[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Sanitärarmatur
sowie eine Sanitärarmatur, die insbesondere dem Zapfen von Wasser dient. Solche Sanitärarmaturen
werden regelmäßig im Zusammenhang mit Waschbecken, Spülbecken, Duschen und/oder Badewannen
verwendet.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Sanitärarmaturen bekannt, mit denen ein Kaltwasser
mit einer Kaltwassertemperatur und ein Warmwasser mit einer Warmwassertemperatur zu
einem Mischwasser mit einer gewünschten Mischwassertemperatur mischbar sind und mit
denen das Mischwasser in einer gewünschten Menge bereitstellbar ist. Zudem sind aus
dem Stand der Technik Sanitärarmaturen bekannt, mit denen neben dem Mischwasser auch
Heißwasser mit einer Temperatur von bis zu 100 °C (Celsius) zapfbar ist. Solche Sanitärarmaturen
müssen ein Bedienkonzept mit einem Verbrühschutz aufweisen, sodass eine sichere Bedienung
der Sanitärarmatur durch einen Benutzer gewährleistet ist. Gleichzeitig soll die Bedienung
der Sanitärarmatur einfach sein und sich für den Benutzer intuitiv erschließen. Aus
dem Stand der Technik sind hierzu zum Beispiel mechanische Lösungen bekannt, bei denen
es sich beispielsweise um Hebel oder Stellglieder der Sanitärarmatur handeln kann.
Die Verstellung dieser Stellglieder erfordert zur Aktivierung einer Heißwasserentnahme
einen hohen Kraftaufwand, sodass ein unbeabsichtigtes Aktivieren der Heißwasserentnahme
verhindert wird. Der hohe Kraftaufwand kann beispielsweise durch einer Barriere oder
dergleichen des Stellglieds erzeugt werden, die vor Aktivierung der Heißwasserentnahme
überwunden werden muss. Nachteilig an diesen mechanischen Lösungen ist jedoch, dass
diese einen geringen Bedienkomfort aufweisen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist daher, die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten
Probleme zumindest teilweise zu lösen und insbesondere ein Verfahren zur Steuerung
einer Sanitärarmatur anzugeben, mit dem die Sanitärarmatur sicher und komfortabel
betätigbar ist. Zudem soll auch eine Sanitärarmatur angegeben werden, die sicher und
komfortabel betätigbar ist.
[0004] Diese Aufgaben werden gelöst mit einem Verfahren und einer Sanitärarmatur gemäß den
Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den abhängig formulierten Patentansprüchen angegeben. Es ist darauf
hinzuweisen, dass die in den abhängig formulierten Patentansprüchen einzeln aufgeführten
Merkmale in beliebiger technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden
können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren. Darüber hinaus werden
die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung näher präzisiert
und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung dargestellt
werden.
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung einer Sanitärarmatur weist zumindest
die folgenden Schritte auf:
- a) Drücken einer Aktivierungstaste der Sanitärarmatur zum Aktivieren einer Funktionstaste
zum Starten einer Entnahme eines Heißwassers der Sanitärarmatur;
- b) Aktivieren der Funktionstaste, wenn die Aktivierungstaste während Schritt a) mit
einer ersten Bedienkraft gedrückt wird, die eine erste Mindestbedienkraft übersteigt,
und wenn die Aktivierungstaste während Schritt a) länger als eine erste Mindestdauer
gedrückt wird;
- c) Drücken der Funktionstaste;
- d) Aktivieren der Entnahme des Heißwassers aus der Sanitärarmatur, wenn die Funktionstaste
in Schritt c) mit einer zweiten Bedienkraft gedrückt wird, die eine zweite Mindestbedienkraft
übersteigt, und wenn die Funktionstaste in Schritt c) länger als eine zweite Mindestdauer
gedrückt wird.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren dient insbesondere der Steuerung einer Sanitärarmatur,
die dem Zapfen von Wasser an einem Waschbecken, einem Spülbecken, einer Dusche oder
einer Badewanne dient. Die Sanitärarmatur weist insbesondere an einem Armaturengehäuse
eine Aktivierungstaste zum Aktivieren einer Funktionstaste und eine Funktionstaste
zum Starten einer Entnahme eines Heißwassers aus der Sanitärarmatur auf. Bei der Aktivierungstaste
und/oder der Funktionstaste kann es sich insbesondere um elektronische Tasten, wie
zum Beispiel kapazitive Tasten oder Piezo-Tasten, handeln. Weiterhin ist mit der Sanitärarmatur
insbesondere ein Mischwasser mit einer gewünschten Mischwassertemperatur von zum Beispiel
0 °C - 37 °C bereitstellbar. Das Mischwasser kann beispielweise mittels eines Mischventils
oder einer Thermostatkartusche aus einem Kaltwasser mit einer Kaltwassertemperatur
von beispielsweise 0 °C - 20 °C und einem Warmwasser mit einer Warmwassertemperatur
von beispielweise 20 °C - 80 °C gemischt werden. Jedenfalls ist mit der Sanitärarmatur
(auch) ein Heißwasser mit einer Heißwassertemperatur von 40 °C - 100 °C, bevorzugt
60 °C - 100 °C oder besonders bevorzugt 80 °C - 100 °C zapfbar. Zur Vermeidung einer
ungewollten Aktivierung der Entnahme des Heißwassers und somit einer Gefährdung eines
Benutzers der Sanitärarmatur ist zur Aktivierung der Entnahme des Heißwassers zunächst
gemäß Schritt a) ein Drücken der Aktivierungstaste der Sanitärarmatur erforderlich,
mit der eine Funktionstaste der Sanitärarmatur zum Starten der Entnahme des Heißwassers
aktivierbar ist. Ohne ein Drücken der Aktivierungstaste ist die Funktionstaste inaktiv,
sodass durch (alleiniges) Drücken der Funktionstaste die Entnahme des Heißwassers
nicht aktivierbar ist. Gemäß Schritt b) wird die Funktionstaste durch Drücken der
Aktivierungstaste nur dann aktiviert, wenn die Aktivierungstaste während Schritt a)
mit einer ersten Bedienkraft gedrückt wird, die eine erste Mindestbedienkraft übersteigt,
und wenn die Aktivierungstaste während Schritt a) länger als eine erste Mindestdauer
gedrückt wird. Dies bedeutet insbesondere, dass beim Drücken der Aktivierungstaste
während Schritt a) die erste Bedienkraft, mit der ein Benutzer auf die Aktivierungstaste
drückt, gemessen oder bestimmt und mit der ersten Mindestbedienkraft verglichen wird.
Hierzu kann die Sanitärarmatur eine Steuerung aufweisen, die beispielsweise nach Art
eines Mikrocontrollers ausgebildet ist. Zudem kann die Aktivierungstaste auch derart
(mechanisch) ausgestaltet sein, dass diese erst dann ein Schaltsignal auslöst, wenn
die erste Bedienkraft die erste Mindestbedienkraft übersteigt. Mit anderen Worten
wird die Funktionstaste nicht aktiviert, wenn die Aktivierungstaste mit einer ersten
Bedienkraft gedrückt wird, die niedriger als die erste Mindestbedienkraft ist, oder
mit einer ersten Dauer gedrückt wird, die kürzer als die erste Mindestdauer ist. Die
erste Mindestbedienkraft kann insbesondere 0,5 N (Newton) - 10 N, bevorzugt 2,5 N
- 10 N oder besonders bevorzugt 5 N - 10 N betragen. Weiterhin hängt die Aktivierung
der Funktionstaste davon ab, ob die Aktivierungstaste während Schritt a) länger als
eine erste Mindestdauer gedrückt wird. Die erste Mindestdauer kann beispielsweise
1 Sekunde bis 5 Sekunden, bevorzugt 2 Sekunden bis 5 Sekunden oder besonders bevorzugt
3 Sekunden bis 5 Sekunden betragen. Die Aktivierung der Funktionstaste erfolgt somit
in Schritt b) nur dann, wenn die Aktivierungstaste in Schritt a) mit einer ausreichenden
ersten Bedienkraft und länger als die erste Mindestdauer gedrückt wird. Hierdurch
kann ein Aktivieren der Funktionstaste durch ein versehentliches Drücken der Aktivierungstaste
verhindert werden.
[0007] Nach dem Aktivieren der Funktionstaste kann die Funktionstaste zur Entnahme des Heißwassers
aus der Sanitärarmatur gemäß Schritt c) gedrückt werden. Die Entnahme des Heißwassers
aus der Sanitärarmatur wird gemäß Schritt d) aktiviert, wenn die Funktionstaste in
Schritt c) mit einer zweiten Bedienkraft gedrückt wird, die eine zweite Mindestbedienkraft
übersteigt, und wenn die Funktionstaste in Schritt c) länger als eine zweite Mindestdauer
gedrückt wird. Dies bedeutet insbesondere, dass beim Drücken der Funktionstaste die
zweite Bedienkraft, mit der der Benutzer in Schritt c) die Funktionstaste drückt,
gemessen oder bestimmt und mit der zweiten Mindestbedienkraft verglichen wird. Zudem
kann die Funktionstaste auch derart (mechanisch) ausgestaltet sein, dass diese erst
dann ein Schaltsignal auslöst, wenn die zweite Bedienkraft die zweite Mindestbedienkraft
übersteigt. Hierzu kann ebenfalls die Steuerung verwendet werden. Mit anderen Worten
wird die Entnahme des Heißwassers durch die Funktionstaste nicht aktiviert, wenn die
Funktionstaste mit der zweiten Bedienkraft gedrückt wird, die niedriger als die zweite
Mindestbedienkraft ist, oder mit einer zweiten Dauer gedrückt wird, die kürzer als
die zweite Mindestdauer ist. Die zweite Mindestbedienkraft beträgt insbesondere 0,5
N - 10 N, bevorzugt 2,5 N - 10 N oder besonders bevorzugt 5 N - 10 N. Die zweite Mindestdauer
kann beispielsweise 1 Sekunde bis 5 Sekunden, bevorzugt 2 Sekunden bis 5 Sekunden
oder besonders bevorzugt 3 Sekunden bis 5 Sekunden betragen. Hierdurch kann verhindert
werden, dass die Entnahme des Heißwassers aus der Sanitärarmatur durch versehentliches
Berühren der Funktionstaste aktiviert wird.
[0008] Zudem ist es vorteilhaft, wenn in Schritt b) eine Aktivierung der Funktionstaste
erfolgt, wenn die Aktivierungstaste kürzer als eine erste Maximaldauer gedrückt wird,
und wobei in Schritt b) keine Aktivierung der Funktionstaste erfolgt, wenn die Aktivierungstaste
länger als die erste Maximaldauer gedrückt wird. Die erste Maximaldauer kann beispielsweise
(zumindest) 5 Sekunden, bevorzugt (zumindest) 10 Sekunden oder besonders bevorzugt
(zumindest) 15 Sekunden betragen.
[0009] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn nach der Aktivierung der Funktionstaste in Schritt
b) eine Lichtquelle der Sanitärarmatur mit einer ersten Lichtfarbe blinkt. Bei der
Lichtquelle handelt es sich insbesondere um eine LED, die insbesondere an dem Armaturengehäuse
der Sanitärarmatur angeordnet sein kann. Bei der ersten Lichtfarbe kann es sich beispielweise
um die Farbe Rot handeln.
[0010] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn während der Aktivierung der Entnahme des Heißwassers
in Schritt d) eine erste Lichtquelle mit einer ersten Lichtfarbe permanent leuchtet.
Bei der Lichtquelle handelt es sich insbesondere um die LED. Bei der ersten Lichtfarbe
kann es sich ebenfalls um die Farbe Rot handeln.
[0011] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn in Schritt d) die Entnahme des Heißwassers
erfolgt, bis dass die Funktionstaste nicht mehr gedrückt wird oder bis dass die Funktionstaste
länger als eine zweite Maximaldauer gedrückt wird. Bei der zweiten Maximaldauer kann
es sich beispielsweise um (zumindest) 5 Sekunden, bevorzugt (zumindest) 10 Sekunden
oder besonders bevorzugt (zumindest) 15 Sekunden handeln.
[0012] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn durch erneutes Drücken der Aktivierungstaste nach
Schritt b) ein Topffüllmodus der Sanitärarmatur aktiviert wird, durch den die Entnahme
des Heißwassers in Schritt d) auf eine vorgegebene Entnahmemenge des Heißwassers beschränkt
wird. Mit anderen Worten ist die Sanitärarmatur in dem Topffüllmodus derart eingerichtet,
dass diese nur eine vorgegebene Entnahmemenge des Heißwassers abgibt. Dies bedeutet
insbesondere, dass die Entnahme des Heißwassers nach Erreichen der vorgegebenen Entnahmemenge
automatisch gestoppt wird. Die vorgegebene Entnahmemenge kann beispielsweise 1 l (Liter)
- 3 l betragen. Der Topffüllmodus dient insbesondere dem automatischen Füllen eines
Kochtopfs mit dem Heißwasser.
[0013] Zudem ist es vorteilhaft, wenn während der Aktivierung des Topffüllmodus eine Lichtquelle
der Sanitärarmatur mit einer zweiten Lichtfarbe blinkt. Bei der Lichtquelle handelt
es sich insbesondere um die LED. Bei der zweiten Lichtfarbe kann es sich beispielsweise
um die Farbe Orange handeln.
[0014] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn während der Entnahme des Heißwassers im Topffüllmodus
in Schritt d) die Lichtquelle mit einer ersten Farbe oder der zweiten Farbe permanent
leuchtet.
[0015] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn es sich bei der Aktivierungstaste oder der Funktionstaste
um eine kapazitive Taste mit einer Luftkammer handelt und wobei zur Bestimmung der
ersten Bedienkraft der Aktivierungstaste oder zur Bestimmung der zweiten Bedienkraft
der Funktionstaste ein Druck in der Luftkammer gemessen wird. Die kapazitive Taste
ist hierbei insbesondere nach Art eines Kondensators ausgebildet. Die kapazitive Taste
kann zwei (metallische) Flächen oder (Metall-)Folien aufweisen, zwischen denen die
Luftkammer ausgebildet ist.
[0016] Einem weiteren Aspekt der Erfindung folgend wird auch eine Sanitärarmatur angegeben,
die eine Aktivierungstaste, eine Funktionstaste und eine Steuerung aufweist, wobei
die Steuerung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingerichtet und vorgesehen
ist.
[0017] Die Aktivierungstaste und die Funktionstaste sind insbesondere an einem Armaturengehäuse
der Sanitärarmatur angeordnet. Weiterhin sind die Aktivierungstaste und die Funktionstaste
insbesondere datenleitend mit der Steuerung verbunden. Die Sanitärarmatur dient insbesondere
dem Zapfen von Wasser an einem Waschbecken, einem Spülbecken, einer Dusche oder einer
Badewanne. Für weitere Einzelheiten wird auf die Beschreibung des erfindungsgemäßen
Verfahrens verwiesen.
[0018] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren eine besonders bevorzugte Ausführungsvarianten
der Erfindung zeigen, diese jedoch nicht darauf beschränkt ist. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1:
- eine Sanitärarmatur; und
- Fig. 2:
- ein Flussdiagramm eines Bedienkonzepts der Sanitärarmatur:
[0019] Die Fig. 1 zeigt eine Sanitärarmatur 1 mit einem Armaturengehäuse 6 und einem Auslauf
7. An dem Armaturengehäuse 6 sind eine Aktivierungstaste 2, eine Funktionstaste 3
und eine Lichtquelle 4 angeordnet. Weiterhin umfasst die Sanitärarmatur 1 eine Steuerung
5, mit der eine Entnahme eines Heißwassers aus dem Auslauf 7 der Sanitärarmatur 1
steuerbar ist.
[0020] Die Fig. 2 zeigt ein Bedienkonzept der in der Fig. 1 gezeigten Sanitärarmatur 1 als
Flussidagramm. Das Bedienkonzept ist insbesondere in der in der Fig. 1 gezeigten Steuerung
5 als Programmcode implementiert. Das Flussdiagramm beginnt in der oberen linken Ecke
der Fig. 2 bei der Position (a). Die in der Fig. 1 gezeigte Lichtquelle 4, bei der
es sich hier um eine LED handelt, ist zunächst aus. Wird die Aktivierungstaste 2 (in
der Fig. 2 als "enable button" bezeichnet) gemäß Schritt a) gedrückt (Position (b)
im Flussdiagramm), erfolgt zunächst gemäß Schritt b) eine Prüfung, ob die Aktivierungstaste
2 mit einer ersten Bedienkraft gedrückt wird, die eine erste Mindestbedienkraft übersteigt.
Dies erfolgt entweder durch eine entsprechende mechanische Ausgestaltung der Aktivierungstaste
2 oder einer entsprechenden Bestimmung oder Messung der ersten Bedienkraft. Falls
die erste Bedienkraft die erste Mindestkraft unterschreitet, erfolgt keine Aktivierung
der Funktionstaste. Trotz dass die Prüfung einer ausreichenden ersten Bedienkraft
erfolgt, wird diese in dem in der Fig. 2 gezeigten Flussdiagramm nicht dargestellt.
Dargestellt wird nur die Prüfung, ob die Aktivierungstaste gemäß Schritt b) länger
als eine erste Mindestdauer (in der Fig. 2 als "MIN_PRESS_TIME" bezeichnet) gedrückt
wird (Position (c) im Flussdiagramm). Wurde die Aktivierungstaste 2 mit einer ersten
Bedienkraft gedrückt, die größer als die erste Mindestbedienkraft ist, und wurde die
Aktivierungstaste länger als die erste Mindestdauer gedrückt, beginnt die Lichtquelle
4 in rot zu blinken (Position (d) im Flussdiagramm). Wird die Aktivierungstaste 2
zudem kürzer als eine erste Maximaldauer (in der Fig. 2 als "MAX_PRESS_TIME" bezeichnet)
gedrückt (Position (e) im Flussdiagramm), ist die Funktionstaste 3 ((in der Fig. 2
als "function button" bezeichnet) gemäß Schritt b) aktiviert. Wird nun die Funktionstaste
3 mit einer zweiten Bedienkraft gedrückt, die eine zweite Mindestbedienkraft übersteigt,
und gemäß Schritt d) länger als eine zweite Mindestdauer (in der Fig. 2 als "MIN_PRESS_TIME"
bezeichnet) gedrückt (Position (f) im Flussdiagramm), wird die Entnahme des Heißwassers
aus der Sanitärarmatur 1 aktiviert (Position (g) im Flussdiagramm), bis entweder die
Funktionstaste 3 nicht mehr gedrückt wird (Position (h) im Flussdiagramm) oder länger
als eine zweite Maximaldauer (in der Fig. 2 als "MAX_ACTIVE_TIME" bezeichnet) gedrückt
wird (Position (i) im Flussdiagramm). Wird die Funktionstaste 3 nach ihrer Aktivierung
gemäß Schritt b) nicht gedrückt (Position (j) im Flussdiagramm), kann durch erneutes
Drücken der Aktivierungstaste 2 nach Schritt b) ein Topffüllmodus (in der Fig. 2 als
"potfiller" bezeichnet) aktiviert werden (Position (k) im Flussdiagramm). Hierzu ist
die Aktivierungstaste 2 länger als eine dritte Mindestdauer (Position (I) im Flussdiagramm)
und kürzer als eine dritte Maximaldauer zu drücken (Position (m) im Flussdiagramm).
Während der Aktivierung des Topffüllmodus blinkt die Lichtquelle 4 in orange. Wird
anschließend die Funktionstaste 3 länger als eine vierte Mindestdauer gedrückt (Position
(n) im Flussdiagramm), wird eine vorgegebene Entnahmemenge des Heißwassers durch die
Sanitärarmatur 1 abgegeben (Position (o) im Flussdiagramm).
[0021] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere durch einen hohen Bedienkomfort bei gleichzeitig
hoher Bediensicherheit aus.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1
- Sanitärarmatur
- 2
- Aktivierungstaste
- 3
- Funktionstaste
- 4
- Lichtquelle
- 5
- Steuerung
- 6
- Armaturengehäuse
- 7
- Auslauf
1. Verfahren zur Steuerung einer Sanitärarmatur (1) aufweisend zumindest die folgenden
Schritte:
a) Drücken einer Aktivierungstaste (2) der Sanitärarmatur (1) zum Aktivieren einer
Funktionstaste (3) zum Starten einer Entnahme eines Heißwassers der Sanitärarmatur
(1);
b) Aktivieren der Funktionstaste (3), wenn die Aktivierungstaste (2) während Schritt
a) mit einer ersten Bedienkraft gedrückt wird, die eine erste Mindestbedienkraft übersteigt,
und wenn die Aktivierungstaste (2) während Schritt a) länger als eine erste Mindestdauer
gedrückt wird;
c) Drücken der Funktionstaste (3);
d) Aktivieren der Entnahme des Heißwassers aus der Sanitärarmatur (1), wenn die Funktionstaste
(2) in Schritt c) mit einer zweiten Bedienkraft gedrückt wird, die eine zweite Mindestbedienkraft
übersteigt, und wenn die Funktionstaste (3) in Schritt c) länger als eine zweite Mindestdauer
gedrückt wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, wobei in Schritt b) eine Aktivierung der Funktionstaste
(3) erfolgt, wenn die Aktivierungstaste (2) kürzer als eine erste Maximaldauer gedrückt
wird, und wobei in Schritt b) keine Aktivierung der Funktionstaste (3) erfolgt, wenn
die Aktivierungstaste (2) länger als die erste Maximaldauer gedrückt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei nach der Aktivierung
der Funktionstaste (3) in Schritt b) eine Lichtquelle (4) der Sanitärarmatur (1) mit
einer ersten Lichtfarbe blinkt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei während der Aktivierung
der Entnahme des Heißwassers in Schritt d) eine erste Lichtquelle (4) mit einer ersten
Lichtfarbe permanent leuchtet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei in Schritt d) die Entnahme
des Heißwassers erfolgt, bis dass die Funktionstaste (3) nicht mehr gedrückt wird
oder bis dass die Funktionstaste (3) länger als eine zweite Maximaldauer gedrückt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei durch erneutes Drücken
der Aktivierungstaste (2) nach Schritt b) ein Topffüllmodus der Sanitärarmatur (1)
aktiviert wird, durch den die Entnahme des Heißwassers in Schritt d) auf eine vorgegebene
Entnahmemenge des Heißwassers beschränkt wird.
7. Verfahren nach Patentanspruch 6, wobei während der Aktivierung des Topffüllmodus eine
Lichtquelle (4) der Sanitärarmatur (1) mit einer zweiten Lichtfarbe blinkt.
8. Verfahren nach einem der Patentansprüche 6 oder 7, wobei während der Entnahme des
Heißwassers im Topffüllmodus in Schritt d) die Lichtquelle (4) mit einer ersten Farbe
oder der zweiten Farbe permanent leuchtet.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei es sich bei der Aktivierungstaste
(2) oder der Funktionstaste (3) um eine kapazitive Taste mit einer Luftkammer handelt
und wobei zur Bestimmung der ersten Bedienkraft der Aktivierungstaste (2) oder zur
Bestimmung der zweiten Bedienkraft der Funktionstaste (3) ein Druck in der Luftkammer
gemessen wird.
10. Sanitärarmatur (1), aufweisend eine Aktivierungstaste (2), eine Funktionstaste (3)
und einer Steuerung (5), wobei die Steuerung (5) zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der vorhergehenden Patentansprüche eingerichtet ist.