[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung für eine Zieleinrichtung an einer
Handfeuerwaffe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Montagevorrichtung ist aus der
US 4,205,473 bekannt. Dort sind an einem Lauf einer Handfeuerwaffe zwei separate oder in einer
Schiene zusammengefasste Montageteile gleicher Art befestigt, die jeweils einen nach
oben offenen Hohlraum aufweisen. Zwei andere Montageteile untereinander gleicher Art
bilden jeweils eine ringförmige Halterung für ein Zielfernrohr und weisen an ihrer
unteren Seite eine drehbare Klemmbacke auf, die in einer bestimmten Winkelstellung
jeweils von oben in den Hohlraum eines der waffenseitigen Montageteile eingeführt
und durch Drehung mittels eines Hebels in Eingriff mit einem Abschnitt der Oberfläche
dieses Hohlraumes versetzt werden kann. Hierdurch wird das Montageteil, in welchem
das Zielfernrohr gehaltert ist, mit dem waffenseitigen Montageteil verspannt. Die
Positioniergenauigkeit des Zielfernrohres gegenüber der Handfeuerwaffe hängt hierbei
entscheidend vom Kontakt der Oberflächen der Klemmbacke und des Hohlraumes im verspannten
Zustand ab, in den diese durch eine gegeneinander schleifende Bewegung gelangen, die
bei wiederholter Montage und Demontage zu Verschleiß führen kann, wodurch die Wiederholgenauigkeit
der Positionierung beeinträchtigt wird.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Montagevorrichtung der eingangs genannten Art
zu schaffen, die bei einfacher Bedienung eine möglichst spielfreie und wiederholgenaue
Befestigung ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Montagevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruch 1
gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0005] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass bei einer gattungsgemäßen Montagevorrichtung
in der Öffnung des Koppelelements des ersten Montageteils ein Konus angeordnet ist
und in dem Zapfen des zweiten Montageteils ein dazu passender Gegenkonus ausgebildet
ist oder umgekehrt, wobei der Konus und der Gegenkonus in Eingriff miteinander stehen,
wenn sich die Vorsprünge in Eingriff mit den Eingriffsabschnitten befinden. Über die
Zentrierwirkung des Konus mit dem Gegenkonus wird eine äußerst genaue Positionierung
der beiden Montageteile relativ zueinander erreicht, ohne dass die konischen Oberflächen
gegeneinander schleifen müssen, wenn sie in Kontakt miteinander gelangen, da hierzu
nur eine rein axiale Bewegung nötig ist. Hierdurch wird eine hohe Zielgenauigkeit
auch nach mehrmaliger Demontage und erneuter Montage der Zieleinrichtung ermöglicht.
Die zur Verspannung der beiden Montageteile schleifend gegeneinander bewegten Elemente,
nämlich die radialen Vorsprünge des Zapfens und die Eingriffsabschnitte, gegen welche
die Vorsprünge bewegt werden, wenn der Zapfen und der Hohlraum relativ zueinander
gedreht werden, sind nicht bestimmend für die Positioniergenauigkeit der beiden Montageteile
relativ zueinander und damit auch nicht für die Positioniergenauigkeit der Zieleinrichtung
gegenüber der Handfeuerwaffe.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das erste Montageteil einen Hauptkörper
auf, mit dem ein das Koppelelement bildender Ring drehbar verbunden ist. Der drehbare
Ring allein realisiert in diesem Fall das zur Montage und Demontage der Zielvorrichtung
an bzw. von der Handfeuerwaffe nötige bewegliche Systemelement und erlaubt eine einfache
manuelle Durchführung dieser Schritte ohne Verwendung eines Werkzeugs.
[0007] Besonders zweckmäßig ist es, wenn entweder der Konus oder der Gegenkonus ein Abschnitt
eines Verbindungsgliedes ist, über welches der Ring mit dem Hauptkörper des ersten
Montageteils verbunden ist, und an welchem der Ring drehbar gelagert ist. Das Verbindungsglied
erfüllt in diesem Fall in Gestalt eines einzigen Teils eine doppelte Funktion, nämlich
außer der Zentrierung der beiden Montageteile zueinander im montierten Zustand auch
die drehbare Lagerung des Ringes.
[0008] Für die Lagerung des Ringes an dem Verbindungsglied ist ein Gewinde besonders vorteilhaft,
dessen Richtung bei einer Drehung des Ringes in diejenige Stellung, in welcher der
Vorsprung des Zapfens in Eingriff mit den Eingriffsabschnitten des Ringes gelangt,
eine axiale Bewegung des Ringes in Richtung des Hauptkörpers bewirkt. Ein solches
Gewinde vereint in einfacher Weise die Funktion der Verschwenkung der Vorsprünge des
Zapfens zur Herstellung eines axialen Formschlusses durch Hintergreifen der Eingriffsabschnitte
mit der Funktion der axialen Verspannung des Zapfens und des Ringes gegeneinander.
[0009] Indem das Verbindungsglied an dem Hauptkörper drehbar gelagert ist, wobei die Drehachsen
des Verbindungsgliedes und des Ringes dieselben sind, und das Verbindungsglied an
dem Hauptkörper durch ein lösbares Befestigungselement in einer variablen Winkelposition
fixierbar ist, ergibt sich die Möglichkeit, auf einfache Weise, insbesondere ohne
eine Zerlegung des ersten Montageteils, die axiale Position des Ringes gegenüber dem
Verbindungsglied zu verstellen, um für eine spielfreie Anlage des Konus des Verbindungselements
an dem Gegenkonus des zweiten Montageteils bei angemessenem Anpressdruck zu sorgen.
[0010] Zur definierten Positionierung des Hauptkörpers gegenüber dem Verbindungselement
eignet sich insbesondere eine Paarung aus einem Lagerzapfen und einer zu diesem passender
Ausnehmung, wobei eines dieser Elemente in dem Hauptkörper und das andere in dem Verbindungsglied
vorgesehen ist. Als Befestigungselement eignet sich insbesondere eine Schraube, deren
Schaft sich durch eine axiale Bohrung in dem Verbindungsglied hindurch erstreckt,
und die in eine Gewindebohrung in dem Hauptkörper, deren Achse die gemeinsame Drehachse
des Verbindungsgliedes und des Ringes ist, eingeschraubt ist. Diese Art der Befestigung
des Verbindungsgliedes an dem Hauptkörper kann in besonders einfacher Weise zur Verstellung
der axialen Position des Ringes gegenüber dem Verbindungsglied gelockert und danach
wieder fixiert werden.
[0011] Bevorzugt weist der Ring einen Anschlag auf, welcher den Drehwinkel relativ zu dem
Hauptkörper in derjenigen Drehrichtung, welche zum Eingriff des Eingriffsabschnitts
des Ringes mit den Vorsprüngen des Zapfens führt, begrenzt. Hierdurch wird eine definierte
Position der Vorsprünge des Zapfens bezüglich der Eingriffsabschnitte des Ringes und
eine definierte Anpresskraft zwischen den beiden Montageteilen im miteinander verspannten
Zustand erreicht.
[0012] Darüber hinaus weist der Ring bevorzugt auch einen Anschlag auf, welcher den Drehwinkel
relativ zu dem Hauptkörper in derjenigen Drehrichtung, welche den Eingriff des Eingriffsabschnitts
des Ringes mit den Vorsprüngen des Zapfens aufhebt, begrenzt. Hierdurch wird es dem
Benutzer erleichtert, bei der Demontage der Zieleinrichtung diejenige Position des
Ringes zu finden, in welcher der Ring von dem Zapfen und damit die Zielvorrichtung
von der Handfeuerwaffe abgenommen werden kann. Außerdem wird vermieden, dass der Benutzer
den Ring im demontierten Zustand der Zielvorrichtung unbeabsichtigt über diese Position
hinaus verdreht und bei der erneuten Montage auf der Waffe in einer falschen Position
auf den Zapfen aufsetzt, die keine spielfreie Zentrierung des ersten Montageteils
zum zweiten Montageteil ermöglicht.
[0013] Der Anschlag kann in bevorzugter Weise durch einen vom dem Ring an seiner Außenumfangsfläche
in axialer Richtung abragenden Anschlagzapfen gebildet werden, der an einer Grenze
des Drehwinkelbereiches zur Anlage an einer äußeren Oberfläche des Hauptkörpers gelangt.
Diese Realisierung ist besonders einfach und erlaubt dem Benutzer eine mühelose visuelle
und/oder taktile Kontrolle der beiden Endpositionen des Ringes. Hierbei kann ein einziger
Anschlagzapfen, der an dem Ring so angeordnet ist, dass er an jeder der beiden vorgesehenen
Grenzen des Drehwinkelbereiches zur Anlage an einer jeweils anderen Stelle einer äußeren
Oberfläche des Hauptkörpers gelangt, den Anschlag für beide Drehrichtungen bilden.
Es ist jedoch auch möglich, dass für die beiden verschiedenen Drehrichtungen zwei
separate Anschläge, beispielsweise in Form von zwei separaten, in Umfangsrichtung
des Ringes voneinander beabstandeten Anschlagzapfen, von denen jeder an jeweils nur
einer der beiden vorgesehenen Grenzen des Drehwinkelbereiches zur Anlage an einer
ihm zugeordneten Stelle einer äußeren Oberfläche des Hauptkörpers gelangt, vorhanden
sind.
[0014] Es ist möglich, dass das erste Montageteil eine Halterung für die Zieleinrichtung
aufweist und das zweite Montageteil an der Handfeuerwaffe befestigbar ist oder als
ein Bestandteil derselben ausgebildet ist. Alternativ hierzu kann das zweite Montageteil
eine Halterung für die Zieleinrichtung aufweisen und das erste Montageteil kann an
der Handfeuerwaffe befestigbar oder als ein Bestandteil derselben ausgebildet sein.
[0015] Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung;
- Fig. 2:
- eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung in einer senkrecht
zur Visierlinie liegenden Ebene;
- Fig. 3:
- einen senkrechten Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 2;
- Fig. 4:
- ein Montageteil der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung in zwei perspektivischen
Ansichten;
- Fig. 5:
- einen Ring, der Bestandteil eines anderen Montageteils der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
ist, in zwei perspektivischen Ansichten;
- Fig. 6:
- einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 2 in einer Endposition des Ringes von
Fig. 5;
- Fig. 7:
- einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 2 in einer anderen Endposition des Ringes
von Fig. 5;
- Fig. 8:
- ein Verbindungsglied, das Bestandteil eines Montageteils der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
ist, in zwei perspektivischen Ansichten;
[0016] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Montagevorrichtung 1 in einer perspektivischen
Ansicht zu sehen. Sie besteht aus einem ersten Montageteil 2, welches als Halterung
für eine nicht dargestellte Zieleinrichtung, wie insbesondere ein Zielfernrohr dient,
und aus einem zweiten Montageteil 3, welches an einer Handfeuerwaffe 4, von der in
Fig. 1 nur ein rückwärtiger Teil der Oberseite eines Laufes angedeutet ist, befestigt,
beispielsweise mit dieser verschraubt ist. Als Komponenten des ersten Montageteils
2 sind in Fig. 1 ein Hauptkörper 5, eine Schelle 6 und ein Ring 7 erkennbar. Die Schelle
6 ist mit dem Hauptkörper 5 über nicht dargestellte Klemmschrauben verbindbar und
bildet mit dem Hauptkörper 5 zusammen eine Halterung für eine Zieleinrichtung. Vorzugsweise,
wenngleich nicht notwendigerweise, sind zur Befestigung einer Zieleinrichtung an der
Handfeuerwaffe 4 entlang des Laufes zwei gleichartige Montagevorrichtungen 1 nacheinander
angeordnet. Der Ring 7 dient der lösbaren Verbindung der ersten Montageteils 2 mit
dem zweiten Montageteil 3, die nachfolgend erläutert wird.
[0017] Fig. 2 zeigt eine mittige Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
1 in einer senkrecht zur Visierlinie liegenden Ebene. Wie darin erkennbar ist, weist
das zweite Montageteil 3, welches mit seiner Unterseite auf der Handfeuerwaffe 4 aufliegt
und mit dieser durch eine Schraube 8 verbunden ist, einen Zapfen 9 auf, der sich nach
oben in Richtung des ersten Montageteils 2 erstreckt. Der Verwendung der Begriffe
"oben" und "unten" liegt hier die Anordnung der Montagevorrichtung 1 an der Oberseite
einer Handfeuerwaffe 4, deren Lauf sich in horizontaler Lage befindet, zugrunde. Der
Zapfen 9 hat eine Längsachse 10 und an seinem oberen Ende mehrere in radialer Richtung
abragende Vorsprünge 11. In Fig. 2 ist der Zapfen 9 in eine in dem Ring 7 ausgebildete
Öffnung 12 eingeführt.
[0018] Eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in Fig. 2 und senkrecht zur Ansichtsebene
von Fig. 2 zeigt Fig. 3. Dort befindet sich auf der linken Seite ein Vorsprung 11
in formschlüssigem Eingriff mit einem von mehreren Eingriffsabschnitten 13 des Ringes
7, durch welche die Öffnung 12 am unteren Ende des Ringes 7 an mehreren Stellen entlang
des Umfangs verengt wird. Die Unsymmetrie des oberen Endbereiches des Zapfens 9 und
der Öffnung 12 des Ringes 7 in Fig. 3 beruht auf der in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
vorgesehenen Anzahl von jeweils drei Vorsprüngen 11 und drei Eingriffsabschnitten
13. Dem links erkennbaren Vorsprung 11 und dem zugehörigen Eingriffsabschnitt 13 liegt
auf der rechten Seite kein weiterer Vorsprung 11 bzw. Eingriffsabschnitt 13 unmittelbar
gegenüber, so dass in Fig. 3 die Öffnung 12 auf der rechten Seite nicht ausgefüllt
ist undnals kaum verengt erscheint. Tatsächlich befinden sich aber alle drei Vorsprünge
11 des Zapfens 9 jeweils in Eingriff mit einem der drei Eingriffsabschnitte 13 des
Ringes 7, so dass hierdurch ein Formschluss zwischen dem Ring 7 und dem Zapfen 9 in
axialer Richtung gegeben ist.
[0019] Wie der Zapfen 9 in die Öffnung 12 des Ringes 7 eingeführt und in die in den Figuren
2 und 3 gezeigte Position versetzt werden kann, ist aus den Figuren 4 und 5 ersichtlich,
in denen das zweite Montageteil 3 mit dem Zapfen 9 bzw. der Ring 7 in jeweils zwei
perspektivischen Ansichten dargestellt sind. Wie dort zu erkennen ist, entspricht
die Form der durch die Eingriffsabschnitte 13 auf deren Höhe verengten Öffnung 12
der Form des Endabschnitts des Zapfens 9, an dem die radialen Vorsprünge 11 ausgebildet
sind, so dass der Zapfen 9 mit den Vorsprüngen 11 in mindestens einer Winkelposition
relativ zu dem Ring 7 an den Eingriffsabschnitten 13 vorbei in die Öffnung 12 eingeführt
werden kann, wenn der Ring 7 und der Zapfen 9 so zueinander ausgerichtet sind, dass
ihre jeweiligen Längsachsen 27 bzw. 10 miteinander zusammenfallen. Die Tiefe der Öffnung
12, der Eingriffsabschnitte 13 und der Vorsprünge 11 in jeweils axialer Richtung sind
so aufeinander abgestimmt, dass der Ring 7 und der in diesen eingeführte Zapfen 9
gegeneinander verdreht werden können, so dass die Vorsprünge 11 die Eingriffsabschnitte
13 formschlüssig hintergreifen, wie es in Fig. 3 auf der linken Seite zu sehen ist.
[0020] Die Figuren 6 und 7 zeigen zur Verdeutlichung jeweils Schnittansichten entlang der
Linie B-B in Fig. 2, bei denen sich der Ring 7 und der Zapfen 9 in zwei verschiedenen
Drehwinkelpositionen relativ zueinander befinden. Fig. 6 zeigt eine Position, in welcher
die Vorsprünge 11 an den Eingriffsabschnitten 13 vorbei in die Öffnung 12 eingeführt
werden können. In dieser Winkelposition besteht Übereinstimmung zwischen den Konturen
des Endabschnitts des Zapfens 9 mit den Vorsprüngen 11 und der an ihrem Eingang teilsweise
durch die Eingriffsabschnitte 13 begrenzten Öffnung 12 mit einem vorbestimmten Spiel,
das eine mühelose Einführung der Vorsprünge 11 in die Öffnung 12 erlaubt. Die Vorsprünge
passen dann in die zwischen den Eingriffsabschnitten 13 befindlichen Bereiche des
Eingangs der Öffnung 12. Es ist anzumerken, dass in der Praxis tatsächlich der Ring
7 auf den Zapfen 9 aufgesetzt wird, da letzterer Bestandteil des fest an der Handfeuerwaffe
4 montierten zweiten Montageteils 3 ist. Für die Funktion der Montagevorrichtung 1
kommt es aber nur auf die Relativbewegung zwischen dem Ring 7 und dem Zapfen 9 an.
[0021] Fig 7 zeigt diejenige Position, in welcher die Vorsprünge 11 die Eingriffsabschnitte
13 jeweils mittig hintergreifen. Bei der in dem Ausführungsbeispiel vorgesehenen Anordnung
von jeweils drei gleichen Vorsprüngen 11 und drei gleichen Eingriffsabschnitten 13
symmetrisch entlang des Umfangs des Zapfens 9 bzw. der Öffnung 12 beträgt der Drehwinkel
des Ringes 7 beim Übergang von der in Fig. 6 gezeigten Position in die in Fig. 7 gezeigte
Position 60°. Dieser Drehwinkel von 60° ist auch an den unterschiedlichen Stellungen
des von dem Ring 7 radial abragenden Betätigungshebels 14 in den Figuren 6 und 7 erkennbar.
Aufgrund der vorgesehenen Anzahl von drei Vorsprüngen 11 und drei Eingriffsabschnitten
13 hat der Eingang der Öffnung 12 eine im wesentlichen dreieckige Form mit abgerundeten
Ecken. Es könnten aber auch nur zwei Vorsprünge 11 und dementsprechend zwei Eingriffsabschnitte
13 vorgesehen sein, oder es könnten auch mehr als drei Vorsprünge 11 und eine gleiche
Anzahl von mehr als drei Eingriffsabschnitten 13 vorgesehen sein. Der Drehwinkel beträgt
stets 180° dividiert durch die Anzahl der Vorsprünge 11.
[0022] Wie Fig. 2 weiter zeigt, ist der Ring 7 durch ein Gewinde 15 mit einem Verbindungsglied
16 verbunden, welches einen weiteren Bestandteil des ersten Montageteils 2 darstellt
und seinerseits durch eine Schraube 17, die in eine Gewindebohrung 18 in dem Hauptkörper
5 des ersten Montageteils 2 eingeschraubt ist, mit dem Hauptkörper 5 verbunden ist.
Durch das Gewinde 15 ist der Ring 7 an seiner Innenseite drehbar an der Außenseite
des Verbindungsgliedes 16 und über dieses an dem Hauptkörper 5 gelagert. Das Verbindungsglied
16 ist in Fig. 8 in zwei verschiedenen perspektivischen Ansichten dargestellt und
hat im wesentlichen die Form eines Ringes mit einer Längsachse 26, der auf einer Seite
als ein Konus 19 ausgebildet ist und auf der entgegengesetzten Seite eine hohlzylindrische
Ausnehmung 20 aufweist. Im montierten Zustand entsprechend Fig. 2 greift ein von dem
Hauptkörper 5 mittig abragender zylindrischer Fortsatz 21 in die Ausnehmung 20 ein
und legt hierdurch die Position des Verbindungsgliedes 16 bezüglich des Hauptkörpers
5 fest.
[0023] In der in den Figuren 2, 3 und 7 gezeigten Position des Zapfens 9, in der die Vorsprünge
11 sich in Eingriff mit den Eingriffsabschnitten 13 befinden, liegt der Konus 19 an
einem in dem Zapfen 9 durch eine konische Öffnung an seiner Stirnseite ausgebildeten
Gegenkonus 22 an. Die Symmetrieachse 26 des Konus 19 und damit des Verbindungsgliedes
16 fällt in dieser Position mit der Symmetrieachse des Gegenkonus 22, welche mit der
Längsachse 10 des Zapfens 9 übereinstimmt, zusammen. Hierdurch erfolgt in der in den
Figuren 2 und 3 gezeigten Position eine Zentrierung zwischen dem Zapfen 9 und dem
Verbindungsglied 16 und somit auch eine definierte relative Positionierung zwischen
dem ersten Montageteil 2 und dem zweiten Montageteil 3 insgesamt. Diese definierte
relative Positionierung beschränkt sich nicht auf die radiale Richtung, d.h. auf das
Zusammenfallen der Achsen 10 und 26, sondern sie umfasst auch die axiale Richtung
bezüglich dieser Achsen 10 und 26.
[0024] Die relative Drehung zwischen dem Zapfen 9 und dem Ring 7 zur Versetzung der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung in die in den Figuren 2, 3 und 7 gezeigte Position erfolgt nach
dem Aufsetzen des ersten Montageteils 2 auf das zweite Montageteil 3 in der in Fig.
6 gezeigten Winkelposition des Ringes 7 durch eine anschließende Drehung des Ringes
7 durch den Benutzer mittels des Betätigungshebels 14. Die Lagerung des Ringes 7 an
dem Verbindungsglied 16 durch das Gewinde 15 sorgt hierbei dafür, dass der Ring 7
bei dieser Drehung auch eine axiale Bewegung relativ zu dem Verbindungsglied 16 bezüglich
der miteinander übereinstimmenden Längsachsen 26 und 27 ausführt, bei der die Vorsprünge
11 in Kontakt mit den Eingriffsabschnitten 13 gelangen, wodurch der Konus 19 bei zunehmendem
Drehwinkel des Ringes 7 mit zunehmender axialer Kraft gegen den Gegenkonus 22 gedrückt
wird.
[0025] Um zu gewährleisten, dass die Anlage des Konus 19 an dem Gegenkonus 22 im verbundenen
Zustand der beiden Montageteile 2 und 3 einerseits spielfrei ist und dort andererseits
keine exzessive Pressung erfolgt, sowie bei der Drehung des Ringes 7 kein übermäßiger
Verschleiß an den Kontaktflächen der Vorsprünge 11 und der Eingriffsabschnitte 13
stattfindet, ist die axiale Position des Ringes 7 gegenüber dem Verbindungsglied 16
einstellbar. Hierzu weist das Verbindungsglied 16 eine in den Figuren 2 und 8 sichtbare
schräge Bohrung 23 auf, in welche von der Oberfläche des Konus 19 her ein Stift einführbar
ist. Nach einer Lockerung der Schraube 17 kann das Verbindungsglied 16 mittels eines
in die Bohrung 23 eingeführten Stiftes um seine Längsachse 26 gedreht werden, wodurch
sich infolge der Lagerung des Ringes 7 über das Gewinde 15 die axiale Position des
Ringes 7 gegenüber dem Verbindungsglied 16 ändert, wenn der Ring 7 bei der Drehung
des Verbindungsgliedes 16 festgehalten wird. Nach dem erneuten Anziehen der Schraube
17 befindet sich der Ring dann in einer anderen axialen Position als vorher.
[0026] Diese Einstellung der axialen Position des Ringes 7 muss nur bei der Erstmontage,
jedoch nicht bei der laufenden Benutzung durchgeführt werden. Sie kann bei Bedarf
später erneut durchgeführt werden, beispielsweise um Fertigungstoleranzen auszugleichen,
wenn eine mit einem oder mehreren ersten Montageteilen 2 versehene Zieleinrichtung
an einer anderen Handfeuerwaffe 4 verwendet werden soll, die bereits mit einem oder
mehreren zweiten Montageteilen 3 versehen ist, deren Abmessungen toleranzbedingt geringfügig
abweichend sind. Vorteilhafterweise ist hierzu keine Zerlegung des ersten Montageteils
2 notwendig, sondern es genügt eine Lockerung der Schraube 17.
[0027] Um den Drehwinkel des Ringes 7 auf genau denjenigen Bereich zu begrenzen, der nötig
ist, um die Vorsprünge 11 zwischen der in Fig. 6 gezeigten Position, in der sie an
den Eingriffsabschnitten 13 vorbei in die Öffnung 12 einführbar sind, und der in den
Figuren 2, 3 und 7 gezeigten Position, in der sie die Eingriffsabschnitte 13 mittig
hintergreifen und mit angemessener Druckkraft berühren, hin und her zu bewegen, ist
an der Außenumfangsfläche des Ringes 7 ein Anschlagzapfen 24 angeformt. Der Anschlagzapfen
24 berührt in jeder der in den Figuren 6 und 7 gezeigten Endpositionen des Ringes
7 einen Oberflächenabschnitt 25 des Hauptkörpers 5 an einer jeweils anderen Stelle.
[0028] Fig. 1 zeigt die zum Einführen der Vorsprünge 11 in die Öffnung 12 des Ringes 7 geeignete
Endposition entsprechend Fig. 6, in welcher der Betätigungshebel 14 seitlich von der
Handfeuerwaffe 4 abragt und der Anschlagzapfen 24 an einer Stelle des Oberflächenabschnitts
25 des Hauptkörpers 5 anliegt. Zur Verspannung des ersten Montageteils 2 mit dem zweiten
Montageteil 3 ist der Betätigungshebel 14 in Richtung des Pfeils 28 in Fig. 1 zu schwenken,
wobei sich der Anschlagzapfen 24 zunächst von dem Oberflächenabschnitt 25 entfernt,
dann wieder diesem annähert und schließlich an einer anderen Stelle des Oberflächenabschnitts
25 anschlägt, wenn die Eingriffsabschnitte 13 des Ringes 7 die in Fig. 7 gezeigte
Endposition erreicht haben.
[0029] Bei dem vorausgehend beschriebenen Ausführungsbeispiel bildet das erste Montageteil
2, zu dessen Bestandteilen unter anderem der Hauptkörper 5, der Ring 7, das Verbindungsglied
16 und die Schraube 17 gehören, eine Halterung für die Zielvorrichtung, und das zweite
Montageteil 3 mit dem Zapfen 9 ist an der Handfeuerwaffe 4 befestigt. Ebenso wäre
es jedoch auch möglich, das erste Montageteil 2 an der Handfeuerwaffe 4 zu befestigen,
und das zweite Montageteil 3 mit einer Halterung für die Zielvorrichtung zu versehen.
Es versteht sich, dass hierzu die Form des Hauptkörpers 5 zur Befestigung an der Handfeuerwaffe
4 angepasst werden muss. Zu den nötigen Maßnahmen gehören insbesondere eine einseitige
Verlängerung des Hauptkörpers 5 in Richtung des Laufes der Handfeuerwaffe 4, die Ausbildung
von Bohrungen für Schrauben zur Befestigung am Lauf sowie die Verringerung der Breite
auf die Breite des Laufes. Ferner muss auch die Form des zweiten Montageteils 3 angepasst
werden, insbesondere zur Bereitstellung einer Auflage für die Zielvorrichtung und
von Halterungs- und Befestigungselementen für diese, wie etwa einer Schelle sowie
Schraubverbindungen zu deren Befestigung. Eine solche Vertauschung der Positionen
des ersten und des zweiten Montageteils 2 und 3 bezüglich der Anordnung an der Handfeuerwaffe
4 liegt im Rahmen der beanspruchten Erfindung.
[0030] Ebenso wäre es möglich, den Konus 19 an der Stirnseite des Zapfens 9 und den Gegenkonus
22 in dem Verbindungsglied 16, welches am Boden der Öffnung 12 angeordnet ist, auszubilden.
Hierzu könnte die Anordnung der Ausnehmung 20 und des Fortsatzes 21 zwischen dem Verbindungsglied
16 und dem Hauptkörper 5 vertauscht werden, um in dem Verbindungsglied 16 ausreichenden
Raum für den Gegenkonus 22, der die Ausbildung einer Öffnung erfordert, zu schaffen.
Die Positionierungswirkung der Paarung aus Konus 19 und Gegenkonus 22 wäre auch bei
einer vertauschten Anordnung dieser beiden Elemente an dem ersten und dem zweiten
Montageteil 2 bzw. 3 gegeben. Solche und vergleichbare Abwandlungen, die sich für
einen Fachmann aus dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ergeben, sind Bestandteil
der Erfindung und werden vom Schutzbereich der Ansprüche umfasst.
1. Montagevorrichtung (1) für eine Zieleinrichtung an einer Handfeuerwaffe (4) mit mindestens
zwei miteinander verbindbaren Montageteilen (2, 3), von denen eines mit der Handfeuerwaffe
(4) und das andere mit der Zieleinrichtung verbunden oder verbindbar ist, wobei ein
erstes Montageteil (2) ein Koppelelement mit einer Öffnung (12) aufweist, deren Oberfläche
teilweise durch hinterschnittene Eingriffsabschnitte (13) definiert wird, wobei ein
zweites Montageteil (3) einen Zapfen (9) mit radialen Vorsprüngen (11) aufweist, welcher
mit den Vorsprüngen (11) an den Eingriffsabschnitten (13) vorbei in die Öffnung (12)
einführbar ist, und wobei im eingeführten Zustand durch eine relative Drehung zwischen
dem Zapfen (9) und dem Koppelelement die Vorsprünge (11) in Eingriff mit den Eingriffsabschnitten
(13) versetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass in der Öffnung (12) ein Konus (19) angeordnet ist und in dem Zapfen (9) ein dazu
passender Gegenkonus (22) ausgebildet ist oder umgekehrt, wobei der Konus (19) und
der Gegenkonus (22) in Eingriff miteinander stehen, wenn sich die Vorsprünge (11)
in Eingriff mit den Eingriffsabschnitten (13) befinden.
2. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Montageteil (2) einen Hauptkörper (5) aufweist, mit dem ein das Koppelelement
bildender Ring (7) drehbar verbunden ist.
3. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass entweder der Konus (19) oder der Gegenkonus (22) ein Abschnitt eines Verbindungsgliedes
(16) ist, über welches der Ring (7) mit dem Hauptkörper (5) des ersten Montageteils
(2) verbunden ist, und an welchem der Ring (7) drehbar gelagert ist.
4. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (7) an dem Hauptkörper (5) durch ein Gewinde (15) gelagert ist, dessen Richtung
bei einer Drehung des Ringes (7) in diejenige Stellung, in welcher die Vorsprünge
(11) des Zapfens (9) in Eingriff mit den Eingriffsabschnitten (13) des Ringes (7)
gelangen, eine axiale Bewegung des Ringes (7) in Richtung des Hauptkörpers (5) bewirkt.
5. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (16) an dem Hauptkörper (5) drehbar gelagert ist, wobei die
Drehachsen des Verbindungsgliedes (16) und des Ringes (7) dieselben sind, und dass
das Verbindungsglied (16) an dem Hauptkörper (5) durch ein lösbares Befestigungselement
(17) in einer variablen Winkelposition fixierbar ist.
6. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkörper (5) einen Lagerzapfen (21) und das Verbindungsglied (16) eine zu
diesem passende Ausnehmung (20) aufweist oder umgekehrt.
7. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (17) eine Schraube ist, deren Schaft sich durch eine axiale
Bohrung in dem Verbindungsglied (16) hindurch erstreckt, und die in eine Gewindebohrung
(18) in dem Hauptkörper (5), deren Achse die gemeinsame Drehachse des Verbindungsgliedes
(16) und des Ringes (7) ist, eingeschraubt ist.
8. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (7) einen Anschlag aufweist welcher seinen Drehwinkelbereich relativ zu
dem Hauptkörper (5) in derjenigen Drehrichtung, welche zum Eingriff der Eingriffsabschnitte
(13) des Ringes (7) mit den Vorsprüngen (11) des Zapfens (9) führt, begrenzt.
9. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (7) einen Anschlag aufweist, welcher seinen Drehwinkelbereich relativ zu
dem Hauptkörper (5) in derjenigen Drehrichtung, welche den Eingriff der Eingriffsabschnitte
(13) des Ringes mit den Vorsprüngen (11) des Zapfens (9) aufhebt, begrenzt.
10. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag durch einen vom dem Ring (7) an seiner Außenumfangsfläche in axialer
Richtung abragenden Anschlagzapfen (24) gebildet wird, der an einer Grenze des Drehwinkelbereiches
zur Anlage an einer äußeren Oberfläche (25) des Hauptkörpers gelangt.
11. Montagevorrichtung (1) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Montageteil (2) eine Halterung für die Zieleinrichtung aufweist und das
zweite Montageteil (3) an der Handfeuerwaffe (4) befestigbar ist oder als ein Bestandteil
derselben ausgebildet ist.
12. Montagevorrichtung (1) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Montageteil (3) eine Halterung für die Zieleinrichtung aufweist und das
erste Montageteil (2) an der Handfeuerwaffe (4) befestigbar ist oder als ein Bestandteil
derselben ausgebildet ist.