[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein hydraulisches Hubmodul gemäß dem Oberbegriff
des unabhängigen Anspruchs 1.
[0002] Hydraulische Hubmodule werden z. B. in Flurförderfahrzeugen, wie Gabelstapler und
dergleichen, Hubgerüsten, Arbeitsfahrzeugen oder dergleichen eingesetzt.
[0003] Aus der Druckschrift
EP 2058270 A1 ist eine elektrohydraulische Hubvorrichtung für batteriebetriebene Flurförderfahrzeuge
bekannt, die einen Hubzylinder, der zum Heben aus einer von einem Motor angetriebenen
Pumpe über ein in einem Hebestrang angeordnetes Hebeventil beaufschlagbar ist, und
ein in einem Senkstrang angeordnetes Senkventil aufweist, wobei der Senkstrang über
ein 3/2-Wegeventil mit einer zum Tank führenden Ablassleitung verbunden ist. Weiterhin
ist in der Ablassleitung eine Druckwaage angeordnet, die in Durchgangsrichtung von
einer Regelfeder von dem Tankdruck und in Abdrosselrichtung von dem Ausgangsdruck
des 3/2-Wegeschaltventils beaufschlagt wird.
[0004] Angesichts bekannter Hubmodule ist es wünschenswert, ein hydraulisches Hubmodul bereitzustellen,
das geringere Produktionskosten und einen kompakteren Aufbau ermöglicht, wobei das
Hubmodul zuverlässig Hebe- und Senkfunktion bereitstellt.
[0005] Probleme und Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden gelöst mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0006] In einem Aspekt der Erfindung wird ein hydraulisches Hubmodul zum Betätigen eines
Hydroverbrauchers, insbesondere eines Hubzylinders, bereitgestellt, wobei das Hubmodul
ausgangsseitig einen Verbraucheranschluss zur Verbindung mit dem Hydroverbraucher
und einen Tankanschluss zur Verbindung mit einem Tank und eingangsseitig einen Versorgungsanschluss
zur Verbindung mit einer Pumpe oder einem Druckspeicher aufweist. Der Versorgungsanschluss
ist mit dem Verbraucheranschluss über eine Hauptleitung verbunden, in der ein erstes
Wegeventil, das an dem Versorgungsanschluss angeordnet ist, und ein zweites Wegeventil,
das an dem Verbraucheranschluss angeordnet ist, in Reihe geschaltet sind. Erfindungsgemäß
ist zwischen dem ersten und zweiten Wegeventil von der Hauptleitung eine mit dem Tankanschluss
verbundene Zweigleitung abgezweigt, in der ein drittes Wegeventil angeordnet ist,
wobei sich in einem Hebebetrieb oder einem Senkbetrieb des hydraulischen Hubmoduls
das erste Wegeventil und das zweite Wegeventil in einer Durchlassstellung und das
dritte Wegeventil in einer Absperrstellung befinden, und wobei sich im Senkbetrieb
oder Hebebetrieb des hydraulischen Hubmoduls das zweite Wegeventil und das dritte
Wegeventil in einer Durchlassstellung und das erste Wegeventil in einer Absperrstellung
befinden. Dadurch wird mittels des zweiten Wegeventils ein in der Hauptleitung vor
dem Verbraucheranschluss, und damit im Betrieb vor einem an dem Verbraucheranschluss
angeschlossenen Hydroverbraucher, angeordnetes Wegeventil sowohl für den Hebebetrieb,
als auch für den Senkbetrieb vorgesehen. Hierdurch wird eine, gegenüber herkömmlicherweise
jeweils im Hebestrang und im Senkstrang separat eingesetzter Wegeventile für den Hebe-
und Senkbetrieb, kostengünstigere Realisierung eines Hubmoduls erreicht, das an ein
hydraulisches Hubmodul gestellte Anforderungen, wie z. B. ein redundantes Absenken,
eine Begrenzung der Senkgeschwindigkeit usw., erfüllt. Weiterhin erlaubt das erfindungsgemäß
bereitgestellte Hubmodul eine einfache Anpassung an im Betrieb an das hydraulische
Hubmodul angeschlossene Hydroverbraucher, da lediglich das zweite Wegeventil hinsichtlich
seiner Eignung für Lastdrücke am Verbraucher anzupassen ist. Eine redundante Absicherung
gegenüber einem unkontrollierten Absenken wird durch das zweite und dritte Wegeventil
bereitgestellt.
[0007] In einer anschaulichen Ausführungsform sind das erste Wegeventil, das zweite Wegeventil
und das dritte Wegeventil durch eine hydraulische Vorsteuerung vorgesteuert.
[0008] In einer weiteren anschaulicheren Ausführungsform umfasst die hydraulische Vorsteuerung
eine elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung, der eingangsseitig ein zwischen dem
zweiten Wegeventil und dem Verbraucheranschluss abgegriffenes Lastdrucksignal und
ein zwischen dem ersten Wegeventil und dem Versorgungsanschluss abgegriffenes Drucksignal
gemeldet wird.
[0009] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform legt die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung
im Hebebetrieb ein erstes hydraulisches Vorsteuersignal, das aus dem Drucksignal abgeleitet
ist, an das erste und zweite Wegeventil an, so dass das erste und zweite Wegeventil
in Durchlassstellung geschaltet sind, während das dritte Wegeventil durch das erste
hydraulische Vorsteuersignal in Absperrstellung geschaltet ist, und wobei die elektrisch
gesteuerte Wegeventilanordnung im Senkbetrieb oder Hebebetrieb ein zweites hydraulisches
Vorsteuersignal, das aus dem Lastdruck abgeleitet ist, an das zweite und dritte Wegeventil
anlegt, so dass das zweite und dritte Wegeventil in Durchlassstellung geschaltet sind,
während das erste Wegeventil durch ein drittes hydraulisches Vorsteuersignal der elektrisch
gesteuerten Wegeventilanordnung in Absperrstellung geschaltet ist.
[0010] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform ist das erste Wegeventil durch ein
Vorspannelement in Absperrrichtung vorgespannt und das erste Wegeventil wird mittels
einer mit der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung verbundenen Vorsteuerleitung
durch das erste hydraulische Vorsteuersignal steuerseitig mit Druck beaufschlagt.
Die Vorsteuerleitung wird im Senkbetrieb oder Hebebetrieb über die elektrisch gesteuerte
Wegeventilanordnung zum Tank hin entlastet.
[0011] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform ist das dritte Wegeventil durch ein
Vorspannelement in Durchlassrichtung vorgespannt und über die elektrisch gesteuerte
Wegeventilanordnung im Hebebetrieb oder Senkbetrieb in Absperrrichtung mit dem ersten
hydraulischen Vorsteuersignal beaufschlagbar. Das dritte Wegeventil ist im Senkbetrieb
oder Hebebetrieb über die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung in Aufsteuerrichtung
mit dem zweiten hydraulischen Vorsteuersignal beaufschlagbar, während es absperrseitig
über die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung zum Tank entlastet ist.
[0012] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform umfasst die elektrisch gesteuerte
Wegeventilanordnung ein erstes und ein zweites 2/2-Wege-Magnetsitzventil. Das erste
2/2-Wege-Magnetsitzventil verbindet in einem ersten Ventilzustand den Versorgungsanschluss
über erste Vorsteuerleitungen mit dem ersten und zweiten Wegeventil. In einem zweiten
Ventilzustand verbindet das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil die ersten Vorsteuerleitungen
mit dem Tankanschluss. Das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil verbindet in einem dritten
Ventilzustand den Verbraucheranschluss über zweite Vorsteuerleitungen mit dem zweiten
und dritten Wegeventil und in einem vierten Zustand die zweiten Vorsteuerleitungen
mit dem Tankanschluss.
[0013] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform ist das zweite Wegeventil durch ein
Vorspannelement in Absperrrichtung vorgespannt und mittels eines zweistufigen Druckübersetzers
in Aufsteuerrichtung unter Beaufschlagung mit einem Vorsteuerdruck entgegen der Wirkung
des Vorspannelements aufsteuerbar. Eine erste Stufe des zweistufigen Druckübersetzers
ist über die ersten Vorsteuerleitungen mit dem ersten 2/2-Wege-Magnetsitzventil verbunden.
Eine zweite Stufe des zweistufigen Druckübersetzers ist über die zweiten Vorsteuerleitungen
mit dem zweiten 2/2-Wege-Magnetsitzventil verbunden.
[0014] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform umfasst das hydraulische Hubmodul
ferner eine Steuerung des ersten und zweiten 2/2-Wege-Magnetsitzventils, wobei die
Steuerung ausgebildet ist, im Hebebetrieb oder Senkbetrieb das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil
in den ersten Ventilzustand und das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil in den vierten
Ventilzustand zu schalten. Im Senkbetrieb oder Hebebetrieb ist die Steuerung ausgebildet,
das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil in den zweiten Ventilzustand und das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil
in den dritten Ventilzustand zu schalten.
[0015] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform umfasst die elektrisch gesteuerte
Wegeventilanordnung ein 4/3-Wege-Magnetventil und das zweite Wegeventil ist durch
ein Vorspannelement in Absperrrichtung vorgespannt, während es mittels eines zweistufigen
Druckübersetzers in Aufsteuerrichtung unter Beaufschlagung mit einem Vorsteuerdruck
entgegen der Wirkung des Vorsteuerelements aufsteuerbar ist.
[0016] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform weist das 4/3-Wege-Magnetventil einen
fünften Ventilzustand, in dem eine erste Stufe des zweistufigen Druckübersetzers zusammen
mit dem ersten Wegeventil über erste Vorsteuerleitungen und eine zweite Stufe über
zweite Vorsteuerleitungen durch das 4/3-Wege-Magnetventil mit dem Tankanschluss verbunden
ist, einen sechsten Ventilzustand, in dem die erste Stufe zusammen mit dem ersten
Wegeventil über die ersten Vorsteuerleitungen durch das 4/3-Wege-Magnetventil mit
dem Versorgungsanschluss und die zweite Stufe über die zweiten Vorsteuerleitungen
durch das 4/3-Wege-Magnetventil mit dem Tankanschluss verbunden ist, und einen siebten
Ventilzustand auf, in dem die erste Stufe zusammen mit dem ersten Wegeventil über
die ersten Vorsteuerleitungen durch das 4/3-Wege-Magnetventil mit dem Tankanschluss
und die zweite Stufe über die zweiten Vorsteuerleitungen durch das 4/3-Wege-Magnetventil
mit dem Versorgungsanschluss verbunden ist.
[0017] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform umfasst das hydraulische Hubmodul
ferner eine Steuerung des 4/3-Wege-Magnetventils, wobei die Steuerung ausgebildet
ist, im Hebebetrieb oder Senkbetrieb das 4/3-Wege-Magnetventil in den sechsten Ventilzustand
und im Senkbetrieb oder Hebebetrieb das 4/3-Wege-Magnetventil in den siebten Ventilzustand
zu schalten.
[0018] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform ist das zweite Wegeventil durch ein
Vorspannelement in Absperrrichtung vorgespannt und mittels eines zweistufigen Druckübersetzers
in Aufsteuerrichtung unter Beaufschlagung mit einem Vorsteuerdruck entgegen der Wirkung
des Vorspannelements aufsteuerbar. Eine erste Stufe des zweistufigen Druckübersetzers
ist über die ersten Vorsteuerleitungen mit der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung
verbunden und eine zweite Stufe ist über die zweiten Vorsteuerleitungen mit der elektrisch
gesteuerten Wegeventilanordnung verbunden.
[0019] In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform ist wenigstens eines aus dem ersten
bis dritten Wegeventil als 2/2-Wegeventil ausgebildet.
[0020] Anhand der Figuren werden nachstehend Ausführungsformen des Erfindungsgegenstands
näher erläutert, wobei:
- Fig. 1
- schematisch ein Blockschaltbild eines hydraulischen Hubmoduls gemäß einiger anschaulicher
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung darstellt;
- Fig. 2
- schematisch ein Blockschaltbild eines hydraulischen Hubmoduls gemäß anderer anschaulicher
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt; und
- Fig. 3a bis 3c
- verschiedene Schaltstellungen eines zweiten Wegeventils gemäß einiger anschaulicher
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung darstellen.
[0021] Hinsichtlich Fig. 1 werden nachfolgend verschiedene anschauliche Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
[0022] Fig. 1 zeigt beispielhaft ein Hubmodul HM, das z. B. in Flurförderfahrzeugen, Hubgerüsten,
Arbeitsfahrzeugen oder dergleichen eingesetzt werden kann. Das Hubmodul HM ist z.
B. zwischen einem Hydroverbraucher Z, z. B. einem Hubzylinder für einen Hubmast, und
einer nicht dargestellten Pumpe oder einem nicht dargestellten Druckspeicher angeordnet.
Der Hydroverbraucher Z ist dabei mit einem ausgangsseitigen Verbraucheranschluss VA
des Hubmoduls HM verbunden. Dies stellt keine Beschränkung der vorliegenden Erfindung
dar, da alternativ mehr als ein ausgangsseitiger Verbraucheranschluss (nicht dargestellt)
zur Verbindung mit mehr als einem Hydroverbraucher (nicht dargestellt) vorgesehen
sein können. Das Hubmodul HM weist weiterhin einen ausgangsseitigen Tankanschluss
T und eingangsseitig einen Versorgungsanschluss P auf, der mit einer Pumpe (nicht
dargestellt) oder einem Druckspeicher (nicht dargestellt) zu verbinden ist. Optional
können gemäß der Darstellung in Fig. 1 ein oder mehrere eingangsseitige Versorgungsanschlüsse,
etwa P1 und P2, zu nebengeordneten Modulen (nicht dargestellt) und/oder mehrere ausgangsseitige
Tankanschlüsse, etwa T1 und T2, zur Verbindung mit nebengeordneten Modulen (nicht
dargestellt) vorgesehen sein. Zum Beispiel kann zusätzlich zur Hebe- und Senkfunktion
wenigstens ein nebengeordnetes Modul (nicht dargestellt), beispielsweise zur Umsetzung
einer Neigungsfunktion, vorgesehen sein.
[0023] Im Hubmodul HM ist weiterhin eine Hauptleitung 1 angeordnet, die den Versorgungsanschluss
P mit dem Verbraucheranschluss VA verbindet. In der Hauptleitung 1 sind ein erstes
Wegeventil V1 und ein zweites Wegeventil V2 in Reihe angeordnet. Hierbei ist das erste
Wegeventil V1 in Strömungsrichtung (Volumenstrom ist vom Versorgungsanschluss P zum
Verbraucheranschluss VA gerichtet) stromaufwärts des zweiten Wegeventils V2 angeordnet,
d. h. das erste Wegeventil V1 ist am bzw. in der Nähe zum Versorgungsanschluss P angeordnet
und das zweite Wegeventil V2 ist am bzw. in der Nähe zum Verbraucheranschluss VA angeordnet.
[0024] Gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen können das erste Wegeventil V1 und
das zweite Wegeventil V2 als 2/2-Wegeventile ausgebildet sein. Alternativ kann das
erste Wegeventil V1 als 2/2-Wegeventil und das zweite Wegeventil V2 als 4/3-Wegeventil
ausgebildet sein. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn anstelle eines Hydroverbrauchers
Z zwei Hydroverbraucher mit zwei zugeordneten Versorgungsanschlüssen am Hubmodul HM
vorgesehen sind (dieser Fall ist in den Figuren nicht dargestellt).
[0025] Gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen kann zwischen dem ersten Wegeventil
V1 und dem zweiten Wegeventil V2 ein Rückschlagventil VR1 vorgesehen sein, wie in
Fig. 1 dargestellt ist. Dadurch kann wirkungsvoll ein ungewollter Volumenstrom vom
Verbraucheranschluss V1 über die Hauptleitung 1 zum Versorgungsanschluss P unterdrückt
werden, sogar in dem Fall, in dem sich das erste Wegeventil V1 und/oder das zweite
Wegeventil V2 in einer Absperrstellung befinden.
[0026] Wie in Fig. 1 dargestellt ist, ist in der Hauptleitung 1 zwischen dem ersten Wegeventil
V1 und dem zweiten Wegeventil V2 eine mit dem Tankanschluss T verbundene Zweigleitung
2 abgezweigt. Beispielsweise ist die Zweigleitung 2 von der Hauptleitung 1 an einem
Zweigpunkt Zp abgezweigt, der in Strömungsrichtung (Strömungsrichtung ist hinsichtlich
des Volumenstroms definiert, der vom Versorgungsanschluss P zum Verbraucheranschluss
VA gerichtet ist) stromabwärts des (optionalen) Rückschlagventils VR1 angeordnet.
In der Zweigleitung 2 ist ein drittes Wegeventil V3 angeordnet, das gemäß beispielhaften
Ausführungsformen der Erfindung als 2/2-Wegeventil ausgebildet sein kann, wie in Fig.
1 dargestellt ist.
[0027] Weiterhin kann in dem Hubmodul HM, wie in Fig. 1 dargestellt ist, ein viertes Wegeventil
V4, z. B. ausgebildet als Druckwaage, in Strömungsrichtung (Strömungsrichtung ist
hinsichtlich des Volumenstroms definiert, der vom Verbraucheranschluss VA zum Tankanschluss
T gerichtet ist) stromabwärts des dritten Wegeventils V3 in der Zweigleitung 2 angeordnet
sein.
[0028] Das Hubmodul HM stellt für einen Betrieb, in dem das Hubmodul an (wenigstens) mit
einem Hydroverbraucher verbunden ist, eine Hebefunktion und eine Senkfunktion bereit,
wobei sich das erste Wegeventil V1 und das zweite Wegeventil V2 in einem Hebebetrieb
des hydraulischen Hubmoduls HM in einer Durchlassstellung befinden, während sich das
dritte Wegeventil V3 in einer Absperrstellung befindet.
[0029] In einem Senkbetrieb des hydraulischen Hubmoduls HM befinden sich das zweite Wegeventil
V2 und das dritte Wegeventil V3 in einer Durchlassstellung, während das erste Wegeventil
in eine Absperrstellung geschaltet ist. Mit anderen Worten, im Hebebetrieb des hydraulischen
Hubmoduls wird durch das erste Wegeventil V1 und das zweite Wegeventil V2 ein Volumenstrom
zwischen dem Versorgungsanschluss P und dem Verbraucheranschluss VA zum Hydroverbraucher
Z hin bereitgestellt, während durch das sich in Absperrstellung befindliche dritte
Wegeventil V3 eine Entlastung über die Zweigleitung 2 zum Tankanschluss T, und damit
zum Tank (nicht dargestellt), unterbunden ist.
[0030] In einem Senkbetrieb ist das erste Wegeventil V1 in Absperrstellung und das zweite
Ventil V2 und das dritte Ventil V3 sind in Durchlassstellung geschaltet. Dadurch wird
eine Entlastung des Hydroverbrauchers Z zum Tank (nicht dargestellt) über den Tankanschluss
T des hydraulischen Hubmoduls HM mittels eines Strömungspfads vom Verbraucheranschluss
VA zum Zweigpunkt Zp entlang der Hauptleitung 1 und vom Zweigpunkt Zp zum Tankanschluss
T über die Zweigleitung 2 ermöglicht.
[0031] Das erste Wegeventil V1, das zweite Wegeventil V2 und das dritte Wegeventil V3 sind
durch eine hydraulische Vorsteuerung LS vorgesteuert. Demgemäß ist eine Schaltung
aus der in Fig. 1 dargestellten Neutralstellung des Hubmoduls HM in der das erste
Wegeventil V1, das zweite Wegeventil V2 und das dritte Wegeventil V3 in Absperrstellung
geschaltet sind, in den Hebebetrieb oder den Senkbetrieb des Hubmoduls HM über die
hydraulische Vorsteuerung LS hydraulisch gesteuert.
[0032] Gemäß einigen anschaulichen Ausführungsformen umfasst die hydraulische Vorsteuerung
LS eine elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 10, wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 10 weist dabei sechs Anschlüsse auf,
über die Drucksignale bzw. Lastdrucksignale abgegriffen und dem ersten bis dritten
Wegeventil V1 bis V3 zugeführt bzw. gemeldet werden. Zum Beispiel wird ein Drucksignal
bezüglich des Versorgungsanschlusses P über eine erste Abgriffsleitung 6a abgegriffen
und der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung 10 zugeführt. Über eine zweite
Abgriffsleitung 6b wird ein Lastdrucksignal zwischen dem zweiten Wegeventil V2 und
dem Verbraucheranschluss VA abgegriffen und der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung
10 gemeldet, z. B. durch Abgriff an einem Abgriffspunkt H1, der zwischen dem zweiten
Wegeventil V2 und dem Verbraucheranschluss VA im hydraulischen Hubmodul HM angeordnet
ist. Optional kann zwischen dem Abgriffspunkt H1 und der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung
10 ein weiterer Abgriffspunkt H2 angeordnet sein, über den durch einen Nothahn N beispielsweise
der Lastdruck am Verbraucheranschluss VA manuell (oder gesteuert durch eine (nicht
dargestellte) elektrische und/oder hydraulische Noteinrichtung) zum Tank hin entlastbar
ist. Das über die erste Abgriffsleitung 6a der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung
10 gemeldete Drucksignal wird durch die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung
10 je nach Schaltzustand der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung 10 entweder
über eine Vorsteuerleitung 3a von der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung 10
ausgegeben und weiter mittels Vorsteuerleitungen 3b und 3c dem zweiten Wegeventil
V2 und dem ersten Wegeventil V1 als Vorsteuersignal zugeführt, oder die Vorsteuerleitungen
3a bis 3c werden durch die elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung 10 über eine
erste Entlastungsleitung 7a mit dem Tankanschluss T verbunden. Zusätzlich wird ein
durch die zweite Abgriffsleitung 6b übermitteltes Lastdrucksignal je nach Schaltzustand
der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung mittels Vorsteuerleitungen 4a und 4b
dem zweiten Wegeventil V2 und dem dritten Wegeventil V3 zugeführt oder es wird die
zweite Abgriffsleitung 6b mit einer zweiten Entlastungsleitung 7b verbunden, die mit
dem Tankanschluss T verbunden ist. Alternativ kann anstelle zweier separater Entlastungsleitungen
7a und 7b lediglich eine Entlastungsleitung von der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung
10 zum Tankanschluss T vorgesehen sein (z. B. können die erste und zweite Entlastungsleitung
7a und 7b innerhalb der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung 10 zu einer einzigen
Leitung vereinigt werden).
[0033] Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist das erste Wegeventil V1 durch ein Vorspannelement
F1, z. B. eine Feder oder dergleichen, in Absperrrichtung vorgespannt. Weiterhin ist
das erste Wegeventil V1 über die Vorsteuerleitung 3a, 3c mit einem über die erste
Abgriffsleitung 6a gemeldeten Drucksignal aufsteuerseitig mit Druck beaufschlagbar,
so dass das erste Wegeventil V1 bei Beaufschlagung mit einem Vorsteuersignal, das
dem durch die erste Abgriffsleitung 6a abgegriffenen Drucksignal entspricht, entgegen
der Wirkung des Vorspannelements F1 in Durchlassstellung geschaltet werden kann.
[0034] Weiterhin kann über die Vorsteuerleitungen 3a, 3b ein Vorsteuersignal, das von dem
über die erste Abgriffsleitung 6a gemeldeten Drucksignal abgeleitet ist, aufsteuerseitig
an das zweite Wegeventil V2 angelegt werden, so dass das zweite Wegeventil V2 aus
einer Neutralstellung (in Fig. 1a dargestellt), in der das zweite Wegeventil V2 durch
ein Vorspannelement F2, z. B. eine Feder oder dergleichen, in Absperrstellung vorgespannt
ist, in Aufsteuerrichtung des zweiten Wegeventils V2 geschaltet werden kann. Damit
sind bei Übertragung des durch die erste Abgriffsleitung 6a abgegriffenen Drucksignals
über die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 10 an die Vorsteuerleitungen 3a,
3b und 3c Vorsteuersignale an das erste Wegeventil V1 und das zweite Wegeventil V2
anlegbar, so dass jeweils das erste Wegeventil V1 und das zweite Wegeventil V2 aufsteuerseitig
mit Druck beaufschlagbar und unter Wirkung des Vorsteuersignals in Durchlassrichtung
schaltbar sind.
[0035] Das dritte Wegeventil V3 ist gemäß der Darstellung in Fig. 1 durch ein Vorspannelement
F3, z. B. eine Feder oder dergleichen, in Aufsteuerrichtung vorgespannt. Über die
mit der Vorsteuerleitung 3a verbundene Vorsteuerleitung 3d wird ein durch die elektrisch
gesteuerte Wegeventilanordnung 10 ausgegebenes Drucksignal in Sperrrichtung des dritten
Wegeventils V3 entgegen der Wirkung des Vorspannelements F3 angelegt, so dass bei
Meldung des über die erste Abgriffsleitung 6a abgegriffenen Drucksignals durch die
Vorsteuerleitungen 3a und 3b an das dritte Wegeventil V3 dieses in Absperrstellung
geschaltet werden kann. Demzufolge ist bei Meldung des Drucksignals durch die Vorsteuerleitungen
3a und 3b an das dritte Wegeventil V3 eine Verbindung zwischen dem Zweigpunkt Zp und
dem Tankanschluss T unterbrochen. Die Vorsteuerleitung kann über ein Wechselventil
5 mit der Vorsteuerleitung 3a und mit dem Punkt H1 verbunden sein, so dass der größere
aus dem vom Punkt H1 gemeldeten Druck und dem durch die Vorsteuerleitung 3a gemeldeten
Druck über die Vorsteuerleitung 3d an das dritte Wegeventil V3 angelegt wird.
[0036] Zusammenfassend befindet sich die in Fig. 1 dargestellte elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung
10 in einer Schaltstellung, in der ein mittels der ersten Abgriffsleitung 6a abgegriffenes
Drucksignal, welches einen Druck am Versorgungsanschluss P bezeichnet, mittels der
Vorsteuerleitungen 3a, 3b, 3c und 3d an das Wegeventil V1, das zweite Wegeventil V2
und das dritte Wegeventil V3 angelegt wird, so dass das erste Wegeventil V1 und das
zweite Wegeventil V2 aufsteuerseitig mit dem Drucksignal beaufschlagt werden, während
das dritte Wegeventil V3 absperrseitig über die Vorsteuerleitung 3b mit dem über die
Vorsteuerleitung 3a gemeldeten Drucksignal mit Druck beaufschlagt wird.
[0037] Hinsichtlich eines Senkbetriebs des in Fig. 1 dargestellten hydraulischen Hubmoduls
HM befindet sich die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 10 in einem Schaltzustand,
in dem die Vorsteuerleitungen 3a, 3b, 3c, 3d mit der ersten Entlastungsleitung 7a
verbunden sind, so dass das erste Wegeventil V1 und das zweite Wegeventil V2 mittels
des entsprechenden Vorspannelements F1 und F2 in Absperrstellung vorgespannt sind,
während das dritte Wegeventil V3 mittels des Vorspannelements F3 in Aufsteuerrichtung
vorgespannt ist. Weiterhin bewirkt die Schaltstellung der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung
10 im Senkbetrieb, dass ein mittels der zweiten Abgriffsleitung 6b abgegriffenes Lastdrucksignal
durch die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 10 mittels Vorsteuerleitungen
4a und 4b an das zweite Wegeventil V2 und das dritte Wegeventil V3 angelegt werden.
Das zweite Wegeventil V2 ist aufsteuerseitig entgegen der Wirkung des Vorspannelements
F2 über die Vorsteuerleitung 4a mit dem Lastdruck beaufschlagbar. Eine Beaufschlagung
der Vorsteuerleitung mit einem dem Lastdruck entsprechendem Vorsteuersignal bewirkt,
dass das zweite Wegeventil V2 entgegen der Wirkung des Vorspannelements F2 in Durchlassstellung
geschaltet wird. Das dritte Wegeventil V3 wird zusätzlich zur Wirkung des Vorspannelements
F3 durch die Vorsteuerleitung 4b aufsteuerseitig mit Lastdrucksignal beaufschlagt,
so dass eine Stellung des dritten Wegeventils V3 entsprechend der Durchlassstellung
unterstützt wird. Demzufolge befindet sich das erste Wegeventil V1 in Absperrstellung,
während das zweite Wegeventil V2 und das dritte Wegeventil V3 jeweils in Durchlassstellung
geschaltet sind. Die eben beschriebenen Vorsteuerleitungen 4a und 4b sind zweckmäßigerweise
im Hebebetrieb gemäß der oben hinsichtlich des Hebebetriebs beschriebenen Schaltstellung
über die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 10 in der Schaltstellung des Hebebetriebs
mit der zweiten Ablassleitung 7b verbunden.
[0038] Die oben beschriebene elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 10 ist nicht hinsichtlich
der später explizit beschriebenen Ausgestaltungen beschränkt, wie sie beispielhaft
in den Fig. 1 und 2 anhand der dort dargestellten elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnungen
10 und 20 dargestellt sind. Weiterhin gilt die obige Beschreibung, obwohl sie hinsichtlich
der Fig. 1 erfolgte, in dieser allgemeinen Form auch für die in Fig. 2 dargestellte
elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 20.
[0039] Da das durch die erste Abgriffsleitung 6a abgegriffene Drucksignal durch die elektrisch
gesteuerte Wegeventilanordnung 10 über die Vorsteuerleitung 3a und die Vorsteuerleitung
3d in Absperrrichtung entgegen der Wirkung des Vorspannelements F3 an das dritte Wegeventil
V3 angelegt wird, ist während des Hebebetriebs im Falle eines Anstiegs des Lastdrucks
weiterhin sichergestellt, dass das dritte Wegeventil V3 in Absperrstellung geschaltet
ist.
[0040] Im Folgenden wird das zweite Wegeventil V2 ausführlicher beschrieben. Gemäß der in
Fig. 1 dargestellten anschaulichen Ausführungsform ist das zweite Wegeventil V2 mit
einer zweistufigen Druckübersetzung D ausgebildet. Die zweistufige Druckübersetzung
umfasst eine erste Stufe I und eine davon unabhängige zweite Stufe II. In der ersten
Stufe I erfolgt eine Beaufschlagung eines ersten Kolbens K1 mit einem durch die Vorsteuerleitung
3b übertragenen Drucksignal, wobei ein hydraulisches Medium aus der Vorsteuerleitung
3b in eine erste Kammer D1 eintritt und den ersten Kolben K1 verschiebt, so dass das
zweite Wegeventil V2 in Durchlassstellung geschaltet wird. Der erste Kolben K1 wird
durch eine Feder in einer Kammer D0 in Richtung entgegen der Aufsteuerrichtung des
zweiten Wegeventils V2 vorgespannt. Die erste Kammer D1 ist weiterhin kolbenstangenseitig
zu einem, zum ersten Kolben K1 in Reihe geschalteten, zweiten Kolben K2 im Druckübersetzer
D angeordnet. Die Kammer D0 ist zum Tankanschluss hin entlastet. Der zweiten Kolben
K2 wird in der zweiten Stufe II bei Beaufschlagung mit einem Drucksignal über die
Vorsteuerleitung 4a mit Druck beaufschlagt, so dass der zweite Kolben K2 zu dem ersten
Kolben K1 hin verlagert wird und damit eine Schaltung des zweiten Wegeventils V2 in
Aufsteuerrichtung bewirkt wird. Dadurch, dass die wirksame Kolbenfläche des ersten
Kolbens K1 in der zweiten Stufe II durch die Kolbenstange des zweiten Kolbens K2 gegenüber
der Wirkfläche des zweiten Kolbens K2 verringert ist, ist die zweite Stufe II unabhängig
von der Betätigung der ersten Stufe I immer betätigbar. Der Druckübersetzer D wird
mit Bezug auf die Fig. 3a bis 3c unten ausführlicher beschrieben.
[0041] Es wird nun eine explizite anschauliche Ausgestaltung der elektrisch gesteuerten
Wegeventilanordnung 10 mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben. Die elektrisch gesteuerte
Wegeventilanordnung 10 umfasst gemäß der Darstellung in Fig. 1 ein erstes 2/2-Wege-Magnetsitzventil
11 und ein zweites 2/2-Wege-Magnetsitzventil 12. Das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil
verbindet in einem ersten Ventilzustand den Versorgungsanschluss P über die erste
Abgriffsleitung 6a und die Vorsteuerleitungen 3a, 3b und 3c mit dem ersten und zweiten
Wegeventil V1, V2. In einem zweiten Ventilzustand verbindet das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil
11 die Vorsteuerleitungen 3a, 3b und 3c und 3d mit dem Tankanschluss T. In einem dritten
Ventilzustand verbindet das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil 12 den Verbraucheranschluss
VA via der zweiten Abgriffsleitung 6b mit dem zweiten und dritten Wegeventil V2, V3
via Vorsteuerleitungen 4a und 4b. In einem vierten Ventilzustand verbindet das zweite
2/2-Wege-Magnetsitzventil 12 die Vorsteuerleitungen 4a, 4b mit der zweiten Ablassleitung
7b, die mit dem Tankanschluss T verbunden ist.
[0042] In der ersten Stufe I des zweistufigen Druckübersetzers D wird über die Vorsteuerleitungen
3a, 3b mittels des ersten 2/2-Wege-Magnetsitzventils 11 im ersten Ventilzustand ein
durch die erste Abgriffsleitung 6a abgegriffenes Drucksignal als Vorsteuersignal an
den ersten Kolben K1 angelegt.
[0043] In der zweiten Stufe II ist die Vorsteuerleitung 4a durch das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil
12 mit der zweiten Abgriffsleitung 6b verbunden, so dass ein am Punkt H1 abgegriffenes
Lastdrucksignal an den zweiten Kolben K2 gemeldet wird.
[0044] Anhand einer nicht dargestellten Steuerung, beispielsweise einer nicht dargestellten
CPU oder dergleichen, kann die in Fig. 1 dargestellte elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung
10 entsprechend einer gewünschten Hebefunktion oder Senkfunktion gesteuert werden.
Gemäß anschaulicher Beispiele wird das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil 11 im Hebebetrieb
in den ersten Ventilzustand gesteuert, während das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil
12 zweckmäßigerweise in den vierten Ventilzustand gesteuert ist. Damit erfolgt eine
Entlastung der Leitungen 4a, 4b über das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil 12 und die
zweite Ablassleitung 7b zum Tankanschluss T hin, und damit zum Tank (nicht dargestellt),
während die Vorsteuerleitungen 3a, 3b, 3c und 3d über das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil
11 mit einem über die erste Abgriffsleitung 6a abgegriffenen Drucksignal mit Druck
beaufschlagt werden. Demgegenüber wird das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil 11 im Senkbetrieb
durch die Steuerung (nicht dargestellt) derart angesteuert, dass es in den zweiten
Ventilzustand gesteuert ist, während das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil 12 in den
dritten Ventilzustand geschaltet wird. Demzufolge erfolgt eine Entlastung der Vorsteuerleitungen
3a, 3b, 3c und 3d über das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil 11 und die erste Ablassleitung
7a zum Tankanschluss T und damit zum Tank (nicht dargestellt) hin. Weiterhin werden
das zweite Wegeventil V2 und das dritte Wegeventil V3 in der zweiten Stufe II mit
einem Vorsteuersignal beaufschlagt, das einem durch die zweite Abgriffsleitung 6b
abgegriffenen Lastdrucksignal entspricht, das durch das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil
12 und über die Vorsteuerleitung 4a und 4b an das zweite Wegeventil V2 und das dritte
Wegeventil V3 angelegt wird.
[0045] Gemäß der in Fig. 1 dargestellten beispielhaften Ausführungsform ist das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil
11 durch ein Vorspannelement F11, beispielsweise eine Feder oder dergleichen, vorgespannt,
so dass sich das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil 11 im ersten Ventilzustand befindet.
Das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil 12 kann gemäß der dargestellten beispielhaften
Ausführungsform durch ein Vorspannelement F12, beispielsweise eine Feder oder dergleichen,
vorgespannt sein, so dass es sich im vierten Ventilzustand in Neutralstellung befindet.
Damit sind zweckmäßigerweise die Vorsteuerleitungen 3a, 3b, 3c und 3d und die Vorsteuerleitungen
4a und 4b gemäß der dargestellten Ausführungsform mit den ersten und zweiten Ablassleitungen
7a und 7b verbunden und zum Tank hin druckentlastet.
[0046] Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil 11 durch
einen Magneten EP01 steuerbar in den ersten oder zweiten Ventilzustand schaltbar.
Das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil 12 ist durch einen zweiten Magneten EP02 in den
dritten oder vierten Ventilzustand schaltbar. Der erste Magnet EP01 und/oder der Magnet
EP02 kann als Proportional- oder Schwarzweißmagneten ausgebildet sein.
[0047] Es wird nun mit Bezug auf Fig. 2 eine alternative Ausführungsform zu der elektrisch
gesteuerten Wegeventilanordnung 10 beschrieben, die in Fig. 1 dargestellt ist. Es
erfolgt keine Beschreibung der Komponenten, die mit Bezug zu Fig. 1 mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet sind. Für eine entsprechende Beschreibung wird auf die Beschreibung der
Komponenten in Fig. 1 verwiesen. Ebenso gilt die allgemeine Beschreibung der elektrisch
gesteuerten Wegeventilanordnung 10 zu Fig. 1 oben auch für die Beschreibung der in
Fig. 2 dargestellten elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung 20, sofern keine Details
zur inneren Struktur der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung 20 vorgesehen
sind. Im Gegensatz zu der in Fig. 1 dargestellten elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung
10 ist die in Fig. 2 dargestellte elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung 20 nicht
durch zwei Ablassleitungen mit dem Tankanschluss T verbunden. Durch die Bereitstellung
eines 4/3-Wegeventils 22 ist lediglich eine Ablassleitung 7 erforderlich.
[0048] Die elektrisch gesteuerte Ventilanordnung 20 weist gemäß der Darstellung in Fig.
2 ein 4/3-Wege-Magnetventil auf, das durch ein Wechselventil 24 mit den ersten und
zweiten Abgriffsleitungen 6a, 6b verbunden ist. Weiterhin ist das 4/3-Wege-Magnetventil
mit den Vorsteuerleitungen 3a bis 3d und 4a, 4b, sowie der Ablassleitung 7 verbunden.
[0049] Gemäß beispielhafter Ausführungsformen weist das 4/3-Wege-Magnetventil 22 einen fünften
Ventilzustand, der die erste Stufe I des zweistufigen Druckübersetzers D zusammen
mit dem ersten Wegeventil V1 über die Vorsteuerleitungen 3a, 3b und 3c und die zweite
Stufe II über die Vorsteuerleitungen 4a, 4b mit dem Tankanschluss T verbindet, einen
sechsten Ventilzustand, in dem die erste Stufe I zusammen mit dem ersten Wegeventil
V1 über die Vorsteuerleitungen 3a bis 3c mit dem Versorgungsanschluss B und die zweite
Stufe II über die Vorsteuerleitungen 4a, 4b mit dem Tankanschluss T verbunden ist,
und einen siebten Ventilzustand auf, in dem die erste Stufe I zusammen mit dem ersten
Wegeventil V1 über die Vorsteuerleitungen 3a bis 3c mit dem Tankanschluss T und die
zweite Stufe II über die Vorsteuerleitungen 4a, 4b mit dem Versorgungsanschluss P
verbunden ist. Im Hebebetrieb befindet sich daher das 4/3-Wege-Magnetventil 22 im
sechsten Ventilzustand, während sich das 4/3-Wege-Magnetventil 22 im Senkbetrieb im
siebten Ventilzustand befindet.
[0050] Gemäß der dargestellten beispielhaften Ausführungsform kann das 4/3-Wege-Magnetventil
durch zwei Vorspannelemente F21, F22, die jeweils Federn oder dergleichen darstellen
können, im fünften Ventilzustand gehalten werden, der einer Neutralstellung des 4/3-Wege-Magnetventils
22 entsprechen kann. Durch Betätigung von an dem 4/3-Wege-Magnetventil angeordneten
Schwarzweißmagneten M1, M2 kann je nach Bestromung eines entsprechenden der Magneten
M1, M2 eine Schaltung des 4/3-Wege-Magnetventils 22 in den sechsten Ventilzustand
oder siebten Ventilzustand aus der Neutralstellung (fünfter Ventilzustand) heraus
erfolgen. Alternativ kann anstelle der zwei Vorspannelemente F21, F22 und der zwei
Schwarzweißmagnete M1, M2 lediglich ein Vorspannelement an einem Ende des 4/3-Wege-Magnetventils
und einen am gegenüberliegenden angeordneten Proportionalmagneten vorgesehen sein.
Unabhängig davon kann die Ansteuerung des 4/3-Wege-Magnetventils 22 z. B. durch eine
nicht dargestellte Steuerung, z. B. eine CPU, erfolgen.
[0051] Mit Bezug auf die Fig. 3a bis 3c wird nun das zweite Wegeventil V2 mit zweistufiger
Druckübersetzung D ausführlicher beschrieben. Gemäß der Darstellung in den Fig. 1
und 2, sowie in den Fig. 3a bis 3c kann an das zweite Wegeventil V2 in Absperrrichtung
(zur Unterstützung des Vorspannelements F2) ein am Punkt H1 abgegriffenes Drucksignal
an das zweite Wegeventil V2 angelegt werden. Fig. 3a zeigt nun eine Nullstellung bzw.
Neutralstellung des zweiten Wegeventils V2. Dies bedeutet, dass das Vorspannelement
F2 und ein mittels der Leitung PH angelegter Druck PH auf das zweite Ventilventil
V2 in Absperrrichtung eine größere Kraft ausüben, als durch die Vorsteuerleitungen
4a und 3a, 3b an die erste und zweite Stufe I, II des zweiten Wegeventils V2 angelegt
wird.
[0052] Fig. 3b zeigt schematisch das zweite Wegeventil V2 in der Durchlassstellung beim
Hebebetrieb. Dies bedeutet, dass sich der zweistufige Druckübersetzer D in der ersten
Stufe I befindet. Hierbei ist der über die Vorsteuerleitung 4a angelegte Steuerdruck
gleich null, d. h. die Steuerleitung 4a ist mit der zweiten Ablassleitung 7b (vgl.
Fig. 1) oder der Ablassleitung 7 (vgl. Fig. 2) verbunden. In der ersten Kammer D1
liegt der durch die Vorsteuerleitung 3d übermittelte Steuerdruck am ersten Kolben
K1 an. Demzufolge ist der Kolben K1 gegenüber der in Fig. 3a dargestellten Nullstellung
in der Kammer D0 entgegen der Feder und entgegen der Wirkung des Vorspannelements
F2 verschoben, so dass das zweite Wegeventil V2 in Durchlassstellung geschaltet ist.
Die Kammer D0 ist mit dem Tankanschluss T verbunden.
[0053] Fig. 3c zeigt das zweite Wegeventil V2 mit dem Druckübersetzer D in der zweiten Stufe
II. Hierbei ist die Vorsteuerleitung 3b mit der ersten Ablassleitung 7a (vgl. Fig.
1) oder der Ablassleitung 7 (vgl. Fig. 2) verbunden, während an den zweiten Kolben
K2 der durch die Vorsteuerleitung 4a übertragene Vorsteuerdruck anliegt. Demzufolge
ist der zweite Kolben K2 nach links verlagert und verschiebt daher den ersten Kolben
K1, so dass das zweite Wegeventil V2 in Durchlassstellung geschaltet ist.
[0054] Obwohl hinsichtlich des vorangehend beschriebenen hydraulischen Hubmodul gemäß verschiedener
anschaulicher Ausführungsformen dargestellt ist, dass das hydraulische Hubmodul ein
erstes Wegeventil und ein zweites Wegeventil, die in einem Hebebetrieb in eine Durchlassstellung
geschaltet sind, und ein drittes Wegeventil aufweist, das sich im Hebebetrieb in einer
Absperrstellung befindet, und hinsichtlich eines Senkbetriebs weiterhin beschrieben
ist, dass das zweite Wegeventil und das dritte Wegeventil im Senkbetrieb des hydraulischen
Hubmoduls in eine Durchlassstellung geschaltet sind, während sich das erste Wegeventil
in einer Absperrstellung befindet, stellt dies keine Beschränkung der vorliegenden
Erfindung dar. Alternativ dazu können das erste Wegeventil und das zweite Wegeventil
im Senkbetrieb in die Durchlassstellung geschaltet sein, während das dritte Wegeventil
im Senkbetrieb in die Absperrstellung geschaltet ist, und im Hebebetrieb können das
zweite Wegeventil und das dritte Wegeventil in die Durchlassstellung geschaltet sein,
während das erste Wegeventil in die Absperrstellung geschaltet ist.
1. Hydraulisches Hubmodul (HM) zum Betätigen eines Hydroverbrauchers (Z), insbesondere
eines Hubzylinders, wobei das Hubmodul (HM) ausgangsseitig einen Verbraucheranschluss
(VA) zur Verbindung mit dem Hydroverbraucher (Z) und einen Tankanschluss (T) zur Verbindung
mit einem Tank und eingangsseitig einen Versorgungsanschluss (P) zur Verbindung mit
einer Pumpe oder einem Druckspeicher aufweist, wobei der Versorgunganschluss (P) mit
dem Verbraucheranschluss (VA) über eine Hauptleitung (1) verbunden ist, in der ein
erstes Wegeventil (V1), das an dem Versorgungsanschluss (P) angeordnet ist, und ein
zweites Wegeventil (V2), das an dem Verbraucheranschluss (VA) angeordnet ist, in Reihe
geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und zweiten Wegeventil (V1, V2) von der Hauptleitung (1) eine
mit dem Tankanschluss (T) verbundene Zweigleitung (2) abgezweigt ist, in der ein drittes
Wegeventil (V3) angeordnet ist, wobei sich in einem Hebebetrieb oder einem Senkbetrieb
des hydraulischen Hubmoduls (HM) das erste Wegeventil (V1) und das zweite Wegeventil
(V2) in einer Durchlassstellung und das dritte Wegeventil (V3) in einer Absperrstellung
befinden, und wobei sich im Senkbetrieb oder Hebebtrieb des hydraulischen Hubmoduls
(HM) das zweite Wegeventil (V2) und das dritte Wegeventil (V3) in einer Durchlassstellung
und das erste Wegeventil (V1) in einer Absperrstellung befinden.
2. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 1, wobei das erste Wegeventil (V1), das
zweite Wegeventil (V2) und das dritte Wegeventil (V3) durch eine hydraulische Vorsteuerung
(LS) vorgesteuert sind.
3. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 2, wobei die hydraulische Vorsteuerung (LS)
eine elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung (10; 20) umfasst, der eingangsseitig
ein zwischen dem zweiten Wegeventil (V2) und dem Verbraucheranschluss (VA) abgegriffenes
Lastdrucksignal und ein zwischen dem ersten Wegeventil (V1) und dem Versorgungsanschluss
(P) abgegriffenes Drucksignal gemeldet wird.
4. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 3, wobei die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung
(10; 20) im Hebebetrieb oder Senkbetrieb ein erstes hydraulisches Vorsteuersignal
abgeleitet aus dem Drucksignal an das erste und zweite Wegeventil (V1, V2) anlegt,
so dass das erste und zweite Wegeventil (V1, V2) in Durchlassstellung geschaltet sind,
während das dritte Wegeventil (V3) durch das erste hydraulische Vorsteuersignal in
Absperrstellung geschaltet ist, und wobei die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung
(10; 20) im Senkbetrieb oder Hebebetrieb ein zweites hydraulisches Vorsteuersignal
abgeleitet aus dem Lastdrucksignal an das zweite und dritte Wegeventil (V2, V3) anlegt,
so dass das zweite und dritte Wegeventil (V2, V3) in Durchlassstellung geschaltet
sind, während das erste Wegeventil (V1) durch ein drittes hydraulisches Vorsteuersignal
der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung (10; 20) in Absperrstellung geschaltet
ist.
5. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 4, wobei das erste Wegeventil (V1) durch
ein Vorspannelement (F1) in Absperrrichtung vorgespannt ist und das erste Wegeventil
(V1) mittels einer mit der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung (10; 20) verbundenen
Vorsteuerleitung (3a, 3c) durch das erste hydraulische Vorsteuersignal aufsteuerseitig
mit Druck beaufschlagt wird, und die Vorsteuerleitung (3a, 3c) im Senkbetrieb über
die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung (10; 20) zum Tank hin entlastet wird.
6. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 4 oder 5, wobei das dritte Wegeventil (V3)
durch ein Vorspannelement (F3) in Durchlassrichtung vorgespannt und über die elektrisch
gesteuerte Wegeventilanordnung (10; 20) im Hebebetrieb oder Senkbetrieb in Absperrichtung
mit dem ersten hydraulischen Vorsteuersignal beaufschlagbar ist und das dritte Wegeventil
(V3) im Senkbetrieb oder Hebebetrieb durch die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung
(10; 20) in Aufsteuerrichtung mit dem zweiten hydraulischen Vorsteuersignal beaufschlagbar
ist, während es absperrseitig über die elektrisch gesteuerte Wegeventilanordnung (10;
20) zum Tank entlastet ist.
7. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei die elektrisch
gesteuerte Wegeventilanordnung (10) ein erstes und ein zweites 2/2-Wege-Magnetsitzventil
(11, 12) umfasst, wobei das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil (11) in einem ersten Ventilzustand
den Versorgungsanschluss (P) über erste Vorsteuerleitungen (3a, 3b, 3c) mit dem ersten
und zweiten Wegeventil (V1, V2) verbindet und in einem zweiten Ventilzustand die ersten
Vorsteuerleitungen (3a, 3b, 3c) mit dem Tankanschluss (T) verbindet, und wobei das
zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil (12) in einem dritten Ventilzustand den Verbraucheranschluss
(VA) über zweite Vorsteuerleitungen (4a, 4b) mit dem zweiten und dritten Wegeventil
(V2, V3) verbindet und in einem vierten Ventilzustand die zweiten Vorsteuerleitungen
(4a, 4b) mit dem Tankanschluss (T) verbindet.
8. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 7, wobei das zweite Wegeventil (V2) durch
ein Vorspannelement (F2) in Absperrrichtung vorgespannt und mittels eines zweistufigen
Druckübersetzers (D) in Aufsteuerrichtung unter Beaufschlagung mit einem Vorsteuerdruck
entgegen der Wirkung des Vorspannelements (F2) aufsteuerbar ist und eine erste Stufe
(I) des zweistufigen Druckübersetzers (D) über die ersten Vorsteuerleitungen (3b,
3a) mit dem ersten 2/2-Wege-Magnetsitzventil (11) und eine zweite Stufe (II) über
die zweiten Vorsteuerleitungen (4a) mit dem zweiten 2/2-Wege-Magnetsitzventil (12)
verbunden ist.
9. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 7 oder 8, ferner umfassend eine Steuerung
des ersten und zweiten 2/2-Wege-Magnetsitzventils (11, 12), wobei die Steuerung ausgebildet
ist, im Hebebetrieb oder Senkbetrieb das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil (11) in den
ersten Ventilzustand und das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil (12) in den vierten
Ventilzustand zu schalten und im Senkbetrieb oder Hebebetrieb das erste 2/2-Wege-Magnetsitzventil
(11) in den zweiten Ventilzustand und das zweite 2/2-Wege-Magnetsitzventil (12) in
den dritten Ventilzustand zu schalten.
10. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei die elektrisch
gesteuerte Wegeventilanordnung (20) ein 4/3-Wege-Magnetventil (22) umfasst und das
zweite Wegeventil (V2) durch ein Vorspannelement (F2) in Absperrrichtung vorgespannt
und mittels eines zweistufigen Druckübersetzers (D) in Aufsteuerrichtung unter Beaufschlagung
mit einem Vorsteuerdruck entgegen der Wirkung des Vorspannelements (F2) aufsteuerbar
ist.
11. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 10, wobei das 4/3-Wege-Magnetventil (22)
einen fünften Ventilzustand, in dem eine erste Stufe (I) des zweistufigen Druckübersetzers
(D) zusammen mit dem ersten Wegeventil (V1) über erste Vorsteuerleitungen (3a, 3b,
3c) und eine zweite Stufe (II) über zweite Vorsteuerleitungen (4a, 4b) mit dem Tankanschluss
(T) verbunden ist, einen sechsten Ventilzustand, in dem die erste Stufe (I) zusammen
mit dem ersten Wegeventil (V1) über die ersten Vorsteuerleitungen (3a, 3b, 3c) mit
dem Versorgungsanschluss (P) und die zweite Stufe (II) über die zweiten Vorsteuerleitungen
(4a, 4b) mit dem Tankanschluss (T) verbunden ist, und einen siebten Ventilzustand
aufweist, in dem die erste Stufe (I) zusammen mit dem ersten Wegeventil (V1) über
die ersten Vorsteuerleitungen (3a, 3b, 3c) mit dem Tankanschluss (T) und die zweite
Stufe (II) über die zweiten Vorsteuerleitungen (4a, 4b) mit dem Versorgungsanschluss
(P) verbunden ist.
12. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach Anspruch 11, ferner umfassend eine Steuerung des
4/3-Wege-Magnetventils (22), wobei die Steuerung ausgebildet ist, im Hebebetrieb oder
Senkbetrieb das 4/3-Wege-Magnetventil (22) in den sechsten Ventilzustand und im Senkbetrieb
oder Hebebetrieb das 4/3-Wege-Magnetventil (22) in den siebten Ventilzustand zu schalten.
13. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei das zweite Wegeventil
(V2) durch ein Vorspannelement (F2) in Absperrrichtung vorgespannt und mittels eines
zweistufigen Druckübersetzers (D) in Aufsteuerrichtung unter Beaufschlagung mit einem
Vorsteuerdruck entgegen der Wirkung des Vorspannelements (F2) aufsteuerbar ist und
eine erste Stufe (I) des zweistufigen Druckübersetzers (D) über die ersten Vorsteuerleitungen
(3a, 3b, 3c) mit der elektrisch gesteuerten Wegeventilanordnung (10; 20) und eine
zweite Stufe (II) über die zweiten Vorsteuerleitungen (4a, 4b) mit der elektrisch
gesteuerten Wegeventilanordnung verbunden ist.
14. Hydraulisches Hubmodul (HM) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei wenigstens eines
aus dem ersten bis dritten Wegeventil als 2/2-Wegeventil ausgebildet ist.