| (19) |
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(11) |
EP 3 172 400 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.07.2018 Patentblatt 2018/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.06.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/063275 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/012156 (28.01.2016 Gazette 2016/04) |
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| (54) |
SCHNEIDROLLENANORDNUNG UND MIT SCHNEIDROLLENANORDNUNGEN AUSGESTATTETES SCHNEIDRAD
ROLLER CUTTER ARRANGEMENT AND CUTTING WHEEL EQUIPPED WITH SAID ROLLER CUTTER ARRANGEMENT
DISPOSITIF À COUTEAU CIRCULAIRE ET ROUE DE COUPE ÉQUIPÉE D'UN DISPOSITIF À COUTEAU
CIRCULAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
22.07.2014 DE 102014110310
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.05.2017 Patentblatt 2017/22 |
| (73) |
Patentinhaber: HERRENKNECHT AKTIENGESELLSCHAFT |
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77963 Schwanau (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DUHME, Ruben
Singapore 088264 (SG)
- EDELMANN, Thomas
77815 Bühl (DE)
- WANG, Zheng Gang
Singapore 824201 (SG)
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| (74) |
Vertreter: RACKETTE Patentanwälte PartG mbB |
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Kaiser-Joseph-Strasse 179 79098 Freiburg 79098 Freiburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C1- 4 408 992
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DE-U1- 9 415 897
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidrollenanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein mit Schneidrollenanordnungen ausgestattetes
Schneidrad.
[0003] Eine derartige Schneidrollenanordnung und ein mit Schneidrollenanordnungen ausgestattetes
Schneidrad sind aus
DE 94 15 897 U1 bekannt. Diese vorbekannte Schneidrollenanordnung für ein Schneidrad einer Tunnelvortriebsmaschine
verfügt über einen Wechseltopf und über einen Lagerblock, der entlang einer Verschiebeachse
verschiebbar in dem Wechseltopf gelagert ist. Weiterhin ist eine Schneidrolleneinheit
vorhanden, die wenigstens eine drehbar in dem Lagerblock gelagerte und entlang einer
gegen die Verschiebeachse gekippten Wirkachse wirkende Schneidrolle aufweist.
[0004] Eine weitere Schneidrollenanordnung und ein mit Schneidrollenanordnungen ausgestattetes
Schneidrad sind aus
DE 44 08 992 C1 bekannt. Diese vorbekannte Schneidrollenanordnung für ein Schneidrad einer Tunnelvortriebsmaschine
verfügt über einen Wechseltopf und über einen Lagerblock, der entlang einer Verschiebeachse
verschiebbar in dem Wechseltopf gelagert ist. Weiterhin ist eine Schneidrolleneinheit
vorhanden, die wenigstens eine drehbar in dem Lagerblock gelagerte und entlang einer
Wirkachse wirkende Schneidrolle aufweist. Bei der vorbekannten Schneidrollenanordnung
fluchten die Verschiebeachse und die Wirkachse. Bei dem vorbekannten Schneidrad einer
Tunnelvortriebsmaschine sind Schneidrollenanordnungen in einer radialen Richtung relativ
weit voneinander beabstandet angeordnet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Schneidrollenanordnung der eingangs
genannten Art anzugeben, die bei Entlastung einer die Schneidrolle bewegenden Verschiebeeinheit
eine eng benachbarte Anordnung insbesondere im Zentrumsbereich eines Schneidrades
einer Tunnelvortriebsmaschine zulässt.
[0006] Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zu Grunde, ein Schneidrad für eine Tunnelvortriebsmaschine
zu schaffen, bei dem Schneidrollenanordnungen im Zentrumsbereich eng benachbart angeordnet
sind.
[0007] Die erstgenannte Aufgabe wird bei einer Schneidrollenanordnung der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0008] Die zweitgenannte Aufgabe wird bei einem Schneidrad für eine Tunnelvortriebsmaschine
erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruches 7 gelöst.
[0009] Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnung die Verschiebeachse
und die Wirkachse abgewinkelt zueinander ausgerichtet sind, und die Parallelwände
Kräfte aufnehmen, lassen sich unter Entlastung einer die Schneidrolle bewegenden Verschiebeeinheit
mehrere erfindungsgemäße Schneidrollenanordnungen insbesondere im Zentrumsbereich
eines Schneidrades mit den Schneidrolleneinheiten eng benachbart nebeneinander anordnen,
wobei die Wechseltöpfe schräg voneinander wegweisend angeordnet sind und dadurch Raum
für weitere, insbesondere zum Wechseln von Schneidrollen erforderliche Gerätschaften
geschaffen ist.
[0010] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles mit Bezug auf die Figuren der
Zeichnung.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer Stirnansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schneidrades
einer Tunnelvortriebsmaschine, das in einem Zentrumsbereich mit einer Anzahl von Ausführungsbeispielen
erfindungsgemäßer Schneidrollenanordnungen ausgestattet ist,
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung gemäß Fig. 1 im Zentrumsbereich mit
Blick auf die in Abbaurichtung vordere Seite einer Schneidradplatte des Schneidrades,
- Fig. 3
- in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung gemäß Fig. 2 im Zentrumsbereich mit
Blick auf die in Abbaurichtung hintere Seite der Schneidradplatte des Schneidrades,
- Fig. 4
- in einer Schnittansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnung
mit einer Schneidrolleneinheit, die in einer vorgeschobenen Arbeitsstellung angeordnet
ist,
- Fig. 5
- in einer Schnittansicht das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnung
gemäß Fig. 4 mit der Schneidrolleneinheit in einer Zwischenstellung,
- Fig. 6
- in einer Schnittansicht das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnung
gemäß Fig. 4 mit der Schneidrolleneinheit in einer rückgezogenen Wartungsstellung
und
- Fig. 7
- in einer Schnittansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnung
mit zwei Schneidrolleneinheiten, die in einer vorgeschobenen Arbeitsstellung angeordnet
sind.
[0013] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schneidrades 1 einer
Tunnelvortriebsmaschine in einer Stirnansicht mit Blick auf die in Abbaurichtung vordere
Seite. Das Schneidrad 1 verfügt über eine flache Schneidradplatte 2, die mit einer
Anzahl von an sich bekannten Peripherieschneidrollenanordnungen 3 bestückt ist. Die
Peripherieschneidrollenanordnungen 3 sind radial außenseitig eines mittig liegenden
Zentrumsbereichs 4 der Schneidradplatte 2 angeordnet und liegen in jeweils einer radialen
Richtung relativ weit voneinander beabstandet. Im Zentrumsbereich 4 sind bei dieser
Ausgestaltung als Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnungen
eine einfach bestückte Zentrumsschneidrollenanordnung 5, eine doppelte bestückte Zentrumsschneidrollenanordnung
6 und wenigstens eine Übergangsschneidrollenanordnung 7 vorhanden.
[0014] Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung gemäß Fig. 1 im Zentrumsbereich
4 mit Blick auf die in Abbaurichtung vordere Seite der Schneidradplatte 2 des Schneidrades
1. Im Zentrumsbereich 4 sind weiterhin radial außenseitig der Zentrumsschneidrollenanordnungen
5, 6 angeordnete Übergangsschneidrollenanordnungen 7 vorhanden, die wenigstens teilweise
als Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnungen ausgeführt
sind. Der Darstellung gemäß Fig. 2 lässt sich entnehmen, dass die Zentrumsschneidrollenanordnungen
5, 6 und die Übergangsschneidrollenanordnungen 7 als Schneidrollen über Doppelschneidrollen
8 verfügen, die jeweils zwei Schneiddisken 9 aufweisen. Die Zentrumsschneidrollenanordnungen
5, 6 und die Übergangsschneidrollenanordnungen 7 sind jeweils von einer konturangepassten
Verschleißschutzplatte 10 umgeben, die zum Schutz auf der in Abbaurichtung vorderen
Seite der Schneidradplatte 2 angebracht sind.
[0015] Fig. 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung gemäß Fig. 2 im Zentrumsbereich
4 mit Blick auf die in Abbaurichtung hintere Seite der Schneidradplatte 2 des Schneidrades
1. Der Darstellung gemäß Fig. 3 lässt sich entnehmen, dass die Zentrumsschneidrollenanordnungen
5, 6 und erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele von Übergangsschneidrollenanordnungen
7 als Wechseltopf über jeweils einen Winkelwechseltopf 11 verfügen, der in Bezug auf
die Ebene der Schneidradplatte 2 schiefwinklig ausgerichtet ist und zum möglichst
optimalen Ausnutzen des verfügbaren Raumes vorzugsweise bis auf abgerundete Eckbereiche
einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweist. An einer Anzahl von Winkelwechseltöpfen
11 sind über nach radial außen abstehende Befestigungszungen 12 eine Anzahl von starren
Zylinderaufhängestangen 13 angebracht, die mit ihren der Schneidradplatte 2 abgewandten
Enden mit einer jeweils einem Winkelwechseltopf 11 zugeordneten Zylinderaufhängung
14 verbunden sind. Jede Zylinderaufhängung 14, die auf der dem zugeordneten Winkelwechseltopf
11 der Schneidradplatte 2 abgewandten Seite angeordnet ist, trägt wiederum als Verschiebeeinheit
einen Rückzugzylinder 15, der sich von der betreffenden Zylinderaufhängung 14 in den
jeweiligen Winkelwechseltopf 11 hinein erstreckt.
[0016] Weitere Übergangsschneidrollenanordnungen 7 verfügen über jeweils über einen Parallelwechseltopf
16, der in Bezug auf die Ebene der Schneidradplatte 2 rechtwinklig ausgerichtet ist.
[0017] In die nicht mit Zylinderaufhängestangen 13 versehenen Winkelwechseltöpfe 11 und
in die zweckmäßigerweise verschieden lang ausgestalteten Parallelwechseltöpfe 16 tauchen
ebenfalls Rückzugzylinder 15 als Verschiebeeinheiten ein, die mit ihren der Schneidradplatte
2 abgewandten Enden an Zylinderaufhängeflanschen 17 angebracht sind, die wiederum
mit dem Schneidrad 1 in Verbindung stehen.
[0018] Sowohl die Zentrumsschneidrollenanordnungen 5, 6 als auch die Übergangsschneidrollenanordnungen
7 sind mit Absperrschiebern 18 von Schiebereinheiten ausgestattet. Jeder Absperrschieber
18 ist in einem Schiebergehäuse 19 der Verschiebeeinheit verschiebbar gelagert, das
in den jeweiligen Winkelwechseltopf 11 beziehungsweise Parallelwechseltopf 16 integriert
ist.
[0019] Fig. 4 zeigt in einer Schnittansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Schneidrollenanordnung in Gestalt einer Übergangsschneidrollenanordnung 7. Aus Fig.
4 ist ersichtlich, dass der dargestellte Winkelwechseltopf 11, wie auch die übrigen
Winkelwechseltöpfe 11, zweiteilig mit jeweils einem zwischengelagerten Schiebergehäuse
19 aufgebaut sind. Jeder Winkelwechseltopf 11 verfügt über eine Anzahl von parallel
zu einer in Fig. 4, wie auch in den nachfolgenden Figuren, gestrichelt dargestellten
Verschiebeachse 20 ausgerichteten Parallelwänden 21. An der bei bestimmungsgemäßen
Verbau der Schneidradplatte 2 zugewandten Seite ist jeder Winkelwechseltopf 11 mit
einer Winkelwand 22 ausgebildet, die an einer Parallelwand 21 angeformt und abgewinkelt
zu der Verschiebeachse 20, jedoch rechtwinklig zu der Schneidradplatte 2, ausgerichtet
ist.
[0020] Weiterhin ist aus der Darstellung gemäß Fig. 4 ersichtlich, dass die dargestellte
Übergangsschneidrollenanordnung 7 als Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Schneidrollenanordnung, wie auch die in Fig. 4 nicht dargestellten Zentrumsschneidrollenanordnungen
5, 6 als weitere Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Schneidrollenanordnungen,
über eine Schneidrolleneinheit 23 verfügt, die neben der bereits in Zusammenhang mit
Fig. 1 erläuterten Doppelschneidrolle 8 über einen massiven Lagerblock 24 verfügt.
Der Lagerblock 24 ist entsprechend dem Winkelwechseltopf 11 mit einer Anzahl von Parallelwänden
25 ausgebildet, die parallel zu der Verschiebeachse 20 ausgerichtet und so angeordnet
sind, dass sie an den nach radial innen weisenden Innenseiten der Parallelwände 21
des Winkelwechseltopfes 11 im wesentlichen spielfrei und entlang der Verschiebeachse
20 verschiebbar gelagert sind. Zum Verschieben des Lagerblockes 24 greift der Rückzugzylinder
15 über eine Verbindungseinheit 26 an der der Doppelschneidrolle 8 abgewandten Seite
an dem Lagerblock 24 an.
[0021] An dem Lagerblock 24 ist auf der der Verbindungseinheit 26 abgewandten Seite eine
Winkelwand 27 ausgebildet, die wie die Winkelwand 22 des Winkelwechseltopfes 11 gegenüber
der Verschiebeachse 20 abgewinkelt ausgerichtet ist. Der Lagerblock 24 trägt auf seiner
der Verbindungseinheit 26 abgewandten Seite eine Lagerachse 28 der Schneidrolleneinheit
23, an der die Doppelschneidrolle 8 angebracht ist. Die Lagerachse 28 ist mit einem
Ende an der Winkelwand 27 und mit dem anderen Ende an der der Winkelwand 27 gegenüberliegenden
Parallelwand 25 des Lagerblockes 24 gehalten, so dass eine in Fig. 4, wie auch in
den nachfolgenden Figuren, strichpunktiert dargestellte Wirkachse 29, die rechtwinklig
zu der Schneidradplatte 2 ausgerichtet ist, gegenüber der Verschiebeachse 20 abgewinkelt
ist.
[0022] In der Darstellung gemäß Fig. 4 ist die Schneidrolleneinheit 23 in einer vorgeschobenen
Arbeitsstellung angeordnet, in der nach Ausfahren des Rückzugzylinders 15 die Schneiddisken
9 über die Schneidradplatte 2 überstehen. In der Arbeitsstellung liegt der Lagerblock
24 insbesondere im Bereich seiner Winkelwand 27 und der sich an die Winkelwand 27
des Lagerblockes 24 anschließenden Parallelwand 25 formschlüssig an den entsprechenden
Bereichen des Winkelwechseltopfes 11 an, so dass auf die Schneidrolleneinheit 23 in
Richtung der Wirkachse 29 einwirkende Kräfte aufgrund der gegenüber der Wirkachse
29 abgewinkelten Verschiebeachse 20 teilweise in den Winkelwechseltopf 11 eingeleitet
werden. Dadurch verringert sich gegenüber einer parallelen, fluchtenden Ausrichtung
der Wirkachse 29 und der Verschiebeachse 20 die von den Rückzugzylinder 15 aufzunehmende
Kraft.
[0023] Fig. 5 zeigt in einer Schnittansicht das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Schneidrollenanordnung in Gestalt einer Übergangsschneidrollenanordnung 7 gemäß Fig.
4 mit der Schneidrolleneinheit 23 in einer Zwischenstellung, die ausgehend von der
Arbeitsstellung gemäß Fig. 4 durch Verkürzen der Arbeitslänge des Rückzugzylinders
15 eingenommen worden ist. Aus der Darstellung gemäß Fig. 5 ist ersichtlich, dass
eine der Winkelwand 27 des Lagerblockes 24 gegenüber liegende Schneidrollenaußenkante
30 fluchtend mit der der Winkelwand 27 des Lagerblockes 24 gegenüber liegenden Parallelwand
25 des Lagerblockes 24 ausgestaltet ist, so dass die Schneidrolleneinheit 23 entlang
der Verschiebeachse 20 in den Winkelwechseltopf 11 behinderungsfrei eintauchend verschiebbar
ist.
[0024] Fig. 6 zeigt in einer Schnittansicht das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Schneidrollenanordnung in Gestalt einer Übergangsschneidrollenanordnung 7 gemäß Fig.
4 mit der Schneidrolleneinheit 23 in einer rückgezogenen Wartungsstellung, die durch
maximales Verkürzen der Arbeitslänge des Rückzugzylinders 15 eingenommen worden ist.
In der Wartungsstellung ist die Schneidrolleneinheit 23 so weit in den Winkelwechseltopf
11 zurückgezogen, dass der Absperrschieber 18 den Winkelwechseltopf 11 druckdicht
gegen die in Abbaurichtung vordere Seite der Schneidradplatte 2 abschließend in den
Winkelwechseltopf 11 einschiebbar ist. Nunmehr lässt sich in der Arbeitsstellung gemäß
Fig. 6 ein atmosphärischer Wechsel beispielsweise der einem verhältnismäßig hohen
Verschleiß unterworfenen Schneiddisken 9 vornehmen.
[0025] Fig. 7 zeigt in einer Schnittansicht als ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Schneidrollenanordnung die doppelt bestückte Zentrumsschneidrollenanordnung 6, die
zwei Schneidrolleneinheiten 20 aufweist. Die Winkelwechseltöpfe 11 der Zentrumsschneidrollenanordnung
6 sind so angeordnet, dass die Verschiebeachsen 20 in Richtung der Schneidradplatte
2 aufeinander zu laufen und sich in Abbaurichtung in einem Abstand von der Schneidradplatte
2 schneiden.
[0026] Die Schneidrolleneinheiten 20 sind in der Darstellung gemäß Fig. 7 in einer vorgeschobenen
Arbeitsstellung angeordnet und aufgrund der sich in Richtung der Schneidradplatte
2 annähernden Ausrichtung der beiden Winkelwechseltöpfe 11 eng benachbart, wobei zugleich
in einem Abstand von der Schneidradplatte 2 entgegen der Abbaurichtung aufgrund der
schräg gestellten Winkelwechseltöpfe 11 der Zentrumsschneidrollenanordnungen 5, 6
und benachbarter Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Übergangsschneidrollenanordnungen
7 verhältnismäßig viel Raum zum konstruktiv relativ einfachen Anordnen der Rückzugzylinder
15 und insbesondere der Zylinderaufhängestangen 13 im Zentrumsbereich 4 vorhanden
ist.
1. Schneidrollenanordnung für ein Schneidrad (1) einer Tunnelvortriebsmaschine mit einem
Wechseltopf (11, 16), mit einem Lagerblock (24), der entlang einer Verschiebeachse
(20) verschiebbar in dem Wechseltopf (11, 16) gelagert ist, und mit einer Schneidrolleneinheit
(23), die wenigstens eine drehbar in dem Lagerblock (24) gelagerte und entlang einer
Wirkachse (29) wirkende Schneidrolle (8) aufweist, wobei die Wirkachse (29) gegenüber
der Verschiebeachse (20) abgewinkelt ist, wobei der Wechseltopf (11) parallel zu der
Verschiebeachse (20) ausgerichtete Parallelwände (21) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechseltopf (11) an einem vorderseitigen Ende eine gegenüber der Verschiebeachse
(20) abgewinkelte, parallel zu der Wirkachse (29) ausgerichtete Winkelwand (22) aufweist.
2. Schneidrollenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von Wechseltöpfen (11) schräg voneinander wegweisend angeordnet ist.
3. Schneidrollenanordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechseltopf (11) einen im Wesentlichen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt
aufweist.
4. Schneidrollenanordnung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidrolleneinheit (23) einen Lagerblock (24) aufweist, an dem die oder jede
Schneidrolle (8) drehbar angebracht ist und der parallel zu der Verschiebeachse (20)
ausgerichtete Parallelwände (25) sowie eine gegenüber der Verschiebeachse (20) abgewinkelte,
parallel zu der Wirkachse (29) ausgerichtete Winkelwand (27) aufweist.
5. Schneidrollenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Winkelwand (27) des Lagerblockes (24) gegenüber liegende Schneidrollenaußenkante
(30) fluchtend mit der der Winkelwand (27) des Lagerblockes (24) gegenüber liegende
Parallelwand (25) des Lagerblockes (24) ausgerichtet ist.
6. Schneidrollenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebeeinheit (15) vorhanden ist, mit der die Schneidrolleneinheit (23)
entlang der Verschiebeachse (20) zwischen einer vorgeschobenen Arbeitsstellung und
eine rückgezogenen Wartungsstellung verschiebbar ist.
7. Schneidrollenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebeeinheit (18) vorhanden ist, mit der in einer rückgezogenen Wartungsstellung
der Schneidrolleneinheit (23) der Wechseltopf (11) druckdicht absperrbar ist.
8. Schneidrad mit einer Anzahl von Schneidrollenanordnungen (5, 6, 7) nach einem der
Ansprüche 1 bis 7, wobei die Schneidrollenanordnungen (5, 6, 7) im Zentrumsbereich
(4) des Schneidrades (1) angeordnet sind.
9. Schneidrad nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeachsen (20) von wenigstens zwei Wechseltöpfen (11) in Richtung einer
Schneidradplatte (2) aufeinander zu laufend ausgerichtet sind.
10. Schneidrad nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidrollen (8) von in den Wechseltöpfen (11) mit in Richtung der Schneidradplatte
(2) aufeinander zu laufenden Verschiebeachsen (20) angeordneten Schneidrolleneinheiten
(23) eng benachbart angeordnet sind.
1. Disc cutter arrangement for a cutting wheel (1) of a tunnel boring machine, having
a replaceable holder (11, 16), having a bearing block (24) which is mounted in the
replaceable holder (11, 16) to be displaceable along an axis of displacement (20),
and having a disc cutter unit (23) which has at least one disc cutter (8) which is
rotatably mounted in the bearing block (24) and which acts along an axis of action
(29), the axis of action (29) being at an angle to the axis of displacement (20) and
the replaceable holder (11) having parallel walls (21) which are aligned parallel
to the axis of displacement (20), characterised in that the replaceable holder (11) has, at a front end, an angled wall (22) which is at
an angle to the axis of displacement (20) and which is aligned parallel to the axis
of action (29).
2. Disc cutter arrangement according to claim 1, characterised in that a plurality of replaceable holders (11) are arranged to point obliquely away from
one another.
3. Disc cutter arrangement according to claim 1 or claim 2, characterised in that the replaceable holder (11) is substantially square or rectangular in cross-section.
4. Disc cutter arrangement according to claim 2 or claim 3, characterised in that the disc cutter unit (23) has a bearing block (24) on which the or each disc cutter
(8) is rotatably mounted and which has parallel walls (25) aligned parallel to the
axis of displacement (20) and an angled wall (27) at an angle to the axis of displacement
(20) and aligned parallel to the axis of action (29).
5. Disc cutter arrangement according to claim 4, characterised in that a disc cutter outer edge (30) oppositely situated from the angled wall (27) of the
bearing block (24) is aligned to be in line with that parallel wall (25) of the bearing
block (24) which is oppositely situated from the angled wall (27) of the bearing block
(24).
6. Disc cutter arrangement according to one of claims 1 to 5, characterised in that a displacement unit (15) is present by which the disc cutter unit (23) can be displaced
along the axis of displacement (20) between a forwardly extended working position
and a retracted standby position.
7. Disc cutter arrangement according to one of claims 1 to 6, characterised in that a displacement unit (18) is present by which the replaceable holder (11) can be sealed
off with a pressure-tight seal when the disc cutter unit (23) is in a retracted position.
8. Cutting wheel having a plurality of disc cutter arrangements (5, 6, 7) according to
one of claims 1 to 7, wherein the disc cutter arrangements (5, 6, 7) are arranged
in the central region (4) of the cutting wheel (1).
9. Cutting wheel according to claim 8, characterised in that the axes of displacement (20) of at least two replaceable holders (11) are aligned
to converge in the direction of a cutting wheel plate (2).
10. Cutting wheel according to claim 9, characterised in that the disc cutters (8) of disc cutter units (23) which are arranged in the replaceable
holders (11) having axes of displacement (20) which converge in the direction of the
cutting wheel plate (2) are arranged closely adjacent to one another.
1. Dispositif de rouleaux de coupe pour une roue de coupe (1) d'un tunnelier avec un
pot interchangeable (11, 16), avec un bloc de palier (24) lequel est disposé dans
le pot interchangeable (11, 16) de façon mobile le long d'un axe de déplacement (20),
et avec une unité de rouleaux de coupe (23) laquelle présente au moins un rouleau
de coupe (8) disposé dans le bloc de palier (24) de façon pivotante et actif le long
d'un axe de travail (29), l'axe de travail (29) formant un angle avec l'axe de déplacement
(20), le pot interchangeable (11) présentant des parois parallèles formées parallèlement
à l'axe de déplacement (20), caractérisé en ce que le pot interchangeable (11) présente à une extrémité avant une paroi inclinée (22)
formée parallèlement à l'axe de travail (29) et formant un angle par rapport à l'axe
de déplacement (20).
2. Dispositif de rouleaux de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un certain nombre de pots interchangeables (11) sont disposés obliquement les uns
par rapport aux autres en s'éloignant les uns des autres.
3. Dispositif de rouleaux de coupe selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que le pot interchangeable (11) présente une section pour l'essentiel carrée ou rectangulaire.
4. Dispositif de rouleaux de coupe selon la revendication 2 ou la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de rouleaux de coupe (23) présente un bloc de palier (24), auquel le ou chaque
rouleau de coupe (8) est fixé de façon pivotante et qui présente des parois parallèles
(25) formées parallèlement à l'axe de déplacement (20), ainsi qu'une paroi inclinée
(27) formée parallèlement à l'axe de travail (29) et inclinée par rapport à l'axe
de déplacement (20).
5. Dispositif de rouleaux de coupe selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une arête extérieure de rouleau de coupe (30) située à l'opposé de la paroi inclinée
(27) du bloc de palier (24) est formée de façon alignée avec la paroi parallèle (25)
du bloc de palier (24) située à l'opposé de la paroi inclinée (27) du bloc de palier
(24).
6. Dispositif de rouleaux de coupe selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il existe une unité de déplacement (15), avec laquelle l'unité de rouleaux de coupe
(23) est déplaçable le long de l'axe de déplacement (20) entre une position de travail
avancée et une position d'entretien rétractée.
7. Dispositif de rouleaux de coupe selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il existe une unité de déplacement (18), avec laquelle le pot interchangeable (11)
est, dans une position d'entretien de l'unité de rouleaux de coupe (23), obturable
de façon étanche à la pression.
8. Roue de coupe avec un certain nombre de dispositifs de rouleaux de coupe (5, 6, 7)
selon l'une des revendications 1 à 7, pour laquelle les dispositifs de rouleaux de
coupe (5, 6, 7) sont disposés dans la partie centrale (4) de la roue de coupe (1).
9. Roue de coupe selon la revendication 8, caractérisée en ce que les axes de déplacement (20) d'au moins deux pots interchangeables (11) sont alignés
de façon à se croiser en direction d'une plaque de roue de coupe (2).
10. Roue de coupe selon la revendication 9, caractérisée en ce que les rouleaux de coupe (8) des dispositifs de rouleaux de coupe (23) disposés dans
les pots interchangeables (11) ayant des axes de déplacement (20) se croisant en direction
de la plaque de roue de coupe (2) sont situés au proche voisinage les uns des autres.
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