[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere in der Ausgestaltung
als Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem einen Spülraum bereitstellenden Spülbehälter,
der der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dient, wobei der Spülbehälter zur Beschickung
mit Spülgut eine Beschickungsöffnung aufweist, die mittels einer verschwenkbar gelagerte
Spülraumtür fluiddicht verschließbar ist, mit einer im Spülbehälter angeordneten Sprüheinrichtung
zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflotte sowie mit einer von der
Spülraumtür bereitgestellten Dosiereinheit zur Bevorratung von schüttfähigem Reinigungsmittel
für eine Mehrzahl von Reinigungszyklen, wobei die Dosiereinheit für ein portionsweises
Einbringen von Reinigungsmittel in den Spülraum an eine in den Spülraum mündende Dosieröffnung
angeschlossen ist.
[0002] Geschirrspülmaschinen der eingangs genannten Art sind auch in der besonderen Ausgestaltung
als Haushaltsgeschirrspülmaschinen aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt.
Eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises bedarf es an dieser Stelle deshalb
nicht.
[0003] Geschirrspülmaschinen der gattungsgemäßen Art verfügen über einen einen Spülraum
bereitstellenden Spülbehälter. Dieser ist verwenderseitig über eine Beschickungsöffnung
zugänglich, die mittels einer verschwenkbar gelagerten Spülraumtür fluiddicht verschließbar
ist. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall dient der Spülbehälter der Aufnahme von
zu reinigendem Spülgut, bei dem es sich beispielsweise um Geschirr, Besteckteile und/oder
dergleichen handeln kann.
[0004] Zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflüssigkeit, der sogenannten
Spülflotte, verfügt die Geschirrspülmaschine im Inneren des Spülbehälters über eine
Sprüheinrichtung. Diese Sprüheinrichtung stellt typischerweise verdrehbar gelagerte
Sprüharme zur Verfügung, wobei in der Regel zwei oder drei solcher Sprüharme vorgesehen
sind. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt eine Beaufschlagung des zu reinigenden
Spülguts mit Spülflotte mittels sich drehender Sprüharme.
[0005] Zur Erzielung eines optimierten Spül- beziehungsweise Reinigungsergebnisses finden
in aller Regel Prozesschemikalien Verwendung, die dem Spülraum während eines Spül-
und/oder Trocknungsvorgangs zugeführt werden. Bei solchen Prozesschemikalien handelt
es sich insbesondere um Reinigungschemikalien, die dem Spülraum programmgesteuert
zugeführt werden.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind Reinigungsmittel in flüssiger und fester Form bekannt.
Dabei können feste Reinigungsmittel in schüttfähiger Pulverform oder als sogenannte
Tabs, das heißt in Tablettenform vorliegen. Die Praxis hat indes gezeigt, dass sich
mit schüttfähigem Reinigungsmittel in Pulverform die vergleichsweise besten Reinigungsergebnisse
erzielen lassen.
[0007] Bei der Verwendung von schüttfähigem Reinigungsmittel in Pulverform ist verwenderseitig
vor jedem Start eines Reinigungsprogramms von Hand eine Reinigungsmitteldosierung
vorzunehmen. Aus dem Stand der Technik vorbekannte Geschirrspülmaschinen verfügen
zu diesem Zweck typischerweise türinnenseitig über einen Vorratsbehälter, der mit
einer manuell zu bestimmenden Menge an Reinigungsmittel vor einem Programmstart zu
befüllen ist. Während eines Programmablaufs öffnet sich dieser Vorratsbehälter zu
einem bestimmten Zeitpunkt des Spülprogramms und das vom Vorratsbehälter bevorratete
Reinigungsmittel kann von der im Spülraum der Geschirrspülmaschine befindlichen Spülflotte
ausgeschwemmt werde.
[0008] Um eine Reinigungsmittelbevorratung für eine Mehrzahl von zu absolvierenden Reinigungszyklen,
das heißt Reinigungsprogrammen vornehmen zu können, so dass nicht vor Beginn eines
jeden Reinigungsprogramms eine manuelle Reinigungsmitteldosierung stattzufinden hat,
sind Dosiereinheiten vorgeschlagen worden, so zum Beispiel mit der
DE 10 2013 104 391 A1.
[0009] Die gemäß der
DE 10 2013 104 391 A1 vorbekannte Dosiereinheit verfügt über ein Dosiergerät. Dieses Dosiergerät ist mit
einem auswechselbaren Vorratsbehälter ausgestattet, welcher der Bevorratung von Reinigungsmittel
in einer Menge dient, die für eine Mehrzahl von einzelnen Reinigungsprogrammen ausreichend
ist. Im bestimmungsgemäßen Dosierfall wird dem Vorratsbehälter programmgesteuert die
für eine bestimmungsgemäße Durchführung eines Reinigungsprogramms vorgesehene Menge
an Reinigungsmittel entnommen und dem Spülraum der Geschirrspülmaschine zugeführt.
Die Dosiereinheit ist zu diesem Zweck an eine in den Spülraum mündende Dosieröffnung
angeschlossen, über die im Dosierfall ein portionsweises Einbringen von Reinigungsmittel
in den Spülraum stattfindet.
[0010] Die vorbeschriebene Konstruktion hat sich im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt.
Es besteht gleichwohl die Bestrebung einer Optimierung, wobei es insbesondere erwünscht
ist, ein unerwünschtes Zusetzen der Dosieröffnung dauerhaft verhindern zu können.
Es ist des halb die Aufgabe der Erfindung, eine Geschirrspülmaschine der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass ein optimierter Schutz vor einem
ungewollten Zusetzen der Dosieröffnung erreicht ist.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Geschirrspülmaschine der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, dass die Sprüheinrichtung
eine mit der Dosieröffnung gezielt zusammenwirkende Sprühdüse aufweist.
[0012] Es lässt sich nicht vermeiden, dass es aufgrund von Feuchtigkeitseintrag zu einem
Anhaften von Reinigungsmittel in oder an der Dosieröffnung beziehungsweise in dem
zur Dosieröffnung führenden Ausschleusungskanal der Dosiereinheit kommt. Diese Anhaftungen
entstehen durch eine feuchtigkeitsbedingte Verklumpung des Reinigungsmittels und können
zu einer Verengung oder gar einem Zusetzung des Ausschleusungskanals und/oder der
Dosieröffnung führen. Ein ordnungsgemäßer Betrieb der Geschirrspülmaschine ist dann
nicht mehr möglich, weil eigentlich in den Spülbehälter einzuführendes Reinigungsmittel
in ungewollter Weise zurückgehalten wird.
[0013] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung schafft hier Abhilfe. Die nach der Erfindung vorgesehene
Sprüheinrichtung verfügt über eine Sprühdüse, die mit der Dosieröffnung zusammenwirkt.
Dies führt im bestimmungsgemäßen Betriebsfall dazu, dass von der Sprüheinrichtung
Spülflotte gezielt in Richtung der Dosieröffnung mit dem Ergebnis abgegeben wird,
dass eine Reinigung der Dosieröffnung und des in die Dosieröffnung mündenden Ausschleusungskanals
stattfindet. Infolge dieser Reinigungswirkung wird eine ungewollte Reinigungsmittelanhaftung
vermieden beziehungsweise aus einem vorangegangenen Spülprogrammschritt unter Umständen
zurückgebliebene Reinigungsmittelreste werden entfernt. Im Ergebnis wird die Dosieröffnung
und der in die Dosieröffnung mündende Ausschleusungskanal frei von Reinigungsmittelrückständen,
insbesondere Verkrustungen und/oder Anhaftungen gehalten.
[0014] Die Dosieröffnung ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung spülraumseitig unter
Belassung eines Dosierspalts mittels einer Abdeckung teilweise abgedeckt. Diese Abdeckung
sorgt in vorteilhafter Weise dafür, dass im Beschickungsfall der Geschirrspülmaschine
mit Spülgut nicht ungewollt Flüssigkeiten, Verschmutzungen, Speisereste und/oder dergleichen
in den Mündungsbereich der Dosieröffnung hineinfallen können, beispielsweise durch
abtropfen oder herunterfallen von zu reinigendem Spülgut, mit dem die Geschirrspülmaschine
verwenderseitig bestückt wird.
[0015] Die die Dosieröffnung abdeckende Abdeckung ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
nach Art einer Haube oder Hutze ausgebildet, die in Verschlussstellung der Spülraumtür
nach unten offen ausgebildet ist und so einen Dosierspalt bereitstellt. Die Ausbildung
einer solchen Haube erbringt den Vorteil, dass die Dosieröffnung bis auf den Dosierspalt
allseitig verschlossen ist, so dass ein ungewolltes Einbringen von Verschmutzungen,
Flüssigkeiten, Speiseresten und/oder dergleichen in die Dosieröffnung weitestgehend
verhindert ist. Dabei ist der von der Haube belassene Dosierspalt so ausgerichtet,
dass er in Verschlussstellung der Spülraumtür nach unten weist. Dementsprechend ist
er in Offenstellung der Spülraumtür nach oben hin abgedeckt und weist zum Spülraum
hin und somit vom Benutzer, der die Geschirrspülmaschine mit zu reinigendem Spülgut
belädt weg, so dass im Beschickungsfall der Geschirrspülmaschine vom zu reinigenden
Spülgut abtropfende Flüssigkeiten und/oder herunterfallende Lebensmittelreste nicht
auf direktem Wege durch den Dosierspalt hindurch in die Dosieröffnung gelangen können.
[0016] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Dosiereinheit
ein Dosiergerät mit einem Reinigungsmittelauslass sowie einen Ausschleusungskanal
aufweist, wobei der Ausschleusungskanal den Reinigungsmittelauslass mit der Dosieröffnung
strömungstechnisch verbindet.
[0017] Gemäß dieser im Besonderen bevorzugten Konstruktion verfügt die Dosiereinheit über
ein Dosiergerät. Dieses Dosiergerät nimmt im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall einen
Vorratsbehälter auf, der der Bevorratung von schüttfähigem Reinigungsmittel für eine
Mehrzahl von Reinigungszyklen dient. Im Dosierfall wird dem Vorratsbehälter eine entsprechend
portionierte Menge an Reinigungsmittel entnommen, welche das Dosiergerät über einen
Reinigungsmittelauslass verlässt. Zur strömungstechnischen Anbindung an die Dosieröffnung
ist ein Ausschleusungskanal vorgesehen, der in die Dosieröffnung einmündet. Dieser
Kanal ist türinnenseitig verlegt, womit sich eine räumliche Entkopplung von Dosiergerät
einerseits und Dosieröffnung andererseits ergibt. Ein ungewollter Flüssigkeitseintrag
in das vom Vorratsbehälter des Dosiergerätes bevorrateten Reinigungsmittels wird so
wirkungsvoll unterbunden.
[0018] Der Ausschleusungskanal weist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dosieröffnungsseitig
einen Sensor auf. Dieser Sensor dient der Detektion von Reinigungsmittel, das im Dosierfall
den Ausschleusungskanal über die Dosieröffnung in ordnungsgemäßer Weise verlässt.
Es kann so in vorteilhafter Weise detektiert werden, ob im Falle einer Reinigungsmittelabgabe
durch das Dosiergerät auch tatsächlich Reinigungsmittel in den Spülraum gelangt oder
nicht. Ferner lässt sich durch die Detektion der tatsächlich abgegebenen Reinigungsmittelportionen
auf den Befüllstand des Vorratsbehälters rückschließen. Insoweit dient die Sensierung
auch dazu, dem Verwender frühzeitig anzeigen zu können, dass der Vorratsbehälter mit
Reinigungsmittel nachzufüllen oder gegen einen voll befüllten Vorratsbehälter auszutauschen
ist.
[0019] Bei dem Sensor kann es sich gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung um eine IR-Lichtschranke
handeln. Diese ist bevorzugterweise nahe der Dosieröffnung angeordnet, wobei "nahe"
im Sinne der Erfindung meint, dass der im Betriebsfall von der mit der Dosieröffnung
zusammenwirkende Sprühdüse abgegebene Sprühstrahl auch für eine Reinigung des Sensors
sorgt. Es wird so in synergetischer Weise sichergestellt, dass nicht nur die Dosieröffnung
und der in die Dosieröffnung mündende Ausschleusungskanal, sondern auch der für die
Detektion der Reinigungsmittelabgabe vorgesehene Sensor einer wiederholten Reinigung
unterliegen, was die Betriebssicherheit in vorteilhafter Weise erhöht.
[0020] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Sprüheinrichtung
einen verdrehbar ausgebildeten Sprüharm aufweist, dessen einer Ast die Sprühdüse aufweist.
[0021] Ein Sprüharm verfügt bekanntermaßen über eine Vielzahl von Sprühdüsen, die der Spülflottenabgabe
im Betriebsfall dienen. Dabei sind die Sprühdüsen derart ausgerichtet, dass eine Beschickung
des zu reinigenden Spülguts mit Spülflotte stattfindet. Eine dieser ohnehin vorgesehenen
Düsen wird nun dazu genutzt, in vorbeschriebener Weise im Betriebsfall eine Reinigung
insbesondere der Dosieröffnung zu bewerkstelligen. Zu diesem Zweck ist die Sprühdüse
bevorzugterweise auf die Dosieröffnung derart ausgerichtet, dass der von der Sprühdüse
im Betriebsfall abgegebene Sprühstrahl bei einer bestimmten Verdrehstellung des Sprüharms,
insbesondere unmittelbar, in den von der Haube unverdeckten Dosierspalt trifft. Es
werden infolgedessen die Innenseite der Haube, die Dosieröffnung, der in die Dosieröffnung
einmündende Ausschleusungskanal sowie der für die Detektion einer Reinigungsmittelabgabe
vorgesehene Sensor gereinigt.
[0022] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der Ausschleusungskanal
von einem Rohr bereitgestellt ist, das biegsam ausgebildet ist. Diese biegsame Ausgestaltung
des Rohres sorgt dafür, den Ausschleusungskanal strömungstechnisch vom Dosiergerät,
das heißt von dem vom Dosiergerät bereitgestellten Reinigungsmittelauslass entkoppeln
zu können, was hilft, einen ungewollten Flüssigkeitseintrag in das vom Vorratsbehälter
des Dosiergerätes bevorratete Reinigungsmittel unterbinden zu können. Das den Ausschleusungskanal
bereitstellende Rohr kann beispielsweise aufgrund seiner Biegsamkeit verdreh- oder
verschwenkbar sein, was es gestattet, das Rohr in strömungstechnische Verbindung mit
dem Reinigungsmittelauslass zu bringen oder eine Trennung dieser strömungstechnischen
Verbindung vorzunehmen. Alternativ kann das den Ausschleusungskanal bereitstellende
Rohr auch als Quetschrohr ausgebildet sein, das im Nichtdosierfall für einen fluiddichten
Verschluss in gequetschter Stellung gehalten ist.
[0023] Insgesamt zeichnet sich die erfindungsgemäße Ausgestaltung dadurch aus, dass die
Dosieröffnung der Dosiereinheit zum Spülraum hin so gestaltet ist, dass zumindest
ein Sprühstrahl des vorzugsweise unteren Sprüharms der Sprüheinrichtung während des
Spülvorgangs in diese bei geschlossener Spülraumtür hinein treffen kann und gleichzeitig
bei geöffneter Spülraumtür ein ausreichender Schutz gegen das Eindringen von Speise-
und Getränkeresten bei der Geschirrbeladung gegeben ist. Dies wird erfindungsgemäß
durch eine kuppelförmige Abdeckung der Dosieröffnung erreicht, wobei die Dosieröffnung
in geschlossener Spülraumtürstellung direkt nach unten ausgebildet ist. Die kuppelförmige
Abdeckung in Form vorzugsweise einer Haube kann entweder fest oder für mögliche Revisions-
und Servicearbeiten verschwenkbar oder verschiebbar ausgebildet sein. Desweiteren
befindet sich im Auslassbereich der Dosieröffnung eine IR-Lichtschranke, die bevorzugterweise
übereinander gegenüberliegend ausgerichtete Sender- und Empfängereinheiten verfügt,
welche im Ausschleusungskanal herunterrieselndes Reinigungsmittel erfassen können.
Sender- und Empfängereinheiten sind bevorzugterweise als Dioden ausgebildet und im
Auslassbereich der Dosieröffnung derart angeordnet, dass einerseits eine Reinigungsmittelfall
eindeutig detektiert werden kann und dass andererseits mittels des im Betriebsfall
in Richtung auf die Dosieröffnung abgegebenen Sprühstrahls eine optimierte Reinigung
der Messoberflächen erfolgen kann. Der Dosierauslass kann zu diesem Zweck transluzent
ausgeführt sein, was zudem den Vorteil mit sich bringt, dass keine zusätzlichen optischen
Linsen verbaut werden müssen. Alternativ kann der Dosierauslass auch mit einer Reflektionslichtschranke
ausgestattet werden. Hierbei befinden sich Sender und Empfänger parallel nebeneinander
in einem Gehäuse, wodurch auf eine gegenüberliegende Anordnung verzichtet werden kann.
Vorteilhafterweise kann jedoch zur Verbesserung der Signalerkennung gegenüberliegend
ein Reflektor verbaut sein.
[0024] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Auslassbereichs inklusive Haube unter
Anordnung eines Sensors zur Reinigungsmitteldetektion in Verbindung mit der im Besonderen
ausgerichteten Sprüharmdüse kann einer Verschmutzung des Dosierauslasses und der Sensormessstrecke
entgegen gewirkt werden. Gleichzeitig besteht durch die Haube ein optimierter Kleckerschutz
für den Dosier- beziehungsweise Ausschleusungskanal, wodurch Essens- und Getränkereste,
die bei der Beladung der Geschirrspülmaschine auf das Türinnenblech fallen können,
effektiv zurückgehalten werden.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in rein schematischer Darstellung eine Geschirrspülmaschine;
- Fig. 2
- in schematisch perspektivischer Ansicht von innen eine Spülraumtür sowie ausschnittsweise
einen sich an die Spülraumtür anschließenden Spülbehälter;
- Fig. 3
- in schematischer Draufsicht einen in eine Dosieröffnung mündenden Ausschleusungskanal;
- Fig. 4
- in geschnittener Ansicht die Darstellung nach Fig. 3;
- Fig. 5
- in geschnittener Seitenansicht ausschnittsweise die Geschirrspülmaschine nach Fig.
1 und
- Fig. 6
- in schematischer Ansicht ausschnittsweise eine Spülraumtür im Beladungsfall.
[0026] Fig. 1 lässt in rein schematischer Darstellung eine Geschirrspülmaschine 1 erkennen.
Diese verfügt in an sich bekannter Weise über ein Gehäuse 2, das einen Spülbehälter
3 aufnimmt. Der Spülbehälter 3 stellt seinerseits einen Spülraum 4 zur Aufnahme von
zu reinigendem Spülgut bereit. Zur Beschickung des Spülraums 4 mit zu reinigendem
Spülgut verfügt der Spülbehälter 3 über eine Beschickungsöffnung 5. Diese ist mittels
einer Spülraumtür 6 fluiddicht verschließbar, wobei die Spülraumtür 6 um eine horizontal
verlaufende Schwenkachse drehverschwenkbar gelagert ist.
[0027] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt eine Beaufschlagung des zu reinigenden
Spülguts mit Spülflotte, zu welchem Zweck die Geschirrspülmaschine 1 über eine Sprüheinrichtung
5 verfügt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gehören zur Sprüheinrichtung 8 ein oberer
Sprüharm 9 sowie ein unterer Sprüharm 10, die jeweils verdrehbar gelagert angeordnet
sind und über zwei Sprüharmäste 11 und 12 beziehungsweise 13 und 14 verfügen.
[0028] Fig. 2 ist eine Innenansicht der Spülraumtür 6 zu entnehmen. Wie sich aus dieser
Ansicht ergibt, verfügt die Spülraumtür 6 innenseitig über ein aus dem Stand der Technik
an sich bekanntes Kombinationsgerät 15, das einerseits über eine Klarspülmittelbevorratung
16 sowie andererseits über einen Vorratsbehälter 17 verfügt, der je Reinigungszyklus
verwenderseitig manuell mit Reinigungsmittel aufzufüllen ist. Die Geschirrspülmaschine
1 verfügt neben dem aus dem Stand der Technik an sich bekannten Kombinationsgerät
15 desweiteren über eine Dosiereinheit 18, die ebenfalls verwenderseitig über die
Innenseite 7 der Spülraumtür 6 zugänglich ist.
[0029] Die Dosiereinheit 18 verfügt über ein Gehäuse 20, welches ein Dosiergerät 21 beherbergt.
Über eine vom Gehäuse 20 bereitgestellte Beschickungsöffnung ist das Dosiergerät 21
verwenderseitig zugänglich. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall ist - wie in Fig.
2 gezeigt - die Beschickungsöffnung des Gehäuses 20 mittels eines Gehäusedeckels 22
fluiddicht verschlossen.
[0030] Im bestimmungsgemäßen Dosierfall wird vom Dosiergerät 21 der Dosiereinheit 18 Reinigungsmittel
portionsweise abgegeben, was alsdann in den Spülraum 4 der Geschirrspülmaschine 1
einströmt. Zu diesem Zweck ist auf der Innenseite 7 der Spülraumtür 6 eine Dosieröffnung
23 vorgesehen. Diese Dosieröffnung 23 ist behandlungsraumseitig mit einer Abdeckung
in Form einer Haube 24 abgedeckt.
[0031] Zur Überführung von Reinigungsmittel vom Dosiergerät 21 zur Dosieröffnung 23 dient
ein Rohr 27, das einen Ausschleusungskanal 19 bereitstellt, wie sich dies insbesondere
aus den Darstellungen nach den Figuren 3 und 4 ergibt.
[0032] Das Rohr 27 dient dazu, einen Reinigungsmittelauslass des in den Figuren 3 und 4
nicht näher dargestellten Dosiergeräts 21 mit der Dosieröffnung 23 strömungstechnisch
zu verbinden. Im Dosierfall kann so vom Dosiergerät 21 abgegebenes Reinigungsmittel
durch das Rohr 27 hindurch zur Dosieröffnung 23 und alsdann in den Spülraum 4 gelangen.
[0033] Das Rohr 27 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel in Blattebene verschwenkbar ausgebildet.
Dabei zeigen die Figuren 3 und 4 die Verschlussstellung, in der zwecks Vermeidung
eines ungewollten Feuchtigkeitseintrags in das Dosiergerät 21 das Rohr 27 nicht an
das Dosiergerät 21 angeschlossen ist. Für einen strömungstechnischen Anschluss des
Rohres 27 an das Dosiergerät 21 ist das Rohr 27 mit Bezug auf die Zeichnungsebene
nach den Figuren 3 und 4 nach rechts zu verschwenken. Diese Verschwenkbarkeit des
Rohres 27 ist dadurch ermöglicht, dass das Rohr 27 als biegsames Rohr ausgebildet
ist und beispielsweise aus Silikon oder einem vergleichbaren Material besteht.
[0034] Für eine Verschwenkbewegung des Rohres 27 dient ein um die Schwenkachse 36 verschwenkbar
gelagerter Hebel 35, der zur Verbindung mit dem Rohr 27 einen Verbindungsfortsatz
38 trägt. Der Hebel 35 steht in Wirkverbindung mit einer Antriebseinrichtung 37, die
im Betätigungsfall ein Verschwenken des Hebels 35 mit Bezug auf die Zeichnungsebene
nach den Figuren 3 und 4 nach rechts bewerkstelligt. Ein Zurückverschwenken des Hebels
35 in die in den Figuren 3 und 4 gezeigte Ausgangsstellung erfolgt bevorzugterweise
unter Federkrafteinwirkung.
[0035] Um einen ungewollten Feuchtigkeitseintrag in das Dosiergerät 21 zusätzlich zu verhindern,
ist ein mit dem Rohr 27 ausgangsseitig zusammenwirkender Deckel 39 vorgesehen. Dieser
Deckel verschließt die dosiergerätseitige Öffnung des Rohres 27 in der in den Figuren
3 und 4 gezeigten Ausgangsstellung des Rohres 27. Bei einem Verschwenken des Rohres
27 in seine Anschlussstellung an das Dosiergerät 21 infolge einer Betätigung des Hebels
35 verschwenkt auch der Deckel 39. Dies ist durch ein Getriebe 40 bewerkstelligt,
das in Wirkverbindung mit der Antriebseinrichtung 37 steht.
[0036] Wie insbesondere eine Zusammenschau der Figuren 2 und 5 erkennen lässt, ist der eine
Ast 13 des unteren Sprüharms 10 der Sprüheinrichtung 8 mit einer Sprühdüse 25 ausgerüstet,
die auf die Dosieröffnung 23 derart ausgerichtet ist, dass der von der Sprühdüse 25
im Betriebsfall abgegebene Sprühstrahl 26 bei entsprechender Verdrehstellung des Sprüharms
10 in einen von der Haube 24 unverdeckten Sprühspalt 30 trifft. Im Betriebsfall findet
mithin eine Beaufschlagung des in die Dosieröffnung 23 mündenden Ausschleusungskanals
19 des Rohres 27 sowie der Dosieröffnung 23 mit Spülflotte statt, was eine entsprechende
Reinigung bewirkt. Etwaige Reinigungsmittelrückstände werden so entfernt und in den
Spülraum 4 ausgeschwemmt. Zudem wird infolge der Reinigung vermieden, dass sich Ankrustungen,
Ablagerungen und/oder dergleichen Verschmutzungen sowie etwaige Reinigungsmittelrückstände
ansammeln und zu einer Verengung des Ausschleusungskanals 19 und/oder der Dosieröffnung
23 führen können.
[0037] Wie eine Zusammenschau der Figuren 4 und 5 zeigt, verfügt die Geschirrspülmaschine
1 im Auslassbereich des Ausschleusungskanals 19 über eine IR-Lichtschranke 28, die
einen den Bereich der Dosieröffnung 23 durchquerenden Lichtstrahl 39 bereitstellt.
Mittels dieser IR-Lichtschranke 28 kann in vorteilhafter Weise detektiert werden,
ob die vom Dosiergerät 21 abgegebene Reinigungsmittelportion auch tatsächlich in den
Spülraum 4 gelangt ist. Es kann so überwacht werden, ob im Falle der Reinigungsmittelabgabe
ein Ankommen von Reinigungsmittel im Spülraum auch tatsächlich stattgefunden hat.
Sollte eine solche Detektion erkennen, dass trotz abgegebenem Reinigungsmittel kein
Reinigungsmittel in den Spülraum eingeströmt ist, kann dies dem Verwender der Geschirrspülmaschine
1 angezeigt werden und/oder das gestartete Spülprogramm wird unterbrochen. Die Detektion
des in den Spülraum 4 eingebrachten Reinigungsmittels kann zudem dazu genutzt werden,
Rückschlüsse auf die Menge an im Dosiergerät 21 noch bevorrateten Reinigungsmittel
zu ziehen. Auch dies kann dem Verwender der Geschirrspülmaschine 1 beispielsweise
über eine Verbrauchsanzeige mitgeteilt werden.
[0038] Wie insbesondere die Darstellung nach Fig. 5 erkennen lässt, ist die Anordnung der
Lichtschranke 28 sowie die Ausrichtung der Sprühdüse 27 derart aufeinander abgestimmt,
dass im Betriebsfall Spülflotte auch bis zu den Sende- und Empfangseinheiten der IR-Lichtschranke
28 gelangt, so dass eine Reinigung auch der Messstrecke stattfindet.
[0039] Fig. 6 lässt einen typischen Beladefall der Geschirrspülmaschine 1 erkennen, in welchem
Fall die Spülraumtür 6 in ihre Offenstellung verschwenkt und ein unterer Geschirrkorb
31 aus dem Spülraum 4 hinaus auf die Innenseite 7 der Spülraumtür 6 verfahren ist.
In dieser Stellung des Geschirrkorbs 31 ist ein verwenderseitiger Zugriff auf den
Geschirrkorb 31 zwecks Geschirrbeladung in einfacher Weise gestattet.
[0040] Bei einer Beladung des Geschirrkorbs 31 kommt es unvermeidbar dazu, dass an zu reinigendem
Spülgut anhaftende Flüssigkeiten, Speisereste und/oder dergleichen Verunreinigungen
abfallen, die dann von der Innenseite 7 der Spülraumtür 6 aufgefangen werden. Um zu
vermeiden, dass derartige Flüssigkeiten, Speisereste und/oder dergleichen Verunreinigungen
direkt durch die Dosieröffnung 23 in den Ausschleusungskanal 19 des Rohres 27 gelangen
können, ist die Dosieröffnung 23 in der schon vorbeschriebenen Weise mittels der Haube
24 abgedeckt. Dabei umschließt die Haube 24 bis auf den Dosierspalt 30 die Dosieröffnung
23 vollumfänglich, so dass ein weitestgehender Eindringschutz gegeben ist.
[0041] Wie sich aus einer Zusammenschau der Figuren 2 und 6 ergibt, ist die Dosieröffnung
23 innerhalb eines Bereichs 32 der Spülraumtür 6 angeordnet, der mit Bezug auf die
Zeichnungsebene nach Fig. 6 im Vergleich zur übrigen Innenseite 7 nach unten versetzt
ausgebildet ist, mithin eine Vertiefung im Vergleich zur übrigen Innenseite 7 darstellt.
Diese Vertiefung dient dazu, von zu reinigendem Spülgut etwaige abtropfende Flüssigkeiten
sicher auffangen und beherbergen zu können. Es wird so sichergestellt, dass etwaige
abtropfende Flüssigkeiten nicht rechts oder links der Spülraumtür überströmen können.
Um trotz des vertieft ausgebildeten Bereiches 32 gleichwohl sicherstellen zu können,
dass Flüssigkeiten nicht ungewollt über die Dosieröffnung 23 in den Ausschleusungskanal
21 gelangen können, ist die Dosieröffnung 23 von einem Rahmen 34 umgeben, dessen mit
Bezug auf die Zeichnungsebene nach Fig. 2 unterer Teilabschnitt eine Barriere 33 darstellt,
wie sich dies insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 6 ergibt. Diese Barriere
dient als Überströmungsschutz, so dass vom Bereich 32 unter Umständen aufgenommene
Flüssigkeiten nicht ungehindert über die Dosieröffnung 23 in den Ausschleusungskanal
19 gelangen können. Bevorzugterweise sind der Rahmen 34 und die Haube 24 als einstückiges
Bauteil ausgebildet.
Bezugszeichen
[0042]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Gehäuse
- 3
- Spülbehälter
- 4
- Spülraum
- 5
- Beschickungsöffnung
- 6
- Spülraumtür
- 7
- Innenseite
- 8
- Sprüheinrichtung
- 9
- Sprüharm
- 10
- Sprüharm
- 11
- Sprüharmast
- 12
- Sprüharmast
- 13
- Sprüharmast
- 14
- Sprüharmast
- 15
- Kombinationsgerät
- 16
- Klarspülmittelbevorratung
- 17
- Vorratsbehälter
- 18
- Dosiereinheit
- 19
- Ausschleusungskanal
- 20
- Gehäuse
- 21
- Dosiergerät
- 22
- Gehäusedeckel
- 23
- Dosieröffnung
- 24
- Haube
- 25
- Sprühdüse
- 26
- Sprühstrahl
- 27
- Rohr
- 28
- IR-Lichtschranke
- 29
- Lichtstrahl
- 30
- Dosierspalt
- 31
- Spülkorb
- 32
- Bereich
- 33
- Barriere
- 34
- Rahmen
- 35
- Hebel
- 36
- Schwenkachse
- 37
- Antriebseinrichtung
- 38
- Verbindungsfortsatz
- 39
- Deckel
- 40
- Getriebe
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem einen
Spülraum (4) bereitstellenden Spülbehälter (3), der der Aufnahme von zu reinigendem
Spülgut dient, wobei der Spülbehälter (3) zur Beschickung mit Spülgut eine Beschickungsöffnung
(5) aufweist, die mittels einer verschwenkbar gelagerten Spülraumtür (6) fluiddicht
verschließbar ist, mit einer im Spülbehälter (3) angeordneten Sprüheinrichtung (8)
zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflotte sowie mit einer von der
Spülraumtür (6) bereitgestellten Dosiereinheit (18) zur Bevorratung von schüttfähigem
Reinigungsmittel für eine Mehrzahl von Reinigungszyklen, wobei die Dosiereinheit (18)
für ein portionsweises Einbringen von Reinigungsmittel in den Spülraum (4) an eine
in den Spülraum (4) mündende Dosieröffnung (23) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sprüheinrichtung (8) eine mit der Dosieröffnung (23) gezielt zusammenwirkende
Sprühdüse (25) aufweist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosieröffnung (23) spülraumseitig unter Belassung eines Dosierspalts (30) mittels
einer Abdeckung teilweise abgedeckt ist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung eine in Verschlussstellung der Spülraumtür (6) nach unten offene Haube
(24) ist.
4. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinheit (18) ein Dosiergerät (21) mit einem Reinigungsmittelauslass sowie
einen Ausschleusungskanal (19) aufweist, wobei der Ausschleusungskanal (19) den Reinigungsmittelauslass
mit der Dosieröffnung (23) strömungstechnisch verbindet.
5. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschleusungskanal (19) dosieröffnungsseitig einen Sensor aufweist.
6. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor eine IR-Lichtschranke (28) ist.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprüheinrichtung (8) einen verdrehbar ausgebildeten Sprüharm (10) aufweist, dessen
einer Ast (13) die Sprühdüse (25) aufweist.
8. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüse (25) auf die Dosieröffnung (23) derart ausgerichtet ist, dass der von
der Sprühdüse (25) im Betriebsfall abgegebene Sprühstrahl (26) bei entsprechender
Verdrehstellung des Sprüharms (10) in den von der Haube (24) unverdeckten Sprühspalt
(30) trifft.
9. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschleusungskanal (19) von einem Rohr (27) bereitgestellt ist, das biegsam
ausgebildet ist.