[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Füllen eines Greifers für Schüttgut gemäß
dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass für den Umschlag von Schüttgütern wie beispielsweise
Erz, Kohle, Getreide, Kies oder Sand Greifer verwendet werden. Diese auch als Zwei-
oder Mehrschalengreifer bezeichneten Greifer weisen eine Größe, Formgebung und Anzahl
der Schalen auf, die jeweils in Hinblick auf das umzuschlagende Schüttgut optimiert
ist. Hierdurch wird erreicht, dass die Greifer gut in das Schüttgut eindringen, sich
gut mit dem Schüttgut füllen und von diesem entleeren lassen. Üblicherweise werden
die Greifer in einer Offenstellung auf dem Schüttgut abgesetzt, sinken über ihr Eigengewicht
in das Schüttgut ein und während einer Schließbewegung erfassen die Greifer das Schüttgut
und füllen sich hiermit. Das Schließen der Greifer erfolgt hydraulisch oder über Seiltriebe.
[0003] Aus dem deutschen Patent
DE 199 55 750 B4 ist ein Kran mit einem Greifer für Schüttgut bekannt. Der Greifer ist als sogenannter
Vierseil-Greifer ausgebildet. Demnach sind zwei Halteseile und zwei Schließseile vorhanden,
die unabhängig voneinander bewegbar sind, um den Greifer zu öffnen, zu schließen,
zu heben und zu senken. Die Halte- und Schließseile werden über zwei Seiltrommeln
getrennt angetrieben. Um den Geifer zu öffnen, werden die Schließseile entlastet und
der Greifer hängt nur noch an den Halteseilen. Die Halteseile greifen an einer Hebelmechanik
des Greifers an und bewirken in Verbindung mit dem Eigengewicht des Greifers ein Öffnen
des Greifers. Für ein Füllen wird der geöffnete Greifer mit schlaffem Schließseil
über die Halteseile auf das Schüttgut aufgesetzt. Um den Greifer unter der Wirkung
seines Eigengewichtes in das Schüttgut einsinken zu lassen, wird dann das Halteseil
nachgelassen. Durch ein Anziehen der Schließseile wird dann der Greifer geschlossen,
wobei dieser sich füllt und anschließend nach Schließen des Greifers von den Schließseilen
angehoben. Hierbei müssen dann parallel die Halteseile gestrafft werden, um Schlaffseil
zu vermeiden. Im Bereich des Anhebens des Greifers werden dann über entsprechende
Steuerungen die Kräfte in den Halte- und Schließseilen wieder aneinander angeglichen,
so dass das anschließende Heben gemeinsam mit den Halte- und Schließseilen erfolgt.
[0004] Üblicherweise finden Daten über die Schüttgutdichte, das Greifervolumen und das Eigengewicht
des Greifers keinen Eingang in eine Kransteuerung des Krans. Unter den rauen Einsatzbedingung
des Greifers wird ein Füllstand des Greifers nur indirekt mittels Erfahrungswerten
berücksichtigt.
[0005] Aus der
DD 288 138 A5 ist bereits ein Verfahren zum Verhindern einer Greiferüberlastung eines an Halteseilen
und Schließseilen aufgehängten Greifers bekannt. Hierbei wird während des Schließvorgangs
eine in den Schließseilen sowie in den Halteseilen wirkende Zugkraft gemessen und
deren Differenz mit einem Sollwert für die in den Schließseilen wirkende Zugkraft
verglichen. Wenn die Differenz einen vorgegebenen Wert für die Soll-Schließkraft übersteigt,
wird der Haltemotor aktiviert, wodurch der noch nicht vollständig geschlossene Greifer
angehoben und hierbei weiter geschlossen wird. Auf diese Weise wird die Wirkung des
Eigengewichts des Greifers, mit dem der Greifer während des Schließens und Füllens
auf das Schüttgut einwirkt, verringert und ein Füllgrad des Greifers beeinflusst.
[0006] Des Weiteren ist aus der
EP 0 458 994 A1 eine Zugregelung für die Halteseile und Schließseile umfassenden Greiferseile eines
Schüttgutumschlaggerätes bekannt. Um einen beim Schließen des Greifers durch schlaffe
Halteseile verursachten Ruck zu vermeiden, wird der Haltezug entsprechend geregelt.
Die Regelung des Haltezugs erfolgt jedoch derart, dass während des Schließvorgangs
keine verringerte Wirkung des Eigengewichts auf das Schüttgut erreicht wird, da der
Greifer erst angehoben wird, wenn er vollständig geschlossen ist. Die Zugregelung
beeinflusst daher nicht den Füllgrad des Greifers.
[0007] In der
DD 244 962 A1 ist ein Verfahren zur Gutaufnahmesteuerung für einen automatisierten Greiferbetrieb
beschrieben. Hierbei werden beim Schließvorgang des Greifers ein Greiferöffnungswinkel
und eine Schließzeit des auf dem Schüttgut abgesetzten Greifers überwacht. Wenn der
Greifer beim Schließvorgang nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit in einem vorgegebenen
Maße geschlossen werden kann, wird der Schließvorgang unterbrochen und ein Hubwerk
aktiviert, um den Greifer vom Schüttgut anzuheben. Anschließend wird der Schließvorgang
erneut gestartet und überprüft, ob er wie vorgegeben durchgeführt werden kann.
[0008] Aus der europäischen Patentschrift
EP 2 226 287 B1 ist ein Verfahren zum Füllen eines an Halteseilen aufgehängten Greifers bekannt,
dessen Greiferfüllvolumen beeinflusst wird, indem ein Haltemoment eines Haltewerks
für den Greifer so geregelt wird, dass während des Schließvorgangs eine Greifkurve
des Greifers angehoben wird.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum optimalen Füllen eines
Greifers für Schüttgut, der von einem Kran über eine Steuerung angehoben und abgesenkt
wird und der während des Schließens und Füllens mit seinem Eigengewicht auf das Schüttgut
einwirkt, zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Füllen eines Greifers für Schüttgut mit
den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
und eine Verwendung der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0011] Erfindungsgemäß wird bei einem Verfahren zum Füllen eines Greifers für Schüttgut,
der an Halteseilen aufgehängt ist, von einem Kran über eine Steuerung angehoben und
abgesenkt wird und der während des Schließens und Füllens mit seinem Eigengewicht
auf das Schüttgut einwirkt, wobei über die Steuerung ein Füllgrad des Greifers mittels
einer Verringerung der Wirkung des Eigengewichts des Greifers auf das Schüttgut beeinflusst
wird, indem eine in den Halteseilen wirkende Zugkraft beeinflusst wird, ein optimierter
Füllgrad des Greifers dadurch erreicht, dass über die Steuerung für die Halteseile
ein Zugkraft-SOLL-Wert bestimmt wird, der Zugkraft-SOLL-Wert als Eingangsgröße an
einen Zugkraftregler ausgegeben wird, von dem Zugkraftregler ein Elektromotor zum
Heben und Senken des Greifers gesteuert wird und dem Zugkraftregler ein ermittelter
Zugkraft-IST-Wert der Halteseile als Eingangsgröße zugeführt wird. Hierdurch werden
auch Überlastabschaltungen vermieden.
[0012] Mit dieser Erfindung wird vorteilhafter Weise erreicht, dass der Füllgrad eines Schüttgut-Greifers
gesteuert werden kann. Hieraus ergibt sich dann, dass im Betrieb eines Krans mit einem
Schüttgut-Greifer eine übermäßige Anzahl von Überlastabschaltungen vermieden wird
und somit die Umschlagleistung des Krans erhöht wird. Derartige Überlastabschaltungen
treten auf, wenn im Greiferbetrieb der Greifer sehr tief in das anzuhebende Schüttgut
eindringt und somit zu viel Schüttgut in den Greifer aufgenommen. Dies allein kann
bereits zu einer Überlastabschaltung des Krans führen, wenn der Greifer mehr Schüttgut
aufnimmt als der Kran heben kann. In Kombination mit einer großen Ausladung des Krans
wird dieser Effekt verstärkt, da die zugelassene Traglast des Kran abnimmt und somit
eine Überlast noch leichter erreicht wird und es wiederum zu einer Überlastabschaltung
des Krans kommt. Sollte der Greifer in Bezug auf den Kran eher unterdimensioniert
sein, kann es nur bei großer Ausladung des Krans zu derartigen Überlastabschaltungen
des Krans kommen. Da die Umschlagleistung des Kran in wirtschaftlicher Hinsicht immer
optimiert wird, wird ein Kran eher im Bereich seiner zugelassenen Traglast betrieben
und somit mit einem Greifer, der über den gesamten Ausladungsbereich einen optimalen
Füllgrad erreichen kann. Also der in Bezug auf die Traglast des Kran eher leicht überdimensioniert
oder in Bezug auf geringe Ausladungen optimal dimensioniert ist. Hiermit geht einher,
dass ein eingesetzter Greifer in Bezug auf den Kran eher zum Überfülltwerden neigt
und somit das erfindungsgemäße Verfahren, dass auf eine gezielte Verringerung der
Wirkung des Eigengewichts des Greifers abzielt, angreifen kann. Auch wird ermöglicht,
in Bezug auf Traglast des Krans und die Schüttgutdichte des zu fördernden Schüttgutes
zu große Greifer einzusetzen, da diese über die Erfindung nur teilweise gefüllt werden.
Die Beeinflussung der in den Halteseilen wirkenden Zugkraft, die vorgenommen wird,
um insbesondere während des Schließvorgangs des Greifers die Wirkung des Eigengewichts
des Greifers auf das Schüttgut zu verringern, erfolgt hierbei also in einem solchen
Ausmaß, dass der Greifer weniger weit in das Schüttgut eindringt, als er es allein
durch sein Eigengewicht tun würde.
[0013] In der Praxis konnte durch die erfindungsgemäße Steuerung die Anzahl an Überlastabschaltungen
um 90% herabgesetzt werden und dass bei erhöhter Umschlagsleistung.
[0014] Eine Traglast im Sinne der Erfindung setzt sich aus dem Eigengewicht des Greifers,
aufgenommenen Schüttgut und im Falle eines Seilgreifers aus dem Eigengewicht des Seils
zwischen Auslegerspitze und Greifer zusammen.
[0015] Erfindungsgemäß ist außerdem vorgesehen, dass in der Steuerung über ein Tendenzmodul
an Hand von Verläufen von ermittelten Traglasten ein Zeitpunkt einer Änderung des
Zugkraft-SOLL-Werts und eine Schrittweite einer Änderung des Zugkraft-SOLL-Werts zugeführt
wird. Durch die Einbindung des Tendenzmoduls kann auf Grund von abgespeicherten Erfahrungswerten
- wie beispielsweise Umschlagen eines vergleichbaren Schüttguts mit dem aktuellen
Greifer - und während des Umschlagbetriebs des Krans aufgezeichneten erreichten Füllgraden
schneller ein optimaler Füllgrad erreicht werden und sicherer Überlasten vermieden
werden. Hierbei werden die Änderungen des Zugkraft-SOLL-Werts beim Schließvorgang
dynamisch angepasst, so dass eine optimale Ausnutzung der Traglastkurve im gesamten
Radiusbereich beziehungsweise Ausladungsbereich gegeben ist und Überlastungen vermieden
oder zumindest minimiert werden.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass über das Tendenzmodul der
Zugkraft-SOLL-Wert erhöht wird, wenn die Häufigkeit von Überlastabschaltungen einen
auf die Lastzyklen bezogenen vorgewählten Wert übersteigt und/oder wenn die Häufigkeit
von Überschreitungen der maximal zulässigen Traglast einen auf die maximal zulässige
Traglast für eine gegebene Ausladung vorgewählten Wert übersteigt.
[0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass über das Tendenzmodul der
Zugkraft-SOLL-Wert erniedrigt wird, wenn die Häufigkeit von Überlastabschaltungen
einen auf die Lastzyklen bezogenen vorgewählten Wert unterschreitet und/oder wenn
die Häufigkeit von Überschreitungen der maximal zulässigen Traglast einen auf die
maximal zulässige Traglast für eine gegebene Ausladung vorgewählten Wert unterschreitet.
[0018] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass über den Kran
mittels der Steuerung der Greifer während des Schließens und Füllens mit dem in einer
Richtung Heben gerichteten Zugkraft-IST-Wert beaufschlagt wird.
[0019] Um etwaige Überlastungen des Krans zu vermeiden, ist vorgesehen, dass in der Steuerung
der Füllgrad des Greifers aus einer unmittelbar nach dem Anheben des gefüllten Greifers
ermittelten Traglast und dem bekannten Eigengewicht des Greifers bestimmt wird.
[0020] Die Bestimmung des Füllgrades wird dadurch genauer, dass der Steuerung über ein Seillängenmodul
als Eingangsgröße eine Länge eines freien Seils ausgehend von dem Greifer und in der
Richtung Heben zugeführt wird, in der Steuerung bei der Berechnung des Füllgrads des
Greifers dem Eigengewicht des Greifers auch ein Eigengewicht des freien Seils zugerechnet
wird.
[0021] Üblicher Weise weisen Krane für den Schüttgutumschlag einen wippbaren Ausleger aus,
so dass während des Umschlagens und entsprechendes Wippen des Auslegers sich die Ausladung
des Kran verändert. Um dies zu berücksichtigen, ist vorteilhafter Weise vorgesehen,
dass der Steuerung über ein Traglastkurvenmodul als Eingangsgröße für den Kran eine
maximal zulässige Traglast in Abhängigkeit von einer Ausladung des Greifers zugeführt
wird. Somit verfügt die Steuerung über die maximal zulässige Traglast, um Überlastfälle
festzustellen und den Füllgrad des Greifers zu bestimmen.
[0022] Auch ist von Vorteil, dass in die Steuerung über ein Startwertmodul als Eingangsgröße
manuell ein Zugkraft-SOLL-Wert als Startgröße eingegeben wird. Insbesondere nach einem
erfolgten Greiferwechsel oder bei Beginn einer neuen Umschlagaufgabe mit einem Schüttgut
mit anderer Dichte kann auf Grund von Erfahrungswerten die Startgröße eingegeben werden.
Hierdurch kann die Steuerung schneller einen optimalen Füllgrad des Greifers erreichen.
[0023] In einer bevorzugten Ausgestaltung wird in der Steuerung iterativ der Zugkraft-SOLL-Wert
anhand der Eingangsgrößen aus dem Traglastkurvenmodul, dem Seillängenmodul und der
ermittelten Traglast erniedrigt beziehungsweise erhöht, bis der Füllgrad des Greifers
im Bereich von 100% liegt.
[0024] Besonders vorteilhaft ist die Verwendung des vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens
für einen als Kran mit einem Greifer, der über Halteseile und Schließseile angehoben,
abgesenkt, geöffnet und geschlossen wird.
[0025] Die dem erfindungsgemäßen Verfahren zu Grunde liegende Steuerung wird auch als eigenständig
erfinderisch angesehen und deren Einsatz geht einher mit den zu dem Verfahren vorbeschriebenen
Vorteilen.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Ansicht eines Hafenkrans mit einem Greifer für Schüttgut,
Figur 2 eine Traglastkurve eines Hafenkrans gemäß Figur 1,
Figur 3 eine vergrößerte Ansicht des Greifers für Schüttgut von Figur 1 und
Figur 4 eine schematische Darstellung einer Steuerung zur Optimierung des Füllgrads
des Greifers für Schüttgut.
[0027] Die Figur 1 zeigt eine Ansicht eines Hafenmobilkrans 1 für den Umschlag von Schüttgütern
14, wie beispielsweise Erz, Kohle, Getreide, Kies oder Sand, zwischen Land und Wasser
beziehungsweise innerhalb von Umschlag-Terminals. Der Hafenmobilkran 1 ist mit einem
Greifer 2 zum Umschlag von Schüttgütern ausgerüstet und besteht im Wesentlichen aus
einem rohrförmigen Standsockel 3 und einem Oberwagen 4 mit einem Turm 5 und einem
Ausleger 6. Der Standsockel 3 ist fest auf einem Schwimmponton 7 montiert. Anstatt
des Standsockels 3 kann auch ein Unterwagen vorgesehen sein, der auf einem Kai für
den Umschlagvorgang ruht und auf dem Kai über Gummireifen oder auf Schienen verfahrbar
ist. Auf dem Standsockel 3 ist der Oberwagen 4 drehbar gelagert und über ein nicht
dargestelltes Drehwerk um eine vertikale Drehachse d schwenkbar. Der Oberwagen 4 trägt
auch ein Hubwerk 8 in einem rückwärtigen Bereich des Oberwagens 4, in dem sich auch
ein Gegengewicht 9 befindet. Auch ist auf dem Oberwagen 4 der sich in Vertikalrichtung
erstreckende Turm 5 abgestützt, an dessen Spitze ein Rollenkopf 10 mit Seilscheiben
befestigt ist. Des Weiteren ist an dem Turm 5 etwa im Bereich seiner halben Länge
und auf der dem Gegengewicht 9 abgewandten Seite der Ausleger 5 angelenkt. Der Ausleger
5 ist an einem Ende um eine horizontale Wippachse W schwenkbar mit dem Turm 4 verbunden.
Über ein an dem Ausleger 6 und unten an dem Oberwagen 4 angelenktes Wippwerk 11, das
üblicher Weise als Hydraulikzylinder ausgebildet ist, ist der Ausleger 6 um einen
Wippwinkel w aus seiner Vielzahl von seitlich auskragenden Betriebsstellungen in eine
aufrechte Ruhestellung verschwenkbar. Außerdem ist der Ausleger 6 in üblicher Weise
als Gittermast ausgebildet. An der dem Turm 4 abgewandten Auslegerspitze 6a des Auslegers
6 sind weitere Seilscheiben drehbar gelagert, über die ausgehend von dem Hubwerk h
über den Rollenkopf 10 und die Auslegerspitze 6a Halteseile 12 und Schließseile 13
zu dem Greifer 2 geführt sind.
[0028] Der Wippwinkel w ist eingeschlossen zwischen einer Vertikalen V, die durch die Wippachse
W verläuft, und einer Geraden G, die im Bereich eines Obergurtes des Auslegers 6 und
durch die Wippachse W verläuft. In üblicher Weise geht eine Veränderung des Wippwinkels
w mit einer Veränderung der Ausladung a des Krans 1 einher, die im Zusammenhang mit
der maximalen Traglast des Krans 1 steht. Die Ausladung a entspricht einem horizontalem
Abstand zwischen der Vertikalen V durch die Wippachse W und einer ebenfalls vertikalen
Seilrichtung S. Die Seilrichtung S fällt mit den freien von der Auslegerspitze 6a
ablaufenden und ausgependelten Halte- und Schließseilen 12, 13 zusammen. Außerdem
wird mit der Seillänge I ein Maß für frei hängenden Abschnitt der Halte- und Schließseile
12, 13 zwischen der Auslegerspritze 6a und dem Greifer 2 angegeben.
[0029] Außerdem ist aus der Figur 1 ersichtlich, dass von dem Kran 1 ein mit Schüttgut 14
beladenes Schiff 15, insbesondere ein Leichter, eine Schute oder eine Barge, be- oder
entladen werden kann.
[0030] In der Figur 2 ist eine sogenannte Traglastkurve des Hafenkrans 1 dargestellt. Die
Traglastkurve zeigt die maximal zugelassene Traglast des Krans 1 in Tonnen über der
Ausladung a in Metern. Hierbei können grob zwei Traglastbereiche I und II unterschieden
werden. In dem ersten Traglastbereich I ist auf Grund der Dimensionierung der Krans
1 im Bereich einer Ausladung von 0m bis etwa 38m keine Abnahme der maximal zugelassenen
Traglast von etwa 63t zu verzeichnen. Ab einer Ausladung a von etwa 38m bis zu einer
maximalen Ausladung von etwa 51m nimmt die maximal zugelassene Traglast mit zunehmender
Ausladung a ab. Dieser Bereich wird als zweiter Traglastbereich II definiert. Im Zusammenhang
mit der erfindungsmäßen Steuerung ist der zweite Traglastbereich II in einen ersten
Traglastunterbereich II1, zweiten Traglastunterbereich II2, dritten Traglastunterbereich
II3 und vierten Traglastunterbereich II4 aufgeteilt worden. Ausgehend von dieser Traglastkurve
ergibt sich per Definition eine Überlast als Überschreiten der maximal zulässigen
Traglast um etwa 10%.
[0031] In der Figur 3 ist eine vergrößerte Ansicht des Greifers 2 für Schüttgut von Figur
1 dargestellt. Der Greifer 2 weist zwei Schalen 2a auf und ist als Vierseil-Greifer
ausgebildet, der an zwei Halteseilen 12 und zwei Schließseilen 13 aufgehängt ist.
Die Halte- und Schließseile 12, 13 sind unabhängig voneinander von zwei innerhalb
des Hubwerks 8 angeordneter, voneinander getrennter und getrennt über Halte- und Schließwinden
angetriebener Seiltrommeln auf- und abrollbar, um den Greifer 2 zu öffnen, zu schließen,
zu heben und zu senken. Um den Geifer 2 zu öffnen, werden die Schließseile 13 entlastet
und der Greifer 2 hängt nur noch an den Halteseilen 12. Die Halteseile 12 greifen
an einer Hebelmechanik 16 des Greifers 2 an und bewirken in Verbindung mit dem Eigengewicht
des Greifers 2 ein Öffnen des Greifers 2. Für ein Füllen wird der geöffnete Greifer
2 mit schlaffem Schließseil 13 über die Halteseile 12 auf das Schüttgut 14 aufgesetzt.
Um den Greifer 2 unter der Wirkung seines Eigengewichtes in das Schüttgut 14 einsinken
zu lassen, wird dann das Halteseil 12 nachgelassen. Durch ein Anziehen der Schließseile
13 in Richtung Heben h wird der Greifer 2 geschlossen. Durch das Schließen der Schalen
2a des Greifers 2 füllt dieser sich mit dem Schüttgut 14 und kann sich auch in das
Schüttgut 14 eingraben. Beim Eingraben werden über einen auch als Schlaffseilregler
dienenden Zugkraftregler 18 für die Halteseile 12, der Bestandteil einer Steuerung
17 ist (siehe Figur 4), nur die Halteseile 12 auf Zug gehalten, so dass der Greifer
2 durch sein Eigengewicht in das Schüttgut 14 einsinken kann. Die Halteseile 12 werden
nur solange auf Zug gehalten, wie die Schließseile 13 den Greifer 2 schließen. Auch
füllt sich der Greifer 2 durch den Schließvorgang mit Schüttgut 14. Anschließend nach
dem Schließen des Greifers 2 wird dieser von den Schließseilen 13 angehoben. Parallel
werden dann die Halteseile 12 gestrafft, um Schlaffseil zu vermeiden. Im Bereich des
Anhebens des Greifers 2 werden dann über eine entsprechende Steuerung die Kräfte in
den Halte- und Schließseilen 12, 13 wieder aneinander angeglichen, so dass das anschließende
Heben gemeinsam mit den Halte- und Schließseilen 12, 13 erfolgt.
[0032] Wird bei dem Greifvorgang zu viel Schüttgut 14 aufgenommen, kann eine zu hohe Gesamtlast
in Bezug auf die maximal zulässige Traglast unter Berücksichtigung der aktuellen Ausladung
a entstehen. Diese Gesamtlast setzt sich im Wesentlichen aus dem Gewicht des aufgenommenen
Schüttgutes 14, dem Eigengewicht des Greifers 2 und dem Gewicht der freien Seillänge
I der Halte- und Schließseile 12, 13 zusammen. Wird eine zu hohe Gesamtlast festgestellt,
wird über eine Lastmomentbegrenzung 20 (siehe Figur 4) ein weiteres Heben der Last
gestoppt, um den Kran zu schützen. Diese Gesamtlast kann beispielsweise in Form einer
Lastkraft FLast über Dehnungsmessstreifen an einer Seiltrommel des Hubwerks 8 bestimmt
werden und steht der Lastmomentbegrenzung 20 als Eingangsgröße zur Verfügung. In einer
Krandatenbank 21 wird diese Überlastabschaltung protokolliert. Wie eingangs beschrieben
kann es verstärkt zu Überlastabschaltungen im Kranbetrieb kommen, wenn die Traglast
des Krans 1, Schüttgutdichte, Greifervolumen und Greifereigengewicht nicht aufeinander
abgestimmt sind. Dies ist häufig der Fall, wenn in Bezug auf das zu fördernde Schüttgut
14 Greifer 2 mit zu großem Greifervolumen eingesetzt werden. Im Betrieb des Krans
1 ist aber die Wahl des eingesetzten Greifers 2 nicht immer optimal.
[0033] Wird bei dem Greifvorgang so viel Schüttgut 14 von dem Greifer 2 aufgenommen, dass
die gemessene Gesamtlast unter der maximal zulässigen Traglast liegt, wird in der
Krandatenbank 21 eine Nutzlast und die Gesamtlast beim Öffnen des Greifers 2 an der
Zielposition protokolliert. Die Nutzlast im Sinne des Gewichts des aufgenommenen Schüttgutes
14 errechnet sich aus der Gesamtlast unter Abzug des Eigengewichts des Greifers 2
und des Gewichts der freien Seillänge I der Halte- und Schließseile 12, 13. Auch wird
dann in der Krandatenbank 21 ein erfolgter Lastzyklus ohne Überlastfall protokolliert.
[0034] Die Figur 4 zeigt schematisch eine Darstellung einer Steuerung 17, insbesondere einer
speicherprogrammierbaren Steuerung, zur Optimierung des Füllgrads des Greifers 2 für
Schüttgut 14, anhand derer die Funktion der Steuerung 17 näher erläutert wird. Mit
Hilfe der Steuerung 17 wird das Ziel erreicht, einen Füllgrad des Greifers 2 mit Schüttgut
14 selbständig anzupassen in Abhängigkeit der Traglastkurve des Krans 1. Hierbei wird
der Füllgrad des Greifers 2 optimal ausgenutzt, ohne den Kran 1 in Hinblick auf seine
Traglastkurve zu überlasten.
[0035] Die Steuerung 17 gibt als Steuergröße einen Zugkraft-SOLL-Wert Fsoll für die Halteseile
12 aus, der als Eingangsgröße für den Zugkraftregler 18 dient. Anhand dieses Zugkraft-SOLL-Werts
Fsoll steuert der Zugkraftregler 18 einen Elektromotor 19, der eine nicht dargestellte
Seiltrommel für die Halteseile 12 antreibt. Als weitere Eingangsgröße wird dem Zugkraftregler
18 ein Zugkraft-IST-Wert Fist zugeführt, der einer gemessenen Zugkraft in den Halteseilen
12 entspricht. Der Zugkraft-IST-Wert Fist wird aus den aktuellen Daten des Elektromotors
19, insbesondere des Motorstroms, ermittelt.
[0036] Als Eingangsgrößen sind der Steuerung 17, die als Additionsbaustein dargestellt ist
und arbeitet, neben einer Krandatenbank 21, ein Seillängenmodul 22a, ein Traglastkurvenmodul
22b, ein Startwertmodul 22c und ein 22d Tendenzmodul 22d zugeordnet. Innerhalb des
Seillängenmoduls 22a wird die Seillänge I bestimmt, die kurz vor dem Aufsetzen des
Greifers 2 auf das Schüttgut 14 zwischen dem Greifer 2 und der Auslegerspitze 6a vorhanden
ist. Hierüber kann dann das Eigengewicht der Halte- und Schließseile 12, 13 ermittelt
werden. Über das Traglastkurvenmodul 22b erhält die Steuerung 17, Daten über die maximal
zulässige Traglast (SWL, safe working load) in Abhängigkeit von der Ausladung a. Die
Ausladung a wird in üblicher Weise über den gemessenen Wippwinkel w bestimmt. Als
zusätzliche Eingangsgröße dient das Startwertmodul 22c, über den manuell eine Startgröße
für den Zugkraft-SOLL-Wert Fsoll eingegeben werden kann. Dies ist hilfreich nach einem
Greiferwechsel, um schneller zu einer optimalen Füllung des Geifers 2 zu gelangen.
Auch gibt es noch das Tendenzmodul 22d, in dem aus ermittelten Auslastungen bezogen
auf die maximal zulässige Traglast Tendenzen ermittelt werden, die zu einer Erhöhung
oder einer Erniedrigung des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll führen. Die Tendenzen können
auf der Basis von Erfahrungswerten eingestellt werden. Insbesondere werden in dem
Tendenzmodul 22d die Anzahl der Überlastabschaltungen ermittelt, die in etwa einer
mehr als 110%-igen Auslastung der maximal zulässigen Traglast entsprechen.
[0037] Die Steuerung 17 bildet einen iterativen Prozess ab, bei dem sich der Füllgrad des
Greifers 2 an die Traglastkurve angleicht. Beginnend mit einer Überlastabschaltung
aufgrund einer zu hohen Last im Greifer 2, werden Ausladung a und Traglast gespeichert.
Bei erneutem Eindringen des Greifers 2 in das Schüttgut 14 werden dessen Halteseile
12 entsprechend der Ausladung a mit einem vorgewählten Betrag auf Zug belastet, um
ein weniger tiefes Eindringen des Greifers 2 in das Schüttgut 14 aufgrund des Eigengewichts
zu erreichen. Auf diese Weise nimmt der Greifer 2 weniger Material auf und der Kran
1 kann je nach Größe des vorgewählten Betrages ohne Überlastabschaltung betrieben
werden. Da das Eindringen des Greifers in das Material von verschiedenen Faktoren
abhängig ist, erfolgt bei jedem Greifvorgang eine erneute Berechnung des vorgewählten
Betrags.
[0038] Während des Umschlagbetriebes werden in der Steuerung 17 an Hand der in der Krandatenbank
21 protokollierten Daten zu dem aktuellen Umschlagbetrieb über Anzahl der Überlastabschaltungen
und die Anzahl der Lastzyklen Tendenzen gebildet. Ergeben diese Tendenzen eine Häufigkeit
von Überlastabschaltungen, die einen vorgewählten Wert bezogen auf die Lastzyklen
übersteigt, wird in der Steuerung 17 der Zugkraft-SOLL-Wert Fsoll erhöht. Diese Tendenzen
können auf eine Überschreitung der maximal zulässigen Traglast für die gegebene Ausladung
a bezogen sein, so dass eine Erhöhung des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll bereits bei einer
oder mehreren Überschreitungen der maximal zulässigen Traglast innerhalb einer vorgegebenen
Anzahl von Lastspielen erfolgen kann, ohne dass es bereits zu Überlastabschaltungen
gekommen ist. Sollte diese Erhöhung nicht ausreichen, da die Häufigkeit von Überlastabschaltungen
beziehungsweise der Überschreitungen der maximal zulässigen Traglast, die einen vorgewählten
Wert bezogen auf die Lastzyklen übersteigt, immer noch gegeben ist, erfolgt eine weitere
Erhöhung des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll. Im Ergebnis wird somit der Zugkraft-SOLL-Wert
Fsoll hoch inkrementiert, bis die Häufigkeit von Überlastabschaltungen beziehungsweise
der Überschreitungen der maximal zulässigen Traglast, den vorgewählten Wert bezogen
auf die Lastzyklen nicht mehr übersteigt.
[0039] Ergibt sich während des Umschlagbetriebes aus den in der Steuerung 17 gebildeten
Tendenzen eine Häufigkeit von Überlastabschaltungen beziehungsweise von Überschreitungen,
die einen vorgewählten Wert bezogen auf die Lastzyklen nicht erreicht, also mit anderen
Worten entsprechende Unterschreitungen, wird in der Steuerung der Zugkraft-SOLL-Wert
Fsoll erniedrigt. Sollte diese Erniedrigung nicht ausreichen, da die Häufigkeit von
Überlastabschaltungen einen vorgewählten Wert bezogen auf die Lastzyklen noch nicht
erreicht, erfolgt eine weitere Erniedrigung des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll. Im Ergebnis
wird somit der Zugkraft-SOLL-Wert Fsoll runter inkrementiert, bis die Häufigkeit von
Überlastabschaltungen, den vorgewählten Wert bezogen auf die Lastzyklen erreicht.
[0040] Wie hoch die Erhöhung oder die Erniedrigung des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll in der
Steuerung 17 erfolgt und wie schnell auf die Tendenzänderung reagiert wird, ist in
der Steuerung 17 parametrierbar. Hierdurch wird die Steuerung 17 auf den Kran 1, die
Traglastkurve des Krans 1, die Schüttgutdichte, das Greifervolumen und das Greifereigengewicht
angepasst.
[0041] Der Zugkraft-SOLL-Wert Fsoll wird auch erhöht, wenn die angewählte Traglastkurve
ausreichend ausgenutzt ist. Hierdurch wird verhindert, dass die Überlastgrenzwerte
überschritten werden. Die erfolgt über eine entsprechende Fuzzy logic in der Steuerung
17. Diese Erhöhung des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll dient zusätzlich dazu, die Halteseile
12 ausreichend am Ende des Schließvorgangs des Greifers 2 vorzuspannen, damit bei
nahezu geschlossenem Greifer 2 die Last auf alle vier Seile 12, 13 aufgeteilt ist
und somit keine "Tot-Zeit" beim Anheben des Greifers 2 entsteht.
[0042] Außerdem erfolgt eine automatische Anpassung der Zugkraft-SOLL-Werte Fsoll zur Berücksichtigung
der freien Seillänge I der Halte- und Schließseile 12, 13. Die Zugkraft-SOLL-Werte
Fsoll werden proportional in Abhängigkeit der Seillänge I bei größer werdender Seillänge
I erhöht und bei kleiner werdender Seillänge I erniedrigt. Diese proportionale Anpassung
der Zugkraft-SOLL-Werte Fsoll führt zu einem Ausgleich der Zugkräfte, die durch das
Eigengewicht der Halte- und Schließseile 12, 13 zustande kommt.
[0043] Eine weitere automatische Anpassung der Zugkraft-SOLL-Werte Fsoll erfolgt bei Änderung
der Ausladung und somit einer Veränderung der maximal zulässigen Traglast.
[0044] Auch ist die Möglichkeit vorgesehen, dass der Kranfahrer manuell einen Zugkraft-SOLL-Wert
Fsoll in die Steuerung 17 eingibt, der dann als Startwert für die Steuerung 17 gespeichert
und verwendet wird. Dieser manuelle Wert unterstützt den Kranfahrer, wenn schwere
Lasten umgeschlagen werden sollen, indem der Zugkraft-SOLL-Wert Fsoll vorab auf ein
Wert vorgesteuert wird, ohne vorher die Überlast-Tendenz beziehungsweise von Überschreitungs-Tendenz
zu bestimmen.
[0045] In Bezug auf die Auswertung der Tendenzen in der Steuerung 17, die zu einer Berechnung
des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll führt, ist vorgesehen, dass diese unter Berücksichtigung
der Traglastkurve mit dem ersten Traglastbereich I, dem ersten Traglastunterbereich
II1, dem zweiten Traglastunterbereich II2, dem dritten Traglastunterbereich II3 und
dem vierten Traglastunterbereich II4 erfolgt. In dem ersten Traglastbereich I ist
die maximal zulässige Last nicht abhängig von der Ausladung. Eine Korrektur des Zugkraft-SOLL-Werts
Fsoll erfolgt somit nicht. Der nicht lineare zweite Traglastbereich II ist in die
Traglastunterbereich II1, II2, II3 und II4 aufgeteilt. In der Steuerung 17 werden
die ermittelten Tendenzen den verschiedenen Traglast- bzw. -unterbereichen I, II1,
II2, II3 und II4 zugeordnet. Somit kann eine optimalen Füllung des Greifers 2 in Abhängigkeit
von der Ausladung schneller erreicht werden. Die ist nützlich, wenn beispielsweise
der Kran 1 zwischen verschiedenen Schiffsluken eines Schiffes 15 wechselt. Der Kran
1 arbeitet somit immer bereits beim ersten Lastzyklus mit der maximalen zulässigen
Last ohne ungewollte
Überlastabschaltungen.
[0046] In der Steuerung 17 werden die einzelnen Erhöhungen beziehungsweise Erniedrigungen
des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll zusammen addiert und an den Zugkraftregler 18 übermittelt.
[0047] Um die Steuerung 17 an den Kran 1, die Traglastkurve des Krans 1, die Schüttgutdichte,
das Greifervolumen und das Greifereigengewicht anzupassen, kann die Steuerung 17 mit
den folgenden Werten parametriert werden:
- Anzahl an Lastzyklen bis eine Erhöhung des Zugsollwertes durchgeführt wird (Default
= 1,0) Beispiel: Ist 1,0 vorgegeben, wird der Sollwert erhöht, wenn eine Überlastabschaltung
erfolgt.
- Wert für die prozentuale Erhöhung des Zugsollwertes (Default = 5,0)
- Anzahl an Lastzyklen bis eine Reduzierung des Zugsollwertes durchgeführt wird (Default
= 2,0), Beispiel: Ist 2,0 vorgegeben wird der Zugsollwert reduziert, wenn ein zweiter
Lastzyklus mit einem Füllgrad kleiner 80% erfolgt.
- Wert für die prozentuale Reduzierung des Zugsollwertes (Default = 3,0)
[0048] Diese Werte werden im Rahmen einer Inbetriebnahme des Krans 1 mit verschiedenen Greifern
2 eingeben. Auch werden im Rahmen der Inbetriebnahme des Krans 1 für verschiedene
Greifer 2 oder zumindest für den leichtesten Greifer 2 jeweils ein Grund-Zugkraft-SOLL-Wert
ermittelt, der bei einem Wechsel auf einen Greifer manuell als Anfangswert in die
Steuerung 17 eingeben werden. Während der Inbetriebnahme erfolgt eine Optimierung
der Parameter, um schnell ein optimales Füllverhalten des Greifers 2 zu erreichen.
Werden beispielsweise sehr große und sehr schwere Greifer eingesetzt, wird der Zugkraft-SOLL-Werts
Fsoll in % des Nennmoments des Elektromotors 19 so eingestellt, dass der Greifer 2
gar nicht mehr in das Schüttgut 14 einsackt. Der Elektromotor 19 bringt dann ein so
hohes Drehmoment auf, dass das Greifergewicht gehalten wird.
[0049] Nach der Inbetriebnahme wird geprüft, ob sich die Einstellungen in der Praxis bewähren
und gegebenenfalls angepasst.
[0050] Für den Fall, dass Überlastabschaltungen auftreten, muss nach ca. 3 aufeinander folgenden
Abschaltungen die Häufigkeit der Abschaltung durch Veränderung der Parameter oder
durch manuelle Vorgabe des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll reduziert werden. Innerhalb der
Steuerung 17 sind die Parameter, die Einfluss auf die Veränderung des Zugkraft-SOLL-Werts
Fsoll haben, einstellbar. Eine Einstellung erfolgt im Rahmen einer Inbetriebnahme
des Krans in Abhängigkeit von dem Kran und der eingesetzten Greifer. Da das Ziel der
erfindungsgemäßen Steuerung 17 ein optimale Füllung des Greifers 2 mit Schüttgut 14
ist, wird jeder optimierte Umschlagvorgang bei etwa 100% der zulässigen Traglast also
in der Nähe einer Überlast erfolgen, so dass es durch das inkrementale Erhöhen und
Erniedrigen des Zugkraft-SOLL-Werts Fsoll zwar immer noch zu Überlastabschaltungen
aber mit einer signifikant verminderten Häufigkeit kommt. Im Rahmen des Umschlagbetriebs
werden bezogen auf die Lastspiele pro Stunde 10% Überlastabschaltungen als nicht störend
und im Rahmen der vorliegenden Steuerung 17 als gutes Steuerungsergebnis angesehen.
Dies bedeutet bei beispielsweise 50 bis 60 Lastspielen pro Stunde, dass 5 bis 6 Überlastabschaltungen
weiterhin auftreten können. Hierbei wird eine Überlastabschaltung auch als Lastspiel
gezählt. Ohne die erfindungsmäße Steuerung 17 können Überlastabschaltungen bis zu
über 50% der Lastspiele pro Stunde auftreten, insbesondere wenn der Kran in Bezug
auf ein schweres Schüttgut 14 mit einem in Bezug auf die Schüttgutdichte zu großen
Greifer 2 eingesetzt wird.
[0051] Jede Überlastabschaltung verursacht eine längere Zykluszeit im Betrieb, welche sich
negativ auf die Umschlagleistung auswirkt. Durch die erfindungsgemäße Steuerung 17
wird mit der Zeit auch der Greifer 2 immer ganz voll, auch wenn an verschiedenen Lastluken
gearbeitet wird, da der Greifer immer in Abhängigkeit der Ausladung a automatisch
ausgelastet wird und das ohne Eingriff des Kranfahrers.
[0052] Da die in den Halteseilen 12 wirkenden Zugkräfte proportional zu einem an der Seiltrommel
für die Halteseile 12 anliegenden Moment sind, das der Elektromotor 19 aufbringt,
umfasst die vorstehend beschriebene Erfindung nicht nur eine Ermittlung und Regelung
von Zugkräften, sondern auch von entsprechenden Momenten.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Hafenmobilkran
- 2
- Greifer
- 2a
- Schale
- 3
- Standsockel
- 4
- Oberwagen
- 5
- Turm
- 6
- Ausleger
- 6a
- Auslegerspitze
- 7
- Schwimmponton
- 8
- Hubwerk
- 9
- Gegengewicht
- 10
- Rollenkopf
- 11
- Wippwerk
- 12
- Halteseile
- 13
- Schließseile
- 14
- Schüttgut
- 15
- Schiff
- 16
- Hebelmechanik
- 17
- Steuerung
- 18
- Zugkraftregler
- 19
- Elektromotor
- 20
- Lastmomentbegrenzung
- 21
- Krandatenbank
- 22a
- Seillängenmodul
- 22b
- Traglastkurvenmodul
- 22c
- Startwertmodul
- 22d
- Tendenzmodul
- a
- Ausladung
- d
- Drehachse
- h
- Richtung Heben
- l
- freie Seillänge
- s
- Richtung Senken
- w
- Wippwinkel
- Fist
- Zugkraft-IST-Wert
- FLast
- Lastkraft
- Fsoll
- Zugkraft-SOLL-Wert
- G
- Gerade
- I
- erster Traglastbereich
- II
- zweiter Traglastbereich
- II1
- erster Traglastunterbereich
- II2
- zweiter Traglastunterbereich
- II3
- dritter Traglastunterbereich
- II4
- vierter Traglastunterbereich
- S
- Seilrichtung
- V
- Vertikale
- W
- Wippachse
1. Verfahren zum Füllen eines Greifers (2) für Schüttgut (14), der an Halteseilen (12)
aufgehängt ist, von einem Kran (1) über eine Steuerung (17) angehoben und abgesenkt
wird und der während des Schließens und Füllens mit seinem Eigengewicht auf das Schüttgut
(14) einwirkt, wobei über die Steuerung (17) ein Füllgrad des Greifers (2) mittels
einer Verringerung der Wirkung des Eigengewichts des Greifers (2) auf das Schüttgut
(14) beeinflusst wird, indem eine in den Halteseilen (12) wirkende Zugkraft beeinflusst
wird, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuerung (17) für die Halteseile (12) ein Zugkraft-SOLL-Wert (Fsoll) bestimmt
wird, der Zugkraft-SOLL-Wert (Fsoll) als Eingangsgröße an einen Zugkraftregler (18)
ausgegeben wird, von dem Zugkraftregler (18) ein Elektromotor (19) zum Heben und Senken
des Greifers (2) gesteuert wird und dem Zugkraftregler (18) ein ermittelter Zugkraft-IST-Wert
(Fist) der Halteseile (12) als Eingangsgröße zugeführt wird, wobei in der Steuerung
(17) über ein Tendenzmodul (22d) an Hand von Verläufen von ermittelten Traglasten
ein Zeitpunkt einer Änderung des Zugkraft-SOLL-Werts (Fsoll) und eine Schrittweite
einer Änderung des Zugkraft-SOLL-Werts (Fsoll) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über das Tendenzmodul (22d) der Zugkraft-SOLL-Wert (Fsoll) erhöht wird, wenn die
Häufigkeit von Überlastabschaltungen einen auf die Lastzyklen bezogenen vorgewählten
Wert übersteigt und/oder wenn die Häufigkeit von Überschreitungen der maximal zulässigen
Traglast einen auf die maximal zulässige Traglast für eine gegebene Ausladung (a)
vorgewählten Wert übersteigt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass über das Tendenzmodul (22d) der Zugkraft-SOLL-Wert (Fsoll) erniedrigt wird, wenn
die Häufigkeit von Überlastabschaltungen einen auf die Lastzyklen bezogenen vorgewählten
Wert unterschreitet und/oder wenn die Häufigkeit von Überschreitungen der maximal
zulässigen Traglast einen auf die maximal zulässige Traglast für eine gegebene Ausladung
(a) vorgewählten Wert unterschreitet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass über den Kran (1) mittels der Steuerung (17) der Greifer (2) während des Schließens
und Füllens mit dem in einer Richtung Heben (h) gerichteten Zugkraft IST-Wert (Fist)
beaufschlagt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuerung (17) der Füllgrad des Greifers (2) aus einer nach dem Anheben des
gefüllten Greifers ermittelten Traglast (TL) und dem bekannten Eigengewicht des Greifers
(2) bestimmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (17) über ein Seillängenmodul (22a) als Eingangsgröße eine Länge (l)
eines freien Seils (12, 13) ausgehend von dem Greifer (2) und in der Richtung Heben
(h) zugeführt wird, in der Steuerung (17) bei der Berechnung des Füllgrads des Greifers
(2) dem Eigengewicht des Greifers (2) auch ein Eigengewicht des freien Seils (12,
13) zugerechnet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (17) über ein Traglastkurvenmodul (22b) als Eingangsgröße für den Kran
(1) eine maximal zulässige Traglast in Abhängigkeit von einer Ausladung des Greifers
(2) zugeführt wird.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuerung (17) iterativ der Zugkraft-SOLL-Wert (Fsoll) anhand der Eingangsgrößen
aus dem Traglastkurvenmodul (22b), dem Seillängenmodul (22a) und der ermittelten Traglast
(TL) erniedrigt beziehungsweise erhöht wird, bis der Füllgrad des Greifers (2) im
Bereich von 100% liegt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die Steuerung (17) über ein Startwertmodul (22c) als Eingangsgröße manuell ein
Zugkraft-SOLL-Wert (Fsoll) als Startgröße eingegeben wird.
10. Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 für einen Kran (1) mit
einem Greifer (2), der über Halteseile (12) und Schließseile (13) angehoben, abgesenkt,
geöffnet und geschlossen wird.
1. Method for filling a gripper (2) for bulk material (14), said gripper being suspended
on holding cables (12), raised and lowered by a crane (1) via a controller (17) and
acting on the bulk material (14) with its own weight during the closing and filling
procedure, wherein by reducing the effect of the weight of the gripper (2) on the
bulk material (14), a fill degree of the gripper (2) is influenced via the controller
(17) in that a tensile force acting on the holding cables (12) is influenced, characterised in that a tensile force TARGET value (Fsoll) is determined for the holding cables (12) via
the controller (17), the tensile force TARGET value (Fsoll) is output to a tensile
force controller (18) as an input variable, an electric motor (19) for lifting and
lowering the gripper (2) is controlled by the tensile force controller (18) and an
ascertained tensile force ACTUAL value (Fist) of the holding cables (12) is supplied
to the tensile force controller (18) as an input variable, wherein a time of a change
in the tensile force TARGET value (Fsoll) and an increment of a change in the tensile
force TARGET value (Fsoll) is supplied in the controller (17) via a tendency module
(22d) with reference to progressions of ascertained working loads.
2. Method as claimed in claim 1, characterised in that the tensile force TARGET value (Fsoll) is increased via the tendency module (22d)
if the frequency of overload cut-offs exceeds a preselected value related to the load
cycles and/or if the frequency at which the maximum permissible working load is exceeded
exceeds a value preselected in relation to the maximum permissible working load for
a given working radius (a).
3. Method as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the tensile force TARGET value (Fsoll) is decreased via the tendency module (22d)
if the frequency of overload cut-offs is less than a preselected value related to
the load cycles and/or if the frequency at which the maximum permissible working load
is exceeded is less than a value preselected in relation to the maximum permissible
working load for a given working radius (a).
4. Method as claimed in any one of claims 1 to 3, characterised in that during the closing and filling procedure the gripper (2) is influenced with the tensile
force ACTUAL value (Fist), which is directed in a direction of lifting (h), via the
crane (1) by means of the controller (17).
5. Method as claimed in any one of claims 1 to 4, characterised in that in the controller (17) the fill degree of the gripper (2) is determined from a working
load (TL), which is ascertained after the filled gripper is raised, and the known
weight of the gripper (2).
6. Method as claimed in claim 5, characterised in that that a length (l) of a free cable (12, 13) starting from the gripper (2) and in the
direction of lifting (h) is supplied as an input variable to the controller (17) via
a cable length module (22a), and in the controller (17) a weight of the free cable
(12, 13) is also assigned to the weight of the gripper (2) during the calculation
of the fill degree of the gripper (2).
7. Method as claimed in any one of claims 1 to 6, characterised in that in dependence upon a working radius of the gripper (2) a maximum permissible working
load is supplied to the controller (17) via a working load curve module (22b) as an
input variable for the crane (1).
8. Method as claimed in claims 5 to 7, characterised in that in the controller (17) the tensile force TARGET value (Fsoll) is iteratively decreased
or increased using the input variables from the working load curve module (22b), the
cable length module (22a) and the ascertained working load (TL), until the fill degree
of the gripper (2) is in the region of 100%.
9. Method as claimed in any one of claims 1 to 8, characterised in that a tensile force TARGET value (Fsoll) as a start variable is manually input into the
controller (17) via a start value module (22c) as an input variable.
10. Use of a method as claimed in any one of claims 1 to 9 for a crane (1) comprising
a gripper (2) which is raised, lowered, opened and closed by means of holding cables
(12) and closing cables (13).
1. Procédé de remplissage d'un dispositif de préhension (2), destiné à un matériau en
vrac (14), qui est suspendu à des câbles de retenue (12), qui est soulevé et abaissé
par une grue (1) par le biais d'un dispositif de commande (17) et qui agit par son
propre poids sur le matériau en vrac (14) pendant la fermeture et le remplissage,
le degré de remplissage du dispositif de préhension (2) étant influencé par le dispositif
de commande (17) par réduction de l'effet du propre poids du dispositif de préhension
(2) sur le matériau en vrac (14) en raison de l'influence exercée sur une force de
traction agissant dans les câbles de retenue (12), caractérisé en ce qu'une valeur de consigne de force de traction (Fconsigne) est déterminée par le dispositif
de commande (17) destiné aux câbles de retenue (12), en ce que la valeur de consigne de force de traction (Fconsigne) est délivrée en tant que grandeur
d'entrée à un régulateur de force de traction (18), en ce qu'un moteur électrique (19) est commandé par le régulateur de force de traction (18)
pour soulever et abaisser le dispositif de préhension (2) et en ce que la valeur réelle de force de traction déterminée (Fréelle) des câbles de retenue
(12) est délivrée en tant que grandeur d'entrée au régulateur de force de traction
(18), dans lequel l'instant d'une variation de la valeur de consigne de force de traction
(Fconsigne) et un pas de progression d'une variation de la valeur de consigne de force
de traction (Fconsigne) sont fournis au dispositif de commande (17) par le biais d'un
module de sens (22d) sur la base de l'allure des charges maximales déterminées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur de consigne de force de traction (Fconsigne) est augmentée par le module
de sens (22d) lorsque la fréquence des arrêts de surcharge devient supérieure à une
valeur présélectionnée liée aux cycles de charge et/ou lorsque la fréquence des dépassements
de la charge maximale admissible devient supérieure à une valeur présélectionnée liée
la charge maximale admissible pour une portée donnée (a).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la valeur de consigne de la force de traction (Fconsigne) est réduite par le module
de sens (22d) lorsque la fréquence des arrêts de surcharge devient inférieure à une
valeur présélectionnée liée aux cycles de charge et/ou lorsque la fréquence des dépassements
de la charge maximale admissible devient inférieure à une valeur présélectionnée liée
la charge maximale admissible pour une portée donnée (a).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la valeur réelle de force de traction (Fréelle), orientée dans le sens de levage
(h), est appliquée sur le dispositif de préhension (2) au cours de la fermeture ou
du remplissage sur la grue (1) au moyen du dispositif de commande (17).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le degré de remplissage du dispositif de préhension (2) est déterminé dans le dispositif
de commande (17) à partir d'une charge maximale (TL), déterminée après le soulèvement
de la charge du dispositif de préhension rempli, et du propre poids connu du dispositif
de préhension (2).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la longueur (l) d'un câble libre (12, 13), à partir du dispositif de préhension (2)
et dans le sens de levage (h), est amenée en tant que grandeur d'entrée au dispositif
de commande (17) par le biais d'un module de longueur de câble (22a), et en ce que le propre poids du câble libre (12, 13) est également ajouté au propre poids du dispositif
de préhension (2) dans le dispositif de commande (17) lors du calcul du degré de remplissage
du dispositif de préhension (2).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une charge maximale admissible est amenée au dispositif de commande (17), en fonction
de la portée du dispositif de préhension (2), en tant que grandeur d'entrée pour la
grue (1) par le biais d'un module de courbe de charge maximale (22b).
8. Procédé selon les revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la valeur de consigne de force de traction (Fconsigne) est abaissée ou augmentée
de manière itérative dans le dispositif de commande (17) sur la base des grandeurs
d'entrée provenant du module de courbe de charge (22b), du module de longueur de câble
(22a) et la charge maximale détectée (TL) jusqu'à ce que le degré de remplissage du
dispositif de préhension (2) soit de l'ordre de 100%.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une valeur de consigne de force de traction (Fconsigne), utilisée comme valeur de
départ, est entrée en tant que grandeur d'entrée dans le dispositif de commande (17)
par le biais d'un module de valeur de départ (22c).
10. Utilisation d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 9, pour une grue (1) comportant
un dispositif de préhension (2) qui est soulevé, abaissé, ouvert et fermé par des
câbles de retenue (12) et des câbles de fermeture (13).