[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Abdichtband für den Gebäudebau, und
insbesondere ein Abdichtband zum Verschließen, Verkleben und Abdichten von Fugen im
Hausbau, und insbesondere von Fugen in Ecken und Kanten. Derartige Abdichtbänder,
insbesondere Klebebänder sind aus dem Stand der Technik bekannt. Diese dienen insbesondere
zum Abdichten von Fugen zwischen Fenstern und Türrahmen und den entsprechenden Kanten
der jeweiligen Wandöffnung. Beim Einsatz dieser Bänder ist es erforderlich, dass einerseits
die Bänder auf einem unterschiedlichen Grund gut haften und zum anderen eine leichte
Anbringung des Bandes an den jeweiligen Oberflächen möglich ist. Weiterhin ist es
auch denkbar, derartige Bänder zum Abdichten von Fugen zwischen Bauelementen zu verwenden,
beispielsweise in Ecken und zwischen Gebäude-Außenwänden. Ziel ist es dabei, die jeweiligen
Fugen luftdicht und auch permanent zu verschließen und insbesondere die Fugen luftdicht
und dampfdiffusionshemmend auf der warmseitigen Luftdichtheitsebene und dampfdiffusionsoffen,
wind- und schlagregendicht auf der kaltseitigen winddichtheitsebene permanent zu verschließen.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind diverse Bänder bekannt. So beschreibt die
WO 02/092930 ein selbstklebendes Band zum Abdichten von Fugen im Gebäudebau. Dieses Band weist
eine Vielzahl von Löchern auf, durch welche hindurch Material, wie beispielsweise
Verputzung, treten kann.
[0003] Allerdings weist dieses Band den Nachteil auf, dass es nur eine relativ geringe Flexibilität,
insbesondere auf unebenen Oberflächen, aufweist.
[0004] Dabei kann der Putz durch diese Löcher hindurchdringen, sodass ein guter Verbund
zwischen dem Putz und dem Band besteht. Allerdings erfolgt ein derartiger Verbund
nur punktuell. Weiterhin ist dieses Band relativ steif und passt sich wie oben erwähnt
an unebenen Untergrund nur schlecht an. Dadurch entsteht zu dem die Gefahr von Luftkanälen.
Weiterhin weist ein derartiger punktueller Verbund den Nachteil auf, dass zu kleine
Stege diesen Verbund herstellen.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist weiterhin ein Band bekannt, welches am Rand eine Putzarmierung
aufweist. Hier entsteht ein guter Verbund zwischen dem Putz und dem Band. Allerdings
ist auch dieses Band relativ steif. Daneben wird die Putzarmierung in das obere Drittel
eines Putzes eingebracht. Daneben kann sich diese Armierung auch von dem Band lösen,
da es sich bei diesem Band um ein unhomogenes Material handelt. Schließlich ist in
diesem Fall die Durchführung eines Differenzdruck-Messverfahrens erst nach dem Verputzen
möglich.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einerseits ein Band
mit einer erhöhten Flexibilität zur Verfügung zu stellen, welches damit auch eine
Anpassung an unterschiedliche Oberflächen erlaubt sowie auch eine günstige Durchdringung
von Putz. Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen
Patentanspruchs erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Abdichtband zum Abdichten von Gebäudeelementen weist ein sich
in einer Längsrichtung des Bandes erstreckendes Trägerband und einen an dem Trägerband
angeordneten Klebeabschnitt (der beispielsweise als Selbstklebestreifen ausgebildet
sein kann) auf, der sich ebenfalls in der Längsrichtung des Abdichtbandes erstreckt.
[0008] Erfindungsgemäß ist an dem Trägerband eine Vielzahl von Vorsprüngen angeordnet, welche
sich zumindest auch in einer zur Längsrichtung senkrecht stehenden Richtung erstrecken,
wobei zwischen diesen Vorsprüngen jeweils Ausnehmungen angeordnet sind. Unter einer
Erstreckung (auch) in der zu der Längsrichtung senkrecht stehenden Richtung wird verstanden,
dass sich die Vorsprünge nicht ausschließlich in der Längsrichtung erstrecken müssen,
jedoch die Erstreckung zumindest auch eine Komponente in der zu der Längsrichtung
senkrecht stehenden Richtung aufweist (etwa schräg zu der Längsrichtung verläuft).
[0009] Dabei trennen diese Ausnehmungen bevorzugt die Vorsprünge, bzw. zwei benachbarte
Vorsprünge, vollständig voneinander. Im Gegensatz zu dem oben zitierten Stand der
Technik wird daher vorgeschlagen, anstelle von Löchern in dem Material eine Vielzahl
der besagten Vorsprünge vorzusehen. Diese können dabei - wie unten genau erläutert
- wellenartig ausgebildet sein, so dass durch die zwischen den Vorsprüngen liegenden
Ausnehmungen auch Putz treten kann. Der Vorteil dieser Ausgestaltung besteht darin,
dass ein solches Band eine höhere Flexibilität im Vergleich zu dem im Stand der Technik
bekannten Band aufweist. Hierdurch lässt sich das Band auch auf sehr unebenem Untergrund
gut verarbeiten. Daneben kann auch durch das Ankleben des Bandes, beispielsweise an
einer Mauer, das Risiko einer Beschädigung durch Folgegewebe verringert werden. Es
wäre jedoch auch denkbar, dass zusätzlich zu den Ausnehmungen auch Verbindungselemente,
wie etwa Stege vorhanden sind, welche benachbarte Vorsprünge miteinander verbinden.
[0010] Vorteilhaft verändert sich eine in der Längsrichtung verlaufende Länge der einzelnen
Vorsprünge. Dies bedeutet, dass insbesondere die Vorsprünge nicht rechteckförmig ausgebildet
sind, sondern unterschiedliche Längen bzw. in der Längsrichtung verlaufende Breiten
aufweisen. Dabei verändert sich die Länge der Vorsprünge, insbesondere bei einer Betrachtung
in der Querrichtung. So kann in Abhängigkeit von einem Abstand eines bestimmten Bereiches
des Vorsprungs von dem Trägerband, dessen Erstreckung in Längsrichtung unterschiedlich
sein. In anderen Worten ändert sich ein in der Längsrichtung verlaufender Abstand
zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen in Abhängigkeit von der Erstreckungsrichtung.
Dies bedeutet, dass auch die Ausnehmungen keine konstante Länge bzw. Breite in der
Längsrichtung aufweisen, sondern sich in Abhängigkeit von einem Abstand in der Querrichtung
zu dem Trägerband ändern.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Vorsprünge derartig gestaltet,
dass sich der Abstand zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen in Abhängigkeit von einer
Position dieses Abstands in der senkrechten Richtung, zumindest ein Mal vergrößert
und mindestens ein Mal verkleinert. Dies ist unter Bezugnahme auf die Figuren genauer
erläutert. So ist es denkbar, dass sich ausgehend von dem Trägerband der Abstand zwischen
zwei Vorsprüngen zunächst vergrößert und anschließend nach Überschreiten eines Maximums
wieder verkleinert. Damit wird vorteilhaft der Abstand bei Betrachtung - ausgehend
von dem Trägerband - zumindest einmal größer und zumindest einmal kleiner.
[0012] Durch diese Struktur kann ein besonders stabiler Halt des Abdichtbandes erreicht
werden. Vorteilhaft wird der besagte Abstand zunächst größer, anschließend kleiner
und bevorzugt anschließend noch einmal größer. Bevorzugt weist die Breite eines Vorsprungs
in der Längsrichtung des Bandes wenigstens ein (lokales) Minimum und wenigstens ein
(lokales) Maximum auf. Es wären jedoch auch andere Ausgestaltungen der Vorsprünge
denkbar.
[0013] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform stehen zwei benachbarte Vorsprünge
nur über das Trägerband miteinander in Verbindung. Dies bedeutet, dass die Ausnehmungen
zwischen den Vorsprüngen in der Querrichtung zumindest in einer Richtung geöffnet
sind. Damit handelt es sich nicht um Perforationen bzw. Löcher in dem Band. Vorteilhaft
weist das Band auch zusätzlich zu den Ausnehmungen keine Perforationen bzw. Löcher
auf.
[0014] Dies bedeutet, dass bevorzugt wenigstens eine Ausnehmung und bevorzugt alle Ausnehmungen
nach wenigstens einer Seite hin offen sind. Wie oben erwähnt können jedoch auch Verbindungsstege
zwischen benachbarten Vorsprüngen vorgesehen sein.
[0015] Bevorzugt sind die besagten Ausnehmungen dazu geeignet und bestimmt, dass Putz durch
diese hindurchtreten kann. Bevorzugt weisen die Ausnehmungen Querschnitte auf, welche
von kreisförmigen Querschnitten abweichen. Bevorzugt ist wenigstens eine Ausnehmung
durch wenigstens einen gekrümmten Randabschnitt begrenzt. Bevorzugt sind mehrere Ausnehmungen
durch wenigstens einen gekrümmten Randabschnitt begrenzt. Bevorzugt ist wenigstens
eine Ausnehmung und sind bevorzugt mehrere Ausnehmungen durch mehrere gekrümmte Wandabschnitte
begrenzt. Weiterhin wäre es auch möglich, dass die Ausnehmungen durch einen umlaufenden
Rand begrenzt sind. Daneben könnten jedoch die Ausnehmungen auch nur teilweise bzw.
durch einen nicht umlaufenden Rand begrenzt sein.
[0016] Durch diese Form der Vorsprünge, bei der es sich bevorzugt um eine "Linsenform" handelt,
wird ein guter Verbund mit dem Putz ermöglicht. Daneben ist auch ein Herausziehen
des Bandes aus dem Putz nicht mehr zerstörungsfrei möglich, wie dies unten in der
Figurenbeschreibung genauer erläutert wird.
[0017] Bevorzugt sind das Trägerband und die Vorsprünge einteilig ausgebildet. Dies bedeutet,
dass bevorzugt das Trägerband und die Vorsprünge aus einem einheitlichen Material
bestehen. Durch diese Ausbildung des Trägerbandes und der Vorsprünge aus einem homogenen
Material kann eine höhere Stabilität des Bandes in der Gesamtheit erreicht werden
und es kann auch vermieden werden, dass sich die Vorsprünge leicht von dem Trägerband
lösen. Bevorzugt weisen das Trägerband und die Vorsprünge auch eine einheitliche Dicke
auf. Bevorzugt liegt diese Dicke zwischen 0,01 mm und 2mm, bevorzugt zwischen 0,02mm
und 2mm und besonders bevorzugt zwischen 0,2mm und 2mm.
[0018] Bevorzugt ist der oben erwähnte Selbstklebestreifen in einer Querrichtung des Bandes
kürzer als das Trägerband. Dies bedeutet, dass das Trägerband beispielsweise nur in
einem Abschnitt mit einer Selbstklebeschicht beschichtet ist und ein weiterer Abschnitt
des Trägerbandes vorgesehen ist, der klebemittelfrei ausgebildet ist. Ein derartiges
Material weist eine gute Hafteigenschaft für Mauerputz auf.
[0019] Dabei können sogenannte monilithische Bahnen für das Material verwendet werden, beispielsweise
feuchteadaptive Folien und/oder Abdichtbahnen mit variablem sd-Wert. Daneben kann
ein Material zum Einsatz kommen, welches eine rauhe Oberfläche aufweist. Diese rauhe
Oberfläche kann dabei durch ein Gewirke, Gespinne oder Geflecht erreicht werden. Derartige
Materialien weisen eine dreidimensionale Struktur auf, welche zu einer hohen Verkrallungsfläche
für den Putz führen.
[0020] Bevorzugt ist weiterhin der Selbstklebestreifen von den Vorsprüngen beabstandet bzw.
durch einen mit nichtbindenden Klebemittel versehenen Mittelabschnitt getrennt. Damit
kann erreicht werden, dass das Band an Ecken oder Kanten auch ohne ein Verknittern
glatt verklebt werden kann, da der nicht klebende Mittelstreifen bewirkt, dass das
Band in eine Ecke eingedrückt werden kann, ohne das es sofort festklebt, oder sich
während des Verklebens Falten bilden. Durch eine Beabstandung der Vorsprünge bzw.
der Ausnehmungen, auch von den Mittelstreifen, kann verhindert werden, dass die Ausnehmungen
zu Undichtigkeiten führen, wenn eine abzudichtende Fuge von dem Mittelstreifen selbst
nicht überdeckt wird.
[0021] Bevorzugt wird für das Band ein Material verwendet, welches eine gute Hafteigenschaft
für Mauerputz aufweist. Genauer gesagt kann ein Material verwendet werden, welches
auf der dem Putz zugewandten Seite eine gute Hafteigenschaft für Mauerputz aufweist.
Durch das oben erwähnte offenporige Material kann auch die Verbindung zwischen dem
Mauerputz und der Trägerschicht und damit auch die Haftverbindung des Dichtbandes
an einem Untergrund erhöht werden. Daneben kann auch ein Herausbrechen bzw. Ablösen
von Mauerwerk bzw. von Teilen des Mauerputzes vermieden werden.
[0022] Das erfindungsgemäße Dichtband kann allgemein im Gebäudebau verwendet werden, d.
h. beispielsweise im Hausbau, im Verwaltungsgebäudebau, im Hochbau, und dergleichen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann an der Selbstklebeschicht eine
(abziehbare) Abdeckschicht bzw. Abdeckfolie angeordnet sein. Auf diese Weise wird
auch eine Lagerung des Materials vereinfacht, da diese Abdeckfolie erst unmittelbar
vor der Benutzung bzw. vor dem Anbringen des Abdichtbandes abgelöst wird.
[0023] Bevorzugt ist eine Fläche der Vorsprünge und der dazu benachbarten Ausnehmungen gleich
groß. So ist es möglich, dass die Ausnehmungen die gleiche Oberflächengestalt haben,
wie die Vorsprünge nur beispielsweise gegenüber diesen um 180° gedreht werden. Auf
diese Weise ist es möglich, zwei gleiche Abdichtbänder auch aneinander anzuordnen,
wobei hierbei die Vorsprünge des einen Abdichtbandes in die Ausnehmungen des anderen
Abdichtbandes eintreten bzw. eingreifen. Auch bei einer derartigen Ausgestaltung wäre
es jedoch möglich, dass die Ausnehmungen etwas größer sind als die Vorsprünge, so
dass Putz durch entsprechende Zwischenräume treten kann.
[0024] Weiterhin wäre es möglich, dass die oben erwähnte Abdeckfolie auch in der Längsrichtung
des Bandes einen Schlitz aufweist. Durch diese Vorgehensweise wird ein Ablösen dieser
Abdeckfolien erleichtert.
[0025] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der selbstklebende Abschnitt
des Bandes aus Butyl- und Synthesekautschukmischungen sowie Polyacrylaten hergestellt
sein oder Polyisobutylen aufweisen. Bevorzugt werden für den selbstklebenden Abschnitt
des Bandes Haftklebestoffe oder "pressure sensitive adhesives" verwendet, welche bei
Raumtemperatur selbstklebende Eigenschaften aufweisen.
[0026] Vorteilhaft weist wenigstens ein Vorsprung einen gekrümmten Rand auf. So kann beispielsweise
ein Vorsprung, und können bevorzugt mehrere Vorsprünge, nierenförmig ausgebildet sein.
Ein wäre jedoch auch möglich, dass die Vorsprünge geradlinig verlaufen, sich dabei
jedoch insbesondere wieder in Abhängigkeit von einer Entfernung zu dem Trägerband
erweitern bzw. verjüngen. Durch diese Ausgestaltung der Vorsprünge können Scherkräfte
im Putz besser übertragen werden. Dies wird ebenfalls unter Bezugnahme auf die Figuren
erläutert.
[0027] Bevorzugt ist das Trägerband (abgesehen von den Ausnehmungen zwischen den Vorsprüngen)
lochfrei ausgebildet. Insbesondere kann dabei derjenige Abschnitt, des Trägerbandes,
an dem die Vorsprünge angeordnet sind, lochfrei ausgebildet sein.
[0028] Bevorzugt weist ein Begrenzungsrand der Vorsprünge wenigstens abschnittsweise einen
gekrümmten Verlauf auf. So weisen die Vorsprünge bevorzugt keine Ecken auf und weisen
besonders bevorzugt einen vollständig gekrümmten Verlauf auf.
[0029] Bevorzugt kann als Material des Bandes ein PP-Spinnvlies verwendet werden. Ein derartiges
Material ist sehr gut überputzbar. Daneben können jedoch auch andere Arten von Vliesen
verwendet werden. Als Materialien kommen neben PP etwa auch PE, PET, Acrylat und dergleichen
in Betracht. Durch den Einsatz des erfindungsgemäßen Abdichtbandes kann ein Produktionsausfall
beispielsweise durch ein fehlerhaftes oder unzureichendes Anbringen des Bandes verhindert
werden.
[0030] Daneben weist das erfindungsgemäße Abdichtband eine bessere Verankerung in einen
Putz auf, da wie oben erwähnt, durch den Wellenschnitt die Scherkräfte im Putz besser
übertragen werden können. Das hier beschriebene Abdichtband kann auch bei Renovierungen
im Bereich von Holzbauten bzw. von Holzanker-Bauweisen Anwendung finden.
[0031] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Klebeabschnitt durch einen
wenigstens abschnittsweise auf einem Träger angeordneten Klebstoff ausgebildet. Dabei
ist es denkbar, dass der Klebstoff vollflächig auf dem Träger angeordnet ist. Es wäre
jedoch auch denkbar und bei einigen Anwendungen vorteilhaft, wenn der Klebstoff nur
abschnittsweise, beispielsweise streifenweise oder punktweise (oder in der Art einer
Rasterbeschichtung) aufgebracht ist. So könnte der Klebstoff beispielsweise vollflächig
aber nicht deckend auf dem Dichtband bzw. dem Träger angeordnet sein. Bevorzugt ist
der Klebeabschnitt durch ein zweiseitig mit einem Klebstoff beschichtetes Klebeband
ausgebildet, wobei bevorzugt auf wenigstens einer der beiden Seiten der Klebstoff
auch nur abschnittsweise aufgebracht sein kann.
[0032] In bestimmten Anwendungsfällen kann es gewünscht sein, dass der Anwender das Band
mittels beliebiger geeigneter Masse wie z.B. Silikon, Polyurethan, MS-Polymer, Synthesekautschuk
usw. anbringen will. Diese Substanzen können dabei beispielsweise aus Kartuschen,
Schlauchbeuteln oder anderen Gebinden auf die Untergründe bzw. Fügepartner aufgebracht
werden. Das Dichtband selbst weist in diesen Fällen beispielsweise (lediglich) einen
selbstklebenden Streifen auf, der als Montagehilfe des Bandes dient (insbesondere
um dieses an einer Fügefläche anzubringen).
[0033] Wenn das Abdichtband selbstklebende Zonen aufweist, können diese in unterschiedlicher
Weise ausgebildet sein. So wäre es beispielsweise möglich, dass sich lediglich ein
Streifen (zur Montage an einem Fensterrahmen) an dem Abdichtband befindet. Das andere
Ende des Abdichtbandes könnte in diesem Fall mit einem zusätzlichen Klebstoff, etwa
einem Kartuschenkleber an das Mauerwerk angeklebt werden.
[0034] Die oben erwähnte abschnittsweise Beschichtung mit dem Klebstoff kann angewandt werden,
um den sd-Wert des Abdichtbandes zu reduzieren / erniedrigen. Daneben könnte auch
eine lediglich randseitige Klebebeschichtung vorgesehen sein, etwa eine an den Rändern
verlaufende Klebeschicht oder eine bezüglich einer Oberseite und/oder einer Unterseite
des Abdichtbandes angeordnete Beschichtung in Form von diagonal versetzten Streifen.
[0035] Daneben wäre es möglich, dass die oben erwähnte doppelseitige Beschichtung auf den
beiden Seiten unterschiedlich ausgebildet ist. So wäre es denkbar, dass eine auf der
dem Mauerwerk zugewandten Seite des Bandes befindliche Beschichtung vollflächig ausgebildet
ist und auf der gegenüberliegenden Seite nur eine schmale Klebezone oder etwa ein
streifen- oder raupenförmiger ausgebildet ist. Auch wäre es denkbar, dass unterschiedliche
Klebstoffe für die jeweiligen Beschichtungen eingesetzt werden. So könnten beispielsweise
Butylkautschukmischungen auf der dem Mauerwerk zugewandten Seite eingesetzt werden
und/oder Polyacrylat-Klebstoffe auf der den Fügeflächen zugewandten Seite insbesondere
wenn diese Fügeflächen aus Holz, Kunststoff oder Metall bestehen oder diese Materialien
aufweisen.
[0036] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Figuren:
[0037] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Abdichtbandes;
- Fig. 2
- eine Detail-Darstellung der Vorsprünge und Ausnehmungen des Bandes;
- Fig. 3
- eine Einbau-Situation eines erfindungsgemäßen Abdichtbandes;
- Fig. 4
- eine Darstellung zweier aneinander angeordneter Abdichtbänder;
- Fig. 5
- eine Darstellung zur Veranschaulichung der einzelnen Längen bzw. Breiten;
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abdichtbandes.
[0038] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Abdichtbandes
1. Dieses Abdichtband 1 erstreckt sich hier in seiner Längsrichtung L und kann auch
in der Längsrichtung L auf eine Wand aufgetragen werden. Das Band ist hier aus einem
einheitlichen Material hergestellt. Das Bezugszeichen 8 bezieht sich auf einen Klebeabschnitt,
d. h. einen Abschnitt, in dem ein Träger des Bandes mit einer Klebeschicht versehen
ist. Das Bezugszeichen 2 kennzeichnet ein Trägerband. An diesem Trägerband 2 ist eine
Vielzahl von schematisch dargestellten Vorsprüngen 12 angeordnet und zwischen diesen
Vorsprüngen liegen Ausnehmungen 14. Man erkennt, dass diese Ausnehmungen nach außen
hin, d. h. in der Querrichtung Q, offen sind.
[0039] Auf diese Weise ist eine hohe Flexibilität der einzelnen Vorsprünge gegenüber einander
und gegenüber dem Trägerband gewährleistet. Dies wiederum führt zu einer hohen Flexibilität
des gesamten Bereichs mit den Vorsprüngen und damit zu einer guten Anpassbarkeit an
unterschiedliche Oberflächen. Die Querrichtung Q verläuft senkrecht zu der Längsrichtung
L und stellt damit auch diejenige Richtung dar, in der sich die Vorsprünge 12 erstrecken
bzw. die Vorzugsrichtung dieser Erstreckung.
[0040] Figur 2 zeigt eine Darstellung einer Vielzahl von Vorsprüngen. Dabei ist hier das
Trägerband 2 dargestellt, an dem die einzelnen Vorsprünge 12 angeordnet sind. Die
Bereiche 12a und 12b zeigen die Hinterschneidungsbereiche der Vorsprünge, d. h. Bereiche
der Vorsprünge 12, welche die dazwischen ausliegenden Ausnehmungen 14 gewissermaßen
hinterschneiden. Falls beim Anbringen des Bandes in diesen Bereichen Putz zu liegen
kommt, hinterschneiden diese Abschnitte 12a jeweils die geputzten Bereiche. Damit
nehmen die Bereiche 12a, 12b die Kraft gegen ein Herausziehen aus dem Mauerwerk oder
dem Beton auf. Das Bezugszeichen D kennzeichnet die Breiten dieser Abschnitte 12a
und 12b. In Figur 2 sind diese Breiten unterschiedlich groß dargestellt, bevorzugt
sind diese jedoch gleich groß.
[0041] Das Bezugszeichen 10 bezieht sich auf Putz bzw. auf unter den Ausnehmungen 14 liegendes
Mauerwerk.
[0042] Die Bezugszeichen L1 und L1 a, L1 b und L1 c bezeichnen die jeweiligen Längen der
Vorsprünge im Verlauf der Gesamtlängsrichtung L. Man erkennt, dass mit zunehmendem
Abstand Q von dem Trägerband zunächst eine Länge L1 c gegeben ist, die sich dann verringert
auf eine Länge L1 b, diese wiederum ansteigt auf die Länge L1 und diese sich schließlich
verringert auf die Länge L1 a. Bei der in Figur 2 dargestellten Darstellung verlaufen
die Ränder der Ausnehmungen 12 vollständig gekrümmt. Es wäre jedoch auch möglich,
dass anstelle dessen geradlinige Verläufe vorgesehen sind.
[0043] Figur 3 zeigt eine Darstellung eines Einbaus eines erfindungsgemäßen Abdichtbandes
in ein Mauerwerk. Dabei bezeichnet das Bezugszeichen 10 das eigentliche Mauerwerk
und das Bezugszeichen 20 einen Putz. An der Unterseite des Abdichtbandes 1 ist der
Klebstoff angeordnet. Das eigentliche Abdichtband 1 befindet sich ebenfalls zwischen
dem Putz 20 und dem Mauerwerk 10. Der Klebstoff kann dabei wie oben erwähnt auch nur
abschnittsweise, wie etwa streifenweise oder in Form von Klebstoffraupen aufgetragen
sein.
[0044] Figur 4 zeigt eine Darstellung zweier Bänder 1a, 1 b, die aneinander angeordnet sind.
Aufgrund der Gestalt der einzelnen Vorsprünge 12' und 12", die flächengleich - jedoch
umgedreht - sind, ist es möglich, diese beiden Abdichtbänder 1 a und 1 b in der Art
eines Reisverschlusses aneinander zu fügen. Dies bedeutet, dass die Vorsprünge des
einen Bandes in die Ausnehmung des anderen Bandes eintreten. Mit dieser Ausgestaltung
ist es möglich, dass der Klebstoff auf dem Abdichtband nur als Montagehilfe bis zum
Einputzen dient. Wie erwähnt kann durch die Ausgestaltung der Vorsprünge bzw. die
Hinterschneidungen eine bessere Verankerung im Putz erreicht werden. Es wäre jedoch
auch möglich, dass die Vorsprünge nicht genau ineinander eintreten sondern gleichwohl
zwischen den einzelnen Vorsprüngen noch Ausnehmungen verbleiben, durch welche hindurch
sich Putz mit dem Untergrund verbinden kann. Auch wäre es denkbar, dass Putz durch
die Spalten, die jeweils zwischen Vorsprüngen gebildet werden, treten kann.
[0045] Fig. 5 zeigt eine Darstellung zur Veranschaulichung der einzelnen Längen bzw. Breiten
in Abhängigkeit von einem Abstand zu dem Trägerband 2. Man erkennt dass dieser Verlauf
ein (lokales) Minimum bzw. eine minimale Breite sowie ein Lokales Maximum bzw. eine
(lokale) maximale Breite aufweist.
[0046] Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abdichtbandes 1.
Bei dieser Ausführungsform sind die einzelnen Vorsprünge 12 mit gerade verlaufenden
Rändern 15 ausgebildet. Allerdings sind auch hier die Hinterschneidungsbereiche 12a,
12b vorgesehen, welche hier jedoch eine dreieckige Gestalt aufweisen. Auch bei der
in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform entspricht die Fläche der Vorsprünge 12 der Fläche
der zwischen diesen Vorsprüngen liegenden Ausnehmungen.
[0047] Die gestrichelte Linie in Fig. 5 zeigt den Verlauf der Breiten der Vorsprünge für
die in Fig. 6 gezeigte Ausführungsform. Es wäre jedoch auch möglich, dass die Vorsprünge
12 als geometrische Mischformen zwischen dem in Fig. 2 gezeigten gekrümmten Verlauf
und dem in Fig. 6 gezeigten geradlinigen Verlauf ausgebildet sind, etwa in Form von
gekrümmten seitlichen Abschnitten (wie in Fig. 2 gezeigt) und dem in Fig. 6 gezeigten
geradlinigen Abschnitt.
[0048] Die Anmelderin behält sich vor sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten
Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination
gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass
in den einzelnen Figuren auch Merkmale beschrieben wurden, welche für sich genommen
vorteilhaft sein können. Der Fachmann erkennt unmittelbar, dass ein bestimmtes in
einer Figur beschriebenes Merkmal auch ohne die Übernahme weiterer Merkmale aus dieser
Figur vorteilhaft sein kann. Ferner erkennt der Fachmann, dass sich auch Vorteile
durch eine Kombination mehrerer in einzelnen oder in unterschiedlichen Figuren gezeigter
Merkmale ergeben können.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Abdichtband
- 1a, 1b
- ineinandergreifende Abdichtbänder
- 2
- Trägerband
- 8
- Klebeabschnitt
- 10
- Mauerwerk
- 12
- Vorsprünge
- 12a,12b
- Hinterschneidungsbereiche
- 12', 12"
- Vorsprünge
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Rand des Vorsprungs
- 20
- Putz
- L
- Längsrichtung
- Q
- Querrichtung
- D
- Breiten der Abschnitte 12a, 12b
- L1, L1a L1b, L1c
- Längen der Vorsprünge
1. Abdichtband (1) zum Abdichten von Gebäudeelementen mit einem sich in einer Längsrichtung
(L) des Bandes erstreckenden Trägerband (2) und mit einem an dem Trägerband (2) angeordneten
Klebeabschnitt (8), der sich in der Längsrichtung des Abdichtbandes (1) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Trägerband eine Vielzahl von Vorsprüngen (12) angeordnet ist, welche sich in
einer zu der Längsrichtung (L) senkrechten Richtung (R) erstrecken, wobei zwischen
diesen Vorsprüngen jeweils Ausnehmungen (14) angeordnet sind.
2. Abdichtband (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich eine in der Längsrichtung (L) verlaufende Länge (L1) der Vorsprünge (12) verändert.
3. Abdichtband (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet dass
sich ein in der Längsrichtung (L) verlaufender Abstand (D1) zwischen zwei benachbarten
Vorsprüngen (12) in Abhängigkeit von der Erstreckungsrichtung (R) ändert.
4. Abdichtband (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich der Abstand (D1) zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen (12) in Abhängigkeit
von einer Position dieses Abstands in der senkrechten Richtung zumindest einmal vergrößert
und zumindest einmal verkleinert.
5. Abdichtband (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei benachbarte Vorsprünge nur über das Trägerband miteinander in Verbindung stehen.
6. Abdichtband (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerband und die Vorsprünge einteilig ausgebildet sind.
7. Abdichtband (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Vorsprung (12) und eine diesem Vorsprung benachbarte Ausnehmung (14)
im Wesentlichen flächengleich sind.
8. Abdichtband (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerband lochfrei ausgebildet ist.
9. Abdichtband (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Begrenzungsrand der Vorsprünge wenigstens abschnittsweise einen gekrümmten Verlauf
aufweist.
10. Abdichtband (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Selbstklebestreifen (8) durch einen wenigstens abschnittsweise auf einem Träger
angeordneten Klebstoff ausgebildet ist.