[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät,
mit einer eine gekühlte Lagerkammer begrenzenden wärmedämmenden Wand und einem in
die Wand eingelassenen Tank. Derartige Tanks sind zur Versorgung eines Kaltwasserspenders
in Haushaltskältegeräten weit verbreitet.
[0002] Wenn ein solcher Tank mit Wasser gefüllt ist, darf seine Temperatur nicht unter 0°C
abfallen, zum einen, weil die mit dem Gefrieren des Wassers einhergehende Ausdehnung
den Tank beschädigen und/oder eine an den Tank angrenzende Isoliermaterialschicht
verdichten und damit ihr Wärmedämmvermögen beeinträchtigen kann, zum anderen, weil,
wenn der Inhalt des Tanks gefroren ist, kein kaltes Wasser mehr abgezapft werden kann.
Wenn die Lagerkammer, in deren Wand der Tank angeordnet ist, für einen Betrieb bei
Temperaturen unter 0°C ausgelegt ist, müssen daher geeignete Maßnahmen getroffen werden,
um ein Gefrieren des Tanks sicher zu unterbinden.
[0003] Aus
DE 10 2006 052 554 A1 ist ein Kältegerät mit in die Rückwand einer Spendernische integriertem Wassertank
bekannt, bei dem an einer Seite des Tanks luftführende Leitungen ausgespart sind,
die über einen Durchgang in der Isoliermaterialschicht der Wand mit der Lagerkammer
kommunizieren. Diese Leitungen fungieren als ein den Tank kühlender Wärmetauscher,
der die Luft der Lagerkammer als Wärmeträgerfluid verwendet. Die geringe Wärmekapazität
der Luft macht zum einen einen Ventilator erforderlich, um unter normalen Betriebsbedingungen
für eine zum Kühlen des Tanks ausreichende Luftzirkulation zu sorgen. Zum anderen
muss, damit diese Luft geräuscharm bei niedriger Geschwindigkeit zirkulieren kann,
der Querschnitt der Leitungen groß sein, und infolge des knappen Einbauraums ist die
Länge der Leitungen gering. Die Kombination von geringer Leitungslänge und großem
Querschnitt führt dazu, dass die Luft durch den Wärmetauscher auch dann zirkuliert,
wenn der Ventilator nicht im Betrieb ist.
[0004] Die
US 4,866,949 offenbart ein Kältegerät mit einer Ausgabe an einer Fronttür für eine gekühlte karbonisierte
Flüssigkeit wie Wasser oder Getränke. In der Fronttür ist ein Karbonisierer vorgesehen,
welcher durch eine Verdampfungseinheit gekühlt wird. Die Verdampfungseinheit steht
mit einer Verflüssigungseinheit in Verbindung, welche im Gefrierfach angeordnet ist.
[0005] Die
US 2009/0260371 A1 offenbart ein Kältegerät mit einem ersten und einen zweiten Kältekreislauf auszustatten,
wobei der zweite Kältekreislauf 52 durch einen Koppler 72 des ersten Kältekreislaufs
30 mit thermischer Energie versorgt wird.
[0006] Die
US 3,908,394 B offenbart ein Kältegerät mit einem Ventil und einem Rohrsystem für die Getränkeausgabe.
In dem Rohrsystem befindet sich gefrorenes Eis. Wird das Ventil geöffnet, weitet sich
Rohrsystem durch den Wasserdruck auf und das am gefrorenen Eis 44 vorbeiströmende
Wasser wird gekühlt.
[0007] Die
WO 2010/034330 A1 offenbart einen Getränkekühler mit einem Kühlbehälter, der einen Einlass und einen
Auslass aufweist, um Getränke zum und vom Kühlbehälter zu fördern. Durch den Kühlbehälter
ist ein Kühlrohr geführt, um das Getränk im Kühlbehälter zu kühlen.
[0008] Die
DE 10 2005 014 742 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Kühlen von Getränken mit einem aus Phasenwechselmaterial
enthaltenden Kältespeicher auszustatten. Der Kältespeicher kann in einer Wandung oder
innerhalb des Innenraums der Schockkühleinrichtung angeordnet sein. Durch den Kältespeicher
ist eine Leitung für eine zu kühlende Flüssigkeit hindurchgeführt.
Die
US 2,709,343 offenbart ein Kältegerät mit einem am Eistank angebrachten Verdampfer, wobei der
Verdampfer den Kühlraum und den Eistank kühlt. Ein Verflüssiger ist im Maschinenraum
des Kältegerätes angeordnet.
[0009] Um sicherzustellen, dass dies bei einer niedrigen Solltemperatur des Lagerfachs und
niedriger Außentemperatur nicht zum Gefrieren des Tankinhalts führt, ist an dem Tank
zusätzlich eine elektrische Heizung angeordnet. Deren Betrieb erfordert jedoch zusätzliche
Energie, und da die von der Heizung freigesetzte Wärme letztlich die Lagerkammer aufheizt,
führt ihr Betrieb auch zu längeren Verdichterlaufzeiten. Die Heizung beeinträchtigt
somit erheblich die Energieeffizienz des Kältegeräts.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Kältegerät mit einem in eine wärmedämmende
Wand eingelassenen Tank anzugeben, bei dem eine Unterkühlung des Tanks ohne den Einsatz
einer Heizung vermieden werden kann.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst, indem bei einem Kältegerät, insbesondere einem Haushaltskältegerät,
mit einer eine gekühlte Lagerkammer begrenzenden wärmedämmenden Wand, einem in die
Wand eingelassenen Tank und einer Leitung für ein Wärmeträgerfluid, von der ein Teil
einen in thermischem Kontakt mit dem Tank angeordneten ersten Wärmetauscher bildet,
ein Absperrelement vorgesehen ist, das zwischen einer die Zirkulation des Wärmeträgerfluids
in der Leitung zulassenden Stellung und einer die Zirkulation sperrenden Stellung
umschaltbar ist.
[0012] Erfindungsgemäß ist ein zweite Wärmetauscher an einer Innenseite der wärmedämmenden
Wand angeordnet. Insbesondere kann er, ähnlich einem Coldwall-Verdampfer, zwischen
einer Innenhaut und einer Isolationsmaterialschicht der wärmedämmenden Wand angeordnet
sein.
[0013] Vorzugsweise ist das Wärmeträgerfluid eine Flüssigkeit, da diese in der Lage ist,
bei geringem Leitungsquerschnitt und niedriger Strömungsgeschwindigkeit mehr Wärmeenergie
zu übertragen als ein Gas. Der Wärmetauscher belegt daher deutlich weniger Platz in
einem Kältegerät als ein herkömmlicher, mit Luft als Wärmeträger arbeitender Wärmetauscher,
so dass das nutzbare Volumen des Kältegeräts vergrößert werden kann.
[0014] Der erste Wärmetauscher ist vorzugsweise an einer der Lagerkammer zugewandten Seite
des Tanks angeordnet. So ist er gegenüber durch den Tank selber hindurch zuströmender
Umgebungswärme abgeschirmt, und ein unnötiger Wärmeeintrag in das Wärmeträgerfluid
wird vermieden.
[0015] Wenn das Wärmeträgerfluid eine Flüssigkeit ist, kann es nicht unmittelbar aus der
Lagerkammer angesaugt und in diese wieder entlassen werden. Vorzugsweise ist daher
die Leitung ein geschlossener Kreis, von der ein zweiter Teil einen in thermischem
Kontakt mit der Lagerkammer angeordneten zweiten Wärmetauscher bildet.
[0016] Eine Verklebung des zweiten Wärmetauschers an der Innenhaut begünstigt den Wärmeaustausch
mit der Lagerkammer.
[0017] Wenn der zweite Wärmetauscher oberhalb des ersten Wärmetauschers angeordnet ist,
kann Konvektion, die durch Abkühlung des Wärmeträgerfluids im zweiten Wärmetauscher
angeregt wird, den Wärmetransport in dem Kreis fördern, ohne dass hierfür zusätzlich
Antriebsenergie aufgewandt werden muss.
[0018] Um die Zirkulation des Wärmeträgerfluids zu steuern, kann in dem geschlossenen Kreis
auch eine Pumpe angeordnet sein.
[0019] Eine solche Pumpe kann zweckmäßigerweise auch als Absperrglied zum Unterbinden der
Zirkulation dienen. Besonders geeignet hierfür sind Pumpen, bei denen die angetriebenen
Elemente den freien Querschnitt des Kreises komplett ausfüllen, wie etwa Zahnrad-
oder Drehschieberpumpen, bei denen im Falle des Stillstands der beweglichen Elemente
der Querschnitt des Kreises blockiert und dadurch die Zirkulation gesperrt ist.
[0020] Alternativ kann auch ein ansteuerbares Ventil als Absperrglied dienen.
[0021] Ein Steuersignal für ein solches Ventil und/oder für die Pumpe kann insbesondere
von einer Thermostatregelung bereitgestellt werden.
[0022] Wenn das Lagerfach auf eine Solltemperatur unter dem Gefrierpunkt des Wärmeträgerfluids
abkühlbar ist, kann das Absperrglied auch durch wenigstens einen Abschnitt des zweiten
Wärmetauschers gebildet sein, der durch gefrierendes Wärmeträgerfluid verschließbar
ist. Indem bei zu niedriger Temperatur das Wärmeträgerfluid diesen verschließbaren
Abschnitt blockiert, kann ebenfalls eine übermäßige Kühlung des Tanks, die zum Gefrieren
von dessen Inhalt führen könnte, unterbunden werden.
[0023] Noch einer Alternative zu Folge kann die Ausdehnung des Wassers beim Gefrieren genutzt
werden, indem das Absperrglied eine wassergefüllte dehnbare Kammer umfasst, deren
Volumenausdehnung beim Gefrieren den Querschnitt der Leitung wenigstens verengt.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Kältegerät;
- Fig. 2
- den Verlauf einer Wärmeträgerleitung an der Innenseite der Tür des Kältegeräts gemäß
einer ersten Ausgestaltung der Erfindung;
- Fig. 3
- den Verlauf der Wärmeträgerleitung gemäß einer zweiten Ausgestaltung in einer zu Fig.
2 analogen Darstellung;
- Fig. 4
- ein vergrößertes Detail der wärmedämmenden Wand des Kältegeräts im Schnitt gemäß einer
dritten Ausgestaltung; und
- Fig. 5
- einen zu Fig. 4 analogen Schnitt gemäß einer vierten Ausgestaltung.
[0025] Das in Fig. 1 in einem schematischen Schnitt gezeigte Kältegerät hat einen wärmeisolierenden
Korpus 1 und eine Tür 2, die einen Innenraum begrenzen. Der Innenraum ist unterteilt
in eine Lagerkammer 3, hier ein Gefrierfach, und eine Verdampferkammer 4, in der ein
Verdampfer und ein Ventilator zum Umwälzen von Luft zwischen Verdampferkammer 4 und
Lagerkammer 3 untergebracht sind.
[0026] Ein Eisbereiter 5 ist unmittelbar unterhalb der Verdampferkammer 4 in der Lagerkammer
3 angeordnet, um mit Kaltluft aus der Verdampferkammer 4 unmittelbar beaufschlagt
werden zu können. Unter dem Eisbereiter 5 ist ein Sammelbehälter 6 angebracht, der
vom Eisbereiter 5 erzeugte Eisstücke auffängt. Eine Förderschnecke 7 am Boden des
Sammelbehälters 6 dient zum Fördern von Eisstücken zu einem Auslass 8 an einem türnahen
Ende des Sammelbehälters 6.
[0027] In einem zentralen Bereich der Tür 2 ist eine Nische 12 gebildet, in der ein Benutzer
einen Behälter platzieren kann, um Eis aus dem Sammelbehälter 6 darein ausgeben zu
lassen, ohne dafür die Tür 2 zu öffnen. Eine obere Wand der Nische 12 liegt unter
dem Auslass 8 des Sammelbehälters 6. Durch diese Wand erstreckt sich ein rohr- oder
trichterförmiger Durchgang, auch als Eisrutsche 9 bezeichnet. Am unteren Ende der
Eisrutsche 9 ist eine bewegliche Klappe 10 angeordnet, die in geschlossener Stellung
die Eisrutsche 9 luftdicht versperrt, so dass keine Warmluft aus der Nische 12 durch
die Eisrutsche 9 in die Lagerkammer 3 gelangen kann.
[0028] An einer Außenseite der Klappe 10 ist ein Wasserauslass 11 angeordnet, über den ein
in der Nische 12 platzierter Behälter ferner mit kaltem Wasser aus einem Tank 13 befüllbar
ist. Der Tank 13 ist in eine Wand der Nische 12, hier eine Rückwand, eingelassen und
sowohl von der Nische 12 als auch von der Lagerkammer 3 durch eine Wärmedämmschicht
14 getrennt, so dass sich im Tank 13 im stationären Betrieb eine Temperatur einstellt,
die zwischen der Temperatur der Lagerkammer 3 und der der Umgebung liegt.
[0029] Der Tank 13 ist über eine sich durch die Tür 2 und Wände des Korpus 1 erstreckende
Leitung 15 an eine nicht dargestellte Hauswasserleitung angeschlossen. Wenn Wasser
aus dem Tank 13 in einen Behälter der Nische 12 gezapft wird, wird ein Magnetventil
16 in der Leitung geöffnet, so dass kaltes Wasser aus dem Tank 13 durch von der Hauswasserleitung
her nachfließendes, relativ warmes Wasser verdrängt wird. Wenn dieses Wasser seine
Wärme nur über die Wärmedämmschicht 14 hinweg an die Lagerkammer 3 abgeben könnte,
würde es sehr lange dauern, bis erneut kaltes Wasser abgezapft werden kann. Um dies
zu vermeiden, ist es notwendig, den Wärmeaustausch zwischen dem Tank 13 und der Lagerkammer
3 intensivieren zu können. Bei Bedarf muss es aber auch möglich sein, diesen Wärmefluss
wieder zu stoppen, um ein Gefrieren des Wassers im Tank 13 zu verhindern.
[0030] Zu diesem Zweck sind in der Tür 2 zwei Wärmetauscher 17, 18 in einem Wärmeträgerkreis
22 miteinander verbunden, in dem eine Wärmeträgerflüssigkeit zirkuliert. Einer von
ihnen, hier auch als kalter Wärmetauscher 17 bezeichnet, ist an einer Innenseite der
Tür 2 in engem thermischen Kontakt mit der Lagerkammer 3 angeordnet. Vorzugsweise
ist er hinter einer in fachüblicher Weise aus Kunststoff tiefgezogenen Innenhaut der
Tür 2 verborgen. Um einen schnellen Wärmeaustausch zu ermöglichen, kann der kalte
Wärmetauscher 17 eine Leitung mit abgeflachtem, flächig an der Innenhaut anliegendem
Querschnitt aufweisen; alternativ oder ergänzend kann eine Klebstoffschicht in einem
von der Außenhaut und einer Rundung der Rohrleitung begrenzten Zwickel die Fläche,
auf der ein intensiver Wärmeaustausch möglich ist, vergrößern. Der Gefrierpunkt der
Wärmeträgerflüssigkeit liegt unterhalb der tiefsten für die Lagerkammer 3 einstellbaren
Solltemperatur, so dass ein Einfrieren der Wärmeträgerflüssigkeit im kalten Wärmetauscher
17 ausgeschlossen ist. Die Wärmeträgerflüssigkeit kann z.B. eine für den Einsatz in
Kraftfahrzeugkühlern gebräuchliche Frostschutzlösung sein.
[0031] Der andere, warme Wärmetauscher 18 steht mit dem Tank 13 in Kontakt. Der warme Wärmetauscher
18 befindet sich hier an einer der Lagerkammer 3 zugewandten Seite des Tanks 13, um
von der Umgebung durch den Tank 13 selbst isoliert zu sein und so eine unnötige Wärmeaufnahme
aus der Umgebung zu vermeiden.
[0032] Fig. 2 zeigt eine Innenansicht der Tür 2 gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung.
Die Wärmetauscher 17, 18 und sie verbindende Leitungen 19, 20 sind in Fig. 2 gestrichelt
dargestellt, da sie in der Realität nicht sichtbar sind. Vielmehr ist der kalte Wärmetauscher
17 oberhalb der Nische 12 zwischen der die gesamte Türinnenfläche überdeckenden Türinnenhaut
und der Wärmedämmschicht 14 eingeschlossen, und zwischen dem warmen Wärmetauscher
18 und der Innenhaut liegt zusätzlich ein Teil der Wärmedämmschicht 14.
[0033] Die Wärmetauscher 17, 18 und Leitungen 19, 20 können einteilig zusammenhängend aus
einem Rohr oder Schlauch aus Metall oder Kunststoff gebildet sein, das sich im Falle
der Fig. 2 in vertikal orientierten Mäandern erstreckt. Die beiden Enden des Rohrs
oder Schlauchs sind mit Ein- und Ausgang einer Pumpe 21 verbunden, um einen geschlossenen
Kreislauf zu bilden. Die Pumpe 21 ist hier in der Leitung 19 dargestellt, könnte aber
an beliebiger Stelle des Wärmeträgerkreises 22, auch innerhalb eines der Wärmetauscher
17, 18, platziert sein.
[0034] Die Pumpe 21 ist mit einem Temperaturfühler 23 verbunden, der an einer Oberseite
des Tanks 13 angeordnet ist. Der Temperaturfühler 23 setzt die Pumpe 21 in Gang, wenn
eine hohe erfasste Temperatur oder ein Temperaturanstieg darauf schließen lässt, dass
frisches Wasser aus der Hauswasserleitung zugeströmt ist, und schaltet die Pumpe 21
ab, sobald eine Grenztemperatur von einigen Grad über 0°C unterschritten ist.
[0035] Die Bauart der Pumpe 21 ist so gewählt, dass sie in ausgeschaltetem Zustand die Zirkulation
von Wärmeträgerflüssigkeit durch die Wärmetauscher 17, 18 blockiert. So kommt zum
Beispiel eine Zahnradpumpe als Pumpe 21 in Betracht.
[0036] Wenn z.B. eine Kreiselpumpe oder allgemein eine Pumpe verwendet wird, die im Stillstand
den Wärmeträgerkreis 22 nicht sperrt, sollte in dem Wärmeträgerkreis 22 ein Ventil
vorgesehen sein, das bei abgeschalteter Pumpe als Absperrglied dient. Auch so kann
eine Abkühlung des Tanks 13 über den Wärmeträgerkreis 22 zuverlässig unterbunden werden,
falls die Temperatur des Wassers im Tank 13 nahe 0°C liegt.
[0037] In der Ausgestaltung der Fig. 3 sind die Mäander der Wärmetauscher 17, 18 horizontal
orientiert, die Leitung 19 verbindet auf direktem Wege obere Enden der Wärmetauscher
17, 18, und die Leitung 20 verbindet auf direktem Wege deren untere Enden. Diese Asymmetrie
begünstigt eine rein durch Konvektion angetriebene Umwälzung der Wärmeträgerflüssigkeit
im Kreis 22. Ein über einen Temperaturfühler am Tank 13 angesteuertes Ventil 24 fungiert
hier als Absperrglied, das bei niedriger Temperatur des Tanks 13 die Zirkulation der
Wärmeträgerflüssigkeit unterbindet. Wiederum ist das Ventil 24 in der Leitung 19 gezeigt,
könnte aber an beliebiger anderer Stelle im Kreis 22 positioniert sein.
[0038] Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus der Tür 2, der den Tank 13 von der Lagerkammer
3 trennt, gemäß einer dritten Ausgestaltung der Erfindung. Der Gefrierpunkt der Wärmeträgerflüssigkeit
liegt bei dieser Ausgestaltung unter 0°C, aber oberhalb der Temperatur der Lagerkammer
3, und dementsprechend ist der kalte Wärmetauscher 17 hier von der Lagerkammer 3 durch
eine dünne Schicht Wärmedämmmaterial getrennt, die ein Gefrieren der Wärmeträgerflüssigkeit
in dem Wärmetauscher 17 verhindert. In die Wärmedämmschicht 14, hier an der Oberseite
der Nische 12, ist ein Wärmeleitkörper 25 eingebettet, der mit einem Ende an der Innenhaut
26 der Türe, mit dem anderen Ende an der Oberseite des Tanks 13 anliegt und einen
Durchgang aufweist, durch den der Wärmeträgerkreis 22, hier wiederum die Leitung 19,
verläuft. Der Querschnitt des Wärmeleitkörpers 25 ist klein im Verhältnis zur Oberfläche
des Tanks 13; dementsprechend ist sein Einfluss auf die Temperatur des Tanks 13 vernachlässigbar.
Der Durchgang bildet einen Engpass 27 des Kreises 22. Die den Engpass 27 begrenzenden
Oberflächen des Wärmeleitkörpers 25 nehmen eine Temperatur zwischen der der Lagerkammer
3 und der des Tanks 13 an. Der Gefrierpunkt der in dem Wärmeträgerkreis 22 zirkulierenden
Wärmeträgerflüssigkeit ist so gewählt, dass die an den Engpass 27 angrenzende Oberfläche
des Wärmeleitkörpers 25 diese Temperatur unterschreitet, wenn die Temperatur des Tanks
13 knapp über 0°C liegt. Die Schicht 28 aus verfestigter Wärmeträgerflüssigkeit, die
sich in diesem Fall im Engpass 27 bildet, verengt den Engpass 27 zusätzlich. Dadurch
verringert sich die Strömungsgeschwindigkeit der Wärmeträgerflüssigkeit, was das Wachstum
der Schicht 28 weiter begünstigt. Sobald diese den Engpass 27 verschließt, kommt auch
hier der Wärmetransport zwischen den Wärmetauschern 17, 18 zum Erliegen, ohne dass
es dafür eines Temperaturfühlers bedarf. Wenn Wasser abgezapft wird und warmes Wasser
aus der Hauswasserleitung nachfließt, sammelt dieses sich in erster Linie im oberen
Teil des Tanks 13 und erwärmt den Wärmeleitkörper 25, so dass die Schicht 28 schmilzt
und der Wärmetransport wieder in Gang kommt. Eine Umschaltung zwischen einem offenen
und einem gesperrten Zustand des Engpasses 27 erfolgt hier unmittelbar über die Temperaturen
der Lagerkammer 3 und des Tanks 13 gesteuert, ohne einen Umweg über elektronische
Regelkreise.
[0039] Fig. 5 zeigt einen zu Fig. 4 analogen Schnitt gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung. Wiederum ist ein Wärmeleitkörper 25 zwischen der Innenhaut 26 und dem
Tank 13 angeordnet. Der Wärmeleitkörper 25 enthält hier an seiner der Lagerkammer
3 zugewandten Seite eine wassergefüllte und mit einem beweglichen Kolben 30 verschlossene
Kammer 29. Bevor der Tank 13 auf 0°C abkühlt, gefriert der Inhalt der Kammer 29 und
treibt den Kolben 30 in den Engpass 27 hinein, so dass die Zirkulation der Wärmeträgerflüssigkeit
vorzugsweise vollständig zum Erliegen kommt, zumindest aber stark genug eingeschränkt
wird, um ein Gefrieren des Tanks 13 zu verhindern.
BEZUGSZEICHEN
[0040]
- 1
- Korpus
- 2
- Tür
- 3
- Lagerkammer
- 4
- Verdampferkammer
- 5
- Eisbereiter
- 6
- Sammelbehälter
- 7
- Förderschnecke
- 8
- Auslass
- 9
- Eisrutsche
- 10
- Klappe
- 11
- Wasserauslass
- 12
- Nische
- 13
- Tank
- 14
- Wärmedämmschicht
- 15
- Leitung
- 16
- Magnetventil
- 17
- Wärmetauscher
- 18
- Wärmetauscher
- 19
- Leitung
- 20
- Leitung
- 21
- Pumpe
- 22
- Wärmeträgerkreis
- 23
- Temperaturfühler
- 24
- Ventil
- 25
- Wärmeleitkörper
- 26
- Innenhaut
- 27
- Engpass
- 28
- Schicht
- 29
- Kammer
- 30
- Kolben
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einer eine gekühlte Lagerkammer
(3) begrenzenden wärmedämmenden Wand, einem in die Wand eingelassenen Tank (13) und
einer Leitung für ein Wärmeträgerfluid, von der ein Teil einen in thermischem Kontakt
mit dem Tank (13) angeordneten ersten Wärmetauscher (18) bildet, und ein Absperrelement
(21, 24, 27), das zwischen einer die Zirkulation des Wärmeträgerfluids in der Leitung
zulassenden Stellung und einer die Zirkulation sperrenden Stellung umschaltbar ist,
und die Leitung ein geschlossener Wärmeträgerkreis (22) ist, von der ein zweiter Teil
einen in thermischen Kontakt mit der Lagerkammer (3) angeordneten zweiten Wärmetauscher
(17) bildet, und der zweite Wärmetauscher (17) an einer Innenseite der wärmedämmenden
Wand angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Wärmetauscher (17) zwischen einer Innenhaut (26) und einer Isolationsmaterialschicht
(14) der wärmedämmenden Wand angeordnet ist.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeträgerfluid eine Flüssigkeit ist.
3. Kältegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wärmetauscher (18) an einer der Lagerkammer (3) zugewandten Seite des Tanks
(13) angeordnet ist.
4. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Wärmetauscher (17) oberhalb des ersten Wärmetauschers (18) angeordnet
ist.
5. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem geschlossenen Wärmeträgerkreis (22) eine Pumpe (21) angeordnet ist.
6. Kältegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (21) das Absperrglied bildet.
7. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein ansteuerbares Ventil (24) das Absperrglied bildet.
8. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerfach (3) auf eine Solltemperatur unter dem Gefrierpunkt des Wärmeträgerfluids
abkühlbar ist und dass das Absperrglied durch wenigstens einen durch gefrierendes
Wärmeträgerfluid verschließbaren Abschnitt (27) des Wärmeträgerkreises (22) gebildet
ist.
9. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrglied (27) eine wassergefüllte dehnbare Kammer (29) umfasst.
1. Refrigeration appliance, in particular a household refrigeration appliance, with a
heat-insulating wall which delimits a cooled storage chamber (3), a reservoir (13)
let into the wall and a conduit for a heat transfer medium fluid, part of which forms
a first heat exchanger (18) arranged in thermal contact with the reservoir (13), and
a shut-off element (21, 24, 27), which can be switched between a position that allows
circulation of the heat transfer medium fluid in the conduit and a position that blocks
circulation, and the conduit is a closed heat transfer medium circuit (22), a second
part of which forms a second heat exchanger (17) arranged in thermal contact with
the storage chamber (3), and the second heat exchanger (17) is arranged on an inner
face of the heat-insulating wall, characterised in that the second heat exchanger (17) is arranged between an inner skin (26) and an insulating
material layer (14) of the heat-insulating wall.
2. Refrigeration appliance according to claim 1, characterised in that the heat transfer medium fluid is a liquid.
3. Refrigeration appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the first heat exchanger (18) is arranged on a face of the reservoir (13) facing
the storage chamber (3).
4. Refrigeration appliance according to claim 1, characterised in that the second heat exchanger (17) is arranged above the first heat exchanger (18).
5. Refrigeration appliance according to one of claims 1 or 4, characterised in that a pump (21) is arranged in the closed heat transfer medium circuit (22).
6. Refrigeration appliance according to claim 5, characterised in that the pump (21) forms the shut-off unit.
7. Refrigeration appliance according to one of claims 1 to 6, characterised in that a controllable valve (24) forms the shut-off unit.
8. Refrigeration appliance according to one of claims 1, 4, 5 or 6, characterised in that the storage compartment (3) can be cooled to a setpoint temperature below the freezing
point of the heat transfer medium fluid and the shut-off unit is formed by at least
one segment (27) of the heat transfer medium circuit (22), which can be closed off
by freezing heat transfer medium fluid.
9. Refrigeration appliance according to one of claims 1, 4 or 5, characterised in that the shut-off unit (27) comprises a water-filled expandable chamber (29).
1. Appareil frigorifique en particulier appareil frigorifique ménager avec une paroi
thermo-isolée délimitant un espace de rangement (3) réfrigéré, avec un réservoir (13)
encastré dans la paroi et une conduite pour un fluide caloporteur, dont une partie
forme un premier échangeur de chaleur (18) disposé en contact thermique avec le réservoir
(13) et un élément de sectionnement (21, 24, 27) pouvant passer d'une position permettant
la circulation du fluide caloporteur dans la conduite et une position interdisant
cette circulation, et la conduite est un circuit caloporteur fermé (22) dont une deuxième
partie forme un deuxième échangeur de chaleur (17) disposé en contact thermique avec
l'espace de rangement (3), et ce deuxième échangeur de chaleur (17) est disposé sur
un côté intérieur de la paroi thermo-isolée, caractérisé en ce que ce deuxième échangeur de chaleur (17) est disposé entre un revêtement intérieur (26)
et une couche de matière isolante (14) de la paroi thermo-isolée.
2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fluide caloporteur est un liquide.
3. Appareil frigorifique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier échangeur de chaleur (18) est disposé sur un côté du réservoir (13) tourné
vers l'espace de rangement (3).
4. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième échangeur de chaleur (17) est disposé au-dessus du premier échangeur
de chaleur (18).
5. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 1 ou 4, caractérisé en ce que dans le circuit caloporteur fermé (22) se trouve une pompe (21).
6. Appareil frigorifique selon la revendication 5, caractérisé en ce que la pompe (21) constitue cet élément de sectionnement.
7. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une vanne pouvant être commandée (24) constitue cet élément de sectionnement.
8. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 1, 4, 5 ou 6, caractérisé en ce que le compartiment de rangement (3) peut être refroidi à une température théorique située
sous le point de congélation du fluide caloporteur et en ce que l'élément de sectionnement est constitué par au moins une section (27) du circuit
caloporteur (22) pouvant être fermée par le fluide caloporteur de congélation.
9. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 1, 4 ou 5, caractérisé en ce que l'élément de sectionnement (27) comprend un espace (29) extensible rempli d'eau.