TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlagverfestigungseinrichtung, welche für die Herbeiführung
einer Kaltverfestigung einer Oberfläche eines Werkstücks eingesetzt werden kann.
STAND DER TECHNIK
[0002] Bekannt ist, eine Kaltverformung einer Oberfläche durch ein Rollieren, Kugelwalzen
oder Prägepolieren herbeizuführen (vgl. IPC-Klassen C21 D 007/04, C21 D 007/06 und
C21 D 007/08).
[0003] Die Druckschrift
DE 29 08 933 A1 offenbart eine Schlagverfestigungseinrichtung, mittels welcher gleichzeitig eine
Kaltverfestigung der Oberflächen mehrerer Kugeln herbeigeführt werden kann, um die
Kugeln mit der erforderlichen Festigkeit für deren Einsatz als Wälzlagerkugeln auszustatten.
Diese bekannte Schlagverfestigungseinrichtung verfügt über eine feste Grundplatte,
deren ebene Oberfläche geringfügig gegenüber der Horizontalen geneigt ist, so dass
hierauf angeordnete Wälzlagerkugeln grundsätzlich entlang dieser Oberfläche rollen.
Von der Grundplatte erstrecken sich zwei Führungssäulen vertikal nach oben, an welchen
die Schlagplatte über Federn aufgehängt ist. Die Schlagplatte ist dabei durch die
Führungssäulen so geführt, dass eine Unterseite der Schlagplatte unabhängig von der
vertikalen Bewegung der Schlagplatte immer parallel zur Oberfläche der Grundplatte
orientiert ist. An der Schlagplatte sind zwei gegenläufig angetriebene Unwuchtmassen
gelagert. Ein Schwingungssystem ist hier mit der Schlagplatte und den Federn, an welchen
die Schlagplatte an den Führungssäulen aufgehängt ist, gebildet. Durch die Anregung
dieses Schwingungssystems mittels eines Schwingungserregers, welcher mit den Unwuchtmassen
gebildet ist, kann das Schwingungssystem in Schwingungen versetzt werden. Hierbei
löst sich in einer Freiflugphase der Schlagplatte die Unterseite der Schlagplatte
von den Kugeln, so dass diese während der Freiflugphase einen kleinen Weg entlang
der geneigten Oberfläche der Grundplatte rollen können. Am Ende der Freiflugphase
schlägt die Unterseite der Schlagplatte auf die Oberseite der Kugeln auf. Der hierdurch
ausgeübte Schlag führt zu einer gleichzeitigen Kaltverfestigung der Kugeln einerseits
im Kontaktbereich der Kugeln mit der Oberfläche der Grundplatte und andererseits im
Kontaktbereich der Kugeln mit der Unterseite der Schlagplatte.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schlagverfestigungseinrichtung
vorzuschlagen, welche insbesondere hinsichtlich
- der Gestaltung der Kontaktfläche zwischen einem Schlagkörper und dem Werkstück,
- der Handhabung,
- des konstruktiven Aufbaus,
- der Abmessungen und
- des apparativen und energetischen Aufwands
verbessert ist.
LÖSUNG
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs gelöst. Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind den
abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0006] Die Erfindung betrifft eine Schlagverfestigungseinrichtung für die Herbeiführung
einer Kaltverfestigung einer Oberfläche eines Werkstücks, wobei diese Oberfläche des
Werkstücks beliebig geformt sein kann, ohne dass zwingend eine Anpassung der Schlagverfestigungseinrichtung
an die jeweilige Oberfläche des Werkstücks erfolgen muss. Durchaus möglich ist aber
auch eine Anpassung der Schlagverfestigungseinrichtung an unterschiedliche Oberflächenkonturen
des Werkstücks.
[0007] Die erfindungsgemäße Schlagverfestigungseinrichtung verfügt über ein Schwingungssystem,
welches mittels eines Schwingungserregers zu Schwingungen angetrieben wird. Das Schwingungssystem
weist einen Schwingungskörper auf, der über mindestens eine Feder abgestützt ist.
Während gemäß der Druckschrift
DE 29 08 933 A1 die Schlagverfestigung über eine Schlagplatte herbeigeführt wird, welche integral
den Schwingungskörper ausbildet und gleichzeitig nur einsetzbar ist für eine gleichzeitige
Kaltverfestigung mehrerer Kugeln gleicher Durchmesser, schlägt die Erfindung vor,
dass der Schwingungskörper mit einem die Schlagverfestigung herbeiführenden Stößel
antriebsfest verbunden ist. Hierbei kann die Masse des Schwingungssystems, welche
die dynamischen Eigenschaften des Schwingungssystems, insbesondere die Eigenkreisfrequenz
des Schwingungssystems, bestimmt sowohl die Masse des Schwingungskörpers als auch
die Masse des Stößels beinhalten.
[0008] Der Einsatz des Stößels zur Herbeiführung der Schlagverfestigung ermöglicht zunächst
eine besondere Ausgestaltung eines etwaigen Gehäuses der Schlagverfestigungseinrichtung.
So kann ein derartiges Gehäuse, in welchem dann auch der Schwingungskörper angeordnet
und die mindestens eine Feder abgestützt sein kann, eine Ausnehmung aufweisen, durch
welche, insbesondere unter Führung und/oder Abdichtung, sich der Stößel erstreckt,
womit dieser mit der Schwingungsbewegung aus dem Gehäuse ausgefahren und wieder eingefahren
werden kann.
[0009] Andererseits ermöglicht der Stößel je nach Gestaltung seiner stirnseitigen Schlagfläche
eine Beeinflussung der Flächenpressung bei dem auftretenden Schlag: Ist die Schlagfläche
des Stößels eben oder entsprechend der zu verfestigenden Oberfläche des Werkstücks
geformt, ergibt sich eine große Kontaktfläche, so dass sich auch die von der Schlagverfestigungseinrichtung
ausgeübte Schlagkraft auf eine große Fläche verteilt, womit u. U. eine verhältnismäßig
geringe Verformung und/oder Verfestigung herbeigeführt wird. Ist hingegen die Schlagfläche
stärker konvex gestaltet als die Oberfläche des Werkstücks in dem Kontaktbereich konkav
ausgebildet ist, ergibt sich eine verhältnismäßig kleine Kontaktfläche, womit die
Schlagkraft lediglich in eine kleine Kontaktfläche eingebracht wird, womit eine größere
Verformung und/oder Verfestigung herbeigeführt werden kann oder auch eine Verfestigung
einer härteren Oberfläche erfolgen kann.
[0010] Unter Umständen kann durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung auch erreicht werden,
dass der Stößel in Vertiefungen, Krümmungen oder Hinterschneidungen des Werkstücks
eintreten kann, so dass auch zurückversetzte Teilbereiche der Oberfläche des Werkstücks
mit der Schlagverfestigungseinrichtung kaltverfestigt werden können. Das Entsprechende
gilt auch für unregelmäßig geformte Oberflächen des Werkstücks.
[0011] Grundsätzlich kann der Stößel beliebig ein- oder mehrteilig ausgebildet sein mit
einem beliebigen Querschnitt und einer beliebigen die Schlagfläche ausbildenden Stirnfläche.
Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung ist der Stößel mit einem Halter ausgebildet.
An dem Halter ist auswechselbar ein Schlagkörper gehalten. Hierbei kann im Rahmen
der Erfindung ein Auswechseln des Schlagkörpers erfolgen, wenn ein Verschleiß des
Schlagkörpers aufgetreten ist, welcher das Ergebnis der Kaltverfestigung beeinträchtigt.
Andererseits kann auch ein Satz unterschiedlicher Schlagkörper mit der Schlagverfestigungseinrichtung
verwendet werden, welche sich durch ihre Länge, ihren Querschnitt und/oder insbesondere
durch die Formgebung der Schlagfläche unterscheiden können. Je nach zu bearbeitender
Oberfläche des Werkstücks und/oder dessen Material oder je nach zu bearbeitetem Teilbereich
einer Oberfläche eines Werkstücks kann dann gezielt ein hierfür geeigneter Schlagkörper
eingesetzt werden.
[0012] Für die Ausbildung des Schwingungserregers kann grundsätzlich ein beliebiger Antrieb
Einsatz finden. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung findet als Schwingungserreger
ein Unwuchterreger Einsatz. Ein derartiger Unwuchterreger kann bspw. hinsichtlich
eines als Hydropulser ausgebildeten Schwingungserregers vorteilhaft sein, da dieser
auch mit geringem Aufwand mit einer großen Erregerfrequenz, welche mit der Antriebsdrehzahl
des Unwuchterregers korreliert, betrieben werden kann. Unter Umständen ist auch der
Einsatz eines Unwuchterregers vorteilhaft hinsichtlich der aufzubringenden Energie
und der Steuerungs- oder Regelungsmöglichkeiten.
[0013] Grundsätzlich möglich ist, dass der Unwuchterreger lediglich über eine Unwuchtmasse
verfügt. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Unwuchterreger zwei rotierende
Unwuchtmassen auf. Hierbei können die Unwuchtmassen gegenläufig rotieren, was vorteilhaft
ausgenutzt werden kann, um Komponenten der Zentrifugalkraft der Unwuchtmassen, welche
nicht in Schlagrichtung, d. h. Bewegungsrichtung des Stößels, sondern quer hierzu
orientiert sind, auszugleichen.
[0014] Grundsätzlich möglich ist, dass die Amplitude der Zentrifugalkraft und damit der
Schlagkraft verändert wird durch Veränderung der Unwuchtmassen selbst, was bspw. durch
Austausch der Unwuchtmassen, Veränderung der Exzentrizität der Unwuchtmassen oder
Montage von Zusatzmassen erfolgen kann. Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung
ist bei einem Unwuchterreger mit zwei rotierenden Unwuchtmassen die Phasenlage der
Unwuchtmassen einstellbar. Durch die Veränderung der Phasenlage der Unwuchtmassen
kann die Amplitude der bei einer Drehzahl der Unwuchtmassen wirkenden Zentrifugalkraft
verändert werden, ohne dass ansonsten eine Veränderung der Unwuchtmassen erforderlich
ist.
[0015] Für eine besondere Ausgestaltung der Erfindung finden sogar vier Unwuchtmassen Einsatz,
bei welchen in einer Unwuchterregereinheit je zwei Unwuchtmassen gegenläufig angetrieben
werden und deren Phasenlage dann zur Veränderung der Amplitude der Schlagkraft veränderbar
ist. Je nach Phasenlage erzeugen dann aber die Unwuchterregereinheiten auch Komponenten
der Resultierenden der Zentrifugalkraft, die quer zur Schlagrichtung orientiert sind.
Die beiden Unwuchterregereinheiten werden dann so gegenläufig zueinander angetrieben,
dass sich die beiden Komponenten der Resultierenden der Zentrifugalkräfte beider Unwuchterregereinheiten
gegenseitig aufheben, so dass sich eine Gesamt-Resultierende der Zentrifugalkräfte
ergibt, welche in Schlagrichtung orientiert ist und oszilliert.
[0016] Grundsätzlich kann der Unwuchterreger mit einer beliebigen Antriebsdrehzahl angetrieben
werden. Besonders große Amplituden der Bewegung des Schwingungskörpers und damit des
Stößels können auch mit kleiner Antriebsenergie für den Unwuchterreger erzielt werden,
wenn der Unwuchterreger mit einer Antriebsdrehzahl angetrieben wird, welche etwa der
Resonanzfrequenz des Schwingungssystems entspricht. Hierbei wird unter "etwa der Resonanzfrequenz"
eine Frequenz verstanden, welche ± 20 %, insbesondere ± 10 % oder ± 5 %, der Resonanzfrequenz
des Schwingungssystems beträgt oder für welche zumindest 70 %, insbesondere zumindest
80 % oder 90 %, einer Resonanzüberhöhung der Resonanzkurve des Schwingungssystems
erreicht wird.
[0017] Möglich ist durchaus, dass bei dem Betrieb der Schlagverfestigungseinrichtung von
einem Benutzer manuell eine Einstellung der Masse der Unwuchtmassen, der Phasenlage
der Unwuchtmasse, eine Vorgabe der Antriebsdrehzahl des Unwuchterregers u. ä erfolgt.
Für einen Vorschlag der Erfindung ist allerdings in der Schlagverfestigungseinrichtung
eine elektronische Steuereinrichtung vorhanden. Diese stellt, insbesondere unter Ansteuerung
eines geeigneten Aktuators, eine Phasenlage der Unwuchtmassen ein. Hierbei kann die
Einstellung der Phasenlage entsprechend eines vom Benutzer vorgegebenen Wunsches erfolgen.
Möglich ist aber auch, dass die elektronische Steuereinrichtung während des Betriebs
der Schlagverfestigungseinrichtung automatisch die Phasenlage der Unwuchtmassen verstellt,
insbesondere zur Herbeiführung eines optimalen Ergebnisses für die Kaltverfestigung.
Um lediglich ein weiteres Beispiel für eine automatische Einstellung der Phasenlage
der Unwuchtmassen zu nennen, kann die elektronische Steuereinrichtung auch bei dem
Erkennen eines Fehlers oder eines Abbruchkriteriums oder eines durch den Benutzer
vorgegebenen Abbruchwunsches eine Einstellung der Phasenlage der Unwuchtmassen derart
vornehmen, das diese derart versetzt rotieren, dass sich die Zentrifugalkräfte gerade
aufheben, so dass keine resultierende Zentrifugalkraft und damit keine Schlagkraft
erzeugt wird. Alternativ oder kumulativ möglich ist, dass die elektronische Steuereinrichtung
eine Antriebsdrehzahl der Unwuchtmassen einstellt. Um lediglich ein Beispiel zu nennen,
kann die elektronische Steuereinrichtung die Antriebsdrehzahl der Unwuchtmasse variieren
und ermitteln, bei welcher Antriebsdrehzahl sich eine maximale Amplitude der Schwingung
des Schwingungssystems ergibt.
[0018] Problematisch bei der Schlagverfestigungseinrichtung kann sein, dass die Resonanzfrequenz
des Schwingungssystems bei Betrieb der Schlagverfestigungseinrichtung mit der Ausübung
von Schlägen auf die Oberfläche des Werkstücks anders sein kann als die Resonanzfrequenz
des Schwingungssystems bei freier Schwingung desselben. Dies kann besonders einfach
für eine Modellüberlegung verdeutlich werden, gemäß welcher der Kontakt des Werkstücks
mit dem Stößel in der Gleichgewichtslage des Schwingungssystems erfolgt. Die Dauer
einer Freiflugphase des Schwingungskörpers mit dem Stößel entspricht in diesem Fall
der halben Periodendauer des Schwingungssystems. Am Ende der Freiflugphase kann aber
dann der Schwingungskörper mit dem Stößel nicht frei durchschwingen während der zweiten
Hälfte der Periodendauer. Vielmehr wird durch den Schlag des Stößels an der Oberfläche
des Werkstücks die Geschwindigkeit desselben impulsartig umgekehrt, womit wieder der
Anfang der Freiflugphase erreicht ist. Somit beträgt für die erläuterte Modellüberlegung
die Periodendauer des schlagenden Schwingungssystems lediglich die Hälfte der Periodendauer
des freischwingenden Schwingungssystems. Hinzu kommt, dass die Periodendauer des schlagenden
Schwingungssystems abhängig ist davon, in welchem Abstand die Oberfläche des Werkstücks
von dem Stößel angeordnet ist. Auf Grundlage dieser Erkenntnis ist eine sorgfältige
Wahl der Anregungsfrequenz des Schwingungserregers, insbesondere der Antriebsdrehzahl
des Unwuchterregers, erforderlich, was insbesondere durch die elektronische Steuereinrichtung
durch Variation der Antriebsdrehzahl mit einer Auswertung der herbeiführbaren Amplitude
erfolgen kann. Beispielsweise kann über einen Sensor auch ein Abstand der Oberfläche
des Werkstücks von der Schlagverfestigungseinrichtung erfasst werden und auf Grundlage
des Signals des Sensors in der Steuereinrichtung eine Steuerung der Antriebsdrehzahl
erfolgen, was bspw. auf Grundlage einer von dem gemessenen Abstand abhängigen Kennlinie
oder eines Kennfeldes erfolgen kann.
[0019] Die Schlagverfestigungseinrichtung kann über eine Halteeinrichtung für ein Werkstück
verfügen. Um lediglich ein nicht beschränkendes Beispiel zu nennen, kann die Halteeinrichtung
als Spanneinrichtung oder schraubende Befestigungseinrichtung für das Werkstück ausgebildet
sein. Hierbei kann die Halteeinrichtung einstellbar sein, so dass hiermit Werkstücke
unterschiedlicher Geometrien gehalten werden können. Möglich ist auch, dass die Halteeinrichtung
über eine Tragstruktur mit einem das Schwingungssystem aufnehmenden Gehäuse der Schlagverfestigungseinrichtung
verbunden ist, womit eine Art geschlossener Ring für den Kraftfluss während des Auftretens
des Schlags gebildet sein kann.
[0020] Des Weiteren schlägt die Erfindung vor, dass eine Führungseinrichtung für das Werkstück
oder eine Schlagverfestigungseinheit vorhanden sein kann. Mittels dieser Führungseinrichtung
kann eine Relativbewegung zwischen Werkstück und der Schlagverfestigungseinheit geführt
sein, so dass ein Abschnitt der Oberfläche des Werkstücks kaltverfestigt werden kann,
wobei über den Abschnitt dann die Führung durch die Führungseinrichtung erfolgt, womit
definierte Ergebnisse der Schlagverfestigung herbeigeführt werden können. Möglich
ist, dass eine durch die Führungseinrichtung geführte Relativbewegung zwischen dem
Werkstück und dem Stößel manuell oder automatisch herbeigeführt wird. Hierbei kann
durch die Führungseinrichtung auch eine Führung entlang mehrerer Freiheitsgrade erfolgen.
[0021] In besonderer Ausgestaltung ist eine Steuereinrichtung vorhanden, welche einen Aktuator
derart ansteuert, dass eine vorbestimmte Relativbewegung zwischen dem Werkstück und
dem Stößel herbeigeführt wird. Diese Steuereinrichtung kann separat von der zuvor
genannten elektronischen Steuereinrichtung ausgebildet sein oder integral mit dieser
ausgebildet sein. Durch Einsatz des von der Steuereinrichtung angesteuerten Aktuators
kann eine Automatisierung der Herbeiführung einer Kaltverfestigung eines größeren,
durch die Relativbewegung vorgegebenen Bereichs der Oberfläche des Werkstücks erfolgen.
[0022] Möglich ist aber auch, dass die Schlagverfestigungseinrichtung als eine manuell einsetzbare
Schlagverfestigungseinheit ausgebildet ist, welche dann vorzugsweise eine Hand-Schlagverfestigungseinheit
bildet. Vereinfacht gesagt kann dann diese Schlagverfestigungseinrichtung entsprechend
einer Bohrmaschine von dem Benutzer "in die Hand oder Hände genommen" und benutzt
werden, wobei in diesem Fall aber anstelle des rotierenden Bohrers der schwingende
Stößel mit einem Werkstück in Wechselwirkung tritt. Die manuell einsetzbare Schlagverfestigungseinheit
verfügt insbesondere über einen Gehäusegriff, an welchem dann die Schlagverfestigungseinheit
von dem Benutzer gegriffen werden kann. Die Schlagverfestigungseinheit besitzt in
diesem Fall bspw. eine maximale räumliche Erstreckung von 50 cm und/oder ein Gewicht,
welches kleiner ist als 10 kg oder 5 kg. Hierbei kann die manuelle einsetzbare Schlagverfestigungseinheit
über einen integrierten Akkumulator zur Leistungsversorgung verfügen und/oder eine
externe Leistungsversorgung, bspw. über ein Stromkabel, aufweisen.
[0023] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibung genannten Vorteile von
Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und
können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Ohne dass hierdurch
der Gegenstand der beigefügten Patentansprüche verändert wird, gilt hinsichtlich des
Offenbarungsgehalts der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents Folgendes:
weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche
ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen
dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können
in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
[0024] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich
ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als
die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs
"mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem Element die Rede ist, ist
dies so zu verstehen, dass genau ein Element, zwei Elemente oder mehr Elemente vorhanden
sind. Diese Merkmale können durch andere Merkmale ergänzt werden oder die einzigen
Merkmale sein, aus denen das jeweilige Erzeugnis besteht.
[0025] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung
des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen
lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0026] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt schematisch eine Schlagverfestigungseinrichtung in Wechselwirkung mit einem
Werkstück.
- Fig. 2
- zeigt ein Detail II der Schlagverfestigungseinrichtung gemäß Fig. 1.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0027] Fig. 1 zeigt eine Schlagverfestigungseinrichtung 1. Diese weist eine Tragstruktur 2 auf,
an der über einen Haltegelenkarm 3 eine Schlagverfestigungseinheit 4 gehalten ist.
Hierbei kann über den Haltegelenkarm 3 die Position und Orientierung der Schlagverfestigungseinheit
4 in Stufen oder stufenlos verändert werden. Diese Veränderung der Position und/oder
Orientierung kann manuell oder automatisch über mindestens einen Aktuator erfolgen.
Mit dem Haltegelenkarm 3 ist eine Führungseinrichtung 5 gebildet, mittels welcher
die Relativbewegung zwischen Schlagverfestigungseinheit 4 und einem Werkstück 6 geführt
ist. Der Haltegelenkarm 3 ist für das dargestellte Ausführungsbeispiel mit mehreren
im Bereich von Gelenken 7a, 7b, 7c verschwenkbar miteinander verbundenen Teilarmen
8 gebildet. Erfolgt eine automatische Herbeiführung der Relativbewegung zwischen der
Schlagverfestigungseinheit 4 und dem Werkstück 6, kann dies bspw. über im Bereich
der Gelenke 7 angeordnete Schwenkaktuatoren erfolgen, welche den Winkel zwischen den
benachbarten Teilarmen 8 verändern. Zusätzlich kann u. U. auch eine teleskopartige
Verlängerung oder Verkürzung der Teilarme 8 erfolgen
Fig. 2 zeigt in dem Detail II gemäß Fig. 1 die Schlagverfestigungseinheit 4, welche über
eine hier nicht näher spezifizierte Halteeinrichtung 9 an einem Teilarm 8d und damit
an der Tragstruktur 2 gehalten ist.
[0028] Die Schlagverfestigungseinheit 4 verfügt über ein Gehäuse 10. Das Gehäuse 10 bildet
einen Innenraum 11 aus. In dem Innenraum 11 ist ein hier plattenförmiger Schwingungskörper
12 angeordnet. Der Schwingungskörper 12 ist für eine translatorische Bewegung in Richtung
einer Schlagachse 13 geführt. Dies erfolgt über von dem Schwingungskörper 12 beidseitig
getragene koaxiale Führungsstangen 14, 15, welche in koaxialen Bohrungen 16, 17 auf
gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 10 geführt sind. Der Schwingungskörper 12 ist
über Federn und schwingend abgestützt, wobei für das dargestellte Ausführungsbeispiel
die Federn 18 auf beiden Seiten des Schwingungskörpers 12 unter Vorspannung zwischen
dem Schwingungskörper 12 und dem Gehäuse gefangen sind. Möglich ist, dass, wie in
Fig. 2 dargestellt ist, den Federn 18 weitere Federn 19 parallel geschaltet sind.
Hierbei sind für das dargestellte Ausführungsbeispiel die Federn 19 mit einem Federfußpunkt
jeweils an einer Seite des Schwingungskörpers 12 abgestützt. Der andere Federfußpunkt
der Federn 19 ist abgestützt an einer Abstützscheibe 20. Die Abstützscheiben 20, durch
welche sich die Führungsstangen 14, 15 mit einem radialen Spiel hindurch erstrecken,
sind mit einem Abstand 21 von einer benachbarten Gehäusewandung des Gehäuses 10 angeordnet.
Dies hat zur Folge, dass die Abstützscheiben 20 lediglich nach Überwindung des Abstands
oder Spiels 21 an der zugeordneten Gehäusewand des Gehäuses 10 abgestützt sind, womit
auch erst dann die Federn 19 zur Wirkung kommen. Somit ergibt sich nach Überwindung
des Abstands 21 eine Erhöhung der Steigung der Federkennlinie hinsichtlich der auf
den Schwingungskörper 12 wirkenden Federkräfte der Federn 18, 19, womit gezielt eine
Nichtlinearität der Federsteifigkeit und -kennlinie herbeigeführt werden kann.
[0029] Mit dem Schwingungskörper 12, dem Freiheitsgrad des Schwingungskörpers 12 in Richtung
der Schlagachse 13 und der Abstützung des Schwingungskörpers 12 über die Federn 18,19
ist ein Schwingungssystem 22 gebildet. Eine Anregung des Schwingungssystems 22 erfolgt
über einen Unwuchterreger 23, welcher über zwei gegenläufig rotierende Unwuchtmassen
24,25 verfügt. Die Unwuchtmassen 24, 25 werden durch einen geeigneten gemeinsamen
Antrieb, vorzugsweise einen elektrischen Antrieb, und mittels eines die Rotationsbewegung
des Antriebs auf beide Unwuchtmassen 24, 25 übertragenden Getriebes angetrieben. Der
Unwuchterreger 23 ist an der Führungsstange 15 in deren aus dem Gehäuse 10 der Schlagverfestigungseinheit
4 auskragenden Endbereich befestigt. Der Unwuchterreger 23 erzeugt eine harmonische
in Richtung der Schlagachse 13 orientierte Erregerkraft, mittels welcher das Schwingungssystem
22 zu Schwingungen angeregt wird.
[0030] In dem auf der dem Unwuchterreger 23 abgewandten Seite aus dem Gehäuse 10 auskragenden
Bereich der Führungsstange 14 ist mit der Führungsstange 14 ein Stößel 26 gebildet.
Dieser weist einen Halter 27 auf, über den fest an der Führungsstange 14 ein Schlagkörper
28 gehalten ist, wobei vorzugsweise der Schlagkörper 28 auswechselbar an dem Halter
27 gehalten ist. Der Schlagkörper 28 verfügt über eine Stirnseite 29, welche eine
Schlagfläche 30 ausbildet, mit der die Schlagverfestigungseinheit 4 eine schlagende
Kaltverfestigung einer Oberfläche 31 des Werkstücks 6 herbeiführt.
[0031] Mit Erzeugung der Antriebsbewegung der Unwuchtmassen 24, 25 des Unwuchterregers 23
wird das Schwingungssystem 22 in Schwingung versetzt, womit eine oszillierende Bewegung
des Stößels 26 mit dessen Schlagfläche 30 erzeugt wird. Befindet sich im Bewegungsbereich
der Schlagfläche 30 des Stößels 26 ein Werkstück 6, schlägt der Stößel 26 mit der
Schlagfläche 30 auf die Oberfläche 31 des Werkstücks 6. Die stoßartig in die Oberfläche
31 zur Herbeiführung einer Kaltverfestigung eingebrachte Energie ist hierbei abhängig
von der Geschwindigkeit des Schwingungskörpers 12 sowie dem Betrag der mitbewegten
Masse. Hierbei hängt die bewegte Masse und damit auch die für die Bestimmung der Eigenkreisfrequenz
des Schwingungssystems 22 zu berücksichtigende Masse ab von der Summe der Masse des
Schlagkörpers 28, des Halters 26, der Führungsstange 14, des Schwingungskörpers 12,
der Führungsstange 15 und des Unwuchterregers 23.
[0032] In der Schlagverfestigungseinrichtung 1 kann nur eine Unwuchtmasse aufweisen oder
diese kann zwei oder vier Unwuchtmassen aufweisen, die dann beliebige feste, manuell
veränderbare oder automatisiert veränderbare Phasenlagen besitzen können.
[0033] Eine Einflussnahme auf die in dem Werkstück 6 herbeigeführte Schlagverfestigung kann
bspw. durch die Änderung der Mechanik, Änderung der Phasenlage der Unwuchten, Änderung
der Unwuchtmasse, Änderung des Abstandes des Schwerpunktes der Unwuchtmasse von der
Rotationsachse, Änderung der Größe der Schlagfläche 30 etc. erfolgen. Möglich ist,
dass ein Sensor vorhanden ist, welcher die Schlagkraft am Stößel 26 erfasst, wobei
dann auf Grundlage des Signals dieses Sensors eine Einflussnahme auf die Schlagverfestigung
erfolgt, insbesondere durch Veränderung der Antriebsdrehzahl, der Phasenlage und/oder
des Abstandes der Schlagverfestigungseinrichtung 1 von der Oberfläche des Werkstücks
6. Möglich ist auch, dass ein Sensor vorhanden ist, welcher den Abstand der Schlagverfestigungseinrichtung
1 von der Oberfläche des Werkstücks 6 erfasst. Möglich ist des Weiteren eine Regelung
des Abstandes des Stößels 26 von der Oberfläche, was vorzugsweise mit dem Ziel erfolgt,
eine gleichmäßig verfestigte Oberfläche zu erzielen.
[0034] Möglich ist, dass die Schlagverfestigungseinrichtung 1 starr oder steif an der Tragstruktur
2 abgestützt ist. Ebenfalls möglich ist allerdings, dass die Schlagverfestigungseinrichtung
1 mit einem Freiheitsgrad in Richtung der Schlagachse 13
- gleitend an der Tragstruktur geführt ist und mit Ihrem Eigengewicht (und etwaigen
Zusatzmassen) in Richtung des Werkstücks 6 beaufschlagt ist
- federnd abgestützt ist.
[0035] Für die dargestellten Ausführungsbeispiele hat das Schwingungssystem 22 lediglich
einen Freiheitsgrad, welcher der Schlagachse 13 entspricht. Demgemäß erfolgt die Aufbringung
der schlagenden Energie durch die Stirnseite 29 des Schlagkörpers 28.
[0036] Möglich ist alternativ, dass das Schwingungssystem 22 ausschließlich einen Freiheitsgrad
besitzt, welcher quer zur Längserstreckung des Stößels 26 orientiert ist. Für diese
Ausführungsform wird die Schlagenergie nicht mit der Stirnseite 29 des Stößels 26
übertragen, sondern vielmehr von der Mantel- oder Seitenfläche des Stößels. Um lediglich
ein Beispiel zu nennen, kann dann der Stößel 26 in eine Bohrung oder Ausnehmung des
Werkstücks eingeführt werden. Die quer zur Längsachse des Stößels und der Bohrung
orientierte Schwingung des Stößels 26 kann dann genutzt werden, um einseitig oder
auf gegenüberliegenden Seiten Stöße auf der Innenfläche der Bohrung oder Ausnehmung
aufzubringen.
[0037] In weiterer Ausgestaltung dieses Lösungsgedankens ist möglich, dass das Schwingungssystem
22 über zwei vertikal zueinander und jeweils vertikal zur Längsachse des Stößels 26
orientierte Freiheitsgrade verfügt, womit dann die Applikation von Stößen in mehrere
Richtungen, beispielsweise auf die Innenfläche der Bohrung oder Ausnehmung, möglich
ist.
[0038] Auch wenn der Stößel 26 mit seiner Stirnseite 29 eine Schlagverfestigung der Oberfläche
31 des Werkstücks 6 herbeiführt und somit ein Freiheitsgrad des Schwingungssystems
22 vorhanden ist, welcher in Richtung der Schlagachse 13 und Längsachse des Stößels
26 orientiert ist, kann mindestens ein zusätzlicher Freiheitsgrad des Schwingungssystems
22 vorhanden sein, welcher quer zu der Schlagachse 13 orientiert ist. Eine Überlagerung
einerseits einer Schwingung des Stößels 26 in Richtung der Schlagachse 13 und andererseits
einer Schwingung des Stößels 26 quer zur Schlagachse 13 kann genutzt werden, um die
Fläche des Werkstücks 6, welche mit der Stirnseite 29 des Stößels 26 bearbeitet wird,
zu vergrößern.
[0039] Der Stößel 26 kann einen beliebigen Querschnitt sowie eine beliebige Kontur der Stirnseite
29 sowie der Seitenfläche aufweisen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0040]
- 1
- Schlagverfestigungseinrichtung
- 2
- Tragstruktur
- 3
- Haltegelenkarm
- 4
- Schlagverfestigungseinheit
- 5
- Führungseinrichtung
- 6
- Werkstück
- 7
- Gelenk
- 8
- Teilarm
- 9
- Halteeinrichtung
- 10
- Gehäuse
- 11
- Innenraum
- 12
- Schwingungskörper
- 13
- Schlagachse
- 14
- Führungsstange
- 15
- Führungsstange
- 16
- Bohrung
- 17
- Bohrung
- 18
- Federn
- 19
- Feder
- 20
- Abstützscheibe
- 21
- Abstand, Spiel
- 22
- Schwingungssystem
- 23
- Unwuchterreger
- 24
- Unwuchtmasse
- 25
- Unwuchtmasse
- 26
- Stößel
- 27
- Halter
- 28
- Schlagkörper
- 29
- Stirnseite
- 30
- Schlagfläche
- 31
- Oberfläche
1. Schlagverfestigungseinrichtung (1) für die Herbeiführung einer Kaltverfestigung einer
Oberfläche (31) oder Innenfläche eines Werkstücks (6) mit einem mittels eines Schwingungserregers
angetriebenen Schwingungssystem (22), in welchem ein Schwingungskörper (12) über mindestens
eine Feder (18, 19) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungskörper (12) mit einem die Schlagverfestigung herbeiführenden Stößel
(26) antriebsfest verbunden ist.
2. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (26) mit einem Halter (27) und einem an dem Halter (27) auswechselbar
gehaltenen Schlagkörper (28) ausgebildet ist.
3. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungserreger als Unwuchterreger (23) ausgebildet ist.
4. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unwuchterreger (23) zwei rotierende Unwuchtmassen (24, 25) aufweist.
5. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Phasenlage der Unwuchtmassen (24, 25) einstellbar ist.
6. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Unwuchterreger (23) mit einer Antriebsdrehzahl angetrieben wird, welche etwa
der Resonanzfrequenz des Schwingungssystem (22) entspricht.
7. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische Steuereinrichtung vorhanden ist, welche b) eine Phasenlage der
Unwuchtmassen (24, 25) einstellt und/oder c) eine Antriebsdrehzahl der Unwuchtmassen
(24, 25) einstellt.
8. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Halteeinrichtung für das Werkstück, an welchem eine Schlagverfestigung herbeigeführt
werden soll, vorhanden ist.
9. Schlagverfestigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Halte- und/oder Führungseinrichtung (9; 5) für das Werkstück (6), an welchem
eine Schlagverfestigung herbeigeführt werden soll, oder für eine Schlagverfestigungseinheit
(4) vorhanden ist, über welche eine Relativbewegung zwischen Werkstück (6) und der
Schlagverfestigungseinheit (4) geführt ist.
10. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung vorhanden ist, welche einen Aktuator derart ansteuert, dass
eine vorbestimmte Relativbewegung zwischen dem Werkstück (6) und dem Stößel (26) herbeigeführt
wird.
11. Schlagverfestigungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagverfestigungseinrichtung (1) als eine manuell einsetzbare Schlagverfestigungseinheit
(4) ausgebildet ist.