Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschluss für einen Behälter, bevorzugt für eine Flasche
für Getränke oder dergleichen, umfassend einen mit einem Kragen mit Innengewinde versehenen
ersten Teil.
Stand der Technik
[0002] Speziell bei der Verpackung von Getränken oder dergleichen ist die Haltbarkeit nach
Abfüllung immer ein Thema. Im Allgemeinen ist es so, dass fertig gemischte Getränke
eine verminderte Haltbarkeit aufweisen gegenüber einer getrennten Lagerung von Wasser
und einem einzumischenden Konzentrat, sei es ein Pulver oder ein Flüssigkonzentrat.
Prinzipiell besteht die Möglichkeit, Pulver oder Konzentrate, wie beispielsweise Brausetabletten
oder Fruchtsirupe direkt zu verkaufen, diese müssen jedoch dann vom Endkunden mit
der richtigen Menge an Lösungsmittel versetzt werden, wodurch die Bequemlichkeit der
Anwendung herabgesetzt ist. Bei einer Vorrichtung zum getrennten Lagern innerhalb
eines Behälters sowie einer entsprechenden Mischvorrichtung zeigt der Stand der Technik
mehrere Lösungen, welche jedoch alle in der Herstellung deutlich teurer sind, als
die Abfüllung bereits fertig gemischter Getränke. Dies liegt einerseits an der aufwändigen
Konstruktion der Lager- und Mischbehälter und andererseits daran, dass herkömmliche
Abfüllanlagen zumeist nicht mit diesen Konstruktionen kompatibel sind.
[0003] So zeigt zum Beispiel die
US 6045254 einen Behälter, der durch einen speziellen Kragen in Zusammenwirken mit einem axial
verschiebbaren Stempel mit Dichtring den Behälter in zwei Abteilungen unterteilt.
Darin kann dann separat Flüssigkeit und Konzentrat gelagert werden. Beim Aufschrauben
des einzigen Gewindes am Behälterausgang, wird der Stempel angehoben und es kommt
zu einer Vermischung zwischen Konzentrat und Flüssigkeit. Diese Konstruktion ist aufwändig,
da eine spezielle Flasche mit speziellem Verschluss hergestellt werden muss. Das Gewinde
am Flaschenhals muss ebenfalls mit einem speziellen Endanschlag versehen werden, damit
beim Nutzer ein vollständiges Abschrauben des Stempels vor Beendigung des Mischvorgangs
verhindert wird. Die Abfüllanlage muss auch entsprechend ausgestattet sein, damit
dieser Typ von Behälter überhaupt befüllbar ist. Insgesamt erhöhen sich dadurch die
Herstellungskosten derart, dass es für die meisten Anwendungen in der Praxis unwirtschaftlich
wird, diese Art von Behälter zu verwenden.
[0004] Die
DE 69905185T2 zeigt einen Flaschenverschluss mit einer Mischvorrichtung, welcher einen Zusatz in
eine Flüssigkeit innerhalb der Flasche einbringen kann. Der Aufbau ist generell kompliziert
und erfordert verschiedene Materialien für den Flaschenverschluss, da zur Auslösung
des Mischvorgangs eine Membran durchstochen werden muss. Der Verschluss mit dem befüllten
Zusatz kann bei diesem Aufbau ebenfalls nur mit hohem Herstellungsaufwand gefertigt
werden, was die Anwendung in der Praxis unwirtschaftlich macht.
[0005] Die
WO 2007/006414 A1 und die
US 2631521 zeigen jeweils Ausführungsformen, bei welchen der Auslösemechanismus durch eine flexible
Membran gebildet wird und bei Druck auf die Membran eine weitere Membran im Inneren
des Behälters durchstoßen bzw. durchtrennt wird. Auch hier ist der Herstellungsaufwand
groß aufgrund der verschiedenen Materialien für den Verschluss.
Kurzbeschreibung der Erfindung
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, einen Verschluss zu schaffen, welcher
einfach aufgebaut ist, einfach zu befüllen ist und in herkömmlichen Abfüllanlagen
bei der Endmontage mit einem Behälter einsetzbar ist. Der Verschluss soll dabei idealerweise
aus wenigen Teilen bestehen, die alle aus einem Materialtyp gefertigt werden können.
Im Verschluss soll eine druckdichte Kammer zur Aufnahme von zumindest einem Konzentrat
in flüssiger Form oder in Form eines Pulvers ausgebildet werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung dadurch gelöst, dass am ersten
Teil eine nach oben hin offene und nach unten hin geschlossene erste zylindrische
Hülse angeformt ist, in welcher eine oben geschlossene und unten offene zweite zylindrische
Hülse axial verschiebbar gelagert ist, wobei in der ersten Hülse am unteren geschlossenen
Ende Öffnungen vorgesehen sind, welche bei vollständig eingeschobener zweiter Hülse
durch den Rand am offenen Ende der zweiten Hülse abgedichtet sind, wodurch eine druckdichte
Kammer zur Aufnahme einer Flüssigkeit und/oder eines Pulvers sowie gegebenenfalls
eines Treibmittels ausgebildet ist, und dass am oberen geschlossenen Ende der zweiten
Hülse ein Außengewinde vorgesehen ist, welches mit einem Innengewinde eines Deckelteils
in Eingriff steht, wobei der Deckelteil mittels Rastvorsprüngen am Kragen des ersten
Teils gehalten und gegenüber diesem drehbar gelagert ist. Der Verschluss kann somit
in einfacher Weise, beispielsweise mittels Spritzguss hergestellt werden. Er besteht
aus lediglich 3 Teilen, welche aus dem gleichen Material gefertigt sein können und
leicht und automatisiert zusammenfügbar sind. Das Konzentrat kann dabei in die entstehende
Kammer zwischen erster Hülse und zweiter Hülse eingefüllt werden und der zusammengesetzte
Verschluss mit Konzentrat wird dann ebenso wie ein herkömmlicher Flaschenverschluss
in einer Abfüllanlage verwendet, wobei nur geringe oder gar keine Modifikationen an
der Abfüllanlage notwendig sind.
[0008] Es ist ein weiteres Merkmal der Erfindung, dass die Gewinde am Deckelteil und an
der zweiten Hülse gegenläufig zu dem Gewinde am Kragen des ersten Teils verlaufen.
Bei einem herkömmlichen Flaschenverschluss wird dieser bei Drehung gegen den Uhrzeigersinn
aufgedreht. Dies entspricht im Normalfall der Laufrichtung des Gewindes am Kragen
des ersten Teils, welcher auf einen Behälter, beispielsweise eine herkömmliche Flasche,
aufgeschraubt wird. Wird nun der Deckelteil des erfindungsgemäßen Verschlusses in
Aufdrehrichtung gegen den Uhrzeigersinn verdreht, so bewirkt das gegenläufige Gewinde
zwischen Deckelteil und zweiter Hülse, dass die zweite Hülse angehoben wird, wodurch
die Öffnungen am geschlossenen unteren Ende der ersten Hülse freigegeben werden und
das unter Druck stehende Konzentrat ins Flascheninnere austreten kann. Dabei kommt
es zu einem Vermischen der Flüssigkeit im Behälter und dem Konzentrat. Sobald die
Hülse vollständig in den Deckelteil eingedreht ist kommt diese an einen Endanschlag.
Wenn man nun den Verschluss weiter in Aufdrehrichtung weiterdreht, so würde der gesamte
Verschluss vom Behälter abgeschraubt werden, sofern dies vom Benutzer gewünscht ist.
[0009] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorgesehen, dass im Deckelteil
eine zentrale Austrittsöffnung vorgesehen ist, welche in geschlossener Ausgangsstellung
durch einen Schließstopfen am geschlossenen Ende der zweiten Hülse abgedichtet ist,
und dass Durchtrittsöffnungen an der Außenseite der zweiten Hülse sowie am Kragen
des ersten Teils vorgesehen sind, durch welche bei offener Endstellung des Verschlusses
eine kommunizierende Verbindung zwischen dem Inneren des Behälters und der in dieser
Stellung offenen zentralen Austrittsöffnung im Deckelteil ausgebildet ist. Durch diese
Maßnahme kann am Verschluss eine Trinköffnung ausgebildet werden. Durchtrittsöffnungen
am Kragen des ersten Teils sowie an der Außenseite der zweiten Hülse bilden gemeinsam
mit der zentralen Austrittsöffnung im Deckelteil einen Weg zum Inneren des Behälters,
durch welchen die fertig gemischte Flüssigkeit austreten kann.
[0010] In einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass im Inneren
der ersten Hülse oder der zweiten Hülse zumindest eine Trennwand angeordnet ist, wodurch
eine Unterteilung der Kammer zur Aufnahme unterschiedlicher Substanzen ausgebildet
ist. Durch diese Maßnahme können mehrere verschiedene Substanzen getrennt voneinander
im Verschluss gelagert werden, was je nach Anwendungsfall die Haltbarkeit der Substanzen
innerhalb der Verpackung weiter erhöhen kann.
[0011] Es ist ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung, dass der Reibungswiderstand
zwischen dem Gewinde an der zweiten Hülse und dem Gewinde im Deckelteil geringer ist
als der Reibungswiderstand zwischen dem Gewinde am Kragen des ersten Teils und einem
entsprechenden Gewinde an der Öffnung des Behälters. Dadurch ist sichergestellt, dass
bei einem Verdrehen des Verschlusses in Aufdrehrichtung, also im Normalfall gegen
den Uhrzeigersinn, immer zuerst die zweite Hülse in Richtung Offenstellung bewegt
wird und erst nach Erreichen des Endanschlags der zweiten Hülse, der gesamte Verschluss
vom Behälter abgeschraubt werden kann.
[0012] Zusätzlich ist es ein Merkmal der Erfindung, dass am ersten Teil oberhalb der ersten
zylindrischen Hülse entlang des Innenumfangs des ersten Teils mehrere senkrechte Führungsnuten
angeordnet sind, in welchen entsprechende Führungsvorsprünge, die an der Außenseite
am oberen geschlossenen Ende der zweiten zylindrischen Hülse angeordnet sind, geführt
sind, wodurch die zweite zylindrische Hülse bei Bewegung zwischen geschlossener Ausgangsstellung
und offener Endstellung gegenüber dem ersten Teil drehfest axial verschiebbar gelagert
ist. Dies stellt eine einfache Möglichkeit dar, sicherzustellen, dass die zweite zylindrische
Hülse innerhalb des ersten Teils zwangsgeführt ist und sich nicht beim Verdrehen des
Deckelteils mit diesem mitdreht.
[0013] Schließlich ist es ein Merkmal der Erfindung, dass die senkrechten Führungsnuten
an ihrem oberen offenen Ende Einlaufschrägen aufweisen, welche beim Zusammenbau des
Verschlusses der Zentrierung der Führungsvorsprünge der zweiten zylindrischen Hülse
in den Führungsnuten dienen. So kann bei einem automatischen Zusammenbau des Verschlusses
immer sichergestellt werden, dass sich beim Einsetzen der zweiten zylindrischen Hülse
in den ersten Teil die Führungsvorsprünge immer richtig zu den Führungsnuten ausrichten.
Dabei können zusätzlich auch an den Führungsvorsprüngen gegengleiche Zentrierschrägen
vorgesehen sein. Er versteht sich für den Durchschnittsfachmann, dass selbstverständlich
auch die Führungsvorsprünge am Innenumfang des ersten Teils und die Führungsnuten
an der Außenseite der zweiten zylindrischen Hülse angeordnet sein können.
Kurze Beschreibung der Zeichnungsfiguren
[0014] Die Erfindung wird nun in größerem Detail anhand eines in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben, wobei
Fig. 1 eine Schnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Verschluss in offener Endstellung
zeigt,
Fig. 2 eine Schnittansicht durch den Verschluss aus Fig. 1 in geschlossener Ausgangsstellung
zeigt,
Fig. 3 eine Schnittansicht durch einen ersten Teil zeigt,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines ersten Teils zeigt,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer zweiten zylindrischen Hülse zeigt,
Fig. 6 eine Schnittansicht durch die zweite zylindrische Hülse auf Fig. 5 zeigt und
Fig. 7 eine Schnittansicht durch einen Deckelteil zeigt.
Beschreibung der Ausführungsarten
[0015] Der in der Fig. 1 dargestellte Verschluss weist einen ersten Teil 3 auf, welcher
im Wesentlichen einen Kragen 1 mit einem Innengewinde 2 sowie eine an den Kragen 1
angeformte erste zylindrische Hülse 4 umfasst. Die erste zylindrische Hülse 4 hat
ein oberes offenes Ende und ein unteres geschlossenes Ende 6, wobei am unteren geschlossenen
Ende 6 mehrere Öffnungen 7 vorgesehen sind. In der ersten zylindrischen Hülse 4 ist
eine zweite zylindrische Hülse 5 axial verschiebbar angeordnet. Die zweite zylindrische
Hülse weist ein oberes geschlossenes Ende 10 und ein unteres offenes Ende auf. Durch
die beiden ineinander geschobenen Hülsen 4,5 wird eine Kammer 9 ausgebildet. In der
Fig. 1 ist der Verschluss in offener Endstellung gezeigt. Wenn sich der Verschluss
jedoch in geschlossener Ausgangslage befindet, wie in Fig. 2, dann werden die Öffnungen
7 am unteren geschlossenen Ende 6 der erste zylindrischen Hülse 4 durch den Rand 8
am offenen Ende der zweiten zylindrischen Hülse 5 abgedichtet und die Kammer 9 ist
druckdicht und kann ein Konzentrat und/oder Treibmittel enthalten.
[0016] Die zweite zylindrische Hülse 5 wird innerhalb der ersten zylindrischen Hülse durch
Drehung des Deckelteils 13 axial bewegt. Dazu greift ein Außengewinde 11 am oberen
geschlossenen Ende 10 der zweiten zylindrischen Hülse 5 in ein entsprechendes Innengewinde
12 am Deckelteil 13 ein. Der Deckelteil wird mittels Rastvorsprüngen 14 am ersten
Teil 3 gehalten und ist gegenüber diesem frei drehbar.
[0017] Der Deckelteil 13 weist ferner eine zentrale Austrittsöffnung 15, hier in Form einer
Trinköffnung, auf. In geschlossener Ausgangslage des Verschlusses, wie in der Fig.
2 dargestellt, wird diese Austrittsöffnung 15 durch einen Schließstopfen 16, der am
oberen geschlossene Ende 10 der zweiten Hülse 5 angeformt ist, abgedichtet. Der Schließstopfen
16 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel über mehrere Verbindungsstege 19 an der zweiten
Hülse 5 angeformt. Weiters befinden sich an der Außenseite der zweiten Hülse Durchtrittsöffnungen
17 und am Kragen 1 des ersten Teils 3 weitere Durchtrittsöffnungen 18, wodurch bei
offener Endstellung (Fig. 1) des Verschlusses Flüssigkeit aus dem Inneren des Behälters
durch die Durchtrittsöffnungen 17,18 und der zentralen Austrittsöffnung 15 nach außen
gelangen kann.
[0018] In der Fig. 3 ist der erste Teil 3 des Verschlusses in einer Schnittansicht dargestellt.
Dabei ist die erste zylindrische Hülse 4 mit den Öffnungen 7 am unteren geschlossenen
Ende 6 sowie der angeformte Kragen 1 mit dem Innengewinde 2 gut zu erkennen. Im Kragen
1 sind ferner Durchtrittsöffnungen 18 vorgesehen. Am Innenumfang oberhalb des offenen
Endes der ersten zylindrischen Hülse 4 sind mehrere nach oben offene Führungsnuten
20 vorgesehen, welche zur Aufnahme von an der zweiten zylindrischen Hülse 5 angeformten
Führungsvorsprüngen 21 (siehe Fig 5) dienen. Die Führungsnuten 22 weisen am oberen
offenen Ende, wie in Fig. 3 und Fig. 4 zu sehen ist Einlaufschrägen 22 auf, welche
die jeweiligen Führungsvorsprünge 21 in Richtung der Führungsnuten 20 zentrieren,
was den automatischen Zusammenbau des Verschlusses erleichtert.
[0019] In den ersten Teil 3 wird zum Befüllen des Verschlusses mit einem Konzentrat und/oder
Treibmittel die zweite zylindrische Hülse 5, die in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt
ist, eingesetzt. Mit dem Rand 8 am offenen Ende der zweiten Hülse 5 dichtet diese,
die Öffnungen 7 der ersten Hülse 4 ab, wodurch die druckdichte Kammer 9 ausgebildet
wird. Am oberen geschlossenen Ende 10 der zweiten Hülse 5 befinden sich am äußeren
Rand Durchtrittsöffnungen 17, ein Außengewinde 11, die Führungsvorsprünge 21 sowie
ein über Verbindungsstege 19 angeformter Schließstopfen 16.
[0020] Fig. 7 zeigt schließlich den Deckelteil 13, der mit einem Innengewinde 12 versehen
ist, welches das Außengewinde 11 der zweiten Hülse 5 aufnehmen kann. Ferner befindet
sich am oberen Ende des Deckelteils 13 eine zentrale Austrittsöffnung 15 und am unteren
Rand des Deckelteils Rastvorsprünge 14, mittels welcher der Deckelteil 13 am Kragen
1 des ersten Teils 3 gehalten wird.
1. Verschluss für einen Behälter, bevorzugt für eine Flasche für Getränke oder dergleichen,
umfassend einen mit einem Kragen (1) mit Innengewinde (2) versehenen ersten Teil(3),
dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Teil (3) eine nach oben hin offene und nach unten hin geschlossene erste
zylindrische Hülse (4) angeformt ist, in welcher eine oben geschlossene und unten
offene zweite zylindrische Hülse (5) axial verschiebbar gelagert ist, wobei in der
ersten Hülse (4) am unteren geschlossenen Ende (6) Öffnungen (7) vorgesehen sind,
welche bei vollständig eingeschobener zweiter Hülse (5) durch den Rand (8) am offenen
Ende der zweiten Hülse (5) abgedichtet sind, wodurch eine druckdichte Kammer (9) zur
Aufnahme einer Flüssigkeit und/oder eines Pulvers sowie gegebenenfalls eines Treibmittels
ausgebildet ist, und dass am oberen geschlossenen Ende (10) der zweiten Hülse (5)
ein Außengewinde (11) vorgesehen ist, welches mit einem Innengewinde (12) eines Deckelteils
(13) in Eingriff steht, wobei der Deckelteil (13) mittels Rastvorsprüngen (14) am
Kragen (1) des ersten Teils (3) gehalten und gegenüber diesem drehbar gelagert ist.
2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewinde (11,12) am Deckelteil (13) und an der zweiten Hülse (5) gegenläufig zu
dem Gewinde (2) am Kragen (1) des ersten Teils (3) verlaufen.
3. Verschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Deckelteil (13) eine zentrale Austrittsöffnung (15) vorgesehen ist, welche in
geschlossener Ausgangsstellung durch einen Schließstopfen (16) am geschlossenen Ende
(10) der zweiten Hülse (5) abgedichtet ist, und dass Durchtrittsöffnungen (17,18)
an der Außenseite der zweiten Hülse (5) sowie am Kragen (1) des ersten Teils (3) vorgesehen
sind, durch welche bei offener Endstellung des Verschlusses eine kommunizierende Verbindung
zwischen dem Inneren des Behälters und der in dieser Stellung offenen zentralen Austrittsöffnung
(15) im Deckelteil (13) ausgebildet ist.
4. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren der ersten Hülse (4) oder der zweiten Hülse (5) zumindest eine Trennwand
angeordnet ist, wodurch eine Unterteilung der Kammer (9) zur Aufnahme unterschiedlicher
Substanzen ausgebildet ist.
5. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibungswiderstand zwischen dem Gewinde (11) an der zweiten Hülse (5) und dem
Gewinde (12) im Deckelteil (13) geringer ist als der Reibungswiderstand zwischen dem
Gewinde (2) am Kragen (1) des ersten Teils (3) und einem entsprechenden Gewinde an
der Öffnung des Behälters.
6. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Teil (3) oberhalb der ersten zylindrischen Hülse (4) entlang des Innenumfangs
des ersten Teils (3) mehrere senkrechte Führungsnuten (20) angeordnet sind, in welchen
entsprechende Führungsvorsprünge (21), die an der Außenseite am oberen geschlossenen
Ende (10) der zweiten zylindrischen Hülse (5) angeordnet sind, geführt sind, wodurch
die zweite zylindrische Hülse (5) bei Bewegung zwischen geschlossener Ausgangsstellung
und offener Endstellung gegenüber dem ersten Teil (3) drehfest axial verschiebbar
gelagert ist.
7. Verschluss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechten Führungsnuten (20) an ihrem oberen offenen Ende Einlaufschrägen (22)
aufweisen, welche beim Zusammenbau des Verschlusses der Zentrierung der Führungsvorsprünge
(21) der zweiten zylindrischen Hülse (5) in den Führungsnuten (20) dienen.