Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Flächenabdichtelement für Baukörper.
Stand der Technik
[0002] Bei der Erstellung von Baukörpern tritt das Problem auf, den Baukörper gegen eindringende
Feuchtigkeit und Wasser abzudichten. Baukörper im Erdboden wie Fundament, Bodenplatte
und gesamter Kellerbereich eines Gebäudes müssen gegenüber Bodenfeuchtigkeit sowie
drückendem und nichtdrückendem Wasser aber auch gegen das Eindringen von Gas dicht
sein. Werden zur Errichtung der Außenwände des Baukörpers Betonfertigteile, wie etwa
Beton-Doppelwandelemente verwendet, so ergeben sich an den Verbindungsstellen zwischen
den Doppelwandelementen wie auch an den Verbindungsstellen von Doppelwandelementen
und Bodenplatte Fugen, die geeignet abgedichtet werden müssen.
[0003] Bei einem unter dem Schlagwort "Schwarze Wanne" bekannten Abdichtverfahren wird die
gesamte Außenfläche des in wasserführendem Erdreich eingelassenen Baukörpers abgedichtet.
Dazu wird der Baukörper auf seiner Grundfläche und an seinen Seitenwänden mit Flächenabdichtelementen
versehen und so wasserdicht eingepackt. An den Fugen zwischen den Betonteilen müssen
die Flächenabdichtungen dabei sorgfältig verlegt und verschweißt sein, um ein Eindringen
von Wasser zu vermeiden.
[0004] Flächenabdichtelemente werden üblicherweise an der dem Ortbeton zugewandten Oberfläche
der Schalungswandung angebracht und gehen nach dem Vergießen einen festen Verbund
mit dem Frischbeton ein. Die Flächenabdichtelemente bleiben nach dem Ausschalen an
der Außenseite des betonierten Bereichs haften und bilden so eine Flächenabdichtung
aus.
[0005] Die
EP 2 349 707 B1 offenbart eine Flächenabdichtung bestehend aus einer Schottschicht, einer Verbundschicht
und einem zwischen Verbundschicht und Schottschicht diskontinuierlich angeordneten
Dichtmittel. Als Schottschicht wird eine flexible Kunststofffolie eingesetzt, während
als Verbundschicht ein Filz oder ein Vlies verwendet wird. Bei dem Dichtmittel handelt
es sich um einen Haft- oder Schmelzklebstoff. Das auf der Kunststofffolie angebrachte
Vlies lässt Frischbeton teilweise durchdringen.
[0006] Die
DE 692 13 507 T2 beschreibt eine Flächenabdichtung mit einer Trägerschicht, auf der vollflächig eine
Haftklebeschicht aufgebracht ist. Auf der Klebeschicht ist ein Vlies angeordnet, welches
den Frischbeton weit genug eindringen lässt um mit der Haftklebeschicht einen Verbund
einzugehen.
[0007] Bei diesen, aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen tritt in der Praxis das
Problem auf, dass nach dem Anbringen der Flächenabdichtelemente an der Schalungswandung
oft noch tagelang auf der Flächenabdichtung herumgegangen wird um Arbeiten zu erledigen
bevor schließlich der Beton vergossen wird. Folge davon ist, dass der Klebstoff durch
das Vlies herausgedrückt wird und an den Schuhen der auf die Flächenabdichtelemente
tretenden Arbeiter haften bleibt. Dadurch wird zum einen die Fortbewegung für die
Arbeiter erschwert und zum anderen wird durch die klebrigen Schuhe die Oberfläche
des Vlieses angegriffen oder gar zerstört, da mit jedem Schritt das Vlies nach oben
gezogen wird.
[0008] Zudem erfordern die aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen bei der Herstellung
einen hohen Aufwand, da alle mit Klebstoff versehenen Oberflächen direkt weiterverarbeitet
und abgedeckt werden müssen, da diese Oberflächen bei Kontakt mit sich selbst oder
anderen Teilen sofort zusammenkleben.
Darstellung der Erfindung
[0009] Hier setzt die Erfindung an. Es soll ein Flächenabdichtelement für Baukörper zur
Verfügung gestellt werden, das einfach handhabbar ist und eine sichere Abdichtung
der Bauwerke gegen Wasser und Feuchtigkeit gewährleistet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch das Flächenabdichtelement gemäß unabhängigem Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Aspekte, Details und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen.
[0010] Die vorliegende Erfindung stellt ein Flächenabdichtelement für Baukörper zur Verfügung.
Das Flächenabdichtelement weist einen flächigen Träger, wobei es sich bei dem flächigen
Träger um eine Kunststofffolie handelt, und eine auf dem flächigen Träger angeordnete,
untrennbar mit dem flächigen Träger verbundene, textile Schicht auf, wobei es sich
bei der textilen Schicht um ein Vlies handelt. Die textile Schicht ist vollflächig
mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler imprägniert. Das Flächenabdichtelement weist
eine Dicke I ≤ 1,5 mm auf.
[0011] Unter dem Begriff "Imprägnierung" oder "Imprägnieren" wird allgemein eine durchtränkende
Behandlung von festen porösen Stoffen, wie z. B. Textilien, Papier, Holz oder Beton,
mit gelösten, emulgierten oder dispergierten Substanzen verstanden. Solche gelösten,
emulgierten oder dispergierten Substanzen werden als Imprägnierungsmittel bezeichnet.
Nach dem Verdunsten oder Trocknen des Lösungsmittels bzw. Dispersionsmediums verleihen
die aufgebrachten Substanzen den behandelten Materialien veränderte Gebrauchseigenschaften.
[0012] Das erfindungsgemäße Flächenabdichtelement für Baukörper weist eine textile Schicht
auf, welche vollflächig mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler imprägniert ist.
Zur Herstellung des Flächenabdichtelements wird ein textiles Flächengebilde mit einem
Imprägnierungsmittel durchtränkt, welches in Form einer Lösung, Emulsion oder Dispersion
einen nicht-klebrigen Haftvermittler enthält. Das Imprägnierungsmittel durchdringt
das textile Flächengebilde dabei vollständig, dringt also in sämtliche Poren, Kanäle
und Öffnungen des Textils ein. Nach dem Verdunsten bzw. Trocknen des Lösungsmittels
bzw. Dispersionsmediums bleibt der nicht-klebrige Haftvermittler in dem textilen Flächengebilde
bzw. auf sämtlichen Oberflächen des textilen Flächengebildes zurück.
[0013] Unter einem "Haftvermittler" wird allgemein eine Substanz verstanden, welche es ermöglicht,
aufgrund ihrer Eigenschaften eine Verbindung von zwei Materialien zu ermöglichen,
welche entweder an sich aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung nur sehr schlecht
durch Klebstoffe miteinander verbunden werden können oder die unter speziellen Umgebungsbedingungen
schlecht miteinander verbunden werden können. Haftvermittler schaffen bei schlecht
verklebbaren Werkstoffen oder Oberflächen eine Haftbrücke zwischen Werkstoff und Klebstoff
oder sie verbessern die Haftung, wenn besondere Anforderungen vorliegen, wie z. B.
hohe Feucht-/Nassfestigkeit oder Temperaturbelastungen. Haftvermittler werden also
verwendet, wenn verschiedenartige Werkstoffe miteinander verklebt werden müssen, die
an sich nicht direkt durch einen Klebstoff miteinander verbunden werden können, oder
wenn ein bestimmter Klebstoff wegen seiner besonderen Eigenschaften eingesetzt werden
soll, aber auf einem der beiden Klebepartner nicht ausreichend gut haftet.
[0014] Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Verwendung eines nicht-klebrigen Haftvermittlers
wird ein Flächenabdichtelement für Baukörper zur Verfügung gestellt, dessen textile
Schicht keinen Klebstoff aufweist. Aus diesem Grund sind keine weiteren Maßnahmen
erforderlich, um die Flächenabdichtung während der Bauphase zu schützen. Selbst bei
starker Belastung der Flächenabdichtung durch sich auf der textilen Oberfläche der
Flächenabdichtung bewegende Arbeiter kommt es zu keiner Beschädigung der Flächenabdichtung,
da es zu keinerlei, auch nicht kurzfristigem, Verkleben von z.B. Schuhsohlen mit der
Flächenabdichtung kommen kann.
[0015] Zudem kann durch die Verwendung eines nicht-klebrigen Haftvermittlers die textile
Schicht dünner und damit kostengünstiger ausgebildet werden. Auch dies ist auf die
Tatsache zurückzuführen, dass auf der Baustelle keine Beschädigungen der textilen
Schicht durch Verklebungen auftreten. Durch den Haftvermittler wird zudem die Oberfläche
der Fasern der textilen Schicht vergrößert, wodurch dem Ortbeton mehr Haftfläche zur
Verfügung steht, wodurch zugleich die Haftung zwischen Fasern und Beton und damit
zwischen Flächenabdichtelement und Beton verbessert wird.
[0016] Durch die Verwendung von Haftvermittlern anstelle der aus dem Stand der Technik bekannten
Klebstoffe wird es möglich, die textile Schicht des Flächenabdichtelements mit einer
geringeren Dicke auszustatten, was mit den bereits angesprochenen Vorteilen bezüglich
der Hinterlaufsicherheit verbunden ist. Daher kann auch das gesamte Flächenabdichtelement
mit einer geringeren Dicke realisiert werden, wodurch Material eingespart, erforderlicher
Lagerplatz reduziert und Transportkosten gesenkt werden.
[0017] Überraschenderweise hat sich zudem gezeigt, dass durch Tränken eines textilen Flächengebildes
mit einem Imprägnierungsmittel, welches in Form einer Lösung, Emulsion oder Dispersion
einen nicht-klebrigen Haftvermittler enthält, und anschließendem Trocknen des textilen
Flächengebildes ein deutlich besser Verbund erzeugt werden kann, als es bei einer
Flächenabdichtung bestehend aus einem Träger und einer thermisch verbundenen, mit
Klebstoff getränkten, textilen Schicht möglich ist.
[0018] Das erfindungsgemäße Flächenabdichtelement zeigt darüberhinaus ganz ausgezeichnete
Eigenschaften bei der Abdichtung von Baukörpern gegen Wasser und Gas. Durch den flächigen
Träger wird das Eindringen von Gas und/oder Wasser verhindert, es handelt sich also
um einen im Wesentlichen gas- und/oder wasserdichten flächigen Träger.
[0019] Die erfindungsgemäß als textile Schicht verwendeten Vliese sind zu günstigen Preisen
verfügbar, weisen die erforderliche Flexibilität auf und stellen eine große spezifische
Oberfläche zur Verfügung, an der der Haftvermittler haften kann. Durch die in Vliesen
vorhandenen, sehr kleinen Durchbrechungen kann das Imprägnierungsmittel durchtreten
und steht nach dem Trockenen als Haftvermittler an der dem flächigen Träger abgewandten
Oberfläche zur Anbindung an den Ortbeton zur Verfügung. Da die textile Schicht vollflächig
mit dem nicht-klebrigen Haftvermittler imprägniert ist, steht über die gesamte Oberfläche
des Flächenabdichtelements Haftvermittler zur Verfügung, der beim Vergießen des Ortbetons
einen Verbund mit dem Frischbeton eingeht.
[0020] Die vorliegende Erfindung stellt Flächenabdichtelemente mit einer Dicke kleiner 1,5
mm und einem aufkaschierten Vlies zur Verfügung. Aus dem Stand der Technik ist keine
derart dünne Abdichtungsfolie bekannt, bei der zugeleich die erforderliche Hinterlaufsicherheit
gegeben ist.
[0021] Bevorzugt handelt es sich bei der textilen Schicht um ein Vlies, welches aus Polyester
besteht. Polyester-Vliese sind zu günstigen Preisen verfügbar und weisen besonders
günstige Eigenschaften bezüglich Flexibilität und spezifischer Oberfläche auf.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die textile Schicht eine Flächenmasse
von 20 g/m
2 bis 70 g/m
2, bevorzugt 35 g/m
2 bis 60 g/m
2, besonders bevorzugt rund 50 g/m
2 auf. Durch ein Vlies mit einer derart geringen Flächenmasse und damit auch einer
geringen Dicke kann die Hinterlaufsicherheit der Flächenabdichtung verbessert werden.
Der Grund hierfür liegt darin, dass der Beton bei Verwendung einer dünnen textilen
Schicht leichter bis an den flächigen Träger vordringen kann. Dadurch wird das Entstehen
auch kleinster Hohlräume verhindert, sodass nachfolgend kein Raum für einen Wassereintritt
zur Verfügung steht.
[0023] Erfindungsgemäß handelt es sich bei dem flächigen Träger um eine Kunststofffolie.
Eine Kunststofffolie erfüllt das Erfordernis einer ausreichenden Gas- und Wasserundurchlässigkeit
und weist vorteilhafterweise genügend Flexibilität auf, um ein Rollen des Flächenabdichtelements
zu ermöglichen.
[0024] Bei der Kunststofffolie handelt es sich bevorzugt um eine Kunststofffolie bestehend
aus Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polypropylen, Propylenoxid, Polyurethan, insbesondere
thermoplastisches Polyurethan, oder einem thermoplastischen Elastomer auf Olefinbasis.
Durch eine Kunststofffolie aus den genannten Materialien ergeben sich für das Flächenabdichtelement
sehr gute Eigenschaften bei der Abdichtung von Baukörpern gegen Wasser und Gas. Gleichzeitig
wird ein Flächenabdichtelement erhalten, welches die zu einem Aufrollen erforderliche
Flexibilität aufweist. Versuche haben gezeigt, dass eine Kunststofffolie aus Polypropylen
als flächiger Träger die besten Eigenschaften im Hinblick auf das Verhindern des Eindringens
von Gas und/oder Wasser aufweist.
[0025] Vorteilhafterweise weist eine als flächiger Träger verwendete Kunststofffolie eine
Dicke von 300 µm bis 1200 µm, bevorzugt eine Dicke von 500 µm bis 800 µm auf. Eine
Kunststofffolie dieser Dicke weist nicht nur eine ausreichende Gas- und Wasserundurchlässigkeit
auf sondern besitzt auch genügend Flexibilität, um ein Rollen des Flächenabdichtelements
zu ermöglichen.
[0026] Der flächige Träger weist bevorzugt eine Flächenmasse von 200 g/m
2 bis 700 g/m
2, besonders bevorzugt 350 g/m
2 bis 600 g/m
2, insbesondere bevorzugt von rund 500 g/m
2 auf. In Bezug auf die für den flächigen Träger eines Flächenabdichtelements gewünschten
Eigenschaften hat sich herausgestellt, dass ein flächiger Träger aus dem Kunststoff
Polypropylen mit einem Flächengewicht von 500 g/m
2 am besten geeignet ist.
[0027] Bevorzugt wird zur Herstellung des Flächenabdichelements als Imprägnierungsmittel
für das textile Flächengebilde eine Kunststoffdispersion, Latex-Dispersion, Harz,
Epoxid-Harz, vernetzbares Kunstharz, Latex, Latex-Emulsion, Zement-Klebemörtel, Naturkautschuk,
Synthesekautschuk, organofunktionelles Silan, Bitumen-Kautschuk, Butyl-Kautschuk,
Bitumen oder ein Tiefgrund, insbesondere ein Tiefgrund auf Basis von Alkyd- oder Acrylharz,
oder verwendet oder ein eines oder mehrere dieser Materialien enthaltendes Imprägnierungsmittel.
Die genannten Imprägnierungsmittel haben sich als besonders gut geeignet für das Imprägnieren
des textilen Flächengebildes gezeigt. Der in dem Imprägnierungsmittel enthaltene Haftvermittler
liegt nach dem Trocknen gleichmäßig über die gesamte Oberfläche des textilen Flächengebildes
und nach dem thermischen Verbinden gleichmäßig über die gesamte Oberfläche der textilen
Schicht verteilt vor.
[0028] Bevorzugt weist das Flächenabdichtelement eine Dicke l ≤ 1,2 mm auf. Durch die Verwendung
von Haftvermittlern anstelle der aus dem Stand der Technik bekannten Klebstoffe wird
es möglich, die textile Schicht des Flächenabdichtelements mit einer geringeren Dicke
auszustatten, was mit den bereits angesprochenen Vorteilen bezüglich der Hinterlaufsicherheit
verbunden ist. Daher kann auch das gesamte Flächenabdichtelement mit einer geringeren
Dicke realisiert werden, wodurch Material eingespart, erforderlicher Lagerplatz reduziert
und Transportkosten gesenkt werden. Diese Vorteile treten besonders deutlich zu Tage,
wenn das Flächenabdichtelement eine Dicke von l ≤ 1,2 mm aufweist.
[0029] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die textile Schicht des Flächenabdichtelements
auf ihrer dem flächigen Träger abgewandten Oberfläche noppenartige Erhebungen auf.
Durch die Ausbildung von Noppen auf der Oberseite der textilen Schicht kann deren
Oberfläche zusätzlich vergrößert werden, was zu einer verbesserten Anbindung an den
Ortbeton führt. Durch die auf der dem flächigen Träger abgewandten Oberfläche der
textilen Schicht angeordneten noppenartigen Erhebungen wird ein mechanischer Verbund
mit dem Frischbeton sichergestellt. Die besonders guten Eigenschaften eines solchen
Flächenabdichtelements sind darauf zurückzuführen, dass das Flächenabdichtelement
gleichzeitig einen mechanischen Verbund und einen Haftverbund mit dem Frischbeton
eingeht. Die noppenartigen Erhebungen sind bevorzugt halbkugelförmig ausgebildet,
grundsätzlich können jedoch beliebig geformte Erhöhungen verwendet werden.
[0030] Bevorzugt weist der flächige Träger auf seiner der textilen Schicht abgewandten Oberfläche
noppenartige Erhebungen aufweist. Die noppenartigen Erhebungen sind bevorzugt halbkugelförmig
ausgebildet, grundsätzlich können jedoch beliebig geformte Erhöhungen verwendet werden.
Bei seinem Einsatz auf der Baustelle wird das Flächenabdichtelement üblicherweise
an einer Schalungswandung angebracht, wobei der flächige Träger des Flächenabdichtelements
mit der Schalungswandung in Kontakt steht. Noppenartige Erhebungen auf der Oberseite
des flächigen Trägers bewirken eine geringere Kontaktfläche zur Schalungswandung.
Beim Anbringen des Flächenabdichtelements an der Schalung wird das Flächenabdichtelement
in der Regel über die Schalung gezogen. Im Falle von noppenartige Erhebungen werden
die dabei auftretenden Reibungskräfte nicht von dem gesamten flächigen Träger aufgenommen,
sondern im Wesentlichen von den noppenartigen Erhebungen. Zudem haftet das Flächenabdichtelement
nach dem Vergießen des Betons häufig stark an der Schalungswandung. Durch die noppenartigen
Erhebungen wird die Kontaktfläche zwischen Schalungswandung und Flächenabdichtelement
reduziert und dadurch das Entfernen der Schalung nach dem Aushärten des Betons erleichtert.
Auf das Flächenabdichtelement wirken somit geringere Kräfte, wodurch Beschädigungen
vermieden werden.
[0031] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist sowohl die textile Schicht
des Flächenabdichtelements auf ihrer dem flächigen Träger abgewandten Oberfläche als
auch der flächige Träger auf seiner der textilen Schicht abgewandten Oberfläche noppenartige
Erhebungen auf.
[0032] Ebenfalls bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der der flächige Träger auf seiner
der textilen Schicht abgewandten Oberfläche noppenförmige Vertiefungen aufweist. Die
noppenförmige Vertiefungen sind bevorzugt halbkugelförmig ausgebildet, grundsätzlich
können jedoch beliebig geformte Vertiefungen verwendet werden. Durch das nachfolgend
noch näher beschriebene Einbringen der noppenförmigen Vertiefungen in die der textilen
Schicht abgewandte Oberfläche des flächigen Trägers bilden sich zwangsweise noppenartige
Erhebungen auf der der textilen Schicht zugewandten Oberfläche des flächigen Trägers.
Beim Vergießen des Ortbetons dringt dieser durch die textile Schicht bis hin zu dem
flächigen Träger in das Flächenabdichtelement ein. Durch die noppenartigen Erhebungen
auf der der textilen Schicht zugewandten Oberfläche des flächigen Trägers entsteht
eine zusätzliche Verzahnung zwischen flächigem Träger und Beton.
[0033] Das erfindungsgemäße Flächenabdichtelement weist eine hohe Flexibilität auf, wodurch
ein Aufwickeln und dadurch ein Transport in Form von Rollen ermöglicht werden. Vorzugsweise
wird das Flächenabdichtelement in Form von 50 Meter langen und 1,0 Meter bis 2,0 Meter
breiten Bahnen auf Rollen aufgewickelt, wodurch das Gewicht einer einzelnen Rolle
in einem Bereich bleibt, der eine einfache Handhabung auf der Baustelle ermöglicht.
Vorzugsweise soll das Gewicht einer Rolle 50 kg nicht überschreiten.
[0034] Die vorliegende Erfindung umfasst auch Verfahren zur Herstellung eines der oben beschriebenen
Flächenabdichtelemente.
[0035] Ein Verfahren umfasst die Schritte a) Bereitstellen eines flächigen Trägers, wobei
es sich bei dem flächigen Träger um eine Kunststofffolie handelt, b) Bereitstellen
eines textilen Flächengebildes, wobei es sich bei dem textilen Flächengebilde um ein
Vlies handelt, c) Durchtränken des textilen Flächengebildes mit einem einen nicht-klebrigen
Haftvermittler enthaltenden Imprägnierungsmittel, wobei das Imprägnierungsmittel eine
dynamische Viskosität η ≤ 500 mPas aufweist und das Durchtränken des textilen Flächengebildes
bei Raumtemperatur erfolgt, d) Trocknen des mit dem einen nicht-klebrigen Haftvermittler
enthaltenden Imprägnierungsmittel getränkten textilen Flächengebildes, und e) thermisches
Verbinden des getrockneten, mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler imprägnierten,
textilen Flächengebildes mit dem flächigen Träger unter Ausbildung einer auf dem flächigen
Träger angeordneten, untrennbar mit dem flächigen Träger verbundenen, vollflächig
mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler imprägnierten, textilen Schicht.
[0036] Ein weiteres Verfahren umfasst die Schritte a) Bereitstellen eines flächigen Trägers,
wobei es sich bei dem flächigen Träger um eine Kunststofffolie handelt, b) Bereitstellen
eines textilen Flächengebildes, wobei es sich bei dem textilen Flächengebilde um ein
Vlies handelt, c) thermisches Verbinden des textilen Flächengebildes mit dem flächigen
Träger unter Ausbildung einer auf dem flächigen Träger angeordneten, untrennbar mit
dem flächigen Träger verbundenen, textilen Schicht, d) Durchtränken der textilen Schicht
mit einem einen nicht-klebrigen Haftvermittler enthaltenden Imprägnierungsmittel,
wobei das Imprägnierungsmittel eine dynamische Viskosität η ≤ 500 mPas aufweist und
das Durchtränken der textilen Schicht bei Raumtemperatur erfolgt, und e) Trocknen
der mit dem einen nicht-klebrigen Haftvermittler enthaltenden Imprägnierungsmittel
getränkten textilen Schicht unter Ausbildung einer auf dem flächigen Träger angeordneten,
untrennbar mit dem flächigen Träger verbundenen, vollflächig mit einem nicht-klebrigen
Haftvermittler imprägnierten, textilen Schicht.
[0037] Unter dem Ausdruck "mit Imprägnierungsmittel durchtränkt" wird im Rahmen des vorliegenden
Textes ein Zustand verstanden, bei dem das textile Flächengebilde eine Menge an Imprägnierungsmittel
aufgenommen hat, die über oder zumindest nahe an der maximalen Aufnahmekapazität des
textilen Flächengebildes für das entsprechende Imprägnierungsmittel liegt. Dadurch
wird sichergestellt, dass nach dem Trocknen des textilen Flächengebildes die mit dem
flächigen Träger verbundene textile Schicht vollflächig mit dem nicht-klebrigen Haftvermittler
imprägniert ist, sodass über die gesamte Oberfläche des Flächenabdichtelements Haftvermittler
zur Verfügung steht, der beim Vergießen des Ortbetons einen Verbund mit dem Frischbeton
eingeht.
[0038] Die in den erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Imprägnierungsmittel weisen eine
dynamische Viskosität η ≤ 500 mPas auf. Im Unterschied zu den im Stand der Technik
verwendeten Klebstoffen, die in der Regel eine Viskosität von über 3000 mPas besitzen,
weisen die gemäß der vorliegenden Erfindung eingesetzten Imprägnierungsmittel mit
den darin enthaltenen Haftvermittlern eine deutlich geringere dynamische Viskosität
auf. Dadurch wird das Durchtränken des textilen Flächengebildes bzw. das Durchtränken
der textilen Schicht mit dem einen nicht-klebrigen Haftvermittler enthaltenden Imprägnierungsmittel
deutlich vereinfacht. Insbesondere wird es möglich, das Durchtränken des textilen
Flächengebildes bzw. das Durchtränken der textilen Schicht bei Raumtemperatur durchzuführen,
was gegenüber den Lösungen des Standes der Technik, bei denen hochviskoses Bitumen
oder ähnliche Stoffe zum Einsatz kommen, zu deren Verarbeitung Temperaturen über 150°C
erforderlich sind, eine deutliche Vereinfachung des Verfahrens und auch eine deutliche
Energieeinsparung bedeutet.
[0039] Durch die oben angegebenen Verfahren lassen sich die erfindungsgemäßen Flächenabdichtelemente
schnell, einfach und kostengünstig herstellen. Ein auf die genannten Arten hergestelltes
Flächenabdichtelement kann direkt nach dem Trocknen problemlos aufgerollt werden ohne
dabei zu verkleben.
[0040] Das durchtränkte und nachfolgend getrocknete textile Flächengebilde kann zudem vor
dem thermischen Verbinden mit dem flächigen Träger problemlos aufgerollt und zwischengelagert
werden. Es ist also nicht zwingend erforderlich, bei der Herstellung des Flächenabdichtelements
alle Produktionsschritte direkt nacheinander durchzuführen. Dadurch wird es beispielsweise
möglich, einzelne Arbeitsschritte örtlich voneinander getrennt durchzuführen, wodurch
ein kostengünstiges Outsourcen möglich wird. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten
Flächenabdichtelementen ist ein solches Vorgehen wegen der Klebrigkeit der textilen
Schicht nicht möglich.
[0041] Wie durch die beiden oben angegebenen Verfahren zum Ausdruck kommt, kann das thermische
Verbinden von textilem Flächengebilde und flächigem Träger vor oder nach dem Imprägnieren
des textilem Flächengebildes bzw. der textilen Schicht erfolgen. Bessere Eigenschaften
der erhaltenen Flächenabdichtelemente ergeben sich, wenn das thermische Verbinden
nach dem Imprägnierungsschritt erfolgt.
[0042] Die nachfolgend näher beschriebenen bevorzugen Ausführungsformen beziehen sich auf
beide erfindungsgemäßen Verfahren, sind also unabhängig davon, ob das thermische Verbinden
von textilem Flächengebilde und flächigem Träger vor oder nach dem Imprägnieren des
textilem Flächengebildes bzw. der textilen Schicht durchgeführt wird.
[0043] Bevorzugt wird nach Schritt e) der Schritt f) Durchlaufen des in Schritt e) erhaltenen
Flächenabdichtelements durch eine Anordnung von Kalanderwalzen, wobei zumindest eine
mit der textilen Schicht in Kontakt tretende Kalanderwalze noppenförmige Vertiefungen
aufweist, durchgeführt. Durch dieses Verfahren kann ein Flächenabdichtelement hergestellt
werden, dessen textile Schicht auf ihrer dem flächigen Träger abgewandten Oberfläche
noppenartige Erhebungen aufweist, was mit den oben bereits beschriebenen Vorteilen
verbunden ist. Die noppenartigen Erhebungen der textilen Schicht sind bevorzugt halbkugelförmig
ausgebildet, grundsätzlich können jedoch beliebig geformte Erhöhungen verwendet werden.
Zur Herstellung brauchen die Kalanderwalzen lediglich mit den entsprechenden noppenförmigen
Vertiefungen ausgestattet zu werden.
[0044] Ebenfalls bevorzugt wird nach Schritt e) der Schritt f) Durchlaufen des in Schritt
e) erhaltenen Flächenabdichtelements durch eine Anordnung von Kalanderwalzen, wobei
zumindest eine mit der textilen Schicht in Kontakt tretende Kalanderwalze noppenförmige
Vertiefungen aufweist und zumindest eine mit dem flächigen Träger in Kontakt tretende
Kalanderwalze noppenförmige Vertiefungen aufweist, durchgeführt. Durch dieses Verfahren
kann ein Flächenabdichtelement hergestellt werden, bei dem sowohl die textile Schicht
des Flächenabdichtelements auf ihrer dem flächigen Träger abgewandten Oberfläche als
auch der flächige Träger auf seiner der textilen Schicht abgewandten Oberfläche noppenartige
Erhebungen aufweisen. Die noppenartigen Erhebungen sind bevorzugt halbkugelförmig
ausgebildet, grundsätzlich können jedoch beliebig geformte Erhöhungen verwendet werden.
Zur Herstellung brauchen die Kalanderwalzen lediglich mit den entsprechenden noppenförmigen
Vertiefungen ausgestattet zu werden.
[0045] Ebenfalls bevorzugt wird nach Schritt e) der Schritt f) Durchlaufen des in Schritt
e) erhaltenen Flächenabdichtelements durch eine Anordnung von Kalanderwalzen, wobei
zumindest eine mit der textilen Schicht in Kontakt tretende Kalanderwalze noppenförmige
Vertiefungen aufweist und zumindest eine mit dem flächigen Träger in Kontakt tretende
Kalanderwalze noppenartige Erhöhungen aufweist, durchgeführt. Bei diesem Verfahren
wird ein Flächenabdichtelement hergestellt, das mit noppenartigen Erhebungen auf der
dem flächigen Träger abgewandten Seite der textilen Schicht ausgebildet ist. Diese
noppenartigen Erhebungen sind als Vertiefungen auch in dem flächigen Träger vorhanden.
[0046] Bevorzugt wird als Imprägnierungsmittel eine Kunststoffdispersion, Latex-Dispersion,
Harz, Epoxid-Harz, vernetzbares Kunstharz, Latex, Latex-Emulsion, Zement-Klebemörtel,
Naturkautschuk, Synthesekautschuk, organofunktionelles Silan, Bitumen-Kautschuk, Butyl-Kautschuk,
Bitumen oder ein Tiefgrund, insbesondere ein Tiefgrund auf Basis von Alkyd- oder Acrylharz,
verwendet oder es wird ein eines oder mehrere dieser Materialien enthaltendes Imprägnierungsmittel
verwendet. Die genannten Imprägnierungsmittel haben sich als besonders gut geeignet
für das Imprägnieren des textilen Flächengebildes gezeigt. Der in dem Imprägnierungsmittel
enthaltene Haftvermittler liegt nach dem Trocknen gleichmäßig über die gesamte Oberfläche
der textilen Schicht verteilt vor.
[0047] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Imprägnierungsmittel
eine dynamische Viskosität η ≤ 50 mPas, bevorzugt η ≤ 10 mPas auf. Im Unterschied
zu den im Stand der Technik verwendeten Klebstoffen, die in der Regel eine Viskosität
von über 3000 mPas aufweisen, besitzen die gemäß der vorliegenden Erfindung eingesetzten
Imprägnierungsmittel mit den darin enthaltenen Haftvermittlern eine deutlich geringere
dynamische Viskosität. Ein im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders bevorzugt
als Imprägnierungsmittel eingesetzter Tiefgrund weist beispielsweise eine dynamische
Viskosität von 10 mPas auf.
[0048] Durch den Einsatz eines Imprägnierungsmittels mit niedriger Viskosität ist ein Durchtränken
des textilen Flächengebildes sehr einfach möglich, da die Poren und Öffnungen des
textilen Flächengebildes im Gegensatz zur Verwendung von Klebstoff nicht verstopfen.
Bei der Verwendung von Klebstoff verbleiben im textilen Flächengebilde aufgrund von
mit Klebstoff verschlossener Poren immer klebstofffreie Bereiche zurück.
[0049] Bevorzugt weist das Imprägnierungsmittel eine Dichte p von 0,98 g/cm
3 ≤ ρ ≤ 1,08 g/cm
3, besonders bevorzugt 1,01 g/cm
3 ≤ ρ ≤ 1,06 g/cm
3, insbesondere bevorzugt ρ ≈ 1,04 g/cm
3 auf. Ein im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders bevorzugt als Imprägnierungsmittel
eingesetzter Tiefgrund weist beispielsweise eine Dichte von 1,04 g/cm
3 auf.
[0050] Das Durchtränken des textilen Flächengebildes mit Imprägnierungsmittel erfolgt bevorzugt
mit Hilfe eines Tauchbads, durch das das textile Flächengebilde gezogen wird, und
anschließendem Abstreifen von überschlüssigem Material. Das Imprägnierungsmittel kann
grundsätzlich aber auch aufgesprüht oder auf das textile Flächengebilde aufgerollt
werden.
[0051] Nach dem thermischen Verbinden des getrockneten, mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler
imprägnierten, textilen Flächengebildes mit dem flächigen Träger unter Ausbildung
einer auf dem flächigen Träger angeordneten, untrennbar mit dem flächigen Träger verbundenen,
vollflächig mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler imprägnierten, textilen Schicht
wird das Flächenabdichtelement vorzugsweise in Form von 50 Meter langen und 1,0 Meter
bis 2,0 Meter breiten Bahnen auf Rollen aufgewickelt, wodurch das Gewicht einer einzelnen
Rolle in einem Bereich bleibt, der eine einfache Handhabung auf der Baustelle ermöglicht.
Vorzugsweise soll das Gewicht einer Rolle 50 kg nicht überschreiten.
[0052] Das Verlegen der Flächenabdichtelemente ist grundsätzlich sowohl mit wie auch ohne
Überlappungsbereich, also Stoß an Stoß, möglich. Dazu wird beispielsweise eine dünne,
reißfeste Folie mit Klebefläche unter dem Stoß angebracht und die angrenzenden Flächenabdichtelemente
auf der Folie verklebt. Alternativ eignet sich zur sicheren Abdichtung des Stoßes
auch ein Klebeband mit einer Butyloberfläche.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0053] Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang
mit der Figur 1 näher erläutert werden. Die Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Flächenabdichtelements 1 für Baukörper im Schnitt senkrecht
zur Ebene des flächigen Trägers 2 in schematischer Darstellung.
[0054] Figur 1 zeigt ein Flächenabdichtelement 1 mit einer Polyethylenfolie 2 als Beispiel
für einen flächigen Träger. Die Polyethylenfolie 2 besitzt eine Flächenmasse von rund
500 g/
M2. Mit der Polyethylenfolie 2 ist eine Vliesschicht 3 aus Polyester als textile Schicht
untrennbar verbunden. Das Polyestervlies 3 ist vollflächig mit einem Tiefgrund als
nicht-klebrigen Haftvermittler imprägniert und besitzt eine Flächenmasse von 50 g/m
2.
[0055] Die Polyethylenfolie 2 weist auf ihrer dem Polyestervlies 3 abgewandten Oberfläche
noppenartige Erhebungen 5 auf. Ebenso weist das Polyestervlies 3 auf seiner der Polyethylenfolie
2 abgewandten Oberfläche noppenartige Erhebungen 4 auf. Die noppenartigen Erhebungen
4, 5 sind halbkugelförmig ausgebildet.
[0056] Das dargestellte ein Flächenabdichtelement 1 kann problemlos aufgerollt werden ohne
zu verkleben und zeigt hervorragende Eigenschaften bezüglich der Abdichtung gegenüber
Wasser und Gas.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Flächenabdichtelement
- 2
- Polyethylenfolie
- 3
- Vlies
- 4
- noppenartige Erhebungen der Vliesschicht
- 5
- noppenartige Erhebungen des flächigen Trägers
1. Flächenabdichtelement (1) für Baukörper aufweisend einen flächigen Träger (2), wobei
es sich bei dem flächigen Träger um eine Kunststofffolie handelt, und eine auf dem
flächigen Träger (2) angeordnete, untrennbar mit dem flächigen Träger (2) verbundene,
textile Schicht (3), wobei es sich bei der textilen Schicht um ein Vlies handelt,
wobei die textile Schicht (3) vollflächig mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler
imprägniert vorliegt, und wobei das Flächenabdichtelement (1) eine Dicke l ≤ 1,5 mm
aufweist.
2. Flächenabdichtelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der textilen Schicht (3) um ein Vlies aus Polyester handelt.
3. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die textile Schicht (3) eine Flächenmasse von 20 g/m2 bis 70 g/m2, bevorzugt 35 g/m2 bis 60 g/m2, besonders bevorzugt rund 50 g/m2 aufweist.
4. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem flächigen Träger (2) um eine Kunststofffolie bestehend aus Polyvinylchlorid,
Polyethylen, Polypropylen, Propylenoxid, Polyurethan, insbesondere thermoplastisches
Polyurethan, oder einem thermoplastischen Elastomer auf Olefinbasis handelt.
5. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der flächige Träger (2) eine Flächenmasse von 200 g/m2 bis 700 g/m2, bevorzugt 350 g/m2 bis 600 g/m2, besonders bevorzugt rund 500 g/m2 aufweist.
6. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Haftvermittler in seiner Form als Imprägnierungsmittel eine Kunststoffdispersion,
Latex-Dispersion, Harz, Epoxid-Harz, vernetzbares Kunstharz, Latex, Latex-Emulsion,
Zement-Klebemörtel, Naturkautschuk, Synthesekautschuk, organofunktionelles Silan,
Bitumen-Kautschuk, Butyl-Kautschuk, Bitumen oder ein Tiefgrund ist, insbesondere ein
Tiefgrund auf Basis von Alkyd- oder Acrylharz, oder eines oder mehrere dieser Materialien
enthält.
7. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenabdichtelement (1) eine Dicke l ≤ 1,2 mm aufweist.
8. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die textile Schicht (3) auf ihrer dem flächigen Träger (2) abgewandten Oberfläche
noppenartige Erhebungen (4) aufweist.
9. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der flächige Träger (2) auf seiner der textilen Schicht (3) abgewandten Oberfläche
noppenartige Erhebungen (5) aufweist.
10. Flächenabdichtelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der flächigen Träger (2) auf seiner der textilen Schicht (3) abgewandten Oberfläche
noppenförmige Vertiefungen aufweist.
11. Verfahren zur Herstellung eines Flächenabdichtelements (1) gemäß den Ansprüchen 1
bis 10 mit den Schritten
a) Bereitstellen eines flächigen Trägers (2), wobei es sich bei dem flächigen Träger
um eine Kunststofffolie handelt,
b) Bereitstellen eines textilen Flächengebildes, wobei es sich bei dem textilen Flächengebilde
um ein Vlies handelt,
c) Durchtränken des textilen Flächengebildes mit einem einen nicht-klebrigen Haftvermittler
enthaltenden Imprägnierungsmittel, wobei das Imprägnierungsmittel eine dynamische
Viskosität η ≤ 500 mPas aufweist und das Durchtränken des textilen Flächengebildes
bei Raumtemperatur erfolgt,
d) Trocknen des mit dem einen nicht-klebrigen Haftvermittler enthaltenden Imprägnierungsmittel
getränkten textilen Flächengebildes,
e) Thermisches Verbinden des getrockneten, mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler
imprägnierten, textilen Flächengebildes mit dem flächigen Träger (2) unter Ausbildung
einer auf dem flächigen Träger (2) angeordneten, untrennbar mit dem flächigen Träger
(2) verbundenen, vollflächig mit einem nicht-klebrigen Haftvermittler imprägnierten,
textilen Schicht (3).
12. Verfahren zur Herstellung eines Flächenabdichtelements (1) gemäß den Ansprüchen 1
bis 10 mit den Schritten
a) Bereitstellen eines flächigen Trägers (2), wobei es sich bei dem flächigen Träger
um eine Kunststofffolie handelt,
b) Bereitstellen eines textilen Flächengebildes, wobei es sich bei dem textilen Flächengebilde
um ein Vlies handelt,
c) Thermisches Verbinden des textilen Flächengebildes mit dem flächigen Träger (2)
unter Ausbildung einer auf dem flächigen Träger (2) angeordneten, untrennbar mit dem
flächigen Träger (2) verbundenen, textilen Schicht (3),
d) Durchtränken der textilen Schicht mit einem einen nicht-klebrigen Haftvermittler
enthaltenden Imprägnierungsmittel, wobei das Imprägnierungsmittel eine dynamische
Viskosität η ≤ 500 mPas aufweist und das Durchtränken der textilen Schicht bei Raumtemperatur
erfolgt,
e) Trocknen der mit dem einen nicht-klebrigen Haftvermittler enthaltenden Imprägnierungsmittel
getränkten textilen Schicht unter Ausbildung einer auf dem flächigen Träger (2) angeordneten,
untrennbar mit dem flächigen Träger (2) verbundenen, vollflächig mit einem nicht-klebrigen
Haftvermittler imprägnierten, textilen Schicht (3).
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei nach Schritt e) der Schritt f) Durchlaufen
des in Schritt e) erhaltenen Flächenabdichtelements durch eine Anordnung von Kalanderwalzen,
wobei zumindest eine mit der textilen Schicht (3) in Kontakt tretende Kalanderwalze
noppenförmige Vertiefungen aufweist.
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei nach Schritt e) der Schritt f) Durchlaufen
des in Schritt e) erhaltenen Flächenabdichtelements durch eine Anordnung von Kalanderwalzen,
wobei zumindest eine mit der textilen Schicht (3) in Kontakt tretende Kalanderwalze
noppenförmige Vertiefungen aufweist und zumindest eine mit dem flächigen Träger (2)
in Kontakt tretende Kalanderwalze noppenförmige Vertiefungen aufweist.
15. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei nach Schritt e) der Schritt f) Durchlaufen
des in Schritt e) erhaltenen Flächenabdichtelements durch eine Anordnung von Kalanderwalzen,
wobei zumindest eine mit der textilen Schicht (3) in Kontakt tretende Kalanderwalze
noppenförmige Vertiefungen aufweist und zumindest eine mit dem flächigen Träger (2)
in Kontakt tretende Kalanderwalze noppenartige Erhöhungen aufweist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Imprägnierungsmittel eine Kunststoffdispersion, Latex-Dispersion, Harz, Epoxid-Harz,
vernetzbares Kunstharz, Latex, Latex-Emulsion, Zement-Klebemörtel, Naturkautschuk,
Synthesekautschuk, organofunktionelles Silan, Bitumen-Kautschuk, Butyl-Kautschuk,
Bitumen oder ein Tiefgrund, insbesondere ein Tiefgrund auf Basis von Alkyd- oder Acrylharz,
verwendet wird oder ein eines oder mehrere dieser Materialien enthaltendes Imprägnierungsmittel
verwendet wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Imprägnierungsmittel eine dynamische Viskosität η ≤ 50 mPas, bevorzugt η ≈ 10
mPas, aufweist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Imprägnierungsmittel eine Dichte ρ von 0,98 g/cm3 ≤ ρ ≤ 1,08 g/cm3, bevorzugt 1,01 g/cm3 ≤ ρ ≤ 1,06 g/cm3, besonders bevorzugt p ≈ 1,04 g/cm3 aufweist.