[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät mit einem Innenraum zur Aufnahme von
Lebensmitteln, der durch Wände eines Innenbehälters begrenzt ist. Das Haushaltskältegerät
umfasst darüber hinaus einen Frischhaltebehälter für Lebensmittel, in dem eine von
dem Innenraum unterschiedliche Umgebungsfeuchte bzw. ein unterschiedlicher Feuchtegrad
einstellbar ist und dies unabhängig vom restlichen Innenraum erfolgen kann. Der Frischhaltebehälter
ist verschiebbar in einem Gehäuse des Haushaltskältegeräts angeordnet.
[0002] Derartige Ausgestaltungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So zeigt die
WO 2011/026749 A2 ein entsprechendes Kältegerät mit einem Gemüsefach. Eine Schale zum Aufnehmen des
Gemüses kann in den Innenraum eingebracht und herausgenommen werden. Diese Schale
ist von oben her durch einen Deckel abdeckbar. An schräg ausgebildeten Oberkanten
der Schale liegt der Deckel im geschlossenen Zustand auf. Oberhalb des Deckels ist
eine weitere Platte angeordnet, an der eine Frontleiste ausgebildet ist, an welcher
ein Bedienelement bewegbar positioniert ist. Das Bedienelement kann parallel zur Frontleiste
verschoben werden und ist dazu mit einer schräg verlaufenden Führungsbahn in Form
eines Schlitzes, der in dem Deckel ausgebildet ist, gekoppelt. Abhängig von dieser
Verschiebung dieses Schiebers erfolgt dann ein Anheben des Deckels, der über eine
entsprechende mechanische Kopplung mit der darüber angeordneten Platte gekoppelt ist.
[0003] Darüber hinaus ist aus der
DE 40 40 341 C2 eine Frischhaltebox mit einem verschließbaren Deckel bekannt. Auch diese Box ist
in einen Innenraum eines Haushaltskältegeräts einsetzbar.
[0004] Bei beiden aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungen ist es vorgesehen, das
darin eingebrachte Kühlgut, beispielsweise in Form von Gemüse, Salate, Fleisch, Obst
und dergleichen vor unerwünscht schnellem Austrocknen zu bewahren. Die in dem Zusammenhang
auftretenden Probleme sind bereits in der
DE 40 40 341 C2 hinlänglich erläutert.
[0005] Bei den Haushaltskältegeräten ist der Frischhaltebehälter vollständig in dem Innenraum
angeordnet, der durch eine separate Tür, die unabhängig von dem Frischhaltebehälter
ausgebildet und bewegbar ist, abgedeckt ist. Die Zugänglichkeit zum Inneren des Frischhaltebehälters
erfordert daher mehrere Handlungen eines Nutzers und die Betätigung der zum Frischhaltebehälter
separaten Tür.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Haushaltskältegerät zu schaffen, bei
welchem die Zugänglichkeit zu dem Frischhaltebehälter verbessert ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Haushaltskältegerät, welches die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist, gelöst.
[0008] Ein erfindungsgemäßes Haushaltskältegerät umfasst einen Innenraum zur Aufnahme von
Lebensmitteln, der durch Wände eines Innenbehälters begrenzt ist. Das Haushaltskältegerät
umfasst darüber hinaus einen Frischhaltebehälter für Lebensmittel, in dem definiert
eine von dem Innenraum unterschiedliche Umgebungsfeuchte bzw. ein unterschiedlicher
Feuchtegrad und damit die Luftfeuchtigkeit einstellbar ist und dies unabhängig vom
restlichen Innenraum erfolgen kann. Der Frischhaltebehälter ist ein Kühlfach, in dem
die Lebensmittel bei einer Temperatur größer 0° gelagert werden können. Der Feuchtegrad
ist insbesondere individuell durch eine Befeuchtungsvorrichtung im Haushaltskältegerät,
welche die Feuchtigkeit erzeugt und die Zugabe der Feuchtigkeit in den Frischhaltebehälter
durch eine Steuereinheit gesteuert, einstellbar. Der Frischhaltebehälter ist verschiebbar
in einem Gehäuse des Haushaltskältegeräts angeordnet. Ein wesentlicher Gedanke der
Erfindung ist darin zu sehen, dass eine Frontwand des Frischhaltebehälters eine Außenwand
des Haushaltskältegeräts bildet. Dadurch ist die Zugänglichkeit zum Frischhaltebehälter
vereinfacht. Denn es muss nicht mehr erst die Tür zum Verschließen des Innenraums
geöffnet werden, um grundsätzlich zum Frischhaltebehälter gelangen zu können und den
dann erst bei geöffneter Tür separat herausziehen zu können, sondern der Frischhaltebehälter
mündet quasi selbst nach außen und kann direkt geöffnet werden, ohne dass vorher eine
dazu separate Tür geöffnet werden muss.
[0009] Vorzugsweise ist der Frischhaltebehälter als Schublade ausgebildet. Im herausgezogenen
Zustand des Frischhaltebehälters ist durch diese konkrete Ausgestaltung daher die
Zugänglichkeit von oben für einen Nutzer sehr einfach und umfänglich möglich. Dadurch
kann das Bestücken oder Entnehmen von Lebensmitteln in dem Frischhaltebehälter beziehungsweise
aus dem Frischhaltebehälter auch ergonomisch erfolgen. Der Frischhaltebehälter kann
somit in Tiefenrichtung des Haushaltskältegeräts über einen Frontbereich des Haushaltskältegeräts,
welcher nicht zum Frischhaltebehälter gehörend ist, nach vorne hinweg gezogen werden.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines derartigen Frischhaltebehälters im
Zusammenhang insbesondere mit der Ausgestaltung als Schublade ist der eingeschobene
und somit geschlossene Zustand beziehungsweise die Position des Frischhaltebehälters
eine derartige, bei welcher dann diese Frontwand des Frischhaltebehälters einen Teil
dieses gesamten Frontbereichs des Haushaltskältegeräts bildet und als quasi freiliegendes,
sichtbares Bauteil vorhanden ist.
[0010] Wird dieser Frischhaltebehälter als Schublade dann aus dieser geschlossenen Stellung
nach außen gezogen, ist die Zugänglichkeit von oben uneingeschränkt gegeben und nicht
durch anderweitige Komponenten gehindert. Indem eine derartige Ausgestaltung des Frischhaltebehälters
dann auch eine seitliche Zugänglichkeit uneingeschränkt ermöglicht, ist die Erfindung
bezüglich einer einfachen Handhabbarkeit des Frischhaltebehälters für einen Nutzer
besonders vorteilhaft. Denn es ist bereits bei einem geringfügigen Herausziehen des
Frischhaltebehälters aus seiner geschlossenen Endstellung von oben und von den Seiten
kein weiteres Bauteil des Haushaltskältegeräts im Weg, und auch bei schwereren oder
größeren Lagergütern beziehungsweise Lebensmitteln können diese dann von einem Nutzer
einfach und sicher gegriffen werden und entnommen werden oder eingebracht werden.
[0011] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Frischhaltebehälter eine Trägerwanne aufweist,
an welcher die Frontwand angeordnet ist. Dadurch wird eine mechanisch stabile Ausgestaltung
des Frischhaltebehälters gebildet. Gerade dann, wenn ein vollständig ausgezogener
Zustand eingestellt ist und gegebenenfalls auch eine umfängliche Bestückung mit Lebensmitteln
vorliegt, ist der Frischhaltebehälter dann sehr verwindungssteif. Sowohl die Beladung
als auch die Betätigung uund somit ein Verschieben ist dann uneingeschränkt möglich
und ein Verklemmen oder Verspreizen ist verhindert.
[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Trägerwanne eine Seitenwand aufweist, an welcher
an einem oberen Rand ein Einstellelement zum Einstellen der Umgebungsfeuchte in dem
Frischhaltebehälter angeordnet ist. Dies ist eine sehr vorteilhafte Position eines
derartigen Einstellelements, denn aufgrund der uneingeschränkten Zugänglichkeit von
oben bei bereits geringfügig herausgezogenem Frischhaltebehälter kann ein Nutzer das
Einstellelement erkennen und auch betätigen. Durch die spezifische Position an dem
oberen Rand wird darüber hinaus auch der ansonsten erforderliche Zugang zu dem Bereich,
in dem die Lebensmittel im Frischhaltebehälter angeordnet sind, nicht eingeschränkt.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Einstellelement ein Stellrad ist. Dieses kann
dann einfach betätigt werden, und in dem der obere Rand der Seitenwand eine gewisse
flächige Ausgestaltung hat, kann auch ein Nutzer dann mit einem Finger sehr zielsicher
das Einstellelement in Form des Stellrads berühren und bewegen.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Einstellelement in einem der Frontwand zugewandten
vorderen Längendrittel der Länge der Seitenwand angeordnet ist. Die oben genannten
Vorteile werden dadurch nochmals verbessert. Insbesondere muss dann der Frischhaltebehälter
nicht vollständig geöffnet werden, sodass ein unerwünschter Verlust von bereits enthaltener
Umgebungsfeuchte vermieden werden kann, wenn eine weitere Betätigung des Einstellelements
erfolgen soll.
[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich das Einstellelement durch eine Öffnung in
einem den oberen Rand bildenden Flansch der Seitenwand hindurch erstreckt und eine
das Einstellelement umfassende Einstelleinheit unter dem Flansch an einer Außenseite
der Seitenwand angeordnet ist. Dies ist eine weitere, sehr vorteilhafte Ausführung,
denn damit steht ein Einstellelement nicht unerwünscht weit erhaben nach oben über
den oberen Rand über. Ein unerwünschter Bauraum oder ein unerwünschtes Anstoßen beim
Entnehmen von Lebensmitteln aus dem Frischhaltebehälter oder beim Einbringen von Lebensmitteln
in den Frischhaltebehälter können dadurch vermieden werden. Dadurch ist auch ein Beschädigungspotential
dieses Einstellelements minimiert. Darüber hinaus ist gerade auch durch diese Ausgestaltung
eine gewisse Führung durch diesen Flansch beziehungsweise durch die das Loch begrenzenden
Wände dieses Flanschs gegeben.
[0016] Unerwünschte Krafteinflüsse, die ein zu starkes Verbiegen oder Verkippen des Einstellelements
bewirken würden, können dadurch verhindert werden.
[0017] Darüber hinaus ist durch die Position des Einstellelements direkt an der Einstelleinheit
auch ein kompaktes Modul bereitgestellt, bei welchem die Bewegungen beziehungsweise
Betätigungen des Einstellelements ortsnah detektiert und ausgewertet werden können.
Darüber hinaus ist es dann auch möglich, dass diese Einstelleinheit kompakt aufgebaut
ist und in einer nicht störenden Position angeordnet ist. Da eine derartige Seitenwand
an sich auch sehr stabil ausgebildet ist, dient sie uneingeschränkt als Trägerwand
für die Einstelleinheit. Die Einstelleinheit kann in dem Zusammenhang daher auch sehr
stabil an dieser Seitenwand befestigt werden und ist somit auch im gewissen Maße dort
geschützt angeordnet.
[0018] Insbesondere ist das Einstellelement und das Betätigungselement in der Einstelleinheit
angeordnet und das Einstellelement ist mit dem Betätigungselement mit einer Koppeleinrichtung
gekoppelt. Dadurch wird bei der Bedienung des Einstellelements das Betätigungselement
betätigt und so die Einstellung der Umgebungsfeuchte vollzogen, da durch die Betätigung
des Betätigungselements ein Deckel des Frischhaltebehälters relativ zu einer Aufnahmewanne
des Frischhaltebehälters bewegt wird und somit ein geschlossener oder offener Zustand
zwischen diesen beiden Komponenten eingestellt wird. Die Koppeleinrichtung kann rein
mechanisch aufgebaut sein oder aber auch elektrisch oder magnetisch oder pneumatisch
ausgebildet sein.
[0019] Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn diese Seitenwand eine C-Form als Teilbereich
aufweist, wobei dann diese Einstelleinheit in dem durch die C-Form gebildeten Aufnahmeraum
angeordnet ist. Ein oberer Dachbereich der C-Form ist dann insbesondere durch den
Flansch gebildet und ein Bodenbereich der C-Form bildet dann eine Auflage für die
Einstelleinheit. Die geschützte und mechanisch stabile Positionierung der Einstelleinheit
ist dann im besonderen Maße erreicht. Darüber hinaus ist durch eine derartige unebene
Ausgestaltung der Seitenwand diese in ihrer Verformungssteifigkeit nochmals erhöht,
sodass hier auch nochmals Verbesserungen bezüglich der Robustheit und mechanischen
Belastbarkeit gegeben sind.
[0020] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Frischhaltebehälter eine Aufnahmewanne für
Lebensmittel aufweist, die als separates Bauteil ausgebildet ist. Darüber hinaus umfasst
der Frischhaltebehälter einen zur Aufnahmewanne separaten Deckel, der anhebbar und
absenkbar über der Aufnahmewanne positioniert ist. Durch diese Ausgestaltung kann
dann quasi bedarfsabhängig ein geschlossenes und vom restlichen Innenraum separiertes
Volumen gebildet werden, in dem eine vom restlichen Innenraum unterschiedliche und
davon unabhängige Umgebungsfeuchte eingestellt werden kann.
[0021] Es ist dabei insbesondere vorgesehen, dass der Deckel an Innenseiten eines Innenbehälters
des Haushaltskältegeräts gelagert ist. Es ist eine Betätigungsmechanik vorgesehen,
die abhängig von der Bewegung des Frischhaltebehälters und somit abhängig davon, wie
er herausgezogen oder hineingeschoben wird, die Lage des Deckels zur Aufnahmewanne
einstellbar ist. Dies kann insbesondere automatisch abhängig von der jeweiligen Verschiebestellung
des Frischhaltebehälters und somit insbesondere der Komponenten umfassend die Frontwand
und die Aufnahmewanne relativ zum Deckel gegeben sein. Die Betätigungsmechanik kann
die oben genannte Einstelleinheit umfassen.
[0022] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die zur Trägerwanne separat ausgebildete Aufnahmewanne
des Frischhaltebehälters zerstörungsfrei lösbar in die Trägerwanne einsetzbar und
entnehmbar ist. Bei dieser Ausgestaltung ist das Einbringen von Lebensmitteln daher
in der Aufnahmewanne vorgesehen, die dann wiederum mechanisch stabil in der Trägerwanne
aufgenommen ist. Gerade bei der Erfindung ist dies eine sehr vorteilhafte Ausführung,
da beim Herausziehen aus der geschlossenen Stellung auch große Hebelkräfte beziehungsweise
Gewichtskräfte nach unten auftreten können, wenn der Frischhaltebehälter quasi vollständig
freikragend vorne übersteht. Auch diese Ausgestaltung ist gerade bei der erfindungsgemäßen
Gestaltung des Frischhaltebehälters, bei welcher er mit seiner Frontwand ein vorderes
Außenteil des Haushaltskältegeräts bildet, sehr vorteilhaft. Die Belastbarkeit des
Frischhaltebehälters bei umfänglicher Bestückung mit Lebensmitteln ist daher genauso
uneingeschränkt möglich, wie ein leichtgängiges und somit klemmfreies Bewegen dieses
Frischhaltebehälters.
[0023] Darüber hinaus ist es durch eine derartige Ausgestaltung besonders vorteilhaft möglich,
die Aufnahmewanne als separates Teil zu entnehmen und zu reinigen, wodurch auch hohen
hygienischen Ansprüchen Genüge getan wird. Nicht zuletzt kann durch eine derartige
Ausgestaltung auch die Bestückung der Aufnahmewanne mit Lebensmitteln im entnommenen
Zustand aus der Trägerwanne erfolgen, sodass individuell gegebenenfalls eine sehr
einfache und nutzerspezifisch gewünschte kompaktere, den Aufnahmeraum der Aufnahmewanne
maximal ausnutzende Bestückung mit Lebensmitteln einfacher erfolgen kann, als wenn
die Aufnahmewanne nicht vorhanden wäre und nur die Trägerwanne vorhanden wäre beziehungsweise
die Aufnahmewanne aus der Trägerwanne nicht entnehmbar wäre.
[0024] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass an dem oberen Rand der Seitenwand der Trägerwanne
ein Betätigungselement zum Betätigen des Deckels angeordnet ist. Das Betätigungselement
ist insbesondere mit einem Koppelelement, welches an dem Deckel angeordnet ist, mechanisch
gekoppelt. Durch diese Ausgestaltung wird somit dann bei der Bewegung der Frontwand
und der Aufnahmewanne beziehungsweise insbesondere mit der Trägerwanne auf den Deckel
eingewirkt und dieser wird dann relativ zu den Führungsstegen, die an den Innenseiten
des Innenbehälters angeordnet sind und an welchen der Deckel gelagert ist, verschoben.
Dadurch wird ein sehr einfaches und dennoch hochfunktionelles Wirkprinzip bereitgestellt,
um den Deckel lagegenau in den jeweiligen Positionen des Frischhaltebehälters verbringen
zu können. Auch diese Komponenten können zur oben genannten Betätigungseinrichtung,
insbesondere Betätigungsmechanik, gehören.
[0025] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Betätigungselement ein in Tiefenrichtung des
Haushaltskältegeräts verschiebbarer Stift ist. Dadurch wird ein sehr einfaches und
dennoch robustes Konzept gebildet, sodass die Betätigung beziehungsweise der Einfluss
auf die Deckelbewegung ebenfalls sehr sicher und zuverlässig erfolgt.
[0026] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Betätigungselement an einer Einstelleinheit
angeordnet ist, die unter dem Flansch an einer Außenseite der Seitenwand angeordnet
ist. Die Einstelleinheit ist insbesondere eine derartige, welche auch ein Einstellelement
zum Einstellen einer Umgebungsfeuchte in dem Frischhaltebehälter aufweist. Dadurch
ist dann in einem Modul eine Mehrzahl von Wirkelementen verbaut, sodass wiederum ein
sehr kompakter Aufbau gegeben ist. Auch die Anzahl der zu montierenden Einzelbauteile
ist dadurch reduziert.
[0027] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Deckel mit nach oben stehenden Führungselementen
mit an dem Innenbehälter ausgebildeten Führungsstegen gekoppelt ist und relativ zu
den Führungsstegen verschiebbar ist. Abhängig von der Verschiebestellung des Deckels
gegenüber der Aufnahmewanne ist er dann in einem dazu angehobenen Zustand oder einem
darauf aufgesetzten Zustand, sodass die Einheit mit einem Deckel und einer Aufnahmewanne
entweder vollständig verschlossen ist oder zumindest bereichsweise geöffnet ist. Abhängig
davon kann dann jeweils die individuelle Einstellung einer Umgebungsfeuchte erfolgen.
[0028] Bei einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass die Aufnahmewanne an einem
oberen Rand einen frontseitigen und einen rückseitigen Flansch aufweist, mit welchem
die Aufnahmewanne an einer Rückwand und einer Frontkante der Trägerwanne des Frischhaltebehälters
von oben eingehängt ist. Dadurch ist die Aufnahmewanne einerseits über zwei Lagerlinien
stabil positioniert, kann andererseits jedoch einfach entnommen und eingesetzt werden.
[0029] In einer weiteren, sehr vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass der Frischhaltebehälter
einen ersten Frischhalteteilbehälter mit einer ersten Aufnahmewanne und einem ersten
Deckel dazu aufweist. Der Frischhaltebehälter umfasst darüber hinaus zumindest einen
zweiten Frischhalteteilbehälter mit einer zweiten Aufnahmewanne und einem zweiten
Deckel dazu. Die beiden Aufnahmewannen sind in horizontaler Richtung des Haushaltskältegeräts
auf einer Ebene in der Trägerwanne nebeneinander angeordnet beziehungsweise einsetzbar.
Weiterhin ist es sehr vorteilhaft, dass in diesen Frischhalteteilbehältern unterschiedliche
Umgebungsfeuchten einstellbar sind und die Einstellung der Umgebungsfeuchten in den
jeweiligen Frischhalteteilbehältern unabhängig voneinander erfolgen kann. Dadurch
kann die Flexibilität der Lagerung nochmals verbessert werden und die Zugänglichkeit
zu mehreren separaten Bereichen des Frischhaltebehälters ist dennoch sehr nutzerfreundlich
möglich.
[0030] Durch eine derartige Ausgestaltung mit mehreren, voneinander getrennten Frischhalteteilbehältern
kann die Individualität der Lebensmittellagerung, insbesondere für Lebensmittel, die
durch individuelle Feuchteeinstellung länger frisch gehalten werden können, verbessert
werden. Es können somit zumindest zwei wiederum verschiedene Feuchtegrade in dem Innenraum
eingestellt werden, nämlich in den Frischhaltebehältern, die voneinander unabhängig
einstellbar sind und welche dann wiederum unterschiedlich und unabhängig einstellbar
sind, von dem Feuchtegrad, wie er im restlichen Innenraum außerhalb der Frischhalteteilbehälter
vorliegt.
[0031] Mit den Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung",
"Breitenrichtung", "Höhenrichtung" sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und bestimmungsgemäßem
Anordnen des Geräts und bei einem dann vor dem Gerät stehenden und in Richtung des
Geräts blickenden Beobachter gegebenen Positionen und Orientierungen angegeben.
[0032] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen
und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines
ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen. Es sind darüber hinaus
Ausführungen und Merkmalskombinationen, insbesondere durch die oben dargelegten Ausführungen,
als offenbart anzusehen, die über die in den Rückbezügen der Ansprüche dargelegten
Merkmalskombinationen hinausgehen oder abweichen.
[0033] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Teildarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Haushaltskältegeräts;
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung eines Ausführungsbeispiels des Frischhaltebehälters, wie
er in dem Haushaltskältegerät gemäß Fig. 1 verbaut ist;
- Fig. 3
- eine Darstellung des Frischhaltebehälters gemäß Fig. 2 im zusammengesetzten Zustand
mit zusätzlich gezeigten separaten Deckeln der Frischhalteteilbehälter;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Teilbereichs des Frischhaltebehälters;
- Fig. 5
- eine weitere perspektivische Darstellung eines Teilbereichs des Frischhaltebehälters;
und
- Fig. 6
- schematische Darstellungen des Frischhaltebehälters in verschiedenen positionellen
Anordnungen und einem diesbezüglich zugrundeliegenden Wirkprinzip zum Betätigen des
Deckels.
[0034] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0035] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Haushaltskältegerät 1 in
einem Teilausschnitt gezeigt. Das Haushaltskältegerät 1 ist zum Lagern von Lebensmitteln
ausgebildet und kann beispielsweise ein Kühlgerät oder ein Kühl-Gefrier-Kombigerät
sein.
[0036] Das Haushaltskältegerät 1 umfasst einen Korpus beziehungsweise ein Gehäuse 2. In
dem Gehäuse 2 ist ein Innenraum 3 ausgebildet, in den Lebensmittel eingebracht werden
können. Der Innenraum 3 ist bereichsweise frontseitig und somit bei bestimmungsgemäßer
Aufstellung einem Nutzer zugewandt und durch zumindest eine Tür, im Ausführungsbeispiel
zwei Türen 4 und 5 verschließbar.
[0037] Das Haushaltskältegerät 1 umfasst darüber hinaus einen Frischhaltebehälter 6. In
den Frischhaltebehälter 6 können ebenfalls Lebensmittel, wie Speisen und Getränke,
eingebracht werden. In dem Frischhaltebehälter 6 ist eine von dem restlichen Innenraum
3 unterschiedliche Umgebungsfeuchte einstellbar. Die Einstellung der Umgebungsfeuchte
ist unabhängig vom restlichen Innenraum 3 durchführbar. Der Frischhaltebehälter 6
ist insbesondere vom Innenraum 3 umfasst bzw. allgemein ist der Innenraum 3 im eingeschobenen
Zustand des Frischhaltebehälters 6 und durch eine Frontwand 7 des Frischhaltebehälters
6 frontseitig verschlossen.
[0038] Insbesondere ist vorgesehen, dass auch der Frischhaltebehälter 6 in dem Innenraum
3 nur bereichsweise aufgenommen ist. Das durch den Frischhaltebehälter 6 jedoch für
die Lebensmittel bereitgestellte Aufnahmevolumen ist bezüglich der Einstellung der
Umgebungsfeuchte jedoch vollständig von dem restlichen Innenraum 3 separierbar beziehungsweise
separiert.
[0039] Es ist vorgesehen, dass der Frischhaltebehälter 6 insbesondere als Schublade ausgebildet
ist. In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist dazu der Frischhaltebehälter 6 im vollständig
ausgezogenen Zustand gezeigt. Er ist in dem Zusammenhang als ein nach vorne überstehender
und freikragender Komponententeil angeordnet.
[0040] Der Frischhaltebehälter 6 weist eine Frontwand 7 auf, die eine Außenwand des Haushaltskältegeräts
1 in diesem Frontbereich bildet. Dies bedeutet, dass auch im geschlossenen Zustand
und somit dann, wenn der Frischhaltebehälter 6 vollständig eingeschoben ist, diese
Frontwand 7 ein Außenteil an diesem Frontbereich darstellt und somit sichtseitig freiliegt.
Es ist daher auch im geschlossenen Zustand des Frischhaltebehälters 6 nicht mehr erforderlich,
zur Zugänglichkeit zum Frischhaltebehälter 6 zunächst ein weiteres Bauteil, beispielsweise
eine Tür, die separat zum Frischhaltebehälter 6 und insbesondere separat zu dieser
Frontwand 7 ausgebildet ist, zu betätigen, um den Zugang zum Frischhaltebehälter 6
erst zu ermöglichen.
[0041] Die Frontwand 7 ist im geschlossenen Zustand des Frischhaltebehälters 6 insbesondere
bündig mit den Türen 4 und 5 angeordnet.
[0042] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass an der Frontwand 7 ein Griff ausgebildet ist, sodass
der Frischhaltebehälter 6 einfach gegriffen und herausgezogen und hineingeschoben
werden kann. Es kann beispielsweise dazu ein Griff 8 im oberen Bereich der Frontwand
7 ausgebildet sein. Ebenso kann jedoch auch an einem unteren Rand 9 zusätzlich oder
anstatt dazu ein Griff vorgesehen sein.
[0043] Der Frischhaltebehälter 6 umfasst im Ausführungsbeispiel eine Trägerwanne 10, an
welcher die Frontwand 7 frontseitig angeordnet ist und die Trägerwanne 10 bedeckt.
[0044] In der gezeigten Ausführung sind an der Trägerwanne 10, insbesondere an Seitenwänden
11 und 12, außenseitig jeweils Führungsschienen 13 angeordnet, die beispielsweise
auch Auszugsschienen sein können. Mit diesen kann dann der als Schublade ausgebildete
Frischhaltebehälter 6 geführt linear hineingeschoben und herausgezogen werden. Korrespondierende
Führungselemente sind an Innenseiten eines den Innenraum 3 begrenzenden Innenbehälters
14 angeordnet.
[0045] Der Frischhaltebehälter 6 ist in der gezeigten Ausführungsform mit zwei Frischhalteteilbehältern
15 und 16 ausgebildet. Dies bedeutet, dass die Frischhalteteilbehälter 15 und 16 jeweils
individuelle Aufnahmevolumen für Lebensmittel aufweisen und in den Frischhalteteilbehältern
15 und 16 Umgebungsfeuchten eingestellt werden können, die unterschiedlich voneinander
sein können und auch unterschiedlich zum restlichen Innenraum 3 sein können. Diese
Einstellung der Umgebungsfeuchten kann unabhängig von den jeweils anderen Frischhalteteilbehältern
und/oder unabhängig von dem restlichen Innenraum 3 erfolgen.
[0046] Im Ausführungsbeispiel ist darüber hinaus auch vorgesehen, dass die Frischhalteteilbehälter
15 und 15 die Trägerwanne 10 als gemeinsames Bauteil aufweisen.
[0047] Darüber hinaus weist der Frischhalteteilbehälter 15 eine Aufnahmewanne 17 auf, die
separat zur Trägerwanne 10 ausgebildet ist und in die Trägerwanne 10 zerstörungsfrei
lösbar einsetzbar ist. In Fig. 1 ist dabei der eingesetzte Zustand gezeigt.
[0048] Der weitere Frischhalteteilbehälter 16 umfasst ebenfalls eine Aufnahmewanne 18, die
zur Aufnahme von Lebensmitteln ausgebildet ist, separat zur Trägerwanne 10 ausgebildet
ist und in Fig. 1 im darin eingesetzten Zustand gezeigt ist.
[0049] Darüber hinaus ist zu erkennen, dass die Seitenwand 11 an einem oberen Rand 19 einen
Flansch 20 aufweist. An dem Flansch 20 ist ein Einstellelement 21, welches vorzugsweise
als Stellrad ausgebildet ist, angeordnet, mittels welchem die Umgebungsfeuchte in
dem Frischhalteteilbehälter 16 einstellbar ist. Wie zu erkennen ist, ist dieses Einstellelement
21 in einem in Tiefenrichtung und somit in z-Richtung des Haushaltskältegeräts 1 betrachtet
vorderen Längendrittel der Länge der Seitenwand 11 angeordnet und somit benachbart
zur Frontwand 7 ausgebildet.
[0050] Das Einstellelement 21 ist an einer Einstelleinheit 22 angeordnet, die an der Seitenwand
11 befestigt ist.
[0051] Entsprechend ist an der Seitenwand 12 ein oberer Rand 23 ausgebildet, der einen Flansch
24 aufweist, an welchem entsprechend ein Einstellelement 25, insbesondere ein Stellrad,
angeordnet ist, mit welchem die Umgebungsfeuchte in dem Frischhalteteilbehälter 15
einstellbar ist. Die Ausgestaltung des Einstellelements 25 ist ansonsten entsprechend
dem Einstellelement 21, auch im Hinblick auf eine Einstelleinheit 22.
[0052] In Fig. 2 ist in einer Explosionsdarstellung der Frischhaltebehälter 6, wie er in
Fig. 1 gezeigt ist, dargestellt. Die beiden Aufnahmewannen 17 und 18 sind dabei im
entnommenen Zustand gezeigt. Wie zu erkennen ist, weist die Aufnahmewanne 17 an einem
oberen Rand 26 einen frontseitigen Flansch 27 und einen rückseitigen Flansch 28 auf.
An diesen gegenüberliegenden Flanschen 27 und 28 wird die Aufnahmewanne 17 mit einer
Rückwand 29 der Trägerwanne 10 und einer Frontkante 30 der Trägerwanne 10 von oben
eingehängt. Entsprechend ist auch die Aufnahmewanne 18 ausgebildet.
[0053] In Fig. 2 ist darüber hinaus auch zu erkennen, dass an dem Flansch 20 ein Betätigungselement
31 angeordnet ist, welches vorzugsweise als nach oben stehender Stift ausgebildet
ist. Mit diesem Betätigungselement 31 ist ein dem Frischhalteteilbehälter 16 zugehörender
Deckel 32 (Fig. 3) betätigbar. Der Deckel 32 kann in dem Zusammenhang relativ zur
zugehörigen Aufnahmewanne 18 bewegt werden und somit angehoben oder abgesenkt werden.
Der Deckel 32 umfasst in dem Zusammenhang Führungselemente 33 und 34, die auf der
der Aufnahmewanne 18 abgewandten Seite nach oben stehen und hakenförmig ausgebildet
sind. Diese Führungselemente 33 und 34 sind mechanisch mit an den vertikalen Innenseiten
des Innenraums 3 angeordneten Führungsstegen gekoppelt. Diese Führungsstege sind vorzugsweise
nicht horizontal orientiert, sondern über eine Horizontalebene geneigt. Dadurch wird
der Deckel 32 abhängig von der Bewegung der Frontwand 7 und der Trägerwanne 10 und
somit auch der darin eingesetzten Aufnahmewanne 18 angehoben oder abgesenkt und somit
entweder vollständig auf die Aufnahmewanne 18 aufgesetzt oder leicht beabstandet dazu
positioniert. Abhängig davon ist dann die jeweilige Umgebungsfeuchte in dem Frischhalteteilbehälter
16 und somit in dem durch die Aufnahmewanne 18 und dem Deckel 32 gebildeten Aufnahmevolumen
einstellbar.
[0054] Wie in Fig. 3 gezeigt ist, weist auch der Frischhalteteilbehälter 15 einen Deckel
35 auf, der entsprechend Führungselemente 36 und 37 umfasst. Indem das Betätigungselement
31 ein in horizontaler Richtung und somit in Tiefenrichtung verschiebbarer, in vertikaler
Richtung und somit in y-Richtung orientierter Stift 31 ist, kann beim Einschieben
der Trägerwanne 10 eine Kopplung mit einem Koppelelement (Fig. 5) erfolgen, und durch
die entsprechende Bewegung wird dann der Deckel 32 mitgeführt beziehungsweise mitgeschoben.
Dadurch wird er über die Führungselemente 33 und 34 auch an der durch die Führungsstege
gebildeten Lagerungsvorrichtung bewegt und durch deren Schrägorientierung der Deckel
somit geneigt angeordnet oder horizontal geschlossen auf die Aufnahmewanne 18 aufgesetzt.
[0055] Es sind jeweils paarweise gegenüberliegende hintere Führungselemente 33 und vordere
Führungselemente 34 vorgesehen, wie dies entsprechend auch bei dem Deckel 35 der Fall
ist. Auch sind insbesondere, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist, jeweils gegenüberliegende
Betätigungselemente 31 vorgesehen, die mit gegenüberliegenden Koppelelementen 38 koppeln.
[0056] Daher ist in vorteilhafter Weise auch vorgesehen, dass im Innenraum 3 eine vorzugsweise
in Tiefenrichtung orientierte Anordnung eines Führungsteils vorgesehen ist, welches
dann quasi mittig zwischen den Deckeln 32 und 35 angeordnet ist, sodass hier auch
die entsprechende Lagerung des Deckels 32 sowie des Deckels 35 gegeben ist. Dies kann
beispielsweise eine Strebe sein, die sich an einem vorderen Quersteg 44 (Fig. 1) zu
einer Rückwand des Innenbehälters 14 erstreckt und daran jeweils endseitig befestigt
ist.
[0057] In Fig. 4 ist in einer perspektivischen Teildarstellung die Trägerwanne 10 gezeigt.
Wie hier zu erkennen ist, ist die Seitenwand 11 uneben ausgebildet und in ihrem oberen
Bereich mit einer C-Form 39 gestaltet. Ein C-Dach wird dabei durch den Flansch 20
gebildet und ein C-Boden 40 ist gegenüberliegend vorhanden. Dadurch wird ein Aufnahmeraum
41 gebildet, in dem die Einstelleinheit 22 angeordnet ist. Wie zu erkennen ist, ist
in dem Flansch 20 ein Loch 42 ausgebildet, durch welches sich das Einstellelement
21 hindurch erstreckt. Entsprechend ist ein weiteres Loch 43 gebildet, durch welches
sich das Betätigungselement 31 erstreckt.
[0058] Der Flansch 20 weist bei dieser Ausgestaltung einen zusätzlichen, an seinem nach
außen stehenden freien Ende nach unten orientierten Steg 44 auf, sodass die Einstelleinheit
22 im eingebrachten Zustand in dem Aufnahmeraum 41 auch nach außen hin lagegehalten
ist. Bei der Darstellung in Fig. 4 ist der Übersichtlichkeit dienend die Frontwand
7 nicht gezeigt.
[0059] In Fig. 6 ist in einer vereinfachten Seitendarstellung das mechanische Wirkprinzip
gezeigt. Es ist durch die Einstelleinheit 22 eine Kopplung zwischen der Drehbewegung
beziehungsweise der Betätigung des Einstellelements 21 mit dem Betätigungselement
31 vorgesehen. Dies bedeutet, dass dann, wenn das Einstellelement 21 bewegt, insbesondere
gedreht, wird, über eine Koppeleinrichtung, insbesondere eine Koppelmechanik, in der
Einstelleinheit 22 das Betätigungselement 31 nach vorne oder nach hinten verschoben
wird. Dadurch wird über die Kopplung mit Koppelelementen 38 der Deckel 32 aus seinen
Führungsstegen, in welchen die Führungselemente 33 und 34 geführt sind, insbesondere
aufliegen, bewegt. Es erfolgt somit eine über das Einstellelement 21 bewirkte Relativbewegung
des Deckels 32 zu der Aufnahmewanne 18. Durch die Gestaltung der Führungsstege, insbesondere
mit kerbenartigen Aufnahmen, kann dann der Deckel angehoben oder abgesenkt werden,
wobei dann die Führungselemente 33 und 34 entweder innerhalb dieser kerbenartigen
Aufnahmen angeordnet sind und dann der Deckel 32 vollständig geschlossen auf der Aufnahmewanne
18 aufliegt, oder außerhalb dieser kerbenartigen Aufnahmen angeordnet sind und damit
dann der Deckel 32 gegenüber der Aufnahmewanne 18 nach oben angehoben ist und dort
nicht mehr vollschließend aufliegt.
[0060] Insbesondere ist vorgesehen, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist, dass dann, wenn das
Betätigungselement 31 in seiner möglichen linearen Verschiebebewegung ganz vorne positioniert
ist und somit näher zur Frontwand 7 angeordnet ist, der Deckel 32 in seiner abgesenkten
Position ist und somit in seiner vollschließenden Anordnung auf der Aufnahmewanne
18 aufsitzt. Dies ist in der unteren Darstellung in Fig. 6 gezeigt.
[0061] Befindet sich dieses Betätigungselement 31 in der dazu dann nach hinten verschobenen
Position, wie dies in der oberen Darstellung in Fig. 6 gezeigt ist, drückt das Betätigungselement
31 bei diesem Zurückschieben gegen das Koppelelement 38 und verschiebt damit den gesamten
Deckel 32 mit nach hinten, sodass die Führungselemente 33 und 34 an den Führungsstegen
entlanggeführt werden und aus den kerbenartigen Aufnahmen herausgehoben werden.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Haushaltskältegerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Innenraum
- 4
- Tür
- 5
- Tür
- 6
- Frischhaltebehälter
- 7
- Frontwand
- 8
- Griff
- 9
- unterer Rand
- 10
- Trägerwanne
- 11
- Seitenwand
- 12
- Seitenwand
- 13
- Führungsschiene
- 14
- Innenbehälter
- 15
- Frischhalteteilbehälter
- 16
- Frischhalteteilbehälter
- 17
- Aufnahmewanne
- 18
- Aufnahmewanne
- 19
- oberer Rand
- 20
- Flansch
- 21
- Einstellelement
- 22
- Einstelleinheit
- 23
- oberer Rand
- 24
- Flansch
- 25
- Einstellelement
- 26
- oberer Rand
- 27
- frontseitiger Flansch
- 28
- rückseitiger Flansch
- 29
- Rückwand
- 30
- Frontkante
- 31
- Betätigungselement
- 32
- Deckel
- 33
- Führungselement
- 34
- Führungselement
- 35
- Deckel
- 36
- Führungselement
- 37
- Führungselement
- 38
- Koppelelement
- 39
- C-Form
- 40
- C-Boden
- 41
- Aufnahmeraum
- 42
- Loch
- 43
- Loch
- 44
- Steg
- 45
- Quersteg
1. Haushaltskältegerät (1) mit einem Innenraum (3) zur Aufnahme von Lebensmitteln, der
durch Wände eines Innenbehälters (14) begrenzt ist, und mit einem Frischhaltebehälter
(6) für Lebensmittel, in dem eine von dem Innenraum (3) unterschiedliche Umgebungsfeuchte
einstellbar ist und die Einstellung der Umgebungsfeuchte unabhängig vom restlichen
Innenraum (3) erfolgen kann, wobei der Frischhaltebehälter (6) in einem Gehäuse (2)
des Haushaltskältegeräts (1) verschiebbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Frontwand (7) des Frischhaltebehälters (6) eine Außenwand des Haushaltskältegeräts
(1) bildet.
2. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Frischhaltebehälter (6) als Schublade ausgebildet ist.
3. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Frischhaltebehälter (6) eine Trägerwanne (10) aufweist, an welcher die Frontwand
(7) angeordnet ist.
4. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerwanne (10) eine Seitenwand (11) aufweist, an welcher an einem oberen Rand
(19) ein Einstellelement (21, 25) zum Einstellen der Umgebungsfeuchte in dem Frischhaltebehälter
(6) angeordnet ist.
5. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (21, 25) ein Stellrad ist.
6. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (21, 25) in einem der Frontwand (7) zugewandten vorderen Längendrittel
der Länge der Seitenwand (11) angeordnet ist.
7. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Einstellelement (21, 25) durch eine Öffnung (42) in einem den oberen Rand
(19) bildenden Flansch (20) der Seitenwand (11) hindurcherstreckt und eine das Einstellelement
(21, 25) umfassende Einstelleinheit (22) unter dem Flansch (20) an einer Außenseite
der Seitenwand (11) angeordnet ist.
8. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Frischhaltebehälter (6) eine Aufnahmewanne (17, 18) für Lebensmittel und einen
dazu separaten Deckel (32, 35) aufweist, der anhebbar und absenkbar über der Aufnahmewanne
(17, 18) positioniert ist.
9. Haushaltskältegerät (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7 und Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Trägerwanne (10) separat ausgebildete Aufnahmewanne (17, 18) zerstörungsfrei
lösbar in die Trägerwanne (10) einsetzbar und entnehmbar ist.
10. Haushaltskältegerät (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6 und Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem oberen Rand (19) ein Betätigungselement (31) zum Betätigen des Deckels (32,
35) angeordnet ist, welches mit einem Koppelelement (38) an dem Deckel (17, 18) gekoppelt
ist.
11. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (31) ein in Tiefenrichtung des Haushaltskältegeräts (1) verschiebbarer
Stift ist.
12. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (31) an einer Einstelleinheit (22) angeordnet ist, die unter
dem Flansch (20) an einer Außenseite der Seitenwand (11) angeordnet ist und/oder das
Betätigungselement (31) mit dem Einstellelement (21, 25) gekoppelt ist.
13. Haushaltskältegerät (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (32, 35) mit nach oben stehenden Führungselementen (33, 34) mit an dem
Innenbehälter (14) ausgebildeten Führungsstegen gekoppelt ist und relativ zu den Führungsstegen
verschiebbar ist und abhängig von der Verschiebestellung gegenüber der Aufnahmewanne
(17, 18) angehoben oder darauf aufgesetzt ist.
14. Haushaltskältegerät (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmewanne (17, 18) an einem oberen Rand (26) einen frontseitigen und einen
rückseitigen Flansch (27, 28) aufweist, mit welchen die Aufnahmewanne (17, 18) an
einer Rückwand (29) und einer Frontkante (30) der Trägerwanne (10) von oben eingehängt
ist.
15. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 7 und einem
der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Frischhaltebehälter (6) einen ersten Frischhalteteilbehälter (15) mit einer ersten
Aufnahmewanne (17) und einem ersten Deckel (35) dazu aufweist, und einen zweiten Frischhalteteilbehälter
(16) mit einer zweiten Aufnahmewanne (18) und einem zweiten Deckel (32) dazu aufweist,
wobei die Aufnahmewannen (17, 18) in horizontaler Richtung auf einer Ebene in der
Trägerwanne (10) nebeneinander angeordnet sind und in den Frischhalteteilbehältern
(15, 16) unterschiedliche Umgebungsfeuchten einstellbar sind und die Einstellung der
Umgebungsfeuchten unabhängig voneinander erfolgen kann.