausgerichtet gezeigt (siehe Figuren 8a,b).
An der Oberfläche 18 sind die keilförmigen Vertiefungen 42 ebenfalls in Querrichtung
zum Roststab 10 ausgerichtet gezeigt (siehe Figur 8b). Somit sind die Keramikbahnen
40 zu parallel zueinander verlaufenden Bahnen ausgerichtet.
[0048] Wie in Figur 8c gezeigt, in einer bevorzugten Variante, können die Keramikbahnen
an der Stirnseite 20 und an der Oberfläche bzw. am vorderen Kantenabschnitt 22 in
horizontalen und vertikalen Bahnen verlaufen. Hierzu sind die Vertiefungen 42 senkrecht
zueinander in das Material des Roststabes eingetragen. Sobald das Keramikmaterial
in die Vertiefungen 42 eingelassen und ausgehärtet ist, erstrecken sich die Keramikbahnen
zueinander senkrecht (nicht gezeigt). Durch die kreuzförmige Erstreckung der Keramikbahnen
wird deren Aushebelung aus den Vertiefungen 42 zuverlässig verhindert. Mit anderen
Worten, sind die ausgehärteten Keramikbahnen in alle Richtungen formschlüssig mit
dem Material des Roststabs verbunden. Somit wird vermieden, dass die Keramikbahnen
durch auf der Oberfläche aufliegendes Material und durch an der Stirnseite 20 anliegendes
Material verschoben werden. Zudem wird am stark beanspruchten vorderen Kantenabschnitt
22 ebenfalls ein Ablösen der Keramikbahnen verhindert. Insgesamt wird durch die kreuzförmige
Anordnung bzw. Ausbildung der Keramikbahnen zuverlässig verhindert, dass sich Abschnitte
der Keramikschicht ablösen oder sogar die gesamte Keramikschicht vom Roststab ablöst.
Somit schützt die Keramikschicht insgesamt zuverlässig und dauerhaft den Roststab
gegen starke Hitze.
[0049] Ein weiterer Vorteil der in Figur 8c gezeigten kreuzweisen Anordnung der Keramikbahnen
40 besteht darin, dass diese somit eine vergrösserte Fläche bieten. Mit anderen Worten,
ist hierdurch eine geringere Fläche des Materials des Roststabes 10 der starken Hitze
ausgesetzt.
[0050] Zur besseren Veranschaulichung sind in Figuren 8a,b im Bereich der Stirnseite 20
bzw. zusätzlich im Bereich des Oberflächenabschnitts vom Kopfteil 12 die Vertiefungen
42 mit eingelassenen Keramikbahnen 40 gezeigt. Die Keramikbahnen 40 können alternativ
oder zusätzlich zu der Keramik auch Schlacke, nicht brennbare Bestandteile oder feuerfesten
Beton umfassen. Wie in Figur 8b gezeigt, können die Keramikbahnen 40 wenigstens im
Bereich des Kopfteils 12 des Roststabes 10 auf der Oberfläche 18 vorgesehen sein und
hierbei lediglich bis zur zweiten Austrittsöffnung 38 verlaufen. Obwohl nicht gezeigt,
können sich die Keramikbahnen 40 über die zweite Austrittsöffnung 38 hinweg entlang
von z.B. 50% bis 70% der Länge des Roststabes 10 erstrecken. Auch können sich die
Keramikbahnen 40 über die gesamte Länge des Roststabes 10 erstrecken. Die Keramikschicht
mit den jeweiligen Keramikbahnen 40 dient als Hitzeschild und schützt den Roststab
10 gegen übermässige Erhitzung.
[0051] Wie zuvor erwähnt, sind die Keramikbahnen 40 innerhalb der keilförmigen Vertiefungen
42 eingetragen. Hierbei kann die Oberseite der jeweiligen Keramikbahnen 40 mit der
oberen Kante der Vertiefungen 42, d.h. die nicht entnommenen Abschnitte des Roststabes,
im Wesentlichen bündig abschliessen. Die keilförmigen Vertiefungen 42 sind derart
ausgebildet, dass sie sich in Richtung zur Aussenseite verjüngen. Mit anderen Worten,
nimmt der Querschnitt der Vertiefungen 42 zur Aussenseite hin ab, bzw. ist die Kantenlänge
der jeweiligen Vertiefungen 42 im Material des Roststabes 10 grösser als die Kantenlänge
an der Aussenseite hiervon. Somit wird die Keramikschicht 40 nach deren Aushärten
zuverlässig innerhalb der Vertiefungen 42 gehalten bzw. festgesetzt. In den Vertiefungen
42 können sich alternativ auch weitere Materialien festsetzen, wie z.B. Schlacke,
nicht brennbare Bestandteile oder feuerfester Beton.
[0052] Der Wärmeausdehnungskoeffizient des Roststabes 10 ist höher als jener der Keramikbahnen
40. Um dennoch ein Ablösen der Keramikbahnen 40 vom Roststab 10 zu verhindern, während
der Roststab 10 hohen Temperaturen ausgesetzt wird, sind die Vertiefungen 42 keilförmig
derart ausgeformt, dass sich die Vertiefungen 42 in Richtung zur Aussenseite verjüngen,
bzw. der Querschnitt der Vertiefungen 42 zur Aussenseite hin abnimmt. Somit verbleiben
die Keramikbahnen 40 auch dann zuverlässig am Roststab 10 angebunden, wenn sich dessen
Material durch Hitze stärker ausdehnt als die Keramikbahnen 40 selber. Ein zusätzlicher
Halt ist durch die in Figur 8c gezeigte kreuzartige Anordnung der Keramikbahnen 40
zueinander gegeben. Die Keramikbahnen 40 sind somit in alle Richtungen formschlüssig
mit dem Material des Roststabes 10 verbunden. Die Keramikbahnen 40 verbleiben somit
zuverlässig innerhalb der Vertiefungen 42 und bilden daher ein dauerhaftes und zuverlässiges
Hitzeschild.
[0053] Wie in Figur 9 gezeigt, sind mehrere Roststäbe 10 in mehreren Reihen stufenartig
übereinander angeordnet und bilden somit eine geneigte Ebene, über die das Brenngut
(nicht gezeigt) läuft, bzw. dienen somit zum Transport des Brenngutes über einen somit
insgesamt ausgebildeten Rost 44. Hierbei überlappen sich Querreihen aus jeweils mehreren
Roststäben 10 teilweise übereinander. Die einzelnen Querreihen können gegeneinander
verschiebbar sein, um somit einen Transport des Brenngutes durch ein gegenseitiges
Verschieben der überlappenden Roststäbe 10 zu ermöglichen. In einem Beispiel kann
zwischen zwei beweglichen Querreihen aus Roststäben 10 eine feste, das heisst nicht
bewegliche Querreihe aus Roststäben 10 zwischengeordnet sein.
1. Roststab (10), umfassend eine im Wesentlichen geschlossene, einer Verbrennungsseite
zugewandte Oberfläche (18), eine zur Auflage auf eine Rostbelagswelle (16) ausgebildete
Roststabauflage (14), ein Kopfteil (12) und eine Vielzahl von Kühlrippen (28) zur
Luftkühlung, welche von der Unterseite der Oberfläche (18) vorstehen, wobei das Kopfteil
(12) mindestens einen Strömungskanal (30) umfasst, welcher stromabwärts in wenigstens
einen ersten und zweiten Teilströmungskanal (32,34) unterteilt ist, wobei der erste
Teilströmungskanal (32) zu wenigstens einer ersten Austrittsöffnung (36) an der Stirnseite
(20) des Kopfteils (12) führt und der zweite Teilströmungskanal (34) zu wenigstens
einer von der Stirnseite (20) beabstandeten zweiten Austrittsöffnung (38) führt, welche
zur Unterseite der Oberfläche (18) geöffnet ist.
2. Roststab (10) nach Anspruch 1, wobei der erste Teilströmungskanal (32) in Relation
zur Längsrichtung des Roststabes (10) nach vorne und/oder von wenigstens einer der
Seiten des Roststabes (10) nach vorne gerichtet austritt.
3. Roststab (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zweite Teilströmungskanal (34) in
Relation zur Längsrichtung des Roststabes (10) nach oben und/oder von wenigstens einer
der Seiten des Roststabes (10) nach oben gerichtet austritt.
4. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Strömungskanal (30)
wenigstens abschnittsweise zwischen der Innenfläche der Stirnseite (20) des Kopfteils
(12) und einem hiervon beabstandet angeordneten Abschnitt (24a) eines Strömungsluft-Leitelements
(24) ausgebildet ist.
5. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Austrittsöffnung
(36) durch einen Spalt zwischen einem Abschnitt der Stirnseite (20) und einem vorderen
Kantenabschnitt (22) von der Oberfläche (18) ausgebildet ist.
6. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stirnseite (20) und/oder
die Oberfläche (18) wenigstens abschnittsweise mit einer hitzebeständigen Schicht
bedeckt ist bzw. sind, welche eine Mehrzahl von Keramikbahnen (40) umfasst.
7. Roststab (10) nach Anspruch 6, wobei die hitzebeständige Schicht ein Keramikmaterial
umfasst.
8. Roststab (10) nach Anspruch 6 oder 7, wobei wenigstens Abschnitte von der Stirnseite
(20) und/oder der Oberfläche (18) eine Mehrzahl von keilförmigen Vertiefungen (42)
umfassen, innerhalb welcher die Keramikbahnen (40) wenigstens abschnittsweise eingetragen
sind.
9. Roststab (10) nach Anspruch 8, wobei die keilförmigen Vertiefungen (42) an der Stirnseite
(20) und/oder an der Oberfläche (18) in Relation zum Roststab (10) vertikal und/oder
horizontal ausgerichtet sind.
10. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend wenigstens
ein Umlenkelement (39), welches an der ersten Austrittsöffnung (36) angeordnet ist,
wobei wenigstens eine Luftleitfläche des Umlenkelements (39) derart ausgerichtet ist,
um den austretenden Luftstrom in einem Winkel nach vorne gerichtet umzulenken.
11. Roststab (10) nach Anspruch 10, wobei das Umlenkelement (39) einen an der Aussenseite
der Stirnseite (20) angeordneten ersten Keilabschnitt (39a) und/oder einen am Kantenabschnitt
(22) von der Oberfläche (18) ausgebildeten zweiten Keilabschnitt (39b) umfasst.
12. Roststab (10) nach einem der Ansprüche 5 bis 11, wobei ein Ende des vorderen Kantenabschnitts
(22) von der Oberfläche (18) um eine vorbestimmte Distanz von einer Auflagefläche
(23) des Roststabes (10) beabstandet ist, wobei die Distanz mindestens 50%, vorzugsweise
mindestens 70%, von der Gesamthöhe des vorderen Kantenabschnitts beabstandet ist.
13. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Teilströmungskanal
(34) wenigstens abschnittsweise zwischen einer Unterseite der Oberfläche (18) und
einem hiervon beabstandet angeordneten Abschnitt (24b) des Strömungsluft-Leitelements
(24) ausgebildet ist.
14. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Teilströmungskanal
(34) wenigstens abschnittsweise zwischen der Unterseite des Roststabes (10) und wenigstens
einer der zweiten Austrittsöffnungen (38) ausgebildet ist, welche in der Längsseite
des Roststabes (10) eingebracht ist.
15. Roststab (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 14, wobei das Strömungsluft-Leitelement
(24) einstückig mit den Kühlrippen (28) und wenigstens abschnittsweise als Verschleisselement
ausgebildet ist.
16. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich die Kühlrippen (28)
in Längsrichtung des Roststabes (10) erstrecken und in Relation zur Längsrichtung
mit veränderlicher Tiefe von der Unterseite der Oberfläche (18) vorstehen, wobei vorzugsweise
die Tiefe der Kühlrippen (28) vom Kopfteil (12) in Richtung zur Roststabauflage (14)
in Längsrichtung abnehmend ist.
17. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine zweite
Austrittsöffnung (38) maximal bis 20% in Relation zur Gesamtlänge der Oberfläche von
der Vorderkante entfernt angeordnet ist.
18. Roststab (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ausgebildet als Wenderoststab.
19. Rost (44) für den Einsatz in einer Verbrennungsanlage, umfassend wenigstens einen
Roststab (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 18.
20. Rost (44) nach Anspruch 19, umfassend eine Mehrzahl von hintereinander angeordneten
Querreihen aus jeweils einer Mehrzahl von Roststäben (10).
21. Verbrennungsanlage, umfassend einen Rost (44) nach Anspruch 19 oder 20.