Stand der Technik
[0001] Aus dem Stand der Technik ist bereits ein Verfahren zum Betrieb einer Heizgerätevorrichtung
bekannt, bei welchem zur Einstellung einer Luftzahl auf eine Soll-Luftzahl ein Verbrennungsluftstrom
ermittelt wird.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Heizgerätevorrichtung, insbesondere einer Gas- und/oder
Ölbrennervorrichtung, vorzugsweise zur Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischverbrennung,
mit zumindest einer Steuereinheit, welche dazu vorgesehen ist, abhängig von zumindest
einer Luftzahlkenngröße und zumindest einer Verbrennungsluftstromkenngröße, insbesondere
einer virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße und/oder einer effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße,
eine Luftzahl auf eine Soll-Luftzahl einzustellen, mit zumindest einer Sensoreinheit,
welche zur Messung der Luftzahlkenngröße vorgesehen ist, mit zumindest einem Verbrennungsluftdosierer,
welcher dazu vorgesehen ist, zumindest abhängig von einer effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße
wenigstens einen Verbrennungsluftstrom und vorzugsweise zumindest teilweise einen
Brennstoffstrom und besonders bevorzugt einen Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom
zu fördern.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit zur Einstellung der Luftzahl auf die
Soll-Luftzahl dazu vorgesehen ist, eine virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße zu
bestimmen, und zwar insbesondere in regelmäßigen, vorzugsweise periodischen, Zeitabständen
und insbesondere bei einem Fehlerbetrieb. Hierdurch kann eine Energieeffizienz gesteigert
werden. Die Heizgerätevorrichtung kann dabei Veränderungen eines Brennstoff- und/oder
Verbrennungsluftwegs eines Heizgeräts, beispielsweise durch Abweichungen bei einer
Verbauung, durch Verunreinigungen und/oder durch äußere Einflüsse wie Druckdifferenzen,
erkennen und ausgleichen, wodurch insbesondere eine Betriebssicherheit verbessert
und eine Standzeit erhöht werden kann.
[0004] Unter einer "Heizgerätevorrichtung" soll in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest
ein Teil, insbesondere eine Unterbaugruppe, eines Heizgeräts, insbesondere eines Gas-
und/oder Ölbrenners, verstanden werden. Insbesondere kann die Heizgerätevorrichtung
auch das gesamte Heizgerät, insbesondere den gesamten Gas- und/oder Ölbrenner, umfassen.
Vorteilhaft kann die Heizgerätevorrichtung, insbesondere zusätzlich, zumindest eine
Verbrennungseinheit, zumindest eine Zufuhreinheit und/oder zumindest einen Brennstoffdosierer
aufweisen.
[0005] In diesem Zusammenhang soll unter einer "Verbrennungseinheit" insbesondere eine Einheit
verstanden werden, welche insbesondere dazu vorgesehen ist, ein Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemisch
zu verbrennen und dabei insbesondere zumindest eine Heizflamme erzeugt. Unter "vorgesehen"
soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden
werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll
insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest
einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt. Unter einer
"Zufuhreinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche insbesondere
dazu vorgesehen ist, einen Verbrennungsluftstrom, einen Brennstoffstrom und/oder einen
Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom der Verbrennungseinheit zuzuführen. Dazu
weist die Zufuhreinheit insbesondere zumindest einen Verbrennungsluftweg, einen Brennstoffweg
und/oder einen Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischweg auf. Unter einem "Brennstoffdosierer"
soll insbesondere eine, insbesondere elektrische und/oder elektronische, Einheit,
insbesondere eine Aktoreinheit, vorzugsweise eine Dosiereinheit, verstanden werden,
welche dazu vorgesehen ist, einen Brennstoffstrom, insbesondere eine Brennstoffmenge
und/oder eine Brennstoffqualität, zu fördern und insbesondere zu beeinflussen, zu
erzeugen, einzustellen, und/oder zu regulieren. Vorzugsweise ist der Brennstoffdosierer
als Stellglied ausgebildet. Der Brennstoffdosierer kann dabei insbesondere als eine
beliebige, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende, Einheit, insbesondere Dosiereinheit,
ausgebildet sein, wie beispielsweise als, insbesondere durchsatzvariable, Brennstoffpumpe.
Vorteilhaft ist der Brennstoffdosierer als ein, insbesondere durchsatzvariables, Brennstoffventil
ausgebildet. Besonders bevorzugt weist der Brennstoffdosierer zumindest eine, vorteilhaft
als Massenstromsensor ausgebildete, Brennstoffmesseinheit auf, welche dazu vorgesehen
ist, den Brennstoffstrom präzise zu messen. Unter einem "Verbrennungsluftdosierer"
soll eine, insbesondere elektrische und/oder elektronische, Einheit, insbesondere
eine Aktoreinheit, vorzugsweise eine Dosiereinheit, verstanden werden, welche zumindest
dazu vorgesehen ist, einen Verbrennungsluftstrom, insbesondere -menge und/oder eine
-geschwindigkeit, zu fördern und insbesondere zu beeinflussen, einzustellen, zu regulieren
und/oder zu erzeugen. Vorzugsweise ist der Verbrennungsluftdosierer, insbesondere
je nach Positionierung der Verbrennungsluftdosierers entlang der Zufuhreinheit und
insbesondere relativ zum Brennstoffdosierer, dazu vorgesehen, zumindest teilweise
einen Brennstoffstrom, insbesondere -menge und/oder -geschwindigkeit, zu fördern und
insbesondere zu beeinflussen, zu erzeugen, einzustellen und/oder zu regulieren. Besonders
bevorzugt ist der Verbrennungsluftdosierer, insbesondere je nach Positionierung des
Verbrennungsluftdosierers entlang der Zufuhreinheit und insbesondere relativ zum Brennstoffdosierer,
dazu vorgesehen, ein Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom, insbesondere - menge
und/oder -geschwindigkeit, zu fördern und insbesondere zu beeinflussen, zu erzeugen,
einzustellen und/oder zu regulieren. Vorzugsweise ist der Verbrennungsluftdosierer
als Stellglied ausgebildet. Der Verbrennungsluftdosierer kann dabei insbesondere als
eine beliebige, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende, Einheit, insbesondere Dosiereinheit,
ausgebildet sein, wie beispielsweise als ein, insbesondere durchsatzvariabler, Verdichter.
Vorteilhaft ist der Verbrennungsluftdosierer als ein, insbesondere drehzahlvariables,
Gebläse, insbesondere als ein Ventilator und/oder als ein Lüfter, ausgebildet. Insbesondere
sind der Verbrennungsluftdosierer und/oder der Brennstoffdosierer dazu vorgesehen,
eine Luftzahlkenngröße und insbesondere eine Heizleistung der Heizgerätevorrichtung
zu modulieren.
[0006] Unter einer "Steuereinheit" soll in diesem Zusammenhang eine Einheit verstanden werden,
welche zumindest dazu vorgesehen ist, zumindest einen Betrieb der Heizgerätevorrichtung
zu steuern und/oder zu regeln. Die Steuereinheit ist insbesondere eine elektrische
und/oder elektronische Einheit, welche zumindest eine Steuerelektronik aufweist. Unter
einer "Steuerelektronik" soll insbesondere eine Einheit mit einer Recheneinheit und
mit einer Speichereinheit sowie mit einem in der Speichereinheit gespeicherten Betriebs-,
Steuer- und/oder Regelprogramm, welches insbesondere dazu vorgesehen ist, von der
Recheneinheit ausgeführt zu werden, verstanden werden. Alternativ ist denkbar, dass
die Speichereinheit getrennt von der Steuereinheit ausgebildet ist. Insbesondere ist
die Steuereinheit dazu vorgesehen, Steuer- und/oder Regelsignale zu einer Einstellung
und/oder Verstellung des Verbrennungsluftdosierers und/oder des Brennstoffdosierers
bereitzustellen. Ferner ist die Steuereinheit dazu vorgesehen, zumindest durch Einstellen
und/oder Verstellen des Verbrennungsluftdosierers und/oder des Brennstoffdosierers
eine angeforderte Heizleistung bereitzustellen. Des Weiteren ist die Steuereinheit
dazu vorgesehen, durch Einstellen und/oder Verstellen des Verbrennungsluftdosierers
und/oder des Brennstoffdosierers die Luftzahl auf die Soll-Luftzahl einzustellen.
[0007] Ferner soll unter einer "Luftzahl" in diesem Zusammenhang insbesondere ein Faktor
verstanden werden, welcher eine Güte einer Verbrennung festlegt und/oder anhand dessen
auf eine Güte einer Verbrennung geschlossen werden kann. Insbesondere entspricht die
Luftzahl einem Verhältnis von einer tatsächlich in einem Gemisch, insbesondere dem
Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemisch, enthaltenen Verbrennungsluftmenge zu einer stöchiometrisch
erforderlichen Verbrennungsluftmenge, die insbesondere für eine vollständige Verbrennung
benötigt ist. Insbesondere lassen sich anhand der Luftzahl Rückschlüsse auf einen
Verbrennungsverlauf, eine Verbrennungstemperatur, einer Schadstoffentstehung und/oder
einen Wirkungsgrad der Verbrennung ziehen. Eine Luftzahl, welche den Wert 1 aufweist,
entspricht dabei insbesondere einem stöchiometrischen Verbrennungsluftverhältnis.
Eine Luftzahl größer 1 entspricht insbesondere einem mageren Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemisch
und weist demnach insbesondere einen Verbrennungsluftüberschuss auf. Eine Luftzahl
kleiner 1 entspricht insbesondere einem fetten Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemisch
und weist demnach insbesondere einen Verbrennungsluftmangel auf. Insbesondere entspricht
die Luftzahl einer, insbesondere indirekten, Steuer- und/oder Regelgröße. Ferner soll
unter einer "Soll-Luftzahl" in diesem Zusammenhang insbesondere eine Luftzahl verstanden
werden, unter welcher eine Verbrennung stattfinden soll und/oder welche zu einer optimierten
Verbrennung, vorteilhaft einer stabilen Heizflamme, einem minimalen Schadstoffausstoß
und/oder einem maximalen Wirkungsgrad, führt. Vorteilhaft liegt die Soll-Luftzahl
dabei in einem leicht mageren Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischbereich und insbesondere
zwischen 1,15 und 1,45, vorzugsweise zwischen 1,2 und 1,4 und besonders bevorzugt
zwischen 1,25 und 1,35. Insbesondere ist die Soll-Luftzahl in einem Betriebszustand,
in welchem eine angeforderte Heizleistung gleich bleibend und/oder unverändert ist,
konstant.
[0008] Des Weiteren soll unter einer "Luftzahlkenngröße" in diesem Zusammenhang insbesondere
eine Kenngröße verstanden werden, welche mit einer Luftzahl korreliert ist. Insbesondere
kann die Steuer- und/oder Regeleinheit wenigstens anhand der Luftzahlkenngröße auf
die Luftzahl schließen und/oder die Luftzahl bestimmen. Denkbar ist, dass die Luftzahlkenngröße
mit der Luftzahl identisch ist. Vorteilhaft entspricht die Luftzahlkenngröße jedoch
einem die Luftzahl abbildenden Wert. Insbesondere entspricht die Luftzahlkenngröße
einer, insbesondere direkten, Steuer- und/oder Regelgröße. Vorteilhaft handelt es
sich bei der Luftzahlkenngröße um ein, insbesondere von der Sensoreinheit gemessenes,
Verbrennungssignal, vorzugsweise um ein elektrisches und/oder elektronisches Ionisationssignal.
Dabei kann es sich insbesondere um ein Spannungs- und/oder ein Stromsignal handeln.
[0009] Die Sensoreinheit ist insbesondere dazu vorgesehen, eine Verbrennung des Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischs
zu überwachen. Die Sensoreinheit umfasst, insbesondere zur Messung der effektiven
Luftzahlkenngröße, zumindest einen Sensor, welcher vorzugsweise als ein Ionisationssensor,
vorteilhaft als eine Ionisationselektrode und/oder besonders bevorzugt als eine Flammenionisationselektrode
ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass die Sensoreinheit, insbesondere
zur Messung der Luftzahlkenngröße, einen beliebigen für einem Fachmann als sinnvoll
erscheinenden Sensor umfasst, welcher insbesondere als ein elektrischer, optischer
und/oder chemischer Sensor ausgebildet sein kann, wie beispielsweise als Temperatursensor,
thermoelektrischer Sensor, Lambdasonde, Gassensor, insbesondere Kohlenstoffmonoxidsensor
und/oder Kohlendioxidsensor, Strahlungssensor, insbesondere Infrarotstrahlungssensor
und/oder Ultraviolettstrahlungssensor. Die Sensoreinheit könnte beispielsweise innerhalb
der Zufuhreinheit, insbesondere in einem Verbrennungsluftweg, einem Brennstoffweg
und/oder einem Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstromweg, angeordnet sein. Vorzugsweise
ist die Sensoreinheit jedoch in einem Nahbereich der Verbrennungseinheit, insbesondere
der Heizflamme der Verbrennungseinheit, und insbesondere in einem Brennraum der Heizgerätevorrichtung
angeordnet. In diesem Zusammenhang soll unter einem "Nahbereich" insbesondere ein
räumlicher Bereich verstanden werden, welcher aus Punkten gebildet ist, die jeweils
einen Abstand von höchstens 50 cm, vorteilhaft von höchstens 30 cm, vorzugsweise von
höchstens 10 cm und besonders bevorzugt von höchstens 5 cm von einem Referenzpunkt
und/oder einem Referenzbauteil aufweisen.
[0010] Unter einer "Verbrennungsluftstromkenngröße" soll insbesondere eine Kenngröße verstanden
werden, welche insbesondere mit einem Verbrennungsluftstrom, insbesondere einer -menge
und/oder einer -geschwindigkeit korreliert ist. Vorzugsweise ist die Verbrennungsluftstromkenngröße
zumindest teilweise mit einem Brennstoffstrom, insbesondere einer -menge und/oder
einer -geschwindigkeit, korreliert. Besonders bevorzugt ist die Verbrennungsluftstromkenngröße
mit einem Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom, insbesondere einer -menge und/oder
einer -geschwindigkeit, korreliert. Vorteilhaft entspricht die Verbrennungsstromkenngröße
einem den Verbrennungsluftstrom, insbesondere die -menge und/oder die -geschwindigkeit,
vorzugsweise zumindest teilweise den Brennstoffstrom, insbesondere -menge und/oder
-geschwindigkeit und besonders bevorzugt den Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom,
insbesondere -menge und/oder -geschwindigkeit, abbildenden Wert. Die Steuereinheit
ist insbesondere dazu vorgesehen, wenigstens anhand der Verbrennungsluftstromkenngröße
den Verbrennungsluftstrom, insbesondere die -menge und/oder die -geschwindigkeit,
vorzugsweise zumindest teilweise auf den Brennstoffstrom, insbesondere -menge und/oder
-geschwindigkeit und besonders bevorzugt auf den VerbrennungsluftBrennstoff-Gemischstrom,
insbesondere -menge und/oder -geschwindigkeit, zu schließen und/oder diesen zu ermitteln.
Insbesondere entspricht die Verbrennungsluftstromkenngröße einer, insbesondere direkten,
Steuer- und/oder Regelgröße. Unter einer "virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Verbrennungsluftstromkenngröße verstanden
werden, welche indirekt messbar, vorzugsweise mittels der Sensoreinheit erfassbar
und insbesondere mittels der Steuereinheit bestimmbar, ist. Unter "einer effektiven
Verbrennungsluftstromkenngröße" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Verbrennungsluftstromkenngröße
verstanden werden, welche direkt, insbesondere mittels einer weiteren Sensoreinheit,
messbar ist.
[0011] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Verbrennungsluftstromkenngröße einer Drehzahl
des Verbrennungsluftdosierers entspricht. Unter einer "Drehzahl des Verbrennungsluftdosierers"
soll insbesondere eine Rotationsgeschwindigkeit zumindest eines drehbaren Bauteils,
vorzugsweise eines Rotors, relativ zu zumindest einem weiteren festen Bauteil, insbesondere
eines Stators, des Verbrennungsluftdosierers verstanden werden. Darunter, dass die
Verbrennungsluftstromkenngröße einer Drehzahl zumindest "entspricht" soll insbesondere
verstanden werden, dass die effektive Verbrennungsluftstromkenngröße einer direkt
messbaren Drehzahl des Verbrennungsluftdosierers ist und die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
lediglich eine Drehzahl des Verbrennungsluftdosierer repräsentiert. Hierdurch kann
auf einfach Art und Weise die Verbrennungsluftstromkenngröße einem Betriebsparameter
der Heizgerätevorrichtung zugeordnet werden.
[0012] Es wird ferner vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, insbesondere
über eine Messung der Luftzahlkenngröße, mittels der Sensoreinheit die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
zu bestimmen.
[0013] Die Steuer- und/oder Regeleinheit ist insbesondere dazu vorgesehen, die Luftzahlkenngröße,
vorteilhaft durch ein Aufprägen einer temporären Veränderung, insbesondere des Verbrennungsluftstroms,
insbesondere -menge und/oder -geschwindigkeit, vorzugsweise zumindest teilweise des
Brennstoffstroms, insbesondere -menge und/oder -geschwindigkeit und besonders bevorzugt
des Verbrennungsluft-BrennstofGemischstrom, insbesondere -menge und/oder -geschwindigkeit,
zu variieren. Dazu weist die Heizgerätevorrichtung insbesondere eine Aufprägeeinheit
auf. Die Steuerund/oder Regeleinheit ist insbesondere dazu vorgesehen, die temporäre
Veränderung der Luftzahlkenngröße mittels der Messung der Luftzahlkenngröße durch
Sensoreinheit, insbesondere zu zumindest zwei unterschiedlichen Zeitpunkten, zu ermitteln
und insbesondere eine Zeitverzögerung zwischen dem Aufprägen und dem Messen der temporären
Veränderung der Luftzahlkenngröße zu bestimmen. Insbesondere kann die Steuereinheit
dazu vorgesehen sein, anhand der bestimmten Zeitverzögerung und bei Kenntnis konstruktiver
Abmessungen der Zufuhreinheit die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße und insbesondere
der Verbrennungsluftstrom zu bestimmen. Hierdurch kann die Heizgerätevorrichtung auf
einen Normalbetrieb geprüft werden.
[0014] Da es jedoch im Laufe einer Standzeit der Heizgerätevorrichtung und/oder einer abweichenden
Verbauung der Heizgerätevorrichtung zu Änderungen der Abmessungen kommen kann wird
vorteilhaft vorgeschlagen, dass die Steuereinheit zumindest eine Determinier-Kennlinie
umfasst, mittels welcher die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
zu bestimmen. Unter einer "Kennlinie" soll in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest
eine Referenzkurve und/oder eine Referenztabelle mit Referenzwerten verstanden werden,
welche dazu vorgesehen ist, zumindest zwei Größen einander zuzuordnen. Insbesondere
ist die Kennlinie in der Speichereinheit als Wertetabelle und/oder als eine mathematische
Funktion hinterlegt. Hierdurch kann insbesondere unabhängig von Änderungen von Abmessungen
der Zufuhreinheit, wie beispielsweise durch Verunreinigungen, ein korrekter Betrieb
der Heizgerätevorrichtung ermöglicht werden.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die DeterminierKennlinie
eine Zeitverzögerungs-Heizleistungs-Kennlinie ist. Unter einer "Zeitverzögerungs-Heizleistungs-Kennlinie"
soll insbesondere eine Kennlinie verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, die
Zeitverzögerung der Luftzahlkenngröße und die Heizleistung der Heizgerätevorrichtung
einander zuzuordnen. Die Steuereinheit ist insbesondere dazu vorgesehen, mittels der
Zeitverzögerung-Heizleistungs-Kennlinie eine der ermittelten Zeitverzögerung zugeordnete
Heizleistung zu bestimmen. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise der Zeitverzögerung
einer Heizleistung zugeordnet werden.
[0016] Es ist auch denkbar, dass die Determinier-Kennlinie eine Zeitverzögerungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie
ist. Unter einer "Zeitverzögerungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie" soll
insbesondere eine Kennlinie verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, die Zeitverzögerung
und die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße einander zuzuordnen. Die Steuereinheit
ist insbesondere dazu vorgesehen, mittels der Zeitverzögerungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie
eine der ermittelten Zeitverzögerung zugeordnete, insbesondere virtuelle, Verbrennungsluftstromkenngröße
zu bestimmen. Um einen Steueralgorithmus zu vereinfachen, wird jedoch vorgeschlagen,
dass die Steuereinheit zumindest eine weitere Determinier-Kennlinie umfasst, mittels
welcher die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
zu bestimmen. Insbesondere ist die weitere Determinier-Kennlinie von der Determinier-Kennlinie
verschieden und weist jedoch vorteilhaft zumindest eine Größe auf, welche die Determinier-Kennlinie
ebenfalls umfasst.
[0017] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die weitere Determinier-Kennlinie eine Heizleistungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie
ist. Unter einer "Heizleistungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie" soll insbesondere
eine Kennlinie verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, die Heizleistung und
die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße einander zuzuordnen. Die Steuereinheit
ist insbesondere dazu vorgesehen, mittels der Heizleistungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie
die der bestimmbaren Heizleistung die zugeordnete virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
zu bestimmen. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise der Heizleistung die Verbrennungsluftstromkenngröße
zugeordnet werden.
[0018] Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Heizgerätevorrichtung eine weitere Sensoreinheit
umfasst, mittels welcher die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die effektive Verbrennungsluftstromkenngröße
zu bestimmen. Bei der weiteren Sensoreinheit handelt es sich insbesondere um eine
Sensoreinheit, welche dazu vorgesehen ist, die Drehzahl des Verbrennungsluftdosierers,
vorteilhaft direkt, zu messen. Vorzugsweise weist die weitere Sensoreinheit zur Erfassung
der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße zumindest einen Sensor auf, welcher
insbesondere als ein Hallsensor ausgebildet ist. Hierdurch kann auf verlässliche Art
und Weise die effektive Verbrennungsluftstromkenngröße direkt gemessen werden.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit
dazu vorgesehen ist, eine Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße
von der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße zu ermitteln und bei einer Einstellung
der Luftzahl auf die Soll-Luftzahl zu berücksichtigen. Insbesondere weist die Steuereinheit
ein insbesondere in der Speichereinheit hinterlegtes, Auswerteprogramm auf, welches
dazu vorgesehen ist, eine Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße
von der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße zu ermitteln. Ferner wird vorgeschlagen,
dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, eine Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße
von der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße zu erkennen, wenn diese um wenigstens
1 %, vorteilhaft um wenigstens 5 %, vorzugsweise um wenigstens 10 % und besonders
bevorzugt wenigstens um höchstens 30 % relativ voneinander abweichen. Bei einer Abweichung
der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße von der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße
ist die Steuereinheit insbesondere dazu vorgesehen, zur Einstellung der Luftzahl auf
die Soll-Luftzahl die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße zu verwenden und/oder
die Abweichung zu berücksichtigen. Hierdurch kann insbesondere ein Betrieb der Heizgerätevorrichtung
erreicht werden, welcher zumindest im Wesentlichen unabhängig von sich ändernden Betriebs-
und/oder Randbedingungen ist.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
die Steuereinheit zur Einstellung der Luftzahl auf die Soll-Luftzahl zumindest eine
Regel-Kennlinie aufweist, welche als eine Luftzahlkenngrößen-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie
ausgebildet ist. Unter einer Luftzahlkenngrößen-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie,
soll insbesondere eine Kennlinie verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, die
Verbrennungsluftstromkenngröße, insbesondere die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
und/oder die effektive Verbrennungsluftstromkenngröße, und die Luftzahlkenngröße einander
zuzuordnen. Insbesondere ist die Steuereinheit dazu vorgesehen, die Luftzahlkenngröße
in zumindest einem Betriebszustand, insbesondere einem Steuer und/oder Regel-Betriebszustand,
nach Art einer Steuerung und/oder Regelung und insbesondere anhand zumindest der Regel-Kennlinie
einzustellen, insbesondere derart, dass die Luftzahlkenngröße zumindest im Wesentlichen
der Soll-Luftzahlkenngröße entspricht und hierdurch insbesondere die Luftzahl zumindest
im Wesentlichen der Soll-Luftzahl entspricht. Vorzugsweise entspricht die Luftzahl
und/oder die Luftzahlkenngröße in einem Normalbetriebszustand zumindest im Wesentlichen
der Soll-Luftzahl und/oder der Soll-Luftzahlkenngröße. Darunter, dass die Luftzahl
und/oder die Luftzahlkenngröße "zumindest im Wesentlichen" der Soll-Luftzahl und/oder
der Soll-Luftzahlkenngröße entspricht soll insbesondere verstanden werden, dass eine
relative Abweichung der Luftzahl und/oder der Luftzahlkenngröße von der Soll-Luftzahl
und/oder der Soll-Luftzahlkenngröße höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5 % und
besonders bevorzugt höchstens 2 % entspricht. Ferner soll unter einem "Normalbetriebszustand"
insbesondere ein Betriebszustand verstanden werden, in welchem insbesondere ein vorteilhafter,
insbesondere ein möglichst effizienter und/oder gleichbleibender, Betrieb der Heizgerätevorrichtung
gegeben ist. Vorteilhaft soll unter einem Normalbetriebszustand ein Regel-Betriebszustand
verstanden werden, bei welchem die Luftzahl insbesondere auf die Soll-Luftzahl geregelt
wird und insbesondere zumindest im Wesentlichen der Soll-Luftzahl entspricht. Die
Steuereinheit ist vorzugsweise dazu vorgesehen, die Regel-Kennlinie, insbesondere
in regelmäßige, vorzugsweise periodischen, Zeitabständen, um die Abweichung zwischen
der virtuellen und der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße zu korrigieren.
[0021] Ferner wird ein Verfahren zum Betrieb einer Heizgerätevorrichtung vorgeschlagen,
bei welchem zur Einstellung einer Luftzahl auf eine Soll-Luftzahl, eine virtuelle
Verbrennungsluftstromkenngröße bestimmt wird. Hierdurch kann eine Energieeffizienz
gesteigert werden.
[0022] Die Heizgerätevorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung
und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die Heizgerätevorrichtung zu
einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten
Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.
Zeichnung
[0023] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein als Gasbrenner ausgebildetes Heizgerät mit einer Heizgerätevorrichtung in einer
schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- ein Schaubild einer Determinier-Kennlinie der Heizgerätevorrichtung,
- Fig. 3
- ein Schaubild einer weiteren Determinier-Kennlinie der Heizgerätevorrichtung,
- Fig. 4
- ein Schaubild einer Regel-Kennlinie der Heizgerätevorrichtung,
- Fig. 5
- ein Schaubild einer weiteren Regel-Kennlinie der Heizgerätevorrichtung,
- Fig. 6
- ein beispielhaftes Ablaufdiagramm für ein Verfahren zum Betrieb der Heizgerätevorrichtung
und
- Fig. 7
- ein alternatives Ausführungsbeispiel eines als Gasbrenner ausgebildetes Heizgeräts
mit einer Heizgerätevorrichtung in einer schematischen Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0025] Figur 1 zeigt ein beispielhaftes als Gasbrenner ausgebildetes Heizgerät 32a in einer
schematischen Darstellung. Das Heizgerät 32a weist eine Heizgerätevorrichtung auf.
[0026] Die Heizgerätevorrichtung umfasst einen Verbrennungsluftdosierer 20a. Der Verbrennungsluftdosierer
20a ist als Aktor ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist der Verbrennungsluftdosierer
20a als drehzahlvariables Gebläse ausgebildet und zwar insbesondere als ein Lüfter.
Der Verbrennungsluftdosierer 20a ist dazu vorgesehen, einen Verbrennungsluftstrom
22a zu fördern. Ferner weist die Heizgerätevorrichtung eine Aufprägeeinheit 34a auf.
Die Aufprägeeinheit 34a ist im vorliegenden Fall dazu vorgesehen, in zumindest einem
Betriebszustand eine temporäre Veränderung auf den Verbrennungsluftstrom 22a aufzuprägen.
[0027] Des Weiteren umfasst die Heizgerätevorrichtung einen Brennstoffdosierer 36a. Der
Brennstoffdosierer 36a ist als Aktor ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist der Brennstoffdosierer
36a als durchsatzvariables und insbesondere elektronisches Brennstoffventil ausgebildet.
Der Brennstoffdosierer 36a ist als Regelventil ausgebildet. Der Brennstoffdosierer
36a ist dazu vorgesehen, einen Brennstoffstrom 38a zu erzeugen und/oder zu fördern.
Im vorliegenden Fall ist der Brennstoff ein Gas. Zudem ist der Brennstoffdosierer
36a dazu vorgesehen, eine Brennstoffmenge einzustellen. Alternativ oder zusätzlich
kann ein Brennstoffdosierer eine Brennstoffmesseinheit umfassen, wodurch der Brennstoffdosierer
insbesondere dazu vorgesehen ist, eine Brennstoffmenge präzise zu messen.
[0028] Die Heizgerätevorrichtung weist eine Zufuhreinheit 40a auf. Die Zufuhreinheit 40a
umfasst einen Verbrennungsluftweg. Der Verbrennungsluftweg ist dazu vorgesehen, den
Verbrennungsluftstrom 22a zu führen. Die Zufuhreinheit 40a umfasst ferner einen Brennstoffweg.
Der Brennstoffweg ist dazu vorgesehen, den Brennstoffstrom 38a zu führen. Darüber
hinaus umfasst die Zufuhreinheit 40a einen Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischweg.
Der Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischweg ist dazu vorgesehen, den Verbrennungsluftstrom
22a mit dem Brennstoffstrom 38a zu mischen. Der Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstromweg
ist ferner dazu vorgesehen, einen Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom 42 zu führen.
[0029] Die Heizgerätevorrichtung umfasst eine Verbrennungseinheit 44a. Die Verbrennungseinheit
44a ist dazu vorgesehen, ein Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemisch des Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstroms
42a zu verbrennen. Dabei ist die Verbrennungseinheit 44a dazu vorgesehen, eine Heizflamme
46a zu erzeugen. Im vorliegenden Fall ist die Verbrennungseinheit 44a dazu vorgesehen,
die Heizflamme 46a in einem Brennraum der Heizgerätevorrichtung zu erzeugen.
[0030] Die Heizgerätevorrichtung weist ferner eine Sensoreinheit 18a auf. Die Sensoreinheit
18a weist genau einen Sensor auf. Die Sensoreinheit 18a ist in dem Brennraum der Heizgerätevorrichtung
angeordnet. Im vorliegenden Fall ist die Sensoreinheit 18a in einem Nahbereich der
Heizflamme 46a der Verbrennungseinheit 44a angeordnet. Der Sensor der Sensoreinheit
18a ist als Flammenionisationselektrode ausgebildet. Die Sensoreinheit 18a ist im
vorliegenden Fall dazu vorgesehen, eine Luftzahlkenngröße 12a der Verbrennung zu erfassen.
Die Luftzahlkenngröße 12a entspricht einer Steuer- und/oder Regelgröße. Im vorliegenden
Fall entspricht die Luftzahlkenngröße 12a einem Ionisationswert der Verbrennung. Die
Sensoreinheit 18a macht sich dabei den Umstand zu Nutze, dass Flammen bei Anlegen
einer elektrischen Spannung Strom leiten. Alternativ ist denkbar, mehrere Sensoreinheiten
und/oder Sensoreinheiten mit mehreren Sensoren zu verwenden. Dabei könnten die Sensoreinheiten
insbesondere von einer Flammenionisationselektrode verschieden ausgebildet sein und/oder
in einem anderen Bereich der Heizgerätevorrichtung angeordnet sein.
[0031] Des Weiteren weist die Heizgerätevorrichtung eine weitere Sensoreinheit 28a auf.
Die weitere Sensoreinheit 28a weist genau einen Sensor auf. Die Sensoreinheit 28a
ist an dem Verbrennungsluftdosierer 20a angeordnet. Es ist denkbar, dass die weitere
Sensoreinheit 28a ein Teil des Verbrennungsluftdosierers 20a ist. Der Sensor der weiteren
Sensoreinheit 28a ist als ein Hallsensor ausgebildet. Die weitere Sensoreinheit 28a
ist im vorliegenden Fall dazu vorgesehen, eine effektive Verbrennungsluftstromkenngröße
14a direkt zu messen. Im vorliegenden Fall entspricht die effektive Verbrennungsluftstromkenngröße
14a einer Drehzahl des Verbrennungsluftdosierers 20a. In anderen Worten ausgedrückt,
ist die weitere Sensoreinheit 28a dazu vorgesehen, eine Drehzahl des Verbrennungsluftdosierers
20a direkt zu messen. Alternativ ist denkbar, mehrere weitere Sensoreinheiten und/oder
weitere Sensoreinheiten mit mehreren Sensoren zu verwenden. Dabei könnten die weiteren
Sensoreinheiten insbesondere von einem Hallsensor verschieden ausgebildet sein und/oder
in und/oder an einem anderen Bereich und/oder Bauteil der Heizgerätevorrichtung angeordnet
sein.
[0032] Ferner weist die Heizgerätevorrichtung eine Steuereinheit 10a auf. Die Steuereinheit
10a ist dazu vorgesehen, einen Betrieb der Heizgerätevorrichtung zu steuern. Dazu
weist die Steuereinheit 10a eine Recheneinheit, eine Speichereinheit und ein in der
Rechenspeichereinheit hinterlegtes Betriebsprogramm auf, das dazu vorgesehen ist,
von der Recheneinheit ausgeführt zu werden. Die Steuereinheit 10a ist dazu vorgesehen,
eine angeforderte Heizleistung bereitzustellen. Dazu weist die Steuereinheit 10a eine
elektrische Verbindung mit dem Verbrennungsluftdosierer 20a auf. Zudem weist die Steuereinheit
10a eine elektrische Verbindung mit dem Brennstoffdosierer 36a auf. Ferner weist die
Steuereinheit 10a eine elektrische Verbindung mit der Sensoreinheit 18a auf. Des Weiteren
weist die Steuereinheit 10a eine elektrische Verbindung mit der Aufprägeeinheit 34a
auf. Ferner weist die Steuereinheit 10a eine elektrische Verbindung mit der weiteren
Sensoreinheit 28a auf. Alternativ ist denkbar, dass eine Steuereinheit eine drahtlose
Verbindung mit einem Verbrennungsluftdosierer, einem Brennstoffdosierer und/oder einer
Sensoreinheit aufweist. Ferner könnten eine Steuereinheit und eine Speichereinheit
separat ausgebildet sein. Die Steuereinheit 10a ist dazu vorgesehen, Steuersignale
zu einer Einstellung des Verbrennungsluftdosierers 20a und des Brennstoffdosierers
36a bereitzustellen. Zudem ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, aktuelle Betriebswerte
der Heizgerätevorrichtung zu erfassen. Dabei ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen,
ein Brennstoffdosierersignal des Brennstoffdosierers 36a, ein Verbrennungsluftdosierersignal
des Verbrennungsluftdosierers 20a und ein Sensorsignal der Sensoreinheit 18a zu erfassen.
[0033] Die Steuereinheit 10a ist dazu vorgesehen, die Luftzahlkenngröße 13a auf eine Soll-Luftzahlkenngröße
12a zu steuern und/oder zu regeln, sodass die Luftzahl der Soll-Luftzahl entspricht.
Demnach ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, die Luftzahlkenngröße 13a direkt
zu steuern und/oder zu regeln und die Luftzahl indirekt zu steuern und zu regeln.
Im vorliegenden Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, in einem Steuer-Betriebszustand
die Luftzahl nach Art einer Steuerung auf die Soll-Luftzahl einzustellen und in einem
Regel-Betriebszustand und/oder einem Normalbetriebszustand die Luftzahl nach Art einer
Regelung auf die Soll-Luftzahl einzustellen. Die Steuereinheit 10a ist dazu vorgesehen,
die Luftzahl anhand von Kennlinien 24a, 26a, 30a auf die Soll-Luftzahl einzustellen.
Die Kennlinien 24a, 26a, 30a sind dabei als Wertetabellen in der Speichereinheit hinterlegt.
[0034] Figur 2 zeigt ein Schaubild einer Determinier-Kennlinie 24a der Heizgerätevorrichtung.
Die Determinier-Kennlinie 24a ist in der Speichereinheit hinterlegt. Die Determinier-Kennlinie
24a ist als eine Zeitverzögerungs-Heizleistungs-Kennlinie ausgebildet. Auf einer Ordinatenachse
48a ist die Zeitverzögerung dargestellt. Auf einer Abszissenachse 50a ist die Heizleistung
dargestellt. Der beispielhafte Verlauf der Referenzkurve der Kennlinie 24a ordnet
die Zeitverzögerung und die Heizleistung einander zu. Die Steuereinheit 10a ist dazu
vorgesehen, mittels der Determinier-Kennlinie 24a eine virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
16a zu bestimmen. Dazu ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, mittels der Determinier-Kennlinie
24a eine Heizleistung 54a zu bestimmen, indem diese mittels der Determinier-Kennlinie
24 einer ermittelten Zeitverzögerung 52a die Heizleistung 54a zuordnet.
[0035] Figur 3 zeigt ein Schaubild der weiteren Determinier-Kennlinie 26a der Heizgerätevorrichtung.
Die Steuereinheit 10a umfasst die weitere Determinier-Kennlinie 26a. Die weitere Determinier-Kennlinie
26a ist in der Speichereinheit hinterlegt. Die weitere Determinier-Kennlinie 26a ist
als eine Heizleistungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie ausgebildet. Auf
einer Ordinatenachse 56a ist die Heizleistung dargestellt. Auf einer Abszissenachse
58a ist die Verbrennungsluftstromkenngröße dargestellt. Der beispielhafte Verlauf
einer Referenzkurve der weiteren Determinier-Kennlinie 26a ordnet die Heizleistung
und die Verbrennungsluftstromkenngröße einander zu. Die Steuereinheit 10a ist dazu
vorgesehen, mittels der weiteren Determinier-Kennlinie 26a die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
16a zu bestimmen. Die Steuereinheit 10a ist dazu vorgesehen, die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
16a zu bestimmen, indem diese mittels der weiteren Determinier-Kennlinie 26a die bestimmte
Heizleistung 54a der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße 16a zuordnet.
[0036] Figur 4 zeigt ein Schaubild der Regel-Kennlinie 30a der Heizgerätevorrichtung. Die
Steuereinheit 10a weist die Regel-Kennlinie 30a auf. Die Regel-Kennlinie 30a ist in
der Speichereinheit hinterlegt. Die Regel-Kennlinie 30a dient der Steuereinheit 10a
zur Einstellung der Luftzahl auf die Soll-Luftzahl. Die Regel-Kennlinie 30a ist als
eine Luftzahlkenngrößen-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie ausgebildet. Auf
einer Ordinatenachse 60a ist die Luftzahlkenngröße dargestellt. Auf einer Abszissenachse
62a ist die Verbrennungsluftstromkenngröße dargestellt. Der beispielhafte Verlauf
der Referenzkurve der Regel-Kennlinie ordnet die Luftzahlkenngröße und die Verbrennungsluftstromkenngröße
einander zu. Die Regel-Kennlinie 30a zeigt die Zuordnung für die Soll-Luftzahl von
1,2. Ferner sind in Figur 4 zum Vergleich alternative RegelKennlinien 30a', 30a" dargestellt.
Die Regel-Kennlinie 30a" zeigt eine Zuordnung der Luftzahlkenngröße und der Verbrennungsluftstromkenngröße
für eine Luftzahl von 1. Die Regel-Kennlinie 30a' zeigt eine Zuordnung der Luftzahlkenngröße
und der Verbrennungsluftstromkenngröße für eine Luftzahl von 1,4. Die Steuereinheit
10a ist dazu vorgesehen, die Luftzahlkenngröße 13a in zumindest einem Betriebszustand,
insbesondere einem Steuer und/oder Regel-Betriebszustand, nach Art einer Steuerung
und/oder Regelung und insbesondere anhand zumindest der Regel-Kennlinie einzustellen,
insbesondere derart, dass die Luftzahlkenngröße 13a zumindest im Wesentlichen der
Soll-Luftzahlkenngröße 12a entspricht und hierdurch insbesondere die Luftzahl zumindest
im Wesentlichen der Soll-Luftzahl entspricht.
[0037] Figur 5 zeigt ein Schaubild einer weiteren Regel-Kennlinie 64a, welche insbesondere
von der Steuereinheit 10a umfasst sein kann. Die weitere Regel-Kennlinie 64a ist als
eine Luftzahlkenngrößen-Heizleistungs-Kennlinie ausgebildet. Auf einer Ordinatenachse
66a ist die Luftzahlkenngröße dargestellt. Auf einer Abszissenachse 68a ist die Heizleistung
dargestellt. Die weitere Regel-Kennlinie 30a kann der Steuereinheit 10a insbesondere
zur Einstellung der Luftzahl auf die Soll-Luftzahl dienen. Der beispielhafte Verlauf
der Referenzkurven der Regel-Kennlinie ordnet die Luftzahlkenngröße und die Heizleistung
einander zu. Die Regel-Kennlinie 64a zeigt eine Zuordnung der Luftzahlkenngröße und
der Heizleistung für die Soll-Luftzahl von 1,2. Ferner sind in Figur 5 zum Vergleich
weitere alternative Regel-Kennlinien 64a', 64a" dargestellt. Die RegelKennlinie 64a"
zeigt eine Zuordnung der Luftzahlkenngröße und der Heizleistung für eine Luftzahl
von 1. Die Regel-Kennlinie 64a' zeigt eine Zuordnung der Luftzahlkenngröße und der
Heizleistung für eine Luftzahl von 1,4. Die Steuereinheit 10a kann insbesondere dazu
vorgesehen sein, die Luftzahlkenngröße in zumindest einem Betriebszustand, insbesondere
einem Steuer und/oder Regel-Betriebszustand, nach Art einer Steuerung und/oder Regelung
und insbesondere anhand zumindest der weiteren Regel-Kennlinie 64a einzustellen. Dabei
kann eine Regelung und/oder Steuerung direkt über eine Bestimmung der Heizleistung,
insbesondere mittels der Determinier-Kennlinie 24a, erfolgen. Alternativ oder zusätzlich
ist denkbar, dass anstelle der virtuellen und effektiven Verbrennungsluftstromkenngrößen,
die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, eine virtuelle und eine effektive Heizleistung
zu bestimmen und vorzugsweise zur Regelung zu verwenden.
[0038] Die Figur 5 zeigt ein beispielhaftes Ablaufdiagramm für einen Betrieb der Heizgerätevorrichtung.
Im vorliegenden Fall ist die Steuereinheit 10a dazu vorgesehen, ein Verfahren auszuführen,
bei welchem zumindest abhängig von der Luftzahlkenngröße 12a und einer Verbrennungsluftstromkenngröße
14a, 16a eine Luftzahl auf eine Soll-Luftzahl eingestellt wird. Das Verfahren wird
von der Steuereinheit 10a mittels eines in der Speichereinheit hinterlegten Betriebsprogramms
ausgeführt.
[0039] Das Verfahren umfasst einen Verfahrensschritt 70a. In dem Verfahrensschritt 70a wird
eine Zeitverzögerung 52a bestimmt. Dazu wird mittels der Steuereinheit 10a der Verbrennungsluftstrom
22a und/oder den Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom 42a durch Aufprägen mittels
der Aufprägeeinheit 34a variiert. Dies führt zu einer temporären Veränderung der Luftzahlkenngröße.
Von der Steuereinheit 10a wird die temporäre Veränderung der Luftzahlkenngröße mittels
der Sensoreinheit 18a gemessen. Mittels der Steuereinheit 10a wird aus der temporären
Veränderung der Luftzahlkenngröße die Zeitverzögerung 52a zwischen dem Aufprägen und
dem Detektieren der temporären Veränderung bestimmt. Ferner wird in dem Verfahrensschritt
70a von der Steuereinheit 10a mittels der Determinier-Kennlinie 24a die zu der bestimmten
Zeitverzögerung 52a zugeordnete Heizleistung 54a bestimmt.
[0040] Ferner umfasst das Verfahren einen Verfahrensschritt 72a. In dem Verfahrensschritt
72a wird von der Steuereinheit 10a mittels der weiteren Determinier-Kennlinie 26a
die zu der bestimmten Heizleistung 54a zugeordnete virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
16a bestimmt.
[0041] Ferner umfasst das Verfahren einen Verfahrensschritt 74a. In dem Verfahrensschritt
74a wird von der Steuereinheit 10a mittels der weiteren Sensoreinheit 28a die effektive
Verbrennungsluftstromkengröße 14a bestimmt. Anschließend wird von der Steuereinheit
10a eine Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße 16a von der effektiven
Verbrennungsluftstromkenngröße 14a ermittelt. Ist die Abweichung geringer als eine
relative Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße 16a von der effektiven
Verbrennungsluftstromkenngröße 14a von 5 % wird zur Einstellung der Luftkennzahl auf
eine Soll-Luft-Kennzahl die effektive Verbrennungsluftstromkenngröße 14a verwendet.
Ist die Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße 16a von der effektiven
Verbrennungsluftstromkenngröße 14a größer als 5 % wird zur Einstellung der Luftkennzahl
auf eine Soll-Luft-Kennzahl die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße 16a verwendet.
Ferner wird von der Steuereinheit 10a die Regel-Kennlinie 30a, insbesondere in regelmäßige,
vorzugsweise periodischen, Zeitabständen, um die Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße
16a von der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße 14a korrigiert. Bei der Korrektur
handelt es sich insbesondere um eine Offset-Korrektur der Abszissenachse 62a um den
Betrag der Abweichung der virtuellen Verbrennungsluftstromkenngröße 16a von der effektiven
Verbrennungsluftstromkenngröße 14a.
[0042] Ferner umfasst das Verfahren einen Verfahrensschritt 76a. In dem Verfahrensschritt
76a wird von der Steuereinheit 10a mittels des Brennstoffdosierers 36a und/oder des
Verbrennungsluftdosierers 20a die Luftzahlkenngröße 13a auf dieser Art und Weise auf
die Soll-Luftzahlkenngröße 12a eingestellt, dass für die entsprechende Verbrennungsluftstromkenngröße
14a, 16a die Luftzahl auf die Soll-Luftzahl eingestellt ist.
[0043] In der Figur 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden
Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile,
insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch
auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere
der Figuren 1 bis 6, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis
6 nachgestellt. In dem Ausführungsbeispiel der Figur 7 ist der Buchstabe a durch die
Buchstaben b ersetzt.
[0044] Das weitere Ausführungsbeispiel unterscheidet sich dabei zumindest im Wesentlichen
von dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel dadurch, dass hier der Verbrennungsluftdosierer
20b dazu vorgesehen ist, einen Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischstrom 42b zu fördern.
Dies ist ergibt sich aus der Positionierung des Verbrennungsluftdosierers 20b entlang
der Zufuhreinheit 40b im Bereich des Verbrennungsluft-Brennstoff-Gemischwegs. Im Gegensatz
dazu ist im vorhergehenden Ausführungsbeispiel in der Figur 1 der Verbrennungsluftdosiere
20a im Bereich des Verbrennungsluftwegs angeordnet.
1. Heizgerätevorrichtung, insbesondere Gas- und/oder Ölbrennervorrichtung, mit zumindest
einer Steuereinheit (10a; 10b), welche dazu vorgesehen ist, abhängig von zumindest
einer Luftzahlkenngröße (12a) und zumindest einer Verbrennungsluftstromkenngröße (14a,
16a) eine Luftzahl auf eine Soll-Luftzahl einzustellen, mit zumindest einer Sensoreinheit
(18a; 18b), welche zur Messung der Luftzahlkenngröße (12a) vorgesehen ist, mit zumindest
einem Verbrennungsluftdosierer (20a; 20b), welcher dazu vorgesehen ist, zumindest
abhängig von einer effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße (14a) wenigstens einen
Verbrennungsluftstrom (22a; 22b) zu fördern, wobei die Steuereinheit (10a; 10b) zur
Einstellung der Luftzahl auf die Soll-Luftzahl dazu vorgesehen ist, eine virtuelle
Verbrennungsluftstromkenngröße (16a) zu bestimmen.
2. Heizgerätevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluftstromkenngröße (14a; 16a) einer Drehzahl des Verbrennungsluftdosierers
(20a; 20b) zumindest entspricht.
3. Heizgerätevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, mittels der Sensoreinheit (18a;
18b) die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße (16a) zu bestimmen.
4. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) zumindest eine DeterminierKennlinie (24a) umfasst, mittels
welcher die Steuereinheit (10; 10b) dazu vorgesehen ist, die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
(16a) zu bestimmen.
5. Heizgerätevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Determinier-Kennlinie (24a) eine Heizleistungs-Zeitverzögerungs-Kennlinie ist.
6. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) zumindest eine weitere Determinier-Kennlinie (26a) umfasst,
mittels welcher die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, die virtuelle Verbrennungsluftstromkenngröße
(16a) zu bestimmen.
7. Heizgerätevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Determinier-Kennlinie (26a) eine Heizleistungs-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie
ist.
8. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine weitere Sensoreinheit (28a; 28b), mittels welcher die Steuereinheit
(10a; 10b) dazu vorgesehen ist, die effektive Verbrennungsluftstromkenngröße (14a)
zu bestimmen.
9. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) dazu vorgesehen ist, eine Abweichung der virtuellen
Verbrennungsluftstromkenngröße (16a) von der effektiven Verbrennungsluftstromkenngröße
(14a) zu ermitteln und bei einer Einstellung der Luftzahl auf die Soll-Luftzahl zu
berücksichtigen.
10. Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10a; 10b) zur Einstellung der Luftzahl auf die Soll-Luftzahl zumindest
eine Regel-Kennlinie (24a) aufweist, welche als eine Luftzahlkenngrößen-Verbrennungsluftstromkenngrößen-Kennlinie
ausgebildet ist.
11. Heizgerät (32a; 32b) mit zumindest einer Heizgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
12. Verfahren zum Betrieb einer Heizgerätevorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 10, bei welchem zur Einstellung einer Luftzahl auf eine Soll-Luftzahl eine virtuelle
Verbrennungsluftstromkenngröße (16a) bestimmt wird.